Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues, katalytisches
Verfahren zur Herstellung von aliphatischen geradkettigen und &bgr;-alkylverzweigten
Carbonsäuren aus Aldehyden durch Oxidation mit Sauerstoff oder Sauerstoff enthaltenden
Gasen.
Aldehyde werden in großem Umfang als Ausgangsstoffe
für die Herstellung von Carbonsäuren eingesetzt. Die Vorzugsstellung für
diese Verwendung verdanken Aldehyde ihrer hohen Verfügbarkeit nach einer Reihe,
auch industriell genutzter Prozesse. Überdies läßt sich die Carbonylgruppe
der Aldehyde leicht in die Carboxylgruppe umwandeln. Im Rahmen technisch ausgeübter
Verfahren erfolgt die Umsetzung von Aldehyden zu Carbonsäuren vorwiegend in
Anwesenheit von Katalysatoren. Als Katalysatoren kommen vorwiegend Salze von Übergangsmetallen
in Betracht, insbesondere Salze des Kobalts und des Mangans sowie des Chroms, Eisens,
Kupfers, Nickels, Silbers und Vanadiums. Dennoch ist die Carbonsäurebildung
aus Aldehyden, selbst bei Einhaltung optimaler Temperaturbedingungen, häufig
mit Neben- und Abbaureaktionen verbunden.
J. Prakt. Chem. Bd. 14 (1961), 71-83
beschreibt die Oxidation von Isononanal in Gegenwart von Kobaltacetat
oder Mangannaphthenat. In Gegenwart des Mangan enthaltenden Katalysators beträgt
bei einer Reaktionstemperatur von 60°C die Ausbeute an Isononansäure nur
ca. 70%.
Nach dem in der
DE-OS 30 29 700
beschriebenen Verfahren werden zur Herstellung von aliphatischen Monocarbonsäuren
mit 6 bis 9 Kohlenstoffatomen die entsprechenden Aldehyde mit Sauerstoff in reiner
Form oder mit Luft oxidiert. Als Katalysator wirkt eine Kombination von Mangan-
und Kupferverbindungen, die in der Säure löslich sind. Die Metalle liegen
in einer Menge von je etwa 10 bis etwa 2000 ppm, vorzugsweise 200 bis 600 ppm Mangan
und Kupfer, bezogen auf das Gewicht des flüssigen Reaktionsgemischs, vor. Das
Molverhältnis von Mangan zu Kupfer beträgt 5:1 bis 0,5:1. Die Umsetzung
der Ausgangsstoffe erfolgt in flüssiger Phase bei Temperaturen von etwa 50
bis 80°C und Drücken im Bereich von etwa 1,4 bis 10,3 bar. Als Hauptschwierigkeit
dieses Verfahrens wird in der Prozessbeschreibung die Anwesenheit von Kupfer- und
auch Manganverbindungen im Reaktionsprodukt, d.h. in der Carbonsäure, geschildert.
Zur Entfernung der Metalle sind aufwendige Reinigungsmaßnahmen erforderlich,
beispielsweise ihre Ausfällung mit wässriger Oxalsäure.
Das in der
US-Patentschrift 4 487 720
offenbarte Verfahren zur Herstellung von C5- bis C9-Monocarbonsäuren
durch Oxidation von Aldehyden der gleichen Kohlenstoffatom-Zahl mit reinem Sauerstoff
oder mit Luft arbeitet ebenfalls mit Kupfer- und Manganverbindungen als Katalysatoren.
Die Gesamtmenge der Metalle erstreckt sich über einen Bereich von 10 bis 200
ppm, bezogen auf das Gesamtgewicht der aus Aldehyd, Säure und Katalysator bestehenden
Lösung. Mangan und Kupfer werden in einem Molverhältnis von etwa 3:1 bis
etwa 1:1 eingesetzt. Als Nachteil dieser Arbeitsweise wird die Bildung von Kupferfilmen
beschrieben, die bei der destillativen Reinigung der Säure auftreten und mechanische
Schäden in der Destillationsapparatur zur Folge haben. Um dieses Problem zu
vermeiden wird empfohlen, die Destillation in Gegenwart von Sauerstoff durchzuführen.
Gegenstand der bekanntgemachten
deutschen Patentanmeldung 26 04 545
ist die Herstellung von Alkylcarbonsäuren der allgemeinen Formel
CnH2n+1COOH, in der n einen Wert von 2 bis 18 bedeutet, durch
Hydroformylierung, auch bekannt unter der Bezeichnung Oxosynthese, eines Olefins
der allgemeinen Formel CnH2n und durch unmittelbare Oxidation
des bei der Hydroformylierung anfallenden Reaktionsgemisches. Unmittelbar heißt
in diesem Zusammenhang, daß die vorherige Aufarbeitung des Hydroformylierungsgemischs
unterbleibt und die nachfolgende Oxidationsreaktion in Gegenwart von Rhodium erfolgt.
Das bekannte Oxidationsverfahren dient insbesondere zur Herstellung von Gemischen
isomerer C9-C16-Fettsäuren. Als Ausgangsolefine für
die Oxosynthese kommen bevorzugt die Dimere und Trimere des Propens und der Butene
in Betracht, darunter vor allem das dimere Isobuten (2,4,4-Trimethylpenten-1). Beide
Einzelumsetzungen des zweistufigen Verfahrens, d.h. sowohl die Hydroformylierung
als auch die Oxidation, werden durch Rhodium in Form seiner Verbindungen katalysiert.
Maßgebend für die Rhodium-Konzentration in dem der Oxidation unterworfenen
Reaktionsgemisch ist daher der relativ hohe Rhodiumanteil im Hydroformylierungsprodukt.
Um die Wirtschaftlichkeit des Gesamtprozesses sicherzustellen ist es erforderlich,
das Edelmetall durch geeignete Maßnahmen möglichst vollständig aus
dem Endprodukt des Prozesses, der Carbonsäure, wiederzugewinnen. Überdies
ist nicht auszuschließen, dass durch Rhodium in der vorliegenden Konzentration
während des Oxidationsvorganges unerwünschte Nebenreaktionen begünstigt
werden, denn die Carbonsäure-Ausbeute ist, wie die Beispiele zeigen, für
eine technische Nutzung des Verfahrens unzureichend.
LARKIN berichtet in
J.Org.Chem. 1990, 55, S. 1563 ff
., dass die Gegenwart von Katalysatoren bei der kommerziell ausgeführten
Oxidation von Aldehyden zu Carbonsäuren deshalb für notwendig erachtet
wird, weil im Reaktionsgemisch Spuren von Metallsalzen enthalten sind, die Nebenreaktionen
katalysieren können. Die Bildung der Metallsalze geht auf die Korrosion metallischer
Anlagenteile zurück. Aufgabe der Katalysatoren ist es, die Wirkung der Korrosionsprodukte
zu überkompensieren.
Auch in
Ullmanns Encyklopädie der technischen Chemie, 4. Auflage 1975, Band 9
, wird mehrfach auf den negativen Einfluss metallischer Verunreinigungen
in den zur Oxidation eingesetzten Ausgangsaldehyden hingewiesen. So führen
z.B. im Butyraldehyd gelöste Eisen- und Kobaltsalze bei dessen Oxidation zu
Buttersäure zu einem erhöhten Anfall von Nebenprodukten (1.c., Seite 142,
linke Spalte) und bei der Oxidation von 2-Ethylhexanal zu 2-Ethylhexansäure
beschleunigen Schwermetallionen die Decarbonylierung des Ausgangsaldehyds zu Heptan
(1.c., Seite 144, linke Spalte).
Es gibt Hinweise im Stand der Technik, nach denen die Wirkung
von Katalysatorzusätzen von der Struktur des für die Oxidation eingesetzten
Aldehyds abhängt. So ist beispielsweise aus
DE 950 007
bekannt, dass die Oxidation von in &agr;-Stellung verzweigten Aldehyden
den Zusatz geringer Mengen von carbonsauren Alkalisalzen erfordert, um die gewünschten
Carbonsäuren in hoher Ausbeute bei gleichzeitig hoher Reinheit zu erhalten.
Nach der Lehre der offengelegten
japanischen Patentanmeldung 53-105413
oxidiert man &agr;-verzweigte aliphatische Aldehyde mit Sauerstoff in
Gegenwart von Lithium- oder Erdalkalimetallverbindungen, die in Mengen von 0,01
bis 10 Gew.-% (bezogen auf das gesamte Reaktionssystem) eingesetzt werden, um &agr;-verzweigte
aliphatische Carbonsäuren herzustellen.
Kennzeichnend für die in der
französischen Patentanmeldung 2 769 624
beschriebene Arbeitsweise ist die Einhaltung niedriger Reaktionstemperaturen,
nämlich Temperaturen zwischen 0 und 25°C. Das Verfahren erfordert ebenfalls
die Gegenwart von Alkalimetall- bzw. Erdalkalimetallverbindungen als Hilfsstoffe.
Es bleibt offen, welche speziellen Wirkungen diese Verbindungen entfalten, d.h.
ob sie, wie bekannt, lediglich die Selektivität der Umsetzung verbessern oder
aber bei den gewählten niedrigen Temperaturen, möglicherweise auch die
Reaktionsgeschwindigkeit erhöhen.
Bei der Oxidation von &agr;-verzweigten Aldehyden, bei
denen das dem Carbonylkohlenstoffatom benachbarte Kohlenstoffatom die Verzweigung
trägt, empfiehlt somit der Stand der Technik den Zusatz geringer Mengen an
Alkalimetallcarboxylaten zur Selektivitätsverbesserung. Ein derartiger Zusatz
ist jedoch aufgrund ihrer inhibierenden Wirkung mit einer Verlängerung der
Reaktionszeit verbunden. Unter den &agr;-verzweigten Aldehyden besitzt besonders
2-Ethylhexanal, das in großen Mengen zur 2-Ethylhexansäure weiterverarbeitet
wird, eine wirtschaftliche Bedeutung.
