Diese Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen bei der Wandlung von
Wärme zu elektrischer Energie, insbesondere auf die Verwendung gestapelter
Schichten aus dünnen pyroelektrischen Folien mit einem Mittel, das abwechselnd
heißes und kaltes Fluid zu den Folien bringt. Eine neuartige Spannungsregler-Slavevorrichtung
für einen magnetischen Näherungsschalter, der an einem rotierenden Durchflussregler
montiert ist, sorgt für eine Synchronisation der zyklischen thermischen und
elektrischen Beaufschlagung des pyroelektrischen Wandlers.
Stand der Technik
Der Einsatz von Kondensatoren mit temperaturabhängigen Dielektrika
in pyroelektrischen Systemen wird in den US-Patenten 4,220,906, erteilt am 2. September
1980 an Drummond, und 4,441,067, erteilt am 3. April 1984 an O'Hara, gelehrt. Beide
Patente zeigen die Geeignetheit solcher Systeme für den Betrieb mit Abwärme
aus Industrieanlagen auf, z.B. aus Zellstoff- und Papierfabriken, Stahlwerken, petrochemischen
Anlagen, Glasherstellungsanlagen und Elektrizitätswerken.
Wird die thermische Effizienz dadurch erhöht, dass mehr Wärme
aus der Abwärme herausgezogen wird, steigen die Kosten für das Installieren
von Extragerät zur zusätzlichen Wärmenutzung leider häufig ins
Unerschwingliche. Darüber hinaus entstehen technische Schwierigkeiten, wenn
eine große Menge Wärme aus einem Prozess herausgezogen wird; bei Planung
eines Systems zur hocheffizienten Rückgewinnung von Wärme aus Abgasen
werden die Kondensation saurer Flüssigkeiten und die anschließende Korrosion
von Gerät zu einem ernsthaften technischen Hindernis im Hinblick auf die Implementierung
von Modellen zur Abwärmenutzung. Ferner ist bei niedriger Temperatur der Wärmequelle
die für weitere nutzbringende Arbeit verfügbare Wärme begrenzt, und
zwar durch die Effizienz des Carnot-Zyklus.
Eine pyroelektrische Folie kann als temperaturabhängiger Kondensator
funktionieren; wenn Wärme beaufschlagt wird und seine Temperatur steigt, sinkt
die Kapazität des Kondensators (d.h. seine Fähigkeit zur Speicherung von
Ladung). Bei Erhöhung der Folientemperatur kann die Ladung nicht länger
auf den Oberflächen der Folie verbleiben und ist gezwungen, diese unter Abgabe
elektrischer Energie zu verlassen. Auf diese Weise wird die eingespeiste Wärme
zu elektrischer Ladung gewandelt.
Die vorliegende Erfindung nutzt einen pyroelektrischen Wandlungszyklus,
der behandelt wird in Olsen, R. B., Brisco, J. M., Bruno, D. A. und Butler, W. F.:
„A pyroelectric energy converter which employs regeneration", Ferroelectrics,
Band 38, S. 975–978 (1981) und in Olsen, R. B., Bruno, D. A. und Brisco,
J. M.: „Pyroelectric conversion cycle of vinylidene fluoride-trifluoroethylene
copolymer", J. Appl. Phys. 57(11), S. 5036 – 5042 (1985).
Die US-Patente 4,425,540 und 4,647,836, beide erteilt an Olsen, und
zwar jeweils am 10. Januar 1987 und am 3. März 1987, offenbaren eben jenen
Energiezyklus, der zur direkten Wandlung von Abwärme zu Elektrizität eingesetzt
werden kann und nachstehend als Olsen-Zyklus bezeichnet wird. Die thermische Reaktion
pyroelektrischer Folien wird mit extern geregelter Vorspannung synchronisiert, um
Wärmeenergie zu elektrischer Energie zu wandeln. Dieser Olsen-Zyklus ist parallel
zu einer Wärmekraftvorrichtung geschaltet.
Ferroelektrische Materialien, wie z.B. PZST (gesinterte Keramik aus
Bleizirkonat, Bleititanat und Bleistannat) und P(VDF-TrFE) (Copolymere aus Vinylidenfluorid-Trifluorethylen),
sind für die pyroelektrische Wandlung geeignet (US-Patent Nr. 4,620,262, Oktober
1986). Viele Monomere enthalten polare Gruppen. Zur Gewinnung nützlicher piezoelektrischer
und auch pyroelektrischer Polymere sollten deren Bestandteile nicht so sperrig sein,
dass sie die Kristallisierung der Makromoleküle verhindern oder diesen (z.B.
helikale) Formen aufzwingen, aus denen eine extensive interne Kompensation der Polarisierung
resultiert. Das Fluoratom ist sehr klein, sein Van-der-Waals-Radius (1,35 Å)
ist nur geringfügig größer als jener des Wasserstoffs (1,2 Å),
und es bildet hochpolare Bindungen mit Kohlenstoff, und zwar mit einem Dipolmoment
von 6,4 × 10–30 Coulomb-Meter (= 1,92 Debye). Gängige
daraus hervorgehende Polyfluorkohlenstoffe sind Polyvinylidenfluorid (PVF2),
Polyvinylfluorid (PVF) und Polytrifluorethylen (PF3D). Zu weiteren polaren
Gruppen, aus denen nützliche piezoelektrische und pyroelektrische Polymere
hervorgehen könnten, gehören die C-C1-Bindung mit 2,1 Debye, die C-CN-Bindung
mit 3,86 Debye und C=C- -H-N, das eine hochpolare Wasserstoffbindung mit 3,59 Debye
enthält. Wenn PVF2 abgekühlt wird, bildet es eine Anzahl kristallisierter
Phasen. Allerdings nehmen die Fluoratome ohne einen Polarisierungsprozess größtenteils
trans- und gauche-Positionen ein, so dass die Gesamtpolarität
neutral bleibt. Die nützlichste Phase ist als &bgr;-Phase in PVF2
bekannt und lässt sich verstärken, indem ein externes elektrisches Feld
an eine gedehnte PVF2-Folie gelegt wird.
