| Dokumentenidentifikation |
DE102006030421A1 03.01.2008 |
| Titel |
Vorrichtung zur Übertragung optischer Signale |
| Anmelder |
Carl Zeiss Optronics GmbH, 73447 Oberkochen, DE |
| Erfinder |
Sand, Rolf, Dr., 73447 Oberkochen, DE; Thies, Martin, Dr., 73430 Aalen, DE; Gängler, Dietmar, 89129 Langenau, DE; Schymik, Carsten, 73432 Aalen, DE |
| Vertreter |
Lorenz und Kollegen, 89522 Heidenheim |
| DE-Anmeldedatum |
29.06.2006 |
| DE-Aktenzeichen |
102006030421 |
| Offenlegungstag |
03.01.2008 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
03.01.2008 |
| IPC-Hauptklasse |
H04B 10/10(2006.01)A, F, I, 20060629, B, H, DE
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| IPC-Nebenklasse |
G02B 27/30(2006.01)A, L, I, 20060629, B, H, DE
G02B 26/02(2006.01)A, L, I, 20060629, B, H, DE
G02B 27/42(2006.01)A, L, I, 20060629, B, H, DE
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| Zusammenfassung |
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Übertragung optischer Signale mit einer optischen Sendeeinheit (1) sowie mindestens eine optische Baugruppe (2, 3, 4, 5, 6, 9) zur Konditionierung eines von der Sendeeinheit (1) ausgesandten Lichtstrahls (12). Dabei weist die Vorrichtung Mittel (11, 24, 25) auf, die es gestatten, die Intensität des Lichtstrahls (12) im Bereich einer optischen Achse der Vorrichtung abzuschwächen.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Übertragung, insbesondere
zum Senden und Empfangen optischer Signale. Eine verbreitete Möglichkeit zur
Übertragung von Signalen über große Distanzen besteht darin, von
einer Sendeeinheit ein optisches Signal über mindestens eine optische Baugruppe
freioptisch zu einer von der Sendeeinheit beabstandeten Empfangseinheit zu übermitteln,
wo das ankommende Licht mittels mindestens einer weiteren optischen Baugruppe auf
einen Empfänger gelenkt und detektiert wird. Ein Vorteil der Verwendung optischer
Signale besteht dabei darin, dass sich aufgrund der geringen Wellenlänge der
optischen Strahlung und der damit verbundenen hohen Frequenz im Vergleich zu beispielsweise
Radiowellen eine Übertragung mit erheblich höheren Datenraten realisieren
lässt. Darüber hinaus gewährleisten die Ausbreitungseigenschaften
der verwendeten optischen Strahlung, deren Wellenlänge üblicherweise im
nahen Infrarot liegt, eine geringe Ablenkung des zur Übertragung verwendeten
Sendestrahls und damit die Realisation einer vergleichsweise robusten Kommunikationsverbindung.
Zur Konditionierung, also zur Formung bzw. Umlenkung der von der jeweiligen
Sendeeinheit ausgesandten optischen Strahlung werden üblicherweise optische
Baugruppen wie beispielsweise Kollimatoren, Okulare und Teleskope verwendet, die
der Lichtstrahl auf seinem Weg zu der freioptischen Übertragungsstrecke passiert.
Da die verwendeten Vorrichtungen zur Übertragung optischer Signale in der Regel
sowohl über eine Sende- als auch über eine Empfangseinheit verfügen,
besteht eine übliche Maßnahme darin, einzelne optische Baugruppen, wie
beispielsweise ein Teleskop, sowohl für die Sendeinheit zur Strahlkonditionierung
als auch für die Empfangseinheit zur Fokussierung des empfangenen Lichtstrahls
zu verwenden. Diese Maßnahme beinhaltet jedoch die Problematik, dass bei einem
gleichzeitigen Sende- und Empfangsbetrieb der Vorrichtung in den verwendeten Baugruppen,
insbesondere an deren Grenzflächen, Rückreflexe entstehen, welche die
eigene Empfangseinheit der momentan sendenden Vorrichtung erreichen und sich dort
störend auswirken. Üblicherweise wird dieser Problematik dadurch begegnet,
dass die Grenzflächen der verwendeten optischen Elemente vergütet, d.