Die Oxidation von Aldehyden, die in &bgr;-Position, das
heißt an dem, bezogen auf das Carbonylkohlenstoffatom, übernächsten
Kohlenstoffatom die Verzweigung tragen, kann ebenfalls unter Katalysatorzusatz erfolgen.
Einen wirtschaftlich bedeutenden Aldehyd mit einem hohen Anteil an &bgr;-alkylverzweigten
Verbindungen erhält man durch Hydroformylierung von technisch verfügbarem
Diisobuten (2,4,4-Trimethylpenten-1). Die Oxidation in Gegenwart von Rhodium nach
DE-A1-26 04 545
liefert ein Gemisch isomerer C9-Fettsäuren mit einem hohen
Anteil an 3,5,5-Trimethylhexansäure, häufig auch als Isononansäure
bezeichnet. Die Oxidation von &bgr;-alkylverzweigten Aldehyden, beispielsweise
von Isovaleraldehyd, in Gegenwart von Alkali- oder Erdalkalicarboxylaten ist aus
DE-A1-732 720
bekannt.
Lineare Aldehyde lassen sich nach der Lehre gemäß
DE-C1-100 10 771
in Gegenwart von Übergangsmetallen oder deren Verbindungen in die
entsprechenden Carbonsäuren überführen.
Die Patentschrift
DE-C1-100 10 771
offenbart ebenfalls den Einsatz eines Gemisches aus Alkalisalzen und Übergangsmetallen
bei der Oxidation von 2-Methylbutanal als &agr;-verzweigten Aldehyd.
Aus
GB 856,962
ist ein Oxidationsverfahren zur Herstellung von gesättigten aliphatischen
Monocarbonsäuren bekannt, bei dem in Gegenwart eines Gemisches aus Kobalt-
und/oder Mangansalzen mit Alkali- oder Erdalkalisalzen gearbeitet wird, wobei der
Alkali- oder Erdalkalizusatz dem oxidativen Abbau entgegenwirkt. Beispielhaft wird
die Oxidation von Propionaldehyd beschrieben, wobei Kobalt oder Mangan oder ein
Gemisch davon in einer Menge von 0,00001 bis 1,0 mol je mol Propionaldehyd zugegen
sind.
Die noch nicht veröffentlichte deutsche Patentanmeldung
mit dem amtlichen Aktenzeichen
10 2004 055 252.5-44
behandelt die katalytische Oxidation von aliphatischen geradkettigen und
von &bgr;-alkylverzweigten Aldehyden mit 5 bis 13 Kohlenstoffatomen zu den entsprechenden
Carbonsäuren. Kennzeichnend für dieses katalytische Oxidationsverfahren
ist der Einsatz eines Katalysatorsystems aus einem Gemisch aus Alkali- oder Erdalkalimetallcarboxylaten
in einer Menge von 1-10 mmol, berechnet als Alkali- oder Erdalkalimetall, je Mol
eingesetztem Aldehyd, und von 0,1 bis 5,0 ppm eines Metalls der Gruppen 5 bis 11
des Periodensystems der Elemente oder seiner Verbindungen oder eines Gemisches solcher
Metalle sowie seiner Verbindungen. Die ppm-Angaben, berechnet als Übergangsmetall,
beziehen sich auf eingesetzten Aldehyd.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, dass sich
das Oxidationsverfahren gemäß der
deutschen Patentanmeldung 10 2004 055 252.5-44
bezüglich Aldehydumsatz bei hoher Selektivität zu den entsprechenden
Carbonsäuren nochmals verbessern lässt, wenn das Katalysatorsystem aus
dem Gemisch aus Alkali- oder Erdalkalimetallcarboxylaten und Übergangsmetallen
der Gruppen 5 bis 11 des Periodensystems der Elemente nicht als Frischkatalysator,
sondern als Umsetzungsprodukt aus einer Aldehydoxidationsreaktion eingesetzt wird.
Die Herstellung dieses Umsetzungsprodukts in einer Aldehydoxidationsreaktion kann
man auch als Präformierung oder Aktivierung des Katalysatorsystems ansehen.
Nach Beendigung der Aldehydoxidationsreaktion werden die gebildete Carbonsäure,
unumgesetzter Ausgangsaldehyd sowie weitere flüchtige Bestandteile destillativ
abgetrennt und der das Umsetzungsprodukt enthaltende Destillationsrückstand
für die eigentliche Aldehydoxidationsreaktion eingesetzt.
Weiterhin wurde überraschenderweise gefunden, dass
sich der vorteilhafte Effekt der Präformierung des Katalysatorsystems auf das
Oxidationsverhalten von Aldehyden nicht nur auf ein Katalysatorsystem, enthaltend
Alkali- oder Erdalkalimetallcarboxylate und Übergangsmetalle der Gruppen 5
bis 11 des Periodensystems beschränkt, sondern auch bei Katalysatorsystemen
beobachtet wird, die Metalle oder Metallverbindungen der Gruppen 4 und 12 des Periodensystems
der Elemente sowie Cer oder Lanthan enthalten.
Die vorliegende Erfindung betrifft daher ein katalytisches
Verfahren zur Herstellung von aliphatischen geradkettigen und von &bgr;-alkylverzweigten
Carbonsäuren mit 5 bis 13 Kohlenstoffatomen durch Oxidation der entsprechenden
Aldehyde mit Sauerstoff oder Sauerstoff enthaltenden Gasgemischen bei 20 bis 100°C
in der Flüssigphase, dadurch gekennzeichnet, dass die Oxidation der Aldehyde
in Gegenwart eines Katalysatorsystems erfolgt, das das Umsetzungsprodukt aus einer
Aldehydoxidationsreaktion ist, in der die Aldehydoxidationsreaktion in Gegenwart
von Alkali- oder Erdalkalimetallcarboxylaten oder eines Gemisches davon in einer
Menge, berechnet als Alkali- oder Erdalkalimetall, von jeweils 0,5 mmol bis jeweils
5 mmol je mol eingesetztem Aldehyd, und von 0,05 bis 5,0 ppm eines Metalls der Gruppen
4 bis 12 des Periodensystems der Elemente, Cer oder Lanthan oder der entsprechenden
Menge einer Verbindung eines solchen Metalls oder eines Gemisches solcher Metalle
und/oder Metallverbindungen, bezogen auf eingesetzten Aldehyd, erfolgt.
Überraschenderweise gelingt es, aliphatische geradkettige
oder &bgr;-alkylverzweigte Aldehyde mit reinem Sauerstoff oder Sauerstoff enthaltenden
Gasgemischen bei hoher Selektivität und gleichzeitig erhöhtem Umsatz zu
den entsprechenden Carbonsäuren umzusetzen, wenn man in Gegenwart eines Katalysatorsystems
arbeitet, das geringe Mengen an Alkali- oder Erdalkalimetallcarboxylaten und geringe
Mengen ausgewählter Metalle oder Verbindungen dieser Metalle enthält,
das das Umsetzungsprodukt aus einer Aldehydoxidationsreaktion ist.
Wesentliches Merkmal des neuen Verfahrens ist der Einsatz
eines Katalysatorsystems, enthaltend Alkali- oder Erdalkalimetallcarboxylate oder
eines Gemisches davon und die katalytisch wirksamen Metalle in Form ihrer Umsetzungsprodukte
aus einer Aldehydoxidationsreaktion. Es hat sich überraschenderweise gezeigt,
dass ein Katalysatorsystem, das in Form seines Umsetzungsproduktes aus einer Aldehydoxidation
eingesetzt wird, bei hoher Selektivität zu der gewünschten Carbonsäure
eine deutliche Umsatzsteigerung bei der Aldehydoxidation bewirkt, so dass insgesamt
höhere Ausbeuten an den gewünschten Carbonsäuren erzielt werden,
gegenüber einem Verfahren, in dem mit einem Frischkatalysatorsystem, hergestellt
aus Metallen, vorzugsweise in feinverteilter Form, oder aus handelsüblichen
Metallsalzen, beispielsweise aus Acetaten, Acetylacetonaten, Metallcarbonylen, Carbonaten,
Halogeniden, Sulfaten oder aus Metalloxiden, gearbeitet wird.
Die Herstellung des Katalysatorsystems in Form seines Umsetzungsprodukts
erfolgt in einer separaten Aldehydoxidationsreaktion, wobei vorzugsweise der Aldehyd
oxidiert wird, der auch in der eigentlichen Oxidationsstufe als Ausgangsprodukt
dient. Die Herstellung dieses Umsetzungsprodukts und die eigentliche Oxidationsreaktion
erfolgen ebenfalls vorzugsweise unter gleichen Reaktionsbedingungen, wobei der Einsatz
unterschiedlicher Aldehyde und die Einstellung unterschiedlicher Reaktionsbedingungen
bei der Herstellung des Umsetzungsprodukts und der davon separaten eigentlichen
Oxidationsreaktion nicht ausgeschlossen sind.
Nach erfolgter separater Umsetzung der eingesetzten Metalle
in der Aldehydoxidationsreaktion, die man auch als Präformierung oder Aktivierung
des Katalysatorsystems bezeichnen kann, werden aus dem Reaktionsgemisch die gebildete
Carbonsäure, unumgesetzter Ausgangsaldehyd und weitere flüchtige Bestandteile
abdestilliert und der das Umsetzungsprodukt enthaltende Destillationsrückstand
für die nachfolgende, eigentliche Aldehydoxidationsreaktion eingesetzt.
