Die vorliegende Erfindung betrifft ein optisches Wellenleiterarray
sowie einen optischen Wellenlängenmultiplexer/Demultiplexer mit dem optischen
Wellenleiterarray.
Demultiplexer werden im Bereich der Telekommunikation und Datenübertragung,
insbesondere der optischen Datenübertragung eingesetzt.
Auf dem Gebiet der optischen Datenübertragung wird in heutigen
Glasfasernetzen häufig das so genannte DWDM (Dens Wavelength Division Multiplexing)-Verfahren
eingesetzt. Dabei werden Daten in mehreren Lichtsignalen von je unterschiedlicher
Wellenlänge in der gleichen Glasfaser übermittelt. Da sich die Lichtsignale
gegenseitig nicht negativ beeinflussen, kann die gesamte Übertragungsrate durch
Steigerung der Anzahl der Signale erhöht werden. Zur Übertragung der unterschiedlichen
Lichtsignale in der gleichen Glasfaser wird eingangsseitig ein so genannter Multiplexer
benötigt, der die Lichtsignale verschiedener Wellenlängen in die gleiche
Glasfaser einkoppelt. Am Ende der Glasfaser ist ein entsprechender Demultiplexer
vorzusehen, um das Gesamtsignal wieder in die einzelnen Lichtsignale auf unterschiedlichen
Wellenleitern aufzuteilen.
Eine Realisierung eines solchen Multiplexer/Demultiplexers kann beispielsweise
mit so genannten AWG (Arrayed Waveguide Gratings) durchgeführt werden. Ein
solcher AWG ist beispielhaft in 3 gezeigt. Ein Wellenleiterarray
1 wird auch als Phased Array bezeichnet und umfasst eine Vielzahl einzelner
Wellenleiter, die vorliegend halbkreisförmig angeordnet sind. Dieses Array
1 ist über je einen Koppelbereich 2, 3 mit einem
oder mehreren Eingangswellenleitern 4 sowie einer Vielzahl von Ausgangswellenleitern
5 gekoppelt. Die Koppelbereiche werden auch als Free Propagation Region,
kurz FPR bezeichnet. Der erste Koppler 2, der auch als Eingangskoppler
bezeichnet wird, dient dazu, das aus dem Eingangswellenleiter 4 austretende
Gesamtlichtsignal auf die einzelnen Wellenleiter des Arrays 1 zu verteilen,
durch die sich das Licht dann in Richtung des zweiten Kopplers 3, des Ausgangskopplers,
ausbreitet.
Die Länge der einzelnen Wellenleiter im Wellenleiterarray
1 ist dabei so gewählt, dass die Längendifferenz des optischen
Weges zweier benachbarter Wellenleiter einem ganzzahligen Vielfachen einer Zentralwellenlänge
entspricht, für die der Demultiplexer vorgesehen ist. Somit weisen die Feldverteilungen
der einzelnen Lichtsignale in dem Array 1 eingangsseitig am Ausgangskoppler
3 im wesentlichen eine gleiche Phasenlage zueinander auf. Dies führt
dazu, dass die Feldverteilung, die an dem Array 1 zugewandten Ausgangsbereich
des Eingangskopplers 2 vorhanden ist, im Eingangsbereich, also dem ebenfalls
dem Array 1 zugewandten Bereich des Ausgangskopplers 3 reproduziert
wird.
Aufgrund des konstanten Längenunterschieds benachbarter Wellenleiter
im Wellenleiterarray 1 nimmt der Phasenunterschied &Dgr;&phgr; linear
von innen nach außen zu. Dadurch wird die Wellenfront insgesamt gebeugt, wodurch
sich ein Fokuspunkt in der Bildebene 6 vom Mittelpunkt der Bildebene weg
bewegt. Durch geeignete Positionierung der Ausgangswellenleiter 5 entlang
der Bildebene 6 am Ende des Ausgangskopplers 5 lässt sich
festlegen, welche Wellenlänge und damit welche Lichtsignale den jeweiligen
Ausgangswellenleitern 5 zugeordnet sind.
Der Wunsch nach immer weiter steigenden Datenübertragungsraten
führt dazu, dass innerhalb des bei Glasfasernetzwerken vorgegebenen nutzbaren
Übertragungsfensters die Wellenlängenabstände (auch gennant Kanalabstände
vom Engl. Channel Spacing) zwischen den einzelnen zu übertragenden Lichtsignalen
reduziert werden und so die Anzahl der Lichtsignale beziehungsweise Kanäle
innerhalb des Übertragungsfensters für die jeweilige Glasfaser erhöht
wird.
