Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
für die mehrstufige Quadratur-Amplitudenmodulation, die in einem digitalen
Mikrowellen-Kommunikationssystem verwendet wird, und insbesondere ein Verfahren
und eine Vorrichtung für die mehrstufige Quadratur-Amplitudenmodulation, die
einen Gleichspannungspegel ungeachtet einer Modulationsmehrstufenzahl immer auf
0 setzt.
In einem digitalen Mikrowellen-Kommunikationssystem wird ein mehrstufiges
Quadratur-Amplitudenmodulationssystem, wie etwa eine 64-Quadratur-Amplitudenmodulation
(64 QAM) verwendet, um auf eine effiziente Ausnutzung eines Frequenzbands hinzuarbeiten.
In einem derartigen Modulationssystem ist für einen Modulator und einen Demodulator
jeweils ein digitales Filter (Roll-Off-Filter) für die Wellenformung erforderlich.
Ein digitales Filter zum Durchführen der Filterung durch digitale Signalverarbeitung
auf der Zeitbasis des Basisbands wurde in den letzten Jahren Dank des Fortschritts
digitaler Signalverarbeitungstechnik und der Arbeitsgeschwindigkeit und des Integrationsgrads
einer Vorrichtung in die praktische Nutzung umgesetzt. Ferner wurden diese digitalen
Filter realisiert, die keine Probleme mit der Dispersion und der Änderung von
wesentlichen Eigenschaften im Verlauf der Zeit haben.
Im allgemeinen gibt es zwei Arten von digitalen Filtern, einen Typ
mit unendlicher Impulsantwort (IIR) und einen Typ mit endlicher Impulsantwort (FIR),
aber in dem digitalen Mikrowellen-Kommunikationssystem wird der FIR-Typ verwendet,
der fähig ist, eine lineare Phase zu realisieren.
Ein Aufbau des digitalen Filters vom FIR-Typ wird unter Bezug auf
die Zeichnungen beschrieben.
1 zeigt ein Blockdiagramm eines Kanalabschnitts eines
Roll-Off-Filters auf der Sendeseite für QPSK, der aus einem herkömmlichen
digitalen Filter von FIR-Typ besteht.
Eine Reihe von Daten wird von einem Endgerät 81 eingegeben
und geht in ein Schieberegister 151. Die Daten jeweiliger Register werden
in Abgriffe (Multiplizierer) 411 bis 416 eingegeben und mit Abgriffkoeffizienten
multipliziert. Die Ausgaben der jeweiligen Abgriffe 411 bis 416
werden an ein Addierglied 311 eingegeben, und die Ausgaben aller Abgriffe
werden addiert und ausgegeben. Zu diesem Zeitpunkt werden Abtastwerte der Impulsantwort,
die wesentlichen Frequenzeigenschaften des digitalen Filters entsprechen, Abgriffkoeffizienten
Cj (j ist im Fall von (2N+1) Abgriffen eine ganze Zahl von -N bis N) jeweiliger
Abgriffe.
Wenn angenommen wird, daß die in dem Schieberegister angeordneten
Daten ak-j sind, wird die Ausgabe bk des digitalen Filters wie folgt ausgedrückt:
und die wesentlichen Frequenzeigenschaften, die der diskreten Fouriertansformation
der Abgriffkoeffizienten Cj entsprechen, werden bestimmt. Wenn die Anzahl der Abgriffe
unendlich erhöht wird, ist es möglich, wahlweise wesentliche Frequenzeigenschaften
zu realisieren. Die Anzahl der gleichzeitigen Reihen des Eingangssignals eines Modulationssystems
mit mehreren Mehrfachwerten ist m/2 pro Kanal, wenn angenommen wird, daß eine
Modulationsmehrstufenanzahl 2m ist.
Ein digitales Filter, dessen Eingangsbitzahl i ist, kann auch für
ein Modulationssystem verwendet werden, dessen Eingangsbitzahl i oder darunter ist,
indem Bits höherer Ordnung der Eingabe verwendet werden.
