Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines
BiCMOS-Bauelements, umfassend ein erstes bipolares Bauelement und ein zweites bipolares
Bauelement desselben Dotierungstyps.
In rauschempfindlichen analogen Anwendungen für hohe Qualitätsansprüche
werden typischerweise bipolare Transistoren mit einem Verstärkungsfaktor nahe
1000 benötigt, um bei einem bestimmten Kollektorstrom den Basisstrom und somit
das Rauschen zu verringern. Eigenständige monolithische, bipolare Transistoren
mit einem Verstärkungsfaktor nahe 1000 sind aus dem Stand der Technik bekannt.
Die Komplexität der Integration eines solchen bipolaren Super-Beta-Transistors
in einen herkömmlichen BiCMOS-Fertigungsfluss ist prohibitiv, und die Herstellungskosten
würden dadurch übermäßig steigen.
Aus der US 6,472,288 B2
ist ein Verfahren zur Herstellung eines BiCMOS-Bauelements bekannt, bei dem zwei
bipolare Bauelemente mit verschiedenen Dotierprofilen gebildet werden. Dazu werden
die Basisschichten der bipolaren Bauelemente nacheinander abgeschieden, so daß
die Dotierprofile unabhängig voneinander eingestellt werden können.
Aus der US 6,531,369 B1
ist ein Heterobipolartransistor bekannt, der eine SiGe-Basis aufweist, deren Ge-Konzentration
vom Kollektor zum Emitter abnimmt.
In der US 5,856,695 A ein
BiCMOS-Bauelement gezeigt, das zwei NPN-Transistoren aufweist, deren Basisschichten
jeweils ein unterschiedliches Dotierprofil aufweisen. Die Dotierprofile sind so
gewählt, daß ein Transistor mit durchschnittlichem Verstärkungsfaktor
und ein Transistor mit sehr großem Verstärkungsfaktor gebildet ist.
In dem Artikel „SiGe BiCMOS Technology for Communication Products"
(Racanelli, Kempf; Proceedings of the 2003 Custom Integrated Circuits Conference,
2003, S. 331-334) ist ein BiCMOS-Bauelement mit einem 200 GHz SiGe-Bipolartransistor
und einem 0,13 &mgr;m CMOS-Transistor gezeigt. Das Verfahren zur Herstellung dieses
BiCMOS-Bauelements ist im Prozeßablauf und in der Architektur gleich einem
bekannten Verfahren zur Herstellung eines BiCMOS-Bauelements mit SiGe-Bipolartransistor
und einem 0,35 &mgr;m, 0,25 &mgr;m oder 0,18 &mgr;m CMOS-Transistor, es wurde
lediglich die Abscheidetemperatur von SiGe begrenzt und die Implantationsparameter
wurden optimiert.
Die vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zur Integration eines
bipolaren Super-Beta-Transistors in einen bestehenden BiCMOS-Fertigungsfluss mit
minimal höherer Komplexität bereit.
Das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung umfaßt
die Schritte der Abscheidung einer dielektrischen Schicht über einer Halbleiterschicht,
der Abscheidung einer Gate-Leiterschicht über der dielektrischen Schicht, der
Definition von Basiszonen des ersten und des zweiten bipolaren Bauelements, des
Entfernens der Gate-Leiterschicht und der dielektrischen Schicht in den Basiszonen
des ersten und des zweiten bipolaren Bauelements, der Abscheidung einer Basisschicht
auf der Gate-Leiterschicht und auf der freigelegten Halbleiterschicht in den Basiszonen
des ersten und des zweiten bipolaren Bauelements, der Abscheidung einer Isolierschicht
über der Basisschicht, der Bildung einer Photoresistschicht und der Definition
von Emitterzonen des ersten und des zweiten bipolaren Bauelements, des Entfernens
der Photoresistschicht in den Emitterzonen des ersten und des zweiten bipolaren
Bauelements, wodurch zwei Emitterfenster gebildet werden, der Maskierung des Emitterfensters
des ersten bipolaren Bauelements und der Behandlung der Basisschicht in der Basiszone
des zweiten bipolaren Bauelements mit einem zusätzlichen Emitterimplantat durch
das zugehörige Emitterfenster. Da die Basisstrukturierung und die Basisabscheidung
des ersten und des zweiten bipolaren Bauelements in demselben Prozessschritt stattfinden,
erfordert das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung lediglich einen
zusätzlichen Maskierungsschritt für die selektive Implantation der Basiszone
des zweiten bipolaren Transistors durch das zugehörige Emitterfenster. Die
zusätzliche Implantation verursacht, dass der Emitter-Basis-Übergang tiefer
in die SiGe-Zone verschoben wird, so dass die Ge-Konzentration an dem Emitter-Basis-Übergang
im Vergleich zu der Ge-Konzentration an dem Emitter-Basis-Übergang ohne zusätzliche
Implantation erhöht wird. Die Konzentration von Ge an dem Emitter-Basis-Übergang
ist entscheidend für den Verstärkungsfaktor des bipolaren Transistors.
