Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Verdrahtungsmusteruntersuchungsvorrichtung
zum Untersuchen einer Leiterplatine.
ERLÄUTERUNG DES TECHNOLOGISCHEN HINTERGRUNDS
Eine Leiterplatine enthält häufig ein Element mit einer
Form, die von einer Verdrahtungsmusteruntersuchungsvorrichtung oftmals als Defekt
fehlinterpretiert wird. Ein solches Element darf nicht Ziel der Untersuchung sein.
Ein Loch wie etwa ein durchkontaktiertes Loch und ein Schichten verbindendes Photo-Via-Hole
(nachstehend als "Via-Hole" bezeichnet) können eine Form haben, die als Defekt
fehlinterpretiert wird. Zum Beispiel ist in der amtlichen Bekanntmachung des japanischen
Patents mit der Offenlegungsnummer 6-294626 eine herkömmliche Verdrahtungsmusteruntersuchungsvorrichtung
offenbart, die eine Qualitätsuntersuchung eines Verdrahtungsmusters durchführt,
indem auf einen echten Defekt bezogene Daten auf der Grundlage eines Musterbilds
gewonnen werden, das durch Aufnahme eines zu untersuchenden Objekts erlangt wurde,
und ein Lochmaskenbild separat erzeugt wird. Das heißt, von den für den
Defekt infrage kommenden Daten, also Daten eines möglicherweise oder potenziell
defekten Elements im Musterbild, sind Daten, die nicht dem Lochmaskenbild entsprechen,
Daten über einen tatsächlichen Defekt. Dieses Lochmaskenbild wird erzeugt,
indem ein Lochmesssignal, das einen Teil zeigt, der eine Form enthält, die
in einem Musterbild als durchkontaktiertes Loch angesehen wird, und ein effektives
Locherkennungssignal gegenübergestellt werden, das anhand der technischen Vorgaben
des zu untersuchenden Objekts zur Verfügung steht.
Bei dieser herkömmlichen Technik geht die Gewinnung des Lochmesssignals
aus dem Musterbild wie folgt vonstatten. Wie in 11
gezeigt ist, wird die Anzahl von aufeinanderfolgend angeordneten schwarzen Pixeln
in jeder von acht Richtungen N, NE, E, SE, S, SW, W, NW von einem Bereich aus gezählt,
in dem in einem binarisierten Musterbild vier schwarze Pixel beieinander liegen.
Das Lochmesssignal ist an jeweiligen Pixeln des Bereichs dann auf Hochpegel, wenn
in jeder Richtung die Anzahl von aufeinanderfolgenden schwarzen Pixeln innerhalb
eines vorbestimmten Bereichs liegt (ein oberer Grenzwert und ein unterer Grenzwert
einer Anzahl von Pixeln, die dem Radius eines durchkontaktierten Lochs entsprechen).
Bei der herkömmlichen Verdrahtungsmusteruntersuchungsvorrichtung
besteht aber das folgende Problem. Obwohl ein Durchgangsloch wie ein durchkontaktiertes
Loch bewältigt werden kann, ist dies bei einem nicht durchgängigen Loch
wie etwa einem blinden Via-Hole, das durch einen Laserprozess gebildet wird, oder
einem Photo-Via-Hole nicht der Fall, und zwar wegen eines Unterschieds zwischen
den binarisierten Musterbildern eines durchkontaktierten Lochs und eines Photo-Via-Holes.
Wenn ein innenliegendes Pixel eines durchkontaktierten Lochs binarisiert wird, ist
das sich ergebende Pixel immer schwarz. Deswegen erscheint in einem binarisierten
Musterbild das durchkontaktierte Loch als ungefähr kreisförmige Ansammlung
von schwarzen Pixeln, wie in 3 gezeigt ist. Deshalb
kann das durchkontaktierte Loch durch eine Messung wie nach 11
erkannt werden. In 3 entspricht "0" einem schwarzen
Pegel, wohingegen "1" einem weißen Pegel entspricht (dasselbe gilt für
4, 13 usw.).
Dagegen wird, was ein Photo-Via-Hole und dergleichen anbelangt, ein
innenliegendes Pixel nicht immer schwarz, weil Kupfer am Grund des Lochs matt schimmert.
So wird, wie in 4 gezeigt ist, in einem binarisierten
Musterbild das Photo-Via-Hole als schwarze Pixelfläche mit einer entstellten
Form erkannt. Dort kann ein Teil T vorhanden sein, der in der schwarzen Pixelfläche
nur ein Pixel breit ist. Wenn dann unter Zentrierung am Teil T eine Messung wie
die in 11 gezeigte durchgeführt wird, wie in
12 gezeigt ist, wird ein Zählungsausgangspixel
einer bestimmten Richtung (N, NE, NW) nicht schwarz. Deshalb kann an diesem Teil
T ein Lochmesssignal nicht auf Hochpegel gehen, d. h. die Messung wie die in
11 gezeigte kann an diesem Teil T nicht erfolgen, weil
der Zählvorgang nicht begonnen werden kann. In 12
zeigt ein Zeichen "x" zur Rechten eines Richtungszeichens an, dass die Zählung
in der entsprechenden Richtung nicht erfolgen kann. Des Weiteren zeigt eine in Klammern
gesetzte Zahl auf der rechten Seite eines Richtungszeichens einen Zählwert
jeder Richtung an (dasselbe gilt für 13).
Betrachtet man in einer in 4 gezeigten
Form eine Fläche mit Ausnahme des Teils T, dann erscheint die Messung wie nach
11 möglich, obwohl die Anzahl von aufeinanderfolgenden
schwarzen Pixeln nicht im vorbestimmten Bereich liegt. Der Fall, dass die Messung
wie nach 11 tatsächlich möglich ist, ist
extrem unwahrscheinlich. Deshalb ist in einem Lochmaskenbild der
herkömmlichen Technik die Abdeckung eines Photo-Via-Holes schlecht, und ein
entsprechendes Lochmaskenbild des Photo-Via-Holes kann nicht erzeugt werden. Im
Ergebnis treten bei einer Untersuchung eines Verdrahtungsmusters viele falsche Signale
auf, so dass die Untersuchungsvorrichtung ungeeignet ist.
Übrigens wird in 12 ein Wert einer
numerischen Summe von schwarzen Pixeln aus allen Richtungen, selbst im Teil T von
4, zu einem positiven endlichen Wert (3 + 1 + 1 + 1
+ 2 = 8). Indem man dem Wert der Summe eine konstante Obergrenze setzt, kann deshalb
die Messung wie nach 11 den Teil T erkennen. Wenn aber
die Messung an einem parallelen Muster erfolgt, das aus einer Leiterbahnbreite Z
besteht, in Verbindung mit einem Durchmesser eines Photo-Via-Holes wie in
13 gezeigt, kann der Wert der Summe (4 + 4 + 4 = 12)
gleich oder kleiner als der obere Grenzwert werden. Dies bedeutet, dass eine Stelle,
die kein Photo-Via-Hole darstellt, fälschlicherweise als Stelle interpretiert
wird, die ein Photo-Via-Hole darstellt. Besteht ein effektives Locherkennungssignal
in der Nähe des parallelen Musters, wird eine unnötige Lochmaske erzeugt,
so dass die Zuverlässigkeit der Untersuchung vermindert ist. Obwohl denkbar
ist, dass am Musterbild zum Abgleich eine affine Transformation (eine Parallelverschiebung,
Vergrößerungseinstellung, Drehung) erfolgt, steigt die Untersuchungstaktzeit
stark an.
Die Druckschrift JP-A-6294626, die den am nächsten kommenden
Stand der Technik darstellt, offenbart eine Verdrahtungsmusteruntersuchungsvorrichtung
zur Untersuchung einer Leiterplatine, die ein Musterbilderzeugungsmittel, Durchmesserbeurteilungsmittel,
Maskenerkennungsbereicherzeugungsmittel, Maskenkandidatautorisierungsmittel, Maskenherstellungsmittel
und Untersuchungsmittel umfasst. Gemäß dieser Druckschrift werden schwarze
Pixel ausgehend von vier verschiedenen Messungsstartpixeln gezählt, und die
Zählung kann nur ausgeführt werden, wenn es sich bei allen vier Messungsstartpixeln
um schwarze Pixel handelt. Folglich wird die Untersuchungsvorrichtung gemäß
dieser Druckschrift nicht mit nicht durchgängigen Via-Holes oder nicht kreisförmigen
Formen fertig.
