Die Erfindung betrifft eine Anlage mit den Merkmalen im Oberbegriff
des Hauptanspruchs.
Anlagen dieser Gattung finden Einsatz bei Zutrittskontrollen, die
in Form von Ein- und/oder Ausgangsgangsanlagen, Drehsperren oder Drehkreuzen gestaltet
sein können. Sie sind mechanisch oder elektronisch betrieben und können
mit einer Paniksicherung ausgestattet sein, die auch im Panikfall das Öffnen
der Zutrittskontrolle ermöglicht.
Eine solche Anlage ist beispielsweise in der europäischen Patentanmeldung
EP 1 475 509 A1 beschrieben. Sie
dient zum Verschließen eines Personendurchgangs und ist mit einem Träger
ausgestattet und weist zwei Schließeinrichtungen auf, die drehbar um den Träger
angeordnet sind. Es ist ein Antrieb vorgesehen, der an der Trägerachse angeordnet
ist. Es ist weiterhin eine Verriegelungs- und Überwachungseinheit vorgesehen,
die im Wesentlichen aus einer Kupplung sowie einer Bremse (elektromagnetische Zahnkupplung)
besteht. Die Bremse ist unmittelbar mit einem Drehgeber zur Steuerung des Antriebes
versehen. Alle Bauteile sind entlang der Trägerachse angeordnet. Der Drehgeber
ist durch einen Zapfen den die Bremse aufweist, mit der Bremse verbunden.
Andere Systeme dieser Gattung weisen für die Winkel- und/oder
Positionsbestimmung der Schließeinrichtung Lochscheiben, Endschalter, Absolutwertgeber
oder Potentiometer auf.
Solche Anlagen haben üblicherweise die Anforderung, einen Personendurchgang,
insbesondere hierbei die Schließeinrichtung, mit einem vordefinierten Winkel,
vorzugsweise von z.B. 90°, 120°, 180° oder 240° zu dem Träger,
zu öffnen.
Eine Winkel- und/oder Positionsbestimmung kommt insbesondere dann
zum Einsatz, wenn neben diesen vordefinierten Winkeln auch andere Öffnungswinkel
gewünscht sind.
Die herkömmlichen Systeme haben den Nachteil, dass es sich bei
den bisher eingesetzten Drehgebern um bewegliche Teile handelt, die aufgrund des
Verschleißes nur eine kurze Lebensdauer aufweisen.
Beim Einsatz eines Potentiometers beispielsweise, der bekanntlicherweise
mit einem beweglichen Schleifkontakt ausgestattet ist, ist ein verschleißfreies
Arbeiten nicht möglich.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Anlage mit einer besseren
Positions- und Winkelbestimmung der Schließeinrichtung aufzuzeigen.
Die Erfindung löst die Aufgabe mit den Merkmalen im Hauptanspruch.
Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen näher
erläutert. Es zeigt
1 einen Träger einer Anlage mit einer Schließeinrichtung
sowie
2 eine Anordnung einer Positions- und Winkelbestimmung.
1 zeigt ausschnittsweise eine Anlage 1 zum
Verschließen eines Personendurchgangs 2. Diese Anlage 1 ist
aus mindestens einem Träger 3 gebildet. An jedem Träger
3 ist wenigstens eine Schließeinrichtung 4 vorgesehen.
Die Art der Schließeinrichtung 4 ist beliebig. Elektrische
Eingangs- und Ausgangsanlagen, Drehkreuze, oder andere Durchgangssperren weisen
eine solche Schließeinrichtung 4 auf. Sie kann beispielsweise in Form
einer Schwenktüre 5 gebildet sein, wie sie bei Eingangs- und/oder
Ausgangsanlagen eingesetzt wird. Sie kann aber auch in Form eines Drehkreuzes ausgeführt
sein. Die Schließeinrichtung 4 in Form einer Schwenktüre
5 ist in 1 beispielhaft dargestellt.
Der Träger 3 ist üblicherweise ortsfest am Boden
im Bereich eines Personendurchgangs angeordnet. Der Träger 3 weist
einen beweglichen Teil 3.1 auf, der eine Bewegung der Schließeinrichtung
4 ermöglicht.
Im Inneren des Trägers 3 ist die notwendige Elektronik
wie Antrieb 11, Steuerung 12, Steuerleitungen 18, Stromzuführung
19, Netzteil 20 und Schalter 21 vorgesehen.
Auch ein Drehgeber 6 für die Bestimmung der Position
und des Winkels der Schließeinrichtung 4 ist im Inneren des Trägers
3 angeordnet. Er ist ortsfest auf einer Halterung 7 positioniert.
Die Halterung 7 kann verschiedenartig gestaltet sein. Vorzugsweise weist
sie Befestigungsmöglichkeiten für die Anordnung der Halterung
7 im Inneren des Trägers 3 auf. Die Halterung 7
kann mit zwei Bügeln versehen sein, die als weitere Auflager eine vorgegebene
Position des Drehgebers 6 gewährleisten können. Vorzugsweise
ist als Drehgeber 6 ein Sensor 6 und insbesondere ein so genannter
Hall-Sensor im Einsatz. Ein solcher Sensor 6 hat vorzugsweise einen Messbereich
von 0° bis 360°. Er bietet die Möglichkeit, sämtliche Winkel
und/oder Positionen der Schließeinrichtung 4 in einem Bereich von
0° bis 360° zu bestimmen. So können beispielsweise Winkelbereiche
von 90° bis 180° und/oder 120° bis 240° und/oder bis zu 360°
mittels des Sensors 6 überwacht werden.