Es gibt jedoch ein derartiges Problem, daß ein Gleichspannungspegel
(ein Mittelwert aller Signalpunkte) und die mittlere Leistung der digitalen Filterausgabe
sich mit der Änderung des Modulationssystems ändern, indem lediglich die
Anzahl der verwendeten Eingangsbits verändert wird.
Zum Beispiel wird ein Fall betrachtet, in dem zwei Bits höherer
Ordnung in der Eingabe mit drei Bits einer Schaltung für 64 QAM für 16
QAM verwendet werden. Wenn ein Signal eines einzelnen Kanals mit einem Zweierkomplement
ausgedrückt wird, wird das Eingangssignal bei 64 QAM von -4 bis +3, und der
Gleichspannungspegel wird -0,5, wie in 2(A) gezeigt. Wenn das dritte
Bit, das bei 16 QAM nicht verwendet wird, fest bei "0" ist, wird der Gleichspannungspegel
jedoch -1, wie in 2(B) gezeigt, und wenn das dritte Bit fest bei
"1" ist, wird der Mittelwert aller Pegel 0, wie in 2(C) gezeigt.
Die Ausgabe des digitalen Filters wird an einen Quadraturmodulator
ausgegeben, nachdem sie mit Hilfe eines D/A-Wandlers in ein analoges Signal umgewandelt
wurde, aber der Quadraturmodulator ist mit dem D/A-Wandler gleichspannungsgekoppelt
und wird auf den Originalgleichspannungspegel eingestellt. Auf diese Weise wird
es notwendig, den Quadraturmodulator neu einzustellen, wenn der Gleichspannungspegel
der digitalen Filterausgabe geändert wird.
Wenn die Anzahl der verwendeten Bits fortlaufend von einer hohen Ordnung
erhöht wird, ändert sich die mittlere Leistung zusammen mit der Zunahme
der Mehrstufenzahl.
Da Leistungswertpegel (Pegeldiagramm) jeweiliger Teile derart eingestellt
sind, daß sowohl die Verzerrungseigenschaften als auch das S/N-(Signal/Rausch-)Verhältnis
Anforderungswerte erfüllen, hat der analoge Abschnitt des Quadraturmodulators
ein derartiges Problem, daß die Originaleigenschaften nicht länger aufrechterhalten
werden können, wenn der Eingangspegel des Quadraturmodulators sich durch Einstellen
der Mehrstufenzahl stark ändert.
Gegen das oben Gesagte wurde ein Verfahren vorgeschlagen, daß
eine Pegelausgleichsschaltung zwischen dem Ausgang eines digitalen Filters und einem
D/A-Wandler vorgesehen wird, und die mittlere Leistung der Eingangssignale des D/A-Wandlers
in der Pegelausgleichsschaltung ungeachtet des Modulationssystems konstant wird.
Zum Beispiel ist das vorliegende Verfahren in JP-A-4 208 741 dargelegt. Dieses Beispiel
ist in 3 gezeigt. In 3
führen die digitalen Signalschaltungen 501 und 502 für
die Signalreihen-Nummernabschnitte jeweils eine Cosinus-Roll-Off-Wellenformverarbeitung
von binären digitalen Signalen durch. Ein digitales Filter besteht aus digitalen
Signalschaltungen 501 und 502 und Addierschaltungen
511 und 512 zum Addieren ihrer Ausgaben. Dies ist ein Aufbau,
auf den als ein binäres Transversalfilter (BTF) Bezug genommen wird, aber er
ist der gleiche wie der FIR-Typ was die Beziehung Eingang zu Ausgang betrifft. Die
Ausgaben des digitalen Filters werden durch Pegelausgleichsschaltungen
521 und 522 an D/A-Wandler 531 und 532 eingegeben
und in analoge Signale umgewandelt. Dann werden die Signale in einen Quadraturmodulator
540 eingegeben und als ein moduliertes Signal ausgegeben. Die Pegelausgleichsschaltung
wird zwischen den digitalen Filtern und den D/A-Wandlern (521,
522) oder bei 550 nach dem Quadraturmodulator angeordnet. Wenn
die mittlere Leistung der digitalen Filterausgaben sich durch die Modulationsmehrstufenzahl
ändert, multiplizieren die Pegelausgleichsschaltungen 521 und
522 die digitale Filterausgabe mit Hilfe von Multiplizierern mit einer
Konstante, so daß die mittlere Ausgangsleistung konstant wird. Wenn ferner
der Gleichspannungspegel verschoben wird, arbeiten die Pegelausgleichsschaltungen
derart, daß der Gleichspannungspegel mit Hilfe der Addierglieder konstant wird.
