Diese Erfindung betrifft Führungen für einen Gleitkontakt
mit Ketten, Riemen und anderen Energieübertragungsmitteln, wie denen, die in
einem Kraftfahrzeugmotor oder dergleichen für die Übertragung von Energie
von einem antreibenden Kettenrad oder einer Riemenscheibe an ein angetriebenes Kettenrad
oder eine Riemenscheibe verwendet werden. Diese Führungen können feste
Führungen oder bewegliche Führungen in Verbindung mit Spannern sein. Insbesondere
betrifft die Erfindung Verbesserungen bei Führungen, die aus Kunstharzen geformt
sind.
Im Allgemeinen ist bei einer Getriebevorrichtung für einen Kraftfahrzeugmotor
oder dergleichen, bei der mechanische Energie durch ein Mittel, wie eine Kette,
einen Riemen oder dergleichen übertragen wird, eine bewegliche oder feste Führung
an einem Rahmenkörper, wie einer Wand eines Motorblocks, mittels eines Montagebolzens,
eines Stifts oder dergleichen angebracht. Die Kette, der Riemen oder das andere
Energieübertragungsmittel läuft in Gleitkontakt mit der Führung um.
Im Falle einer beweglichen Führung, die die Form eines Spannhebels
oder dergleichen haben kann, stellt die Führung dem Energieübertragungsmittel
eine geeignete Spannung zur Verfügung, um ein Versagen des Getriebes auf Grund
übermäßigen Dehnens oder übermäßigen Lockerns des
Energieübertragungsmittels zu verhindern. Eine feste Führung, wie eine
Führungsschiene oder dergleichen, begrenzt das Energieübertragungsmittel
auf einen vorgegebenen Umlaufweg, um Schwingungsgeräusche, seitliche Schwingungen
und Außereingriffkommen zu verhindern.
13 zeigt ein Beispiel einer herkömmlichen Kunstharzführung
100 für einen Spannhebel. Die Führung 100 weist eine
Gleitschiene 101, die in Gleitkontakt mit einer umlaufenden Kette C ist,
und ein Schienenträgerelement 102 auf, das auf der Rückseite
der Gleitschiene 101 vorgesehen ist. Das Schienenträgerelement
102 weist eine Nabe 102a mit einer Montageöffnung
103 für eine schwenkbare Anbringung an einer Wand eines Motorblocks
auf. Das Schienenträgerelement weist auch einen Spanneranlagebereich
102b auf, der mit einem Spanner (nicht dargestellt) zusammenwirkt, um eine
geeignete Spannung zur Verfügung zu stellen, um ein Versagen des Getriebes
zu verhindern, das aus einem übermäßigen Dehnen oder übermäßigen
Locken der Kette resultiert. Die Kunstharzführung 100 weist eine Mehrzahl
dicker Verstärkungsrippen 102c auf, wobei jede in geeigneten Intervallen
entlang des Schienenträgerelements 102 ausgebildet ist, um die mechanischen
Eigenschaften und die Haltbarkeit der Führung 100 zu verbessern.
Die herkömmliche Kunstharzführung 100 hat einige
Probleme, die sie daran hindern gute mechanische Eigenschaften und Haltbarkeit zu
zeigen. Wenn die Führung von einer an einem Endbereich der Führung vorgesehenen
Einspritzöffnung aus spritzgegossen ist, erstrecken sich die Führungsrippen
102c im Wesentlichen senkrecht zu der Einspritzrichtung des Kunstharzes
P. Auf Grund der Ausrichtung der Verstärkungsrippen zeigt die Strömung
des eingespritzten Kunstharzes P, die, wie in 14 dargestellt,
ein hautschichtbildendes Kunstharz P1 und ein kernbildendes Kunstharz P2 aufweist,
einen stagnierenden Fluidzustand in und um das Innere der Verstärkungsrippen
102c. Das Verweilen, die verwirbelte Strömung und die turbulente Strömung
des Kunstharzes P hindern das Kunstharz daran, eine spannungsfreie molekulare Ausrichtung
im Inneren der Verstärkungsrippen 102c zu erreichen. Somit sind die
Umgebungsbereiche der Rippen in einem verspannten Zustand erstarrt. Die Orientierungsspannung
bewirkt nicht nur Risse auf Grund einer Belastung während der Energieübertragung,
sondern bewirkt auch thermisches Schrumpfen, resultierend aus einem nicht kristallinen
Bereich im Kunstharz P. Folglich treten Belastungen auf, wie ein Verzug, ein Verdrehen
oder dergleichen in einer Umgebung mit hohen Temperaturen, wie in einem Fahrzeugmotor,
und die Führungsfunktion ist insgesamt nicht vollständig zufriedenstellend.
