Die Erfindung betrifft eine Betätigungsvorrichtung für eine
sanitäre Armatur nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Außerdem betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben einer
Betätigungsvorrichtung für eine sanitäre Armatur nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 15.
Es sind Betätigungsvorrichtungen für sanitäre Armaturen
bekannt, mit denen die Temperatur und/oder der Volumenstrom des aus dem Wasserauslauf
der Sanitärarmatur austretenden Wassers einstellbar ist.
Bei den meisten bekannten Armaturen dieser Art sind die aktuelle Wassertemperatur
und/oder die Wasserdurchflussmenge lediglich über den austretenden Wasserstrahl
erkennbar, insbesondere erfühlbar. Aufgrund des räumlichen Abstands zwischen
entsprechenden Proportional- oder Temperierventilen oder dergleichen und dem Wasserauslauf
ändert sich die Wassertemperatur und/oder die Wasserdurchflussmenge im Bereich
des letzteren erst nach einer entsprechenden Verzögerung in Anschluss an eine
Änderung der Ventileinstellungen. Der Benutzer erhält daher kein unmittelbares
Feedback, so dass es vorkommen kann, dass beispielsweise unerwünscht große
oder kleine Wassertemperaturen eingestellt werden. Das Erfühlen von extrem
großen oder kleinen Wassertemperaturen kann aber schmerzhaft, zumindest aber
unangenehm sein.
Vereinzelt sind auch Sanitärarmaturen im Gebrauch, bei denen
die Temperatur des austretenden Mischwassers als Zahlenwert in einer Digitalanzeige
angegeben wird. Dieser Zahlenwert ist jedoch wenig anschaulich.
Durch Verwendung einzeln angesteuerter blauer und roter Dioden ergibt
sich bei einer aus der EP 0 961 067 B1
bekannten Sanitärarmatur ein temperaturabhängiger Farbeindruck, der von
rot über Violett-Töne bis blau die Temperatur des ausfließenden Wassers
intuitiv erahnen lässt. Die Temperatureinstellung erfolgt dort durch Wahl eines
geeigneten Abstandes der Hände von der Abgabeöffnung des Wassers.
Aus der DE 102 19 171 A1
ist eine sanitäre Einhebelarmatur bekannt geworden, die eine optische Anzeige
für Temperatur, Durchflussmenge, Mischungsverhältnis und/oder Stellung
des Bedienelements unter anderem auch in Form einer Skala vorsieht.
Eine Betätigungsvorrichtung der eingangs genannten Art ist aus
der DE 38 12 736 C1 bekannt. Dort
ist unterhalb eines zweidimensionalen matrixartigen Anzeigefeldes ein ebenfalls
zweidimensionales Raster von Kontaktpunkten angeordnet, welches den Fingerdruck
eines Benutzers erkennt und die gewünschte Durchflussmenge sowie Mischtemperatur
bewirkt. Jeder Matrixpunkt wird durch zwei zusammengehörige Rechtecke unterschiedlicher
Helligkeit und unterschiedlicher Breite repräsentiert und entspricht einer
bestimmten Kombination von Warmwasser- und Kaltwasserdurchfluss. Die Breite entspricht
dabei dem jeweiligen Durchfluss, während die hellen Rechtecke beispielsweise
den Kaltwasseranteil, die dunklen Rechtecke den Warmwasseranteil darstellen. Diese
bekannte Betätigungsvorrichtung ist recht aufwändig und benötigt
verhältnismäßig viel Platz. Auch sind die Einstellungen nicht besonders
einfach zu erfassen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Betätigungsvorrichtung
für eine Temperierarmatur der eingangs genannten Art und ein Verfahren zum
Betreiben einer solchen so auszugestalten, dass die aktuellen Einstellungen der
Wassertemperatur und/oder der Wasserdurchflussmenge leicht und Änderungen derselben
unmittelbar im Anschluss an eine Betätigung des Betätigungselements ohne
Verzögerung erfassbar sind. Die Betätigungsvorrichtung soll außerdem
preisgünstig herstellbar sein und geringen Platzbedarf haben.
Diese Aufgabe wird, was die Vorrichtung anbelangt, erfindungsgemäß
durch eine Betätigungsvorrichtung mit den im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen
gelöst.