Wenn die Pegelausgleichsschaltung 550 am Ausgang des Quadraturmodulators
angeordnet wird, wird der weiter oben erwähnte Pegelausgleich durch einen analogen
Multiplizierer durchgeführt.
Diese Pegelausgleichsschaltung besteht aus einem Nur-Lese-Speicher
(ROM) oder einem digitalen Multiplizierer und einem Addierglied, die Ausgabe des
digitalen Filters hat normalerweise etwa 8 Bit bis 12 Bit, und ein Schaltungsumfang
eines Multiplizierers mit der Bitzahl dieser Größenordnung wird recht
groß. Da die Überabtastung an dem digitalen Filterausgang basierend auf
einem Abtasttheorem in der Größenordnung von zweimal bis achtmal gemacht
wird, wird die Signalgeschwindigkeit sehr hoch. Daher ist auch für den Multiplizierer
und das Addierglied eine Hochgeschwindigkeitsleistung erforderlich. Wenn die Pegelausgleichsschaltung
aus einem ROM besteht, der eine große Anzahl von Adreßbits hat, ist ebenfalls
Hochgeschwindigkeit erforderlich.
US-A-4,965,536 beschreibt eine Modulationsvorrichtung mit einem Logikschaltreis,
zwei Digitalfiltern, zwei D/A-Wandlern und einem Quadraturmodulator, die in dieser
Reihenfolge angeordnet sind. Da die Signalpunkte aus ihren normalen Positionen verschoben
werden können, wenn der Modulator nicht linear arbeitet, wird die Abweichung
des Signalpunkts aus der Normalposition vorher gemessen, und der Logikschaltkreis
erhöht oder erniedrigt den Pegel um einen dieser Abweichung entsprechenden
Betrag. In einem 64-QAM-System werden 3 Datenbits und 5 Bits von „Null"-Daten
jedem der Digitalfilter zugeführt. Dann erfolgt eine Logikmanipulation eines
Teils oder aller 5 Bits durch den Logikschaltkreis. Der Logikschaltkreis kann dazu
verwendet werden, die Signalkonstellation zu ändern anstelle die Positionen
der Signalpunkte zu korrigieren.
Die Veröffentlichung von H. Logan et al. „A MOS/LSI MULTIPLE-CONFIGURATION
9600 BPS DATA MODEM", International Conference an Communications, 14. bis 16. Juni
1976, IEEE, Vol. 3 beschreibt ein 9600 bps-Datenmodem unter Verwendung eines digitalen
QAM-Modulators. Bei 9600 bps wird die 16-Punktsignalstruktur mit einer Signalrate
von 2400 baud verwendet. Ausreichgeschwindigkeiten von 7200 und 4800 bps verwenden
8- bzw. 4-Punktsubsätze der 16-Punktstrukur. Ein Signalstruktur-Steuersignal
wird einem Signalpunkt-ROM zugeführt, das vor einem Tiefpassfilter angeordnet
ist.
