Die Erfindung bezieht sich auf eine Filteranordnung mit einem Feinabscheider
und einem Vorabscheider gemäß den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs
1.
Eine solche Filteranordnung ist aus dem Dokument EP
0 875 275 B1 bekannt. Das dort vorhandene Filtermedium zur Trockenabscheidung
im Vorabscheider besteht aus rotierenden Bürstenwalzen, die in einer Reihe
so nebeneinander angeordnet sind, daß die Rotationsachsen der Bürstenwalzen
parallel miteinander in einer gemeinsamen Ebene liegen, die quer zur Gasströmungsrichtung
steht.
Das Problem solcher Vorabscheider zur Trockenabscheidung liegt in
der zunehmenden Erschöpfung der Filterfunktion während der Betriebsdauer.
Zwar kann man im Bereich der vorerwähnten, rotierenden Bürstenwalzen Abstreifvorrichtungen
zur Abreinigung der Borsten an den Bürstenwalzen vorsehen, bei anderen Filtermedien
ist dies jedoch nicht möglich.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Filteranordnung
der vorgenannten Art zu schaffen, bei der während des Betriebs oder in einer
kurzen Betriebsunterbrechung das Filter des Vorabscheiders in einfacher Weise zumindest
in einem Teilbereich ausgetauscht werden kann.
Diese Aufgabe wird bei einer Filteranordnung der eingangs genannten
Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Für die Erfindung ist wesentlich, daß die Filtereinheiten
des Vorabscheiders entweder einander abwechseln oder sich bereichsweise erneuern,
ohne in der Einlaßzone des Feinabscheiders eine aufwendige Umrüstung vornehmen
zu müssen. So schiebt man quer zur Gasströmungsrichtung das auszuwechselnde
Filter aus der Einlaßzone des Feinabscheiders heraus und fährt ebenso
quer zur Gasströmungsrichtung ein weiter vorhandenes Filter in die Einlaßzone
des Feinabscheiders hinein. Ebenso kann sich das Filtermedium des Vorabscheiders
in einem kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Umlauf befinden und sich infolgedessen
im Bereich der Einlaßzone des Feinabscheiders zumindest bereichsweise erneuern.
Dies geschieht, indem das Filtermedium im Umlauf außerhalb des Einlaßbereichs
des Vorabscheiders abschnittsweise gereinigt und im gereinigten Zustand wieder in
diese Einlaßzone hineingefahren wird. Die Erfindung ermöglicht es, die
Betriebszeiten von Lackieranlagen zu verlängern, was vor allem für den
Zwei- oder Dreischicht-Betrieb von erheblichem Vorteil ist.
Man erreicht diesen Vorteil bereits, wenn man lediglich zwei Filtereinheiten
für den Vorabscheider vorsieht, die in einer gemeinsamen oder in miteinander
parallelen Ebenen angeordnet sind. Die Filtereinheiten können gleiche oder
auch unterschiedliche Filtermedien aufweisen, so daß auch unterschiedlichen
Anforderungen bei der Trockenabscheidung entsprochen werden kann. In einer bevorzugten
Ausführungsform besteht das Filtermedium zumindest einer der Filtereinheiten
des Vorabscheiders aus rotierenden Bürstenwalzen, die im Bereich der Einlaßzone
des Feinabscheiders lückenlos aneinander angrenzen. Insbesondere diese Bürstenwalzen
bieten sich dafür an, sie im Umlauf abzureinigen, indem sie hierzu aus der
Einlaßzone des Feinabscheiders herausgefahren und nach der Abreinigung wieder
in diese Einlaßzone eingefahren werden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung noch näher
erläutert. Darin zeigen:
1 eine schematische Draufsicht auf eine Filteranordnung
in erster Ausführung,
2 eine schematische Draufsicht auf eine Filteranordnung
in zweiter Ausführung in erster Betriebsposition,
3 eine schematische Draufsicht auf die Filteranordnung
nach 2 in zweiter Betriebsposition und
4 eine schematische Draufsicht auf eine Filteranordnung
in dritter Ausführung.
