HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Gebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft allgemein das Gebiet der Festkörperbildsensoren
und insbesondere betrifft die Erfindung einen verbesserten Festkörperbildsensor
und ein Verfahren zur Verarbeitung von Bildinformation.
Beschreibung bekannter Technik
Einige Festkörperbildsensoren wie beispielsweise CCD Flächensensoren
weisen einen Aufbau auf, der eine wie in 13 gezeigte
Drainsektion 104 zum Entladen einer Signalladung sowie eine Herausführelektrode
103 enthält. Diese Strukturen sind auf der einer Bildsektion
101 eines horizontalen Transferregisters 102 gegenüberliegenden
Seite angeordnet. Das Anlegen eines Herausführtaktes &PHgr;HOG an die Herausführelektrode
104 während einer gegebenen Zeitspanne führt zum Herausführen
der Signalladungen im horizontalen Transferregister 102 zur Drainsektion
103.
Andererseits weisen einigen CCD Flächensensoren gewöhnlich
ein horizontales Transferregister 102 auf mit einer großen Kanalweite
zum Erhöhen der Kapazität für beteiligte Ladungen, da der Abstand
des horizontalen Transferregisters 102 in der horizontalen Richtung zwangsläufig
von der Pixelanzahl und dem optischen System bestimmt wird. Insbesondere ist die
Ladungskapazität des horizontalen Transferregisters 102 proportional
zur Fläche pro 1 Bit bei einer konstanten Amplitude des Transfertaktes, und
dadurch kann die Ladungskapazität durch Vergrößern der Länge
und Weite für 1 Bit erhöht werden. Jedoch ist die Länge durch die
Pixelanzahl der Bildsektion 101 beschränkt und damit kann lediglich
die Kanalweite erhöht werden.
In einem CCD Flächensensor, der mit einem horizontalen Transferregister
102 mit großer Kanalweite ausgestattet ist, war es bisher schwierig,
die Signalladung innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne vollständig herauszuführen,
falls eine wie oben beschriebene Struktur zum selektiven Herausführen der Signalladung
im horizontalen Transferregister 102 eingesetzt wurde, da das elektrische
Transferfeld vom horizontalen Transferregister 102 zur Drainsektion
103 schwach ist, und es ist insbesondere das elektrische Transferfeld im
mittleren Bereich der Weite des Kanals schwach, falls die Signalladung im horizontalen
Transferregister 102 über die Herausführelektrode 104
zur Drainsektion 103 herausgeführt werden soll. Um die Signalladung
im horizontalen Transferregister 102 herauszuführen, ist eine lange
Zeitspanne zum Herausführen von Ladungen erforderlich und ein Herausführen
bei hoher Geschwindigkeit war bisher schwer zu erzielen.
Dies trifft nicht nur auf einen CCD Flächensensor mit einem horizontalen
Transferregister 102 zu, sondern auch auf einen CCD Flächensensor
mit einem Aufbau, der zwei oder mehr horizontale Transferregister, wie die in
14 gezeigten Register 102a und 102b,
beinhaltet. Diese Struktur ist mit einer Transferelektrode 105 zwischen
beiden Registern 102a und 102b ausgestattet, um die Signalladung
in Bezug auf zwei vertikale Zeilen für eine horizontale Periode unabhängig
horizontal zu übertragen und auszugeben. Eine Drainsektion 103 und
eine Herausführelektrode 104 sind benachbart zum äußeren
horizontalen Transferregister 102b angeordnet, um die Signalladung in den
horizontalen Transferregistern 102a und 102b selektiv herauszuführen.
Wie oben erläutert wurde, kann der CCD Flächensensor mit
zwei horizontalen Transferregistern 102a und 102b die Signalladung
aller Pixel der Bildsektion unabhängig lesen (sogenanntes Gesamtpixellesen),
in dem die Signalladungen von zwei vertikalen Zeilen während einer horizontalen
Periode gelesen werden. Dadurch wird die vertikale Auflösung verbessert verglichen
mit einem Gerät, das Signalladungen zweier vertikaler Zeilen, die vermischt
sind, liest. Für einen CCD Flächensensor dieser Art ist es unabdingbar,
dass die Kanalweite jeweils vergrößert ist, um die Ladungskapazität
der horizontalen Transferregister 102a und 102b zu erhöhen.
Damit wird die verbleibende Übertragung der Signalladung aufgrund der Abnahme
des elektrischen Transferfeldes problematisch, was für einen CCD Flächensensor
mit einem horizontalen Transferregister 102 zutrifft.
Diese Erfindung wurde in Anbetracht des obigen Problems gemacht. Eine
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Festkörperbildsensor anzugeben, der die
Signalladung in einem horizontalen Transferregister vollständig und zu einer
Drainsektion herausführen kann. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es,
eine Vorrichtung anzugeben, die ein Herausführen bei hoher Geschwindigkeit
ermöglicht als auch ein Ansteuerverfahren für die Vorrichtung bereitzustellen.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum
Verarbeiten von CCD Videoinformation anzugeben, wobei anfänglich lediglich
ein Bereich des gesamten Bildes mit einer höheren Geschwindigkeit verarbeitet
wird und der verbleibende Bereich des Bildes gespeichert und später verarbeitet
oder anfänglich bei geringerer Geschwindigkeit verarbeitet wird. Weitere Aufgaben
und Vorteile der Erfindung werden aus der folgenden Übersicht und detaillierten
Beschreibung der Erfindung in Anbetracht der Abbildungen ersichtlich.
ÜBERSICHT ÜBER DIE ERFINDUNG
Ein Festkörperbildsensor gemäß dieser Erfindung weist
einen wie im Patentanspruch 1 definierten Aufbau auf. Ein Verfahren zur Hochgeschwindigkeitsbildverarbeitung
ausgewählter Pixel eines CCD Bildsensors gemäß der Erfindung ist
im Patentanspruch 6 definiert.
Bei einem Festkörperbildsensor mit dem hierin beschriebenen Aufbau
wird die Weite der jeweiligen Kanäle schmal gehalten, obgleich die Kanalweite
so weit wie die gesamte Ladungstransfersektion ist. Dies gilt unabhängig von
der Vorschrift für die Kanalweite zur Erhöhung der Ladungstransferkapazität
der Ladungstransfersektion durch Bereitstellen einer Mehrzahl von Transferkanälen
für die Ladungstransfersektion. Dadurch nimmt das elektrische Transferfeld
nicht ab, falls die Signalladung aus der Ladungstransfersektion zur Entladesektion
herausgeführt und ein ausreichendes elektrisches Transferfeld erzielt wird.
