Campbell, John Robert, Clifton Park, New York 12065, US; Rodgers, Patrick A., Selkirk, New York 12158, US; Wroczynski, Ronald James, Schenectady, New York 12303, US; Barren, James Paul, Scotia, New York 12302, US
Diese Erfindung betrifft eine flammhemmende Polymerzusammensetzung
mit verbesserter hydrolytischer Stabilität.
Die Verwendung von Organophosphorflammhemmern, um thermoplastischen
Harzen flammhemmende Eigenschaften zu verleihen, ist bekannt. Z.B. offenbart US-Patent-Nr.
5 204 394 thermoplastische Harzzusammensetzungen, die ein aromatisches Polycarbonatharz,
ein Styrol-enthaltendes Pfropfcopolymer und ein oligomeres Organophosphorflammschutzmittel
enthalten.
Eine thermoplastische Harzzusammensetzung, die gute Flammhemmeigenschaften
zeigt und die eine Gesamtbalance der physikalischen Eigenschaften unter hydrolytischen
Bedingungen aufrecht erhält ist erwünscht.
In einer ersten Ausführungsform ist die vorliegende Erfindung
gerichtet auf eine thermoplastische Harzzusammensetzung, aufweisend:
(a) 75 bis 98 Gewichtsteile eines thermoplastische Harzes, aufweisend zumindest
ein aromatisches Carbonatharz und
(b) 2 bis 25 Gewichtsteile einer flammhemmenden Organophosphorverbindung, jeweils
basierend auf 100 Gewichtsteilen der kombinierten Menge an thermoplastischem Harz
und Organophosphorverbindung, wobei die Organophosphorverbindung (1) einen Säuregehalt
hat, der durch die Titrationszugabe von Null bis zu dem Äquivalent von 1,0
mg Kaliumhydroxid pro Gramm Organophosphorverbindung neutralisierbar ist, (2) einen
hydrolysierbaren Chloridgehalt hat von Null bis 100 Teilen pro Million, basierend
auf dem Gewicht der Organophosphorverbindung, gemessen durch herkömmliche gas-
oder flüssigchromatographische Techniken, und (3) einen Magnesiumgehalt von
Null bis 1000 Teilen pro Million hat, basierend auf dem Gewicht des Gewichts des
Organophosphorgehalts.
In einer zweiten Ausführungsform ist die vorliegende Erfindung
gerichtet auf ein Verfahren zur Herstellung einer flammhemmenden thermoplastischen
Harzzusammensetzung, aufweisend Kombinieren eines thermoplastischen Harzes, wobei
das genannte Harz zumindest ein aromatisches Polycarbonatharz aufweist, mit einer
flammhemmenden Menge einer flammhemmenden Organophosphorverbindung wie oben beschrieben.
So wie hier verwendet bedeutet die Bezeichnung „hydrolytische
Bedingungen" Bedingungen, die Hydrolyse jeder Säure und von allen Säure
erzeugenden Verunreinigung, die vorhanden ist, favorisieren, und die Bezeichnung
„äquivalent" bedeutet chemisch äquivalent im Sinne von durch die
gleiche Anzahl molarer Äquivalente KOH neutralisiert. Hydrolytische Bedingungen
beinhalten solche, wobei die Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung Feuchtigkeit
ausgesetzt wird, typischerweise in der Form von erhöhter Umgebungsfeuchtigkeit,
so wie z.B. einer relativen Feuchtigkeit von mehr als 50 %. Hydrolytische Bedingungen
werden ernsthafter mit ansteigender Temperatur und Feuchtigkeit und die hydrolytische
Stabilität der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung kann auf der Basis
von beschleunigten Alterungstests vorhergesagt werden, die bei erhöhter Temperatur
und Feuchtigkeit durchgeführt werden, so wie z.B. 100°C und 100 % relativer
Feuchte.
Die erfindungsgemäße Zusammensetzung zeigt verbesserte hydrolytische
Stabilität. So wie hier verwendet bedeutet die Bezeichnung „hydrolytische
Stabilität" eine Tendenz der Zusammensetzung, keiner Veränderung im Molekulargewicht
der thermoplastischen Harzbestandteile der Zusammensetzung zu unterliegen, insbesondere
des Polycarbonatharzes, wenn die Harzzusammensetzung hydrolytischen Bedingungen
ausgesetzt wird.
EINGEHENDE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Die erfindungsgemäße Zusammensetzung weist von 75–98
Gewichtsteile („pbw"), stärker bevorzugt von 80–95 pbw und noch
stärker bevorzugt von 85–92 pbw thermoplastisches Harz auf, von 2–25
pbw, stärker bevorzugt von 5–20 pbw und noch stärker bevorzugt
von 8–15 pbw die Organophosphorverbindung, jeweils basierend auf 100 pbw
der kombinierten Menge an thermoplastischem Harz und Organophosphorverbindungen.
Geeignete aromatische Carbonatharze beinhalten aromatische Polycarbonatharze
und aromatische Copolyestercarbonatharze.
Aromatische Polycarbonatharze sind bekannte Verbindungen und die Eigenschaften
und Verfahren zur Herstellung von Polycarbonatharzen sind ebenfalls bekannt. Typischerweise
werden diese hergestellt durch Reaktion eines zweiwertigen Phenols mit einem Carbonatprecursor,
wie z.B. Phosgen, einem Halogenformiat oder einem Carbonatester und allgemein in
der Gegenwart eines Säureakzeptors und eines Molekulargewichtsregulators. Allgemein
gesagt können solche Carbonatpolymere so typisiert werden, dass sie Wiederholungsstruktureinheiten
der Formel (I) besitzen:
wobei A ein zweiwertiger aromatischer Rest des zweiwertigen Phenols ist, welches
in der Polymerreaktion eingesetzt wird. Das zweiwertige Phenol, dass eingesetzt
werden kann, um solche aromatischen Carbonatpolymere zur Verfügung zu stellen,
sind einkernige oder mehrkernige aromatische Verbindungen, die als funktionelle
Gruppen zwei Hydroxyreste enthalten, von denen jeder direkt an ein Kohlenstoffatom
eines aromatischen Kern geheftet ist. Typische zweiwertige Phenole sind: 2,2-Bis(4-hydroxyphenyl)propan,
Hydrochinon, Resorcin, 2,2-Bis(4-hydroxyphenyl)pentan, 2,4'-Dihydroxydiphenylmethan,
Bis(2-hydroxyphenyl)methan, Bis(4-hydroxyphenyl)methan, 1,1-Bis(4-hydroxyphenyl)-3,3,5-trimethylcyclohexan,
Fluorenonbisphenol, 1,1-Bis(4-hydroxyphenyl)ethan, 3,3-Bis(4-hydroxyphenyl)pentan,
2,2'-Dihydroxydiphenyl, 2,6-Dihydroxynaphthalin, Bis(4-hydroxydiphenyl)sulfon, Bis(3,5-diethyl-4-hydroxyphenyl)sulfon,
2,2-Bis(3,5-dibrom-4-hydroxyphenyl)propan, 2,2-Bis(3,5-dimethyl-4-hydroxyphenyl)propan,
2,4'-Dihydroxydiphenylsulfon, 5'-Chlor-2,4'-dihydroxydiphenylsulfon, 4,4'-Dihydroxydiphenylether,
4,4'-Dihydroxy-3,3'-Dichlordiphenylether, Spirobiindanbisphenol und Ähnliches.