Bezug nehmend auf die 15 und
16, bei denen ein Kunstharz P verwendet wird, bestehend
aus einem glasfaserverstärkten Kunstharz (bestehend aus einem hautschichtbildenden
Kunstharz P1 und einem kernbildenden Kunstharzmaterial P2), werden ideale mechanische
Eigenschaften und Festigkeit gezeigt, wenn die verstärkenden Glasfasern F,
die in dem kernbildenden Kunstharz enthalten sind, in einer Richtung orientiert
sind, die im Wesentlichen parallel zu der Gleitschiene 101 ist. Jedoch
befindet sich das Kunstharz, wie zuvor beschrieben, da sich die Verstärkungsrippenbereiche
102c im Wesentlichen senkrecht zur Einspritzrichtung des Kunstharzes P
erstrecken, in einem Zustand eines stagnierten Fluidzustands im Inneren der jeweiligen
Verstärkungsrippen 102c und in den Umgebungsbereichen hiervon. Verweilen,
verwirbelte Strömung, turbulente Strömung und dergleichen werden im flüssigen
Kunstharz erzeugt, und im Ergebnis, wie in 16 dargestellt,
ist die Orientierung der Glasfasern gestört. Somit kann, trotz des Beimischens
von Glasfasern F in das Kunstharz P, um die Festigkeit der Führung zu erhöhen,
keine ideale Festigkeit erreicht werden.
Ferner ist, da die Verstärkungsrippenbereiche 102c die
Strömung des glasfaserverstärkten Kunstharzes P beeinträchtigen,
die Gießbarkeit beim Einspritzgießen nicht zufriedenstellend. Somit können
die Glasfasern F nicht derart verteilt werden, dass sie in einer
spezifischen Richtung ausgerichtet sind, und sie können nicht gleichmäßig
in das Kunstharz gemischt werden. Um dieses Problem zu lösen, wurde eine Veränderung
der Einspritzbedingungen ausprobiert. Jedoch werden ein höherer Einspritzdruck
und eine längere Einspritzdauer benötigt, wodurch die Kosten des Einspritzgießens
erhöht werden. Die FR 2736123 offenbart
eine Führung mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1.
Folglich sind es Aufgaben der Erfindung, die oben genannten Probleme
zu lösen, die beim Stand der Technik auftreten, und eine Kunstharzführung
für eine Getriebevorrichtung zur Verfügung zu stellen, die Verstärkungsbereiche
aufweist, die eine größere Festigkeit und Haltbarkeit zeigt, und bei der
Belastungen, wie ein Verzug, ein Verdrehen oder dergleichen in einer Umgebung mit
hohen Temperaturen wesentlich verringert werden.
Die erfindungsgemäße Kunstharzführung weist eine langgestreckte
Schiene für einen Gleitkontakt in Längsrichtung mit einem Energieübertragungsmittel
und ein Trägerelement auf, das als eine Einheit mit der Schiene gegossen ist.
Das Trägerelement weist eine Mehrzahl von Verstärkungsrippen auf, welche
die Schiene unterstützten. Diese Rippen sind entlang der Länge der Übertragungsvorrichtung
von einem Ort benachbart einem Ende der Schiene zu einem Ort benachbart dem gegenüberliegenden
Ende der Schiene verteilt. Die Führung ist mittels eines Sandwich-Einspritzgießverfahrens
unter Verwendung eines kernbildenden Kunstharzes und eines hautschichtbildenden
Kunstharzes hergestellt, und, um die oben genannte Aufgabe zu lösen, erstrecken
sich die Verstärkungsrippen in Richtungen, so dass die Strömung des Kunstharzes
während des Einspritzgießens im Wesentlichen den Längsrichtungen
der Verstärkungsrippen folgt, und die Moleküle der Kunstharze ausgerichtet
sind, wenn sie erstarrt sind. Vorzugsweise ist das Kunstharz ein glasfaserverstärktes
Kunstharz. Die erfindungsgemäße Führung kann sowohl eine feste Führung
als auch eine bewegliche Führung sein.
Damit sich die Verstärkungsrippen in eine Richtung erstrecken,
die der Strömung des Kunstharzes während des Einspritzgießens folgt,
kann eine beliebige Anordnung, wie eine S-förmige Anordnung, eine gekrümmte
Anordnung, eine fachwerkartige Anordnung, eine aderartige Anordnung, eine bienenwabenartige
Anordnung oder dergleichen verwendet werden.
