Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Endoskops,
wobei das Endoskop einen Endoskopkopf und ein Optikrohr aufweist, mit den Schritten
Bereitstellen des Endoskopkopfs, Bereitstellen des Optikrohrs und Einschieben eines
proximalen Endbereichs des Optikrohrs in einen distalen Endbereich des Endoskopkopfs.
Die Erfindung betrifft ferner ein Endoskop mit einem Endoskopkopf
und einem Optikrohr.
Ein derartiges Verfahren sowie ein Endoskop, das durch dieses Verfahren
hergestellt ist, sind allgemein bekannt.
Endoskope werden vor allem in der minimal-invasiven Chirurgie verwendet,
um Körperhohlräume oder Hohlorgane zu untersuchen. Hierzu weist ein Endoskop
einen Endoskopkopf auf, an dessen distalen Ende ein langerstreckter Endoskopschaft
angeordnet ist, der ein Optikrohr aufweist. Am Endoskopkopf können Anschlüsse
für eine externe Beleuchtungsquelle und Spül-/Saugleitungen sowie eine
Augenmuschel vorgesehen sein. Es wird über den Anschluss für die Beleuchtungsquelle
Licht in ein Lichtleitsystem, das durch den Endoskopkopf und den Endoskopschaft
reicht, eingekoppelt und zu dem distalen Ende des Endoskopschafts geführt.
Ferner weist das Endoskop eine Optik zur Bildgebung auf. Die Bildgebungsoptik kann
aus Lichtleitfasern, Stablinsen o.a. gefertigt sein, aber auch einen Bildsensor
mit elektrischer Signalübertragung aufweisen.
Endoskope können je nach Material des Endoskopschafts starr oder
flexibel ausgebildet sein. Ein starres Endoskop weist einen Schaft aus einem nicht
biegsamen Material, wie bspw. Edelstahl oder Metall, auf.
Zur Untersuchung eines Körperhohlraums wird ein distaler Endbereich
des Endoskops in diesen eingeführt, während der Endoskopkopf und der Teil
des Endoskopschafts, der nicht in den Körperhohlraum eingeführt ist, außerhalb
des Körpers verbleibt.
Die Herstellung eines Endoskops umfasst unter anderem das Verbinden
eines proximalen Endbereichs des Schafts mit einem distalen Endbereich des Endoskopkopfs.
Bekannte Verfahren gehen davon aus, den Endoskopkopf und das Optikrohr
des Endoskops bereitzustellen und beide derart ineinander einzuschieben, dass das
Optikrohr mit seinem proximalen Endbereich in dem distalen Endbereich des Endoskopkopfs
aufgenommen ist. Die Berührflächen beider Endbereiche werden durch Löten,
Schweißen oder Verkleben miteinander verbunden.
Nachteilig an diesen bekannten Verfahren ist, dass das Verbinden des
Endoskopkopfs und des Optikrohrs technisch sehr aufwändig ist. Im Fertigungsprozess
des Endoskops müssen entsprechende Maschinen bereitgestellt werden, die ein
Verschweißen, Verlöten oder Verkleben der Berührflächen des
Endoskopkopfs und des Optikrohrs ermöglichen. Ferner sind diese bekannten Verfahren,
den Endoskopkopf mit dem Optikrohr zu verbinden, sehr zeitaufwändig. Insbesondere
muss beim Verkleben beider Endoskopbauteile darauf geachtet werden, dass das Optikrohr
und der Endoskopkopf so lange lagefest gehalten werden, bis der Klebstoff getrocknet
ist.
Ein weiterer Nachteil dieser Verfahren ist die Schwierigkeit, das
Optikrohr und den Endoskopkopf beim Herstellungsprozess zueinander exakt positioniert
zu halten, so dass die Länge des Endoskops reproduzierbar ist. Weicht die sich
ergebende Gesamtlänge des hergestellten Endoskops minimal von der gewünschten
Solllänge ab, muss dieser Längenunterschied beim Ausbilden des Lichtleitsystems
und der Bildgebungsoptik berücksichtigt werden.
