Die Erfindung betrifft ein Gemisch von mindestens zwei thermoplastischen
Komponenten, die sich in ihren Kristallinitäten unterscheiden. Das Gemisch
hat eine heterogene Morphologie mit eigenen phasengetrennten Zonen unterschiedlicher
Zusammensetzung und unterschiedlicher vorhandener Kristallinität. Das resultierende
Gemisch mit der definierten Morphologie zeigt dramatische Verbesserungen der Erholungsfähigkeit
von mechanischer Verformung, verglichen mit seinen individuellen ungemischten Komponenten.
Die Erfindung betrifft auch Verbesserungen in der Flexibilität des Gemisches.
Änderungen in den relativen Mengen oder den Kristallinitäten der Gemischkomponenten
oder der Morphologie des Gemisches beeinflussen die Erholungsfähigkeit und
die Flexibilität des Gemisches.
Die erfindungsgemäßen Gemische, die auf Erholungsfähigkeit
ausgestaltet wurden, enthalten eine dispergierte Phase mit größerer Kristallinität
und eine kontinuierliche Phase mit geringerer Kristallinität. Die Größen
der individuellen Bereiche der dispergierten Phase sind sehr klein, wobei die kleinste
Längenabmessung für die dispergierte Phase kleiner als 3 &mgr;m ist.
Diese Phasengröße der dispergierten Phase wird während der Verarbeitung
sogar ohne Vernetzung aufrechterhalten. Die Komponenten des Gemisches sind auch
in dem Maße verträglich, dass kein Verträglichmacher zugefügt
werden muss, um diese feine Morphologie zu erreichen und beizubehalten. Diese Erfindung
beschreibt zudem die Verbesserung der Erholungsfähigkeit nach mechanischer
Verformung der genannten Gemische durch Alterung der Gemische und mechanisches Orientieren
der aus diesen Gemischen gebildeten Artikel.
Das Copolymer hat eine im Wesentlichen gleichförmige Zusammensetzungsverteilung,
vorzugsweise infolge von Polymerisation mit einem Metallocenkatalysator. Am meisten
bevorzugt ist die zweite Komponente ein Ethylen/Propylen-Copolymer, z. B. semikristallines
Ethylen/Propylen-Elastomer.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Im Stand der Technik besteht ein Bedarf an Polymergemischen mit einer
stereospezifischen Polypropylenkomponente mit guter Zugfestigkeit, während
dennoch geeignete mechanische Erholungsfähigkeit (elastische Erholung) und
Flexibilität (niedriger Biegemodul) geliefert wird. Diese Erfindung strebt
die Verbesserung der genannten Eigenschaften von Gemischen an, die isotaktisches
Polypropylen umfassen. Die Zusammensetzungsverteilung ist eine Eigenschaft von Copolymeren,
die einen statistisch signifikanten intermolekularen oder intramolekularen Unterschied
in der Zusammensetzung des Polymers zeigt. Verfahren zum Messen der Zusammensetzungsverteilung
sind weiter unten beschrieben.
Gemische von isotaktischem Polypropylen und Ethylen/Propylen-Kautschuk
sind im Stand der Technik wohl bekannt. Die traditionellen Ziegler-Natta-Katalysatoren
können jedoch keine thermoplastischen Ethylen/Propylen-Elastomere herstellen,
die gleichzeitig eine gleichförmige Zusammensetzung haben, im Wesentlichen
stereospezifische Propylenreste haben und weniger als 35 Gew.-% Ethylen aufweisen.
Die US-A-3 882 197 von Fritz et al. beschreibt Gemische von stereoregulären
Propylen/&agr;-Olefin-Copolymeren, stereoregulärem Propylen und Ethylen/Copolymer-Kautschuken.
In der US-A-3 888 949 Chi-Kai Shih, übereignet an E. I. DuPont, wird die Synthese
von Gemischzusammensetzungen gezeigt, die isotaktisches Polypropylen und Copolymere
von Propylen und &agr;-Olefin enthalten, das zwischen 6 und 20 Kohlenstoffatomen
enthält, welche eine verbesserte Dehnung und Zugfestigkeit gegenüber entweder
dem Copolymer oder isotaktischem Polypropylen haben.
Copolymere von Propylen und &agr;-Olefin sind beschrieben, in denen
das &agr;-Olefin Hexen, Octen oder Dodecen ist. Das Copolymer ist jedoch mit einem
heterogenen Titankatalysator hergestellt worden, der zu Copolymeren mit ungleichförmiger
Zusammensetzungsverteilung und breiter Molekulargewichtsverteilung führt. Eine
ungleichförmige intramolekulare Zusammensetzungsverteilung wird in der US-A-3
888 949 durch Verwendung des Begriffes "Block" in der Beschreibung des Polymers
deutlich, wo das Copolymer als "Sequenzen mit unterschiedlichem &agr;-Olefingehalt"
aufweisend beschrieben ist. In dem oben beschriebenen Kontext der Erfindung beschreibt
der Begriff Sequenzen eine Anzahl von Olefinmonomerresten, die durch während
der Polymerisation gebildete chemische Bindungen miteinander verbunden sind.
Ähnliche Offenbarung ist in der XP829 761, Macromolecules, Band
32, Nr. 10, 1999, S. 3227–3234 beschrieben.
In der US-A-4 461 872 verbessert A. C. L. Su die Eigenschaften der
in der US-A-3 888 949 beschriebenen Gemische durch Verwendung eines anderen heterogenen
Katalysatorsystems, von dem erwartet wird, dass es Copolymere mit statistisch signifikanten
intermolekularen und intramolekularen Zusammensetzungsunterschieden bildet.
In zwei aufeinanderfolgenden Veröffentlichungen in der Zeitschrift
Macromolecules, 1989, Band 22, Seiten 3851 bis 3866, beschreibt J. W. Collette von
E. I. DuPont Gemische von isotaktischem Polypropylen und partiell ataktischem Polypropylen,
die erwünschte Zugdehnungseigenschaften haben. Das partiell ataktische Propylen
hat jedoch eine breite Molekulargewichtsverteilung, wie in 8
der ersten Veröffentlichung gezeigt wird. Das partiell ataktische Polypropylen
ist auch aus mehreren Fraktionen zusammengesetzt, die sich in dem Taktizitätsniveau
der Propyleneinheiten unterscheiden, wie durch die Unterschiede in der Löslichkeit
in verschiedenen Lösungsmitteln gezeigt wird. Dies wird durch die entsprechende
physikalische Zerlegung des Gemisches gezeigt, das durch Extraktion mit unterschiedlichen
Lösungsmitteln getrennt wird, um individuelle Komponenten mit gleichförmigen
Löslichkeitscharakteristika zu ergeben, wie in Tabelle IV der obigen Veröffentlichungen
gezeigt wird.
In letzter Zeit haben mehrere Autoren die Bildung raffinierterer Strukturen
aus partiell ataktischem, partiell isotaktischem Polypropylen gezeigt, die Elastomereigenschaften
haben. Es wird angenommen, dass in diesen Komponenten jedes Molekül aus Anteilen
besteht, die isotaktisch und daher kristallisierbar sind, während die anderen
Anteile desselben Polypropylenmoleküls ataktisch und daher amorph sind. Beispiele
für diese Propylenhomopolymere, die unterschiedliche Isotaktizität in
unterschiedlichen Anteilen des Moleküls enthalten, sind von R. Waymouth in
der US-A-5 594 080, in dem Artikel im Journal American Chemical Society (1995),
Band 117, Seite 11586, und in dem Artikel in dem Journal American Chemical Society
(1997), Band 119, Seite 3635, J. Chien in dem Zeitschriftartikel in dem Journal
of the American Chemical Society (1991), Band 113, Seiten 8569 bis 8570 und S. Collins
in dem Zeitschriftenartikel in Macromolecules (1995), Band 28, Seiten 3771 bis 3778
beschrieben worden. Diese Artikel beschreiben ein spezielles Polymer, beschreiben
jedoch nicht die Gemische mit einem kristallineren Polymer wie isotaktischem Polypropylen.
In der US-A-3 853 969 und der US-A-3 378 606, offenbart E. G. Kontos
die Bildung von in situ Gemischen aus isotaktischem Polypropylen und "Stereoblock"-Copolymeren
von Propylen und anderem Olefin mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen einschließlich
Ethylen und Hexen. Die Copolymere aus dieser Erfindung sind notwendigerweise in
der intermolekularen und intramolekularen Zusammensetzungsverteilung heterogen.
Dies wird durch die Syntheseverfahren dieser Copolymere gezeigt, die sequentielle
Injektion von Monomermischungen mit unterschiedlichen Zusammensetzungen beinhalten,
um Polymeranteile mit analog unterschiedlichen Zusammensetzungen zu synthetisieren.
Zudem zeigt 1 von beiden Patenten, dass der "Stereoblock"-Charakter,
der intra- oder intermolekulare Zusammensetzungsunterschiede im Kontext der Beschreibung
der vorliegenden Erfindung ist, für den Vorteil der Zug- und Dehnungseigenschaften
des Gemisches wesentlich ist. Überdies erfüllen alle dieser Zusammensetzungen
entweder nicht alle der erwünschten Eigenschaften für verschiedene Anwendungen,
und/oder beinhalten kostspielige und mühsame Prozessstufen, um die gewünschten
Ergebnisse zu erreichen.
Ähnliche Ergebnisse werden von R. Holzer und K. Mehnert in der
US-A-3 262 992 erwartet, übereignet an Hercules, in der die Autoren offenbaren,
dass die Zugabe von Stereoblockcopolymer von Ethylen und Propylen an isotaktisches
Polypropylen zu verbesserten mechanischen Eigenschaften des Gemisches führt,
verglichen mit isotaktischem Polypropylen allein. Diese Vorteile werden jedoch nur
für die Stereoblockcopolymere von Ethylen und Propylen beschrieben. Diese Copolymere
wurden synthetisiert, indem die Monomerkonzentrationen in dem Reaktor im Zeitverlauf
geändert wurden. Dies wird in Beispielen 1 und 2 gezeigt. Der Stereoblockcharakter
des Polymers ist graphisch in der Molekülbeschreibung (Spalte 2, Zeile 65)
gezeigt und dem unerwünschten statistischen Copolymer (Spalte 2, Zeile 60)
gegenübergestellt. Die Anwesenheit von Stereoblockcharakter in diesen Polymeren
wird durch den hohen Schmelzpunkt dieser Polymere und die schlechte Löslichkeit
in Kohlenwasserstoffen bei Umgebungstemperatur gezeigt.
Die WO 99/007788 beschreibt einen breiten Bereich von Zusammensetzungen
von isotaktischem Polypropylen und Propylenbasiertem Polymer mit einem niedrigen
Schmelzpunkt und kristallisierbaren, isotaktischen Propylensequenzen. Es gibt keine
Beschreibung einer spezifischen Morphologie.
Es gibt einen Bedarf an einer Polyolefingemischzusammensetzung, die
thermisch stabil, wärmebeständig, lichtbeständig und im Allgemeinen
geeignet für thermoplastische Elastomeranwendungen (TPE) ist, die vorteilhafte
Verarbeitungscharakteristika haben. Wir haben gefunden, dass durch Mischen von kristallinem
Propylenpolymer, nachfolgend als die "erste Polymerkomponente, (FPC)" bezeichnet,
und kristallisierbarem Propylen/&agr;-Olefin-Copolymerpolymer,
nachfolgend als die "zweite Polymerkomponente (SPC)" bezeichnet, vorteilhafte Verarbeitungscharakteristika
resultieren, während noch eine Zusammensetzung mit verringertem Biegemodul
und erhöhter Zugfestigkeit, Dehnung, Erholung und Gesamtzähigkeit geliefert
wird. Es ist möglich, dass eine dritte Polymerkomponente zugefügt wird,
die ein weiteres kristallisierbares Propylen/&agr;-Olefin-Copolymer ist, die in
dem folgenden Text als SPC2 bezeichnet wird und eine mittlere Kristallinität
zwischen der der FPC und der der SPC hat. Die SPC2 hat auch eine enge Zusammensetzungsverteilung
und wird mit Metallocenkatalysator hergestellt. Die Zugabe von SPC2 führt zu
einer feineren Morphologie und Verbesserungen von einigen der Eigenschaften des
Gemisches von FPC und SPC.
Der Begriff "kristallin", wie er hierin für FPC verwendet wird,
charakterisiert jene Polymere, die hohe Grade inter- und intramolekularer Ordnung
besitzen und höher als 110° C und vorzugsweise höher als 115 °C
und insbesondere höher als 130 °C schmelzen und vorzugsweise eine Schmelzwärme
von mindestens 75 J/g aufweist, bestimmt mittels DSC-Analyse. Der Begriff "kristallisierbar",
wie er hierin für SPC verwendet wird, beschreibt Polymere, die im unverformten
Zustand hauptsächlich amorph sind, jedoch nach Strecken oder Spannungsfrei-Machen
kristallisieren können. Kristallisation kann auch durch Anwesenheit von kristallinem
Polymer wie FPC initiiert werden. Diese Polymere haben einen Schmelzpunkt von weniger
als 105 °C oder vorzugsweise weniger als 100 °C und vorzugsweise eine
Schmelzwärme von weniger als 75 J/g, bestimmt mittels DSC. SPC2 beschreibt
diejenigen Polymere, die im unverformten Zustand im Wesentlichen kristallin sind.
