Optischer Empfänger für den Empfang von M-wertiger sternförmiger Quadratur-Amplitudenmodulation mit differenzieller Phasenkodierung und Anwendung davon
Bekannte optische Empfänger erreichen ihre Einsatzgrenzen bereits bei QAM-Formaten mit nur vier Phasenzuständen. Der erfindungsgemäße optische Empfänger (OE), insbesondere auch geeignet für höherwertige QAM mit beliebig vielen Phasenzuständen, weist deshalb in der elektrischen Auswertungseinheit (AWE) neben einem Symbolentscheider (SE) noch einen Normalisierer (NORM) oder einen ARG-Operator (ARG) auf. Die Art der Symbolentscheidung hängt dann nur noch davon ab, ob der Amplitudendetektionspfad (ADP) nur mit dem Normalisierer (NORM) oder nur mit dem Symbolentscheider (SE) oder mit beiden verbunden ist. Diese Anordnung kann sowohl in Direktempfängern, mit denen dann ein Empfang von QAM-Signalen mit beliebig vielen Phasenzuständen möglich ist, als auch in Phasen-Diversitäts-Überlagerungsempfängern (HD) vorgesehen werden. Letzterer Empfängertyp ist bisher nur für M-wertige DPSK ohne zusätzlichen Amplitudendetektionspfad (ADP) und für beliebig höherwertige DPSK auch nur im Zusammenhang mit Selbsthomodyn-Empfang bekannt. Spezielle Anwendung findet der optische Empfänger (OE) nach der Erfindung beispielsweise als Modulationsformat-flexibler Empfänger oder als Überlagerungsempfänger (HD) als abstimmbarer WDM-Empfänger.
Beschreibung[de]
Die Erfindung bezieht sich auf einen optischen Empfänger für
den Empfang eines optischen Datensignals, das durch Anwendung der M-wertigen sternförmigen
Quadratur-Amplitudenmodulation mit differenzieller Phasenkodierung aus einzelnen
Symbolen mit Länge der Symboldauer besteht und eine Amplitudeninformation und
eine differenzielle Phaseninformation enthält, mit einer optischen Aufteilung
des empfangenen Datensignals auf zwei Signalpfade, von denen der eine als Amplitudendetektionspfad
und der andere als Phasendetektionspfad ausgebildet ist, wobei der Phasendetektionspfad
in einen In-Phase-Signalpfad zur Erzeugung von In-Phase-Signalen und einen Quadratur-Signalpfad
zur Erzeugung von Quadratur-Signalen aufgeteilt ist und In-Phase-Signalpfad und
Quadratur-Signalpfad sowie Amplitudendetektionspfad mit einer elektrischen Auswertungseinheit
zur Demodulation des empfangenen Datensignals verbunden sind, und auf Anwendungen
des Empfängers.
In der modernen optischen Übertragungstechnik werden zur effizienten
Nutzung der optischen Bandbreite und zur Verbesserung der Übertragungseigenschaften
komplexe, höherwertige Modulationsverfahren angewendet. Dabei kodieren Symbole
eine bestimme Anzahl von Bits und weisen dem optischen Träger eine bestimmte
Amplitude und Phase zu. Bei der M-wertigen differenziellen Phasenmodulation (M-DPSK)
liegen alle Symbole auf ein und demselben Konstellationskreis (M Symbole mit einem
(A) Amplitudenzustand und P Phasenzuständen). Bei der M-wertigen sternförmigen
QAM mit differenzieller Phasenkodierung hingegen existieren nicht nur mehrere (P)
Phasenzustände, sondern auch unterschiedliche Amplituden, sodass die Symbole
auf mehrere zum Ursprung konzentrische Konstellationskreise verteilt sind. Um empfängerseitig
eine asynchrone differenzielle Demodulation zu ermöglichen, muss in beiden
Fällen sendeseitig die Phase durch einen Enkoder differenziell kodiert werden,
sodass die Phaseninformation in der Differenz zweier aufeinander folgender Phasenzustände
im Datensignal enthalten ist. Eine sternförmige 16QAM kann beispielsweise 16
Symbole mit P = 8 unterschiedlichen Phasenzuständen und zwei verschiedenen
Amplitudenzuständen A = 2 definieren. M-wertige QAM-Signale mit differenzieller
Phasentastung können beispielsweise in optischen Access-, Metro- und Weitverkehrsnetzen
übertragen werden.
