| Dokumentenidentifikation |
DE102006029631A1 03.01.2008 |
| Titel |
Gassensor |
| Anmelder |
Robert Bosch GmbH, 70469 Stuttgart, DE |
| Erfinder |
Heinzelmann, Stefan, 71394 Kernen, DE |
| DE-Anmeldedatum |
28.06.2006 |
| DE-Aktenzeichen |
102006029631 |
| Offenlegungstag |
03.01.2008 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
03.01.2008 |
| IPC-Hauptklasse |
G01N 27/403(2006.01)A, F, I, 20060628, B, H, DE
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| Zusammenfassung |
Es wird ein Gassensor zur Bestimmung einer physikalischen Eigenschaft eines Messgases, insbesondere der Konzentration einer Gaskomponente oder der Temperatur des Messgases, angegeben, der ein in einem Gehäuse (10) aufgenommenes Sensorelement (11) mit einem dem Messgas aussetzbaren, messgasseitigen Endabschnitt (111) aus dem Gehäuse (10) herausragt. Der messgasseitige Endabschnitt (111) ist von einem am Gehäuse (10) festgelegten Schutzrohrmodul (12) aus drei konzentrisch angeordneten Schutzrohren (16, 17, 18) überdeckt, die zur Ausbildung einer Messgasströmung im Schutzrohrmodul (12) am Rohrende verschlossen und mit Löchern versehen sind. Dabei weist ein äußeres Schutzrohr (18) im Rohrboden (181) eine zentrale Öffnung (22) und Gaseintrittslöcher (23), ein durch die zentrale Öffnung (22) passgenau hindurchragendes mittleres Schutzrohr (17) im Rohrboden (171) mindestens ein Gasaustrittsloch (25) und im Rohrmantel Gasdurchtrittslöcher (24) auf und ein im mittleren Schutzrohr (17) vollständig aufgenommenes, den messgasseitigen Endabschnitt (111) des Sensorelements (11) unmittelbar umschließendes inneres Schutzrohr (16) im Rohrmantel Gasdurchtrittslöcher (26) auf, die zu den Gasdurchtrittslöchern im mittleren Schutzrohr (17) axial versetzt sind. Zur Erzielung einer hohen Sensordynamik bei gleichzeitigem, zuverlässigem Schutz gegen Wasserschlag sind im Rohrmantel des inneren Schutzrohrs (16) im axialen Abstand von den Gasdurchtrittslöchern (26) Zusatz-Gasdurchtrittslöchern ...
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| Beschreibung[de] |
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Stand der Technik
Die Erfindung geht aus von einem Gassensor zur Bestimmung der physikalischen
Eigenschaft eines Messgases, insbesondere der Konzentration einer Gaskomponente
oder der Temperatur des Messgases, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei einem bekannten Gassensor dieser Art (DE
10 2004 033 958 A1) ist von den konzentrisch angeordneten Schutzrohren
des Schutzrohrmoduls das innere Schutzrohr becherförmig mit geschlossenem Becherboden
ausgebildet und ein im Rohrmantel vorhandener Lochkranz mit Gasdurchtrittslöchern
gegenüber einem im Rohrmantel des mittleren Schutzrohrs vorhandenen Lochkranz
mit Gasdurchtrittslöchern zum Rohrboden hin versetzt angeordnet. Das Ende des
durch eine Öffnung des äußeren Schutzrohrs passgenau hindurchgeführten
mittleren Schutzrohrs ist zum Rohrende hin konisch verjüngt. Während das
äußere und das mittlere Schutzrohr auf einem im Durchmesser reduzierten
Gehäuseabschnitt festgelegt sind, ist das dünnwandig ausgebildete innere
Schutzrohr an seinem vom Rohrboden abgekehrten Ende trichterartig aufgeweitet und
auf einer im Gehäuse ausgebildeten, umlaufenden Gehäuseschulter aufgelegt.