Copolymere aus Vinylidenfluorid und Trifluorethylen P(VF2-TrFE),
die gewöhnlich 20 bis 30-Mol% TrFE enthalten, besitzen eine besonders nützliche
Eigenschaft. Wenn sie von ihren Schmelztemperaturen auf Raumtemperatur abgekühlt
werden, bilden sie ohne Dehnung der Polymere eine &bgr;-artige Phase. Der Grund
dafür ist, dass Trifluorethylen (CF2-CHF)n einen größeren
Anteil der verhältnismäßig sperrigen Fluoratome enthält als
PVF2, deren Molekülketten die tg+tg–
-Konformation nicht aufnehmen können und deshalb gezwungen sind, direkt mit
der stärker ausgedehnten all-trans-Konformation zu kristallisieren. Außerdem
scheint das TrFE in der P(VF2-TrFE)-Kette die „trans"-Form zu
einem Grad zu stabilisieren, der gerade geeignet ist für die konformationelle
Veränderung bei Aussetzung gegenüber einem umgekehrten externen Feld.
P(TrFE-VF2)-Copolymere mit 12,5 bis 85 Mol-% VF2
weisen immer das &bgr;-Phasen-Kristall auf (trans- oder trans-ähnliche Konformation)
und gehen durch beliebige Wärmebehandlungen nicht in die nichtpolare &agr;-Phase
über. Insbesondere jene Copolymere mit einem VF2-Anteil zwischen
65 und 80 Mol-% kristallisieren spontan zur (ferroelektrischen) all-trans-&bgr;-Struktur
mit einem hohen Grand an Kristallinität, ohne dass gezogen werden muss. Sie
durchlaufen einen feroelektrischen Phasenübergang bei einer Curie-Temperatur
von 60°C bis 140°C mit zunehmendem VF2-Gehalt.
Die wichtigsten Verfahrensparameter, welche die Energieabgabe einer
pyroelektrischen Folie bestimmen, sind die volumetrische Resistivität des pyroelektrischen
Materials, die Temperaturabhängigkeit des pyroelektrischen Koeffizienten einer
gegebenen Folie, die Spanne der Temperaturzyklierung (die Spanne zwischen hohen
und niedrigen Folientemperaturen), die Breite der Betriebsspannungen (der Unterschied
zwischen Vhigh und Vlow) und die Frequenz des Olsen-Zyklus.
US-Patent 4,647,836 zeigt auf, dass die Effizienz des Gesamtsystems
der pyroelektrischen Wandlung mit dem Einsatz einer Wärmeregenerationstechnik
zunimmt; siehe auch Olsen, R. B. und Brown, D. D.: „High efficiency direct
conversion of heat to electrical energy-related pyroelectric measurements", Ferroelectrics,
Band 40, S. 17–27 (1982). Einer der wichtigen Parameter, der die Effizienz
des Gesamtsystems beeinflusst, ist die Regeneration verwendbarer Wärme. Es
ist von entscheidender Bedeutung, so viel Wärme wie möglich zu Elektrizität
zu wandeln, bevor die Wärme bis zu einem nicht mehr nutzbaren Zustand abnimmt.
Dies wird durch Wärmeregeneration ermöglicht. Wenn pyroelektrische Folien
Wärme von einem Wärmefluid mit einer höheren Temperatur erhalten,
steigt ihre Temperatur an. Auf diese Weise werden sie selbst zu einer Wärmequelle
in Bezug auf Fluid mit einer niedrigeren Temperatur. Wenn sich diese Abfolge wiederholt,
kann eine gegebene Menge Wärme viele Male via die Anordnungen pyroelektrischer
Folien zwischen der Wärmequellentemperatur und der Kühlkörpertemperatur
hin- und hergeführt werden, bevor die Wärme schließlich abnimmt und
das Hin- und Herführen der Wärme unmöglich wird. Frühere Entwürfe
waren sowohl sperrig als auch für schnelle zyklische thermische Beaufschlagung
ungeeignet, und zwar aufgrund der reziproken Bewegung der Wärmeübertragungsfluide
in Wärmeübertragern, in denen pyroelektrische Folien untergebracht sind.
Offenbarung der Erfindung
Die vorliegende Erfindung bietet eine Vorrichtung zum Wandeln von
Wärme zu elektrischer Energie, wie in Anspruch 1 definiert. Darüber hinaus
sind bevorzugte Merkmale der erfinderischen Vorrichtung in den Ansprüchen 2
bis 8 genau festgelegt. Ferner stellt die Erfindung ein Verfahren zum Wandeln von
Wärme zu elektrischer Energie zur Verfügung, wie in Anspruch 9 definiert.
Durch die Erfindung werden die Probleme mit früheren sperrigen Entwürfen
überwunden.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
1 zeigt Hystereseschleifen für pyroelektrisches
Material bei zwei verschiedenen Temperaturen;
2 stellt die Zeit dar, die ein Copolymer zur thermischen
Reaktion auf einen Temperaturveränderungsschritt benötigt;
3 und 4 veranschaulichen
die Struktur des pyroelektrischen Generators dieser Erfindung;
5 erläutert einen Durchflussregler, der sich in
Verbindung mit der Vorrichtung aus 3 und
4 als nützlich erweist;
die 6 bis 9
veranschaulichen die Funktionsweise des pyroelektrischen Generators, die auf die
Herstellung des Synchronismus zwischen dem thermischen und dem elektrischen Zyklus
zielt; und
die 10 bis 15 zeigen
die Abfolge der Schritte zur Spannungsregelung, die für den Betrieb des pyroelektrischen
Generators notwendig sind.
