Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Schutzschaltung gegen
Überspannung, insbesondere gegen elektrostatische Entladung gemäß
Patentanspruch 1 und 2.
Im Stand der Technik sind eine Vielzahl von verschiedenen Schutzschaltungen
für elektronische Bausteine, z. B. integrierte Schaltungen gegen elektrostatische
Entladungen bekannt. Integrierte Schaltungen werden zunehmend empfindlicher gegen
elektrostatische Entladungen, da die Integrationsdichte, insbesondere bei Speicher-
und Logikbausteinen zunimmt und dadurch die Dicke der Leitungsstrukturen und der
Isolationsschichten weiter abnehmen.
Als Lösung gegen elektrostatische Entladungen werden auf den
Bauelementen Strukturen integriert, die im Normalbetrieb nichtleitend sind und im
Fall einer elektrostatischen Entladung leiten und die Ladung abführen, um eine
Beschädigung des Bausteins zu vermeiden. Dazu werden beispielsweise Dioden,
Thyristoren oder MOSFET-Schaltungen verwendet. Ebenso werden Transistoren, wie z.B.
MOSFETs oder Thyristoren eingesetzt, die im Fall einer elektrostatischen Entladung
durch eine entsprechende Ansteuerschaltung leitend geschaltet werden, um die elektrostatische
Ladung abzuführen.
Eine elektrostatische Entladung dauert in der Regel einige 100 ns.
Zur Unterscheidung einer elektrostatischen Entladung von einem normalen Einschaltvorgang,
wie z. B. dem Anlegen der Versorgungsspannung werden in der Regel RC-Glieder verwendet.
Beispielsweise wird, wenn sich die Spannung zwischen zwei Versorgungsnetzen (VDD-VSS)
sehr schnell ändert, ein Transistor, der zwischen die Versorgungsnetze geschaltet
ist, leitend geschaltet, und so ein Entladepfad kontrolliert. Ändert sich die
Versorgungsspannung vergleichsweise langsam, wie bei einem normalen Einschaltvorgang,
so bleibt der Transistor nicht leitend geschaltet.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine verbesserte Schutzschaltung,
insbesondere für eine elektrostatische Entladung bereitzustellen.
Die Aufgabe der Erfindung wird durch das Verfahren gemäß
Anspruch 1 und die Schutzschaltung gemäß Anspruch 2 gelöst.
Weitere vorteilhafte Ausführungsformen des Verfahrens und der
Schutzschaltung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
Ein Vorteil der Schutzschaltung besteht darin, ein einfaches Verfahren
und eine einfach aufgebaute Halteschaltung zur Erkennung einer erhöhten Spannung,
insbesondere einer elektrostatischen Entladung zu verwenden. Dadurch wird zum einen
ein einfach aufgebautes Bauteil verwendet, das zudem eine geringe Fläche, beispielsweise
bei der Integrierung in eine integrierte Schaltung, wie z. B. einem Speicherbaustein
aufweist. Die Halteschaltung und die Steuerschaltung werden von der zu schützenden
Leitung mit Spannung versorgt, wobei die Halteschaltung nach dem Anlegen einer Spannung
innerhalb einer Haltezeit von einem ersten auf einen zweiten Zustand übergeht.
Die Steuerschaltung geht innerhalb einer Startzeit von einem Ruhezustand in einen
Betriebszustand über, in dem die Steuerschaltung mit ausreichend Spannung versorgt
wird, um das Schutzelement zu schalten. Je schneller die Spannung auf der Leitung
ansteigt, umso kürzer ist die Startzeit. Im Betriebszustand steuert die Steuerschaltung
das Schutzelement an, wenn sich die Halteschaltung noch im ersten Zustand befindet.
Die Steuerschaltung ist in der Weise ausgebildet, dass bei einem normalen Einschaltvorgang
die Startzeit länger ist als die Haltezeit. Somit wird bei einem normalen Anstieg
der Spannung auf der Leitung das Schutzelement nicht angesteuert. Tritt ein starker
Spannungsanstieg auf, so wird die Startzeit kürzer als die Haltezeit.
In einer Weiterbildung ist die Steuerschaltung in der Weise ausgebildet,
dass die Startzeit mit steigender zeitlicher Änderung der Spannung auf der
Leitung abnimmt und ab einem Schwellwert der zeitlichen Änderung der Spannung
der Betriebszustand vor dem Ende der Haltezeit erreicht wird. Dadurch wird ab einem
festgelegten Schwellwert für die zeitliche Änderung der Spannung auf der
Leitung von der Steuerschaltung ein erster Zustand der Halteschaltung erkannt und
ein Ansteuersignal an das Schutzelement ausgegeben, um die Leitung mit einem Entladepfad
zu verbinden und vor Überspannung zu schützen.
In einer weiteren Ausbildungsform ist die Halteschaltung in Form einer
Halteschaltung ausgebildet, die beim Anlegen einer Spannung innerhalb der Haltezeit
von einem instabilen Zustand in einen stabilen Zustand übergeht, wobei die
Halteschaltung im stabilen und im instabilen Zustand unterschiedliche Ausgangssignale
an die Steuerschaltung abgibt.
In einer weiteren Ausbildungsform ist die Halteschaltung in Form von
zwei miteinander gekoppelten Inverterschaltungen ausgebildet. Der Aufbau von zwei
Inverterschaltungen bietet mit einfachen Mitteln die gewünschte Funktion der
bistabilen Halteschaltung.
Vorzugsweise sind die zwei Inverterschaltungen identisch ausgebildet.
In einer weiteren Ausführungsform sind die Eingänge der Inverterschaltungen
über je zwei Kondensatoren mit einer Referenzleitung und mit
einer zu schützenden elektrischen Leitung verbunden.
Weiterhin kann die Steuerschaltung eine Treiberschaltung zur Verstärkung
des Ausgangssignals aufweisen.
Im Entladepfad kann ein Feldeffekttransistor oder ein Thyristor vorgesehen
sein, der mit der zu überwachenden elektrischen Leitung und einer Masseleitung
verbunden ist und im Fall einer erhöhten elektrischen Ladung die elektrische
Leitung mit einem Entladepfad leitend verbindet.
In einer weiteren Ausführungsform ist die Schutzschaltung in
einer integrierten Schaltung, beispielsweise einem Speicherbaustein, angeordnet.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren näher erläutert.