Den bei der destillativen Aufarbeitung des rohen Carbonsäuregemischs
aus der nachfolgenden, eigentlichen Aldehydoxidationsreaktion anfallenden Katalysator
haltigen Rückstand kann man anschließend als Katalysator für die
nächste Aldehydoxidationsreaktion wieder einsetzen. Eine besondere Reinigung
des Katalysatorsystems für den Wiedereinsatz ist nicht erforderlich. Das im
Destillationsrückstand enthaltene Katalysatorsystem der eigentlichen Oxidationsreaktion
kann somit auch als Umsetzungsprodukt aus der Aldehydoxidationsreaktion aufgefasst
werden.
Bei der Herstellung des Umsetzungsprodukts aus der Aldehydoxidationsreaktion
betragen je mol Aldehyd die eingesetzten Mengen an Alkali- oder Erdalkalimetallcarboxylaten,
berechnet als Alkali- oder Erdalkalimetall, jeweils 0,5 mmol bis zu jeweils 5 mmol.
Die Gesamtmenge an zugesetzten Alkali- oder Erdalkalimetallcarboxylaten,
auch in Form ihrer Gemische, sollte den maximalen Gesamtwert von 5 mmol Alkali-
und/oder Erdalkalimetall, bezogen auf 1 mol Aldehyd, nicht übersteigen.
Besonders hohe Ausbeuten erzielt man, wenn man je mol Aldehyd
jeweils 1 bis jeweils 5 und insbesondere jeweils 1 bis jeweils 3 mmol Alkali- oder
Erdalkalimetallcarboxylat, berechnet als Alkali- oder Erdalkalimetall, zusetzt.
Es ist nicht erforderlich, die Alkali- oder Erdalkalimetallcarboxylate
als einheitliche Verbindung einzusetzten. Es ist ebenfalls möglich, Gemische
dieser Verbindungen sowie Gemische von Alkali- und Erdalkalimetallcarboxylaten,
zu verwenden, wobei man jedoch zweckmäßigerweise die Carboxylate der bei
der Oxidation entstehenden Carbonsäuren verwendet. Vorzugsweise setzt man jedoch
einheitliche Verbindungen ein, beispielsweise Lithium-, Kalium-, Natrium-, Magnesium-,
Calcium- oder Bariumcarboxylate, wie zum Beispiel Kaliumisononanoat, Natriumisononanoat,
Calciumisononanoat, Bariumisononanoat, Kaliumpentanoat, Natriumpentanoat, Calciumpentanoat
oder Bariumpentanoat.
Im Allgemeinen stellt man eine Alkali- oder Erdalkalimetallcarboxylat
enthaltende Lösung durch Neutralisation einer wässrigen die Alkali- oder
Erdalkalimetallverbindung enthaltenden Lösung mit einem Überschuß
an der jeweils gewünschten Carbonsäure her und setzt diese Lösung
bei der Herstellung des Umsetzungsprodukts aus der Aldehydoxidationsreaktion dem
zu oxidierenden Aldehyd zu. Als Alkali- oder Erdalkalimetallverbindungen eignen
sich besonders die Hydroxide, Carbonate oder Hydrogencarbonate.
Es ist aber auch möglich, die Alkali- oder Erdalkalimetallcarboxylate
im Reaktionsgemisch zu erzeugen, indem man ihm Alkali- oder Erdalkalimetallverbindungen
zusetzt, die unter den Reaktionsbedingungen in die Carboxylate überführt
werden. Beispielweise lassen sich Alkali- oder Erdalkalimetallhydroxide, -carbonate,
-hydrogencarbonate oder -oxide in dem erfindungsgemäßen Verfahren einsetzen.
Ihr Zusatz kann entweder in fester Form oder als wässrige Lösung erfolgen.
Bei der Herstellung des Umsetzungsprodukts aus der Aldehydoxidationsreaktion
wird dem Oxidationsgemisch neben dem Alkali- oder Erdalkalimetallcarboxylat erfindungsgemäß
mindestens ein Metall aus den Gruppen 4 bis 12 des Periodensystems der Elemente
(in der Fassung der IUPAC-Empfehlung von 1985), Cer oder Lanthan oder mindestens
eine Verbindung eines solchen Metalls, zugesetzt. Verwendet man Metalle in elementarer
Form als Katalysatoren, so empfiehlt es sich, sie in feiner Verteilung dem Reaktionsgemisch
hinzuzufügen. Statt der Metalle in elementarer Form können auch Verbindungen
der Metalle als Katalysatoren Anwendung finden. Die Art der Verbindungen unterliegt
dabei keiner Beschränkung. Sofern nicht besondere Gründe vorliegen, wird
man jedoch solche Verbindungen bevorzugen, die im Reaktionsmedium von Anfang an
löslich sind, um eine Verzögerung des Reaktionseintritts durch vorherige
Bildung einer löslichen und damit besonders aktiven Metallverbindung zu vermeiden.
Zu den katalytisch, bereits in sehr geringer Menge wirksamen
Metallen der 4. bis 12. Gruppe zählen Titan, Vanadium, Chrom, Molybdän,
Eisen, Kobalt, Nickel, Ruthenium, Rhodium, Palladium, Kupfer, Zink, vorzugsweise
Chrom, Titan, Eisen, Kupfer, Zink und insbesondere Titan, Eisen und Chrom. Ebenfalls
haben sich Cer und Lanthan als aktive Metalle erwiesen. Als im Reaktionsgemisch
lösliche Verbindungen verwendet man Salze, insbesondere Salze organischer Säuren,
wobei Carboxylate der Säuren bevorzugt werden, die das Ergebnis der separaten,
eigentlichen Aldehydoxidationsreaktion sind. Andere geeignete Verbindungen der erfindungsgemäß
eingesetzten Metalle sind Komplexverbindungen, z.B. Acetylacetonate, Metallcarbonyle
oder handelsübliche Metallsalze wie Acetate, Carbonate, Halogenide, Sulfate
oder Metalloxide oder Metallalkoholate.
Für die Herstellung des Umsetzungsprodukts aus der
Aldehydoxidationsreaktion ist es nicht erforderlich, die katalytisch wirksamen Metalle
oder die katalytisch wirksamen Metalle enthaltenden Verbindungen als reine Substanzen
einzusetzen. Vielmehr können auch Gemische der genannten Metalle bzw. der Metallverbindungen
und ebenso auch Gemische aus Metallen und Metallverbindungen für die Herstellung
des präformierten Katalysatorsystems eingesetzt werden.
Bei der Herstellung des Umsetzungsprodukts aus der Aldehydoxidationsreaktion
ist ein maximales Gewichtsverhältnis zwischen Metall und zu oxidierendem Aldehyd
einzuhalten. Erfindungsgemäß ist die obere Grenze dieses Verhältnisses
5 ppm, d.h. 5 Gew.-Teile Katalysatormetall je 106 Gew.-Teile Aldehyd.
Es hat sich besonders bewährt, auf 106 Gew.-Teile Aldehyd 0,1 bis
3 Gew.-Teile Katalysatormetall und vorzugsweise 0,1 bis 2 Gew.-Teile Katalysatormetall
anzuwenden. Die vorstehend beschriebenen Verhältnisse zwischen Katalysatormetall
und Aldehyd gelten auch bei Verwendung von Metallverbindungen, d.h. die Menge der
einzusetzenden Verbindung bemisst sich nach ihrem Metallgehalt. Entsprechendes gilt
bei Einsatz von Mischungen verschiedener katalytisch wirksamer Metalle bzw. Metallverbindungen
und von Mischungen aus Metallen und Metallverbindungen.
Die Herstellung des Umsetzungsprodukts aus der Aldehydoxidationsreaktion
erfolgt in einem Temperaturbereich von 20 bis 100°C. Vorzugsweise arbeitet
man zwischen 20 und 80°C, insbesondere zwischen 40 und 80°C. Die Temperaturführung,
konstante oder variable Temperatur, kann den individuellen Erfordernissen des Ausgangsmaterials
und den Reaktionsgegebenheiten angepaßt werden.
Die Umsetzung der Reaktionspartner erfolgt bevorzugt bei
Atmosphärendruck. Die Anwendung erhöhten Drucks ist jedoch nicht ausgeschlossen.
Üblicherweise arbeitet man in einem Bereich von Atmosphärendruck bis 1,0
MPa, vorzugsweise bei Atmosphärendruck bis 0,8 MPa.
Die zur Herstellung des Umsetzungsprodukts aus der Aldehydoxidationsreaktion
erforderliche Reaktionszeit hängt unter anderem ab von deren Reaktionstemperatur,
der Art der Einsatzstoffe und dem Mengenverhältnis der Reaktanten zueinander.
Normalerweise beträgt sie 30 Minuten bis 20 Stunden, insbesondere 2 bis 8 Stunden.
Anschließend wird das Reaktionsgemisch destilliert
und die bereits erhaltene, gewünschte Carbonsäure abgetrennt. Ebenfalls
destillativ abgetrennte Restmengen von Aldehyd lassen sich in der eigentlichen,
separaten Aldehydoxidationsreaktion wieder einsetzen. Bei der Destillation wird
im Allgemeinen soweit eingeengt, dass der anfallende Destillationsrückstand,
der das Umsetzungsprodukt aus der Aldehydoxidationsreaktion, also das aktivierte
Katalysatorsystem, gelöst enthält, noch technisch handhabbar ist, beispielsweise
noch ausreichend pumpfähig ist.
Das im Destillationsrückstand enthaltene Umsetzungsprodukt
aus der Aldehydoxidationsreaktion wird anschließend in der eigentlichen Oxidationsreaktion
dem zu oxidierenden Aldehyd, der vorzugsweise der gleiche Aldehyd ist, der bei der
Herstellung des Umsetzungsprodukts aus der Aldehydoxidationsreaktion verwendet wird,
zugesetzt.
