Gebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft das Nachführen einer Trägerzeitablaufsteuerung
in einem Empfänger, in dem eine einzelne Frequenzquelle verwendet wird, um
einen Referenztakt und ein Trägersignal zu erzeugen. Die Erfindung betrifft
insbesondere Sender-Empfänger, in denen ein Teil der Funktionalität in
diskreten Zeitschritten stattfindet.
Hintergrund der Erfindung
In den meisten modernen Sender-Empfängern wird sowohl aus technischen
als auch aus Kostengründen eine einzelne Frequenzreferenz für den Referenztakt
und den Trägeroszillator im Sender verwendet, und eine einzelne Frequenzreferenz
wird für den Referenztakt und die Trägerreferenz in dem Empfänger
verwendet. Der Trägeroszialltor und die Trägerreferenz werden jeweils
durch Vervielfachen der entsprechenden Frequenzreferenz um einen vorbestimmten Wert
erzeugt.
Im Sender wird der Referenztakt als Abtasttakt in dem Modulator und
in einem Digital-Analog-Wandler verwendet, und in dem Empfänger wird der Referenztakt
in dem Analog-Digital-Wandler und in einer digitalen Signalverarbeitungsschaltung
(die den Demodulator umfasst) verwendet.
In solchen Sender-Empfängerausführungen, in welchen ein
Teil der Funktionalität in diskreten Zeitschritten stattfindet, ist es nötig,
die Abtastzeitsteuerung des Empfängers mit der Abtastzeitsteuerung des Senders
zu synchronisieren, wie z. B. in der EP 0 762 662,
d. h. den Referenztakt des Empfängers mit dem des Senders zu synchronisieren.
Es gibt bekannte Techniken, die Abtastnachführung aus dem empfangenen Signal
abzuleiten. Solche bekannte Techniken benötigen jedoch einen komplexen Schaltungsaufbau
in dem Empfänger, um eine Zeitablaufsteuerungsnachführung des Trägers
sicherzustellen.
In dem Empfänger ist üblicher Weise ein Verfahren vorgesehen,
um ihn mit dem Träger, auf welchem das empfangene Signal moduliert wird, zu
synchronisieren. Diese Synchronisation beinhaltet das Feststellen und Beseitigen
des Fehlers zwischen Trägerfrequenz des Senders und der Referenzträgerfrequenz
in dem Empfänger. Besonders in kohärenten Detektionsempfängern muss
der Empfänger sehr starr mit dem empfangenen Träger synchronisiert oder
verriegelt werden.
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, den Schaltungsaufbau
zu vereinfachen, der in dem Empfänger für die Nachführung der Zeitablaufsteuerung
des empfangenen Referenztaktes dem Übertragungsreferenztakt unter Verwendung
eines in dem Empfänger vorgesehenen Schaltungsaufbaus zur Synchronisierung
des Empfängers mit dem Träger benötigt wird.
Zusammenfassung der Erfindung
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist eine Schaltung zum
Empfangen eines übertragenen Signals vorgesehen, das übertragene Signal
umfasst ein moduliertes Signal, das unter der Steuerung eines Übertragungszeitsteuerungssignals
mit einer ersten vorbestimmten Frequenz erzeugt wurde und das durch eine Trägerfrequenz
mit einem n-fachen der ersten vorbestimmten Frequenz aufwärtsgemischt wurde,
die Schaltung umfasst eine Signalquelle zum Erzeugen eines Empfängerzeitsteuerungssignals
mit einer zweiten vorbestimmten Frequenz, die von der ersten vorbestimmten Frequenz
verschieden ist; einen Frequenzvervielfacher mit einem Vervielfachungsverhältnis
von n, der zum Empfangen des Empfängerzeitsteuerungssignals und zum Erzeugen
eines Trägerreferenzsignals mit einer Referenzfrequenz mit einem n-fachen der
zweiten vorbestimmten Frequenz geschaltet ist; einem Abwärtsumsetzer, der zum
Empfangen des übertragenen Signals als ersten Eingang und des Trägerreferenzsignal
als zweiten Eingang geschaltet ist, um an einem Ausgang ein versetztes abwärts
gemischtes moduliertes Signal entsprechend dem Basisband modulierten Signal zu erzeugen,
das um eine Frequenz gleich der Differenz zwischen der Trägerfrequenz und der
Referenzfrequenz versetzt ist; einem Frequenzkompensator, der zum Empfangen des
versetzten modulierten Signals und zum Erzeugen eines Differenzsignals mit einer
Frequenz entsprechend der Differenz zwischen der Trägerfrequenz und der Referenzfrequenz
an einem Ausgang geschaltet ist; einem Frequenzteller mit einem Teilungsverhältnis
von n, der zum Empfangen des Differenzsignals und zum Erzeugen eines Fehlersignals
mit einer Frequenz gleich der Differenz zwischen der ersten und zweiten vorbestimmten
Frequenz an einem Ausgang geschaltet ist; Zeitablaufsteuerungsmittel, die zum Empfangen
des Fehlersignals und zum Erzeugen zumindest eines Zeitablaufsteuerungssignals in
Abhängigkeit vom Fehlersignal geschaltet sind; und Zeitablaufeinstellmittel,
die mit dem Ausgang des Abwärtsumsetzers zum Einstellen der Zeitphase des Ausgangs
des Abwärtsumsetzers in Antwort auf das zumindest eine Zeitablaufsteuerungssignal
gekoppelt sind.