Es zeigen:
1 eine schematische Darstellung eines Speicherbausteins
mit einer Schutzschaltung,
2 eine erste Ausführungsform einer bistabilen
Halteschaltung,
3 eine weitere Ausführungsform mit einer Steuerschaltung,
einer Treiberschaltung und einem Entladepfad,
4 eine weitere Ausführungsform der Schutzschaltung
mit einem Thyristor im Entladepfad,
5 ein Diagramm für Ströme und Spannungen
der Schutzschaltung für einen normalen Einschaltvorgang,
6 ein Diagramm für Ströme und Spannungen
der Schutzschaltung für einen ersten Anwendungsfall, und
7 ein Diagramm für Ströme und Spannungen
der Schutzschaltung für einen zweiten Anwendungsfall.
1 zeigt in einer schematischen Darstellung eine elektrische
Schaltung 1, die beispielsweise in Form eines elektronischen Bausteins
ausgebildet sein kann. Ein elektronischer Baustein kann beispielsweise eine integrierte
Schaltung, wie Z. B. eine Speicherschaltung enthalten. Die Speicherschaltung kann
beispielsweise in Form eines DRAM oder SRAM oder eines Flashspeichers ausgebildet
sein.
Die elektrische Schaltung 1 weist eine Vielzahl von elektrischen
Leitungen 2 auf, wobei nur eine elektrische Leitung 2 dargestellt
ist und die elektrische Leitung 2 mit einer Schutzschaltung 3
verbunden ist. Die Schutzschaltung 3 weist eine Halteschaltung
4, eine Steuerschaltung 5 und ein Schutzelement 6 auf.
Die Halteschaltung 4 ist mit einem ersten Anschluss, die Steuerschaltung
5 mit einem zweiten Anschluss und das Schutzelement 6 mit einem
dritten Anschluss mit der Leitung 2 verbinden. Die Schutzschaltung
3 dient zum Schutz der elektrischen Leitung 2 vor einer Überspannung,
insbesondere vor einer elektrostatischen Entladung.
Die Funktion der Schutzschaltung 3 besteht darin, die Spannung
auf der elektrischen Leitung 2 mit der Halteschaltung zu überwachen
und bei Erkennen einer unerwünschten Spannungssteigerung mit der Steuerschaltung
5 ein Schutzelement 6 in der Weise zu schalten, dass elektrische
Ladung von der elektrischen Leitung 2 über einen Entladepfad abgeführt
wird und somit einer weiteren Spannungszunahme auf der elektrischen Leitung
2entgegengewirkt wird. Dazu wird der dritte Anschluss über einen Entladeanschluss
mit dem Entladepfad verbunden.
Die Halteschaltung 4 weist einen ersten und einen zweiten
Ausgang 7, 8 auf, die mit der Steuerschaltung 5 verbunden
sind. Die Steuerschaltung 5 wertet die Signale, insbesondere die Spannungen
auf dem ersten und zweiten Ausgang 7, 8 aus und gibt bei Erkennen
von festgelegten Signalen oder Spannungen auf dem ersten und zweiten Ausgang
7, 8 und bei einer ausreichenden Spannungsversorgung durch die
Leitung 2 ein Steuersignal über einen dritten Ausgang 9 an
das Schutzelement 6. Bei Erhalt des Steuersignals wird das Schutzelement
6 in der Weise angesteuert, dass elektrische Ladung von der elektrischen
Leitung 2 über einen Entladepfad abgeführt wird und auf diese
Weise einer weiteren Zunahme der Spannung auf der elektrischen Leitung
2 entgegengewirkt wird. Die Halteschaltung 4, die Steuerschaltung
5 und das Schutzelement 6 können in einer Schaltung in einem
Bauteil oder in Form von mehreren Schaltungen und/oder mehreren Bauteilen realisiert
sein. Die Steuerschaltung und die Halteschaltung sind in der Weise aufgebaut, dass
bei Anlegen einer Versorgungsspannung auf der Leitung 2 die Halteschaltung
4 unter normalen Bedingungen den metastabilen Zustand verlassen hat, bevor
die Steuerschaltung 5 eine ausreichende Versorgungsspannung aufweist, um
das Schutzelement schalten zu können. Tritt eine elektrostatische Entladung
beim Einschaltvorgang auf, dann erreicht die Steuerschaltung 5 die ausreichende
Versorgungsspannung bevor die Halteschaltung 4 den metastabilen Zustand
verlassen hat. Folglich wird über das Schutzelement von der Steuerschaltung
5 die Leitung 2 mit dem Entladepfad verbunden.
2 zeigt eine Ausführungsform, bei der die Halteschaltung
4 in Form einer ersten und einer zweiten Inverterschaltung 10,
11 realisiert ist. Ein Ausgang der ersten Inverterschaltung 10ist
mit einem Eingang der zweiten Inverterschaltung 11 verbunden.
Ein Ausgang der zweiten Inverterschaltung 11 ist mit einem Eingang der
ersten Inverterschaltung 10 verbunden. Eine Verbindungsleitung
12 zwischen dem Ausgang der zweiten Inverterschaltung 11 und dem
Eingang der ersten Inverterschaltung 10 ist über einen ersten Kondensator
13 mit einer weiteren Verbindungsleitung 17 verbunden, die an
die elektrische Leitung 2 angeschlossen ist.
Eine zweite Verbindungsleitung 18, über die der Ausgang
der ersten Inverterschaltung 10 mit dem Eingang der zweiten Inverterschaltung
11 verbunden ist, steht über einen dritten Kondensator 15
mit der weiteren Verbindungsleitung 17 in Verbindung. Zudem ist die zweite
Verbindungsleitung 18 über einen vierten Kondensator 16 an
eine zweite weitere Verbindungsleitung 19 angeschlossen, die mit einer
Referenzleitung 20 verbunden ist. Die Referenzleitung 20 kann
mit einem Massepotential oder einer anderen Art von Entladepfad verbunden sein.
Weiterhin ist die Verbindungsleitung 12 über einen zweiten Kondensator
14 mit der zweiten weiteren Verbindungsleitung 19 verbunden. An
die Verbindungsleitung 12 ist der zweite Ausgang 8 und an die
Verbindungsleitung 18 ist der erste Ausgang 7 angeschlossen. Durch
die zwei rückgekoppelten Inverter 10, 11 ist ein bistabiles
Halteglied 4 realisiert. Die zwei Inverter 10, 11 sind
vorzugsweise identisch ausgebildet oder weisen vorzugsweise eine gleiche elektrische
Funktion auf. Aufgrund des bistabilen Haltegliedes 4 und durch die entsprechende
Ausbildung des ersten, zweiten, dritten und vierten Kondensators 13,
14, 15, 16 wird erreicht, dass beim Anlegen oder Ändern
einer Spannung zwischen der elektrischen Leitung 2 und der Referenzleitung
20, die mit der zweiten weiteren Verbindungsleitung 19 verbunden
ist, das Halteglied in einen metastabilen Zustand übergeht und damit die Spannungspegel
auf dem ersten und zweiten Ausgang 7, 8 sich in einen mittleren
Bereich befinden und annähernd gleich groß sind. Der mittlere Bereich
liegt zwischen der Spannung auf der Leitung 2 und der Spannung auf der
Referenzleitung 20.
