Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum zeilenverkoppelten
Erzeugen eines Taktes gemäß den oberbegrifflichen Merkmalen des Patentanspruches
1 bzw. auf eine Schaltung zum zeilenverkoppelten Erzeugen eines Taktes gemäß
den oberbegrifflichen Merkmalen des Patentanspruchs 12.
Aus US 4,009,449 ist eine
Frequenz-Regelschleife FLL bekannt, welche zur Erzeugung der Horizontalsynchronisationsfrequenz
dient und in Relation zu einer vertikalen Synchronisationsfrequenz von 60 Hz geregelt
wird.
EP 1 471 745 A1 offenbart eine Videosynchronisationsschaltung,
welche eine Frequenz-Regelschleife FLL beinhaltet.
Aus WO 2005/060105 A1
ist eine weitere Synchronisationsschaltung bekannt, die ebenfalls eine Frequenz-Regelschleife
FLL beinhaltet
Das zeilenverkoppelte Erzeugen eines Taktes ist insbesondere für
Bild- bzw. Video-ICs (IC: Integrated Circuit/Integrierte Schaltungsanordnung) wichtig,
wobei beim Takterzeugen eine phasenstabile Regelschleife eingesetzt wird. Sehr oft
werden im Front-End von digitalen Video-ICs zeilenverkoppelte Takte benötigt,
welche mit einer so hohen Phasengenauigkeit generiert werden müssen, dass die
Phasenabweichung des erzeugten Taktes über eine Bildzeile hinweg nur wenige
Prozent der Taktperiode beträgt.
Üblicherweise wird zur Takterzeugung eine digitale PLL (Phase
Locked Loop/Phasengekoppelte Schleife) verwendet. Über eine dabei durchgeführte
Phasenmessung wird immer die Phase des erzeugten Taktes relativ zum aktuellen horizontalen
Synchronisations-Impuls betrachtet. Dadurch kann die Phasenabweichung direkt und
die daraus resultierende Frequenzabweichung indirekt bestimmt und ausgeregelt werden.
Ein Vorteil einer solchen Verfahrensweise ist die extrem hohe Genauigkeit.
Eine solche Phasenmessung hat jedoch auch Nachteile. Um einen Phasenwert
zu messen, der sich unterhalb der Auflösung des Arbeitstaktes der entsprechenden
Schaltungsanordnung befindet, müssen Synchronisationsflanken mit analogen Filtern
zur Bandbegrenzung abgeflacht werden, so dass die Synchronisationsflanken sicher
beobachtet werden können, um sie anschließend mit AD-Wandlern (AD: Analog-zu-Digital)
zu digitalisieren. Für eine solche Verfahrensweise werden analoge Filter und
ein AD-Wandler benötigt, wobei mindestens 8 Bit Daten verarbeitet werden können
müssen. Außerdem muss die Klemmung der AD-Wandler gut eingestellt werden,
damit die Synchronisationsflanke nicht verzerrt wird und es dadurch zu Messfehlern
kommt, was wiederum dazu führen kann, dass die Regelung die benötigte
Güte nicht erreicht und ein entsprechender Fehler als Jitter im Bild sichtbar
wird. Der digitale Hardware-Aufwand der Phasenmessung, um robust gegen Störungen
zu sein, ist dementsprechend hoch.
Außerdem ist es so nur möglich, externe analoge Synchronisations-Impulse
zu bearbeiten. Soll sich die Regelschleife hingegen auf einen Synchronisations-Impuls
einklinken, der ein digitaler Impuls im Inneren des ICs selbst ist, geht die Genauigkeit
verloren oder es werden zusätzliche digitale Schaltungen benötigt, um
die erforderliche Phaseninformation zu bekommen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein alternatives Verfahren
bzw. eine alternative Schaltung zum zeilenverkoppelten Erzeugen eines Taktes vorzuschlagen.
Insbesondere soll dabei eine Phasenmessung nicht erforderlich sein und vorteilhaft
auch ein digitaler Impuls bzw. Takt im Inneren der Schaltungsanordnung selber verwendet
werden können.
Diese Aufgabe wird durch das Verfahren zum zeilenverkoppelten Erzeugen
eines Taktes mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 bzw. durch die Schaltung mit
den Merkmalen des Patentanspruchs 12 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand abhängiger Ansprüche.