Eine Erhöhung der Ge-Konzentration an dem Übergang durch die zusätzliche
Implantation führt zu einem bipolaren Transistor mit erhöhtem Verstärkungsfaktor.
Des Weiteren hat die zusätzliche Implantation den Effekt, dass der Basisdotierstoff
nahe seiner Höchstkonzentration durch den implantierten Dotierstoff kompensiert
wird, wodurch die Gummelzahl, die ungefähr gleich der Anzahl von Majoritätsladungsträgern
pro Einheitsfläche in der Basis ist, verringert wird. Eine verringerte Gummelzahl
führt ebenfalls zu einem erhöhten Verstärkungsfaktor. Auf diese Weise
kann man bipolare Transistoren mit einem Mindestverstärkungsfaktor von 1000
erhalten.
Ein nicht zur Erfindung gehörendes Verfahren umfaßt die
Schritte der Abscheidung einer dielektrischen Schicht über einer Halbleiterschicht,
der Abscheidung einer Gate-Leiterschicht über der dielektrischen
Schicht, der Definition einer Basiszone des ersten bipolaren Bauelements, des Entfernens
der Gate-Leiterschicht und der dielektrischen Schicht in der Basiszone des ersten
bipolaren Bauelements, der Abscheidung einer Basisschicht auf der Gate-Leiterschicht
und auf der Halbleiterschicht in der Basiszone des ersten bipolaren Bauelements,
der Definition einer Basiszone des zweiten bipolaren Bauelements, des Entfernens
der Basisschicht, der Gate-Leiterschicht und der dielektrischen Schicht in der Basiszone
des zweiten bipolaren Bauelements, der Abscheidung einer Basisschicht in der Basiszone
des zweiten bipolaren Bauelements, wobei die Basisschichten des ersten und des zweiten
bipolaren Bauelements in situ während der Abscheidung dotiert werden, um verschiedene
Dotierungsprofile zu erhalten. Da die Basisschichten des ersten und des zweiten
bipolaren Bauelements separat abgeschieden werden, können die Dotierungsprofile
der beiden bipolaren Bauelemente unabhängig voneinander gebildet werden. In
dieser Variante erfordert die Integration eines bipolaren Super-Beta-Transistors
in den gegenwärtigen BiCMOS-Fertigungsfluss eine separate Basisstrukturierung
und -abscheidung und einen zusätzlichen selektiv implantierten Kollektor (SIC).
In der bevorzugten Ausführungsform sind die Basisschichten Silizium-Germanium-Schichten.