Die Schutzschaltung 3 der 1
schützt gegen Überspannung, insbesondere gegen elektrostatische Entladung
bei einem Einschaltvorgang für eine elektrische Schaltung 1 mit wenigstens
einer elektrischen Leitung 2. Beim Einschalten einer Spannung, beispielsweise
einer Versorgungsspannung auf die Leitung 2 geht die Haltschaltung
4 innerhalb einer Haltezeit ausgehend von einem ersten Zustand in einen
zweiten Zustand über. Die Halteschaltung 4 ändert beim Übergang
vom ersten Zustand in den zweiten Zustand ein Ausgangssignal, das an die Steuerschaltung
weiter geleitet wird.
Die Steuerschaltung 5 ist ebenfalls mit der Leitung
2 verbunden und wird von der Leitung mit Spannung versorgt. Beim Anlegen
der Spannung auf die Leitung 2 steigt die Spannung an der Steuerschaltung
innerhalb einer Startzeit auf eine ausreichende Versorgungsspannung, um das Schutzelement
6 ansteuern zu können. Dabei geht die Steuerschaltung von einem Ruhezustand
in einen Betriebszustand über. Die Startzeit nimmt mit steigender zeitlicher
Änderung der Spannung ab, so dass ab einem Schwellwert für die zeitliche
Änderung der Spannung auf der Leitung 2 die Startzeit kürzer
als die Haltezeit wird. Dies ist bei einer elektrostatischen Entladung immer der
Fall. Erkennt die Steuerschaltung 5 im Betriebszustand einen ersten Zustand
der Halteschaltung 4, d.h. einen metastabilen Zustand, so steuert die Steuerschaltung
5 das Schutzelement 6 in der Weise an, dass die Leitung
2 über das Schutzelement mit dem Entladepfad verbunden wird.
Erkennt die Steuerschaltung 5 im Betriebszustand einen zweiten
Zustand der Halteschaltung 4, d.h. einen der zwei stabilen Zustände,
so steuert die Steuerschaltung 5 das Schutzelement 6 in der Weise
an, dass die Leitung 2 über das Schutzelement mit dem Entladepfad
nicht verbunden wird.
Folglich wird die Leitung 2 immer dann mit dem Entladepfad
verbunden, wenn die Startzeit der Steuerschaltung 5 zum Erreichen des Betriebszustandes
kürzer ist als die Haltezeit der Halteschaltung. Dies ist immer dann der Fall,
wenn eine zeitliche Spannungsänderung beim Anlegen einer Spannung auf der Leitung
2 über einem festgelegten Schwellwert liegt. Dies ist beispielsweise
bei einer elektrostatischen Entladung der Fall. Die Steuerschaltung und die Halteschaltung
werden in der Weise aufgebaut, dass die Haltezeit für normale Einschaltvorgänge
oder normale Spannungssprünge kürzer ist als die Startzeit. Ab einer festgelegten
zeitlichen Spannungsänderung ist die Haltezeit länger als die Startzeit
und das Schutzelement wird aktiviert.
Die in 2 dargestellten ersten, zweiten,
dritten und vierten Kondensatoren 13, 14, 15
16 können auch durch parasitäre Kondensatoreffekte auf elektrischen
Leitungen realisiert sein, so dass es nicht erforderlich ist, tatsächliche
Kondensatoren vorzusehen. Folglich können anstelle des ersten, zweiten, dritten
und weiteren Kondensators auch elektrische Leitungen vorgesehen sein.
Nach einer Haltezeit geht das Halteglied von dem metastabilen ersten
Zustand in einen von zwei möglichen stabilen Zuständen über, in denen
entweder die Spannung am ersten Ausgang 7 auf einem High-Pegel liegt und
die Spannung auf dem zweiten Ausgang 8 auf einem Low-Pegel liegt oder die
Spannung auf dem ersten Ausgang 7 auf einem Low-Pegel und die Spannung
auf dem zweiten Ausgang 8 auf einem High-Pegel liegt.
Das Halteglied verlässt den metastabilen Zustand aufgrund von
zufälligen oder beabsichtigten Asymmetrien in der Schaltung.
Durch eine geeignete Dimensionierung der frequenzabhängigen Schleifenverstärkung
des Haltegliedes und der Symmetrien kann die Haltezeit, während der sich das
Halteglied im metastabilden Zustand befindet, gezielt verkürzt oder verlängert
werden. Auf diese Weise kann die Schaltungsanordnung auf eine entsprechende Reaktionszeit
der Steuerschaltung 5 eingestellt werden.
Vorzugsweise kann eine lange Haltezeit des Haltegliedes im metastabilen
Zustand erreicht werden, indem die Schleifenverstärkung bei höheren Frequenzen
gezielt niedrig gehalten wird.
Die Halteschaltung mit den zwei rückgekoppelten Inverterschaltungen
10, 11 funktioniert bei einer Spannungserhöhung zwischen
der elektrischen Leitung 2 und der Referenzleitung 20 in der Weise,
dass aufgrund der Rückkopplungen zwischen den zwei Inverterschaltungen
10, 11 die Spannungspegel auf dem ersten und dem zweiten Ausgang
7, 8 während der Haltezeit annährend gleich groß
sind. Sind jedoch die zwei Inverterschaltungen 10, 11 in der Treiberstärke
unterschiedlich ausgebildet und/oder sind der ersten, der zweite, der dritte und
der vierte Kondensator 13, 14, 15, 16 nicht
gleich groß und ergibt sich dadurch ein Ungleichgewicht, so wird sich mit der
Zeit auf dem ersten oder dem zweiten Ausgang 7, 8 ein hohes Spannungspotential
und auf dem anderen Ausgang 7, 8 ein niedriges Spannungspotential
ausbilden. Auf welchem der beiden Ausgänge 7, 8 sich ein
hohes und auf welchem der zwei Ausgänge 7, 8 sich ein niedriges
Spannungspotential ausbildet, hängt von der Unsymmetrie der Schaltungsanordnung
ab. Auf alle Fälle wird sich nach der Haltezeit eindeutig ein stabiler Zustand
der Halteschaltung ergeben, bei dem der erste oder der zweite Ausgang
7, 8 ein hohes oder ein niedriges Spannungspotential im Vergleich
zum anderen, d. h. zum zweiten bzw. zum ersten Ausgang 7, 8 aufweist.
