Die vorliegende Erfindung bezieht sich im Allgemeinen auf einen Signalaufbereiter
und ein Verfahren zum Verarbeiten eines Empfangssignals, im Speziellen auf einen
breitbandigen Dual-Empfänger mit Doppel-Umsetzung und niedriger Zwischenfrequenz.
Bei vielen Anwendungen ist es heutzutage wünschenswert bzw. erforderlich,
mehrere Nutzfrequenzbänder gleichzeitig zu empfangen. Beispielsweise ist es
in dem Bereich der satellitengestützten Positionsbestimmung zur Verbesserung
einer Ortsauflösung zweckmäßig, Signale in zwei voneinander beabstandeten
Nutzfrequenzbereichen auszuwerten. Auch im Bereich der Mobilkommunikation ist es
im Übrigen teilweise wünschenswert, Signale in zwei verschiedenen Frequenzbändern
gleichzeitig oder alternativ zu empfangen und auszuwerten.
Dual-Empfänger ermöglichen den gleichzeitigen Empfang von
zwei verschiedenen Bändern durch einen einzigen Empfänger, was Leistungsaufnahme
und Kosten spart.
Bei derzeit verendeten Empfängern für die oben beschriebenen
Anwendungsgebiete, also beispielsweise für den gleichzeitigen Empfang von zwei
Bändern bei einem satellitengestützten Navigationssystem, gibt es zwei
Gruppen zu unterscheiden: Sehr breitbandige Empfänger, und relativ schmalbandige
Dual-Empfänger. In beiden Fällen handelt es sich um hochgenaue Empfänger
für high-end Navigations- und Ortsbestimmungssysteme.
Bei der ersten Art von Empfängern wird eine hohe Genauigkeit
(beispielsweise in Hinblick auf die Positionsbestimmung) durch die große Bandbreite
des Übertragungsverfahrens DSSS (Direkt-Sequenz-gespreiztes-Spektrum bzw. directsequence
spread spectrum) erreicht. Beispielsweise wird eine Bandbreite in einem Bereich
zwischen 20 MHz bis zu 70 MHz oder mehr verwendet. Eine derart hohe Bandbreite zu
verarbeiten stellt eine große Herausforderung für den Empfänger dar.
Durch eine große Bandbreite sind vor allem eine Filterung und eine Gruppenlaufzeitänderung
in einem Durchlassbereich der Filter, eine Grenzfrequenz eines Verstärkers
mit variabler Verstärkung (auch als VGA bzw. Variable Gain Amplifier bezeichnet)
und eine Abtastrate eines Analog-Digital-Umsetzers (auch als ADU bezeichnet) betroffen.
Auf Grund der hohen benötigten Bandbreite bzw. der hohen Grenzfrequenz ist
beispielsweise ein Anti-Alias-Filter (das beispielsweise dem Analog-Digital-Umsetzer
vorgeschaltet ist) passiv implementiert. Der Verstärker mit einstellbarer Verstärkung
(VGA) und der Analog/Digital-Umsetzer (ADU) benötigen (aufgrund der großen
zu verarbeitenden Signalbandbreite) vergleichsweise viel Strom.
Bei einer zweiten Art von Empfängern wird eine hohe Genauigkeit
durch einen gleichzeitigen Empfang von zwei Bändern bzw. Frequenzbändern
erreicht. Durch dieses Verfahren werden, unter anderem, eine ionosphärische
Gruppenlaufzeitänderung (die in einem Navigationssystem bzw. satellitenbasierten
Positionsbestimmungssystem eine negative Einflussgröße darstellt) durch
eine Messung von zwei Verzögerungen aus zwei verschiedenen Trägerfrequenzen
kompensiert. Herkömmlicherweise zum Empfang von zwei Frequenzbändern eingesetzte
Empfängerarchitekturen weisen allerdings, ebenso wie breitbandige Empfänger,
eine vergleichsweise komplexe Schaltungsstruktur und eine vergleichsweise hohe Stromaufnahme
auf.
In Anbetracht des Stands der Technik ist es die Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, ein Konzept zur Aufbereitung eines Empfangssignals zu schaffen, das einen
Empfang von zwei getrennten Frequenzbändern unter Verwendung einer ressourcen-effizienten
Schaltungsstruktur ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch einen Signalaufbereiter gemäß Anspruch
1 sowie durch ein Verfahren zum Verarbeiten eines Empfangssignals gemäß
Anspruch 22 gelöst.
Die vorliegende Erfindung schafft einen Signalaufbereiter zum Verarbeiten
eines Empfangssignals mit einem ersten Nutzfrequenzband und einem zweiten Nutzfrequenzband
gemäß dem Anspruch 1.
Gemäß einem Kerngedanken der vorliegenden Erfindung ermöglicht
die erfindungsgemäße Frequenzplanung, d. h. die erfindungsgemäße
Wahl der Frequenzen des ersten Lokaloszillators und des zweiten Lokaloszillators,
eine gemeinsame Verarbeitung der beiden Nutzfrequenzbereiche im Rahmen eines einzigen
Signalpfades, wobei die entstehenden Zwischenfrequenzen besonders niedrig sind.
Durch die Erzeugung sowohl eines Inphase-Signals als auch eines Quadratur-Signals
wird es im Übrigen ermöglicht, bei der zweiten Mischung die beiden Nutzfrequenzbänder
auf einen besonders niedrigen, gemeinsamen Zwischenfrequenzbereich abzubilden, wobei
dennoch gewährleistet ist, die Informationsinhalte der beiden Nutzfrequenzbänder
wieder trennen zu können.
Durch die erfindungsgemäße Struktur eines Signalaufbereiters
verringert sich der Aufwand zur Spiegelfrequenzunterdrückung, da das durch
den ersten Mischer erzeugte Abbild des ersten Nutzfrequenzbands und das durch den
ersten Mischer erzeugte Abbild des zweiten Nutzfrequenzbands bezüglich der
Frequenz des zweiten Lokaloszillatorsignals zumindest teilweise Spiegelbänder
zueinander sind. Somit ist es lediglich erforderlich, im Rahmen der zweiten Mischung
das Abbild des ersten Nutzfrequenzbands und das Abbild des zweiten
Nutzfrequenzbands zu trennen, wodurch eine separate Spiegelfrequenzunterdrückung
nicht mehr erforderlich ist. Wären hingegen, wie dies herkömmlicherweise
der Fall ist, das durch die erste Mischung erzeugte Abbild des ersten Nutzfrequenzbands
und das durch die erste Mischung erzeugte Abbild des zweiten Nutzfrequenzbands nicht
Spiegelbänder zueinander, so wäre es im Rahmen der zweiten Mischung erforderlich,
eine Spiegelfrequenzunterdrückung zu implementieren und ferner zusätzlich
eine Trennung der Informationsinhalte des ersten Nutzfrequenzbands und des zweiten
Nutzfrequenzbands zu erzielen. In anderen Worten, durch die erfindungsgemäße
Architektur des Signalaufbereiters wird eine Spiegelfrequenzunterdrückung und
eine Trennung der Informationsinhalte der zwei Nutzfrequenzbänder bei der zweiten
Mischung kombiniert durchgeführt, wodurch sich ein Schaltungsaufwand und damit
eine Leistungsaufnahme im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen wesentlich
verringern.
Der erfindungsgemäße Signalaufbereiter bringt somit den
Vorteil mit sich, dass eine breitbandige Spiegelfrequenzunterdrückung mit geringem
Aufwand erzielt wird. Ferner werden zwei Nutzfrequenzbänder in einem einzigen
Signalpfad verarbeitet. Durch die erfindungsgemäße Wahl der Frequenzen
der Lokaloszillatorsignale werden bei der gleichzeitigen Verarbeitung der beiden
Nutzfrequenzbänder besonders niedrige Zwischenfrequenzen erzielt, wodurch sich
die Anforderungen an die entsprechenden Verstärker und an den Analog/Digital-Wandler
verringern. Die niedrigen Zwischenfrequenzen und die niedrige erforderliche Abtastfrequenz
des Analog/Digital-Wandlers resultiert im Übrigen in einer besonders niedrigen
Stromaufnahme der erfindungsgemäßen Anordnung.
Im Übrigen sei darauf hingewiesen, dass sich die erfindungsgemäße
Architektur eines Signalaufbereiters besonders gut für eine monolithische Integration,
beispielsweise unter Verwendung einer CMOS-Technologie, eignet. Ferner ist aufgrund
der erfindungsgemäßen Architektur einer Signalaufbereitung nur ein einziger
Frequenzsynthesizer erforderlich, der das erste Lokaloszillatorsignal erzeugt, da
das erste Lokaloszillatorsignal sowohl einer Frequenzumsetzung der Informationsinhalte
des ersten Nutzfrequenzbands als auch der Informationsinhalte des zweiten Nutzfrequenzbandes
dient. Dadurch verringert sich der Schaltungsaufwand sowie die Stromaufnahme der
erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung im Vergleich zu herkömmlichen
Lösungen weiter.
Insgesamt ist somit festzuhalten, dass der erfindungsgemäße
Signalaufbereiter eine vollständige Unterdrückung der im Rahmen einer
zweistufigen Frequenzumsetzung auftretenden Spiegelfrequenzen ermöglicht, während
gleichzeitig ein im Vergleich zu herkömmlichen Schaltungsanordnungen niedrige
Stromaufnahme gewährleistet ist. Auf einen Einsatz von komplexen aktiven Bandpässen
kann durch die erfindungsgemäße Frequenzplanung beispielsweise verzichtet
werden.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die Frequenz des
ersten Lokaloszillatorsignals so gewählt, dass das erste Nutzfrequenzband und
das zweite Nutzfrequenzband durch den Mischer auf nicht-überlappende oder voneinander
beabstandete Frequenzbänder abgebildet werden. Somit sind das erste Nutzfrequenzband
und das zweite Nutzfrequenzband nach der Mischung durch den ersten Mischer auf frequenzmäßig
getrennte Frequenzbänder abgebildet. Dadurch wird ermöglicht, dass die
Frequenz des zweiten Lokaloszillatorsignals zwischen den Abbildern des ersten Nutzfrequenzbandes
und des zweiten Nutzfrequenzbandes positioniert werden kann.
Bei einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel gilt für
eine Frequenz f1, die eine Bandmitte des ersten Nutzfrequenzbandes beschreibt,
für eine Frequenz f2, die eine Bandmitte des zweiten Nutzfrequenzbandes
beschreibt, und für die Frequenz fLO1 des ersten Lokaloszillators
eine der folgenden Beziehungen:
f2 + 0,15 (f1 – f2) ≤ fLO1
≤ f2 + 0,35 (f1 – f2)
oder
f2 + 0,65 (f1 – f2) ≤ fLO1
≤ f2 + 0,85 (f1 – f2).
Dabei wird angenommen, dass die Frequenz f2 kleiner als
die Frequenz f1 ist.
