Die vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen Testen von Kabeln
zur Datenkommunikation und im Besonderen ein Verfahren zum effizienteren Berechnen
des Leistungssummen-Übersprechverlusts in Lokalnetzwerk-Kabeln.
Lokale Netzwerke (LAN) verbinden derzeit eine große Anzahl von
Personalcomputern, Arbeitsstationen, Druckern und Datenservern im zeitgemäßen
Büro. Ein LAN-System wird typischerweise durch physikalisches Verbinden aller
dieser Geräte mit LAN-Kabeln mit verdrillten Kupferleiter-Drahtpaaren ("verdrillte
Doppelleitungen") implementiert, von denen das üblichste ein LAN-Kabel mit
ungeschirmten verdrillten Doppelleitungen (Typ "UTP") darstellt, welches ein 8-drahtiges
Kabel ist, das als 4 Paare verdrillter Leitungen ausgestaltet ist (4-paariges Kabel).
Jedes der vier Paare verdrillter Leitungen funktioniert als eine Übertragungsleitung,
welche ein Datensignal durch das LAN-Kabel transportiert. Jedes Ende des LAN-Kabels
ist üblicherweise abgeschlossen in einem Anschluss der modularen Art, entsprechend
der internationalen Norm IEC 603-7, mit Pin-Belegungen von der Art eines "RJ-45",
welcher als ein modularer Anschluss (RJ-45) bezeichnet wird. Modulare Anschlüsse
(RJ-45) gibt es in der Form von Steckern und Dosen. Ein Stecker und eine Dose, die
zusammenpassen, werden als eine Verbindung betrachtet.
Immer üblicher in der Branche wird die Verwendung von Kabeln
mit 25 Paaren verdrillter Leitungen (25-paarig), die dazu benutzt werden, Arbeitsbereiche
zu verbinden, die eine Menge an Geräten enthalten. Derartige 25-paarige Kabel
vereinfachen die Aufgabe der Installation, da nur ein 25-paariges Kabel vom Kabelschrank
zum Arbeitsbereich gezogen zu werden braucht, an Stelle von sechs 4-paarigen Kabeln.
Ein einziges 25-paariges Kabel beansprucht weit weniger Platz in einer Kabelrinne
als getrennte 4-paarige Kabel.
25-paarige Kabel werden typischerweise in den Hohlräumen eines
Gebäudes angewendet, wie etwa im Boden oder in der Decke, wobei sie von einem
zentralen Telekommunikationsschrank zu einem Durchgangsanschluss nahe dem Arbeitsbereich
verlaufen. Von dem Durchgangsanschluss können 4-paarige Kabel zu jedem einzelnen
Gerät verlaufen, wie etwa zu Arbeitsstationen, Druckern und Datenservern.
Die Aufgaben des Installieren, Ersetzens oder Neuverlegens von LAN-Kabeln
kommen typischerweise einem professionellen Kabelinstallateur oder einem Netzwerkspezialisten
im Haus zu. Während der Installationsphase wird jedes Kabel durch das Gebäude
verlegt und an beiden Enden verbunden. Jeder Draht in dem Kabel muss, an beiden
Enden des Kabels, jeweils an seiner passenden elektrischen Verbindung angeschlossen
sein, damit die LAN-Verbindung ordnungsgemäß funktioniert. Ein LAN-Kabelsystem,
das nicht ordnungsgemäß installiert worden ist oder fehlerhafte Kabel
oder Anschlüsse aufweist, kann zu Datenübertragungsfehlern führen.
Daher muss das LAN-Kabelsystem getestet werden, um eine ordnungsgemäße
Anschließbarkeit und Übertragungsleistung zu prüfen.
Gleichzeitig reicht bloßes Erhalten geeigneter elektrischer Kontinuität
durch einen bestimmten Netzwerk-Link nicht mehr aus, um ein ordnungsgemäßes
Funktionieren eines LAN-Kabelsystems zu garantieren. Subtilere Probleme können
sich zeigen, welche insgesamt die Netzwerkleistung bei höheren Datenraten zerstören
können. Aus diesem Grund werden LAN-Kabel derzeit in unterschiedliche Leistungsniveaus
klassifiziert, auf Basis ihrer Fähigkeit, mit Hochgeschwindigkeits-Datenverkehr
umzugehen. Der Netzwerkspezialist muss nun darauf achten, das geeignete Mindestniveau
auszuwählen. Zum Beispiel kann das versehentliche Einbauen eines Kabels mit
Telefonqualität, das physikalisch LAN-Kabeln höherer Leistung ähnlich
ist, jedoch von inakzeptablen Bandbereiten- und Übersprecheigenschaften, in
einem Abschnitt des Netzwerks, zu einer nicht funktionierenden Netzwerkverbindung
führen.
Übersprechen am nahen Ende (NEXT) ist ein Maß für das
Isolationsniveau zwischen zwei beliebigen Paaren verdrillter Leitungen innerhalb
eines LAN-Kabels, gemessen von dem lokalen oder nahen Ende des LAN-Kabels. Das von
dem Messinstrument erzeugte gemessene Ergebnis, wird als NEXT-Verlustantwort bezeichnet.
Erhalten eines spezifizierten minimalen Niveaus an NEXT-Verlust ist wichtig, um
Interferenz zwischen Sets von Paaren verdrillter Leitungen zu verhindern, um die
Zuverlässigkeit des Netzes zu erhalten. Die Industriearbeitsgruppe Telecommunications
Industry Association (TIA) hat einen Standard für Übersprechmessungen
herausgegeben, üblicherweise bezeichnet als Telecommunications System Bulletin
(TSB) 67, welcher ein minimales Niveau an NEXT-Verlust über einen
Frequenzbereich von 1 bis 100 Megahertz (MHz) spezifiziert. Übersprechen ist
nahezu immer in Dezibel (dB) ausgedrückt. Der NEXT-Verluststandard definiert
im Wesentlichen eine Akzeptabilitätsgrenzlinie, sowohl für Basic-Link
als auch für Channel-Konfigurationen, wie definiert in TSB
67, zwischen Sets von Paaren verdrillter Leitungen. LAN-Kabelnetzwerke,
bei denen ein NEXT-Verlust auftritt, welcher, bei einer beliebigen Frequenz, schlechter
liegt als die Grenzlinie, werden als inakzeptabel erachtet. Bei Erhalten eines LAN-Kabelnetzwerks,
das dem TIA-Standard genügt, kann der Netzwerkspezialist fundiert mit einer
vollen Netzwerkleistung ohne wesentliche Fehlerbeiträge aus Paar-zu-Paar-NEXT-Verlust
rechnen.
