Die vorliegende Erfindung betrifft feines Pulver eines hydrophoben
Metalloxids, das zu Pulverzusammensetzungen von Pulverbeschichtungszusammensetzungen,
Tonern für die Elektrofotografie, kosmetischen Materialien und anderen hinzugefügt
werden kann, um beispielsweise ihr Pulverfließverhalten zu verbessern, zu verhindern,
dass sie verklumpen und ihre Elektrifikation zu kontrollieren, oder das zu flüssigen
Zusammensetzungen von flüssigen Harzzusammensetzungen, Kautschukzusammensetzungen
und anderen als ein Viskositätserhöher, als ein Verstärkungsfüllstoff
oder als ein Mittel zur Verbesserung des Zusammenhaltens hinzugefügt wird,
und sie betrifft ein Verfahren zur Herstellung des hydrophoben feinen Pulvers. Die
Erfindung betrifft ebenso eine Tonerzusammensetzung für die Elektrofotografie
(diese ist nicht nur auf Toner für die Elektrofotografie beschränkt, sondern
schließt diejenigen für die Entwicklung verschiedener elektrostatischer
Bilder beim elektrostatischen Aufzeichnen, elektrostatischen Drucken und dergleichen
ein), welche das feine Pulver eines hydrophoben Metalloxids enthält und deren
Elektrifikationsstabilität bei Änderungen der Umgebung, deren Bildbildungseigenschaft
und Reinigungseigenschaften durch das hinzugefügte hydrophobe feine Pulver
in großem Maße verbessert sind.
Beschreibung des verwandten Standes der Technik
Im Gebiet der Pulverzusammensetzungen werden verschiedene oberflächenbehandelte
Metalloxidpulver, die durch Behandeln der Oberfläche von Metalloxidpulvern,
wie beispielsweise feinem Siliziumdioxid, Titandioxid oder Aluminiumoxid, mit organischen
Substanzen hergestellt sind, als ein Zusatzstoff für Toner für elektrofotografische
Geräte, eingeschlossen Kopiergeräte, Laserdrucker, Faxgeräte für
gewöhnliches Papier und andere verwendet, um das Pulverfließverhalten
der Toner zu verbessern und die Elektrifikationseigenschaften davon zu kontrollieren.
Bei diesen Anwendungen sind das Fließverhalten der Toner, die das oberflächenbehandelte
Metalloxidpulver enthalten, und ebenso die Triboelektrifikationseigenschaft des
oberflächenbehandelten Metalloxidpulvers selbst relativ zu dem Träger
aus Eisen oder Eisenoxid in Tonern wichtige Faktoren.
Allgemein wird ein negativ geladener Zusatzstoff zu negativ geladenen
Tonern hinzugefügt, während ein positiv geladener Zusatzstoff zu positiv
geladenen Tonern zugesetzt wird. Metalloxide, die als Mittel zur Verbesserung des
Fließverhaltens für positiv geladene Toner verwendet werden, haben üblicherweise
Aminogruppen an ihrer Oberfläche und haben folglich eine hohe Affinität
für Wasser. Im Ergebnis variieren die Elektrifikationseigenschaften positiv
geladener Toner, die ein solches Metalloxid als das Mittel zur Verbesserung des
Fließverhaltens enthalten, abhängig von Änderungen der Umgebung oft
und zusätzlich aggregieren Toner, die es enthalten, leicht.
Was Metalloxidpulver mit darin eingeführten Aminogruppen angeht,
wurden bisher unterschiedliche Vorschläge gemacht. Beispielsweise offenbart
JP-A 62-52561 eine Technik der Behandlung eines Dampfphasenprozess-Silika mit einem
Silan-Haftvermittler, der eine Epoxygruppe aufweist, gefolgt von dessen weiterer
Behandlung mit einem Amin. JP-A 58-185405 offenbart eine Technik der Behandlung
des Silika mit einem Silan-Haftvermittler, der eine Aminogruppe aufweist, und einem
Hydrophobisierungsmittel. JP-A 63-155155 offenbart eine Technik der thermischen
Behandlung eines Metalloxidpulvers mit einem epoxyhaltigen modifizierten Silikonöl,
gefolgt von seiner weiteren Behandlung mit einer organischen Verbindung, die eine
Aminogruppe aufweist.
Im Hinblick auf solche oberflächenbehandelte Metalloxidpulver
offenbart JP-A 2-42452 beispielsweise eine Technik der Dispersion von feinem Silikapulver
in einer Hochgeschwindigkeitsstrahlströmung, während das Pulver in Kontakt
mit einem Behandlungsmittel gebracht wird. JP-A 2-287459 offenbart hydrophobes Trockenprozesssilika,
das behandelt ist mit Silikonöl oder Firniss.
Metalloxidpulver, wie Silika und andere, die als ein Verdicker oder
ein Verstärkungsfüllstoff für organische Flüssigkeiten verwendet
werden, werden üblicherweise mit einem Alkylsilan, einem Organopolysiloxan
oder dergleichen behandelt, wodurch ihre Oberfläche hydrophob gemacht wird.
JP-A 51-14900 offenbart beispielsweise eine Technik der Behandlung von feinem Pulver
eines Oxids mit einem Alkylhalogenosilan; und JP-B 57-2641 offenbart eine Technik
der Behandlung von feinem Pulver eines Oxids mit einem Organopolysiloxan.
Mit der neuesten Tendenz zu Hochqualitätsbildern bei der Elektrofotografie
sind Toner mit einer geringeren Korngröße erwünscht. Beispielsweise
werden herkömmliche Toner mit einer Korngröße von etwa 9 &mgr;m
nicht verwendet, sondern feinere Toner mit einer Korngröße von etwa 6
&mgr;m werden verwendet. Das Fließverhalten solch feiner Toner ist jedoch
schlecht. Um ihr Fließverhalten zu verbessern, nimmt die Menge des hinzugefügten
Zusatzstoffs zu. Im Ergebnis hat der zu Tonern hinzugefügte Zusatzstoff einen
großen Einfluss auf die Elektrifikationseigenschaften der Toner. Insbesondere
ist es ein ernstes Problem, dass die Elektrifikationseigenschaften des Toners, der
eine solch große Menge des Zusatzstoffs enthält, sich abhängig von
Änderungen in der Umgebung, häufig verändern. Zusätzlich
wird der Grad der Hydrophobie des Zusatzstoffs, der Tonern zugesetzt werden soll,
als ein wichtiger Parameter angesehen.
Aus diesen Gründen muss die Menge der Elektrifikation des Zusatzstoffs
selbst mehr als zuvor verringert werden.
Auf der anderen Seite erfordert die Hochqualitätsbildgebung eine
viel stärker kontrollierte Transferierbarkeit und Reinigungsfähigkeit
von Tonern. Im Ergebnis ist es notwendig, dass der Zusatzstoff, der Tonern zugesetzt
werden soll, selbst gute Dispergierbarkeit besitzt, ohne Aggregate zu bilden.