Kristallisation kann ferner auch in Gegenwart des kristallinen Polymers erfolgen,
wie FPC. Diese Polymere haben einen Schmelzpunkt von weniger als 115 °C oder
vorzugsweise weniger als 100 °C und vorzugsweise eine Schmelzwärme von
weniger als 75 J/g, bestimmt mittels DSC.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung liefert ein Gemisch mit Heterophasenmorphologie
mit einer Zugdehnung von mehr als 650 %, das eine dispergierte Phase einer kristallinen
Polymerkomponente in einer kontinuierlichen Phase einer kristallisierbaren Copolymerkomponente,
wobei:
A) die kristalline Phase in Phasen von weniger als 3 &mgr;m × 3 &mgr;m
× 100 &mgr;m Größe dispergiert ist, die aus vorwiegend kristallinem
isotaktischen Polypropylen mit einem Schmelzpunkt von höher als 110 °C,
bestimmt durch Differential Scanning Kalorimetrie (DSC), und in Folge von thermodynamischem
Mischen einer gewissen Menge des kristallinen Copolymers der kontiuierlichen Phase
bestehen, wobei das kristalline Polypropylen 2 bis 40 Gew.-% des Gemischs bildet,
B) die kontinuierliche Phase aus kristallisierbarem, statistischem Copolymer
von Propylen und 5 bis 35 Gew.-% von anderem &agr;-Olefin mit weniger als 10 Kohlenstoffatomen
ist und isotaktische Propylensequenzen, die lang genug zum Kristallisieren sind,
in Folge von kristallisierbaren Propylensequenzen von isotaktischem Propylen einen
Schmelzpunkt von weniger als 105 °C, bestimmt gemäß Differential
Scanning Kalorimetrie, aufweisen, wobei kristallisierbares Copolymer 60 bis 98 Gew.-%
des Gemischs bildet, und
C) optionale Komponenten wie Prozessöl, Füllstoffe, Färbemittel,
Antioxidantien, Kristallkeimbilder und Fließverbesserer umfasst.
Das kristalline isotaktische Polypropylen ist die FPC. SPC ist das
kristallisierbare Copolymer. Optionale Komponenten des Gemischs sind SPC2, ein kristallisierbares
Copolymer von C2, C4- bis C20-&agr;-Olefin (vorzugsweise
Ethylen).
Die FPC schmilzt vorzugsweise höher als 115 °C und insbesondere
höher als 130 °C und hat vorzugsweise eine Schmelzwärme von mindestens
75 J/g, bestimmt gemäß DSC-Analyse. Die FPC kann entweder Homopolymer
oder Copolymere mit anderen &agr;-Olefinen sein. Die FPC kann auch aus üblicherweise
isotaktischen Polypropylenzusammensetzungen zusammengesetzt sein, die als schlagzähes
Copolymer oder Reaktorcopolymer bezeichnet werden. Diese Variationen der Identität
der FPC sind jedoch in dem Gemisch nur in dem Maße akzeptabel, als sich die
FPC innerhalb der oben angegebenen Grenzen der Kristallinität und des Schmelzpunkts
bewegt. Die FPC kann auch Additive wie Fließverbesserer, Kristallkeimbildner
und Antioxidantien enthalten, die normalerweise isotaktischem Polypropylen zugegeben
werden, um Eigenschaften beizubehalten oder zu verbessern. Alle diese Polymere werden
als die FPC bezeichnet.
Die SPC und die SPC2, falls verwendet, haben stereoreguläre Propylensequenzen,
die ausreichend lang zum Kristallisieren sind. Die SPC hat vorzugsweise einen Schmelzpunkt
von weniger als 100 °C und vorzugsweise eine Schmelzwärme von weniger
als 75 J/g. Die SPC2 hat einen Schmelzpunkt von weniger als 100 °C und vorzugsweise
eine Schmelzwärme von weniger als 75 J/g.
Stereoreguläre Propylensequenzen in der SPC und SPC2 sollten
im Wesentlichen zu der Stereoregularität der FPC passen. Weil
die FPC vorwiegend isotaktisch ist, sind die SPC und SPC2, falls verwendet, Copolymer
mit isotaktischen Propylensequenzen. Es wird angenommen, dass diese Angleichung
der Stereoregularität die Kompatibilität der Komponenten erhöht und
zu verbesserter Adhäsion an der Grenzfläche der Bereiche der Polymere
mit unterschiedlichen Kristallinitäten in der Polymergemischzusammensetzung
führt. Zudem wird gute Kompatibilität nur in einem engen Bereich der Copolymerzusammensetzung
für die SPC erreicht. Enge intermolekulare und intramolekulare Zusammensetzungsverteilung
in dem Copolymer sind bevorzugt. Die genannten Charakteristika der SPC und SPC2,
falls verwendet, werden vorzugsweise durch Polymerisation mit einem chiralen Metallocenkatalysator
erreicht.
Eine bevorzugte Ausführungsform ist das Mischen der FPC mit Ethylen/Propylen-Copolymeren
als die SPC, um hohe Kompatibilität mit der FPC zu gewährleisten. Sowohl
die FPC als auch die SPC haben ausreichend lange isotaktische Propylensequenzen
zum Kristallisieren. Resultierende Gemische aus isotaktischem Polypropylen mit erfindungsgemäßen
Ethylen/Propylen-Copolymeren haben verbesserte Eigenschaften, verglichen mit isotaktischen
Polypropylengemischen mit Ethylen/Propylen-Kautschuken des Standes der Technik.
Die thermoplastische erfindungsgemäße Polymergemischzusammensetzung
kann eine FPC und eine SPC mit zugesetztem Prozessöl umfassen.
Die SPC ist ein statistisches Copolymer aus Ethylen und Propylen und
kann einen Schmelzpunkt gemäß DSC von 0 °C bis 105 °C, vorzugsweise
im Bereich von 20 °C bis 90 °C, insbesondere im Bereich von 25 °C
bis 70 °C, und einem durchschnittlichen Propylengehalt, bezogen auf das Gewicht,
von mindestens 65 % und insbesondere mindestens 80 %. Dieser Schmelzpunkt ist auf
kristallisierbare isotaktische Propylensequenzen zurückzuführen. Die SPC
wird mit Polymerisationskatalysator hergestellt, der praktisch oder im Wesentlichen
isotaktisches Polypropylen bildet, wenn alle oder im Wesentlichen alle Propylensequenzen
in der FPC isotaktisch sind. Die SPC ist in der Verteilung von Ethylen- und Propylenresten
entlang der Kette statistisch. Quantitative Bewertung der Zufälligkeit der
Verteilung der Ethylen- und Propylensequenzen kann durch Betrachtung der experimentell
ermittelten Reaktivitätsverhältnisse der zweiten Polymerkomponente oder
durch 13C-NMR bestimmt werden. Dies erfolgt gemäß den Verfahren,
die in dem Zeitschriftenartikel von H. Kakugo, Y. Naito, K. Mizunama und T. Miyatake
in Macromolecules (1982), Seiten 1150 bis 1152 beschrieben sind. Die SPC wird mit
einem Single-Site-Metallocenkatalysator hergestellt, der nur einen einzigen statistischen
Additionsmodus von Ethylen und Propylen durch Polymerisation in einem gut gemischten
gerührten Tankreaktor mit kontinuierlicher Zufuhr erlaubt, der eine einheitliche
Polymerisationsumgebung zum Wachstum aller Polymerketten der SPC liefert.
Gemäß einer anderen Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung kann die zweite Polymerkomponente geringe Mengen nicht-konjugiertes Dien
enthalten, um die Vulkanisation oder andere chemische Modifikation des Gemisches
aus der ersten Polymerkomponente und der zweiten Polymerkomponente zu unterstützen.
Die Dienmenge liegt vorzugsweise unter 10 Gew.-% und vorzugsweise unter 5 Gew.-%.
Das Dien kann ausgewählt sein aus der Gruppe bestehend aus jenen, die zur Vulkanisation
von Ethylen/Propylen-Kautschuken verwendet werden, und sind vorzugsweise Ethylidennorbornen,
Vinylnorbornen und Dicyclopentadien.
Die SPC2, falls verwendet, hat dieselben Charakteristika wie die oben
beschriebene SPC. Die SPC2 hat eine Kristallinität und Zusammensetzung zwischen
der FPC und der SPC. In dem bevorzugten Fall, wenn die SPC2 ein Copolymer von Ethylen
und Propylen ist, ist die FPC Propylenhomopolymer. Die SPC2 hat denselben Kristallinitätstyp
von Propylen wie in der FPC und SPC und einen. Ethylengehalt zwischen FPC und SPC.
Die Zugabe von SPC2 zu dem Gemisch führt zu einer besseren Dispersion der Phasen
in dem Gemisch, verglichen mit Gemischen mit ähnlicher Zusammensetzung, die
keine SPC2 aufweisen. Die relativen Mengen von SPC und SPC2 können zwischen
95:5 und 10:90 in dem Gemisch variieren. Das Verhältnis der FPC zu der Summe
von SPC und SPC2 kann im Bereich von 1:99 bis 95:5, bezogen auf das Gemisch, und
bevorzugter im Bereich von 2:98 bis 70:30, bezogen auf das Gewicht, variieren.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform betrifft die Erfindung
ein Verfahren zur Herstellung thermoplastischer Polymergemischzusammensetzung. In
dem Verfahren wird (a) Propylen oder eine Mischung von Propylen und einem oder mehreren
Monomeren ausgewählt aus C2- oder C4- bis C20-&agr;-Olefinen
in Gegenwart von Polymerisationskatalysator polymerisiert, wodurch im Wesentlichen
isotaktisches Propylenpolymer erhalten wird, das mindestens 90 Gew.-% polymerisiertes
Propylen enthält; (b) eine Mischung von Ethylen und Propylen in Gegenwart von
chiralem Metallocenkatalysator polymerisiert, wodurch ein Copolymer von Ethylen
und Propylen erhalten wird, das bis zu 35 Gew.-% Ethylen und vorzugsweise bis zu
20 Gew.-% Ethylen enthält und isotaktisch kristallisierbare Propylensequenzen
enthält; und (c) das Propylenpolymer von Stufe (a) mit dem Copolymer
von Stufe (b) unter Bildung eines Gemisches gemischt wird.
Die Erfindung betrifft die Bildung eines Gemisches der Komponenten
FPC, SPC und SPC2, das eine heterogene Phasenmorphologie hat, die aus Bereichen
mit unterschiedlichen Kristallinitäten besteht. Gemische, die die Verbesserung
der elastischen Erholung betreffen, haben eine kontinuierliche Phase mit niedrigerer
Kristallinität und eine dispergierte Phase mit der höheren Kristallinität.
Die Bereiche der dispergierten Phase sind klein mit einer durchschnittlichen Mindestachse
von kleiner als 5 &mgr;m. Die größere Achse der dispergierten Phase
kann bis zu 100 &mgr;m groß sein. Die dispergierte Phase besteht aus einer
kristallinen Mischung von FPC mit einer geringen Menge SPC2 und SPC infolge von
thermodynamischem Mischen der Polymere. Die kontinuierliche Phase besteht aus dem
Rest der Polymere, die nicht in der dispergierten Phase eingeschlossen sind.
Üblicherweise erhältliche Propylenreaktorcopolymere, die
aus einem Einphasengemisch aus isotaktischem Polypropylen und Copolymeren von Propylen
und Ethylen bestehen, sind in den Schutzumfang der Erfindung nicht eingeschlossen,
da sie eine Einzelphase ohne ausgeprägte dispergierte oder kontinuierliche
Phasen sind. Polypropylengemische, die aus einer Kombination von erfindungsgemäßer
FPC und SPC hergestellt sind, die eine Heterophasenmorphologie ergeben, bei der
das kristalline Polymer die kontinuierliche Phase ist, sind aus der Erfindung ausgeschlossen.
Zu den Vorteilen der Erfindung gehört Verbesserung der elastischen
Erholung und des Biegemoduls des Gemisches. Diese Verbesserungen sind am deutlichsten
erkennbar als Funktion des 500 % Zugmoduls des Gemisches. Traditionell waren die
Beispiele des Standes der Technik in der Lage, die Verbesserungen in dem Gemisch
zu verdoppeln, jedoch nur bei Zusammensetzungen mit einem sehr niedrigen 500 % Zugmodul.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
1 zeigt die Morphologie eines erfindungsgemäßen
Gemisches. Speziell zeigt 1 die Morphologie von Probe
H7 in dem folgenden Beispiel 6.
