Die Erfindung betrifft ein Oberlicht nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
Aus der DE 199 53 774 B4
ist ein Oberlicht, welches mittels eines justierbaren Montageprofils an einer ortsfesten
Zarge montierbar ist, bekannt. Unterhalb des Oberlichts kann ein feststehendes oder
bewegliches Element, im konkreten Ausführungsbeispiel ein schwenkbar gelagerter
Flügel angeordnet sein. Das Montageprofil ist einerseits an einem Randprofil
des Oberlichts und andererseits an der Zarge abgestützt, wobei innerhalb des
Oberlichts ein Aufnahmeraum für die verdeckte Anordnung des Montageprofils
angeordnet ist. Das als Riegelelement bezeichnete Profil ist in Horizontalrichtung
justierbar und kann in eine komplementäre Aussparung der Zarge eingreifen,
wobei es in dieser Lage im Randprofil des Oberlichts durch Verspannen mit einer
Klemmplatte bzw. einem Oberteil eines Zapfenbandes befestigbar ist. Die Höhenlage
des montierten Oberlichts ist durch diese Ausführung der Befestigung fest vorgegeben,
d.h. bauseits vorhandene Maßabweichungen sind nicht ausgleichbar. Der Aufnahmeraum
des Montageprofils liegt direkt zwischen zwei beabstandeten Glasscheiben des Oberlichts,
wobei ein ebenfalls zwischen den Glasscheibe liegendes Randprofil des Oberlichts
im Bereich des Montageprofils ausgespart ist. Dies ist in der Herstellung aufwendig
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Oberlicht zu schaffen,
deren zargenseitige Befestigung auf einfache und platzsparende Weise einen Ausgleich
bauseits vorhandener Maßabweichungen ermöglicht.
Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Die Unteransprüche bilden vorteilhafte Ausgestaltungsmöglichkeiten der
Erfindung.
Das Randprofil des Oberlichts ist gegenüber dem Montageprofil
in vertikaler Richtung verstellbar, und eine Wandung des Randprofils liegt auf einer
Justiereinrichtung des Montageprofils auf, wobei die Justiereinrichtung innerhalb
des Randprofils verdeckt angeordnet ist. Hierdurch wird auf einfache und platzsparende
Weise eine Anpassung der Montageposition des Oberlichts an bauseits vorhandene Maßabweichungen
ermöglicht, denn die Höhenlage des Oberlichts lässt sich durch Betätigen
der Justiereinrichtung auch bei montiertem Flügel nachträglich justieren.
Durch die verdeckte Anordnung der Justiereinrichtung innerhalb des Randprofils ist
das Randprofil als umlaufender Rahmen ausbildbar, welcher in der Herstellung einfacher
ist. Ferner stehen keinerlei Teile über die Erstreckung des Oberlichts hervor,
so dass sich angrenzende Flügel mit geringem Spalt angrenzend an das Oberlicht
anordnen lassen.
Die Justiereinrichtung weist mindestens eine Justierschraube auf,
welche in eine Gewindebohrung des Montageprofils einschraubbar sein kann. Der Abstand
zwischen dem Montageprofil, welches mit einem Klemmprofil an dem Randprofil des
Oberlichts verklemmbar ist, und dem Klemmprofil ist durch Betätigung der Justierschraube
variierbar.
Die Justiereinrichtung ist leicht bedienbar und ermöglicht auch
eine nachträgliche Justierung des bereits eingebauten Oberlichts, indem zuerst
die Klemmung zwischen dem Montageprofil und dem Randprofil des Oberlichts aufgehoben
wird, beispielsweise durch Lösen der Befestigungsschrauben, und dann durch
Betätigung der Justierschrauben die Höhenlage des Oberlichts zur Zarge
eingestellt werden kann. Zur Sicherung dieser eingestellten Position des Oberlichts
werden die Befestigungsschrauben abschließend wieder angezogen.
In dem scharnierseitigen Verbindungsbereich kann das Klemmprofil einen
Scharnierabschnitt eines Scharniers tragen, wobei das Klemmprofil einstückig
mit dem Scharnierabschnitt ausgebildet sein kann. Hierdurch wird die Anzahl der
Einzellteile sowie der Montageschritte reduziert.
Das Oberlicht kann als sogenannter rahmenloser Flügel mit zwei
transparenten, voneinander beabstandet parallelliegenden Scheiben ausgebildet sein,
die randseitig durch ein zwischen den Scheiben liegendes und beide Scheiben verbindendendes
Randprofil gehalten sind, wobei das Randprofil mindestens einen Aufnahmeraum aufweisen
kann. Ein derartiger Flügel ist optisch besonders vorteilhaft, da er keinerlei
über die Oberfläche der Scheiben überstehende Bauteile des Flügels
aufweist.