h. mit reflexmindernden Schichten versehen werden, wodurch sich die Intensität
der entstehenden Rückreflexe wesentlich verringern lässt. Insbesondere
bei einer beabsichtigten Übertragung über große Distanzen, beispielsweise
im Bereich mehrerer tausend Kilometern wie z. B. im Fall einer Verbindung zweier
Satelliten im Weltraum, wird die genannte Problematik jedoch dadurch verschärft,
dass die zu empfangenden Signale die Empfangseinheit nur stark abgeschwächt
erreichen und damit die Intensität der unerwünschten Rückreflexe
in der Größenordnung der Intensität der erwünschten zu empfangenden
Signale liegt. Allein durch die Vergütung der optischen Elemente lässt
sich dieser Effekt somit nicht mit hinreichender Wirksamkeit unterdrücken.
Es ist damit Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung
zur Übertragung optischer Signale zu schaffen, in der die oben genannten störenden
Rückreflexe wirksam unterdrückt werden.
Diese Aufgabe wird durch die Vorrichtung mit den im Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen gelöst; die Unteransprüche betreffen vorteilhafte Weiterbildungen
und Varianten der Erfindung.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Übertragung optischer
Signale zeigt eine optische Sendeeinheit sowie mindestens eine optische Baugruppe
zur Konditionierung eines von der Sendeeinheit ausgesandten Lichtstrahls. Dabei
weist die Vorrichtung Mittel auf, die es gestatten, die Intensität des Lichtstrahls
im Bereich einer optischen Achse der Vorrichtung abzuschwächen. Mit anderen
Worten wird eine Abdunklung des ausgesandten Lichtstrahls in seinem zentralen Bereich
vorgenommen. Insbesondere in diesem Bereich, also in der Nähe der optischen
Achse der Vorrichtung, besitzen die verwendeten optischen Elemente Grenzflächen,
die im Wesentlichen orthogonal zur optischen Achse verlaufen. Damit würden
an den Grenzflächen in diesem Bereich entstehende Rückreflexe praktisch
direkt in den Empfänger zurückreflektiert, sofern die betreffenden optischen
Elemente in der Vorrichtung sowohl in Sende- als auch in Empfangsrichtung betrieben
werden. Somit hat die Abschwächung der Intensität des Lichtstrahls im
Bereich der optischen Achse den Vorteil, dass gerade diejenigen Bereiche des von
der Sendeeinheit ausgesandten Lichtstrahls, die das höchste Potenzial zeigen,
störende Rückreflexe zu erzeugen, ausgeblendet werden.
Der Grad der Abschwächung der Intensität des Lichtstrahls
im Bereich der optischen Achse kann dabei unterschiedlich hoch sein. Insbesondere
kann die Intensität des Lichtstrahls im Bereich der optischen Achse soweit
abgeschwächt werden, dass die Lichtintensität in den Bereichen des Lichtstrahles,
die sich in der Nähe der optischen Achse befinden, geringer ist als die Intensität
in den Bereichen des Lichtstrahls, die von der optischen Achse weiter beabstandet
sind. Prinzipiell ist es auch denkbar, die Intensität in den Bereichen in der
optischen Achse gegenüber der von der Lichtquelle emittierten Intensität
abzuschwächen, ohne dass notwendigerweise die Lichtintensität in der Nähe
der optischen Achse geringer ist als die Intensität in den von der optischen
Achse weiter beabstandeten Bereichen. Der letztgenannte Fall kann beispielweise
dann eintreten, wenn die Sendeeinheit einen Lichtstrahl mit einem in radialer Richtung
gaussförmigen Intensitätsprofil emittiert – auch eine Abflachung
des gaussförmigen Intensitätsprofils in der Nähe des Maximums der
Gausskurve und damit in der Nähe der optischen Achse würde den gewünschten
Effekt grundsätzlich bewirken.