Die Steuerschaltung 5 erkennt beim annährend gleichen
Spannungspotential und/oder bei mittleren Spannungen auf dem ersten und zweiten
Ausgang 7, 8 den metastabilen Zustand der Halteschaltung. Der
mittlere Bereich der Spannungen liegt zwischen den Spannungen der Leitung
2 und der Referenzleitung 20. Bei einem hohen Spannungspotential
auf einem der zwei Ausgänge 7, 8 und einem niedrigen Spannungspotential
auf dem anderen Ausgang 7, 8 erkennt die Steuerschaltung einen
stabilen Zustand der Halteschaltung 4. Somit unterscheidet die Steuerschaltung
5 drei Zustände der Halteschaltung 4, nämlich den metastabilen
und zwei stabile Zustände. Der metastabile Zustand ist ein Signal für
eine starke Spannungsänderung auf der elektrischen Leitung 2, die
beispielsweise durch eine elektrostatische Entladung verursacht wurde.
3 zeigt eine Ausführungsform einer weiteren Halteschaltung
50, die in Form von miteinander gekoppelten Transistoren 21,
22, 23, 24 realisiert ist. Die Funktionsweise der weiteren
Halteschaltung 50 entspricht der Funktionsweise der Halteschaltung
4. Zudem ist in 3 ein Ausführungsbeispiel
für die Steuerschaltung 5 dargestellt.
Die weitere Halteschaltung 50 weist zwei Serienschaltungen
von jeweils zwei Transistoren auf. Eine erste Serienschaltung weist einen ersten
Transistor 21 auf, der mit einem zweiten Transistor 22 zwischen
die weitere Verbindungsleitung 17 und die zweite weitere Verbindungsleitung
19 in Serie geschaltet ist. Die Steueranschlüsse des ersten und des
zweiten Transistors 21, 22 sind miteinander über eine vierte
Verbindungsleitung 26 verbunden. Der erste Transistor weist eine im Gegensatz
im zweiten Transistor invertierte Dotierung auf. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
ist der erste Transistor 21 in Form eines P-MOS-Transistors realisiert.
Der zweite Transistor 22 ist in Form eines N-MOS-Transistors realisiert.
Der Quellenanschluss des ersten Transistors 21 ist an die weitere Verbindungsleitung
17 und der Senkenanschluss des ersten Transistors 21 ist an den
Senkenanschluss des zweiten Transistors 22 angeschlossen. Der Quellenanschluss
des zweiten Transistors 22 ist an die zweite weitere Verbindungsleitung
19 angeschlossen. Zwischen den Senkenanschlüssen des ersten und des
zweiten Transistors 21, 22 ist somit eine dritte Verbindungsleitung
25 ausgebildet.
Die zweite Serienschaltung umfasst einen dritten und einen vierten
Transistor 23, 24, die zwischen der weiteren Verbindungsleitung
17 und der zweiten weiteren Verbindungsleitung 19 geschaltet sind.
Der dritte und der vierten Transistor weisen invertierte Dotierungen auf. In dem
dargestellten Ausführungsbeispiel ist der dritte Transistor 23 in
Form eines P-MOS-Transistors und der vierte Transistor 24 in Form eines
N-MOS-Transistors ausgebildet. Der Quellenanschluss des dritten Transistors
23 ist mit der weiteren Verbindungsleitung 17 verbunden. Der Senkenanschluss
des dritten Transistors 23 ist mit dem Senkenanschluss des vierten Transistors
24 über eine fünfte Verbindungsleitung 27 verbunden.
Der Quellenanschluss des vierten Transistors 24 ist an die zweite weitere
Verbindungsleitung 19 angeschlossen. Die Steueranschlüsse des dritten
und des vierten Transistors 23, 24 sind über eine sechste
Verbindungsleitung 28 miteinander verbunden. Der erste Ausgang
7 ist an die fünfte Verbindungsleitung 27 angeschlossen.
Der zweite Ausgang 8 ist an die dritte Verbindungsleitung 25 angeschlossen.
Zudem ist die sechste Verbindungsleitung 28 über einen ersten Widerstand
29 mit der dritten Verbindungsleitung 25 verbunden. Weiterhin
ist die fünfte Verbindungsleitung 27 über einen zweiten Widerstand
30 mit der vierten Verbindungsleitung 26 verbunden.
Abhängig von der gewählten Ausführungsform können
sich zwischen der ersten und der zweiten Verbindungsleitung 25,
26 und der fünften und der sechsten Verbindungsleitung 27,
28 eine fünfte und sechste Kapazität 31, 32
ausbilden. Der erste und der zweite Widerstand 29, 30 und die
fünfte und die sechste Kapazität 31, 32 können
auch in Form von MOS-Transistoren realisiert sein.
Eine gezielte Asymmetrie der Halteschaltung der 3
kann dadurch erreicht werden, indem einer der vier Transistoren 21,
22, 23, 24 einer Serienschaltung etwas schwächer
oder stärker als das jeweilige Pendant der anderen Serienschaltung dimensioniert
wird. Beispielsweise der erste und der dritte Transistor 21,
23 oder der zweite und der vierte Transistor 22, 24 unterschiedlich
stark ausgebildet werden. Auf diese Weise wird eine bessere Reproduzierbarkeit der
Verweildauer, d. h. der Haltezeit der weiteren Halteschaltung 50 im metastabilen
Zustand bei einem starken Spannungsanstieg zwischen der elektrischen Leitung und
der Referenzleitung 20 erreicht. Weiterhin weist die weitere Halteschaltung
50 der 3 den Vorteil auf, dass die Schleifenverstärkung
bei höheren Frequenzen niedrig ausgebildet ist und dadurch eine lange Verweildauer
der Halteschaltung 50 im metastabilen Zustand, d.h. eine lange Haltezeit
erreicht wird.