Ferner ist es bei den bekannten Herstellungsverfahren mittels Schweißen
und Löten nachteilig, dass während des Herstellungsprozesses Wärme
im Bereich der Verbindungsstelle beider Endoskopbauteile entsteht. Durch die Erwärmung
des Materials des Optikrohrs kann dieses spröde werden, wodurch die Festigkeit
des Optikrohrs im Bereich der Wärmeinwirkung herabgesetzt wird, so dass das
Optikrohr bereits bei leichten Biegebeanspruchungen brechen kann.
Ferner erweist es sich als Nachteil, dass bei Endoskopen, die mittels
der bekannten Verfahren hergestellt sind, die Verbindung zwischen dem Endoskopkopf
und dem Optikrohr nicht stabil ausgebildet ist. Wird das Optikrohr während
einer Operation infolge einer Biegebeanspruchung einer starken Hebelkraft ausgesetzt,
ist es möglich, dass das Endoskop an der Verbindungsstelle, d.h. der Schweiß-,
Löt- oder Klebestelle, zwischen dem Endoskopkopf und dem Optikrohr bricht.
Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, hier Abhilfe
zu schaffen und ein Verfahren der eingangs genannten Art bereitzustellen, das eine
technisch einfach realisierbare und stabile Verbindung zwischen dem Endoskopkopf
und dem Optikrohr ermöglicht.
Es ist ferner eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Endoskop
der eingangs genannten Art bereitzustellen, bei dem der Endoskopkopf konstruktiv
einfach und stabil mit dem Optikrohr verbunden ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe hinsichtlich des eingangs
genannten Verfahrens dadurch gelöst, dass der distale Endbereich des Endoskopkopfs
mit dem proximalen Endbereich des Optikrohrs verpresst wird.
Des Weiteren wird die Aufgabe hinsichtlich des eingangs genannten
Endoskops erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass ein proximaler Endbereich
des Optikrohrs mit einem distalen Endbereich des Endoskopkopfs verpresst ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren und das erfindungsgemäße
Endoskop ermöglichen eine technisch sehr einfache Verbindung zwischen dem Endoskopkopf
und dem Optikrohr. Ein Verpressen der beiden Endoskopbauteile bedarf vorteilhafterweise
keiner weiteren Hilfsmittel, wie z.B. Lötzinn oder Klebstoff. Ferner kann das
erfindungsgemäße Verfahren zeitsparender als ein Verlöten, Verschweißen
oder Verkleben des Endoskopkopfs mit dem Optikrohr durchgeführt werden. Daher
entfallen bei der Fertigung des Endoskops Prozessschritte wie Abkühlen oder
Trocknen der Verbindungsstelle zwischen dem Endoskopkopf und dem Optikrohr.
Durch das Verpressen des Optikrohrs mit dem Endoskopkopf, das kalt
bzw. ohne Erwärmung durchgeführt werden kann, entstehen auch keine Materialschwächungen
durch Wärmeeinflüsse, wie dies beim Schweißen oder Löten der
Fall ist.
Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens gegenüber
den bekannten Verfahren ergibt sich aus der Tatsache, dass die Verbindung zwischen
dem Optikrohr und dem Endoskopkopf stabil und zeitlich beständig ausgebildet
ist. Da beide Endoskopbauteile miteinander verpresst sind, ist das Endoskop gegenüber
äußeren Einflüssen, wie zum Beispiel Wasser, unempfindlich. Folglich
lockert sich das Optikrohr auch nicht nach vielen Reinigungsprozessen des Endoskops,
so dass kostenintensive Reparaturen vermieden werden.
Ferner ermöglicht das Verpressen des Endoskopkopfs mit dem Optikrohr
eine stabile Verbindung beider Bauteile. Hierdurch hält das Endoskop vorteilhafterweise
auch starken Biegebeanspruchungen des Optikrohrs stand, die eine große Hebelkraft
auf das Optikrohr erzeugen.
In einer bevorzugten Ausgestaltung wird der proximale Endbereich des
Optikrohrs durch Stauchen verpresst.
Diese Maßnahme stellt eine konstruktiv einfach zu realisierende
Verpressung des Optikrohrs mit dem Endoskopkopf dar. Da die Wandstärke des
Optikrohrs geringer ist als derjenige des Endoskopkopfs, eignet sich das Optikrohr
für einen Stauchungsvorgang besser als der Endoskopkopf für einen Quetschvorgang.