Eine das Sensorelement spaltlos umschließende Dichtung, die gegen die Innenwand
des Gehäuses gepresst ist, legt das innere Schutzrohr mit seinem konusartig
aufgeweiteten Ende axial unverschieblich im Gehäuse fest. Bei Einsetzen des
Gassensors in ein das Messgas führendes Messgasrohr entsteht durch den in den
Messgasstrom hineinragenden Endbereich des Gassensors im Messgasrohr eine Querschnittsverengung.
Durch diese Querschnittsverengung wird das Messgas im Bereich des Gasaustrittslochs
im Rohrboden des mittleren Schutzrohrs beschleunigt und erzeugt in diesem Bereich
einen Unterdruck. Gleichzeitig baut sich in Strömungsrichtung des Messgases
gesehen vor dem aus dem äußeren Schutzrohr herausragenden Ende des mittleren
Schutzrohrs ein Überdruck auf. Das so entstehende Druckgefälle sorgt für
eine Messgasströmung innerhalb des Schutzrohrmoduls, wobei diese Messgasströmung
über einen Teil von im Rohrboden des äußeren Schutzrohrs vorhandenen
Gaseintrittslöchern eintritt, den Ringraum zwischen dem äußeren und
mittleren Schutzrohr durchströmt, im Bereich der Gasdurchtrittslöcher
im mittleren Schutzrohr umgelenkt wird und gegensinnig zu der Messgasströmung
im Ringraum zwischen äußerem und mittlerem Schutzrohr verläuft. Das
Messgas tritt über einen Teil der Gasdurchtrittslöcher im inneren Schutzrohr
in den vom inneren Schutzrohr umschlossenen Messraum, in den das Sensorelement hineinragt,
ein. Durch die von den Gasdurchtrittslöchern im inneren Schutzrohr gebildeten
Abrisskanten entsteht eine starke Verwirbelung des Messgases im Messraum um den
Endabschnitt des Sensorelements herum, wodurch das Messgas ausreichend schnell ausgetauscht
wird. Das Abströmen des Messgases aus dem Messraum erfolgt über den anderen
Teil der Gasdurchtrittslöcher im inneren Schutzrohr und über das Gasaustrittsloch
im Rohrboden des mittleren Schutzrohrs.
Offenbarung der Erfindung
Der erfindungsgemäße Gassensor mit den Merkmalen des Anspruchs
1 hat den Vorteil, dass durch das an den Zusatz-Gasdurchtrittslöchern im inneren
Schutzrohr erzeugte Druckgefälle Messgas über die oberen Gasdurchtrittslöcher
im inneren Schutzrohr in den vom inneren Schutzrohr umschlossenen Messraum strömt
und an den Zusatz-Gasdurchtrittslöchern wieder in Richtung zum Gasaustrittsloch
im Rohrboden des mittleren Schutzrohrs austritt. Dies hat eine verbesserte Umströmung
des Endabschnitts des Sensorelements zur Folge, wodurch eine sehr gute Sondendynamik,
das ist die Transportzeit des Messgases durch das Schutzrohrmodul, erreicht wird.
Zugleich ist sichergestellt, dass die im Messgas vorhandenen Wassertropfen aufgrund
ihrer Trägheit nicht dieser Strömung durch den Messraum folgen, sondern
von dem Messgasteilstrom im Ringraum zwischen mittlerem und innerem Schutzrohr zum
Rohrboden des mittleren Schutzrohrs transportiert werden und dort über das
Gasaustrittsloch aus den Schutzrohrmodul hinaus befördert werden. Die Wassertropfen
können somit nicht auf das heiße Sensorelement gelangen und das Sensorelement
durch Thermoschock schädigen. Der erfindungsgemäße Gassensor weist
aufgrund der konstruktiven Gestaltung des Schutzrohrmoduls eine hohe Sondendynamik
und einen sehr hohen Schutz gegen Wasserschlag auf und genügt daher den gestiegenen
Ansprüchen an Abgassensoren in Form von schnellen und robusten Konstruktionen
zur Einhaltung der sich stets verschärfenden Abgasbestimmungen für Kraftfahrzeuge.