Zwischen der zweiten weiteren Verbindungsleitung 19 und dem
zweiten Ausgang 8 bildet sich eine erste Spannung U1 aus. Zwischen der
zweiten weiteren Verbindungsleitung 19 und dem zweiten Ausgang
7 bildet sich eine zweite Spannung U2 und zwischen der zweiten weiteren
Verbindungsleitung 19 und der weiteren Verbindungsleitung 17 bildet
sich eine dritte Spannung U0 aus.
3 zeigt eine Realisierung der Steuerschaltung
5 in Form eines asymmetrisch dimensionierten NDR-Gatters. Anstelle des
asymmetrisch dimensionierten NDR-Gatters kann auch ein asymmetrisch dimensioniertes
NAND-Gatter verwendet werden. In einer Ausführungsform erzeugt die Steuerschaltung
im Betriebszustand am dritten Ausgang 9 dann ein Ausgangssignal, das ein
Aktivieren des Schutzelementes bewirkt, wenn am ersten und am zweiten Eingang
33, 34 der Steuerschaltung 5, die mit dem ersten bzw.
dem zweiten Ausgang 7, 8 verbunden sind, ein Potential etwa in
der Mitte zwischen den Potenzialen der elektrischen Leitung 2 und der Referenzleitung
20 liegt. Somit kann jede Steuerschaltung verwendet werden, die diese Funktion
bereitstellt. Wenn am ersten und zweiten Ausgang 7, 8 ein annähernd
gleiches Potential anliegt, würden von der Steuerschaltung Low-Signale am ersten
und zweiten Ausgang 7, 8 erkannt.
In einer weiteren Ausführungsform erzeugt die Steuerschaltung
im Betriebszustand am dritten Ausgang 9 dann ein Ausgangssignal, wenn am
ersten und zweiten Eingang 33, 34 annähernd gleich große
Spannungen anliegen.
Das NDR-Gatter weist einen fünften Transistor 35, einen
sechsten Transistor 36 und einen siebten Transistor 37 auf, die
in Serie geschaltet sind. Der fünfte Transistor 35 ist in dieser Ausführungsform
als PMOS-Transistor ausgebildet, dessen Quellenanschluss an die weitere Verbindungsleitung
17 angeschlossen ist. Der Senkenanschluss des fünften Transistors
35 ist mit einem Quellenanschluss des sechsten Transistors 36
verbunden. Der sechste Transistor 36 ist ebenfalls als PMOS-Transistor
ausgebildet. Der Senkenanschluss des sechsten Transistors 36 ist über
eine achte Verbindungsleitung 40 mit dem Senkenanschluss des siebten Transistors
37 verbunden, der als NMOS-Transistor ausgebildet ist. Der Quellenanschluss
des siebten Transistors 37 ist an die zweite weitere Verbindungsleitung
19 angeschlossen. Ein erster Eingang 33 der Steuerschaltung
5, der mit dem ersten Ausgang 7 verbunden ist, ist an eine siebte
Verbindungsleitung 39 angeschlossen, die mit den Steueranschlüssen
des sechsten und des siebten Transistors 36, 37 verbunden ist.
Die achte Verbindungsleitung 40 ist an den dritten Ausgang 9 angeschlossen.
Weiterhin ist ein achter Transistor 38 angeordnet, der als NMOS-Transistor
ausgebildet ist und mit einem Quellenanschluss an die zweite weitere Verbindungsleitung
19 und einem Senkenanschluss an den dritten Ausgang 9 angeschlossen
ist. Der Steueranschluss des achten Transistors 38 steht mit einer neunten
Verbindungsleitung 42 in Verbindung, die ebenfalls an den Steueranschluss
des ersten Transistors 35 angeschlossen ist und zudem über einen zweiten
Eingang 34 mit dem zweiten Ausgang 8 verbunden ist.
Annähernd gleiche Spannungen oder mittlere Spannungen, d.h. weder
ein Low noch ein High-Potential am ersten und am zweiten Ausgang 7,
8 sind ein Zeichen für einen metastabilen Zustand des Halteglieds.
Die Steuerschaltung 5 ist in der Weise ausgebildet, dass mittlere Spannungen,
die am ersten und am zweiten Eingang 33, 34 zu einem anderen Ausgangssignal
am dritten Ausgang 9 führen, als eine hohe und eine niedrige Spannung
(High bzw. Low-Potential), am ersten und zweiten Ausgang 7,8 unterschiedliche
Spannungen. Dies wird in der dargestellten Beispielschaltung dadurch erreicht, dass
der erste und der zweite Transistor 35, 36 als PMOS-Transistoren
mit einer großen Verstärkungsleistung und der siebte und der achte Transistor
37, 38 als NMOS-Transistoren mit einer schwachen Verstärkungsleistung
ausgebildet sind.
Liegen am ersten und am zweiten Eingang 33, 34 mittlere
Spannungen oder annähernd gleiche Spannungen an, d.h. befindet sich die weitere
Halteschaltung 50 in einem metastabilen Zustand, so liegt am
dritten Ausgang 9 der Steuerschaltung typischerweise für einige hundert
Nanosekunden ein Steuersignal an, das anzeigt, dass eine schnelle zeitliche Änderung
der Spannung zwischen der elektrischen Leitung 2 und der Referenzleitung
20 auftritt. Dabei können auch Spannungsänderungen erfasst werden,
die durch eine elektrostatische Entladung erzeugt werden. Zudem erkennt die Steuerschaltung,
ob ein langsamer Schaltvorgang wie bei einem normalen Anliegen der Versorgungsspannung
an der elektrischen Leitung 2 vorliegt. Dies ist dann der Fall, wenn sich
die weitere Halteschaltung 50 in einem stabilen Zustand befindet und die
Spannungen am ersten und zweiten Ausgang 7, 8 unterschiedlich
hoch sind.
Das Ausgangssignal am dritten Ausgang 9 steuert nun das Schutzelement
6, das beispielsweise einen MOS-FET oder einen Thyristor aufweist, und
verbindet bei Erkennen einer schnellen zeitlichen Spannungsänderung zwischen
der elektrischen Leitung 2 und der Referenzleitung 20, die elektrische
Leitung 2 über das Schutzelement 6 mit einem Entladepotential,
beispielsweise einem Massepotential. Das Schutzelement 6 kann in der Weise
ausgebildet sein, dass es bei Erkennen einer elektrostatischen Entladung aktiviert
wird oder bei Fehlen einer elektrostatischen Entladung deaktiviert wird, um eine
unbeabsichtigte Aktivierung eines sich selbst aufsteuernden Schutzelements zu verhindern.