In einer ersten vorteilhaften Variante der Erfindung wird eine der
genannten optischen Baugruppen zur Konditionierung des von der Sendeeinheit ausgesandten
Lichtstrahls durch einen Kollimator gebildet. Die Wirkungsweise des Kollimators
besteht dabei darin, dass er mittels einer Anordnung mehrerer Linsen als optische
Elemente den üblicherweise aus einer Sendefaser austretenden Lichtstrahl aufweitet
und ein paralleles Lichtbündel mit einem definierten Durchmesser und in der
Regel einem gaußförmigen Intensitätsverlauf erzeugt. Eine wirksame
Möglichkeit zur Abschwächung der Intensität des Lichtstrahls im Bereich
der optischen Achse des Kollimators besteht nun darin, die optischen Elemente oder
zumindest eines der optischen Elemente des Kollimators im Bereich der optischen
Achse mit einer reflektierenden Schicht als Mittel zur Abschwächung der Intensität
des den Kollimator passierenden Lichtstrahls zu versehen, so dass die Intensität
des Lichtstrahls im Bereich der optischen Achse des Kollimators durch Reflexion
vermindert wird. Dabei macht man sich die Tatsache zunutze, dass sich der Kollimator
ausschließlich im Sendepfad der Vorrichtung zur Obertragung optischer Signale
befindet, so dass die durch die reflektierende Schicht erzeugten Rückreflexe
lediglich auf die Sendeeinheit zurückfallen, wo sie keinerlei störenden
Effekt hervorrufen. Auf diese Weise lässt sich die Intensität des Lichtstrahls
bereits vor seinem Eintritt in optische Baugruppen, die sich im Empfangsteil der
Vorrichtung befinden, abschwächen. Alternativ oder zusätzlich kann auch
vorgesehen sein, die Sendefaser in der Weise zu wählen, dass das in ihr geführte
Licht hinsichtlich seiner Modenstruktur in der Weise beschaffen ist, dass der Lichtstrahl
bereits bei seinem Austritt aus der Sendefaser die gewünschte radiale Intensitätscharakteristik
zeigt. Dies lässt sich auch durch die Verwendung einer entsprechend gewählten
Lichtquelle mit einer angepassten Modenstruktur, beispielsweise eines vertikal emittierenden
Halbleiterlasers (VCSEL), unterstützen. Alternativ oder zusätzlich kann
im Kollimator die Intensitätsverteilung des Lichtes durch ein diffraktives
Element (DOE) in der Weise geändert werden, dass lediglich eine ringförmige
Ausleuchtung entsteht. Diese Maßnahme hat den Vorteil, dass durch sie gesamte
eingestrahlte Intensität weniger abgeschwächt wird als durch Reflexion
an reflektierenden Schichten.
Die Erzielung des gewünschten Effekts in den optischen Baugruppen
der Vorrichtung, die sowohl zur Konditionierung des ausgesendeten Lichtstrahls als
auch zur Fokussierung des empfangenen Lichtstrahls verwendet werden, sind andere
Maßnahmen erforderlich, da eine Reflexion in Richtung der Empfangseinheit in
diesen Baugruppen unter allen Umständen zu vermeiden ist. Eine vorteilhafte
Vorgehensweise hierzu besteht beispielsweise darin, bei der Verwendung eines Sende-/Empfangsteleskops
mit Okular ein lichtabsorbierendes optisches Element als Mittel zur Abschwächung
der Intensität des Lichtstrahls im Bereich der optischen Achse mindestens eines
der optischen Elemente des Okulars anzuordnen. Als lichtabsorbierendes Element kann
in vorteilhafter Weise eine sogenannte Lichtfalle verwendet werden. Unter einer
Lichtfalle wird dabei ein optisches Bauteil verstanden, in dem einfallendes Licht
durch Reflexion an bzw. Absorption in unter bestimmten Winkeln zueinander angeordneten
Prismen/Kegeln besonders wirksam abgeschwächt wird. Als einfache Variante kommt
auch eine Schwärzung der genannten Bereiche der optischen Elemente in Betracht;
in diesem Fall ist jedoch das Risiko der Rückreflexion von Streulicht in Richtung
der Empfangseinheit vergleichsweise höher.