US-A-4,520,490 beschreibt einen Sender zum Kodieren einer Bitsequenzübertragung
auf einem QAM-Trägersignal, um die Wirkung von 90-, 180- und 270-Grad-Phasenmehrdeutigkeiten
zu entfernen. Der Sender weist einen Differenzial-Kodierer zum differenziellen Kodieren
von Bits in einer aktuellen Eingabe von r Bits auf, um eine aktuelle Ausgabe durch
„Rotieren" der Bitwerte in der vorhergehenden Ausgabe von r Bits (vorher
differenziell kodierte Bits) entsprechend den Bitwerten in der aktuellen Eingabe
zu erzeugen. Der Sender weist ferner einen Faltungskodierer zum Expandieren der
differenziell kodierten r Bits in einer Ausgabe von r+1 Bits durch eine nichtlineare
Faltungskodierung auf. Der Sender weist ferner eine Kartierungsvorrichtung zum Bestimmen
von Koordinaten auf, die Amplituden von Phasengleichen bzw. Quadraturphasen-Trägern
auf der Basis der Ausgaben des Faltungskodierers bzw. des Differenzialkodierers
bestimmen. Die Koordinaten werden durch einen Impulsformungs-Filter
und einen Modulator verarbeitet, der ein digitales Ausgangssignal erzeugt, das durch
einen D/A-Wandler in Analogform umgewandelt wird.
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und
eine Vorrichtung für die mehrstufige Quadratur-Amplitudenmodulation zur Verfügung
zu stellen, die fähig sind, eine Mehrstufenzahl eines mehrstufigen Quadratur-Amplitudenmodulationssystems
zu ändern, und die auch fähig sind, eine hohe Geschwindigkeit, einen niedrigen
Energieverbrauch, eine hohe Leistung und einen kleinen Schaltungsumfang zu erzielen.
Es ist eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren
und eine Vorrichtung für die mehrstufige Quadratur-Amplitudenmodulation zur
Verfügung zu stellen, in denen der Gleichspannungspegel des Ausgangs unverändert
bleibt und die mittlere Leistung sich auch nicht stark ändert, selbst wenn
eine Mehrstufenzahl in einem digitalen Filter vom FIR-Typ, das in einem mehrstufigen
Quadratur-Amplitudenmodulationssystem verwendet wird, geändert wird.
Diese Aufgaben werden mit den Merkmalen der Patentansprüche gelöst.
Als nächstes wird die vorliegende Erfindung unter Bezug auf die
Zeichnungen im Detail beschrieben.
1 ist ein Diagramm zur Erklärung eines Schaltungsaufbaus
eines digitalen FIR-Filters;
2 ist ein Diagramm zur Erklärung der Verlagerung
eines Gleichspannungspegels durch ein Quadratur-Amplitudenmodulationssystem;
3 ist ein Blockdiagramm, das eine herkömmliche
Vorrichtung für die mehrstufige Quadratur-Amplitudenmodulation zeigt;
4 ist ein Blockdiagramm, das eine erfindungsgemäße
Vorrichtung für die mehrstufige Quadratur-Amplitudenmodulation (64 QAM) zeigt;
und
5 ist eine Tabelle, die eine Ausführungsform der
Codeumsetzung mit der in 4 gezeigten Vorrichtung für
die mehrstufige Quadratur-Amplitudenmodulation gemäß der vorliegenden
Erfindung zeigt.
4 zeigt ein Blockdiagramm in dem Fall von 64 QAM als
ein Beispiel für eine Vorrichtung für eine mehrstufige Quadratur-Amplitudenmodulation.
Ferner ist 5 eine Konfigurationstabelle, die eine Ausführungsform
der Codeumsetzung zeigt. Zuerst wird der Aufbau von 4
beschrieben. Drei Reihen in jedem orthogonalen Kanal von Eingangssignalen in 6 Reihen
der 64 QAM werden in Codeumsetzer 10 und 20 eingegeben, um ein
Codeumsetzungssystem der vorliegenden Erfindung zu realisieren. In den Codeumsetzern
10 und 20 wird die in 5 gezeigte
Codeumsetzung durchgeführt, und ihre Ausgaben werden in digitale Filter
11 und 21 eingegeben. Die in den digitalen Filtern 11
und 21 bandbegrenzten digitalen Signale werden mit Hilfe der D/A-Wandler
12 und 22 in analoge Signale umgewandelt, danach wird in einen
Quadraturmodulator 30 der Anteil von zwei orthogonalen Kanälen eingegeben
und als eine modulierte Welle ausgegeben.