Dadurch kann die Signalladung in der Transfersektion vollständig und schnell
zur Entladesektion herausgeführt werden.
Zusätzlich dient diese Erfindung dem Bereitstellen eines Festkörperbildsensors,
der Videoinformation zur Verfügung stellt, welche sowohl in einer digitalen
Videokamera als auch für Ruhendbilder verwendet werden kann. Die Erfindung
kommt diesen Bedürfnissen nach. Die Erfindung erzielt eine Hochgeschwindigkeitsbildverarbeitung
eines ausgewählten Bereichs eines Bildes ohne Ändern der Ansteuergeschwindigkeit
der CCD.
KURZBESCHREIBUNG DER ABBILDUNGEN
1 zeigt eine strukturelle Ansicht zur Erläuterung
einer Ausführungsform der Erfindung;
2 ist ein Grundrissmuster eines ausgewählten Bereichs
einer horizontalen Transfersektion und einer Entladesektion;
3 ist ein Zeitablaufdiagramm zur Erläuterung des
Betriebs einer Signalladungsübertragung;
4 ist ein Diagramm zur Erläuterung des Betriebs
einer Signalladungsverteilung;
5 ist ein Potentialdiagramm während des Verteilungsvorgangs
der Signalladung;
6 ist ein Zeitablaufdiagramm während des Herausführvorgangs
der Signalladung;
7 ist eine Ansicht zur Erläuterung des Herausführvorgangs
der Signalladung;
8 ist ein Potentialdiagramm während des Herausführvorgangs
der Signalladung;
9 zeigt eine Gruppe von Abtastbilddiagrammen bei Einsatz dieser
Erfindung; (A) dient der gewöhnlichen Abtastung und (B) dient der Hochgeschwindigkeitsabtastung;
10 zeigt ein beispielhaftes Bilddiagramm (Nr. 1) zum Erläutern
des Ansteuerbetriebs des Anwendungsbeispiels der Erfindung;
11 zeigt ein beispielhaftes Bilddiagramm (Nr. 2) zum Erläutern
des Ansteuerbetriebs des Anwendungsbeispiels der Erfindung;
12 zeigt ein strukturelles Diagramm zum Erläutern
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;
13 ist ein strukturelles Diagramm zur Erläuterung
eines herkömmlichen Beispiels;
14 ist ein strukturelles Diagramm zur Erläuterung
eines weiteren herkömmlichen Beispiels;
15 ist ein Diagramm, das eine Kamera zeigt, welche
die hierin beanspruchte Erfindung umsetzt.
16 ist ein Diagramm, das eine weitere Anwendung der
Erfindung zeigt.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER DERZEIT BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend detailliert
mit Bezug auf die Abbildungen beschrieben. 1 zeigt
eine strukturelle Ansicht zur Erläuterung einer Ausführungsform der Erfindung.
In dieser Ausführungsform wird ein CCD Flächensensor angegeben, z. B.
mit zwei horizontalen Transferregistern zum Verbessern der vertikalen Auflösung.
In 1 sind eine Mehrzahl von Lichtempfängern
(Pixel) 11 mit z. B. Fotodioden in den vertikalen und horizontalen Richtungen
in Matrixanordnung zum Umwandeln und Speichern von einfallendem Licht in eine Signalladung
mit einer der Lichtmenge entsprechenden Ladungsmenge angeordnet.
Vertikale Transferregister 12 sind für jede vertikale
Zeile von Empfangssektionen 11 vorgesehen. Das vertikale Transferregister
12 weist eine CCD auf und enthält beispielsweise eine Dreischicht-Elektrodenstruktur.
Dieses wird von dreiphasigen vertikalen Transfertakten &PHgr;V1 und &PHgr;V3 angesteuert.
Von jeder Empfangssektion 11 gelesene Signalladungen werden sukzessive
vertikal übertragen, wodurch Pixel einer nach dem andern innerhalb eines Bereichs
einer horizontalen Austastperiode verschoben werden. Dies ist der
Aufbau der Bildsektion.
In der Abbildung sind unterhalb der Bildsektion 13 beispielsweise
parallel zwei horizontale Transferregister 14 und 15 vorgesehen.
Zwischen den beiden horizontalen Transferregistern 14 und 15 ist
eine Transferelektrode 16 angeordnet, um die Signalladung von dem horizontalen
Transferregister 14 zum horizontalen Transferregister 15 zu übertragen.
Durch Anlegen des Transfertaktes &PHgr;VH1 und &PHgr;VH2 an die unteren beiden
Stufen (VH1 und VH2) jedes vertikalen Transferregisters 12 der Bildsektion
13, wird die Signalladung zweier vertikaler Zeilen (zweier Reihen) aus
der Bildsektion 13 befördert. Zwei horizontale Transferregister
14 und 15 weisen CCDs auf, die zweiphasig unter Verwendung der
horizontalen Transfertakte UH1 und UH2 angesteuert werden. Die Signalladung für
zwei von der Bildsektion 13 übertragene Zeilen wird sukzessive in
der horizontalen Richtung während einer horizontalen Abtastperiode nach einer
horizontalen Austastperiode bei Aufteilung der Signalladungen jeweils einer Zeile
übertragen.
Das horizontale Transferregister 14 weist beispielsweise
zwei Transferkanäle 17 und 18 auf, die parallel angeordnet
sind, sowie eine zwischen diesen beiden Transferkanälen 17 und
18 angeordnete Verteilungselektrode 19 zum Verteilen der Signalladung
für jeden Kanal. Der Sensor weist einen Mehrkanalaufbau dergestalt auf, dass
die Transferkanäle 17 und 18 am Ausgang zusammengeführt
werden. Das horizontale Transferregister 14 überträgt die Signalladung
der ersten Zeile zum horizontalen Transferregister 15 durch die Transferelektrode
16 als auch die Signalladung der nachfolgenden Zeile an zwei Transferkanäle
17 und 18 über die Verteilungselektrode 19. Die
beiden Transferkanäle 17 und 18 übertragen die Pixel
gemeinsam und mischen diese am zusammengeführten Ausgang einen um den anderen.
