Die vorliegende Erfindung betrifft eine Ni-Basis-Legierung, eine hitzebeständige
Feder, die aus der Legierung besteht, und ein Verfahren zur Herstellung der Feder,
und genauer eine Ni-Basis-Legierung, die eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber
bleibender Verformung bei hoher Temperatur aufweist, günstig produziert werden
kann und somit besonders als Material für hitzebeständige Federn geeignet
ist.
Beschreibung des Standes der Technik
Hitzebeständige Federn werden in einem Abgassystem für einen
Fahrzeugmotor, einen Flugzeugmotor u. Ä. verwendet. Solche hitzebeständigen
Federn müssen aus einem Material bestehen, das Hochtemperatur-Festigkeit und
hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber bleibender Verformung hat.
Als Material für solche hitzebeständigen Federn sind hitzebeständige
Legierungen wie A286TM, Inconel® X750, Inconel®
718 und RefractaloyTM exemplarisch dargestellt in "Data Collection for
high-temperature strength of heat-resistant spring and materials therefor" (1986),
veröffentlicht von der Spring Technology Association, und "Data of high-temperature
strength for heat-resistant spring and materials therefor (Forts.)" (1989), veröffentlicht
von der Spring Technology Association.
Heutzutage müssen hitzebeständige Federn sogar eine noch
höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber bleibender Verformung bei erhöhten
Temperaturen haben als herkömmliche Federn, und gleichzeitig müssen sie
kostengünstig herzustellen sein.
ZUSMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Ein Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Ni-Basis-Legierung
zu liefern, die zur Herstellung einer hitzebeständigen Feder geeignet ist,
welche die oben erwähnten Anforderungen erfüllt.
Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine hitzebeständige
Feder zu liefern, die unter Verwendung der Legierung produziert wird.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren
zur Herstellung der hitzebeständigen Feder unter Verwendung der Legierung bereitzustellen.
Zum Erreichen der oben erwähnten Aufgaben wird gemäß
der vorliegenden Erfindung eine Ni-Basis-Legierung bereitgestellt, die aus folgenden
Komponenten besteht: 0,01 bis 0,15 Masseprozent C; 2,0 Masseprozent oder weniger
Si; 2,5 Masseprozent oder weniger Mn; 12 bis 25 Masseprozent Cr; 5,0 Masseprozent
oder weniger Mo und/oder 5,0 Masseprozent oder weniger W unter der Bedingung, dass
Mo + W/2 5,0 Masseprozent oder weniger ist; 1,5 bis 3,5 Masseprozent Ti; 0,7 bis
2,5 Masseprozent Al; 20 Masseprozent oder weniger Fe und dem Rest von Ni und unvermeidbaren
Verunreinigungen, worin ein Verhältnis von Ti/Al im Hinblick auf Atomprozent
im Bereich von 0,6 bis 1,5 liegt und ein Gesamtgehalt von Ti und Al im Bereich von
4,0 bis 8,5 Atomprozent liegt.
Auch wird gemäß der vorliegenden Erfindung eine hitzebeständige
Feder bereitgestellt, die unter Verwendung der oben genannten Legierung produziert
wird und nicht nur eine Restspannung von 40% oder mehr nach einem Entspannungsversuch,
der über einen Zeitraum von 50 Stunden bei 700 °C durchgeführt wurde,
hat und somit eine bemerkenswert hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber bleibender
Verformung aufweist, sondern auch zu niedrigen Kosten hergestellt werden kann.