Durch die entsprechende Wahl der Frequenz des ersten Lokaloszillatorsignals
ist gewährleistet, dass Spiegelbänder des ersten Nutzfrequenzbandes und
des zweiten Nutzfrequenzbandes in dem Empfangssignal möglichst weit von dem
ersten Nutzfrequenzband und dem zweiten Nutzfrequenzband entfernt sind, und somit
in besonders effizienter Weise durch ein Vorselektions-Filter entfernt werden können.
Bei einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die Frequenz
des zweiten Lokaloszillatorsignals so gewählt, dass sich die Frequenz des zweiten
Lokaloszillatorsignals von dem Mittelwert zwischen einer Mittenfrequenz des ersten
Signalanteils und einer Mittenfrequenz des zweiten Signalanteils um höchstens
20% unterscheidet. Durch eine solche Wahl wird eine besonders niedrige zweite Zwischenfrequenz
gewährleistet. Im Übrigen wird zudem sichergestellt, dass der Informationsinhalt
des ersten Nutzfrequenzbandes und der Informationsinhalt des zweiten
Nutzfrequenzbandes mit besonders guter Isolation voneinander getrennt werden können,
da durch die genannte Wahl der Frequenz des zweiten Lokaloszillatorsignals der erste
Signalanteil und der zweite Signalanteil frequenzmäßig ausreichend symmetrisch
um das zweite Lokaloszillatorsignal angeordnet sind.
Bei einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Signalaufbereiter
ausgelegt, um das erste Ausgangssignal oder ein davon abgeleitetes Signale mit einer
Abtastfrequenz abzutasten und analog-zu-digital zu wandeln, um ein erstes digitalisiertes
Signal zu erhalten, und um das zweite Ausgangssignal oder ein davon abgeleitetes
Signal mit der Abtastfrequenz abzutasten und analog-zu-digital zu wandeln, um ein
zweites digitalisiertes Signal zu erhalten. Die Abtastfrequenz weicht bevorzugt
von einem Vierfachen einer Zwischenfrequenz, auf die der zweite Mischer das durch
den ersten Mischer erzeugte Abbild des ersten Nutzfrequenzbandes und das durch den
ersten Mischer erzeugte Abbild des zweiten Nutzfrequenzbandes abbildet, um höchstens
20% ab. Es hat sich nämlich gezeigt, dass durch die genannte Wahl der Abtastfrequenz
eine weitere Frequenzumsetzung von der zweiten Zwischenfrequenz-Ebene, auf die der
zweite Mischer den Informationsinhalt des ersten Nutzfrequenzbandes und den Informationsinhalt
des zweiten Nutzfrequenzbandes abbildet, in ein Basisband in besonders effizienter
und präziser Weise möglich ist. Im Übrigen hat sich gezeigt, dass
durch eine Wahl der Abtastfrequenz als ein Vierfaches der zweiten Zwischenfrequenz
eine Unterabtastung sicher vermieden werden kann, da die Bandbreite des sich nach
der zweiten Mischung (also nach dem Mischen durch den zweiten Mischer) ergebenden
Signals nach oben hin auf ein Zweifaches der zweiten Zwischenfrequenz begrenzt ist.
Bei einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel ist daher
der Signalaufbereiter aufgelegt, um das erste digitalisierte Signal in ein Basisband
herunterzumischen, und um das zweite digitalisierte Signal in ein Basisband herunterzumischen.
Dabei wird es bevorzugt, von den Signalwerten des ersten digitalisierten Ausgangssignals
jeden zweiten Abtastwert zu Null zu setzen oder zu entfernen, und die übrigen
Abtastwerte abwechselnd mit +1 oder –1 zu gewichten, um ein Inphase-Ausgangssignal
zu erhalten. Ferner wird es bevorzugt, aus dem ersten digitalisierten Ausgangssignal,
zeitlich um einen Abtastschritt gegenüber der Berechnung des ersten Inphase-Signals
verschoben, jeden zweiten Abtastwert zu Null zu setzen oder zu entfernen, und die
übrigen Abtastwerte abwechselnd mit +1 oder –1 zu gewichten, um ein
erstes Quadratur-Ausgangssignal zu erhalten. Durch die genannte Verarbeitung wird
erreicht, dass aus dem ersten digitalisierten Ausgangssignal sowohl ein Inphase-Signal
als auch ein Quadratursignal erzeugt werden. Eine besonders einfache Verarbeitung
ergibt sich dabei durch ein Zu-Null-Setzen jedes zweiten Abtastwertes, und durch
ein abwechselndes Gewichten der übrigen Abtastwerte mit zueinander inversen
Werte (z. B. abwechselnd mit +1 und –1). Die entsprechende Gewichtung entspricht
gleichzeitig einer Frequenzumsetzung und einer Transformation in zwei komplexe Signale
(also in ein Inphase-Signal und ein Quadratur-Signal). Ein Zu-Null-Setzen kann dabei
in besonders einfacher und recheneffizienter Weise erfolgen. Ferner wird durch eine
abwechselnde Gewichtung mit zwei zueinander inversen Werten ein Verarbeitungsaufwand
gering gehalten, und es werden ferner Rundungsfehler minimiert. Im Übrigen
sei darauf hingewiesen, dass das erste Inphase-Ausgangssignal und das zweite Inphase-Ausgangssignal
jeweils nur noch die halbe Datenrate des ersten digitalisierten Ausgangssignals
aufweisen, so dass eine Gesamt-Datenrate bei der Erzeugung des ersten Inphase-Ausgangssignals
und des ersten Quadratur-Ausgangssignals gegenüber dem digitalisierten Ausgangssignal
nicht erhöht wird.
Die vorliegende Erfindung schafft ferner ein Verfahren gemäß
dem Anspruch 24.
Im Übrigen sei darauf hingewiesen, dass weitere vorteilhafte
Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung durch die abhängigen Patentansprüche
definiert sind.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden
nachfolgend Bezug nehmend auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
1 ein Blockschaltbild eines erfindungsgemäßen
Signalaufbereiters gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung, zusammen mit einer Darstellung der auftretenden Frequenz-Relationen;
2 ein Blockschaltbild eines erfindungsgemäßen
Signalaufbereiters gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung;
3 eine schematische Darstellung eines Frequenzplans
beim Betrieb eines erfindungsgemäßen Signalaufbereiters; und
4 ein Flussdiagramm eines erfindungsgemäßen
Verfahrens zum Verarbeiten eines Empfangssignals.
1 zeigt ein Blockschaltbild eines erfindungsgemäßen
Signalaufbereiters zum Verarbeiten eines Empfangssignals mit einem ersten Nutzfrequenzband
und einem zweiten Nutzfrequenzband, gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung. Der Signalaufbereiter gemäß
der 1 ist in seiner Gesamtheit mit 100 bezeichnet.
Ein erster Mischer 110 empfängt ein Empfangssignal 112 sowie
ein erstes Lokaloszillatorsignal 114. Der erste Mischer 110 ist
ausgelegt, um das Empfangssignal 112 mit dem ersten Lokaloszillatorsignal
zu mischen, wobei eine Frequenz des ersten Lokaloszillatorsignals unsymmetrisch
zwischen dem ersten Nutzfrequenzband und dem zweiten Nutzfrequenzband liegt. Der
erste Mischer 110 ist ausgelegt, um ein Inphase-Signal 120 (I)
und ein Quadratursignal 122 (Q) zu erzeugen. Der Signalaufbereiter
100 umfasst ferner einen zweiten Mischer 130, der ausgelegt ist,
um das Inphase-Signal 120, das Quadratur-Signal 122 und ein zweites
Lokaloszillatorsignal 132 zu empfangen. Dabei ist eine Frequenz des zweiten
Lokaloszillatorsignals 132 so gewählt, dass das gemischte Abbild des
ersten Nutzfrequenzbandes und das gemischte Abbild des zweiten Nutzfrequenzbandes
bezüglich des zweiten Lokaloszillatorsignals zumindest teilweise Spiegelbänder
zueinander sind. Der zweite Mischer ist im Übrigen ausgelegt, um an seinem
Ausgang ein erstes Ausgangssignal 140 bereitzustellen, das im Wesentlichen
einen Informationsinhalt des ersten Nutzfrequenzbandes umfasst, und um weiterhin
ein zweites Ausgangssignal 142 bereitzustellen, das im Wesentlichen einen
Informationsinhalt des zweiten Nutzfrequenzbandes umfasst. In anderen Worten, der
Mischer 130 ist ausgelegt, um an seinen Ausgängen zwei Ausgangssignale
140, 142 bereitzustellen, die Informationsinhalte des ersten Nutzfrequenzbandes
und des zweiten Nutzfrequenzbandes getrennt enthalten.
Basierend auf der obigen strukturellen Beschreibung wird im Folgenden
die Funktionsweise des Signalaufbereiters 100 beschrieben. Dabei werden
insbesondere die Spektren der auftretenden Nutzsignale bzw. der daraus erzeugten
Abbilder zur Erläuterung herangezogen.
Im Folgenden werden zunächst die in dem Empfangssignal
112 enthaltenen Nutzfrequenzbänder anhand einer spektralen Darstellung
160 erläutert. Es sei im Übrigen darauf hingewiesen, dass die
im Folgenden erläuterten spektralen Darstellungen nicht maßstabsgerecht
sind. Allerdings stimmen typischerweise Frequenz-Relationen („größer,
kleiner, zwischen") in den spektralen Darstellungen mit tatsächlich sich ergebenden
Frequenzrelationen überein.
Im Übrigen sei darauf hingewiesen, dass in den spektralen Darstellungen
an einer Abszisse jeweils eine Frequenz angetragen ist, während eine Ordinate
eine spektrale Leistungsdichte in nicht-maßstabsgerechter Form zeigt, wie dies
aus der Signaldarstellung bekannt ist.
Das Empfangssignal 112 umfasst entsprechend der spektralen
Darstellung 160 ein erstes Nutzfrequenzband 162. Das erste Nutzfrequenzband
162 kann dabei beispielsweise als ein Frequenzband angesehen werden, dessen
Informationsinhalt durch den erfindungsgemäßen Signalaufbereiter für
eine Weiterverarbeitung zur Verfügung gestellt werden soll. Das Empfangssignal
112 umfasst ferner ein zweites Nutzfrequenzband 164, dessen Informationsinhalt
ebenso durch den erfindungsgemäßen Signalaufbereiter an einem Ausgang
für eine weitere Verarbeitung zur Verfügung gestellt werden soll.