Diese aromatischen Polycarbonate können durch bekannte Verfahren
hergestellt werden, so wie z.B. und wie oben erwähnt durch Reaktion eines zweiwertigen
Phenols mit einem Carbonatprecursor, wie z.B. Phosgen, in Übereinstimmung mit
Verfahren, wie sie in der Literatur ausgeführt sind, einschließlich dem
Schmelzpolymerisationsverfahren. Allgemein wird in dem Schmelzpolymerisationsverfahren
ein Diphenylcarbonat mit einem Bisphenol zur Reaktion gebracht.
Der bei der Herstellung des erfindungsgemäßen Polycarbonats
eingesetzte Carbontprecursor kann entweder Carbonylhalogenid oder ein Halogenformiat
sein. Die Carbonylhalogenide, die hier eingesetzt werden können, sind z.B.
Carbonylbromid, Carbonylchlorid, etc., oder Mischungen daraus. Die hier zur Verwendung
geeigneten Halogenformiate beinhalten Bishalogenformiate von zweiwertigen Phenolen
(Bischloroformiate von Bisphenol A, Hydrochinon, etc.) oder Glykolen (Bishalogenformiate
von Ethylenglykol, Neopentylglykol, Polyethylenglykol, etc.). Während andere
Carbonatprecursor dem Fachmann bekannt sind, ist Carbonylchlorid, auch als Phosgen
bekannt, bevorzugt.
Die oben offenbarte Reaktion ist vorzugsweise als eine Grenzflächenreaktion
zwischen der zweiwertigen Verbindung und einem Carbonylchlorid, wie z.B. Phosgen,
bekannt. Ein weiteres Verfahren zur Herstellung des aromatischen Polycarbonats,
welches in dieser Erfindung eingesetzt wird, ist das Umesterungsverfahren, welches
die Umesterung einer aromatischen Dihydroxyverbindung und eines Diestercarbonats
beinhaltet.
Dieses Verfahren ist als Schmelzpolymerisationsverfahren bekannt.
Bei der Durchführung dieser Erfindung ist das Verfahren zur Herstellung des
aromatischen Polycarbonats nicht kritisch. So wie hier verwendet soll aromatisches
Carbonatpolymer jedes der aromatischen Polycarbonate, Blends davon mit anderem Polymer,
Copolymere davon, Copolyestercarbonate und Mischungen davon, bedeuten und einschließen.
Es ist auch möglich, zwei oder mehr verschiedene zweiwertige
Phenole oder ein Copolymer aus einem zweiwertigen Phenol mit einem Glykol oder mit
einem hydroxy- oder säureterminierten Polyester oder mit einer zweibasischen
Säure oder Hydroxysäure in dem Fall einzusetzen, wenn ein Carbonatcopolymer
oder Interpolymer eher als ein Homopolymer zur Verwendung bei der Herstellung der
erfindungsgemäßen Polycarbonatmischungen erwünscht ist. Polyarylate
und Polyestercarbonatharze oder ihre Blends können ebenfalls eingesetzt werden.
Verzweigte Polycarbonate sind ebenfalls geeignet und in der Literatur wohl offenbart.
Auch Blends aus linearem Polycarbonat und einem verzweigten Polycarbonat können
hier verwendet werden. Darüber hinaus können Blends aus jedem der oben
genannten Materialien bei der Durchführung dieser Erfindung eingesetzt werden,
um die aromatischen Polycarbonatkomponenten der Carbonatpolymerzusammensetzung zur
Verfügung zu stellen.
In jedem Fall ist das bevorzugte aromatische Polycarbonat zur Verwendung
bei der Durchführung der vorliegenden Erfindung ein Homopolymer,
z.B. ein Homopolymer, erhalten aus 2,2-Bis(4-hydroxyphenyl)propan (Bisphenol A)
und Phosgen, welches kommerziell erhältlich ist.
Die aromatischen Carbonatpolymere, die für die Verwendung in
dieser Erfindung ebenfalls geeignet sind, beinhalten Polyestercarbonate, auch bekannt
als Copolyesterpolycarbonate, d.h. Harze, die zusätzlich zur wiederkehrenden
Polycarbonatkette Einheiten der Formel (II) enthalten,
wobei D ein zweiwertiger aromatischer Rest des in der Polymerisationsreaktion verwendeten
zweiwertigen Phenols ist, sich wiederholende oder wiederkehrende Carboxylateinheiten,
z.B. der Formel (III):
wobei D wie oben definiert ist und T ein aromatischer Rest ist, wie z.B. Phenylen,
Naphthylen, Biphenylen, substituiertes Phenylen und Ähnliches, ein zweiwertiger
aliphatisch-aromatischer Kohlenwasserstoffrest, wie z.B. ein Alkaryl oder ein Alkarylrest,
oder zwei oder mehr aromatische Gruppen, die über solche aromatischen Verbindungen,
die im Stand der Technik bekannt sind, verknüpft sind.
Die Copolyester-Polycarbonatharze werden auch durch Grenzflächenpolymerisationstechnik
hergestellt, die dem Fachmann wohl bekannt ist (siehe z.B. US-Patente 3 169 121
und 4 487 896).
Im Allgemeinen kann jede Dicarbonsäure, die herkömmlich
für die Herstellung von linearen Polyestern verwendet wird, für die Herstellung
des erfindungsgemäßen Copolyester-Carbonatharzes verwendet werden. Allgemein
beinhalten die Dicarbonsäuren, die verwendet werden können, die aliphatischen
Dicarbonsäuren, die aromatischen Dicarbonsäuren und die aliphatisch-aromatischen
Dicarbonsäuren. Diese Säuren sind wohlbekannt und sind z.B. in US-Patent
3 169 121 offenbart. Mischungen aus Dicarbonsäuren können verwendet werden.
Daher ist zu verstehen, dass, wenn die Bezeichnung Dicarbonsäure hier verwendet
wird, diese Bezeichnung Mischungen aus zwei oder mehr Dicarbonsäuren beinhaltet.
Besonders bevorzugt als aromatische Dicarbonsäuren sind Isophthalsäure,
Terephthalsäuren und Mischungen daraus. Eine besonders geeignet difunktionelle
Carbonsäure weist eine Mischung aus Isophthalsäure und Terephthalsäure
auf, wobei das Gewichtsverhältnis von Terephthalsäure zu Isophthalsäure
in dem Bereich von 10:1 bis 0,2:9,8 ist.
Eher als die Verwendung der Dicarbonsäure per se ist es möglich
und manchmal sogar bevorzugt, die reaktiven Derivate der genannten Säure einzusetzen.
Anschauliche Beispiele dieser reaktiven Derivate sind die Säurehalogenide.
Die bevorzugten Säurehalogenide sind die Säuredichloride und die Säuredibromide.
Somit ist es z.B. möglich, anstelle der Verwendung von Isophthalsäure,
Terephthalsäure oder Mischungen davon, Isophthaloyldichlorid, Terephthaloyldichlorid
und Mischungen davon einzusetzen.
Die aromatischen Polycarbonatharze können linear oder verzweigt
sein und haben allgemein ein gewichtsmittleres Molekulargewicht von 10.000 bis 200.000
Gramm pro Mol(„g/mol"), vorzugsweise von 20.000 bis 100.000 g/mol, gemessen
durch Gelpermeationschromatographie. Solche Harze zeigen typischerweise eine intrinsische
Viskosität, bestimmt in Chloroform bei 25°C, von 0,3 bis 1,5 Deziliter
pro Gramm (dl/gm), vorzugsweise von 0,45 bis 1,0 dl/gm.