Weiter wird gemäß der vorliegenden Erfindung ein Verfahren
zur Herstellung einer hitzebeständigen Feder bereitgestellt, das folgende Schritte
umfasst: Durchführung von Lösungsglühen an einem Stab oder einer
Platte, die aus der Ni-Basis-Legierung besteht, Unterziehen des Stabs oder der Platte
einer Kaltverfestigung mit einem Verkleinerungsgrad von 20 oder mehr, um den Stab
oder die Platte in eine vordefinierte Form zu bringen; und Vergütung des Stabs
oder der Platte bei einer Temperatur von 600 bis 900°C über einen Zeitraum
von 0,5 bis 24 Stunden.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
Im Allgemeinen besteht das Konstruktions-Konzept zur Herstellung einer
hitzebeständigen Feder aus Ni-Basis-Legierung darin, dass ein(e) aus der Ni-Basis-Legierung
bestehende(r) Stab oder Platte in die Form einer Feder (Schraubenfeder, Blattfeder
usw.) kaltgeformt und dann vergütet wird, so dass durch die &ggr;'-Phase
(d. h. Ni3(Al, Ti)) ein Ausscheidungshärtungs-Effekt erzielt und
so die Widerstandsfähigkeit gegenüber bleibender Verformung erhöht
wird.
Unter Berücksichtigung des Produktionsvorgangs für hitzebeständige
Federn untersuchten die Erfinder hiervon die Beziehung zwischen einzelnen Komponenten
der Legierung und der Widerstandsfähigkeit gegenüber bleibender Verformung.
Die Erfinder haben festgestellt, dass Widerstandsfähigkeit gegenüber bleibender
Verformung nicht nur beeinflusst wird durch die Ausscheidungshärtung mittels
der &ggr;'-Phase, sondern auch durch das Festlösungsverfestigen und/oder
Korngrenzen-Verfestigen mittels der verschiedenen Komponenten. Die vorliegende Erfindung
basiert auf diesen Erkenntnissen.
Die Ni-Basis-Legierung gemäß der vorliegenden Erfindung
hat die oben beschriebene Zusammensetzung. Unter den Komponenten dient C dazu, die
Hochtemperatur-Festigkeit der Legierung zu verbessern, indem es sich mit Cr und
Ti verbindet und so in der Matrix Carbid erzeugt. Der Gehalt an C reicht von 0,01
bis 0,15 Masseprozent. Wenn der C-Gehalt weniger als 0,01 Masseprozent beträgt,
kann der oben erwähnte Effekt nicht erzielt werden. Wenn hingegen der C-Gehalt
0,15 Masseprozent übersteigt, wird das Carbid im Überschuss produziert
und verringert die Zähigkeit und Dehnbarkeit ebenso wie die Warm- und Kaltformbarkeit.
Auch erzielt C, wenn Nb und Ta enthalten sind, denselben Effekt der Verbesserung
der Hochtemperatur-Festigkeit der Legierung durch denselben Mechanismus.
Si ist eine Komponente, die hauptsächlich als Deoxidationsmittel
während der Herstellung der Legierung wirkt. Wenn zu viel Si enthalten ist,
verschlechtern sich die Zähigkeit und Formbarkeit der Legierung. Daher ist
es notwendig, den Si-Gehalt auf 2,0 Masseprozent oder weniger zu begrenzen.
Wie Si wirkt auch Mn als Deoxidationsmittel. Falls zu viel Mn enthalten
ist, verringert sich die Formbarkeit der Legierung, und außerdem wird sie mit
höherer Wahrscheinlichkeit zundern. Der Mn-Gehalt ist daher auf 2,5 Masseprozent
oder weniger begrenzt.
Cr ist eine Komponente, die die Legierung vor Oxidation und Korrosion
bei hoher Temperatur schützt, und der Gehalt davon wird bei einer Bandbreite
von 12 bis 25 Masseprozent festgesetzt. Wenn der Cr-Gehalt geringer als 12 Masseprozent
ist, können die gewünschten Effekte nicht erzielt werden. Wenn hingegen
der Cr-Gehalt 25 Masseprozent überschreitet, präzipitiert &sgr;-(Sigma-)Phase
in der Legierung, so dass die Zähigkeit und Hochtemperatur-Festigkeit sich
verschlechtern.
