Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein reflektives optisches
Element für den extremen ultravioletten und weichen Röntgenwellenlängenbereich,
insbesondere zur Verwendung in EUV-Lithographievorrichtungen.
Außerdem bezieht sich die vorliegende Erfindung auf Verfahren
zur Charakterisierung eines reflektiven optischen Elements für den extremen
ultravioletten und weichen Röntgenwellenlängenbereich, insbesondere zur
Verwendung in EUV-Lithographievorrichtungen, mit einer reflektiven Fläche.
Ferner bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein Verfahren zur
Herstellung eines Spiegels für den extremen ultravioletten Wellenlängenbereich
und auf Objektive für den extremen ultravioletten Wellenlängenbereich.
Hintergrund und Stand der Technik
Reflektive optische Elemente für den extremen ultravioletten
(EUV) und weichen Röntgenwellenlängenbereich (z.B. Wellenlängen zwischen
ca. 5 nm und 20 nm) wie etwa Photomasken oder Multilayerspiegel werden insbesondere
bei der Lithographie von Halbleiterbauelementen eingesetzt. Da EUV-Lithographievorrichtungen
in der Regel mehrere reflektive optische Elemente aufweisen, müssen diese eine
möglichst hohe Reflektivität aufweisen, um eine hinreichend hohe Gesamtintensität
sicherzustellen. Die Reflektivität kann über die Lebensdauer der reflektiven
optischen Elemente durch Kontamination (aufgrund der kurzwelligen Bestrahlung zusammen
mit Restgasen in der Betriebsatmosphäre) der optisch genutzten reflektiven
Fläche der reflektiven optischen Elemente beeinträchtigt werden. Das Abbildungsverhalten
des reflektiven optischen Elements hängt im EUV- und weichen Röntgenwellenlängenbereich
vom Verlauf der EUV-Phasenfläche ab.
Um Informationen über die tatsächliche Reflektivität
der reflektiven optischen Elemente zu erhalten, sollten sie vor dem Einbau in eine
Lithographievorrichtung und idealerweise in regelmäßigen Abständen
während ihrer Lebensdauer durch Messung ihrer Reflektivität über
die optisch genutzte Fläche charakterisiert werden. Um genauere Informationen
zum Kontaminationsgrad oder auch zur Güte der Multilayerstruktur zu erhalten,
kann man Sekundärstrahlung wie etwas Photoelektronen oder Fluoreszenzstrahlung
messen. Dazu werden reflektive optische Elemente bisher mithilfe von Reflektometern
vermessen, die über in der Regel sechs Freiheitsgrade zur Bewegung des Probenhalters
erlauben, jeden beliebigen Punkt der Probenoberfläche zu vermessen. Um die
reflektiven optischen Elemente im Reflektometer einzujustieren, werden an ihrem
Rand angrenzend Justierspiegel angeordnet, indem man diese mit den Kanten des reflektiven
optischen Elements zum Anschlag bringt. Unter Annahme von kartesischen Koordinaten
x, y, die die ebene Grundfläche der reflektiven Fläche des zu charakterisierenden
reflektiven optischen Elements aufspannen, werden zunächst zwei Justierspiegel
bei gleichem y und unterschiedlichen x im Koordinatensystem des reflektiven optischen
Elements angeordnet. Damit lässt sich die Rotation um die optische Achse, beschrieben
durch einen Winkel &phgr;, justieren. Außerdem lassen sich die Positionen
dieser Justierspiegel relativ zur optischen Achse, auch y-Achse im Koordinatensystem
des Reflektometers, bestimmen. Anschließend richtet man basierend auf diesen
Messungen die y-Achse des reflektiven optischen Elements mit der y-Achse des Reflektometers
aus und ergänzt einen dritten Justierspiegel, um auf ähnliche Weise auch
die entsprechenden x-Achsen auszurichten. Obwohl beispielsweise das Reflektometer
eine Genauigkeit von ± 0,2 mm in der (x, y)-Position bzw. von ± 0,02°
im Winkel erlaubt, kommt durch die Einjustierung mithilfe von Justierspiegeln eine
solche Ungenauigkeit dazu, dass sich die Reflektivität nur mit einer Ortsauflösung
von größer 1 mm messen lässt.
Zusammenfassung der Erfindung
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein reflektives optisches
Element zur Verfügung zu stellen, das sich gut charakterisieren lässt
bzw. Verfahren, mit dem sich reflektive optische Elemente gut charakterisieren lassen.
Diese Aufgabe wird durch ein reflektives optisches Element für
den extremen ultravioletten und weichen Röntgenwellenlängenbereich, insbesondere
zur Verwendung in EUV-Lithographievorrichtungen, mit einer reflektiven Fläche
gelöst, das mindestens zwei Markierungen auf seiner reflektiven Fläche
aufweist.
Derartige reflektive optische Elemente haben den Vorteil, dass die
Markierungen mit einer höheren Präzision als die bisher üblichen
Justierspiegel angebracht werden können. Daher können auch Charakterisierungen
dieser reflektiven optischen Elemente mit einer entsprechend höheren Genauigkeit
durchgeführt werden. Insbesondere können Veränderungen der Reflektivität
über die reflektive Fläche, die Verteilung von Kontamination über
die reflektive Fläche und Veränderungen in der Phasenfläche genau
ermittelt werden und zwar unabhängig von der geometrischen Form des reflektiven
optischen Elements bzw. seiner reflektiven Fläche. Auf dieser Grundlage kann
entschieden werden, ob das jeweilige reflektive optische Element z.B. für die
Verwendung in EUV-Lithographievorrichtungen geeignet ist, ggf.
in Kombination mit anderen reflektiven optischen Elementen, so dass die jeweiligen
Abbildungsfehler sich kompensieren.
Falls außerdem die Markierungen derart aufgebracht sind, dass
sie nicht ohne weiteres entfernbar sind, erhöht sich die Reproduzierbarkeit
der Charakterisierung bzw. können genauere Vergleiche des Zustandes des reflektiven
optischen Elements bei unterschiedlichen Abschnitten seiner Lebensdauer gemacht
werden.
Diese Aufgabe wird außerdem durch ein Verfahren zur Charakterisierung
eines reflektiven optischen Elements für den extremen ultravioletten und weichen
Röntgenwellenlängenbereich, insbesondere zur Verwendung in EUV-Lithographievorrichtungen,
mit einer reflektiven Fläche gelöst, wobei dieses Verfahren die Schritte
aufweist:
– Aufbringen von mindestens zwei Markierungen auf der reflektiven Fläche
des reflektiven optischen Elements;
– Vermessen der Position der Markierungen auf der reflektiven Fläche;
– Einbau des reflektiven optischen Elements in ein Reflektometer mit
mindestens zwei Freiheitsgraden;
– Festsetzen der Position einer der Markierungen in Bezug auf die Freiheitsgrade
des Reflektometers;
– Anfahren der mindestens einen weiteren Markierung und Festsetzen ihrer
Position in Bezug auf die Freiheitsgrade des Reflektometers;
– Anfahren eines beliebigen Punktes auf der reflektiven Fläche auf
der Basis der Informationen über die Position der angefahrenen Markierungen
in Bezug auf die Freiheitsgrade des Reflektometers;
– Messen der Reflektivität und/oder einer Sekundärstrahlung
an der angefahrenen Position auf der reflektiven Fläche unter Einfluss eingestrahlter
Strahlung im extremen ultravioletten bis weichen Röntgenwellenlängenbereich.
Ebenso wird die Aufgabe durch ein Verfahren zur Charakterisierung
eines oben beschriebenen reflektiven optischen Elements gelöst mit den Schritten:
– Vermessen der Position der Markierungen auf der reflektiven Fläche;
– Einbau des reflektiven optischen Elements in ein Reflektometer mit
mindestens zwei Freiheitsgraden;
– Festsetzen der Position einer der Markierungen in Bezug auf die Freiheitsgrade
des Reflektometers;
– Anfahren der mindestens einen weiteren Markierung und Festsetzen ihrer
Position in Bezug auf die Freiheitsgrade des Reflektometers;
– Anfahren eines beliebigen Punktes auf der reflektiven Fläche auf
der Basis der Informationen über die Position der angefahrenen Markierungen
in Bezug auf die Freiheitsgrade des Reflektometers;
– Messen der Reflektivität und/oder einer Sekundärstrahlung
an der angefahrenen Position auf der reflektiven Fläche unter Einfluss eingestrahlter
Strahlung im extremen ultravioletten bis weichen Röntgenwellenlängenbereich.
Die Verfahren zur Charakterisierung haben den Vorteil, das einerseits
durch Anordnung von Markierungen auf der reflektiven Fläche von reflektiven
optischen Elementen und andererseits durch Vermessung der Position dieser Markierungen
unabhängig von dem Reflektometer, in dem sie zur Vermessung der Reflektivität
und/oder Sekundärstrahlung eingebaut werden, eine hohe Präzision der Positionsbestimmung
der Markierungen und damit auch der Charakterisierung der reflektiven optischen
Elemente über die reflektive Fläche erreicht werden kann. Auf diese Weise
lassen sich nicht nur sphärische oder zumindest symmetrische reflektive optische
Elemente, sondern auch als asphärische Freiform ausgebildete reflektive optische
Elemente charakterisieren.