Herkömmliche feine Metalloxidpulver, die mit einem Silan-Haftvermittler,
der Epoxygruppen aufweist, oder mit einer organischen Verbindung, die Aminogruppen
aufweist, behandelt sind, sind jedoch schlecht dispergierbar und zusätzlich
ist ihre Hydrophobie gering. Folglich ist ihr Zusatz zu Tonern darin nachteilig,
dass die Toner Wasser absorbieren, wenn sie für einen langen Zeitraum verwendet
werden, wodurch sich ihre Elektrifikationseigenschaften verändern und sich
ihr Fließverhalten verschlechtert.
Andererseits muss, wenn Metalloxidpulver mit einem Silan-Haftvermittler,
der Aminogruppen aufweist, und einem hydrophobisierenden Mittel behandelt werden,
eine große Menge des Silan-Haftvermittlers, der Aminogruppen aufweist, zu den
Pulvern hinzugefügt werden, damit die erhaltenen Pulver ungeladene oder positiv
geladene sein können. Auch wenn das hydrophobisierende Mittel für die
Behandlung verwendet wird, konnten die resultierenden Pulver nicht in zufrieden
stellendem Maße hydrophobisiert werden. Im Ergebnis ist der Zusatz der so behandelten
Pulver zu Tonern ebenso darin nachteilig, dass die Toner immer noch Wasser absorbieren,
wenn sie für einen langen Zeitraum verwendet werden und sich hierdurch ihre
Elektrifikationseigenschaften verändern und ihr Fließverhalten verschlechtert
wird. Zusätzlich ist die Verwendung des Silan-Haftvermittlers, der Aminogruppen
aufweist, ferner darin nachteilig, dass das Mittel teuer ist.
Darüber hinaus ist auch die Dispergierbarkeit und die Hydrophobie
von feinen Metalloxidpulvern, die mit einem modifizierten Silikon, das Epoxygruppen
aufweist, oder einer organischen Verbindung, die Aminogruppen aufweist, behandelt
sind, nicht zufrieden stellend. Folglich ist der Zusatz der Pulver zu Tonern darin
nachteilig, dass die Toner Wasser absorbieren, wenn sie für einen langen Zeitraum
verwendet werden, wodurch sich ihre Elektrifikationseigenschaften verändern
und sich ihr Fließverhalten verschlechtert.
Von den oben erwähnten Methoden des verwandten Standes der Technik
ist das Verfahren der Dispergierung von feinem Pulver eines Metalloxids unter Verwendung
einer Hochgeschwindigkeitsstrahlströmung, während das Pulver mit einem
Behandlungsmittel in Kontakt gebracht wird, ein extrem teurer Weg und zusätzlich
ist das vollständige Spülen des Systems mit einem Inertgas schwierig und
gefährlich. Ferner gibt hydrophobes Trockenprozess-Silika, das mit Silikonöl
oder Firniss behandelt ist, viele Aggregate.
US-A-3,838,094 offenbart Silikapartikel, die mit einem Silazan oberflächenbehandelt
sind.
Zusammenfassung der Erfindung
Zur Lösung der Probleme in dem oben angegebenen Stand der Technik
ist es ein erfindungsgemäßes Ziel, ein preiswertes feines Pulver eines
Metalloxids zur Verfügung zu stellen, das eine gute Dispergierbarkeit aufweist
und vollständig hydrophob ist und dessen Elektrifikationseigenschaften gut
kontrolliert sind, und ein Verfahren zu seiner Herstellung zur Verfügung zu
stellen.
Ein weiteres erfindungsgemäßes Ziel ist es, einen Toner
für die Elektrofotografie bereitzustellen, der das feine Pulver eines hydrophoben
Metalloxids enthält, während er ein gutes Fließverhalten aufweist
und dessen Elektrifikationseigenschaften stabil sind, sowie ein Verfahren zu seiner
Herstellung zur Verfügung zu stellen.
Die Ausprägungen und das Wesentliche der Erfindung sind nachstehend
erwähnt. Die vorliegende Erfindung stellt ein feines Pulver eines hydrophoben
Metalloxids, wie in Patentanspruch 1 beansprucht, ein Verfahren zu seiner Herstellung,
wie in Patentanspruch 7 beansprucht, sowie eine Tonerzusammensetzung, die es enthält,
wie in Patentanspruch 8 beansprucht, zur Verfügung.
Das erfindungsgemäße feine Pulver eines hydrophoben Metalloxids
ist dadurch gekennzeichnet, dass es durch Oberflächenbehandlung von feinem
Pulver eines Metalloxids mit einem Silan-Haftvermittler mit mindestens einer Epoxygruppe
in seinem Molekül und einem Alkylsilazan, um dadurch eine Aminogruppe und eine
Alkylsilylgruppe in die Epoxygruppen an der Oberfläche des feinen Metalloxidpulvers
einzuführen, erhältlich ist.
Im Einzelnen haben wir, die Erfinder, gefunden, dass die Ringöffnung
der Epoxygruppen an der Oberfläche des feinen Metalloxidpulvers mit einem Zersetzungsprodukt
eines Alkylsilazans, um eine Aminogruppe in die ringgeöffneten Epoxygruppen
einzuführen, es ermöglicht, die Menge der Elektrifikation des feinen Pulvers
zu kontrollieren, und dass die Hydroxylgruppen, die durch die Epoxyringöffnung
gebildet werden, und die Hydroxylgruppen des Metalloxids mit einer
Alkylsilylgruppe umgesetzt werden und hierdurch die Hydrophobie des feinen Pulvers
verbessern und die Elektrifikationskontrolle des feinen Pulvers ermöglichen.
Auf Basis dieser Befunde beruht die Erfindung.
Erfindungsgemäß ist das feine Pulver eines Metalloxids vorzugsweise
Silika, Titandioxid oder Alumina.
Als das Alkylsilazan sind diejenigen der folgenden allgemeinen Formel
(I) oder (II) bevorzugt:
R3Si(NHSiR2)nNHSiR3(I)
worin R eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen bezeichnet, und einige der
Substituenten R mit einem beliebigen anderen Substituenten substituiert sein können,
eingeschlossen Wasserstoffatomen, Vinylgruppen und anderen; n eine ganze Zahl von
0 bis 8 bezeichnet; und m eine ganze Zahl von 3 bis 6 bezeichnet.
Vorzugsweise hat das erfindungsgemäße feine Pulver eines
hydrophoben Metalloxids einen Grad der Hydrophobie von mindestens 60 %, gemessen
mit einem Transmissionsverfahren, und es hat eine Menge der Triboelektrifikation
für Eisenpulver von –400 bis +400 &mgr;C/g.