2 zeigt die Morphologie eines erfindungsgemäßen Gemisches.
Speziell zeigt 2 die Morphologie von Probe K7 in dem folgenden
Beispiel 6.
3 zeigt die Morphologie eines erfindungsgemäßen Gemisches,
das SPC2 einschließt. Speziell zeigt 3 die Morphologie von
Probe BB7 in dem folgenden Beispiel 6.
4 und 5 zeigen die Spannungs-Verformungs-Dehnungsdaten
für erfindungsgemäße Gemische.
6 zeigt die elastische Erholung spannungsfrei gemachter/gealterter
erfindungsgemäßer Gemische.
7 zeigt die elastische Erholung orientierter erfindungsgemäßer
Gemische.
8 zeigt die Abhängigkeit des Biegemoduls des erfindungsgemäßen
Gemisches als korrelierte Funktion des 500 % Zugmoduls.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
DER ERFINDUNG
Die erfindungsgemäßen Gemischzusammensetzungen sind im Allgemeinen
aus zwei Komponenten zusammengesetzt: (1) kristalliner FPC, die isotaktisches Polypropylen
umfasst, und (2) kristallisierbarer SPC, die (von Propylen verschiedenes) &agr;-Olefin-
und Propylen-Copolymer umfasst. Eine spezielle erfindungsgemäße Ausführungsform
enthält eine kristallisierbare SPC2, die (von Propylen verschiedenes) &agr;-Olefin-
und Propylen-Copolymer enthält. Als zusätzliche Komponente kann Prozessöl
vorhanden sein.
Das Gemisch hat auch eine heterogene Phasenmorphologie, wobei eine
kristallinere Polymermischung im Wesentlichen aus der gesamten FPC und einem Teil
der SPC besteht und SPC2 in Bereichen in einer kontinuierlichen Phase der weniger
kristallinen Polymermischung dispergiert ist, die den Rest des Gemisches enthält.
Die Größe der dispergierten Bereiche ist klein, und die Morphologie ist
in Abwesenheit eines Verträglichmachers stabil. Erfindungsgemäße
Zusammensetzungen sind vorzugsweise frei oder im Wesentlichen frei von Verträglichmachern.
DIE ERSTE POLYMERKOMPONENTE (FPC)
Erfindungsgemäß kann die FPC-Komponente, d. h. die Polypropylenpolymerkomponente,
Homopolypropylen oder Copolymere von Propylen oder irgendwelche Mischungen derselben
sein. Die FPC hat die folgenden Charakteristika:
(A) Das erfindungsgemäße Polypropylen ist vorwiegend kristallin, d.
h. es hat einen Schmelzpunkt, der im Allgemeinen größer als 110 °C,
vorzugsweise größer als 115 °C und am meisten bevorzugt größer
als 130 °C ist. Es hat vorzugsweise eine Schmelzwärme größer
als 75 J/g.
(B) Das Polypropylen kann sich in der Zusammensetzung stark unterscheiden. Es
kann beispielsweise im Wesentlichen isotaktisches Polypropylenhomopolymer oder Propylencopolymer
verwendet werden, das gleich oder weniger als 10 Gew.-% anderes Monomer enthält,
d.h. mindestens 90 Gew.-% Propylen. Das Polypropylen kann zudem in Form von Pfropf-
oder Blockcopolymer vorhanden sein, wobei die Blöcke aus Polypropylen im Wesentlichen
dieselbe Stereoregularität haben wie das Propylen/&agr;-Olefin-Copolymer,
solange das Pfropf- oder Blockcopolymer einen scharfen Schmelzpunkt oberhalb von
110 °C, vorzugsweise oberhalb von 115 °C und insbesondere oberhalb von
130 °C hat, wie für stereoreguläre Propylensequenzen charakteristisch
ist. Die Propylenpolymerkomponente kann eine Kombination aus Homopolypropylen und/oder
statistischen und/oder Blockcopolymeren wie hierin beschrieben sein. Wenn die obige
Propylenpolymerkomponente ein statistisches Copolymer ist, ist der Prozentsatz des
copolymerisierten &agr;-Olefins in dem Copolymer im Allgemeinen bis zu 9 Gew.-%,
vorzugsweise 2 Gew.-% bis 8 Gew.-%, am meisten bevorzugt 2 Gew.-% bis 6 Gew.-%.
Die bevorzugten &agr;-Olefine enthalten 2 oder 4 bis 12 Kohlenstoffatome. Das
am meisten bevorzugte &agr;-Olefin ist Ethylen. Ein oder zwei oder mehrere &agr;-Olefine
können mit Propylen copolymerisiert werden. Beispielhafte &agr;-Olefine können
ausgewählt werden aus der Gruppe bestehend aus Ethylen; Buten-1; Penten-1,
2-Methylpenten-1, 3-Methylbuten-1; Hexen-1; 3-Methylpenten-1; 4-Methylpenten-1;
3,3-Dimethylbuten-1; Hepten-1; Hexen-1; Methylhexen-1; Dimethylpenten-1; Trimethylbuten-1;
Ethylpenten-1; Octen-1; Methylpenten-1; Dimethylhexen-1; Trimethylpenten-1; Ethylhexen-1;
Methylethylpenten-1; Diethylbuten-1; Propylpenten-1; Decen-1; Methylnonen-1; Nonen-1;
Dimethylocten-1; Trimethylhepten-1; Ethylocten-1; Methylethylbuten-1; Diethylhexen-1;
Dodecen-1 und Hexadodecen-1.
(C) Das Molekulargewicht der FPC kann zwischen 10 000 und 5 000 000 variieren,
mit einem Polydispersitätsindex (PDI) zwischen 1,5 und 40,0.
(D) Die erfindungsgemäßen thermoplastischen Polymergemischzusammensetzungen
umfassen 2 Gew.-% bis 40 Gew.-% FPC. Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
enthält mehr als 2 Gew.-% bis 25 Gew.-% FPC in dem Gemisch.
Es gibt keine spezielle Einschränkung des Verfahrens zur Herstellung
dieser erfindungsgemäßen Propylenpolymerkomponente. Im Allgemeinen ist
das Polymer jedoch ein Propylenhomopolymer, das durch Homopolymerisation von Propylen
in einem Einstufen- oder Mehrstufenreaktor erhalten wird. Copolymere können
durch Copolymerisieren von Propylen und &agr;-Olefin mit 2 oder 4 bis 20 Kohlenstoffatomen,
vorzugsweise Ethylen, in einem Einstufen- oder Mehrstufenreaktor erhalten werden.
Polymerisationsverfahren schließen Hochdruck-, Aufschlämmungs-, Gas-,
Massen- oder Lösungsphase oder Kombination davon unter Verwendung von traditionellem
Ziegler-Natta-Katalysator oder Single-Site-Metallocenkatalysatorsystem ein. Es wird
vorzugsweise ein Katalysator mit hoher Isospezifität verwendet. Die Polymerisation
kann nach einem kontinuierlichen oder Chargenverfahren erfolgen und kann die Verwendung
von Kettenübertragungsmitteln, Abfangmittel oder solchen Additiven einschließen,
die als anwendbar angesehen werden.
DIE ZWEITE POLYMERKOMPONENTE (SPC)
Die SPC der erfindungsgemäßen Polymergemischzusammensetzungen
umfasst kristallisierbares Copolymer von Propylen und anderem &agr;-Olefin mit
weniger als 10 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise Ethylen. Die SPC hat die folgenden
Charakteristika:
(A) Die SPC der vorliegenden Erfindung umfasst vorzugsweise statistisches Copolymer
mit enger Zusammensetzungsverteilung. Ohne sich auf eine Theorie festlegen zu wollen,
wird angenommen, dass die enge Zusammensetzungsverteilung der zweiten Polymerkomponente
wichtig ist. Die intermolekulare Zusammensetzungsverteilung des Polymers wird durch
thermische Fraktionierung in Lösungsmittel ermittelt. Ein typisches Lösungsmittel
ist gesättigter Kohlenwasserstoff wie Hexan oder Heptan. Dieses thermische
Fraktionierungsverfahren ist nachfolgend beschrieben. In der Regel sind ungefähr
75 Gew.-% und insbesondere 85 Gew.-% des Polymers in einer oder zwei benachbarten
Fraktionen löslich, wobei sich der Rest des Polymers in den unmittelbar vorangehenden
oder folgenden Fraktionen befindet. Jede dieser Fraktionen hat eine Zusammensetzung
(Gew.-% Ethylengehalt) mit einem Unterschied von nicht mehr als 20 Gew.-% (relativ)
und insbesondere 10 Gew.-% (relativ) des durchschnittlichen Ethylengehalts in Gew.-%
der gesamten zweiten Polymerkomponente. Die zweite Polymerkomponente hat eine enge
Zusammensetzungsverteilung, falls sie den oben beschriebenen Fraktionierungstest
besteht.
(B) In allen SPC stimmen die Länge und Verteilung von stereoregulären
Propylensequenzen mit der im Wesentlichen zufälligen statistischen Copolymerisation
überein. Es ist wohl bekannt, dass Sequenzlänge und Verteilung mit den
Copolymerisationsreaktivitätsverhältnissen verknüpft sind. Mit im
Wesentlichen statistisch meinen wir Copolymer, bei dem das Produkt der Reaktivitätsverhältnisse
2 oder weniger beträgt. In Stereoblockstrukturen ist die durchschnittliche
Länge der PP-Sequenzen größer als diejenige im Wesentlichen statistischer
Copolymere mit ähnlicher Zusammensetzung. Polymere des Standes der Technik
mit Stereoblockstruktur haben eine Verteilung von PP-Sequenzen, die mit diesen blokkigen
Strukturen übereinstimmt, statt einer zufälligen, im Wesentlichen statistischen
Verteilung. Die Reaktivitätsverhältnisse und Sequenzverteilung des Polymers
kann durch C-13-NMR bestimmt werden, das die Ethylenreste in Relation zu den benachbarten
Propylenresten lokalisiert. Zur Herstellung eines Copolymers mit der erforderlichen
Zufälligkeit und engen Zusammensetzungsverteilung ist es erwünscht, (1)
Single-Site-Katalysator und (2) einen gut gemischten gerührten Tank-Polymerisationsreaktor
mit kontinuierlichem Durchfluss zu verwenden, der nur eine einheitliche Polymerisationsumgebung
zum Wachstum im Wesentlichen aller Polymerketten der zweiten Polymerkomponente zulässt.
(C) Die SPC hat vorzugsweise einen Einzelschmelzpunkt. Der Schmelzpunkt wird
gemäß DSC bestimmt. Die erfindungsgemäße SPC kann im Allgemeinen
einen Schmelzpunkt zwischen 105 °C und 0° C haben, vorzugsweise liegt
der Schmelzpunkt der SPC zwischen 30 °C und 100 °C. Der Schmelzpunkt der
SPC liegt vorzugsweise zwischen 90 °C und 20 °C. Gemäß einer
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung liegt der Schmelzpunkt der SPC der
erfindungsgemäßen Zusammensetzung am meisten bevorzugt zwischen 70 °C
und 25 °C.
(D) Die zweite Polymerkomponente der erfindungsgemäßen vorliegenden
Zusammensetzung umfasst kristallisierbare Propylensequenzen. Die Kristallinität
der zweiten Polymerkomponente ist vorzugsweise gemäß einer Ausführungsform
1 % bis 65 homoisotaktisches Polypropylen, vorzugsweise zwischen 3 und 30 %, gemessen
durch die Schmelzwärme von spannungsfrei gemachten Proben des Polymers.
(E) Das Molekulargewicht der SPC kann zwischen 10 000 und 5 000 000 liegen,
mit einem Polydispersitätsindex (PDI) zwischen 1,5 und 40,0. Die zweite Polymerkomponente
hat vorzugsweise einen engen PDI zwischen 1,8 und 5, insbesondere bevorzugt einen
PDI zwischen 2,0 und 3,2. Es ist bevorzugt, dass die SPC eine Mooney-Viskosität
bei 125 °C von weniger als 100, insbesondere weniger als 75 und insbesondere
weniger als 60 hat.
(F) Die niedrigen Kristallinitätsgrade in der SPC werden erhalten, indem
5 Gew.-% bis 35 Gew.-% &agr;-Olefin, vorzugsweise 6 Gew.-% bis 30 Gew.-% &agr;-Olefin
eingebaut werden, und am meisten bevorzugt umfasst sie 8 Gew.-% bis 25 Gew.-% &agr;-Olefin
und bevorzugter 8 Gew.-% bis 20 Gew.-% &agr;-Olefin. Diese Zusammensetzungsbereiche
für die SPC sind bevorzugt, um die Ziele der vorliegenden Erfindung zu erreichen.