Es sei im Übrigen darauf hingewiesen, dass in den spektralen
Darstellungen der 1 das erste Frequenzband
162sowie dessen durch die Mischungen entstehende Abbilder schraffiert gezeichnet
sind, während hingegen das zweite Frequenzband 164 und dessen Abbilder
nicht schraffiert gezeigt ist. Im Übrigen sei darauf hingewiesen, dass ein
frequenzmäßig oberes Ende des ersten Frequenzbandes 162 durch
eine dicke Linie gekennzeichnet ist, und dass ferner auch ein frequenzmäßig
oberes Ende des zweiten Frequenzbandes 164 durch eine dicke Linie gekennzeichnet
ist. Ferner sei darauf hingewiesen, dass das erste Frequenzband 162 eine
untere Frequenzgrenze f5 und eine obere Frequenzgrenze f6
aufweist. In anderen Worten, das erste Nutzfrequenzband 162 erstreckt sich
von der Frequenz f5 bis hin zu der Frequenz f6 (die Frequenzen
f5 und f6 eingeschlossen). Ferner kennzeichnet eine Frequenz
f1 eine Mittenfrequenz des ersten Frequenzbandes 162. Die Frequenz
f1 ist somit beispielsweise der Mittelwert der Frequenzen f5
und f6.
Das zweite Frequenzband 164 weist eine untere Frequenzgrenze
bei der Frequenz f3 und ferner eine obere Frequenzgrenze bei der Frequenz
f4 auf. In anderen Worten, das zweite Nutzfrequenzband 164 erstreckt
sich zwischen der Frequenz f3 und der Frequenz f4. Das zweite
Nutfrequenzband 164 weist ferner eine Mittenfrequenz f2 auf,
wobei die Mittenfrequenz f2 des zweiten Frequenzbandes 164 beispielsweise
gleich einen Mittelwert der Grenzfrequenzen f3 und f4 ist.
Es werde im Folgenden angenommen, dass es die Aufgabe des Signalaufbereiters
100 ist, die Informationsinhalte des ersten Frequenzbands 162
und des zweiten Frequenzbandes 164 an den Ausgängen 140,
142 für eine weitere Verarbeitung zur Verfügung zu stellen, und
dass der Signalaufbereiter 100 im Übrigen mit einer Auswerteinrichtung
gekoppelt ist, die ausgelegt ist, um die Informationsinhalte des ersten Nutzfrequenzbandes
162 und es zweiten Nutzfrequenzbandes 164 zeitlich gleichzeitig
oder nacheinander auszuwerten.
Eine Frequenz des ersten Lokaloszillatorsignals 114 ist im
Übrigen mit fLO1 bezeichnet, und ist unsymmetrisch zwischen dem
ersten Frequenzband 162 und dem zweiten Frequenzband
164 gewählt. In anderen Worten, die Frequenz fLO1 des ersten
Lokaloszillatorsignals 114 liegt unsymmetrisch zwischen der Mittenfrequenz
f1 des ersten Frequenzbandes 162 und der Mittenfrequenz f2
des zweiten Frequenzbandes 164 und/oder unsymmetrisch zwischen der unteren
Grenzfrequenz f5 des ersten Nutzfrequenzbandes 162 und der oberen
Grenzfrequenz f4 des zweiten Nutzfrequenzbandes 164.
Der erste Mischer 110 ist ausgelegt, um das Empfangssignal
mit dem ersten Lokaloszillatorsignal 114 zu mischen, um das Inphase-Signal
120 und das Quadratursignal 122 zu erhalten. In anderen Worten,
der Mischer 110 ist ausgelegt, um das Empfangssignal 112 mit zwei
zueinander phasenverschobenen Versionen des ersten Lokaloszillatorsignals
114 zu mischen, wobei die Phasenverschiebung zwischen den phasenverschobenen
Versionen des ersten Lokaloszillatorsignals 114 typischerweise zwischen
70 Grad und 110 Grad liegt, und Idealerweise 90 Grad beträgt. In anderen Worten,
der Mischer 110 ist ausgelegt, um das Inphase-Signal durch Mischung des
Empfangssignals 112 mit einer ersten Version des Lokaloszillatorsignals
114 zu erzeugen, und um das Quadratursignal 122 durch Mischung
mit einer gegenüber der ersten Version des Lokaloszillatorsignals
114 um 90 Grad verschobenen zweiten Version des Lokaloszillatorsignals
zu erzeugen.
Eine spektrale Darstellung 170 zeigt die in dem Inphase-Signal
120 enthaltenen Signalanteile, und eine spektrale Darstellung
180 zeigt die in dem Quadratursignal 122 enthaltenen spektralen
Anteile.
Der Mischer 110 ist ausgelegt, um das Inphase-Signal
120 so zu erzeugen, dass das Inphase-Signal einen ersten Signalanteil aufweist,
der ein gemischtes Abbild des ersten Nutzfrequenzbands 162 ist, und dass
das Inphase-Signal 120 ferner einen zweiten Signalanteil aufweist, der
ein gemischtes Abbild des zweiten Nutzfrequenzbandes 164 ist. Der erste
Signalanteil, also das Abbild des ersten Nutzfrequenzbandes 162, ist in
der spektralen Darstellung 170 mit 172 bezeichnet. Der erste Signalanteil
172 ist im Übrigen ein abwärts-gemischtes Abbild des ersten Nutzfrequenzbandes
162. Entsprechend weist der erste Signalanteil 172 eine untere
Grenzfrequenz von f5 – fLO1 sowie eine obere Grenzfrequenz
von f6 – fLO1 auf.
Der zweite Signalanteil, der ein gemischtes Abbild des zweiten Nutzfrequenzbandes
164 ist, ist in der spektralen Darstellung 170 im Übrigen
mit 174 bezeichnet. Da die Frequenz des ersten Lokaloszillatorsignals fLO1
typischerweise oberhalb des zweiten Nutzfrequenzbandes 164 liegt, kommt
es bei der Erzeugung des Abbildes 174 zu einer Inversion der Frequenzen,
wie dies aus der Nachrichtentechnik bekannt ist. Der zweite Signalanteil
174 weist eine untere Grenzfrequenz von fLO1 – f4
und eine obere Grenzfrequenz von fLO1 – f3 auf.
Die spektrale Darstellung 170 zeigt ferner noch weitere Abbilder
des ersten Nutzfrequenzbandes 162 und des zweiten Nutzfrequenzbandes
164. Beispielsweise ist in der spektralen Darstellung 170 ein
aufwärts-gemischtes Abbild des ersten Nutzfrequenzbandes 162 mit
176 bezeichnet. Das aufwärts-gemischte Abbild 176 des ersten
Nutzfrequenzbandes 172 weist eine untere Grenzfrequenz von fLO1
+ f5 und eine obere Grenzfrequenz von fLO1 + f6
auf. Ferner entsteht in dem ersten Mischer 110 typischerweise ein aufwärtsgemischtes
Abbild 178 des zweiten Nutzfrequenzbandes 164, das eine untere
Grenzfrequenz von fLO1 + f3 und eine obere Grenzfrequenz von
fLO1 + f4 aufweist.
Es sei im Übrigen darauf hingewiesen, dass für die weitere
Signalverarbeitung bevorzugt (aber nicht notwendigerweise) das abwärts-gemischte
Abbild 172 des ersten Nutzfrequenzbandes 162 und das abwärts-gemischte
Abbild 174 des zweiten Nutzfrequenzbandes 164 verwendet werden.
Das aufwärts-gemischte Abbild 176 des ersten Nutzfrequenzbandes
162 und das aufwärts-gemischte Abbild 178 des zweiten Nutzfrequenzbandes
164 können beispielsweise in dem Inphase-Signal 120 noch
enthalten sein. Es wird allerdings bevorzugt, durch ein in dem ersten Mischer
110 befindliches Tiefpassfilter beispielsweise die aufwärts-gemischten
Abbilder 176, 178 des ersten Nutzfrequenzbandes 162 und
des zweiten Nutzfrequenzbandes 164 herausfiltert bzw. im Vergleich zu den
abwärts-gemischten Abbildern 172, 174 bedämpft. Ein
solches optionales Tiefpassfilter kann im Übrigen alternativ auch in dem Eingang
des zweiten Mischers 130 enthalten sein.
Ein Spektrum des Quadratur-Signals 122 entscheidet sich im
Hinblick auf eine spektrale Energieverteilung nicht wesentlich von einem Spektrum
des Inphase-Signals 120. Das Spektrum des Quadratursignals 122
ist im Übrigen in einer spektralen Darstellung 180 gezeigt. Das Quadratursignal
122 umfasst einen ersten Signalanteil 182, der dem ersten Signalanteil
172 in dem Inphase-Signal 120 entspricht, und der ein abwärts-gemischtes
Abbild des ersten Nutzfrequenzbandes 162 darstellt. Das Quadratur-Signal
122 umfasst ferner einen zweiten Signalanteil 184, der dem zweiten
Signalanteil 174 des Inphase-Signals 120 entspricht, und der ein
abwärts-gemischtes Abbild des zweiten Nutzfrequenzbands 164 darstellt.
Das Quadratur-Signal 122 umfasst ferner ein aufwärts-gemischtes Abbild
186 des ersten Nutzfrequenzbandes 162, sowie ein aufwärts-gemischtes
Abbild 188 des zweiten Nutzfrequenzbandes 164.
Es sei im Übrigen darauf hingewiesen, dass die Frequenz des ersten
Lokaloszillatorsignals 114
bevorzugt asymmetrisch zwischen dem ersten Nutzfrequenzband
162 und dem zweiten Nutzfrequenzband 164 gewählt ist, um
sicherzustellen, dass sich der erste Signalanteil 172 in dem Inphase-Signal
120 und der zweite Signalanteil 174 in dem Inphase-Signal
120, frequenzmäßig nicht überlappen. Dies wird beispielsweise
dann erreicht, wenn gilt:
fLO1 < (f3 + f5)/2, oder fLO1 >
(f4 + f6)/2.
Es sei im Übrigen darauf hingewiesen, dass das abwärts-gemischte
Abbild 172 des ersten Nutzfrequenzbands 162 frequenzmäßig
oberhalb oder frequenzmäßig unterhalb des abwärts-gemischten Abbilds
174 des zweiten Nutzfrequenzbands 164 liegen kann. Dies ist abhängig
davon, ob die Frequenz fLO1 des ersten Lokaloszillatorsignals
114 näher bei dem ersten Nutzfrequenzband 162 oder näher
bei dem zweiten Nutzfrequenzband 164 liegt.