Übersprech-Messinstrumente sind im Fach bekannt, welche Paar-zu-Paar-NEXT-Verlust
zwischen Sets von Paaren verdrillter Leitungen messen. Impulsbasierte Messinstrumente
sind in der US-Patentschrift Nr. 5,570,029, vom 29. Oktober 1996, an Bottman et
al., Inhaber Fluke Corporation, erörtert, welche Übersprechinformation
abhängig von Frequenzinformation angeben. Verbesserte Genauigkeit bei Erhalten
der NEXT-Messung wird in der US-Patentschrift 5,532,603, vom 2. Juli 1996, an Jeffrey
S. Bottman, Inhaber Fluke Corporation, erörtert. Analoge Wobbeltechniken zum
Messen von NEXT, abhängig von Frequenz, zum Erhalten von Paar-zu-Paar-NEXT-Verlustantworten
sind im Fach ebenfalls hinlänglich bekannt.
Zusätzlich zu NEXT-Verlustmessungen kennt man in der Branche
üblicherweise Übersprechverlustmessungen, die Übersprechverlust am
fernen Ende (FEXT) beinhalten. NEXT-Verlustmessungen sind für Testinstrumentanwendungen
am verbreitetsten, weil die Stimulus- und Antwortschaltungen innerhalb desselben
Testinstruments eingebaut sind. Außerdem ist es typischerweise am wahrscheinlichsten,
dass NEXT-Verlust Leistungsprobleme in einem LAN-Kabelsystem verursacht, auf Grund
seiner großen Nähe zur Quelle und zum Empfänger. Übersprechverlustantwort-Messungen,
sei es von impulsbasierten Messinstrumenten oder von analogen Wobbelmessinstrumenten,
und als NEXT oder als FEXT, weisen alle die Form von Paar-zu-Paar-Übersprechverlustantworten
auf, welche weiter verarbeitet werden können, um einen Leistungssummen-Übersprechverlust
zu ergeben. Ergebnisse für NEXT mit mehreren Störern (MD NEXT) und FEXT
mit mehreren Störern (MD FEXT) stellen besondere Variationen von Übersprechverlustantworten
dar, welche eine Leistungssummenaddition von NEXT- und FEXT-Komponenten beinhalten.
Da nahezu jedes LAN-Kabel mehr als zwei Paare verdrillter Leitungen
enthält, wie etwa das 4-paarige und das 25-paarige Kabel, wie oben erwähnt,
ist es von wachsendem Interesse, einen Leistungssummen-Übersprechverlust zu
berechnen, welcher die einzelnen Paar-zu-Paar-Übersprechverlustbeiträge
innerhalb des LAN-Kabels einberechnet. Leistungssummenübersprechen stellt also
eine striktere Anforderung für LAN-Kabel dar. Wie Paar-zu-Paar-Übersprechverlust,
variiert Leistungssummen-Übersprechverlust als eine Funktion der Frequenz.
Spezifikationen der Branche fordern Frequenzdatenpunkte von 1 MHz bis zu 31,25 MHz,
in Intervallen von 0,15 MHz, sowie von 31,25 MHz bis 100 MHz, in Intervallen von
0,25 MHz, für insgesamt 477 Frequenzdatenpunkte, um eine vollständige
Messung des Leistungssummen-NEXT-Verlusts über den relevanten Frequenzbereich
zu erhalten. In der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
sind 1550 Datenpunkte vorgesehen, über einen Frequenzbereich von 0,1 MHz bis
155 MHz, in Intervallen von 0,1 MHz.
Die folgenden Gleichungen beziehen sich auf NEXT. Die anderen Formen
des Übersprechens, einschließlich FEXT, MD NEXT und MD FEXT, können
ohne weiteres ausgetauscht werden, um ein ähnliches Resultat bezüglich
eines Leistungssummen-Übersprechverlusts zu ermitteln. Leistungssummen-NEXT-Verlust,
ausgedrückt in dB, wird entsprechend der folgenden Gleichung berechnet:
wobei:
NEXTi
das Paar-zu-Paar-NEXT ist, ausgedrückt in dB, für ein gegebenes Set
von Drahtpaaren; und n die Anzahl der gemessenen Paare minus 1 ist.
Zum Beispiel wäre in einem 4-paarigen Kabel, welches Drahtpaare
1, 2, 3 und 4 aufweist, und welches Sets 1-2, 1-3 und 1-4 aufweist, Leistungssummen-NEXT
entsprechend der folgenden Gleichung zu berechnen:
wobei:
NEXTPS
der Leistungssummen-NEXT-Verlust ist,
NEXT1
der NEXT-Verlust zwischen Paaren 1 und 2 ist,
NEXT2
der NEXT-Verlust zwischen Paaren 1 und 3 ist,
NEXT3
der NEXT-Verlust zwischen 1 und 4 ist.