Weitere Verdrahtungsmusteruntersuchungsvorrichtungen, die zum Verstehen
der Erfindung nützlich sind, sind in den Druckschriften US-A-4 797 939, EP-A-0
498 462, JP 07 027534 A und US-A-5
608 816 offenbart.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Gemäß einem Aspekt der Erfindung umfasst eine Verdrahtungsmusteruntersuchungsvorrichtung
ein Musterbilderzeugungsmittel, ein Durchmesserbeurteilungsmittel, ein Maskenerkennungsbereicherzeugungsmittel,
ein Maskenkandidatautorisierungsmittel, ein Maskenherstellungsmittel und ein Untersuchungsmittel.
Das Musterbilderzeugungsmittel dient zum Erzeugen eines Musterbildes,
das aus binarisierten Pixeldaten gebildet ist, die durch Aufnehmen eines Verdrahtungsmusters
der zu untersuchenden Leiterplatine gewonnen sind. Das Durchmesserbeurteilungsmittel
dient zum Auswählen, eines nach dem anderen, jedes Pixels, das in dem Musterbild
enthalten ist, als ein Messungsstartpixel, Zählen, bezüglich des Messungsstartpixels,
in einer Mehrzahl von Richtungen die Anzahl schwarzer Pixel, die von demselben Messungsstartpixel
aus aufeinanderfolgend angeordnet sind, Vergleichen bezüglich jeder Richtung
die Anzahl der aufeinanderfolgend angeordneten schwarzen Pixel mit einem Referenzwert,
der in jeder Richtung eingestellt ist, und Beurteilen jede der Mehrzahl von Richtungen
als gut, wenn die Anzahl der aufeinanderfolgend angeordneten schwarzen Pixel eine
natürliche Zahl gleich groß wie oder kleiner als der Referenzwert ist,
und als nicht gut, wenn die Anzahl aufeinanderfolgend angeordneter schwarzer Pixel
0 oder größer als der Referenzwert ist, wobei die in jeder Richtung der
Mehrzahl von Richtungen eingestellten Referenzwerte gleich oder voneinander verschieden
sind. Das Maskenerkennungsbereicherzeugungsmittel dient zum Erzeugen eines effektiven
Maskenerkennungssignals, das einen Bereich zeigt, in dem ein Nichtuntersuchungszielbereich
der Leiterplatine vorhanden ist. Das Maskenkandidatautorisierungsmittel dient zum
Bestimmen, ob das ausgewählte Messungsstartpixel ein Maskenkandidatpixel ist,
auf der Grundlage einer Bestimmung des Durchmesserbeurteilungsmittels. Das Maskenherstellungsmittel
dient zum Herstellen eines Maskenbildes durch Vergleichen des Maskenkandidatpixels
mit dem effektiven Maskenerkennungssignal und Bestimmen, ob ein jeweiliges Maskenkandidatpixel
von dem Via-Hole stammt. Das Untersuchungsmittel dient zum Gewinnen einer Defektform
von einem Teil des Musterbildes mit Ausnahme eines Teils, der dem Maskenbild entspricht.
Zunächst nimmt die Verdrahtungsmusteruntersuchungsvorrichtung
ein Verdrahtungsmuster eines zu untersuchenden Objekts auf und erzeugt ein Musterbild,
das aus Pixeldaten besteht, die durch Aufnahme des Verdrahtungsmusters erhalten
wurden. Wenn die Pixeldaten binarisiert sind, ist jedes Pixel im Musterbild entweder
ein schwarzes Pixel oder ein weißes Pixel. Im Allgemeinen ist ein Pixel eines
Verdrahtungsmusters ein weißes Pixel, und ein Pixel zwischen
Verdrahtungsmustern ist ein schwarzes Pixel. Und jedes Pixel in einem Via-Hole ist
idealerweise ein schwarzes Pixel. Eine schwarze Pixelgruppe im Via-Hole kann tatsächlich
aber entstellt sein, weil aufgrund von Schwankungen von Helligkeitswerten vor der
Binarisierung ein Teil zu einem weißen Pixel wird. Bis zu diesem Schritt werden
die Vorgänge von einem Musterbilderzeugungsmittel erledigt.
Als Nächstes wird mit Bezug auf jedes Pixel im Musterbild von
einem Durchmesserbeurteilungsmittel eine Durchmesserbeurteilung vorgenommen. Die
Durchmesserbeurteilung läuft wie folgt ab. In jeder einzelnen einer Mehrzahl
von Richtungen (4, 8, 12, 16 Richtungen usw.) wird die Anzahl von aufeinanderfolgend
angeordneten schwarzen Pixeln ausgehend von einem ausgewählten Pixel als Ausgangspunkt
bestimmt. Das heißt, dass das Messungsstartpixel für jede Richtung dasselbe
Pixel ist, wie in 1 gezeigt ist. In diesem Punkt unterscheidet
sich die vorliegende Erfindung von der herkömmlichen Technik, wo die Anzahl
von Messungsstartpixeln nicht immer eins ist, wie in 11
gezeigt ist. Deshalb wird der Zählwert 0 oder zu einer natürlichen Zahl.
Dann wird das ausgewählte Pixel wie folgt beurteilt. Wenn es sich bei dem Zählwert
um eine natürliche Zahl kleiner oder gleich einem vorbestimmten Wert (einem
oberen Grenzwert) handelt, wird die Richtung als gut beurteilt. Ist dagegen der
Zählwert 0 oder größer als der vorbestimmte Wert, wird die Richtung
als nicht gut beurteilt. Diese Vorgänge stellen die Durchmesserbeurteilung
dar und erfolgen im Hinblick auf jedes Pixel im Musterbild.
Der obere Grenzwert ist ein Wert, der einer Größe eines
Nichtuntersuchungszielbereichs wie etwa eines Via-Holes entspricht, aber der Wert
in jeder Richtung ist nicht notwendigerweise derselbe und kann in der X-Richtung,
Y-Richtung und einer diagonalen Richtung im Musterbild jeweils anders sein. Ein
Grund dafür besteht darin, dass die Form des Nichtuntersuchungszielbereichs
nicht immer kreisförmig ist. Im Übrigen muss das Zählen in jede Richtung
nicht zwangsweise bis zu einem Punkt fortgeführt werden, wo die Sequenz von
schwarzen Pixeln abbricht. Die Zählung kann an einem Punkt gestoppt werden,
an dem der Zählwert den oberen Grenzwert überschreitet.
Bei dieser Verdrahtungsmusteruntersuchungsvorrichtung erzeugt ein
Maskenerkennungsbereicherzeugungsmittel ein effektives Maskenerkennungssignal parallel
zum Arbeitsablauf der Durchmesserbeurteilung. Dieses effektive Maskenerkennungssignal
zeigt einen Bereich an, wo in einem zu untersuchenden Objekt ein Nichtuntersuchungszielbereich
vorhanden sein kann. Die Herstellungsprozesse sind wie folgt. In die Verdrahtungsmusteruntersuchungsvorrichtung
ist eine Standardposition, an der sich in einem zu untersuchenden Objekt ein Nichtuntersuchungszielbereich
wie etwa ein Via-Hole befindet, separat eingegeben worden. Die Standardposition
kann abgeleitet aus bauformbedingten Daten des zu untersuchenden Objekts eingegeben
werden, oder kann ausgehend von einem Messergebnis einer als Grundmodell dienenden
Messleiterplatine eingegeben werden, die nur ein Via-Hole und dergleichen hat. An
einem zu untersuchenden realen Objekt wird das effektive Maskenerkennungssignal
üblicherweise erzeugt, indem ein Bereich, der eine Standardposition enthält,
moderat vergrößert wird, weil aufgrund der Streuung im Einzelfall eine
Position eines Nichtuntersuchungszielbereichs ein klein wenig von der Standardposition
abweichen kann. In welchem Ausmaß der Bereich vergrößert wird, wird
in Abhängigkeit von der Genauigkeit bestimmt, die für das zu untersuchende
Objekt vorgeschrieben ist.