Um ein bipolares Bauelement mit erhöhtem Verstärkungsfaktor zu erhalten,
wird die Basisschicht des zweiten bipolaren Transistors in situ dotiert, um an dem
Emitter-Basis-Übergang eine höhere Germaniumkonzentration zu erhalten
als die Basisschicht des ersten bipolaren Transistors an ihrem Emitter-Basis-Übergang
aufweist.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen in Übereinstimmung mit der
vorliegenden Erfindung und unter Bezugnahme auf die Zeichnungen, in denen:
1 schematisch einen Teil eines BiCMOS-Bauelements zeigt,
der für die Herstellung eines bipolaren Medium-Beta-Transistors und eines bipolaren
Super-Beta-Transistors gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren
bereitgestellt wird;
2 schematisch den Teil des BiCMOS-Bauelements gemäß
1 nach der Maskierung eines der beiden Emitterfenster
zur selektiven Belichtung der Basis des bipolaren Super-Beta-Transistors mit einem
zusätzlichen Emitterimplantat durch das andere der beiden Emitterfenster zeigt;
3 die Dotierstoffkonzentration in Abhängigkeit
von der Tiefe des bipolaren Transistors eines bipolaren Medium-Beta-Transistors
im Vergleich zu einem bipolaren Super-Beta-Transistor zeigt;
4 und 5 schematisch einen
Teil eines BiCMOS-Bauelements zeigen, der für die Herstellung eines bipolaren
Medium-Beta-Transistors und eines bipolaren Super-Beta-Transistors gemäß
einem nicht zur Erfindung gehörenden Verfahren bereitgestellt wird.
1 zeigt einen Teil des BiCMOS-Bauelements, der für
die Herstellung eines bipolaren Super-Beta-Transistors neben einem bipolaren Medium-Beta-Transistor
vorgesehen ist. Der bipolare Super-Beta-Transistor und der bipolare Medium-Beta-Transistor
haben denselben Dotierungstyp. Sie sind vorzugsweise NPN-Transistoren. Das BiCMOS-Bauelement
umfasst eine vergrabene Oxidschicht (BOX) 10, die einen Trägerwafer
12 von einer darüber liegenden monokristallinen Halbleiterschicht
14, die typischerweise eine Siliziumschicht ist, trennt. Die Halbleiterschicht
14 umfasst elektrisch aktive Zonen 16 für den bipolaren Medium-Beta-Transistor
und den bipolaren Super-Beta-Transistor und elektrisch inaktive Zonen
18 zur Isolierung der elektrisch aktiven Zonen 16 voneinander.
Die elektrisch inaktiven Zonen 18 werden vorzugsweise durch in die Halbleiterschicht
14 geätzte Gräben 20 gebildet, die mit einem Isoliermaterial
wie Oxid gefüllt sind. Die elektrisch aktiven Zonen 16 umfassen eine
N-dotierte vergrabene Schicht (NBL) für jeden bipolaren Transistor. Vorzugsweise
werden N-dotierte Sinker 22 in den elektrisch aktiven Zonen 16
der bipolaren Bauelemente gebildet. Die Sinker 22 dienen dazu, den Reihenwiderstand
in den bipolaren Bauelementen zu verringern. Verfahren zur Bildung der oben erwähnten
Struktur sind aus dem Stand der Technik wohl bekannt und werden hier nicht beschrieben.
Eine dünne dielektrische Schicht 24, die typischerweise
eine Oxidschicht ist, wird auf der Halbleiterschicht 14 gewachsen. Die
dielektrische Schicht 24 bildet das Gate-Oxid der MOS-Transistoren des
BiCMOS-Bauelements, die in 1 nicht sichtbar sind. In
modernen CMOS-Prozessen liegt die Dicke des Gate-Oxids zwischen 2 und 12 nm. Eine
dotierte oder undotierte Gate-Leiterschicht 26, die typischerweise eine
Polysiliziumschicht ist, wird über der dielektrischen Schicht 24 abgeschieden.
Danach werden die Basiszone 28 des bipolaren Medium-Beta-Transistors und
die Basiszone 30 des bipolaren Super-Beta-Transistors gleichzeitig in denselben
Prozessschritten durch wohl bekannte Strukturierungstechniken definiert, die zum
Beispiel das Auftragen einer Photoresistschicht (hier nicht gezeigt) auf der Gate-Leiterschicht
26, die Belichtung ausgewählter Zonen der Photoresistschicht, die
Entwicklung des Photoresists, das Ätzen der Zonen der Gate-Leiterschicht
26, die nicht mehr von dem Photoresist bedeckt werden, und das Entfernen
des restlichen Photoresists umfassen. Die Gate-Leiterschicht 26 wird vorzugsweise
durch RIE (reaktives Ionenätzen) geätzt. Anschließend werden die
unbedeckte dielektrische Schicht 24 in der Basiszone
28 des bipolaren Medium-Beta-Transistors und in der Basiszone
30 des bipolaren Super-Beta-Transistors in demselben Prozessschritt geätzt,
und es wird eine Basisschicht 32 abgeschieden. In der bevorzugten Ausführungsform
ist die Basisschicht 32 eine Silizium-Germanium-Schicht.