Die angewandten Metallmengen sowie die Gewichtsverhältnisse
zwischen Metall und zu oxidierendem Aldehyd entsprechen dabei den Mengen und Verhältnissen,
mit denen man auch bei der Herstellung des Umsetzungsprodukts aus der Aldehydoxidationsreaktion
arbeitet.
In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens kann man bei der Herstellung des Umsetzungsprodukts aus der Aldehydoxidationsreaktion
auch mit einer Menge an Alkali- oder Erdalkalimetallen und an katalytisch wirksamen
Metallen der 4. bis 12. Gruppe des Periodensystems der Elemente, sowie Cer oder
Lanthan arbeiten, die bis zu der fünffachen, vorzugsweise bis zu der dreifachen
Metallmenge beträgt, die bei dem unmittelbaren Einsatz des Umsetzungsprodukts
aus der Aldehydoxidationsreaktion für die nachfolgende eigentliche Aldehydoxidationsreaktion
erforderlich ist. Bei dieser Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird nach destillativer Abtrennung der gebildeten Carbonsäure, des unumgesetzten
Restaldehyds sowie weiterer flüchtiger Bestandteile, der angefallene Destillationsrückstand
nicht insgesamt, sondern in einer solchen Menge für die nachfolgende, eigentliche
Aldehydoxidationsreaktion eingesetzt, bei der der Metallgehalt in dem zu oxidierenden
Aldehyd in dem Bereich liegt, den man einstellt, wenn man das Umsetzungsprodukt
aus der Aldehydoxidationsreaktion unmittelbar für die nachfolgende, eigentliche
Aldehydoxidationsreaktion einsetzt.
Die vorliegende Erfindung betrifft daher ebenfalls ein
katalytisches Verfahren zur Herstellung von aliphatischen geradkettigen und von
&bgr;-alkylverzweigten Carbonsäuren mit 5 bis 13 Kohlenstoffatomen durch
Oxidation der entsprechenden Aldehyde mit Sauerstoff oder Sauerstoff enthaltenden
Gasgemischen bei 20 bis 100°C in der Flüssigphase, dadurch gekennzeichnet,
dass die Oxidation der Aldehyde in Gegenwart eines Katalysatorsystems erfolgt, das
das Umsetzungsprodukt aus einer Aldehydoxidationsreaktion ist, in der die Aldehydoxidationsreaktion
in Gegenwart von Alkali- oder Erdalkalimetallcarboxylaten oder eines Gemisches davon
in einer Menge, berechnet als Alkali- oder Erdalkalimetall, von jeweils 2,5 mmol
bis jeweils 25 mmol je mol eingesetztem Aldehyd, und von 0,25 bis 25 ppm eines Metalls
der Gruppen 4 bis 12 des Periodensystems der Elemente, Cer oder Lanthan oder der
entsprechenden Menge einer Verbindung eines solchen Metalls oder eines Gemisches
solcher Metalle und/oder Metallverbindungen, bezogen auf eingesetzten Aldehyd, erfolgt,
und das in einer solchen Menge für die Oxidation der Aldehyde eingesetzt wird,
dass die Oxidation der Aldehyde in Gegenwart von Alkali- oder Erdalkalimetallcarboxylaten
oder eines Gemisches davon in einer Menge, berechnet als Alkali- oder Erdalkalimetall,
von jeweils 0,5 mmol bis jeweils 5 mmol je mol eingesetztem Aldehyd, und von 0,05
bis 5,0 ppm eines Metalls der Gruppen 4 bis 12 des Periodensystems der Elemente,
Cer oder Lanthan oder der entsprechenden Menge einer Verbindung eines solchen Metalls
oder eines Gemisches solcher Metalle und/oder Metallverbindungen, bezogen auf eingesetzten
Aldehyd, erfolgt.
Vorzugsweise betragen die eingesetzten Mengen an Alkali-
oder Erdalkalimetallcarboxylaten, berechnet als Alkali- oder Erdalkalimetall, jeweils
1,5 mmol bis jeweils 15 mmol je mol eingesetztem Aldehyd bei der Herstellung des
Umsetzungsprodukts aus der Aldehydoxidationsreaktion. Die katalytisch aktiven Metalle
der Gruppen 4 bis 12 des Periodensystems der Elemente, Cer oder Lanthan sind vorzugsweise
in einer Menge von 0,15 bis 15 ppm, bezogen auf eingesetzten Aldehyd, zugegen.
Nach erfolgter Katalysatorpräformierung und destillativer
Abtrennung von Carbonsäure, Restaldehyd und flüchtigen Komponenten, wird
von dem angefallenen Destillationsrückstand eine Teilmenge für die eigentliche
Aldehydoxidationsreaktion eingesetzt. Diese Teilmenge ist so bemessen, dass, die
vorliegenden Mengen an Alkali- oder Erdalkalimetallcarboxylaten und an Übergangsmetallen
der Gruppen 4 bis 12 des Periodensystems der Elemente, Cer oder Lanthan, bezogen
auf zu oxidierenden Aldehyd, den Mengen und bevorzugten Mengen entsprechen, die
man verwendet, wenn man das Umsetzungsprodukt aus der Aldehydoxidationsreaktion
unmittelbar für die nachfolgende, eigentliche Aldehydoxidationsreaktion einsetzt.
Die angewandten Metallmengen stellen eine, auch für
technische Bedürfnisse, ausreichende Reaktionsgeschwindigkeit sicher. Sie geben
jedoch nicht zu unerwünschten Nebenreaktionen Anlass, so dass die Aldehyde
nahezu ausschließlich in die ihnen entsprechenden Carbonsäuren umgewandelt
werden. Überdies sind die eingesetzten Metallmengen so gering, dass sie weder
unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit des Verfahrens, z.B. bei Verwendung teurer
Edelmetalle, noch im Hinblick auf die für die verschiedenen Anwendungsgebiete
geforderte Reinheit der Carbonsäuren, aus dem Reaktionsprodukt wiedergewonnen
bzw. entfernt werden müssen.
Auch entsprechen die gewählten Temperatur- und Druckbereiche
in der eigentlichen, nachfolgenden Aldehydoxidationsreaktion die den in der Herstellung
der Umsetzungsprodukte aus der Aldehydoxidationsreaktion angewandten Bedingungen.
Man führt somit die Oxidation von aliphatischen geradkettigen
und von &bgr;-alkylverzweigten Aldehyden mit 5 bis 13 Kohlenstoffatomen vorzugsweise
bei Temperaturen im Bereich von 20 bis 80°C, insbesondere 40 bis 80°C,
und bei Drücken im Bereich von Atmosphärendruck bis 1,0 MPa, vorzugsweise
bei Atmosphärendruck bis 0,8 MPa durch.
Die erforderliche Reaktionszeit in der Oxidationsreaktion
hängt unter anderem ab von der Reaktionstemperatur, der Art der Einsatzstoffe
und dem Mengenverhältnis der Reaktanten zueinander. Normalerweise beträgt
sie 30 Minuten bis 20 Stunden, insbesondere 2 bis 8 Stunden.
Als Oxidationsmittel verwendet man bei der Herstellung
des Umsetzungsprodukts aus der Aldehydoxidationsreaktion und in der eigentlichen,
separaten Aldehydoxidationsreaktion molekularen Sauerstoff oder Gasgemische, die
molekularen Sauerstoff enthalten. Weitere Bestandteile derartiger Gasgemische sind
inerte Gase, z.B. Stickstoff, Edelgase und Kohlendioxid. Der Anteil der inerten
Bestandteile des Sauerstoff enthaltenden Gasgemisches beträgt bis zu 90 Vol-%,
insbesondere 30 bis 80 Vol-%. Die bevorzugten Oxidationsmittel sind Sauerstoff oder
Luft.
Die Aldehyde können als solche oder gelöst in
einem, unter den Reaktionsbedingungen inerten Lösungsmittel eingesetzt werden.
Beispiele für geeignete Lösungsmittel sind Ketone wie Aceton, Ester, z.B.
Ethylacetat, Kohlenwasserstoffe, z.B. Toluol und Nitrokohlenwasserstoffe wie Nitrobenzol.
Die Konzentration des Aldehyds wird durch seine Löslichkeit in dem Lösungsmittel
begrenzt.
Sowohl der Präformierungsschritt des Katalysatorsystems
als auch die eigentliche Aldehydoxidationsreaktion kann absatzweise oder kontinuierlich
durchgeführt werden. Eine Rückführung nicht umgesetzter Reaktionsteilnehmer
ist in beiden Fällen möglich.
Aus dem nach der Oxidation anfallenden Rohsäuregemisch
wird mittels Destillation unter üblichen Bedingungen die reine Carbonsäure
gewonnen. Der die Alkali- oder Erdalkalimetallcarboxylate und katalytische Metalle
enthaltende Destillationsrückstand wird abgetrennt und kann dem Einsatzaldehyd,
gegebenenfalls nach Zugabe von frischen Alkali- oder Erdalkalimetallcarboxylaten
oder Alkali- oder Erdalkalimetallverbindungen, die unter den Reaktionsbedingungen
in die Carboxylate übergehen, sowie von katalytischem Metall wieder zugeführt
werden.
Nach einer bewährten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens legt man den Aldehyd in Gegenwart der Alkali- oder Erdalkalimetallcarboxylate
zusammen mit dem katalytischen Metall in einem geeigneten Reaktor, z.B. in einem
mit einem Anströmboden versehenen Rohrreaktor, der gegebenenfalls noch Füllkörper
enthält, vor und leitet den Sauerstoff oder das Sauerstoff enthaltende Gasgemisch
von unten durch den Aldehyd. In dem Präformierungsschritt des Katalysatorsystems
wird analog gearbeitet.
