Gebiet der vorliegenden Erfindung
Im Allgemeinen betrifft die vorliegende Erfindung das Gebiet der Herstellung
integrierter Schaltungen und betrifft insbesondere die Strukturierung von Leitungen,
etwa von Gateelektroden, von Feldeffekttransistorbauelementen auf der Grundlage
einer Maskenschicht, etwa einer Lackmaske.
Beschreibung des Stands der Technik
In modernen integrierten Schaltungen mit äußerst hoher Packungsdichte
werden die Bauteilstrukturen ständig verkleinert, um das Leistungsvermögen
und die Funktion zu verbessern. Ein wichtiges Schaltungselement in komplexen integrierten
Schaltungen ist ein Feldeffekttransistor, der eine Komponente repräsentiert,
die ein Kanalgebiet aufweist, dessen Leitfähigkeit durch ein elektrisches Feld
gesteuert werden kann, das durch Anlegen einer Steuerspannung an die Gateelektrode
erzeugt wird, die in der Nähe des Kanalgebiets ausgebildet und davon durch
eine Gateisolationsschicht getrennt ist. Das Kanalgebiet wird im Allgemeinen durch
entsprechende pn-Übergänge definiert, die durch eine Grenzfläche
stark dotierter Drain- und Source-Gebiete und einem invers dotierten Gebiet definiert
sind, das zwischen dem Draingebiet und dem Sourcegebiet angeordnet ist. Wichtige
Eigenschaften für das Leistungsverhalten einer integrierten Schaltung sind
u. a. die Schaltgeschwindigkeit der einzelnen Transistorelemente und das Durchlassstromvermögen.
Somit ist ein wichtiger Aspekt zum Erhalten einer hohen Transistorleistung die Reduzierung
des Gesamtwiderstandes des Stromweges, der durch das Kanalgebiet, dem Widerstand
der Drain- und Sourcegebiete und der entsprechenden Kontakte, die den Transistor
mit den peripheren Bereichen verbinden, etwa anderen Transistoren, Kondensatoren,
und dergleichen, definiert ist. Die Reduzierung der Kanallänge liefert somit
einen geringeren Widerstand des Kanalgebiets und bietet auch die Möglichkeit,
die Packungsdichte der integrierten Schaltung zu vergrößern. Beim Verringern
der Transistorabmessungen wird auch die Transistorbreite typischerweise im Hinblick
auf die Packungsdichte und die Schaltgeschwindigkeit reduziert, was jedoch zu einer
Verringerung des Durchlassstromvermögens führt. Es ist daher von großer
Wichtigkeit, den Reihenwiderstand eines Transistors für gegebene Entwurfsabmessungen
möglichst stark zu verringern, um damit ein moderat hohes Durchlassstromvermögen
mit einer erhöhten Schaltgeschwindigkeit für modernste Logikschaltungen
zu kombinieren.
Wie zuvor erläutert ist, sind die Kanallänge und die Kanalbreite
kritische Parameter für das Leistungsverhalten eines speziellen Feldeffekttransistors.
Mit Bezug zu den 1a bis 1c
wird ein typischer konventioneller Prozessablauf nunmehr detailliert beschrieben,
um deutlicher die Probleme zu zeigen, die mit der Strukturierung einer Gateelektrode
äußerst moderner Transistorelemente verknüpft sind.
1a zeigt schematisch ein Halbleiterbauelement
100 in einer Draufsicht, das ein Substrat 101 aufweist, auf dem
ein geeignetes Halbleitermaterial, etwa Silizium und dergleichen ausgebildet ist.
Eine Grabenisolationsstruktur 102 ist in dem Substrat 101 ausgebildet,
d. h. in der entsprechenden Halbleiterschicht, um damit ein erstes aktives Halbleitergebiet
110 und ein zweites aktives Halbleitergebiet 120 zu definieren.
Es sollte beachtet werden, dass der Begriff „aktives Halbleitergebiet" so
zu verstehen ist, dass dieser einen Halbleiterbereich mit gewissen Dotiermitteln
beschreibt, zumindest in gewissen Bereichen des aktiven Gebiets, um damit die gewünschte
Leitfähigkeit des Gebiets bereitzustellen. Das erste und das zweite aktive
Halbleitergebiet 110, 120 können im Wesentlichen einen entsprechenden
Halbleiterbereich repräsentieren, in welchem Drain- und Sourcegebiete sowie
ein Kanalgebiet eines Transistors ausgebildet sind oder ausgebildet werden. Des
weiteren ist eine erste Gateelektrode 111 über dem ersten aktiven
Halbleitergebiet 110 ausgebildet und erstreckt sich zumindest entsprechend
den Entwurfserfordernissen mit einem Endbereich 111e über die Grabenisolation
102 hinaus. In ähnlicher Weise ist eine zweite Gateelektrode
121 über dem zweiten aktiven Halbleitergebiet 120 ausgebildet
und erstreckt sich mit einem entsprechenden Endbereich 121e teilweise über
die Grabenisolation 102.
1b zeigt schematisch eine Querschnittsansicht, wie
dies in 1a angegeben ist, des Halbleiterbauelements
100 während eines frühen Fertigungsstadiums zur Herstellung der
ersten und der zweiten Gateelektrode 111, 121. Wie dargestellt,
umfasst das Bauelement 100 die Grabenisolation 102, die die entsprechenden
aktiven Gebiete 110 und 120 trennt. Ferner ist ein Gateelektrodenmaterial
103 über den Gebieten 110, 120 und der Grabenisolation
102 ausgebildet, wobei eine Gateisolationsschicht 104 zwischen
dem Gateelektrodenmaterial 103 und den entsprechenden aktiven Gebieten
110, 120 vorgesehen ist. Ferner können in dieser Fertigungsphase
entsprechende Lackstrukturelemente 115 und 125 über dem ersten
und dem zweiten aktiven Gebiet 110 bzw. 120 ausgebildet sein,
wobei die entsprechenden Lackstrukturelemente 115, 125 entsprechend
einem Abstand 130 getrennt sind. Des weiteren ist, wie dargestellt ist,
eine antireflektierende Beschichtung (ARC) 106 zwischen dem Gateelektrodenmaterial
103 und den entsprechenden Lackstrukturelementen 115,
125 vorgesehen. Es sollte beachtet werden, dass in der in 1b
gezeigten Fertigungsphase die Lackstrukturelemente 115, 125 ähnlich
zu den entsprechenden Gateelektroden 111, 121
sind, die aus dem Gateelektrodenmaterial 103 herzustellen sind, wobei jedoch
die entsprechenden lateralen Abmessungen deutlich größer sein können
im Vergleich zu den tatsächlichen Entwurfsabmessungen der Gateelektroden
111, 121. D. h., typischerweise werden Gateelektroden und viele
andere Komponenten von Transistorelementen auf der Grundlage von Photolithographieverfahren
strukturiert, in denen ein entsprechendes Muster von einem Retikel in eine Lackschicht
abgebildet wird, die dann entwickelt und als eine Ätzmaske für das nachfolgende
Strukturieren eines darunter liegenden Materials verwendet wird. In anspruchsvollen
Anwendungen ist typischerweise die Auflösung des Photolithographieprozesses
deutlich geringer im Vergleich zu den eigentlichen Sollabmessungen kritischer Strukturelemente,
etwa der Gateelektroden 111, 121. Beispielsweise liegt in äußerst
anspruchsvollen Photolithographieverfahren eine tatsächliche Abmessung beispielsweise
eine Breite eines Leitungsstrukturelements im Bereich von ungefähr 90 bis 100
nm, während die eigentliche Sollabmessung für ein entsprechend strukturiertes
Leitungsstrukturelement 60 nm oder sogar weniger beträgt. Folglich ist eine
weitere Reduzierung der Größe der Lackstrukturelemente 115,
125 erforderlich, wie dies nachfolgend erläutert ist.