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung wird das Optikrohr beim
Verpressen axial lagefest gehalten, und es wird eine axiale Kraft in Richtung eines
distalen Endbereichs des Optikrohrs auf den proximalen Endbereich des Optikrohrs
ausgeübt.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, dass das Verpressen des Optikrohrs
mit dem Endoskopkopf auf einfache Weise dadurch erreicht wird, dass das eingeschobene
Optikrohr distalseitig des Endoskopkopfs gehalten wird und gleichzeitig eine axiale
Kraft, die in Richtung des distalen Endes des Optikrohrs wirkt, auf dieses beaufschlagt
wird. Der proximale Endbereich des Optikrohrs wird dadurch gestaucht und mit dem
Endoskopkopf verpresst.
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung wird die axiale Kraft
durch ein Verpresswerkzeug, insbesondere einen Dorn, bereitgestellt.
Diese Maßnahme stellt eine technisch einfache Möglichkeit
dar, wie die axiale Kraft auf das Optikrohr erzeugt wird. Im Unterschied zu den
bekannten Verfahren ist der Werkzeugaufwand wesentlich geringer.
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung wird der distale Endbereich
des Endoskopkopfs innenseitig mit einem umfänglichen Einstich bereitgestellt,
in den beim Verpressen Material des Optikrohrs formschlüssig einfließt.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, dass das Optikrohr in dem Endoskopkopf
axial besonders sicher gehalten wird, indem Material des Optikrohrs in den Einstich
des Endoskopkopfs eingreift. Zug- und Druckkräfte auf das Optikrohr in axialer
Richtung führen nicht zu einer Lageänderung des Optikrohrs bezüglich
des Endoskopkopfs.
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung wird der umfängliche
Einstich als vollumfängliche Nut bereitgestellt.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, dass aufgrund dieser Formgebung
des Einstichs besonders viel Material in den Einstich eingreifen kann. Die Verbindung
des Endoskopkopfs mit dem Optikrohr ist daher besonders stabil ausgebildet.
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung wird der distale Endbereich
des Endoskopkopfs mit zumindest einer umfänglich begrenzten Ausbuchtung bereitgestellt,
in die beim Verpressen Material des Optikrohrs formschlüssig einfließt.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, dass das in
die umfänglich begrenzte Ausbuchtung eingeschobene Material verhindert, dass
sich das Optikrohr relativ zum Endoskopkopf um seine Längsachse verdrehen kann.
Hierdurch ergibt sich auf einfache Weise eine Verdrehsicherung des Optikrohrs.
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung wird zusätzlich ein
proximales Ende des Optikrohrs trompetenartig aufgeweitet.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, dass das proximale Ende des Optikrohrs
von der Längsachse des Optikrohrs aus gesehen wegweist. Werden während
einer weiteren Montage Lichtleiter durch das Optikrohr und den Endoskopkopf eingebracht,
wird vorteilhafterweise verhindert, dass diese beschädigt werden, bspw. knicken
oder brechen.
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung wird der distale Endbereich
des Endoskopkopfs nach dem Verpressen mit dem proximalen Endbereich des Optikrohrs
verklebt.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, dass das Endoskop gegenüber
äußeren Einflüssen, wie z.B. Wasser, abgedichtet wird. Der Klebstoff
muss aber nicht wie bei den bekannten Verfahren die Haltekraft für die feste
Verbindung zwischen Optikrohr und Endoskopkopf aufbringen, so dass die Klebstelle
keine Sollbruchstelle darstellt.
Weitere Vorteile und Merkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
und der beigefügten Zeichnung.
Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachfolgend
noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in den angegebenen Kombinationen, sondern
auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung einsetzbar sind, ohne den Rahmen
der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand einiger ausgewählter Ausführungsbeispiele
im Zusammenhang mit der beiliegenden Zeichnung näher beschrieben und erläutert.