Es könnte auch der Fall sein, Winkel und/oder Positionen der
Schließeinrichtung 4 mit einem Vielfachen von 0° und 360°
zu überwachen.
Im dargestellten Beispiel – 2
– weist der Sensor 6 eine annähernd runde Form mit Ausbuchtungen
auf, aber auch andere Formen sind denkbar. Die Höhe ist gering, so dass wenig
Raum in Anspruch genommen wird.
Die Befestigung des Winkelsensors 6 auf der Halterung
7 ist beliebig durchführbar, vorzugsweise bietet sich eine Schraubverbindung
an.
Für die berührungslose Bestimmung der Position und/oder
des Winkels der Schließeinrichtung 4 zwischen Sensor 6 und
dem beweglichen Teil 3.1, ist ein Abstand A vorgesehen ist.
In dem technisch vorbestimmten Abstand A zu dem Sensor 6,
der durch einen Luftspalt gebildet ist, ist ein Magnetträger 9 im
beweglichen Teil 3.1 des Trägers 3 vorgesehen. Der Magnetträger
9 ist auf einem Mitnehmer 8 ortsfest gelagert. Der Mitnehmer
8 weist hierfür einen vorzugsweise runden Aufnahmebereich auf. Der
Magnetträger 9 ist zylindrisch ausgeführt. Es sind aber auch
andere Formen denkbar, der Aufnahmebereich ist dann entsprechend anzupassen. Der
Mitnehmer 8 weist eine direkte Anbindung zum Antrieb 11 auf. Hierfür
ist vorzugsweise eine Öffnung 10 im Mitnehmer 8 vorzusehen.
Der Magnetträger 9 ist, durch die Anordnung auf dem
Mitnehmer 8, drehbar gelagert. Der, je nach Winkel und/oder Positionen,
unterschiedliche Verlauf der Feldlinien des Magnetträgers 9 wird von
dem Sensor 6 detektiert. Die Wahl des Sensors 6 ist maßgeblich
in Bezug auf die zu erfassenden Winkelbereiche. Es bieten sich hochgenaue, kontaktlose
Sensoren 6 an. Solche lassen sich vorzugsweise in 10° Schritten programmieren.
Die Linearität des Ausgangssignals ist unabhängig vom Messwinkel und liegt
um 0,5 % oder kleiner.
Für Erfassungsbereiche von bis zu 360° oder einem Vielfachen
hiervon bietet sich der Einsatz eines so genannten Hall-Sensors 6 an.
Es besteht kein Kontakt zwischen dem Magnetträger 9
und dem Sensor 6. Durch diese mechanische Entkopplung ist ein Verschleiß
der Bauteile ausgeschlossen. Durch die mechanische Entkoppelung ist weiterhin eine
Resistenz gegen Stöße z.B. beim Transport oder durch Wagen oder andere
Gegenstände gegeben.
In einer weiterführenden Variante ist die Anordnung, wie sie
in 2 dargestellt ist, d.h. Sensor 6, Halterung
7 sowie Mitnehmer 8 und Magnetträger 9 in einem
Gehäuse 24 angeordnet. Es ist dann eine ortsfeste Anordnung des Gehäuses
24 im Inneren des Trägers 3 vorzusehen, wobei ein Teil des
Gehäuses 24 in den beweglichen Teil 3.1 ragt. Die Form des
Gehäuses 24 bleibt dem Fachmann überlassen.
Die Drehbarkeit des Magnetträgers 9 sowie seine direkte
Anbindung zum Antrieb 11 wird durch die Anordnung im Gehäuse
24 nicht beeinflusst.
In einer weiterführenden Variante ist die Halterung
7 derart gestaltet, dass sich durch die Form der Halterung 7 eine
ortsfeste Anordnung im Inneren des Trägers 3 herstellen lässt.
Auch würde sich anbieten, dass der Boden des Gehäuses
24 durch den Mitnehmer 8 gebildet ist.
Neben den geringeren Kosten ist ein weiterer Vorteil in der einfachen
Montage eines Sensors 6 zu sehen.
Die Positions- und/oder Winkeldaten der Schließeinrichtung
4 werden vom Sensor 6 an die Steuerung 12 bzw. an ein
Steuerungssystem 22 übertragen. Die Übertragung dieser Daten
kann mittels analogen und/oder digitalen Signalen 23 erfolgen.
Im Inneren des Trägers 3 sind, je nach technischer Ausstattung,
Signalleitungen 17 vorzusehen.
Manche Träger 3 weisen im Inneren weiterhin eine Alarmsirene
13 sowie Lautsprecher 14 hierfür auf. Auch kann ein Radarmodul
15 mit einer Radaranschlussleitung 16 Einsatz finden.
- 1
- Anlage
- 2
- Personendurchgang
- 3
- Träger
- 3.1
- beweglicher Teil
- 4
- Schließeinrichtung
- 5
- Schwenktüre, Türflügel
- 6
- Winkelmesser, Sensor, Hallsensor, Drehgeber
- 7
- Halterung Winkelmesser
- 8
- Mitnehmer
- 9
- Magnetträger
- 10
- Öffnung
- 11
- Antrieb
- 12
- Steuerung, Steuerungssystem
- 13
- Alarmsirene
- 14
- Lautsprecher
- 15
- Radarmodul
- 16
- Radaranschlussleitung
- 17
- Signalleitung
- 18
- Steuerleitung
- 19
- Stromzuführungs-Kabel
- 20
- Netzteil
- 21
- Schaltereinschub
- 22
- Steuerungssystem, Signalverarbeitung
- 23
- Signal
- 24
- Gehäuse
- A
- Abstand (Sensor und Magnetträger)