Dabei kann jedoch das Problem auftreten, dass die so genannte Nonuniformity,
der Unterschied der Signalstärke zwischen dem stärksten und dem schwächsten
Signal am Ausgang des Ausgangskopplers, also am Ausgang des AWG, zunimmt. Zusätzlich
gibt es spezielle AWGs wie zum Beispiel so gennante Colourless AWGs oder CWDM AWGs
für die es kaumm möglich ist die Nonuniformity klein zu designen.
Wie anhand von 5 und 6
gezeigt ist, wird die Nonuniformity durch die Fernfeldverteilung des Lichts am Ende
des Ausgangskopplers 3 bestimmt. 5 und
6 zeigen dies am Beispiel eines Colourless AWG mit
acht Ausgangskanälen.
Im Detail zeigt 5 die Fernfeldverteilung
des Lichts am Ende des Ausgangskopplers 3. Nur der Teil der Fernfeldverteilung,
wo die Ausgangswellenleiter, vorliegend mit acht Ausgangskanäle bezeichnet,
positioniert sind, bestimmt das Maß für die Nonuniformity. 6
zeigt die Nonuniformity anhand eines Schaubilds der Einfügedämpfung in
Dezibel dB aufgetragen über der Wellenlänge in Mikrometern, wobei auffällt,
dass die simulierte und gemessene Nonuniformity die gleiche Form wie die Fernfeldverteilung
hat. Daraus ergibt sich wie bereits erwähnt, dass die Nonuniformity durch die
Fernfeldverteilung des Lichts am Ende des zweiten Kopplers 3 bestimmt wird.
Eine einfache Möglichkeit der Reduzierung der Nonuniformity wäre
eine Vergrößerung der beiden Koppler 2,
3. Die Vergrößerung der Koppler führt jedoch zu einer deutlichen
Vergrößerung des AWG insgesamt, was signifikante Kostensteigerungen zur
Folge hätte. Insbesondere bei hoher Anzahl der Ausgangskanäle ist zudem
eine technologische Grenze für die Größe der Koppler und des AWG
insgesamt vorgegeben.
Eine andere Möglichkeit, die Nonuniformity zu reduzieren, ist
die Breite der Wellenleiter am Ausgang des Ausgangskopplers 3 zu verändern.
Diese Maßnahme ist beispielsweise in dem Dokument US
2006/013536 angegeben. Auch die Dokumente WO
02/073270 A1 und EP 1373950 A1
beschäftigen sich mit einer Variation der Breite der Wellenleiter. Dabei wird
in den Bereichen, wo die Signale zu klein sind, der Wellenleiter etwas breiter gemacht,
um mehr Licht zu erhalten, während man in den Bereichen, wo die Signalpegel
ohnehin sehr hoch sind, schmalere Wellenleiter anfügt und somit weniger Licht
in den Wellenleiter einkoppelt. Dadurch wird die Lichtintensität in den Bereichen
zu geringen Lichts erhöht, während die Intensität im Bereich zu großen
Lichts etwas reduziert wird. Insgesamt werden die Signalstärken homogenisiert
und somit die Nonuniformity reduziert.
Problematisch bei diesem Ansatz ist jedoch, dass eine Vergrößerung
der Breite der Wellenleiter zu einem vergrößerten Übersprechen zweier
benachbarter Kanäle führen kann, englisch Cross Talk. Zudem ist normalerweise
der Abstand benachbarter Wellenleiter vorgegeben, so dass durch diesen Ansatz nur
verhältnismäßig geringfügige Verbesserungen der Nonuniformity
möglich sind.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein optisches Wellenleiterarray
sowie einen optischen Wellenlängenmultiplexer/Demultiplexer anzugeben, bei
dem die Nonuniformity reduziert ist.
Diese Aufgabe wird mit den Gegenständen der Ansprüche 1
und 10 gelöst. Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche.
Nach einer Ausführungsform ist ein optisches Wellenleiterarray
vorgesehen, das zumindest einen Taper umfasst. Der Taper umfasst einen ersten Abschnitt
und zumindest einen zweiten Abschnitt. Der erste Abschnitt weist einen sich aufweitenden
Querschnitt auf, während der zweite Abschnitt einen sich verjüngenden
Querschnitt aufweist.
Unter einem Taper ist vorliegend allgemein ein Wellenleiter mit sich
veränderndem Querschnitt verstanden. Solche Taper werden beispielsweise im
Übergangsbereich zwischen einem Wellenleiterarray und Ein- beziehungsweise
Ausgangskopplern eingesetzt.