Bevorzugt wird demgemäss ein Verfahren zum zeilenverkoppelten
Erzeugen eines Takts, bei dem der Takt in Relation zu einem Synchronisationssignal
bereitgestellt wird und der Takt mittels einer Regelschleife bezüglich der
Phase und/oder Frequenz in Relation zu dem Synchronisationssignal geregelt wird,
wobei eine Vielzahl von zumindest zwei Zählwerten bestimmt wird, wobei jeder
der Zählwerte über zumindest eine Zähldaueranzahl aufeinander folgender
Perioden des Synchronisationssignals bestimmt wird und wobei jeder der Zählwerte
relativ zu zumindest einem weiteren der Zählwerte um einen Zählversatz
ungleich der Zähldaueranzahl aufeinander folgender Perioden des Synchronisationssignals
zeitlich versetzt bestimmt wird.
Bevorzugt wird demgemäss außerdem eine Schaltung zum zeilenverkoppelten
Erzeugen eines Takts mit einer Taktquelle zum Bereitstellen eines Takts in Relation
zu einem Synchronisationssignal, einer Regelschleife zum Regeln des Takts bezüglich
der Phase und/oder Frequenz in Relation zu dem Synchronisationssignal und einer
Vielzahl von zumindest zwei Zählern zum Bestimmen einer entsprechenden Vielzahl
von Zählwerten über zumindest eine Zähldaueranzahl
aufeinander folgender Perioden des Synchronisationssignals, wobei die Zähler
ausgelegt oder angesteuert sind, den Zählwert zumindest eines der Zähler
relativ zu zumindest dem Zählwert eines der weiteren der Zähler um einen
Zählversatz ungleich der Zähldaueranzahl aufeinander folgender Perioden
des Synchronisationssignals zeitlich versetzt zu bestimmen.
Eine solche Verfahrensweise bzw. Schaltung ermöglicht eine zeilenverkoppelte
Takterzeugung für Video-ICs mit Hilfe einer phasenstabilen FLL (Frequency Locked
Loop/Frequenzgekoppelte Schleife). Mit Hilfe einer sehr einfachen jedoch genügend
genauen Frequenzmessung werden die gewünschten Anforderungen zum Bereitstellen
eines zeilenverkoppelten Taktes mit ausreichender Genauigkeit erfüllt. Auf
einfache Art und Weise wird durch eine gestaffelte Anordnung von Zählern bzw.
eine gestaffelte Abfolge von Zählverfahren im Falle einer integrierten Schaltungsanordnung
mit einem entsprechenden Steuer-Algorithmus die übliche Phasenmessung durch
eine Frequenzmessung ersetzbar.
Diese Verfahrensweise zielt auf den grundsätzlichen Ansatz, dass
eigentlich die Frequenz und nicht die Phase geregelt werden soll. Eine phasengekoppelte
Regelschleife (PLL) wird im Allgemeinen nur deswegen verwendet, weil sie sehr genau
und phasenstabil ist. Mit einer frequenzgekoppelten Schleife wird hingegen im Allgemeinen
keine ausreichende Phasenstabilität erzielt und die Frequenz muss sehr lange
gemessen werden, um ein halbwegs genaues Ergebnis zu erzielen. Mit Hilfe einer derart
gestaffelten Anordnung von Zählern bzw. Zählabläufen wird jedoch
auch mit einer digitalen frequenzgekoppelten Regelschleife ein theoretisch beliebig
genaues und phasenstabiles Ergebnis erzielbar.
Entsprechend werden vorteilhaft die Werte der verschiedenen Zählwerte
miteinander verglichen, um eine Phasenverschiebung zwischen dem Takt und dem Synchronisationssignal
zu bestimmen. Die Werte der verschiedenen der Zählwerte werden mit einem Sollwert
verglichen, um eine erforderliche Korrektur des Takts bzw. einen Korrekturwert zu
bestimmen. Vorzugsweise wird zur Bestimmung einer erforderlichen Korrektur des Takts
mittels der Zählwerte eine Taktfrequenz bestimmt und anschließend die
derart bestimmte Taktfrequenz mit einem Frequenz-Soll-Wert verglichen.
Bei einer solchen Verfahrensweise bzw. Schaltungsanordnung kann der
Takt in vorteilhafter Art und Weise mittels einer eigenständigen Taktquelle
innerhalb einer integrierten Schaltungsanordnung oder sonstigen Schaltung erzeugt
werden und zu dem extern oder ebenfalls durch eine interne Quelle bereitgestellten
Synchronisationssignal synchronisiert werden. Das Synchronisationssignal ist im
Fall eines Einsatzes in Verbindung mit einem Video-IC vorzugsweise ein Horizontal-Synchronisationssignal
einer Zeilenschaltung für eine Bildverarbeitung.