Mit der Anzeigeeinrichtung sind also die aktuell eingestellte Wassertemperatur
als Größe einer Linie oder einer Fläche darstellbar, welche von einer
Vielzahl einzeln ansteuerbarer Leuchtmittel gebildet ist. Dies ermöglicht eine
deutlich sichtbare und optisch ansprechende quantitative Darstellung der Wassertemperatur,
indem beispielsweise eine entsprechende Anzahl von Leuchtmitteln strahlend angesteuert
wird. Die Anzeigeeinrichtung ist auf elektronischem Wege entweder mit dem Betätigungselement
oder entsprechenden Ventilen verbunden. Auf diese Weise wird die tatsächlich
eingestellte Wassertemperatur unabhängig vom räumlichen Abstand zwischen
den Ventilen und dem Wasserauslauf nahezu ohne Verzögerung angezeigt. Die angezeigten
Einstellungen sind hierbei entweder abhängig von einer Betätigung des
Betätigungselements oder von den Öffnungsquerschnitten entsprechender
Ventile. Das Erfühlen der Wassertemperatur ist hier nicht mehr erforderlich.
Die Beziehung zwischen der Größe der angezeigten Fläche und dem hierdurch
symbolisierten Betriebsparameter ist intuitiv leicht erfassbar.
Dabei sind zwei Arten von Leuchtmitteln vorgesehen,
mit denen der Wasservolumenstrom durch eine Warmwasser-Speiseleitung der Armatur
und der Wasservolumenstrom durch eine Kaltwasser-Speiseleitung der Armatur getrennt
visualisiert werden können. Durch die getrennte Visualisierung beider Wasservolumenströme
ist für den Benutzer die Temperatur des abgegebenen Wassers schnell erfassbar.
Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, dass die Summe der aktivierten
Leuchtmittel für die beiden Wasservolumenströme durch die Kaltwasser-
und Warmwasser-Speiseleitungen ein Maß für den Wasservolumenstrom des
abgegebenen Wassers ist.
Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, dass die Anzeigeeinrichtung
die Funktion des Betätigungselements visualisiert. Auf diese Weise wird einfach
und klar verständlich die Funktion des Betätigungselements erläutert.
Besonders übersichtlich und platzsparend ist es, wenn die Anzeigeeinrichtung
im Wesentlichen linear ist.
In einer bevorzugten Ausführungsform umfassen die Leuchtmittel
Leuchtdioden. Die Verwendung von Leuchtdioden hat den Vorteil, dass diese robust
sind und einfach angesteuert werden können.
Um insbesondere die Darstellung der Wassertemperatur einfach interpretieren
zu können, kann die Anzeigeeinrichtung in unterschiedlichen Farben strahlende
Leuchtmittel aufweisen. Besonders übersichtlich ist es, wenn die Leuchtmittel
insbesondere paarweise nebeneinander angeordnet sind.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist eine Anzahl
von strahlenden Leuchtmitteln proportional zum Wasservolumenstrom, so dass der Benutzer
den Wasservolumenstrom ohne aufwändige Interpretation schnell erfassen kann.
Die Wassertemperatur ist für den Benutzer bei einer weiteren
vorteilhaften Ausführungsform schnell erfassbar, bei der das Verhältnis
einer Ausdehnung einer mit der Anzeigeeinrichtung in einer ersten Farbe, insbesondere
in Rot, dargestellten ersten Fläche zu einer Ausdehnung einer in einer zweiten
Farbe, insbesondere in Blau, dargestellten zweiten Fläche, insbesondere das
Verhältnis der Anzahl von in der ersten Farbe strahlenden Leuchtmitteln, die
die erste Fläche kennzeichnen, zur Anzahl von in der zweiten Farbe strahlenden
Leuchtmitteln, die die zweite Fläche kennzeichnen, abhängig von der Wassertemperatur
ist. Die Farbzuordnung Rot/Blau zur Verdeutlichung einer Temperatur ist allgemein
üblich und leicht verständlich.
Visuell besonders ansprechend ist es, wenn die Anzeigeeinrichtung
eine Vielzahl von Bargraphelementen aufweist.
Zusätzlich können bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform,
die eine akustische Ausgabeeinheit aufweist, akustische Informations- und Warnsignale
ausgegeben werden.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist das Betätigungselement
ein Sensor, insbesondere ein wenigstens ein Piezoelement aufweisender Sensor oder
ein kapazitiver Sensor. Dieser hat den Vorteil, dass er nahezu ohne Kraftaufwand
betätigbar und darüber hinaus wartungsfrei ist.
Der Wasserauslauf kann selbst ein kapazitives Betätigungselement
sein, so dass auf einen gesonderten Sensor verzichtet werden kann.