Die verzweigten Polycarbonate können durch Zugabe eines Verzweigungsmittels
während der Polymerisation hergestellt werden. Diese Verzweigungsmittel sind
wohlbekannt und können polyfunktionelle organische Verbindungen aufweisen,
enthaltend zumindest drei funktionelle Gruppen, die Hydroxyl, Carboxyl, Carboxylanhydrid,
Haloformyl und Mischungen davon sein können. Spezifische Beispiele beinhalten
Trimellithsäure, Trimellithsäureanhydrid, Trimellithsäuretrichlorid,
Tris-p-hydroxyphenylethan, Isatinbisphenol, Trisphenol TC (1,3,5-Tris((p-hydroxyphenyl)isopropyl)benzol),
Trisphenol PA (4-(4-(1,1-Bis(p-hydroxyphenyl)ethyl)-alpha, alphadimethylbenzyl)phenol),
4-Chlorofomylphthalsäureanhydrid, Trimesinsäure und Benzophenontetracarbonsäure.
Das Verzweigungsmittel kann in einer Menge von 0,05–2,0 Gew.-% zugegeben
werden.
Alle Arten von Polycarbonatendgruppen werden als innerhalb des Umfangs
der vorliegenden Erfindung bezüglich der Polycarbonatkomponente
einer Polycarbonatpolymerzusammensetzung betrachtet.
Die thermoplastische Harzkomponente der erfindungsgemäßen
Zusammensetzung kann wahlweise ein oder mehrere andere thermoplastische Harze zusätzlich
zu dem aromatischen Carbonatharz aufweisen, so wie z.B. Polyphenylenetherharze,
vinylaromatische Pfropfcopolymerharze, Styrolharze, Polyesterharze, Polyamidharze,
Polyesteramidharze, Polysulfonharze, Polyimidharze, Polyetherimidharze.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist die erfindungsgemäße
Zusammensetzung ein aromatisches Polycarbonatharz und ein vinylaromatisches Pfropfcopolymer
auf.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist der thermoplastische
Harzbestandteil der erfindungsgemäßen Zusammensetzung, basierend auf 100
pbw der thermoplastischen Harzkomponente, von 30–99 pbw, stärker bevorzugt
von 50–95 pbw, noch stärker bevorzugt von 60–90 pbw eines aromatischen
Polycarbonatharzes und von 1–70 pbw, stärker bevorzugt von 50–95
pbw, noch stärker bevorzugt von 10–40 pbw eines vinylaromatischen Pfropfcopolymeren
auf.
Geeignete vinylaromatische Pfropfcopolymere weisen (i) eine Kautschuk-modifizierte
monovinylidenaromatische Pfropfcopolymerkomponente und (ii) eine nicht gepfropfte
steife Copolymerkomponente auf und werden allgemein hergestellt durch Pfropfpolymerisation
einer Mischung aus monovinylidenaromatischem Monomer und einem oder mehreren Comonomeren
in der Gegenwart von einem oder mehreren kautschukartigen Polymersubstraten. Abhängig
von der Menge des vorhandenen Kautschuks kann eine getrennte Matrix oder kontinuierliche
steife Phase von nicht gepfropftem steifem (Co)Polymer gleichzeitig zusammen mit
dem Kautschukmodifizierten monovinylidenaromatischen Pfropfpolymer erhalten werden.
Die Harze können auch durch Vermischen eines steifen monovinylidenaromatischen
Copolymeren mit einem oder mehreren Kautschuk-modifizierten monovinylidenaromatischen
Pfropfcopolymeren hergestellt werden. Typischerweise weisen die Kautschukmodifizierten
Harze das Kautschuk-modifizierte Pfropfcopolymer in einer Menge von 5–100
Gewichtsprozent („Gew.-%"), basierend auf dem Gesamtgewicht des Harzes auf,
vorzugsweise von 10–90 Gew.-% davon und stärker bevorzugt 30–80
Gew.-% davon. Das Kautschuk-modifizierte Harz weist das nicht gepfropfte steife
Polymer in einer Menge von 95–0 Gew.-%, basierend auf dem Gesamtgewicht des
Harzes auf, vorzugsweise von 90–10 Gew.-% davon und stärker bevorzugt
von 70–20 Gew.-% davon.
Monovinylidenaromatische Monomere, die eingesetzt werden können,
beinhalten Styrol, &agr;-Methylstyrol, Halogenstyrole, d.h. Dibromstyrol, Mono-
oder Dialkyl-, Alkoxy- oder Hydroxy-Substituentengruppen am Kernring des monovinylidenaromatischen
Monomeren, d.h. Vinyltoluol, Vinylxylol, Butylstyrol, para-Hydroxystyrol oder Methoxystyrol,
oder Mischungen davon. Die monovinylidenaromatischen Monomere, die verwendet werden,
werden allgemein durch die folgende Formel (IV) beschrieben:
wobei jedes R1 unabhängig H, (C1-C6)-Alkyl,
Cycloalkyl, Aryl, Alkaryl, Aralkyl, Alkoxy, Aryloxy oder Halogen ist, so wie z.B.
Brom und Chlor, und R2 ausgewählt wird aus der Gruppe bestehend
aus H, (C1-C6)-Alkyl und Halogen. So wie hier verwendet bedeutet
die Bezeichnung „(Cx-Cy)" in Bezug auf eine organische
Einheit, dass die organische Einheit x Kohlenstoffe bis y Kohlenstoffe enthält.
Beispiele von substituierten vinylaromatischen Verbindungen beinhalten Styrol, 4-Methylstyrol,
3,5-Dethylstyrol, 4-n-Propylstyrol, &agr;-Methylstyrol, &agr;-Methylvinyltoluol,
&agr;-Chlorstyrol, &agr;-Bromstyrol, Dichlorstyrol, Dibromstyrol, Tetrachlorstyrol,
Mischungen davon und Ähnliches. Die bevorzugten monovinylidenaromatischen Monomere,
die verwendet werden, sind Styrol und/oder &agr;-Methylstyrol.
Comonomere, die mit dem monovinylidenaromatischen Monomer verwendet
werden können, beinhalten Acrylnitril, Methacrylnitril, (C1-C8)-Alkyl-
oder Aryl-substituiertes Acrylat, (C1-C8)-Alkyl-, Aryl- oder
Halogenaryl-substituiertes Methacrylat, Acrylsäure, Methacrylsäure, Itaconsäure,
Acrylamid, N-substituiertes Acrylamid oder Methacrylamid, Maleinsäureanhydrid,
Maleimid, N-Alkyl-, Aryl- oder Halogenaryl-substituiertes Maleimid, Glycidyl(meth)acrylate,
Hydroxyalkyl(meth)acrylate oder Mischungen davon. Das Acrylnitril, substituierte
Acrylnitril oder Acrylsäureester werden allgemein durch die folgende Formel
(V) beschrieben:
wobei R3 H oder (C1-C6)-Alkyl ist und R4
ausgewählt wird aus der Gruppe, bestehend aus Cyano und (C1-C16)-Alkoxycarbonyl.
Beispiele für solche Monomere beinhalten Acrylnitril, Ethacrylnitril, Methacrylnitril,
&agr;-Chloracrylnitril, &agr;-Bromacrylnitril, Methylacrylat, Methylmethacrylat,
Ethylacrylat, Butylacrylat, Propylacrylat, Isopropylacrylat, sowie Mischungen davon.