Der zweite Mischer 130 ist ferner ausgelegt, um das Inphase-Signal
120 (oder eine gefilterte Version davon) und das Quadratursignal
122 (oder eine gefilterte Version davon) zu empfangen und unter Verwendung
des zweiten Lokaloszillatorsignals 132 zu mischen. Die Frequenz fLO2
des zweiten Lokaloszillatorsignals 132 ist dabei so gewählt, dass
das gemischte (bzw. abwärts-gemischte) Abbild 172 des ersten Nutzfrequenzbands
162 und das gemischte (bzw. abwärts-gemischte) Abbild 174
des zweiten Nutzfrequenzbands 164 zumindest teilweise Spiegelbänder
zueinander sind. In anderen Worten, die Frequenz fLO2 des zweiten Lokaloszillatorsignals
132 ist so gewählt, dass der erste Signalanteil 172 und der
zweite Signalanteil 174 durch eine Mischung unter Verwendung des zweiten
Lokaloszillatorsignals auf zumindest teilweise überlappende Frequenzbereiche
abgebildet werden. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn sich die Frequenzintervalle
[f5 – fLO1 – fLO2; f6
– fLO1 – fLO2] und [fLO2 –
fLO1 + f3; fLO2 – fLO1 + f4]
überlappen. Alternativ dazu ist die Bedingung auch erfüllt, wenn sich
die Frequenzintervalle [fLO2 – fLO1 – f4;
fLO2 – fLO1 – f3] und [fLO2
+ fLO1 – f6; fLO2 + fLO1 –
f5] überlappen.
Beispielsweise wird es bevorzugt, für die Frequenz fLO2
des zweiten Lokaloszillatorsignals 132 eine Frequenz in der Mitte zwischen
der Mitte des ersten Signalanteils 172 und der Mitte des zweiten Signalanteils
174 zu wählen. Bei einer bevorzugten Wahl gilt:
fLO2 = 1/2 ((f5 + f6 – 2fLO1)/2
+ (2fLO1 – f3 – f4)/2).
Eine Abweichung von ±20% ist in diesem Beispiel tolerierbar.
Bei einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel wird die Frequenz
fLO2 des zweiten Lokaloszillatorsignals 132 so gewählt,
dass gilt:
fLO2 = (f5 – f3)/2.
Auch hier ist eine Abweichung von +/–20%, bevorzugt aber von
nicht mehr als +/–10% tolerierbar.
Bei einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel wird die Frequenz
fLO2 so gewählt, dass gilt:
fLO2 = (f6 – f4)/2.
Hierbei ist eine Abweichung der Frequenz fLO2 des zweiten
Lokaloszillatorsignals von einem idealen Wert um +/–20%, bevorzugt aber von
nicht mehr als +/–10% tolerierbar.
Es sei im Übrigen darauf hingewiesen, dass das erfindungsgemäße
Konzept bevorzugt bei schmalbandigen Übertragungssystemen eingesetzt wird,
bei denen gilt:
f4 – f3 ≤ 0,1 (f3 + f4)/2,
oder bevorzugt
f4 – f3 ≤ 0,01 (f3 + f4)/2
und
f6 – f5 ≤ 0,1 (f5 + f6)/2,
oder bevorzugt
f6 – f5 ≤ 0,1 (f5 + f6)/2.
Der zweite Mischer 130 ist also ausgelegt, um das oben beschriebene
Inphase-Signal 120 und das oben beschriebene Quadratur-Signal
122 mit dem zweiten Lokaloszillatorsignal 132 zu mischen. Der
zweite Mischer 130 ist ferner bevorzugt ausgelegt, um die Mischung derart
durchzuführen, dass an dem ersten Ausgang 140 und dem zweiten Ausgang
142 Signale anliegen, in denen die Informationsinhalte des ersten Nutzfrequenzbands
162 und des zweiten Nutzfrequenzbands 164 getrennt voneinander
enthalten sind. In anderen Worten, in dem ersten Ausgangssignal 140 ist
beispielsweise im Wesentlichen der Informationsinhalt des ersten Nutzfrequenzbands
162 enthalten, während in dem ersten Ausgangssignal 142 der
Informationsinhalt des zweiten Nutzfrequenzbands 164 unterdrückt bzw.
gegenüber dem Informationsinhalt des ersten Nutzfrequenzbands 162
gedämpft ist. In dem zweiten Ausgangssignal 142 hingegen ist im Wesentlichen
der Informationsinhalt des zweiten Nutzfrequenzbands 164 enthalten, während
hingegen der Informationsinhalt des ersten Nutzfrequenzbands 162 in dem
zweiten Ausgangssignal 142 unterdrückt oder im Hinblick auf den Informationsinhalt
des zweiten Nutzfrequenzbands gedämpft ist.
Dies kann durch den ersten Mischer 130 beispielsweise durch
Mischung des Inphase-Signals 120 und des Quadratur-Signals 122
mit dem zweiten Lokaloszillatorsignal 132 und durch eine anschließende
Kombination der durch die zweite Mischung entstehenden Signale erreicht werden.
Durch die Tatsache, dass der erste Signalanteil 172 und der zweite Signalanteil
174 in dem Inphase-Signal 120 bzw. der erste Signalanteil
182 und der zweite Signalanteil 184 in dem Quadratursignal
122 zumindest teilweise Spiegelbänder zueinander sind, können
die genannten Signalanteile durch eine gemeinsame Verarbeitung auf eine besonders
niedrige Zwischenfrequenz abgebildet werden, wobei im Übrigen die ersten Signalanteile
172, 182 und die zweiten Signalanteile 174,
184 auf einen niedrigen Zwischenfrequenzbereich abgebildet werden, was
eine anschließende digitale Verarbeitung erleichtert. Eine spektrale Darstellung
190 beschreibt beispielsweise den Informationsinhalt des ersten Ausgangssignals
140. In dem ersten Ausgangssignal 140 ist im Wesentlichen der
Informationsinhalt des ersten Nutzfrequenzbands 162 enthalten. Der Informationsinhalt
des ersten Nutzfrequenzbands 162 ist dabei auf eine niedrige Zwischenfrequenz
heruntergemischt, so dass beispielsweise eine maximale in dem ersten Ausgangssignal
140 auftretende Frequenz höchstens das Doppelte der Bandbreite des
ersten Nutzfrequenzbands 162 oder des zweiten Nutzfrequenzbands
164 beträgt. In analoger Weise umfasst das zweite Ausgangssignal
142 im Wesentlichen den Informationsinhalt des zweiten Nutzfrequenzbands
164, heruntergemischt auf eine niedrige zweite Zwischenfrequenz. In anderen
Worten, eine höchste in dem zweiten Ausgangssignal 142 auftretende
Frequenz ist bevorzugt nicht größer als das Doppelte der Bandbreite des
ersten Nutzfrequenzbands 162 oder des zweiten Nutzfrequenzbands
164.
Es sei im Übrigen darauf hingewiesen, dass die zweite Zwischenfrequenz
beispielsweise als die Bandmitte des Abbilds des ersten Nutzfrequenzbands
162 in dem ersten Ausgangssignal 140 definiert ist. Alternativ
dazu ist die zweite Zwischenfrequenz als die Bandmitte des Abbilds 196
des zweiten Nutzfrequenzbands 164 in dem zweiten Ausgangssignal
142 definiert. Eine Toleranz von +/–20% ist im Hinblick auf diese
Definitionen zulässig.
Ferner sind bevorzugt die Frequenz fLO1 des ersten Lokaloszillatorsignals
114 an die Frequenz fLO2 des zweiten Lokaloszillatorsignals
132 so gewählt, dass die Bandmitte des Abbilds 192 des ersten
Nutzfrequenzbands 162 in dem ersten Ausgangssignal 140 frequenzmäßig
um nicht mehr als 20% (bevorzugt aber um nicht mehr als 10%) von einer Bandmitte
des Abbilds 196 des zweiten Nutzfrequenzbands 164 in dem zweiten
Ausgangssignal 142 abweicht.
Ferner sei darauf hingewiesen, dass prinzipiell eine Bereitstellung
der Ausgangssignale 140, 142, unter Verwendung verschiedener (bevorzugt
komplexer) Mischerarchitekturen erfolgen kann. Neben einem Einsatz einer Weaver-Architektur
kann alternativ beispielsweise eine Hartley-Topologie verwendet werden. Es sind
aber auch andere Schaltungsstrukturen möglich, um basierend auf dem Inphase-Signal
120 und dem Quadratur-Signal 122 Ausgangssignale zu erhalten,
in denen Die Informationsinhalte der Nutzfrequenzbänder getrennt vorliegen.
Basierend auf der obigen funktionellen Beschreibung des Signalaufbereiters
100 wird im Folgenden anhand der 2 ein Beispiel
für eine konkrete Implementierung des erfindungsgemäßen Signalaufbereiters
beschrieben. 2 zeigt zu diesem Zweck ein Blockschaltbild
eines erfindungsgemäßen Signalaufbereiters gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung. Der Signalaufbereiter gemäß der
2 ist in seiner Gesamtheit mit 200 bezeichnet.
Der Signalaufbereiter 200 empfängt ein Eingangssignal
210, beispielsweise von einer Mehrbandantenne 212. Die Mehrbandantenne
212 ist beispielsweise ausgelegt, um Frequenzen des ersten Nutzfrequenzbands
162 und des zweiten Nutzfrequenzbands 164 zu empfangen. Der Signalaufbereiter
200 umfasst ferner ein (optionales) Hochfrequenzfilter 214, das
das Empfangssignal 210 empfängt, und das ausgelegt ist, um das erste
Nutzfrequenzband 162 und das zweite Nutzfrequenzband 164 passieren
zu lassen, und um beispielsweise Frequenzen, die außerhalb des ersten Nutzfrequenzbands
162 und des zweiten Nutzfrequenzbands 164 liegen, zu bedämpfen.
Ein (optionaler) Verstärker 216 mit geringem Rauschen
(low noise amplifier LNA) empfängt ein von dem Hochfrequenzfilter
214 basierend auf dem Eingangssignal 210 erzeugtes Signal und
verstärkt dieses. Der Verstärker 216 mit geringem Rauschen stellt
somit ein Empfangssignal 218 bereit, das auch mit A bezeichnet ist. Der
Signalaufbereiter 200umfasst ferner einen ersten Mischer 220.
Der erste Mischer 220 empfängt das Empfangssignal 218 sowie
ferner zumindest ein Lokaloszillatorsignal 222. Es wird allerdings bevorzugt,
dass der erste Mischer 220 zwei zueinander um etwa 90 Grad (bzw. in einem
Bereich zwischen 70 Grad und 110 Grad) verschobene Lokaloszillatorsignale
222, 224 empfängt. Der erste Mischer 220 erzeugt
somit basierend auf dem Empfangssignal 218 und den Lokaloszillatorsignalen
222, 224 ein Inphase-Signal 226 (auch mit B1
bezeichnet) sowie ein Quadratur-Signal 228 (auch mit B2 bezeichnet).