Alternativ oder zusätzlich kann auch ein mechanisches Betätigungselement,
insbesondere ein Mischhebel, vorgesehen sein, so dass auch eine Design-Variationen
möglich ist. Die Wassertemperatur kann dann über ein Verhältnis eines
Öffnungsquerschnitts eines Warmwasserventils zum einem Öffnungsquerschnitt
eines Kaltwasserventil, und der Wasservolumenstrom über den gesamten Öffnungsquerschnitt
aller Ventile erfasst werden.
Vorteilhafterweise kann wenigstens ein separates Betätigungselement
zum Starten und/oder Stoppen des Wasservolumenstroms vorgesehen sein, mit dem der
Wasserfluss ohne aufwändige Interpretation gestartet beziehungsweise gestoppt
werden kann.
Vorzugsweise ist die Betätigungsvorrichtung Teil einer elektronischen
Sanitärarmatur.
Die oben genannte Aufgabe wird, was das Verfahren anbelangt, durch
das im Patentanspruch 15 angegebenen Verfahren gelöst.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird mindestens eine
Linie oder Fläche mit einer Ausdehnung dargestellt, welche ein Maß für
die Wasservolumenströme der Warmwasser- sowie, getrennt davon, der Kaltwasser-Speiseleitung
darstellen. Auf diese Weise wird der Benutzer schnell und zuverlässig über
den aktuellen Wert der Wassertemperatur und/oder des Wasservolumenstroms informiert.
Um eine schnelle Information über den Wasservolumenstrom zu erhalten,
kann beispielsweise eine zum Wasservolumenstrom proportionale Anzahl von Leuchtmitteln
aktiviert werden.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens wird
abhängig von der Wassertemperatur das Verhältnis einer Ausdehnung einer mit
der Anzeigeeinrichtung in einer ersten Farbe, insbesondere in Rot, dargestellten
ersten Fläche zu einer Ausdehnung einer in einer zweiten Farbe, insbesondere
in Blau, dargestellten zweiten Fläche, insbesondere das Verhältnis der
Anzahl von in der ersten Farbe strahlenden Leuchtmitteln, die die erste Fläche
kennzeichnen, zur Anzahl von in der zweiten Farbe strahlenden Leuchtmittel, die
die zweite Fläche kennzeichnen, vorgegeben, so dass die Wassertemperatur auf
einen Blick erfasst werden kann.
Zweckmäßig ist ferner, wenn ein optisches und/oder akustisches
Signal erzeugt wird, sobald ein höchster einstellbarer Wert oder ein niedrigster
einstellbarer Wert der Wassertemperatur und/oder des Wasservolumenstroms erreicht
ist. Auf diese Weise wird der Benutzer darauf hingewiesen, dass beispielsweise die
entsprechenden Ventile vollständig geöffnet oder geschlossen sind, so
dass keine weitere Änderung der entsprechenden Zustandsgröße möglich
ist.
Um dem Benutzer ein Feedback zu geben, ob die Betätigung des
Betätigungselementes erfolgreich war, sieht eine weitere Ausgestaltung des
Verfahrens vor, dass ein optisches und/oder akustisches Signal ausgegeben wird,
sobald das Betätigungselement betätigt wird.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens sieht vor,
dass bei einer Betätigung eines Betätigungselements zunächst das
Signal abhängig von einer eingestellten Soll-Wassertemperatur und/oder einem
eingestellten Soll-Wasservolumenstrom, und anschließend abhängig von der
aktuell vorliegenden Ist-Wassertemperatur und/oder dem aktuellen vorliegenden Ist-Wasservolumenstrom
insbesondere bis zum Erreichen der Soll-Einstellung alternierend ausgegeben wird.
Dies hat den großen Vorteil, dass der Benutzer durch die Visualisierung der
jeweiligen Soll-Einstellung eine sofortige Rückmeldung der Veränderung
erhält. Darüber hinaus wird er danach fortlaufend über die aktuell
vorliegende Ist-Einstellung informiert. Die Ausgabe eines alternierenden Signals
informiert den Benutzer darüber, dass Soll- und Ist-Einstellung noch nicht
übereinstimmen. Sobald Soll- und Ist-Einstellung übereinstimmen, kann
dann ein konstantes Signal ausgegeben werden.