Auf einfache Art und Weise wird durch eine Regelschleife eine Frequenzmessung
durchführbar, welche eine trotzdem ausreichende Genauigkeit bietet. Als die
Vielzahl von zumindest zwei Zählwerten wird eine Anzahl geringer einer Gesamtanzahl
von Zeilen eines Bildsignals verwendet, um ein schnelles Ansprechen der Regelschleife
zu ermöglichen. Als die Anzahl der Zählwerte wird dabei ein Wert von 8
Zählwerten bzw. Zählern besonders bevorzugt. Jedoch können größere
Werte, beispielsweise 32 oder 64 ebenfalls eingesetzt werden, um eine Genauigkeit
der Verfahrensweise bzw. der Schaltung zu erhöhen.
Die Zähldaueranzahl der Zählwerte ist zweckmäßigerweise
ebenfalls kleiner einer Bildpunktanzahl einer Zeile eines Bildsignals gesetzt. Die
Zähldaueranzahl entspricht dabei zweckmäßigerweise, jedoch nicht
notwendig, der Vielzahl der Zählwerte, das heißt insbesondere besonders
bevorzugt einem Wert von 8, 32 oder 64. Die Zähldaueranzahl entspricht somit
einer Anzahl von Perioden des Synchronisationssignals, insbesondere Horizontal-Synchronisationssignals,
und zugleich der Anzahl von Zählern bzw. Zählwerten. Prinzipiell können
jedoch die Anzahl der Zähler und die Anzahl der gezählten Perioden des
Synchronisationssignals voneinander abweichen, insbesondere im Verhältnis eines
ganzzahligen Vielfachen voneinander abweichen.
Entsprechend ist ein Zählversatz gleich einer Periode des Taktsignals
gewählt, so dass pro Periode des Taktsignals ein Zähler bzw. ein Zählwert
bereitgestellt wird.
Vorteilhaft ist eine solche Schaltung rein digital umsetzbar. AD-Wandler
zum Bereitstellen eines digitalen Signals zu einem analogen Horizontal-Synchronisationssignal
für die integrierte Schaltung sind nicht mehr erforderlich. Bei Formaten eines
Bildsignals, bei welchen mit einem separaten Synchronisationssignal gearbeitet wird,
ist das Synchronisationssignal üblicherweise sowieso nur als 1-Bit-Impuls vorhanden,
so dass mit einem Zählversatz gleich 1 gearbeitet werden kann. Insbesondere
in einem solchen Fall sind weitere AD-Wandler einsparbar, welche ansonsten solche
Synchronisationssignale in das System digital einbringen und mit z.B. 8 Bit darstellen
müssten. Dazu gehören Grafikkarten-Signale, Signale einer ITU-Schnittstelle
(ITU: International Telecommunication Union) und natürlich Signale interne
Synchronisationssignalquellen.
Ein Ausführungsbeispiel wird nachfolgend anhand der Zeichnung
näher erläutert. Zur Vermeidung von Wiederholungen werden dabei bevorzugt Verfahrensschritte,
Funktionen und Schaltungskomponenten nur anhand einer einzelnen der Figuren beschrieben,
wobei entsprechende Bezugszeichen auch in den weiteren Figuren verwendet werden.
Es zeigen:
1 schematisch ein Grundprinzip einer Schaltung zur
zeilenverkoppelten Takterzeugung für Video-ICs mit Hilfe einer phasenstabilen
FLL,
2 eine detailliertere Schaltung,
3 einen beispielhaften PI-Regler (PI: Phasen-Inkrement)
4 eine beispielhafte Zähleranordnung zur Frequenzmessung
in einer solchen Schaltung,
5 eine Abfolge von Taktdiagrammen eines Horizontal-Synchronisationssignals
und der einzelnen Zählerwerte der Zähler,
6 eine Information eines solchen Messsystems anhand
einer Taktanzahl, welche über der Anzahl der Horizontal-Synchronisationsimpulse
aufgetragen ist zur Darstellung einer Sprungantwort einer Taktfrequenzmessung, und
7 Taktdiagramme eines Horizontal-Synchronisationssignals,
eines Takts der Schaltung, von Zählerwerten sowie von Zählerständen
nach beispielhaft acht Zeilen für drei verschiedene Phasenlagen.