Das erfindungsgemäße feine Pulver eines hydrophoben Metalloxids
kann leicht gemäß dem Verfahren der Erfindung hergestellt werden, das
die Oberflächenbehandlung von feinem Pulver eines Metalloxids mit einem Silan-Haftvermittler
mit mindestens einer Epoxygruppe in seinem Molekül und einem Alkylsilazan,
um dadurch eine Aminogruppe und eine Alkylsilylgruppe in die Epoxygruppen an der
Oberfläche des feinen Metalloxidpulvers einzuführen, umfasst.
Die erfindungsgemäße Tonerzusammensetzung für die Elektrofotografie
ist dadurch gekennzeichnet, dass sie das oben erwähnte erfindungsgemäße
feine Pulver eines hydrophoben Metalloxids enthält. Da es das feine Pulver
eines hydrophoben Metalloxids enthält, das gute Hydrophobie aufweist und dessen
Elektrifikationseigenschaften gut kontrolliert sind, sind die Elektrifikationseigenschaften
der Tonerzusammensetzung stabil und sein Fließverhalten ist äußerst
hervorragend.
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
Die Erfindung wird nun im Detail beschrieben.
Das feine Pulver eines Metalloxids, welches das erfindungsgemäße
Ausgangsmaterial sein soll, ist vorzugsweise ein einzelnes Oxid von Silika, Titandioxid,
Alumina oder Zirkonoxid oder ein Kompositoxid, das sie umfasst. Zwei oder mehr dieser
Oxide können in Kombination verwendet werden. Gewünschtenfalls kann das
feine Pulver eines solchen Metalloxids vorher mit einem beliebigen von Trimethylchlorsilan,
Dimethyldichlorsilan, Methyltrichlorsilan, Trimethylalkoxysilanen, Dimethyldialkoxysilanen,
Methyltrialkoxysilanen, Hexamethyldisilazan, verschiedenen Silikonölen, verschiedenen
Silan-Haftvermittlern und anderen hydrophobisiert werden.
Die Oberflächenbehandlung kann mit jedem bekannten Verfahren
durchgeführt werden. Beispielsweise wird feines Pulver eines Metalloxids, das
aus einer Metallhalogenidverbindung durch ihre Dampfphasen-Hochtemperatur-Pyrolyse
oder dergleichen hergestellt wurde, in einen Mischer gegeben und darin in einer
Stickstoffatmosphäre gerührt, und eine vorgegebene Menge Silan-Haftvermittler
mit mindestens einer Epoxygruppe in seinem Molekül und ein Alkylsilazan und
gegebenenfalls ein Lösungsmittel werden tropfenweise zu dem feinen Pulver hinzugefügt
oder darauf aufgesprüht, so dass eine ausreichende Dispersion davon erhalten
wird, dann unter Wärme bei 50°C oder höher, vorzugsweise bei 100°C
oder höher, mehr bevorzugt bei 100 bis 200°C für 0,1 bis 5 Stunden,
vorzugsweise 1 bis 2 Stunden, gerührt und anschließend abgekühlt,
um gleichförmiges feines Pulver eines oberflächenmodifizierten Metalloxids
zu erhalten. Die Oberflächenbehandlung mit dem Silan-Haftvermittler mit mindestens
einer Epoxygruppe in seinem Molekül und dem Alkylsilazan kann entweder gleichzeitig
oder separat in zwei Stufen durchgeführt werden.
Beispiele des Silan-Haftvermittlers mit mindestens einer Epoxygruppe
in seinem Molekül, der als das Oberflächenmodifikationsmittel verwendet
werden soll, schließen Silan-Haftvermittler mit mindestens einer Epoxygruppe,
beispielsweise von Glycidylgruppen und/oder alicyclischen Epoxygruppen im Molekül
ein.
Spezielle Beispiele der Silan-Haftvermittler mit mindestens einer
Epoxygruppe in ihrem Molekül, die erfindungsgemäß verwendet werden
sollen, sind nachstehend erwähnt.
Die Silan-Haftvermittler schließen
&ggr;-Glycidoxypropyltrimethoxysilan,
&ggr;-Glycidoxypropyltriethoxysilan,
&ggr;-Glycidoxypropylmethyldimethoxysilan,
&ggr;-Glycidoxypropylmethyldiethoxysilan,
&bgr;-(3,4-Epoxycyclohexyl)ethyltrimethoxysilan,
&bgr;-(3,4-Epoxycyclohexyl)ethyltriethoxysilan, usw. ein.
Als die Alkylsilazane sind die oben erwähnten mit Formel (I)
oder (II) bevorzugt. In den Formeln (I) und (II) ist R vorzugsweise eine Alkylgruppe
mit 1 bis 2 Kohlenstoffatomen. Als spezielle Beispiele der Verbindungen mit Formel
(I) seien Hexamethyldisilazan usw. genannt. Als diejenigen der Verbindungen mit
Formel (I), in denen einige Gruppen R mit Wasserstoffen substituiert sind, seien
Tetramethyldisilazan usw. genannt, und als diejenigen, wo einige Gruppen R mit Vinylgruppen
substituiert sind, seien Divinyltetramethyldisilazan usw. genannt. Als Beispiele
der Verbindungen mit Formel (II) seien Hexamethylcyclotrisilazan, Octamethylcyclotetrasilazan,
usw. erwähnt.
Was die Menge der Epoxyverbindung und diejenige des Alkylsilazans
angeht, die zu dem feinen Pulver eines Metalloxids zugesetzt werden sollen, kann
üblicherweise die Menge der Epoxyverbindung 0,1 bis 50 Gew.-Teile sein, ist
jedoch vorzugsweise 1 bis 20 Gew.-Teile, relativ zu 100 Gew.-Teilen des feinen Pulvers,
und diejenige des Alkylsilazans kann 0,1 bis 100 Gew.-Teile, jedoch vorzugsweise
1 bis 50 Gew.-Teile, relativ zu denselben sein.
Bei der Oberflächenbehandlung des feinen Pulvers eines Metalloxids
mit einer Epoxyverbindung, kombiniert mit einem Alkylsilazan, werden die Epoxygruppen
an der Oberfläche des feinen Pulvers eines Metalloxids mit dem Zersetzungsprodukt
des Alkylsilazans ringgeöffnet, wodurch eine Aminogruppe und eine Alkylsilylgruppe
in die ringgeöffneten Epoxygruppen eingeführt werden können.
Es ist wünschenswert, dass die Menge der in die ringgeöffneten
Epoxygruppen durch die Oberflächenbehandlung einzuführenden Aminogruppe
zwischen etwa 30 und 3000 ppm in Einheiten der Menge von N in dem resultierenden
feinen Pulver eines hydrophoben Metalloxids fällt. Wenn die Menge N kleiner
als 30 ppm ist, konnte ihr erfindungsgemäßer Effekt der Verbesserung des
resultierenden Pulvers durch die Einführung der Aminogruppe nicht erzielt werden.
Andererseits ist die Einführung von N viel größer als 3000 ppm in
die ringgeöffneten Epoxygruppen im Hinblick auf technische Aspekte schwierig.