Das Ergebnis der Durchmesserbeurteilung wird an ein Maskenkandidatautorisierungsmittel
gesendet, das das ausgewählte Pixel als Maskenkandidatpixel zulässt oder
nicht. Diese Autorisierung geht vorzugsweise wie folgt vonstatten. Es wird die Anzahl
von Richtungen bestimmt, in denen das Beurteilungsergebnis gut ist. Dann wird die
Anzahl der Richtungen mit einem vorbestimmten Schwellenwert verglichen, und sodann,
wenn die Anzahl größer oder gleich dem Schwellenwert ist, wird das ausgewählte
Pixel als Maskenkandidatpixel genehmigt. Wenn der Schwellenwert gleich der Gesamtanzahl
der Richtungen ist, handelt es sich bei dem als Maskenkandidatpixel zugelassenen,
ausgewählten Pixel um ein Pixel in einer Fläche, wo ein schwarzes Pixel
nur in einem Durchmesser vorhanden ist, der dem oberen Grenzwert entspricht. Ein
schwarzes Pixel in einem Via-Hole ist ein Beispiel hierfür. Ein Pixel in einem
Verdrahtungsmuster wird nicht zu einem Maskenkandidatpixel, weil das Pixel weiß
ist. Außerdem werden Pixel zwischen Verdrahtungsmustern üblicherweise
nicht zu Maskenkandidatpixeln, weil die Pixel für eine lange Strecke aufeinanderfolgend
angeordnet sind und sich nicht in einen Durchmesser einpassen, der dem oberen Grenzwert
entspricht, selbst dann nicht, wenn die Pixel schwarz sind. Hier wird ein von einem
Pinhole stammender Defekt zu einem Maskenkandidatpixel, aber der Defekt wird später
vom Maskenkandidat ausgeschlossen.
Der vorstehend beschriebene Arbeitsgang wird an jedem schwarzen Pixel
im Musterbild vorgenommen. Durch diese Arbeit werden unter schwarzen Pixeln, ein
in einem Nichtuntersuchungszielbereich wie etwa einem Via-Hole vorhandenes Pixel
und ein von einem Defekt wie einem Pinhole stammendes Pixel als Maskenkandidatpixel
zugelassen.
Im üblichen Fall wird als vorbestimmter Schwellenwert die Anzahl
vorgesehen, die gleich der Gesamtanzahl der Richtungen ist (4, 8, 12, 16 Richtungen
usw.). Der Grund dafür ist wie folgt. Da ein Nichtuntersuchungszielbereich
wie etwa ein Via-Hole üblicherweise von einem Lötauge eines Verdrahtungsmusters
umgeben ist, trifft die Zählung, die am Ausgangspixel begonnen hat, auf ein
weißes Pixel eines Lötauges und bricht dann auf jeden Fall ab, und die
Anzahl von aufeinanderfolgenden schwarzen Pixeln in jeder Richtung ist immer gleich
oder kleiner als der obere Grenzwert. Dementsprechend sollte die Anzahl von Richtungen,
die als O.K. beurteilt wurden, gleich der Gesamtanzahl von Richtungen sein. Im Übrigen
stammen, wenn in einer bestimmten Richtung schwarze Pixel für eine lange Strecke
aufeinanderfolgend angeordnet sind und die bestimmte Anzahl den oberen Grenzwert
überschreitet, die schwarzen Pixel vermutlich nicht von einem Via-Hole und
dergleichen, sondern von einem Teil zwischen Verdrahtungsmustern.
Dies braucht aber nicht immer der Fall zu sein. Je nach einer für
ein zu untersuchendes Objekt vorgeschriebenen Genauigkeit kann ein Ausbruch in einem
ein Via-Hole umgebenden Lötauge bis zu einem gewissen Maß erlaubt sein.
In diesem Fall kann die Anzahl von aufeinanderfolgenden schwarzen Pixeln in einer
durch den Ausbruch laufenden Richtung größer als der obere Grenzwert sein.
Um dieses ausgewählte Pixel als Maskenkandidatpixel zu genehmigen, muss der
Schwellenwert kleiner sein als die Gesamtanzahl von Richtungen. Um mit beiden Fällen
fertig zu werden, ist es vorzuziehen, dass der Schwellenwert innerhalb eines gewissen
Bereichs veränderlich ist und die Gesamtanzahl von Richtungen innerhalb des
Bereichs liegt.
Jedoch gibt es am Umfang eines Via-Holes üblicherweise nur einen
Ausbruch, und der restliche Teil des Lötauges sollte durchgehend sein. Der
Ausbruch wird durch eine geringe Genauigkeit beim Einstellen der Mitte des Via-Holes
und der Mitte des Lötauges verursacht. Selbst wenn der Schwellenwert kleiner
eingestellt wird als die Gesamtanzahl von Richtungen, ist es deshalb vorzuziehen,
ein ausgewähltes Pixel als Maskenkandidatpixel nur dann zuzulassen, wenn die
Anzahl von aufeinanderfolgend angeordneten Richtungen, deren Zählwerte alle
kleiner oder gleich dem oberen Grenzwert sind, größer oder gleich dem
Schwellenwert ist.
Wenn das Maskenkandidatpixel und das effektive Maskenerkennungssignal
vorbereitet sind, zieht ein Maskenherstellungsmittel einen Vergleich zwischen diesen
und erzeugt dann ein Maskenbild. Das heißt, dass das Maskenbild aus einem gewonnenen
Pixel erzeugt wird, welches sowohl ein Maskenkandidatpixel als auch das effektive
Maskenerkennungssignal ist. Dabei wird von den Maskenkandidatpixeln jedes Pixel
entfernt, das nicht einem Pixel in einem Nichtuntersuchungszielbereich wie etwa
einem Via-Hole entspricht. Ein Pixel eines Defekts wie etwa eines Pinholes und dergleichen
wird hier entfernt, und so wird das Pixel nicht maskiert. Wenn ein einem effektiven
Maskenerkennungssignal entsprechendes Maskenkandidatpixel gewonnen wird, kann ein
Maskenbild nur aus dem Pixel selbst erzeugt werden, oder kann durch Vergrößerung
des Bereichs von Pixeln durch einen bestimmten Faktor erzeugt werden. Auf diese
Weise werden schwarze Pixel in einem binarisierten Musterbild durch das Maskenbild
bis zum Minimum abgedeckt.
Wenn das Maskenbild erzeugt ist, führt ein Untersuchungsmittel
eine Untersuchung aus. Das Untersuchungsmittel gewinnt eine Defektform vom Musterbild
aus einem Teil mit Ausnahme eines Teils des Maskenbilds. In einem Teil des Maskenbilds
wird, selbst wenn eine Defektform untersucht wird, diese ignoriert, da sie von einem
Via-Hole stammt. Dabei geht, weil das vom Maskenherstellungsmittel erzeugte Maskenbild
eine minimale Größe hat, die Zuverlässigkeit einer Untersuchung im
Nahbereich eines Nichtuntersuchungszielbereichs wie etwa eines Via-Holes nicht verloren,
und nebenbei ist das Auftreten eines falschen Signals verhindert.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
1 ist eine erläuternde Zeichnung eines Zählverfahrens
von Pixeln in verschiedenen Richtungen entsprechend einer Verdrahtungsmusteruntersuchungsvorrichtung
der vorliegenden Erfindung;
2 ist ein Blockschaubild einer Verdrahtungsmusteruntersuchungsvorrichtung
gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
3 ist eine erläuternde Zeichnung eines binären
Abbilds bzw. Schwarzweißbilds eines durchkontaktierten Lochs;
4 ist eine erläuternde Ansicht eines Schwarzweißbilds
eines Photo-Via-Holes;
5 ist eine erläuternde Ansicht eines Schwarzweißbilds
eines Pinholes;
6 ist eine erläuternde Ansicht eines Schwarzweißbilds
eines Isolierteils zwischen Verdrahtungsmustern;
7 ist eine erläuternde Ansicht einer Zählung
von schwarzen Pixeln in jeder Richtung der Verdrahtungsmusteruntersuchungsvorrichtung
entsprechend der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
8 ist eine erläuternde Zeichnung eines Durchmesserbeurteilungsprozesses
unter Verwendung eines SRAM;
9 ist eine erläuternde Zeichnung eines Maskenbeurteilungsprozesses
unter Verwendung eines SRAM;
10 ist eine erläuternde Zeichnung eines Ausbruchs
in einem Lötauge;
11 ist eine erläuternde Zeichnung eines Zählverfahrens
von Pixeln in verschiedenen Richtungen gemäß einer herkömmlichen
Verdrahtungsmusteruntersuchungsvorrichtung;
12 ist eine erläuternde Zeichnung einer Messung
eines Photo-Via-Holes gemäß der herkömmlichen Verdrahtungsmusteruntersuchungsvorrichtung;
und
13 ist eine erläuternde Zeichnung einer Messung
eines Leiterbahnabstandisolierteils gemäß der herkömmlichen Verdrahtungsmusteruntersuchungsvorrichtung.