Auf ähnliche Weise weist das horizontale Transferregister
15 beispielsweise zwei Transferkanäle 20 und 21
auf, die parallel vorgesehen sind, sowie eine Verteilungselektrode 22,
die zwischen diesen beiden Transferkanälen 20 und 21 zur
Verteilung von einer Signalladung für jeden Kanal angeordnet ist. Dieses weist
einen Mehrkanalaufbau auf mit den beiden Transferkanälen 20 und
21, die am Ausgang zusammengeführt sind. Das horizontale Transferregister
15 verteilt Signalladung einer vom horizontalen Transferregister
14 durch die Transferelektrode 16 zu den beiden Transferkanälen
20 und 21 über die Verteilungselektrode 22 übertragenen
Zeile, wobei diese beiden Transferkanäle 20 und 21 Pixel
gemeinsam übertragen und die Pixel am zusammengeführten Ausgang einen
nach dem andern vermischen.
Am Ende, d. h. dem Ziel der horizontalen Transferregister
14 und 15, sind z. B. Ladungsdetektoren 23 und
24 mit einer Floating-Diffusion-Verstärker (FDA)-Struktur vorgesehen.
Die Ladungsdetektoren 23 und 24 detektieren die Signalladung,
die horizontal von den horizontalen Transferregistern 14 und
15 übertragen wurde und wandeln diese in eine Signalspannung um. Diese
Signalspannungen werden über Verstärker 25 und 26 als
CCD Ausgaben OUT1 und OUT2 ausgegeben.
Auf der zur Bildsektion 13 gegenüberliegenden Seite
des äußeren horizontalen Transferregisters 15 sind eine Herausführelektrode
27 und eine Drainsektion 28 benachbart zueinander entlang der
Transferrichtung des horizontalen Transferregisters 15 vorgesehen. Die
Herausführelektrode 27 und die Drainsektion 28 bilden eine
Entladesektion 29 aus. Durch Anlegen eines Herausführtaktes &PHgr;HOG
an die Herausführelektrode 27, werden die Signalladung im horizontalen
Transferregister 15 und die Signalladung im horizontalen Transferregister
14, welche durch die Transferelektrode 16 und das horizontale
Transferregister 15 übertragen werden, zur Drainsektion
28 herausgeführt.
In 2 ist ein Grundrissmuster eines ausgewählten
Bereichs der horizontalen Transfersektion und der Entladesektion 29 gezeigt.
In der Abbildung sind die Transferelektrode 16 und entsprechende Verteilungselektroden
19 und 22 der horizontalen Transferregister 14 und
15 jeweils aus der ersten Polysiliziumschicht gebildet (1poly). In den
horizontalen Transferregistern 14 und 15 ist eine Speicherelektrode
31 aus der zweiten Polysiliziumschicht (2poly) gebildet und eine Transferelektrode
32 ist aus der dritten Polysiliziumschicht (3poly) gebildet. Die Speicherelektrode
31 und die Transferelektrode 32, welche benachbart zueinander
in der Übertragungsrichtung angeordnet sind, bilden ein Paar. Eine Kombination
von 2 Paaren entspricht einem Pixel der Bildsektion 13 und stellt ein Bit
dar.
In der horizontalen Transfersektion mit einem solchen Aufbau werden
die Speicherelektrode 31 und die Transferelektrode 32, welche
ein Paar bilden, durch Anlegen des horizontalen Transfertaktes &PHgr;H1 und &PHgr;H2
für jedes zweite Bit angesteuert. Entsprechende Verteilungselektroden
19 und 22 der horizontalen Transferregister 14 und
15 sind elektrisch miteinander verbunden und über denselben Verteilungstakt
&PHgr;HHG1 angesteuert. Die Transferelektrode 16 wird über den Transfertakt
&PHgr;HHG2 angesteuert. Halbton-Punkt-Meshingzonen (Half-tone dot meshing zones)
33 bis 36 in 2 sind Kanalstoppsektionen.
Andererseits ist die Herausführelektrode 27 in der Entladesektion
29 ebenso aus der ersten Polysiliziumschicht (1poly) gebildet wie auch
die Transferelektrode 16 der horizontalen Transfersektion und entsprechende
Verteilungselektroden 19 und 22 der horizontalen
Transferregister 14 und 15. Die Herausführelektrode
27 wird über den Herausführtakt &PHgr;HOG angesteuert. Für
den Herausführtakt &PHgr;HOG wird in der beispielhaften Ausführungsform
ein Takt mit einer zum Transfertakt &PHgr;HHG2 übereinstimmenden Phase verwendet.
Die Speicherelektrode 27 und die Transferelektrode 28 der horizontalen
Transfersektion sind zum Bereich der Drainsektion 28 verlaufend ausgebildet,
wie der 2 zu entnehmen ist.
Nachfolgend wird ein Betrieb des CCD Flächensensors, der mit
zwei horizontalen Transferregistern 14 und 15 mit einem oben erläuterten
Multikanalaufbau ausgestattet ist, erläutert. In diesem CCD Flächensensor
wird die Signalladung zweier vertikaler Zeilen von der Bildsektion 13 während
einer horizontalen Periode den horizontalen Transferregistern 14 und
15 zugeführt, da zwei horizontale Transferregister 14 und
15 vorgesehen sind.
Zunächst wird der Vorgang der Verteilung der Signalladung in
jeden Transferkanal der horizontalen Transferregister 14 und
15 mit Multikanalaufbau basierend auf einem in 3
gezeigten Zeitablaufdiagramm erläutert, wobei Bezug auf das in 4
gezeigte Betriebsdiagramm und das in 5 gezeigte Potentialdiagramm
genommen wird. 5 zeigt ein Potentialdiagramm entlang
der Linie A-A' in 4.
Steigt während der Periode vom Zeitpunkt T1 zum Zeitpunkt T2
der an die Gateelektrode der ersten Zeile angelegte Transfertakt &PHgr;VH2 auf
einen Hoch-Pegel (nachfolgend als „H" Pegel bezeichnet) an, so wird das Potential
darunter tiefer. Die Signalladung (• in 4) der
ersten Zeile der Bildsektion 13 wird zum horizontalen Transferregister
14 übertragen. Synchron zu dieser Übertragung wird jede Signalladung
in den der zweiten Zeile nachfolgenden Zeilen geordnet Zeile-um-Zeile verschoben
und dadurch wird die Signalladung der zweiten Zeile (&ogr; in 4)
zum Pixelzug der ersten Zeile übertragen.