Während der Abscheidung wird die Basisschicht 32 in
situ dotiert. Da beide Transistoren NPN-Transistoren sind, ist Bor ein typischer
Dotierstoff. Die Silizium-Germanium-Schicht 32 wächst epitaktisch
in den Basiszonen 28, 30 der bipolaren Transistoren über
der belichteten monokristallinen Halbleiterschicht 14 (durch horizontale
Striche hervorgehoben) und als polykristallines Silizium über den belichteten,
elektrisch inaktiven Zonen 18 und über der Polysiliziumschicht
26 (durch diagonale Striche hervorgehoben). Über der Basisschicht
32 wird eine Grenzflächen-Oxidschicht 34 gebildet. Das Vorhandensein
einer Grenzflächen-Oxidschicht 34 verringert den Basisstrom und erhöht
den Verstärkungsfaktor des Transistors. Somit werden die Basis des bipolaren
Medium-Beta-Transistors und die Basis des bipolaren Super-Beta-Transistors gleichzeitig
definiert und gleichzeitig abgeschieden, so dass die Bildung der Basis des bipolaren
Super-Beta-Bauelements bis zu diesem Punkt des Fertigungsflusses keine zusätzlichen
Maskierungs- oder Prozessschritte erfordert.
Über der Grenzflächen-Oxidschicht 34 wird eine
Isolierschicht 36 gebildet, und über der Isolierschicht
36 wird eine Photoresistschicht 38 gebildet. Die Isolierschicht
36 wird vorzugsweise durch einen Stapel von Nitrid und Oxid gebildet. Die
Emitterzone 40 des bipolaren Medium-Beta-Transistors und die Emitterzone
42 des bipolaren Super-Beta-Transistors werden definiert, und die Photoresistschicht
38 und die Isolierschicht 36 werden in diesen Emitterzonen,
40, 42 entfernt, so dass ein Emitterfenster 44 für
den bipolaren Medium-Beta-Transistor und ein Emitterfenster 46 für
den bipolaren Super-Beta-Transistor gebildet werden. Wiederum werden die Definition
der Emitterzonen 40, 42 und die Bildung der Emitterfenster
44, 46 für den bipolaren Medium-Beta-Transistor und den bipolaren
Super-Beta-Transistor in denselben Prozessschritten vorgenommen, und deshalb erfordert
die Integration des bipolaren Super-Beta-Transistors in den gegenwärtigen BiCMOS-Prozess
bis zu diesem Punkt des Fertigungsflusses im Vergleich zu dem Fertigungsfluss eines
BiCMOS-Bauelements ohne bipolaren Super-Beta-Transistor keine zusätzlichen
Maskierungs- oder Prozessschritte.
2 zeigt die nächsten Schritte zur Integration
des bipolaren Super-Beta-Transistors in den gegenwärtigen BiCMOS-Fertigungsfluss.
Das Emitterfenster 44 des bipolaren Medium-Beta-Transistors wird durch
einen Photoresist maskiert, so dass nur die Basiszone 30 des bipolaren
Super-Beta-Transistors in dem darauf folgenden Implantationsschritt freigelegt ist.
In dem darauf folgenden Implantationsschritt wird ein Dotierstoff selektiv in die
Basiszone 30 des bipolaren Super-Beta-Transistors durch das zugehörige
Emitterfenster 46 mit einer Energie und Dosis implantiert, die den Emitter-Basis-Übergang
tiefer in die SiGe-Zone verschiebt, so dass die Ge-Konzentration an dem Emitter-Basis-Übergang
im Vergleich zu der Ge-Konzentration an dem Emitter-Basis-Übergang ohne zusätzliche
Implantation erhöht wird. In dem Falle eines NPN-Transistors ist der zusätzliche
Dotierstoff typischerweise Arsen oder Phosphor.