Sowohl Mo als auch W dienen dazu, die Festigkeit der Legierung bei
hoher Temperatur durch Festlösungsverfestigen zu verbessern. Mo und W können
alleine oder in Kombination enthalten sein. In beiden Fällen ist es erforderlich,
dass der jeweilige Gehalt 5,0 Masseprozent oder weniger beträgt und dass weiter
der Gehalt an Mo + W/2 5,0 Masseprozent oder weniger beträgt. Dies liegt daran,
dass, wenn 5,0 Masseprozent überschritten werden, die Formbarkeit der Legierung
verringert und ihre Kosten erhöht werden.
Ti dient dazu, die Hochtemperatur-Festigkeit der Legierung zu verbessern,
indem es sich mit Ni, zusammen mit Al, verbindet und so die &ggr;'-Phase (Ni3(Al,
Ti)) erzeugt. Der Ti-Gehalt wird innerhalb eines Bereichs von 1,5 bis 3,5 Masseprozent
festgesetzt. Wenn der Ti-Gehalt weniger als 1,5 Masseprozent beträgt, hat die
Legierung nicht ausreichend Festigkeit bei erhöhten Temperaturen, da die Temperatur,
bei der die erzeugte &ggr;'-Phase zum Mischkristall wird, niedrig ist. Wenn hingegen
der Ti-Gehalt 3,5 Masseprozent übersteigt, sinkt die Formbarkeit der Legierung,
und die Hochtemperatur-Festigkeit und Zähigkeit verschlechtern sich, da die
&eegr;-Phase (Ni3Ti) zur Präzipitation neigt.
Al ist eine Komponente zur Verbesserung der Hochtemperatur-Festigkeit
der Legierung, indem es sich mit Ni verbindet und so die &ggr;'-Phase erzeugt.
Der Al-Gehalt wird in einem Bereich von 0,7 bis 2,5 Masseprozent festgesetzt. Wenn
der Al-Gehalt weniger als 0,7 Masseprozent beträgt, findet keine ausreichende
&ggr;'-Phasen-Präzipitation statt, was es erschwert, die ausreichende Hochtemperatur-Festigkeit
zu erzielen. Wenn andererseits der Al-Gehalt 2,5 Masseprozent überschreitet,
sinkt die Formbarkeit der Legierung.
Fe ist zu dem Zweck enthalten, die Produktionskosten der Legierung
zu reduzieren. Es ist jedoch notwendig, den Fe-Gehalt auf 20 Masseprozent oder weniger
zu beschränken, da die Hochtemperatur-Festigkeit der Legierung
sinkt, wenn 20 Masseprozent überschritten werden. Der Fe-Gehalt sollte vorzugsweise
10 Masseprozent oder weniger betragen.
In der Ni-Basis-Legierung der vorliegenden Erfindung stehen Ti und
Al in folgendem Verhältnis:
Das Verhältnis Ti/Al im Hinblick auf Atomprozent sollte im Bereich von 0,6
bis 1,5 liegen, und der Gesamtgehalt von Ti und Al sollte in einem Bereich von 4,0
bis 8,5 Atomprozent liegen. Wenn das Ti/Al-Verhältnis kleiner als 0,6 ist,
reicht der Vergütungseffekt der &ggr;'-Phase nicht aus, um genügend
Festigkeit zu erzielen. Wenn hingegen das Ti/Al-Verhältnis 1,5 überschreitet,
wird die &ggr;'-Phase instabil, was zu einer Präzipitation der &eegr;-Phase
und folglich zu einer Verringerung der Festigkeit führt. Weiterhin ist, wenn
der Gehalt an Ti und Al kleiner ist als 4,0 Atomprozent, die &ggr;'-Phasen-Präzipitation
zu gering, um ausreichend Festigkeit zu erzielen. Wenn andererseits der Gesamtgehalt
an Ti und Al höher ist als 8,5 Atomprozent, führt dies zu einer Verschlechterung
der Warmformbarkeit.
