| Dokumentenidentifikation |
EP1854681 27.12.2007 |
| EP-Veröffentlichungsnummer |
0001854681 |
| Titel |
Luftkanal für ein Kraftfahrzeug |
| Anmelder |
TRW Automotive Electronics & Components GmbH & Co. KG, 67677 Enkenbach-Alsenborn, DE |
| Erfinder |
Schenkenberger, Jürgen, 66957 Hochstellerhof, DE; Oszlanyi, Tobias, 50170 Kerpen, DE; Elsner, Markus, 67657 Kaiserslautern, DE |
| Vertragsstaaten |
AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LI, LT, LU, LV, MC, MT, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR |
| Sprache des Dokument |
DE |
| EP-Anmeldetag |
07.05.2007 |
| EP-Aktenzeichen |
070091434 |
| EP-Offenlegungsdatum |
14.11.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
27.12.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
B60R 21/34(2006.01)A, F, I, 20071016, B, H, EP
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| IPC-Nebenklasse |
B60H 1/00(2006.01)A, L, I, 20071016, B, H, EP
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft einen Luftkanal für ein Kraftfahrzeug.
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Luftkanals.
Im Zusammenhang mit neuen Bestimmungen zum Schutz von Fußgängern
bei Verkehrsunfällen besteht die Forderung, daß die Motorhaube eines Kraftfahrzeugs
in einem bestimmten Maß deformierbar sein muß. Um diese Forderung erfüllen
zu können, muß gewährleistet sein, daß die Deformation nicht
durch die im Motorraum vorhandenen Bauteile behindert wird. Dies gilt insbesondere
für einen unmittelbar unter der Motorhaube angeordneten Luftkanal.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Luftkanal zu schaffen,
der diesen Anforderungen genügt.
Gelöst wird die Aufgabe gemäß der Erfindung
durch einen Luftkanal für ein Kraftfahrzeug mit einer einen Kanal umgebenden
Wandung, der dadurch gekennzeichnet ist, daß die Wandung ein erstes Wandungsteil
aus einem härteren Material und ein zweites Wandungsteil aus einem weicheren
Material aufweist. Das harte erste Wandungsteil gibt dem erfindungsgemäßen
Luftkanal die für die Funktion und die Handhabung notwendige Stabilität,
während sich das weiche zweite Wandungsteil gegebenenfalls ausreichend stark
verformen kann, wenn die Motorhaube des Kraftfahrzeugs infolge eines Zusammenstoßes
mit einem Fußgänger eingedrückt wird.
Bevorzugt ist - bezogen auf die Einbaulage im Kraftfahrzeug
- das erste Wandungsteil ein der Motorhaube des Kraftfahrzeugs abgewandtes unteres
Wandungsteil und das zweite Wandungsteil ein der Motorhaube zugewandtes oberes Wandungsteil.
Das stabilere untere Wandungsteil kann bei dieser Anordnung fest im Motorraum angebracht
werden.
Beispielsweise kann das erste Wandungsteil aus PP (Polypropylen)
und das zweite Wandungsteil aus PE-LD (Polyethylen geringer Dichte) gebildet sein.
Die beiden Wandungsteile sind vorteilhaft durch eine Dichtung
relativ zueinander abgedichtet, die gleichzeitig zur Befestigung der beiden Wandungsteile
aneinander beiträgt. Diese Doppelfunktion der Dichtung macht ansonsten erforderliche
zusätzliche Befestigungsmaßnahmen weitgehend überflüssig.
Gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform
ist die Dichtung zwischen seitlichen Flanschen der Wandungsteile angeordnet. Vorzugsweise
weist die Dichtung in diesem Fall Vorsprünge auf, die in entsprechende Ausnehmungen
wenigstens eines Flansches eingreifen.
Gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungsform
umgreift die Dichtung seitliche Flansche der Wandungsteile.