Die vorliegende Erfindung schafft also eine Technik zur Zeitablaufsteuerungsnachführung,
in welcher die Fehlerinformation, die normaler Weise für die Trägerfrequenznachführung
erzeugt wird, auch verwendet wird, um die Referenzzeitablaufsteuerung des Empfängers
in Bezug auf den Sender in Abhängigkeit eines bekannten Verhältnisses
zwischen der Senderträgerfrequenz und der Senderreferenzzeitablaufsteuerung
nachzuführen.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist eine Versatz-Beseitigungsschaltung
vorgesehen, die zwischen den Abwärtsumsetzer und die Zeitablaufeinstellmittel
geschaltet ist, um den Versatz aus dem versetzten modulierten Signal zu beseitigen,
und die einen ersten Eingang, der mit dem Ausgang des Abwärtsumsetzer verbunden
ist, sowie einen zweiten Eingang, der mit dem Ausgang des Frequenzkompensators verbunden
ist, zum Erzeugen des modulierten Signals an einem Ausgang aufweist. Somit verwendet
die Erfindung in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel in vorteilhafter Weise
eine effiziente und ökonomische Schaltung zur Trägernachführung.
In einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel umfassen die
Zeitablaufsteuerungsmittel Vergleichermittel zum Vergleichen des Fehlersignals mit
einem vorbestimmten Fehlerwert, wobei das zumindest eine Zeitablaufsteuerungssignal
in Abhängigkeit von dem Fehlersignal, das größer als der vorbestimmte
Fehlerwert ist, erzeugt wird. Somit ermöglicht die Erfindung in einem weiteren
bevorzugten Ausführungsbeispiel in vorteilhafter Weise die Einstellung der
Zeitablaufsteuerung des modulierten Signals lediglich im Empfänger, wenn die
Referenzzeitablaufsteuerung in dem Empfänger einen Fehler aufweist, der größer
als ein vorbestimmter Wert ist.
Die vorliegende Erfindung schafft auch ein Verfahren zum Nachführen
der Trägerzeitablaufsteuerung für ein übertragenes Signal in einem
Empfänger, das übertragene Signal umfasst ein moduliertes Signal, das
unter der Steuerung eines Übertragungszeitsteuerungssignals mit einer ersten
vorbestimmten Frequenz erzeugt und durch eine Trägerfrequenz mit einem n-fachen
der ersten vorbestimmten Frequenz aufwärtsgemischt wurde, das Verfahren umfasst
Empfangen des übertragenen Signals; Erzeugen eines Empfängerzeitsteuerungssignals
mit einer zweiten vorbestimmten Frequenz, die von der ersten vorbestimmten Frequenz
verschieden ist, Erzeugen eines Trägerreferenzsignals mit einer Referenzfrequenz,
die ein n-faches der zweiten vorbestimmten Frequenz ist; Abwärtsmischen des
übertragenen Signals durch Mischen des Signals mit dem Trägerreferenzsignal,
wodurch ein versetztes moduliertes Signal entsprechend dem Basisband modulierten
Signal erzeugt wird, das um eine Frequenz gleich der Differenz zwischen der Trägerfrequenz
und der Referenzfrequenz versetzt ist; Erzeugen eines Differenzsignals mit einer
Frequenz entsprechend der Differenz zwischen der Trägerfrequenz und der Referenzfrequenz;
Teilen des Differenzsignals durch n, wodurch ein Fehlersignal mit einer Frequenz
gleich der Differenz zwischen den ersten und zweiten vorbestimmten Frequenzen erzeugt
wird; Erzeugen zumindest eines Zeitablaufsteuerungssignals in Abhängigkeit
vom Fehlersignal; und Einstellen der Zeitphase des abwärts gemischten Signals
in Antwort auf das zumindest eine Zeitablaufsteuerungssignal.