Im Nachfolgenden wird ein Ausführungsbeispiel in der Zeichnung
anhand der Figuren näher erläutert. Dabei zeigen:
1 eine erfindungsgemäße, rahmenlose Trennwand
in Frontansicht;
2 eine vergrößerte Ansicht des Verbindungsbereichs
zwischen Festfeld der Trennwand und Zarge gemäß 1;
3 eine schematische Schnittdarstellung der Komponenten
des Verbindungsbereichs aus 2, vor der Montage;
4 eine schematische Schnittdarstellung der Komponenten
des Verbindungsbereichs aus 2 und 3,
nach der Montage;
5 eine dreidimensionale Ansicht des Verbindungsbereichs
aus 4.
In der 1 ist eine rahmenlose Trennwand
1 dargestellt, welche, von einer Zarge 2 umschlossen, in einer
nicht dargestellten Wand angeordnet ist und als Trennwandelemente einen als um eine
Drehachse schwenkbar gelagerter Drehflügel ausgebildeten Flügel
7 sowie ein darüber angeordnetes Oberlicht 3 aufweist.
Das Oberlicht 3 und der Flügel 7 sind jeweils
als sogenannte rahmenlose Flügel ausgebildet, d.h. sie weisen jeweils zwei
transparente, voneinander beabstandet parallelliegenden Scheiben 6,
9 auf, welche randseitig durch ein zwischen den Scheiben 6,
9 liegendes und beide Scheiben 6, 9 verbindendendes Randprofil
4, 5, 8 gehalten sind. Die Scheiben 6,
9 können aus Glas oder, bei entsprechender Eignung, alternativ aus
einem anderen transparenten Material ausgebildet sein.
Die Randprofile 4, 5, 8 weisen tragende
Funktion auf und sind für die Montage von Beschlägen und anderen Funktionsbauteilen
geeignet. Hierzu können die Randprofile 4, 5, 8
jeweils mindestens einen Aufnahmeraum aufweisen, welcher beispielsweise aus Kammer
oder Nut ausgebildet sein kann und eine kraftschlüssige Befestigung des Beschlags
am Randprofil 4, 5, 8 ermöglicht. Die Randprofile
4, 5, 8 können ferner für die Aufnahme von
Lufttrocknungsmitteln, welche mit dem sich zwischen den Scheiben 6,
9 befindenden Zwischenraum zusammenwirken, eingerichtet sein. Alternativ
können, zusätzlich zu den Randprofilen 4, 5,
8 jeweils noch weitere, als sogenannte Abstandshalter ausgebildete Profile
zwischen den Scheiben 6, 9 zum Zwischenraum gerichtet angeordnet
sein und das Lufttrocknungsmittel beinhalten.
Das Oberlicht 3 ist an der Zarge 2 in einem Verbindungsbereich
10 montierbar, wobei in diesem Verbindungsbereich 10 auch ein
Scharnier 11 angeordnet ist, welches als oberes Schwenklager des Flügels
7 dient. An der gegenüberliegenden Seite kann das Oberlicht
3 in gleicher Weise – jedoch ohne Scharnier – an der Zarge
2 befestigt werden (nicht dargestellt). Diese Verbindungsbereiche
10 tragen das Gewicht des Oberlichts 3. In seinem oberen Bereich
ist das Oberlichts 3 ebenfalls mit der Zarge 2 verbunden (nicht
dargestellt), wobei diese Verbindung keine tragende Funktion aufweisen muss, sondern
als Loslager das Oberlicht lediglich in seiner Montageebene fixiert.
Wie es insbesondere in der 2 ersichtlich
ist, greift das Scharnier 11 mit dem Klemmprofil 14 eines Scharnierlappens
durch eine Aussparung 12 der Scheibe 6 hindurch in das untere
horizontale Randprofil 4 des Oberlichts 3 ein und ist an diesem
Randprofil 4 befestigt. In entsprechender Weise kann das Scharnier
11 mit seinem anderen Scharnierlappen durch eine Aussparung 13
der Scheibe 9 hindurch in das obere horizontale Randprofil 8 des
Flügels 7 eingreifen und an dem Randprofil 8 befestigt sein.