Es zeigen:
1 eine Seitenansicht eines Endoskops;
2 ein Optikrohr (ausschnittsweise) und einen Endoskopkopf
im Längsschnitt zu Beginn eines Verfahrens zum Herstellen des Endoskops;
3 das Optikrohr und den Endoskopkopf in 2
in einem weiteren Verfahrensschritt des Herstellungsverfahrens;
4 den Endoskopkopf und das Optikrohr in 3
mit einem Verpresswerkzeug in einem weiteren Verfahrensschritt des Herstellungsverfahrens;
5 den Endoskopkopf und das Optikrohr sowie das Verpresswerkzeug
in 4 in einem weiteren Verfahrensstadium des Herstellungsverfahrens;
6 den Endoskopkopf, das Optikrohr und das Verpresswerkzeug
in 5 in einem weiteren Verfahrensstadium des Herstellungsverfahrens;
7 den Endoskopkopf und das Optikrohr in 6
und ein weiteres Verpresswerkzeug in einem weiteren Verfahrensstadium des Herstellungsverfahrens;
8 den Endoskopkopf, das Optikrohr und das weitere Verpresswerkzeug
in 7 in einem weiteren Verfahrensschritt des Herstellungsverfahrens;
und
9 den Endoskopkopf in einem Querschnitt entlang der
Linie I-I in 8.
In 1 ist ein mit dem allgemeinen Bezugszeichen
10 versehenes Endoskop dargestellt. Das Endoskop 10 weist einen
Endoskopkopf 12 und einen Endoskopschaft 14 auf.
Ein derartiges Endoskop 10 wird bspw. in der minimal-invasiven
Chirurgie zur Untersuchung von Körperhohlräumen oder Hohlorganen verwendet.
Hierbei wird das Endoskop 10 distalseitig in eine Körperöffnung
eingeführt, so dass zumindest der Endoskopkopf 12 außerhalb des
Körpers verbleibt.
Der Endoskopschaft 14 weist ein langerstrecktes Optikrohr
16 auf, dessen proximaler Endbereich 18 mit einem distalen Endbereich
20 des Endoskopkopfs 12 verbunden ist. Das Optikrohr
16 ist vorzugsweise als zylinderförmiger Hohlzylinder mit geringer
Wandstärke ausgebildet.
Am Endoskopkopf 12 sind ein Anschluss 22 für
eine externe Beleuchtungsquelle und eine Augenmuschel 24 angeordnet. Im
Endoskop 10 ist ferner ein Lichtleitsystem aufgenommen, das sich ausgehend
von dem Anschluss 22 zu einem distalen Endbereich 26des Optikrohrs
16 erstreckt und aus Lichtleitfasern gefertigt ist. Das Lichtleitsystem
wird zur Beleuchtung eines Operationsgebietes innerhalb der Körperöffnung
verwendet. Ferner ist in dem Endoskop 10 ein Bildgebungssystem aufgenommen,
das sich von der Augenmuschel 24 bis zu dem distalen Endbereich
26 des Optikrohrs 16 erstreckt. Das Bildgebungssystem kann Lichtleitfasern,
Stablinsen oder auch einen Bildsensor mit elektrischer Signalübertragung aufweisen.
Das Endoskop 10 ist vorzugsweise starr ausgebildet, wobei
das Optikrohr 16 aus nicht biegsamen Materialien, wie beispielsweise Stahl
oder Metall, gefertigt ist.
Bei einem Verfahren zum Herstellen des Endoskops 10 wird
in einem ersten Verfahrensschritt das Optikrohr 16 sowie der Endoskopkopf
12 bereitgestellt (siehe 2). Der Endoskopkopf
12 weist innenseitig an seinem distalen Endbereich 20 einen umfänglichen
Einstich 28 sowie zumindest eine umfänglich begrenzte Ausbuchtung
30 auf.
Der Einstich 28 ist vorzugsweise als vollumfängliche
Nut 32 in dem distalen Endbereich 20 des Endoskopkopfs
12 ausgebildet. Die Ausbuchtung 30 kann entweder direkt an einem
Teil des Einstichs 28 angeordnet oder von diesem räumlich beabstandet
in dem distalen Endbereich 20 des Endoskopkopfs 12 ausgebildet
sein. Ferner kann die Ausbuchtung 30 in radialer Richtung des distalen
Endbereichs 20 des Endoskopkopfs 12 gesehen gegenüber dem
Einstich 28 vertieft sein.
Ein Außendurchmesser 34 des Optikrohrs 16 ist
derart bemessen, dass er geringfügig kleiner als ein Innendurchmesser
36 des distalen Endbereichs 20 des Endoskopkopfs 12 ist.