Da der Leistungssummen-NEXT-Verlust entsprechend der obigen Gleichung
für jeden der Frequenzdatenpunkte für jedes der NEXT1, NEXT2
und NEXT3 berechnet werden muss, um den relevanten Frequenzbereich abzudecken,
und jede Berechnung notwendigerweise die Verwendung der Zehnerpotenzfunktion (Basis
10) und der logarithmischen Funktion beinhaltet, gestaltet sich die Berechnung vom
Computerrechenvorgang her aufwändig. Auch bei den gesteigerten Geschwindigkeiten
gegenwärtig verfügbarer Mikroprozessoren kann eine Berechnung des Leistungssummen-NEXT-Verlusts
eine inakzeptabel lange Zeit in Anspruch nehmen, typischerweise über eine Minute
hinaus, unter Verwendung eines zur Messinstrumentesteuerung eingesetzten, kommerziell
verfügbaren Mikroprozessors. Dieses Problem der Verarbeitungszeit ist besonders
bei Anwendungen akut, die Messinstrumente beinhalten, die in einem batteriebetriebenen
portablen Instrumentepaket eingebaut sind, wo physikalische räumliche Limitierungen
und Energieverbrauch der Verarbeitungsleistung im Gerät wesentliche Begrenzungen
setzen. Daher wäre es wünschenswert, ein effizientes Verfahren zum Berechnen
von Leistungssummen-NEXT-Verlust vorzulegen, welches die erforderliche Verarbeitungszeit
wesentlich reduziert.
US-Patentschrift 5,539,321 betrifft ein Instrument zum Messen von
Übersprechen zwischen Leiterpaaren, welches ausgestaltet ist, ein Signal an
einem Paar zu senden und das Signal an einem anderen Paar zu empfangen. Unerwünschtes
oder parasitäres Übersprechen an den Anschlüssen wird unter Verwendung
einer vektoriellen Subtraktion von dem empfangenen Signal unterdrückt.
KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNG
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein effizientes Verfahren
zum Berechnen des Leistungssummen-NEXT-Verlusts vorgelegt. Aspekte der Erfindung
sind in den begleitenden Ansprüchen vorgelegt. In einer Ausführungsform
werden Paar-zu-Paar-NEXT-Verluste zwischen jedem Set von Drahtpaaren gesammelt,
wobei jede Messung des Paar-zu-Paar-NEXT-Verlusts eine Anzahl von Frequenzdatenpunkten
aufweist, welche den relevanten Frequenzen entsprechen. Jede Paar-zu-Paar-NEXT-Verlustantwort
ist in Dezibel (dB) ausgedrückt.
Zum Beispiel hätte ein 4-paariges Kabel drei Paar-zu-Paar-NEXT-Verlustantworten,
NEXT1, NEXT2, NEXT3, entsprechend jeweils den Sets
1-2, 1-3 und 1-4, mit jeder NEXT-Verlustantwort in der Form einer Datenfolge, welche
1550 Frequenzdatenpunkte aufweist, welche den Frequenzbereich von 0,1 MHz bis 155
MHz, in Schritten von 0,1 MHz, abdecken.
Es hat sich herausgestellt, dass der niedrigste Wert des Paar-zu-Paar-NEXT-Verlusts
der primäre Beitragswert zum Leistungssummen-NEXT-Verlust ist und daher den
Basis-NEXT-Verlust bestimmt. Es hat sich ferner herausgestellt, dass NEXT-Verlustbeiträge
aus anderen Sets von Drahtpaaren sich auf diesen Hauptbeitragswert auswirken, entsprechend
einem Ausmaß, das sich bis zu einem akzeptablen Grad an Genauigkeit berechnen
lässt, unter Verwendung von Leistungssummen-Beitragswerten aus einer Nachschlagetabelle.
Die verschiedenen Leistungssummen-Beitragswerte von den anderen Sets von Drahtpaaren
können von dem Basis-NEXT-Verlust subtrahiert werden, um einen geschätzten
Leistungssummen-NEXT-Verlust zu erhalten.
Als Erstes wird die Paar-zu-Paar-NEXT-Verlustantwort, welche den niedrigsten
positiven Wert für einen bestimmten Datenpunkt aufweist, als die Basis-NEXT-Verlustantwort
ausgewählt. Diese Basis-NEXT-Verlustantwort wird mit NEXTa benannt.
Die übrigen Paar-zu-Paar-NEXT-Verlustantworten werden mit NEXTb
und NEXT benannt, wobei die Reihenfolge beliebig ist.
Als Zweites werden die Auswirkungen jeder der übrigen Paar-zu-Paar-NEXT-Verlustantworten
NEXTb und NEXTc auf die Basis-NEXT-Verlustantwort NEXTa
einberechnet, durch Anwenden von Leistungssummen-Beitragswerten, welche aus einer
Nachschlagetabelle erhalten werden. Die Nachschlagetabelle stellt die Leistungssummen-Beitragswerte
aus einer Tabelle vorberechneter Leistungssummen-Beitragswerte bereit, und vermeidet
so die vom Computerrechenvorgang her aufwändigen Schritte, welche Logarithmen
und Exponentiale entsprechend der allgemeinen Gleichung beinhalten. Der erste Leistungssummen-Beitragswert
&Dgr;1 wird aus der Nachschlagetabelle bereitgestellt, entsprechend
der Differenz zwischen NEXTa und NEXTb.
&Dgr;1 = ftable(NEXTa – NEXTb)
Der zweite Leistungssummen-Beitragswert &Dgr;2 wird aus
derselben Nachschlagetabelle entsprechend der Differenz zwischen (NEXTa
– &Dgr;1) und NEXT bereitgestellt.
&Dgr;2 = ftable((NEXTa – &Dgr;1)
– NEXTc)
Auf gleiche Weise können Leistungssummen-Beitragswerte für
beliebige andere Sets von Drahtpaaren iterativ aus derselben Nachschlagetabelle
erhalten werden. Der geschätzte Leistungssummen-NEXT-Verlust kann nun entsprechend
der folgenden Gleichung ausgedrückt werden: Geschätzter Leistungssummen-NEXT-Verlust
= NEXTa – &Dgr;1 – &Dgr;2 Auf
diese Weise kann der geschätzte Leistungssummen-NEXT-Verlust für jeden
der entsprechenden Frequenzdatenpunkte aus den Messungen des Paar-zu-Paar-NEXT-Verlusts
auf eine effiziente Weise gesammelt werden. Der geschätzte Leistungssummen-Übersprechverlust
für jegliche andere Art von Übersprechen kann aus Paar-zu-Paar-Übersprechantworten
auf dieselbe Weise berechnet werden.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zum
effizienten Berechnen von Leistungssummen-Übersprechverlust vorzulegen.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren
zum effizienten Berechnen des Leistungssummen-Übersprechverlusts unter Verwendung
einer Nachschlagetabelle, welche Leistungssummen-Beitragswerte enthält, bereitzustellen.