1 zeigt im einzelnen in schematischer Wiedergabe einen
Feinabscheider 1 mit einer Einlaß- oder Unterdruckzone 2,
in der sich ein sogenannter Vorabscheider befindet, der für die Trockenabscheidung
vorgesehen ist. Der Vorabscheider besteht aus einem Filter, welches zwei gleiche
Filtereinheiten 3 aufweist. Die beiden Filtereinheiten 3 sind
mit einem Filtermedium 4 ausgestattet, welches durch rotierende Bürstenwalzen
gebildet ist.
Diese Bürstenwalzen haben eine zylindrische Form und sind mit
aufrechtstehenden Rotationsachsen in einem nicht näher dargestellten, sich
in einer Ebene erstreckenden Bereich eines Gestells gelagert. Die Bürstenwalzen
tangieren einander am Umfang und bilden so das für den zu reinigenden Luftstrom
durchgängige Filtermedium 4, an dessen Borsten sich die abzuscheidenden
Partikel ablagern.
Die beiden Filtereinheiten 3 sind in einer gemeinsamen Ebene
angeordnet, in der sie verfahrbar sind. So können die beiden Filtereinheiten
3 einander abwechselnd in die Einlaßzone 2 des Feinabscheiders
1 eingeschoben bzw. daraus herausgeschoben werden, wobei sie in der Einlaßzone
2 sich quer zur Gasströmungsrichtung erstrecken,
welche in 1 mittels der Pfeile A angedeutet ist. Dementsprechend
übernimmt jeweils die Filtereinheit 3, die sich innerhalb der Einlaßzone
2 des Feinabscheiders 1 befindet, die Funktion des Vorabscheiders,
während die zweite Filtereinheit 3 abgereinigt werden kann.
Die Verschieberichtung der beiden Filtereinheiten 3 ist in
1 durch den Pfeil B angegeben. Die jeweils nicht im
Abscheidebetrieb befindliche Filtereinheit 3 wird in eine Umrüst-
oder Abreinigungsstation 7 eingefahren, um sie dort nach Erschöpfung
ihrer Filterfunktion wieder aufzubereiten.
Grundsätzlich können auch Filter verwendet werden, die aus
flächigen, ebenen Filtereinheiten 5 bestehen, wie sie in den
2 und 3 angedeutet sind.
Bei diesen Filtereinheiten kann es sich um solche handeln, deren Filtermedium
6 aus einem Vlies- oder Fasermaterial oder aus einem Papiermaterial besteht.
Weiter verdeutlichen die 2 und 3,
daß unterschiedliche Filtereinheiten 3 und 5 zum Einsatz
kommen können, um in einander abwechselnder Anordnung in der Einlaßzone
2 des Feinabscheiders 1 mit unterschiedlichen Abscheiderfunktionen
arbeiten zu können.
4 veranschaulicht in detaillierterer Form die vorstehend
erwähnten Bürstenwalzen, die in 1 mit der
Bezugsziffer 4.1 versehen sind. Allerdings sind diejenigen Bürstenwalzen
4.1, welche hier in der Gesamtheit die Filtereinheit 3 bilden,
nicht in einem einzigen Arbeitsspiel aus der Einlaßzone 2 des Feinabscheiders
1 heraus verschiebbar, vielmehr sind die Bürstenwalzen 4.1
einzeln oder in Gruppen entlang einer horizontal sich erstreckenden Umlaufbahn
9 verfahrbar. Im Bereich der Einlaßzone 2 tangieren die zylindrischen,
mit ihrer Rotationsachse aufrecht angeordneten Bürstenwalzen 4.1 am
Umfang einander oder überlappen sich sogar, um im Bereich des durchtretenden
Gasstroms A eine lückenlose Filtereinheit 3 zu ergeben. Im kontinuierlichen
oder diskontinuierlichen Umlauf entlang der Umlaufbahn 9 werden die Bürstenwalzen
4.1 oder -gruppen vereinzelt, um nacheinander Aufbereitungsstationen
8.1-8.4 einer Abreinigungsanlage 8 zu durchlaufen, durch
die hindurch sich die Umlaufbahn 9 ebenso wie durch die Einlaßzone
2 hindurch erstreckt. In den Abreinigungsstationen 8.1-8.4
werden die Bürstenwalzen 4.1 mittels unterschiedlicher Methoden gereinigt,
insbesondere gewaschen, danach getrocknet und ggf. anschließend einer weiteren
Aufbereitung unterzogen, wonach sie ihren Umlauf durch die Einlaßzone
2 des Feinabscheiders 1 fortsetzen.