Ein typischer Prozessablauf zur Herstellung des Halbleiterbauelements
100, wie es in 1b gezeigt ist, kann die folgenden
Prozesse umfassen. Nach der Herstellung der entsprechenden Grabenisolationen
102 auf der Grundlage gut etablierter Photolithographie-, Ätz-, Abscheide-
und Einebungstechniken wird die Gateisolationsschicht 104 auf der Grundlage
etablierter Oxidations- und/oder Abscheideprozesse hergestellt. Beispielsweise sind
Siliziumdioxid möglicherweise in Verbindung mit Siliziumnitrid, häufig
eingesetzt dielektrische Materialien für moderne Feldeffekttransistoren, wobei
eine Dicke im Bereich von ungefähr 1,5 bis 5,0 oder mehr Nanometer liegen kann,
abhängig von den Entwurfs- und Bauteilerfordernissen. Danach wird das Gateelektrodenmaterial
103, das typischerweise Polysilizium ist, auf der Grundlage gut etablierter
CVD-(chemische Dampfabscheide-)Verfahren bei geringem Druck abgeschieden, wobei
eine Dicke des Materials 103 im Bereich von 80 bis 150 nm für Bauelemente
mit den oben spezifizierten kritischen Abmessungen liegt. Danach wird die ARC-Schicht
106 beispielsweise durch gut etablierte plasmaunterstützte oder thermische
CVD-Verfahren aufgebracht, woran sich das Abscheiden eines geeigneten Lackmaterials
anschließt, das auf der Grundlage der Belichtungswellenlänge ausgewählt
wird, die während des nachfolgenden photolithographischen Prozesses angewendet
wird. Als nächstes wird das Lackmaterial gemäß gut etablierter Rezepte
behandelt und belichtet, um ein entsprechendes Belichtungsmuster in der Lackschicht
zu bilden, das im Wesentlichen den entsprechenden Schaltungsstrukturelementen, die
in der Schicht 103 herzustellen sind, mit Ausnahme der lateralen Abmessungen
entspricht. Nach dem photolithographischen Prozess, der zusätzliche Ausbacksschritte
und andere der Belichtung nachgeordnete Prozessschritte aufweisen kann, wird das
Halbleiterbauelement 100, wie es in 1b gezeigt
ist, einem weiteren Reduzierungsprozess unterzogen, um die Größe der Lackstrukturelemente
115, 125 zu verringern, die sich aus dem vorhergehenden Photolithographieprozess
ergeben.
1c zeigt schematisch das Halbleiterbauelement
100 während eines Lackreduzierungsprozesses 107, der gestaltet
ist, um die lateralen Abmessungen der Lackstrukturelemente 115,
125 gemäß den Prozesserfordernissen so zu verringern, dass die
reduzierten Strukturelemente 115r, 125r erhalten werden, die dann
als Ätzmasken für das Strukturieren des Gateelektrodenmaterials
103 dienen können. Der Reduzierungsprozess 107 ist als ein
isotroper Ätzprozess gestaltet, beispielsweise auf der Grundlage von Sauerstoff
mit mehreren Halogeniden und/oder Fluor, da Sauerstoff für ein äußerst
isotropes Verhalten bei einer Vielzahl von Polymermaterialien sorgt. Somit werden
die Länge und die Breite und auf Grund des isotropen Verhaltens des Prozesses
107 auch die Höhe der anfänglichen Strukturelemente
115, 125 deutlich reduziert, um die gewünschten Sollwerte
für die Länge und die Breite der reduzierten Strukturelemente
115r, 125r zu erhalten. Somit wird während des Reduzierungsprozesses
107 auch der anfängliche Abstand 130 deutlich erhöht,
wie dies durch 130r angedeutet ist. Es sollte beachtet werden, dass die
Transistorbereitenrichtung in 1c der horizontalen Richtung
entspricht, die als W angegeben ist, während die Transistorlängenrichtung
im Wesentlichen senkrecht zur Zeichenebene in 1c orientiert
ist. Somit repräsentiert eine Zunahme des Abstands 130r eine Verringerung
der Breite der entsprechenden Strukturelemente 115r, 125r, und
eine Verringerung der Größe in der Richtung senkrecht zur Zeichenebene
entspricht einer Reduzierung der Gatelänge.
Nach dem Lackreduzierprozess 107 kann ein anisotroper Ätzprozess
ausgeführt werden, um die Größe und die Form der Lackstrukturelemente
115r, 125r in die darunter liegenden Schichten 106 und
103 zu übertragen. Wenn beispielsweise Polysilizium verwendet wird,
wird ein plasmagestützter Ätzprozess unter Anwendung von Chlor, Wasserstoffbromid
und Sauerstoff als reaktive Gase eingesetzt. Abhängig von den Eigenschaften
des entsprechenden Ätzprozesses kann eine weitere Reduzierung der Größe
der Lackstruturelemente 115, 125 resultieren und kann daher auch
die Ätzgenauigkeit verringern, was möglicherweise zu einer geringen Überlappung
der entsprechenden Gateelektroden und der Grabenisolation 102 führt,
was im Hinblick auf das Transistorleistungsverhalten unerwünscht
ist.
1d zeigt schematisch das Halbleiterbauelement
100 nach dem entsprechenden anisotropen Ätzprozess, wodurch die erste
und die zweite Gateelektrode 111, 121 gebildet werden. Bekanntlich
kann die Gateelektrode eines Feldeffekttransistors die Leitfähigkeit eines
entsprechenden Kanalgebiets 113, 123 steuern, das sich unter der
Gateisolationsschicht 104 beim Anlegen einer geeigneten Steuerspannung
an die entsprechende Gateelektrode 111, 121 ausbildet. In der
Querschnittsansicht ist die Fließrichtung der Ladungsträger innerhalb
der Kanalgebiete 113, 123 im Wesentlichen senkrecht zur Zeichenebene,
während die horizontale Ausdehnung der entsprechenden Kanalgebiete
113, 123 der Breite der entsprechenden Kanäle entspricht.
Somit wird für eine spezifizierte Kanallänge für ansonsten identische
Transistorkonfigurationen eine größere Kanalbreite zu einem erhöhten
Durchlassstromvermögen führen. Daher ist es für eine gegebene Transistorkonfiguration
zur Optimierung des Transistorleistungsverhaltens wichtig, das verfügbare Kanalgebiet
im Wesentlichen vollständig „zu verwenden", wozu ein geeignetes elektrisches
Feld auch an den Randgebieten 124, 114 der entsprechenden Kanalgebiete
113, 123 erforderlich ist. Wie anschaulich in 1d
gezeigt ist, kann die Gateelektrode 121 auf Grund von Toleranzen während
des vorhergehenden Strukturierungsprozesses im Wesentlichen keinen Überlapp
mit dem Randgebiet 124 aufweisen, während die Gateelektrode
111 eine geeignete Überlappung mit dem Isolationsgraben
102 aufweist, was vorteilhaft im Hinblick auf das Erzeugen eines geeigneten
elektrischen Feldes an dem Randgebiet 114 sein kann. Folglich ist während
des Betriebs im Wesentlichen der gesamte Kanal 113 einschließlich
des Randgebiets 114 für den Ladungsträgertransport verfügbar,
während ein ausreichendes elektrisches Feld für das Aufbauen eines leitenden
Kanals an dem Randgebiet 124 in dem Kanalgebiet 123 reduziert
ist. Folglich kann sich ein reduziertes Transistorleistungsverhalten aus einer nicht
überlappenden Gateelektrode ergeben. Wie in 1c
gezeigt ist, ist die Verringerung des anfänglichen Abstands 130, was
vorteilhaft sein kann im Hinblick auf das Transistorleistungsverhalten, in dem konventionellen
Prozessablauf wenig wünschenswert, da der Lackreduzierprozess 107
dann zu entsprechenden Lackresten in dem Zwischenraum 130r führen
kann, was sich wiederum in entsprechenden Resten des Polysiliziummaterials
103 auswirken kann, wodurch möglicherweise ein Kurzschluss zwischen
den Gateelektroden 111 und 121 hervorgerufen wird. Folglich wird
in dem konventionellen Gatestrukturierungsprozess, wie er zuvor beschrieben ist,
ein Kompromiss zwischen einem gewünschten Überlapp der Gateelektrode mit
der Isolationsstruktur und dem Vermeiden von Kurzschlüssen zwischen benachbarten
Endbereichen gemacht, die auch als Endkappen unterschiedlicher Gateelektroden bezeichnet
werden.