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
Es werden nun die bevorzugten Ausführungsformen mit Bezug auf
die begleitenden Zeichnungen beschrieben, in denen in den verschiedenen Zeichnungen
gleiche Bezugszahlen durchgehend entsprechende oder identische Elemente bezeichnen.
Mit einer Verdrahtungsmusteruntersuchungsvorrichtung gemäß
dieser Ausführungsform wird die Qualität eines auf einer Leiterplatine
gebildeten Verdrahtungsmusters untersucht. Diese Verdrahtungsmusteruntersuchungsvorrichtung
hat, wie in einem Blockschaubild von 2 gezeigt ist,
ein Bildgebungssystem 2 und eine Untersuchungseinheit 31 sowie
eine dazwischengeschaltete Maskenbearbeitungseinheit 4. Darüber hinaus
sind eine Haupt-CPU 32 zur Bewerkstelligung der allgemeinen Gesamtsteuerung
sowie ein Bildschirm 33 zur Betätigung durch einen Bediener und Anzeige
eines Testergebnisses vorgesehen. Ein Datenübertragungsbus 53 verbindet
die Untersuchungseinheit 31 mit der Haupt-CPU 32.
Zuerst wird das Bildgebungssystem 2 beschrieben. Das Bildgebungssystem
2 hat die Funktion, aus einem auf einer Leiterplatine 10 mit einem
Metall wie zum Beispiel Kupfer gebildeten Verdrahtungsmuster 11 ein Musterbild
aufzunehmen. Für diesen Zweck umfasst das Bildgebungssystem 2 eine
CCD-Kamera 21 zur Aufnahme des Verdrahtungsmusters 11, eine A/D-Umwandlungseinheit
22 zur Umwandlung eines analogen Bilds in ein digitales Signal, und einen
Binärschaltkreis 23 zur Binarisierung des digitalen Signals. Das heißt,
dass es sich bei einem vom Binärschaltkreis 23 ausgegebenen Musterbild
PI um ein binäres Abbild bzw. Schwarzweißbild handelt, das aus schwarzen
und weißen Pixeln besteht. Im Musterbild PI ist ein Pixel einer Position, die
dem Verdrahtungsmuster 11 entspricht, im Allgemeinen ein weißes Pixel,
und ein Pixel an einer Position außerhalb davon ist ein schwarzes Pixel. Bei
der Position außerhalb des Verdrahtungsmusters kann es sich um einen Bereich
zwischen den Verdrahtungsmustern handeln, einen Bereich in einem Via-Hole oder einen
Defekt wie zum Beispiel ein Pinhole.
Als Nächstes wird die Maskenbearbeitungseinheit 4 beschrieben.
Die Maskenbearbeitungseinheit 4 hat die Funktion der Erzeugung eines Maskenbilds,
das einen Nichtuntersuchungszielbereich zeigt, an dem im Musterbild keine Untersuchung
stattfindet, sowie die Funktion, der Untersuchungseinheit 31 das Maskenbild
zusammen mit dem Musterbild zur Verfügung zu stellen. Für diese Funktion
verfügt die Maskenbearbeitungseinheit 4 über folgende Blöcke:
eine Durchmesserbeurteilungseinheit 41, die vom Binärschaltkreis
23 des Bildgebungssystems 2 ein Musterbild PI empfängt und
dann eine Durchmesserbeurteilung der schwarzen Pixel in Bezug auf jedes ausgewählte
Pixel im Musterbild PI ausführt; eine Lochinformationsspeichereinheit
42, in der Daten eines Via-Holes einer Leiterplatine 10 gespeichert
sind; eine Locherkennungsbereich-Erzeugungseinheit 43, die ein effektives
Locherkennungssignal ME auf der Grundlage von Daten DH des Via-Holes erzeugt; eine
Lochbeurteilungseinheit 44, die das effektive Locherkennungssignal ME mit
einem Beurteilungsergebnis MC der Durchmesserbeurteilungseinheit 41 vergleicht;
eine Maskenherstellungseinheit 45, die auf der Grundlage
des Beurteilungsergebnisses der Lochbeurteilungseinheit 44 ein Maskenbild
MI erzeugt; eine Zeitvorgabeerzeugungseinheit 46, die jeden Block mit einem
Steuertakt versorgt; eine Maskenbearbeitungs-CPU-Einheit 49, die die Maskenbearbeitungseinheit
4 allgemein steuert; und eine Verzögerungsschaltung 47, die
das Musterbild PI während der Zeit der Erstellung des Maskenbilds MI verzögert,
und das Musterbild PI dann der Untersuchungseinheit 31 zur Verfügung
stellt. Alle diese Blöcke sind untereinander durch einen lokalen Bus
51 verbunden. Die Maskenbearbeitungs-CPU-Einheit 49 ist mit der
Haupt-CPU 32 durch einen Datenübertragungsbus 52 verbunden.
Die Hauptstrukturen jedes Blocks der Maskenbearbeitungseinheit
4 werden kurz beschrieben. Bei der Durchmesserbeurteilungseinheit
41 handelt es sich um einen Block, der wie vorstehend beschrieben eine
Durchmesserbeurteilung mit Bezug auf ein schwarzes Pixel ausführt. Die Durchmesserbeurteilung
ist ein Vorgang zur Entfernung eines Pixels, das von einem Bereich zwischen den
Verdrahtungsmustern stammt, aus der Gesamtheit der schwarzen Pixel im Musterbild
PI. Das dem Bereich zwischen den Verdrahtungsmustern entsprechende schwarze Pixel
wird entfernt, weil es nicht eine Ursache für ein falsches Signal ist und nicht
maskiert werden muss. Darüber hinaus kann der Bereich definitiv von einem Via-Hole
und dergleichen unterschieden werden, da er sich um eine lange Strecke entlang eines
Verdrahtungsmusters 11 erstreckt. Das Beurteilungsergebnis MC der Durchmesserbeurteilung
wird an die Lochbeurteilungseinheit 44 gesendet.
Die Lochinformationsspeichereinheit 42 ist ein Block zur
Speicherung von Daten DH eines Via-Holes der Leiterplatine 10, wie vorstehend
beschrieben. Bei einer Qualitätsuntersuchung einer Leiterplatine
10 wird durch ein Via-Hole oftmals ein falsches Signal verursacht, obwohl
an jeder Art der Leiterplatine 10 eine Position des Via-Holes vorgegeben
ist. Die Daten DH können zum Beispiel aus bauformbedingten Daten der Leiterplatine
10 erhalten werden. Die Daten können auch aus einem Musterbild PI
einer als Grundmodell dienenden Messleiterplatine erhalten werden. Obwohl beide
Verfahren vorzuziehen sind, wird für diese Ausführungsform das Verfahren
der Verwendung der bauformbedingten Daten übernommen. Im Übrigen kann,
wenn die als Grundmodell dienende Messleiterplatine verwendet wird, als Grundmodell-Messleiterplatine
eine Platine verwendet werden, die nur Via-Holes hat, die unter denselben technischen
Vorgaben wie bei der Leiterplatine 10 gebildet sind. Alternativ kann als
Grundmodell-Messleiterplatine die aus einer Anzahl von im selben Fertigungslos produzierten,
gleichartigen Leiterplatinen 10 die zuerst produzierte Leiterplatine verwendet
werden. Die Daten DH werden an die Locherkennungsbereich-Erzeugungseinheit
43 gesendet.
Die Locherkennungsbereich-Erzeugungseinheit 43 ist ein Block
zur Erzeugung eines wie zuvor beschriebenen effektiven Locherkennungssignals ME.
In diesem Block werden, obwohl die von der Lochinformationsspeichereinheit
42 zur Verfügung gestellten Daten DH in unveränderter Form als
effektives Locherkennungssignal ME verwendet werden können, in dieser Ausführungsform
die um eine vorbestimmte Breite (Pixel oder Vergrößerung) erweiterten
Daten DH als effektives Locherkennungssignal ME verwendet, weil an der Leiterplatine
10 die tatsächliche Lage eines Via-Holes nicht immer genau den Daten
DH entspricht, was auf Streuungen der Bearbeitungsgenauigkeit zurückzuführen
ist. Je nach dem Grad der für jede Art der Leiterplatine 10 vorab
festgelegten Bearbeitungsgenauigkeit kann die Erweiterungsbreite veränderbar
sein. Daher deckt das effektive Locherkennungssignal ME alle Pixel in einem Bereich
ab, in dem an der Leiterplatine 10 ein Via-Hole vorhanden sein kann. Befindet
sich in dem Bereich ein schwarzes Pixel als Maskenkandidatpixel, ist es denkbar,
dass das schwarze Pixel ein echtes Via-Hole anzeigt. Befindet sich dagegen ein schwarzes
Pixel als Maskenkandidatpixel in dem Bereich außerhalb, sollte auf der Grundlage
des schwarzen Pixels keine Maske erzeugt werden, weil sich das schwarze Pixel nicht
auf ein Via-Hole der Leiterplatine 10 bezieht. Das effektive Locherkennungssignal
ME wird an die Lochbeurteilungseinheit 44 gesendet.