Nach der zusätzlichen Implantation wird das Emitterfenster
44 des bipolaren Medium-Beta-Transistors wieder geöffnet, und es wird
auf dieselbe Weise wie in dem BiCMOS-Standardprozess ein Emitter gebildet. Da die
Basiszone 30 des bipolaren Super-Beta-Transistors durch das Emitterfenster
46 freigelegt ist, werden die Emitter beider Transistoren gleichzeitig
gebildet. Der Emitter wird typischerweise durch Abscheidung einer epitaktischen
Polysiliziumschicht gebildet. Die Polysiliziumschicht wird vorzugsweise während
der Abscheidung in situ dotiert, in dem Falle eines NPN-Transistors typischerweise
mit Arsen oder Phosphor.
3 zeigt die Dotierungsprofile eines Medium-Beta-NPN-Transistors
im Vergleich zu denen eines Super-Beta-NPN-Transistors. Die Dotierungsprofile erhält
man durch SIMS (sekundäre Ionenmassenspektrometrie). Die Dotierstoffe sind
Bor (B), Arsen (As) und Germanium (Ge). Die Profile sind die Profile des fertigen
BiCMOS-Bauelements nach Hochtemperaturprozessschritten und Ausheilzyklen. Wie man
erkennen kann, schneidet das As-Profil das Ge-Profil auf Grund der zusätzlichen
Implantation mit As bei einem höheren Ge-Konzentrationswert im Vergleich zu
dem Ge-Konzentrationswert ohne zusätzliche Implantation. Die Tiefe, bei der
sich diese beiden Profile schneiden, entspricht in etwa der Tiefe, in der sich der
Emitter-Basis-Übergang befindet, so dass die Ge-Konzentration an dem Emitter-Basis-Übergang
auf Grund der zusätzlichen Implantation erhöht ist. Der Schnittpunkt zwischen
dem As- und dem Ge-Profil mit zusätzlicher As-Implantation ist in
3 durch Ziffer 1 markiert. Da die Konzentration
von Ge an dem Emitter-Basis-Übergang wesentlich für den Verstärkungsfaktor
des bipolaren Transistors ist, führt die zusätzliche Implantation zu einem
bipolaren Transistor mit einem höheren Verstärkungsfaktor. Wie durch Ziffer
2 in 3 markiert, hat die zusätzliche
Implantation mit As ferner den Effekt, dass der Basisdotierstoff B nahe seiner Höchstkonzentration
durch das implantierte As kompensiert wird, wodurch die Gummelzahl, die ungefähr
gleich der Anzahl von Majoritätsladungsträgern pro Einheitsfläche
in der Basis ist, verringert wird. Eine verringerte Gummelzahl
führt ebenfalls zu einem erhöhten Verstärkungsfaktor. Auf diese Weise
können Super-Beta-Transistoren mit einem Mindestverstärkungsfaktor von
1000 hergestellt werden. Der Verstärkungsfaktor eines bipolaren Medium-Beta-Transistor
liegt typischerweise zwischen 150 und 300. In Bezug auf das Profil von B bemerkt
man in 3, dass der Schwanz an dem Basis-Kollektor-Übergang
eine erhöhte Konzentration hat. Dies lässt sich auf Zwischengittersilizium
zurückführen, das mit der zusätzlichen Emitterimplantation eingeführt
wird, da das Zwischengittersilizium die Diffusion von Bor verbessert.