Das Verfahren eignet sich besonders für eine elektronische Sanitärarmatur.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand
der Zeichnung näher erläutert; es zeigen
1 schematisch ein erstes Ausführungsbeispiel einer
elektronischen Betätigungsvorrichtung für eine Sanitärarmatur mit
einer Anzeigeeinrichtung für die Wassertemperatur, die hier anzeigt, dass Wasser
mit nahezu der niedrigsten einstellbaren Temperatur und etwas mehr als mittlerem
Volumenstrom austritt;
2 schematisch die in 1
dargestellte Betätigungsvorrichtung, wobei die Anzeigeeinrichtung hier anzeigt,
dass das austretende Wasser eine mittlere Temperatur aufweist und mit dem höchsten
einstellbaren Volumenstrom austritt;
3 schematisch die in 1
dargestellte Betätigungsvorrichtung, wobei die Anzeigeeinrichtung hier anzeigt,
dass Wasser mit der höchsten einstellbaren Temperatur austritt.
4 schematisch ein zweites Ausführungsbeispiel
einer elektronischen Betätigungsvorrichtung für eine Sanitärarmatur
mit einer Bargraphzeile.
In 1, 2,
3 ist ein erstes Ausführungsbeispiel einer insgesamt
mit dem Bezugszeichen 1 versehenen elektronischen Betätigungsvorrichtung
für eine nicht dargestellte Sanitärarmatur gezeigt. Mit der Sanitärarmatur
sind die Wassertemperatur und der Wasservolumenstrom des aus einem nicht dargestellten
Wasserauslauf austretenden Wassers einstellbar.
Die Betätigungsvorrichtung 1 hat eine längliche
Form. In ihrer Mitte ist in einem, ein in 1,
2, 3 nicht sichtbares
Piezoelement aufweisender, Mengenänderungssensor 4, mit dem der Wasservolumenstrom
eingestellt werden kann, eine durchgängige Öffnung 5 angeordnet.
Die Öffnung 5 dient zur Durchführung des nicht dargestellten
Wasserauslaufs.
Auf der in 1, 2,
3 linken Seite der Betätigungsvorrichtung
1 ist ein Temperaturerhöhungssensor 3 zum Vergrößern
der Wassertemperatur und auf ihrer rechten Seite ein Temperaturverringerungssensor
33 zum Verkleinern der Wassertemperatur angeordnet.
Auf der oberen Oberfläche des Temperaturerhöhungssensors
3 ist ein Pluszeichen 6 angebracht, um dem Benutzer zu signalisieren,
dass durch Betätigung dieses Sensors die Temperatur des austretenden Wassers
erhöht wird. Der Temperaturverringerungssensor 33 ist entsprechend
mit einem Minuszeichen 7 versehen. Jeweils im Bereich des Plus- und des
Minuszeichens weisen die Sensoren 3, 33 in 1,
2, 3 nicht sichtbare Piezoelemente
auf.
Die Sensoren 3, 4, 33 sind jeweils über
nicht dargestellte Signalleitungen mit einer nicht dargestellten Steuereinheit verbunden,
über die in an sich bekannter Weise entsprechende Proportional- beziehungsweise
Temperierventile in einer Warmwasser- und einer Kaltwasserspeiseleitung gesteuert
werden.
Zwischen dem Temperaturerhöhungssensor 3 und dem Mengenänderungssensor
4 ist eine Warmwasserleuchtdiodenzeile 10 und zwischen dem Mengenänderungssensor
4 und dem Temperaturverringerungssensor 33 eine Kaltwasserleuchtdiodenzeile
11 angeordnet.
Die Leuchtdiodenzeilen 10, 11 erstrecken sich jeweils
über die gesamte Breite der Sensoren 3, 4, 33. Jede
Leuchtdiodenzeilen 10, 11 weist fünf Leuchtdioden
12, 13 auf. Die Leuchtdioden 12 der Warmwasserleuchtdiodenzeile
10 strahlen rot, die Leuchtdioden 13 der Kaltwasserleuchtdiodenzeile
11 strahlen blau.
Um den Wasserfluss zu starten, wird einer der drei Sensoren
3, 4, 33 mit einer Hand berührt.
Das entsprechende Sensorsignal wird über die jeweilige Signalleitung
zur Steuereinheit übermittelt, mit der die Ventile entsprechend geöffnet
werden. In der Steuereinheit sind die Grundwerte für die Wassertemperatur und
den Wasservolumenstrom gespeichert, die beim Starten des Wasserflusses automatisch
eingestellt werden. Hierbei ist sowohl für die Wassertemperatur als auch für
den Wasservolumenstrom jeweils ein Mittelwert vorgegeben. Die Mittelwerte werden
aus dem jeweiligen maximalen und minimalen Wert, der durch vollständiges Öffnen
beziehungsweise Schließen der Ventile realisierbar ist, gebildet.