Bei der Lochbeurteilungseinheit 44 handelt es sich um einen
Block zum Vergleichen des effektiven Locherkennungssignals ME mit einem Beurteilungsergebnis
MC der wie vorstehend beschriebenen Durchmesserbeurteilungseinheit 41.
Die Aufgabe der Lochbeurteilungseinheit 44 besteht darin, aus den schwarzen
Pixeln im Musterbild PI nur diejenigen Pixel auszuwählen, die auch wirklich
von einem Via-Hole der Leiterplatine 10 stammen. Zu diesem Zweck wählt
dieser Block ein schwarzes Pixel aus, das auf der Grundlage des Beurteilungsergebnisses
MC als Maskenkandidatpixel genehmigt wurde, und vergleicht dann das schwarze Pixel
mit dem effektiven Locherkennungssignal ME. Das heißt, dass das schwarze Pixel
in einem Bereich des effektiven Locherkennungssignals ME als Pixel beurteilt wird,
das tatsächlich einem Via-Hole entstammt. Dagegen wird ein schwarzes Pixel
in dem Bereich, der nicht im effektiven Locherkennungssignal ME enthalten ist, als
Pixel beurteilt, das sicher nicht einem Via-Hole entstammt. Ein Locherkennungssignal
MR eines Pixels, das als tatsächlich von einem Via-Hole stammendes, schwarzes
Pixel beurteilt wird, wird an die Maskenherstellungseinheit 45 gesendet.
Die Maskenherstellungseinheit 45 ist ein Block zur Erzeugung
eines Maskenbilds MI auf der Grundlage des Beurteilungsergebnisses
der wie vorstehend beschriebenen Lochbeurteilungseinheit 44. In diesem
Block wird allgemein ein Pixel, das jeweils im von der Lochbeurteilungseinheit
44 gesendeten Locherkennungssignal MR enthalten ist, einem Maskenbild zugeteilt.
Mithin wird eine Maske zur Verfügung gestellt, die ein Via-Hole gerade überdeckt.
Danach kann je nach der geforderten Genauigkeit der Untersuchung mit Bezug auf jedes
im Locherkennungssignal MR enthaltene Pixel die Maske unter Vergrößerung
eines gewissen Grads erweitert werden (wie etwa 9-fach). In diesem Fall wird eine
geringfügig größere Maske bereitgestellt (wenn die Vergrößerung
eine 9-fache Vergrößerung ist, dann um ein Pixel breiter). Das erzeugte
Maskenbild MI wird an die Untersuchungseinheit 31 gesendet.
Als Nächstes wird die Untersuchungseinheit 31 beschrieben.
Die Untersuchungseinheit 31 erfasst von einem Musterbild PI eine Form,
die letztlich als Defekt eines Musters angesehen wird, und gibt dann an die Haupt-CPU
32 ein Erfassungssignal DD aus. Zu diesem Zweck gibt die Maskenherstellungseinheit
45 das Maskenbild MI in die Untersuchungseinheit 31 ein, und das
Musterbild PI wird über eine Verzögerungsschaltung 47 eingegeben,
um die Zeitsteuerung bezüglich der Eingabe des Maskenbilds MI abzugleichen.
In der Untersuchungseinheit 31 wird eine Defektform eines unterbrochenen
Schaltkreises, eines Kurzschlusses, eines Leiterbahnverlusts und dergleichen aus
dem Bereich gewonnen, der nicht dem Nichtuntersuchungszielbereich entspricht, der
durch das Maskenbild MI im Musterbild PI definiert ist. Zu diesem Zweck können
Daten der Defektform vorab in der Untersuchungseinheit 31 abgespeichert
sein, oder können von der Haupt-CPU 32 zur Verfügung gestellt
werden.
Als Nächstes werden Arbeitsvorgänge einer Qualitätsuntersuchung
an der Leiterplatine 10 beschrieben, wie sie durch diese Verdrahtungsmusteruntersuchungsvorrichtung
ausgeübt werden. In dieser Ausführungsform sind mit Bezug auf die Leiterplatine
10 als zu untersuchendes Objekt Daten DH eines Via-Holes, die aus bauformbedingten
Daten einer gleichartigen Leiterplatine 10 gewonnen wurden, in einer Lochinformationsspeichereinheit
42 vorab gespeichert.
Zuerst wird die zu untersuchende Leiterplatine 10 unter eine
CCD-Kamera 21 gelegt, und das Verdrahtungsmuster 11 auf der Leiterplatine
10 wird aufgenommen. Ein analoges Bild des Verdrahtungsmusters
11 wird mit der A/D-Umwandlungseinheit 22 in ein digitales Signal
umgewandelt, und dann mit dem Binärschaltkreis 23 binarisiert. Mithin
ist das Musterbild PI als Schwarzweißbild bereitgestellt, das aus schwarzen
und weißen Pixeln besteht. Das Musterbild PI wird an die Maskenbearbeitungseinheit
4 gesendet und in die Durchmesserbeurteilungseinheit 41 eingegeben.
Das Musterbild PI enthält eine aus schwarzen Pixeln gebildete Form, wie zum
Beispiel ein durchkontaktiertes Loch (3), ein Photo-Via-Hole
(4), ein Pinhole (5) und
einen Leiterbahnabstand (6). Natürlich hat das
in 4 gezeigte Photo-Via-Hole wegen der im Abschnitt
über den Stand der Technik erläuterten Ursache eine entstellte Form.
In der Durchmesserbeurteilungseinheit 41 werden hinsichtlich
eines schwarzen Pixels im Musterbild PI folgende Arbeitsgänge erledigt. Wie
in 7 gezeigt ist, wird ein bestimmtes schwarzes Pixel
A ausgewählt, und in jeder von acht Richtungen N, NE, E, SE, S, SW, W und NW
wird die Anzahl von aufeinanderfolgenden schwarzen Pixeln ausgehend von dem ausgewählten
schwarzen Pixel A ermittelt. Das ausgewählte Pixel A erhält die Zahl 1.
Wie in 7 mit einer in Klammern stehenden Zahl an der
rechten Seite jedes Richtungszeichens angezeigt ist, beträgt der Zählwert
in Richtung E "2", und der Zählwert in Richtung W beträgt "4". Der Zählwert
für alle anderen Richtungen beträgt "1 ".
Wenn in jeder Richtung ein Zählwert erhalten worden ist, wird
der Zählwert mit der Anzahl von Pixeln verglichen, die einem konstruktionsbedingten
Wert eines Durchmessers eines durchkontaktierten Lochs oder Photo-Via-Holes entspricht,
das in der Leiterplatine 10 enthalten ist (in dieser Ausführungsform
liegt der Durchmesser des Photo-Via-Holes bei "11" Pixeln), und dann wird beurteilt,
ob er O.K. oder nicht gut ist. Für diesen Vergleich ist in der Durchmesserbeurteilungseinheit
41 eine Nachschlagtabelle wie zum Beispiel Liste I vorbereitet. In einer
realen Nachschlagtabelle ist ein in Liste I gezeigter "Zählwert" als Binärzahl
ausgedrückt.
[Liste I]
Das heißt, dass einem Zählwert von "0", "12" und einem über
"12" liegenden Zählwert ein Ausgabewert "0" zugeteilt wird,
und einem Zählwert von "1" bis "11" wird ein Ausgabewert von "1" zugeteilt.