Die Ni-Basis-Legierung der vorliegenden Erfindung enthält zwar
die oben erwähnten Elemente als Hauptkomponenten, kann jedoch weiter folgende
Bestandteile enthalten:
Solche Komponenten schließen B ein. B trägt dazu bei, die Warmformbarkeit
zu verbessern. B verhindert auch die Entstehung der &eegr;-Phase, wodurch die Hochtemperatur-Festigkeit
und Zähigkeit aufrechterhalten werden. Weiterhin dient B dazu, die Kriechfestigkeit
bei hohen Temperaturen zu verbessern. Wenn der B-Gehalt zu gering ist, werden diese
Wirkungen nicht erzielt. Wenn hingegen der B-Gehalt zu hoch ist, sinkt der Schmelzpunkt
der Legierung, und die Warmformbarkeit lässt nach. Daher liegt der B-Gehalt
vorzugsweise im Bereich von 0,001 bis 0,02 Masseprozent.
Die Ni-Basis-Legierung kann Zr enthalten. Wie B dient auch Zr dazu,
die Hochtemperatur-Kriechfestigkeit zu verbessern. Wenn der Zr-Gehalt zu niedrig
ist, kann die gewünschte Wirkung nicht erzielt werden. Wenn andererseits der
Zr-Gehalt zu hoch ist, sinkt die Zähigkeit der Legierung. Daher liegt der Zr-Gehalt
vorzugsweise im Bereich von 0,01 bis 0,10 Masseprozent.
Die Legierung kann weiter Co enthalten. Co ist wirksam bei der Verbesserung
der Hochtemperatur-Kriechfestigkeit der Legierung. Wenn jedoch zu viel Co enthalten
ist, steigen nicht nur die Produktionskosten der Legierung, sondern die &ggr;'-Phase
wird instabil. Daher ist der Co-Gehalt vorzugsweise auf 11 Masseprozent oder weniger
beschränkt.
Die Ni-Basis-Legierung kann auch Nb und Ta enthalten. Sowohl Nb als
auch Ta sind wirksam darin, die Hochtemperatur-Festigkeit der Legierung weiter zu
verbessern, indem sie sich mit Ni verbinden, um die &ggr;'-Phase (Ni3(Ti,
Al, Nb, Ta)) zu erzeugen. Wenn jedoch zu viel Nb und Ta enthalten sind, sinkt die
Zähigkeit der Legierung. Daher sollte der Gesamtgehalt an Nb und Ta vorzugsweise
im Bereich von 0,1 bis 3,0 Masseprozent liegen.
Weiterhin können Mg und Ca enthalten sein. Mg und Ca dienen beide
dazu, die Reinheit der Legierung während der Herstellung der Legierung durch
Desoxidation und Desulfurierung zu verbessern. Mg und Ca sind auch wirksam in der
Verbesserung der Korngrenzenfestigkeit aufgrund ihrer Segregation an den Korngrenzen
der Legierungs-Struktur. Wenn jedoch zu viel Mg und Ca enthalten sind, sinkt die
Warmformbarkeit der Legierung. Daher liegt der Gesamtgehalt an Mg und Ca vorzugsweise
im Bereich von 0,001 bis 0,01 Masseprozent.
Die Legierung der vorliegenden Erfindung kann auch Cu, P, S, O und
N enthalten. Wenn jedoch zu viel dieser Komponenten enthalten ist, verschlechtert
sich die Warmformbarkeit. Weiterhin verschlechtern 0 und N die mechanischen Eigenschaften
der Legierung, da sie nicht metallische Einschlüsse erzeugen. Dementsprechend
sollte der Gehalt an diesen Komponenten vorzugsweise wie folgt begrenzt werden:
Cu: 0,5 Masseprozent oder weniger;
P: 0,2 Masseprozent oder weniger;
S: 0,01 Masseprozent oder weniger;
O: 0,01 Masseprozent oder weniger und
N: 0,01 Masseprozent oder weniger.
Weiterhin kann die Legierung der vorliegenden Erfindung Seltenerdmetalle
enthalten, da Y und Ce z. B. dazu dienen, die Oxidationsbeständigkeit zu erhöhen.
Wenn jedoch der Gehalt an Seltenerdmetallen zu hoch ist, ist nicht nur der vorteilhafte
Effekt saturiert, sondern es steigen auch die Produktionskosten für die Legierung.