Angesichts der obigen Situation besteht ein Bedarf für eine Technik
zum Strukturieren von Gateelektroden, wobei ein oder mehrere der oben erkannten
Probleme vermieden oder zumindest in ihrer Auswirkung reduziert werden.
Überblick über die Erfindung
Im Allgemeinen betrifft die vorliegende Erfindung eine Technik, die
das Strukturieren von Halbleiterleitungen, etwa Gateelektroden, mit erhöhter
Effizienz ermöglicht, indem das Profil eines Endbereichs eines Maskenstrukturelements
verbessert wird, das über einer Isolationsstruktur ausgebildet wird. Auf der
Grundlage des verbesserten Profils des Maskenstrukturelements können entsprechende
Endbereiche der Halbleiterleitung, beispielsweise der Gateelektrode, mit erhöhter
Formtreue strukturiert werden, wodurch die Möglichkeit für eine weitere
Bauteilgrößenreduzierung geschaffen wird, ohne dass das Transistorleistungsverhalten
auf Grund einer fehljustierten Gateelektrode oder eines Kurzschlusses zwischen gegenüberliegenden
Enden der Gateelektrode verringert wird. Die Verbesserung des Profils entsprechender
Endbereiche eines Maskenstrukturelements kann erreicht werden, indem die Schräge
bzw. Verjüngung der entsprechenden Maskenstrukturelemente, wie sie typischerweise
in dem konventionellen Lackreduzierprozess angetroffen wird, so verringert wird,
dass ein reduzierter Abstand zwischen entsprechenden Endbereichen als Sollwert angewendet
wird, ohne dass im Wesentlichen die Wahrscheinlichkeit zum Erzeugen entsprechender
Kurzschlüsse erhöht wird.
Gemäß einer anschaulichen Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung umfasst ein Verfahren das Bilden eines Maskenstrukturelements über
einem ersten aktiven Halbleitergebiet und einem Bereich einer Isolationsstruktur,
die das erste aktive Halbleitergebiet von einem zweiten aktiven Halbleitergebiet
trennt. Des weiteren wird die Verjüngung eines Endbereichs des Maskenstrukturelements
verringert und nachfolgend werden die lateralen Abmessungen des Maskenstrukturelements
reduziert, um ein reduziertes Maskenstrukturelement zu bilden. Schließlich
wird eine Materialschicht, die über dem Maskenstrukturelement ausgebildet ist,
auf der Grundlage des reduzierten Maskenstrukturelements strukturiert.
Gemäß einer weiteren anschaulichen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfasst ein Verfahren das Bilden eines Endbereichs eines
ersten Maskenstrukturelements und eines Endbereichs eines zweiten Maskenstrukturelements
über einer Isolationsstruktur eines Halbleiterbauelements. Das Verfahren umfasst
ferner das Ausführen eines anisotropen Modifizierungsprozesses
zum Modifizieren eines Profils der Endbereiche des ersten und des zweiten Maskenstrukturelements.
Schließlich wird eine laterale Abmessung des ersten und des zweiten Maskenstrukturelements
auf einen spezifizierten Sollwert eingestellt.
Gemäß einer noch weiteren anschaulichen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfasst ein Halbleiterbauelement eine Isolationsstruktur,
die in einer Halbleiterschicht ausgebildet ist, wobei die Isolationsstruktur ein
erstes aktives Halbleitergebiet und ein zweites aktives Halbleitergebiet trennt,
die in der Halbleiterschicht ausgebildet sind. Ferner ist eine erste Gateelektrode
über dem ersten aktiven Halbleitergebiet ausgebildet und besitzt einen ersten
Endbereich, der über der Isolationsstruktur gebildet ist. Des weiteren ist
eine zweite Gateelektrode über dem zweiten aktiven Halbleitergebiet gebildet
und besitzt einen zweiten Endbereich, der über der Isolationsstruktur gebildet
ist, wobei der erste und der zweite Endbereich einander zugewandt sind und einen
Abstand dazwischen definieren, wobei der Abstand kleiner ist als ungefähr eine
Länge der ersten und der zweiten Gateelektrode.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Weitere Vorteile, Aufgaben und Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung sind in den angefügten Patentansprüchen definiert und gehen
deutlicher aus der folgenden detaillierten Beschreibung hervor, wenn diese mit Bezug
zu den begleitenden Zeichnungen studiert wird, in denen:
1a schematisch eine Draufsicht eines konventionellen
modernen Halbleiterbauelements mit einem ersten und einem zweiten Transistorgebiet
und entsprechenden Gateelektroden mit gegenüberliegenden Endbereichen an oder
in der Nähe eines Isolationsgrabens zeigt;
1b bis 1d schematisch
Querschnittsansichten entlang der Transistorbreitenrichtung während diverser
Fertigungsphasen des Bauelements aus 1 gemäß einem konventionellen
Prozessablauf zeigen;
2a bis 2d schematisch
Querschnittsansichten entlang der Transistorbreitenrichtung während diverser
Fertigungsphasen zum anisotropen Modifizieren einer Lackmaske zur Strukturierung
von Gateelektroden gemäß anschaulicher Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung zeigen;
3a und 3b schematisch
Querschnittsansichten eines Halbleiterbauelements während der Strukturierung
von Gateelektroden in einem anisotropen Modifizierungsprozess durch Abdecken eines
Abstand zwischen gegenüberliegenden Lackstrukturelementen gemäß noch
weiterer anschaulicher Ausführungsformen zeigen;
4a bis 4f schematisch
Querschnittsansichten eines Halbleiterbauelements während diverser Fertigungsphasen
bei der Strukturierung von Gateelektroden zeigen, wobei eine Hartmaskenschicht anisotrop
zur Verbesserung des Profils von Endkappen von Gateelektroden gemäß weiterer
anschaulicher Ausführungsformen modifiziert wird; und
5a bis 5c schematisch
Querschnittsansichten eines Halbleiterbauelements während des Strukturierens
von Gateelektroden zeigen, wobei ein Isolationsgraben vertieft wird, um in selektiver
Weise die optischen Eigenschaften gemäß noch weiterer anschaulicher Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung zu modifizieren.
Detaillierte Beschreibung
Obwohl die vorliegende Erfindung mit Bezug zu den Ausführungsformen
beschrieben ist, wie sie in der folgenden detaillierten Beschreibung sowie in den
Zeichnungen dargestellt sind, sollen die detaillierte Beschreibung und die Zeichnungen
die vorliegende Erfindung nicht auf die speziellen offenbarten Ausführungsformen
einschränken, sondern die beschriebenen Ausführungsformen stellen lediglich
beispielhaft die diversen Aspekte der vorliegenden Erfindung dar, deren Schutzbereich
durch die angefügten Patentansprüche definiert ist.
Im Allgemeinen betrifft die vorliegende Erfindung eine Technik zum
Strukturieren von Gateelektroden oder anderen Halbleiterleitungen, die teilweise
über entsprechenden Isolationsstrukturen ausgebildet sind, wobei gegenüberliegende
Endbereiche, die auch als Endkappen bezeichnet werden, präziser so positioniert
werden können, dass diese eine zuverlässige Überlappung mit den Isolationsstrukturen
aufweisen, wodurch Prozesstoleranzen während des Strukturierungsprozesses deutlich
reduziert werden. Folglich sorgt die zuverlässig Überlappung der Endbereiche
der Gateelektroden für ein verbessertes Transistorleitungsverhalten, während
die geringeren Prozesstoleranzen die Möglichkeit für eine weitere Bauteilreduzierung
bieten, da die gegenüberliegenden Endbereiche mit einem geringen Abstand vorgesehen
werden können, ohne dass im Wesentlichen die Wahrscheinlichkeit zur Ausbildung
eines direkten Kontakts zwischen gegenüberliegenden Endbereichen hervorgerufen
wird. Zu diesem Zweck wird eine äußerst anisotrope Modifizierung entsprechender
Maskenstrukturelemente, etwa von Lackstrukturelementen, die zur Strukturierung des
entsprechenden Gateelektrodenmaterials eingesetzt werden, ausgeführt, um damit
das Profil der Endbereiche zu verbessern, indem beispielsweise deren Verjüngung
bzw. Abschrägung deutlich reduziert wird, bevor die entsprechenden
Maskenstrukturelemente zum Definieren der endgültigen lateralen Sollabmessungen
isotrop behandelt werden. In einigen Aspekten der vorliegenden Erfindung wird das
Maskenstrukturelement in seiner Vorform durch Photolithographie bereitgestellt,
während in anderen anschaulichen Ausführungsformen das entsprechende Maskenstrukturelement
oder eine Vorform davon durch moderne Druck- bzw. Einprägeverfahren hergestellt
werden kann, wobei eine nachfolgende anisotrope Behandlung für das gewünschte
Profil an den entsprechenden Endbereichen der Maskenstrukturelemente sorgen kann.