Ferner wird diese Aufgabe durch ein Verfahren zur Charakterisierung
eines reflektiven optischen Elements für den extremen ultravioletten und weichen
Röntgenwellenlängenbereich, insbesondere zur Verwendung in EUV-Lithographievorrichtungen,
mit einer reflektiven Fläche gelöst, wobei dieses Verfahren die Schritte
aufweist:
– Aufbringen von mindestens zwei Markierungen auf der reflektiven Fläche
des reflektiven optischen Elements;
– Vermessen der Position der Markierungen auf der reflektiven Fläche;
– Anordnen des reflektiven optischen Elements in ein Reflektometer mit
mindestens zwei Freiheitsgraden;
– Bestimmen der Position einer der Markierungen in Bezug auf das durch
die Freiheitsgrade des Reflektometers definierte Koordinatensystem;
– Bestimmen der Position der mindestens einen weiteren Markierung in
Bezug auf das durch die Freiheitsgrade des Reflektometers definierte Koordinatensystem;
– Bestimmen der Position eines beliebigen Punktes auf der reflektiven
Fläche in Bezug auf das durch die Freiheitsgrade des Reflektometers definierte
Koordinatensystem auf der Basis der zuvor bestimmten Koordinaten der Markierungen;
– Messen der Reflektivität an dem beliebigen Punkt auf der reflektiven
Fläche unter Einfluss eingestrahlter Strahlung im extremen ultravioletten bis
weichen Röntgenwellenlängenbereich;
– Wiederholen der letzten zwei Schritte bis der Reflektivitätsverlauf
über die reflektive Fläche ermittelt ist.
Diese Aufgabe wird auch gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung
eines Spiegels für den extremen ultravioletten Wellenlängenbereich mit
den Schritten:
– Aufbringen einer Beschichtung mit Multilayerstruktur auf ein Substrat
zur Bildung einer reflektiven Fläche;
– Aufbringen von mindestens zwei Markierungen auf der reflektiven Fläche;
– Ermitteln des Reflektivitätsverlaufs über die reflektive
Fläche wie zuvor beschrieben;
– Vergleich des ermittelten Reflektivitätsverlaufs mit einem unter
Berücksichtigung der Multilayerstruktur der aufgebrachten Beschichtung berechneten
Reflektivitätsverlauf; und
– im Falle von wesentlichen Abweichungen des ermittelten Reflektivitätsverlaufs
von dem berechneten Reflektivitätsverlauf, Nachbearbeiten der Beschichtung
und erneutes Ermitteln des Reflektivitätsverlaufs bis der ermittelte Reflektivitätsverlauf
im wesentlichen mit dem berechneten Reflektivitätsverlauf übereinstimmt.
Schließlich wird diese Aufgabe gelöst durch ein Objektiv
für den extremen ultravioletten Wellenlängenbereich mit einem oben beschriebenen
reflektiven optischen Element und durch ein Objektiv für den extremen ultravioletten
Wellenlängenbereich mit einem nach dem soeben genannten Verfahren hergestelltem
Spiegel.
Vorteilhafte Ausgestaltungen finden sich in den abhängigen Ansprüchen.
Kurze Beschreibung der Figuren
Die vorliegende Erfindung soll unter Bezugnahme auf ein bevorzugtes
Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Dazu zeigen
1a–h verschiedene Ausführungsformen von
reflektiven optischen Elementen mit Markierungen;
2 schematisch eine mögliche Struktur eines reflektiven
optischen Elements für den EUV- bis weichen Röntgenwellenlängenbereich;
3 die Veränderung der Intensität einer sich
an einem reflektiven optischen Element ausbildenden stehenden Welle im Vergleich
mit der Verschiebung der freien Grenzfläche des reflektiven optischen Elements
zum Vakuum;
4a, b Reflektivität, Photoemission und Intensität
der stehenden Welle für Kontaminationsdicken von 0 Å und von 35 Å;
5a, b Reflektivität und Photoemission für
unterschiedliche Kontaminationsdicken und -arten;
6 eine schematische Darstellung einer EUV-Phasenflache
eines reflektiven optischen Elements;
7a–c verschiedene Ausführungsformen der
Markierungen;
8 schematisch einen experimentellen Aufbau zur Charakterisierung
reflektiver optischer Elemente;
9a–c eine schematische Illustration der Geometrie
und der Freiheitsgrade zur Charakterisierung reflektiver optischer Elemente;
10a, b schematische Darstellungen des beispielhaften
Verlaufs von Substratoberfläche (10a), EUV-Phasenfläche
(10a, b) und geometrischer Oberfläche (10a,
b) eines reflektiven optischen Elements;
11a–e Messergebnisse an einem reflektiven optischen
Element, das eine um bis zu 1 nm in der Dicke variierende Kohlenstoffkontaminationsschicht
aufweist;
12a–e Messergebnisse an einem reflektiven optischen
Element, das an seiner Oberfläche oxidiert ist;
13 ein schematisches Flussdiagramm zum Charakterisieren
eines reflektiven optischen Elements;
14a, b Darstellungen der EUV-Phasenfläche und
des Einfallswinkels ϑ über die x-y-Fläche für das in
10a, b dargestellten Beispiel;
15 ein schematisches Flussdiagramm zum Herstellen eines
EUV-Spiegels; und
16 eine schematische Darstellung einer EUV-Lithographievorrichtung
mit EUV-Objektiven.
Ausführliche Beschreibung der Erfindung
1a zeigt beispielhaft ein reflektives optisches Element
1 für den extremen ultravioletten und weichen Röntgenwellenlängenbereich,
insbesondere zur Verwendung in EUV-Lithographievorrichtungen, z.B. als Photomaske
oder als Spiegel. Das reflektive optische Element 1 wird in seinen optischen
Eigenschaften durch seine optische Fläche, hier die reflektive Fläche
2 bestimmt. Die reflektive Fläche 2 weist mehrere Markierungen
Ma, Mb, M&phgr; auf. Im vorliegenden Beispiel ist die reflektive Fläche
2 als EUV-reflektiv beschichteter und polierter Bereich auf einer
größeren Oberfläche 4 ausgebildet. Als Beschichtung um im
EUV- oder weichen Röntgenwellenlängenbereich zu reflektieren, bieten sich
insbesondere Multilayerbeschichtungen an. Die Markierung Ma ist ungefähr in
der Mitte der reflektiven Fläche 2 des optischen Elements
1 angeordnet. Die Markierungen Mb, M&phgr; sind im äußeren Bereich
der reflektiven Fläche 2 und zwar außerhalb des zur optischen
Nutzung vorgesehenen Bereichs 3 angeordnet. Während die Markierungen
Ma, M&phgr; jeweils einen bestimmten Punkt auf der reflektiven Fläche kennzeichnen,
handelt es sich bei der Markierung Mb um eine geschlossene Linie. Die Markierung
M&phgr; liegt auf der Markierung Mb und hat eine hinreichende geometrische Ausdehnung,
um eine Vorzugsrichtung aufzuweisen, die dazu genutzt werden kann, eine Winkelkoordinate
zur Beschreibung des Azimutwinkels &phgr; der reflektiven Fläche
2 festzulegen. Vorzugsweise ist auch die mittlere Markierung Ma so ausgebildet,
dass sie mindestens eine messbare Vorzugsrichtung aufweist.
In den 1b–h sind weitere beispielhafte
Ausführungsformen von reflektiven optischen Elementen 1 mit unterschiedlichen
Markierungen dargestellt. Irr 1b handelt es sich um
drei einzelne, über die reflektive Fläche verteilte Markierungen M1, M2,
M3, die außerhalb der optisch genutzten Fläche 3, auf die bei
Einsatz des reflektiven optischen Elementes 1 Strahlung fällt, auf
der reflektiven Fläche 2 angeordnet sind. Eine ähnliche Ausführungsform
ist in 1f mit acht Markierungen M1–M8 dargestellt.
Selbstverständlich können reflektive optische Elemente auch zwei, vier,
fünf, sechs, sieben, neun, zehn oder mehr Markierungen aufweisen, die sich
auch zum Teil oder alle im optisch genutzten Bereich 3 der reflektiven
Fläche 2 befinden können. Bei allen Ausführungsformen mit
drei oder mehr einzelnen Markierungen kann auf eine Markierung mit Vorzugsrichtung
verzichtet werden. Denn durch drei Punkte im Raum, die nicht auch einer Geraden
liegen, wird nicht nur eindeutig eine Ebene aufgespannt, sondern durch die relative
Position der Punkt zueinander lässt sich auch eine azimutale Winkelorientierung
definieren.
Bei großflächigeren reflektiven optischen Elementen kann
es relativ aufwendig werden, bei der Charakterisierung die einzelnen Markierungen
M1–3 bzw. M1–8 im Reflektometer zu finden und anzufahren. Daher bieten
die in den 1a, c, d, e, g und h gezeigten Beispiele
linienförmige Markierungen Mb, Mc, Md. Bei den in den 1c,
d, g gezeigten Beispielen ist die mittlere Markierung Ma zudem mit einer Vorzugsrichtung
ausgebildet. Für Anwendungen, in denen sich im optisch genutzten Bereich
3 keine Markierung befinden sollte, kann, wie in 1g
dargestellt, eine in sich geschlossenen Linienmarkierung Mb in Kombination mit einer
Markierung M&phgr; mit Vorzugsrichtung vorgesehen sein. Bei besonders großflächigen
reflektiven optischen Elementen 1 sind sich zwei in sich geschlossenen
Linienmarkierungen Mb, Md vorteilhaft, wie in den 1g,
h mit Markierung Ma mit Vorzugsrichtung in der Mitte oder M&phgr; auf Mb gezeigt.
Selbstverständlich können auch mehr als zwei in sich geschlossene Linienmarkierungen
mit oder ohne zusätzlicher Markierung mit Vorzugsrichtung vorgesehen werden
und zwar sowohl innerhalb als auch außerhalb der optisch genutzten Fläche
3, je nach der für das jeweilige reflektive optische Element vorgesehenen
Verwendung.
