Stand der Technik
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kfz-Relais mit einem Gehäuse.
In einem Kraftfahrzeug kommen in der Regel Relais zum Einsatz, die
eine Last- und Steuerkreiskombination oder zwei Last- und Steuerkreiskombinationen
enthalten. Für bestimmte Anwendungen, wie z. B. Motor an Steuerungen, müssen
zwei Motoren mit drei unabhängigen Steuer- und Lastkreisen geschaltet werden.
Hierfür kommt ein Doppelrelais, d.h. ein Relais mit zwei voneinander unabhängigen
Last- und Steuerkreiskombinationen, und ein Einzelrelais, d.h. ein Relais mit einer
Last- und Steuerkreiskombination, zum Einsatz, die jeweils im Lastkreis Wechselkontakte,
d.h. zwei feststehende Kontakte und einen Wechsler, der zwischen diesen beiden feststehenden
Kontakten hin- und hergeschaltet werden kann, aufweisen. Eine solche Anordnung eines
Doppelrelais mit einem Gehäuse 13 und eines Einzelrelais mit einem
Gehäuse 14 ist schematisch in der 3 gezeigt.
Vorteile der Erfindung
Das erfindungsgemäße Kfz-Relais mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 weist dem gegenüber den Vorteil auf, dass Bauraum reduziert wird und Kosten
eingespart werden. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass das
Kfz-Relais innerhalb des Gehäuses eine Anordnung von drei oder mehr Last- und
Steuerkreiskombinationen aufweist. Es ist also erfindungsgemäß nicht mehr
notwendig, mehrere Relais mit demzufolge mehreren Gehäusen einzusetzen, sondern
durch die Anordnung der voneinander unabhängig oder abhängig verschalteten
Last- und Steuerkreiskombinationen innerhalb von einem Gehäuse können
die Kosten für zusätzliche Gehäuse eingespart werden und es besteht
die Möglichkeit, die einzelnen Last- und Steuerkreiskombinationen dichter nebeneinander
anzuordnen, wodurch Bauraum reduziert wird.
Die Unteransprüche zeigen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen
der erfindungsgemäßen Lösung.
Bevorzugt besteht jede Last- und Steuerkreiskombination aus einem
Einzelrelais mit Wechselkontakt oder Schaltkontakt.
Besonders bevorzugt sind alle internen Relaiskontakte, die bei einem
Einsatz des Relais im Kfz ein gleiches Potenzial aufweisen, innerhalb des Gehäuses
zu einer jeweiligen Kontaktgruppe verschaltet, wobei für jede solche Kontaktgruppe
nur ein aus dem Gehäuse führender Anschlussgin vorgesehen ist. Durch eine
solche interne Verbindung gleichen Potenzials kann gegenüber der Ausführung
von Einzelrelais die Anzahl der Pins, d.h. der Anschlussstifte, des Relais reduziert
werden.
Weiter bevorzugt ist jeweils ein erster feststehender Kontakt jedes
Lastkreises innerhalb des Gehäuses mit einem ersten aus dem Gehäuse führenden
Lastanschlusspin verbunden, jeweils ein zweiter feststehender Kontakt jedes Lastkreises
innerhalb des Gehäuses mit einem zweiten aus dem Gehäuse führenden
Lastanschlusspin verbunden und ein Wechselkontakt jedes Lastkreises innerhalb des
Gehäuses mit einem eigenen aus dem Gehäuse führenden Lastanschlusspin
verbunden. Hierdurch weist das erfindungsgemäße Kfz-Relais für die
Lastkreise lediglich eine Anzahl von n + 2 Lastanschlusspins auf, wobei n die Anzahl
der Lastkreise ist.
Erfindungsgemäß ist bevorzugt, dass jeweils ein erster Anschluss
jedes Steuerkreises innerhalb des Gehäuses mit einem ersten aus dem Gehäuse
führenden Steueranschlusspin verbunden ist und dass ein zweiter Anschluss jedes
Steuerkreises innerhalb des Gehäuses mit einem eigenen aus dem Gehäuse
führenden Steueranschluss verbunden ist. In diesem Fall weist das erfindungsgemäße
Kfz-Relais für die Steuerkreise eine Anzahl von n + 1 Anschlusspins auf, wobei
n die Anzahl der Steuerkreise ist.
Weiter bevorzugt ist der erste Steueranschlusspin mit dem ersten oder
dem zweiten Lastanschlusspin zusammengefasst. Dadurch weist das erfindungsgemäße
Kfz-Relais insgesamt eine Anzahl von 2n + 2 Anschlussgins auf, wobei n die Anzahl
von Last- und Steuerkreiskombinationen ist.
Erfindungsgemäß ist bevorzugt, dass die Lastkreise von den
Steuerkreisen galvanisch getrennt sind.