Der dritte Ausgang 9 steht mit dem Schutzelement
6 in Verbindung, das in 3 in Form eines NMOS-Transistors
ausgebildet ist. Vorzugsweise ist zwischen dem dritten Ausgang 9 und dem
Steueranschluss des NMOS-Transistors des Schutzelements 6 eine Verstärkerschaltung
43 vorgesehen, die einen dritten und vierten Inverter 44,
45 aufweist, die in Serie geschaltet sind. Ein Quellenanschluss des NMOS-Transistors
der Schutzschaltung 6 ist mit der zweiten weiteren Verbindungsleitung
19 und der Senkenanschluss des NMOS-Transistors des Schutzelements
6 ist mit der weiteren Verbindungsleitung 17 verbunden.
Anstelle des NMOS-Transistors kann auch jede andere Art von Schalter
verwendet werden, mit dem bei Erkennen einer elektrostatischen Entladung eine elektrisch
leitende Verbindung zwischen der weiteren Verbindungsleitung 17 und der
Referenzleitung 20 möglich ist. Abhängig von der gewählten
Ausführungsform kann der Quellenanschluss des NMOS-Transistors des Schutzelements
6 auch mit einer anderen Leitung verbunden sein, die mit dem Massepotential
verbunden ist.
4 zeigt eine weitere Ausführungsform der Schutzschaltung,
bei der ein weiteres Schutzelement 46 vorgesehen ist, das mit dem dritten
Ausgang 9 der Steuerschaltung 5 verbunden ist. Das weitere Schutzelement
46 weist eine Thyristor-Schaltung 47 auf, die als Schutzelement
wirkt. Parallel zur Thyristor-Schaltung ist eine Diodenschaltung 48 vorgesehen.
Zudem ist ein Ausgangstransistor 49 vorgesehen, der in der gewählten
Ausführungsform als NMOS-Transistor ausgebildet ist.
Der Steueranschluss des Ausgangstransistors 49 ist an den
dritten Ausgang 9 der Steuerschaltung 5 bzw. an den Ausgang der
Verstärkerschaltung 43 angeschlossen, wenn diese vorgesehen ist. Die
Diodenschaltung 48 besteht aus einer Serienschaltung von vier Dioden, die
zwischen dem Quellen- und dem Senkenanschluss des Ausgangstransistors
49 geschaltet sind. Die Thyristor-Schaltung 47 weist einen Widerstand
auf, der ein unbeabsichtigtes Triggern verhindert.
5 zeigt Ströme und Spannung, die bei einem normalen
Einschaltvorgang, d. h. das Anlegen einer Versorgungsspannung an die elektrische
Leitung 2 auftreten. Im obersten Diagramm ist der Stromfluss auf der elektrischen
Leitung 2 über der Zeit dargestellt. Im mittleren Diagramm ist die
Steuerspannung S am dritten Ausgang 9 der Steuerschaltung 5, das
Ansteuersignal A am Steuereingang des Schutzelements 6, und das zwischen
dem dritten und vierten Inverter 44, 45 vorliegende Spannungssignal
I dargestellt. Im untersten Diagramm sind über die Zeit die dritte Spannung
U0, d. h. die Spannungsdifferenz zwischen der elektrischen Leitung 2 und
der Referenzleitung 20, das erste Ausgangssignal H1 des ersten Ausgangs
7 der weiteren Halteschaltung 50, und das zweite Ausgangssignal
H2 des zweiten Ausgangs 8 der weiteren Halteschaltung 50 dargestellt.
Aus dem untersten Diagramm ist erkennbar, dass die Einschaltspannung,
d.h. die dritte Spannung U0 mit der Zeit stetig ansteigt und bei einem zweiten Zeitpunkt
T2 von 10 &mgr;s die maximale Spannung von 2 V erreicht. Die weitere Halteschaltung
50 befindet sich zwischen dem nullten Zeitpunkt T0 bei 0 &mgr;s und einem
ersten Zeitpunkt T1, der ungefähr bei 4,5 &mgr;s liegt, in einem metastabilen
Zustand, in dem die Spannungen des ersten und des zweiten Ausgangssignals H1, H2
auf dem ersten und zweiten Ausgang 7, 8 annähernd gleich
groß sind und langsam ansteigen. Ab dem ersten Zeitpunkt T1 bei ungefähr
4,5 &mgr;sec trennen sich die Ausgangssignale aufgrund der Unsymmetrie der weiteren
Halteschaltung 50, wobei das zweite Ausgangssignal H2 weiter ansteigt und
im Laufe der Zeit parallel zur dritten Spannung U0 verläuft. Das erste Ausgangssignal
H1 sinkt im Laufe der Zeit auf den Wert 0 Volt ab.
In dieser Anfangsphase steigt das Spannungssignal I mit der Zeit langsam
an und erreicht zu dem zweiten Zeitpunkt T2 den maximalen Wert von 2V. Aus dem mittleren
Diagramm ist deutlich zu erkennen, dass das Ansteuersignal A zur Steuerung des
Schutzelements 6 in der Anfangsphase nur langsam ansteigt, aber insgesamt
im Wert unter 0,2 V bleibt und nach einer Einschwingzeit schon vor dem ersten Zeitpunkt
T1 auf 0 Volt fällt. Dadurch wird ein Leitendschalten des Schutzelements
6 nicht erreicht. Somit wird unter diesen Spannungsverhältnissen die
elektrische Leitung 2 nicht mit dem Entladepfad verbunden. Die Steuerspannung
6 am dritten Ausgang 9 steigt anfangs etwas an und fällt
aber nach kurzer Zeit auf 0 Volt ab.
Zu dem zweiten, einem dritten und einem vierten Zeitpunkt T2, T3,
T4 kommt es auf der elektrischen Leitung 2 zu Schwankungen, die sich in
Stromspitzen auf der elektrischen Leitung 2 im obersten Diagramm zeigen.
Entsprechend gibt es leichte Anstiege des Spannungssignals I oder Abfälle des
Spannungssignals I zu den entsprechenden Zeitpunkten. Diese führen jedoch nicht
dazu, dass das Ansteuersignal A entsprechend steigt, um die Schutzschaltung
6 zu aktivieren. Somit wird bei diesem Einschaltvorgang keine Ladung über
das Schutzelement von der elektrischen Leitung 2 über das Schutzelement
6 abgeführt.