1 zeigt schematisch eine beispielhafte Schaltung zum
zeilenverkoppelten Erzeugen eines Takts t. Der Takt t wird von einem digitalen Taktoszillator
DTO, welcher üblicherweise auch als Digital Timing Oscillator bezeichnet wird,
ausgegeben. Der Taktoszillator DTO kann in Form eines Standardelements der Digitaltechnik
bereitgestellt werden. Insbesondere kann der Taktoszillator DTO einzeln verwendet
oder in eine Regelschleife eingebunden werden. Üblicherweise würde der
Taktoszillator in Verbindung mit einer Regelung in Art einer digitalen PLL (Phase
Locked Loop) geschaltet werden, wobei jedoch vorliegend eine Phasenregelung in Form
einer FLL (Frequency Locked Loop) eingesetzt wird. Da der Taktoszillator DTO selbst
durch eine digitale Schaltung ausgebildet ist, insbesondere durch einen Addierer,
welcher mit einem einstellbaren Inkrement Modulo addiert, wobei das meist-signifikante
Bit (MSB/Most Signifikant Bit) einen Taktausgang clk treibt, benötigt der Taktoszillator
DTO auch einen Basistakt ti. Ein solcher Basistakt ti wird dem Taktoszillator DTO
üblicherweise von einer analogen PLL angelegt. Dieser Basistakt ti ist dabei
meist sehr viel höher als der vom Taktoszillator DTO erzeugte Takt t, in der
Regel mindestens doppelt so groß, so dass der Taktoszillator DTO auch einfach
als einstellbarer Taktteiler betrachtet werden kann.
Der am Taktausgang clk des Taktoszillators DTO ausgegebene Takt t
wird einer Anordnung oder Verfahrensabfolge zur Taktfrequenzmessung TFM angelegt.
Die Anordnung zur Taktfrequenzmessung TFM bildet einen diskreten Filter welcher
im mathematischen Bereich der z-Transformierten im Falle von acht Stützpunkten
darstellbar ist gemäß 1 + 1z–1 + 1z–2
+ 1z–3 + 1z–4 + 1z–5 + 1z–6
+ 1z–7, wobei die Summe durch 1 zu teilen ist. In der algorithmischen
oder konstruktiven Umsetzung erfolgt die Berechnung durch eine Bestimmung einer
Vielzahl von Zählwerten mittels zueinander gestaffelt angeordneter Zähler.
Entsprechend werden von der Anordnung zur Taktfrequenzmessung TFM Zählwerte
cn ausgegeben.
Die Zählwerte cn der Anordnung zur Taktfrequenzmessung TFM werden
einem ersten Subtraktionsglied S1 an dessen Subtraktionseingang angelegt. An dem
weiteren Eingang des Subtraktionsglieds S1 wird eine Soll-Frequenz fs für eine
Anzahl von Takten pro Zeile multipliziert mit einem Wert der Vielzahl n der Zählwerte
cn angelegt. Gegebenenfalls findet zugleich eine Verstärkung der multiplizierten
Soll-Frequenz fs statt. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel mit acht
Zählwerten cn, n = 8, entspricht der Multiplikationsfaktor eben dieser Vielzahl
n = 8.
Das Subtraktionsergebnis wird einer PI-Steuereinrichtung PI angelegt,
wobei dieser Differenzwert d als Regelgröße für die PI-Steuereinrichtung
dient. Ein solcher PI-Regler besteht üblicherweise aus zwei Teilen, einem proportional
wirkenden P-Anteil und einem integral wirkenden I-Anteil, wobei diesbezüglich
eine handelsübliche Komponente einsetzbar ist. Der PI-Regler PI stellt den
Basistakt ti für den digitalen Taktoszillator DTO bereit. Gebildet wird somit
eine Frequenz-Regelschleife mit einem vom digitalen Taktoszillator DTO bereitgestellten
Takt t, welcher als zeilenverkoppelter Takt t zu einem Synchronisationssignal für
insbesondere einen Video-IC einer Schaltung zur Bildverarbeitung bereitstellbar
ist.
2 zeigt eine detailliertere Ausführungsform einer
solchen Schaltungsanordnung. Nachfolgend beschrieben werden lediglich Komponenten,
welche zusätzlich zu den anhand 1 beschriebenen
Komponenten dargestellt sind. Kern der Schaltung gemäß 2
ist wieder eine Frequenz-Regelschleife FLL aus einem digitalen Taktoszillator DTO,
welcher den Takt t bereitstellt, einer Anordnung zur Taktfrequenzmessung TFM, welche
Zählwerte cn ausgibt, einem Subtraktionsglied S1, welche die Zählwerte
cn von einer mit der Vielzahl n multiplizierten bzw. verstärkten Soll-Frequenz
fs abzieht, und einer PI-Steuereinrichtung PI, deren Ausgangswert dem digitalen
Taktoszillator DTO zugeführt wird.