Das Einspritzgießverfahren, das für die Herstellung der
erfindungsgemäßen Kunstharzführung verwendet wird, kann ein Einspritzgießverfahren
sein, bei dem die Verarbeitung des Kunstharzes in einem Schritt von einem Endbereich
in Längsrichtung der Führung in Richtung des anderen Endbereichs erfolgt.
Beispielsweise kann ein beliebiges Verfahren, wie ein Zweifarben-Spritzgießverfahren,
das zwei Arten von Kunstharzen verwendet, ein Sandwich-Spritzgießverfahren,
bei dem ein Kernkunstharz in eine Hautschicht eingespritzt wird, oder dergleichen
verwendet werden.
Erfindungsgemäß erstrecken sich die Verstärkungsrippenbereiche,
welche die Gleitschiene unterstützen, in Richtungen, welche der Strömung
des Kunstharzes während des Einspritzgießens der Führung folgen.
Somit wirken die Verstärkungsrippenbereiche als Hilfsströmungswege, welche
das während des Einspritzgießens der Führung eingespritzte Kunstharz
von einem Endbereich in Längsrichtung der Führung in Richtung des anderen
Endbereichs führen, so dass das eingespritzte Kunstharz durch die Führung
ohne einen wesentlichen Strömungswiderstand strömt, so dass das eingespritzte
Kunstharz verlässlich bis ans Ende der Kunstharzführung strömt.
Da das Kunstharz vollständig molekular ausgerichtet ist, wenn
es erstarrt ist, wird der kristalline Bereich des Kunstharzes vergrößert
und das thermische Schrumpfen der Führung wird verringert. Ferner kann der
Druck, der für das Einspritzgießen der Führung benötigt wird,
auf ein niedrigeres Niveau als im herkömmlichen Fall verringert werden, und
die Einspritzdauer kann ebenfalls verringert werden.
1 ist eine Vorderansicht, die eine erfindungsgemäße
Getriebeführung bei der Verwendung in einem Kraftfahrzeugmotor zeigt;
2 ist eine schematische Ansicht, die die Strömung
des Kunstharzes während des Einspritzgießens einer erfindungsgemäßen
Führung zeigt;
3 ist eine geschnittene Ansicht einer Verstärkungsrippe
in der Ebene A-A von 2;
4 ist eine 3 entsprechende
Ansicht, die aber einen Fall zeigt, bei dem ein glasfaserverstärktes Kunstharz
verwendet wird;
5 ist eine schematische Ansicht, die das Verhältnis
einer S-förmigen Verstärkungsrippe und der Strömung des Kunstharzes
zeigt;
6 ist eine schematische Ansicht, die das Verhältnis
einer fachwerkartigen Verstärkungsrippe und der Strömung des Kunstharzes
zeigt;
7 ist eine schematische Ansicht, die das Verhältnis
zwischen radialen, geraden Verstärkungsrippen und der Strömung des Kunstharzes
zeigt;
8 ist eine schematische Ansicht, die das Verhältnis
zwischen radialen, gekrümmten Verstärkungsrippen und
der Strömung des Kunstharzes zeigt;
9 ist eine schematische Ansicht, die das Verhältnis
zwischen geraden, aderartigen Verstärkungsrippen und der Strömung des
Kunstharzes zeigt;
10 ist eine schematische Ansicht, die das Verhältnis
zwischen gekrümmten, aderartigen Verstärkungsrippen und der Strömung
des Kunstharzes zeigt;
11 ist eine schematische Ansicht, die das Verhältnis
zwischen bienenwabenartigen Verstärkungsrippen und der Strömung des Kunstharzes
zeigt;
12 ist eine schematische Ansicht, die das Verhältnis
zwischen Verstärkungsrippen, die ein einem nummernschildartigen Muster ausgebildet
sind, und der Strömung des Kunstharzes zeigt;
13 ist eine Ansicht, die ein Beispiel einer herkömmlichen
Kunstharzführung für eine Getriebevorrichtung zeigt;
14 ist eine geschnittene Ansicht entlang der Ebene
B-B von 13;
15 ist eine Ansicht, welche die ideale Ausrichtung
von Glasfasern in einer Führung zeigt; und
16 ist eine geschnittene Ansicht in der Ebene B-B von
13, die einen Fall zeigt, bei dem ein glasfaserverstärktes
Kunstharz verwendet wurde.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemäßen
Kunstharz-Getriebevorrichtung für einen Kraftfahrzeugmotor (im Folgenden als
Getriebeführung bezeichnet), werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
beschrieben.