Durch die in den weiteren Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen
sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im Anspruch 1 angegebenen
Gassensors möglich.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
bestehen die Mittel zum Erzeugen des im Ringraum zwischen mittlerem und innerem
Schutzrohr sich über die Zusatz-Gasdurchtrittslöcher im inneren Schutzrohr
hinweg erstreckenden Druckgefälles aus einem zum Rohrende des inneren Schutzrohrs
bin sich verjüngenden Ringraumabschnitt des zwischen mittlerem und innerem
Schutzrohr eingeschlossenen Ringraums. Durch diese Ringraumverengung, die zum Gasaustrittsloch
im Rohrboden des mittleren Schutzrohrs zunimmt, erfährt das Messgas eine Beschleunigung,
wodurch der Druck abgesenkt wird und das treibende Druckgefälle
entsteht. Wird gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
das mittlere und innere Schutzrohr jeweils mit einem kegelstumpfförmigen Rohrendabschnitt
versehen, dessen querschnittskleinere Deckfläche den Rohrboden bildet, und
der konische Rohrendabschnitt des inneren Schutzrohrs im konischen Rohrendabschnitt
des mittleren Schutzrohrs aufgenommen sowie die Zusatz-Gasdurchtrittslöcher
im Kegel- oder Konusmantel des Rohrendabschnitts des inneren Schutzrohrs angeordnet,
so kann durch entsprechende Eintauchtiefe des Rohrendabschnitts des inneren Schutzrohrs
in den konusförmigen Rohrabschnitt des mittleren Schutzrohrs der Messgas-Eintrittsquerschnitt
im sich verjüngenden Ringraumabschnitt kleiner gemacht werden als der Querschnitt
im übrigen hohlzylindrischen Ringraum zwischen äußerem und innerem
Schutzrohr. Dadurch wird insgesamt das treibende Dreckgefälle im konischen
Bereich des Rohrendes über die darin liegenden Zusatz-Gasdurchtrittslöcher
verstärkt.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
sind im mittleren Schutzrohr Gasdurchtrittslöcher nahe dem Gehäuse angeordnet
und die Gasdurchtrittslöcher im inneren Schutzrohr dazu axial in Richtung Rohrboden
versetzt. Dadurch wird der Messgasströmung eine Art Labyrinth vorgegeben, so
dass das über die Gaseintrittsöffnungen im Rohrboden des äußeren
Schutzrohrs eintretende Messgas erst den Ringraum zwischen äußerem und
mittleren Schutzrohr bis hin zum Gehäuseende durchströmt, in den Gasdurchtrittslöchern
im mittleren Schutzrohr umgelenkt wird und im Ringraum zwischen mittlerem und innerem
Schutzrohr gegensinnig strömt. An den stromabwärts gelegenen Gasdurchtrittsöffnungen
im inneren Schutzrohr tritt ein Großteil des Messgases infolge des am inneren
konusförmigen Rohrendabschnitt des Schutzrohrs erzeugten Druckgefälles
in den vom inneren Schutzrohr umschlossenen Messraum ein und am konusförmigen
Rohrende über die Zusatz-Durchtrittslöcher im inneren Schutzrohr wieder
aus, wobei die im Messgas vorhandenen, schweren Wassertropfen infolge ihrer Trägheit
in dem im Ringraum zwischen mittlerem und innerem Schutzrohr strömenden Messgasstrom
verbleiben und mit diesen Teilstrom über das Gasaustrittsloch im Rohrboden
des mittleren Schutzrohrs hinaustransportiert werden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Die Erfindung ist anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Dabei zeigt die einzige
Figur ausschnittweise einen Längsschnitt eines Gassensors.