Bester Weg zur Ausführung der Erfindung
1 erläutert, auf welche Weise sich die Leistungsabgabe
aus dem Olsen-Zyklus erzielen lässt. Kurve 11 stellt das Verhältnis
von Ladung zu Spannung bei hohen Temperaturen (TH) dar, wohingegen Kurve
12 das Verhältnis von Ladung zu Spannung bei niedrigen Temperaturen
(TL) zeigt. Die unterschiedlichen Kurven veranschaulichen Veränderungen
wichtiger Prozessparameter im Verlauf des Zyklus. Die Zahlen (1) bis (4) entsprechen
den vier Schritten der pyroelektrischen Energieerzeugung.
Der schattierte Bereich I repräsentiert jene Energie, die zum
Wiederaufladen der Folie bei niedriger Spannung während der Kühlschritte
(3) des Zyklus benötigt wird. Während die Folie bei niedriger Spannung
abkühlt, nimmt die Ladung auf ihren Oberflächen infolge der intrinsischen
Eigenschaften des Materials zu. Außerdem wird die Wiederaufladung durch das
Erhöhen der Spannung (Schritt (4)) erreicht. Der Energiebedarf für diesen
letzten Schritt ist durch den schattierten Bereich II veranschaulicht. Bei richtiger
Durchführung des Zyklus stellt die mittels Bereich III angegebene elektrische
Energie die Nettoentladung durch die Folie dar.
Die Erfindung nutzt eine Anordnung gestapelter pyroelektrischer Folien.
Dadurch wird Vorteil aus der schnellen Wärmeübertragung gestapelter ultradünner
Folien gezogen, um die Vorrichtung kompakt zu gestalten. Eine komplette Anordnung
eignet sich, um eine schnelle thermische Reaktion und eine hohe elektrische Leistung
aus einem gegebenen Wärmeübertragungsbereich in einem gegebenen Zeitraum
zu erzielen.
2 zeigt die thermische Reaktion bezüglich des
Copolymers aus P(VDF-TrFE), wenn eine Folie von beiden ihrer Oberflächenseiten
aus einem Schritt der Temperaturveränderung ausgesetzt wird. Diese Figur veranschaulicht
ein Verhältnis zwischen der Dicke der gestapelten Folien und der Zeit, die
benötigt wird, um 95% der Gleichgewichtstemperatur in der Mitte des Folienstapels
zu erreichen. Falls sich die Gesamtdicke der gestapelten Folien beispielsweise auf
250 Mikron beläuft, dauert es lediglich 0,4 Sek. (400 mSek.), bis die Temperatur
in der Mitte 95% der Endtemperatur erreicht. Wenn die Gesamtdicke der Folie unter
370 Mikron gehalten wird, kann eine Reaktionszeit von unter 1 Sek. erzielt werden.
Wird von einer 25 Mikron dicken Folie ausgegangen, lassen sich beinahe 15 Folien
stapeln, ohne dass die schnelle thermische Reaktion verlorengeht.
Es wurde herausgefunden, dass eine Wandlungseffizienz, die jene aus
früheren theoretischen Analysen um mehrere Größenordnungen übertrifft,
möglich ist, wenn externe Spannung eingesetzt wird, um das Laden pyroelektrischer
Folien bei niedriger Temperatur und niedriger Spannung sowie deren Entladen bei
hoher Temperatur und hoher Spannung zu steuern. Zusätzlich wird ein Wärme-„Regenerations"-Verfahren
angewandt, um die Wirksamkeit der Wärmenutzung zu steigern. Gemäß
diesem Verfahren wird im ersten pyroelektrischen Element zurückgeworfene Wärme
benutzt, um das zweite pyroelektrische Element und nachfolgende Elemente in kaskadierender
Weise zu erhitzen. Wenn beispielsweise die Wärmequelle bei 70°C und der
Kühlkörper bei 30°C liegt und zwischen diesen beiden Temperaturen
bei den eingefügten pyroelektrischen Elementen Veränderungen um 10°C
bewirkt werden, also von 70 auf 60, von 60 auf 50, von 50 auf 40 und von 40 auf
30°C, steigt die Temperatur des Kühlwassers (des Kühlkörpers)
entsprechend von 30°C auf 40°C, von 40°C auf 50°C und von 50°C
auf 60°C. Obwohl die pyroelektrischen Elemente eine Gesamttemperaturveränderung
von 70°C auf 40°C erfahren, entspricht der Gesamtwärmeabfall nur
einer Verringerung von 70°C auf 60°C, da die Temperatur des letzten herausfließenden
Kühlwassers 60°C erreicht und eine geringfügig verschlechterte Wärmequelle
ersetzen kann.
Diese besonderen Strukturen der Erfindung besitzen den Vorteil, dass
sie das Wärmeübertragungsfluid zu den pyroelektrischen Folien bringen,
ohne die Richtung von heißem und kaltem Fluid umzukehren. Das System dieser
Erfindung macht sich den abwechselnden Fluss von heißem und kaltem Wasser über
die Stapel aus pyroelektrischen Folien zunutze. Während das heiße Wasser
über die Oberfläche eines Stapels aus pyroelektrischen Folien fließt,
steigt die Folientemperatur an. Anschließend kühlt das kalte Wasser, wenn
das heiße Wasser abgestellt und das System auf kaltes Wasser umgestellt ist,
die Folien und nimmt gleichzeitig Wärme aus den Folien auf. Bei Wiederholung
dieser Abfolge fungieren pyroelektrische Folien als Medium zum Hin- und Herfuhren
von Wärme, indem sie Wärme zwischen Strömen von heißem und kaltem
Wasser aufnehmen und abgeben.