Um den Wasservolumenstrom zu vergrößern, wird der Mengenänderungssensor
4 entweder mehrmals langsam hintereinander oder solange berührt, bis
der gewünschte Wasservolumenstrom eingestellt ist. Mit jeder Berührung
wird der Wasservolumenstrom um einen vorzugsweise werksseitig voreingestellten Wert
vergrößert. Bei einer dauerhaften Berührung wird der Wasservolumenstrom
automatisch um diesen Wert inkrementiert. Wird der Mengenänderungssensor
4 mehrmals schnell hintereinander berührt, so stoppt dies den Wasserdurchfluss.
Um die Wassertemperatur zu verändern, werden der Temperaturerhöhungssensor
3 beziehungsweise der Temperaturverringerungssensor 33 analog
zum Mengenänderungssensor 4 betätigt.
Wird in einem vorgegebenen Zeitintervall von vorzugsweise 80 Sekunden
keiner der Sensoren 3, 4, 33 betätigt, so wird der
Wasserfluss aus Sicherheitsgründen, um einen Dauerlauf zu verhindern, mit der
Steuereinheit automatisch abgeschaltet.
Die Visualisierung dieser Vorgänge geschieht wie folgt:
Solange die Betätigungsvorrichtung 1 nicht betätigt wird, also
kein Wasser fließt, werden alle Leuchtdioden 12, 13 mit der
Steuereinheit in einem Standby-Modus angesteuert, in dem sie mit reduzierter Intensität
strahlen, aber dennoch ein deutlich sichtbares Licht aussenden, um dem Benutzer
die Funktionsbereitschaft der Betätigungsvorrichtung 1 zu signalisieren.
Auf diese Weise wird der Benutzer auch auf die Aufgabe des Temperaturerhöhungssensors
3 und des Temperaturverringerungssensors 33 hingewiesen.
Sobald der Temperaturerhöhungssensor 3 betätigt
wird, sendet die Steuereinheit einen Impuls an die Warmwasserleuchtdiodenzeile
10, so dass als Bestätigung der Sensorbetätigung deren Leuchtdioden
12 kurz hell aufblitzen. Bei der ersten Betätigung wird jeweils die
in 1 bis 3 untere Hälfte
der Leuchtdioden 12, 13 der Warmwasserleuchtdiodenzeile
10 und der Kaltwasserleuchtdiodenzeile 11 mit der Steuereinheit
so angesteuert, dass sie in einem Aktiv-Modus hell strahlen, um dem Benutzer zu
signalisieren, dass der Wasserfluss gemäß den Grundwerten vorliegt.
Wird der Wasservolumenstrom durch Betätigen des Mengenänderungssensors
4 verändert, so wird auch die Anzahl der angesteuerten Leuchtdioden
12, 13 beider Leuchtdiodenzeilen 10, 11 entsprechend
verändert. Die Anzahl der insgesamt strahlenden Leuchtdioden 12,
13 ist ein somit Maß für den Wasservolumenstrom. Das Verhältnis
der Anzahl der strahlenden Warmwasser-Leuchtdioden 12 zur Anzahl der strahlenden
Kaltwasser-Leuchtdioden 12 bleibt hierbei unverändert.
Bei dem größten einstellbaren Wasservolumenstrom mit der
mittleren Wassertemperatur strahlen alle Leuchtdioden 12, 13 (2).
Wird der Temperaturerhöhungssensor 3 ein weiteres Mal
betätigt, so wird die Wassertemperatur durch entsprechendes Ändern der
Ventileinstellungen vergrößert, wobei der Gesamtvolumenstrom des Mischwassers
konstant bleibt. Darüber hinaus werden die Leuchtdioden 12 der Warmwasserleuchtdiodenzeile
10 zunächst so angesteuert, dass diese kurz aufblitzen. Anschließend
wird mit der Steuereinheit die Anzahl der angesteuerten Leuchtdioden 13
der Kaltwasserleuchtdiodenzeile 11 in 1 bis
3 von oben nach unten verringert, um dem Benutzer zu
signalisieren, dass die Menge des zuströmenden Kaltwassers verringert wurde.