Ausführungsformen der Erfindung
Der ausschnittweise im Schnitt dargestellte Gassensor mit einem Sensorelement
11 zur Bestimmung einer physikalischen Eigenschaft eines Messgases dient
beispielsweise zur Bestimmung der Sauerstoffkonzentration im Abgas einer Brennkraftmaschine.
Mit einer anderen konzeptionellen Ausbildung des Sensorelements 11 kann
der Gassensor auch zur Bestimmung der Konzentration von Stickoxiden im Abgas oder
zur Messung der Temperatur des Abgases verwendet werden.
Der Gassensor weist ein rotationssymmetrisches, metallisches Gehäuse
10 auf, durch das das im Ausführungsbeispiel stabförmige, planare
Sensorelement 11 hindurchgeführt ist. Das Sensorelement
11 tritt dabei mit einem messgasseitigen Endabschnitt 111 und
einem hier nicht dargestellten anschlussseitigen Endabschnitt 112 an voneinander
abgekehrten Stirnseiten des Gehäuses 10 aus dem Gehäuse
10 heraus. Der dem Messgas aussetzbare messgasseitige Endabschnitt
111 trägt in bekannter Weise gassensitive Elektroden und ist mit einem
Schutzrohrmodul 12 überdeckt, der am Gehäuse 10 festgelegt
ist. Von den gassensitiven Elektroden im Endabschnitt 112 ist eine auf
der Oberfläche des Endabschnitts 11 angeordnete sog. Außenelektrode
13 schematisiert angedeutet. Die gassensitiven Elektroden sind in bekannter
Weise über Leiterbahnen mit auf dem anschlussseitigen Endabschnitt angeordneten
Kontaktflächen verbunden, die zum Anschließen des Gassensors an eine Auswerteelektronik
dienen. Das Sensorelement 11 ist im Gehäuseinnern mittels einer Dichtung
14, die sich gasdicht an das Sensorelement 11 anschmiegt und dieses
gasdicht gegen die Innenwand des Gehäuses 10 abdichtet, fixiert. Zum
Einbau des Gassensors in ein hier nicht dargestelltes, das Messgas führende
Messgasrohr, im Falle eines Abgassensors in das das Abgas führende Abgasrohr
des Kraftfahrzeugs, ist das Gehäuse 10 mit einem Montagegewinde
15 versehen.
Das Schutzrohrmodul 12 besteht aus drei konzentrisch angeordneten
Schutzrohren, einem inneren, mittleren und äußeren Schutzrohr
16, 17, 18, die zur Ausbildung einer Messgasströmung
im Modulinnern alle am Rohrende mit einem Rohrboden 161, 171,
181 verschlossen und mit Löchern versehen sind. Das innere Schutzrohr
16 umgibt unmittelbar den Endabschnitt 111 des Sensorelements
11. An seinem im Gehäuse 10 liegenden, rohrbodenfernen Rohrende
ist das innere Schutzrohr 16 trichterförmig erweitert und liegt mit
dieser trichterförmigen Erweiterung 19 unter axialem Druck durch die
Dichtung 14 auf einer im Gehäuse 10 ausgebildeten, umlaufenden
Schrägschulter 20 auf. Das gehäuseferne, freie Rohrende des inneren
Schutzrohrs 16 ist kegelstumpfförmig ausgebildet, wobei die querschnittskleinere
Deckfläche des Kegelstumpfes den Rohrboden 161 bildet.
Das innere Schutzrohr 16 ist vollständig im mittleren
Schutzrohr 17 aufgenommen. Gehäuseseitig ist das mittlere Schutzrohr
17 mit einer zylinderförmigen Aufweitung 21 versehen und
auf einen im Durchmesser reduzierten Gehäuseabschnitt 101 des Gehäuses
10 aufgeschoben. Das gehäuseferne, freie Rohrende des mittleren Schutzrohrs
17 ist ebenfalls kegelstumpfförmig ausgebildet, wobei die querschnittkleinere
Deckfläche des Kegelstumpfes den Rohrboden 171 des mittleren Schutzrohrs
17 bildet. Das kegelstumpfförmige oder konusförmige Rohrende
des inneren Schutzrohrs 16 ragt vollständig in das kegelstumpfförmige
oder konusförmige Rohrende des mittleren Schutzrohrs 17 hinein.