Stand der Technik
Das Standardverfahren zur Datenübertragung in optischen Netzen
ist die Intensitätsmodulation oder auch OOK (On-Off-Keying), bei der lediglich
die Intensität des Lichts als optischem Datenträger moduliert bzw. Licht
ein- und ausgeschaltet wird. In den letzten Jahren stieg jedoch das Interesse an
alternativen Modulationsformaten für die optische Übertragung, zum einen,
um die spektrale Effizienz der Übertragung zu steigern, und zum anderen, um
die teilweise besseren Übertragungseigenschaften alternativer Verfahren nutzen
zu können.
So wurde beispielsweise vor einigen Jahren die differenzielle binäre
Phasenmodulation (DBPSK) in der Veröffentlichung I von M. Rohde et al: „Robustness
of DPSK direct detection transmission formst in standard fiber WDM systems" (in
Electronic Letters, Vol. 36, pp. 1483–1484, 1999) als interessante Alternative
zu OOK mit verbesserter Toleranz gegenüber Faser-Nichtlinearitäten vorgeschlagen.
Durch die Verwendung eines optischen Verzögerungs-Interferometers (Delay-Interferometer
DLI) ist es dabei möglich, die differenziell kodierte Phaseninformation der
optischen Welle vor der Photodiodendetektion in eine Intensitätsmodulation
zu wandeln und somit das phasenmodulierte optische Signal ohne die Verwendung eines
Überlagerungsempfängers direkt zu detektieren. In den folgenden Jahren
wurden dann zunehmend höherwertige Modulationsformate angewendet. Durch die
Verwendung von zwei DLI unterschiedlicher Phasenverzögerung ist es möglich,
die In-Phase- und Quadratur-Komponenten optischer Datensignale mit höherwertiger
Phasenmodulation zu detektieren. Im Falle von 4-wertiger (M = P = 4) differenziell
kodierter Phasenmodulation (DQPSK) führt dieses Empfangsverfahren zu binären
elektrischen Signalen im In-Phase- und Quadratur-Signalpfad. Bei 8-wertiger DPSK
(M = P = 8) ist eine Struktur mit vier DLI und binären elektrischen Signalen
oder auch eine Struktur mit zwei DLI und mehrstufigen elektrischen Signalen möglich.
Durch die Realisierung eines zusätzlichen Armes zur Intensitätsdetektion
können auch sternförmige QAM-Signale mit differenzieller Phasenkodierung
detektiert werden, was jedoch bisher nur für Formate mit maximal vier Phasenzuständen
(P = 4) gezeigt wurde. So ist beispielsweise der Empfang von ASK-DQPSK (oder auch
sternförmige 8-QAM) beschrieben in der Veröffentlichung II von M. Ohm
und J. Speidel: "Receiver sensitivity, chromatic dispersion tolerance and optimal
receiver bandwidths for 40 Gbit/s 8-level optical ASK-DQPSK and optical 8-DPSK"
(in Proc. 6th Conference an Photonic Networks, Leipzig, Germany, May 2005, pp. 211–217)
und der Empfang von so genannten 16-APSK Signalen (16-wertige Amplituden- und Phasenmodulation)
mit jeweils vier Amplituden- und Phasenzuständen (P = 4) in der Veröffentlichung
III von K. Sekine et al: "Proposal and Demonstration of 10-Gsymbol/sec
16-ary (40 Gbit/s) Optical Modulation/Demodulation Scheme" (in Proc. ECOC 2004,
paper We3.4.5, 2004). Von dieser Druckschrift, in der optischer Direktempfang für
die bisher höherwertigste Quadratur-Amplituden-Modulation (QAM) beschrieben
wird, geht die vorliegende Erfindung als nächstliegendem Stand der Technik
aus. Offenbart wird in dieser Druckschrift ein optischer Empfänger für
den Empfang eines optischen Datensignals, das durch Anwendung einer 16-wertigen
sternförmigen Quadratur-Amplitudenmodulation mit differenzieller Phasenkodierung
aus einzelnen Symbolen mit der Länge der Symboldauer besteht und eine Amplitudeninformation
und eine differenzielle Phaseninformation enthält, wobei hier vier Amplitudenzustände
und vier Phasenzustände (P = 4) definiert sind. Dabei wird das empfangene Datensignals
auf zwei Signalpfade optisch aufgeteilt. Der eine Signalpfad wird als Amplitudendetektionspfad
und der andere als Phasendetektionspfad ausgebildet. Weiterhin wird noch der Phasendetektionspfad
in einen In-Phase-Signalpfad zur Erzeugung von In-Phase-Signalen und einen Quadratur-Signalpfad
zur Erzeugung von Quadratur-Signalen optisch aufgeteilt. Beide Pfade führen
zu einer elektrischen Auswertungseinheit zur Rekonstruktion des empfangenen Datensignals.