Wie in 1 dargestellt, überträgt
ein Getriebe für die Taktsteuerung bei einem Kraftfahrzeugmotor Energie mittels
einer Kette C, welche um ein antreibendes Kettenrad S1 und angetriebene Kettenräder
S2 zirkulierend umläuft. Eine bewegliche Führung 10 führt
und erlegt der Kette C eine Spannung auf, wenn die Kette entlang der Führung
gleitet. Eine feste Führung L, entlang der die Kette gleitet, ist ebenfalls
vorgesehen. Jedoch ungleich der Getriebeführung 10 hat die feste Führung
keinen Verstärkungsrippenbereich.
Wie in 2 dargestellt, weist die Getriebeführung
eine Gleitschiene 11 auf, mit auf einer Seite einer im Wesentlichen bogenförmigen
Gleitkontaktfläche, an der eine Kette C entlang gleitet, und auf ihrer gegenüberliegenden
Seite einem Schienenträgerelement 12, das sich senkrecht zur Gleitkontaktfläche
entlang der Länge der Führung erstreckt. Das Schienenträgerelement
12 weist eine Nabe 12a mit einer Montageöffnung
13 zur schwenkbaren Anbringung der Führung an einer Wand eines Motorblocks
auf, so dass sie als bewegliche Führung dienen kann, und einen Bereich
12b für eine Anlage an einem Spanner T (1),
um der Kette C eine geeignete Spannung aufzuerlegen, um ein Versagen des Getriebes
auf Grund übermäßigen Dehnens oder Lockerns der Kette zu verhindern.
Die Führung hat auch einen Verstärkungsrippenbereich 12c, der
sowohl eine Verstärkungs- als auch eine Gewichtsverringerungsfunktion hat.
Die Gleitschiene 11 und das Schienenträgerelement
12 sind einstückig als eine Einheit mittels Einspritzgießens
gegossen. Ein Kunstharz P wird durch eine Öffnung G, die an einem Ende in Längsrichtung
der Führung vorgesehen ist, eingespritzt. Die Verstärkungsrippenbereiche
12c erstrecken sich in einer S-förmigen Ausgestaltung, um der Einspritzrichtung
des Kunstharzes P zu entsprechen. Folglich strömt das Kunstharz P, das durch
die Öffnung G eingespritzt wird, in die Verstärkungsrippenbereiche
12c entlang einem Hilfsströmungsweg, wie in 2
durch Pfeile D angezeigt ist, so dass das Kunstharz in die gesamte Führung
mit einem Minimum an Strömungswiderstand eingespritzt wird. Das Kunstharz P
verbleibt nicht stationär in den Verstärkungsrippenbereichen
12c während des Einspritzgießens, und es tritt keine verwirbelte
Strömung oder turbulente Strömung auf. Folglich kann das Kunstharz P verlässlich
bis zum Ende der Führung gegenüberliegend der Öffnung G eingespritzt
werden. Im Ergebnis ist das Kunstharz P molekular ausgerichtet, wenn es erstarrt
ist.
Die derart erhaltene Getriebeführung 10 hat einen vergrößerten
kristallinen Bereich von einspritzgegossenem Kunstharz P, und folglich sind die
Festigkeit und Belastbarkeit der Führung dramatisch verbessert. Ferner wird,
da der kristalline Bereich vergrößert ist, das thermische Schrumpfen der
Führung verringert, Belastungen, wie ein Verzug, ein Verdrehen oder dergleichen
treten selbst in einer Getriebeumgebung mit hohen Temperaturen weniger wahrscheinlich
auf, und eine verlässliche Getriebeführungsfunktion kann erreicht werden.
Wie in 3 dargestellt, kann ein Sandwich-Einspritzgießverfahren
zur Ausbildung der Getriebeführung verwendet werden. Beim Sandwich-Einspritzgießen
wird ein Kunstharz P2, welches einen Kern bildet, in das Innere einer Ummantelung
bestehend aus einem Kunstharz P1, welches eine Hautschicht bildet, eingespritzt.
Wie dargestellt, wird der Kern in das Innere der Verstärkungsrippenbereiche
12c eingespritzt. Da das Einspritzverhältnis des kernbildenden
Kunstharzes P2 erhöht werden kann, können die Festigkeit und Belastbarkeit
der Führung verbessert werden.
Wenn das kernschichtbildende Kunstharz P2 aus einem glasfaserverstärkten
Kunstharz besteht, sind die verstärkenden Glasfasern F gleichmäßig
im Kunstharz verteilt und in Einspritzrichtung ausgerichtet (die Richtung der Normalen
zu einem Querschnitt von 4). Mit der Verwendung von
Glasfasern kann die Festigkeit und Belastbarkeit der Führung weiter verbessert
werden.