Das äußere Schutzrohr 18, das becherförmig
ausgebildet ist, übergreift mit seinem offenen gehäuseseitigen Rohrende
die Aufweitung 21 des mittleren Schutzrohrs 17 und ist in seinem
vom Becherboden gebildeten Rohrboden 181 mit einer zentralen Öffnung
22 versehen, durch die das mittlere Schutzrohr 17 passgenau hindurchtritt.
Die Länge des äußeren Schutzrohrs 18 ist dabei so bemessen,
dass die Durchtrittsstelle des mittleren Schutzrohrs 17 noch vor dem kegelstumpfförmigen
Rohrende des mittleren Schutzrohrs 17 liegt. Die gehäuseseitige Festlegung
des mittleren und äußeren Schutzrohrs 17, 18 erfolgt
durch Schweißen oder Verstemmen.
Der Rohrboden 181 des äußeren Schutzrohrs
18 ist mit voneinander beabstandeten Gaseintrittslöchern
23 versehen, die auf einem zur zentralen Öffnung 22 konzentrischen
Lochkreis angeordnet sind. Das mittlere Schutzrohr 17 weist einen nahe
seiner gehäuseseitigen, zylindrischen Aufweitung 21 liegenden Lochkranz
aus im Rohrmantel voneinander beabstandeten Gasdurchtrittslöchern
24 sowie ein im Rohrboden 171 zentral angeordnetes Gasaustrittsloch
25 auf. Das innere Schutzrohr 16 weist im Rohrmantel einen Lochkranz
aus voneinander beabstandeten Gasdurchtrittslöchern 26 sowie im Konus-
oder Kegelmantel des konus- oder kegelstumpfförmigen Rohrendes einen Lochkranz
aus voneinander beabstandeten Zusatz-Gasdurchtrittslöchern 27 auf.
Die Lochachsen der Gasdurchtrittslöcher 24, 26 in jedem Lochkranz
sind radial ausgerichtet und liegen in einer zu den Rohrachsen rechtwinkligen Ebene.
Der Lochkranz mit den Gasdurchtrittslöchern 26 im inneren Schutzrohr
16 ist zu dem Lochkranz mit den Gasdurchtrittslöchern 24
im mittleren Schutzrohr 17 hin zum Rohrende des inneren Schutzrohrs
16 axial versetzt. Das äußere Schutzrohr 18 und das
mittlere Schutzrohr 17 schließen einen zylindrischen Ringraum
28 ein, das mittlere Schutzrohr 17 und das innere Schutzrohr
16 begrenzen einen Ringraum 29 und das innere Schutzrohr
16 begrenzt zusammen mit der Dichtung 14 einen Messraum
30, in dein der Endabschnitt 111 des Sensorelements
11 einliegt. Die kegelstumpfförmigen Rohrenden von mittlerem Schutzrohr
17 und innerem Schutzrohr 16 sind so zueinander angeordnet, dass
die Kegelmäntel der beiden Kegelstümpfe im Ringraum 29 zwischen
mittlerem und innerem Schutzrohr 17, 16 einen sich zu den Rohrenden
hin verjüngenden Ringraumabschnitt 291 bilden. Dabei ist der Eintrittsquerschnitt
für die Messgasströmung am in der Zeichnung oberen Ende des Ringraumabschnitts
291 kleiner als der Querschnitt des Ringraums. 29.