6 zeigt eine Einschaltsituation, bei der ein schneller
zeitlicher Anstieg der Spannung auf der elektrischen Leitung 2 beispielsweise
durch eine elektrostatische Entladung auftritt und zu einem Einschalten des Schutzelements
6 führt. In 6 ist die Zeitachse T in
Nanosekunden dargestellt. Im obersten Diagramm ist wieder der Strom auf der elektrischen
Leitung 2 dargestellt, der zu einem Startzeitpunkt TStart von dem Wert
0 innerhalb von 5 ns mit einem sehr starken Anstieg auf den Wert 1,8 A steigt. Im
mittleren Diagramm ist die Steuerspannung S am dritten Ausgang 9 der Steuerschaltung
5 dargestellt, die nach dem Startzeitpunkt TStart sehr stark ansteigt und
innerhalb von 1 ns den Spannungswert von über 2 V erreicht. Entsprechend steigt
auch das Ansteuersignal A des Schutzelements 5 an und steuert das Schutzelement
6 leitend. Das Schutzelement leitet ungefähr bei einer Spannung von
1,0 V, die kurz vor dem Zeitpunkt von 16 ns erreicht wird. Im untersten Diagramm
ist die dritte Spannung U0, d.h. die Spannungsdifferenz zwischen der elektrischen
Leitung 2 und der Referenzleitung 20 dargestellt. Diese steigt
nach dem Startzeitpunkt bei 15 ns sehr stark an und überschreitet vor dem Zeitpunkt
von 16 ns den Wert von 2 V. Gleichzeitig steigen das erste und das zweite Ausgangssignal
H1, H2 am ersten und am zweiten Ausgang 7, 8 der Halteschaltung
4 auf einen Wert von 1V, wobei die Spannungen auf dem ersten und dem zweiten
Ausgang 7, 8 annähernd gleich groß sind. Durch das schnelle
Ansteigen der Spannung U0 weist die Steuerschaltung 5 eine ausreichende
Spannungsversorgung auf, um am dritten Ausgang 9 ein entsprechendes Steuersignal
zum Leitendschalten des Schutzelements 6 bereitzustellen. Das Leitendschalten
bewirkt, dass die dritte Spannung U0 nach dem Erreichen eines Maximalwerts wieder
absinkt, um nach dem Erreichen eines lokalen Minimums kurz nach dem Zeitpunkt von
16 ns wieder langsam auf einen Wert von 2,5V anzusteigen. Auf diese Weise wird ein
zu starker Anstieg der Spannung der elektrischen Leitung 2 vermeiden. Dadurch
werden elektrische Schaltungen, die mit der elektrischen Leitung 2 verbunden
sind, vor einer Überspannung geschützt.
Im Gegensatz zur Situation der 5 hat
die Steuerschaltung 5 zu dem Zeitpunkt, zu dem das erste und das zweite
Ausgangssignal H1, H2 annähernd gleich sind, schon eine ausreichende Spannungsversorgung,
um eine Steuerspannung S und damit ein ausreichendes Ansteuersignal A zum Ansteuern
des Schutzelements 6 auszugeben.
Beim normalen Einschaltvorgang erreicht die Versorgungsspannung der
Steuerschaltung 5 zu dem Zeitpunkt, zu dem das erste und das zweite Ausgangssignal
H1, H2 der weiteren Halteschaltung 50 noch einen annähernd gleichen
Wert aufweisen, keinen ausreichend hohen Wert, um eine Steuerspannung S am dritten
Ausgang 9 zum Schalten des Schutzelements 6 bereitstellen zu können.
In einfacher Weise wird dies dadurch erreicht, dass die Steuerschaltung
5 von der Spannung auf der elektrischen Leitung 2 versorgt wird
und die Startzeit bis zum Erreichen eines Betriebszustandes der Steuerschaltung
5, bei dem ein Ansteuersignal erzeugt wird, bei einem normalen Einschaltvorgang
länger ist als die Haltezeit. Tritt jedoch eine elektrostatische Entladung,
beispielsweise beim Einschaltvorgang auf, dann wird die Steuerschaltung
5, vor dem Ende der Haltezeit in den Betriebszustand gebracht.
7 zeigt eine Schaltsituation in der eine elektrostatische
Entladung auftritt, bei der das Schutzelement aktiviert wird. In einem oberen Diagramm
sind das Ansteuersignal A am Steuereingang des Schutzelementes 6, die Steuerspannung
F vom dritten vom dritten Ausgang 9 der Steuerschaltung S und das Spannungssignal
I, das zwischen dem dritten und vierten Entwerter 44, 45 vorliegt,
über die Zeit dargestellt. Im unteren Diagramm sind über die Zeit die
dritte Spannung 0, d.h. die Spannungsdifferenz zwischen der elektrischen Leitung
2 und der Referenzleitung 20, das erste Ausgangssignal H1 des
ersten Ausgang 7, der weiteren Halteschaltung 50, und das zweite
Ausgangssignal H2 des zweiten Ausgang 8 der weiteren Halteschaltung
50 dargestellt.
In dem unteren Diagramm ist erkennbar, dass die Versorgungsspannung
zum Zeitpunkt T Start abrupt auf einen Wert von 4V ansteigt und anschließend
stetig abfällt. Durch den starken Spannungsanstieg wird die Startzeit für
die Steuerschaltung 5 unter die Haltezeit der weiteren Halteschaltung
50 verkürzt, sodass die Steuerschaltung 5 einen metastabilen
Zustand der weiteren Halteschaltung 50 im Betriebszustand erkennt und somit
das Schutzelement 6 in der Weise ansteuert, dass die elektrische Leitung
2 mit dem Entladepfad verbunden ist. Die weitere Halteschaltung
50 gibt kurz nach dem Startzeitpunkt T Start ein erstes Ausgangssignal
H1 und ein zweites Ausgangssignal H2 am ersten Ausgang 7 bzw. einen zweiten
Ausgang 8 aus, die annähernd gleich groß sind. Somit erkennt
die Steuerschaltung 5 einen metastabilen Zustand. Im Laufe der Zeit wird
das zweite Ausgangssignal H2 auf ein hohes Spannungsniveau und das erste Ausgangssignal
H1 auf ein niedriges Spannungsniveau gezogen.