Ein zweiter Mischer 230 empfängt das Inphase-Signal 226 und
das Quadratur-Signal 228, sowie ferner zumindest ein zweites Lokaloszillatorsignal
232. Bevorzugt empfängt der zweite Mischer 232 allerdings
zwei zueinander um etwa 90 Grad (bzw. in einem Bereich zwischen
70 Grad und 110 Grad) phasenverschobene Lokaloszillatorsignale 232,
234. Der zweite Mischer 230 erzeugt basierend auf dem Inphase-Signal
226, dem Quadratur-Signal 228 und den beiden Lokaloszillatorsignalen
232, 234 ein erstes Ausgangssignal 236 sowie ein zweites
Ausgangssignal 238. Das erste Ausgangssignal 236 dient als Eingangssignal
für eine Pufferverstärker bzw. Puffer 240. Das Ausgangssignal
des Puffers ist mit 242 bzw. B bezeichnet. Das Ausgangssignal
242 des Puffers 240 wird ferner einem Tiefpassfilter
244 zugeführt. Ein Ausgangssignal des Tiefpassfilters 244
wird ferner einem Verstärker 246 mit einstellbarer Verstärkung
zugeführt. Ein Ausgangssignal des Verstärkers 246 mit einstellbarer
Verstärkung wird ferner einem Analog-Digital-Umsetzer 248 zugeführt.
Der Analog-Digital-Umsetzer 248 liefert ein digitalisiertes, zeitdiskretes
und wertdiskretes Signal 250 für eine digitale Nachverarbeitung
260. Das zweite Ausgangssignal 238 des erstem Mischers
230 wird im Übrigen einem zweiten Puffer 270 zugeführt.
Ein Ausgangssignal 272 (auch mit D bezeichnet) des zweiten Puffers
270 wird ferner über ein zweites Tiefpass-Filter 274 einem
zweiten Verstärker 276 mit einstellbarer Verstärkung als Hochfrequenz-Eingangssignal
zugeführt. Ein Hochfrequenz-Ausgangssignal des zweiten Verstärkers
276 mit einstellbarer Verstärkung wird ferner einem zweiten Analog-Digital-Umsetzer
278 als ein analoges Eingangssignal zugeführt. Der zweite Analog-Digital-Umsetzer
278 stellt basierend auf dem analogen Eingangssignal ein zweites digitalisiertes
Signal 280 für die digitale Weiterverarbeitung 260 bereit.
Die digitale Nachverarbeitung bzw. Weiterverarbeitung 260 erzeugt basierend
auf dem ersten digitalen Signal 250 ein erstes Inphase-Ausgangssignal
282 und ein erstes Quadratur-Ausgangssignal 284. Das erste Inphase-Ausgangssignal
282 und das erste Quadratur-Ausgangssignal 284 beschreiben dabei
im Wesentlichen den Informationsinhalt des ersten Nutzfrequenzbandes 162.
Die Nachverarbeitung 260 erzeugt ferner basierend auf dem zweiten digitalisierten
Signal 280 ein zweites Inphase-Ausgangssignal 286 und ein zweites
Quadratur-Ausgangssignal 288. Das zweite Inphase-Ausgangssignal
286 und das zweite Quadratur-Ausgangssignal 288 beschreiben dabei
im Wesentlichen den Informationsinhalt des zweiten Nutzfrequenzbandes
164.
Basierend auf dem strukturellen Überblick über die Schaltungsanordnung
200 wird im Folgenden der Aufbau des ersten Mischers 220 sowie
des zweiten Mischers 230 detailliert beschrieben.
Der erste Mischer 220 umfasst einen Inphase-Mischer
282 sowie eine Quadratur-Mischer 284. Der Inphase-Mischer
282 empfängt als ein erstes Eingangsignal das Empfangssignal
218 und ferner als ein zweites Eingangssignal das Lokaloszillatorsignal
222. Der Inphase-Mischer 282 stellt als ein Ausgangssignal das
Inphase-Signal 226 zur Verfügung. Neben der reinen Mischer-Funktionalität
kann der Inphase-Mischer 282 beispielsweise ferner ein Filter und/oder
eine Impedanzanpassungseinrichtung enthalten, um als das Inphase-Signal
226 beispielsweise nur das abwärts-gemischte Abbild 172 des
ersten Nutzfrequenzbands 162 und das abwärts-gemischte Abbild
174 des zweiten Nutzfrequenzbandes (nicht aber bzw. nur in gedämpfter
Form die aufwärts-gemischten Abbilder 176, 178) auszugeben.
Der Quadraturmischer 284 empfängt als ein erstes Eingangssignal
ebenso wie der Inphase-Mischer 282 das Empfangssignal 218. Der
Quadraturmischer 284 empfängt ferner als ein zweites Eingangssignal
das Lokaloszillatorsignal 224. Der Quadraturmischer 284 stellt
ferner als ein Ausgangssignal das Quadratursignal 228 bereit. Ebenso wie
der Inphase-Mischer 282 kann auch der Quadraturmischer 284 eine
Filterfunktionalität umfassen, um beispielsweise nur die abwärts-gemischten
Abbilder 182, 184 des ersten Nutzfrequenzbands 162 und
des zweiten Nutzfrequenzbandes 164 auszugeben.
Der zweite Mischer 230 umfasst eine erste Mischeranordnung
290, eine zweite Mischeranordnung 292, eine dritte Mischeranordnung
294 und eine vierte Mischeranordnung 296. Die erste Mischeranordnung
290 empfängt als ein erstes Eingangssignal das Inphase-Signal
226 und als ein zweites Eingangssignal das Lokaloszillatorsignal
232. Die zweite Mischanordnung 292 empfängt als ein erstes
Eingangssignal das Inphase-Signal 226 und als ein zweites Eingangssignal
das Lokaloszillatorsignal 234. Die dritte Mischeranordnung 294
empfängt als ein erstes Einganssignal das Quadratursignal 228 und
als ein zweites Eingangsignal das Lokaloszillatorsignal 232. Die vierte
Mischeranordnung 296 empfängt als ein erstes Eingangssignal das Quadratursignal
228 und als ein zweites Eingangssignal das Lokaloszillatorsignal
234.
In anderen Worten, die zweite Mischeranordnung 292 und die
vierte Mischeranordnung 296 empfangen das gleiche Lokaloszillatorsignal
234. Die erste Mischeranordnung 290 und die dritte Mischeranordnung
294 empfangen ferner das gleiche Lokaloszillatorsignal 232.
Der zweite Mischer 230 umfasst ferner einen ersten Kombinierer
298 sowie einen zweiten Kombinierer 300. Der erste Kombinierer
bzw. Summierer 298 empfängt ein Ausgangssignal der zweiten Mischanordnung
292 sowie ein Ausgangssignal der dritten Mischeranordnung 294.
Der erste Kombinierer 298 ist dabei ausgelegt, um das Ausgangssignal der
ersten Mischanordnung 292 und das Ausgangssignal der dritten Mischeranordnung
294 mit gleichen, vorzugsweise negativen, Vorzeichen zu Kombinieren bzw.
zu addieren oder zu summieren. Der erste Kombinierer bzw. Addierer
oder Summierer 298 bildet als Ausgangssignal, d. h. als Ergebnis der Addition
bzw. der Summation, das erste Ausgangssignal 236. Der zweite Kombinierer
bzw. Addierer bzw. Summierer 300 empfängt als ein erstes Eingangssignal
ein Ausgangssignal der ersten Mischeranordnung 290 sowie als ein zweites
Eingangssignal ein Ausgangssignal der vierten Mischanordnung 296. Der Kombinierer
bzw. Addierer bzw. Summierer 300 ist ausgelegt, um die Ausgangssignale
der ersten Mischeranordnung 290 und der vierten Mischeranordnung
296 mit gleichen (vorzugsweise positiven) Vorzeichen zu addieren bzw. zu
summieren. Das Ergebnis der Addition bzw. Summation stellt der zweite Kombinierer
bzw. Addierer bzw. Summierer 300 als das zweite Ausgangssignal
238 bereit.
Es sei im Übrigen darauf hingewiesen, dass das Lokaloszillatorsignal
222 gegenüber dem Lokaloszillatorsignal 224 idealerweise
um 90 Grad (allgemein: in einem Bereich zwischen 70 Grad und 110 Grad) phasenverschoben
ist. Diese Verschiebung wird z. B. durch einen Phasenschieber 302 erzielt,
der ausgelegt ist, um die Lokaloszillatorsignale 222, 224 von
einem ersten Lokaloszillatorsignal 304 durch Anwenden einer Phasenverschiebung
abzuleiten. In anderen Worten, der Phasenschieber 302 ist ausgelegt, um
das erste Lokaloszillatorsignal 304 von einem ersten Lokaloszillator
306 zu empfangen und basierend darauf die Lokaloszillatorsignale
222, 224 zu erzeugen. Beispielsweise kann der Phasenschieber
302 ausgelegt sein, um das Lokaloszillatorsignal 224 als eine
um Null Grad verschobene Version bzw. Kopie des ersten Lokaloszillatorsignals
304 zu erzeugen, und um das zweite Lokaloszillatorsignal 222 als
eine um 90 Grad verschobene Kopie bzw. Version des ersten Lokaloszillatorsignals
304 zu erzeugen.
Weiterhin wird es bevorzugt, die Lokaloszillatorsignale
232, 234 von einem zweiten Lokaloszillatorsignal 308
durch einen Phasenschieber 310 abzuleiten. In anderen Worten, der Phasenschieber
310 ist ausgelegt, um das zweite Lokaloszillatorsignal 308 zu
empfangen, und um das Lokaloszillatorsignal 234 als eine um Null Grad phasenverschobene
Version bzw. Kopie des zweiten Lokaloszillatorsignals 308 bereitzustellen.
Der Phasenschieber 310 ist ferner ausgelegt, um das Lokaloszillatorsignal
232 als eine um 90 Grad phasenverschobene Version bzw. Kopie des zweiten
Lokaloszillatorsignals 308 bereitzustellen.
Im Übrigen wird es bevorzugt, das zweite Lokaloszillatorsignal
308 durch einen Frequenzteiler 312 von einem Ausgangssignal des
ersten Lokaloszillators 306, beispielsweise von dem ersten Lokaloszillatorsignal
304, abzuleiten. Der Frequenzteiler 312 ist dabei bevorzugt ausgelegt,
um ein Frequenzteilungsverhältnis von 2n zu erzielen. In anderen
Worten, der Frequenzteiler 312 empfängt ein Signal von der Frequenz
des ersten Lokaloszillatorsignals 304 und teilt dessen Frequenz durch 2n,
wobei gilt: n ≥ 1. Dadurch wird erreicht, dass die beiden Lokaloszillatorsignale
304, 308 von einem einzigen Lokaloszillator, dem ersten Lokaloszillator
306, abgeleitet sind. Folglich sind die Lokaloszillatorsignale
222, 224, 232, 234 phasenstarr zueinander.
Es sei im Übrigen darauf hingewiesen, dass die Einstellung der
Verstärkung der Verstärker 246, 276 durch eine digitale
Steuerung der Verstärkung erfolgt. Die Steuerung der Verstärkung erfolgt
bevorzugt synchronisiert bei den beiden Verstärkern 246,
276 durch ein gemeinsames Steuersignal.