Eine zusätzliche Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein
Messinstrument zum effizienten Erzeugen von Messungen von Leistungssummen-Übersprechverlust
vorzulegen.
Weitere Merkmale, Errungenschaften und Vorteile werden für den
Fachmann klar hervortreten, bei einem Lesen der folgenden Beschreibung, wenn sie
im Zusammenhang mit den begleitenden Zeichnungen zur Kenntnis genommen wird.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
1 ist eine Darstellung (nicht maßstäblich)
eines Testinstruments, das beim Testen des Leistungssummen-NEXT-Verlusts eines LAN-Kabelsystems
angewendet wird;
2 ist ein Diagramm eines Paar-zu-Paar-NEXT-Verlusts,
ausgedrückt in Bezug auf NEXT-Verlust abhängig von Frequenz;
3 ist ein Diagramm der Werte, die in der Nachschlagetabelle
gespeichert sind, welche Leistungssummen-Beitragswerte enthält, gemäß
einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
4 ist ein Ablaufschema für effizient berechneten
Leistungssummen-Übersprechverlust gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, welche die Werte der Nachschlagetabelle verwendet, wie
in 3 dargestellt.
5 ist ein vereinfachtes Blockdiagramm des Testinstruments,
das in 1 gezeigt ist, gemäß der bevorzugten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung; und
6 ist ein vereinfachtes Blockdiagramm des Testinstruments,
welches in 1 gezeigt ist, gemäß einer alternativen
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
1 ist eine Darstellung eines Testinstruments
10 und einer entfernten Einheit 12, jeweils gekoppelt mit dem
nahen Ende und dem fernen Ende eines typischen LAN-Kabelsystems 14. Die
Benennungen nahes Ende und fernes Ende werden konventionell so verstanden, dass
sie jeweilige Enden der LAN-Kabelverbindung bezeichnen, wobei das nahe Ende jenes
beim Testinstrument 10 ist, und das ferne Ende das gegenüberliegende
Ende ist. Ein Testinstrument 10 ist über einen Anschluss
16 am nahen Ende und einem Patchkabel 18 mit einem Anschluss
20 gekoppelt.
Das Testinstrument 10 wird typischerweise in einem Benutzerbereich
22 angewendet, in welchem sich die gewünschten Peripheriegeräte,
wie etwa Computerarbeitsstationen und Drucker in einer typischen Büroumgebung,
befinden. Der Anschluss 20 ist mit einem LAN-Kabel 24 verbunden,
das sich in einem Kabelverlauf 26 befindet. Der Kabelverlauf
26 ist die Führung des LAN-Kabels 20 durch die physikalischen
Gebäudegegebenheiten und kann unter Böden verlaufen, durch Wände,
über Decken und an anderen Stellen innerhalb des Gebäudes.
Das LAN-Kabel 24 kann als ein 4-paariges Kabel aufgebaut
sein oder als ein 25-paariges Kabel, welches Durchgangsanschlüsse (nicht gezeigt)
an jedem der Enden aufweist, zur Verbindung mit 4-paarigen Kabeln. Als ein 4-paariges
Kabel kann das LAN-Kabelsystem, vom nahen Ende zum fernen Ende, unter Verwendung
einer Leistungssummen-Übersprechverlustmessung getestet werden, um höhere
Systemleistung zu garantieren, als einfach unter Verwendung getrennter Paar-zu-Paar-Übersprechverlustmessungen.
Der Kabelverlauf 26 neigt in vielen Situationen dazu, lang
zu sein, und der Arbeitsbereich 22 enthält Geräte in großer
Zahl, wie etwa Drucker, Arbeitsstationen und Datenserver, welche mit einer zentralen
Verteilerstelle verbunden sein müssen, welche sich in einem Telekommunikationsschrank
30 befindet. Die Kabelrinnen und der Kabelverlauf 26 neigen dazu,
überfüllt zu werden, und der Prozess des Installierens und Instandhaltens
großer Zahlen von LAN-Kabeln 24 kann sich übermäßig
komplex gestalten. Aus diesen Gründen kann das LAN-Kabel 24 unter
Verwendung eines 25-paarigen Kabels aufgebaut sein, mit Übergangsanschlüssen
(nicht gezeigt) an jedem der Enden des LAN-Kabels 24, zum Rückumwandeln
in mehrere 4-paarige Kabel zur Verbindung mit den Anschlüssen 20 und
28. Die Messung des Leistungssummen-NEXT-Verlusts durch das Testinstrument
10 kann in dieser Situation ebenfalls verwendet werden, um höhere
Systemleistung zu garantieren, als einfach unter Verwendung getrennter Paar-zu-Paar-Übersprechverlustmessungen,
um der erhöhten Möglichkeit des Übersprechens durch Drahtpaare, welche
in den 4-paarigen Datenkanälen nicht enthalten sind, Rechnung zu tragen.
Das LAN-Kabel 24 ist mit einem Anschluss 28 gekoppelt,
welcher beim Telekommunikationsschrank 30 zu finden ist. Ein Patchkabel
32, das mit einem Anschluss am fernen Ende 34 gekoppelt ist, vervollständigt
das LAN-Kabelsystem 14. Um das Testen des LAN-Kabelsystems 14
bezogen auf Paar-zu-Paar-NEXT-Verlust zu erleichtern, ist die entfernte Einheit
12 mit dem Anschluss 34 am fernen Ende gekoppelt, um einen geeigneten
Abschluss der Testsignale zu bieten, welche von dem Testinstrument 10 erzeugt
werden. Das Testinstrument 10 bietet normalerweise die Möglichkeit,
Paar-zu-Paar-NEXT-Verlustantworten zwischen jedem Set relevanter Drahtpaare zu erhalten.