Entsprechend einer weiteren Ausführungsform verwendet
man als Reaktor einen Rieselturm, der Füllkörper enthält. Über
die Füllung läßt man den Alkali- oder Erdalkalimetallcarboxylate
sowie katalytisches Metall enthaltenden Aldehyd herabrieseln und leitet in den Turm
gleichzeitig im Gleich- oder Gegenstrom, Sauerstoff oder ein Sauerstoff enthaltendes
Gasgemisch ein.
Im Mittelpunkt des neuen Prozesses steht die Oxidation
von aliphatischen geradkettigen oder &bgr;-alkylverzweigten Aldehyden mit 5 bis
13 Kohlenstoffatomen. Unter &bgr;-alkylverzweigten Aldehyden sind auch solche
Aldehyde zu verstehen, die neben der &bgr;-Alkylverzweigung weitere Seitengruppen
an dem Kohlenstoffatomgerüst tragen. Die Herkunft der Aldehyde ist nicht auf
bestimmte Herstellungsverfahren beschränkt. Aufgrund ihrer leichten Zugänglichkeit
werden durch Oxosynthese, d.h. durch Reaktion von Olefinen mit 4 bis 12 Kohlenstoffatomen
mit Kohlenmonoxid und Wasserstoff gewonnene Aldehyde bevorzugt. In diesem Zusammenhang
ist es nicht entscheidend, welche spezielle Ausführungsform der Oxosynthese
zur Gewinnung der Aldehyde diente, d.h. ob die Reaktion z.B. durch Kobalt oder durch
Rhodium katalysiert wurde, ob man die Metalle allein oder zusammen mit Komplexbildnern
einsetzte und der Katalysator im Reaktionsgemisch homogen gelöst war oder eine
eigene, heterogene Phase bildete.
Besonders eignet sich das erfindungsgemäße Verfahren
zur Herstellung von Isononansäure aus dem Reaktionsprodukt der mit Diisobutylen
durchgeführten Oxosynthese. Das technisch verfügbare Reaktionsprodukt
der Oxosynthese von Diisobutylen enthält als Hauptbestandteil 3,5,5- Trimethylhexanal
sowie geringe Mengen an 3,4,4-, und 3,4,5-Trimethylhexanal. Darüber hinaus
sind geringe Mengen an nicht in &bgr;-Position verzweigten Aldehyden, wie 2,5,5-Trimethylhexanal,
4,5,5-Trimethylhexanal und 6,6-Dimethylheptanal zugegen. Die Oxidation dieses technisch
verfügbaren Gemisches isomerer Nonanale nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren führt bei einer ausgezeichneten selektiven Bildung von Isononansäure
zu einer deutlichen Umsatzsteigerung.
Ebenso ist das erfindungsgemäße Verfahren für
die Oxidation von n-Pentanal, n-Heptanal, n-Nonanal sowie Isovaleraldehyd, zu den
entsprechenden Carbonsäuren in hervorragender Weise geeignet.
In den folgenden Beispielen wird die Herstellung von n-Pentansäure
und Isononansäure nach dem beanspruchten Verfahren beschrieben.
Die Herstellung des Umsetzungsprodukts aus der Aldehydoxidationsreaktion
erfolgt entsprechend der Erfindung in Gegenwart von Alkali- oder Erdalkalimetallcarboxylaten
und von den katalytischen Metallen durch Sauerstoffoxidation des zu oxidierenden
Aldehyds. Nach destillativer Abtrennung der flüchtigen Anteile wird der angefallene
Destillationsrückstand als Katalysatorsystem für die nachfolgende Aldehydoxidationsreaktion
eingesetzt.
Der nach der eigentlichen Aldehydoxidationsreaktion anfallende
Katalysatorrückstand wird für nachfolgende Aldehydoxidationsreaktionen
wieder verwendet.
Die jeweiligen Versuchsergebnisse werden durch die Angaben
folgender Kenngrößen wiedergegeben:
- Aldehyd-Umsatz;
- Selektivität, sie ergibt sich aus dem Carbonsäure-Anteil im Reaktionsprodukt,
bezogen auf umgesetzten Aldehyd;
- Ausbeute an Carbonsäure
Selbstverständlich ist das neue Verfahren nicht auf
die nachstehend beschriebene Ausführungsform beschränkt.
Beispiele
1. Unmittelbarer Einsatz des Umsetzungsprodukts aus der Aldehydoxidationsreaktion
für die Aldehydoxidationsreaktion
Durchführung:
Die Flüssigphasenoxidation von Aldehyd zu Carbonsäure
erfolgte in einem Blasensäulenreaktor aus Glas mit einem Innendurchmesser von
38 mm und 150 cm Länge. Abhängig vom Reaktionsverhalten wurde der Reaktor
mantelseitig durch einen mit einem Wärmetauscher verbundenen Wasserkreislauf
gekühlt oder beheizt und die Innentemperatur auf diese Weise konstant gehalten.
Die Sauerstoffzufuhr erfolgte von unten durch eine mit der Blasensäule verbundene
Glasfilterplatte mit einer maximalen Porenweite von 16-40 µm.
Nach Abschluss der Reaktion wurde die Rohsäure komplett
an einer einfachen Vakuumdestillationsapparatur bei einem Druck von 100 hPa destilliert,
der verbleibende Rückstand mit frischem Aldehyd gemischt und die so anfallende
Lösung nachfolgend oxidiert.
Herstellung des Umsetzungsprodukts aus der Aldehydoxidationsreaktion (Einsatz
von Frischkatalvsator), Katalysatorpräformierung
Das Einsatzprodukt zur Oxidation bestand aus einem Gemisch
aus
- a) 760,0 g Aldehyd
- b) einer homogen Lösung von Alkali- bzw. Erdalkalicarboxylat in Carbonsäure,
hergestellt durch Lösen von Alkali- bzw. Erdalkalihydroxid in Carbonsäure
im Molverhältnis von 1:4
- c) einer metallhaltigen Säure; die Säure betreffend ebenfalls das
jeweilige Zielprodukt
- d) einer bestimmten Menge an reiner Carbonsäure; ebenfalls das jeweilige
Zielprodukt
Anstelle der Lösungen nach b) und c) kann auch eine Lösung nach b) eingesetzt
werden, die direkt mit einer geeigneten Metallverbindung versetzt wird. Die bei
den Punkten b)-d) eingesetzten Carbonsäuremengen entsprachen grundsätzlich
einem Gesamtwert von 40,0 g. Detaillierte Angaben hierzu finden sich in den einzelnen
Beispielen.
Eigentliche Aldehvdoxidationsreaktion; Katalysatorwiedereinsatz
Das Einsatzprodukt zur eigentlichen Aldehydoxidationsreaktion
bestand aus einem Gemisch aus
- a) 760,0 g Aldehyd
- b) dem Destillationsrückstand (im Allgemeinen weniger als 40 g) aus der
Herstellung des Umsetzungsprodukts aus der Aldehydoxidationsreaktion oder der vorhergehenden
Aldehydoxidationsreaktion bei Katalysatorwiedereinsatz
- c) einer bestimmten Menge an reiner Carbonsäure, ebenfalls das jeweilige
Zielprodukt
Die unter den Punkten b) und c) eingesetzten Carbonsäuremengen
entsprachen grundsätzlich einem Gesamtwert von 40,0 g. Detaillierte Angaben
hierzu finden sich in den einzelnen Beispielen.
Versuchsauswertung:
Die in den GC-Analysen aufgeführten Werte sind Flächenprozente
und beinhalten unter dem Punkt Carbonsäure auch den jeweils bereits im Einsatz
befindlichen Anteil. Da die Einsatzmengen an Aldehyd und Carbonsäure mit 760,0
g bzw. 40,0 g stets konstant gehalten wurden, ist ein Vergleich der GC-Analysen
im Verlauf einer Versuchsreihe aber zulässig.
Bei den Angaben zum Umsatz, der Selektivität sowie
der Ausbeute ist die eingesetzte Menge an Carbonsäure herausgerechnet, somit
beziehen sich diese Angaben nur auf das Resultat der Oxidation, nämlich dem
jeweiligen Aldehydumsatz sowie der dabei gebildeten Menge an Carbonsäure.
Beispiel 1: Herstellung von n-Pentansäure
Der in die Oxidation eingesetzte Aldehyd hatte folgende
Zusammensetzung:
- GC-Analyse:
- 0,06 % Vorlaufkomponenten
0,64 % Isopentanal
99,15 % n-Pentanal
0,10 % n-Pentansäure
0,05 % Sonstige
a) Herstellung des Umsetzungsprodukts aus der Aldehydoxidationsreaktion;
Einsatz von Frischkatalysator (Kombination Eisen/Kalium)
Der Oxidationseinsatz bestand aus einem homogenen Gemisch
von 760,0 g n-Pentanal, 37,3 g n-Pentansäure mit einem Gehalt von 1,52 mg Eisen
(eingetragen als Eisen(II)-acetat) sowie 4,59 g einer Lösung bestehend aus
1,24 g Kalium-n-pentanoat, 2,70 g n-Pentansäure und 0,65 g Wasser.