Das bevorzugte Monomer ist Acrylnitril und die bevorzugten Acrylsäureester
sind Ethylacrylat und Methylmethacrylat. Es ist ebenfalls bevorzugt, dass die Acrylsäureester,
falls enthalten, in Kombination mit Styrol oder Acrylnitril eingesetzt werden.
Das Kautschuk-modifizierte Pfropfcopolymer weist vorzugsweise (i)
das Kautschuksubstrat und (ii) einen steifen Polymersubstrat-Anteil auf, der auf
das Kautschuksubstrat gepfropft ist. Das Kautschuksubstrat ist vorzugsweise in dem
Pfropfcopolymeren in einer Menge von 5–80 Gew.-%, basierend auf dem Gesamtgewicht
des Pfropfcopolymeren, vorhanden, stärker bevorzugt von 10–70 Gew.-%
davon. Das steife Superstrat ist vorzugsweise in einer Menge von 95–20 Gew.-%,
basierend auf dem Gesamtgewicht des Pfropfcopolymeren, und stärker bevorzugt
von 90–30 Gew.-% davon vorhanden.
Beispiele für kautschukartige Polymere für das Substrat
beinhalten: konjugierte Diene, Copolymere aus einem Dien mit Styrol, Acrylnitril,
Methacrylnitril oder (C1-C8)-Alkylacrylat, welche zumindest
50 % (vorzugsweise zumindest 65 Gew.-%) konjugierte Diene, Polyisopren oder Mischungen
davon enthalten, Olefinkautschuke, d.h. Ethylen-Propylen-Copolymere (EPR) oder Ethylen-Propylen-nichtkonjugierte
Diencopolymere (EPDM), Silikonkautschuke, oder (C1-C8)-Alkylacrylat-Homopolymere
oder -Copolymere mit Butadien und/oder Styrol. Das Acrylpolymer kann auch bis zu
5 % von einem oder mehreren polyfunktionellen Vernetzungsmitteln enthalten, wie
z.B. Alkylendioldi(meth)acrylate, Alkylentrioltri(meth)acrylate, Polyesterdi(meth)acrylate,
Divinylbenzol, Trivinylbenzol, Butadien, Isopren und wahlweise pfropfbare Monomere,
wie z.B. Triallylcyanurat, Triallylisocyanurat, Allyl(meth)acrylat, Diallylmaleat,
Diallylfumarat, Diallyladipat, Triallylester von Zitronensäure oder Mischungen
dieser Mittel.
Die Dienkautschuke können vorzugsweise Polybutadien, Polyisopren
und Copolymere aus Butadien mit bis zu 35 Gew.-% (C1-C6)-Alkylacrylat
sein, die durch wässrige radikalische Emulsionspolymerisation hergestellt werden.
Die Acrylatkautschuke können vernetzte, feinteilige Emulsionscopolymere, im
Wesentlichen aus (C1-C8)-Alkylacrylat, insbesondere (C1-C6)-Alkylacrylat,
wahlweise gemischt mit bis zu 15 Gew.-% Comonomeren, wie z.B. Styrol, Methylmethacrylat,
Butadien, Vinylmethylether oder Acrylnitril und wahlweise bis zu 5 Gew.-% eines
polyfunktionellen vernetzenden Comonomeren, z.B. Divinylbenzol, Glykolbisacrylate,
Bisacrylamide, Phosphorsäuretriallylester, Zitronensäuretriallylester,
Allylester von Acrylsäure oder Methacrylsäure, Triallylcyanurat, Triallylisocyanurat
sein. Ebenfalls geeignet sind Mischungen aus Dien- und Alkyacrylatkautschuken und
Kautschuken, die eine sogenannte Kern/Schale-Struktur haben, z.B. einen Kern aus
Dienkautschuk und eine Schale aus Acrylat oder umgekehrt.
Spezifische konjugierte Dienmonomere, die normalerweise bei der Herstellung
des Kautschuksubstrats des Pfropfpolymeren verwendet werden, werden allgemein durch
die folgende Formel (VI) beschrieben:
wobei jedes R5 unabhängig H, (C12-C6)-Alkyl,
Chlor oder Brom ist. Beispiele von Dienen, die verwendet werden können, sind
Butadien, Isopren, 1,3-Heptadien, Methyl-1,3-pentadien, 2,3-Dimethylbutadien, 2-Ethyl-1,3-pentadien,
1,3- und 2,4-Hexadiene, Chlor- und Brom-substituierte Butadiene, wie z.B. Dichlorbutadien,
Brombutadien, Dibrombutadien, Mischungen davon und Ähnliches. Ein bevorzugtes
konjugiertes Dien ist 1,3-Butadien.
Das Substratpolymer ist, wie erwähnt, vorzugsweise eine konjugiertes
Dienpolymer, wie z.B. Polybutadien, Polyisopren oder ein Copolymer, wie z.B. Butadien-Styrol,
Butadien-Acrylnitril oder Ähnliches. Der kautschukartige polymere Substratanteil
muss eine Glasübergangstemperatur (Tg) von weniger als 0°C zeigen.
Mischungen von einem oder mehreren kautschukartigen Polymeren, wie
zuvor für die Herstellung des monovinylidenaromatischen Propfpolymeren beschrieben,
oder Mischungen aus einem oder mehreren Kautschuk-modifizierten monovinylidenaromatischen
Propfpolymeren wie hier offenbart, können ebenfalls eingesetzt
werden. Darüber hinaus kann der Kautschuk entweder ein Block- oder ein statistisches
Copolymer aufweisen. Die Kautschukteilchengröße, die in dieser Erfindung
verwendet wird, gemessen durch einfache Lichttransmissionsverfahren oder kapillarhydrodynamische
Chromatographie (CHDF) kann so beschrieben werden, dass sie eine mittlere Teilchengröße
auf Gewichtsbasis von 0,05–1,2 Mikron, vorzugsweise 0,2–0,8 Mikron
für auf Emulsionsbasis polymerisierte Kautschuklatices oder 0,5–10 Mikron,
vorzugsweise 0,6–1,5 Mikron für massepolymerisierte Kautschuksubstate
hat, die auch Pfropfmonomereinschlüsse beinhalten. Das Kautschuksubstrat ist
vorzugsweise ein feinteiliger moderat vernetzter Dien- oder Alkylacrylatkautschuk
und hat vorzugsweise einen Gelgehalt von mehr als 70 %.
Bevorzugte Propfsuperstrate beinhalten Copolymere aus Styrol und Acrylnitril,
Copolymere aus &agr;-Methylstyrol und Acrylnitril und Methylmethacrylatpolymere
oder -copolymere mit bis zu 50 Gew.-% (C1-C6)-Alkylacrylaten,
Acrylnitril oder Styrol. Spezifische Beispiele von monovinylidenaromatischen Pfropfcopolymeren
beinhalten, sind aber nicht eingeschränkt auf, das Folgende: Acrylnitril-Butadien-Styrol
(ABS), Acrylnitril-Styrol-Butylacrylat (ASA), Methylmethacrylat-Acrylnitril-Butadien-Styrol
(MABS), Acrylnitril-Ethylen-Propylen-nicht konjugiertes Dien-Styrol (AES).
Die nicht gepfropften steifen Polymere (typischerweise frei von Kautschuk)
sind harzartige, thermoplastische Polymere aus Styrol, &agr;-Methylstyrol, Styrolen,
die am Kern substituiert sind, wie z.B. para-Methylstyrol, Methylacrylat, Methylmethacrylat,
Acrylnitril, Methacrylnitril, Maleinsäureanhydrid, N-substituiertes Maleimid,
Vinylacetat oder Mischungen davon. Styrol/Acrylnitril-Copolymere, &agr;-Methylstyrol/Acrylnitril-Copolymere
und Methylmethacrylat/Acrylnitril-Copolymere sind bevorzugt.