Die Steuerschaltung 5 gibt am Steuereingang des Schutzelementes
6 das Ansteuersignal A mit einer großen Spannung aus, sodass das Schutzelement
6 leitend geschalten wird und die elektrische Leitung 2 mit dem
Entladepfad verbindet. Das Ansteuersignal A wird über eine Triggerzeit von
ca. 142ns auf den hohen Spannungspegel gehalten. Die Steuerspannung S am dritten
Ausgang der Steuerschaltung 5 weist ein annähernd gleiches Spannungspotential
wie das Ansteuersignal H auf, wobei jedoch die Steuerspannung S bereits nach 120
ns zu fallen beginnt. Zu einem Schaltzeitpunkt T Schalt wird das Ansteuersignal
A von einem High-Level-Signal in ein Low-Level-Signal umgeschaltet. Somit wird zum
Schaltzeitpunkt T Schalt das Schutzelement 6 abgeschaltet und elektrische
Leitung 2 vom Entladepfad getrennt. Das Spannungssignal I weist kurz nach
dem Startzeitpunkt T Start ein Wert von 0V auf und steigt erst zum Schaltzeitpunkt
T Schalt auf ein High-Level-Spannungssignal mit einem Wert von über 2V an.
Aus der 7 ist ersichtlich, dass nach
der Ansteuerung des Schutzelementes 6 das Schutzelement 6 für
eine festgelegte Zeitdauer, in diesem Fall für ungefähr 142ns eingeschaltet
bleibt, obwohl sich das erste und zweite Ausgangssignal H1, H2 bereits in verschiedene
Spannungsniveaus entwickeln.
In einer Ausführungsform der weiteren Halteschaltung
50 der 4 weist der zweite Transistor
22, der als NFET-Transistor ausgebildet ist, einen Leitungskanal mit einer
Weite von 0,44 &mgr;m und einer Länge von 10 &mgr;m auf. Der erste Transistor
21, der als PFET-Transistor ausgebildet ist, weist einen Kanal mit einer
Weite von 0,44 &mgr;m und einer Länge von 10 &mgr;m auf. Der dritte Transistor
23, der als PFET-Transistor ausgebildet ist, weist einen Kanal mit einer
Weite von 0,48 &mgr;m und einer Länge von 10 &mgr;m auf. Der vierte Transistor
24, der als NFET-Transistor ausgebildet ist, weist eine Weite von 0,44
&mgr;m und eine Länge von 10 &mgr;m auf. Durch die Asymmetrie zwischen
dem ersten und dem dritten Transistor 21, 23 wird die Impulsdauer
des Steuersignals am dritten Ausgang 9 festgelegt.
Der siebte und der achte Transistor 37, 38 werden
in einer Ausführungsform als NFET-Transistoren ausgebildet, deren Kanalgebiete
eine Weite von 2,2 &mgr;m und eine Länge von 1,1 &mgr;m aufweisen. Der
fünfte und der sechste Transistor 35, 36 der Steuerschaltung
5 werden in einer Ausführungsform als PFET-Transistoren mit einem
Kanalgebiet ausgebildet, deren Weiten 17,6 &mgr;m und deren Längen 0,18 &mgr;m
aufweist. In einer weiteren Ausführungsform kann auf den ersten und den zweiten
Widerstand 29, 30 verzichtet werden, so dass nur parasitäre
Leitungswiderstände vorliegen. Zudem können in einer weiteren Ausführungsform
die fünfte und sechste Kapazität zwischen der dritten und vierten Verbindungsleitung
25, 26 und der fünften und sechsten Verbindungsleitung
27, 28 einen Wert von 20 fF aufweisen.
Nach dem Erkennen eines metastabilen Zustands der Halteschaltung
8 wird am dritten Ausgang 9 die Steuerspannung S erzeugt, die
mit den beschriebenen Parametern eine Impulslänge von 50 bis 300 ns aufweist.
D.h., dass nach dem Übergang der weiteren Halteschaltung 50 in einen
stabilen Zustand, d.h. das Auseinanderlaufen der Spannungen am ersten und am zweiten
Ausgang 7, 8 über einen Zeitraum von 50 bis 300 ns die Steuerschaltung
5 die Schutzschaltung 6 im leitenden Zustand hält.
Die Kapazitäten zwischen der dritten und der vierten Verbindungsleitung
25, 26 und zwischen der fünften und der sechsten Verbindungsleitung
27, 28 können im Bereich von 5 bis 50 fF liegen.
Die beschriebene Schutzschaltung kann bei jeder Art von elektrischer
oder elektronischer Schaltung eingesetzt werden. Vorzugsweise kann die Schutzschaltung
bei einer Speicherschaltung, insbesondere bei einem DRAM-Speicherbaustein zum Einsatz
kommen, und die elektrische Leitung 2 beispielsweise mit der Versorgungsspannung
verbunden sein. Die Referenzleitung 20 kann bei einer Speicherschaltung
mit dem Massepotential verbunden sein.
Die Funktionsweise der Erfindung wurde am Beispiel der weiteren Halteschaltung
50 erläutert. Die Halteschaltung 4 funktioniert in analoger
Weise.
- 1
- elektrische Schaltung
- 2
- elektrische Leitung
- 3
- Schutzschaltung
- 4
- Halteschaltung
- 5
- Steuerschaltung
- 6
- Schutzelement
- 7
- Erster Ausgang
- 8
- Zweiter Ausgang
- 9
- Dritter Ausgang
- 10
- Erste Inverterschaltung
- 11
- Zweite Inverterschaltung
- 12
- Verbindungsleitung
- 13
- Erster Kondensator
- 14
- Zweiter Kondensator
- 15
- Dritter Kondensator
- 16
- Vierter Kondensator
- 17
- Weitere Verbindungsleitung
- 18
- Zweite Verbindungsleitung
- 19
- Zweite weitere Verbindungsleitung
- 20
- Referenzleitung
- 21
- Erster Transistor
- 22
- Zweiter Transistor
- 23
- Dritter Transistor
- 24
- Vierter Transistor
- 25
- Dritte Verbindungsleitung
- 26
- Vierte Verbindungsleitung
- 27
- Fünfte Verbindungsleitung
- 28
- Sechste Verbindungsleitung
- 29
- Erster Widerstand
- 30
- Zweiter Widerstand
- 31
- Fünfte Kapazität
- 32
- Sechste Kapazität
- 33
- Erster Eingang
- 34
- Zweiter Eingang
- 35
- Fünfter Transistor
- 36
- Sechster Transistor
- 37
- Siebter Transistor
- 38
- Achter Transistor
- 39
- Siebte Verbindungsleitung
- 40
- Achte Verbindungsleitung
- 42
- Neunte Verbindungsleitung
- 43
- Verstärkerschaltung
- 44
- Dritter Inverter
- 45
- Vierter Inverter
- 46
- Weiteres Schutzelement
- 47
- Thyristorschaltung
- 48
- Diodenschaltung
- 49
- Ausgangstransistor
- 50
- weitere Halteschaltung