Der Frequenz-Sollwert fs wird vorzugsweise aus einer Speichereinrichtung
M bereitgestellt und einem Verstärker V angelegt, welcher neben einer Verstärkung
um beispielsweise einen Faktor 2 auch eine Multiplikation mit der Vielzahl n, insbesondere
mit dem Wert 8, durchführt. Der PI-Steuereinrichtung PI wird zusätzlich
zu dem Differenzsignal des Subtraktionsglieds S1 ein Synchronisationssignal hs in
Form einer Abfolge von Horizontal-Synchronisationsimpulsen einer Synchronisations-Impulsquelle
HS angelegt. Zweckmäßigerweise wird zuvor das Synchronisationssignal hs
in einem Verzögerungsglied VG um eine Einheitsverzögerung 1/z, d.h. um
einen Takt, verzögert. Die PI-Steuereinrichtung PI arbeitet somit auf Basis
eines verzögerten Synchronisationssignals hs und eines Regelwerts in Form des
Differenzwerts d des Subtraktionsglieds S1. Der Differenzwert d entspricht dabei
einer Differenzanzahl von Takten zwischen dem multiplizierten Frequenz-Sollwert
fs und dem momentanen Zählwert cn. Optional, beispielsweise im Fall einer Schaltung
mit einer fest vorgegebenen Anzahl von Zählern, kann anstelle des mit der Vielzahl
n multiplizierten Frequenz-Sollwerts fs auch direkt ein entsprechend größer
angesetzter Frequenz-Sollwert aus dem Speicher M ausgelesen und dem Subtraktionsglied
S1 angelegt werden.
Die PI-Steuereinrichtung PI gibt einen Differenz-Inkrementwert di
aus, welcher mittels eines Addierglieds A einem Betriebspunkt-Inkrement iop aufaddiert
wird, um den Basistakt ti für den digitalen Taktoszillator DTO bereitzustellen.
3 zeigt eine beispielhafte PI-Steuereinrichtung PI,
welcher der Differenzwert d als Differenzanzahl von Takten angelegt wird. Beispielhaft
kann wieder von einer Vielzahl n = 8 an Zählwerten ausgegangen werden. Die
Differenzanzahl der Takte in Form des Differenzwerts d wird sowohl einem Verstärker
V1 zur Multiplikation mit beim dargestellten Ausführungsbeispiel einem Wert
von 128 als auch einer Komponente F zur Umsetzung einer diskreten Übertragungsfunktion
1/z–1 angelegt. Der Ausgangswert der Komponente F zur Umsetzung
einer Übertragungsfunktion, welche einen Abgleich mit dem angelegten Synchronisationssignal
hs durchführt, wird einem weiteren Verstärker V2 mit beim dargestellten
Ausführungsbeispiel einer Verstärkung von 384 zugeführt. Die Ausgangswerte
der beiden Verstärker V1, V2 werden einem weiteren Addierer A2 angelegt, dessen
Additionsergebnis dem &Dgr;-Inkrement di entspricht, welches von der PI-Steuereinrichtung
PI ausgegeben wird.
Das Synchronisationssignal hs wird außerdem der Anordnung zur
Taktfrequenzmessung TFM angelegt. Ein beispielhafter Aufbau einer solchen Anordnung
zur Taktfrequenzmessung TFM ist in 4 skizziert. Das
Synchronisationssignal hs wird einer Vielzahl n = 8 von Synchronisations-Zählern
HSC angelegt. Das Synchronisationssignal hs wird dabei jeweils einem Takteingang
clk angelegt. Im Fall einer getroffenen Flanke wird von den entsprechenden Synchronisations-Zählern
HSC jeweils ein Treffersignal an eine Komponente zur Flanken-Detektion ED angelegt.
Der Komponente zur Flanken-Detektion ED liegt als Trigger-S1gnal außerdem der
Takt t an. Im Fall einer erfassten Flanke wird von den Komponenten zur Flanken-Detektion
ED jeweils ein S1gnal und/oder Impuls an einen Synchronisationseingang Hsync eines
individuell zugeordneten Zählers CT0–CT7 einer Gruppe von Zählern
CTn angelegt. Außerdem wird jedem der Zähler CT0–CT7 jeweils der
Takt t angelegt. Die Zähler CT0–CT7 der Gruppe aus Zählern CTn
geben jeweils einen Zählwert c1 –c7 aus, das heißt insgesamt 8
Zählwerte cn im Fall einer Anordnung mit einer Vielzahl n = 8 Zählern.