Die erfindungsgemäßen Folien können Rückseite
an Rückseite gestapelt werden, wobei die Notwendigkeit einer elektrischen Isolierung
zwischen den Folien entfällt. Überdies ermöglicht das Stapeln einer
geraden Anzahl pyroelektrischer Folien Rückseite an Rückseite, dass die
Spannung an den nach außen gewandten Oberflächen der pyroelektrischen
Folien niedrig ist.
3 veranschaulicht die Struktur eines ortsfesten Plattengenerators
dieser Erfindung. Durchgezogene Linien zeigen den Zustand „Durchfluss" an
und gepunktete Linien den Zustand „Kein Durchfluss". Wie aus dieser Figur
ersichtlich, besteht jede Stufe aus einer ersten Gruppe 31 in der linken
Kolonne und einer zweiten Gruppe 32 in der rechten Kolonne. Zusätzlich
setzt sich jede Gruppe (jede Kolonne) aus vielen Plattengeneratoreinheiten zusammen,
die ausgehend vom oberen Teil der Kolonne als erste, zweite, dritte Einheit, etc.
nummeriert sind. In einem vollständigen System nimmt mit wachsender Stufenzahl
die Anzahl der Plattengeneratoreinheiten bis hin zur letzten Stufe ab, die nur eine
verbleibende Generatoreinheit umfasst.
Beim ortsfesten Betriebsmodus verteilt sich der Betrieb des Systems
auf zwei Zeitraumhälften. In der ersten Zeitraumhälfte wird die erste
Einheit 31 der Gruppe aus Stufe 1 mit der richtigen Menge an heißem
Wasser gefüllt. Warmes Wasser, das sich zuvor in dieser Einheit befand, wird
zur ersten Einheit 32 der zweiten Gruppe aus Stufe 1 hinübergedrückt.
Das weniger warme Fluid, das in dieser Einheit war, wird weiter hinunter zur zweiten
Einheit 33 der ersten Gruppe in Stufe 1 geschoben.
Dieser Ablauf wiederholt sich, bis das kalte Wasser in der letzten
Einheit der ersten Gruppe in Stufe 1 hinüber zu Stufe 2 als Kühlkörper
gedrängt wird. Dies ist möglich, da ausgehend von der ersten Einheit an
der Spitze der ersten Gruppe (Kolonne) eine Temperaturverteilung bis hin zur letzten
Einheit am Ende der ersten Gruppe besteht. Das heiße Wasser, das in Stufe 1
einfließt, verlässt diese als kaltes Wasser und ist daraufhin in Stufe
2 als Kühlkörperfluid von Nutzen. Darüber hinaus sollte beachtet
werden, dass sich Stufe 2 in einem Kaltwasserzyklus befindet, wenn Stufe 1 in einem
Heißwasserzyklus ist.
4 veranschaulicht die zweite Zeitraumhälfte. Nach
der ersten Zeitraumhälfte sind die Temperaturen in allen Einheiten in Stufe
1 um die Hälfte der Spanne einer entwickelten Temperaturzyklierung angestiegen.
In der zweiten Zeitraumhälfte wird der Fluss zu Stufe 1 auf Kaltwasserfluss
umgeschaltet. Dieses Umschalten beendet den gesamten Abwärtsfluss einer Kühlkörperflüssigkeit
und kehrt den Fluss um, wobei die Kühlkörperflüssigkeit nach oben
fließt. Bei dieser Gestaltung bleibt die Flussrichtung in einer gegebenen Einheit
die gleiche, obwohl die Wärmequelle und der Kühlkörper einander abwechseln.
Auf diese Weise wird das Fluid im Innern der Einheit durch einströmendes Fluid
verlagert.
Bei Kombination zweier Zeitraumhälften besteht ein Merkmal der
Systemgestaltung darin, dass es in allen Einheiten zu einem gleichzeitigen Zyklieren
der Temperatur kommt, obwohl weder der eine noch der andere Fluss vollständig
von der Spitze der Gruppe zum Ende der Gruppe gelangt. Dies ist der Fall, weil die
Anordnungen aus pyroelektrischen Folien als eine Art Shuttle zwischen Kühlkörper
und Kühlquelle fungieren, ohne ihre Position physisch zu verändern.
In einer bevorzugten Ausführungsform können zwei dieser
Systeme eingesetzt werden, so dass zu keiner Zeit eine Unterbrechung des Heiß-
und Kaltwasserflusses auftritt; dies ist von Vorteil bei Vorbeugung eines Energieverlusts
durch eine momentane Veränderung der An/Aus-Zyklen. Bei den in 3
und 4 gezeigten Generatoreinheiten muss es sich nicht
um physisch unabhängige Einheiten handeln; sie können separate Folienanordnungen
sein, die in ausreichendem Maß von benachbarten Folienanordnungen zu trennen
sind, was die Aufnahme des Wärmeübertragungsfluids und entsprechende separate
elektrische Verbindungen betrifft.