Nach 2,5 Stunden Oxidation bei konstant 50°C und einem
Gesamteinsatz von 106 Liter Sauerstoff (gemessen bei 20°C) wurde eine Rohsäure
der folgenden Zusammensetzung erhalten:
- GC-Analyse:
- 0,11 % Vorlaufkomponenten
0,07 % Isopentanal
11,34 % n-Pentanal
0,26 % Komponenten
0,55 % Isopentansäure
87,26 % n-Pentansäure
0,41 % Nachlaufkomponenten
Der Umsatz (bezogen auf n-Pentanal) betrug 86,1 % der Theorie,
die zugehörige Selektivität zur Bildung von n-Pentansäure 98,8 %
der Theorie. Daraus lässt sich eine Ausbeute von 85,1 % berechnen.
b) Eigentliche Aldehydoxidationsreaktion; Katalysatorwiedereinsatz
Das im zuvor beschriebenen Versuch präformierte Katalysatorsystem
wurde insgesamt viermal in Form des Rückstands der Säuredestillation in
die Oxidation zurückgeführt. Beim 4. Katalysatorwiedereinsatz bestand
der Oxidationseinsatz aus einem homogenen Gemisch von 760,0 g n-Pentanal, 38,9 g
Destillationsrückstand (darin enthalten 1,2 g Kalium-n-pentanoat) und 2,3 g
n-Pentansäure.
Die Oxidation erfolgte unter den bereits genannten Bedingungen
wie bei der Katalysatorpräformierung (2,5 Stunden Reaktionszeit, 50°C
Reaktionstemperatur, 106 Liter Sauerstoff (gemessen bei 20°C)). Es wurde eine
Rohsäure der folgenden Zusammensetzung erhalten:
- 0,16 % Vorlaufkomponenten
- 0,03 % Isopentanal
- 5,33 % n-Pentanal
- 0,37 % Komponenten
- 0,57 % Isopentansäure
- 92,92 % n-Pentansäure
- 0,62 % Nachlaufkomponenten
Durch die Katalysatorkreislaufführung erhöhte
sich der Aldehydumsatz von 86,1 % beim Frischeinsatz auf 93,4 % beim 4. Katalysatorwiedereinsatz,
die Ausbeute verbesserte sich bei diesen Versuchen von 85,1 % auf 92,3 %.
Beispiel 2: Herstellung von Isononansäure
-
Ausgangsaldehyd GC-Analyse:
- 1,55 % Vorlaufkomponenten
96,55 % Isononanal
1,34 % Isononanole
0,07 % Isononansäure
0,49 % Sonstige
a) Herstellung des Umsetzungsprodukts aus der Aldehydoxidationsreaktion-,
Einsatz von Frischkatalysator (Kombination Eisen/Kalium)
Der Oxidationseinsatz bestand aus einem homogenen Gemisch
von 760,0 g Isononanal, 34,9 g Isononansäure mit einem Gehalt von 0,76 mg Eisen
sowie 7,96 g einer Lösung bestehend aus 2,10 g Kalium-isononanoat, 5,07 g Isononansäure
und 0,79 g Wasser.
Nach 2 Stunden Oxidation bei konstant 60°C und einem
Gesamteinsatz von 64,4 Liter Sauerstoff (gemessen bei 20°C) wurde eine Rohsäure
der folgenden Zusammensetzung erhalten:
- 1,76 % Vorlaufkomponenten
- 10,07 % Isononanal
- 1,22 % Isononanole
- 85,55 % Isononansäure
- 1,40 % Sonstige
Der Umsatz (bezogen auf Isononanal) betrug 88,0 % der Theorie,
die zugehörige Selektivität zur Bildung von Isononansäure 97,8 %
der Theorie. Daraus lässt sich eine Ausbeute von 86,1 % berechnen.
b) Eigentliche Aldehydoxidationsreaktion; Katalysatorwiedereinsatz
Das im zuvor beschriebenen Versuch präformierte Katalysatorsystem
wurde insgesamt dreimal in Form des Rückstands der Säuredestillation in
die Oxidation zurückgeführt. Beim 3. Katalysatorwiedereinsatz bestand
der Oxidationseinsatz aus einem homogenen Gemisch von 760,0 g Isononanal, 36,9 g
Destillationsrückstand (darin enthalten 2,1 g Kalium-isononanoat) und 5,2 g
Isononansäure.
Die Oxidation erfolgte unter den bereits genannten Bedingungen
wie bei der Katalysatorpräformierung (2 Stunden Reaktionszeit, 60°C Reaktionstemperatur,
64,4 Liter Sauerstoff (gemessen bei 20°C)). Es wurde eine Rohsäure der
folgenden Zusammensetzung erhalten:
- 2,03 % Vorlaufkomponenten
- 3,18 % Isononanal
- 1,22 % Isononanole
- 91,30 % Isononansäure
- 2,27 % Sonstige
Durch die Katalysatorkreislaufführung erhöhte
sich der Aldehydumsatz von 88,0 % beim Frischeinsatz auf 96,2 % beim 3. Katalysator-Einsatz,
die Ausbeute verbesserte sich bei diesen Versuchen von 86,1 % auf 92,2 %.
Beispiel 3: Herstellung von n-Pentansäure
-
Ausgangsaldehyd GC-Analyse:
- 0,06 % Vorlaufkomponenten
0,64 % Isopentanal
99,15 % n-Pentanal
0,10 % n-Pentansäure
0,05 % Sonstige
a) Herstellung des Umsetzungsprodukts aus der Aldehydoxidationsreaktion;
Einsatz von Frischkatalysator (Kombination Kupfer/Kalium)
Der Oxidationseinsatz bestand aus einem homogenen Gemisch
von 760,0 g n-Pentanal, 37,3 g n-Pentansäure mit einem Gehalt von 0,76 mg Kupfer
sowie 4,59 g einer Lösung bestehend aus 1,24 g Kalium-n-pentanoat, 2,70 g n-Pentansäure
und 0,65 g Wasser.
Nach 2,5 Stunden Oxidation bei konstant 50°C und einem
Gesamteinsatz von 106 Liter Sauerstoff (gemessen bei 20°C) wurde eine Rohsäure
der folgenden Zusammensetzung erhalten:
- 0,17 % Vorlaufkomponenten
- 0,05 % Isopentanal
- 8,57 % n-Pentanal
- 0,28 % Komponenten
- 0,55 % Isopentansäure
- 90,26 % n-Pentansäure
- 0,12 % Nachlaufkomponenten
Der Umsatz (bezogen auf n-Pentanal) betrug 89,5 % der Theorie,
die zugehörige Selektivität zur Bildung von n-Pentansäure 98,7 %
der Theorie. Daraus lässt sich eine Ausbeute von 88,3 % berechnen.
b) Eigentliche Aldehydoxidationsreaktion; Katalysatorwiedereinsatz
Das im zuvor beschriebenen Versuch präformierte Katalysatorsystem
wurde insgesamt zweimal in Form des Rückstands der Säuredestillation in
die Oxidation zurückgeführt. Beim 2. Katalysatorwiedereinsatz bestand
der Oxidationseinsatz aus einem homogenen Gemisch von 760,0 g n-Pentanal, 37,3 g
Destillationsrückstand (darin enthalten 1,2 g Kalium-n-pentanoat) und 3,9 g
n-Pentansäure.
Die Oxidation erfolgte unter den bereits genannten Bedingungen
wie bei der Katalysatorpräformierung (2,5 Stunden Reaktionszeit, 50°C
Reaktionstemperatur, 106 Liter Sauerstoff (gemessen bei 20°C)). Es wurde eine
Rohsäure der folgenden Zusammensetzung erhalten:
- 0,25 % Vorlaufkomponenten
- 0,01 % Isopentanal
- 2,10 % n-Pentanal
- 0,32 % Komponenten
- 0,59 % Isopentansäure
- 96,44 % n-Pentansäure
- 0,29 % Nachlaufkomponenten
Durch die Katalysatorkreislaufführung erhöhte
sich der Aldehydumsatz von 89,5 % beim Frischeinsatz auf 97,4 % beim 2. Katalysatorwiedereinsatz,
die Ausbeute verbesserte sich bei diesen Versuchen von 88,3 % auf 95,8 %.
Beispiel 4: Herstellung von n-Pentansäure
-
Ausgangsaldehyd GC-Analyse:
- 0,05 % Vorlaufkomponenten
0,36 % Isopentanal
99,46 % n-Pentanal
0,09 % n-Pentansäure
0,04 % Sonstige
a) Herstellung des Umsetzungsprodukts aus der Aldehydoxidationsreaktion;
Einsatz von Frischkatalysator (Kombination Chrom/Kalium)
Der Oxidationseinsatz bestand aus einem homogenen Gemisch
von 760,0 g n-Pentanal, 37,3 g n-Pentansäure mit einem Gehalt von 0,76 mg Chrom
sowie 4,59 g einer Lösung bestehend aus 1,24 g Kalium-n-pentanoat, 2,70 g n-Pentansäure
und 0,65 g Wasser.
Nach 2,5 Stunden Oxidation bei konstant 50°C und einem
Gesamteinsatz von 106 Liter Sauerstoff (gemessen bei 20°C) wurde eine Rohsäure
der folgenden Zusammensetzung erhalten:
- 0,20 % Vorlaufkomponenten
- 0,04 % Isopentanal
- 6,64 % n-Pentanal
- 0,39 % Komponenten
- 0,56 % Isopentansäure
- 91,77 % n-Pentansäure
- 0,40 % Nachlaufkomponenten
Der Umsatz (bezogen auf n-Pentanal) betrug 91,8 % der Theorie,
die zugehörige Selektivität zur Bildung von n-Pentansäure 98,3 %
der Theorie. Daraus lässt sich eine Ausbeute von 90,3 % berechnen.
b) Eigentliche Aldehydoxidationsreaktion; Katalysatorwiedereinsatz
Das im zuvor beschriebenen Versuch präformierte Katalysatorsystem
wurde insgesamt zweimal in Form des Rückstands der Säuredestillation in
die Oxidation zurückgeführt. Beim 2. Katalysatorwiedereinsatz bestand
der Oxidationseinsatz aus einem homogenen Gemisch von 760,0 g n-Pentanal, 36,3 g
Destillationsrückstand (darin enthalten 1,2 g Kalium-n-pentanoat) und 4,9 g
n-Pentansäure.