Der Codeumsetzer hat Funktionen der Bitaddition für eingegebene
Bits und der MSB-Invertierung (MSB = höchstwertiges Bit) auf der Basis einer
festen Umsetzungsregel. Diese Funktionen können auf eine vergleichsweise einfache
Weise zum Beispiel unter Verwendung eines digitalen Signalprozessors (DSP) erhalten
werden.
Der Betrieb der digitalen Filter 11 und 21 ist der
gleiche wie in der verwandten Technik erklärt, und diese Filter sind digitale
Filter vom FIR-Typ. Der Quadraturmodulator 30 multipliziert die Ausgangssignale
der zwei D/A-Wandler 12 und 22 jeweils mit einer Trägerwelle,
die eine Phasendifferenz von 90° hat, und addiert die Ergebnisse davon, um
eine quadraturmodulierte Welle auszugeben.
Die in 5 gezeigte Codeumsetzungstabelle
wird erklärt. Die Anzahl der Eingangssignalreihen eines Kanals des Basisbands
des Modulators der 64 Quadratur-Amplitudenmodulation (64 QAM) ist drei. Wenn ein
64 QAM Modulator in einem Modulationssystem mit einer niedrigeren Stufe, wie etwa
16 QAM, verwendet wird, kann die Anzahl der Reihen von Eingangssignalen zwei sein.
In der vorliegenden Erfindung wird dieses in drei Bits oder weniger ausgedrückte
Signal jedoch gemäß einer Umsetzungsregel, die weiter unten für alle
anwendbaren Modulationssysteme beschrieben ist, in 4 Bits umgesetzt.
Es wird angenommen, daß das Eingangssignal in 5
durch einen binären Versatzcode ausgedrückt wird und die Ausgabe durch
ein Zweierkomplement ausgedrückt wird. Um alle Stufen eines Kanals in jedem
Modulationssystem auszudrücken, sind bei 2m QAM m/2 Bits erforderlich.
Das Eingangssignal besteht zum Beispiel bei 64 QAM aus 3 Bits, da m = 6, und bei
16 QAM aus 2 Bits, da m = 4. Ferner umfaßt es in QPSK ein Bit, da m = 2. In
der vorliegenden Erfindung wird die gesamte Zahl von Bits eines Eingangssignals
in die Bitzahl (m/2) eines Kanals des Modulationssystem der maximalen Mehrstufenzahl
+1 Bit umgewandelt. Bei der 64 QAM zum Beispiel wird "1" zu einer um eine Stelle
niedrigeren Stelle addiert, so daß sie (6/2 + 1) = 4 Bits umfaßt. Bei
der 16 QAM wird "0" zu einer niedrigeren Stelle addiert. Um einen
binären Versatzcode in ein Zweierkomplement umzuwandeln, wird dann das höchstwertige
Bit (MSB) invertiert. Auf der Basis des Wesens der weiter oben beschriebenen Regel
wird zum Beispiel zu dem höchsten Pegel "111" der 64 QAM bei seiner niedrigeren
Stelle "1" addiert, und das MSB wird invertiert und zeigt auf diese Weise "0111".
Zu dem höchsten Pegel "11" der 16 QAM wird bei seiner niedrigeren Stelle "1"
addiert, ferner an dessen niedrigeren Stelle "0" addiert, und das MSB wird invertiert
und zeigt auf diese Weise "0110".