Die nicht gepfropften steifen Copolymere sind bekannt und können
durch radikalische Polymerisation hergestellt werden, insbesondere durch Emulsions-,
Suspensions-, Lösungs- oder Massepolymerisation. Sie haben vorzugsweise zahlenmittlere
Molekulargewichte von 20.000–200.000 g/mol und Grenzviskositätszahlen
[&eegr;] von 20–110 ml/g (bestimmt in Dimethylformamid bei 25°C).
Das zahlenmittlere Molekulargewicht des gepfropften steifen Superstrats
des monovinylidenaromatischen Harzes ist so ausgelegt, dass es in dem Bereich von
20.000–350.000 g/mol ist. Das Verhältnis von monovinylidenaromatischem
Monomer zu dem zweiten und wahlweise dritten Monomer kann in dem Bereich von 90/10
bis 50/50, vorzugsweise 80/20 bis 60/40 liegen. Das dritte Monomer kann wahlweise
0–50% von einem oder beiden des ersten und des zweiten Monomeren ersetzen.
Diese Kautschuk-modifizierten monovinylidenaromatischen Pfropfpolymere
können entweder durch Masse-, Emulsions-, Suspensions-, Lösungs- oder
kombinierte Verfahren, wie z.B. Massen-Suspensions-, Emulsions-Masse-, Massen-Lösungs-
oder andere Techniken, die im Stand der Technik wohlbekannt sind, polymerisiert
werden. Weiterhin können diese Kautschuk-modifizierten monovinylidenaromatischen
Pfropfcopolymere entweder durch kontinuierliche, Semibatch- oder Batchprozesse hergestellt
werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Organophosphorverbindung
eine oder mehrere Verbindungen gemäß der Strukturformel (VII) auf:
wobei R6, R7, R8 und R9 jeweils unabhängig
Aryl sind, wahlweise substituiert mit Halogen oder (C1-C6)-Alkyl,
X Arylen ist, wahlweise substituiert mit Halogen oder (C1-C6)-Alkyl,
a, b, c und d jeweils unabhängig 0 oder 1 sind und
n eine ganze Zahl von 0 bis 5 ist, stärker bevorzugt von 1 bis 5.
So wie hier verwendet bedeutet die Bezeichnung „Aryl" einen
einwertigen Rest, enthaltend einen oder mehrere aromatische Ringe pro Rest, die
wahlweise an dem einen oder mehreren aromatischen Ringen mit ein oder mehreren Alkylgruppen,
jeweils vorzugsweise (C1-C6)-Alkyl, substituiert sein können,
und die in dem Fall, wenn der Rest zwei oder mehr Ringe enthält, fusionierte
Ringe sein können.
So wie hier verwendet bedeutet die Bezeichnung „Arylen" einen
zweiwertigen Rest, enthaltend einen oder mehrere aromatische Ringe pro Rest, die
wahlweise an dem einen oder mehreren aromatischen Ringen mit einer oder mehreren
Alkylgruppen, jeweils vorzugsweise (C1-C6)-Alkyl, substituiert
sein können, und wobei in dem Fall, wenn der zweiwertige Rest zwei oder mehr
Ringe enthält, die Ringe fusioniert sein können oder mittels einer nichtaromatischen
Verknüpfung, so wie z.B. einem Alkylen, Alkyliden, verbunden sein können,
von denen jedes an einer oder mehreren Stellen des aromatischen Ringes mit einer
Halogengruppe oder (C1-C6)-Alkylgruppe substituiert sein kann.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Organophosphorverbindung
einen Blend aus Organophosphorverbindungsoligomeren gemäß Formel (VII)
auf, wobei n für jedes Oligomer eine ganze Zahl von 1 bis 5 ist und der Blend
einen mittleren n-Wert von mehr als 1 bis weniger als 5 hat, stärker bevorzugt
mehr als 1 bis weniger als 3, noch stärker bevorzugt mehr als 1 bis weniger
als 2.
In einer hochbevorzugten Ausführungsform weist die Organophosphorverbindung
ein oder mehrere Resorcindiphosphatester („RDP") gemäß Formel (VII)
auf, wobei R6, R7, R8 und R9 jeweils
Phenyl sind, a, b, c und d jeweils 1 sind, X 1,3-Phenylen ist und n eine ganze Zahl
von 1 bis 5 ist.
Stärker bevorzugt weist die Organophosphorverbindung einen Blend
aus RDP-Oligomeren auf, wobei n für jedes Oligomer eine ganze Zahl von 1 bis
5 ist und der Blend einen mittleren n-Wert von mehr als 1 bis weniger als 5 hat,
stärker bevorzugt von mehr als 1 bis weniger als 3, noch stärker bevorzugt
von mehr als 1 bis weniger als 2.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist die Organophosphorverbindung
ein oder mehrere Bisphenol-A-Diphosphatester („BPA-DP") gemäß Formel
(VII) auf, wobei R6, R7, R8 und R9 jeweils
Phenyl sind, a, b, c und d jeweils 1 sind und X ein zweiwertiger aromatischer Rest
der Strukturformel (VIII) ist:
und n eine ganze Zahl von 1 bis 5 ist.
Stärker bevorzugt weist die Organophosphorverbindung einen Blend
aus BPA-DP-Oligomeren auf, wobei n für jedes Oligomer eine ganze Zahl von 1
bis 5 ist und der Blend einen mittleren n-Wert von mehr als 1 bis weniger als 5
hat, stärker bevorzugt von mehr als 1 bis weniger als 3 und noch stärker
bevorzugt von mehr als 1 bis weniger als 2.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Organophosphorverbindungskomponente
der erfindungsgemäßen Zusammensetzung eine Mischung aus 1–99 Gew.-%
von einem oder mehreren BPA-DP-Estern und 1–99 Gew.-% von einem oder mehreren
RDP-Estern auf.
Es wurde gefunden, dass Säurespezies und/oder Säureprecursor,
die unter Bedingungen von erhöhter Temperatur und Feuchtigkeit zu der in-situ-Bildung
von Säurespezies führen, typischerweise als Verunreinigungen in den oben
beschriebenen Organophosphorverbindungen vorhanden sind. Solche Verunreinigungen
können aus solchen Quellen wie z.B. Katalysatorresten, unreagierten Ausgangsmaterialien,
so wie zum Beispiel Phosphorylhalogeniden oder Phosphorsäurederivaten, oder
aus instabilen Phosphatestern von Zersetzungsprodukten resultieren. Es wurde auch
gefunden, dass die Verwendung von einer Organophosphorverbindung, die einen hohen
Gehalt an solchen Säurespezies und/oder solchen Säureprecursorn hat, als
ein Flammschutzadditiv in einer thermoplastischen Harzzusammensetzung die hydrolytische
Stabilität der thermoplastischen Harzzusammensetzung gefährdet. Diese
Säurespezies können titrierbare Spezies sein und/oder Säure erzeugende
Spezies, die nicht titrierbar sind, aber durch alternative analytische Verfahren
bestimmbar sind.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Organophosphorverbindung
durch hohe Reinheit charakterisiert, derart, dass jede Säure oder Säure
erzeugende Verunreinigungen, die in der Verbindung vorhanden ist, einen Gehalt nicht
überschreitet, bei welchem die kombinierte Menge an jeglicher anfänglich
vorhandener Säure in der Verbindung und jeglicher Säure, die in situ unter
hydrolytischen Bedingungen aus jeglichen Säure erzeugenden Verunreinigungen,
die in der Verbindung vorhanden ist, äquivalent zu einem titrierbaren Säuregehalt
von weniger als 1,0 Milligramm („mg"), stärker bevorzugt von 0 bis 0,5
mg und noch stärker bevorzugt von 0 bis 0,15 mg Kaliumhydroxid
pro Gramm der Organophosphorverbindung ist. Je niedriger die Menge an Säure
und Säure erzeugenden Verunreinigungen, die in der Organophosphatflammschutzkomponente
der erfindungsgemäßen thermoplastischen Harzzusammensetzung vorhanden
sind ist, umso besser ist die hydrolytische Stabilität der thermoplastischen
Harzzusammensetzung.