Der Ausgabewert "0" bedeutet, dass ein Zählergebnis der jeweiligen Richtung
nicht gut ist, und der Ausgabewert "1" bedeutet, dass ein Zählergebnis O.K.
ist. Der größte Zählwert, der dem Ausgabewert "1" zugeteilt wird,
ist die Anzahl von Pixeln, die einem konstruktionsbedingten Wert des Durchmessers
eines Via-Holes entspricht. Deshalb wird in einem Fall, bei dem ein Zählwert
eine positive Zahl kleiner oder gleich "11" ist, was einem Durchmesser des Via-Holes
entspricht, die jeweilige Richtung des ausgewählten Pixels als O.K. beurteilt,
und in anderen Fällen wird die Richtung des ausgewählten Pixels als nicht
gut beurteilt. Abhängig von der Größe jedes Via-Holes sind mehrere
solcher Nachschlagtabellen vorbereitet.
Die Richtung mit einem Zählwert "0" wird als nicht gut beurteilt.
Dies bedeutet, dass ein ausgewähltes Pixel nicht als Maskenkandidat zugelassen
werden kann, wenn es weiß ist. Darüber hinaus wird die Richtung mit einem
Zählwert größer oder gleich "12" als nicht gut beurteilt. Dies bedeutet,
dass es sich bei einem ausgewählten Pixel nicht um ein Pixel in einem Via-Hole
handelt, weil sich dort über eine lange Strecke schwarze Pixel befinden. Was
das wie in 7 gezeigte, ausgewählte Pixel A betrifft,
wird jede Richtung als O.K. beurteilt. In entsprechender Weise wird mit Bezug auf
das ausgewählte Pixel in einem durchkontaktierten Loch (3)
oder einem Pinhole (5) jede Richtung als O.K. beurteilt.
Dagegen werden, was ein ausgewähltes Pixel in einem Leiterbahnabstand (6)
angeht, die Richtung N und Richtung S als nicht gut beurteilt.
In der wie in 8 gezeigten Durchmesserbeurteilungseinheit
41 wird eine vorstehend beschriebene Durchmesserbeurteilung mit einem SRAM
ausgeführt. Das heißt, dass in einem in 8
gezeigten System ein Zählwert über einen Multiplexer in eine Adressleitung
des SRAM (A0 bis A3) eingegeben wird, und dann wird je nach dem Zählwert ein
Ausgabewert (0 (nicht gut) oder 1 (O.K.)), der in der Nachschlagtabelle von Liste
I gezeigt ist, in eine Datenleitung des SRAM (I/O 0 bis I/O 3) ausgegeben. Die Gesamtanzahl
der in 7 gezeigten Richtungen beträgt acht. Es
wird dieselbe Anzahl von in 8 gezeigten Schaltungen
bereitgestellt, und die Verarbeitung findet in den Schaltungen parallel statt. In
8 sind im SRAM 4-Bit-Datenleitungen vorgesehen, so
dass vier Arten von Beurteilungsstandards bezüglich O.K. oder nicht gut eingestellt
werden können. In dieser Ausführungsform ist nur eine Art eingestellt.
Alternativ können die 4 Bits als Nachschlagtabelle bei der gleichzeitigen Beurteilung
von vier verschiedenen Lochdurchmessern verwendet werden. An die Lochbeurteilungseinheit
44 wird ein Ausgabewert jeder Richtung gesendet (nachstehend als "Durchmesserbeurteilungswert
MC" bezeichnet). Diese Vorgänge werden an jedem Pixel in einem Musterbild PI
durchgeführt. Im Übrigen ist zum Einschreiben der Nachschlagtabelle von
Liste I in den in 8 gezeigten SRAM ein CPU-Datenbus
mit einer CPU-Adressleitung verbunden, und dann werden die Daten eingegeben. Das
vorstehend Gesagte betrifft eine in der Durchmesserbeurteilungseinheit
41 stattfindende Verarbeitung.
Parallel zu einer in der vorstehend erwähnten Durchmesserbeurteilungseinheit
41 erfolgenden Verarbeitung wird in der Lochinformationsspeichereinheit
42 und der Locherkennungsbereich-Erzeugungseinheit 43 ein effektives
Locherkennungssignal ME erzeugt. Zu diesem Zweck werden aus den bauformbedingten
Daten im Vorfeld Daten DH bezüglich einer Position und Größe eines
Via-Holes in der zu untersuchenden Leiterplatine 10 gewonnen, und dann
in der Lochinformationsspeichereinheit 42 zur Verfügung gestellt.
Ein Wert der Daten DH von "1" betrifft ein Pixel in einem Via-Hole, und ein Wert
von "0" betrifft ein Pixel außerhalb davon. Mit einer Datenbreite von 8 Bit
in der Lochinformationsspeichereinheit 42 lässt sich ein Maximum von
acht Arten von Via-Holes bewältigen. In der Locherkennungsbereich-Erzeugungseinheit
43 kann das effektive Locherkennungssignal ME erzeugt werden, indem die
Daten DH mit einer vorbestimmten Pixelbreite erweitert werden. Und zwar ist dies
so, weil an einer realen Leiterplatine 10 eine Position eines Via-Holes
in einem vorbestimmten Spielraum von einem konstruktionsbedingten Wert abweichen
kann. Das heißt, dass das effektive Locherkennungssignal ME unter Berücksichtigung
des größten Bereichs erzeugt wird, um den das Via-Hole vom konstruktionsbedingten
Wert abweichen kann. Das effektive Locherkennungssignal ME wird an eine Lochbeurteilungseinheit
44 gesendet.
Als Nächstes wird eine in der Lochbeurteilungseinheit
44 ablaufende Verarbeitung beschrieben. In die Lochbeurteilungseinheit
44 geht der Durchmesserbeurteilungswert MC jeder Richtung jedes schwarzen
Pixels in einem Musterbild PI von der Durchmesserbeurteilungseinheit 41
her ein, und ein effektives Locherkennungssignal ME geht von der Locherkennungsbereich-Erzeugungseinheit
43 her ein. Des Weiteren geht von einer Maskenbearbeitungs-CPU-Einheit
49 ein Signal einer O.K.-Fortsetzungszahl ein. Die Einzelheiten bezüglich
der O.K.-Fortsetzungszahl werden später erläutert, wobei aber ein Wert
von ihr grundsätzlich derselbe ist wie die Anzahl von Richtungen, die in der
Durchmesserbeurteilungseinheit 41 beurteilt werden, so dass in dieser Ausführungsform
der Wert gleich "8" ist. Anhand von diesen wird von der Lochbeurteilungseinheit
44 eine Lochbeurteilung in Bezug auf jedes schwarze Pixel im Musterbild
PI durchgeführt.
Diese Lochbeurteilung erfolgt mit einem wie in 9
gezeigten SRAM. In einem in 9 gezeigten System
wird ein Durchmesserbeurteilungswert MC jeder Richtung eines schwarzen Pixels im
Musterbild PI in eine Adressleitung des SRAM eingegeben. Zusätzlich werden
noch ein Signal einer O.K.-Fortsetzungszahl und ein effektives Locherkennungssignal
ME eingegeben. Daraus wird wie folgt ein Locherkennungssignal MR erzeugt, das dann
aus einer Datenleitung ausgegeben wird. Zuerst wird die Anzahl von aufeinanderfolgenden
Richtungen bestimmt, in denen der Durchmesserbeurteilungswert MC "1", d.h. O.K.
ist. Zum Beispiel ist von einem in 7 gezeigten, ausgewählten
Pixel A die bestimmte Zahl "8", weil die Durchmesserbeurteilung in allen Richtungen
O.K. ist. In entsprechender Weise ist von einem ausgewählten Pixel in einem
durchkontaktierten Loch (3) und einem Pinhole (5)
die bestimmte Zahl "8". Dagegen ist an einem ausgewählten Pixel in einem Leiterbahnabstand
(6) die bestimmte Zahl "3", weil die Richtungen, in
denen die Durchmesserbeurteilung in Aufeinanderfolge O.K. ist, "NE", E, SE" und
"SW, W, NW" lauten, und eine Beurteilung in Richtung N und Richtung S nicht gut
ist.
Diese bestimmte Zahl wird dann mit einer O.K.-Fortsetzungszahl verglichen.
Wenn die bestimmte Zahl größer oder gleich der O.K.-Fortsetzungszahl ist,
wird ein ausgewähltes Pixel als Maskenkandidat genehmigt. Ist die bestimmte
Zahl kleiner als die O.K.-Fortsetzungszahl, wird das ausgewählte Pixel nicht
als Maskenkandidat genehmigt. Beispielsweise mit Bezug auf ein in 7
gezeigtes, ausgewähltes Pixel A ist die bestimmte Zahl "8", und so wird das
ausgewählte Pixel als Maskenkandidat genehmigt. In entsprechender Weise wird
hinsichtlich eines ausgewählten Pixels in einem durchkontaktierten Loch (3)
oder einem Pinhole (5) das ausgewählte Pixel als
Maskenkandidat genehmigt. Andererseits ist hinsichtlich eines ausgewählten
Pixels in einem Leiterbahnabstand (6) die bestimmte
Zahl "3" und somit kleiner als die O.K.-Fortsetzungszahl. Folglich wird das ausgewählte
Pixel nicht als Maskenkandidat genehmigt.