Die Zählwerte CT0–CT7 werden einem Multiportschalter MPS
angelegt, welcher die Zählerwerte cn ausgibt, welche dem Subtraktionsglied
S1 angelegt werden. Außerdem wird das Synchronisationssignal hs zusätzlich
einem weiteren, neunten Synchronisations-Zähler HSC8 angelegt, welcher eine
Abwärtszählung vornimmt und den Wert einem weiteren Addierer A1 anlegt.
Der Addierer addiert den Zählwert zu einem vorgegebenen Offset bzw. Versatzwert
eines Zählversatzes v und gibt das Additionsergebnis an einen Schalteingang
des Multiportschalters MPS aus. Der Zählversatz v dient dazu, das Zählverhältnis
der Takte t relativ zu den Impulsen des Synchronisationssignals hs festzulegen,
so dass die Zählperiode bzw. die Anzahl der Zähler relativ zu der Anzahl
der betrachteten Zeilen variiert werden kann. Beim dargestellten und besonders bevorzugten
Ausführungsbeispiel ist der Zählversatz v gleich 1.
Die Anordnung zur Taktfrequenzmessung TFM dient somit dazu, die Anzahl
der Takte t, welche von dem Taktoszillator DTO generiert wurden, in Relation zu
den Synchronisationssignalen hs, insbesondere in Form horizontaler Synchronisations-Impulse,
zu messen. Mit anderen Worten wird bestimmt, wie viele Takte t zwischen zwei Synchronisations-Impulsen
bzw. zwischen zwei Perioden des Synchronisationssignals hs auftreten. Die Messung
wird dabei umso genauer, je länger sie durchgeführt wird. Bei der beispielhaft
dargestellten Anordnung mit einer Vielzahl n von acht Zählern CTn und einem
Zählversatz v gleich 1 wird eine Messung über acht Synchronisationssignal-Perioden
durchgeführt. Um nicht immer erst nach acht Perioden des Synchronisationssignals
hs ein Messergebnis zu erzielen, sind die acht Zähler CTn gestaffelt angeordnet
bzw. angesteuert, so dass sie die Zählung jeweils um eine Periode des Synchronisationssignals
hs versetzt durchführen.
Der Multiportschalter gibt zyklisch mit jedem Synchronisations-Impuls
bzw. mit jeder Periode des Synchronisationssignals hs die aktuelle Taktanzahl der
letzten acht Synchronisations-Perioden als Zählwert cn aus, mit welchem dann
der Frequenz-Sollwert bzw. der entsprechend multiplizierte Wert verglichen wird.
Die Differenz dient dann dem PI-Regler bzw. der PI-Steuereinrichtung als Eingangswert.
Die Synchronisations-Zähler HSC mit den nachfolgenden Komponenten
zur Flanken-Detektion ED dienen dabei lediglich als Trigger für die eigentlichen
als Taktzähler dienenden Zähler CTn.
Die Taktzähler CTn zählen die Anzahl der Takte t, welche
vom digitalen Taktoszillator DTO generiert werden. Im Falle einer Schaltung zur
Takterzeugung für einen zeilenverkoppelten Betrieb (Line Locked Mode) eines
Video-ICs entsprechen dabei die Takte t jeweils einem Bildpunkt. Entsprechend ist
bei einer solchen Anwendung der Zählversatz v zweckmäßigerweise gleich
1 gesetzt. Dadurch wird das abzutastende Bildsignal weder überabgetastet noch
unterabgetastet sondern exakt mit der Bildpunkt-Frequenz abgetastet. Mit dem Takt
t des digitalen Taktoszillator DTO können entsprechend der restliche IC zur
Bildbearbeitung und damit auch die üblicherweise vorhandenen AD-Wandler betrieben
werden.
5 zeigt beispielhaft eine zeitliche Abfolge von S1gnalen
und Zählwerten der Anordnung zur Taktfrequenzmessung TFM. In der obersten Zeile
ist der Verlauf des Synchronisationssignals hs abgebildet. In den darunter liegenden
acht Zeilen sind die entsprechenden Reaktionen der einzelnen Zähler CT0–CT7
der Gruppe aus Zählern CTn abgebildet. Die unterste Zeile zeigt die vom Multiportschalter
MPS ausgegebenen Zählwerte cn. Gut erkennbar dargestellt ist, dass jeder der
Zähler CT0–CT7 jeweils während einer ersten Periode des Synchronisationssignals
hs schaltet bzw. zählt und dann über eine Dauer der Vielzahl n –
1 einer Zählperiode z den Wert am Ausgang bereitstellt. Die Zählperiode
z entspricht dabei im Falle eines Zählversatzes v gleich 1 der Anzahl bzw.