In einer bevorzugten Ausführungsform hat die Organophosphorverbindung
einen Säuregehalt, der durch eine Titrationszugabe von 0 bis zu dem Äquivalent
von 1,0 mg, stärker bevorzugt von 0 bis 0,5 mg und noch stärker bevorzugt
von 0 bis 0,1 mg Kaliumhydroxid („KOH") pro Gramm Organophosphorverbindung
neutralisierbar ist. Der Säuregehalt der Organophosphorverbindung wird durch
Auflösen einer Probe der Organophosphorverbindung in Isopropanol und Titrieren
der resultierenden Lösung mit einer 0,1 N wässrigen Lösung von KOH
zu einem Bromphenolblauendpunkt gemessen.
Die Organophosphorverbindung hat einen hydrolysierbaren Chloridgehalt
von 0 bis 100 Teilen pro Million („ppm"), stärker bevorzugt von 0 bis
50 ppm und noch stärker bevorzugt von 0 bis 20 ppm, basierend auf dem Gewicht
der Organophosphorverbindung. Der Chloridgehalt der Organophosphorverbindung wird
durch herkömmliche Gas- oder Flüssigchromatographietechniken gemessen.
In einer stärker bevorzugten Ausführungsform hat die Organophosphorverbindung
einen Alkenylphenyldiphenylphosphatgehalt von 0 bis 2000 ppm, stärker bevorzugt
von 0 bis 1000 ppm und noch stärker bevorzugt von 0 bis 500 ppm, basierend
auf dem Gewicht der Organophosphorverbindung. Alkenylphenyldiphenylphosphate beinhalten
z.B. Isopropenylphenyldiphenylphosphat und Isobutenylphenyldiphenylphosphat. Der
Alkenylphenyldiphenylphosphatgehalt der Organophosphorverbindung wird mittels herkömmlicher
Chromatographietechniken gemessen, vorzugsweise durch Phasenumkehr-Hochdruckflüssigchromatographie.
Die Organophosphorverbindung hat einen Magnesiumgehalt von 0 bis 1000
ppm, stärker bevorzugt von 0 bis 500 ppm und noch stärker bevorzugt von
0 bis 250 ppm, basierend auf dem Gewicht der Organophosphorverbindung. Der Magnesiumgehalt
der Organophosphorverbindung wird durch herkömmliche Atomabsorptionstechniken
gemessen.
In einer bevorzugten Ausführungsform beinhaltet die erfindungsgemäße
Zusammensetzung ein Fluorpolymer in einer Menge, typischerweise von 0,01 bis 0,5
pbw Fluorpolymer pro 100 pbw der thermoplastischen Harzzusammensetzung, die wirksam
dabei ist, der Harzzusammensetzung eine Antitropfeigenschaft zu verleihen. Geeignete
Fluorpolymere und Verfahren zur Herstellung solcher Fluorpolymere sind bekannt,
siehe z.B. US-Patent Nrn. 3 671 487, 3 723 373 und 3 383 092. Geeignete Fluorpolymere
beinhalten Homopolymere und Copolymere, die Struktureinheiten aufweisen, erhalten
aus einem oder mehreren fluorierten Olefinmonomeren. Die Bezeichnung „fluoriertes
Olefinmonomer" bedeutet ein Olefinmonomer, das zumindest einen Fluoratomsubstituenten
enthält. Geeignete fluorierte Olefinmonomere beinhalten z.B. Fluorethylene,
so wie z.B. CF2=CF2, CHF=CF2, CH2=CF2,
CH2=CHF, CClF=CF2, CCl2=CF2, CClF=CClF,
CHF=CCl2, CH2=CClF und CCl2=CClF, sowie Fluorpropylene,
so wie z.B. CF3CF=CF2, CF3CF=CHF, CF3CH=CF2,
CF3CH=CH2, CF3CF=CHF, CHF2CH=CHF und
CF3CH=CH2. In einer bevorzugten Ausführungsform ist das
fluorierte Olefinmonomer eines oder mehrere aus Tetrafluorethylen (CF2=CF2),
Chlortrichlorethylen (CClF=CF2), Vinylidenfluorid (CH2=CF2)
und Hexafluorpropylen (CF2=CFCF3).
Geeignete fluorierte Olefinhomopolymere beinhalten z.B. Polytetrafluorethylen,
Polyhexafluorethylen.
Geeignete fluorierte Olefincopolymere beinhalten z.B. Copolymere,
aufweisend Struktureinheiten, die aus zwei oder mehreren fluorierten Olefincopolymeren
erhalten werden, so wie z.B. Poly(tetrafluorethylen, -hexafluorethylen) und Copolymere,
aufweisend Struktureinheiten, die aus einem oder mehreren fluorierten Monomeren
und einem oder mehreren nicht fluorierten, monoethylenisch ungesättigten Monomeren
erhalten werden, die mit den fluorierten Monomeren copolymerisierbar sind, so wie
z.B. Poly(tetrafluorethylen-ethylen-propylen)-Copolymere. Geeignete nicht fluorierte,
monoethylenisch ungesättigte Monomere beinhalten z.B. Olefinmonomere, so wie
z.B. Ethylen, Proyplen, Buten, Acrylatmonomere, so wie z.B. Methylmethacrylat, Butylacrylat,
Vinylether, so wie z.B. Cyclohexylvinylether, Ethylvinylether, n-Butylvinylether,
Vinylester, so wie z.B. Vinylacetat, Vinylversatat.
In einer bevorzugten Ausführungsform rangieren die Fluorpolymerteilchen
in der Größe von 50 bis 500 nm, gemessen durch Elektronenmikroskopie.
In einer hochbevorzugten Ausführungsform ist das Fluorpolymer
ein Polytetrafluorethylen-Homopolymer („PTFE").
Da direktes Einbringen eines Fluorpolymeren in eine thermoplastische
Harzzusammensetzung dazu tendiert schwierig zu sein, ist es bevorzugt, dass das
Fluorpolymer in irgendeiner Art mit einem zweiten Polymer vorvermischt wird, so
wie z.B. einem aromatischen Polycarbonatharz oder einem Styrol-Acrylnitrilharz.