Im Übrigen wird eine O.K.-Fortsetzungszahl als Gesamtanzahl von
Richtungen festgelegt, weil ein Ausbruch in einem Lötauge eines Umfangs eines
Via-Holes in einer normalen Leiterplatine 10 nicht erlaubt ist. Es gibt
aber den Fall, dass durch technische Vorgaben einer Leiterplatine 10, die
mit geringer Abformungsgenauigkeit gebildet werden kann, ein Ausbruch in einem Lötauge
bis zu einem gewissen Grad gestattet ist. In diesem wie in 10
gezeigten Fall ist das Lötauge an einer Stelle durchbrochen, und dann wird
ein Durchmesserbeurteilungsergebnis in einer Richtung, die durch diesen Teil hindurchläuft,
nicht gut. Für eine Qualitätsuntersuchung ist es ungeeignet, dass dieses
ausgewählte Pixel in diesem Fall nicht als Maskenkandidat genehmigt wird. Dies
kann man vermeiden, wenn die O.K.-Fortsetzungszahl ein wenig kleiner als die Gesamtanzahl
von Richtungen ist, oder wenn eine bestimmte Richtung als O.K. beurteilt wird. Deswegen
ist die O.K.-Fortsetzungszahl veränderlich und kann innerhalb eines Bereichs
eingestellt werden, der eine Gesamtanzahl von Richtungen einschließt. Darüber
hinaus ist die Beurteilung so eingerichtet, dass eine vorbestimmte Richtung eines
vorbestimmten Lochs ein feststehendes Beurteilungsergebnis haben kann.
Wenn ein ausgewähltes Pixel als Maskenkandidat genehmigt ist,
wird das ausgewählte Pixel durch ein effektives Locherkennungssignal ME sortiert.
Das heißt, dass das ausgewählte Pixel nur dann als echtes Locherkennungssignal
beurteilt wird, wenn es als Maskenkandidat erkannt wird, und überdies eine
Position des ausgewählten Pixels innerhalb eines Bereichs des effektiven Locherkennungssignals
ME liegt. Durch diesen Sortiervorgang wird ein Maskenkandidatpixel entfernt, welches
nicht im effektiven Locherkennungssignal ME enthalten ist. Das nicht im effektiven
Locherkennungssignal ME enthaltene Maskenkandidatpixel wird als Pixel angesehen,
das nicht von einem Via-Hole stammt, sondern von einem Defekt wie zum Beispiel einem
Pinhole. Deshalb ist die Maskierung eines solchen Pixels ungeeignet.
Die vorstehend beschriebene Genehmigung eines Maskenkandidats und
Sortierung durch ein effektives Locherkennungssignal ME werden im Hinblick auf jedes
schwarze Pixel in einem Musterbild PI durchgeführt. Deshalb handelt es sich
bei einem Locherkennungssignal MR, das von einer Lochbeurteilungseinheit
44 zu einer Maskenherstellungseinheit 45 gesendet wird, um eine
Information über ein Pixel, welches schließlich als detailgetreuer Standard
des Erzeugens einer Maske ausgewählt wurde.
Dann erzeugt die Maskenherstellungseinheit 45, die einen
Signaleingang des Locherkennungssignals MR empfängt, ein Maskenbild MI. Das
heißt, dass jedem im Locherkennungssignal MR enthaltenen Pixel ein Maskenpixel
zugeteilt wird. Dadurch entsteht ein Maskenbild MI, das ein Via-Hole gerade abdeckt
(in 4 wird jedes Pixel mit dem Wert "0" in seinem Urzustand
Bestandteil einer Maske). Jedes im Locherkennungssignal MR enthaltene Pixel kann
noch durch Vergrößerung um einen gewissen Grad vervielfacht werden (wie
zum Beispiel 9-fach). Es entsteht dann eine etwas größere (wenn die Vergrößerung
9-fach ist, ein Pixel breiter) Maske (im Falle von 4
wird ein Maskenbild hergestellt, das um ein Pixel für jedes Pixel in einem
Maskenbild erweitert ist, welches das Via-Hole gerade überdeckt). So kann man
sagen, dass es sich bei der Maskenherstellungseinheit 45 um ein Expansionsfilter
handelt, um zu einer beliebigen Maskengröße zu gelangen. Ein Maskenbild
MI drückt einen Teil aus, der als außen liegende Ziele einer Qualitätsuntersuchung
in einem Musterbild PI angesehen wird.
Wenn ein Maskenbild MI erzeugt ist, erfolgt mit der Untersuchungseinheit
31 eine Untersuchungsbearbeitung. Zu diesem Zweck werden in diese Untersuchungseinheit
31 das Maskenbild MI und Musterbild PI eingegeben. Dabei hat das Musterbild
PI, das in die Untersuchungseinheit 31 eingegeben wird, von einer Verzögerungsschaltung
47 eine Verzögerungsverarbeitung erfahren, um für die Zeitdauer
einer Maskenbearbeitung verzögert zu werden, um so mit dem Maskenbild MI ausgerichtet
zu sein. Darüber hinaus werden der Untersuchungseinheit 31 durch die
Haupt-CPU 32 vorab Daten über Defektformen wie etwa ein offener Schaltkreis,
Kurzschluss und Leiterbahnverlust zur Verfügung gestellt. Deshalb kann aus
einem Bereich außerhalb des Maskenbilds MI im Musterbild PI in der Untersuchungseinheit
31 eine Defektform oder eine Form, die einer Defektform ähnlich sieht,
gewonnen werden. Extrahierte Daten DD, beispielsweise über eine gewonnene Defektform,
werden an die Haupt-CPU 32 gesendet und dann gesammelt. Hierbei gibt es
bei einer bestimmten technischen Vorgabe der Leiterplatine 10 den Fall,
dass eine Form, die einer Defektform ähnlich sieht, in einem guten Verdrahtungsmuster
enthalten ist. In so einem Fall ist es vorzuziehen, im Vorfeld Daten in der Untersuchungseinheit
vorzubereiten, um die Form eines zu untersuchenden Objekts auszuschließen.
Von der Haupt-CPU 32 gesammelte Defektdaten können über den Bildschirm
33 angezeigt oder ausgegeben werden.
Wie vorstehend beschrieben ist, wird eine Leiterplatine
10 untersucht. Sogar wenn eine andere Leiterplatine 10 derselben
Bauart und zum selben Fertigungslos gehörend nachfolgend in derselben Art und
Weise wie die erste Platine 10 untersucht wird, wird ein Locherkennungssignal
MR aus einem Musterbild PI der Leiterplatine 10 gewonnen, und dann wird
wieder ein Maskenbild MI erzeugt, weil eine Qualitätsuntersuchung mit einem
hochgenauen Maskenbild MI erfolgen muss, das mit der Lochanordnung der Leiterplatine
10 übereinstimmt.
Wie vorstehend im Einzelnen erläutert ist, wird in einer Verdrahtungsmusteruntersuchungsvorrichtung
dieser bevorzugten Ausführungsform an jedem schwarzen Pixel in einem Musterbild
PI, das aus Binärdaten gebildet ist, die durch Aufnahme einer Leiterplatine
10 gewonnen wurden, mit der Durchmesserbeurteilungseinheit 41
die Anzahl von aufeinanderfolgenden schwarzen Pixeln ausgehend von einem ausgewählten
Pixel in jeder von acht Richtungen bestimmt, und für jede dieser Richtungen
wird ein Durchmesserbeurteilungswert MC ausgegeben. Hier wird selbst eine Richtung
eines schwarzen Pixels nicht übersehen, weil im Falle eines schwarzen Pixels
ein Zählwert des ausgewählten Pixels in jeder Richtung als "1" gezählt
wird. Deswegen entsteht, selbst wenn das Musterbild PI eine schwarze Pixelgruppe
mit entstellter Form wie etwa ein Via-Hole umfasst, ein Locherkennungssignal MR
ohne Verlust eines einzigen Pixels. Natürlich kann die Gewinnung eines durchkontaktierten
Lochs durch eine Radiusnormbeurteilung der herkömmlichen Technik ausgeführt
werden. So kann eine entsprechende Maske, die eine Lochform gerade bedeckt, in der
Maskenherstellungseinheit 45 selbst dann erzeugt werden, wenn die Leiterplatine
10 ein Photo-Via-Hole enthält. Mithin ist eine Verdrahtungsmusteruntersuchungsvorrichtung
realisiert, mit der die Ausführung einer Untersuchung nur in seltenen Fällen
fehlschlagen wird, während gleichzeitig das Auftreten eines durch ein Via-Hole
verursachten falschen Signals verhindert ist.