Falls das Potential der Transferkanäle 18 und
21 flach wird, weil der horizontale Transfertakt &PHgr;H2 und der Verteilungstakt
&PHgr;HHG1 auf „H" Pegel sind, ist das Potential der entsprechenden Transferkanäle
17 und 20 der horizontalen Transferregister 14 und
15 und das Potential unterhalb der jeweiligen Verteilungselektroden
19 und 22 flach. Der horizontale Transfertakt H1 befindet sich
auf einem Niedrig-Pegel (nachfolgend als „L" Pegel bezeichnet). Dadurch wird
die Signalladung • der ersten Zeile von der Bildsektion 13 zum horizontalen
Transferregister 14 übertragen und im Transferkanal 17 unterhalb
der Verteilungselektrode 19 gespeichert.
Nachfolgend ändert sich der horizontale Transfertakt &PHgr;H2
auf „L" Pegel, nachdem sich der Transfertakt &PHgr;VH2 auf „L" Pegel
verändert hat, und das Potential des Transferkanals 17 wird flach
(Zeitpunkt T3). Dann wird die Signalladung im Transferkanal 17 unter die
Verteilungselektrode 19 übertragen. Dadurch werden alle Signalladungen
•, die vom Pixelzug der ersten Zeile in der Bildsektion 13 übertragen
wurden, unter der Verteilungselektrode 19 gespeichert. Nimmt der Transfertakt
&PHgr;HHG2 danach einen „H" Pegel ein (Zeitpunkt T4), so wird das Potential
unterhalb der Transferelektrode 16 flach.
Dann wird die unterhalb der Verteilungselektrode 19 gespeicherte
Signalladung • zum Transferkanal 18 unterhalb der Transferelektrode
16 übertragen, denn bei einer Änderung des horizontalen Transfertaktes
&PHgr;H1 auf den „H" Pegel und einer nachfolgenden Änderung des Verteilungstaktes
&PHgr;HHG1 auf „L" Pegel (Zeitpunkt T5), wird das Potential des Transferkanals
18 tief und das Potential unterhalb der Verteilungselektrode
19 flach. Wenn sich dann der horizontale Transfertakt &PHgr;H1 auf „L"
Pegel ändert und das Potential des Transferkanals 18 flach wird (Zeitpunkt
T6), wird die Signalladung im Transferkanal 18 unter die Transferelektrode
übertragen und all die Signalladungen • eines vollständigen Pixel
dort gespeichert.
Wenn sich der horizontale Transfertakt &PHgr;H2 auf „H" Pegel
ändert und das Potential des Transferkanals 20 des horizontalen Transferregisters
15 tief wird (Zeitpunkt T7), verteilt sich die unterhalb der Transferelektrode
16 gespeicherte Signalladung • von der unteren Transferelektrode
16 zum Transferkanal 20. Wenn dann der Transfertakt &PHgr;HHG2
den „L" Pegel einnimmt und das Potential unterhalb der Transferelektrode
16 flach wird (Zeitpunkt T8), werden alle Signalladungen unterhalb der
Transferelektrode 16 zum Transferkanal 20 übertragen und
alle Signalladungen • für ein vollständiges Pixel im Transferkanal
20 gespeichert.
Wenn sich nachfolgend der Verteilungstakt &PHgr;HHG1 auf „H"
Pegel ändert (Zeitpunkt T9), wird das Potential unterhalb der entsprechenden
Verteilungselektroden 19 und 22 der horizontalen Transferregister
14 und 15 tief. Dadurch verteilt sich die in dem Transferkanal
20 des horizontalen Transferregisters 15 gespeicherte Signalladung
• unterhalb der Verteilungselektrode 22. Ändert sich nachfolgend
der an die Gateelektrode der ersten Zeile angelegte Transfertakt &PHgr;VH2 auf
den „H" Pegel und wird das Potential unter der Gateelektrode tief (Zeitpunkt
10), so wird die Signalladung der ersten Zeile der Bildsektion
13 zum horizontalen Transferregister 14 übertragen (da diese
Signalladung die Signalladung der zweiten Zeile war, wird auf diese Signalladung
mit Signalladung der zweiten Zeile &ogr; Bezug genommen).
Sind sowohl der horizontale Transfertakt &PHgr;H2 als auch der Verteilungstakt
&PHgr;HHG1 auf „H" Pegel, so ist das Potential der jeweiligen Transferkanäle
17 und 20 der horizontalen Transferregister 14 und 15
und das Potential unterhalb der jeweiligen Verteilungselektroden 19 und
22 tief und falls der horizontale Transfertakt &PHgr;H1 auf „L"
Pegel liegt, so ist das Potential der Transferkanäle 18 und
21 somit flach. Dadurch wird die von der Bildsektion 13 zum horizontalen
Transferregister 14 übertragene Signalladung &ogr; der zweiten Zeile
im Transferkanal 17 unterhalb der Verteilungselektrode 19 gespeichert.
Nachdem der Transfertakt &PHgr;VH2 sich auf „L" Pegel verändert
hat und der Verteilungstakt &PHgr;HH1 den Zwischenpegel einnimmt (nachfolgend als
„M" Pegel bezeichnet) (Zeitpunkt T11), nimmt das Potential unterhalb der
entsprechenden Verteilungselektroden 19 und 22 der horizontalen
Transferregister 14 und 15 einen Zwischenpegel ein. Die Signalladung,
welche die Speicherkapazität übersteigt und überfließt, wird
den Transferkanälen 17 und 20 rückgeführt. Nachfolgend
ändert sich der Transfertakt &PHgr;H1 auf den „H" Pegel und danach
ändert sich der Verteilungstakt &PHgr;HHG1 auf den „L" Pegel (Zeitpunkt
T12) und die oberhalb der Verteilungselektroden 19 und 22 verbleibende
Signalladung wird zu den Transferkanälen 18 und 21 übertragen.
Durch die oben erläuterte Abfolge von Vorgängen wird die
Signalladung • o von zwei vollständigen vertikalen Zeilen von der Bildsektion
13 in zwei horizontale Transferregister 14 und 15 übertragen.
In den entsprechenden Registern 14 und 15 wird die Signalladung
jeder ganzen Zeile mittels der Verteilungselektroden 19 und 22
zum Transferkanal 17 und zum Transferkanal 18 als auch zum Transferkanal
20 und dem Transferkanal 21 verteilt. Da das horizontale Transferregister
14 auf der Seite der Bildsektion 13 einen Mehrkanalaufbau aufweist,
ist die Weite der entsprechenden Transferkanäle 17 und 18
weiterhin schmal und das elektrische Transferfeld in der Kanalweitenrichtung ausreichend,
sofern die Kanalweite des gesamten horizontalen Transferregisters 14 zum
Zwecke des Vergrößerns der Ladungskapazität groß ist, und die
Signalladung einer ganzen Zeile wird von dem horizontalen Transferregister
14 zum horizontalen Transferregister 15 vollständig und schnell
übertragen.