Verfahren zur Herstellung von geeigneten Vorblends sind bekannt. Z.B. kann eine
wässrige Dispersion aus Fluorpolymer und einem Polycarbonatharz dampfgefällt
werden, um ein Fluorpolyrnerkonzentrat zur Verwendung als Tropfinhibitoradditiv
in thermoplastischer Harzzusammensetzung, so wie z.B. in US-Patent Nr. 5 521 230
offenbart, zu bilden, oder alternativ eine wässrige Styrol-Acrylnitril-Harzemulsion
oder eine wässrige Acrylnitril-Butadien-Styrol-Harzemulsion und dann Fällen
und Trocknen der co-coagulierten Fluorpolymer-thermoplastischen Harzzusammensetzung,
um ein PTFE-thermoplastisches Harzpulver, wie z.B. in US-Patent Nr. 4 579 906 offenbart,
zur Verfügung zu stellen.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Fluorpolymeradditiv
von 30 bis 70 Gew.-%, stärker bevorzugt 40–60 Gew.-% des Fluorpolymeren
auf und von 30 bis 70 Gew.-%, stärker bevorzugt 40 bis 60 Gew.-% des zweiten
Polymeren.
In einer bevorzugten Ausführungsform wird ein Fluorpolymeradditiv
durch Emulsionspolymerisation von einem oder mehreren monoethylenisch ungesättigten
Monomeren in der Gegenwart der wässrigen Fluorpolymerdispersion der vorliegenden
Erfindung gemacht, um ein zweites Polymer in der Gegenwart des Fluorpolymeren zu
bilden. Geeignete monoethylenisch ungesättigte Monomere sind oben offenbart.
Die Emulsion wird dann gefällt, z.B. durch Zugabe von Schwefelsäure. Die
Fällung wird entwässert, z.B. durch Zentrifugieren, und dann getrocknet,
um ein Fluorpolymeradditiv zu bilden, welches Fluorpolymer und ein assoziiertes
zweites Polymer aufweist. Das trockene emulsionspolymerisierte Fluorpolymeradditiv
ist in der Form eines frei fließenden Pulvers.
In einer bevorzugten Ausführungsform weisen die monoethylenisch
ungesättigten Monomere, die emulsionspolymerisiert werden, um das zweite Polymer
zu bilden, ein oder mehrere Monomere auf, ausgewählt aus vinylaromatischen
Monomeren, monoethylenisch ungesättigten Nitrilmonomeren und (C1-C12)-Alkyl(meth)acrylatmonomeren.
Geeignete vinylaromatische Monomere, monoethylenisch ungesättigtes Nitrilmonomer
und (C1-C12)-Alkyl(meth)acrylatmonomere sind oben offenbart.
In einer hoch bevorzugten Ausführungsform weist das zweite Polymer
Struktureinheiten auf, die aus Styrol und Acrylnitril erhalten werden. Stärker
bevorzugt weist das zweite Polymer von 60 bis 90 Gew.-% Struktureinheiten auf, die
aus Styrol erhalten werden und von 10 bis 40 Gew.-% Struktureinheiten, die aus Acrylnitril
erhalten werden.
Die Emulsionspolymerisationsreaktionsmischung kann wahlweise emulgierte
oder dispergierte Teilchen eines dritten Polymeren beinhalten, so wie z.B. einen
emulgierten Butadienkautschuklatex.
Die Emulsionspolymerisationsreaktion wird initiiert unter Verwendung
eines herkömmlichen freien Radikalinitiators, so wie z.B. einer organischen
Peroxydverbindung, so wie z.B. Benzoylperoxid, einer Persulfatverbindung, so wie
z.B. Kaliumpersulfat, einer Azonitrilverbindung, so wie z.B. 2,2'-Azobis-2,3,3-trimethylbutyronitril,
oder einem Redox-Initiatorsystem, so wie z.B. einer Kombination aus Cumolhydroperoxid,
Eisen(II)-sulfat, Tetranatriumpyrophosphat und einem reduzierenden Zucker oder Natriumformaldehydsulfoxylat.
Ein Kettenübertragungsmittel, so wie z.B. eine (C9-C13)-Alkylmercaptanverbindung,
wie z.B. Nonylmercaptan, t-Dodecylmercaptan, kann wahlweise zu dem Reaktionsgefäß
während der Polymerisationsreaktion zugegeben werden, um das Molekulargewicht
des zweiten Polymeren zu reduzieren. In einer bevorzugten Ausführungsform wird
kein Kettenübertragungsmittel verwendet.
In einer bevorzugten Ausführungsform wird die stabilisierte Fluorpolymerdispersion
in ein Reaktionsgefäß hinein gegeben und unter Rühren erwärmt.
Das Initiatorsystem und das eine oder mehrere monoethylenisch ungesättigte
Monomere werden dann in das Reaktionsgefäß hinein gegeben und erwärmt,
um die Monomere in der Gegenwart der Fluorpolymerteilchen der Dispersion zu polymerisieren,
um dabei das zweite Polymer zu bilden.
Geeignete Fluorpolymeradditive und Emulsionspolymerisationsverfahren
sind in EP 0 739 914 A1 offenbart.
In einer bevorzugten Ausführungsform zeigt das zweite Polymer
ein zahlenmittleres Molekulargewicht von 30.000 bis 200.000 g/mol.
Die erfindungsgemäße thermoplastische Harzzusammensetzung
kann wahlweise verschiedene herkömmliche Additive enthalten, wie z.B.: Antioxidantien,
so wie z.B. Organophosphite. z.B. Tris(nonylphenyl)phosphit, (2,4,6-Tri-tert-butylphenyl)(2-butyl-2-ethyl-1,3-propandiol)phosphit,
Bis(2,4-di-t-butylphenyl)pentaerythritdiphosphit oder Distearylpentaerythritdiphosphit,
sowie alkylierte Monophenole, Polyphenole, alkylierte Reaktionsprodukte von Polyphenolen
mit Dienen, so wie z.B. butylierte Reaktionsprodukte von para-Kresol und Dicyclopentadien,
alkylierte Hydrochinone, hydroxylierte Thiodiphenylether, Alkyliden-Bisphenole,
Benzylverbindungen, Acylaminophenole, Ester von beta-(3,5-Di-tert-butyl-4-hydroxyphenol)propionsäure
mit einwertigen oder mehrwertigen Alkoholen, Ester von beta-(5-tert-Butyl-4-hydroxy-3-methylphenyl)propionsäure
mit einwertigen oder mehrwertigen Alkoholen, Ester von beta-(5-tert-Butyl-4-hydroxy-3-methylphenyl)propionsäure
mit ein- oder mehrwertigen Alkoholen, Ester von Thioalkyl- oder Thioarylverbindungen,
so wie z.B. Distearylthiopropionat, Dilaurylthiopropionat, Ditridecylthiodipropionat,
Amide von beta-(3,5-Di-tert-butyl-5-hydroxyphenol)propionsäure, UV-Absorbern
und Lichtstabilisatoren, so wie z.B. 2-(2'-Hydroxyphenyl)benzotriazole, 2-Hydroxybenzophenone,
Ester von substituierten und nichtsubstituierten Benzoesäuren, Acrylate, Füller
und Verstärkungsmittel, so wie z.B. Silikate, TiO2, Glasfasern,
Ruß, Graphit, Calciumcarbonat, Talk, Glimmer, andere Additive, so wie z.B.
Gleitmittel, so wie z.B. Pentaerythrittetrastearat, EBS-Wachs, Silikonfluide, Weichmacher,
optische Aufheller, Pigmente, Farbstoffe, Färbemittel, Flammschutzmittel, Antistatikmittel,
Blasmittel, sowie andere flammhemmende Mittel, zusätzlich zu den oben beschriebenen
Organophosphorverbindungen.