Das Umschalten und die Synchronisation des Flusses werden durch einen
in 5 dargestellten Synchronisationsschalter
51 (bzw. eine Hochgeschwindigkeits-Wasserfluss-Regeleinrichtung) geregelt,
der aus einem Rohr 52 konstruiert ist, mit welchem drei Leitungen verbunden
sind. Ein solider Halbzylinder 53 rotiert in dem Rohr, wobei er Auslass
54 und 55 abwechselnd blockiert. In der ersten Zeitraumhälfte
fließt das Wasser aus Auslass 54 heraus, und in der zweiten Zeitraumhälfte
fließt das Wasser aus Auslass 55 heraus. Ein magnetischer Näherungsschalter
ist an der rotierenden Welle angebracht und sendet elektrische Signale, um den Betrieb
elektrischer Schaltungen für den Olsen-Zyklus zu synchronisieren.
Die Funktionsweise des pyroelektrischen Generators lässt sich
in vier Schritte gliedern, welche dem Olsen-Zyklus entsprechen, was in den
6 bis 9 veranschaulicht
ist. Während der ersten Hälfte des Leistungserzeugungszyklus fließt
heißes Wasser in den pyroelektrischen Wandler 63 vom Plattentyp. Thermische
Energie aus dem heißen Wasser, das über die Folien fließt, wird absorbiert
und zu elektrischer Energie gewandelt. Die elektrische Energie
entlädt sich mit hoher Spannung durch eine ohmsche Last zwecks Durchführung
nützlicher Arbeit. Dieser Schritt entspricht A-B aus 6.
Ein magnetischer Näherungsschalter 61 wird zusammen mit einem Spannungsregler
62 verwendet, um zu gewährleisten, dass die zyklische thermische und
elektrische Beaufschlagung der Folien synchronisiert werden.
Sobald die Temperatur der Folien in ausreichendem Maß zugenommen
hat, wird die durch sie gelegte Spannung gesenkt und den heißen Folien die
Möglichkeit gegeben, sich weiter zu entladen. Dieser Schritt entspricht B-C
aus 7.
Im Verlauf der zweiten Hälfte des Wandlungszyklus fließt
kaltes Wasser in den Wandler. Jene Folien, die während der ersten Hälfte
des Zyklus erhitzt wurden, werden repolarisiert, während sie bei niedriger
Spannung abgekühlt werden. Dieser Schritt entspricht C-D aus 8.
Daraufhin wird die Spannung der kalten Folien in Vorbereitung auf
den nächsten Zyklus erhöht. Dieser Schritt entspricht D-A aus
9.
Wie zuvor dargelegt, wird eine externe Regelspannung zur Durchführung
des Olsen-Zyklus benötigt. Allerdings ist bei richtiger Durchführung des
Olsen-Zyklus die von den Folien abgegebene elektrische Energie stets größer
als die eingespeiste elektrische Energie. Um die passende zyklische thermische und
elektrische Beaufschlagung der pyroelektrischen Folien zu erhalten, ist der Spannungsregler
62 für den effizienten und sicheren Betrieb eines pyroelektrischen
Wandlers notwendig.
Es erfolgt die Beschreibung eines Verfahrens zur Steuerung der zyklischen
elektrischen Beaufschlagung zweier Foliengruppen, die eine Zeitraumhälfte lang
unsynchronisiert unter Verwendung einer Quelle variabler hoher Spannung und einer
Quelle konstanter niedriger Spannung in Zyklen thermisch beaufschlagt werden. Das
unsynchronisierte zyklische Beaufschlagen zweier Foliengruppen während einer
Zeitraumhälfte ermöglicht eine regelmäßigere Abgabe elektrischer
Energie. Die Schritte 1 bis 4 erläutern die erste Zyklushälfte, und die
Schritte 5 bis 8 beschreiben die zweite Zyklushälfte. Nun wird auf die
10-13 Bezug genommen.
Schritt 1: Erhitzen und Abkühlen der Folien (Fig. 10)
Die erste Foliengruppe entlädt sich von Elektrizität, während
sie unter extern angelegter hoher Spannung erhitzt wird. Diese Elektrizität
leistet nützliche Arbeit, da sie bei hoher Spannung eine ohmsche Last
103 speist. Die zweite Foliengruppe wird erneut aufgeladen, während
sie abgekühlt wird. Die Aufladeenergie wird von der Quelle konstanter niedriger
Spannung zugeleitet. Verbindungen werden so angelegt, dass die Aufladeenergie nicht
durch die ohmsche Last 103 dissipiert wird, wobei natürlich jene des
inneren Widerstands der Quelle ausgenommen ist. Dieser Schritt, der beinahe den
halben Zyklus lang dauert, geht langsam vonstatten, weil er bei einer Veränderung
der Folientemperatur abläuft.
Schritt 2: Spannungssenkung (Fig. 11)
Nachdem die erste Foliengruppe genügend Zeit zum Aufwärmen
hatte, löst ein magnetischer Näherungsschalter den Spannungsregler aus,
der seinerseits der Quelle 101 variabler hoher Spannung das Signal gibt,
ihre Spannung zu senken, was der ersten Foliengruppe ermöglicht, sich weiter
zu entladen. Dieser Schritt lässt sich sehr rasch durchführen, und die
Temperatur der Folien verändert sich während der Spannungssenkung nicht
erheblich. Mit der zweiten Foliengruppe geschieht nichts.
Schritt 3: Umschalten bei niedriger Spannung
Das Umschalten erfolgt bei niedriger Spannung, um Funkenbildung zu
vermeiden und den sicheren Betrieb des Wandlers zu gewährleisten. Um besser
verständlich zu machen, in welcher Weise das Umschalten vorgenommen wird, werden
nachstehend Unterschritte und zusätzliche Diagramme erläutert. Dieser
elektronische Schritt kann sehr schnell ausgeführt werden, und der thermische
Zyklus hat keine Möglichkeit voranzuschreiten, was in den Figuren durch den
Punkt auf den Schaubildern zur Gegenüberstellung von Ladung und Spannung und
durch die stillstehende Uhr dargestellt ist.