Ein- und Ausgangskoppler werden auch als FPR, Free Propagation Region
bezeichnet.
Der Aufbau des vorliegend vorgeschlagenen zumindest einen Tapers des
optischen Wellenleiterarrays ist dabei so ausgebildet, dass in beliebige Signalrichtung
der Wellenleiter im Bereich des Tapers sich zunächst bezüglich des Querschnitts
aufweitet und in einem späteren Abschnitt verjüngt.
Wie eingangs bereits ausführlich erläutert, wird die Nonuniformity,
also die uneinheitliche Intensitätsverteilung, durch die Fernfeldverteilung
des Lichts am Ende des Ausgangskopplers bestimmt. Diese Fernfeldverteilung wird
durch den zumindest einen Taper mit dem vorgeschlagenen Aufbau verändert. Der
sich verbreiternde Teil des Wellenleiters des zumindest einen Tapers führt
dazu, dass der mittlere Teil der Feldverteilung flacher wird. Der zweite Abschnitt
des Tapers umfasst einen schmaler werdenden Wellenleiter, der dafür sorgt,
dass die Seitenflanken der Feldverteilung nach innen gedrückt werden. Dies
wiederum bewirkt, dass der mittlere Peak wieder angehoben wird, wodurch sich die
Einfügedämpfung, englisch Insertion Loss, reduziert, ohne jedoch dabei
die bereits erzielte verbesserte Nonuniformity, die im ersten Abschnitt des Tapers
erzeugt wurde, wesentlich zu beeinflussen.
Ein zusätzlicher Vorteil des vorgeschlagenen Prinzips ergibt
sich dadurch, dass eine Umverteilung, keine Wegstreuung des Lichts stattfindet,
so dass zusätzlich zur Verbesserung der Nonuniformity auch die Einfügedämpfung
verbessert ist.
Ein weiterer besonderer Vorteil des vorgeschlagenen Prinzips ist darin
begründet, dass die Taper bevorzugt am Eingang des Ausgangskopplers angeordnet
sind. Dadurch ist die Ausgangsseite des Ausgangskopplers, an die mehrere Wellenleiter
anschließbar sind, noch frei für andere Taper, um damit andere Parameter
zu verbessern, wie beispielsweise Cross Talk, Insertion Loss, ein Signal mit Flat
Top-Struktur zu produzieren, et cetera.
Ein noch weiterer Vorteil ist darin zu sehen, dass der Cross Talk
nicht unerwünschterweise erhöht wird, da kein Licht von Nachbarkanälen
abgesaugt wird.
Zusammenfassend ist daher bemerkenswert, dass die Fernfeldverteilung
am Ende des Ausgangskopplers durch Taper am Eingang des Ausgangskopplers vorteilhaft
verändert wird. Dies beseitigt unmittelbar die Ursache der Nonuniformity und
nicht, wie bisher bekannt, deren Auswirkungen.
Der Begriff Ausgangskoppler ist vorliegend insbesondere im Zusammenhang
mit einem Demultiplexbetrieb eines AWG verstanden, wobei dem optischen
Wellenleiterarray bevorzugt ein Eingangskoppler vorgeschaltet ist. Selbstverständlich
kann das gleiche AWG auch als Multiplexer arbeiten, wobei sich der beschriebene
zumindest eine Taper dann am Ausgang des Eingangskopplers befindet. Ein- und Ausgangskoppler
vertauschen in diesem Fall ihre Rollen.
Daher wird im folgenden anstelle der Begriffe Eingangskoppler und
Ausgangskoppler auch der Begriff erster Koppelbereich und zweiter Koppelbereich
ohne Beschränkung der Allgemeinheit verwendet.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der zumindest eine Taper mit dem
vorgeschlagenen Aufbau an der dem Ausgangskoppler zugewandten Seite des optischen
Wellenleiterarrays vorgesehen ist.
Bevorzugt sind für jeden Wellenleiter des optischen Wellenleiterarrays
je ein Taper mit einem ersten Abschnitt mit sich aufweitendem Querschnitz und einem
zweiten Abschnitt mit sich verjüngendem Querschnitt vorgesehen.
Die mehreren Taper haben dabei bevorzugt je gleichen geometrischen
Aufbau.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung des vorgeschlagenen
Prinzips ist der zumindest eine Taper in einem Randbereich des optischen Wellenleiterarrays
angeordnet, nämlich an einer Schnittstelle bevorzugt zu einem FPR.