Des Weiteren wurde in der Veröffentlichung IV von P. S. Cho et
al: „Investigation of 2-b/s/Hz 40-Gb/s DWDM Transmission Over 4 × 100
km SMF-28 Fiber Using RZ-DQPSK and Polarization Multiplexing" (in IEEE Photonic
Technology Letters, Vol. 16, No. 2, pp. 656–658, 2004) gezeigt, dass für
die Konvertierung der differenziell kodierten Phaseninformation in eine Intensitätsmodulation
anstelle von zwei DLI auch ein 2 × 4-90°-Hybrid verwendet werden kann,
wobei in einen Eingang des Hybrids das nicht verzögerte optische Datensignal
und in den anderen Eingang des Hybrids das um eine Symbolzeit verzögerte optische
Datensignal eingespeist wird. Daraus geht hervor, dass der optische Direktempfang
auch als ein „Selbst-Überlagerungsempfang" des Datensignals mit seiner
verzögerten Kopie aufgefasst werden kann. Das gleiche Prinzip verwendet auch
der in der Veröffentlichung V von A. Meijerink et al: "Balanced Optical Phase
Diversity Receivers for Coherence Multiplexing" (in J. of Lightwave Technol., Vol.
22, No. 11, pp. 2393–2408, 2004) beschriebene Empfänger für den
Empfang von M-DPSK-modulierten Kohärenz-Multiplex-Signalen.
Eine Alternative zum optischen Direktempfang stellt der optische Überlagerungsempfang
dar. Bei diesem Empfangsprinzip wird das Signallicht vor der Detektion durch die
Photodiode mit dem Licht eines Lokallasers (Lokaloszillator) überlagert. Auf
diese Weise ist es möglich, sämtliche datenrelevanten Informationen der
optischen Lichtwelle (Amplitude, Frequenz, Phase und Polarisation) in den elektrischen
Bereich zu übertragen. Durch deren Erhaltung eignet sich der Überlagerungsempfang
sehr gut zum Empfang von optischen Signalen mit höherwertiger Modulation. Ferner
bietet der Überlagerungsempfang den Vorteil, dass eine Kompensation der chromatischen
Dispersion durch lineare elektrische Filterung möglich ist und eine elektrische
Kanaltrennung durch Tiefpass-Filterung beim Empfang von optischen Wellenlängenmultiplex
(WDM) Signalen vorgenommen werden kann. Schwierig hingegen gestaltet sich beim Überlagerungsempfang
die Frequenzsynchronisation von Signal- und Lokallaser (regelbar beispielsweise
durch eine automatische Frequenzregelschleife), die Kontrolle der Polarisation (handhabbar
durch das Polarisations-Diversitäts-Verfahren) sowie das Phasenrauschen.
Der Überlagerungsempfang bietet grundsätzlich zwei Varianten.
Beim Heterodynempfang stimmen die Frequenzen von Signal- und Lokallaser nicht überein,
und das Signal wird auf eine elektrische Zwischenfrequenz umgesetzt. Der Empfang
von höherwertigen optischen PSK- und DPSK- sowie von QAM-Signalen ist hier
möglich bei Verwendung eines elektrischen Phasenregelkreises. Der Heterodynempfang
hat jedoch Nachteile bei WDM sowie bei hohen Datenraten, weil die benötigten
Komponenten bei sehr hohen Frequenzen arbeiten müssen. Deshalb fokussiert sich
das Interesse in den letzten Jahren auf den optischen Homodynempfang. Hier stimmen
Frequenz von Signal- und Lokallaser idealerweise exakt überein und die Information
des optischen Signals wird direkt in das elektrische Basisband umgesetzt. Das Phasenrauschen
kann hier durch einen optischen Phasenregelkreis (OPLL) beherrscht werden, wie er
ebenfalls in der Veröffentlichung III beschrieben ist. Ein weitere Möglichkeit,
die den Empfang von beliebigen QAM Signalen ermöglicht und neuerdings durch
das Vorhandensein von digitaler Hochgeschwindigkeits-Signalverarbeitung zur Verfügung
steht, ist die Kompensation des Phasenrauschens durch die Verwendung eines Moduls
zur digitalen Phasenschätzung. Diese Variante wird beispielsweise in der Veröffentlichung
VI von M. Seimetz: „Performance of Coherent Optical Square-16-QAM-Systems
based an IQ-Transmitters and Homodyne Receivers with Digital Phase Estimation" (in
Proc. NFOEC 2006, paper NWA4) beschrieben.