Bei &agr;-Olefinzusammensetzungen, die unter den obigen unteren Grenzen für
die Zusammensetzung der SPC liegen, sind die Gemische aus der FPC und SPC thermoplastisch
und haben nicht die phasengetrennte Morphologie, die für die Zugerholungseigenschaften
der Gemische erforderlich ist. Bei &agr;-Olefinzusammensetzungen über den
obigen höheren Grenzwerten für die SPC haben die Gemische schlechte Zugfestigkeit
und eine phasengetrennte Morphologie mit grober Dispersion. Es wird angenommen,
ohne sich darauf festlegen zu wollen, dass die SPC die optimale Menge an Polypropylenkristallinität
haben muss, um mit der FPC zu kristallisieren, um die günstigen Effekte der
vorliegenden Erfindung zu erhalten. Wie bereits erörtert ist das bevorzugte
&agr;-Olefin Ethylen.
(G) Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen umfassen 60 Gew.-% bis
98 Gew.-%, vorzugsweise 75 Gew.-% bis 99 Gew.-% der SPC.
(H) In einem Einzelgemisch mit einer FPC kann mehr als eine SPC verwendet werden.
Jede der SPC ist oben beschrieben, und die Anzahl der SPC in dieser Ausführungsform
liegt unter drei und insbesondere zwei. Die verschiedenen SPC unterscheiden sich
in der Kristallinität. Bei zwei SPC-Komponenten ist die SPC2 kristalliner als
die SPC. Die SPC2 weist vorzugsweise gemäß einer Ausführungsform
20 % bis 65 und insbesondere zwischen 25 % und 65 % der Kristallinität von
homoisotaktischem Polypropylen auf, gemessen durch die Schmelzwärme spannungsfrei
gemachter Proben des Polymers. Die SPC und die SPC2 können sich auch in ihrem
Molekulargewicht unterscheiden. Die SPC und SPC2 unterscheiden sich in dem &agr;-Olefingehalt
im Einklang mit der Verwendung von zwei SPC mit verschiedener Kristallinität.
Das bevorzugte &agr;-Olefin ist Ethylen. Es wird angenommen, dass die Verwendung
von SPC2 zusammen mit einem Gemisch aus FPC und SPC als Grenzflächenmittel
in diesen Gemischen wirkt. Die resultierende Morphologie besteht aus einer feineren
Dispersion der hochkristallinen Komponente mit der kontinuierlichen Phase der weniger
kristallinen Phase. Eine solche Morphologie führt zu den elastischen Erholungseigenschaften
der Gemische.
Die zweite Polymerkomponente. kann auch ein Copolymer aus ataktischem Propylen und
isotaktischem Propylen umfassen. Solche kristallisierbaren Homopolymere von Propylen
sind von R. Waymouth in der US-A-5 594 080 beschrieben worden. Gegebenenfalls kann
die zweite Komponente der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
Dien umfassen.
(I) Die SPC und die SPC2, falls verwendet, haben ausreichend lange stereoreguläre
Propylensequenzen, um zu kristallisieren. Es wird angenommen, dass dieses Anpassen
der Stereoregularität die Kompatibilität der Komponenten erhöht und
zu verbesserter Adhäsion der Bereiche der Polymere mit unterschiedlichen Kristallinitäten
in der Polymergemischzusammensetzung führt. Zudem wird gute Kompatibilität
nur in einem engen Bereich von Copolymerzusammensetzung für die SPC erreicht.
Enge intermolekulare und intramolekulare Zusammensetzungsverteilung in dem Copolymer
sind bevorzugt. Die genannten Charakteristika der SPC und SPC2, falls verwendet,
werden vorzugsweise durch Polymerisation mit chiralem Metallocenkatalysator erreicht.
(J) Die SPC wird mit Polymerisationskatalysator hergestellt, der praktisch oder
im Wesentlichen isotaktisches Polypropylen bildet, wenn alle oder im Wesentlichen
alle Propylensequenzen in der FPC isotaktisch sind. Dennoch führt der zur Bildung
der SPC verwendete Polymerisationskatalysator zu Stereo- und Regiofehlern beim Einbau
von Propylen. Stereofehler sind jene, bei denen das Propylen mit einer nicht isotaktischen
Taktizität in eine Kette eingeschoben wird. Ein Regiofehler ist einer, bei
dem das Propylen mit der Methylengruppe oder der Methyldiengruppe neben einer ähnlichen
Gruppe in das unmittelbar zuvor eingeschobene Propylen eingeschoben wird. Solche
Fehler können nach Einbau von Ethylen in die SPC öfter vor. Die Fraktion
von Propylen in isotaktischen stereoregulären Sequenzen (z. B. Triaden oder
Pentaden) ist somit für SPC weniger als 1 und nimmt mit zunehmendem Ethylengehalt
der SPC ab. Ohne uns auf diese Theorie festlegen zu wollen, schlagen wir vor, dass
die Einführung dieser Fehler bei dem Einbau von Propylen, insbesondere in Gegenwart
zunehmender Mengen Ethylen, bei der Verwendung dieser Ethylen/Propylen-Copolymere
als SPC wichtig sind. Trotz der Gegenwart dieser Fehler ist die SPC in der Verteilung
von Ethylen statistisch zufällig.
(K) Die SPC ist statistisch zufällig bei der Verteilung von Ethylen- und
Propylenresten über die Kette. Quantitative Sequenzen können durch Betrachtung
der experimentell ermittelten Reaktivitätsverhältnisse der zweiten Polymerkomponente
oder durch 13C-NMR erhalten werden. Die SPC wird mit einem Single-Site-Metallocenkatalysator
hergestellt, der nur einen einzigen statistischen Modus der Addition von Ethylen
und Propylen in einem gut gemischten, gerührten Tank-Polymerisationsreaktor
mit kontinuierlicher Monomerzufuhr erlaubt, der nur eine einzige Polymerisationsumgebung
für alle Polymerketten der SPC zulässt.
Im Allgemeinen ist ein Mittel zur Durchführung eines erfindungsgemäßen
Verfahrens zur Produktion der Copolymer-zweiten Polymerkomponente wie folgt: (1)
flüssiges Propylen wird in einen gerührten Tankreaktor eingebracht, (2)
das Katalysatorsystem wird durch Düsen in die Dampf- oder Flüssigphase
eingebracht, (3) Einsatzmaterialethylengas wird entweder in die Dampfphase des Reaktors
eingebracht oder in die Flüssigphase eingeblasen, wie in der Technik wohl bekannt
ist, (4) der Reaktor enthält eine Flüssigphase, die im Wesentlichen aus
Propylen zusammen mit gelöstem &agr;-Olefin, vorzugsweise Ethylen, und einer
Dampfphase zusammengesetzt ist, die Dämpfe aller Monomere enthält, (5)
die Reaktortemperatur und der Reaktordruck können durch Rückfluss von
verdampfendem Propylen (Selbstkühlung) sowie durch Kühlspiralen, -mäntel,
usw. gesteuert werden, (6) die Polymerisationsgeschwindigkeit wird durch die Konzentration
des Katalysators und/oder die Temperatur bestimmt, und (7) der Ethylen- (oder andere
&agr;-Olefin)-Gehalt des Polymerprodukts wird durch das Verhältnis von Ethylen
zu Propylen in dem Reaktor bestimmt, das durch Manipulieren der relativen Zufuhrgeschwindigkeiten
dieser Komponenten zu dem Reaktor gesteuert wird.
Ein typisches Polymerisationsverfahren besteht beispielsweise aus
Polymerisation in Gegenwart von Katalysator, der. chirale Bis(cyclopentadienyl)metallverbindung
und 1) entweder nicht-koordinierenden kompatiblen Anionaktivator oder 2) Alumoxanaktivator
umfasst. Ein beispielhaftes Katalysatorsystem ist in der US-A-5 198 401 beschrieben.
Der Alumoxanaktivator wird vorzugsweise in einer Menge verwendet, um ein Molverhältnis
von Aluminium zu Metallocen von 1:1 bis 20 000:1 oder mehr zu liefern. Der nicht-koordinierende
kompatible Anionaktivator wird vorzugsweise in einer Menge verwendet, um ein Molverhältnis
von Biscyclopentadienylmetallverbindung zu dem nichtkoordinierenden Anion von 10:1
bis 1:1 zu liefern. Die obige Polymerisationsreaktion wird durch Umsetzung dieser
Monomere in Gegenwart dieses Katalysatorsystems bei einer Temperatur von –50
°C bis 200 °C für eine Zeit von 1 Sekunde bis 10 Stunden durchgeführt,
um Copolymer mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht (Gewichtsmittel) von
5000 oder weniger bis 1 000 000 oder mehr und einer Molekulargewichtsverteilung
von 1,8 bis 4,5 herzustellen.
Obwohl das erfindungsgemäße Verfahren die Verwendung eines
Katalysatorsystems in der Flüssigphase (Aufschlämmungs-, Lösungs-,
Suspensions- oder Massenphase oder Kombination davon) einschließt, kann auch
Gasphasenpolymerisation verwendet werden. Bei Verwendung in einer Gasphasen-, Aufschlämmungsphasen-
oder Suspensionsphasenpolymerisation werden die Katalysatorsysteme vorzugsweise
Trägerkatalysatorsysteme sein. Siehe beispielsweise die US-A-5 057 475. Solche
Katalysatorsysteme können auch andere wohl bekannte Additive einschließen,
beispielsweise Abfangmittel. Siehe beispielsweise die US-A-5 153
157. Diese Verfahren können ohne Einschränkung des Typs der Reaktionsgefäße
und des Modus zur Durchführung der Polymerisation verwendet werden. Wie bereits
gesagt und auch bei Systemen, die ein Trägerkatalysatorsystem verwenden, umfasst
das Flüssigphasenverfahren die Stufen des Kontaktierens von Ethylen und Propylen
mit dem Katalysatorsystem in geeignetem Polymerisationsverdünnungsmittel und
Umsetzen der Monomere in Gegenwart des Katalysatorsystems für eine Zeit und
bei einer Temperatur, die ausreichen, um Ethylen/Propylen-Copolymer mit gewünschten
Molekulargewicht und gewünschter Zusammensetzung herzustellen.
PROZESSÖL
Prozessöl kann den erfindungsgemäßen Polymergemischzusammensetzungen
optimalerweise zugegeben werden. Die Zugabe von Prozessöl in mäßigen
Mengen verringert die Viskosität und Flexibilität des Gemisches, während
die Eigenschaften des Gemisches bei Temperaturen nahe und unter 0 °C verbessert
werden. Es wird angenommen, dass diese Vorteile durch Herabsetzung der Tg
des Gemisches entstehen, das die Mischung aus der FPC und der SPC umfasst. Weitere
Vorteile der Zugabe von Prozessöl zu dem Gemisch aus der FPC und der SPC, die
verbesserte Verarbeitbarkeit und eine bessere Ausgewogenheit von Elastizität
und Zugfestigkeit einschließen, werden erwartet.
Das Prozessöl ist typischerweise in der Kautschukverwendungspraxis
als Streckungsöl bekannt. Die Prozessöle können aus (a) Kohlenwasserstoffen,
die im Wesentlichen aus Kohlenstoff und Wasserstoff mit Spuren von Heteroatomen
wie Sauerstoff bestehen oder (b) im Wesentlichen aus Kohlenstoff, Wasserstoff und
mindestens einem Heteroatom bestehen, wie Dioctylphthalat, Ether und Polyether.
Die Prozessöle haben einen Siedepunkt, so dass sie im Wesentlichen bei 200
°C nicht flüchtig sind. Diese Prozessöle sind üblicherweise
entweder als unverdünnte Feststoffe oder Flüssigkeiten oder als physikalisch
absorbierte Mischungen dieser Materialien auf inertem Träger erhältlich
(z. B. Tone, Siliciumdioxid), um rieselfähiges Pulver zu bilden. Wir nehmen
an, dass alle Formen dieser Prozessöle gleichermaßen für die Beschreibung
und Durchführung der Erfindung verwendbar sind.
Die Prozessöle schließen üblicherweise eine Mischung
einer großen Zahl chemischer Verbindungen ein, die aus linearen, acyclischen,
jedoch verzweigten, cyclischen und aromatischen kohlenstoffhaltigen oder kohlenstoffartigen
Strukturen bestehen können. Eine weitere Familie von Prozessölen sind
bestimmte organische Ester und Alkyletherester mit niedrigem bis mittlerem Molekulargewicht
(Molekulargewicht (Mn) < 10 000). Beispiele für Prozessöle
sind Sunpar® 150 und 220 von The Sun Manufacturing Company of Marcus
Hook, PA, USA, und Hyprene® V750 und Hyprene V1200 von Ergon, Post
Office Box 1639, Jackson, MS 39215-1639, USA, und IRM 903 von Calumet Lubricants
Co., 10234 Highway 157, Princeton, LA 71067-9172, USA. Es wird auch erwartet, dass
Kombinationen der Prozessöle, die jeweils oben beschrieben sind, zur Durchführung
der Erfindung verwendet werden können. Es ist für die Auswahl des Prozessöls
wichtig, dass es mit der Polymergemischzusammensetzung der FPC und SPC in der Schmelze
kompatibel oder mischbar ist, um ein homogenes Einphasengemisch zu bilden. Es ist
auch bevorzugt, wenn das Prozessöl in der SPC bei Raumtemperatur im Wesentlichen
mischbar ist.