In den 7a–c sind schematisch und
nicht maßstabsgerecht einige mögliche Ausführungsformen von Markierungen
13a-c gezeigt. Die hier dargestellten reflektiven optischen Elemente
1 weisen als wichtige Komponenten eine Multilayerstruktur 15 und
eine Deckschicht 14 auf, die wesentlich für die optischen Eigenschaften
der optischen Fläche des reflektiven optischen Elements 1 sind. Die
Multilayerstruktur 15 und die Deckschicht 14 sind auf einem in
den 7a–c nicht dargestellten Substrat aufgebracht.
In 2 ist als Beispiel ein gebräuchlicher Aufbau
eines üblichen reflektiven optischen Elements 1 ebenfalls schematisch,
aber etwas detaillierter dargestellt. Auf einem Substrat 10 sind sich periodisch
wiederholende Lageneinheiten j, j+1 bis n angeordnet. Im gezeigten Beispiel weist
jede Lageneinheit j, j+1 bis n vier Schichten 6, 7,
9 auf, nämlich Absorberschichten 6, Spacerschichten
7 und dazwischen angeordnete Diffusionssperrschichten 9. Auf diese
Weise wird sozusagen ein künstlicher Kristall hergestellt, wobei die Absorberschichten
6 den Netzebenen eines Kristalls entsprechen, an denen es unter Erfüllung
der Bragg-Bedingung zu Reflexion eingestrahlter Strahlung kommen kann. Im EUV- und
weichen Röntgenwellenlängenbereich werden insbesondere Molybdän als
Absorber und Silizium als Spacer verwendet. Diffusionssperrschichten 9
dienen dazu, die Abstände zwischen den Absorberschichten 6 auch über
längere Zeit konstant und wohldefiniert zu halten, damit das Reflexionsverhalten
auch über längere Zeit unverändert bleibt. Auf der obersten Lageneinheit
n ist ein Deckschichtsystem 8 aus hier drei Schichten 8a–c
angeordnet. Die oberste Schicht 8a dient der Verringerung des Kontaminationswachstums,
insbesondere wenn sie ein Übergangsmetall enthält. Sie kann auch Kohlenstoff
oder ein Oxid enthalten. Die beiden unteren Schichten 8b, c dienen z.B.
der Phasenanpassung an die darunter liegende Multilayerstruktur 15 und/oder
als Diffusionssperrschichten.
Bevorzugte Möglichkeiten, auf einem reflektiven optischen Element
1 Markierungen 13a–c aufzubringen, sind beispielsweise
das lokale Entfernen von Material, so dass eine Vertiefung 13a entsteht
(7a), das lokale Aufbringen von Material, so dass eine
Erhebung 13b entsteht (7b), oder auch das
lokale Verändern der Multilayerstruktur, so dass ein Bereich
13c mit anderen Reflektionseigenschaften und/oder Phasenfläche entsteht
(7c). Die Markierungen 13a, b in Form einer
Erhebung oder Vertiefung können beispielsweise lithographisch, durch Ätzen
oder durch Behandeln mit einem Ionen- oder Elektronenstrahl erzeugt werden. Die
lokale Veränderung der Multilayerstruktur wie in 7c
dargestellt lässt sich durch Energieeintrag über Wärmebestrahlung,
Bestrahlung mit EUV- oder Röntgenstrahlung oder mit Elektronen erreichen. Der
Energieeintrag kann beispielsweise zu einer Erhöhung der Dichte der Multilayerschichten
15 und damit zu einer lokalen Veränderung des Reflexionsverhaltens
führen. Im Gegensatz zu den Vertiefungen 13a oder Erhöhungen
13b lassen sich derartige Markierungen 13c nicht wieder rückgängig
machen. Bei den Erhöhungen 13b verwendet man vorzugsweise Maskenabsorbermaterialien,
die sich bei der Charakterisierung im Reflektometer besonders gut finden lassen.
Besonders bevorzugt ist Chrom. Besonders gut wieder entfernen lassen sich Erhöhungen
13b aus Kohlenstoff. Sie werden bei der Reinigung des reflektiven optischen
Elements von kohlenstoffhaltigen Kontaminationen automatisch mit entfernt. Geeignet
sind auch Markierungen aus Oxiden. Alle drei Markierungsarten 13a, b, c
lassen sich gut mit derartigen geometrischen Abmessungen herstellen, dass sie eine
Vorzugsrichtung aufweisen.
Mit den oben genannten Technologien ist es außerdem möglich,
diese Markierungen 13a–c mit geometrischen Abmessungen im Submikrometerbereich
zu erzeugen. Insbesondere in Bezug auf die Höhe bzw. Tiefe einer Markierung
13a, b können sogar Abmessungen im Nanometerbereich, bevorzugt im
Subnanometerbereich erreicht werden. Arbeitet man außerdem mit hochpräzisen
Reflektometern, die Winkelpräzisionen in der Größenordnung von besser
0,01° und Verfahrgenauigkeiten in der Größenordnung von besser 0,01
mm bzw. absolute Positioniergenauigkeiten in der Größenordnung von besser
0,1 mm erlauben, und mit Strahldurchmessern in der Größenordnung von ebenfalls
besser 0,1 mm, erreicht man beispielsweise mit Markierungen, die lateral eine maximale
Ausdehnung von ca. 100 nm und in der Höhe von ca. 0,1 nm haben, Ortsauflösungen
bei der Bestimmung der Reflektivität über die Fläche, der Bestimmung
bzw. der Überprüfung des Designs von Multilayerstrukturen oder Deckschichtsystemen,
insbesondere derer Gradienten, oder der Phasenfläche erlauben, die ebenfalls
im Bereich von 0,1 mm liegen. Indem man mit Strahldurchmessern bis hinab in den
Submikrometerbereich arbeitet, können noch bessere Ortsauflösungen erreicht
werden. Bei der Verwendung von Justierspiegeln hingegen, die in Anschlag mit den
Kanten 5 (siehe in 1a) des reflektiven optischen
Elements 1 gebracht werden, ist die Positionierung des reflektiven optischen
Elements so ungenau, dass die hohe Präzision der meisten Reflektometer für
die Charakterisierung nicht ausgenutzt werden kann. Damit gewinnt man gegenüber
der herkömmlichen Spiegeljustierung insbesondere in der Translation mindestens
eine Größenordnung an Genauigkeit, die es erlaubt, in der Fläche
schon geringe Schwankungen in den Reflektionseigenschaften wie maximale Reflektivität,
Wellenlänge maximaler Reflektivität und deren Bandbreite, Schwankungen
in der Phasenfläche und Schwankungen in der Belegung der reflektiven Fläche
mit Kontamination räumlich aufzulösen. Damit wird zum Beispiel auf dem
Gebiet der EUV-Lithographie ermöglicht, Spiegel und Photomasken so präzise
zu charakterisieren, dass auch noch strengere als die bisher geltenden Toleranzen
eingehalten werden können.
Der große Vorteil, nun auch Phasenflächen räumlich
hochaufgelöst direkt vermessen zu können, soll anhand von 3
illustriert werden. Dort ist die normierte elektrische Feldintensität der stehenden
Welle aufgetragen, die durch Interferenz der eingestrahlten Welle mit der am reflektiven
optischen Element reflektierten Welle ausbildet, wobei sich das Vakuum links von
den freien Grenzflächen G0, G1, G2 befindet.
Im dargestellten Beispiel handelt es sich um einen Multilayerspiegel mit drei unterschiedlich
dicken Kontaminationsschichten, der mit EUV-Strahlung bestrahlt wird. Durch das
Anwachsen der Kontaminationsschicht während der Bestrahlung des Multilayerspiegels
mit EUV- oder weicher Röntgenstrahlung verschiebt sich die Grenzfläche
zum Vakuum von G0 ohne Kontamination über G1 bis auf
G2 um ca. 2 nm. Die Intensität der stehenden Welle im Multilayerspiegel,
d.h. ab ungefähr ≥ –5 nm, sinkt entsprechend von IK0
auf IK1 und IK2. Die reflektierten laufenden Wellen sind dennoch
für alle drei Lagen der freien Grenzflächen G0, G1,
G2, der Reflektion an einer unveränderten Phasenfläche entsprechend,
identisch. Es fällt auf, dass im vorliegenden Beispiel die Änderung der
Intensität der stehenden Welle im Inneren des Multilayerspiegels unmittelbar
mit der Verschiebung der freien Grenzfläche korreliert. Das vorliegende Messverfahren
zur Bestimmung der Phasenfläche ist somit unabhängig von störenden
Einflüssen wie Oberflächenkontaminationen oder Veränderungen in der
Multilayerstruktur. Das Ergebnis des erfindungsgemäßen Verfahrens ist
allein die für die Abbildung im EUV-Wellenlängenbereich relevante Phasenfläche
und zwar störungsfrei gemessen. Wenn nur die wellenlangen- oder winkelabhängige
Reflektivität des Multilayerspiegels überprüft wird, besteht hingegen
die Gefahr, dass potentielle Abbildungsfehler bei Verwendung von EUV-Strahlung nicht
entdeckt werden. Ebenso kann es nachteilig sein, zur Bestimmung der EUV Phasenfläche
nur Methoden zu verwenden, die wie z.B. die Emission von Sekundärstrahlung
sehr empfindlich auf umgebungsabhängige Kontaminationen reagieren.