Es sollte beachtet werden, dass die vorliegende Erfindung äußerst vorteilhaft
ist im Zusammenhang mit modernsten Transistorelementen mit Gatelängen von ungefähr
100 nm und deutlich weniger, da in diesem Falle eine Variation des Durchlassstromvermögens
auf Grund einer nicht zuverlässigen Überlappung von Endbereichen der Gateelektroden
deutlich zu den Gesamtbauteilfluktuationen beitragen kann, während die erhöhte
Wahrscheinlichkeit zur Erzeugung von Kurzschlüssen zu benachbarten Endbereichen
die Produktionsausbeute reduzieren kann.
Mit Bezug zu den begleitenden Zeichnungen werden nunmehr weitere anschauliche
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung detaillierter beschrieben.
2a zeigt schematisch eine Querschnittsansicht eines
Transistorelements 200 vor dem Strukturieren entsprechender Gateelektroden.
Es sollte beachtet werden, dass die Querschnittsansicht aus 2a
einen Schnitt entlang der Transistorbreitenrichtung zeigt, ähnlich wie dies
mit Bezug zu den 1a und 1b
erläutert ist. Das Halbleiterbauelement 200 weist ein Substrat
201 auf, das ein beliebiges geeignetes Trägermaterial repräsentiert,
das darauf ausgebildet eine geeignete Halbleiterschicht 208 aufweist, etwa
eine siliziumbasierte Schicht, eine Silizium/Germanium-Schicht, eine Silizium/Kohlenstoffschicht,
und dergleichen. Das Substrat 201 kann auch andere geeignete Halbleitermaterialien,
etwa II-VI, III-V-Verbindungen und dergleichen aufweisen, in denen geeignete Transistorelemente
herzustellen sind. In anderen anschaulichen Beispielen kann das Substrat
201 ein SOI-(Halbleiter-auf-Isolator-)Substrat repräsentieren, wobei
die Halbleiterschicht 208 auf einer vergrabenen isolierenden Schicht (nicht
gezeigt) ausgebildet ist. Die Halbleiterschicht 208 umfasst ein erstes
aktives Halbleitergebiet 210 und ein zweites aktives Halbleitergebiet
220, die durch eine entsprechende Isolationsstruktur 202 getrennt
sind. Die Isolationsstruktur 202 kann eine beliebige geeignete Struktur
repräsentieren, etwa eine Grabenisolationsstruktur, die häufig auch als
flache Grabenisolation (STI) bezeichnet wird. Die Isolationsstruktur 202
kann im Wesentlichen aus einem isolierenden Material aufgebaut sein, zumindest an
einer Grenzfläche zwischen dem ersten und dem zweiten aktiven Gebiet
210, 220. Des weiteren ist eine Gateisolationsschicht
204 auf den aktiven Gebieten 210, 220 und, abhängig
von der Prozessstrategie, auf der Isolationsstruktur 202 ausgebildet. Des
weiteren ist ein Gateelektrodenmaterial 203 und bei Bedarf eine geeignete
ARC-Schicht oder eine andere Materialschicht 206, die auch mehrere Unterschichten
aufweisen kann, abhängig von den Prozesserfordernissen, über der Gateisolationsschicht
204 ausgebildet. Es sollte beachtet werden, dass die Schicht
206 auch so vorgesehen werden kann, dass diese als eine Hartmaske während
der weiteren Bearbeitung des Bauelements 200 in Abhängigkeit von der
Prozessstrategie dienen kann. Eine entsprechende Maskenschicht 209, die
in einer Ausführungsform in Form einer Lackschicht vorgesehen ist, ist über
dem Gateelektrodenmaterial 203 ausgebildet und ist in der Fertigungsphase,
wie sie in 2a gezeigt ist, in entsprechende Maskenstrukturelemente
215 und 225 strukturiert, die mit Ausnahme der lateralen Abmessungen
den entsprechenden Gateelektroden entsprechen, die aus dem Gateelektrodenmaterial
203 zu strukturieren sind. Wie zuvor erläutert ist, werden die Maskenstrukturelemente
215, 225 auf der Grundlage moderner Photolithographieverfahren
erhalten, die zu einer Strukturgröße mit Abmessungen führen, die
deutlich größer sind als die gewünschten Sollabmessungen. Gemäß
der vorliegenden Erfindung kann der entsprechende Photolithographieprozess auf der
Grundlage entsprechender Prozessparameter, etwa Belichtungsdosis, und dergleichen,
oder auf der Grundlage einer modifizierten Lithographiemaske so ausgeführt
werden, dass ein Abstand 230 zwischen entsprechenden Endbereichen
215e, 225e der Maskenstrukturelemente 215,
225 deutlich kleiner ist im Vergleich zu dem konventionellen Vorgehen,
wodurch in zuverlässiger Weise die Endbereiche 215, 225 über
der Isolationsstruktur 202 angeordnet werden und somit auch die Möglichkeit
geschaffen wird, Prozesstoleranzen beim Einstellen des endgültigen Abstands
zwischen den entsprechenden Gateelektroden zu reduzieren, die auf der Grundlage
der Maskenstrukturelemente 215, 225 zu strukturieren sind. Es
sollte beachtet werden, dass auf Grund des geringeren Abstands 230 eine
erhöhte Wahrscheinlichkeit für entsprechende Lackreste 231 an
einer Unterseite des Abstands 230 bestehen kann, wobei jedoch die entsprechenden
Lackreste 231 zuverlässig während des nachfolgenden Bearbeitens
der Lackschicht 209 entfernt werden.
Das Halbleiterbauelement 200, wie es in 2a
gezeigt ist, kann auf der Grundlage im Wesentlichen der gleichen Prozessverfahren
hergestellt werden, wie sie zuvor beschrieben sind, mit Ausnahme des Lithographieprozesses
zur Strukturierung der Lackschicht 209, um damit den reduzierten Abstand
230 im Vergleich zur konventionellen Strategie zu erhalten. Danach wird
das Bauelement 200 einem Modifizierungsprozess
232 unterzogen, um die Eigenschaften der Maskenstrukturelemente
215, 225 in anisotroper Weise zu modifizieren, d. h. in diesem
Falle in einer äußerst selektiven Weise, um ein unterschiedliches Ätzverhalten
an den Endbereichen 215e, 225e im Vergleich zu den zentralen Bereichen
215c, 225c in einem nachfolgenden Ätzschritt vorzusehen.
Beispielsweise kann der Modifizierungsprozess 232 einen äußerst
anisotropen Beschuss auf der Grundlage geeigneter Teilchen oder Strahlung beinhalten,
d. h. die entsprechenden Teilchen oder die Strahlung werden mit einer hohen Richtungstreue
zugeführt, so dass der entsprechende Beschuss in einer im Wesentlichen senkrechten
Weise in Bezug auf die Oberfläche der zentralen Bereiche 215c,
225c eintrifft. In diesem Zusammenhang sollte beachtet werden, dass jegliche
Angaben in Bezug auf Richtungen oder Positionen als relative Positionen zu betrachten
sind, wobei das Substart 201 als eine Referenz zu verstehen ist. D. h.,
eine Positionsangabe, etwa „über", „unter", „lateral",
„vertikal" und dergleichen ist in Bezug auf das Substrat 201 und
insbesondere auf eine Oberfläche 201s davon zu verstehen. Somit ist
das Gateelektrodenmaterial 203 „über" den aktiven Gebieten
210, 220 in dem zuvor definierten Sinne angeordnet. In ähnlicher
Weise ist die Gateisolationsschicht 204 „auf" den entsprechenden
aktiven Gebieten 210, 220 ausgebildet.