Die Erfindung schafft auch ein Verfahren zur Herstellung
eines erfindungsgemäßen Luftkanals, das dadurch gekennzeichnet ist, daß
eine Dichtung eingespritzt wird, die zur Befestigung der beiden Wandungsteile aneinander
beiträgt. Somit können alle wesentlichen Bestandteile des Luftkanals,
nämlich die Wandungsteile und die Dichtung, in einem Ein- oder Mehrkomponenten-Spritzgußverfahren
hergestellt und zusammengefügt werden, ohne daß weitere Verfahrensschritte
zur Verbindung der beiden Wandungsteile notwendig sind.
Im Falle der ersten bevorzugten Ausführungsform wird
die Dichtung zwischen seitlichen Flanschen der Wandungsteile eingespritzt.
Im Falle der zweiten bevorzugten Ausführungsform wird
die Dichtung um seitliche Flansche der Wandungsteile gespritzt.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung und aus den beigefügten Zeichnungen, auf
die Bezug genommen wird. In den Zeichnungen zeigen jeweils in perspektivischer Ansicht:
- Figur 1 eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Luftkanals
in vereinfachter Darstellung;
- Figur 2 die wesentlichen Komponenten des Luftkanals aus Figur 1;
- Figur 3 eine vergrößerte Darstellung des Details X aus Figur 2; und
- Figur 4 eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Luftkanals.
Die in den Figuren 1 und 2 sehr vereinfacht dargestellte
erste Ausführungsform 10 des erfindungsgemäßen Luftkanals besteht
im wesentlichen aus einem unteren Wandungsteil 12 und einem oberen Wandungsteil
14, die zusammen eine einen Kanal 16 umgebende Wandung bilden, sowie einer Dichtung
in Form von zwei Dichtungsleisten 18, 20. Das untere Wandungsteil 12 ist aus einem
vergleichsweise harten Kunststoff, z.B. PP, das obere Wandungsteil 14 aus einem
vergleichsweise weichen Kunststoff, z.B. PE-LD, gebildet. Wie in der Detailansicht
der Figur 3 zu erkennen ist, weist eines der Wandungsteile Rastnasen 22 auf, die
in passende Rastaufnahmen 24 des anderen Wandungsteils eingreifen. Die dadurch gebildeten
Rastverbindungen erleichtern die Handhabung bei der weiter unten noch genauer beschriebenen
Fertigung des Luftkanals 10.
Wie aus Figur 2 hervorgeht, weisen beide Wandungsteile
12, 14 seitliche Flansche 26, 28 bzw. 30, 32 mit Nuten 34, 36 bzw. 38, 40 auf, in
die die Dichtungsteile 18, 20 eingefügt sind. Die Dichtungsteile 18, 20 erstrecken
sich im wesentlichen über die gesamte Länge des Luftkanals 10 und weisen
mehrere kegelförmige Vorsprünge 42 auf, die in entsprechende Ausnehmungen
44 der Flansche 26, 28, 30, 32 eingreifen. Die Vorsprünge 42 dienen insbesondere
zur relativen Fixierung der beiden Wandungsteile 12, 14.
Die Herstellung des Luftkanals 10 erfolgt in einem Mehrkomponenten-Spritzgußverfahren.
Zunächst werden die beiden Wandungsteile 12, 14 in entsprechenden Formwerkzeugkavitäten
aus unterschiedlich hartem Kunststoff gespritzt. Die beiden Wandungsteile 12, 14
werden dann miteinander verrastet und als lose verbundene Einheit in eine weitere
Kavität eingesetzt. Nun werden die Dichtungsleisten 18, 20 in die Nuten 34,
36, 38, 40 eingespritzt, wobei auch Dichtmaterial in die Ausnehmungen 44 der Flansche
26, 28, 30, 32 gepreßt wird. Auf diese Weise entstehen die als Fixierhilfe
dienenden kegelförmigen Vorsprünge 42.
Die gespritzte Dichtung hat nicht nur eine Dichtfunktion,
sondern sorgt auch für die endgültige Befestigung der beiden Wandungsteile
12, 14 aneinander.