Gleichzeitig wird die Anzahl der angesteuerten Leuchtdioden 12 der Warmwasserleuchtdiodenzeile
10 entsprechend erhöht, um anzuzeigen, dass die Menge des zuströmenden
Warmwassers vergrößert wurde.
Sobald der höchste einstellbare Wert für die Wassertemperatur
erreicht ist, also die Warmwasserspeiseleitung vollständig
geöffnet und die Kaltwasserspeiseleitung geschlossen ist, werden die Leuchtdioden
12 der Warmwasserleuchtdiodenzeile 10 mit der Steuereinheit dreimal
kurz angesteuert, so dass diese dreimal aufblitzen, um dem Benutzer zu signalisieren,
dass keine weitere Temperaturerhöhung möglich ist. Auch beim Erreichen
des höchsten einstellbaren Wertes für die Wassertemperatur wird weiterhin
die in 3 unterste Leuchtdiode 13 der Kaltwasserleuchtdiodenzeile
11 angesteuert, um den Benutzer auf die Funktion des Temperaturverringerungssensors
33 hinzuweisen.
Entsprechend wird zur Verringerung der Wassertemperatur vorgegangen.
Hierzu wird der Temperaturverringerungssensor 33 betätigt. Infolgedessen
werden die Leuchtdioden 13 der Kaltwasserleuchtdiodenzeile 11
mit der Steuereinheit kurz angesteuert, so dass sie kurz aufblitzen. Daraufhin wird
mit der Steuereinheit die Anzahl der angesteuerten Leuchtdioden 12 der
Warmwasserleuchtdiodenzeile 10 entsprechend verringert und die Anzahl der
angesteuerten Leuchtdioden 13 der Kaltwasserleuchtdiodenzeile
11 entsprechend erhöht, um dem Benutzer eine Verringerung der Wassertemperatur
zu signalisieren (1).
Wird der Wasserfluss statt mit dem Temperaturerhöhungssensor
3 durch Betätigen des Temperaturverringerungssensors 33 gestartet,
so steuert die Steuereinheit die Leuchtdioden 13 der Kaltwasserleuchtdiodenzeile
11 entsprechend an, so dass diese kurz aufblitzen. Die weitere Betätigung
erfolgt analog zu dem bereits erläuterten Ablauf nach dem Starten des Wasserflusses
durch Betätigen des Temperaturerhöhungssensors 3.
In 4 ist ein zweites Ausführungsbeispiel
der Erfindung dargestellt.
Im Unterschied zum ersten, in Verbindung mit 1
bis 3 erläuterten Ausführungsbeispiel ist
ein Mengenänderungssensor 104 statt in der Mitte einer Betätigungsvorrichtung
101 an deren in 4 rechten Ende vorgesehen.
Darüber hinaus ist anstelle jeweils eines separaten Temperaturerhöhungssensors
3 und eines Temperaturverringerungssensors 33 ein kombinierter
Temperaturänderungssensor 103 zum Verändern der Wassertemperatur
auf der linken Seite der Betätigungsvorrichtung 101 angeordnet. Dort,
wo im ersten Ausführungsbeispiel der Mengenänderungssensor 4
angeordnet ist, ist im zweiten Ausführungsbeispiel ein Auslaufelement
120 ohne Sensorfunktion mit einer durchgängigen Öffnung
105 für einen nicht dargestellten Wasserauslauf vorgesehen.
Auf der in 4 oberen Oberfläche des
Mengenänderungssensor 104 und des Temperaturänderungssensors
103 ist jeweils an einer Seite ein Pluszeichen 106 angebracht,
um dem Benutzer zu signalisieren, dass durch Betätigung des jeweiligen Sensors
103, 104 an dieser Stelle die Menge beziehungsweise die Temperatur
des austretenden Wassers erhöht wird. An der anderen Seite sind die Sensoren
103, 104 jeweils entsprechend mit einem Minuszeichen
107 versehen.
Zwischen dem Temperaturänderungssensor 103 und dem Auslaufelement
120 ist ein Distanzelement 108 und zwischen dem Auslaufelement
120 und dem Mengenänderungssensor 104 ist ein Aufnahmeelement
109 für eine Bargraphzeile 110 angeordnet.
Mit der Bargraphzeile 110 wird sowohl die Funktion der Sensoren
103, 104 als auch die aktuelle Wassertemperatur und die aktuelle
Wasserdurchflussmenge visualisiert.