Daher ist der Gesamtgehalt dieser Seltenerdmetalle vorzugsweise auf 0,10 Masseprozent
oder weniger begrenzt.
Ein Verfahren zur Herstellung einer hitzebeständigen Feder unter
Verwendung der oben erwähnten Ni-Basis-Legierung wird im Folgenden beschrieben.
Die hitzebeständige Feder der vorliegenden Erfindung, hergestellt
durch das unten erwähnte Verfahren, hat eine so hervorragende Widerstandsfähigkeit
gegenüber bleibender Verformung, dass die Restspannung davon nach einem Entspannungsversuch,
der bei 700°C über einen Zeitraum von 50 Stunden durchgeführt wird,
40% oder mehr beträgt.
Zunächst wird an einem Stab oder einer Platte, die durch Schmieden
oder Rollen der Legierung mit der oben erwähnten Zusammensetzung hergestellt
wird, Lösungsglühen durchgeführt, um das Mischkristall der &ggr;'-Phase
herzustellen und die Metall-Struktur so homogen zu machen. Die Bedingungen des Lösungsglühens
sind nicht besonders eingeschränkt, und die Behandlung kann bei einer Temperatur
von 1000 bis 1150°C über einen Verarbeitungszeitraum von 0,1 bis 4 Stunden
durchgeführt werden.
Dann wird der Stab oder die Platte einer Kaltverfestigung unterzogen,
um eine Feder mit gewünschter Form zu bilden. Die Kaltverfestigung kann ein
beliebiges Verfahren von Drahtziehen, Kaltwalzen, Fassonschmieden u. Ä. sein.
In diesem Kaltverfestigungsschritt wird der Verkleinerungsgrad auf 20% oder mehr
festgesetzt.
Wenn der Verkleinerungsgrad weniger als 20% beträgt, ist es schwierig,
der resultierenden Feder die erforderlichen Eigenschaften, wie genügende Hochtemperatur-Festigkeit,
hohen Entspannungswiderstand und dergleichen zu verleihen. Der bevorzugte Verkleinerungsgrad
beträgt 30% oder mehr.
Anschließend wird die kaltbearbeitete Feder vergütet zur
Induzierung der &ggr;'-Phasen-Präzipitation, Mischkristall-Verfestigung und
Korngrenzen-Verfestigung, die zur Verbesserung der Hochtemperatur-Festigkeit beitragen,
wodurch der Feder hervorragende Widerstandsfähigkeit gegenüber bleibender
Verformung bei hohen Temperaturen verliehen werden kann.
Die Vergütung wird bei einer Temperatur von 600 bis 900°C
über einen Zeitraum von 0,5 bis 24 Stunden durchgeführt. Wenn die Vergütungsbedingungen
nicht erfüllt werden, weist die resultierende Feder keine Restspannung von
40% oder mehr auf und erlangt daher nicht die gewünschte Widerstandsfähigkeit
gegenüber bleibender Verformung.
Beispiele(1) Vergleich Legierungszusammensetzungs-abhängiger Vergütungshärte,
Hochtemperatur-Festigkeit und Widerstandsfähigkeit gegenüber bleibender
Verformung
Legierungen mit verschiedenen Zusammensetzungen, dargestellt in Tabelle
1 unten, wurden in einem Hochfrequenzvakuum-Induktionsofen geschmolzen und in Barren
von 50 kg gegossen, und jeder Barren wurde bei 1180°C 16 Stunden lang einer
Homogenisierungs-Wärmebehandlung unterzogen.
Dann wurde jeder Barren zwecks Bildung eines Stabs mit einem Durchmesser
von 24 mm Warmumformen und Warmwalzen unterzogen. Jeder Stab wurde weiter bei 1100°C
zwei Stunden lang lösungsgeglüht und dann in Wasser gekühlt.
Anschließend wurde jeder Stab mit einem Verkleinerungsgrad von
40% oder mehr kaltbearbeitet mit einem Durchmesser von 18,5 mm und danach 5 Stunden
lang bei 750°C vergütet.