Der Zusammenhang von Phasenverschiebung und Dicke von Materialbelegung
auf dem Multilayerspiegel wird anhand von 4a,
b verdeutlicht. Dazu sind die Reflektivität in Prozent (oberer Graph) und die
Photoemission in normierter elektrischer Feldintensität über die eingestrahlte
Wellenlänge (oberer Graph) bzw. über den Ort im reflektiven optischen
Element oder im Vakuum (unterer Graph) aufgetragen. Es sei darauf hingewiesen, dass
es sich nicht nur um die Dicke einer eventuell vorhandenen Kontaminationsschicht
handelt, sondern auch eine ggf. auf dem Multilayerspiegel vorgesehene Deckschicht
bzw. Deckschichtsystem in die ermittelte Dicke eingehen. Da aber diese Deckschicht
bzw. Deckschichtsystem in erster Näherung konstant bleiben, wird bei Wiederholung
der Messungen in zeitlichen Abständen insbesondere das Anwachsen der Kontaminationsschicht
dokumentiert. Auch eventuelle Abweichungen in der Multilayerstruktur und dem Deckschichtsystem
vom idealen Design, z.B. in den Schichtdicken oder ggf. Gradienten wirken sich in
einer Verschiebung der Phasenfläche von der für das jeweilige Design berechneten
Phasenfläche aus. Diese Abweichungen können, wie der Einfluss einer Deckschicht
oder eines Deckschichtsystems, in erster Näherung bei einer ersten Messung
am noch unkontaminierten reflektiven optischen Element durch Vergleich mit den berechneten
Sollwerten ermittelt werden. Um den verschiedenen Einflüssen Rechnung zu tragen,
wird die Dicke von Materialbelegung auf der Multilayerstruktur relativ zur Lage
des ersten im Multilayerspiegel bei vorgegebener Wellenlänge und vorgegebenem
Einfallswinkel anzutreffenden ersten Minimum der elektrischen Feldintensität
im Folgenden auch als effektive optische Deckschichtdicke bezeichnet. Das erste
Minimum ist dabei das erste Minimum ausgehend von der Grenzfläche zum Vakuum
innerhalb des Muitilayerspiegels. Es wird angenommen, dass der Ort aller Positionen
des ersten Minimums der elektrischen Feldintensität für eine bestimmte
Wellenlänge und einen bestimmten Einfallswinkel der EUV-Phasenflache für
diese bestimmte Wellenlänge und diesen bestimmten Einfallswinkel entspricht.
Um die Phasenverschiebung einer stehenden Welle im EUV- bis weichen
Röntgenwellenlängenbereich an der freien Grenzfläche eines reflektiven
optischen Elements wie etwa einem Multilayerspiegel zu ermitteln, wird beispielsweise
zunächst die Wellenlänge maximaler Reflektivität ermittelt, die die
Lage der freien Grenzfläche vom reflektiven optischen Element zum Vakuum visualisiert
und in 4a mit G gekennzeichnet ist. Links von der freien
Grenzfläche G im unteren Graph von 4a liegt das
Vakuum und rechts davon der Multilayerspiegel, hier mit Deckschichtsystem. Zusätzlich
zur Reflektivität R wird als Sekundärstrahlung die Photoemission PE gemessen,
und zwar über den Photostrom. Im hier dargestellten Beispiel werden die Punkte
auf der Photoemissionskurve PE bei –3% (Punkt P1) und +1% (Punkt
P2) von der Wellenlänge maximaler Reflektivität herausgegriffen.
Wenn sich dazwischen ein Maximum der Kurve PE befindet, dann befindet sich auch
ein Maximum der Intensität der stehenden Welle im entsprechenden Bereich der
freien Grenzfläche, wie in 4a für den Fall
von 0 Å Kontamination dargestellt. In 4b sind
die entsprechenden Graphen für eine Kontamination von 35 Å dargestellt.
Dort befindet sich ein Minimum der Kurve PE im Bereich der Wellenlänge maximaler
Reflektivität und entsprechend ein Minimum der Intensität der stehenden
Welle im Bereich der freien Grenzfläche G. Der Zuwachs der Kontaminationsschicht
lässt sich durch Ermitteln in 4b der Verschiebung
des der Messung ohne Kontamination entsprechenden Punkt Galt im Vergleich
zur neuen Lage G der freien Grenzfläche bestimmen. Damit lässt sich eine
Genauigkeit der Bestimmung der Lage der freien Grenzfläche im Angströmbereich
erreichen. Genauigkeiten im Subangströmbereich lassen sich dadurch erreichen,
dass man Photoemissionskurven für ein Vielzahl von möglichen effektiven
optischen Deckschichtdicken berechnet und dann über ein Fitten der gemessenen
Photoemissionskurve PE an die berechneten Kurven die passende effektive optische
Deckschichtdicke ermittelt.
In den 5a, b sind analog zu den
4a, b die normierte Reflektivität (linke Skala:
0–70%) und normierte Photoemissionskurven (rechte Skala: 0–4) für
unterschiedliche Kontaminationsarten und -dicken dargestellt. In 5a
handelt es sich um kohlenstoffhaltige Kontamination im Dickenbereich von 0 bis 30
Å. Die Photoemission wurde bei Dicken 0 Å (PE0), 10 Å
(PE10), 20 Å (PE20) und 30 Å (PE30) aufgetragen,
die Reflektivität wegen der geringen Änderung nur bei 0 Å (R0)
und bei 30 Å (R30). In 5b handelt es
sich um oxidative Kontamination, wobei die Kurven für die Photoemission für
leichte (PEminK), mittlere (PEmedK) und starke (PEmaxK)
Kontamination und für die Reflektivität für leichte (RminK)
und starke (RmaxK) Kontamination aufgetragen wurde. Neben der Tatsache,
dass bei starker Änderung der Photoemissionskurven die Reflektivitätskurven
sich kaum verändern, fällt auf, dass sich die Lage der stehenden Welle
bei kohlenstoffhaltiger Kontamination mit zunehmender Dicke sehr verschiebt, während
sie sich bei oxidativer Kontamination nur unwesentlich verändert. Dies geht
einher mit einer Verschiebung der freien Grenzfläche bei kohlenstoffhaltiger
Kontamination im Gegensatz zu oxidativer Kontamination. Aus gemessenen Photoemissionskurven
lässt sich daher nicht nur die aktuelle effektive optische Deckschichtdicke
ermitteln, sondern durch die oben beschriebenen Fits der Messdaten mit vorberechneten
Kurven auch die Art der Kontamination, indem man den Offset und den Faktor auswertet,
die für die Anpassung der Messdaten an die passendste vorberechnete Kurve verwendet
werden. Diese sind in erster Näherung dann nur noch materialabhängig.
Das Konzept der effektiven optischen Deckschichtdicke eoct ist schematisch
in 6 dargestellt. Bei einem Multilayerspiegel, der
die eigentliche Multilayerstruktur 15 und eine wie auch immer geartete
Deckschicht 14 aufweist, kann die Oberfläche zum Vakuum VAC mit Licht
aus dem sichtbaren Wellenlängenbereich VIS vermessen werden. Dies entspricht
nicht nur der Oberfläche, die man als Mensch unmittelbar durch Sehen oder Tasten
wahrnehmen kann, sondern auch der Phasenfläche PVIS für den
sichtbaren Wellenlängenbereich. Durch unterschiedliche Einflüsse von Fehlern
in der Multilayerstruktur 15, von Material, Zusammensetzung und Dicke der
Deckschicht 14 ergibt sich bei erneuter Vermessung der Oberfläche
des Multilayerspiegels unter gleichen Bedingungen und bei gleicher Präparation
des Multilayerspiegels, z.B. vorheriger Reinigung, aber nun unter Verwendung von
EUV- oder weicher Röntgenstrahlung ein anderer räumlicher Verlauf der
Phasenfläche PEUV für den EUV- und weichen Röntgenwellenlängenbereich.
In diesem Wellenlängenbereich bildet sich nämlich eine stehende Welle
12 innerhalb des Multilayerspiegels aus. Die effektive optische Deckschichtdicke
eoct über die Fläche entspricht nun der Differenz der beiden Phasenflächen
PVIS und PEUV.
Die 8 und 9a–c
dienen der Erläuterung, wie vorgegangen werden kann, um ein reflektives optische
Element für den EUV- und weichen Röntgenwellenlängenbereich zu charakterisieren.
In 8 ist schematisch ein experimenteller Aufbau zur
Charakterisierung reflektiver optischer Elemente dargestellt. Die Strahlung, die
aus einer Strahlungsquelle 16 austritt und durch einen Pfeil symbolisiert
ist, durchtritt zunächst Komponenten zur Strahlformung, hier z.B. einen Kollimator
17 und einen Monochromator 18. Die Wellenlänge der Strahlung
liegt im Bereich von ca. 1 bis 20 nm. Geeignete Strahlungsquellen 16 sind
beispielsweise laserinduzierte Plasmen oder entladungsinduzierte Plasmen. Besonders
bevorzugt sind allerdings Synchrotronstrahlungsquellen, die nicht nur gut berechenbar
sind, sondern insbesondere breitbandige und gerichtete Strahlung bei hohen Intensitäten
zur Verfügung stellen, was die erreichbare Präzision der Messungen erhöht.
Über den Kollimator 17 kann man einen Strahl über
geringe Divergenz für eine hohe Winkelauflösung oder über einen kleinen
Strahlquerschnitt für hohe Ortsauflösung optimieren. Angepasst an die
Geometrie der zu vermessenden Fläche kann auch die Gestalt des Strahlquerschnitts
geformt werden. Über den Monochromator 18 selektiert man die gewünschte
Wellenlänge, wobei für eine hohe Energieauflösung der Bereich um
die gewünschte Wellenlänge möglichst gering sein sollte. Vorteilhaft
ist auch das Unterdrücken von Streulicht und, bei insbesondere Undulatoren,
von höheren Ordnungen der Strahlung.