In einer weiteren Ausgestaltung schafft die vorliegende Erfindung
ein Kommunikationssystem mit einem Sender mit einer Signalquelle zum Erzeugen eines
Senderzeitsteuerungssignals mit einer ersten vorbestimmten Frequenz; einem Frequenzvervielfacher
mit einem Vervielfachungsverhältnis von n, der zum Empfang des Senderzeitsteuerungssignal
als Eingang geschaltet ist und ein Trägersignal mit einer Frequenz eines n-fachen
der ersten vorbestimmten Frequenz erzeugt; und einem Aufwärtsumsetzer, der
zum Empfangen eines zu übertragenden modulierten Signals als ersten Eingang
und des Trägersignals als zweiten Eingang und zum Erzeugen eines Sendesignals
als Ausgang geschaltet ist; das Kommunikationssystem umfasst ferner einen Empfänger
mit einer Signalquelle zum Erzeugen eines Empfängerzeitsteuerungssignals mit
einer zweiten vorbestimmten Frequenz, die von der ersten vorbestimmten Frequenz
verschieden ist; einem Frequenzvervielfacher mit einem Vervielfachungsverhältnis
von n, der zum Empfangen des Empfängerzeitsteuerungssignals und zum Erzeugen
eines Trägerreferenzsignal mit einer Referenzfrequenz, die ein n-faches der
zweiten vorbestimmten Frequenz ist, geschaltet ist; einem Abwärtsumsetzers,
der zum Empfangen des übertragenen Signals als ersten Eingang und des Trägerreferenzsignals
als zweiten Eingang und zum Erzeugen an einem Ausgang eines abwärts gemischten
versetzten modulierten Signals entsprechend dem Basisband modulierten Signal geschaltet
ist, das um eine Frequenz gleich der Differenz zwischen der Trägerfrequenz
und der Referenzfrequenz versetzt ist; einem Frequenzkompensator, der zum Empfangen
des versetzten modulierten Signals als Eingang und zum Erzeugen eines Differenzsignals
mit einer Frequenz entsprechend der Differenz zwischen der Trägerfrequenz und
der Referenzfrequenz an einem Ausgang geschaltet ist; einem Frequenzteiler mit einem
Teilungsverhältnis von n, der zum Empfangen des Differenzsignals und zum Erzeugen
eines Fehlersignals mit einer Frequenz gleich der Differenz zwischen der ersten
und zweiten vorbestimmten Frequenz an einem Ausgang geschaltet ist; Zeitablaufssteuerungsmittel,
die zum Empfangen des Fehlersignals und zum Erzeugen zumindest eines Zeitablaufsteuerungssignals
in Abhängigkeit von dem Fehlersignal geschaltet sind; Zeitablaufeinstellmittel,
die mit dem Ausgang des Abwärtsumsetzers gekoppelt sind und zum Einstellen
der Zeitphase des Ausgangs des Abwärtsumsetzers in Antwort auf das zumindest
eine Zeitablaufsteuerungssignal.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Die Erfindung wird nun beispielsweise mit Bezug auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben, wobei
1 ein schematisches Blockdiagramm eines einfachen Senders
ist;
2 ein schematisches Blockdiagramm eines erfindungsgemäßen
Empfängers ist;
3 eine schematische Zeichnung eines beispielhaften
Frequenzversatzkompensators ist, der in einem Ausführungsbeispiel des Empfängers
aus 2 verwendet wird; und
4 eine schematische Zeichnung einer beispielhaften
Zeitsteuerungsschaltung darstellt, die in einem Ausführungsbeispiel des Empfängers
aus 2 verwendet wird.
Ausführliche Beschreibung des bevorzugten Ausführungsbeispiels
Bezugnehmend auf 1 ist eine einfache
Senderschaltung dargestellt, die im Allgemeinen mit 2 gekennzeichnet ist.
Die Senderschaltung 2 umfasst einen Modulator 4, einen Digital-Analog-Wandler
(DAC) 6, einen Aufwärtsumsetzer 8, einen Oszillator
12 und einen Phasenregelkreis (PLL) 14. Die Senderschaltung
2 empfängt zu übertragene digitale Daten TXDATA auf Leitung
28 und gibt ein Signal zur Übertragung, TXSIGNAL auf Leitung
30, an eine Antenne 26 aus.