Durch die weiter oben beschriebene Umsetzung werden symmetrisch positive
und negative Signalpunkte, wodurch ermöglicht wird, einen Gleichspannungspegel,
der ein Mittelwert aller Signalpunkte ist, für alle Modulationssysteme auf
0 einzustellen. Obwohl es möglich ist, es derart einzurichten, daß der
Gleichspannungspegel sich durch eine Änderung des Modulationssystems nicht
ändert, selbst wenn zu der ersten Stelle niedriger Ordnung anstelle von "1"
der Wert "0" addiert wird, wird der Gleichspannungspegel nicht "0". Da die Umwandlungsschaltung
des digitalen Filter nur eine begrenzte Bitzahl handhaben kann, tritt ein Überlauf
auf, wenn der umgewandelte Wert deren Wertebereich überschreitet, wobei ein
Umwandlungsfehler erzeugt wird. Um den Schaltungsumfang auf das Minimum in dem Wertebereich
zu beschränken, in dem kein Überlauf der Umwandlungsschaltung auftritt,
wird bevorzugt, den Gleichspannungspegel auf 0 einzustellen, da erforderlich ist,
daß die positiven und negativen Maximalwerte eines Signals ausgeglichen sind.
Die 64 QAM, die ein QAM-Modulationssystem ist, in dem die Signalpunktzahl
die geradzahlige Potenz von 2 ist, wurde weiter oben erklärt. Was das QAM-Modulationssystem
anbetrifft, in dem die Signalpunktzahl eine ungeradzahlige Potenz von 2 ist, wie
etwa bei 32 QAM, wird ein Teil der Signalpunkte des QAM-Systems mit einer geradzahligen
Potenz von 2 verwendet, wobei die Potenzzahl um eins höher ist. Wenn kein kombinationsverbotenes
Signal eingegeben wird, ist es daher möglich, das Umwandlungssystem der Erfindung
wie es ist anzuwenden.
Ferner ist die vorliegende Erfindung auch auf ein Modulationssystem
mit einer höheren Mehrstufigkeit, wie etwa 256 QAM, anwendbar.
Wie weiter oben beschrieben, hat die Vorrichtung für die mehrstufige
Quadratur-Amplitudenmodulation der vorliegenden Erfindung derartige Auswirkungen
wie folgt:
(1) Da an dem digitalen Filtereingang nur eine Umwandlung eines Eingangssignals
durchgeführt wird, wird die Vorrichtung im Vergleich zu einem herkömmlichen
Beispiel, das die Verarbeitung mit der Ausgabe eines digitalen Filters durchführt,
mit einem kleineren ROM oder einer einfacheren logischen Schaltung realisiert, und
die Zunahme des Schaltungsumfangs ist unerheblich. Ferner ist die Schaltung mit
Hochgeschwindigkeitsbetrieb unnötig, und die Betriebsgeschwindigkeit der Schaltung
kann um diesen Teil höher gemacht werden.
(2) Da die mittlere Leistung der digitalen Roll-Off-Filterausgaben fast gleich
ist und der Gleichspannungspegel sich nicht abhängig von der Modulationsstufenzahl
ändert, werden eine Anpassung des Gleichspannungspegels des Modulators aufgrund
der Änderung der Modulationsstufenzahl und die Änderung des Stufendiagramms
unnötig.
(3) Es ist möglich, den Gleichspannungspegel ungeachtet des Modulationssystems
auf 0 einzustellen.
(4) Die Änderung der mittleren Leistung abhängig von dem Modulationssystem
ist in einem derartigen Umfang klein, daß auf die wesentlichen Eigenschaften
des Quadraturmodulators kein Einfluß ausgeübt wird.