In der 3 sind die sich in diesem Verbindungsbereich
10 befindenden Komponenten einzeln, d.h. vor der Montage darstellt, wobei
der als Drehflügel ausgebildete Flügel 7, dessen Scharnierlagerung
erst nach erfolgter Montage des Oberlichts 3 verbunden wird, in diesen
Zeichnungen nicht dargestellt ist:
Das Oberlicht 3 weist an seiner Unterkante ein waagerechtes Randprofil
4 und an seiner vertikalen Kante ein senkrechtes Randprofil 5
auf, welche kraftschlüssig miteinander verbunden sind und mit weiteren, an
den anderen Flügelkanten angeordneten Randprofilen einen umlaufenden Rahmen
bilden. Die Randprofile 4, 5, welche in Blickrichtung senkrecht
zur Flügelebene jeweils durch Scheiben 6 des Oberlichts
3 überdeckt sind, sind in diesem Ausführungsbeispiel einheitlich
ausgebildet und weisen jeweils einen kammerartigen Aufnahmeraum 18,
23 auf, welcher zum Flügelinneren hin durch eine innenseitige Wandung
16, 21 und zur Flügelaußenkante hin durch eine weitere,
außenseitige Wandung 17, 22 begrenzt ist. Anschließend
an die außenseitige Wandung 17, 22 ist zur Flügelaußenkante
hin jeweils ein weiterer, als zur Flügelaußenkante hin offene Nut ausgebildeter
Aufnahmeraum 19, 24 angeordnet. In diesem Aufnahmeraum lassen
sich Randabschlusselemente wie beispielsweise Dichtungen oder Abdeckblenden montieren.
Zur Befestigung des Oberlichts 3 an der Zarge 2
ist ein Befestigungsklotz 15 vorgesehen, welcher an der Zarge
2 montiert ist. Der Befestigungsklotz 15 weist mehrere Gewindebohrungen
25 auf, in welche zur Befestigung eines Montageprofils 29 dienende
Schrauben 37 einschraubbar sind. Alternativ können die Gewindebohrungen
25 – unter Verzicht auf einen Befestigungsklotz – auch direkt
in der Zarge angeordnet sein.
Das Montageprofil 29 ist als Winkelprofil mit einem horizontalen
Schenkel 30 und einem vertikalen Schenkel 31 ausgebildet. In dem
vertikalen Schenkel 31 sind mehrere als Löcher ausgebildete Aussparungen
34 vorhanden, deren Abstand dem Abstand der Gewindebohrungen
25 des Befestigungsklotzes 15 entspricht, so dass die Schrauben
37 die Aussparungen 34 des vertikalen Schenkels 31 des
Montageprofils 29 durchgreifen und mit ihren Schraubenköpfen den vertikalen
Schenkel 31 des Montageprofils 29 mit der Oberfläche des
Befestigungsklotzes 15 verklemmen können.
Der horizontale Schenkel 31 des Montageprofils
29 ist von unten her in den nach unten hin offenen Aufnahmeraum
19 des unteren horizontalen Tragprofils 4 des Oberlichts
3 einführbar. In dem horizontalen Schenkel
31 sind ebenfalls mehrere als Löcher ausgebildete Aussparungen
33 vorhanden. Diese ermöglichen den Durchgriff von Befestigungsschrauben
36, welche in Gewindebohrungen 28 des Klemmprofils 14
einschraubbar sind.
Das Klemmprofil 14 weist einen flachen Klemmabschnitt
26 sowie einen hierzu winkelig angeordneten Scharnierabschnitt
27 auf. Der Scharnierabschnitt 27 trägt an seinem Ende die
obere Hälfte des Scharniers 11, welche mit einer am Flügel befestigbaren
unteren Scharnierhälfte kuppelbar ist. Der Klemmabschnitt 26 ist durch
die Aussparung 12 der Scheibe 6 und eine darunter liegende Aussparung
einer zur Scheibe 6 gerichteten Wandung des geschlossenen Aufnahmeraums
18 des Randprofils 4 des Oberlichts 3 in den Aufnahmeraum
18 einführbar. In der außenseitigen Wandung 17 des Aufnahmeraums
18 des Randprofils 4 sind mehrere, jeweils beispielsweise als
Langlöcher ausgebildete Aussparungen 20 vorhanden. Diese Aussparungen
20 dienen dem Durchgriff der durch die Löcher des Montageprofils
29 hindurch in die Gewindebohrungen 28 des Klemmprofils
14 einschraubbaren Befestigungsschrauben 36. Bei langlochartiger
Ausgestaltung der Aussparungen 20 sind die Schafte dieser Befestigungsschrauben
36 entlang der Langlöcher parallel zur Längsachse des Randprofils
4 verschiebbar, wodurch sich eine durch die Länge der Langlöcher
definierte Justiermöglichkeit des Montageprofils 29 entlang der Längsachse
des Randprofils 4 ergibt. Durch Anziehen der Befestigungsschrauben
36 ist die außenseitige Wandung 17 des Randprofils
4 zwischen dem Klemmprofil 14 und dem vertikalen Schenkel
30 des Montageprofils 29 verklemmbar und das Montageprofil
29 somit an dem Randprofil 4 festlegbar.