Die vorgeschaltete Abschwächung der Intensität des Lichtstrahls
im Kollimator hat dabei den Effekt, dass eine Schädigung der Lichtfalle oder
das Auftreten thermischer Spannungen vermieden wird, da ein Großteil der Intensität
des von der Sendeeinheit emittierten Lichtes die Lichtfalle nicht erreicht und damit
in dieser nicht absorbiert werden muss.
Nachfolgend wird anhand der einzigen 1
ein Ausführungsbeispiel der Erfindung exemplarisch erläutert.
1 zeigt eine beispielhafte Vorrichtung zur Übertragung
optischer Signale mit einer optischen Sendeeinheit 1, einem Kollimator
2 als optische Baugruppe zur Konditionierung eines von der Sendeeinheit
1 ausgesandten Lichtstrahls 12, einem Umlenkspiegel
3 sowie einem Polarisationsteiler 4. Ferner weist die Vorrichtung
zur Übertragung optischer Signale den zweiten Umlenkspiegel 5, das
Okular 6 sowie das Cassegrain-Teleskop 9 mit den beiden Spiegeln
8 und 7 auf.
Bei einem Cassegrain-Teleskop fällt das einfallende Licht zunächst
auf einen konkav-parabolischen Hauptspiegel (im vorliegenden Beispiel der erste
Teleskopspiegel 7. Dieser reflektiert das Licht zu einem konvex-hyperbolischen
Fangspiegel, im vorliegenden Beispiel zu dem zweiten Teleskopspiegel 8.
Dieser ist so angeordnet, dass sein konkaver Brennpunkt mit dem des ersten Teleskopspiegels
7 übereinstimmt. Der konvexe Brennpunkt zeigt in Richtung des ersten
Teleskopspiegels 7. Der zweite Teleskopspiegel 8 verlängert
dabei die Brennweite und ermöglicht eine kompakte Bauform der Anordnung.
Zum Empfang von über das Teleskop 9 einfallender
Strahlung enthält die gezeigte Vorrichtung eine Empfangseinheit 10.
Während des Betriebes der dargestellten Vorrichtung sendet die optische Sendeeinheit
1, beispielsweise ein Halbleiterlaser, mit einer Emissionswellenlänge
von ca. 1.064 nm und einer Leistung von ca. 2W. Selbstverständlich sind auch
andere Emissionswellenlängen denkbar, die für die jeweilige Anwendung
geeignet sind, insbesondere auch 1550 nm. Der ausgesandte Lichtstrahl
12 tritt zunächst in den Kollimator 2 mit den Linsen
21, 22, 23 ein, wo er auf einen Durchmesser von ca. 12
mm aufgeweitet wird. Bereits im Kollimator 2 wird die Intensität des
Lichtstrahls 12 im Bereich der optischen Achse geschwächt. Hierzu
ist im Strahlengang des Kollimators 2 der Linse 21 das diffraktive
Element 24 vorgelagert, das beispielsweise als Beugungsgitter realisiert
sein kann. Durch die Beugung an dem diffraktiven Element 24 wird die Intensität
des Lichtstrahls 12 aus den der optischen Achse benachbarten Bereichen
in achsenfernere Bereiche umgelenkt.
Im weiteren Verlauf des Strahlenganges durch den Kollimator
2 befindet sich das optische Element 23, das im Bereich seiner
optischen Achse die Verspiegelungsschicht 25 aufweist, die das Licht im
zentralen Bereich des von der Sendeeinheit 1 ausgesandten Lichtstrahls
12 in Richtung der Sendeeinheit 1 zurückreflektiert. In diesem
Teil der Anordnung ist eine Reflexion unkritisch, da das an der Verspiegelungsschicht
25 reflektierte Licht nicht die Empfangseinheit 10 erreichen kann
und damit auch nicht zu Störungen führt. Selbstverständlich ist es
auch denkbar, die Verspiegelungsschicht 24 auf einer der anderen im Kollimator
2 angeordneten Linsen 21 oder 22 anzuordnen, entscheidend
ist lediglich, dass der den Kollimator 2 verlassende Lichtstrahl
12 in seinem der optischen Achse der Vorrichtung am nächsten liegenden
Bereich abgeschwächt ist. Dabei kann der Bereich, in dem der Lichtstrahl
12 abgeschwächt ist, einen Durchmesser von ca. 2 mm besitzen.