Die Getriebevorrichtung 10 kann mittels einer herkömmlichen
Einspritzgießvorrichtung hergestellt werden, außer dass die Form derart
geformt ist, dass die Verstärkungsrippen der Einspritzrichtung des Kunstharzes
P während des Einspritzgießens folgen.
Die Kunstharze P, die für die Getriebeführung
10 verwendet werden, sind nicht speziell beschränkt, und ein beliebiges
der Kunstharze, die für das Einspritzgießen verwendet wurden, wie Nylon
6, Nylon 66, Nylon 46, alle aromatischen Nylons und dergleichen, können verwendet
werden.
Obwohl die Verstärkungsrippen 12c beim obigen Beispiel
in Form einer S-förmigen Kurve sind, die im Wesentlichen der Einspritzrichtung
des Kunstharzes P folgt, können die Verstärkungsrippen in verschiedenen
anderen Formen angeordnet sein, wie in den 5 bis
12 dargestellt.
Mittels Anwendung einer Anordnung, bei der die Verstärkungsrippen
eine Mehrzahl verbundener Dreiecke bilden, wie in 6
dargestellt, wird eine fachwerkartige Anordnung erreicht. Innere Spannungen, die
in der Führung 10 unter Belastung erzeugt werden, können ausgeglichen
werden, und deren Biegefestigkeit und Belastbarkeit kann verbessert werden.
Wie in den 7 und 8
dargestellt, ist eine Mehrzahl von Verstärkungsrippen 12c in einem
strahlenförmigen Muster angeordnet, das an der Gleitschiene beginnt, welche
am äußeren Ende des strahlenförmigen Musters ist. Die strahlenförmigen
Rippen erstrecken sich entlang der Strömungsrichtung des Kunstharzes P Eine
resultierende, verbesserte Fließfähigkeit des Kunstharzes während
des Einspritzgießens trägt zu einer Verringerung des Einspritzdrucks und
einer Verringerung der Einspritzdauer bei.
Wie in 9 und 10
dargestellt, erstreckt sich eine Mehrzahl von Verstärkungsrippen
12c in einer aderartigen Anordnung. Diese Rippen erstrecken sich von einer
zentralen Rippe nach außen, die sich in Längsrichtung in einer Richtung
im Wesentlichen parallel zu der Gleitschiene erstreckt. Das Kunstharz P kann gleichmäßig
in die gesamte Führung eingespritzt werden, da die Strömung des Kunstharzes
den Richtungen der Rippen während des Einspritzgießens folgt. Bei diesen
Ausführungsbeispielen wird die Biegefestigkeit und die Belastbarkeit der Führung
weiter verbessert.
Wie in 11 und 12
dargestellt, sind Verstärkungsrippen 12c in einer bienenwabenartigen
Anordnung oder einem nummernschild- oder rautentastenartigen Anordnung angeordnet.
Hier folgt wiederum die Strömung des Kunstharzes während des Einspritzgießens
den Richtungen der Rippen, und die Festigkeit der Führung wird verbessert.
Erfindungsgemäß erstrecken sich die Verstärkungsrippen
eines Gleitschienenträgerelements in eine Richtung, so dass die Strömung
des Kunstharzes P während des Einspritzgießens den Längsrichtungen
der Rippen folgt. Somit wird das Kunstharz derart molekular ausgerichtet, wenn es
erstarrt, dass die Festigkeit und Belastbarkeit der Führung dramatisch verbessert
werden. Ferner wird der kristalline Bereich des Kunstharzes, das in die Führung
eingespritzt wird, vergrößert, so dass das thermische Schrumpfen der Führung
verringert wird, und ein Verzug, ein Verdrehen oder dergleichen selbst in einer
Umgebung mit hohen Temperaturen verringert werden, und eine verlässliche Führungsfunktion
erreicht wird. Der Einspritzdruck und die Einspritzdauer werden auch verringert,
und die Herstellungskosten der Führung können wesentlich verringert werden.
Wenn das Kunstharz ein glasfaserverstärktes Kunstharz ist, kann
die Ausrichtung der Glasfasern F in Längsrichtung der Verstärkungsrippen
wesentlich verbessert werden, und eine gleichmäßigere Verteilung der verstärkenden
Glasfasern kann erreicht werden. Im Ergebnis kann die Festigkeit der Führung
wesentlich erhöht werden.