Wie in 3 dargestellt, wird in einem weiteren
Verfahrensschritt der proximale Endbereich 18 des Optikrohrs
16 entlang einer Richtung eines Pfeils 38 in den distalen Endbereich
20 des Endoskopkopfs 12 eingeschoben. Hierbei berührt eine
Außenfläche 40 des Optikrohrs 16 eine Innenfläche
42 des Endoskopkopfs 12 oder die Außenfläche
40 des Optikrohrs 16 ist geringfügig beabstandet zu der Innenfläche
42 des distalen Endbereichs 20 des Endoskopfkopfs 12.
Ferner wird der proximale Endbereich 18 des Optikrohrs 16 so weit
in den distalen Endbereich 20 des Endoskopkopfs 12 eingeschoben,
dass zumindest ein proximales Ende 44 des Optikrohrs 16 über
den Einstich 28 und die Ausbuchtung 30 hinausreicht.
4–8 zeigen das
Verpressen des distalen Endbereichs 20 des Endoskopkopfs 12 mit
dem proximalen Endbereich 18 des Optikrohrs 16.
Das Optikrohr 16, dessen proximaler Endbereich
18 in dem distalen Endbereich 20 des Endoskopkopfs 12
eingeschoben ist, wird axial lagefest gegenüber Zug- und Druckkräften,
die in axialer Richtung des Optikrohrs 16 weisen, gehalten (siehe
4). Hierzu wird das Optikrohr 16 in eine Haltevorrichtung
46 eingespannt. Solch eine Haltevorrichtung 46 kann bspw. zwei
Backen 48, 50 aufweisen, die an der Außenfläche
40 des eingeschobenen Optikrohrs 16 distalseitig des distalen
Endbereichs 20 des Endoskopkopfs 12 angreifen. Die beiden Backen
48, 50 berühren entweder den distalen Endbereich
20 des Endoskopkopfs 12 oder sie sind zu diesem geringfügig
beabstandet. Die Backen 48, 50 der Haltevorrichtung
46 sind in 4 dargestellt, während sie
übersichtshalber in 5–8
nicht gezeigt sind.
Es wird in Richtung eines Pfeils 52 eine axiale Kraft auf
den proximalen Endbereich 18 des Optikrohrs 16 ausgeübt.
Die axiale Kraft wird mittels eines Verpresswerkzeugs 54 erzeugt, das proximalseitig
durch den Endoskopkopf 12 in das Optikrohr 16 eingeführt
wird.
Das Verpresswerkzeug 54 kann vorzugsweie als zylinderförmiger
Dorn 56 ausgebildet sein. Das Verpresswerkzeug 54 verjüngt
sich an einem distalen Ende 58 stufenförmig, so dass ein Außendurchmesser
60 des distalen Endes 58 des Verpresswerkzeugs 54 geringfügig
kleiner als ein Innendurchmesser 62 des Optikrohrs 16 ausgebildet
ist. Ferner weist das Verpresswerkzeug 54 im Bereich der stufenförmigen
Verjüngung eine vorzugsweise vollumfängliche Planfläche
64 auf, die quer zu einer Längsachse 66 des Verpresswerkzeugs
54 ausgebildet ist, an der das proximale Ende 44 des Optikrohrs
16 vollumfänglich zur Anlage kommt. Vorzugsweise ist das distale Ende
58 des Verpresswerkzeugs 54 derart lang ausgebildet, dass das
Verpresswerkzeug 54 in einem vollständig eingeschobenen Zustand, d.h.
wenn die Planfläche 64 das proximale Ende 44 des Optikrohrs
16 berührt, über den Einstich 28 und die Ausbuchtung
30 reicht.
Wie in 5 dargestellt, wird der proximale
Endbereich 18 des Optikrohrs 16 derart durch die axiale Kraft
gestaucht, dass gestauchtes Material radial nach außen verschoben wird. Dies
ist insbesondere der Fall, wenn das distale Ende 58 des Verpresswerkzeugs
54 über den Einstich 28 und die Ausbuchtung 30reicht
und somit ein radial nach innen gerichtetes Verschieben des gestauchten Materials
verhindert. Hierbei greift Material des proximalen Endbereichs 18 des Optikrohrs
16 formschlüssig in den Einstich 28 ein, während das
Optikrohr 16 mit dem Endoskopkopf 12 verpresst wird. Das Eingreifen
des Materials des Optikrohrs 16 in den Einstich 28 ermöglicht
eine sichere axiale Lagefixierung des Optikrohrs 16 bezüglich des
Endoskopkopfs 12.