Die Zugabe der Prozessöle zu der Mischung, die die FPC und SPC
umfasst, kann mit beliebigen konventionellen Mitteln erfolgen, die in der Technik
bekannt sind. Hierzu gehören die Zugabe des gesamten oder eines Teils des Prozessöls
vor der Gewinnung des Polymers sowie die Zugabe des Prozessöls vollständig
oder teilweise zu dem Polymer als Teil einer Kompoundierung zum Vermischen der FPC
und SPC miteinander. Die Kompoundierstufe kann in einem Chargenmischer durchgeführt
werden, wie einer Mühle oder einem Innenmischer, wie Banbury-Mischer. Der Kompoundiervorgang
kann auch in einem kontinuierlichen Verfahren wie einem Doppelschneckenextruder
durchgeführt werden.
Die Zugabe bestimmter Prozessöle zur Herabsetzung der Glasübergangstemperatur
von Gemischen von isotaktischem Polypropylen und Ethylen/Propylen/Dien-Kautschuk
ist in der Technik von Ellul in der US-A-5 290 886 und der US-A-5 397 832 beschrieben
worden. Wir erwarten, dass sich diese Verfahrensschritte leicht auf die erfindungsgemäßen
FPC- und SPC-Mischungen anwenden lassen.
Die physikalische Mischung aus FPC und SPC kann Prozessöl im
Bereich von 1 bis 200, vorzugsweise im Bereich von 2 bis 50 Gewichtsteilen Prozessöl
auf 100 Teile Gesamtpolymer (FPC plus SPC) einschließen.
Ein Verfahren zur Herstellung eines Gemischs nach Anspruch 1, bei
dem das Gemisch durch eines oder mehrere von Alterung, Vernetzung oder Orientierungsbehandlung
modifiziert worden ist.
GEMISCH AUS ERSTER UND ZWEITER POLYMERKOMPONENTE
Die Gemische aus FPC und SPC und anderen Komponenten können nach
jedem Verfahren hergestellt werden, das eine innige Mischung der Komponenten gewährleistet.
Die Komponenten können beispielsweise durch Schmelzverarbeitung der Komponenten
zusammen auf einer Carver-Presse zu einer Dicke von 0,5 mm (20 mil) und bei einer
Temperatur von 180 °C, Aufrollen der resultierenden Slabs, Falten der Enden
miteinander und 10-maliges Wiederholen von Press-, Roll- und Faltvorgang kombiniert
werden. Innenmischer sind für Lösungs- oder Schmelzmischen besonders brauchbar.
Mischen bei einer Temperatur von 180 °C bis 240 °C in einem Brabender-Plastographen
für 1 bis 20 Minuten hat sich als befriedigend erwiesen. Ein weiteres Verfahren,
das zum Mischen der Komponenten verwendet werden kann, beinhaltet Mischen der Polymere
in einem Banbury-Innenmischer oberhalb der Fluxtemperatur von allen der Komponenten,
z. B. 180 °C für 5 Minuten. Eine vollständige Mischung der Polymerkomponenten
wird durch die Gleichförmigkeit der Morphologie der Dispersion von FPC und
SPC gezeigt. Es kann auch kontinuierliches Mischen verwendet werden. Diese Verfahren
sind in der Technik wohl bekannt und schließen Ein- und Doppelschnekkenmischextruder,
statische Mischer zum Mischen geschmolzener Polymerströme mit niedriger Viskosität,
Prallmischer sowie andere Maschinen und Verfahren ein, die die erste Polymerkomponente
und die zweite Polymerkomponente in innigem Kontakt dispergieren können.
Die erfindungsgemäßen Polymergemische zeigen eine bemerkenswerte
Kombination erwünschter physikalischer Eigenschaften, wobei die Glasübergangstemperatur
des Gemischs niedriger als die Glasübergangstemperatur des kristallisierbaren
Polymers liegt. Der Einbau von so wenig wie 5 % FPC in die SPC, die aus Propylen/&agr;-Olefin-Copolymeren
zusammengesetzt ist, erhöht den Schmelzpunkt des Gemisches. Zudem beseitigt
der erfindungsgemäße Einbau von FPC nahezu die Klebrigkeitscharakteristika
des Propylen/&agr;-Olefin-Copolymers allein.
Der Mechanismus, nach dem die erwünschten Charakteristika der
vorliegenden Copolymergemische erhalten werden, ist nicht vollständig bekannt.
Es wird jedoch angenommen, dass ein Cokristallisationsphänomen zwischen Propylensequenzen
mit ähnlicher Stereoregularität in den verschiedenen Polymerkomponenten
beteiligt ist, das zu Verengung der Unterschiede in der Kristallisationstemperatur
der Gemischkomponenten führt. Die kombinierte erste Polymerkomponente und zweite
Polymerkomponente haben einen Gemischschmelzpunkt, der enger zusammen ist, als durch
Vergleich der Eigenschaften der individuellen Komponenten allein zu erwarten wäre.
Überraschenderweise haben einige Gemischzusammensetzungen eine Einzelkristallisationstemperatur
und eine Einzelschmelztemperatur, da Fachleute erwarten würden, dass das Mischen
zweier kristalliner Polymere zu einer doppelten Kristallisationstemperatur sowie
einer doppelten Schmelztemperatur führen würde, was die beiden Polymerkomponenten
wiederspiegelt. Das innige Mischen der Polymere mit den erforderlichen Kristallinitätscharakteristika
führt offenbar jedoch zu einem Kristallisationsphänomen, das die anderen
physikalischen Eigenschaften des Propylen/&agr;-Olefin-Copolymers modifiziert,
wodurch seine kommerzielle Anwendbarkeit und sein Anwendungsbereich messbar erhöht
werden.
Obwohl die obige Erörterung auf die Beschreibung der Erfindung
in Bezug auf nur Komponenten eins und zwei begrenzt worden ist, ist es Fachleuten
offensichtlich, dass die erfindungsgemäßen Polymergemischzusammensetzungen
andere Additive umfassen können. Es können verschiedene Additive vorhanden
sein, um eine spezielle Eigenschaft zu verstärken, oder sie können infolge
der Verarbeitung der individuellen Komponenten vorhanden sein. Zu den Additiven,
die eingebracht werden können, gehören Flammhemmstoffe, Antioxidantien,
Weichmacher, Pigmente, Vulkanisier- oder Härtungsmittel, Vulkanisier- oder
Härtungsbeschleuniger, Härtungsverzögerer, Verarbeitungshilfsmittel,
Flammhemmstoffe und Klebrigmacherharze. Diese Verbindungen können Füllstoffe
und/oder Verstärkungsmaterialien einschließen. Hierzu gehören Ruß,
Ton, Talkum, Calciumcarbonat, Glimmer, Siliciumdioxid, Silikat und Kombinationen
davon. Andere Additive, die zur Verbesserung der Eigenschaften verwendet werden
können, schließen Antiblockiermittel und Färbungsmittel ein. Schmierstoffe,
Formtrennmittel, Kristallkeimbildner, Verstärkungsmittel und Füllstoffe
(einschließlich körniger, faseriger und pulverartiger) können auch
verwendet werden. Kristallkeimbildner und Füllstoffe neigen dazu, die Steifheit
des Artikels zu erhöhen. Die hier beschriebene Aufzählung soll nicht alle
Typen von Additiven einschließen, die mit der vorliegenden Erfindung verwendet
werden können.
MORPHOLOGIE DES GEMISCHES
Die Morphologie des Gemisches ist in transmissionselektronenmikroskopischen
Aufnahmen der Gemische gezeigt. In diesen Verfahren wurden Proben 3 Tage Dämpfen
von 1 % wässrigem RuO4 ausgesetzt. Das RuO4 dringt in
die amorphen Zonen der kontinuierlichen, weniger kristallinen Phase des Polymers
ein, während die kristallineren Bereiche, die größtenteils aus der
FPC zusammengesetzt sind, im Wesentlichen unbeeinflusst bleiben.
Innerhalb der kontinuierlichen Zone färbte das RuO4 die Mikrozonen
des amorphen Polymers, während die Lamellen des kristallinen Polymers durch
Kontrast sichtbar sind. Das Gemisch wurde bei –196 °C zu dünnen
Schnitten kryomikrotomiert, die ungefähr 0,3 bis 3 &mgr;m dick waren. Für
jede Probe wurden mehrere Schnitte analysiert, bis ein Schnitt gefunden wurde, wo
die kristallinen Bereiche ungefärbt waren, während die kontinuierliche
Phase gefärbt war, um sie von der dispergierten Phase zu unterscheiden und
die Mikrostruktur der Polymerlamellen zu beobachten.
Die erfindungsgemäßen Gemische mit guter elastischer Erholung
von Zugverformung hatten eine Mikrostruktur mit deutlich dispergierten Mikrobereichen
der kristallinen Phase, wobei die kristalline Phase in Phasen von weniger als 3
&mgr;m × 3 &mgr;m × 100 mm Größe dispergiert ist. Dies ist
in 1 gezeigt. Die Zusammensetzung und elastischen Erholungseigenschaften
des Gemisches sind in den folgenden Tabellen als H7 gezeigt. Die Bereiche sind länglich
mit ungefähren Abmessungen von 0,2 &mgr;m × 1 &mgr;m. 2
zeigt ein anderes erfindungsgemäßes Gemisch, das in den folgenden Tabellen
als K7 bezeichnet wird, bei dem die dispergierte Phase Abmessungen von 0,6 &mgr;m
× 2,0 &mgr;m hat. Die Zugabe von SPC2 zu diesem Gemisch ist in der mikrophotographischen
Aufnahme BB7 (3) gezeigt, die die Größenverringerung
der dispergierten Phase zu länglichen Partikeln mit 0,2 &mgr;m für jede
Abmessung zeigt. Es wird daher angenommen, dass SPC2 als Mittel zur Größenverminderung
der Dispersion der kristallinen Phasen in der dispergierten kontinuierlichen Phase
wirkt. Dies ist der morphologische Effekt der Zugabe von SPC2 zu dem Gemisch aus
FPC und SPC.
EIGENSCHAFTEN DES GEMISCHES: DEHNUNG
Die erfindungsgemäßen Gemische haben eine Zugdehnung von
mehr als 700 %. Diese Dehnung wird für Gemische mit 50,8 cm/Min (20 Zoll/Min)
gemäß dem in ASTM D790 beschriebenen Verfahren bestimmt. Die Daten sind
in technischen Einheiten ohne Korrektur der Belastung durch die laterale Kontraktion
der Probe infolge der Zugdehnung angegeben.
Die Spannungs-Verformungs-Dehnungs-Eigenschaften der insitu- und der
entsprechenden physikalischen Gemische wurde unter Verwendung hantelförmiger
Proben bewertet. Die Proben wurden bei 180 °C bis 200 °C 15 Minuten mit
einer Kraft von 15 Tonnen zu einer Platte mit den Abmessungen 15,24 cm × 15,24
cm (6 Zoll × 6 Zoll) formgepresst. Die abgekühlten Platten wurden entfernt,
und die Probestücke mit einer Stanze entfernt. Die Spannungs-Verformungs-Bewertung
der Proben wurde mit einer Instron 4465 durchgeführt, hergestellt von Instron
Corporation, 100 Royall Street, Canton, MA, USA. Die Digitaldaten wurden in einer
Datei zusammengetragen, die von dem Series IX Material Testing System, erhältlich
von Instron Corporation, zusammengetragen wurde, und wurden mit Excel 5 analysiert,
einem Tabellenkalkulationsprogramm, erhältlich von Microsoft Corporation, Redmond,
WA, USA.
4 und 5 zeigen die Spannungs-Verformungs-Dehnungs-Daten
für Gemische, die eine FPC und eine SPC beziehungsweise zwei SPC enthalten.
EIGENSCHAFTEN DES GEMISCHES: ELASTISCHE ERHOLUNG
Der Vorteil der obigen Erfindung ist, dass Zusammensetzungen hergestellt
werden können, die die FPC und die SPC umfassen und gegebenenfalls SPC2 und/oder
Mengen von Prozessöl enthalten und hervorragende elastische Erholung von Zugverformung
aufweisen. Diese elastischen Gemische haben eine Morphologie, dass sie eine kristalline
Phase dispergiert in der kontinuierlichen kristallisierbaren Phase haben. Die dispergierte
kristalline Phase enthält den überwiegenden Anteil der FPC und etwas der
SPCs infolge von thermodynamischem Mischen, während die kontinuierliche Phase
aus dem Rest des Polymergemisches besteht. Elastische Erholung aus Zugverformung
ist ein Zugverformungsrest aus 200 % Längung von weniger als 40 %, insbesondere
weniger als 25 % und insbesondere weniger als 15 %.