Nach dem Austritt aus dem Kollimator 2 gelangt der Lichtstrahl
12 auf den Umlenkspiegel 3, wo er in Richtung des Polarisationsteilers
4 umgeleitet wird. Der Polarisationsteiler 4 weist polarisationsabhängige
Reflexionseigenschaften auf, d. h. auf ihn einfallendes Licht wird in Abhängigkeit
seiner Polarisation zur Einfallsebene entweder reflektiert oder transmittiert, d.
h. in Richtung des Empfängers 10 durchgelassen. Im vorliegenden Beispiel
ist der von der Sendeeinheit 1 emittierte Lichtstrahl 12 linear
in der Weise polarisiert, dass es nach dem Durchgang durch den Kollimator
2 und der Umlenkung an dem Umlenkspiegel 3 an dem Polarisationsteiler
4 vollständig in Richtung des zweiten Umlenkspiegels 5 reflektiert
wird. Der zweite Umlenkspiegel 5 lenkt den Lichtstrahl 12 in Richtung
des Okulars 6 des Cassegrain-Teleskops 9 ab. Im vorliegenden Beispiel
weist das Okular 6 die Linsen 61, 62 und 63
auf, dabei ist die in Richtung des Lichtstrahls 12 erste Linse
61 im Bereich ihrer optischen Achse mit der Lichtfalle 11 versehen,
in der eine nahezu vollständige Absorption des in diesen Bereich einfallenden
Lichtes erfolgt. Der besondere Vorteil der dargestellten Konfiguration liegt dabei
darin, dass sich die Lichtfalle 11 in der in Strahlrichtung ersten Linse
61 befindet, dadurch wird erreicht, dass bereits vor dem Erreichen weiterer
gegebenenfalls reflektierender Grenzflächen im Okular 6 die Intensität
des einfallenden Lichtstrahls 12 im Bereich seiner optischen Achse weiter
wirksam abgeschwächt wird. Allerdings kann es von Vorteil sein, im Verlauf
des Okulars beispielsweise in der Linse 63 eine weitere Lichtfalle vorzusehen,
um die Wahrscheinlichkeit von Rückreflexen, die von nicht achsenparallelen
Lichtstrahlen herrühren, weiter zu reduzieren. Die Lichtfallen können
dabei einen Durchmesser im Bereich von ca. 2 mm aufweisen. Nach dem Verlassen des
Okulars 6 tritt der so konditionierte Lichtstrahl 12 durch eine
Öffnung im ersten Spiegel 7 des Cassegrain-Teleskops 9 in
dieses ein, wird an dem zweiten Spiegel 8 des Cassegrain-Teleskops
9 in Richtung des ersten Spiegels 7 des Cassegrain-Teleskops
9 zurückreflektiert und verlässt das Teleskop 9 als
aufgeweitetes, näherungsweise paralleles Lichtbündel in Richtung einer
nicht dargestellten Sende-/Empfangsvorrichtung, mit der ein Datenaustausch erfolgen
soll.
Ein von der nicht dargestellten Sende-/Empfangsvorrichtung ausgesandter
einfallender ebenfalls nicht dargestellter Lichtstrahl trifft umgekehrt zunächst
auf den ersten Spiegel 7 des Cassegrain-Teleskops 9, von wo aus
er auf den zweiten Spiegel 8 des Cassegrain-Teleskops 9 abgelenkt
wird und nachfolgend durch das Okular 6 und den Umlenkspiegel
5 auf den Polarisationsteiler 4 gelangt. Dabei ist die Polarisation
des einfallenden Lichtstrahles so gewählt, dass der Lichtstrahl den Polarisationsteiler
4 passiert und nachfolgend auf die Empfangseinheit 10 gelangt,
wo er detektiert wird. Aufgrund der gegenüber dem Durchmesser des zum empfangenden
Lichtstrahles kleinen Ausdehnung der zur Abschwächung der Intensität des
Lichtstrahles im Bereich der optischen Achse verwendeten Lichtfallen 11
wird die Intensität des erwünschten zu empfangenden Lichtes, das die Empfangseinheit
10 erreicht, nicht wesentlich gemindert.