Anspruch[de]
Vorrichtung zur mehrstufigen Quadratur-Amplitudenmodulation von Eingangsdaten
unter Verwendung eines Quadratur-Amplitudenmodulationssystems aus mehreren Quadratur-Amplitudenmodulationssystemen,
wobei die Eingangsdaten für jeden orthogonalen Datenkanal durch eine Bitzahl
repräsentiert werden, die in Abhängigkeit von dem verwendeten Quadratur-Amplitudenmodulationssystem
unterschiedlich ist, wobei die Vorrichtung in jedem der zwei orthogonalen Datenkanälen
aufweist:
(a) einen Umsetzer (10, 20) zum Ändern der Bitzahl und des
Bitmusters der Eingangsdaten und zum Erzeugen eines Digitalsignals auf der Grundlage
der geänderten Eingangsdaten;
(b) ein Digitalfilter (11, 21) zum digitalen Formen der Wellenform
des Digitalsignals; und
(c) einen Digital/Analog-Wandler (12, 22) zum Umwandeln des geformten
Digitalsignals in ein Analogsignal,
wobei die Vorrichtung ferner aufweist:
(d) einen Quadraturmodulator (30) zum Erzeugen einer quadratur-amplitudenmodulierten
Wellenform in Antwort auf die Analogsignale von den Digital/Analog-Wandlern,
wobei jeder Umsetzer (10, 20) eingerichtet ist, die Bitzahl und
das Bitmuster der Eingangsdaten in Antwort auf die Variation der Modulationsstufenzahl
des verwendeten Quadratur-Amplitudenmodulationssytems derart zu ändern, dass
der Gleichspannungspegel des vom Umsetzer ausgegebenen Digitalsignals oder des vom
Digitalfilter ausgegebenen geformten Digitalsignals unabhängig von der Modulationsstufenzahl
des Quadratur-Amplitudenmodulationssystems ungeändert bleibt.Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei jeder der beiden
Digitalfilter (11, 21) ein Digitalfilter vom FIR-Typ ist.Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei der Digitalfilter (11,
21) vom FIR-Typ mehrere Schieberegister, mehrere Multiplizierer und einen
Addierer aufweist.Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei der Umsetzer (10,
20) eine Einrichtung zum Addieren eines vorgegebenen Bits nach dem niedrigstwertigen
Bit der Eingangsdaten aufweist.Verfahren zur mehrstufigen Quadratur-Amplitudenmodulation von Eingangsdaten
unter Verwendung eines Quadratur-Amplitudenmodulationssystems aus mehreren Quadratur-Amplitudenmodulationssystemen,
wobei die Eingangsdaten für jeden orthogonalen Datenkanal durch eine Bitzahl
repräsentiert werden, die in Abhängigkeit von dem verwendeten Quadratur-Amplitudenmodulationssystem
unterschiedlich ist, wobei in jedem der zwei orthogonalen Datenkanälen die
folgenden Schritte vorgesehen sind:
(a) Ändern (10, 20) der Bitzahl und des Bitmusters der Eingangsdaten;
(b) Erzeugen (10, 20) eines Digitalsignals auf der Basis der geänderten
Eingangsdaten;
(c) Filtern (11) des Digitalsignals mit Hilfe eines Digitalfilters; und
(d) Digital-Analog-Umwandeln (12) der Ausgabe des Digitalfilters in ein
Analogsignal durch einen Digital/Analog-Wandler,
wobei nach dem Schritt (d) das Verfahren ferner den folgenden Schritt aufweist:
(e) Modulieren (30) der Analogsignale mit Hilfe eines Quadraturmodulators,
wobei im Schritt (a) die Änderung in Antwort auf die Variation der Modulationsstufenzahl
des verwendeten Quadratur-Amplitudenmodulationssystems derart erfolgt, dass der
Gleichspannungspegel des im Schritt (b) erzeugten Digitalsignals oder des im Schritt
(c) gefilterten Digitalsignals unabhängig von der Modulationsstufenzahl des
Quadratur-Amplitudenmodulationssystems ungeändert bleibt.Verfahren nach Anspruch 5, wobei der Digitalfilter ein Digitalfilter
vom FIR-Typ ist.Verfahren nach Anspruch 6, wobei der Digitalfilter vom FIR-Typ mehrere
Schieberegister, mehrere Multiplizierer und einen Addierer aufweist.Verfahren nach Anspruch 5, 6 oder 7, wobei der Änderungsschritt
(a) den Schritt zum Addieren eines vorgegebenen Bits nach dem niedrigstwertigen
Bit der Eingangsdaten aufweist.