Was die Menge der in die Epoxygruppen einzuführenden Alkylsilylgruppe
angeht, ist es wünschenswert, dass das Verhältnis der Alkylsilylgruppe
zu der Epoxygruppe der Epoxyverbindung, die in das resultierende feine Pulver eines
hydrophoben Metalloxids eingeführt worden ist, mindestens 0,1 ist. Wenn das
Verhältnis kleiner als 0,1 ist, konnte der erfindungsgemäße Effekt
der Verbesserung des Pulvers durch die Einführung der Alkylsilylgruppe nicht
erzielt werden.
Was die physikalischen Eigenschaften des feinen Pulvers eines hydrophoben
Metalloxids angeht, das erfindungsgemäß hergestellt wurde, hat das Pulver
eine Menge der Elektrifikation für einen Träger aus Eisenpulver von –400
bis +400 &mgr;C/g, und die Menge der Elektrifikation des Pulvers kann frei kontrolliert
werden oder d.h. die negative Elektrifikationseigenschaft, die Null-Elektrifikationseigenschaft
oder die positive Elektrifikationseigenschaft des Pulvers, kann in jeder gewünschten
Weise ausgewählt werden und die Intensität seiner Elektrifikation kann
frei variiert werden.
Der Grad der Hydrophobie des feinen Pulvers, gemessen mit einem Transmissionsverfahren,
ist mindestens 60 %, jedoch vorzugsweise mindestens 70 %. Da das Pulver einen Grad
der Hydrophobie von mindestens 60 % hat, wird verhindert, dass Wasser daran adsorbiert,
und zusätzlich konnte die Änderung der Menge der Elektrifikation des feinen
Pulvers, die durch Änderungen der Umgebung hervorgerufen wird, vernachlässigbar
sein. Im Ergebnis konnte das feine Pulver die ganze Zeit ausgezeichnete Eigenschaften
haben, selbst wenn es für einen langen Zeitraum verwendet wurde. Wenn jedoch
das feine Pulver einen Grad der Hydrophobie von kleiner als 60 % hat, adsorbiert
Wasser daran und die Menge der Elektrifikation des feinen Pulvers fluktuiert. In
diesem Fall verursacht die Langzeitverwendung des feinen Pulvers unterschiedliche
Nachteile.
Die Menge der Elektrifikation und der Grad der Hydrophobie des feinen
Pulvers eines hydrophoben Metalloxids können mit den später erwähnten
Verfahren gemessen werden. Die erfindungsgemäße Tonerzusammensetzung für
die Elektrofotografie umfasst das oben erwähnte erfindungsgemäße
feine Pulver eines hydrophoben Metalloxids. Der Gehalt der Zusammensetzung an feinem
Pulver kann so sein, dass er dem erhaltenen Entwickler die obigen Eigenschaften
verleiht, und er ist nicht im Einzelnen festgelegt. Vorzugsweise fällt jedoch
der Gehalt an feinem Pulver zwischen 0,01 und 5,0 Gew.-%. Das feine Pulver kann
zu Toner in jeder bekannten Weise hinzugefügt werden.
Wenn die Menge des feinen Pulvers eines hydrophoben Metalloxids, das
in der Tonerzusammensetzung für die Elektrofotografie vorliegen soll, geringer
ist als 0,01 Gew.-%, ist der Effekt des feinen Pulvers, das Fließverhalten
der Tonerzusammensetzung zu verbessern und derjenige, die Elektrifikationseigenschaften
der Tonerzusammensetzung zu stabilisieren, nicht zufrieden stellend. Wenn andererseits
die Menge des feinen Pulvers eines hydrophoben Metalloxids, das darin vorliegen
soll, größer als 5 Gew.-% ist, nimmt die Menge des feinen Pulvers, das
sich selbständig verhält, zu und bringt hierdurch die Probleme schlechter
Bildgebungsfähigkeit und schlechter Reinigungsfähigkeit mit sich.
Üblicherweise enthält Toner ein thermoplastisches Harz und
zusätzlich dazu enthält er noch eine geringe Menge eines Pigments, eines
Ladungskontrollmittels und eines Zusatzstoffs. Erfindungsgemäß kann die
Tonerzusammensetzung beliebige übliche Komponenten enthalten, solange sie das
oben erwähnte feine Pulver eines hydrophoben Metalloxids enthält. Beispielsweise
kann die Erfindung auf beliebige einkomponentige oder zweikomponentige magnetische
oder nicht-magnetische Toner, sowie auf negativ geladene Toner oder positiv geladene
Toner angewandt werden. Das System, auf das die Erfindung angewandt wird, kann ein
beliebiges von einem monochromatischen oder Farbbildgebungssystem sein.
In der erfindungsgemäßen Tonerzusammensetzung für die
Elektrofotografie ist das oben erwähnte feine Pulver eines hydrophoben Metalloxids
nicht auf die Einzelverwendung als ein Zusatzstoff beschränkt, sondern kann
mit jedem anderen feinen Pulver eines Metalloxids kombiniert werden. Beispielsweise
kann das feine Pulver eines hydrophoben Metalloxids mit beliebigen anderen aus einem
feinen Pulver von Oberflächen-modifiziertem Trockenprozess-Silika, feinen Pulver
von Oberflächen-modifiziertem Trockenprozess-Titanoxid, feinen Pulver von Oberflächen-modifiziertem
Feuchtprozess-Titanoxid usw. kombiniert werden.
Verfahren zur Messung und Bewertung der Menge der Elektrifikation
und des Grades der Hydrophobie des feinen Pulvers von hydrophoben Metalloxiden,
sowie des Fließverhaltens, der umgebungsabhängigen Stabilität der
Menge der Elektrifikation und der Bildgebungsfähigkeiten der Tonerzusammensetzungen
für die Elektrofotografie sind nachstehend erwähnt.
Verfahren zur Messung der Menge der Elektrifikation:
50 g eines Trägers aus Eisenpulver und 0,1 g feines Pulver eines hydrophoben
Metalloxids, das getestet werden soll, werden in einen 75 ml-Glasbehälter gegeben,
mit einer Kappe abgedeckt und in einem Freifallmischer (tumbler mixer) für
5 Minuten geschüttelt, und 0,1 g der resultierenden Mischung, die den Eisenpulverträger
und das feine Pulver eines hydrophoben Metalloxids umfasst, wird herausgenommen.
Diese wird dem Stickstoffblasen für 1 Minute unter Verwendung eines statischen
Abblaselektrometers (Toshiba Chemical's Modell TB-200) unterzogen. Der so gemessene
Wert der statischen Elektrizität gibt die Menge der Elektrifikation des Probenpulvers
an.