Die verteilte Signalladung wird mittels der horizontalen Transfertakte
&PHgr;H1 und &PHgr;H2 in den horizontalen Transferregistern 14 und
15 zweiphasig angesteuert und horizontal gemeinsam mit den Transferkanälen
17 und 18 und den Transferkanälen 20 und
21 übertragen und dann in einer Pixeleinheit der Ausgangsstufe vermischt.
Die Signalladung wird dann zu den Ladungsdetektoren 25 und 26
übertragen und darin in eine Signalspannung umgewandelt und als CCD Ausgaben
OUT1 und OUT2 für zwei ganze Zeilen über die Verstärker
25 und 26 ausgegeben.
Nachfolgend wird ein Vorgang zum Herausführen der Signalladung
von zwei ganzen Zeilen der Bildsektion 13 zur Entladesektion
29 durch das horizontale Transferregister 14, die Transferelektrode
16 und das horizontale Transferregister 15 basierend auf dem in
6 gezeigten Zeitablaufdiagramm erläutert. Dies
erfolgt mit Bezug auf das in 7 gezeigte Diagramm zur
Erläuterung des Vorgangs und das in 8 gezeigte
Potentialdiagramm. 8 zeigt das Potentialdiagramm entlang
der Linie B-B' in 7, nämlich das Potentialdiagramm
vom Transferkanal 18 des horizontalen Transferregisters 14 zur
Drainsektion 28.
Die Bedienung zum Zeitpunkt T21 stimmt mit derjenigen zum Zeitpunkt
T9 bei oben erwähntem Verteilungsvorgang der Signalladung überein. Die
Signalladung • der ersten Zeile der Bildsektion 13 wird zum horizontalen
Transferregister 15 durch das horizontale Transferregister 14
und die Transferelektrode 16 übertragen und im Transferkanal
20 unterhalb der Verteilungselektrode 22 gespeichert. Somit wird
die Signalladung • der ersten Zeile zum horizontalen Transferregister
15 durch das horizontale Transferregister 14 und die Transferelektrode
16 auf dieselbe Weise wie bei oben erwähntem Verteilungsvorgang übertragen.
Die Signalladung der zweiten Zeile wird zum horizontalen Transferregister
14 übertragen und im Transferkanal 17 unterhalb der Verteilungselektrode
19 gespeichert.
Ändert sich der horizontale Transfertakt H2 nun auf den „L"
Pegel und wird das Potential unterhalb des Transferkanals 20 flach (Zeitpunkt
22), wird die vollständige Signalladung • der ersten Zeile
unterhalb der Verteilungselektrode 19 gespeichert.
Ändern sich nachfolgend der horizontale Transfertakt &PHgr;H1,
der Transfertakt &PHgr;HHG2 und der Herausführtakt &PHgr;HOG allesamt auf
„H" Pegel so wird das Potential der Transferkanäle 18 und
21, das Potential unterhalb der Transferelektrode 16 und das Potential
unterhalb der Herausführelektrode 27 tief (Zeitpunkt T23). Dann fließt
die unterhalb der Verteilungselektrode 19 gespeicherte Signalladung •
der ersten Zeile zur Drainsektion 28 durch den Transferkanal
21 unterhalb der Herausführelektrode 27 heraus. Dann fließt
die unterhalb der Verteilungselektrode 19 gespeicherte Signalladung &ogr;
der zweiten Zeile in den Transferkanal 18 und unter die Transferelektrode
16.
Wenn sich nachfolgend der Verteilungstakt &PHgr;HHG1 auf den „L"
Pegel ändert und das Potential unterhalb der Verteilungselektrode
19 flach wird (Zeitpunkt T24), so wird die unterhalb der Verteilungselektrode
22 gespeicherte Signalladung • der ersten Zeile vollständig
zur Drainsektion 28 herausgeführt und die Signalladung der unterhalb
der Verteilungselektrode 19 gespeicherten Signalladung der zweiten Zeile
wird vollständig zum Transferkanal 18
und der Transferelektrode 16 übertragen. Wenn sich
dann der horizontale Transfertakt &PHgr;H1 auf den „L" Pegel ändert
und das Potential der Transferkanäle 18 und 21 flach wird
(Zeitpunkt T25), wird die Signalladung der zweiten Zeile vollständig unterhalb
der Transferelektrode 16 gespeichert.
Ändern sich nachfolgend der horizontale Transfertakt &PHgr;H2
und der Verteilungstakt &PHgr;HHG1 auf den „H" Pegel und wird das Potential
der Transferkanäle 17 und 20 und das Potential unterhalb
der Verteilungselektroden 19 und 22 tief (Zeitpunkt T26), so fließt
die unterhalb der Transferelektrode 16 gespeicherte Signalladung &ogr;
der zweiten Zeile in den Transferkanal 20 des horizontalen Transferregisters
15 unter der Verteilungselektrode 22.
Ändern sich der Transfertakt &PHgr;HHG2 und der Herausführtakt
&PHgr;HOG auf den „L" Pegel und wird das Potential unterhalb der Transferelektrode
16 flach (Zeitpunkt T27), fließt die unterhalb der Transferelektrode
16 gespeicherte Signalladung der zweiten Zeile in den Transferkanal
20 des horizontalen Transferregisters 15 unterhalb der Verteilungselektrode
22. Ändert sich der horizontale Transfertakt &PHgr;H2 auf den „L"
Pegel und wird das Potential der Transferkanäle 17 und 20
flach (Zeitpunkt T28), wird die gesamte Signalladung &ogr; der zweiten Zeile unter
der Verteilungselektrode 22 gespeichert. Diese Bedingung stimmt mit derjenigen
zum Zeitpunkt T22 überein und nach diesem Zeitpunkt wird die Signalladung &ogr;
der zweiten Zeile heraus zur Drainsektion geführt, indem derselbe Betrieb wie
nach dem Zeitpunkt T22 erfolgt.