Diese Werte des Zugverformungsrests über den Zusammensetzungsbereich
der FPC und SPC hängen von dem 500 % Zugmodul ab. Elastische Erholung des Gemisches
wird nach zwei Kriterien beurteilt: Längbarkeit auf 500 % Dehnung mit einem
messbaren Modul und (b) Zugverformungsrest aus einer Längung von 200 Dehnung.
Vergleichsgemische können zur Bewertung des 500 % Moduls oft nicht auf 500
% Längung gelängt werden und können somit nicht mit den erfindungsgemäßen
Gemischen verglichen werden. Einige Vergleichsgemische des Standes der Technik können
zur Messung des Zugmoduls auf 500 % Dehnung gelängt werden, haben jedoch schlechte
elastische Erholung aus 200 % Längung. Die erfindungsgemäßen elastischen
Gemische erfüllen beide dieser Bedingungen. Im Allgemeinen verschlechtert sich
bei allen Gemischen der Zugverformungsrest mit Zunahme des 500 % Zugmoduls. Der
Zugverformungsrest aus 200 % Längung wird somit relativ zu dem Zugmodul des
Gemisches für 500 % Längung beurteilt. Die erfindungsgemäßen
Gemische haben bessere elastische Erholung, wie durch niedrigen
Zugverformungsrest gezeigt wird, als Vergleichsgemische mit vergleichbarem 500 %
Zugmodul. Diese Eigenschaften sind über einen weiten Bereich der Zusammensetzung
und relativen Mengen der FPC und der SPC erhältlich. Diese Zusammensetzungen
haben auch einen Bereich der Zugfestigkeit von 300 psi bis 5000 psi. In den nachfolgend
gezeigten Beispielen zeigen wir Beispiele für zahlreiche Gemische der Zusammensetzung
der FPC und der SPC, die die obige günstige Kombination von Eigenschaften haben.
In einer Ausführungsform hat die erfindungsgemäße Zusammensetzung
einen Zugverformungsrest von 200 % Längung gleich oder kleiner als 0,02 M +
5, vorzugsweise gleich oder kleiner als 0,0108 M + 3, insbesondere gleich oder kleiner
als 0,0052 M +2, wobei M 500 % Modul ist, ausgedrückt in lb/Zoll2
(MPa).
Es ist möglich, Vergleichspolymergemische zu erzeugen, die sich
in gewissem Aspekt den kombinierten 500 % Zugmodul- und 200 % Zugverformungsresteigenschaften
der erfindungsgemäßen Gemische nähern, wenn die SPCs extrem hohes
Molekulargewicht haben und aufs äußerste vernetzt sind. Eine solche Kombination
führt zu Gemischen, die sehr schlechte Verarbeitungscharakteristika haben,
da sie zum Schmelzbruch neigen. Es sei darauf hingewiesen, dass jene Polymergemische
zu leicht verarbeitbaren Materialien führen, die in konventionellen Thermoplastverarbeitungsmaschinen
gehandhabt werden können.
Ein weiterer Teil der Erfindung ist, dass die oben genannte elastische
Erholung durch thermisches Spannungsfrei-Machen der Polymergemische oder durch Orientierung
von aus diesen Polymergemischen gefertigten Artikeln verbessert werden kann. Thermisches
Spannungsfrei-Machen des Polymers wird durchgeführt, indem die Polymergemische
oder die aus einem solchen Gemisch hergestellten Artikel auf einer Temperatur zwischen
Raumtemperatur bis zu maximal 160 °C oder insbesondere maximal 130 °C
für einen Zeitraum zwischen 5 Minuten bis weniger als 7 Tagen gehalten wird.
Ein typischer Zeitraum zum Spannungsfrei-Machen ist 3 Tage bei 50 °C oder 5
Minuten bei 100 °C. Die Zeit und Temperatur zum Spannungsfrei-Machen kann für
jede spezielle Gemischzusammensetzung, die FPC und ein oder zwei SPC umfasst, durch
Experimentieren eingestellt werden. Es wird angenommen, dass während dieses
Prozesses des Spannungsfrei-Machens intermolekulare Umlagerung der Polymerketten
erfolgt, was zu Material mit viel größerer Erholung von Zugverformung
als das nicht spannungsfrei gemachte Material führt. Die elastische Erholung
von spannungsfrei gemachten/gealterten erfindungsgemäßen Gemischen ist
in 6 gezeigt.
Ein weiterer Teil. der Erfindung ist, dass die oben genannten mechanischen
Eigenschaften durch die mechanische Orientierung des Polymergemisches verbessert
werden können. Mechanische Orientierung kann durch die kurzfristige erzwungene
Längung des Polymergemisches entlang einer oder mehreren Achsen für einen
kurzen Zeitraum erfolgen, bevor es in Abwesenheit der Längungskräfte relaxieren
gelassen wird. Es wird angenommen, dass die mechanische Orientierung des Polymers
zu Umorientierung der kristallisierbaren Anteile des Gemisches aus dem ersten und
dem zweiten Polymer führt. Orientierte Polymergemische werden erhalten, indem
die Polymergemische oder aus solchem Gemisch hergestellten Artikel für einen
Zeitraum von 0,1 Sekunden bis 24 Stunden auf einer Längung von 10 % bis 400
gehalten werden. Eine typische Orientierung ist eine Längung von 200 % für
einen kurzen Zeitraum bei Raumtemperatur. Die elastische Erholung der erfindungsgemäßen
orientierten Gemische ist in 7 gezeigt.
In einer Ausführungsform können Artikel die erfindungsgemäße
Zusammensetzung erhalten, nachdem die Zusammensetzung orientiert worden ist, und
wobei der Zugverformungsrest aus 200 Längung gleich oder kleiner als 0,011
M + 3, vorzugsweise gleich oder kleiner als 0,0057 M + 2, insbesondere gleich oder
kleiner als 0,0035 M + 1 ist, wobei M der 500 % Modul ist, ausgedrückt in lb/Zoll2
(MPa).
Spannungsfrei-Machen und Orientierung des Gemisches aus FPC und SPC
führen zu Verbesserung der Zugerholungseigenschaften des Gemisches. Dies ist
in den Daten in den folgenden Tabellen gezeigt, wobei die Zugverformungsresterholungswerte
für die in der Erfindung beschriebenen Gemische für die Gemische beschrieben
sind, wie sie nach Spannungsfrei-Machen und nach Orientierung wie in den obigen
Verfahren beschrieben hergestellt sind. Die Daten zeigen, dass die elastischen Erholungseigenschaften
verbessert sind.
EIGENSCHAFTEN DES GEMISCHES: BIEGEMODUL
Der Vorteil der obigen Erfindung ist, dass Zusammensetzungen, die
die FPC und die SPC umfassen und optionale Mengen Prozessöl enthalten, mit
niedrigem Biegemodul hergestellt werden können. Diese Gemische haben eine in
der kontinuierlichen kristallisierbaren Phase dispergierte kristalline Phase. Die
kristalline Phase enthält den größeren Teil der FPC und etwas von
der SPC infolge von thermodynamischem Mischen, während die kontinuierliche
Phase aus dem Rest des Polymergemisches besteht. Niedriger Biegemodul ist ein 1
% Sekantenmodul von weniger als 60 kpsi Zoll/Zoll (MPa), insbesondere weniger als
30 kpsi Zoll/Zoll (MPa) und insbesondere weniger als 15 kpsi Zoll/Zoll (MPa).
Diese Werte für den Biegemodul über den Zusammensetzungsbereich
der FPC und SPC hängen von dem 500 % Zugmodul ab. Der Biegemodul des Gemisches
wird nach zwei Kriterien beurteilt: (a) Längbarkeit auf 500 % Dehnung mit einem
messbaren Modul und (b) 1 % Sekanten-Biegemodul. Vergleichsgemische können
zur Bewertung des 500 % Moduls oft nicht auf 500 % Längung gelängt werden
und lassen sich so mit den erfindungsgemäßen Gemischen nicht vergleichen.
Die erfindungsgemäßen flexiblen Gemische erfüllen beide dieser Bedingungen.
Im Allgemeinen verschlechtert sich bei allen Gemischen der Biegemodul mit dem Anstieg
des 500 % Zugmoduls. Der Biegemodul wird daher relativ zu dem Zugmodul des Gemisches
für 500 % Längung beurteilt. Die erfindungsgemäßen Gemische
haben einen niedrigeren Biegemodul, wie durch niedrigen Zugverformungsrest gezeigt
wird, als Gemische der Vergleichsgemische bei vergleichbaren 500 % Zugmodul. Diese
Eigenschaften stehen über einen weiten Bereich von Zusammensetzung und relativen
Mengen der FPC und der SPC zur Verfügung. In den nachfolgend gezeigten Beispielen
zeigen wir Beispiele für zahlreiche Gemische aus Zusammensetzung der FPC und
der SPC, die die obige günstige Kombination von Eigenschaften haben.
Die Abhängigkeit des Biegemoduls des erfindungsgemäßen
Gemisches als korrelierte Funktion des 500 % Zugmoduls ist in 8
gezeigt.
In einer Ausführungsform hat die erfindungsgemäße Zusammensetzung
einen Biegemodul in kpsi Zoll/Zoll (MPa) gleich oder kleiner als 0,013 M-1,3, vorzugsweise
gleich oder kleiner als 0,0083 M-1,6, insbesondere gleich oder kleiner als 0,0062
M-2,5, wobei M der 500 % Modul ausgedrückt in lb/Zoll2 (MPa) ist.
In einer anderen Ausführungsform können Artikel die erfindungsgemäße
Zusammensetzung enthalten, nachdem die Zusammensetzung orientiert worden ist, und
wobei der Biegemodul in kpsi Zoll/Zoll (MPa) gleich oder kleiner als 0,013 M-1,3,
vorzugsweise gleich oder kleiner als 0,0083 M-1,6, insbesondere gleich oder kleiner
als 0,0062 M-2,5 ist, wobei M der 500 % Modul ausgedrückt in lb/Zoll2
(MPa) ist.
Die Mooney-Viskosität wurde hier als ML (1+4) bei 125 °C
in Mooney-Einheiten gemäß ASTM D1646 gemessen.
Die Zusammensetzung von Ethylen/Propylen-Copolymeren, die als Vergleichsbeispiele
verwendet wurden, wurde als Gew.-% Ethylen gemäß ASTM D 3900 gemessen.
Die Zusammensetzung der zweiten Polymerkomponente wurde als Gew.-%
Ethylen gemäß der folgenden Technik gemessen. Ein dünner homogener
Film der zweiten Polymerkomponente, der bei einer Temperatur von oder größer
als 150° °C gepresst wurde, wurde auf einem Perkin Elmer PE 1760 Infrarotspektrophotometer
montiert. Ein volles Spektrum der Probe von 600 cm–1 bis 400 cm–1
wurde aufgezeichnet und die Gew.-% Ethylen der zweiten Polymerkomponente gemäß
Gleichung 1 wie folgt berechnet:
Gew.-% Ethylen = 82,585 – 111,987 X + 30,045 X2
wobei X das Verhältnis der Peakhöhe bei 1155 cm–1 und
der Peakhöhe bei entweder 722 cm–1 oder 732 cm–1
war, wobei der jeweils höhere Wert verwendet wurde.
Techniken zur Bestimmung des Molekulargewichts (Mn und
Mw) und der Molekulargewichtsverteilung (MWD) finden sich in der US-A-4
540 753 (Cozewith, Ju und Verstrate) und dort zitierten Druckschriften und in Macromolecules
1988, Band 21, Seite 3360 (Verstrate et al.) und dort zitierten Druckschriften.
Das Verfahren der Differentialscanningkalorimetrie wird wie folgt
beschrieben. Etwa 6 bis 10 mg einer Polymerlage, die bei ungefähr 200 °C
bis 230 °C gepresst wurde, wurde mit einer Stanze entfernt. Diese wurde bei
Raumtemperatur 240 Stunden spannungsfrei gemacht. Am Ende dieses Zeitraums wurde
die Probe in ein Differentialscanningkalorimeter (Perkin Elmer 7 Series Thermal
Analysis System) und auf –50 °C bis –70 °C abgekühlt.
Die Probe wurde mit 20 °C/Minute erhitzt, um eine Endtemperatur von 200 °C
bis 220 °C zu erreichen. Die Wärmeausgabe wird als Fläche unter dem
Schmelzpeak der Probe aufgezeichnet, die in der Regel einen Peak bei 30 °C
bis 175 °C hat und zwischen den Temperaturen von 0 °C und 200 °C
liegt, und wird in Joules als Maß der Schmelzwärme gemessen. Der Schmelzpunkt
wird als Temperatur der größten Wärmeabsorption in dem Schmelzbereich
der Probe aufgezeichnet. Unter diesen Bedingungen ist der Schmelzpunkt der zweiten
Polymerkomponente und die Schmelzwärme niedriger als in der ersten Polymerkomponente,
wie in der obigen Beschreibung hervorgehoben wurde.