Der Oszillator 12 erzeugt einen Abtasttakt, von welchem ein
Übertragungstakt TXC auf Leitung 32 abgeleitet wird. Der Übertragungstakt
TXC liegt bei einer ersten vorbestimmten Frequenz und bildet ein Eingangssignal
jeweils für den Modulator 4, den DAC 6 und den PLL
14. Die vorliegende Erfindung kann mit jeglicher bekannten Modulationstechnik
verwendet werden. Die verwendete Modulationstechnik hat keinen Einfluss auf die
Verwirklichung des erfinderischen Konzepts. Der Modulator 4 empfängt
auch die zu übertragenen Daten TXDATA auf Leitung 28, moduliert die
Daten in Übereinstimmung mit bekannten Techniken, und erzeugt ein zu übertragenes
moduliertes digitales Datensignal TXMODSIGD auf einer Signalleitung 34,
welche in den DAC 6 eingeht und welches in ein zu übertragenes analoges
moduliertes Signal TXMODSIGA auf Leitung 36 bei dem Ausgang des DAC
6 umgesetzt wird. Der Übertragungstakt TXC steuert die Abtastung in
dem Modulator 4 und die Abtastung in dem DAC 6.
Der Aufwärtsumsetzer 8, welcher einen Mischer
10 umfasst, setzt das modulierte analoge Datensignal TXMODSIGA auf Leitung
36 in eine Frequenz um, die für die Übertragung durch die Antenne
26 geeignet ist. Zu diesem Zweck ist der PLL 14 vorgesehen, um
als Frequenzvervielfacher zu wirken und ein Trägersignal TXCARRIER auf Leitung
38 an den Aufwärtsumsetzer 8 zu liefern, wobei dessen Frequenz
ein Vielfaches der Frequenz des Übertragungstakts TXC auf Leitung
32 ist.
Der PLL 14 umfasst einen Phasenvergleicher 16, einen
Schleifenfilter umfassend einen Widerstand 20 und einen Kondensator
22, einen spannungsgesteuerten Oszillator (VCO) 24, und einen
Teiler 18. Diese Komponenten werden in einer dem Fachmann wohl bekannten
Weise miteinander verschaltet, um einen Frequenzvervielfacher zu umfassen. Das Vervielfachungsverhältnis
des PLL 14 wird durch das Teilungsverhältnis n des Teilers
18 festgelegt. Somit weist das Trägersignal TXCARRIER auf Leitung
38 bei dem Ausgang des PLL eine Frequenz auf, welche das n-fache der Frequenz
des Übertragungstakts TXC bei dem Eingang zu dem PLL ist.
Der Aufwärtsumsetzer 8 empfängt das analoge modulierte
Signal TXMODSIGA an einem ersten Eingang zu dem Mischer 10 und das Trägersignal
TXCARRIER an einem zweiten Eingang zu dem Mischer 10, und mischt das analoge
modulierte Signal TXMODSIGA auf Leitung 36 zu einer Trägerfrequenz
des Trägersignals TXCARRIER auf Leitung 38 aufwärts. Das somit
auf Leitung 30 bei dem Ausgang des Mischers 10 erzeugte aufwärts
gemischte Signal wird in die Antenne 26 eingegeben und als das Signal TXSIGNAL
übertragen.
Bezugnehmend auf 2 ist eine beispielhafte
Empfängerschaltung gemäß der vorliegenden Erfindung zum Empfangen
eines durch die Senderschaltung der 1, die im Allgemeinen
als 74 gekennzeichnet ist, übertragenen Signals dargestellt. Die Empfängerschaltung
74 umfasst einen Signalprozessor 46, einen Abwärtsumsetzer
48, einen Analog-Digital-Wandler (ADC) 50, einen Oszillator
42 und einen Phasenregelkreis (PLL) 44. Die Empfängerschaltung
74 empfängt ein Signal RXSIGNAL über eine Antenne 40
auf Leitung 76 und gibt ein empfangenes demoduliertes digitales Datensignal
RXDATA auf Leitung 78 aus.
Der Oszillator 42 erzeugt einen Abtasttakt, von dem ein Empfangstakt
RXC auf Leitung 80 abgeleitet wird. Der Empfangstakt RXC liegt bei einer
zweiten vorbestimmten Frequenz und bildet ein Eingangssignal zu dem Signalprozessor
46, dem ADC 50 und dem PLL 44. Der PLL 44 der
Empfängerschaltung ist identisch zu dem PLL 14 der Senderschaltung
aufgebaut und umfasst einen Phasenvergleicher 64, einen Schleifenfilter
umfassend einen Widerstand 66 und einen Kondensator 68, einen
spannungsgesteuerten Oszillator (VCO) 70 und einen Teiler 72.