Die Nachverarbeitung 260 führt ferner eine Quadraturabtastung
der digitalisierten Signale 250, 280 durch. Eine Abtastfrequenz
fs entspricht dabei einem Vierfachen einer zweiten Zwischenfrequenz,
auf die das erste Nutzfrequenzband 162 und das zweite Nutzfrequenzband
164 durch den zweiten Mischer 230 abgebildet werden.
Im Hinblick auf die Quadraturabtastung wird angenommen, dass der erste
Analog/Digital-Umsetzer 248 und der zweite Analog/Digital-Umsetzer
278 ausgelegt sind, um die von den Verstärkern 246,
276 gelieferten Ausgangssignale zu Zeitpunkten n × Ts (wobei
Ts = 1/fs) abzutasten bzw. umzusetzen. Dabei wird davon ausgegangen,
dass n eine ganze Zahl darstellt, und dass eine Phasenverschiebung zwischen der
Abtastung durch den ersten Analog/Digital-Umsetzer 248 und den zweiten
Analog/Digital-Umsetzer 278 bestehen kann, aber nicht muss. Für eine
Erzeugung des ersten Inphase-Ausgangssignals 282 wird das erste Inphase-Ausgangssignal
282 immer dann zu Null gesetzt, wenn gilt: cos(&pgr;n/2) = 0. Gilt hingegen
cos(&pgr;n/2) = +/–1, so werden Abtastwerte aus dem digitalisierten Signal
250 als das erste Inphase-Ausgangssignals 282 bereitgestellt.
In anderen Worten, das erste Inphase-Ausgangssignal 282 umfasst nur Werte
für geradzahlige Abtast-Indizes n.
Alternativ dazu kann das erste Inphase-Ausgangssignal 282
auch durch eine Multiplikation des digitalisierten Signals 250 mit cos(&pgr;n/2)
erzeugt werden, wobei n, wie oben beschrieben, einen Zeit-Index der Abtastwerte
beschreibt.
In einer vergleichbaren Weise wird das erste Quadratur-Ausgangssignal
284 erzeugt, indem Werte des ersten Quadratur-Ausgangssignals für
geradzahlige Werte des Abtastindex n zu Null gesetzt werden, und indem für
ungeradzahlige Werte des Abtastindex n Abtastwerte des ersten digitalisierten Signals
250 als das erste Quadratur-Ausgangssignal 284 ausgegeben werden.
Das Quadratur-Ausgangssignal 284 kann im Übrigen
auch durch eine Multiplikation der Abtastwerte des ersten digitalisierten Signals
250 mit sin(&pgr;n/2) (oder mit –sin(&pgr;n/2)) erzeugt werden.
Ein Zu-Null-Setzen von Werten bei der Ermittlung des ersten Inphase-Ausgangssignals
284 und des ersten Quadratur-Ausgangssignals 284 kann im Übrigen
auch durch ein Entfernen der entsprechenden Werte ersetzt sein.
Die Ermittlung des zweiten Inphase-Ausgangssignals 286 und
des zweiten Quadratur-Ausgangssignal 288 basierend auf dem zweiten digitalisierten
Signals 280 erfolgt im Übrigen in der gleichen Weise wie die Erzeugung
des ersten Inphase-Ausgangssignals 284 und des ersten Quadraturausgangssignals
284 basierend auf dem ersten digitalisierten Signal 250.
3 zeigt im Übrigen eines spektrale Darstellung
von verschiedenen Signalen in dem Signalaufbereiter 200. Eine erste spektrale
Darstellung 320 beschreibt ein Spektrum des Empfangssignals 218
(auch mit Signal A bezeichnet), wie es sich ohne ein eingangsseitiges Spiegelfrequenz-Unterdrückungsfilter
(also beispielsweise ohne ein Hochfrequenzfilter 214) ergibt. An einer
Abszisse 322 ist dabei die Frequenz angetragen, während eine Ordinate
324 beispielsweise eine spektrale Leistungsdichte zeigt. Die spektrale
Darstellung 320 zeigt ein erstes Nutzfrequenzband 330 (auch mit
B1 bezeichnet), ein zweites Nutzfrequenzband 332 (auch mit B2 bezeichnet),
ein erstes Lokalsoszillatorsignal 334 (auch mit LO1 bezeichnet), ein erstes
Spiegelfrequenzband 336 (auch mit IMB1 bezeichnet) sowie ein zweites Spiegelfrequenzband
338 (auch mit IMB2 bezeichnet). Das erste Spiegelfrequenzband
336 ist bezüglich des ersten Lokaloszillatorsignals 334 ein
Spiegelfrequenzband zu dem ersten Nutzfrequenzband 330, und das zweite
Spiegelfrequenzband 338 ist bezüglich des ersten Lokaloszillatorsignals
334 ein Spiegelfrequenzband zu dem zweiten Nutzfrequenzband 332.
In anderen Worten, das erste Nutzfrequenzband 330 und das erste Spiegelfrequenzband
336 liegen bezüglich der Frequenz des ersten Lokaloszillatorsignals
334 frequenzmäßig symmetrisch. Das zweite Nutzfrequenzband
332 und das zweite Spiegelfrequenzband 338 liegen ferner bezüglich
der Frequenz des ersten Lokaloszillatorsignals 334 frequenzmäßig
symmetrisch.
Zur Veranschaulichung ist hierbei angenommen, dass das erste Nutzfrequenzband
330, das zweite Nutzfrequenzband 332, das erste Spiegelfrequenzband
336 und das zweite Spiegelfrequenzband 338 eine gleiche Amplitude
bzw. spektrale Amplitudenverteilung aufweisen.
Eine spektrale Darstellung 340 zeigt ein Spektrum des Empfangssignals
218 (Signal A) für den Fall, dass das Hochfrequenzfilter
214 Spiegelfrequenzbänder 336 (INB1) bzw. 338 (INB2)
bedämpft. In anderen Worten, die Spiegelfrequenzbänder 336,
338 haben gemäß der spektralen Darstellung 340 eine
kleinere Amplitude im Vergleich zu den Nutzfrequenzbändern 330,
332.
Eine spektrale Darstellung 360 zeigt ein Spektrum des Inphase-Signals
226 (B1) bzw. des Quadratur-Signals 228 (B2).
An einer Abszisse 361a ist wiederum die Frequenz angetragen, während
eine Ordinate 361b eine spektrale Leistungsdichte zeigt. Die Spektrale
Darstellung 360 zeigt ein Abbild 362 des ersten Nutzfrequenzbands
330 und des ersten Spiegelfrequenzbands 336. In anderen Worten,
das erste Nutzfrequenzband 330 und das zugehörige erste Spiegelfrequenzband
336 werden durch eine Mischung mit dem ersten Lokaloszillator
334 auf gleiche Frequenzbereiche abgebildet. Die spektrale Darstellung
360 zeigt ferner ein Abbild 364 des zweiten Nutzfrequenzbands
332 und des zugehörigen zweiten Spiegelfrequenzbands 338.
Die spektrale Darstellung 360 zeigt ferner das zweite Lokaloszillatorsignal
366. Das erste Abbild 362 und das zweite Abbild 364 sind
bezüglich des zweiten Lokaloszillatorsignals 366 (zumindest teilweise)
Spiegelbänder zueinander. In anderen Worten, das erste Abbild 362
und das zweite Abbild 364 liegen frequenzmäßig bezüglich
der Frequenz des zweiten Lokaloszillatorsignals 366 (zumindest näherungsweise)
spiegelbildlich.
Eine spektrale Darstellung 380 zeigt ein Spektrum des Ausgangssignals
242 an dem Ausgang des Pufferverstärkers 240 (auch mit C
bezeichnet). Eine spektrale Darstellung 390 zeigt ein Spektrum des Ausgangssignals
272 an dem Ausgang des zweiten Pufferverstärkers 270 (auch
mit D bezeichnet). Das Ausgangssignal 242 an dem Ausgang des ersten Pufferverstärkers
240 umfasst im Wesentlichen einen Informationsinhalt des ersten Nutzfrequenzbands
330 (sowie, in abgeschwächter Form, als ein parasitäres Signal,
einen Signalanteil des ersten Spiegelfrequenzbands 336). Das Ausgangssignal
272 an dem Ausgang des zweiten Pufferverstärkers 270 umfasst
im Wesentlichen einen Informationsinhalt des zweiten Nutzfrequenzbands
332 (und, abgeschwächt, als einen parasitären Anteil, einen Signalanteil
des zweiten Spiegelfrequenzbandes 338).
Im Übrigen sei darauf hingewiesen, dass das Signal
242 an dem Ausgang des ersten Pufferverstärkers 240 sowie
das Signal 272 an dem Ausgang des zweiten Pufferverstärkers
270 im Wesentlichen Signalanteile bei einer zweiten Zwischenfrequenz umfassen.
In anderen Worten, das Abbild des ersten Nutzfrequenzbands 330 in dem Ausgangssignal
242 umfasst die zweite Zwischenfrequenz (ZF2) (bzw. liegt um die zweite
Zwischenfrequenz herum). Das Abbild des zweiten Nutzfrequenzbands 332 in
dem Ausgangssignal 272 umfasst ebenso die zweite Zwischenfrequenz
(ZF2) bzw. liegt um die zweite Zwischenfrequenz herum.
Im Übrigen sei darauf hingewiesen, dass das erste Nutzfrequenzband
330 gemäß 3 dem ersten Nutzfrequenzband
162 gemäß 1 entspricht. Im Übrigen
entspricht das zweite Nutzfrequenzband 332 gemäß 3
dem zweiten Nutzfrequenzband 164 gemäß 1.
Zusammenfassend lässt sich somit festhalten, dass die vorgestellte
Erfindung eine Empfängerarchitektur zur Reduzierung einer Leistungsaufnahme
von hochgenauen breitbandigen Empfängern darstellt. Die Empfängerarchitektur
gemäß den 1 und 2
kann beispielsweise für einen gleichzeitigen Empfang von zwei Bändern
eines bestimmten Navigationssystems (z. B. L1 und L2c von GPS, oder L5 und L6 von
GALILEO), aber auch für einen gleichzeitigen Empfang von Bändern aus verschiedenen
Systemen Anwendung finden. 3 zeigt einen vereinfachten
Frequenzvorgang innerhalb der modifizierten Weaver-Architektur bzw. innerhalb der
modifizierten Weaver-Spiegelfrequenzunterdrückungsmischer. 2
zeigt eine Architektur des vorgestellten breitbandigen Doppel-Umsetzung-Niedere-Zwischenfrequenz-Dual-Empfängers.
In anderen Worten, die zeigt eine Architektur
eines erfindungsgemäßen Empfängers unter Verwendung eines erfindungsgemäßen
Signalaufbereiters.