Verfahren zur Messung des Grades der Hydrophobie:
1 g einer zu testenden Probe wird ausgewogen und in einen 200 ml Scheidetrichter
gegeben, dem 100 ml reines Wasser hinzugefügt wurde. Nach Verschließen
mit einem Stopfen wird diese in einem Freifallmischer (tumbler mixer) für 10
Minuten geschüttelt. Nach dem Schütteln auf diese Weise wird sie statisch
so wie sie ist für 10 Minuten gehalten. Nach dem statischen Halten auf diese
Weise werden 20 bis 30 ml der unteren Schicht der resultierenden Mischung aus dem
Trichter entnommen und in mehrere 10 mm-Quarzzellen überführt. Jede Zelle
wurde der Kolorimetrie unter Verwendung einer reinen Wasserzelle als Blindwert unterzogen,
und die Transmission hindurch bei 500 nm wurde gemessen. Diese gibt den Grad der
Hydrophobie der Probe an.
Verfahren zur Messung des Fließverhaltens:
0,4 g feines Pulver eines hydrophoben Metalloxids, das getestet werden soll, und
40 g eines positiv geladenen oder negativ geladenen 7 &mgr;m-Toners wurden gerührt
und in einem Mischer gemischt, um eine Tonerzusammensetzung für die Elektrofotografie
herzustellen. Unter Verwendung eines Pulvertestgeräts (Hosokawa Micron's Modell
PT-N) wurde die Zusammensetzung durch 150 &mgr;m, 75 &mgr;m und 45 &mgr;m
Drahtsiebe in dieser Reihenfolge gesiebt, während man die Drahtsiebe vibrieren
ließ. Das Verhältnis der Fraktion, die durch sämtliche der 150 &mgr;m,
75 &mgr;m und 45 &mgr;m Drahtsiebe hindurchpasste, zu der Gesamtzusammensetzung,
gibt den Prozentsatz der Probe, der durch das 45 &mgr;m Drahtsieb hindurchpasste,
an. Proben mit einem so gemessenen Wert von mindestens 80 % hatten ein gutes Fließverhalten.
Verfahren zur Messung der umgebungsabhängigen Stabilität
der Menge der Elektrifikation:
2 g einer Tonerzusammensetzung für die Elektrofotografie, die durch Rühren
und Vermischen von 0,4 g feinem Pulver eines hydrophoben Metalloxids, das getestet
werden sollte, und 40 g eines positiv geladenen oder negativ geladenen 7 &mgr;m
Toners in einem Mischer hergestellt worden war, und 48 g eines Trägers aus
Eisenpulver wurden in einen 75 ml Glasbehälter gegeben und unter HH- und LL-Verhältnissen
für 24 Stunden belassen. Die HH-Verhältnisse bezeichnen eine Atmosphäre
mit einer Temperatur von 40°C und einer Luftfeuchtigkeit von 85 %, und die
LL-Verhältnisse bezeichnen eine Atmosphäre mit einer Temperatur von 10°C
und einer Luftfeuchtigkeit von 20 %. Diejenigen Mischungen der Tonerzusammensetzung
und des Eisenpulverträgers, die so für 24 Stunden in den HH- und LL-Atmosphären
belassen worden waren, wurden für 5 Minuten unter Verwendung eines Freifallmischers
(tumbler mixer) separat geschüttelt. 0,2 g der so geschüttelten Mischungen,
die aus der Tonerzusammensetzung und dem Eisenpulverträger bestanden, wurde
herausgenommen und dem Stickstoffblasen für 1 Minute unter Verwendung eines
statischen Abblaselektrometers (Modell TB-200 von Toshiba Chemical) unterzogen.
Der nach dem Blasen gemessene Wert der statischen Elektrizität gibt die Menge
der Elektrifikation der Tonerzusammensetzung unter zwei unterschiedlichen Bedingungen
an. Der Unterschied der Menge der Elektrifikation zwischen der
Mischung, die unter den HH-Verhältnissen für 24 Stunden belassen wurde,
und derjenigen, die unter den LL-Verhältnissen für 24 Stunden belassen
wurde, wird erhalten. Proben, deren Differenzwert höchstens 5 &mgr;C/g ist,
haben gute Stabilität, ohne durch die äußeren Randbedingungen beeinflusst
zu werden.
Verfahren zur Bewertung der Bildgebungseigenschaften:
Unter Verwendung einer zu testenden Tonerzusammensetzung wurden mindestens 50.000
Kopien in einem handelsüblichen Kopiergerät gemacht, und die kopierten
Bilder wurden auf ihre Eigenschaften hin überprüft (Schleier, Bilddichte
usw.).
Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die folgenden Beispiele und
Vergleichsbeispiele, die jedoch nicht den Bereich der Erfindung einschränken
sollen, ausführlicher beschrieben.
Beispiel 1:
100 Gew.-Teile pyrogene Kieselsäure (fumed silica) (Handelsname
Aerosil 200 von Nippon Aerosil mit einer spezifischen Oberfläche von 200 m2/g)
wurde in einen Mischer gegeben, dem tropfenweise 3 Gew.-Teile &ggr;-Glycidoxypropyltrimethoxysilan
und 20 Gew.-Teile Hexamethyldisilazan unter Rühren in einer Stickstoffatmosphäre
hinzugefügt wurden, dann noch unter Hitze bei 150°C für 1 Stunde
gerührt und anschließend abgekühlt.
Das so erhaltene feine Pulver hatte eine Menge der Triboelektrifikation
für einen Träger aus Eisenpulver von –300 &mgr;C/g, einen Grad
der Hydrophobie, gemessen nach einem Transmissionsverfahren, von 95 %, eine spezifische
BET-Oberfläche von 140 m2/g, eine Kohlenstoffmenge von 2,9 Gew.-%,
eine N-Menge von 300 ppm und ein Verhältnis der eingeführten Alkylsilylgruppe
zu der Epoxygruppe von 0,27.
Die Menge der Triboelektrifikation des feinen Pulvers, das unter LL-Bedingung
für 24 Stunden belassen worden war, betrug –320 &mgr;C/g; während
diejenige des feinen Pulvers, das unter der HH-Bedingung für 24 Stunden belassen
worden war, –270 &mgr;C/g war. Das Verhältnis HH/LL war 0,84. Dies
bedeutet, dass die umgebungsabhängige Änderung der Menge der Triboelektrifikation
des feinen Pulvers gering ist.
Dieses feine Pulver wurde mit einem negativ geladenen 7 &mgr;m-Toner
vermischt und so eine Tonerzusammensetzung hergestellt, und das Fließverhalten
der Tonerzusammensetzung wurde gemessen. Im Ergebnis war der Prozentsatz der Tonerzusammensetzung,
der durch das 45 &mgr;m-Drahtsieb hindurchpasste, 92 %, was das gute Fließverhalten
der Tonerzusammensetzung stützt. Andererseits wurde die Tonerzusammensetzung
mit einem Träger aus Eisenpulver vermischt und wurde für 24 Stunden unter
den LL- und HH-Bedingungen belassen, um die Triboelektrifikation der resultierenden
Mischung unter diesen Bedingungen hervorzurufen. Der Unterschied der Elektrifikationsmenge
der Mischung zwischen LL und HH betrug 2 &mgr;C/g und war gering. Dies stützt
die ausgezeichnete umgebungsabhängige Stabilität der Elektrifikationseigenschaften
der Tonerzusammensetzung.