Die Zusammensetzungsverteilung der zweiten Polymerkomponente wurde
durch die thermische Fraktionierung wie nachfolgend beschrieben gemessen. Etwa 30
g der zweiten Polymerkomponente wurden zu kleinen Würfeln mit 0,3175 cm (1/8'')
Seitenlänge geschnitten. Dies wurde zusammen mit 50 mg Irganox 1076, einem
kommerziell von Ciba Geigy Corporation erhältlichen Antioxidans, in eine dickwandige
Glasflasche eingebracht, die mit einem Schraubverschluss verschlossen wurde. Dann
wurden 425 ml Hexan (eine vorwiegende Mischung aus n- und Isomeren) zu den Inhalten
der Flasche gegeben, und die versiegelte Flasche wurde 24 Stunden auf 23 °C
gehalten. Am Ende dieses Zeitraums wurde die Lösung dekantiert und der Rückstand
weitere 24 Stunden mit weiterem Hexan behandelt. Am Ende dieses Zeitraums wurden
die beiden Hexanlösungen kombiniert und eingedampft, um einen Rückstand
des Polymers zu ergeben, das bei 23 °C löslich war. Zu dem Rückstand
wurde ausreichend Hexan gegeben, um das Volumen auf 425 ml zu bringen, und die Flasche
wurde 24 Stunden in einem bedeckten zirkulierenden Wasserbad auf 31 °C gehalten.
Das lösliche Polymer wurde dekantiert und die weitere Menge Hexan weitere 24
Stunden bei 31 °C zugegeben, bevor dekantiert wurde. Auf diese Weise wurden
Fraktionen der zweiten Polymerkomponente bei Temperaturanstiegen von ungefähr
8 °C zwischen den Stufen erhalten, die bei 40 °C, 48 °C, 55 °C
und 62 °C löslich waren. Weitere Temperaturanstiege bis auf 95 °C
lassen sich bewerkstelligen, wenn Heptan anstelle von Hexan als Lösungsmittel
für alle Temperaturen über 60 °C verwendet wird. Die löslichen
Polymere werden getrocknet, gewogen und auf Zusammensetzung als Gew.-% Ethylengehalt
nach der zuvor beschriebenen IR-Technik analysiert. In den aufeinanderfolgenden
Temperaturanstiegen erhaltene lösliche Fraktionen sind die aufeinanderfolgenden
Fraktionen in der obigen Beschreibung.
Vergleichsdaten wurden mit EPR erhalten, das Vistalon 457 ist, angeboten
von Exxon Chemical Company, Houston, TX, USA.
Gemische wurden hergestellt, indem insgesamt 72 g aller Komponenten
einschließlich der ersten Polymerkomponente, der zweiten Polymerkomponente,
der optionalen Mengen Prozessöl und anderer Bestandteile in einem Brabender-Intensivmischer
3 Minuten bei einer Temperatur gemischt wurden, die auf zwischen 185°C und
220 °C geregelt wurde. Walzklingen mit hoher Scherung wurden zum Mischen verwendet,
und dem Gemisch wurden ungefähr 0,4 g Irganox-1076 zugegeben, ein Antioxidans,
das von Novartis Corporation erhältlich ist. Am Ende des Mischens wurde die
Mischung entfernt und bei 215 °C für 3 bis 5 Minuten in eine 15,24 cm
× 15,24 cm (6'' × 6'') Form zu einem Kissen von 0,0635 cm (0,025'') Dicke
gepresst. Am Ende dieses Zeitraums wurde das Kissen abgekühlt und entfernt
und einen Tag spannungsfrei werden gelassen. Testprobestücke mit der erforderlichen
Hantelgeometrie wurden aus diesem Kissen entnommen und auf einer Instron 4465 Testmaschine
bewertet, die mit Instron Series IX Software für Windows ausgestattet war,
um die mechanischen Verformungsdaten zu erzeugen. Das Instron-Testgerät und
die dazugehörigen Geräte sind von The Instron Corporation, Canton, MA,
USA, erhältlich. Das Testen wurde mit einer Bewegungsgeschwindigkeit von 50,8
cm/Min (20''/Min) durchgeführt, und alle Daten sind in Form von technischer
Spannung und Verformung angegeben, wobei die Werte der Spannung nicht hinsichtlich
der Kontraktion des Querschnitts der getesteten Probe korrigiert wurden.
Die Proben wurden gealtert, indem sie vor dem Testen bei Raumtemperatur
stehen gelassen wurden. Die Proben wurden 5, 10, 15, 20 und 25 Tage lang vor dem
Testen auf der Instron gealtert. Es wurde ein erheblicher Unterschied bei Zugfestigkeit
und Zugverformungsrest zwischen Proben, die einen Tag lang gealtert worden waren,
und Proben, die 5 oder mehr Tage lang gealtert worden waren, beobachtet. Zwischen
Proben, die 5 Tage lang oder länger gealtert worden waren, gab es keinen experimentellen
Unterschied.
Proben wurden orientiert, indem sie kurzfristig auf 200 Längung
bei Raumtemperatur gelängt wurden. Diese orientierten Proben wurden unter den.
oben beschriebenen Zugtestbedingungen erneut getestet. Der Zugverformungsrest wurde
mit den Proben des Gemisches bestimmt, das auf der Instron auf 200 % Längung
gelängt worden und dann relaxieren gelassen worden war. Die Proben wurden entfernt,
und die Länge (L2) der Verformungszone zwischen den Klemmbacken der Instron
wurde nach 10 Minutengemessen. Der ursprüngliche Abstand zwischen den Klemmbacken
war die ursprüngliche Länge (L1) der Verformungszone. Der Zugverformungsrest
(TSet) ist durch die Formel
TSet = 100·(L2 – L1)/L1
wiedergegeben.
Der Biegemodul wurde für Proben des Gemisches mit dem ASTM-Verfahren
D790 bei Raumtemperatur ermittelt.
Die Erfindung wird durch die folgenden speziellen Beispiele weiter
veranschaulicht.
BEISPIELEBeispiel 1: Ethylen/Propylen-Copolymerisation zur Bildung der zweiten Polymerkomponente
Die kontinuierliche Polymerisation der SPC wurde in einem gerührten
9 Liter-Tankreaktor mit kontinuierlichem Durchfluss unter Verwendung von Hexan als
Lösungsmittel durchgeführt. Der mit Flüssigkeit gefüllte Reaktor
hatte eine Verweilzeit von 9 Minuten, und der Druck wurde auf 700 kPa gehalten.
Ein gemischtes Einsatzmaterial aus Hexan, Ethylen und Propylen wurde auf ungefähr
–30 °C vorgekühlt, um die Polymerisationswärme abzuleiten,
bevor es in den Reaktor eintrat. Lösung von Katalysator/Aktivator in Toluol
und dem Abfangmittel in Hexan wurden getrennt und kontinuierlich in den Reaktor
gegeben, um die Polymerisation zu initiieren. Die Reaktortemperatur wurde in Abhängigkeit
von dem angestrebten Molekulargewicht zwischen 35 °C und 50 °C gehalten.
Die Einsatzmaterialtemperatur wurde in Abhängigkeit von der Polymerisationsgeschwindigkeit
variiert, um eine konstante Reaktortemperatur aufrechtzuerhalten. Die Polymerisationsgeschwindigkeit
wurde von 0,5 kg/h bis 4 kg/h variiert.
Hexan mit 30 kg/h wurde mit Ethylen mit 717 g/h und Propylen mit 5,14.
kg/h gemischt und in den Reaktor eingespeist. Der Polymerisationskatalysator, Dimethylsilyl-verbrücktes
Bisindenylhafniumdimethyl, aktiviert mit 1:1 Molverhältnis mit N',N'-Dimethylaniliniumtetrakis(pentafluorphenyl)borat,
wurde mit der Geschwindigkeit von 0,0135 g/h eingebracht. Eine verdünnte Lösung
von Triisobutylaluminium wurde als Abfangmittel für Katalysatorabbruchmittel
in den Reaktor eingebracht, eine Geschwindigkeit von ungefähr 111 Mol Abfangmittel
pro Mol Katalysator war für diese Polymerisation angemessen. Nach fünf
Verweilzeiten der Polymerisation im stationären Zustand wurde eine repräsentative
Probe des in dieser Polymerisation produzierten Polymers aufgefangen. Die Lösung
des Polymers wurde aus dem oberen Bereich abgezogen und dann wasserdampfdestilliert,
um das Polymer zu isolieren. Die gemessene Polymerisationsgeschwindigkeit war 3,7
kg/h. Das in dieser Polymerisation produzierte Polymer hatte einen Ethylengehalt
von 14 %, ML (1+4) 125 °C von 13,1 und isotaktische Propylensequenzen.
Variationen der Zusammensetzung des Polymers wurden hauptsächlich
durch Veränderung des Verhältnisses von Ethylen zu Propylen erhalten.
Das Molekulargewicht des Polymers wurde durch Änderung der Reaktortemperatur
oder durch Änderung des Verhältnisses von Gesamtmonomerzufuhrgeschwindigkeit
zu der Polymerisationsgeschwindigkeit variiert. Diene für die Terpolymerisation
wurden zu dem in den Reaktor eintretenden gemischten Einsatzmaterialstrom gegeben,
indem das Dien in Hexanlösung hergestellt und in der erforderlichen volumetrischen
Menge eindosiert wurde.
Beispiel 2: Vergleichs-Ethylen/Propylen-Polymerisation, bei der die Propylenreste
ataktisch sind
Polymerisationen wurden in einem thermostatisierten gerührten
1 Liter-Tankreaktor mit kontinuierlicher Zufuhr unter Verwendung von Hexan als Lösungsmittel
durchgeführt. Der Polymerisationsreaktor war voll Flüssigkeit. Die Verweilzeit
in dem Reaktor war in der Regel 7 bis 9 Minuten, und der Druck wurde auf 400 kPa
gehalten. Hexan, Ethen und Propen wurden in einen Einzelstrom dosiert und gekühlt,
bevor sie in den Boden des Reaktors eingebracht wurden. Lösungen aller Reaktanden
und Polymerisationskatalysatoren wurden kontinuierlich in den Reaktor eingebracht,
um die exotherme Polymerisation zu initiieren. Die Temperatur des Reaktors wurde
auf 45 °C gehalten, indem die Temperatur des Hexaneinsatzmaterials geändert
und Kühlwasser in dem Außenmantel des Reaktors verwendet wurde. Bei einer
typischen Polymerisation betrug die Temperatur des Einsatzmaterials –10 °C.
Ethen wurde mit einer Geschwindigkeit von 45 g/Min eingebracht, und Propylen wurde
mit der Geschwindigkeit von 310 g/Min eingebracht. Der Polymerisationskatalysator,
Dimethylsilyl-verbrücktes (Tetramethylcyclopentadienyl)cyclododecylamidotitandimethyl,
aktiviert im 1:1 Molverhältnis mit N',N'-Dimethylaniliniumtetrakis(pentafluorphenyl)borat,
wurde mit einer Geschwindigkeit von 0,002780 g/h eingebracht. Eine verdünnte
Lösung von Triisobutylaluminium wurde als Abfangmittel für Katalysatorabbruchmittel
in den Reaktor eingebracht: eine Geschwindigkeit von ungefähr 36,8 Mol pro
Mol Katalysator war für diese Polymerisation angemessen. Nach fünf Verweilzeiten
von Polymerisation im stationären Zustand wurde eine repräsentative Probe
des in dieser Polymerisation produzierten Polymers aufgefangen. Die Lösung
des Polymers wurde aus dem oberen Bereich abgezogen und dann wasserdampfdestilliert,
um das Polymer zu isolieren. Die Bildungsgeschwindigkeit des Polymers betrug 258
g/h. Das in der Polymerisation produzierte Polymer hatte einen Ethylengehalt von
14,1 Gew.-%, ML bei 125 °C (1+4) von 95,4.
Variationen in der Zusammensetzung des Polymers wurden hauptsächlich
durch Veränderung des Verhältnisses von Ethen zu Propen erhalten. Das
Molekulargewicht des Polymers konnte durch eine größere Menge Ethen und
Propen, verglichen mit der Menge des Polymerisationskatalysators, erhöht werden.
Diese Polymere sind in den folgenden Tabellen als aePP beschrieben.
Beispiel 3: Analyse und Löslichkeit mehrerer zweiter Polymerkomponenten
In der in dem obigen Beispiel 1 beschriebenen Weise wurden mehrere
zweite Polymerkomponenten der obigen Beschreibung synthetisiert. Diese sind in der
folgenden Tabelle beschrieben. Tabelle 1 beschreibt die Ergebnisse der GPC, Zusammensetzung,
ML und DSC-Analyse für die Polymere.
Tabelle 1Tabelle 1: Analyse der zweiten Polymerkomponente und der Vergleichspolymere
Tabelle 2 beschreibt die Löslichkeit der zweiten Polymerkomponente.