Vielzahl n = 8 der Zähler CTn. Die einzelnen der Zähler CT0–CT7
sind dabei derart angesteuert, dass sie jeweils um den Zählversatz v zueinander
versetzt schalten bzw. zählen, so dass ein Ergebnis am Multiportschalter MPS
nicht erst nach einer vollständigen Zählperiode z sondern bereits nach
der Dauer eines jeden Zählversatzes v anliegt.
Am Multiportschalter MPS wird entsprechend ein jeweils aktueller Zählwert
cn ausgegeben, welcher zyklisch über die Anzahl der Takte bzw. im Fall einer
Bildverarbeitung die Anzahl der Bildpunkte einer Zeile hochzählt. Entsprechend
sind weitere Komponenten und Verfahrensschritte bzw. Funktionen in der Schaltung
vorgesehen, wie beispielsweise Komponenten und Funktionen zum Rücksetzen der
Zähler CTn zum Ende einer jeweiligen Zeile.
Beispielsweise kann angenommen werden, dass eine Frequenz des Takts
t erzielt werden soll, welche pro Zeile nicht ungenauer als ein 8-tel der Taktperiode
ist. In diesem Fall muss gemäß dem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel
nur über acht Zeilen hinweg die Takte mittels der Vielzahl n von acht Zählern
CTn gezählt werden. Außerdem ist die Regelung so aufzubauen, dass die
Abweichung aller acht Zeilen auf maximal ± 1 Takt gehalten wird, damit die
Bedingung erfüllt ist. Natürlich ist eine solche Regelung, welche nur
alle acht Zeilen eingreift, sehr langsam. Mittels der gestaffelt angeordneten Zähler
mit einem jeweiligen Zählversatz v gleich der Taktperiode kann diese beschleunigt
werden.
Außerdem kann eine Phasenstabilität erreicht werden, da
der Takt t zuerst um eine ganze Taktperiode abweichen muss, damit eine schnelle
Phasenstabilität zu erzielen, wird mit den acht Zählern CT0–CT7
jeweils zueinander um den Zählversatz v über eine Periode von acht Zeilen
gemessen und dadurch eine gestaffelte Abfolge von Zählwerten cn erzielt.
6 zeigt eine beispielhafte Sprungantwort des Frequenzmesssystems
mit dem Filter bzw. der Anordnung zur Frequenzmessung TFM im Rückkoppelzweig
der phasengekoppelten Frequenz-Regelschleife FLL für einen solchen Fall. Aufgetragen
ist die Anzahl der Takte t über der Anzahl der Perioden des Synchronisationssignals
hs. Bereits nach einer Zähldaueranzahl z von acht Perioden des Synchronisationssignals
hs wird ein stabiler Zustand erzielt.
Zu diesem Zeitpunkt sind bei einer typischen Taktanzahl pro Zeile
ca. 1,8 × 104 Takte t erzielt. Bei einer Sprungantwort eines solchen
Messsystems ist erkennbar, dass natürlich erst nach acht Zeilen die volle Taktanzahl
sichtbar ist, aber bereits Zwischenergebnisse geliefert werden. Die Übertragungsfunktion
entspricht dabei der Übertragungsfunktion eines FIR-Filters (FIR: Finite Impulse
Response). Die Schaltungen gemäß 1 und
2 berücksichtigen eine solche Übertragungsfunktion
in der geschlossenen Regelschleife.
Erzielt wird somit bei jeder Zeile eine Information darüber,
wie genau der Takt t während der letzten n = 8 Zeilen war. Ist der Zählwert
cn um den Wert 1 zu groß oder zu klein, kann die Regelung der PI-Steuereinrichtung
PI sofort eine Nachregelung bewirken.