Die übrigen Komponenten des Aufbaus sind in einer Vakuumkammer
19 angeordnet, die durch die gestrichelte Linie angedeutet ist. Das zu
charakterisierende reflektive optische Element 1 kann über eine Schleuse
20 in die Vakuumkammer 19 eingebracht werden. Im gezeigten Beispiel
handelt es sich um einen Multilayerspiegel, bei dem eine Multilayerstruktur
15 auf einem Substrat 10 aufgebracht ist. Der Multilayerspiegel
1 ist auf einen elektrisch isolierten Probenhalter 21 aufgebracht.
Wenn Strahlung auf den Multilayerspiegel 1 trifft, wird die reflektierte
Strahlung in einem Photonendetektor 22 erfasst. Die Verwendung von großflächigen,
ortsauflösenden Detektoren, wie z.B. CCDs (charged coupled devices) erhöht
dabei durch verfeinerte Messmethodik die Messgenauigkeit. Auch durch variable einstellbare
Abstände zwischen Multilayerspiegel 1 und Photonendetektor
22 und/oder zwischen Multilayerspiegel 1 und Strahlformungsoptiken
17, 18 lässt sich die Messgenauigkeit erhöhen. Gleichzeitig
mit den Photonen austretende Photoelektronen werden mithilfe der Komponente
25, über die ggf. mit Hilfe der Spannungsquelle 26 ein elektrisches
Feld erzeugt wird, auf den Elektronendetektor 23 geleitet. Indem am Multilayerspiegel
1 und am Elektronendetektor 23 über Amperemeter
24 der Photostrom gemessen wird, wird die Photoemission ermittelt.
Der Probenhalter 21 ist im vorliegenden Beispiel sechs Freiheitsgraden
bewegbar angeordnet, wobei der Photonendetektor 22 mitgeführt wird.
Solche Vorrichtungen werden auch Reflektometer genannt. Der Begriff Reflektometer
ist weit zu verstehen als jegliche Anordnung aus Strahlungsquelle, Detektor und
vor allem Probenhalter mit mindestens einem Freiheitsgrad, mit der die Reflektivität
einer Probe gemessen werden kann. Im hier erläuterten Beispiel wird jede Komponente
des Probenhalters, die einem Freiheitsgrad entspricht, über einen Motor bewegt.
Die Freiheitsgrade sind kalibrierfähig und sind schematisch in 9a
gezeigt. Es gibt drei translatorische und drei rotatorische Freiheitsgrade x, y,
z sowie ϑ, &phgr;, &khgr;, so dass unabhängig von dem Verlauf der reflektiven
Fläche des reflektiven optischen Elements 1 jeder Punkt auf ihr vermessen
werden kann. Der Winkel &phgr; wird oft auch Azimut genannt, der Winkel &khgr;
wird auch als Tilt bezeichnet. Wie in 9b angedeutet
ist, ist der Photonendetektor 22 derart mit dem Probenhalter gekoppelt,
dass, wenn die Strahlung unter einem Winkel ϑ auf die reflektive Fläche
des reflektiven optischen Elements 1 der Photonendetektor 22 unter
einem Winkel von 2ϑ zur reflektiven Fläche steht, um den reflektierten
Strahl zu detektieren. Diese Anordnung wird nun insbesondere eingesetzt, um die
EUV-Phasenfläche PEUV auf der Basis der Reflektivität zu vermessen
(siehe 9c). In 9c ist
dies schematisch für den Verlauf der EUV-Phasenfläche PEUV
in der x-z-Ebene dargestellt, also PEUV = z(x) bei festem y. Einerseits
kann für jeden Punkt dx die entsprechende Höhe dz bestimmte werden, bei
der die dem einfallenden Strahl und den optischen Eigenschaften
der untersuchten reflektiven Fläche entsprechende vorbestimmte Intensitätsverteilung
auf dem Detektor beobachtet wird. Die vorbestimmte Intensitätsverteilung entspricht
oft z.B. dem Strahlfleck, also beispielsweise der Verteilung des unter 0° auf
den Detektor einfallenden direkten Strahls. Bei der Verwendung von z.B. Photodioden
als Photonendetektoren wird man in der Regel den Probenhalter so verfahren, dass
der Strahlfleck etwa in der Mitte der Diode positioniert wird. Dies kann z.B. dadurch
geschehen, dass man den Probenhalter so verfährt, dass der Strahl an einer
Kante die Photodiode trifft und an einer anderen Kante wieder verlässt, wonach
man die Position zwischen den beiden Kantenpositionen anfährt. Bei der Verwendung
von ortsauflösenden Detektoren wie z.B. CCD-Detektoren kann zusätzlich
zur Position auch die Gestalt der Kontur des Strahlflecks berücksichtigt werden,
was die Messgenauigkeit weiter erhöht.
Der Verlauf der EUV-Phasenfläche PEUV ergibt sich
dann unmittelbar aus dem Verlauf von z = z(x). Eine dazu komplementäre Möglichkeit
besteht darin, für jeden Punkt dx den Einfallswinkel des einfallenden Strahls
27 bzw. den Ausfallswinkel des reflektierten Strahls 28 möglichst
genau zu bestimmen. Der Arcustangens dieses Winkels ist gleich dem Verhältnis
dz/dx und der Verlauf der EUV-Phasenflache PEUV bestimmt sich dann als
∫(dz/dx)dx + const. Vorzugsweise nimmt man beide Messungen vor, um durch
Abgleich der unterschiedlich gewonnenen Ergebnisse den Verlauf der EUV-Phasenflache
mit höherer Gewissheit zu ermitteln.
Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese Vorgehensweisen
dazu geeignet sind, beliebig geformte EUV-Phasenflachen zu bestimmen und nicht nur
sphärische oder zumindest symmetrische EUV-Phasenflächen.
Diese Möglichkeit der Ermittlung der EUV-Phasenflache ohne Rückgriff
auf die Messung von Sekundärstrahlung wie etwa Photoemission oder Fluoreszenz
wird erst durch die präzise Einjustierung des zu charakterisierenden reflektiven
optischen Elements dank der oben erläuterten Markierungen auf der reflektiven
Fläche des reflektiven optischen Elements zur Verfügung gestellt. Über
die bisherige Einjustierung mithilfe von Justierspiegeln ist die Ortsauflösung
in der Regel zu grob, um aussagekräftig Ergebnisse zu erlangen.
Es sei darauf hingewiesen, dass bei paralleler Messung von Reflektivität
und Sekundärstrahlung wie z.B. Photoemission oder Fluoreszenz, die ermittelte
EUV-Phasenfläche durch Vergleich mit der gemäß Gleichung
berechneten Phase (mit &dgr;(&lgr;) der Phase an einem Messpunkt, F(&lgr;)
der normierten Intensität der Sekundärstrahlung an diesem Messpunkt, R(&lgr;)
der Reflektivität an diesem Messpunkt und &lgr; der Wellenlänge) auf
ihre Konsistenz geprüft werden kann. Mögliche Differenzen könnten
beispielsweise durch unberücksichtigte Kontaminationseffekte erklärt werden.
Eine bevorzugte Ausführungsform des Verfahrens zur Charakterisierung
eines reflektiven optischen Elements für den extremen ultravioletten und weichen
Röntgenwellenlängenbereich soll anhand von 13
erläutert werden. Zur besseren Illustration soll außerdem auf den in
10a, b exemplarisch dargestellten Oberflächenverlauf
eines zu charakterisierenden reflektiven optischen Elements zurückgegriffen
werden. Die Kurve 10 entspricht dem Verlauf der Substratoberfläche
und werde beschrieben durch z = 5·(x/10)4. Die Kurve 29
entspricht der Phasenfläche und werde beschrieben durch z = 5·(x/10)3.
Bei einem bestimmten Einfallswinkel ϑ und einer bestimmten Wellenlänge
&lgr; liegt dort der Knoten der stehenden Welle, die sich bei Reflexion am reflektiven
optischen Element ausbildet. Sie entspricht daher der Fläche geometrischer
Reflexion. Bei ihrer unerwünschten Veränderung treten Abbildungsfehler
auf. Man kann daher auch von der effektiven Oberfläche sprechen – im
Falle eines Multilayerspiegels oder einer auf einer Multilayerstruktur basierenden
Photomaske – von der effektiven Multilayeroberfläche. Bei der Kurve
30 handelt es sich um den Verlauf der Oberfläche einer Deckschicht,
die durch z = 5·(x/10)2 beschrieben werden kann.
Falls dieses reflektive optische Element noch keine Markierungen auf
seiner reflektiven Fläche aufweist, werden solche wie oben beschrieben aufgebracht
(siehe Schritt 32 in 13), im in
10 gezeigten Beispiel die Markierungen M1, M2. Deren Position auf
der reflektiven Fläche wird zunächst interferometrisch oder opto-mechanisch
bestimmt (Schritt 33 in 13), wobei sich Genauigkeiten
vom Mikrometer- bis in den Submikrometerbereich erreichen lassen.
Danach wird das zu charakterisierenden reflektive optische Element
in ein Reflektometer wie zuvor beschrieben eingesetzt (Schritt 34). Der
Messstrahl wird nun vorzugsweise auf einen Durchmesser kleiner 1 &mgr;m bei minimaler
Divergenz am Probenort eingestellt und das reflektive optische Element unter Ausnutzen
aller Freiheitsgrade des Reflektometers so lange bewegt, bis der reflektierte Strahl
im Detektor aufgefunden wird. Durch Nachfahren insbesondere der Winkel &khgr; und
ϑ wird zunächst versucht, die Markierung M1 zu finden. Im Bespiel aus
10 handelt es sich dabei um eine Markierung, die sich im mittleren
Bereich der reflektiven Fläche des reflektiven optischen Elements befindet.