Wie in dem Sender sind diese Komponenten miteinander verschaltet, um einen Frequenzvervielfacher
zu schaffen, wobei dessen Vervielfachungsverhältnis durch das Teilungsverhältnis
des Teilers 72 festgelegt ist. In Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung weist der Teiler 72 ein Teilungsverhältnis von n gleich
dem Teilungsverhältnis n des Teilers 18 des PLL 14 in der
Senderschaltung auf. Entsprechend vervielfacht der PLL 44 das Empfangstaktsignal
RXC um den Faktor n in der gleichen Weise wie der PLL 14 das Übertragungstaktsignal
TXC um den Faktor n vervielfacht. Somit liefert der PLL 44 ein Signal an
seinem Ausgang auf Leitung 82 mit einer Frequenz gleich dem n-fachen der
Frequenz des Empfangstaktsignals RXC.
Das Signal an dem Ausgang des PLL auf Leitung 82 bildet das
Trägerreferenzsignal REFCARR für den Empfänger 74, der,
wie später beschrieben wird, verwendet wird, um das an der Antenne
40 zur Verarbeitung in dem Empfänger empfangene Signal abwärts
zu mischen.
Der Abwärtsumsetzer 48 mischt das an der Antenne
40 empfangene Signal abwärts. Der Abwärtsumsetzer 48,
der einen Mischer 84 umfasst, empfängt als ein erstes Eingangssignal
zu dem Mischer 84 das empfangene Signal RXSIGNAL auf Leitung
76 und als zweites Eingangssignal zu dem Mischer 84 das Trägerreferenzsignal
REFCARR auf Leitung 82, und erzeugt ein Ausgangssignal an den ADC
50, welches ein Ergebnis der Mischung seiner beiden entsprechenden Eingänge
ist.
Der Zweck des Abwärtsumsetzer 84 ist, den umgekehrten
Arbeitsvorgang des Aufwärtsumsetzers 8 des Senders durchzuführen
und die Trägerfrequenz von dem Signal RXSIGNAL, das bei der Antenne
40 empfangen wird, zu beseitigen. Wenn die Frequenz und Phase des durch
den PLL 44 auf Leitung 82 zu dem Abwärtsumsetzer
48 gelieferte Signal mit der Frequenz und Phase des durch den PLL
14 auf Leitung 38 an den Aufwärtsumsetzer 8 gelieferten
Signals identisch ist, dann entspricht die Frequenz und Phase des Signals an dem
Ausgangs des Abwärtsumsetzer 48 direkt der Frequenz und Phase des
analogen modulierten Signals TXMODSIGA an der Eingangsleitung 36 zu dem
Aufwärtsumsetzer 8.
Die Sender- und Empfängerschaltungen weisen jedoch jeweils unabhängige
Oszillatoren 12 und 42 auf, und somit existiert ein Unterschied
in ihrer Frequenz und Phase. Somit entspricht das Ausgangssignal des Abwärtsumsetzers
84 einem Signal OFFRXMODSIGA, welches das analoge modulierte Signal RXMODSIGA
umfasst, das in dem empfangenen Signal RXSIGNAL enthalten ist, welches durch ein
Signal mit einer Frequenz entsprechend der Differenz zwischen der Frequenz des durch
den PLL 14 erzeugten Signals und der Frequenz des durch den PLL
44 erzeugten Signals versetzt ist. Dieses Signal OFFRXMODSIGA wird durch
den ADC 50 in ein digitales Signal OFFRXMODSIGD auf Leitung 86
umgesetzt.
Das Signal auf Leitung 86 bildet ein Eingangssignal zu dem
Signalprozessor 46, der eine Frequenzversatzkompensatorschaltung
52, einen Teiler 54, eine Zeitablaufsteuerungschaltung
56, einen Vervielfacher 58, einen Interpolationsfilter
60 und einen Demodulator 62 umfasst. Das Ausgangssignal des Signalprozessors
46 bildet das ausgegebene empfangene Datensignal des Empfänger RXDATA
auf Leitung 78. Die Elemente des Signalprozessors empfangen zusätzlich
das Empfangstaktsignal RXC auf Leitung 80, obwohl die spezifische Verbindung
zu den Elementen in 2 nicht gezeigt ist.