Unter Verwendung eines handelsüblichen Kopiergeräts mit
der Tonerzusammensetzung darin wurden mindestens 50.000 Kopien gemacht. Die kopierten
Bilder waren alle gut.
Beispiel 2:
100 Gew.-Teile pyrogene Kieselsäure (Handelsname Aerosil 200
von Nippon Aerosil mit einer spezifischen Oberfläche von 200 m2/g)
wurde in einen Mischer gegeben, dem tropfenweise 10 Gew.-Teile &bgr;-(3,4-Epoxycyclohexyl)ethyltrimethoxysilan
und 20 Gew.-Teile Hexamethylcyclotrisilazan unter Rühren in einer Stickstoffatmosphäre
hinzugefügt wurden, dann unter Hitze bei 150°C für 1 Stunde weiter
gerührt und anschließend abgekühlt.
Das so erhaltene feine Pulver hatte eine Menge der Triboelektrifikation
für einen Träger aus Eisenpulver von +200 &mgr;C/g, einen nach einem
Transmissionsverfahren gemessenen Grad der Hydrophobie von 88 %, eine spezifische
BET-Oberfläche von 130 m2/g, eine Kohlenstoffmenge von 5,5 Gew.-%,
eine N-Menge von 1900 ppm und ein Verhältnis der eingeführten Alkylsilylgruppe
zu der Epoxygruppe von 0,42.
Die Menge der Triboelektrifikation des feinen Pulvers, das unter der
LL-Bedingung für 24 Stunden belassen worden war, betrug +220 &mgr;C/g; während
diejenige des feinen Pulvers, das unter der HH-Bedingung für 24 Stunden belassen
worden war, +170 &mgr;C/g betrug. Das Verhältnis HH/LL betrug 0,77. Dies
bedeutet, dass die umgebungsabhängige Änderung der Menge der Triboelektrifikation
des feinen Pulvers gering ist.
Dieses feine Pulver wurde mit einem positiv geladenen 7 &mgr;m-Toner
vermischt und so eine Tonerzusammensetzung hergestellt, und das Fließverhalten
der Tonerzusammensetzung wurde gemessen. Im Ergebnis betrug der Prozentsatz der
Tonerzusammensetzung, der durch das 45 &mgr;m-Drahtsieb hindurchpasste, 87 %,
was das gute Fließverhalten der Tonerzusammensetzung stützt. Andererseits
wurde die Tonerzusammensetzung mit einem Träger aus Eisenpulver gemischt und
unter den LL- und HH-Bedingungen für 24 Stunden belassen, um die Triboelektrifikation
der resultierenden Mischung unter diesen Bedingungen hervorzurufen.
Der Unterschied der Elektrifikationsmenge der Mischung zwischen LL und HH betrug
4 &mgr;C/g und war klein. Dies stützt die ausgezeichnete umgebungsabhängige
Stabilität der Elektrifikationseigenschaften der Tonerzusammensetzung.
Unter Verwendung eines handelsüblichen Kopiergeräts mit
der Tonerzusammensetzung darin wurden mindestens 50.000 Kopien gemacht. Die kopierten
Bilder waren alle gut.
Vergleichsbeispiel 1
100 Gew.-Teile pyrogene Kieselsäure (Handelsname Aerosil 200
von Nippon Aerosil mit einer spezifischen Oberfläche von 200 m2/g)
wurde in einem Mischer gegeben, dem tropfenweise 3 Gew.-Teile &ggr;-Glycidoxypropyltrimethoxysilan
und 1,5 Gew.-Teile 1,3-Diaminopropan unter Rühren in einer Stickstoffatmosphäre
hinzugefügt wurden, dann noch unter Hitze bei 150°C für 1 Stunde
gerührt und anschließend abgekühlt.
Das so erhaltene feine Pulver hatte eine Menge der Triboelektrifikation
für einen Träger aus Eisenpulver von –150 &mgr;C/g, einen nach
einem Transmissionsverfahren gemessenen Grad der Hydrophobie von 0 %, eine spezifische
BET-Oberfläche von 165 m2/g und eine Kohlenstoffmenge von 1,5 Gew.-%.
Die Menge der Triboelektrifikation des feinen Pulvers, das unter den
LL-Bedingungen für 24 Stunden belassen worden war, betrug –200 &mgr;C/g;
während diejenige des feinen Pulvers, das unter den HH-Bedingungen für
24 Stunden belassen worden war, –70 &mgr;C/g betrug. Das Verhältnis
HH/LL betrug 0,35. Dies bedeutet, dass die umgebungsabhängige Änderung
der Menge der Triboelektrifikation des feinen Pulvers groß ist.
Dieses feine Pulver wurde mit einem negativ geladenen 7 &mgr;m-Toner
vermischt und so eine Tonerzusammensetzung hergestellt, und das Fließverhalten
der Tonerzusammensetzung wurde gemessen. Im Ergebnis betrug der Prozentsatz der
Tonerzusammensetzung, der durch das 45 &mgr;m-Drahtsieb hindurchpasste, 68 %.
Dies bedeutet, dass das Fließverhalten der Tonerzusammensetzung nicht gut ist.
Andererseits wurde die Tonerzusammensetzung mit einem Träger aus Eisenpulver
vermischt und unter den LL- und HH-Bedingungen für 24 Stunden belassen, um
die Triboelektrifikation der resultierenden Mischung unter diesen Bedingungen hervorzurufen.
Die Differenz der Elektrifikationsmenge der Mischung zwischen LL und HH betrug 12
&mgr;C/g und war groß. Dies ist deswegen, weil Wasser an das hier hergestellte
nicht-hydrophobe Pulver adsorbierte, so dass die umgebungsabhängige Stabilität
der Elektrifikationseigenschaften der Tonerzusammensetzung schlecht war.
Die Tonerzusammensetzung wurde einem Drucktest unter Verwendung eines
handelsüblichen Kopiergeräts unterzogen, bei dem jedoch gefunden wurde,
dass das Bild auf der 1.000. Kopie einen Schleier hatte.
Vergleichsbeispiel 2:
100 Gew.-Teile pyrogener Kieselsäure (Handelsname Aerosil 200
von Nippon Aerosil mit einer spezifischen Oberfläche von 200 m2/g)
wurde in einen Mischer gegeben, zu dem 10 Gew.-Teile &ggr;-Aminopropyltrimethoxysilan
und 15 Gew.-Teile Hexamethyldisilazan unter Rühren in einer Stickstoffatmosphäre
tropfenweise hinzugefügt wurden, dann noch unter Hitze bei 150°C für
1 Stunde gerührt und anschließend abgekühlt.
Das so erhaltene feine Pulver hatte eine Menge der Triboelektrifikation
für einen Träger aus Eisenpulver von +500 &mgr;C/g, einen nach einem
Transmissionsverfahren gemessenen Grad der Hydrophobie von 20 %, eine spezifische
BET-Oberfläche von 140 m2/g und eine Kohlenstoffmenge von 2,8 Gew.-%.