Die Oxidation erfolgte unter den bereits genannten Bedingungen
wie bei der Präformierung (2,5 Stunden Reaktionszeit, 50°C Reaktionstemperatur,
106 Liter Sauerstoff (gemessen bei 20°C)). Es wurde eine Rohsäure der
folgenden Zusammensetzung erhalten:
- 0,47 % Vorlaufkomponenten
- 0,01 % Isopentanal
- 1,43 % n-Pentanal
- 0,57 % Komponenten
- 0,58 % Isopentansäure
- 96,41 % n-Pentansäure
- 0,53 % Nachlaufkomponenten
Durch die Katalysatorkreislaufführung erhöhte
sich der Aldehydumsatz von 91,8 % beim Frischeinsatz auf 98,2 % beim 2. Katalysatorwiedereinsatz,
die Ausbeute verbesserte sich bei diesen Versuchen von 90,3 % auf 95,9 %.
Beispiel 5: Herstellung von n-Pentansäure
-
Ausgangsaldehyd GC-Analyse:
- 0,06 % Vorlaufkomponenten
0,64 % Isopentanal
99,15 % n-Pentanal
0,10 % n-Pentansäure
0,05 % Sonstige
a) Herstellung des Umsetzungsprodukts aus der Aldehydoxidationsreaktion;
Einsatz von Frischkatalysator (Kombination Eisen/Barium)
Der Oxidationseinsatz bestand aus einem homogenen Gemisch
von 760,0 g n-Pentanal, 27,4 g n-Pentansäure mit einem Gehalt von 1,52 mg Eisen
sowie 17,21 g einer Lösung bestehend aus 3,00 g Barium-n-pentanoat, 12,62 g
n-Pentansäure und 1,59 g Wasser.
Nach 2,5 Stunden Oxidation bei konstant 50°C und einem
Gesamteinsatz von 106 Liter Sauerstoff (gemessen bei 20°C) wurde eine Rohsäure
der folgenden Zusammensetzung erhalten:
- 0,16 % Vorlaufkomponenten
- 0,08 % Isopentanal
- 12,00 % n-Pentanal
- 0,18 % Komponenten
- 0,55 % Isopentansäure
- 86,76 % n-Pentansäure
- 0,27 % Nachlaufkomponenten
Der Umsatz (bezogen auf n-Pentanal) betrug 85,3 % der Theorie,
die zugehörige Selektivität zur Bildung von n-Pentansäure 99,1 %
der Theorie. Daraus lässt sich eine Ausbeute von 84,5 % berechnen.
b) Eigentliche Aldehydoxidationsreaktion; Katalysatorwiedereinsatz
Das im zuvor beschriebenen Versuch präformierte Katalysatorsystem
wurde insgesamt zweimal in Form des Rückstands der Säuredestillation in
die Oxidation zurückgeführt. Beim 2. Katalysatorwiedereinsatz bestand
der Oxidationseinsatz aus einem homogenen Gemisch von 760,0 g n-Pentanal, 42,5 g
Destillationsrückstand (darin enthalten 3,0 g Barium-n-pentanoat) und 0,5 g
n-Pentansäure.
Die Oxidation erfolgte unter den bereits genannten Bedingungen
wie bei der Präformierung (2,5 Stunden Reaktionszeit, 50°C Reaktionstemperatur,
106 Liter Sauerstoff (gemessen bei 20°C)). Es wurde eine Rohsäure der
folgenden Zusammensetzung erhalten:
- 0,16 % Vorlaufkomponenten
- 0,04 % Isopentanal
- 5,31 % n-Pentanal
- 0,17 % Komponenten
- 0,58 % Isopentansäure
- 93,23 % n-Pentansäure
- 0,51 % Nachlaufkomponenten
Durch die Katalysatorkreislaufführung erhöhte
sich der Aldehydumsatz von 85,3 % beim Frischeinsatz auf 93,4 % beim 2. Katalysatorwiedereinsatz,
die Ausbeute verbesserte sich bei diesen Versuchen von 84,5 % auf 92,5 %.
Beispiel 6: Herstellung von n-Pentansäure
-
Ausgangsaldehyd GC-Analyse:
- 0,06 % Vorlaufkomponenten
0,64 % Isopentanal
99,15 % n-Pentanal
0,10 % n-Pentansäure
0,05 % Sonstige
a) Herstellung des Umsetzungsprodukts aus der Aldehydoxidationsreaktion,
Einsatz von Frischkatalysator (Kombination Eisen/Natrium)
Der Oxidationseinsatz bestand aus einem homogenen Gemisch
von 760,0 g n-Pentanal, 37,3 g n-Pentansäure mit einem Gehalt von 1,52 mg Eisen
sowie 4,31 g einer Lösung bestehend aus 1,10 g Natrium-n-pentanoat, 2,70 g
n-Pentansäure und 0,51 g Wasser.
Nach 2,5 Stunden Oxidation bei konstant 50°C und einem
Gesamteinsatz von 106 Liter Sauerstoff (gemessen bei 20°C) wurde eine Rohsäure
der folgenden Zusammensetzung erhalten:
- 0,13 % Vorlaufkomponenten
- 0,06 % Isopentanal
- 10,62 % n-Pentanal
- 0,32 % Komponenten
- 0,51 % Isopentansäure
- 88,18 % n-Pentansäure
- 0,18 % Nachlaufkomponenten
Der Umsatz (bezogen auf n-Pentanal) betrug 87,0 % der Theorie,
die zugehörige Selektivität zur Bildung von n-Pentansäure 99,1 %
der Theorie. Daraus lässt sich eine Ausbeute von 86,2 % berechnen.
b) Eigentliche Aldehydoxidationsreaktion; Katalysatorwiedereinsatz
Das im zuvor beschriebenen Versuch präformierte Katalysatorsystem
wurde insgesamt zweimal in Form des Rückstands der Säuredestillation in
die Oxidation zurückgeführt. Beim 2. Katalysatorwiedereinsatz bestand
der Oxidationseinsatz aus einem homogenen Gemisch von 760,0 g n-Pentanal, 30,4 g
Destillationsrückstand (darin enthalten 1,1 g Natrium-n-pentanoat) und 10,8
g n-Pentansäure.
Die Oxidation erfolgte unter den bereits genannten Bedingungen
wie bei der Präformierung (2,5 Stunden Reaktionszeit, 50°C Reaktionstemperatur,
106 Liter Sauerstoff (gemessen bei 20°C)). Es wurde eine Rohsäure der
folgenden Zusammensetzung erhalten:
- 0,14 % Vorlaufkomponenten
- 0,03 % Isopentanal
- 5,33 % n-Pentanal
- 0,35 % Komponenten
- 0,57 % Isopentansäure
- 93,27 % n-Pentansäure
- 0,31 % Nachlaufkomponenten
Durch die Katalysatorkreislaufführung erhöhte
sich der Aldehydumsatz von 87,0 % beim Frischeinsatz auf 93,4 % beim 2. Katalysatorwiedereinsatz,
die Ausbeute verbesserte sich bei diesen Versuchen von 86,2 % auf 92,1 %.
Beispiel 7: Herstellung von n-Pentansäure
-
Ausgangsaldehyd GC-Analyse:
- 0,06 % Vorlaufkomponenten
0,64 % Isopentanal
99,15 % n-Pentanal
0,10 % n-Pentansäure
0,05 % Sonstige
a) Herstellung des Umsetzungsprodukts aus der Aldehydoxidationsreaktion;
Einsatz von Frischkatalysator (Kombination Zink/Kalium)
Der Oxidationseinsatz bestand aus einem homogenen Gemisch
von 760,0 g n-Pentanal, 37,3 g n-Pentansäure mit einem Gehalt von 0,76 mg Zink
sowie 4,59 g einer Lösung bestehend aus 1,24 g Kalium-n-pentanoat, 2,70 g n-Pentansäure
und 0,65 g Wasser.
Nach 2,5 Stunden Oxidation bei konstant 50°C und einem
Gesamteinsatz von 106 Liter Sauerstoff (gemessen bei 20°C) wurde eine Rohsäure
der folgenden Zusammensetzung erhalten:
- 0,15 % Vorlaufkomponenten
- 0,07 % Isopentanal
- 11,44 % n-Pentanal
- 0,25 % Komponenten
- 0,55 % Isopentansäure
- 87,34 % n-Pentansäure
- 0,20 % Nachlaufkomponenten
Der Umsatz (bezogen auf n-Pentanal) betrug 86,0 % der Theorie,
die zugehörige Selektivität zur Bildung von n-Pentansäure 99,0 %
der Theorie. Daraus lässt sich eine Ausbeute von 85,1 % berechnen.
b) Eigentliche Aldehydoxidationsreaktion; Katalysatorwiedereinsatz
Das im zuvor beschriebenen Versuch präformierte Katalysatorsystem
wurde insgesamt zweimal in Form des Rückstands der Säuredestillation in
die Oxidation zurückgeführt. Beim 2. Katalysatorwiedereinsatz bestand
der Oxidationseinsatz aus einem homogenen Gemisch von 760,0 g n-Pentanal, 36,5 g
Destillationsrückstand (darin enthalten 1,2 g Kalium-n-pentanoat) und 4,7 g
n-Pentansäure.