Ein besonderer Vorteil der dargestellten Anordnung liegt dabei darin,
dass die Abschwächung der Intensität des Lichtstrahls 12 im Bereich
der optischen Achse durch eine Kombination verschiedener Elemente erreicht wird,
so dass Störungen der Empfangseinheit 10 durch rückreflektiertes
Falschlicht wirksam vermieden werden.
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| Anspruch[de] |
Vorrichtung zur Übertragung optischer Signale,
mit einer optischen Sendeeinheit (1) sowie mindestens einer optischen Baugruppe
(2, 3, 4, 5, 6, 9) zur Konditionierung
eines von der Sendeeinheit (1) ausgesandten Lichtstrahls (12),
wobei die Vorrichtung Mittel (11, 24, 25) zur Abschwächung
der Intensität des Lichtstrahls (12) im Bereich einer optischen Achse
der Vorrichtung aufweist.
Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung
in Richtung des von der Sendeeinheit (1) ausgesandten Lichtstrahls (12)
als optische Baugruppe einen Kollimator (2) zur Strahlaufweitung umfasst.
Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die
Vorrichtung in Richtung des von der Sendeeinheit (1) ausgesandten Lichtstrahls
(12) ein Okular (6) umfasst.
Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei
einem Mittel (11, 24, 25) zur Abschwächung der Intensität
des Lichtstrahls (12) um eine reflektierende Schicht (25) im Bereich
der optischen Achse mindestens eines optischen Elementes (21,
22, 23) des Kollimators (2) handelt.
Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei
einem Mittel (11, 24, 25) zur Abschwächung der Intensität
des Lichtstrahls (12) um ein lichtabsorbierendes optisches Element (11)
im Bereich der optischen Achse mindestens eines optischen Elementes (61,
62, 63) des Okulars (6) handelt.
Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei
dem lichtabsorbierenden Element (11) um eine Lichtfalle handelt.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass der Kollimator (2) in der Weise beschaffen ist, dass der Lichtstrahl
(12) nach dem Durchgang durch den Kollimator (2) einen Durchmesser
von ca. 12 mm aufweist.
Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche 2 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, dass die Mittel (11, 24, 25) zur Abschwächung
der Intensität des Lichtstrahls (12) so beschaffen sind, dass die
Intensität des Lichtstrahls (12) nach dem Durchgang durch den Kollimator
(2) in einem Bereich von ca. 1 mm um die optische Achse abgeschwächt
ist.
Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die optische Sendeeinheit (1) Licht mit einer Wellenlänge von
ca. 1064 nm oder von ca. 1550 nm aussendet.
Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass es sich bei einer optischen Baugruppe (2, 3, 4,
5, 6, 9) um ein Teleskop (9), insbesondere um
ein Cassegrain-Teleskop handelt.
Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass es sich bei einem Mittel (11, 24, 25) zur Abschwächung
der Intensität des Lichtstrahls (12) um ein diffraktives optisches
Element (24) handelt.
Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel (11, 24, 25) zur Abschwächung der
Intensität des Lichtstrahls (12) so ausgebildet sind, dass die Intensität
des abgeschwächten Lichtstrahls im Bereich der optischen Achse geringer ist
als die Intensität in den der optischen Achse in axialer Richtung ferner liegenden
Bereichen.
Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorrichtung eine Empfangseinheit (10) umfasst, und dass ein Strahlteiler
(4) vorhanden ist, der die Lichtwege in der Vorrichtung unterteilt in
– einen ersten Teillichtweg, der ausschließlich von durch die Sendeeinheit
(1) ausgesendetem Licht durchlaufen wird
– einen zweiten Teillichtweg, der ausschließlich von durch die Empfangseinheit
(10) zu empfangendem Licht durchlaufen wird
– und einen dritten Teillichtweg, der sowohl von durch die Empfangseinheit
(10) zu empfangendem Licht als auch von durch die Sendeeinheit (1)
ausgesendetem Licht durchlaufen wird, wobei sich Mittel (24,
25) zur Abschwächung der Intensität des Lichtstrahls (12)
im ersten Teillichtweg befinden.
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