Die Menge Triboelektrifikation des feinen Pulvers, das unter den LL-Bedingungen
für 24 Stunden belassen worden war, betrug +520 &mgr;C/g, während diejenige
des feinen Pulvers, das unter den HH-Bedingungen für 24 Stunden belassen worden
war, +280 &mgr;C/g betrug. Das Verhältnis HH/LL betrug 0,54. Das heißt,
dass die umgebungsabhängige Änderung der Menge der Triboelektrifikation
des feinen Pulvers groß ist.
Das feine Pulver wurde mit einem positiv geladenen 7 &mgr;m-Toner
vermischt, um eine Tonerzusammensetzung herzustellen, und das Fließverhalten
der Tonerzusammensetzung wurde gemessen. Im Ergebnis betrug der Prozentsatz der
Tonerzusammensetzung, der durch das 45 &mgr;m-Drahtsieb hindurchpasste, 73 %.
Dies heißt, dass das Fließverhalten der Tonerzusammensetzung nicht gut
ist. Andererseits wurde die Tonerzusammensetzung mit einem Träger aus Eisenpulver
vermischt und unter den LL- und HH-Bedingungen für 24 Stunden belassen, um
die Triboelektrifikation der resultierenden Mischung unter diesen Bedingungen hervorzurufen.
Die Differenz der Elektrifikationsmenge der Mischung zwischen LL und HH betrug 9
&mgr;C/g und war groß. Dieses deswegen, weil Wasser an das hier hergestellte
gering hydrophobe Pulver adsorbierte, so dass die umgebungsabhängige Stabilität
der Elektrifikationseigenschaften der Tonerzusammensetzung gering war.
Die Tonerzusammensetzung wurde einem Drucktest unter
Verwendung eines handelsüblichen Kopiergeräts unterzogen, bei dem jedoch
gefunden wurde, dass die Dichte des Bildes auf der 1.000. Kopie ausgedünnt
war.
Vergleichsbeispiel 3:
100 Gew.-Teile ultrafeines Titandioxid (Handelsname, Titanium Oxide
P25 von Nippon Aerosil mit einer spezifischen Oberfläche von 50 m2/g)
wurde in einem Mischer gegeben, dem tropfenweise 5 Gew.-Teile eines mit Glycidyl
an beiden Enden modifizierten Organopolysiloxans (Handelsname KF105 von Shin-Etsu
Chemical), 2 Gew.-Teile 1,3-Diaminopropan und 20 Gew.-Teile n-Hexan unter Rühren
in einer Stickstoffatmosphäre hinzugefügt wurden, und dann wurde noch
unter Hitze bei 200°C für 1 Stunde gerührt. Nach Entfernen des Lösungsmittels
wurde die resultierende Mischung abgekühlt.
Das so erhaltene feine Pulver hatte eine Triboelektrifikationsmenge
für einen Träger aus Eisenpulver von +30 &mgr;C/g, einen nach einem
Transmissionsverfahren gemessenen Grad der Hydrophobie von 30 %, eine spezifische
BET-Oberfläche von 35 m2/g und eine Kohlenstoffmenge von 2,3 Gew.-%.
Die Menge Triboelektrifikation des feinen Pulvers, das unter den LL-Bedingungen
für 24 Stunden belassen worden war, betrug +37 &mgr;C/g; während diejenige
des feinen Pulvers, das unter den HH-Bedingungen für 24 Stunden belassen worden
war, +18 &mgr;C/g betrug. Das Verhältnis HH/LL betrug 0,48. Dies bedeutet,
dass die umgebungsabhängige Änderung der Menge der Triboelektrifikation
des feinen Pulvers groß ist.
Dieses feine Pulver wurde mit einem positiv geladenen 7 &mgr;m-Toner
vermischt und so eine Tonerzusammensetzung hergestellt, und das Fließverhalten
der Tonerzusammensetzung wurde gemessen. Im Ergebnis betrug der Prozentsatz der
Tonerzusammensetzung, die durch das 45 &mgr;m-Drahtsieb hindurchpasste, 61 %.
Dies bedeutet, dass die Fließfähigkeit der Tonerzusammensetzung nicht
gut ist. Andererseits wurde die Tonerzusammensetzung mit einem Träger aus Eisenpulver
vermischt und unter den LL- und HH-Bedingungen für 24 Stunden belassen, um
die Triboelektrifikation der resultierenden Mischung unter diesen Bedingungen hervorzurufen.
Die Differenz der Menge der Elektrifikation der Mischung zwischen LL und HH betrug
13 &mgr;C/g und war groß. Dies ist deswegen, weil Wasser an das hergestellte
schwach hydrophobe Pulver adsorbierte, so dass die umgebungsabhängige Stabilität
der Elektrifikationseigenschaften der Tonerzusammensetzung schlecht war.
Die Tonerzusammensetzung wurde unter Verwendung eines handelsüblichen
Kopiergeräts einem Drucktest unterzogen, bei dem jedoch gefunden wurde, dass
das Bild auf der 1.000. Kopie einen Schleier hatte.
Vergleichsbeispiel 4:
100 Gew.-Teile ultrafeines Alumina (Handelsname Aluminium Oxide C
von Degussa mit einer spezifischen Oberfläche von 100 m2/g) wurde
in einen Mischer gegeben, dem tropfenweise 3 Gew.-Teile eines mit Glycidyl an beiden
Enden modifizierten Organopolysiloxans (Handelsname KF105 von Shin-Etsu Chemical),
1 Gew.-Teil Dibutylaminopropandiamin und 20 Gew.-Teile n-Hexan unter Rühren
in einer Stickstoffatmosphäre hinzugefügt wurden, und dann wurde noch
unter Hitze bei 200°C für 1 Stunde gerührt. Nach Entfernen des Lösungsmittels
wurde die resultierende Mischung abgekühlt.
Das so erhaltene feine Pulver hatte eine Menge der Elektrifikation
für einen Träger aus Eisenpulver von –40 &mgr;C/g, einen nach
einem Transmissionsverfahren gemessenen Grad der Hydrophobie von 15 %, eine spezifische
BET-Oberfläche von 85 m2/g und eine Kohlenstoffmenge von 1,9 Gew.-%.
Die Menge Triboelektrifikation des feinen Pulvers, das unter den LL-Bedingungen
für 24 Stunden belassen worden war, betrug –53 &mgr;C/g; während
diejenige des feinen Pulvers, das unter den HH-Bedingungen für 24 Stunden belassen
worden war, –29 &mgr;C/g betrug. Das Verhältnis HH/LL betrug 0,55.