Durch oben erwähnte Abfolge von Vorgängen wird die Signalladung
jedes Pixels der Bildsektion 13 in einer Einheit einer Zeile zum Drain
durch das horizontale Transferregister 14, die Transferelektrode
16, das horizontale Transferregister 15 und die Herausführelektrode
27 herausgeführt. Da das horizontale Register 14 einen wie
oben beschriebenen Mehrkanalaufbau aufweist, kann die Signalladung für eine
ganze Zeile vollständig von dem horizontalen Transferregister 14 zum
horizontalen Transferregister 15 übertragen werden. Da das horizontale
Register 15 ebenso einen Mehrkanalaufbau verwendet, ist die Kanalweite
der entsprechenden Transferkanäle 20 und 21 weiterhin schmal
und das elektrische Transferfeld in der Kanalweitenrichtung ist ausreichend, sofern
die Kanalweite des gesamten horizontalen Transferregisters 15 zum Zwecke
der Erhöhung der Ladungskapazität weit gestaltet ist. Dadurch lässt
sich die Signalladung für eine vollständige Zeile vollständig und
schnell vom horizontalen Transferregister 15 zur Drainsektion
28 übertragen.
Durch Ansteuern der Herausführelektrode 27 mit den Takten
(&PHgr;HHG2 und &PHgr;HOG) mit derselben Phase wie die Transferelektrode
16 zwischen den horizontalen Transferregistern 14 und
15, erfolgen der Herausführvorgang der Signalladung von dem horizontalen
Transferregister 15 zur Drainsektion 28 und der Transfervorgang
der Signalladung vom horizontalen Transferregister 14 zum horizontalen
Transferregister 15 gleichzeitig. Dadurch wird Zeit eingespart und der
Entladevorgang der Signalladung in der Einheit einer Zeile möglich. Es ist
lediglich ein Treiber ausreichend, da der Transfertakt &PHgr;HHG2 und der Herausführtakt
&PHgr;HOG mit denselben Phasen angesteuert werden.
Der Vorgang wird mit Bezug auf ein Beispiel erläutert, bei dem
die Signalladung jedes Pixels der Bildsektion 13 zur Drainsektion
28 auf die oben erläuterte Betriebsweise herausgeführt wird,
jedoch kann es möglich sein, dass nach dem horizontalen Übertragen der
Signalladung während einer bestimmten Zeitspanne einer effektiven horizontalen
Periode aus dem horizontalen Transferregister 14 und 15 die verbleibende
Signalladung in den horizontalen Transferregistern 14 und 15 zur
Drainsektion 28 mittels denselben wie oben beschriebenen Vorgangs herausgeführt
wird.
Nachfolgend wird ein Betriebsbeispiel des wie oben erläuterten
und mit zwei horizontalen Transferregistern 14 und 15 ausgestatteten
CCD Flächensensors mit Mehrkanalaufbau erläutert. Dies ist ein Beispiel,
bei dem die untere Hälfte der Bildsektion 13 (1/4 der effektiven Pixel)
unterteilt ist und ein Bild wird innerhalb 1/4 der gewöhnlichen Dauer erhalten,
wodurch ein Ansteuern mit der vierfachen Bildrate möglich wird. 9
zeigt ein dieses Anwendungsbeispiel umsetzendes Bilddiagramm, (A) zeigt eine gewöhnliche
Abtastung und (B) zeigt eine Hochgeschwindigkeitsabtastung, bei der 1/4 der Fläche
(&ogr;) unterteilt ist.
Der Ansteuervorgang dieses Betriebsbeispiels wird mit Bezug auf das
in 10 und 11 gezeigte Betriebsbild beschrieben.
In diesem Betriebsbeispiel beträgt die Anzahl vertikaler Zeilen 15.
Da das abgetastete Bild der Bildsektion 13 spiegelsymmetrisch zum tatsächlich
wiedergewonnenen Bild ist, wird, nachdem die Zeilennummer R für die Zeilen
der linken Hälfte der effektiven Pixelfläche hinzugefügt wurde, L
für die Zeilen der rechten Hälfte hinzugefügt.
Unter der Annahme, dass die linke untere Hälfte der von einer
dicken Linie in 10(A) umgebenen effektiven Pixelfläche die
Fläche ist, in der die Zeilen 1R bis 7R genutzt werden, wird
zunächst die Signalladung 1R, 1L der ersten Zeile in das
horizontale Transferregister 14, wie in 10(B) gezeigt
ist, übertragen. Nachfolgend wird die Signalladung 1R, 1L
der ersten Zeile im horizontalen Transferregister 14 in das horizontale
Transferregister 15 übertragen, wie in 10(C) gezeigt
ist und gleichzeitig wird die Signalladung 2R,
2L der zweiten Zeile von der Bildsektion 13 in das horizontale
Transferregister 14 übertragen.
Somit werden die horizontalen Transferregister 14 und
15 zum horizontalen Übertragen während einer Hälfte des
gewöhnlichen Intervalls angesteuert. Dadurch wird die Signalladung
1R, 2R der ersten Zeile und der zweiten Zeile der linken Hälfte
der effektiven Pixelfläche als CCD Ausgaben OUT1 und OUT2 ausgegeben. Die Signalladung
1L der ersten Zeile und die Signalladung 2L der zweiten Zeile
der rechten Hälfte der effektiven Pixelfläche bleiben zurück in der
linken Hälfte der horizontalen Transferregister 15 und 14,
wie in 10(D) gezeigt ist.
Nachfolgend werden die jeweiligen Signalladungen 1L,
2L der ersten Zeile und der zweiten Zeile, die in der linken Hälfte
der horizontalen Transferregister 14 und 15 verbleiben, zur Entladesektion
29 herausgeführt. Hierbei wird zunächst die Signalladung
1L der ersten Zeile, die im horizontalen Transferregister 15 zurückbleibt,
zur Entladesektion 29 herausgeführt. Dann wird, wie in 11(A)
gezeigt ist, die Signalladung 2L der zweiten Zeile, die im horizontalen
Transferregister 14 verbleibt, zum horizontalen Transferregister
15 übertragen und die Signalladung 3R, 3L der dritten
Zeile wird von der Bildsektion 13 in das horizontale Transferregister
14 übertragen.
Danach wird die zum horizontalen Transferregister 15 übertragene
Signalladung 2L der zweiten Zeile zur Entladesektion 29 herausgeführt.
Dann wird, wie in 11(B) gezeigt ist, die Signalladung
3R, 3L der Dritten Zeile des horizontalen Transferregisters
14 zum horizontalen Transferregister 15 übertragen und gleichzeitig
wird die Signalladung 4R, 4L der vierten Zeile zum horizontalen
Transferregister 14 übertragen. Danach wird die Signalladung
3R, 3L der dritten Zeile und die Signalladung 4R,
4L der vierten Zeile gelesen und herausgeführt. Durch Wiederholen
des obigen Vorgangs bis zur siebten Zeile, welche die oberste Zeile der genutzten
Fläche darstellt, wird lediglich die Signalladung 1R bis
7R der genutzten Fläche als Signal ausgegeben.