B1 und B2 stellen die gewünschten Bänder (bzw. Nutzfrequenzbänder)
dar, und IMB1 und IMB2 stellen die entsprechenden Spiegelbänder dar. Eine Frequenz,
bei der die Spiegelbänder liegen, hängt von einer Auswahl der Frequenz
LO1 des ersten Lokaloszillatorsignals 304 ab. Zwei (beispielsweise) unabhängige
Vorwahlfilter (implementiert beispielsweise in dem HF-Filter 214) selektieren
das erste Nutzfrequenzband 330 (B1) und das zweite Nutzfrequenzband
332 (B2). Bei dem vorgestellten Frequenzvorgang bzw. bei der vorgestellten
Auswahl von Frequenzen ist die Frequenz LO1 des ersten Lokaloszillatorsignals gemeinsam
für das erste Nutzfrequenzband B1 und das zweite Nutzfrequenzband B2 ausgelegt,
und liegt bevorzugt zwischen den beiden Nutzfrequenzbändern 330,
332. Eine genaue Frequenz LO1 eines ersten Lokaloszillatorsignals
304 ist dennoch nicht festgelegt. Die Frequenz LO1 des ersten Lokaloszillatorsignals
soll auf der einen Seite so gewählt werden, dass die von den Vorwahlfiltern
(realisiert beispielsweise durch das Hochfrequenzfilter 214) gewährleistete
Unterdrückung (beispielsweise der Spiegelbänder 336,
338) maximiert ist. Auf der anderen Seite soll bei der Auswahl der Frequenz
LO1 des ersten Lokaloszillatorsignals 304 (bzw. der Frequenz des ersten
Lokaloszillators 306) die Stärke von Störern berücksichtigt
werden. Ist beispielsweise der Frequenzgang von beiden Vorwahlfiltern (zur Unterdrückung
der Spiegelbänder) zentriert auf der entsprechenden Mittenfrequenz gleich,
so ist eine maximale Unterdrückung erreicht, wenn der erste Lokaloszillator
LO1 (bzw. die Frequenz des ersten Lokaloszillators) bei drei Viertel von einem Band
und ein Viertel von dem anderen liegt (vergleiche 3).
Es wird also bevorzugt, dass das Hochfrequenzfilter 240 eine
Kombination aus zwei Bandpassfiltern bzw. ein kombiniertes Bandpassfilter umfasst,
wobei das Bandpassfilter insgesamt einen ersten Durchlassbereich aufweist, in dessen
Mitte das erste Nutzfrequenzband 330 liegt. Ferner wird es bevorzugt, dass
das Bandpassfilter insgesamt einen zweiten Durchlassfrequenzbereich aufweist, in
dessen Mitte der zweite Nutzfrequenzbereich 332 liegt. Ferner wird es bevorzugt,
dass eine 10dB-Bandbreite (bevorzugt aber eine 20dB-Bandbreite oder eine 40dB-Bandbreite)
des ersten Durchlassbereichs kleiner ist als ein Abstand zwischen Bandmitten des
ersten Nutzfrequenzbands 330 und des zweiten Nutzfrequenzbands
332. Im Übrigen wird es ferner bevorzugt, das eine 10dB-Bandbreite
(bevorzugt aber eine 20dB-Bandbreite oder eine 40dB-Bandbreite) des zweiten Durchlassbereichs
kleiner als der Abstand zwischen der Bandmitte des ersten Nutzfrequenzbands
330 und des zweiten Nutzfrequenzbands 332 ist. In diesem Fall
kann eine ausreichende Unterdrückung von Spiegelfrequenzen gewährleistet
werden. Eine besonders gute Spiegelfrequenzunterdrückung ergibt sich, wenn
die Frequenz des ersten Lokaloszillatorsignals 334 asymmetrisch zwischen
dem ersten Nutzfrequenzband 330 und dem zweiten Nutzfrequenzband
332 liegt, so dass beispielsweise ein frequenzmäßiger Abstand
zwischen einer Mittenfrequenz des ersten Nutzfrequenzbands 330 und dem
Lokaloszillatorsignal 334 dreimal so groß ist wie ein frequenzmäßiger
Abstand zwischen der Mittenfrequenz des zweiten Nutzfrequenzbands 332 und
dem Lokaloszillatorsignal 334.
Der Empfänger 200 kann beispielsweise aus einem einzigen
Pfad mit einer dualen Antenne 212, einem Vorwahlfilter 214 und
einem rauscharmen Verstärker 216 (LNA) bestehen. Alternativ kann der
Empfänger auch aus zwei Pfaden mit normalen (z. B. einbandigen) und für
das entsprechende Band angepassten Antennen, Filtern und Verstärkern bestehen.
Nach der ersten komplexen Frequenzumsetzung (durch den ersten Mischer) werden B1
bei ZF1B1 und B2 bei ZF1B2 mit dem zweiten Lokaloszillatorsignal
LO2 zu einer gemeinsamen zweiten Zwischenfrequenz ZF2 heruntergemischt.
Dafür liegt die Frequenz des zweiten Lokaloszillatorsignals LO2
bevorzugt in der Mitte zwischen ZF1B1 und ZF1B2, so dass B1
und B2 ein zweites Spiegelband voneinander sind. Die zweite Frequenzumsetzung wird
durch einen doppelten komplexen Mischer (beispielsweise durch den zweiten Mischer
230) durchgeführt. Die vier realen Signale (also die vier Ausgangssignale der
ersten Mischeranordnung 290, der zweiten Mischeranordnung 292,
der dritten Mischeranordnung 294 und der vierten Mischeranordnung
296) werden zu zweit addiert (in den Kombinierern bzw. Addierern bzw. Summierern
298, 300), wodurch B1 und B2 voneinander getrennt vorliegen. Das
zweite Lokaloszillatorsignal LO2 kann aus dem ersten Lokaloszillatorsignal
LO1 beispielsweise durch einen einfachen digitalen Frequenzteiler erzeugt werden.
Auf diese Weise kann die beschriebene Doppel-Frequenzumsetzung von zwei verschiedenen
Bändern durch einen einzigen Frequenzsynthesizer durchgeführt werden.
Die realen B1 und B2 liegen bei einer niedrigen zweiten ZF2,
die nahe über der Hälfte der größten Bandbreite zwischen B1
und B2 liegt. Dadurch wird die Leistungsaufnahme der Verstärker 246,
276 mit einstellbarer Verstärkung und der Analog/Digital-Umsetzer
248, 278 maximal optimiert.
Die oben beschriebene Empfängertopologie unterdrückt die
beiden Spiegelsignale von einer Doppel-Frequenzumsetzung durch eine modifizierte
Weaver-Topologie, eine innovative Frequenzplanung (die beide Bänder als Spiegel
bzw. Spiegelbänder voneinander bei der zweiten Frequenzumsetzung betrachtet)
und einen einzigen Frequenzsynthesizer. Die Empfängertopologie ist daher selbst
sehr leistungsoptimiert, und hilft somit, die Stromaufnahme der Verstärker
246, 276 mit einstellbarer Verstärkung und der Analog/Digital-Umsetzer
248, 278 zu minimieren.
Der Analog/Digital-Umsetzer 248, 278 macht in der
beschriebenen Architektur keine Frequenzumsetzung durch Unterabtastung, da die zweite
Zwischenfrequenz ZF2 schon so klein ist, wie sie bezüglich der größten
Bandbreite von B1 und B2 sein kann.
Abschließend werden B1 und B2 durch eine einfache Quadraturabtastung
bei fs/2 in ein Basisband heruntergemischt, wobei fs die Abtastrate
des Analog/Digital-Umsetzers 248, 278 darstellt. Dafür ist
die Abtastrate fs vier mal höher als die zweite Zwischenfrequenz
ZF2, was bei der vorgestellten Architektur nicht anspruchsvoll ist, dank
der minimalen zweiten Zwischenfrequenz ZF2. Bei einem Verhältnis
zwischen der zweiten Zwischenfrequenz ZF2 und der Abtastrate gemäß
ZF2 = fs/4 ergibt die Quadraturabtastung B1 und B2 in dem
Basisband als komplexe Signale ohne analoge Ungenauigkeiten und bei einer Datenrate
von fs/2 für jeden Kanal.
Eine analoge Doppel-Frequenzumsetzung ermöglicht eine minimale
zweite Zwischenfrequenz ZF2. Dies ermöglicht wiederum, dass keine
Unterabtastung benötigt wird. Dadurch kann eine Anti-Aliasing-Funktion der
Filterung vor dem Verstärker 246, 276 mit einstellbarer Verstärkung
(VGA) durch einen Tiefpass 244, 274 realisiert werden. Dies ist
ein großer Vorteil für Anwendungen, die sehr empfindlich bezüglich
Gruppenlaufzeitänderung sind. Dies ist bei großen Bandbreiten besonders
kritisch.
Im folgenden werden die Verbesserungen und Vorteile gegenüber
dem Stand der Technik beschrieben, die sich durch den erfindungsgemäßen
Signalaufbereiter bzw. durch die erfindungsgemäße Empfängertopologie
ergeben. Die hier vorgestellte Empfängertopologie ist ein Dual-Band-Empfänger
und benötigt weniger Bauteile als bei zwei unabhängigen Empfängern.
Im Gegensatz zu anderen Dual-Empfängern unterdrückt die hier vorgestellte
Topologie beide Spiegelfrequenzen, die aus einer zweistufigen Frequenzumsetzung
stammen. Ein großer Vorteil besteht darin, dass sich die Stromaufnahme bei
der Unterdrückung von breiteren Spiegelsignalen nicht erhöht. Dies ist
z. B. nicht der Fall, wenn man eine Hartley-Topologie verwendet würde, die
auf komplexen aktiven Bandpässen basiert.
Die erfindungsgemäße Topologie ist hochintegrierbar, und
ermöglicht die Implementierung in Form einer Einchip-Lösung. Beispielsweise
können der erste Mischer 220 und der zweite Mischer 230 monolithisch
in Silizium-Halbleitertechnologie auf einem Chip integriert werden. Ferner können
optional die Puffer 240, 270, die Tiefpassfilter 244,
274, die Verstärker 246, 276, die Analog/Digital-Umsetzer
248, 278 und/oder die Nachverarbeitung 260 auf dem gleichen
Chip monolithisch integriert werden. Optional können ferner zusätzlich
beispielsweise der Verstärker 216 und/oder die Erzeugung der Lokaloszillatorsignale
(bestehend aus Lokaloszillator 306, Frequenzteiler 312 sowie den
Phasenschiebern 302, 310) monolithisch auf einem Chip integriert
werden. Im Übringen können beispielsweise die Mischer 220,
230 mit Dioden oder mit Transistoren aktiv oder passiv ausgeführt
werden. Beispielsweise kann eine CMOS-Technologie oder eine Gallium-Arsenid-Technologie
eingesetzt werden.