Schritt 3-A: Spannungsmessungen (Fig. 12)
Bevor das Umschalten stattfindet, ist es wichtig zu überprüfen,
dass die Spannung der Quelle 101 hoher Spannung die Zeit
hatte zu sinken. Der Verstärker variabler hoher Spannung muss das Überwachen
der Spannungsausgabe ermöglichen. Wenn die überwachte Spannung innerhalb
98% der konstanten niedrigen Spannung liegt, wird das Umschalten als sicher eingestuft.
Bevor das Umschalten erfolgt, ist die Position der Relais zu beachten.
Schritt 3-B: Offene Relais (Fig. 13)
Sobald die Spannung auf einen sicheren Pegel gesunken ist, besteht
die Möglichkeit, das Umschalten an den beiden Foliengruppen vorzunehmen. Für
diesen Verwendungszweck erweisen sich Quecksilber-Reed-Relais als nützlich.
Es ist wichtig, alle der Relais zu öffnen und lange genug zu warten, um zu
gewährleisten, dass sie die Zeit hatten, sich vollständig zu öffnen,
und dass das Quecksilber aufgehört hat zu schwappen. Typischerweise benötigen
diese Relais annähernd 2 bis 3 mSek., um zur Ruhe zu kommen.
Schritt 3-C: Schließen einiger Relais (Fig. 14)
Nachdem gewartet wurde, bis sich alle Relais geöffnet haben,
ist es nun möglich, das tatsächliche Umschalten sicher durchzuführen.
Das Umschalten erfolgt dadurch, dass einige der Relais geschlossen werden, wohingegen
die anderen geöffnet bleiben. Vorgenommen wird das Umschalten bei niedriger
Spannung, um elektrische Funkenbildung zu vermeiden und so eine lange Lebensdauer
der Relais zu gewährleisten. Eine Verzögerung von annähernd 10 mSek.
im Anschluss an das Umschalten ermöglicht den Relais, vor dem nächsten
Schritt zur Ruhe zu kommen.
Schritt 4: Spannungserhöhung (Fig. 15)
Sobald die Verbindungen zu den Foliengruppen umgeschaltet worden sind,
wird die Spannung an der zweiten Foliengruppe auf eine hohe Spannung gesteigert.
Nun ist die zweite Foliengruppe vollständig geladen und zur Erzeugung von Elektrizität
bereit.
Die erste Hälfte des Zyklus ist jetzt abgeschlossen. Die nächsten
vier Schritte, welche die zweite Hälfte des Zyklus beschreiben, unterscheiden
sich von den zuvor erläuterten Schritten nur dadurch, dass die erste Foliengruppe
nun abgekühlt wird, wohingegen sie während der ersten Hälfte des
Zeitraums erhitzt wurde; demgegenüber wird die zweite Foliengruppe erhitzt
anstatt abgekühlt.
Schritt 5: Abkühlen und Erhitzen von Folien
Die erste Foliengruppe wird nun wieder aufgeladen, während sie
unter niedriger externer Spannung abgekühlt wird. Die zweite Foliengruppe entlädt
sich von elektrischer Energie unter ohmscher Last, während sie erhitzt wird.
Dieser Schritt ist mit Schritt 1 identisch, außer dass jetzt die erste Foliengruppe
abgekühlt wird, wohingegen sie in Schritt 1 erhitzt wurde, und dass die zweite
Foliengruppe nun erhitzt anstatt abgekühlt wird. Erneut ist beinahe die Hälfte
des Zeitraums für diesen Schritt erforderlich, da die Temperatur der Folien
verändert werden muss.
Schritt 6: Spannungssenkung
Sobald sich die Temperatur der Folien verändert hat, wird die
extern an die erhitzten Folien gelegte Spannung gesenkt, um eine weitere Entladung
zu ermöglichen. Dieser Schritt geht sehr schnell vonstatten und ähnelt
Schritt 2.
Schritt 7: Umschalten bei niedriger SpannungSchritt 7-A: Spannungsmessungen
Wenn die Quelle hoher Spannung auf 98% der Spannung der konstanten
niedrigen Spannung zurückgegangen ist, ermöglicht die Schaltung, dass
das Umschalten stattfindet.
Schritt 7-B: Öffnen der Relais
In diesem Schritt werden alle der Schalter geöffnet, und eine
Verzögerung wird zugelassen, um sicherzustellen, dass alle der Relais die Zeit
hatten, sich zu öffnen, und dass das Quecksilber vollständig aufgehört
hat zu schwappen.
Schritt 7-C: Schließen einiger Relais
Das Umschalten erfolgt durch Schließen der entsprechenden Relais.
Schritt 8: Spannungserhöhung
Die erste Foliengruppe wird vollständig wieder aufgeladen, indem
die extern angelegte Spannung auf Vhigh erhöht wird. Jetzt ist der
pyroelektrische Zyklus abgeschlossen und kann wiederholt werden.