Zur Erläuterung der erzielbaren Phasenstabilität wird vorweg
angenommen, dass sich das System in einem eingeschwungenen Zustand befindet und
alle Zähler CTn, CT0–CT7, nach acht Zeilen den gleichen Zählerstand
bzw. Zählwert c0–c7 aufweisen. In einem solchen Fall ist es in der physikalischen
Realität so, dass die Frequenz nicht genau passt und es zu
einer Phasendrift bezogen zum Synchronisationssignal hs kommt. Ist die Phasendrift
so weit fortgeschritten, dass ein erster der Zähler CTn, CT0–CT7 mit
seinem Zählwert c0–c7 um den Wert 1 mehr oder weniger weit zählt
als der vorherige der Zähler CTn, beginnt die Regelung, dieser Änderung
entgegenzuwirken. Die Regelung bewirkt, dass der Takt t langsamer oder sogar in
die entgegengesetzte Richtung zu driften beginnt. Ein solches Verzählen passiert
dabei nicht an irgendeiner Stelle, sondern ist abhängig von der Phasenlage
zwischen dem Synchronisationssignal hs und dem Takt t, wie dies anhand
7 skizziert ist. Liegen die steigenden Flanken des
Synchronisationssignals hs und des Takts t genau beieinander, kann die Schaltungsanordnung
nicht mehr vorhersagen, ob der momentane Takt t noch gezählt wird oder eben
nicht mehr gezählt wird. Diese S1tuation ist in dem oberen der drei Ablaufdiagramme
aus 7 dargestellt. Die oberste Zeile zeigt dabei das
Synchronisationssignal hs mit einem einzelnen Impuls, dessen steigende Flanke mit
einer steigenden Flanke eines in der Zeile darunter dargestellten Taktes t zeitlich
zusammenfällt. In der darunter dargestellten Zeile ist der momentane Zählerstand
angegeben. Die vierte Zeile zeigt den Zählerstand nach jeweils acht Zeilen,
was der Periode des Impulses des Synchronisationssignals hs beim vorliegenden Beispiel
entspricht.
Wenn die Regelung in der entgegengesetzten Richtung zu der vorherigen
Phasendrift steuert, passiert der gleiche Vorgang wieder, so dass die Taktphase
letztendlich genau bei diesem Übergang hängen bleibt, weil die Regelung
um diesen Punkt zu zirkulieren beginnt. Dabei entspricht die Weite der Zirkulation
+/– 1 Takt, wenn eine entsprechende Auslegung des PI-Reglers PI vorgenommen
ist. Im Gesamten entspricht dies wieder maximal einer 1/8-Taktperiode. Mit anderen
Worten muss, um eine Änderung eines Zählers um 1 zu detektieren, nicht
mehr eine ganze Taktperiode des Takts t weit gedriftet werden, sondern nur mehr
um maximal 1/8 der Periode des Takts t.
Anschaulich ist dies anhand 7 erkennbar,
in welcher der Zählerstand im Fall der kritischen Phasenlage bei identischem
Übergang des Synchronisationssignals hs und des Takts t zuvor bei einem Wert
von 17.600 liegt und mit dem Synchronisations-Impuls des Synchronisationssignals
hs auf 0 rückgesetzt wird. In einem solchen Fall bleibt der momentane Zählerstand,
das heißt der vom Multiportschalter MPS ausgegebene Zählerwert cn auch
nach dem Schaltvorgang auf einem Wert von 17.600 stehen. In den in der Mitte von
7 dargestellten Ablaufdiagrammen liegt der Impuls des
Synchronisationssignals hs zeitlich etwas hinter der entsprechenden Flanke des Takts
t, was zu einem Zählerwert cn von 17.601 und einem verkürzten Intervall
mit zurückgesetzten Zählerständen führt. Vom Multiportschalter
MPS wird entsprechend nach dem Übergang der beiden S1gnale ein Zählerwert
cn von 17.601 ausgegeben. Bei diesem Diagramm liegt somit der Takt t zeitlich etwas
vor dem Synchronisationssignal hs. In der unteren Abfolge von Taktdiagrammen liegt
die steigende Flanke des Takts t zeitlich etwas hinter der steigenden Flanke des
Synchronisationssignals hs, wobei beide Flanken noch innerhalb der kritischen Phasenlage
von 1/8-Taktperiode des Takts t liegen. Dies hat zur Folge, dass der momentane Zählerwert
noch beim Wert von 17.599 liegt, so dass nachfolgend vom Multiportschalter MPS der
Zählerwert 17.599 als Zählerstand nach acht Zeilen ausgegeben wird.
Auf diesem Grundprinzip aufbauend kann die Vielzahl n der Zähler
CTn, die Zähldaueranzahl z der Impulse des Synchronisationssignals hs, über
welche pro Zähler einmal gezählt wird, und/oder der Zählversatz v
entsprechend der gewünschten Genauigkeit angepasst werden. Zur Erhöhung
der Genauigkeit kann die Anzahl bzw. Vielzahl n der Zähler erhöht werden
auf beispielsweise 32 oder 64.