Sobald die Markierung M1 ungefähr gefunden ist, wird durch abwechselndes
Nachfahren von z und von auf iterativem Wege die Position gefunden, an der an der
Stelle der Markierung M1 die oben erläuterte vorbestimmte Intensitätsverteilung
auf dem Detektor, die im Übrigen ortsabhängig oder winkelabhängig
gemessen werden kann, erreicht wird. Diese Position wird als Ursprung der kartesischen
Koordinaten also (x, y, z) = (0, 0, 0) gesetzt (Schritt 35). Falls die
Markierung M1 so ausgestaltet ist, dass sie eine Vorzugsrichtung aufweist, kann
außerdem auch der Azimutwinkel &phgr; auf Null gesetzt werden.
Nun wird die andere Markierung M2 angefahren (Schritt 36),
deren Position relativ zu Markierung M1 aus der ursprünglichen Positionsvermessung
bekannt ist. Um allerdings ihre Position im Koordinatensystem des Reflektometers
und in Bezug auf die EUV-Phasenfläche 29 exakt zu bestimmen (siehe
Abstand der Markierungen M1, M2 zur EUV-Phasenfläche in 10a,
b), muss wie bei Markierung M1 zunächst durch Nachfahren der Winkel &khgr;
und ϑ und anschließendes abwechselndes Nachfahren von z auf iterativem
Wege die Position gefunden werden, an der an der Stelle der Markierung M2 die vorbestimmte
Intensitätsverteilung erreicht wird. Dabei dient der Winkel &khgr; dazu, die
Orientierung des Multilayerspiegels so anzupassen, dass der reflektierte Strahl
den Photonendetektor trifft. Diese Position wird dann abgespeichert (Schritt
36). Falls auch die Markierung M2 so ausgestaltet ist, dass sie eine Vorzugsrichtung
aufweist, kann außerdem auch überprüft werden, ob der Azimutwinkel
&phgr; gleich Null ist.
Um nun ausgehend von den Positionen der beiden Markierungen M1 und
M2 weitere Punkte auf der reflektiven Fläche des reflektiven optischen Elements
anzufahren, wird durch die Markierungen M1 und M2 eine Interpolationsgerade
31 (siehe 10b) gelegt und als nächster
Punkt der Punkt P angefahren, der sich auf einem vorbestimmten Bruchteil der Strecke
zwischen beiden Markierungen M1, M2 auf der Interpolationsgeraden 31 befindet
(Schritt 37), z.B. auf der halben Strecke. Außer bei planen Oberflächenverläufen,
ist nun die Höhe z nachzufahren. Dies wird vorzugsweise bei flachen Winkeln
von beispielsweise etwa ϑ = 45° zum einfallenden Strahl bzw. etwa 2ϑ
= 90° zum Photonendetektor durchgeführt, da unter diesem Winkel die Reflektivität
sich besonders stark mit Änderungen in z ändert. Sobald ein z mit vorbestimmter
Intensitätsverteilung aufgefunden ist, werden bei einem Winkel von etwa ϑ
= 88° zum einfallenden Strahl bzw. etwa 2ϑ = 176° zum Photonendetektor,
bei dem die Anordnung unempfindlich auf Änderungen in z reagiert, die übrigen
Freiheitsgrade &khgr;, ϑ nachgefahren, bis wieder eine Position mit der vorbestimmten
Intensitätsverteilung gefunden ist. Der Tilt-Winkel &khgr; wird dabei immer
so eingestellt, dass der reflektierte Strahl den Photonendetektor präzise trifft.
Die Messungen bei einem ϑ können dabei übrigens durch Wiederholung
der Messungen bei 180°-ϑ überprüft werden. Gegebenenfalls müssen
diese Schritte mehrmals wiederholt werden, bis die Position mit der vorbestimmten
Intensitätsverteilung für diesen Punkt (x, y) exakt gefunden ist (Schritt
37).
Sobald die Position mit der vorbestimmten Intensitätsverteilung
am Punkt (x, y) gefunden ist, wird dort die Reflektivitätskurve vorzugsweise
energiedispersiv gemessen (Schritt 39). Außerdem wird die Position
an diesem Punkt (x, y) gespeichert, da sie als Ausgangspunkt für das Auffinden
des nächsten Punktes auf der reflektiven Fläche dient, indem durch den
Punkt (x, y) und die Position entweder der Markierung M1 oder der Markierung M2
erneut eine Interpolationsgerade gelegt wird und als nächster Punkt der Punkt
auf halber Strecke zwischen (x, y) und M1 bzw. M2 auf dieser neuen Interpolationsgeraden
angefahren wird (Schritt 40). Dort werden die eben beschriebenen Schritte
zum Auffinden der Position mit vorbestimmter Intensitätsverteilung auf dem
Detektor und zum Messen und Ermitteln der interessierenden Kenngrößen
wiederholt. Angenommen die Interpolationsgerade wurde durch (x, y) und M1 gelegt,
wird danach erneut eine Interpolationsgerade durch den soeben vermessenen Punkt
und entweder (x, y) oder M1 gelegt und eine weiterer Punkt auf halbem Weg dazwischen
angefahren und ausgemessen. Dies kann beliebig wiederholt werden.
Aus den wiederholten Messungen an einer Vielzahl von Punkten P(x,
y) lässt sich nicht nur der Reflektivitätsverlauf bzw. die Verteilung
der maximalen Reflektivität über die vermessene Fläche ermitteln.
Für jeden Punkt P(x, y) lässt sich daraus wie bereits erläutert der
entsprechende Punkt auf der EUV-Phasenfläche aus dem z(x) mit vorbestimmter
Intensitätsverteilung (Schritt 45) und/oder aus dem Arcustangens des
Einfallswinkels die erste Ableitung der Phasenfläche an diesem Punkt ermitteln
(Schritt 44). Eine Darstellung der so erreichbaren Ergebnisse für
das Beispiel aus 10a, b ist in 14a
für die Phasenfläche
und in 14b für den Winkel ϑ über die
x-y-Flache, beide im Bereich von –10 bis +10 für x und y, zu sehen.
Die Höhenlinien entsprechen z in 14a, das zwischen
Werten in beliebigen Einheiten von 0 und über 5 schwankt, und ϑ in
14b, das zwischen 0° und über 56° schwankt.
Aus ϑ lässt sich durch Bilden des Arcustangens und Integration die EUV-Phasenflache
ermitteln.
Falls parallel der Photostrom gemessen wird (Schritt 39),
wird aus der Reflektivitätskurve auch die Wellenlänge maximaler Reflektivität
ermittelt. Denn diese Information wird benötigt, um durch Vergleich und Fit
mit vorberechneten Photoemissionskurven die effektive optische
Deckschichtdicke aus der Photostromkurve zu ermitteln (Schritt 42). Unter
Auswertung des zur Anpassung der Photostromkurve an die bestpassendste Photoemissionskurve
gewonnenen Anpassungsfaktor und Offset kann außerdem auf das Material der Deckschicht
(Kurve 30 in 10a) geschlossen werden (Schritt
43 in 13).
Auf die beschriebene Weise lassen sich beliebig viele Punkte des reflektiven
optischen Elements vermessen und der Reflektivitätsverlauf über die Fläche,
die EUV-Phasenfläche, die effektive optische Deckschichtdicke über die
Fläche sowie das Deckschichtmaterial mit steigender Genauigkeit ermitteln.
Falls man an der optischen effektiven Deckschichtdicke über der
Fläche interessiert ist, aber den Aufwand scheut, parallel zur Reflektivität
auch Sekundärstrahlung zu messen, kann die Oberfläche des reflektiven
optischen Elements auch mit Strahlung aus dem sichtbaren Wellenlängenbereich,
z.B. interferometrisch vermessen werden und durch Differenzbildung mit der EUV-Phasenfläche
die effektive optische Deckschichtdicke über die Fläche ermittelt werden.
Ebenso ist es möglich, zunächst die effektive optische Deckschichtdicke
z.B. über Photoemissionsmessungen zu ermitteln, um durch Differenzbildung mit
der Phasenfläche im sichtbaren Wellenlängenbereich die Phasenfläche
im EUV-Wellenlängenbereich zu ermitteln. Auf jeden Fall ist aber darauf zu
achten, dass beide Messungen unter gleichen Bedingungen, insbesondere bei gleicher
Probenpräparation durchgeführt werden. Insbesondere sei darauf hingewiesen,
dass die Ermittlung der EUV-Phasenfläche mittels Sekundäremission durch
Kontamination leicht verfälscht werden kann, weshalb eine Messung über
die Reflektivität, wie hier beschrieben, bevorzugt wird.
Besondere Bedeutung hat die Charakterisierung von reflektiven optischen
Elementen bei deren Herstellung, wie beispielsweise in 15
dargestellt ist. Zunächst wird eine Beschichtung mit Multilayerstruktur auf
ein Substrat aufgebracht (Schritt 46), um die reflektive Fläche des
herzustellenden EUV-Spiegels zu erzeugen, und werden mindestens zwei Markierungen
auf der reflektiven Fläche aufgebracht (Schritt 47). Beispielsweise
wie soeben wie beschrieben wird danach der Reflektivitätsverlauf über
die reflektive Fläche gemessen (Schritt 48). Außerdem wird zu
der aufgebrachten Multilayerbeschichtung ein Reflektivitätsverlauf errechnet
(Schritt 49), mit dem der gemessene Reflektivitätsverlauf verglichen
wird (Schritt 50). Falls Abweichungen zwischen beiden Reflektivitätsverläufen
bestehen, wird die Beschichtung nachbearbeitet (Schritt 52). Im Extremfall
kann dies soweit gehen, dass die Beschichtung entfernt und neu aufgebracht werden
muss. Welches Ausmaß an Abweichungen zwischen dem berechneten und dem tatsächlichen,
gemessenen Reflektivitätsverlauf akzeptiert werden kann (Schritt
51), hängt von den verwendungsspezifischen Anforderungen des jeweiligen
EUV-Spiegels ab.