Um eine Höhenjustierbarkeit des Oberlichts 3 gegenüber
der Zarge 2 zu erreichen, sind in dem vertikalen Schenkel 30 des
Montageprofils 29 mindestens zwei Gewindebohrungen 32 vorhanden,
wobei die in diesem Schenkel 30 vorhandenen Aussparungen 33 zwischen
den Gewindebohrungen 32 liegen. Eine dritte Gewindebohrung 32
ist zwischen den mittleren Aussparungen 33 des Schenkels 30 angeordnet.
In diese Gewindebohrungen 32 sind jeweils Justierschrauben 35
von unten her einschraubbar, wobei die Enden der Schraubenschafte, je nach Einschraubtiefe,
über die obere Fläche des Schenkels 30 herausragen können.
In diesem Fall kommt die obere Fläche des Schenkels 30 beim Anziehen
der Befestigungsschrauben 36 nicht mit der außenseitigen Wandung
17 des Randprofils 4 in Anlage, sondern es verbleibt zwischen
der oberen Fläche des Schenkels 30 und der außenseitigen Wandung
17 des Randprofils 4 ein durch die Einschraubtiefe der Justierschrauben
35 definierter Abstand, um dessen Maß sich auch die Montageposition
des Oberlichts 3 gegenüber der Zarge 2 erhöht.
Die 4 und 5
zeigen die vorgehend beschriebenen Komponenten in eingebautem Zustand: Der vertikale
Schenkel 31 des Montageprofils 29 ist mittels der Schrauben
37 an dem Befestigungsklotz 15 der Zarge festgelegt. Das Klemmprofil
14 ist in den Aufnahmeraum 18 des unteren horizontalen Randprofils
4 des Oberlichts 3 eingeführt und durch die Befestigungsschrauben
36, welche den horizontalen Schenkel 30 des Montageprofils
29 durchgreifen, mit der außenseitigen Wandung 17 des Randprofils
4 verklemmt. Die Justierschrauben 35 ragen über die obere
Fläche des horizontalen Schenkels 30 des Montageprofils
29 hinaus und definieren somit einen Abstand zwischen dem Montageprofil
29 und der außenseitigen Wandung 17 des Randprofils
4.
Eine nachträgliche Justierung des eingebauten Oberlichts
3 ist möglich, indem zuerst die Befestigungsschrauben 36
gelöst werden und dann durch Betätigung der Justierschrauben
35 die Höhenlage des Oberlichts 3 zur Zarge 2 eingestellt
werden kann. Zur Sicherung dieser eingestellten Position des Oberlichts
3 werden die Befestigungsschrauben 36 abschließend wieder
angezogen.
Im Anschluss an die beschriebene Montage bzw. Justierung ist der außenseitige
Aufnahmeraum 19 des Randprofils 4, in welchem das Montageprofil
29 angeordnet ist, durch eine Abdeckblende abdeckbar.
- 1
- Trennwand
- 2
- Zarge
- 3
- Oberlicht
- 4
- Randprofil
- 5
- Randprofil
- 6
- Scheibe
- 7
- Drehflügel
- 8
- Randprofil
- 9
- Scheibe
- 10
- Verbindungsbereich
- 11
- Scharnier
- 12
- Aussparung
- 13
- Aussparung
- 14
- Profil
- 15
- Befestigungsklotz
- 16
- Wandung
- 17
- Wandung
- 18
- Aufnahmeraum
- 19
- Aufnahmeraum
- 20
- Aussparung
- 21
- Wandung
- 22
- Wandung
- 23
- Aufnahmeraum
- 24
- Aufnahmeraum
- 25
- Gewindebohrung
- 26
- Klemmabschnitt
- 27
- Scharnierabschnitt
- 28
- Gewindebohrung
- 29
- Montageprofil
- 30
- Schenkel
- 31
- Schenkel
- 32
- Gewindebohrung
- 33
- Aussparung
- 34
- Aussparung
- 35
- Justierschraube
- 36
- Befestigungsschraube
- 37
- Schraube