Nach dem Beenden entsprechender Vorgänge des Lesens und Herausführens
der Signalladung 1n der genutzten Fläche, erfolgt kein Lesen der Signalladung
8R, 8L der achten Zeile und alle Signalladungen von der Signalladung
8R, 8L bis zur Signalladung 15R, 15L der fünfzehnten
Zeile werden zur Entladesektion 29 herausgeführt. Diese Vorgehensweise
ist in 11(C) gezeigt. Diese Abbildung zeigt den Zustand, in dem
die Signalladung 8R, 8L der achten Zeile zur Entladesektion
29 herausgeführt wird und die Signalladung 9R,
9L der neunten Zeile zum horizontalen Transferregister 15 und
die Signalladung 10R, 10L der zehnten Zeile zum horizontalen Transferregister
14 übertragen werden.
Ist die Signalladung 15R, 15L der fünfzehnten
Zeile zur Entladesektion 29 herausgeführt, so sind das Lesen und Herausführen
der Signalladungen aller Pixel für ein ganzes Bild beendet, wie in
11(D) gezeigt ist. Durch Ausführen der Abfolge von oben beschriebenen
Vorgängen, kann der Transferbetrieb eines CCD Flächensensors innerhalb
1/4 des gewöhnlichen Zeitintervalls durchgeführt werden und die Bildrate
kann auf das Vierfache vergrößert werden. Dies ist der Betrieb, der lediglich
unter Verwendung der horizontalen Transferregister 14 und 15,
welche beide den oben erläuterten Mehrkanalaufbau zum vollständigen Übertragen
der Signalladung zur Entladesektion 29 aufweisen, realisiert werden kann.
Bei obiger Ausführungsform wurde die Anwendung eines CCD Flächensensors
mit zwei horizontalen Transferregistern 14 und 15 erläutert,
wobei jedoch die Erfindung keineswegs auf diesen Fall beschränkt ist. Die Erfindung
wird auch auf einen CCD Flächensensor mit einem horizontalen Transferregister
und einer hierzu benachbarten Entladesektion übertragen. Ist im Falle eines
solchen CCD Flächensensors die Kanalweite des gesamten horizontalen Transferregisters
durch Gestaltung eines horizontalen Transferregisters in Form eines 6-Mehrfachkanals
zum Zwecke der Vergrößerung der Ladungskapazität aufgeweitet, so
kann die Signalladung im horizontalen Transferregister (einschließlich der
Signalladung unmittelbar nach der Übertragung von der Bildsektion in das horizontale
Transferregister) weiterhin vollständig und schnell herausgeführt werden,
da jede Kanalweite entsprechender Transferkanäle weiterhin schmal ist und das
elektrische Transferfeld in der Kanalweitenrichtung ausreicht.
Die Erfindung wird auf dieselbe Weise ebenso auf einen CCD Flächensensor
mit drei oder mehr horizontalen Transferregistern übertragen. 12
zeigt ein strukturelles Diagramm, das die Übertragung der Erfindung auf einen
CCD Flächensensor mit z. B. drei horizontalen Transferregistern zeigt, wobei
in 12 dieselben Komponenten wie in 1
mit denselben Bezugskennzeichen wie in 1 verwendet
werden. In dieser Ausführungsform ist das dritte horizontale Transferregister
31 außerhalb des zweiten horizontalen Transferregisters
15 mit einer zwischenliegenden Transferelektrode 30 vorgesehen.
Die Entladesektion 29 ist benachbart zur Außenseite des horizontalen
Transferregisters 31 vorgesehen.
Das dritte horizontale Transferregister 31 weist beispielsweise
zwei parallel angeordnete Transferkanäle 32 und 33 auf sowie
eine Verteilungselektrode 34 zwischen diesen beiden Transferkanälen
32 und 33 zum Verteilen der Signalladung auf jeden Kanal, wie
dies bei den horizontalen Transferregistern 14 und 15 der Fall
ist. Dieser Aufbau beinhaltet den Mehrkanalaufbau mit den Transferkanälen
32 und 33, die am Ausgang zusammengeführt sind. Das horizontale
Transferregister 31 verteilt die von dem horizontalen Transferregister
15 durch die Transferelektrode 30 zu den beiden Kanälen
32 und 33 übertragene Signalladung einer vollständigen
Zeile unter Verwendung der Verteilungselektrode 34. Der Ladungstransfer
erfolgt horizontal mittels zweier Transferkanäle 32 und
33 gemeinsam und die Ladungen werden an dem zusammengeführten Ausgang
vermischt.
Am Bestimmungsende des horizontalen Transferregisters 31
ist ein Ladungsdetektor 35 mit z. B. einer Floating-Diffusion-Verstärker
Anordnung vorgesehen. Der Ladungsdetektor 35 detektiert die durch das horizontale
Transferregister 31 übertragene Signalladung und wandelt diese in
eine Signalspannung um. Die Signalspannung wird als CCD Ausgabe OUT3 mit zwei weiteren
CCD Ausgaben OUT1 und OUT2 über den Verstärker 36 ausgegeben.
In dem mit drei horizontalen Transferregistern 14,
15 und 31 ausgestatteten CCD Flächensensor, von denen jedes
Register einen Mehrkanalaufbau aufweist, sind die jeweiligen Verteilungselektroden
19, 22 und 34 der horizontalen Transferregister
14, 15 und 31 elektrisch miteinander verbunden und diese
werden über denselben Verteilungstakt &PHgr;HHG1 angesteuert. Die zwischen
den horizontalen Transferregistern 14, 15 und 31 bereitgestellten
Transferelektroden 16 und 30 sind auch elektrisch miteinander
verbunden und werden über denselben Transfertakt &PHgr;HHG2 angesteuert.
Wie oben erläutert wurde, kann in dem CCD Flächensensor
mit drei horizontalen Transferregistern 14, 15 und 31,
die mit der Entladesektion 29 benachbart zum äußersten horizontalen
Transferregister 31 ausgestattet sind, bei Einsatz des Mehrkanalaufbaus
die Kanalweite jedes Transferkanals für alle drei horizontalen Transferregister
14, 15 und 31 ausreichend schmal gehalten werden bei
ausreichendem elektrischen Transferfeld entlang der Kanalweitenrichtung. Damit kann
die Signalladung aus den horizontalen Transferregistern 14, 15
und 31 (unmittelbar nach der Übertragung von der Bildsektion
13 in das horizontale Transferregister 14, der Übertragung
in das horizontale Transferregister 15 durch das horizontale Transferregister
14 und der Übertragung in das horizontale Transferregister
31 durch die horizontalen Transferregister 14 und 15)
vollständig und schnell herausgeführt werden.