Durch das Verpressen greift ferner Material des Optikrohrs
16 in die Ausbuchtung 30 ein (siehe 6).
Hierdurch wird verhindert, dass sich das Optikrohr 16 relativ zum Endoskopkopf
12 um seine Längsachse verdrehen kann.
Wie in 7 dargestellt, wird zusätzlich
das proximale Ende 44 des Optikrohrs 16 trompetenartig aufgeweitet,
so dass sich der Außendurchmesser 34 des Optikrohrs 16 an
dieser Stelle vergrößert. Das proximale Ende 44 des Optikrohrs
16 weist von einer Längsachse des Optikrohrs 16 aus gesehen
nach außen weg. Hierzu wird das Verpresswerkzeug 54 aus dem Optikrohr
16 und dem Endoskopkopf 12 entnommen. Es wird
ein weiteres Verpresswerkzeug 68 in Richtung des Pfeils 52 durch
den Endoskopkopf 12 in das verpresste Optikrohr 16 eingeschoben,
mit dem eine axiale Kraft auf den proximalen Endbereich 18 des Optikrohrs
16 erzeugt wird.
Das weitere Verpresswerkzeug 68 verjüngt sich ebenfalls
distalseitig, wobei die Verjüngung nicht stufenförmig ausgebildet ist,
sondern sich über einen konkav gekrümmten Teilbereich eines distalen Endes
70 erstreckt. Ein kleinster Außendurchmesser 72 des distalen
Endes 70 des weiteren Verpresswerkzeugs 68 ist ebenfalls geringfügig
kleiner als der Innendurchmesser 62des Optikrohrs 16 ausgebildet.
Das sich verjüngende distale Ende 70 des weiteren Verpresswerkzeugs
68 dehnt das proximale Ende 44 des Optikrohrs 16 derart
aus, dass sich eine Form des proximalen Endes 44 des Optikrohrs
16 einer Form des distalen Endes 70 des weiteren Verpresswerkzeugs
68 anpasst. Das Verpresswerkzeug 54 und das Verpresswerkzeug
68 können auch als ein Verpresswerkzeug ausgebildet sein, mit dem
der proximale Endbereich 18 des Optikrohrs 16 sowohl gestaucht
als auch das proximale Ende 44 des Optikrohrs 16 aufgeweitet werden
kann.
Das aufgeweitete proximale Ende 44 des Optikrohrs
16 verhindert bei einem späteren Einführen von Lichtleitfasern
in das Endoskop 10 eine Beschädigung letzterer.
Danach wird das weitere Verpresswerkzeug 68 in Richtung eines
Pfeils 74 aus dem Endoskopkopf 12 entnommen (siehe 8).
Der proximale Endbereich 18 des Optikrohrs 16 wird
nach dem Verpressen ferner mit dem distalen Endbereich 20 des Endoskopkopfs
12 verklebt. Hierzu wird ein Klebstoff auf die Außenfläche
40 des Optikrohrs 16 und/oder auf die Innenfläche
42 des distalen Endbereichs 20 des Endoskopkopfs 12 aufgebracht.
Das Verkleben des Optikrohrs 16 mit dem Endoskopkopf 12 dient
zur Abdichtung der Verbindungsstelle beider Endoskopteile gegenüber äußeren
Einflüssen, wie bspw. Wasser.
9 zeigt eine Querschnittszeichnung des distalen Endbereichs
20 des Endoskopkopfs 12 entlang der Linie I-I in 8.
Der proximale Endbereich 18 des Optikrohrs 16 ist mit dem distalen
Endbereich 20 des Endoskopkopfs 12 verpresst. Material des Optikrohrs
16 greift formschlüssig in den als vollumfängliche Nut
32 ausgebildeten Einstich 28 und in die Ausbuchtung
30 ein.