Das Testinstrument 10 bietet ferner die Möglichkeit,
einen Leistungssummen-NEXT-Verlust zu berechnen, unter Verwendung der Paar-zu-Paar-NEXT-Verlustantworten
auf eine effiziente Weise, gemäß dem Verfahren in der vorliegenden Ausführungsform,
wie im Folgenden ausführlicher zu erläutern. Das Testinstrument
10 kann beim Messen des Leistungssummen-NEXT-Verlusts des einzelnen Segments
des LAN-Kabelsystems 14 angewendet werden, wie etwa des Patchkabels
18, welches typischerweise ein 4-paariges Kabel ist, sowie des LAN-Kabels
24, welches ein 4-paariges oder ein 25-paariges Kabel sein kann, wie oben
erläutert.
In 2 ist ein Diagramm einer typischen
Paar-zu-Paar-NEXT-Verlustantwort in dB, abhängig von der Frequenz, gezeigt.
Eine Kurve 52 stellt eine typische Paar-zu-Paar-NEXT-Verlustantwort dar,
welche von dem Testinstrument 10 unter Verwendung von entweder analoger
Wobbeltechnik oder impulsbasierter Messtechnik gesammelt werden kann. Jede Paar-zu-Paar-NEXT-Verlustantwort
ist eine Sammlung von Frequenzdatenpunkten, typischerweise implementiert als eine
Datenfolge, wobei die Ergebnisse in einem Speicher abgelegt werden. Die vertikale
Skala des NEXT-Verlusts, wie gezeigt, hat die Form positiver Dezibelzahlen (dB).
Da niedrigere positiven Zahlen auf der vertikalen Skala einen erhöhten Pegel
des NEXT darstellen, sind höhere positive Zahlen im Allgemeinen wünschenswerter,
um ein gewünschtes Leistungsniveau in einem LAN-System 14 zu erreichen.
Da der NEXT-Verlust als eine Funktion der Frequenz variiert, wird die Berechnung
von Leistungssummen-NEXT-Verlust für jeden Frequenzdatenpunkt durchgeführt.
In 3 ist ein Diagramm der Inhalte einer
Nachschlagetabelle 54 gezeigt, welche Leistungssummen-Beitragswerte für
den Basis-NEXT-Verlust als eine Funktion der Differenz zwischen dem Basis-NEXT-Verlust
und einem weiteren Paar-zu-Paar-NEXT-Verlust bereitstellt, ausgedrückt als
die folgende Gleichung:
&Dgr;1 = ftable(NEXTa – NEXTb)
wobei:
&Dgr;1
der Leistungssummen-Beitragswert aus dem Basis-NEXT-Verlust ist;
NEXTa
der NEXT-Verlust zwischen einem beliebigen der Sets von Dratpaaren ist, und
die niedrigste positive Zahl für den gewählten Frequenzdatenpunkt darstellt
und als die Basis-NEXT-Antwort gewählt wird; NEXTb der NEXT-Verlust
zwischen einem beliebigen anderen Set von Drahtpaaren ist.
Der Leistungssummen-Beitragswert &Dgr;1, welcher von
der Nachschlagetabelle 54 ausgegeben wird, ist ein geschätzter Wert,
berechnet bis zu einem vorbestimmten Genauigkeitsgrad, welcher für jeden der
weiteren Paar-zu-Paar-NEXT-Verluste ausgegeben wird. In der bevorzugten Ausführungsform
werden sechs Datenpunkte entsprechend der allgemeinen Gleichung berechnet, wobei
andere Datenpunkte linear von den sechs Datenpunkten interpoliert werden. NEXT-Verlustbeiträge
aus Paar-zu-Paar-NEXT-Verlustdifferenzen, welche 20 dB übersteigen, werden
als nicht signifikant ignoriert. Größere oder geringere Anzahlen berechneter
Datenpunkte, gegenüber interpolierten Datenpunkten, können in der Nachschlagetabelle
54 verwendet werden, abhängig von der geforderten Genauigkeit der
Schätzung und dem verfügbaren Speicherplatz zum Speichern der Daten für
die Nachschlagetabelle 54.
Die Leistungssummen-Beitragswerte &Dgr;1 sind alle in
dB ausgedrückt und können so von dem Basis-NEXT-Verlust subtrahiert werden,
ohne dass dekadische Logarithmusfunktionen und Exponentialfunktionen verwendet werden
müssen, welche vom Computerrechenvorgang her aufwändig sind, was so zu
wesentlichen Zeiteinsparungen beim Ermitteln des Leistungssummen-NEXT-Verlusts führt.
Die Nachschlagetabelle 54 wird entsprechend der folgenden
Gleichung berechnet.
Über unterschiedlichen Frequenzdatenpunkten können unterschiedliche
Paar-zu-Paar-NEXT-Verlustantworten die Basis-NEXT-Verlustantwort bilden, und die
obige Gleichung gilt im Allgemeinen für jeden Leistungssummen-Beitragswert,
auf Grund der Beiträge der anderen Paar-zu-Paar-NEXT-Verlustantworten. So wird
dieselbe Nachschlagetabelle 54 zum Berechnen der Leistungssummen-Beitragswerte
für jede Paar-zu-Paar-NEXT-Verlustantwort über jedem Frequenzdatenpunkt
verwendet.