Wenn folglich Teilchen oder Strahlung im Wesentlichen senkrecht die
Oberfläche der zentralen Bereiche 215c, 225c treffen, können
die Teilchen oder die Strahlung das Material der Maskenstrukturelemente
215, 220 im mittleren Bereich 215c unterschiedlich im
Vergleich zu den Endbereichen 215e modifizieren, die eine ausgeprägte
Abschrägung während des vorhergehenden Photolithographie und der nachfolgenden
nachgeordneten Behandlungen erhalten haben, wie dies zuvor mit Bezug zu
1b beschrieben ist. Beispielsweise kann die Behandlung
232 eine Strahlungsaushärtung beispielsweise auf der Grundlage geeignet
ausgewählter ultravioletter (UV) Wellenlängen repräsentieren, oder
diese kann einen Elektronenbeschuss, einen Teilchenbeschuss in Form einer Ionenimplantation
und dergleichen repräsentieren.
2b zeigt schematisch das Halbleiterbauelement
200 in einem weiter vorgeschrittenen Herstellungsstadium, wobei das Bauelement
200 einem anisotropen Ätzprozess 233 ausgesetzt ist, um das
Profil zumindest in den Endbereichen 215e, 225e so zu modifizieren,
dass die Abschrägung bzw. Verjüngung deutlich reduziert wird. Beispielsweise
kann der anisotrope Ätzprozess 233 auf der Grundlage gut etablierter
Prozesse gestaltet werden, wobei die vorhergehende Oberflächenmodifizierung
232 eine geringere Ätzrate während des Prozesses 233
ergibt, so dass weniger modifizierte Bereiche, etwa die schrägen Bereiche der
Endbereiche 215e, 225e mit höherer Ätzrate während
des Prozesses 233 im Vergleich zur Oberfläche der zentralen Bereiche
215c, 225c abgetragen werden. Geeignete anisotrope Ätzrezepte
können effizient auf der Grundlage eines reaktiven Gases auf Fluorbasis mit
entsprechenden Polymerkomponenten erstellt werden, um damit das Maß an Anisotropie
des Prozesses 233 einzustellen. Ferner können während des anisotropen
Ätzprozesses 233 entsprechende Reste 231, die eine moderat
hohe Modifizierung während der Behandlung 232 erfahren haben, dennoch
in effizienter Weise isoliert und danach entfernt werden, beispielsweise bereits
während des Prozesses 233, oder während eines nachfolgenden isotropen
Ätzprozesses, der typischerweise ausgeführt wird, um die lateralen Abmessungen
der Lackstrukturelemente 215, 225 gemäß den Entwurfssollwerten
zu reduzieren. Folglich können die entsprechenden Endbereiche 215,
225e ein äußerst modifiziertes Profil mit einer deutlich reduzierten
Abschrägung erhalten, während eine Reduzierung in der Höhe der Maskenstrukturelemente
215, 225 geringer ist im Vergleich zu dem lateralen Materialabtrag
am Grund der Endbereiche 215e, 225e ist.
2c zeigt schematisch das Halbleiterbauelement
200 während eines isotropen Reduzier- bzw. Schrumpfprozesses
207, der auf der Grundlage einer Sauerstoffplasmaumgebung ausgeführt
wird, um in geeigneter Weise die laterale Ausdehnung der Strukturelemente
215, 225 zu reduzieren. Auf Grund des im Wesentlichen vertikalen
Lackprofils nach dem vorhergehenden Prozessen 232, 233 wird der
entsprechende Lackreduzierprozess an den Endbereichen 215e, 225e
verlangsamt, wodurch auch ein reduzierter Abstand 232r nach dem isotropen
Ätzprozess 207 im Vergleich zur konventionellen Vorgehensweise bereitgestellt
wird. Folglich sorgt in Verbindung mit dem reduzierten Abstand 230r im
Vergleich zu konventionellen Lösungen die Kombination der Prozesse
232 und 233 für eine geringere Abschrägung und damit
ein verbessertes Profil der Endbereiche 215e, 225e, was zu dem
Abstand 230r nach dem Prozess 207 führt, wobei deutlich geringere
Abmessungen im Vergleich zu konventionellen Prozessen erreicht werden. Wie zuvor
erläutert ist, können die konventionellen Maskenstrukturelemente
115, 125 während des entsprechenden Lackreduzierprozesses
intensiver vertieft werden, woraus sich ein Abstand von ungefähr 2 mal der
Länge der entsprechenden Lackstrukturelemente 115r, 2245
ergibt. Im Gegensatz dazu ist der Abstand 230r deutlich reduziert, beispielsweise
auf weniger als eine Länge der Strukturelemente 215r, 225r,
d. h. eine Abmessung in Richtung senkrecht zur Zeichenebene der 2c,
wodurch eine zuverlässige Überlappung entsprechender Gateelektroden mit
der Isolationsstruktur 202 bereitgestellt wird.
2d zeigt schematisch das Halbleiterbauelement
200 in einem weiter fortgeschrittenen Herstellungsstadium. Eine erste Gateelektrode
211 ist über einem Bereich des ersten aktiven Gebiets 210
ausgebildet und besitzt eine zuverlässige Überlappung 211o mit
der Isolationsstruktur 202. In ähnlicher Weise ist eine zweite Gateelektrode
221 über einem Bereich des zweiten aktiven Gebiets 220 ausgebildet
und besitzt einen zuverlässigen Überlappungsbereich 211o, mit
der Isolationsstruktur 202. Ferner ist ein endgültiger Abstand
230f zwischen den entsprechenden Endbereichen 211e,
221e reduziert im Vergleich zu typischen konventionellen Bauelementen,
wobei in einigen anschaulichen Ausführungsformen der Abstand 230f,
wenn dieser am Grund der entsprechenden Endbereiche 211e und
221e gemessen wird, ungefähr einer Länge der entsprechenden Gateelektroden
211, 221 entspricht, d. h. der Abmessung senkrecht zur Zeichenebene
aus 2d der Gateelektroden 211, 221
und der Abstand kann sogar kleiner sein als die entsprechende Gatelänge. Folglich
stellt die vorliegende Erfindung die Möglichkeit für eine Bauteilgrößenreduzierung
bereit, ohne dass im Wesentlichen die Produktionsausbeute negativ beeinflusst wird,
die ansonsten durch mögliche Kurzschlüsse zwischen gegenüberliegenden
Gateelektroden 211, 221 hervorgerufen würde, und ferner wird
für ein verbessertes Leistungsverhalten gesorgt, da eine zuverlässige
Überlappung, d. h. die Überlappungsbereiche 211o, 221o,
erreicht werden.
Mit Bezug zu den 3a, 3b
und 4a bis 4f werden nunmehr
weitere anschauliche Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung beschrieben,
in denen die Selektivität einer entsprechenden Modifizierung von Lackstrukturelementen
in Bezug auf einen zentralen Bereich und einen Endbereich verbessert wird, indem
eine Opfermaterialschicht zur Abdeckung von Endbereichen der entsprechenden Lackstrukturelemente
vorgesehen wird.