Das Signal auf Leitung 86 bildet ein Eingangssignal zu dem
Frequenzversatzkompensator des Signalprozessors 46. Der Frequenzversatzkompensator
umfasst eine Schaltung zum Messen des Frequenzversatzes des Signals OFFRXMODSIGD,
das durch den ADC auf Leitung 86 ausgegeben wird, d. h. die Differenz zwischen
der Frequenz des durch den PLL 14 erzeugten Signals und der Frequenz des
durch den PLL 44 erzeugten Signals.
Das Ausgangssignal der Schaltung zum Messen des Frequenzversatzes
wird verwendet, um ein Drehvektorsignal mit einer Drehfrequenz gleich dem gemessenen
Frequenzfehler zu erzeugen. Das Drehvektorsignal wird von dem Frequenzversatzkompensator
52 auf Leitung 88 ausgegeben.
Bezugnehmend auf 3 ist eine schematische
Zeichnung eines Beispiels eines Frequenzversatzkompensators 52 gezeigt.
Die Implementierung des Frequenzversatzkompensators 42 ist davon abhängig,
welches Modulationsverfahren für das gesendete Signal verwendet wird. Der Frequenzversatzkompensator
52 wird im Folgenden zum Zweck der Veranschaulichung für ein Phasenmodulationsverfahren
beschrieben, das in dem Sender angewandt wird. Solch eine Phasenmodulation kann
beispielsweise die binäre Pulslagenmodulation (BPSK) sein. Die Implementierung
des Frequenzversatzkompensators 52 liegt innerhalb des fachmännischen
Wissens hinsichtlich der verwendeten Modulationstechnik. Ein Beispiel für BPSK-Modulation
wird hier der Vollständigkeit halber präsentiert, wobei die Implementierung
außerhalb des Fokus der Erfindung und innerhalb dem Umfang des fachmännischen
Wissens liegt.
Der Frequenzversatzkompensator 52 umfasst eine Phasenabschätzungsschaltung
100, eine Referenzphasenschaltung 102, eine Abziehschaltung
104, eine Mittlerschaltung 106 und eine Drehvektorerzeugungsschaltung
108.
Die Phasenabschätzungsschaltung 100 empfängt als
Eingangssignal das Signal OFFRXMODSIGD an dem Eingang zu dem Frequenzversatzkompensator
auf Leitung 86. Die Phasenabschätzungsschaltung
100 schätzt (misst) die Phase des eingehenden Signals auf Leitung
86 für jedes Symbol ab. Der abgeschätzte Phasenfehler für
jedes Symbol wird von dem abgeschätzten Phasenfehler für das vorangegangene
Symbol abgezogen, um eine abgeschätzte Phasendifferenz für zwei aufeinander
folgende Symbole zu erzeugen. Die abgeschätzte Phasendifferenz stellt somit
eine Abschätzung der Phasendifferenz zwischen dem aktuellen empfangenen Symbol
des eingehenden Signals und dem unmittelbar vorangegangenen Symbol dar. Die abgeschätzte
Phasendifferenz wird durch die Phasenabschätzungsschaltung 100 auf
Leitung 110 ausgegeben.
Für BPSK können die Phasendifferenzen zwischen aufeinander
folgend eingehenden Symbolen entweder 0° oder 180° sein, und diese beiden
möglichen Phasendifferenzen werden als Referenzphasen in der Referenzphasenschaltung
102 gespeichert. Die abgeschätzte Phasendifferenz des eingehenden
Signals wird durch die Phasenabschätzungsschaltung auf Leitung 110
ausgegeben, und die in der Referenzphasenschaltung gespeicherte Referenzphase wird
auf Leitung 112 ausgegeben. Die Abziehschaltung 104 empfängt
die abgeschätzte Phasendifferenz auf Leitung 110 und die Referenzphase
112 und zieht eine von der anderen ab, um ein Signal an ihrem Ausgang auf
Leitung 114 zu liefern, welches den Phasenfehler darstellt.
Die Mittlerschaltung empfängt das Signal an dem Ausgang der Abziehschaltung
104 und mittelt den Phasenfehler über mehrere empfangene Symbole,
um eine bessere Abschätzung des mittleren Phasenfehlers abzuleiten.
Schließlich gibt die Mittlerschaltung 106 den gemittelten
Phasenfehler an die Drehvektorerzeugungsschaltung 108 aus, welche den gemittelten
Phasenfehler verwendet, um ein Drehvektorsignal mit der Drehfrequenz gleich dem
Phasenfehler zu konstruieren.