Die Gleichung zum Berechnen der Werte der Nachschlagetabelle wird
wie folgt hergeleitet. Aus der allgemeinen Gleichung des Leistungssummen-NEXT:
Beide Seiten können in die Zehnerpotenz erhoben werden, um zu
erhalten:
Und die Gleichung kann umgeformt werden, sodass sie ein Zwischenergebnis,
das als Subtotal bezeichnet wird, ergibt:
wobei:
Subtotal der Abschnitt des NEXTPS ist, in welchem die Auswirkungen des
NEXTb einberechnet sind. Subtotal kann vereinfacht werden, sodass es
die folgenden Gleichungen ergibt:
Die Gleichung zum Berechnen des Leistungssummen-Beitragswerts lautet
also:
Entsprechend den obigen Gleichungen ergibt sich also ein geschätzter
Wert für Leistungssummen-NEXT, unter Verwendung der Leistungssummen-Beitragswerte,
welche aus der Nachschlage-Tabelle, für ein 4-paariges Kabel, erhalten werden:
Geschätztes Leistungssummen-NEXT = NEXTa – &Dgr;1
– &Dgr;2
In der vorliegenden Ausführungsform hat sich gezeigt, dass der
geschätzte Leistungssummen-NEXT-Verlust Resultate ergab, typischerweise innerhalb
von 0,1 dB und nicht über 0,2 dB von dem Leistungssummen-NEXT-Verlust, berechnet
nach der allgemeinen Gleichung, auf Basis der Auflösung von 0,1 dB der angewendeten
NEXT-Werte. Die Werte der Nachschlagetabelle können alle entsprechend der obigen
Gleichung berechnet werden, oder einige Werte können Interpolationen berechneter
Punkte sein. Bei Fortsetzen desselben Verfahrens für zusätzliche Sets
von Drahtpaaren, wie etwa in dem 25-paarigen Kabel, kann der geschätzte Leistungssummen-NEXT-Verlust
unter Verwendung so vieler Paar-zu-Paar-Übersprechverlustantworten, wie verfügbar
sind, und einzubeziehen sind in die Berechnung des Leistungssummen-NEXT-Verlusts,
berechnet werden.
In 4 ist ein Ablaufschema des Verfahrens
zum effizienten Berechnen von Leistungssummen-NEXT-Verlust gemäß der vorliegenden
Ausführungsform gezeigt. In Schritt 100, ERHALTEN VON NEXT-VERLUSTANTWORTEN
AUS JEDEM SET VON DRAHTPAAREN, wird das Testinstrument 10 mit dem LAN-Kabelsystem
14 gekoppelt, das zu testen ist, und Paar-zu-Paar-NEXT-Verlustantworten
für jedes Set von Drahtpaaren werden gemessen und in einem Speicher abgelegt,
ausgedrückt in dB. Jedes Set von Paar-zu-Paar-NEXT-Verlustantworten enthält
ein Set von Frequenzdatenpunkten. Nur die relevanten Sets von Drahtpaaren müssen
gemessen werden, um die Paar-zu-Paar-NEXT-Verlustantwort zu erhalten, wenn zum Beispiel
bekannt ist, dass der Übersprechbeitrag einiger Drahtpaare nicht relevant oder
nicht signifikant ist für den geschätzten Leistungssummen-NEXT-Verlust.
Zum Beispiel werden für ein 4-paariges Kabel Paar-zu-Paar-NEXT-Verluste, welche
NEXT1, NEXT2 und NEXT3 umfassen, erhalten.
In Schritt 102, genannt AUSWÄHLEN EINES FREQUENZDATENPUNKTS,
kann der Leistungssummen-NEXT-Verlust über jedem der Frequenzdatenpunkte berechnet
werden, entsprechend jenen in den Paar-zu-Paar-NEXT-Verlustantworten. In der bevorzugten
Ausführungsform wird der Leistungssummen-NEXT-Verlust sequentiell über
jedem der Frequenzdatenpunkte berechnet.
In Schritt 104, genannt AUSWÄHLEN DER NEXT-ANTWORT,
DIE DAS NIEDRIGSTE POSITIVE NIVEAU AUFWEIST, wird die Paar-zu-Paar-NEXT-Verlustantwort,
welche die niedrigste positive Zahl für den ausgewählten Frequenzdatenpunkt
unter allen Paar-zu-Paar-NEXT-Verlustantworten, die gesammelt worden sind, aufweist,
welche konventionell die schlechteste NEXT-Leistung bildet, ausgewählt, die
Basis-NEXT-Verlustantwort für diesen gewählten Frequenzdatenpunkt darzustellen.
Zum Beispiel weist NEXTa die niedrigste positive Zahl für den ausgewählten
Frequenzdatenpunkt auf und bildet so die Basis-NEXT-Antwort für diesen ausgewählten
Frequenzdatenpunkt.
In Schritt 106, genannt AUSWÄHLEN EINER WEITEREN NEXT-ANTWORT,
wird eine Paar-zu-Paar-NEXT-Verlustantwort, gesammelt im Schritt 100, die
anders ist als die Basis-NEXT-Verlustantwort, ausgewählt. Jede der Paar-zu-Paar-NEXT-Antworten
wird wiederum derart ausgewählt, dass ihre Auswirkungen auf die Basis-NEXT-Verlustantwort
einberechnet werden können. So können die Auswirkungen von NEXTb,
und danach NEXT, dann einberechnet werden.
In Schritt 108, genannt ERMITTELN EINES LEISTUNGSSUMMENBEITRAGSWERTS
AUS DER NACHSCHLAGETABELLE, wird die Differenz zwischen der Basis-NEXT-Verlustantwort
NEXTa und der weiteren Paar-zu-Paar-NEXT-Verlustantwort NEXTb
verwendet, um einen Leistungssummen-Beitragswert &Dgr;1 aus der Nachschlagetabelle
54, entsprechend der folgenden Formel, zu ermitteln:
&Dgr;1 = ftable(NEXTa – NEXTb)
In Schritt 110, genannt SUBTRAHIEREN DES LEISTUNGSSUMMENBEITRAGSWERTS
VOM BASIS-NEXTWERT, wird der Leistungssummen-Beitragswert von der
Basis-NEXT-Verlustantwort subtrahiert. Die Schritte 106 bis 110
werden wiederholt, iterativ für jede zusätzliche Paar-zu-Paar-NEXT-Antwort,
um zum geschätzten Leistungssummen-NEXT-Verlust zu gelangen.
Geschätzter Leistungssummen-NEXT-Verlust = NEXTa – &Dgr;1
– &Dgr;2
Auf diese Weise kann der geschätzte Leistungssummen-NEXT-Verlust
für jeden der entsprechenden Frequenzdatenpunkte aus den gesammelten Paar-zu-Paar-NEXT-Verlustantworten
berechnet werden. In diesem Beispiel werden für das 4-paarige Kabel nur zwei
derartige Leistungssummen-Beitragswerte, &Dgr;1 und &Dgr;2,
von der Basis-NEXT-Verlustantwort subtrahiert.