Die Bargraphzeile 110 erstreckt sich über die gesamte
Breite der Betätigungsvorrichtung 101. Sie weist eine Vielzahl von
rechteckigen Bargraphelementen 112 auf, die hintereinander angeordnet sind.
Jedes Bargraphelement 112 verfügt jeweils über
eine in 4 nicht sichtbare rot strahlende und eine blau
strahlende Leuchtdiode, die paarweise nebeneinander angeordnet sind, so dass sie
jeweils einen balkenförmigen Bereich mitbilden. Die Bargraphzeile
110 weist so gewissermaßen zwei direkt nebeneinander angeordnete Leuchtdiodenzeilen
auf, die in ihrer Funktion der Warmwasserleuchtdiodenzeile 10 beziehungsweise
Kaltwasserleuchtdiodenzeile 11 aus dem ersten Ausführungsbeispiel
entsprechen. Die Leuchtdioden sind jeweils einzeln mit der Steuereinheit steuerbar
verbunden. Durch die angesteuerten rot beziehungsweise blau strahlenden Leuchtdioden
wird entsprechend eine rote beziehungsweise blaue Fläche gekennzeichnet.
Um den Wasserfluss zu starten, wird einer der beiden Sensoren
103, 104 mit einer Hand berührt. Der Wasserfluss wird daraufhin
analog zum ersten Ausführungsbeispiel gestartet.
Um den Wasservolumenstrom oder die Wassertemperatur zu vergrößern,
wird der Mengenänderungssensor 104 beziehungsweise der Temperaturänderungssensor
103 im Bereich seines Pluszeichens 106 entweder mehrmals langsam
hintereinander oder solange berührt, bis der gewünschte Wasservolumenstrom
beziehungsweise die gewünschte Wassertemperatur eingestellt ist. Ansonsten
erfolgt die Änderung des Wasservolumenstroms beziehungsweise der Wassertemperatur
analog zu dem ersten Ausführungsbeispiel.
Zur Verringerung des Wasservolumenstroms beziehungsweise der Wassertemperatur
wird er im Bereich seines Minuszeichens 107 entsprechend
betätigt. Wird der entsprechende Sensor 103, 104 mehrmals
schnell hintereinander berührt, so stoppt dies den Wasserdurchfluss.
Die Visualisierung dieser Vorgänge geschieht analog zur Visualisierung
der entsprechenden Vorgänge gemäß dem ersten, in Verbindung mit
1 bis 3 erläuterten
Ausführungsbeispiel.
Es kann auch vorgesehen sein, dass der Wasserfluss lediglich durch
Betätigen des Mengenänderungssensor 4; 104 gestartet
werden kann.
Der Wasserfluss kann bei allen Ausführungsbeispielen auch mit
einem separaten Schalter oder Sensor, vorzugsweise einem ein Piezoelement aufweisenden
Schalter gestartet und/oder gestoppt werden.
Beispielsweise kann ein separater Sensor zum Einschalten des Wasservolumenstroms
vorgesehen sein. Bei Betätigen dieses Sensors wird der Wasserfluss gestartet
und mit einer Sicherheitsabschaltung nach beispielsweise 80 Sekunden gestoppt, sofern
er nicht vorher durch Betätigung eines weiteren separaten Sensors zum Ausschalten
gestoppt wurde. Wird einer der anderen Sensoren betätigt, arbeitet die Sanitärarmatur
als Selbstschlussarmatur und schaltet automatisch nach beispielsweise 10 Sekunden
ab.
Statt des Mengenänderungssensor 4; 104 kann
auch der Wasserauslauf selbst als kapazitiver Sensor verwendet werden, so dass auf
einen gesonderten Mengenänderungssensor 4; 104 verzichtet
werden kann.
Die Sensoren 3, 4, 33; 103,
104 können beispielsweise Piezoelemente aufweisende oder kapazitive
Sensoren sein. Es können auch andere Sensoren, insbesondere optische Sensoren,
oder Taster, die mit oder ohne direkte Berührung arbeiten, beispielsweise Schalter
mit Piezoelementen eingesetzt werden.
Statt der Sensoren 3, 4, 33;
103, 104 kann auch ein mechanisches Betätigungselement, beispielsweise
ein Mischhebel oder dergleichen vorgesehen sein. Das Verhältnis der Anzahl
angesteuerter rot strahlender Leuchtdioden zur Anzahl angesteuerter blau strahlender
Leuchtdioden entspricht dann dem Verhältnis der Öffnungsquerschnitte der
Proportional- oder Temperierventile oder dergleichen.