Der Vervielfacher 58 empfängt als erstes Eingangssignal
das Ausgangssignal OFFRXMODSIGD des ADC 50 auf Leitung 86 und
als zweites Eingangssignal das Ausgangssignal des Frequenzversatzkompensators
52 auf der Leitung 88 und multipliziert diese zwei Eingangssignale
miteinander, um ein Ausgangssignal auf Leitung 90 zu erzeugen. Wenn der
Multiplizierer 58 das Signal auf Leitung 86 mit dem analogen modulierten
Signal RXMODSIGD, das durch ein Signal mit einer Frequenz entsprechend der Differenz
zwischen den Frequenzen der durch die PLLs 14 und 44 erzeugten
Signale versetzt ist, und das Signal auf Leitung 88 eine Drehfrequenz gleich
dem gemessenen Frequenzversatz aufweist, erzeugt der Ausgang des Multiplizierers
58 ein Signal entsprechend dem analogen modulierten Signal RXMODSIGD auf
Leitung 90. Somit beseitigt der Multiplizierer 58 in effektiver
Weise den Frequenzversatz von dem Signal, das von dem Abwärtsumsetzer
48 ausgegeben wird, und erzeugt das digitale modulierte Signal RXMODSIGD
auf Leitung 90, das in dem in der Antenne 40 empfangenen Signal
RXSIGNAL getragen ist.
Das Signal RXMODSIGD auf Leitung 90 ist somit bereit für
die Demodulation, um die modulierten Daten zu erhalten. Um jedoch in korrekter Weise
dieses Signal zu demodulieren, ist es notwendig, die Zeitablaufsteuerung des Empfangstaktsignals
RXC mit dem Übertragungstaktsignal zu synchronisieren, unter dessen Steuerung
die Daten moduliert wurden. Dies wird in Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung durch Vorsehen des Teilers 54 und der Zeitablaufsteuerungsschaltung
56 erreicht.
Der Teiler 54 empfängt den Drehvektor an dem Ausgang
des Frequenzversatzkompensators 52 auf Leitung 88. Der Teiler
54 weist ein Teilungsverhältnis von n, gleich dem Teilungsverhältnis
von n in sowohl dem Teiler 18 der PLL 14 des Senders und des Teilers
72 der PLL 44 des Empfängers auf. Somit schafft der Teiler
54 ein Ausgangssignal auf Leitung 92, welches eine Frequenz entsprechend
zu der Frequenzdifferenz zwischen dem Übertragungstaktsignal TXC und dem Empfangstaktsignal
RXC aufweist, d. h. der Differenz zwischen den ersten und zweiten vorbestimmten
Frequenzen.
Da sowohl im Sender als auch im Empfänger die entsprechenden
Übertragungs- und Empfangstaktsignale TXC und RXC verwendet werden, um die
Signale im Modulator 4 bzw. im Signalprozessor 46 abzutasten,
kann das Signal auf Leitung 92 mit einer Frequenz entsprechend der Frequenzdifferenz
zwischen der Übertragungs- und Empfangstaktsignale TXC und RXC verwendet werden,
um den Fehler der Abtastfrequenz in dem Empfänger zu bestimmen, d. h. die Frequenz
des Empfangstakts RSC in Bezug auf die Abtastfrequenz im Sender, d. h. die Frequenz
des Übertragungstakts TXC.
Das Signal auf Leitung 92 bildet ein Eingangssignal für
die Zeitablaufsteuerungsschaltung 56. Die Zeitablaufsteuerungsschaltung
verwendet den Fehler der Abtastfrequenz im Empfänger, d. h. den Fehler in der
Empfangstaktfrequenz RXC verglichen mit der Übertragungstaktfrequenz TXC, um
den Abtasttaktphasenfehler im Empfänger zu bestimmen. Das heißt, dass
das Fehlersignal zwischen den Empfangs- und Übertragungstaktfrequenzen, oder
die Ableitung den Empfangs- und Übertragungstakte, dem Steuerungssignal entspricht.
Wenn der Fehler des Abtasttakts im Empfänger zu hoch wird, wird ein Zeitablaufsteuerungssignal
auf Leitung 94 erzeugt.
Das Zeitablaufsteuerungssignal auf Leitung 94
bildet ein Eingangssignal für den Interpolationsfilter, welcher auch als Eingangssignal
das modulierte Signal RXMODSIGD am Ausgang des Multiplizierers 58 auf Leitung
90 empfängt. In Antwort auf das Zeitablaufsteuerungssignal auf Leitung
94 verschiebt der Interpolationsfilter das Signal auf Leitung
90, um die Zeitdrift zwischen den Sender- und Empfänger-Abtasttakten
zu kompensieren. Das zeitverschobene modulierte Signal wird auf Leitung
96 ausgegeben.