Um Leitungsverluste zu verringern, müssen der Zyklierzeitraum
so weit wie möglich verkürzt und pyroelektrische Copolymere mit hohem
spezifischen Widerstand ausgewählt werden. Ein geringer Grad an Temperaturzyklierung
resultiert in erheblichen Leitungsverlusten. Der Grund dafür ist, dass die
elektrischen Leitungsverluste für einen gegebenen Zykluszeitraum und eine gewählte
Spannung konstant sind, aber die Abgabe der Folie an elektrischer Energie in direktem
Verhältnis zur Spanne der Temperaturzyklierung steht. Folglich erreichen elektrische
Leitungsverluste einen großen Prozentanteil der Abgabe elektrischer Energie,
wenn die Spanne der Temperaturzyklierung gering ausfällt. Wird die Spanne der
Temperaturzyklierung der Folie verringert, werden die Leitungsverluste schließlich
größer als die Abgabe elektrischer Energie in Abhängigkeit von verschiedenen
Parametern, wie z.B. Spannung, Zyklierzeitraum, Material, etc.
Elektrische Verluste lassen sich durch Erhöhen des spezifischen
Widerstands des Materials reduzieren. Dies ist möglich, indem der VDF-Gehalt
in P(VDF-TrFE) gesteigert wird. Beispielsweise besitzt P(VDF-TrFE)-73/27 einen spezifischen
Widerstand, der größer ist als jener von 52/48. Somit sind für einen
gegebenen Zykluszeitraum und eine gegebene Temperaturzyklierung die elektrischen
Verluste von P(VDF-TrFE)-73/27 geringer als jene von 52/48. Dies gilt, obgleich
die Abgabe elektrischer Energie von 73/27 ungefähr 40% geringer ist als jene
von 52/48 (d.h. der pyroelektrische Nullfeld-Koeffizient von 73/27 ist um 40% geringer
als jener von 52/48). Es ist zu beachten, dass der spezifische Widerstand in hohem
Maße temperaturabhängig ist und dass der Curie-Punkt von 73/27 bei etwa
125°C liegt, also viel höher als bei 52/48, wo er sich bei ungefähr
65°C befindet. Bei gleicher Temperatur ist der spezifische Widerstand von P(VDF-TrFE)-73/27
sehr viel höher (bei 60°C etwa sechzigmal) als von 52/48.
Typische Konfigurationen für pyroelektrische Wandler sind nachstehend
in Tabelle 1 aufgeführt:
TABELLE 1
Leistungsverluste im Fluidstrom hängen insbesondere sowohl vom
Abstand ab, der die Platten trennt, als auch von der volumetrischen Strömungsrate.
Basierend auf Berechnungen des Leistungsverlusts scheint der beste Abstand für
die Platten zwischen 3 mm und 5 mm zu liegen.
Bezüglich der Auswahl des Folienmaterials wurde aufgezeigt, dass
nach über 67 Millionen elektrischen Zyklen mit 60 Hz, einer hohen Spannung
von 50 MV/m und einer Temperatur von 100°C die elektrischen Eigenschaften einer
Copolymerprobe stabil blieben und keine erfassbare Verschlechterung beobachtet wurde.
Dies entspricht dem Anlegen von 1250 V an 25 &mgr;m dicke pyroelektrische Folien
über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren bei 1 Hz. Die gleiche pyroelektrische
Folie blieb auch nach 388 Millionen Zyklen unter gemäßigteren
Bedingungen intakt (20 und 30 MV/m und 60 Hz bei Raumtemperatur), was mehr als 12
Jahren kontinuierlicher Verwendung entspricht.
Industrielle Anwendbarkeit
Verschiedene Klassen von Industriewärme wurden an die Umwelt
verschwendet, weil sich die Rückgewinnung oder Wandlung der Abwärme für
nützliche Zwecke durch Hinzunahme von Extragerät wenig wirtschaftlich
gestaltete. Normalerweise ist Abwärme aus Abgas, Betriebswasser und Kühlwasser
mit einer Temperatur zwischen 25°C und 250°C verfügbar. Zum Beispiel
geben typische thermo-mechanische Zellstoff- und Papierfabriken überschüssige
Energie als Heißwasser mit einer Temperatur zwischen 50°C und 100°C
ab.
Zu jenen Industrieanlagen, die verschiedene Klassen von Abwärme
ausgeben, zählen Kraftwerke, Verbrennungsanlagen, Zellstofffabriken, Raffinerien
und chemische Anlagen. Da der pyroelektrische Wandler dieser Erfindung Polymerfolien
nutzt, ist die Betriebstemperatur auf unter 125°C begrenzt, was solchen Wärmequellen
mit niedrigen Gradzahlen entspricht. Beispielsweise sind Verbrennungsanlagen gewöhnlich
an von dicht besiedelten Gebieten entfernten Orten errichtet, was die effiziente
Nutzung von Abwärme erschwert. Die Energieerzeugung vor Ort unter Verwendung
eines pyroelektrischen Wandlersystems stellt eine praktische Lösung dar. Ähnlich
befinden sich auch Zellstofffabriken an abgelegenen Orten, so dass es schwierig
ist, Abwärme zu nutzen, ohne sie zu elektrischer Energie zu wandeln.
Mittels dieser Erfindung kann Abwärme zu einer hochwertigen Form
von Energie, wie z.B. Elektrizität, gewandelt werden, was einzig auf wirtschaftlichen
Erwägungen basierend zur Verbesserung der Nutzungseffizienz von Ressourcen
beiträgt.