Statt der elektronischen Sicherheitsfunktion, mit der ein Dauerlauf
verhindert wird, indem nach etwa 80 Sekunden der Wasserfluss abgeschaltet wird,
kann auch eine Selbstschlussarmatur als Temperierarmatur verwendet werden, die bereits
nach etwa 10 Sekunden den Wasserfluss abschaltet.
Es ist auch möglich, dass bei den vorgegebenen Grundwerten jeweils
alle rot strahlenden und blau strahlenden Leuchtdioden der Leuchtdiodenzeilen
10, 11 beziehungsweise der Bargraphzeile 110 mit der
Steuereinheit angesteuert werden und strahlen. Bei einer Temperaturerhöhung/Temperaturverringerung
wird dann die Anzahl der blau strahlenden Leuchtdioden/rot strahlenden Leuchtdioden,
die angesteuert werden, verkleinert.
Bei beiden Ausführungsbeispielen kann alternativ oder zusätzlich
auch vorgesehen sein, dass bei einer Betätigung eines der Sensoren
3, 33; 103, 104 zunächst eine die vom Benutzer
eingestellte Soll-Wassertemperatur beziehungsweise den Soll-Wasservolumenstrom repräsentierende
Anzahl von Leuchtdioden 11, 12 kurz strahlend angesteuert wird,
um dem Benutzer eine sofortige Rückmeldung über die Soll-Einstellung zu
geben. Anschließend kann die aktuell vorliegende Ist-Wassertemperatur beziehungsweise
der aktuell vorliegende Ist-Wasservolumenstrom dargestellt werden, indem beispielsweise
die entsprechenden Leuchtdioden 11, 12 solange blinken, bis die
Wassertemperatur beziehungsweise der Wasservolumenstrom ihre jeweilige Soll-Einstellung
erreicht hat.
Inaktive, nicht angesteuerte Leuchtdioden brauchen nicht vollständig
abgeschaltet zu werden. Es genügt, lediglich ihre Helligkeit vorzugsweise auf
eine Standby-Energiestufe zu reduzieren, so dass ein homogenes Bild der Betätigungsvorrichtung
1; 101 erzielt wird und außerdem über die im Standby-Modus
strahlenden Leuchtdioden der noch verfügbare Einstellbereich erkennbar ist.
Es können anstatt nur der rot strahlenden oder blau strahlenden
Leuchtdioden auch alle Leuchtdioden dreimal oder öfter mit der Steuereinheit
angesteuert werden, wenn der niedrigste oder höchste einstellbare Wassertemperaturwert
erreicht ist.
Es kann auch eine einzige Leuchtdiodenzeile beziehungsweise eine Bargraphzeile
mit abwechselnd einer rot strahlenden Leuchtdiode/einem rot strahlenden Bargraphelement
und einer blau strahlenden Leuchtdiode/einem blau strahlenden Bargraphelement verwendet
werden.
Auch andere Farbkombinationen als rot und blau können verwendet
werden.
Die Anzahl der strahlenden Leuchtdioden kann bei einer Verringerung
des Wasservolumenstroms statt von einer Seite her auch symmetrisch von außen
nach innen reduziert werden. Die letzte Leuchtdiode, die beim Erreichen des niedrigsten Wertes
des Wasservolumenstroms noch leuchtet, ist in diesem Falle in der Mitte der Leuchtdiodenzeile
10, 11 beziehungsweise der Bargraphzeile 110 angeordnet.
Es können auch andere Leuchtmittel als Leuchtdioden Verwendung
finden.
Statt der Leuchtdiodenzeile 10, 11 beziehungsweise
der Bargraphzeile 110 kann auch eine andere Anzeigeeinrichtung beispielsweise
ein im Wesentlichen lineares insbesondere farbiges Display, beispielsweise ein LCD-
oder TFT-Display oder dergleichen, vorgesehen sein. In diesem Fall ist die Ausdehnung
einer auf dem Display dargestellten Fläche ein Maß für die Wassertemperatur
und/oder den Wasservolumenstrom.
Die optische Anzeige durch die Leuchtdiodenzeilen 10,
11 beziehungsweise die Bargraphzeile 110 ist bei einer nicht dargestellten
Ausführungsform durch eine akustische Ausgabeeinheit ergänzt, die bei
einer Betätigung eines Sensors 3, 4, 33;
103, 104 ein akustisches Signal erzeugt.