3a zeigt schematisch ein Halbleiterbauelement
300 mit einem Substrat 301, das darauf ausgebildet eine Halbleiterschicht
308 aufweist, in der ein erstes aktives Gebiet 310 und ein zweites
aktives Gebiet 320 definiert sind, die durch eine Isolationsstruktur
302 getrennt sind. Eine Gateisolationsschicht 304 ist auf den
Gebieten 310, 320 und möglicherweise auf der Isolationsstruktur
302, abhängig von den Prozessstrategien, ausgebildet. Des weiteren
ist ein Gateelektrodenmaterial 311 auf der Gateisolationsschicht
304 und bei Bedarf ist eine weitere Schicht 306 darauf hergestellt,
die für die gewünschten optischen Eigenschaften, Ätzeigenschaften,
und dergleichen sorgen kann. Eine Maskenschicht 309, die in dieser Fertigungsphase
ein erstes Maskenstrukturelement 315 und ein zweites Maskenstrukturelement
325 aufweist, ist über dem Gateelektrodenmaterial 311 ausgebildet,
wobei entsprechende Endbereiche 315e, 325e eine deutliche Abschrägung
auf Grund der zuvor ausgeführten Lithographieprozesse aufweist. Hinsichtlich
der Komponenten des Bauelements 300 sei auch auf das Bauelement
100 und 200 verwiesen, die zuvor beschrieben sind. Des weiteren
ist eine Opferschicht 335, die auch als eine Einebnungsschicht bezeichnet
wird, ausgebildet, um einen Abstand 330 zwischen den entsprechenden Endbereichen
315e, 325e vollständig auszufüllen. Es sollte beachtet
werden, dass die Opferschicht 335 auch benachbart zu den Maskenstrukturelementen
315, 325 in Bezug auf die Längenrichtung ausgebildet ist,
d. h. senkrecht zur Zeichenebene der 3a. In der dargestellten
Ausführungsform ist die Opferschicht 335 so gebildet, dass eine Oberfläche
zentraler Bereiche 315c, 325c für einen nachfolgenden Oberflächenmodifizierungsprozess
332 freigelegt ist. Wie zuvor beschrieben ist, wenn auf den Modifizierungsprozess
332 Bezug genommen wird, wird eine hohe Selektivität durch Verwenden
der Opferschicht 335 erreicht, die deutlich die Auswirkung der Behandlung
332 auf das Material der Endbereiche 315e, 325e reduzieren
kann, wobei beispielsweise untere Bereiche der Endbereiche 315e,
325e den geringsten Anteil an „Behandlung" erhalten, während
obere Bereiche intensiver modifiziert werden. Wie zuvor erläutert ist, kann
die Behandlung 332 eine Strahlungshärtung oder einem anderen Oberflächenmodifizierungsprozess
zum Modifizieren der Ätzeigenschaften der freiliegenden Bereiche der Strukturelemente
315, 325 repräsentieren.
Die Opferschicht 335 kann ein unterschiedliches Ätzverhalten
selbst nach der Behandlung 332 in Bezug auf die Maskenstrukturelemente
315, 325 aufweisen, was durch Auswählen eines geeigneten
Materials, etwa eines Polymermaterials ohne photochemische Eigenschaften oder andere
Eigenschaften, die zu einer modifizierten Oberflächenstruktur ähnlich
wie das Material der Schicht 309 führen, erreicht werden kann. In
anderen anschaulichen Ausführungsformen ist die Opferschicht 335 unterschiedlich
in Bezug auf die Abtragungsverhalten während eines nachfolgenden Prozesses,
etwa eines Ätzprozesses, einer Wärmebehandlung, und dergleichen, um damit
das selektive Entfernen der Opferschicht 335 zu ermöglichen, selbst
wenn diese durch die Behandlung 332 modifiziert wird. Beispielsweise kann
das Material der Opferschicht 335 aus einem Material aufgebaut sein, das
eine geringe Schmelztemperatur aufweist, so dass die Schicht 335 selektiv
auf der Grundlage einer geeigneten nasschemischen Behandlung bei erhöhten Temperaturen
entfernt werden kann. In anderen anschaulichen Ausführungsformen kann die Schicht
335 ein deutlich unterschiedliches Ätzverhalten in Bezug auf ein geeignet
ausgewähltes Ätzrezept aufweisen, das nur unmerklich das Material der
Maskenschicht 309 beeinflusst. Die Opferschicht 335 kann durch
Aufschleuderverfahren aufgebracht werden, woran sich geeignete Einebnungsverfahren
anschließen können, etwa ein weiches CMP (chemisch-mechanisches
Polieren), und dergleichen. In anderen Fällen, wenn eine ausreichende Ätzselektivität
zwischen der Schicht 335 und der Lackschicht 309 vorhanden ist,
kann die Schicht 335 zurückgeätzt werden, um die Oberfläche
der zentralen Bereiche 315c, 325c freizulegen.
3b zeigt schematisch das Halbleiterbauelement
300 nach der Behandlung 332 und dem Entfernen der Opferschicht
335. Des weiteren wird das Bauelement 300 einem Ätzprozess
333 unterzogen, der in einigen anschaulichen Ausführungsformen als
ein im Wesentlichen anisotroper Ätzprozess gestaltet ist, um damit in effizienter
Weise nicht behandeltes oder geringfügig behandeltes Material von den Endbereichen
315e, 325e auf Grund der reduzierten Einwirkung während des
vorhergehenden Prozesses 332 zu entfernen. Folglich wird eine deutliche
Verringerung der Abschrägung an den Endbereichen 315e, 325e
erreicht, wobei entsprechende Seitenwände sogar im Wesentlichen vertikal werden
können. Danach wird ein weiterer isotroper Ätzprozess ausgeführt,
um die lateralen Abmessungen der Maskenstrukturelemente 315,
325 zu verringern, wie dies zuvor erläutert ist. Folglich kann auch
in diesem Falle eine äußerst effiziente anisotrope Behandlung der entsprechenden
Endbereiche 315e, 325e mittels des Prozesses 332 in Verbindung
mit der Opferschicht 335 und dem nachfolgenden anisotropen Ätrzprozess
333 erreicht werden. Danach kann die weitere Bearbeitung fortgesetzt werden,
wie dies auch in Bezug auf das Bauelement 200 beschrieben ist, um damit
entsprechende Gateelektroden auf der Grundlage der Maskenstrukturelemente
315, 325 mit dem verbesserten Profil an den Endbereichen
315e, 325e zu bilden.
4a bis 4f zeigen schematisch
eine Prozesssequenz ähnlich zu der zuvor mit Bezug zu den 3a
und 3b beschriebenen Sequenz, wobei zusätzlich
oder alternativ eine Hartmaskenschicht zur Verbesserung des Profils von Endbereichen
eingesetzt wird.
4a zeigt schematisch ein Halbleiterbauelement
400 mit einem Substrat 401 mit einer darauf ausgebildeten Halbleiterschicht
408, in der ein erstes aktives Gebiet 410 und ein zweites aktives
Gebiet 420 durch eine Isolationsstruktur 402 definiert sind. Eine
Gateisolationsschicht 404 ist auf dem ersten und dem zweiten aktiven Gebiet
410, 420 ausgebildet, woran sich ein Gateelektrodenmaterial
403 anschließt, das darauf ausgebildet eine Hartmaskenschicht
406 aufweist, die aus einem beliebigen geeigneten Material aufgebaut ist,
etwa einem stickstoffangereichertem Siliziumdioxid, Siliziumnitrid, Siliziumdioxid,
und dergleichen. Ferner ist eine Lackschicht 409 über der Schicht
406 ausgebildet und ist so strukturiert, dass diese ein erstes Lackstrukturelement
415 und ein zweites Lackstrukturelement 425 aufweist, wobei ein
entsprechender Abstand 430, der durch entsprechende Endbereiche
415e und 425e definiert ist, moderat klein im Vergleich zu konventionellen
Strategien gewählt werden kann, um damit einen reduzierten endgültigen
Abstand mit einer zuverlässigen Überlappung der entsprechenden Gateelektroden
bereitzustellen. Im Hinblick auf Eigenschaften der Komponenten des Bauelements
400 gelten die gleichen Kriterien, wie sie zuvor für die entsprechenden
Komponenten in den Bauelementen 100, 200 und 300 erläutert
sind. Ferner wird das Bauelement 400 einem anisotropen Ätzprozess
440 zur Strukturierung der Hartmaskenschicht 406 unterzogen. Es
sollte beachtet werden, dass das relativ nachteilige Profil an den Endbereichen
415, 425 auch in die Hartmaskenschicht 406 übertragen
worden sein kann, das dann durch die nachfolgende Bearbeitung „verbessert"
werden kann, wie dies nachfolgend beschrieben ist. In einigen anschaulichen Ausführungsformen
wird das Profil der Endbereiche 415e, 425e vor dem Ätzprozess
440 auf der Grundlage einer Prozesstechnik verbessert, wie dies mit Bezug
zu den 3a und 3b beschrieben
ist.
4b zeigt schematisch das Bauelement 400 nach
dem Ende des Ätzprozesses 440 und dem Entfernen der entsprechenden
Lackschicht 409. Folglich umfasst die Maskenschicht 406 ein erstes
Maskenstrukturelement 416 und ein zweites Maskenstrukturelement
426 mit entsprechenden Endbereichen 416e, 426e.