In einer Ausführung umfasst der Taper keine weiteren Abschnitte
abgesehen vom ersten Abschnitt und vom zweiten Abschnitt, so dass sich der zweite
Abschnitt unmittelbar an den ersten Abschnitt anschließt.
Bevorzugt entspricht dabei der Querschnitt am Eingang des zweiten
Abschnitts genau dem Querschnitt am Ausgang des ersten Abschnitts, so dass sich
insgesamt ein stetiger Verlauf der Berandung des Wellenleiters ergibt.
Der gesamte Taper ist bevorzugt symmetrisch aufgebaut, derart, dass
die Berandung des Wellenleiters im Bereich des Tapers achsensymmetrisch zu einer
Achse verläuft, die im wesentlichen in Lichtausbreitungsrichtung verläuft.
Die Berandung des ersten Abschnitts hat bevorzugt beidseitig exponentiellen
Verlauf, während der zweite Abschnitt eine Berandung mit linearem Verlauf aufweist.
Alternativ kann der erste Abschnitt eine Berandung mit linearem Verlauf
und der zweite Abschnitt eine Berandung mit exponentiellen Verlauf aufweisen.
In einer anderen Ausführungsform haben die Berandung des ersten
und des zweiten Abschnitts einen je linearen Verlauf.
In einer noch anderen Ausführungsform sind beide Abschnitte mit
exponentiellem Verlauf der Berandung ausgebildet.
Zwischen erstem und zweitem Abschnitt kann ein Bereich mit konstantem
Querschnitt vorgesehen sein. Ein weiterer Bereich mit konstantem Querschnitt kann
vor dem ersten und/oder nach dem zweiten Abschnitt vorgesehen sein.
Das optische Wellenleiterarray mit dem zumindest einen Taper mit dem
vorgeschlagenen Querschnittsverlauf ist bevorzugt in einem optischen Wellenlängenmultiplexer/Demultiplexer
einsetzbar. Dort sind über jeweilige Koppelbereiche zumindest je ein Wellenleiter
ankoppelbar.
Die Erfindung wird nachfolgend an mehreren Ausführungsbeispielen
anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
1 mehrere Ausführungsbeispiele eines Tapers nach
dem vorgeschlagenen Prinzip,
2 mehrere Taper nach dem vorgeschlagenen Prinzip an
einem Beispiel an der Schnittstelle zwischen Wellenleiterarray und Ausgangskoppler,
3 ein Beispiel eines Wellenlängenmultiplexers/Demultiplexers,
bei dem das vorgeschlagene Prinzip anwendbar ist,
4 herkömmliche Taper am Ausgang des Wellenleiterarrays,
5 die Nonuniformity bei acht Ausgangskanälen mit
herkömmlichen Tapern anhand der Fernfeldverteilung,
6 die simulierte und gemessene Nonuniformity bei dem
herkömmlichen Taper-Typ,
7 die Fernfeldverteilung ohne Taper,
8 die entsprechende Nonuniformity,
9 die Fernfeldverteilung an einem Beispiel mit einem
Taper gemäß 1,
10 die der 9 entsprechende
verringerte Nonuniformity,
11 bis 14 entsprechen
den 7 bis 10, jedoch für
einen 200-Kanal-AWG anstelle eines 8-Kanal-AWG.
1 zeigt beispielhaft vier verschiedene Typen von Tapern
zur Anwendung in einem optischen Wellenleiterarray, bevorzugt am Übergang des
Wellenleiterarrays zum Ausgangskoppler.
Im einzelnen hat der oben angegebene Taper von 1
zunächst einen exponentiellen Verlauf eines ersten Abschnitts, der einen sich
aufweitenden Querschnitt aufweist. Daran schließt sich ein zweiter Abschnitt
mit gerader Berandung an, die sich verjüngt. Während der erste Abschnitt
das Bezugszeichen A trägt, ist der zweite Abschnitt mit Bezugszeichen B versehen.
Der Beginn des ersten Abschnitts A geht dabei in einen Wellenleiter mit konstantem
Querschnitt über, der zum Zentralbereich des AWG führt. Der Ausgang des
zweiten Abschnitts B hingegen ist mit einem Ausgangskoppler verbindbar.
Ein anderes Ausführungsbeispiel nach 1
umfasst einen ersten Abschnitt C mit einem sich exponentiell erweiternden Querschnitt,
an den sich ein zweiter Abschnitt D anschließt, der einen sich exponentiell
verjüngenden Querschnitt hat. Die Berandung des zweiten Abschnitts D entspricht
dabei einer Exponentialfunktion mit negativem Exponenten.