Ein möglicher Verwendungszweck für einen EUV-Spiegel oder
auch eine Photomaske ist der Einsatz in einer EUV-Lithographievorrichtung. In
16 ist schematisch eine EUV-Lithographievorrichtung
60 dargestellt. Wesentliche Komponenten sind das Strahlformungssystem
61, ein erstes EUV-Objektiv als Belichtungssystem 64, die Photomaske
67 und ein zweites EUV-Objektiv als Projektionssystem 70. Als
Strahlungsquelle 62 kann beispielsweise eine Plasmaquelle oder auch ein
Synchrotron dienen. Die austretende Strahlung im Wellenlängenbereich von etwa
5 nm bis 20 nm wird zunächst im Kollimator 63b gebündelt. Außerdem
wird mit Hilfe eines Monochromators 63a durch Variation des Einfallswinkels
die gewünschte Betriebswellenlänge herausgefiltert. Der im Strahlformungssystem
61 in Hinblick auf Wellenlänge und räumliche Verteilung aufbereitete
Betriebsstrahl wird dann in das Belichtungssystem 64 eingeführt. Im
in 16 dargestellten Beispiel weist das Belichtungssystem
64 zwei Spiegel 65, 66 auf, die beide in jeweils einem
Reflektometer (nicht dargestellt) wie bereits beschrieben angeordnet sind und somit
in-situ charakterisiert werden können. Die Spiegel 65, 66
leiten den Strahl auf die Photomaske 67, die die Struktur aufweist, die
auf den Wafer 71 abgebildet werden soll. Bei der Photomaske 67
handelt es sich ebenfalls um ein reflektives optisches Element für den EUV-
und weichen Wellenlängenbereich, das optional über entsprechende Markierungen
ebenfalls wie zuvor beschrieben charakterisiert werden kann. Mit Hilfe des Projektionssystems
70 wird der von der Photomaske 67 reflektierte Strahl auf den
Wafer 71 projiziert und dadurch die Struktur der Photomaske auf ihn abgebildet.
Das Projektionssystem 70 weist im dargestellten Beispiel ebenfalls zwei
EUV-Spiegel 68, 69 auf, die beide in jeweils einem Reflektometer
(nicht dargestellt) wie bereits beschrieben angeordnet sind und somit in-situ charakterisiert
werden können. Auf diese Weise lässt sich in gewissen zeitlichen Abständen
in-situ überprüfen, ob die optischen Eigenschaften der EUV-Spiegel
65, 66, 68, 69 noch den Anforderungen genügen
oder so sehr kontaminiert sind, dass eine Reinigung notwendig ist. Es sei darauf
hingewiesen, dass sowohl das Projektionssystem 70 als auch das Belichtungssystem
64 jeweils nur einen oder auch drei, vier, fünf und mehr Spiegel aufweisen
können, von denen ein oder mehrere Spiegel Charakterisierungsmarkierungen aufweisen
und in einem Reflektometer zur in-situ-Charakterisierung angeordnet sein können.
Exemplarisch sei auf einige Messergebnisse hingewiesen: In den
11a–e wurde ein Multilayerspiegel vermessen,
der eine um bis zu 1 nm in der Dicke variierende Kohlenstoffkontaminationsschicht aufwies.
in 11a sind die an allen vermessenen Punkten gemessenen
maximalen Reflektivitäten über die ermittelte effektive optische Deckschichtdicke
aufgetragen. Die maximale Reflektivität schwankt über die gesamte Fläche
zwischen 66,60% und 65,20%. Die entsprechende Verteilung in der x-y-Fläche,
wie sie über die Messung von z(x, y) bzw. die Messung des Einfallswinkel für
die Punkte (x, y) ermittelt wurde, ist in 11c dargestellt.
Die Ortsauflösung wird hier durch die Anzahl der Messpunkte bestimmt. Die Oberfläche
wurde in 0,25 mm-Schritten abgerastert.
Gleichzeitig schwankt die effektive optische Dicke der Deckschicht
zwischen ca. 3,4 nm und 4,2 nm (11a). Die Dickenverteilung
über die x-y-Fläche ist in 11d aufgetragen
und entspricht in erster Näherung dem Verlauf der Phasenfläche im sichtbaren
Wellenlängenbereich. Wie in 11b, in der die normierte
Photoemission in Abhängigkeit von der effektiven optischen Deckschichtdicke
aufgetragen ist, zu erkennen ist, führt das Anwachsen der Kohlenstoffkontaminationsschicht
zu einer leichten Abnahme der absoluten Photoemission. Dies wird auch durch die
Auftragung der normierten Photoemission über die x-y-Fläche (11e)
in Vergleich mit der Darstellung der Dickenverteilung über die x-y-Fläche
(11d) bestätigt.
Entsprechende Messungen und Auswertungen wurden mit einer Schrittweite
von 0,2 mm auch an einem Multilayerspiegel mit Kontamination durch Oxidation durchgeführt.
Die Ergebnisse sind in den 12a–e in gleicher
Weise wie in den 11a–e dargestellt. Auffallend
ist, dass zwar die effektive optische Deckschichtdicke nur in einem Bereich von
0,1 nm schwankt, dass aber dennoch sowohl die Reflektivität (12c)
als auch die Photoemission stark schwanken. Die sich daraus in erster Näherung
ergebende Phasenfläche für den sichtbaren Wellenlängenbereich ist
in 12d gezeigt, mit durch die Anzahl der Messpunkte
bedingter Auflösung von 0,2 mm. Stark strukturiert ist die Verteilung der Photoemission
über die x-y-Fläche (12e), während dagegen
der Verlauf der effektiven optischen Deckschichtdicke in der x-y-Ebene quasi konstant
ist (12d). Die leichten Erhöhungen im Randbereich
konnten aufgrund genauer Analyse an den entsprechenden Stellen auf eine leichte
Kohlenstoffkontamination zurückgeführt werden.
Abschließend sei darauf hingewiesen, dass alle Erläuterungen,
die sich auf den extremen ultravioletten Wellenlängenbereich beziehen, ebenso
für den weichen Röntgenwellenlängenbereich gelten.
1
reflektives optisches Element
2
reflektive Fläche
3
optisch genutzte Fläche
4
Oberfläche
5
Kante
6
Absorber
7
Spacer
8
Deckschichtsystem
8a, b, c
Deckschichten 1, 2, 3
9
Diffusionssperrschicht
10
Substrat
12
stehende Welle
13a–c
Markierungen 1-3
14
Deckschicht
15
Multilayerstruktur
16
Strahlungsquelle
17
Kollimator
18
Monochromator
19
Vakuumkammer
20
Schleuse
21
Probenhalter
22
Photonendetektor
23
Elektronendetektor
24
Amperemeter
25
Komponente
26
Spannungsquelle
27
einfallender Strahl
28
reflektierter Strahl
29
Phasenfläche
30
Deckschichtoberfläche
31
Interpolationsgerade
32–45
Verfahrensschritte
46–52
Verfahrensschritte
60
EUV-Lithographievorrichtung
61
Strahlformungssystem
62
EUV-Strahlungsquelle
63a
Monochromator
63b
Kollimator
64
Belichtungssystem
65
erster Spiegel
66
zweiter Spiegel
67
Maske
68
dritter Spiegel
69
vierter Spiegel
70
Projektionssystem
71
Wafer
Ma–c, M1–8, M&phgr;
Markierungen
IK0
Intensität ohne Kontamination
IK1,2
Intensitäten mit Kontamination
G1,2,3
freie Grenzflächen
R
Reflektivitätskurve
PE
Photostromkurve
G, Galt
freie Grenzfläche
P1, P2
Punkte
R0,30, RminK,maxK
Reflektivitätskurven
PE0,10,20,30
Photostromkurven
PEminK,medK,maxK
Photostromkurven
EUV
EUV-Strahlung
VIS
sichtbares Licht
eoct
effektive optische Deckschichtdicke
PVIS
VIS-Phasenflache
PEUV
EUV-Phasenflache
VAC
Vakuum
x, y, z
Richtungen
&phgr;, &khgr;, ϑ
Winkel
j, j+1, n
Lageneinheit
Anspruch[de]
Reflektives optisches Element (1) für den extremen ultravioletten
und weichen Röntgenwellenlängenbereich, insbesondere zur Verwendung in
EUV-Lithographievorrichtungen, mit einer reflektiven Fläche (2), das
mindestens zwei Markierungen (Ma, Mb, Mc, M&phgr;, M-18) auf seiner reflektiven
Fläche (2) aufweist.Reflektives optisches Element nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass es sich bei den mindestens zwei Markierungen (Ma, Mb, Mc, M&phgr;, M-18) um
drei einzelne, über die reflektive Fläche (2) verteilte Markierungen
(M1, M2, M3) handelt.Reflektives optisches Element nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass es sich bei den mindestens zwei Markierungen (Ma, Mb, Mc, M&phgr;, M-18) um
eine einzelne Markierung (Ma) im mittleren Bereich der reflektiven Fläche (2)
und um eine linienförmige Markierung (Mb, Mc) im äußeren Bereich
der reflektiven Fläche (2) handelt.Reflektives optisches Element nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die linienförmige Markierung (Mb, Mc) als geschlossene Linie ausgebildet
ist.Reflektives optisches Element nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
dass es zwei linienförmige Markierungen (Mb, Mc) aufweist.Reflektives optisches Element nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens eine Markierung (M&phgr;) mit einer
Vorzugsrichtung aufweist.Reflektives optisches Element nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Markierungen als Erhöhung
(13b) in der reflektiven Fläche (2) ausgebildet ist.Reflektives optisches Element nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Markierungen (13b) aus
einem anderen Material als die reflektive Fläche (2) besteht.Reflektives optisches Element nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Markierungen (13a) als
Vertiefung in der reflektiven Fläche (2) ausgebildet ist.Reflektives optisches Element nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Markierungen (13c) als
Dichtevariation in der reflektiven Fläche (2) ausgebildet ist.Verfahren zur Charakterisierung eines reflektiven optischen Elements
für den extremen ultravioletten und weichen Röntgenwellenlängenbereich,