4c zeigt schematisch das Bauelement 400 in
einem weiter fortgeschrittenen Herstellungsstadium, in welchem eine Opferschicht
435 so ausgebildet ist, dass diese nahezu vollständig den Abstand
zwischen den Endbereichen 416e, 426e füllt. Die Opferschicht
oder Einebnungsschicht 435 kann unterschiedliche Eigenschaften im Hinblick
auf die Maskenschicht 406 in zumindest einem Aspekt, beispielsweise in
ihrem Ätzverhalten, aufweisen, so dass die Opferschicht 435 selektiv
in Bezug auf das Material der Maskenschicht 406 entfernt werden kann. Hinsichtlich
der Herstellung der Opferschicht 435 gelten die gleichen Kriterien, wie
sie zuvor mit Bezug zu der Schicht 335 erläutert sind.
4d zeigt schematisch eine Querschnittsansicht des Bauelements
400, wie es in 4c gezeigt ist. Somit ist der
Endbereich 416e des ersten Maskenstrukturelements 416 beginnend
von einer speziellen Höhe aus, wie sie in dem Querschnitt aus 4c
angedeutet ist, mit Material der Opferschicht 435 bedeckt. Es sollte auch
beachtet werden, dass eine laterale Abmessung des Endbereichs 416e, die
in 4d als 406l angegeben ist, im Wesentlichen
einer Gatelänge entspricht, wenn die Lackstrukturelemente 415,
425 zuvor einen geeigneten Lackreduzierprozess unterzogen wurden, um damit
die gewünschte Sollabmessung von Gateelektroden zu erhalten,
die aus dem Gateelektrodenmaterial 403 zu strukturieren sind. In anderen
Fällen entspricht die Länge 406l nicht der endgültig gewünschten
Solllänge, da ein weiterer Reduzierprozess für die Maskenstrukturelemente
416 und 426 in einer späteren Fertigungsphase ausgeführt
werden kann. Des weiteren kann das Bauelement 400 einem Modifizierungsprozess
432 unterzogen werden, der eine Oberflächenbehandlung beispielsweise
einen Nitrierungsprozess beinhaltet, um damit die Materialien der Schicht
435 und der Maskenstrukturelemente 416, 426 in unterschiedlicher
Weise zu beeinflussen. Beispielsweise resultiert der Prozess 432 in einem
erhöhten Ätzwiderstand freiliegender Bereich der Maskenstrukturelemente
416, 426 in einem spezifizierten Ätzprozess. In noch anderen
anschaulichen Ausführungsformen kann der Modifizierungsprozess 432
das Abscheiden einer dünnen Schicht umfassen, die nachfolgend während
des Abtragens der Opferschicht 435 selektiv entfernt werden kann, wodurch
die zuvor abgeschiedene dünne Schicht auf den entsprechenden Maskenstrukturelemente
416, 426 beibehalten wird, während die Schicht von den Endbereichen
416e, 426e zusammen mit dem entsprechenden Material der Opferschicht
435 abgetragen wird. Beispielsweise kann die Opferschicht 435
als ein äußerst flüchtiges Material vorgesehen werden, wenn dieses
auf erhöhte Temperaturen aufgeheizt wird, wodurch das gewünschte Verhalten
bereitgestellt wird.
4e zeigt schematisch eine Querschnittsansicht, wie
dies in 4c gezeigt ist, für einen freiliegenden
Bereich des Maskenstrukturelements 416 nach dem Modifizierungsprozess
432, wodurch ein entsprechender modifizierter Bereich 416n geschaffen
wird. Das Bauelement 400 wird einem selektiven Abtragungsprozess
434 unterzogen, um damit die Opferschicht 435 im Wesentlichen
selektiv zu den Maskenstrukturelementen 416 und 426 zu entfernen.
Wie zuvor erläutert ist, können die unterschiedlichen Materialeigenschaften
der Maskenstrukturelemente 416, 426 in Bezug auf die Opferschicht
435 vorteilhaft ausgenutzt werden, um eine hohe Selektivität während
des Prozesses 434 zu erreichen.
4f zeigt schematisch das Bauelement 400 nach
dem Ende des Abtragungsprozesses 434, wobei anzumerken ist, dass der Querschnitt
nunmehr entlang der Transistorbreitenrichtung genommen ist, wie dies auch in den
4a bis 4c gezeigt ist.
Das Bauelement 400 wird einer Ätzumgebung 433 ausgesetzt,
um Material mit erhöhter Selektivität auf Grund der modifizierten Bereiche
416n, 426n an den zentralen Bereichen abzutragen, während
die entsprechenden Endbereiche 416e, 426e die entsprechende Modifizierung
nicht aufweisen und daher während des Prozesses 433 effizienter entfernt
werden können. Folglich führt der Prozess 433, der als ein anisotroper
Ätzprozess gestaltet werden kann, zu einem deutlich verbesserten Profil der
Endbereiche 416e, 426e mit einer deutlich reduzierten Abschrägung
bzw. Verjüngung, so dass ein entsprechender Abstand 430 erhalten wird,
der einen zuverlässigen Überlapp bietet, während dennoch ein zuverlässiges
Freilegen des Gateelektrodenmaterials 403 in einem nachfolgenden anisotropen
Ätzprozess zum Strukturieren des Materials 403 auf der Grundlage der
Maskenstrukturelemente 416, 426 gewährleistet ist. Es sollte
beachtet werden, dass während oder nach dem Prozess 433 ein weiterer
Reduzierprozess ausgeführt werden kann, um die lateralen Abmessungen der Maskenstrukturelemente
416, 426 zu verringern, um damit eine gewünschte Sollgatelänge
zu erreichen. Folglich kann die entsprechende Gatelänge im Wesentlichen der
Länge 406l (siehe 4c) entsprechen, oder
kann noch reduziert werden, wenn ein weiterer Reduzierprozess ausgeführt wird.
Mit Bezug zu den 5a und 5c
werden nunmehr weitere anschauliche Ausführungsformen beschrieben, wobei ein
optisches Verhalten der Isolationsstruktur während der Herstellung des Gateelektrodenmaterials
modifiziert wird, um damit eine hohe Selektivität während eines entsprechenden
Modifizierungsprozesses zu schaffen.
5a zeigt schematisch ein Halbleiterbauelement
500 mit einem Substrat 501, das eine Halbleiterschicht
508 aufweist, in der ein erstes aktives Gebiet 501 und ein zweites
aktives Gebiet 520 durch eine Isolationsstruktur 502 definiert
sind, die in Form einer Grabenisolation vorgesehen ist. In der dargestellten Ausführungsform
ist die Grabenisolationsstruktur 502 vertieft, d. h. ein entsprechendes
isolierendes Material erstreckt sich nicht bis zu der Oberfläche, die durch
die aktiven Gebiete 510, 520 definiert ist. Ferner ist eine Gateisolationsschicht
504 auf den aktiven Gebieten 510, 520 und an Seitenwandbereichen
der Vertiefung in der Grabenisolationsstrukutur 502 gebildet. Des weiteren
ist ein erster Bereich des Gateelektrodenmaterials 503a konform über
der Gateisolationsschicht und dem abgesenkten Isolationsgraben 502 ausgebildet.
Eine Materialschicht 550 mit spezifizierten optischen Eigenschaften ist
auf dem Schichtbereich 503a gebildet. Die Materialschicht 550
kann optische Eigenschaften in einem nachfolgenden Strahlungsaushärtungsprozess
aufweisen, so dass deren Wirkung lokal über dem Isolationsgraben
502 geändert wird, oder in anderen Fallen kann die Wirkung einer Strahlung,
die während eines Modifizierungsprozesses ausgesandt wird, deutlich verstärkt
werden, wie dies später beschrieben ist. Die Schicht 550 kann beispielsweise
aus Siliziumdioxid mit einem spezifizierten Anteil an Stickstoff, und dergleichen
hergestellt sein, um damit in geeigneter den Berechnungsindex und den Extinktionskoeffizienten
anzupassen.