Mit Einbau des Gassensors in ein das Messgas führendes Messgasrohr
ragt das Schutzrohrmodul 12 in den Messgasstrom hinein und verursacht eine
Querschnittsverengung im Messgasrohr. Dadurch wird das Messgas im Bereich des Gasaustrittslochs
25 im mittleren Schutzrohr 17 beschleunigt und erzeugt hier einen
Unterdruck. Gleichzeitig baut sich im Strömungsrichtung des Messgases vor dem
aus dem äußeren Schutzrohr 18 vorstehenden Rohrende des mittleren
Schutzrohrs 17 am Rohrboden 181 des äußeren Schutzrohrs
18 ein Überdruck auf. Das so entstehende Druckgefälle sorgt –
beim Abgas zusammen mit der Druckpulsation im Abgasstrang – für eine
längsgerichtete Messgasströmung im Schutzrohrmodul 12. Im äußeren
Ringraum 28 strömt dann über die Gaseintrittslöcher
23 im Rohrboden 181 des äußeren Schutzrohrs
18 in das Schutzrohrmodul 12 eintretendes Messgas in Richtung
Gehäuse 10, tritt über die Gasdurchtrittslöcher
24 im mittleren Schutzrohr 17 in den Ringraum 29 und
strömt hier gegensinnig in Richtung des Gasaustrittslochs 25 im Rohrboden
171 des mittleren Schutzrohrs 17. Durch das im Ringraumabschnitt
291 über die Zusatz-Gasdurchtrittslöcher 27 im inneren
Schutzrohr 16 hinweg bestehende Druckgefälle strömt ein Teil
des Messgasses aus dem Ringraum 29 durch die Gasdurchtrittslöcher
26 im inneren Schutzrohr 16 hindurch und an den im Konusmantel
liegenden Zusatz-Gasdurchtrittslöchern 27 des inneren Schutzrohrs
16 wieder aus. Dies hat eine gute Umströmung des Endabschnitts
111 des Sensorelements 11 zur Folge und bewirkt eine sehr gute
Dynamik des Gassensors, d. h. einen sehr schnellen Transport des Messgases durch
das Schutzrohrmodul 12 am messgasseitigen Endabschnitt 111 des
Sensorelements 11 vorbei. Die im Messgas enthaltenen Wassertropfen können
aufgrund ihrer Trägheit nicht der durch den Messraum 30 verlaufenden
Messgasströmung folgen und werden mit dem Messgasteilstrom im Ringraum
29 hin zum Gasaustrittsloch 25 im Rohrboden 171 des mittleren
Schutzrohrs 17 geführt und dort aus dem Schutzrohrmodul
12 hinaustransportiert. Damit können die Wassertropfen nicht an das
thermoschockempfindliche Sensorelement 11 gelangen, und das Sensorelement
11 ist gut gegen Wasserschlag geschützt.
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| Anspruch[de] |
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Gassensor zur Bestimmung der physikalischen Eigenschaft eines Messgases,
insbesondere der Konzentration einer Gaskomponente oder der Temperatur des Messgases,
mit einem in einem Gehäuse (10) aufgenommenen Sensorelement (11),
das mit einem dein Messgas aussetzbaren, messgasseitigen Endabschnitt (111)
aus dem Gehäuse (10) herausragt, und mit einem den messgasseitigen
Endabschnitt (111) überdeckenden, am Gehäuse (10) festgelegten
Schutzrohrmodul (12) aus drei konzentrisch angeordneten Schutzrohren (16,
17, 18), die zur Ausbildung einer Messgasströmung im Schutzrohrmodul
(12) am Rohrende mit einem Rohrboden (161, 171,
181) verschlossen sind und mit Löchern derart versehen sind, dass
das über Gaseintrittslöcher (23) im Rohrboden (181)
eines äußeren Schutzrohrs (18) einströmende Messgas zwischen
den Schutzrohren (18, 17, 16) eingeschlossene Ringräume
(28, 29) gegensinnig durchströmt und über mindestens
ein im Rohrboden (171) eines mittleren Schutzrohrs (17) vorhandenes
Gasaustrittsloch (25) ausströmt sowie über Gasdurchtrittslöcher
(26) in einem inneren Schutzrohr (16) in einen vom inneren Schutzrohr
(16) umschlossenen Messraum (30) gelangt und dort den in den Messraum
(30) hineinragenden messgasseitigen Endabschnitt (111) des Sensorelements
(11) umspült, dadurch gekennzeichnet, dass im Rohrmantel des
inneren Schutzrohrs (16) zwischen den Gasdurchtrittslöchern (26)
und dem Rohrboden (161) Zusatz-Gasdurchtrittslöcher (27)
vorhanden sind und dass Mittel zum Erzeugen eines im Ringraum (29) zwischen
mittlerem und innerem Schutzrohr (17, 16) sich über die Zusatz-Gasdurchtrittslöcher
(27) hinweg erstreckenden Druckgefälles der Messgasströmung vorgesehen
sind.