Beispiele 1 bis 4
Die Zusammensetzungen aus Beispielen 1 bis 4 der vorliegenden Erfindung
werden hergestellt, indem die folgenden Bestandteile in den relativen Mengen, wie
sie in pbw unten in TABELLE I ausgeführt sind, kombiniert werden.
PC
Ein lineares Polycarbonatharz, erhalten aus Bisphenol A und Phosgen und mit
einer intrinsischen Viskosität von 0,48 dl/gm.
ABS
Emulsionspolymerisiertes Acrylnitril-Butydien-Styrol-Propfcopolymer, aufweisend
50 pbw einer diskontinuierlichen Elastomerphase (Polybutadien) und 50 pbw einer
steifen thermoplastischen Phase (Copolymer aus 75 pbw Styrol und 25 pbw Acrylnitril).
Mischung aus Resorcindiphosphat-Oligomeren mit einem mittleren Polymerisationsgrad
von 1,13 und mit einem Säuregehalt von weniger als 0,1 mg KOH pro Gramm.
TSAN:
Additiv, hergestellt durch Copolymerisation von Styrol und Acrylnitril in der
Gegenwart einer wässrigen Dispersion aus PTFE (50 pbw PTFE, 50 pbw eines Styrol-Acrylnitril-Copolymeren,
enthaltend 75 Gew.-% Styrol und 25 Gew.-% Acrylnitril).
BPA-DP-1
Mischung aus Bisphenol-A-Diphosphatoligomeren mit mittlerem Polymerisationsgrad
von 1,08.
BPA-DP-2
Mischung aus Bisphenol-A-Diphosphatoligomeren mit mittlerem Polymerisationsgrad
von 1,08.
BPA-DP-3
Mischung aus Bisphenol-A-Diphosphatoligomeren mit mittlerem Polymerisationsgrad
von 1,08.
Der Säuregehalt, Gehalt an hydrolysierbarem Chlorid, Magnesiumgehalt
und Diphenylisopropenylphenylphosphatgehalt von BPA-DP-1, BPA-DP-2 und BPA-DP-3
werden bestimmt. Ergebnisse sind unten in TABELLE I aufgeführt.
TABELLE I
Es wird dem folgenden allgemeinen Verfahren bei der Herstellung und
der Untersuchung der Zusammensetzungen aus Beispielen 1 bis 4 gefolgt. Gut vermischte
trockene Blends der Bestandteile der Zusammensetzungen werden hergestellt durch
Dispergieren der Bestandteile in einem Henschelmischer. Diese trockenen Blends werden
in einem Laborzwillingsschraubenextruder bei einer Temperatur von 250°C bis
300°C extrudiert und Testproben werden dann auf einer 30 Tonnen Engel-Spritzgussformmaschine
mit einer nominalen Schmelztemperatur von ungefähr 240,6°C (465°
F) geformt.
Ein Zugstab vom ASTM-Typ I wird für jede der Zusammensetzungen
geformt und untersucht. Hydrolytische Stabilität wird gemessen, indem ein Teil
eines Zugstabes 100°C und 100 % relativer Feuchtigkeit für verschiedene
Zeiträume („t") ausgesetzt wird. Ein Teil des Stabes wird dann abgeschnitten
und das gewichtsmittlere Polycarbonatmolekulargewicht („Mw") wird durch Gelpermeationschromatographie
(GPC) bestimmt. Alle Molekulargewichte werden relativ zu monodispersen Polystyrolstandards
von bekanntem Molekulargewicht angegeben.
Die Ergebnisse der gewichtsmittleren Molekulargewichtsbestimmungen
der Proben nach Aussetzen gegenüber Temperatur und Feuchtigkeit für verschiedene
Zeiten („Mw (g/mol × 10–3), nach Altern bei 100°C
und 100 % RH für Verweilzeit t (Std.)") sind in Tabelle II für jedes der
Beispiele 1 bis 4 aufgeführt.
TABELLE II
Die Zusammensetzung aus Beispiel 4 zeigt verbesserte Stabilität,
wie durch die relativ kleine Veränderung im Molekulargewicht unter den Alterungsbedingungen
gezeigt wird.
Anspruch[de]
Eine thermoplastische Harzzusammensetzung umfassend
a. 75 bis 98 Gewichtsteile eines thermoplastischen Harzes aufweisend wenigstens
ein aromatisches Polycarbonatharz, und
b. 2 bis 25 Gewichtsteile einer flammhemmenden Organophosphorverbindung, jeweils
bezogen auf 100 Gewichtsteile der vereinigten Menge an thermoplastischem Harz und
Organophosphorverbindung, wobei die Organophosphorverbindung (1) einen durch Titrationszugabe
neutralisierbaren Säuregehalt von 0 bis zum Äquivalent von 1,0 mg Kaliumhydroxid
pro Gramm der Organophosphorverbindung hat, (2) einen hydrolysierbaren Chloridgehalt
von 0 bis 100 Teilen pro Million hat, bezogen auf das Gewicht der Organophosphorverbindung,
gemessen durch herkömmliche Gas- oder Flüssigchromatographie-Techniken
und (3) einen Magnesiumgehalt von 0 bis 1000 Teilen pro Million bezogen hat, auf
das Gewicht des Gewichts des Organosphosphorgehalts.Thermoplastische Harzzusammensetzung nach Anspruch 1, wobei die Organophosphorverbindung
einen Alkenylphenyl-diphenyl-phosphatgehalt von 0 bis 2000 Teilen
pro Million hat, bezogen auf das Gewicht der Organophosphorverbindung.Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei die Organophosphorverbindung
die folgende Strukturformel hat:
worin R6, R7, R8 und R9 jeweils unabhängig Aryl sind, gegebenenfalls substituiert
mit Halogen oder (C1-C6)Alkyl,
X Arylen ist, gegebenenfalls substituiert mit Halogen oder (C1-C6)Alkyl,
a, b, c und d jeweils unabhängig 0 oder 1 sind, und
n eine ganze Zahl von 0 bis 5 ist.Zusammensetzung nach Anspruch 3, wobei X ein zweiwertiger Rest ist,
enthaltend zwei oder mehrere aromatische Ringe verbunden durch eine nicht-aromatische
Verknüpfung, von denen jeder einzelne an einer oder mehreren Stellen am aromatischen
Ring mit einer Halogengruppe oder (C1-C6)Alkylgruppe substituiert sein kann und
wobei der Organophosphor einen Alkenylphenyl-diphenylphosphatgehalt von 0 bis 200
Gewichtsteilen pro Million Gewichtsteil der Organophosphorverbindung hat.Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei Komponente (a) der Zusammensetzung
weiterhin ein vinylaromatisches Pfropfcopolymer umfasst.Zusammensetzung nach Anspruch 1, weiterhin aufweisend ein Fluorpolymer
in einer zur Erzeugung von Anti-drip Eigenschaften der Harzzusammensetzung wirksamen
Menge.Zusammensetzung nach Anspruch 3, wobei R6, R7,
R8 und R9 jeweils Phenyl sind, a, b, c und d jeweils 1 sind,
und X ein zweiwertiger Rest der Strukturformel ist:
und n eine ganze Zahl von 1 bis 5 ist.Verfahren zur Herstellung einer flammhemmenden thermoplastischen Harzzusammensetzung,
bei welchem man ein thermoplastisches Harz, wobei das Harz wenigstens ein aromatisches
Polycarbonatharz umfasst, und eine flammhemmende Menge einer flammhemmenden Organophosphor-Verbindung,
wie in Anspruch 1 definiert, kombiniert.