5b zeigt schematisch das Bauelement 500
in einer weiter fortgeschrittenen Herstellungsphase. Hier wurde überschüssiges
Material der Schicht 550 entfernt, um damit eine im Wesentlichen ebene
Oberflächentopographie zu schaffen, wodurch ein Rest 550r des Materials
der Schicht 550 hergestellt wird. Beispielsweise kann die entsprechende
Einebnung durch CMP und dergleichen erreicht werden. Danach wird die weitere Bearbeitung
fortgesetzt, indem ein Gateelektrodenmaterial abgeschieden wird, um damit die gewünschte
Solldicke zu erreichen, und ARC-Schichten oder Hartmaskenschichten können nach
Bedarf hergestellt werden, woran sich ein Photolithographieprozess zum Bereitstellen
einer entsprechenden Lackmaske anschließt.
5c zeigt schematisch das Bauelement 500 nach
dem Ende der oben beschriebenen Prozesssequenz. Somit ist ein zweiter Schichtbereich
503b des Gateelektrodenmaterials über der eingeebneten Schicht
503a gebildet, woran sich eine ARC-Schicht oder eine Hartmaskenschicht
506 mit entsprechenden Lackmaskenstrukturelementen 515,
525 anschließt, die so strukturiert sein können, um damit einen
reduzierten Abstand zwischen entsprechenden Endbereichen 515e,
525e bereitzustellen, wie dies zuvor erläutert ist. Ferner wird in
dieser Fertigungsphase das Bauelement 500 einem Modifizierungsprozess
532 ausgesetzt, der ein auf Strahlung basierender Prozess mit einer geeignet
ausgewählten Strahlung sein kann, beispielsweise einer Laserquelle und dergleichen.
Während der Behandlung 532 wird eine Aushärtung der Lackstrukturelemente
515, 525 erreicht, abhängig von der darin platzierten Energie,
wobei in einer anschaulichen Ausführungsform der Bereich 550r deutlich
eine Strahlungsenergie reduzieren kann, die in den Endbereichen 515e,
525e während der Behandlung 532 deponiert wird. Beispielsweise
kann der Bereich 550r in Verbindung mit dem zweiten Schichtbereich
503b als eine „ARC" für die Strahlung der Behandlung
532 dienen, um damit in Kombination mit den reduzierten optischen Absorptionsvermögen
auf Grund der Abschrägung der Endbereiche 515e, 525e ein
ausgeprägtere „Selektivität" der Behandlung 532 zu erreichen.
Danach kann die weitere Bearbeitung fortgesetzt werden, wie dies beispielsweise
mit Bezug zu den 2a und 2b
beschrieben ist, d.h. es wird ein entsprechender Ätzprozess ausgeführt,
um damit vorzugsweise Material in den Endbereichen 515e, 525e
abzutragen, um damit deren Profil zu verbessern. Als nächstes wird ein entsprechender
Lackreduzierprozess ausgeführt, um die Gatematerialien 503b,
502a in geeigneter Weise zu strukturieren. Während des eigentlichen
Strukturierungsprozesses zur Herstellung der Gateelektroden kann der entsprechende
Ätzprozess temporär beim Freilegen der Bereiche 550r geändert
werden, die eine deutlich unterschiedliche Ätzrate im Vergleich zu dem Gateelektrodenmaterial
aufweisen können, um damit durch den Bereich 550r zu ätzen. Danach
wird der Ätzprozess auf der Grundlage eines Ätzrezepts fortgesetzt, wie
es zuvor verwendet wurde, um in effizienter Weise das Gateelektrodenmaterial der
Schicht 503a zu ätzen. Somit wird auch in diesem Falle eine zuverlässige
Überlappung der entsprechenden Gateelektroden erreicht, wobei der anfängliche
Abstand und der endgültige Abstand zwischen den entsprechenden Endbereichen
515e, 525e und entsprechenden Endbereichen der Gateelektroden
deutlich reduziert sind, wodurch die Möglichkeit für eine weitere Bauteilgrößenreduzierung
geschaffen wird. Ferner kann durch den abgesenkten Isolationsgraben 502
eine erhöhte Effizienz der Gateelektroden an der Grenzfläche zu dem Isolationsgraben
502 erreicht werden, da sich das Elektrodenmaterial um entsprechende Ränder
der aktiven Gebiete 501, 521 „herumwindet", wodurch das
Ausbilden eines leitenden Kanals in diesem Bereich verbessert wird, was ebenso zu
einem verbesserten Transistorverhalten beiträgt.
Es gilt also: Die vorliegende Erfindung stellt eine deutliche Verbesserung
des Profils an Endbereichen entsprechender Maskenstrukturelemente zur Strukturierung
von Gateelektroden bereit, indem ein anisotroper Modifizierungsprozess eingesetzt
wird, der deutlich eine Verjüngung bzw. Abschrägung der entsprechenden
Endbereiche reduziert. Dazu werden in einigen anschaulichen Ausführungsformen
die Lackstrukturelemente so behandelt, dass im Wesentlichen vertikale Seitenwände
an den Endbereichen hergestellt werden, was auf der Grundlage von Modifizierungsprozessen,
etwa einer Strahlungshärtung, einem Teilchenbeschuss, und dergleichen bewerkstelligt
werden kann, während in anderen Ausführungsformen eine zusätzliche
Opferschicht verwendet wird, um die Selektivität des Modifizierungsprozesses
zu verbessern. Die entsprechende Verbesserung des Profils kann auch erreicht werden,
indem in entsprechender Weise Endbereiche einer Hartmaske modifiziert werden, was
in äußerst effizienter Weise auf der Grundlage einer Opferschicht erreicht
werden kann. In noch anderen anschaulichen Ausführungsformen wird das optische
Verhalten des Isolationsgrabens deutlich modifiziert, um damit die Effizienz einer
entsprechenden Lackmodifizierung zu verbessern. Als Folge davon können die
Endbereiche gegenüberliegender Gateelektroden mit geringerem Abstand im Vergleich
zu konventionellen Prozesstechnologien angeordnet werden, um damit eine zuverlässige
Überlappung der Endbereiche mit den Isolationsstrukturen sicherzustellen, während
dennoch die Gefahr des Ausbildens eines direkten Kontakts zwischen den gegenüberliegenden
Endbereichen reduziet wird. Es sollte beachtet werden, dass die Verbesserung der
entsprechenden Profile der Endbereiche auch in Verbindung mit dem Verbessern des
entsprechenden Profils in der Gatelängenrichtung bei Bedarf angewendet werden
kann. D. h., die Seitenwandwinkel entsprechender Maskenstrukturelemente können
steiler gemacht werden, bei Bedarf, auf der Grundlage der oben
beschriebenen Verfahren. Ferner können in einigen anschaulichen Ausführungsformen
entsprechende Maskenstrukturelemente, wie dies zuvor beschrieben ist, auf der Grundlage
von Einprägeverfahren hergestellt werden, wobei ein verformbarer Lack oder
ein anderes geeignetes Polymermaterial durch Einprägen eines geeigneten Formstempels
strukturiert wird, wobei in einigen Fällen eine negative Form des entsprechenden
Maskenstrukturelements hergestellt wird und anschließend mit einem geeigneten
Material aufgefüllt wird, während die entsprechende Schicht, die durch
Einprägen strukturiert wurde, selektiv entfernt wird. In anderen Fällen
wird ein verformbares Maskenmaterial direkt durch Aufdrucken geprägt, um damit
entsprechende Maskenstrukturelemente für Gateelektroden zu schaffen, die dann
ebenso in der zuvor beschrieben Weise behandelt werden können, um damit einen
zuverlässigen Überlappbereich und eine Isolation zwischen den entsprechenden
Endbereichen während der nachfolgenden Reduzierung der Maskenstrukturelemente
bereitzustellen.
Weitere Modifizierungen und Variationen der vorliegenden Erfindung
werden für den Fachmann angesichts dieser Beschreibung offenkundig. Daher ist
diese Beschreibung als lediglich anschaulich und für die Zwecke gedacht, dem
Fachmann die allgemeine Art und Weise des Ausführens der vorliegenden Erfindung
zu vermitteln. Selbstverständlich sind die hierin gezeigten und beschriebenen
Formen der Erfindung als die gegenwärtig bevorzugten Ausführungsformen
zu betrachten.