In Schritt 112, genannt ERMITTELN DER GESCHÄTZTEN NEXT-ANTWORT
FÜR JEDEN FREQUENZDATENPUNKT, wird der geschätzte Leistungssummen-NEXT-Verlust
für jeden der relevanten Frequenzdatenpunkte berechnet. Die Schritte
102 bis 112 werden wiederholt, bis jeder der Frequenzdatenpunkte
berechnet ist.
In Schritt 114, benannt ERMITTELN DES GESCHÄTZTEN LEISTUNGSSUMMEN-NEXT-VERLUSTS,
ist der vollständige Leistungssummen-NEXT-Verlust, der den relevanten Frequenzbereich
abdeckt, berechnet, und liegt typischerweise in der Form einer frequenzdatenpunktindizierten
Datenfolge vor. Der geschätzte Leistungssummen-NEXT-Verlust kann dann in graphischer
oder numerischer Form dem Benutzer des Testinstruments 10 zur weiteren
Analyse zur Verfügung stehen.
5 ist ein vereinfachtes Blockdiagramm des Testinstruments
10 (gezeigt in 1), gemäß der bevorzugten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Der Anschluss 16 am nahen
Ende ist gekoppelt mit den Drahtpaaren 1-4, die in dem LAN-Kabelsystem
14 enthalten sind. Die Drahtpaare 1-4 sind ferner gekoppelt mit einer Schaltmatrix
200. Die Schaltmatrix 200 wählt ein Set von Drahtpaaren 1-4
aus, zum Messen durch selektives Koppeln eines der Drahtpaare 1-4 mit einem Ausgang
einer Signalquelle 202, sowie ferner durch wahlweises Koppeln eines weiteren
der Drahtpaare 1-4 mit einem Eingang eines Empfängers 204.
Der Empfänger 204 empfängt ein Antwortsignal als
Antwort auf ein Stimulussignal, das von der Signalquelle 202 erzeugt wird,
um eine Paar-zu-Paar-Übersprechverlustantwort für das Set von Drahtpaaren
zu erzeugen. Die Paar-zu-Paar-Übersprechverlustantwort wird normalerweise über
einer Serie von Frequenzdatenpunkten für den ausgewählten relevanten Frequenzbereich
gesammelt. Da sowohl die Signalquelle 202, als auch der Empfänger
204 sich am nahen Ende des LAN-Kabelsystems 14 befinden, ist das
Übersprechen von der Art des NEXT. Drei Paar-zu-Paar-NEXT-Verlust-Setantworten
werden gesammelt, als NEXT1, NEXT2 und NEXT3, entsprechend
den Sets von Drahtpaaren 1-2, 1-3, 1-4, zum Beispiel.
In der bevorzugten Ausführungsform umfasst die Signalquelle
202 einen Impulsgenerator 206, welcher eine Serie von Impulsen
als das Stimulussignal erzeugt. Der Empfänger 204umfasst einen Digitalisierer
208, welcher das Antwortsignal digitalisiert, um eine Zeitaufzeichnung
der Impulsantwort zu erzeugen. Die Zeitaufzeichnung der Impulsantwort wird einem
Prozessor 210 für eine schnelle Fourier-Transformation (FFT) bereitgestellt,
welcher die Paar-zu-Paar-NEXT-Verlustantworten NEXT1, NEXT2
und NEXT3 erzeugt, welche einem Mikroprozessor 212 bereitgestellt
werden, zum weiteren Verarbeiten, um den geschätzten Leistungssummen-NEXT-Verlust
zu erzeugen.
Die Nachschlagetabelle 54 wird in einem Speicher
214 gespeichert, welcher mit dem Mikroprozessor 212 gekoppelt
ist. Unter Verwendung der Werte der Nachschlagetabelle und der Paar-zu-Paar-NEXT-Verlustantworten,
die als NEXT1, Next2 und NEXT3 gesammelt sind,
erzeugt der Mikroprozessor 212 die geschätzte Übersprechverlustantwort,
wie oben ausführlicher erläutert.
6 ist ein vereinfachtes Blockdiagramm des Testinstruments
10 (gezeigt in 1), entsprechend einer alternativen
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, wobei die Signalquelle
202 und der Empfänger 204 unter Verwendung von analoger Wobbeltechnik
implementiert sind, und nicht von digitaler impulsbasierter Technik, wie gezeigt
für die bevorzugte Ausführungsform. Die Signalquelle 202 umfasst
eine Wobbelfrequenz-Quelle 216, welche das Stimulussignal in der Form einer
Sinuswelle an jedem der relevanten Frequenzdatenpunkte erzeugt. Der Empfänger
204 umfasst einen analogen Empfänger 218, welcher das Antwortsignal
empfängt und dessen Amplitude für jeden der relevanten Frequenzdatenpunkte
misst. Die Sammlung derartiger Messungen über jedem Set von Drahtpaaren bietet,
bei geeigneter Kalibrierung, die Paar-zu-Paar-NEXT-Verlustantworten, gesammelt als
NEXT1, NEXT2 und NEXT3.
Die Nachschlagetabelle 54 ist in dem Speicher 214
gespeichert, welcher mit dem Mikroprozessor 212 gekoppelt ist. Unter Verwendung
der Werte der Nachschlagetabelle und der Paar-zu-Paar-NEXT-Verlustantworten, gesammelt
als NEXT1, NEXT2 und NEXT3, erzeugt der Mikroprozessor
212 die geschätzte Übersprechverlustantwort, wie oben ausführlicher
erläutert.