Tabelle 2Tabelle 2: Löslichkeit von Fraktionen der zweiten Polymerkomponente.
Infolge von unvollkommenem Trocknen der Polymerfraktionen ergibt die Summe der Fraktionen
etwas mehr als 100.
Tabelle 3 beschreibt die Zusammensetzung der Fraktionen der zweiten
Polymerkomponente, die in Tabelle 2 erhalten wurden. Nur Fraktionen, die mehr als
4 % der Gesamtmasse des Polymers haben, sind auf Zusammensetzung analysiert worden.
Tabelle 3Tabelle 3: Zusammensetzung von Fraktionen der zweiten Polymerkomponente,
die in Tabelle 2 erhalten wurden. Die experimentelle Ungenauigkeit bei der Bestimmung
des Ethylengehalts beträgt vermutlich etwa 0,4 Gew.-% absolut.
Beispiel 4
In allen Zusammensetzungen von Tabelle 4 wurden gemäß dem
oben beschriebenen Verfahren Gemische hergestellt. Tabelle 4: Biegemodul, Zugmodul und Zugverformungsrest für binäre
Gemische aus einer FPC und einer SPC wie geformt
* Nicht erfindungsgemäß
In diesem Beispiel wurden Gemische aus erster Polymerkomponente, Escorene
4292, einem homoisotaktischen Polypropylen, erhältlich von Exxon Chemical Co.,
Houston, TX, USA, und einer zweiten Polymerkomponente (in Tabelle 4 als SPC1 identifiziert)
unter Verwendung des oben beschriebenen Verfahrens hergestellt. Die Gemische wurden
in einem anderen Zusammensetzungsbereich hergestellt, wie in der obigen Tabelle
gezeigt ist. Die Eigenschaften des Gemisches wurden wie geformt gemessen. Beispiel 5:Tabelle 5: Biegemodul, Zugmodul und Zugverformungsrest für binäre
Gemische aus einer FPC und zwei SPC wie geformt
* Nicht erfindungsgemäß
In diesem Beispiel wurden Gemische aus einer ersten Polymerkomponente,
Escorene 4292, einem homoisotaktischen Polypropylen, erhältlich von Exxon Chemical
Co., Houston, TX, USA, und zwei zweite Polymerkomponenten (identifiziert als SPC1
und SPC2 in Tabelle 5) unter Verwendung des Verfahrens wie oben beschrieben hergestellt.
Die SPC2 hatte eine ML (1+4) bei 125 °C von 14 und einen Ethylengehalt von
7,3 Gew.-%. Die Zusammensetzung und die ML der SPC1 sind in der Tabelle für
die verschiedenen verwendeten SPC1 angegeben. Die Gemische wurden in einem anderen
Zusammensetzungsbereich hergestellt, wie durch die obige Tabelle gezeigt ist. Die
Eigenschaften des Gemisches wurden wie geformt gemessen.
Beispiel 6Tabelle 6: Bleibende Hysterese und Zugverformungsrest für binäre
Gemische aus einer FPC und einer SPC und ternäre Gemische aus einer FPC und
zwei SPC, die in Tabelle 4 und 5 beschrieben sind, als (1) neu, (2) nach Spannungsfrei-Machen
bei Raumtemperatur für 21 Tage und (3) nach kurzfristiger Orientierung auf
200
Beispiel 7
Gemische wurden in allen Zusammensetzungen von Tabelle 7 gemäß
dem oben beschriebenen Verfahren hergestellt.
Tabelle 7: Gemische, bei denen die FPC ein Reaktorcopolymer ist und
die SPC wie nachfolgend beschrieben ist
In diesem Beispiel wurden Gemische aus erster Polymerkomponente, Escorene
9272, einem Reaktorcopolymer, das von Exxon Chemical Co., Houston, TX, USA, erhältlich
ist, mit einem Ethylengehalt von 5 Gew.-% und 2,9 MFR und zwei zweite Polymerkomponenten
(in Tabelle 7 als SPC1 und SPC2 identifiziert) unter Verwendung des Verfahrens wie
oben beschrieben hergestellt. Die SPC1 hatte eine ML(1+4) bei 125 °C von 11
und einen Ethylengehalt von 14,5 Gew.-%. Die SPC2 hatte eine ML(1+4) bei 125 °C
von 21 und einen Ethylengehalt von 5,8 Gew.-%. Alle Gemische wurden in einem anderen
Zusammensetzungsbereich hergestellt, wie durch die obige Tabelle gezeigt. Alle der
Zusammensetzungen weisen die erfindungsgemäßen Eigenschaften auf. Die
Eigenschaften des Gemisches wurden wie geformt gemessen.
Beispiel 8Tabelle 8: Bleibende Hysterese und Zugverformungsrest für binäre
Gemische aus einer FPC und einer SPC und ternäre Gemische aus einer FPC und
zwei SPC, die in Tabelle 7 beschrieben sind, als (1) neu, (2) nach Spannungsfrei-Machen
bei Raumtemperatur für 21 Tage und (3) nach kurzfristiger Orientierung auf
200
Beispiel 9
Gemische wurden in allen Zusammensetzungen von Tabelle 7 gemäß
dem oben beschriebenen Verfahren hergestellt.
Tabelle 9: Gemische, bei denen die FPC ein Reaktorpolymer ist und die
SPC wie nachfolgend beschrieben ist.
In diesem Beispiel wurden Gemische aus einer ersten Polymerkomponente,
Escorene 7132, einem schlagzähen Copolymer, erhältlich von Exxon Chemical
Co., Houston, TX, USA, mit einem Ethylengehalt von 9 Gew.-% und 2,0 MFR und zwei
zweite Polymerkomponenten (in Tabelle 7 als SPC1 und SPC2 identifiziert) unter Verwendung
des oben beschriebenen Verfahrens hergestellt. Die SPC1 hatte eine ML(1+4) bei 125
°C von 11 und einen Ethylengehalt von 14,5 Gew.-%. Die SPC2 hatte eine ML(1+4)
bei 125 °C von 21 und einen Ethylengehalt von 5,8 Gew.-%. Die Gemische wurden
in einem anderen Zusammensetzungsbereich hergestellt, wie durch die obige Tabelle
gezeigt ist. Alle der Zusammensetzungen weisen die erfindungsgemäßen Eigenschaften
auf. Die Eigenschaften des Gemisches waren wie geformt gemessen.
Beispiel 10Tabelle 10: Bleibende Hysterese und Zugverformungsrest für binäre
Gemische aus einer FPC und einer SPC und ternäre Gemische aus einer FPC und
zwei SPC, beschrieben in Tabelle 9, als (1) neu, (2) nach Spannungsfrei-Machen bei
Raumtemperatur für 21 Tage und (3) nach kurzfristiger Orientierung auf 200
Beispiel 11
Die Gemische wurden in allen Zusammensetzungen von Tabelle 11 gemäß
dem oben beschriebenen Verfahren hergestellt.
Tabelle 11: Gemische, bei denen die FPC ein isotaktisches Homopolymer
ist, aus einem Prozessöl und der SPC sind nachfolgend beschrieben.
In diesem Beispiel wurden Gemische aus einer ersten Polymerkomponente,
Escorene 4292, einem isotaktischen Homopolymer, erhältlich von Exxon Chemical
Co., Houston, TX, USA, mit einer MFR von 0,9 und zwei zweiten Polymerkomponenten
(in Tabelle 7 als SPC1 und SPC2 identifiziert) unter Verwendung des oben beschriebenen
Verfahrens hergestellt. Die SPC1 hatte eine ML (1+4) bei 125 °C von 11 und
einen Ethylengehalt von 14,5 Gew.-%. Die SPC2 hatte eine ML(1+4) bei 125 °C
von 21 und einen Ethylengehalt von 5,8 Gew.-%. Sunpar 150 ist ein Prozessöl,
erhältlich von Sun Refining Company. Die Gemische wurden in einem anderen Zusammensetzungsbereich
hergestellt, wie durch die obige Tabelle gezeigt ist. Alle der Zusammensetzungen
weisen die erfindungsgemäßen Eigenschaften auf. Die Eigenschaften des
Gemisches wurden wie geformt gemessen.
Beispiel 12Tabelle 12: Bleibende Hysterese und Zugverformungsrest für binäre
Gemische aus einer FPC und zwei SPC, beschrieben in Tabelle 11, als (1) neu, (2)
nach Spannungsfrei-Machen bei Raumtemperatur für 21 Tage und (3) nach kurzfristiger
Orientierung auf 200
Beispiel 12: Vergleichsgemische
Vergleichsgemische aus Zusammensetzungen, die denjenigen der erfindungsgemäßen
Zusammensetzung ähnlich waren, wurden mit EPR und aePP wie in Tabelle 1 gezeigt
hergestellt. In allen Fällen hatten die Gemische eine Zugdehnung von weniger
als 500 % und sind nicht in den 6, 7
und 8 wiedergegeben.
Anspruch[de]
Gemisch mit Heterophasenmorphologie mit einer Zugdehnung von mehr als
650 % (ASTM D790), das eine dispergierte Phase von kristalliner Polymerkomponente
in einer kontinuierlichen Phase von kristallisierbarer Copolymerkomponente, wobei
(A) die kristalline Phase in Phasen von weniger als 3 &mgr;m × 3 &mgr;m
× 100 &mgr;m Größe dispergiert ist, die aus vorwiegend kristallinem
isotaktischen Polypropylen mit einem Schmelzpunkt von höher als 110 °C,
bestimmt durch Differential Scanning Kalorimetrie in Folge von thermodynamischem
Mischen einer gewissen Menge des kristallisierbaren Copolymers der kontinuierlichen
Phase bestehen, wobei das kristalline Polypropylen 2 bis 40 Gew.-% des Gemischs
bildet,
(B) die kontinuierliche Phase kristallisierbares statistisches Copolymer von Propylen
und 5 bis 35 Gew.-% von anderem &agr;-Olefin mit weniger als 10 Kohlenstoffatomen
ist und isotaktische Propylensequenzen, die lang genug zum Kristallisieren sind,
in Folge von kristallisierbaren Propylensequenzen von isotaktischem Propylen einen
Schmelzpunkt von weniger als 105 °C, bestimmt durch Differential Scanning Kalorimetrie,
besitzt, wobei das kristallisierbare Copolymer 60 bis 98 Gew.-% des Gemischs bildet,
und
(C) optionale Komponenten wie Prozessöl, Füllstoffe, Färbemittel,
Antioxidantien, Kristallkeimbildner und Fließverbesserer umfasst.Gemisch nach Anspruch 1, bei dem die kristalline Polymerkomponente ferner
Ethylen als Comonomer umfasst.Gemisch nach Anspruch 1, bei dem die kristalline Polymerkomponente ausgewählt
ist aus einer Gruppe bestehend aus isotaktischem Polypropylenhomopolymer, Reaktor-Copolymer
und schlagzähem Copolymer.Gemisch nach Anspruch 1, bei dem die kristalline Polymerkomponente einen
Schmelzpunkt gemäß DSC von gleich oder oberhalb 115 °C hat.Gemisch nach Anspruch 1, bei dem die kristallisierbare Polymerkomponente
einen Schmelzpunkt gemäß DSC zwischen 30 °C und 100 °C hat.Gemisch nach Anspruch 1, bei dem die kristallisierbare Polymerkomponente
6 Gew.-% bis 35 Gew.-% Ethylen umfasst.Gemisch nach Anspruch 1, bei dem die kristallisierbare Polymerkomponente
eine Schmelzwärme von weniger als 75 J/g (DSC) hat.Gemisch nach Anspruch 1, bei dem die kristallisierbare Polymerkomponente
eine Molekulargewichtsverteilung von 2,0 bis 3,2 hat.Gemisch nach Anspruch 1, bei dem die kristallisierbare Polymerkomponente
in einem Lösungspolymerisationsverfahren hergestellt worden ist.Gemisch nach Anspruch 1, das zusätzlich Prozessöl umfasst.Gemisch nach Anspruch 1, bei dem die Glasübergangstemperatur des
Gemischs niedriger als die Glasübergangstemperatur der kristallisierbaren Polymerkomponente
ist.Gemisch nach Anspruch 1, das einen Dehnungsrest nach 200 Längung
gleich oder kleiner als 0,02 M + 5 hat, wobei M 500 % Modul ist, ausgedrückt
in lb/Zoll2 (MPa).Gemisch nach Anspruch 1, das einen Biegemodul (ASTM D790) in kpsi. Zoll/Zoll
gleich oder kleiner als 0,013 M-1,3 hat, wobei M 500 % Modul ausgedrückt in
lb/Zoll2 (MPa) ist.Verfahren zur Herstellung eines Gemischs gemäß Anspruch 1,
bei dem das Gemisch durch eine oder mehrere von Alterung, Vernetzung oder Orientierungsbehandlung
modifiziert worden ist.Artikel, der das Gemisch gemäß Anspruch 1 umfasst.