Dies bedeutet, dass die umgebungsabhängige Änderung der Triboelektrifikationsmenge
des feinen Pulvers groß ist.
Dieses feine Pulver wurde mit einem negativ geladenen 7 &mgr;m-Toner
vermischt und so eine Tonerzusammensetzung hergestellt, und das Fließverhalten
der Tonerzusammensetzung wurde gemessen. Im Ergebnis betrug der Prozentsatz der
Tonerzusammensetzung, die durch das 45 &mgr;m-Drahtsieb hindurchpasste, 65 %.
Dies heißt, dass das Fließverhalten der Tonerzusammensetzung nicht gut
ist. Andererseits wurde die Tonerzusammensetzung mit einem Träger aus Eisenpulver
vermischt und unter den LL- und HH-Bedingungen für 24 Stunden belassen, um
die Triboelektrifikation der resultierenden Mischung unter diesen Bedingungen hervorzurufen.
Die Differenz der Elektrifikationsmenge der Mischung zwischen LL und HH betrug 11
&mgr;C/g und war groß. Dies ist deswegen, weil Wasser an das hier hergestellte
schwach hydrophobe Pulver adsorbierte, so dass die umgebungsabhängige Stabilität
der Elektrifikationseigenschaften der Tonerzusammensetzung schlecht war.
Die Tonerzusammensetzung wurde einem Drucktest unter Verwendung eines
handelsüblichen Kopiergeräts unterzogen, bei dem jedoch gefunden wurde,
dass das Bild auf der 3.000. Kopie einen Schleier hatte.
Wie oben im Detail beschrieben, sind das erfindungsgemäße
feine Pulver eines Metalloxids und das erfindungsgemäße Oberflächenmodifikationsverfahren
zur Herstellung des feinen Pulvers eines Metalloxids vorteilhaft darin, dass das
feine Pulver einen hohen Grad der Hydrophobie besitzt, dass die Elektrifikationseigenschaften
des feinen Pulvers gut kontrolliert sind, dass die Elektrifikationsänderung
des feinen Pulvers gering ist und dass das feine Pulver eine äußerst gute
Dispergierbarkeit besitzt.
Entsprechend hat die Tonerzusammensetzung für die Elektrofotografie,
die das erfindungsgemäße feine Pulver eines hydrophoben Metalloxids, das
vorzugsweise gemäß dem erfindungsgemäßen Oberflächenmodifikationsverfahren
hergestellt wurde, umfasst, hohe Qualität, ein gutes Fließverhalten und
gute Dauerhaftigkeit, und seine Elektrifikationseigenschaften sind gut. Bei der
Bildvervielfältigung mit der Tonerzusammensetzung haben die gebildeten Bilder
keinen Schleier und haben wenige Fehler. Dabei haftet der Toner wenig an Photorezeptoren
an, und der Toner konnte, wenn er daran anhaftete, leicht abgeputzt werden.
Wenn das erfindungsgemäße feine Pulver eines hydrophoben
Metalloxids in Flüssigharzen verwendet wird, zeigt es gute Kompatibilität
mit Füllstoffen, da es funktionelle Gruppen an seiner Oberfläche aufweist.
Folglich kann die Flüssigharzzusammensetzung, welche das feine Pulver enthält,
verbesserte mechanische Festigkeit und verbesserte Viskosität zeigen.
Die erfindungsgemäße Tonerzusammensetzung für die Elektrofotografie
kann gute Elektrifikationsstabilität und ein gutes Fließverhalten für
einen langen Zeitraum aufweisen und ist frei vom Problem der Unterdrückung
der Bilddichte. Die Bildgebungsfähigkeiten der Tonerzusammensetzung sind gut
und die Eigenschaften der Tonerzusammensetzung, von Photorezeptoren gut abgeputzt
werden zu können, sind ebenso gut.
Während die Erfindung ausführlich und unter Bezugnahme auf
spezielle Ausführungsformen davon beschrieben wurde, ergibt es sich für
einen Fachmann, dass verschiedene Änderungen und Modifikationen darin gemacht
werden können, ohne von ihrem Bereich abzuweichen.
Anspruch[de]
Feines Pulver eines hydrophoben Metalloxids, erhältlich durch Oberflächenbehandlung
eines feinen Pulvers eines Metalloxids mit einem Silan-Haftvermittler mit mindestens
einer Epoxygruppe in seinem Molekül und einem Alkylsilazan, um dadurch eine
Aminogruppe und eine Alkylsilylgruppe in die Epoxygruppen an der Oberfläche
des feinen Metalloxidpulvers einzuführen.Feines Pulver eines hydrophoben Metalloxids wie in Anspruch 1 beansprucht,
in dem das feine Metalloxidpulver Siliziumdioxid, Titandioxid oder Aluminiumoxid
ist.Feines Pulver eines hydrophoben Metalloxids wie in mindestens einem
der Ansprüche 1 bis 2 beansprucht, in dem das Alkylsilazan wiedergegeben ist
durch die folgende allgemeine Formel (I):
R3Si(NHSiR2)nNHSiR3(I)
worin R eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen bezeichnet und einige der
Substituenten R substituiert sein können mit einem beliebigen anderen Substituenten,
eingeschlossen Wasserstoffatomen, Vinylgruppen und anderen; und n eine ganze Zahl
von 0 bis 8 bezeichnet.Feines Pulver eines hydrophoben Metalloxids wie in mindestens einem
der Ansprüche 1 bis 2 beansprucht, in dem das Alkylsilazan wiedergegeben ist
durch die folgende allgemeine Formel (II):
worin R eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen bezeichnet und einige der
Substituenten R substituiert sein können mit einem beliebigen anderen Substituenten,
eingeschlossen Wasserstoffatomen, Vinylgruppen und anderen; und m eine ganze Zahl
von 3 bis 6 bezeichnet.Feines Pulver eines hydrophoben Metalloxids wie in mindestens einem
der Ansprüche 1 bis 4 beansprucht, welches einen Grad der Hydrophobie, gemessen
mit einem Transmissionsverfahren, von mindestens 60 % hat.Feines Pulver eines hydrophoben Metalloxids wie in mindestens einem
der Ansprüche 1 bis 5 beansprucht, welches eine Menge der Triboelektrifikation
für Eisenpulver von –400 bis +400 &mgr;C/g hat.Verfahren zur Herstellung eines feinen Pulvers eines hydrophoben Metalloxids,
welches die Oberflächenbehandlung eines feinen Pulvers eines Metalloxids mit
einem Silan-Haftvermittler mit mindestens einer Epoxygruppe in seinem Molekül
und einem Alkylsilazan, um dadurch eine Aminogruppe und eine Alkylsilylgruppe in
die Epoxygruppen an der Oberfläche des feinen Metalloxidpulvers einzuführen,
umfaßt.Tonerzusammensetzung für die Elektrofotografie,
welche das feine Pulver eines hydrophoben Metalloxids gemäß mindestens
einem der Ansprüche 1 bis 7 enthält.