Anspruch[de]
Vorrichtung zum Wandeln von Wärme zu elektrischer Energie mittels
eines pyroelektrischen Energiewandlers, umfassend:
eine Mehrzahl dünner Lagen pyroelektrischer Folien, die in einem Stapel (31,
32, 33) angeordnet sind;
Mittel (51) zum Fördern eines Stroms von abwechselnd heißem und
kaltem Fluid über Flächen der pyroelektrischen Folien; und
Mittel, das an den Stapel gekoppelt ist zwecks Anlegens von Ladung an die Flächen
der pyroelektrischen Folien und zwecks Entfernung von Ladung von denselben, umfassend
einen Spannungsregler (62) mit einem Sensorschalter (61), so dass
die zyklische thermische und elektrische Beaufschlagung des pyroelektrischen Energiewandlers
synchronisiert werden; DADURCH GEKENNZEICHNET, DASS das Mittel (51) zum Fördern
von Fluid den Strom von heißen und kalten Fluiden abwechselt, ohne die Richtung
des Stroms umzukehren, so dass ein rascher Folientemperatur-Zyklus auftritt.Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher der Stapel Lagen pyroelektrischer
Folien umfasst, welche Rückseite an Rückseite angeordnet sind, so dass
keine elektrische Isolierung zwischen den Folien erforderlich ist.Vorrichtung nach Anspruch 2, bei welcher der Stapel eine gerade Anzahl
an Lagen pyroelektrischer Folien umfasst, welche Rückseite an Rückseite
angeordnet sind; und eine niedrige Spannung an nach außen gewandte Flächen
der pyroelektrischen Folien angelegt wird.Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, weiterhin bestehend
aus:
einer Anzahl an Stapeln aus pyroelektrischen Folien, die in einer ersten und einer
zweiten Gruppe angeordnet sind, wobei die zweite Gruppe einen Stapel weniger aufweist
als die erste Gruppe;
Mittel, welches heißes Fluid zum ersten Stapel (31) der ersten Gruppe
fördert, Mittel, welches das Fluid weiter zum ersten Stapel (32) der
zweiten Gruppe strömen lässt, Mittel, welches das Fluid weiter zum zweiten
Stapel (33) der ersten Gruppe strömen lässt, Mittel, um anschließende
ähnliche Transfers von Fluid zu nachfolgenden Stapeln zu erlauben, bis das
Fluid im letzten Stapel der ersten Gruppe als gekühltes Fluid herausströmt;
Mittel, welches im Wechsel kaltes Fluid zum letzten Stapel der ersten Gruppe fördert,
Mittel, welches das Fluid zum letzten Stapel der zweiten Gruppe strömen lässt;
Mittel, welches das Fluid zu dem Stapel strömen lässt, der dem letzten
Stapel der ersten Gruppe am nächsten ist, Mittel, welches anschließende
ähnliche Transfers des Fluids zu nachfolgenden Stapeln erlaubt, bis das Fluid
im ersten Stapel (31) der ersten Gruppe als erwärmtes Fluid herausströmt.Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welcher
das Mittel (51) zum Fördern eines Stroms von abwechselnd heißen
und kalten Fluiden über die Fläche der pyroelektrischen Folien ein Rohr
(52) umfasst, das mit einem ersten und einem zweiten Auslassrohr (54,
55) und einem Einlassrohr verbunden ist; und einen soliden Halbzylinder
(53) umfasst, der in dem Rohr rotiert, abwechselnd blockierend das erste
oder das zweite Auslassrohr (54, 55), so dass das Einlassrohr
zwischen dem ersten und dem zweiten Auslassrohr (54, 55) umgeschaltet
werden kann.Vorrichtung nach Anspruch 4, bei welcher die erste und die zweite Gruppe
eine Stufe bilden und eine Mehrzahl von Stufen ein Plattentyp-Generatorsystem bildet,
wobei heiße Fluidzufuhr vom ersten Stapel (31) der ersten Gruppe zu
einer nachfolgenden Stufe als rezyklierte Heißfluidquelle strömt und wobei
das aus dem letzten Stapel der ersten Gruppe geströmte Fluid zu einer nachfolgenden
Stufe als rezyklierte Kaltfluidquelle gefördert wird.Vorrichtung nach Anspruch 6, bei welcher zwei Plattentyp-Generatorsysteme
vorhanden sind, welche abwechselnde Zufuhren von heißem und kaltem Fluid erhalten,
so dass keine Unterbrechung eines Stroms von heißem und kaltem Fluid auftritt.Vorrichtung nach Anspruch 7, bei welcher die Stapel separate Folienanordnungen
sind, die thermisch und elektrisch von benachbarten Folienanordnungen isoliert sind.Verfahren zum Wandeln von Wärme zu elektrischer Energie, das aus
den folgenden Schritten besteht:
Bereitstellen eines ersten und eines zweiten Stapels aus einer Mehrzahl dünner
Lagen pyroelektrischer Folien;
Anlegen einer elektrischen Energiequelle (101) an den ersten Stapel, die
eine variable hohe Spannung liefert;
Anlegen einer elektrischen Energiequelle (102) an den zweiten Stapel, die
eine konstante niedrige Spannung liefert;
Erhitzen des ersten Stapels wenn auf einer hohen Spannung bei gleichzeitigem Kühlen
des zweiten Stapels wenn auf einer konstanten niedrigen Spannung, danach Verringern
der Spannung aus der Quelle (101) variabler hoher Spannung;
Tauschen elektrischer Verbindungen des ersten und des zweiten Stapels wenn auf der
konstanten niedrigen Spannung;
Erhöhen der Spannung am zweiten Stapel auf eine hohe Spannung; und
Erhitzen des zweiten Stapels bei der hohen Spannung bei gleichzeitigem Kühlen
des ersten Stapels bei der konstanten niedrigen Spannung, danach Reduzieren der
Quelle (101) variabler hoher Spannung;
wobei, in den aufeinanderfolgenden Schritten von Erhitzen und Kühlen des ersten
oder des zweiten Stapels, ein Strom aus abwechselnd heißem und kaltem Fluid
über Flächen der pyroelektrischen Folien gefördert wird ohne Umkehren
der Richtung der Stroms, so dass ein rascher Zyklus der Folientemperatur auftritt.