Darüber hinaus wird in dieser Ausführungsform in der Lochbeurteilungseinheit
44 ein Wert einer O.K.-Fortsetzungszahl als Beurteilungsstandard zur Gewinnung
eines Locherkennungssignals MR auf der Grundlage eines Durchmesserbeurteilungswerts
MC und eines effektiven Locherkennungssignals ME verwendet. Und der Wert der O.K.-Fortsetzungszahl
ist ein veränderlicher Wert, derart, dass er in dem Bereich eingestellt werden
kann, der die Gesamtanzahl der Richtungen enthält. Deshalb wird, selbst wenn
die technischen Vorgaben der Leiterplatine 10 derart sind, dass sie eine
geringe Abformungsgenauigkeit hat und bis zu einem gewissen Grad an einem Lötauge
einen Ausbruch enthalten kann, eine Untersuchung gewährleistet, die nur in
seltenen Fällen fehlschlagen wird, während das Auftreten eines falschen
Signals unterbunden ist, weil die Untersuchung mit einem im Verhältnis zur
technischen Vorgabe vernünftigen Maskenbild ausgeführt werden kann.
Nebenbei bemerkt ist eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
nicht auf die vorstehend beschriebene, bevorzugte Ausführungsform beschränkt,
und es ist offensichtlich, dass daran zahlreiche Verbesserungen und Modifikationen
vorgenommen werden können, ohne vom Konzept der Erfindung abzuweichen. Die
vorliegende Erfindung kann zum Beispiel wie folgt realisiert werden. Durch eine
Durchmesserbeurteilung eines Maskenbilds PI auf der Grundlage eines effektiven Locherkennungssignals
ME kann ein Maskenbild mit höherer Geschwindigkeit erzeugt werden. Und die
verwendeten Daten sind nicht auf Binärdaten beschränkt, und es können
sogar Daten verwendet werden, die ternären Daten oder Daten noch höherer
Ordnung entsprechen. Auch die Anzahl der Richtungen der Durchmesserbeurteilung in
der Durchmesserbeurteilungseinheit 41 ist nicht auf "8" begrenzt. Zum Beispiel
sind "4", "12", "16" Richtungen usw. möglich, und die Anzahlen müssen auch
kein Vielfaches von 4 sein.
Zusätzlich können anstelle der Verwendung von bauformbedingten
Daten einer Leiterplatine 10 Daten DH über ein Via-Hole, die der Locherkennungsbereich-Erzeugungseinheit
43 von der Lochinformationsspeichereinheit 42 zur Verfügung
gestellt werden, durch andere Hilfsmittel aufbereitet werden. So wird zum Beispiel
ein Musterbild PI aus einer Grundmodell-Leiterplatine erzeugt, an der dieselben
Löcher ausgebildet sind wie in der zu untersuchenden Leiterplatine
10, und bei der Bearbeitung des Musterbilds PI (9)
durch die Lochbeurteilungseinheit 44 wird ein Locherkennungssignal MR erzeugt,
ohne ein effektives Locherkennungssignal ME zu verwenden, sondern nur mittels eines
Durchmesserbeurteilungswerts MC und einer O.K.-Fortsetzungszahl. Dann wird das Locherkennungssignal
MR an die Lochinformationsspeichereinheit 42 rückgeführt und
als Daten DH verwendet. In diesem Fall kann darüber hinaus durch Rückführung
des Locherkennungssignals MR zur Lochinformationsspeichereinheit 42 diese
Vorrichtung mit einem Lerneffekt ausgestattet werden, wann immer eine Leiterplatine
10 untersucht wird.
Offensichtlich sind angesichts der oben angegebenen Lehren zahlreiche
Modifikationen und Variationen der vorliegenden Erfindung möglich. Es sollte
von daher klar sein, dass innerhalb des Umfangs der beigefügten Ansprüche
die Erfindung auch anders als im Einzelnen beschrieben in die Praxis umgesetzt werden
kann.
Anspruch[de]
Verdrahtungsmusteruntersuchungsvorrichtung zur Untersuchung einer Leiterplatine
(10) mit einer Leiterstruktur (11) und einem Via-Hole, umfassend:
– ein Musterbilderzeugungsmittel (2) zum Erzeugen eines Musterbildes
(PI), das aus binarisierten Pixeldaten gebildet ist, die durch Aufnehmen eines Verdrahtungsmusters
(11) der Leiterplatine (10) gewonnen sind;
– ein Durchmesserbeurteilungsmittel (41) zum Auswählen, eines
nach dem anderen, jedes Pixels, das in dem Musterbild (PI) enthalten ist, als ein
Messungsstartpixel, Zählen, bezüglich des Messungsstartpixels, in einer
Mehrzahl von Richtungen die Anzahl schwarzer Pixel, die von demselben Messungsstartpixel
aus aufeinanderfolgend angeordnet sind, Vergleichen bezüglich jeder Richtung
die Anzahl der aufeinanderfolgend angeordneten schwarzen Pixel mit einem Referenzwert,
der in jeder Richtung eingestellt ist, und Beurteilen jede der Mehrzahl von Richtungen
als gut, wenn die Anzahl der aufeinanderfolgend angeordneten schwarzen Pixel eine
natürliche Zahl gleich groß wie oder kleiner als der Referenzwert ist,
und als nicht gut, wenn die Anzahl aufeinanderfolgend angeordneter schwarzer Pixel
0 oder größer als der Referenzwert ist, wobei die in jeder Richtung der
Mehrzahl von Richtungen eingestellten Referenzwerte gleich oder voneinander verschieden
sind;
– ein Maskenerkennungsbereicherzeugungsmittel (43) zum Erzeugen
eines effektiven Maskenerkennungssignals, das einen Bereich zeigt, in dem ein Nichtuntersuchungszielbereich
der Leiterplatine vorhanden ist;
– ein Maskenkandidatauthorisierungsmittel (44) zum Bestimmen, ob
das Messungsstartpixel ein Maskenkandidatpixel ist, auf der Grundlage einer Bestimmung
des Durchmesserbeurteilungsmittels (41);
– ein Maskenherstellungsmittel (44, 45) zum Herstellen
eines Maskenbildes (MI) durch Vergleichen des Maskenkandidatpixels mit dem effektiven
Maskenerkennungssignal und Bestimmen, ob ein jeweiliges Maskenkandidatpixel von
dem Via-Hole stammt; und
– ein Untersuchungsmittel (31) zum Gewinnen einer Defektform von
einem Teil des Musterbildes (PI) mit Ausnahme eines Teils, der dem Maskenbild (MI)
entspricht.Verdrahtungsmusteruntersuchungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei:
– auf der Grundlage einer Bestimmung des Durchmesserbeurteilungsmittels (41)
das Maskenkandidatauthorisierungsmittel (44) die Anzahl von Richtungen
zählt, die als gut beurteilt sind, und
– das Messungsstartpixel als ein Maskenkandidatpixel erkennt, wenn die Anzahl
von Richtungen gleich groß wie oder größer als ein vorbestimmter
Schwellenwert ist.Verdrahtungsmusteruntersuchungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei das
Maskenkandidatauthorisierungsmittel (44) das Messungsstartpixel als ein
Maskenkandidatpixel erkennt, wenn die Anzahl aufeinanderfolgender Richtungen, die
als gut beurteilt werden, gleich groß wie oder größer als ein vorbestimmter
Schwellenwert ist.Verdrahtungsmusteruntersuchungsvorrichtung nach Anspruch 3, wobei der
Schwellenwert veränderlich ist.Verdrahtungsmusteruntersuchungsvorrichtung nach Anspruch 4, wobei ein
veränderlicher Bereich des Schwellenwerts eine Gesamtanzahl von Richtungen
enthält.Verdrahtungsmusteruntersuchungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei eine
Zählung von Pixeln in 4, 8, 12 oder 16 Richtungen ausgeführt wird.