Gassensor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel einen
zum Rohrende des inneren Schutzrohrs (16) sich verjüngenden Ringraumabschnitt
(291) des Ringraums (29) zwischen mittlerem und innerem Schutzrohr
(17, 16) aufweisen.
Gassensor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Eintrittsquerschnitt
des Ringraumabschnitts (291) für die Messgasströmung kleiner
ist als der Querschnitt des Ringraums (29).
Gassensor nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das mittlere
und das innere Schutzrohr (17, 16) jeweils einen kegelstumpfförmigen
Rohrendabschnitt aufweisen, dessen querschnittskleinere Deckfläche den Rohrboden
(171, 161) bildet, dass der kegelstumpfförmige Rohrendabschnitt
des inneren Schutzrohrs (16) im kegelstumpfförmigen Rohrendabschnitt
des mittleren Schutzrohrs (17) aufgenommen ist und dass die Zusatz-Gasdurchtrittslöcher
(27) im Mantel des kegelstumpfförmigen Rohrendabschnitts des inneren
Schutzrohrs (16) liegen.
Gassensor nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass im mittleren Schutzrohr (17) Gasdurchtrittslöcher (24)
nahe dem Gehäuse (10) angeordnet sind und die Gasdurchtrittslöcher
(26) im inneren Schutzrohr (16) dazu axial in Richtung Rohrende
versetzt sind.
Gassensor nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die Gasdurchtrittslöcher (24, 26) und die Zusatz-Gasdurchtrittslöcher
(27) in dem mittleren und inneren Schutzrohr (17, 16)
in Form von Lochkränzen mit in Umfangsrichtung voneinander beabstandeten Löchern
angeordnet sind.
Gassensor nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, dass das äußere Schutzrohr (18) außen am
Gehäuse (10) angesetzt ist und mit seinem Rohrboden (181)
das mittlere Schutzrohr (17) vor dessen kegelstumpfförmigem Rohrendabschnitt
umschließt.
Gassensor nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
dass das mittlere Schutzrohr (17) mit einem durchmessergrößeren
Rohrabschnitt (21) einen Gehäuseabschnitt (101) des Gehäuses
(10) formschlüssig übergreift, das äußere Schutzrohr
(18) mit einem rohrbodenfernen Randabschnitt auf den Rohrabschnitt (21)
des mittleren Schutzrohrs (17) formschlüssig aufgeschoben ist und
beide Schutzrohre (17, 18) am Gehäuse (10), z.B.
durch Schweißen oder Verstemmen, festgelegt sind.
Gassensor nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
dass das innere Schutzrohr (16) einen trichterförmig sich erweiternden,
rohrbodenfernen Rohrendabschnitt (19) aufweist, mit dem das innere Schutzrohr
(16) auf einer im Gehäuse (10) ausgebildeten, umlaufenden
Schrägschulter (20) zumindest teilweise aufliegt.
Gassensor nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der trichterförmig
sich erweiternde Rohrendabschnitt (19) des inneren Schutzrohrs (16)
von einer das Sensorelement (11) umschließenden und gegen das Gehäuse
(10) abdichtende Dichtung (14) axial auf die Schrägschulter
(20) aufgepresst ist.
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