Die Härte der erzeugten Stäbe wurde nach der Vergütung
gemessen (HRC; Rockwell-Härte); 0,2%-Dehngrenze (MPa) bei 700°C und Zugfestigkeit
(MPa). Auch wurde ein 50-stündiger Entspannungsversuch bei 700°C durchgeführt,
wobei die Anfangsspannung auf 500 MPa festgesetzt wurde, und die Restspannung (%)
nach dem Test wurde berechnet. Je höher die Restspannung, desto höheren
Widerstand gegenüber bleibender Verformung hat die Legierung. Die Messergebnisse
sind in Tabelle 2 unten dargestellt.
Der obige Entspannungsversuch wurde durchgeführt gemäß
dem Verfahren, das in JIS Z2276 vorgeschrieben ist.
Tabelle 2Vergleich von Legierungszusammensetzungs-abhängiger Vergütungshärte,
Hochtemperatur-Festigkeit und Widerstandsfähigkeit gegenüber bleibender
Verformung
Wie aus Tabelle 2 hervorgeht, haben die Legierungen der Beispiele
1 bis 11 eine bemerkenswert hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber bleibender
Verformung im Vergleich zu Inconel 718® (Vergleichsbeispiel 4),
und sie haben auch eine Hochtemperatur-Festigkeit äquivalent zu derjenigen
von Inconel 718®, wodurch sie sich als sehr geeignete Materialien
für hitzebeständige Federn erweisen.
(2) Vergleich von Widerstandsfähigkeit gegenüber bleibender Verformung
abhängig von Verkleinerungsgraden
Unter Verwendung der Legierung mit der Zusammensetzung in Beispiel
6 wurden Proben-Stäbe unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt,
außer dass die Verkleinerungsgrade bei der Kaltverfestigung geändert wurden.
Dann wurde die Widerstandsfähigkeit gegenüber bleibender Verformung (Restspannung)
des Proben-Stabs gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 unten dargestellt. Tabelle 3Vergleich der Widerstandsfähigkeit gegenüber bleibender Verformung
abhängig von Verkleinerungsgraden
Wie aus Tabelle 3 hervorgeht, sollte der Verkleinerungsgrad bei der
Kaltverfestigung auf 20% oder mehr festgelegt werden, um eine Restspannung von 40%
oder mehr zu ergeben.
(3) Vergleich der Widerstandsfähigkeit gegenüber bleibender Verformung
abhängig von Vergütungsbedingungen
Unter Verwendung der Legierung mit derselben Zusammensetzung wie Beispiel
1 wurden Proben-Stäbe unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 1 gewonnen,
außer dass die Vergütungsbedingungen geändert wurden wie unten in
Tabelle 4 dargestellt. Dann wurde die Widerstandsfähigkeit der Proben-Stäbe
gegenüber bleibender Verformung gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 4
dargestellt.
Tabelle 4 Vergleich der Widerstandsfähigkeit gegenüber bleibender
Verformung abhängig von Vergütungsbedingungen
Wie aus Tabelle 4 hervorgeht, hatten die Proben-Stäbe im Falle
der Vergütung 4, bei der die Vergütungstemperatur niedrig war (550°C),
und der Vergütung 5, bei der die Vergütungstemperatur hoch war (950°C),
Restspannungen von weniger als 40% und wiesen somit keine hervorragende Widerstandsfähigkeit
gegenüber bleibender Verformung auf.
Weiterhin hatten die Proben-Stäbe auch in Fällen, in denen
die Vergütungstemperatur im Bereich von 600 bis 900°C lag, aber die Vergütungszeit
kurz war (0,1 Stunden), wie bei Vergütung 1, oder lang (32 Stunden), wie bei
Vergütung 3, Restspannungen von weniger als 40% und wiesen somit keine hohe
Widerstandsfähigkeit gegenüber bleibender Verformung auf.
Diese Ergebnisse bestätigen, dass, um eine hohe Widerstandsfähigkeit
gegenüber bleibender Verformung von 40% oder mehr im Hinblick auf Restspannung
zu gewährleisten, die Vergütung über 0,5 bis 24 Stunden bei einer
Temperatur von 600 bis 900°C durchgeführt werden muss.