insbesondere zur Verwendung in EUV-Lithographievorrichtungen, mit einer reflektiven
Fläche, wobei dieses Verfahren die Schritte aufweist:
– Aufbringen von mindestens zwei Markierungen auf der reflektiven Fläche
des reflektiven optischen Elements;
– Vermessen der Position der Markierungen auf der reflektiven Fläche;
– Anordnen des reflektiven optischen Elements in ein Reflektometer mit mindestens
zwei Freiheitsgraden;
– Bestimmen der Position einer der Markierungen in Bezug auf das durch die
Freiheitsgrade des Reflektometers definierte Koordinatensystem;
– Bestimmen der Position der mindestens einen weiteren Markierung in Bezug
auf das durch die Freiheitsgrade des Reflektometers definierte Koordinatensystem;
– Bestimmen der Position eines beliebigen Punktes auf der reflektiven Fläche
in Bezug auf das durch die Freiheitsgrade des Reflektometers definierte Koordinatensystem
auf der Basis der zuvor bestimmten Koordinaten der Markierungen;
– Messen der Reflektivität und/oder einer Sekundärstrahlung an
dem beliebigen Punkt auf der reflektiven Fläche unter Einfluss eingestrahlter
Strahlung im extremen ultravioletten bis weichen Röntgenwellenlängenbereich.Verfahren zur Charakterisierung eines reflektiven optischen Elements
nach einem der Ansprüche 1 bis 10, mit den Schritten:
– Vermessen der Position der Markierungen auf der reflektiven Fläche;
– Anordnen des reflektiven optischen Elements in ein Reflektometer mit mindestens
zwei Freiheitsgraden;
– Bestimmen der Position einer der Markierungen in Bezug auf das durch die
Freiheitsgrade des Reflektometers definierte Koordinatensystem;
– Bestimmen der Position der mindestens einen weiteren Markierung in Bezug
auf das durch die Freiheitsgrade des Reflektometers definierte Koordinatensystem;
– Bestimmen der Position eines beliebigen Punktes auf der reflektiven Fläche
in Bezug auf das durch die Freiheitsgrade des Reflektometers definierte Koordinatensystem
auf der Basis der zuvor bestimmten Koordinaten der Markierungen;
– Messen der Reflektivität und/oder einer Sekundärstrahlung
an dem beliebigen Punkt auf der reflektiven Fläche unter Einfluss eingestrahlter
Strahlung im extremen ultravioletten bis weichen Röntgenwellenlängenbereich.Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass als
Sekundärstrahlung die Photoemission gemessen wird.Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
dass der beliebige Punkt so gewählt wird, dass er unter Annahme einer die beiden
Markierungen, deren Position bestimmt wurde, verbindenden Gerade auf einem vorbestimmten
Bruchteil der Entfernung zwischen beiden Markierungen, deren Position bestimmt wurde,
auf dieser Geraden liegt.Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiterer
beliebiger Punkt gewählt wird, wobei dieser unter Annahme einer eine der beiden
Markierungen, deren Position bestimmt wurde, und den beliebigen Punkt verbindenden
Gerade auf einem vorbestimmten Bruchteil der Entfernung zwischen der einen Markierung,
deren Position bestimmt wurde, und dem beliebigen Punkt auf dieser Geraden liegt.Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
dass am beliebigen Punkt auf der reflektiven Fläche bei einer vorbestimmten
Wellenlänge der Einfallswinkel für eine vorbestimmte Intensitätsverteilung
gemessen wird.Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl
beliebiger Punkte auf der reflektiven Fläche gewählt wird, an jedem gewählten
beliebigen Punkt bei einer vorbestimmten Wellenlänge der Einfallswinkel für
eine vorbestimmte Intensitätsverteilung gemessen wird und durch Berechnung
der Arcustangensfunktion der Einfallswinkel für diese vorbestimmte Intensitätsverteilung
die erste Ableitung der Phasenfläche des reflektiven optischen Elements im
eingestrahlten Wellenlängenbereich ermittelt wird.Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 17, dadurch gekennzeichnet,
dass ein Reflektometer verwendet wird, dass mindestens drei Freiheitsgrade aufweist,
von denen zwei eine Ebene definieren und der dritte Freiheitsgrad eine Koordinate
im wesentlichen senkrecht zu dieser Ebene definiert, und dass am beliebigen Punkt
auf der reflektiven Fläche bei einer vorbestimmten Wellenlänge die Position
in Bezug auf die Koordinate senkrecht zur Ebene für eine vorbestimmte Intensitätsverteilung
gemessen wird.Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl
beliebiger Punkte auf der reflektiven Fläche gewählt wird und an jedem
gewählten beliebigen Punkt bei einer vorbestimmten Wellenlänge die Position
in Bezug auf die Koordinate senkrecht zur Ebene für eine vorbestimmte Intensitätsverteilung
gemessen wird, um die Phasenfläche des reflektiven optischen Elements im eingestrahlten
Wellenlängenbereich zu ermitteln.Verfahren nach Anspruch 17 oder 19, wobei ein reflektives optisches
Element, dessen reflektive Fläche durch eine Multilayerstruktur mit einer Deckschicht
gebildet wird, charakterisiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass die reflektive
Fläche im gereinigten Zustand mit Strahlung im sichtbaren Wellenlängenbereich
vermessen wird und durch Differenzbildung mit der Phasenfläche die effektive
optische Dicke der Deckschicht ermittelt wird.Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 20, wobei ein reflektives
optisches Element, dessen reflektive Fläche durch ein Multilayerstruktur mit
einer Deckschicht gebildet wird, charakterisiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass
eine Vielzahl beliebiger Punkte auf der reflektiven Fläche gewählt wird
und an jedem gewählten beliebigen Punkt die Photoemission gemessen wird, um
die effektive optische Dicke der Deckschicht zu ermitteln.Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass durch Vergleich
der gemessenen Photoemission mit berechneten Photoemissionen das Material der Deckschicht
ermittelt wird.Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 22, dadurch gekennzeichnet,
dass es innerhalb einer EUV-Lithographievorrichtung durchgeführt wird.Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 23, dadurch gekennzeichnet,
dass eine Vielzahl beliebiger Punkte auf der reflektiven Fläche gewählt
wird, an denen die Reflektivität gemessen wird, um den Reflektivitätsverlauf
über die reflektive Fläche zu ermitteln.Verfahren zur Charakterisierung eines reflektiven optischen Elements
für den extremen ultravioletten und weichen Röntgenwellenlängenbereich,
insbesondere zur Verwendung in EUV-Lithographievorrichtungen, mit einer reflektiven
Fläche, wobei dieses Verfahren die Schritte aufweist:
– Aufbringen von mindestens zwei Markierungen auf der reflektiven Fläche
des reflektiven optischen Elements;
– Vermessen der Position der Markierungen auf der reflektiven Fläche;
– Anordnen des reflektiven optischen Elements in ein Reflektometer mit mindestens
zwei Freiheitsgraden;
– Bestimmen der Position einer der Markierungen in Bezug auf das durch die
Freiheitsgrade des Reflektometers definierte Koordinatensystem;
– Bestimmen der Position der mindestens einen weiteren
Markierung in Bezug auf das durch die Freiheitsgrade des Reflektometers definierte
Koordinatensystem;
– Bestimmen der Position eines beliebigen Punktes auf der reflektiven Fläche
in Bezug auf das durch die Freiheitsgrade des Reflektometers definierte Koordinatensystem
auf der Basis der zuvor bestimmten Koordinaten der Markierungen;
– Messen der Reflektivität an dem beliebigen Punkt auf der reflektiven
Fläche unter Einfluss eingestrahlter Strahlung im extremen ultravioletten bis
weichen Röntgenwellenlängenbereich;
– Wiederholen der letzten zwei Schritte bis der Reflektivitätsverlauf
über die reflektive Fläche ermittelt ist.Verfahren zur Herstellung eines Spiegels für den extremen ultravioletten
Wellenlängenbereich mit den Schritten:
– Aufbringen einer Beschichtung mit Multilayerstruktur auf ein Substrat zur
Bildung einer reflektiven Fläche;
– Aufbringen von mindestens zwei Markierungen auf der reflektiven Fläche;
– Ermitteln des Reflektivitätsverlaufs über die reflektive Fläche
mit dem Verfahren gemäß Anspruch 24 oder 25;
– Vergleich des ermittelten Reflektivitätsverlaufs mit einem unter Berücksichtigung
der Multilayerstruktur der aufgebrachten Beschichtung berechneten Reflektivitätsverlauf;
und
– im Falle von wesentlichen Abweichungen des ermittelten Reflektivitätsverlaufs
von dem berechneten Reflektivitätsverlauf, Nachbearbeiten der Beschichtung
und erneutes Ermitteln des Reflektivitätsverlaufs bis der ermittelte Reflektivitätsverlauf
im wesentlichen mit dem berechneten Reflektivitätsverlauf übereinstimmt.Objektiv für den extremen ultravioletten Wellenlängenbereich
mit einem reflektiven optischen Element gemäß den Ansprüchen 1 bis
10.Objektiv für den extremen ultravioletten Wellenlängenbereich
mit einem nach dem Verfahren gemäß Anspruch 26 hergestelltem Spiegel.