Ein drittes Beispiel zeigt einen Taper mit zwei Abschnitten E, F,
die jeweils durch Geradenstücke und damit linearer Berandung begrenzt sind.
Ein viertes Beispiel zeigt einen linear sich erweiternden ersten Abschnitt
G, an dem sich ein exponentiell sich verjüngender Abschnitt H anschließt.
Es ist zu bemerken, dass in den Ausführungsbeispielen gemäß
1 eine Achsensymmetrie zu einer Zentralachse
7 gegeben ist.
2 zeigt ein Anwendungsbeispiel der Taper von
1, jeweils in einem Wellenleiter eines optischen Wellenleiterarrays.
Die Wellenleiter des Wellenleiterarrays sind mit Bezugszeichen 8 versehen.
Die Taper mit dem sich aufweitenden und nachfolgend sich verjüngendem Querschnitt
tragen Bezugszeichen 9.
Wie 2 zeigt, sind die Taper
9 in einem Randbereich des Wellenleiterarrays vorgesehen, an den sich ein
Koppler anschließt, der Bezugszeichen 10 trägt und nur ausschnittsweise
dargestellt ist. Der Koppler 10 wird auch als FPR, Free Propagation Region
verstanden.
3 zeigt ein AWG mit dem Wellenleiterarray
1, einem Eingangskoppler 2, einem Ausgangskoppler 3,
einem Eingangswellenleiter 4 und mehreren Ausgangswellenleitern
5. Der Übergang zwischen dem Wellenleiterarray 1 und dem
Ausgangskoppler 3 kann dabei nach dem vorgeschlagenen Prinzip weitergebildet
sein, wie beispielhaft in 2 dargestellt.
4 bis 6 sind bereits eingangs
erläutert worden, so dass deren Beschreibung an dieser Stelle nicht noch einmal
wiederholt wird.
7 bis 10 zeigen die Fernfeldverteilung
am Ende des zweiten Koppers 3 bei einem so genannten colourless AWG mit
acht Ausgangskanälen, wobei 7 und 8
ohne den vorliegend vorgeschlagenen Taper am Eingang des zweiten Kopplers aufgenommen
sind, während 9 und 10
mit einem Taper gemäß 2 aufgenommen sind.
Während 7 und 9
jeweils die Fernfeldverteilung am Ende des zweiten Kopplers zeigen, ist in
8 und 10 jeweils derjenige
Ausschnitt der 7 beziehungsweise 9 gezeigt,
wo die Ausgangswellenleiter 5 positioniert sind und damit der tatsächliche
Verlauf der Nonuniformity.
Man erkennt, dass durch die Verwendung der vorgesehenen Taper die
Fernfeldverteilung vorteilhaft verändert wird. Im vorliegenden Beispiel konnte
die Nonuniformity um einen Faktor 3 reduziert werden. Darüber hinaus
ist erkennbar, dass zugleich auch die Einfügedämpfung, die durch das kleinste
Signal am Rand bestimmt wird, leicht verbessert ist.
Ein anderes Ausführungsbeispiel zeigen 11
bis 14. Diese Diagramme unterscheiden sich von denen
in 7 bis 10 dadurch, dass
anstelle eines 8-Kanal-AWG ein AWG mit 200 Ausgangskanälen, bei 25 Gigahertz,
gezeigt ist.
11 und 12 betreffen wiederum
eine Ausführung in konventioneller Technik, während für die Aufzeichnung
der 13 und 14 bei einem
200-Kanal-AWG die erfindungsgemäßen Taper verwendet wurden.
Wenn man keine Taper am Eingang des zweiten Kopplers verwendet, erreicht
die Nonuniformity ungefähr 2 dB. Mit dem vorliegend vorgeschlagenen Querschnittsverlauf
der Taper, siehe 1 und 2,
beispielsweise hingegen kann ebenfalls die Nonuniformity um mehr als Faktor 2 reduziert
werden. Darüber hinaus wird auch die Einfügedämpfung verringert.
- 1
- Wellenleiterarray
- 2
- Koppelbereich
- 3
- Koppelbereich
- 4
- Eingangswellenleiter
- 5
- Ausgangswellenleiter
- 6
- Bildbereich
- 7
- Symmetrieachse
- 8
- Wellenleiter
- 9
- Taper
- 10
- Koppler
- A
- Abschnitt
- B
- Abschnitt
- C
- Abschnitt
- D
- Abschnitt
- E
- Abschnitt
- F
- Abschnitt
- G
- Abschnitt
- H
- Abschnitt