Wie aus der obigen Beschreibung hervorgeht, hat die hitzebeständige
Feder, die unter Verwendung der Ni-Basis-Legierung der vorliegenden Erfindung unter
den in der vorliegenden Erfindung angegebenen Bedingungen hergestellt wird, eine
bemerkenswert hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber bleibender Verformung
bei hoher Temperatur im Vergleich z. B. zu Inconel 718®.
Außerdem kann die hitzebeständige Feder der vorliegenden
Erfindung zu niedrigen Kosten hergestellt werden, da sie teures Co nicht als Hauptkomponente
enthalten darf.
Dort, wo in irgendeinem Anspruch erwähnte technische Merkmale
von Bezugszeichen gefolgt sind, wurden diese Bezugszeichen nur zu dem Zweck eingeschlossen,
um die Verständlichkeit der Ansprüche zu erhöhen, und dementsprechend
haben solche Bezugszeichen keine einschränkende Wirkung auf den Schutzumfang
jedes Elements, das exemplarisch durch solche Bezugszeichen gekennzeichnet ist.
Anspruch[de]
Eine Ni-Basis-Legierung, die aus folgenden Elementen besteht:
– 0,01 bis 0,15 Masseprozent C;
– 2,0 Masseprozent oder weniger Si;
– 2,5 Masseprozent oder weniger Mn;
– 12 bis 25 Masseprozent Cr;
– 5,0 Masseprozent oder weniger Mo und 5,0 Masseprozent oder weniger W, unter
der Bedingung, dass Mo + W/2 5,0 Masseprozent oder weniger beträgt;
– 1,5 bis 3,5 Masseprozent Ti;
– 0,7 bis 2,5 Masseprozent Al;
– 20 Masseprozent oder weniger Fe; worin ein Verhältnis von Ti/Al im
Hinblick auf Atomprozent im Bereich von 0,6 bis 1,5 liegt und ein Gesamtgehalt von
Ti und Al im Bereich von 4,0 bis 8,5 Atomprozent liegt; und
– 0,01 bis 0,10 Masseprozent Zr;
und die weiter die folgenden optionalen Komponenten enthält:
– 0,001 bis 0,02 Masseprozent B;
– 11 Masseprozent oder weniger Co,
– 0,1 bis 3,0 Masseprozent Nb und Ta;
– 0,001 bis 0,01 Masseprozent Mg und Ca;
– 0,5 Masseprozent oder weniger Cu;
– 0,2 Masseprozent oder weniger P;
– 0,01 Masseprozent oder weniger S;
– 0,01 Masseprozent oder weniger O;
– 0,01 Masseprozent oder weniger N; und
– 0,10 Masseprozent oder weniger Seltenerdmetalle,
und ein Rest von Ni und nicht vermeidbaren Verunreinigungen.Eine hitzebeständige Feder aus einer Ni-Basis-Legierung gemäß
Anspruch 1, worin die Feder nach einem Entspannungsversuch, der über einen
Zeitraum von 50 Stunden bei 700 Grad C durchgeführt wurde, eine Restspannung
von 40 oder mehr hat.Ein Verfahren zur Herstellung einer hitzebeständigen Feder gemäß
Anspruch 2, das folgende Schritte umfasst:
– Durchführung von Lösungsglühen an einer Stange oder Platte,
die aus einer Ni-Basis-Legierung besteht, wobei die Ni-Basis-Legierung wie in Anspruch
1 definiert ist;
– Unterziehen der Stange oder Platte, an welcher das Lösungsglühen
durchgeführt wurde, einer Kaltverfestigung mit einem Verkleinerungsgrad von
20 oder mehr, um die Stange oder Platte in eine vordefinierte Form zu bringen; und
– Vergütung des Stangen- oder Plattenglieds bei einer Temperatur von
600 bis 900 DEG C über einen Zeitraum von 0,5 bis 24 Stunden.