4 und 5 zeigen schematisch
eine nicht zur Erfindung gehörende Variante zur Integration eines bipolaren
Super-Beta-Transistors in ein Standard-BiCMOS-Bauelement. Gemäß dieser
Variante werden die Basisstrukturierung und die Abscheidung des bipolaren Medium-Beta-Transistors
und des bipolaren Super-Beta-Transistors nacheinander durchgeführt. Wie in
dem Verfahren gemäß der ersten Variante wird eine dünne dielektrische
Schicht 124, die typischerweise eine Oxidschicht ist und das Gateoxid des
MOS-Transistors bildet, auf der Halbleiterschicht 114 gewachsen. Eine Gate-Leiterschicht
126, die typischerweise eine Polysiliziumschicht ist, wird über der
dünnen dielektrischen Schicht 124 abgeschieden. Danach wird im Gegensatz
zu der ersten Variante lediglich die Basiszone 128 des bipolaren Medium-Beta-Transistors
definiert, und es werden lediglich die Gate-Leiterschicht 126 und die dünne
dielektrische Schicht 124 in der definierten Basiszone 128 des
bipolaren Medium-Beta-Transistors entfernt. Dann wird eine Basisschicht
132 in der Basiszone 128 des bipolaren Medium-Beta-Transistors
und auf der Gate-Leiterschicht 126 abgeschieden. Die Basisschicht
132 ist vorzugsweise eine Silizium-Germanium-Schicht und wird während
der Abscheidung in situ dotiert. Die Silizium-Germanium-Schicht wächst epitaktisch
in der Basiszone 128 des bipolaren Medium-Beta-Transistors über der
belichteten monokristallinen Halbleiterschicht 114 (durch horizontale Striche
hervorgehoben) und als polykristallines Silizium über den belichteten elektrisch
inaktiven Zonen 118 und über der Gate-Leiterschicht 126 (durch
diagonale Striche hervorgehoben).
Erst nach der Bildung der Basisschicht 132 des bipolaren
Medium-Beta-Transistors wird die Basiszone 130 des bipolaren Super-Beta-Transistors
zum Beispiel durch Auftragen einer Photoresistschicht auf der Basisschicht
132, Belichtung ausgewählter Zonen der Photoresistschicht, Entwicklung
des Photoresists, Ätzung der nicht mehr von dem Photoresist bedeckten Zonen
der Basisschicht 132 und Entfernen des restlichen Photoresists definiert.
Danach werden die unbedeckte Gate-Leiterschicht 126 und die dünne
dielektrische Schicht 124 in der Basiszone 130 des bipolaren Super-Beta-Transistors
geätzt, und es wird eine Basisschicht 150 für den bipolaren Super-Beta-Transistor
abgeschieden. Da die Basisschicht 150 des bipolaren Super-Beta-Transistors
separat von der Basisschicht 132 des bipolaren Medium-Beta-Transistors
abgeschieden wird, kann das Dotierungsprofil des bipolaren Super-Beta-Transistors
unabhängig von dem Dotierungsprofil des bipolaren Medium-Beta-Transistors gebildet
werden. Nach der Basisabscheidung wird ein selektiv implantierter Kollektor (SIC)
unter die intrinsische Basis des bipolaren Super-Beta-Transistors positioniert,
z.B. durch Implantation durch die Basis-Epitaxialschicht während der Maskierung
durch das Emitterfenster.
In der bevorzugten Ausführungsform der Variante ist die Basisschicht
150 eine Silizium-Germanium-Schicht. Um einen bipolaren Transistor mit
erhöhtem Verstärkungsfaktor zu erhalten, wird die Basisschicht
150 in situ dotiert, um eine im Vergleich zu der Germanium-Konzentration
an dem Emitter-Basis-Übergang des benachbarten bipolaren Medium-Beta-Transistors
erhöhte Germanium-Konzentration an dem Emitter-Basis-Übergang zu erhalten.
Des Weiteren wird die Basis-Gummelzahl durch Kompensierung des Basisdotierstoffs
bei dessen Höchstkonzentration mit dem zusätzlich implantierten Dotierstoff
verringert. Die verringerte Basis-Gummelzahl führt ebenfalls zu einem erhöhten
Verstärkungsfaktor des bipolaren Bauelements.
Während sich die obigen Ausführungsformen hauptsächlich
auf NPN-Transistoren beziehen, sollte angemerkt werden, dass ähnliche Techniken
verwendet werden können, um wahlweise den Verstärkungsfaktor eines PNP-Transistors
zu erhöhen, da ein höherer Ge-Gehalt an dem Emitter-Basis-Übergang
ebenfalls zu einem höheren Kollektorstrom in einem PNP-Transistor führt.