Die Oxidation erfolgte unter den bereits genannten Bedingungen
wie bei der Präformierung (2,5 Stunden Reaktionszeit, 50°C Reaktionstemperatur,
106 Liter Sauerstoff (gemessen bei 20°C)). Es wurde eine Rohsäure der
folgenden Zusammensetzung erhalten:
- 0,18 % Vorlaufkomponenten
- 0,02 % Isopentanal
- 3,43 % n-Pentanal
- 0,38 % Komponenten
- 0,58 % Isopentansäure
- 95,08 % n-Pentansäure
- 0,33 % Nachlaufkomponenten
Durch die Katalysatorkreislaufführung erhöhte
sich der Aldehydumsatz von 86,0 % beim Frischeinsatz auf 95,7 % beim 2. Katalysatorwiedereinsatz,
die Ausbeute verbesserte sich bei diesen Versuchen von 85,1 % auf 94,5 %.
Beispiel 8: Herstellung von n-Pentansäure
-
Ausgangsaldehyd GC-Analyse:
- 0,06 % Vorlaufkomponenten
0,64 % Isopentanal
99,15 % n-Pentanal
0,10 % n-Pentansäure
0,05 % Sonstige
a) Herstellung des Umsetzungsprodukts aus der Aldehydoxidationsreaktion;
Einsatz von Frischkatalysator (Kombination Eisen/Kalium)
Der Oxidationseinsatz bestand aus einem homogenen Gemisch
von 760,0 g n-Pentanal, 37,3 g n-Pentansäure mit einem Gehalt von 1,52 mg Eisen
(eingetragen als Eisen(II)-acetat) sowie 4,59 g einer Lösung bestehend aus
1,24 g Kalium-n-pentanoat, 2,70 g n-Pentansäure und 0,65 g Wasser.
Nach 3 Stunden Oxidation bei konstant 50°C und einem
Gesamteinsatz von 112 Liter Sauerstoff (gemessen bei 20°C) wurde eine Rohsäure
der folgenden Zusammensetzung erhalten:
- 0,11 % Vorlaufkomponenten
- 0,05 % Isopentanal
- 8,21 % n-Pentanal
- 0,26 % Komponenten
- 0,57 % Isopentansäure
- 90,46 % n-Pentansäure
- 0,34 % Nachlaufkomponenten
Der Umsatz (bezogen auf n-Pentanal) betrug 89,9 % der Theorie,
die zugehörige Selektivität zur Bildung von n-Pentansäure 98,9 %
der Theorie. Daraus lässt sich eine Ausbeute von 88,9 % berechnen.
b) Eigentliche Aldehydoxidationsreaktion; Katalysatorwiedereinsatz
Das im zuvor beschriebenen Versuch präformierte Katalysatorsystem
wurde insgesamt viermal in Form des Rückstands der Säuredestillation in
die Oxidation zurückgeführt. Beim 4. Katalysatorwiedereinsatz bestand
der Oxidationseinsatz aus einem homogenen Gemisch von 760,0 g n-Pentanal, 38,9 g
Destillationsrückstand (darin enthalten 1,2 g Kalium-n-pentanoat) und 2,3 g
n-Pentansäure.
Die Oxidation erfolgte unter den bereits genannten Bedingungen
wie bei der Präformierung (3 Stunden Reaktionszeit, 50°C Reaktionstemperatur,
112 Liter Sauerstoff (gemessen bei 20°C). Es wurde eine Rohsäure der folgenden
Zusammensetzung erhalten:
- 0,16 % Vorlaufkomponenten
- 0,02 % Isopentanal
- 3,35 % n-Pentanal
- 0,38 % Komponenten
- 0,58 % Isopentansäure
- 94,94 % n-Pentansäure
- 0,57 % Nachlaufkomponenten
Durch die Katalysatorkreislaufführung erhöhte
sich der Aldehydumsatz von 89,9 % beim Frischeinsatz auf 95,8 % beim 4. Katalysatorwiedereinsatz,
die Ausbeute verbesserte sich bei diesen Versuchen von 88,9 % auf 94,4 %.
Die in den Beispielen 1 bis 8 eingesetzten Metalle und
Metallmengen sind in der nachfolgenden Tabelle 1 zusammengefasst. Wie die Ergebnisse
der Ausführungsbeispiele belegen, lässt sich bei hoher Aldehydselektivität
der Aldehydumsatz deutlich verbessern, wenn das Katalysatorsystem in Form seines
Umsetzungsprodukts aus der Aldehydoxidationsreaktion eingesetzt wird. Hingegen zeigt
der Einsatz von Frischkatalysator durchweg geringere Umsatzwerte in der Aldehydoxidationsreaktion.
Tabelle 1: Oxidation von n-Pentanal und Isononanal zu der entsprechenden
Carbonsäure unter Verwendung eines Katalysatorsystems enthaltend ein Gemisch
aus Alkali- oder Erdalkalimetall und Übergangsmetall.
Beispiel
Säure
Metall 7
Alkali
Wiedereinsatz
Reaktionszeit
1
n-Pentansäure
2 ppm Eisen
1 mmol Kalium
4. Kreislauf
2,5 Stunden
2
Isononansäure
1 ppm Eisen
2 mmol Kalium
3. Kreislauf
2 Stunden
3
n-Pentansäure
1 ppm Kupfer
1 mmol Kalium
2. Kreislauf
2,5 Stunden
4
n-Pentansäure
1 ppm Chrom
1 mmol Kalium
2. Kreislauf
2,5 Stunden
5
n-Pentansäure
1 ppm Eisen
1 mmol Barium
2. Kreislauf
2,5 Stunden
6
n-Pentansäure
1 ppm Eisen
1 mmol Natrium
2. Kreislauf
2,5 Stunden
7
n-Pentansäure
1 ppm Zink
1 mmol Kalium
2. Kreislauf
2,5 Stunden
8
n-Pentansäure
2 ppm Eisen
1 mmol Kalium
4. Kreislauf
3 Stunden
Beispiel
Katalysatorpräformierung [%]
Aldehydoxidation, Angaben nach Wiedereinsatz
Umsatz
Selektivität
Ausbeute
Umsatz
Selektivität
Ausbeute
1
86,1
98,8
85,1
93,4
98,8
92,3
2
88,0
97,8
86,1
96,2
95,8
92,2
3
89,5
98,7
88,3
97,4
98,4
95,8
4
91,8
98,3
90,3
98,2
97,7
95,9
5
85,3
99,1
84,5
93,4
99,0
92,5
6
87,0
99,1
86,2
93,4
98,6
92,1
7
86,0
99,0
85,1
95,7
98,8
94,5
8
89,9
98,9
88,9
95,8
98,5
94,4
Die Mengenangaben beziehen sich auf eingesetzten Aldehyd.
2. Teilweiser Einsatz des Umsetzunqsprodukts aus der Aldehydoxidationsreaktion
für die Aldehydoxidationsreaktion.
Die allgemeine Versuchsdurchführung erfolgte wie unter
Punkt 1.
Beispiel 9: Herstellung von n-Pentansäure
-
Ausganasaldehyd GC-Analyse:
- 0,06 % Vorlaufkomponenten
0,64 % Isopentanal
99,15 % n-Pentanal
0,10 % n-Pentansäure
0,05 % Sonstige
a) Herstellung des Umsetzungsprodukts aus der Aldehydoxidationsreaktion; Einsatz
von Frischkatalysator (Kombination Eisen/Kalium)
Der Oxidationseinsatz bestand aus einem homogenen Gemisch
von 760,0 g n-Pentanal, 26,5 g n-Pentansäure mit einem Gehalt von 3,8 mg Eisen
(eingetragen als Eisen(II)-acetat) sowie 22,95 g einer Lösung bestehend aus
6,20 g Kalium-n-pentanoat, 13,50 g n-Pentansäure und 3,25 g Wasser.
Nach 2,5 Stunden Oxidation bei konstant 50°C und einem
Gesamteinsatz von 106 Liter Sauerstoff (gemessen bei 20°C) wurde eine Rohsäure
der folgenden Zusammensetzung erhalten:
- 0,50 % Vorlaufkomponenten
- 0,04 % Isopentanal
- 8,66 % n-Pentanal
- 1,20 % Komponenten
- 0,56 % Isopentansäure
- 88,08 % n-Pentansäure
- 0,96 % Nachlaufkomponenten
Der Umsatz (bezogen auf n-Pentanal) betrug 89,4 % der Theorie,
die zugehörige Selektivität zur Bildung von n-Pentansäure 96,1 %
der Theorie. Daraus lässt sich eine Ausbeute von 85,9 % berechnen.
b) Eigentliche Aldehvdoxidationsreaktion; Katalysatorwiedereinsatz
Die im zuvor beschriebenen Versuch hergestellte Rohsäure
wurde destilliert, wobei der den Katalysator enthaltende Rückstand in einer
Menge von 41,0 g anfiel.
Vom Destillationsrückstand wurden 8,2 g (darin enthalten
1,2 g Kalium-n-pentanoat) zusammen mit 760,0 g n-Pentanal und 33,0 g n-Pentansäure
in die Oxidation zurückgeführt.
Die Oxidation erfolgte unter den bereits genannten Bedingungen
(2,5 Stunden Reaktionszeit, 50°C Reaktionstemperatur, 106 Liter Sauerstoff
(gemessen bei 20°C). Es wurde eine Rohsäure der folgenden Zusammensetzung
erhalten:
- 0,16 % Vorlaufkomponenten
- 0,03 % Isopentanal
- 5,26 % n-Pentanal
- 0,35 % Komponenten
- 0,57 % Isopentansäure
- 93,02 % n-Pentansäure
- 0,61 % Nachlaufkomponenten
Der Aldehydumsatz betrug 93,5 %, die Ausbeute 92,4 %.
Auch die Arbeitsweise, bei der man zunächst die Katalysatorpräformierung
in Gegenwart höherer Metallmengen vornimmt und anschließend einen Teil
des Katalysatorsystems für die eigentliche, nachfolgende Aldehydoxidationsreaktion
einsetzt, führt zu einer deutlichen Steigerung in der Carbonsäureausbeute.