Für den Durchschnittsfachmann wird es offensichtlich sein, dass
zahlreiche Änderungen an den Details der oben beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen
der Erfindung vorgenommen werden können, ohne den Schutzbereich der Erfindung,
wie er durch die beiliegenden Ansprüche definiert ist, zu verlassen. Zum Beispiel
braucht der Basis-NEXT-Verlust, angegeben mit NEXT1, wenngleich er die
effizienteste Verwendung der Werte der Nachschlagetabelle ergibt, nicht gefunden
zu werden. Stattdessen kann ein NEXT-Verlustwert willkürlich als der Basis-NEXT-Verlust
gewählt werden, und danach können Leistungssummen-Beitragswerte darauf
angewendet werden. Ferner können die obigen Gleichungen ohne weiteres erweitert
werden, um das geschätzte Leistungssummen-NEXT für Kabel zu berechnen,
welche größere Anzahlen von Drahtpaaren aufweisen, wie etwa das 25-paarige
Kabel. Die Nachschlagetabelle kann ohne weiteres modifiziert werden, um das Ausmaß
an Genauigkeit zu erreichen, das für das geschätzte Leistungssummen-NEXT
erforderlich ist. Daher ist der Schutzbereich der vorliegenden Erfindung durch die
folgenden Ansprüche zu bestimmen.
Anspruch[de]
Verfahren zum effizienten Berechnen von Leistungssummenübersprechverlust,
das Folgendes umfasst:
(a) Erlangen mehrerer Paar-zu-Paar-Übersprechverlustantworten,
(b) Auswählen einer der Paar-zu-Paar-Übersprechverlustantworten als Basis-NEXT-(Nahnebensprech-)
Antwort,
(c) Ermitteln von Leistungssummenbeitragswerten für jede der anderen Paar-zu-Paar-Übersprechverlustantworten
aus einer Nachschlagetabelle (54), wobei die Nachschlagetabelle Leistungssummenbeitragswerte
als Funktion der Differenz zwischen einer Basis-NEXT-Antwort und einer weiteren
Paar-zu-Paar-NEXT-Verlustantwort speichert, und
(d) Subtrahieren jedes der Leistungssummenbeitragswerte von der Basisübersprechantwort,
um eine geschätzte Leistungssummenübersprechantwort zu ermitteln.Verfahren zum effizienten Berechnen von Leistungssummenübersprechverlust
nach Anspruch 1, wobei jede der Paar-zu-Paar-Übersprechverlustantworten mehrere
Frequenzdatenpunkte umfasst.Verfahren zum effizienten Berechnen von Leistungssummenübersprechverlust
nach Anspruch 2, das ferner das Ermitteln der geschätzten Leistungssummenübersprechantwort
über jedem der mehreren Frequenzdatenpunkte umfasst.Verfahren zum effizienten Berechnen von Leistungssummenübersprechverlust
nach Anspruch 1, das ferner das Ermitteln jedes der Leistungssummenbeitragswerte
aus der Nachschlagetabelle (54) als Reaktion auf Differenzen zwischen dem
Basisübersprechverlust und jeder der Paar-zu-Paar-Übersprechverlustantworten
umfasst.Verfahren zum effizienten Berechnen von Leistungssummenübersprechverlust
nach Anspruch 1, wobei jede der Übersprechverlustantworten ferner eine der
Folgenden umfasst: eine Nahnebensprechverlustantwort, eine Fernnebensprechverlustantwort,
eine Fernnebensprechverlustantwort mehrerer Störer, eine Nahnebensprechverlustantwort
mehrerer Störer.Verfahren zum effizienten Berechnen von Leistungssummenübersprechverlust
nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei Schritt (b) das Auswählen
einer der Paar-zu-Paar-Übersprechverlustantworten mit der niedrigsten Übersprechleistung
unter den mehreren Paar-zu-Paar-Übersprechverlustantworten als die Basis-NEXT-Antwort
umfasst.Testinstrument zum effizienten Berechnen von Leistungssummenübersprechverlust,
das Folgendes umfasst:
(a) einen Nahanschluss (16) zum Anschließen an ein LAN-Kabelsystem
(14), wobei das LAN-Kabelsystem mehrere Gruppen von verdrillten Leitungspaaren
enthält,
(b) eine Signalquelle (202), die zum Erzeugen eines Stimulus-Signals an
jedes Paar einer ausgewählten Gruppe von verdrillten Leitungspaaren an den
Nahanschluss (16) angeschlossen ist,
(c) einen Empfänger (204) zum Empfangen eines Antwortsignals von einem
anderen Paar der ausgewählten Gruppe von verdrillten Leitungspaaren, um mehrere
Paar-zu-Paar-Übersprechverlustantworten zu erhalten, (d) einen Speicher (214), der eine Nachschlagetabelle
(54) von Leistungssummenbeitragswerten enthält,
wobei die Nachschlagetabelle (54) Leistungssummenbeitragswerte in Abhängigkeit
von der Differenz zwischen einer Basis-NEXT-(Nahnebensprech-)Antwort und einer weiteren
Paar-zu-Paar-NEXT-(Nahnebensprech-)Verlustantwort gespeichert hat, und
(e) einen Mikroprozessor (212), der an den Empfänger (204)
und an den Speicher (214) angeschlossen ist, wobei der Mikroprozessor dafür
eingerichtet ist, mit Hilfe mindestens einer der Paar-zu-Paar-Übersprechverlustantworten
und mindestens eines der Leistungssummenbeitragswerte aus der Nachschlagetabelle
als Reaktion auf eine andere der Paar-zu-Paar-Übersprechverlustantworten eine
geschätzte Leistungssummenübersprechantwort zu berechnen, unter Verwendung
eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche.Testinstrument zum effizienten Berechnen von Leistungssummenübersprechverlust
nach Anspruch 7, wobei die Signalquelle (202) ferner einen Impulsgenerator
(206) umfasst und der Empfänger (204) ferner einen Digitalisierer
(208) und einen FFT-Prozessor (210) umfasst.Testinstrument zum effizienten Berechnen von Leistungssummenübersprechverlust
nach Anspruch 7, wobei die Signalquelle (202) ferner eine Frequenzgangquelle
(216) umfasst und der Empfänger (204) ferner einen analogen
Empfänger (218) umfasst.