Die Herstellung des Luftkanals 10 kann alternativ in einem
Einkomponentenverfahren erfolgen. Der Ablauf des Einkomponentenverfahrens unterscheidet
sich nicht wesentlich vom Mehrkomponentenverfahren.
Der fertige Luftkanal 10 wird so in den Motorraum eines
Kraftfahrzeugs eingebaut, daß das härtere untere Wandungsteil 12 der Motorhaube
des Kraftfahrzeugs abgewandt und das weichere obere Wandungsteil 14 der Motorhaube
zugewandt ist. Die Befestigung des Luftkanals 10 im Motorraum erfolgt über
das stabilere, untere Wandungsteil 12.
In Figur 4 ist eine weitere Ausführungsform 10' des
erfindungsgemäßen Luftkanals mit einem unteren Wandungsteil 12' und einem
oberen Wandungsteil 14' gezeigt. Auch bei dieser Ausführungsform ist das untere
Wandungsteil 12' aus einem vergleichsweise harten Kunststoff und das obere Wandungsteil
14' aus einem vergleichsweise weichen Kunststoff gebildet.
Der wesentliche Unterschied zur ersten Ausführungsform
besteht darin, daß die Dichtungsleisten, von denen in Figur 4 nur eine Leiste
18' zu sehen ist, nicht zwischen den Flanschen der Wandungsteile 12', 14' angeordnet
sind, sondern die Flansche außen umgreifen. Außerdem ist die vertikale
Höhe des weicheren oberen Wandungsteils 14' deutlich größer als die
des harten unteren Wandungsteils 12'.
Die Herstellung erfolgt nach dem gleichen Prinzip wie bei
der ersten Ausführungsform.
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| Anspruch[de] |
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Luftkanal für ein Kraftfahrzeug, mit einer einen Kanal (16) umgebenden
Wandung, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung ein erstes Wandungsteil
(12; 12') aus einem härteren Material und ein zweites Wandungsteil (14; 14')
aus einem weicheren Material aufweist.
Luftkanal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß -
bezogen auf die Einbaulage im Kraftfahrzeug - das erste Wandungsteil (12; 12') ein
der Motorhaube des Kraftfahrzeugs abgewandtes unteres Wandungsteil (12; 12') und
das zweite Wandungsteil ein der Motorhaube zugewandtes oberes Wandungsteil (14;
14') ist.
Luftkanal nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das erste Wandungsteil (12; 12') aus PP gebildet ist.
Luftkanal nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Wandungsteil (14; 14') aus PE-LD gebildet ist.
Luftkanal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Wandungsteile (12, 14; 12', 14') durch eine Dichtung (18,
20; 18') relativ zueinander abgedichtet sind, die gleichzeitig zur Befestigung der
beiden Wandungsteile (12, 14; 12', 14') aneinander beiträgt.
Luftkanal nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Dichtung (18, 20) zwischen seitlichen Flanschen (26, 28, 30, 32) der Wandungsteile
(12, 14) angeordnet ist.
Luftkanal nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Dichtung (18, 20) Vorsprünge (42) aufweist, die in entsprechende Ausnehmungen
(44) wenigstens eines Flansches (26, 28, 30, 32) eingreifen.
Luftkanal nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Vorsprünge (42) im wesentlichen kegelförmig sind.
Luftkanal nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Dichtung (18') seitliche Flansche der Wandungsteile (12', 14') umgreift.
Luftkanal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Wandungsteile (12, 14; 12', 14') miteinander verrastet sind.
Verfahren zur Herstellung eines Luftkanals gemäß einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Dichtung
gespritzt wird, die zur Befestigung der beiden Wandungsteile aneinander beiträgt.
Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
die Dichtung zwischen seitlichen Flanschen der Wandungsteile eingespritzt wird.
Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
die Dichtung um seitliche Flansche der Wandungsteile gespritzt wird.
Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Wandungsteile aus unterschiedlich harten Werkstoffen gespritzt
werden.
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Patent Zeichnungen (PDF)
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