Die entsprechenden Verteilungselektroden 19, 22
und 34 der horizontalen Transferregister 14, 15 und
31 werden absichtlich mit demselben Verteilungstakt &PHgr;HHG1 angesteuert,
und eine Unterscheidung des Verteilungstakts &PHgr;HHG1 zwischen den entsprechenden
Registern ist nicht erforderlich, unabhängig von der Vergrößerung
der Anzahl der horizontalen Transferregister mit Mehrkanalaufbau oder der Anzahl
von Kanälen, und es wird auf übliche Weise derselbe Aufbau wie im Ansteuersystem
verwendet. Auf ähnliche Weise verhindert die Verwendung desselben Taktes &PHgr;HHG2
zum Ansteuern der Transferelektroden 16 und 30 zwischen den horizontalen
Transferregistern 14, 15 und 31 das Erfordernis der Transfertakt
&PHgr;HHG2-Änderung unabhängig von der Anzahl der horizontalen Transferregister
und es wird derselbe Aufbau wie beim Ansteuersystem verwendet.
In dieser Ausführungsform wird der CCD Flächensensor mit
drei horizontalen Transferregistern 14, 15 und 31 erläutert.
Jedoch ist selbstverständlich, dass diese Erfindung auf dieselbe Weise auf
einen CCD Flächensensor übertragen werden kann, der vier oder mehr horizontale
Transferregister aufweist und mit einer Entladesektion benachbart zum äußersten
horizontalen Transferregister ausgestattet ist. Wie oben erläutert wurde, ist
es bei Einsatz des Aufbaus unter Verwendung desselben Verteilungstakts &PHgr;HHG1
zum Ansteuern aller zugehörigen Verteilungselektroden der horizontalen Transferregister
sowie desselben Transfertaktes &PHgr;HHG2 zum Ansteuern aller zugehörigen
Transferelektroden zwischen den horizontalen Transferregistern vorteilhaft, dass
keine Notwendigkeit besteht, den Aufbau des Ansteuersystems zu ändern, unabhängig
von der Erhöhung der Anzahl der horizontalen Transferregister.
Wie oben erläutert wurde, ist ein Festkörperbildsensor gemäß
dieser Erfindung mit wenigstens einer Ladungstransfersektion ausgestattet zum Übertragen
von Signalladung, die von der Bildsektion übertragen wurde, und der Sensor
weist ebenso eine benachbart zur der Bildsektion gegenüberliegenden Seite der
Ladungstransfersektion angeordnete Entladesektion auf. Die Ladungstransfersektion
weist einen Mehrkanalaufbau auf, wodurch jeder Kanal entsprechender Transferkanäle
unabhängig von der Kanalweite der gesamten Ladungstransfersektion zur Vergrößerung
der Ladungskapazität schmal sein kann. Signalladung kann aus der Entladesektion
vollständig und schnell herausgeführt werden, da das elektrische Transferfeld
zum Herausführen der Signalladung aus der Transfersektion in die Entladesektion
ausreicht.
15 zeigt ein Blockdiagramm mit einer die Erfindung
umsetzenden Kamera. Die Kamera ist allgemein mit dem Bezugskennzeichen
201 versehen. Eine optische Einheit 203 empfängt Licht und
fokussiert das einfallende Licht auf eine Bildverarbeitungssektion 205.
Die Bildverarbeitungssektion empfängt das einfallende Licht und eine Mehrzahl
von Pixel wie beispielsweise die mit Bezug auf 1 beschriebenen
Pixel wandeln das Licht in Ladung um. Die Bildverarbeitungssektion
ist an einer Verarbeitungseinheit 206 angebracht, welche die oben detaillierter
beschriebenen ausgewählten oder gewünschten Pixel verarbeitet. Ein Nutzer
kann eine Hochgeschwindigkeitsverarbeitung für einen bestimmten Bereich des
Bildes auswählen, indem dieser einen Auswahlschalter an der Kameraeinheit drückt.
Anstatt des Herausführens der Ladungen in eine Entladeeinheit
wurde erkannt, dass die Ladungen weiter in ein zusätzliches horizontales Transferregister
übertragen werden können, anstatt entladen und verloren zu gehen.
16 zeigt eine solche Vorrichtung. In 16
ist eine sekundäre horizontale Transfereinheit 220 benachbart positioniert
als auch eine Transferelektrode, die zum Übertragen der elektrischen Ladungen
von den primären horizontalen Transferregistern 222 und
223 verwendet wird. In einem Hochgeschwindigkeitsbildverarbeitungsmodus
werden die Signalladungen zunächst in das sekundäre horizontale Transferregister
220 übertragen, anstatt auf einfache Weise den nicht gewünschten
Bereich der Signalladungen herauszuführen.
Es wurde zudem erkannt, dass das sekundäre horizontale Transferregister
tatsächlich, abhängig vom jeweiligen Design, aus einem oder mehreren sekundären
horizontalen Transferregistern bestehen kann. Die sekundären horizontalen Transferregister
versorgen eine weitere Verarbeitungseinheit 227.
Die weitere Verarbeitungseinheit 227 beinhaltet einen herkömmlichen
Ladungsspannungskonverter zum Umwandeln von Pixelladungen in Spannungen. Die Spannungen
können dann entweder in einem mit der weiteren Verarbeitungseinheit
227 verknüpften Speicher gespeichert werden oder diese können
unmittelbar in zusätzliche Videoinformation verarbeitet werden.
In vorteilhafter Weise kann die weitere Verarbeitungseinheit mit einer
niedrigeren Geschwindigkeit betrieben werden, um Batterieleistung einzusparen oder
dem primären Prozessor eine schnellere Verarbeitung eines gewünschten
Bildbereichs zu ermöglichen. Bezeichnender Weise kann die Bildinformation,
welche nicht unmittelbar verarbeitet wird, später mit der anfänglich gewünschten
Bildinformation kombiniert werden, um ein zusammengesetztes Bild bereitzustellen.
Das System identifiziert, welcher Bereich des Bildes für die anfängliche
Verarbeitung ausgewählt wurde und welcher Bereich in die sekundäre Bildverarbeitungseinheit
227 übertragen wurde. Somit sind die Bildverarbeitungsvorrichtungen
durch Aufrechterhalten dieser Information in der Lage, die Bildinformation später
in ein zusammengesetztes Bild neu zu kombinieren.