Im Übrigen ermöglicht die beschriebene Topologie eine sehr
Leistungsoptimierte Implementierung. Dies ist der Fall, da nur ein einziger Frequenzsynthesizer
benötigt wird und da die zweite Zwischenfrequenz ZF2 minimal sein
kann. Ferner benötigt die Unterdrückung des zweiten Spiegelsignals nicht
für jedes Band einen Inphase-Pfad (I) und einen Quadratur-Pfad (Q), was die
Anzahl von Filtern und Verstärkern mit einstellbarer Verstärkung (VGAs)
verdoppeln würde. Dies wäre der Fall, wenn man die alternative Hartley-Topologie
für die Unterdrückung des zweiten Spiegelbandes verwenden würde.
Es sei darauf hingewiesen, dass es Empfängertopologien gibt,
die beide Spiegelsignale unterdrücken, aber viel Strom brauchen und stark bandlimitiert
sind. Es sei ferner darauf hingewiesen, dass es andere Empfänger
gibt, die weniger Leistung brauchen, aber nur eines von beiden Spiegelbändern
unterdrücken. Die erfindungsgemäße Topologie kombiniert die Stärken
beider herkömmlicher Topologien in einer hochintegrierten bzw. hochintegrierbaren
Lösung, wobei die Spiegelbandunterdrückung unabhängig von einer Signalbandbreite
ist. Beide Spiegelsignale werden innerhalb einer Weaver-Topologie, dank einer innovativen
Frequenzplanung, unterdrückt. Andere hochintegrierte bzw. hochintegrierbare
Topologien benötigen eine Weaver-Architektur, um die Trennung der gewünschten
Bänder durchzuführen (erstes Spiegelsignal), und nach der Trennung eine
Hartley-Topologie, um das zweite Spiegelsignal aus beiden Bändern auszublenden.
Dafür sind beide Signale in komplexer Form notwendig, was vier Filter und VGAs
erfordert. Dank der erfindungsgemäßen Trennung der beiden Bänder
bei der zweiten und nicht bei der ersten Frequenzumsetzung genügt es bei der
beschriebenen Topologie, mit realen und nicht komplexen Pfaden für die getrennten
Bänder zu arbeiten. Eine andere Möglichkeit besteht darin, das zweite
Spiegelband in einem digitalen Bereich zu unterdrücken. Dies ist bei einem
Dual-Empfänger nicht oder nur unter großen Schwierigkeiten möglich,
weil dies die Mischung von schon getrennten Bändern erfordern würde.
Es sei darauf hingewiesen, dass eine neue und effiziente Topologie,
um einen Doppelbandempfänger zu implementieren, auf einer gemeinsamen ersten
Zwischenfrequenz (ZF) basiert. Einerseits verursacht diese Auswahl, dass beide Bänder
Spiegelband voneinander sind. Andererseits liefert die HF-Band-Selektion keine Spiegelbandunterdrückung,
weil beide empfangenen Bänder nach der entsprechenden Filterung und rauscharmen
Verstärkung miteinander addiert werden. Diese beiden Faktoren ergeben den Bedarf
nach einer Empfängerarchitektur, die Spiegelbandunterdrückung leistet.
Die Unterdrückung kann allerdings gering gehalten werden, weil als Spread-Spektrum
das Spiegelband nur als thermisches Rauschen betrachtet werden kann. Dies erleichtert
die Integrierbarkeit der Architektur. Um die Bandbreite eines Verstärkers mit
einstellbarer Verstärkung (VGA) und eine Taktfrequenz eines Analog/Digital-Wandlers
(ADU) zu optimieren, ist es erwünscht, die Bänder bei einer Zwischenfrequenz
(ZF), die ungefähr der Hälfte der Bandbreite (der Nutzfrequenzbänder)
entspricht, zu setzen. Die erste Zwischenfrequenz (ZF) ist durch den Frequenzabstand
zwischen beiden Bändern festgelegt, egal wie breit die Bänder sind. Die
erste Zwischenfrequenz (ZF) ist in der Regel deutlich größer als die Hälfte
der Bandbreiten der Nutzfrequenzbänder. Eine zusätzliche Frequenzumsetzung
ist daher nötig, um die zweite Zwischenfrequenz (ZF) zu erreichen. Dabei ergibt
sich der Nachteil, dass man auch das wiederum entstehende Spiegelband unterdrücken
muss. Die Unterdrückung kann beispielsweise durch einen komplexen aktiven Bandpassfilter
realisiert werden. Die beschriebene Lösung ist allerdings bezüglich der
Bandbreite limitiert, weil die Stromaufnahme einer derartigen komplexen Filterung
mit der Frequenz stark ansteigt. Aus diesem Grund kommen nur kleine bis mittlere
Bandbreiten (ca. 2–5 MHz) für mobile
In anderen Worten, die erfindungsgemäße Empfängerarchitektur
basiert auf der oben beschriebenen Architektur und stellt eine Weiterbildung der
oben beschriebenen Architektur dar.
Im Folgenden wird noch einmal die mit der vorliegenden Erfindung gelöste
Aufgabe kurz skizziert. Mit der hier vorgestellten Erfindung können zukünftige
sehr breitbandige mobile Empfänger für hochgenaue Ortsbestimmungssystem
aufgebaut werden, die hochintegrierbar sind, und die wenig Leistung verbrauchen.
Um eine Dualband-Architektur und den Empfang von sehr großen Bändern zu
vereinigen, werden zwei Spiegelfrequenzen breitbandig unterdrückt. Der vorgestellte
Empfänger bzw. die vorgestellte Empfängerarchitektur platziert einen einzigen
ersten Oszillator (LO1) unsymmetrisch zwischen beiden Bändern, was zwei verschiedene
Zwischenfrequenzen und entsprechend zwei Spiegelsignale ergibt. Die Unterdrückung
der zwei Spiegelbänder erfolgt durch eine Selektivität von Vorwahlfiltern.
Eine genaue Wahl für die Frequenz des ersten Lokaloszillators bzw. des ersten
Oszillators LO1 erfolgt beispielsweise, um eine maximale Dämpfung der ersten
Spiegelbänder zu erzielen. Der zweite Oszillator bzw. die Frequenz des zweiten
Lokaloszillators liegt in der Mitte der beiden Zwischenfrequenzen ZF1B1
und ZF1B2. Dadurch sind die beiden gewünschten Bänder zweite
Spiegelbänder voneinander und können durch einen modifizierten Weaver-Spiegelfrequenz-Unterdrückungs-Mischer
voneinander getrennt werden. Bei der beschriebenen Topologie liegen beide Bänder
bei einer geringen gemeinsamen zweiten Zwischenfrequenz (ZF2), wodurch
die Leistungsaufnahme des Verstärkers mit einstellbarer Verstärkung (VGA)
und des Analog/Digital-Umsetzers (ADU) erheblich reduziert wird.
Die beschriebene Dual-Topologie mit Doppel-Umsetzung ermöglicht
somit, einen billigen Einchipempfänger in CMOS-Technologie zu integrieren.
4 zeigt im Übrigen ein erfindungsgemäßes
Verfahren zum Verarbeiten eines Empfangssignals mit einem ersten Nutzfrequenzband
und einem zweiten Nutzfrequenzband. Das Verfahren gemäß der
4 ist in seiner Gesamtheit mit 400 bezeichnet.
Das Verfahren 400 umfasst in einem ersten Schritt 410 ein Mischen
eines Empfangssignals, das das erste Nutzfrequenzband und das zweite Nutzfrequenzband
enthält, mit einem ersten Lokaloszillatorsignal, wobei eine Frequenz des ersten
Lokaloszillatorsignals unsymmetrisch zwischen dem ersten Nutzfrequenzband
und dem zweiten Nutzfrequenzband liegt, um ein Inphase-Signal und ein Quadratur-Signal
zu erhalten, die einen ersten Signalanteil aufweisen, der ein gemischtes Abbild
des ersten Nutzfrequenzbands darstellt, und die einen zweiten Signalanteil aufweisen,
der ein gemischtes Abbild des zweiten Nutzfrequenzbandes darstellt.
Das Verfahren 400 umfasst ferner in einem zweiten Schritt
420 ein Mischen des Inphase-Signals und des Quadratur-Signals unter Verwendung
eines zweiten Lokaloszillatorsignals. Eine Frequenz des zweiten Lokaloszillatorsignals
ist so gewählt, dass das gemischte Abbild des ersten Nutzfrequenzbands und
das gemischte Abbild des zweiten Nutzfrequenzbands bezüglich des zweiten Lokaloszillatorsignals
zumindest teilweise Spiegelbänder zueinander sind. Das Mischen erfolgt ferner,
um Informationsinhalte des ersten Nutzfrequenzbands und des zweiten Nutzfrequenzbands
getrennt bereitzustellen.
Das Verfahren 400 kann im übrigen um alle diejenigen
Schritte ergänzt werden, die durch die beschriebenen Signalaufbereiter ausgeführt
werden.
Zusammenfassend lässt sich somit festhalten, dass die vorliegende
Erfindung einen breitbandigen Doppel-Umsetzung-Niedrige-Zwischenfrequenz-Dual-Empfänger
schafft. Der vorgestellte Doppel-Umsetzungs-Empfänger unterdrückt beide
Spiegelfrequenzen unabhängig von der Bandbreite der zwei empfangenen Bänder.
Die Unterdrückung des ersten Spiegelsignals wird durch die Dämpfung des
Vorauswahlfilters und durch eine intelligente Frequenzplanung für die erste
Frequenzumsetzung durchgeführt. Der zweite Lokaloszillator liegt zwischen beiden
gewünschten Bändern, so dass die gewünschten Bänder nach der
ersten Frequenzumsetzung Spiegelband voneinander sind. Die Trennung von beiden Bändern
wird durch eine modifizierte zweite Stufe eines Weaver-Mischers zur Spiegelfrequenzunterdrückung
durchgeführt. Die Vorteile dieser Architektur liegen in der Möglichkeit,
einen hochgenauen, breitbandigen und Leistungs-optimierten Empfänger zu implementieren.
Ferner ist die erfindungsgemäße Empfängerarchitektur vollständig
(monolithisch) integrierbar.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht somit beispielsweise den
Aufbau von hochgenauen Dual-Empfängern für Ortsbestimmungssysteme. Die
vorliegende Erfindung kann beispielsweise in einem GPS-Dual-Empfänger, in einem
GALILEO-Dual-Empfänger, in einem GLONASS-Dual-Empfänger oder in einem
GNSS-Dual-Empfänger eingesetzt werden. Die innovative Frequenzplanung ermöglicht
eine Unterdrückung von beiden Spiegelbändern mit nur einer einzigen Spiegelbandunterdrückung,
wodurch viel Leistung eingespart wird. Somit entsteht eine hochintegrierbare Dual-Empfänger-Topologie,
die bezüglich der Spiegelbandunterdrückung nicht durch die Signalbandbreite
begrenzt ist.