Zeichnung
Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung
unter Bezugnahme auf die begleitende Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung ist:
1 eine schematische Ansicht eines 3-fach-Relais nach
der Erfindung,
2 eine detaillierte Prinzipdarstellung eines erfindungsgemäßen
3-fach-Relais mit zwei angeschlossenen Motoren, und
3 eine schematische Darstellung einer Kombination von
Doppelrelais und Einzelrelais nach dem Stand der Technik.
Ausführungsformen der Erfindung
Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die 1
und 2 ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen Kfz-Relais beschrieben.
1 zeigt eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen
3-fach-Relais mit einem Gehäuse 1 und drei voneinander unabhängigen
Last- und Steuerkreiskombinationen, die innerhalb des Gehäuses 1 angeordnet
sind. Eine erste Last- und Steuerkreiskombination umfasst als Steuerkreis eine Spule
2a und als Lastkreis einen Wechsler 2b, eine zweite Last- und
Steuerkreiskombination umfasst als Steuerkreis eine Spule 2c und als Lastkreis
einen Wechsler 2d und eine dritte Last- und Steuerkreiskombination umfasst
als Steuerkreis eine Spule 2e und als Lastkreis einen Wechsler
2f.
Das in 1 schematisch gezeigte 3-fach-Relais
ist in 2 detaillierter dargestellt, hier insbesondere
mit einer bevorzugten internen Verschaltung, wobei ebenfalls zwei an die Lastkreise
angeschlossenen Motoren 11 und 12 gezeigt sind.
Es ist ersichtlich, dass das Gehäuse 1 einen ersten
Lastkreisanschlusspin 3 aufweist, der jeweils mit einem ersten feststehenden
Kontakt 2b1, 2d1, 2f1 der Wechsler 2b,
2d, 2f verbunden ist. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel
ist der erste Lastkreisanschlusspin 3 mit der Betriebsspannung des Kfz,
d.h. mit + 12V verbunden. Weiter ist ein zweiter Lastkreisanschlusspin
4, über den hier das Relais mit Masse GND verbunden wird, jeweils
mit einem zweiten feststehenden Kontakt 2b2, 2d2, 2f2
der Wechsler 2b, 2d, 2f verbunden. Die Wechselkontakte
2b3, 2d3, 2f3 der Wechsler 2b, 2d,
2f sind jeweils mit einem eigenen aus dem Gehäuse führenden Lastanschlusspin
5, 6, 7 verbunden. Zwischen den mit dem Wechselkontakt
2b3 des Wechslers 2b verbundenen Lastanschlusspin 5 und
den mit dem Wechselkontakt 2d3 des Wechslers 2d verbundenen Lastanschlusspin
6 ist ein erster Motor 11 geschaltet und zwischen den mit dem
Wechselkontakt 2d3 des Wechslers 2d verbundenen Lastanschlusspin
6 und den mit dem Wechselkontakt 2f3 des Wechslers 2f
verbundenen Lastanschlusspin 7 ist ein zweiter Motor 12 geschaltet.
Wie im Zusammenhang mit der 1 beschrieben,
ist dem Wechsler 2b die Spule 2a, dem Wechsler 2d die
Spule 2c und dem Wechsler 2f die Spule 2e zugeordnet.
Durch eine Ansteuerung der jeweiligen Spule wird der jeweilige Wechselkontakt umgeschaltet.
Ein erster Anschluss 2a1, 2c1, 2e1 der jeweiligen Spulen
2a, 2c, 2e ist mit einem ersten Steueranschlusspin verbunden,
der hier mit dem zweiten Lastanschlusspin 4 integriert ausgebildet ist,
d.h. es ist kein zusätzlicher erster Steueranschlusspin vorgesehen. Ein jeweiliger
zweiter Anschluss 2a2, 2c2, 2e2 der jeweiligen Spulen
2a, 2c, 2e ist mit einem eigenen aus dem Gehäuse
führenden Steueranschlusspin 8, 9, 10 verbunden.
Da der jeweilige Anschluss 2a1, 2c1, 2e1 der jeweiligen
Spule 2a, 2c, 2e über den ersten Steueranschlusspin
bzw. hier den zweiten Lastanschlusspin 4 mit Masse GND verbunden ist, wird
ein jeweiliger Wechselkontakt 2b3, 2d3, 2f3 durch das
Anlegen einer Spannung an den jeweiligen der jeweiligen Spule zugeordneten aus dem
Gehäuse führenden Steueranschluss 8, 9, 10
umgeschaltet. Hierdurch können bei obiger Beschaltung der Stillstand bzw. der
Betrieb und die Drehrichtung des ersten Motors 11 und des zweiten Motors
12 durch entsprechende Ansteuerung der Relais 2a, 2c,
2e, bestimmt werden.