Es gibt mehrere Arten, auf die die Zeitablaufsteuerungsschaltung
56 implementiert werden kann, und mehrere Arten, um das Zeitablaufssteuerungsignal
94 aus dem Signal 92 zu erzeugen. Eine Art der Erzeugung des Zeitablaufsteuerungssignals
94 wird im Folgenden mit Bezug auf 4 beschrieben,
welche eine beispielhafte Implementierung der Zeitablaufsteuerungsschaltung
56 am Beispiel der BPSK-Modulation veranschaulicht, welche oben erläutert
wurde.
Die Zeitablaufsteuerungsschaltung umfasst einen Nulldurchgangszähler
118, einen Schwellenspeicher 122 und eine Vergleichsschaltung
120. Der Nulldurchgangszähler 118 empfängt das Signal
auf Leitung 92 und zählt die Nulldurchgänge des Fehlers des Abtasttakts.
Die Anzahl der Nulldurchgänge wird auf Leitung 124 an die Vergleichsschaltung
120 ausgegeben, welche auch einen voreingestellten Schwellenwert auf Leitung
126 von dem Schwellenspeicher 122 empfängt. Der voreingestellte
Schwellenwert bestimmt, um wieviel der Empfangstakt RXC von dem Übertragungstakt
TXC abweichen muss, bis eine Zeitablaufseinstellung ausgelöst wird. In einer
bevorzugten Ausgestaltung ist dieser Wert auf 5% gesetzt.
Wenn der voreingestellte Schwellenwert überschritten wird, setzt
die Vergleichsschaltung 120 das Zeitablaufsteuerungssignal auf Leitung
94, um den Betrieb des Interpolationsfilters 60 auszulösen.
Der Interpolationsfilter verschiebt die empfangenen Abtastungen, so dass, wenn der
aktuelle Zeitversatz oder Drift zwischen dem Empfangstakt RXC und dem Übertragungstakt
TXC gleich 5% ist, an dem Ausgang des Interpolationsfilters auf Leitung
96 die Drift als 0% erscheint.
Der Interpolationsfilter 60 ist ein gut bekannter Filter,
der in einfacher Weise durch einen Fachmann implementiert werden kann. Der Interpolationsfilter
kann einen Aufbau mit einer endlichen Impulsanwort (FIR) aufweisen, in welcher die
Abgriffe des Filters im Anfangszustand so sind, dass der Filter einer Zeitverschiebung
des demodulierten Signals von Null ausgibt. Wenn das Zeitablaufsteuerungssignal
auf Leitung 94 gesetzt ist, werden die Abgriffe des Interpolationsfilters
neu berechnet, so dass der Filter eine Zeitverschiebung in Übereinstimmung
mit dem durch den Schwellenwert in der Zeitablaufssteuerungsschaltung
56 bestimmten Wert ausgibt. Eine Neuberechnung der Abgriffe kann unter
Verwendung der Lagrange-Interpolationsfunktion durchgeführt werden, welche
allgemein bekannt ist.
Es ist für einen Fachmann selbstverständlich, dass eine
noch weitergehende Implementierung der Zeitablaufsteuerungsschaltung 94
eine Vielzahl von Zeitablaufsteuerungssignalen 94 erzeugen kann. Die Zeitablaufsteuerungsschaltung
kann eine Anzahl von Schwellenwerten speichern, so dass die Zeitablaufsteuerungskompensation,
die durch den Interpolisationsfilter 60 vorgesehen ist, in Übereinstimmung
mit dem gemessenen Zeitablaufsteuerungsfehler variiert wird.
Das zeitversetzte modulierte Signal auf Leitung 96 wird dem
Demodulator 62 als Eingangssignal gegeben, und der Demodulator demoduliert
das Signal durch Anwendung von geeigneten Techniken in Übereinstimmung mit
den Modulationstechniken, welche in dem Modulator 4 angewendet werden,
und gibt das empfangene Datensignal RXDATA auf Leitung 78 des Empfängers
aus.
Es wird darauf hingewiesen, dass die spezifische Implementierung der
Empfängerschaltung 74 auch variieren kann, ohne vom Umfang der Erfindung
abzuweichen. Beispielsweise können der Analog-Digital-Wandler 50 und
der Mischer 58 zur Beseitigung des Versatzes am Ausgang des Interpolisationsfilters
60 angeschlossen sein.