Eine weitere Empfangsmöglichkeit ist durch den Phasen-Diversitäts-Homodyn-Empfang
gegeben. Das Phasenrauschen wird hier auf elegante Weise durch ein spezielles elektrisches
Netzwerk kompensiert. Vor etwa 15–20 Jahren wurde dieses Verfahren intensiv
für binäre Modulationsformate (binäre Amplitudentastung 2-ASK, binäre
Frequenztastung 2-FSK, binäre differenzielle Phasentastung 2-DPSK) untersucht.
Für 2-ASK reicht eine Quadrierung im In-Phase und Quadratur-Signalpfad bei
anschließender Addition der beiden quadrierten Signale zur
Kompensation des Phasenrauschens aus. Bei 2-DPSK wird die Kompensation über
eine elektrische Selbst-Multiplikation der In-Phase und Quadratur-Signale mit ihren
um eine Symbolzeit verzögerten Kopien sowie einer folgenden Addition erreicht.
Aufgegriffen und erweitert wurde das Phasen-Diversitäts-Prinzip in der schon
zuvor zitierten Veröffentlichung V im Zusammenhang mit optischen Systemen mit
Kohärenz-Multiplex, wobei hier ein elektrisches Kompensations-Netzwerk für
M-wertige DPSK Verfahren vorgestellt wurde, welches allerdings innerhalb eines Selbst-Homodynempfängers
zum möglichen Empfang von Kohärenz-Multiplex-Signalen verwendet wurde.
Aufgabenstellung
Die Aufgabe für die vorliegende Erfindung ist darin zu sehen,
eine Struktur für einen gattungsgemäßen Empfänger der eingangs
genannten Art zur Verfügung zu stellen, mit der der Empfang von beliebigen
differenziell phasenkodierten sternförmigen QAM-Datensignalen möglich
gemacht wird. Insbesondere sollen sternförmige QAM-Datensignale auch detektiert
werden können, wenn die Anzahl der Phasenzustände größer als
vier ist (P > 4). Das erfindungsgemäße Empfangsprinzip soll dabei so
universell einsetzbar sein, dass es nicht nur auf den optischen Direktempfang, sondern
auch für optischen Phasen-Diversitäts-Überlagerungsempfang angewendet
werden kann.
Die Lösung für diese Aufgabe ist dem Hauptanspruch zu entnehmen.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen, die im
Folgenden im Zusammenhang mit der Erfindung näher erläutert werden. Insbesondere
soll im Folgenden verdeutlicht werden, dass auch der Phasen-Diversitäts-Homodyn-Empfang
durch Vorsehen eines parallelen Pfades zur Intensitätsdetektion auf den Empfang
von sternförmigen QAM Signalen mit differenzieller Phasenkodierung ausgeweitet
werden kann. Dazu ist zunächst nachzuweisen, dass die Ausgangssignale des elektrischen
Kompensations-Netzwerks beim Vorhandensein mehrerer Amplitudenzustände überhaupt
noch verwertbare Information zur Detektion der differenziellen Phaseninformation
liefern.
Erfindungsgemäß ist der optische Empfänger gekennzeichnet
durch
1. eine Anordnung eines Normalisierers und nachfolgend eines Symbolentscheiders
und einer Datenrekonstruktionslogik in der elektrischen Auswertungseinheit, und
entweder
1.1 eine Verbindung des Amplitudendetektionspfads sowohl mit dem Normalisierer
als auch mit dem Symbolentscheider, wobei im Normalisierer die In-Phase- und Quadratur-Signale
durch die aktuelle und die um die Symboldauer verzögerte Amplitudeninformation
des empfangenen Datensignals dividiert werden und im Symbolentscheider die Symbolentscheidungen
durch Amplitudenentscheidung und durch Inphase/Quadratur-Phasenentscheidung getroffen
werden,
oder
1.2. eine Verbindung des Amplitudendetektionspfads zumindest mit dem Normalisierer,
wobei im Normalisierer die In-Phase und Quadratur-Signale nur durch die um die Symboldauer
verzögerte Amplitudeninformation dividiert werden und im Symbolentscheider
die Symbolentscheidungen über eine In-Phase/Quadratur-Entscheidung oder eine
Amplituden/Phasen-Entscheidung anhand der rekonstruierten QAM-Konstellation getroffen
werden,
oder
2. eine Anordnung eines ARG-Operators und nachfolgend eines Symbolentscheiders
und einer Datenrekonstruktionslogik in der elektrischen Auswertungseinheit und eine
Verbindung des Amplitudendetektionspfads zumindest mit dem Symbolentscheider, wobei
im ARG-Operator eine Winkelbestimmung der In-Phase- und Quadratur-Signale durchgeführt
wird und im Symbolentscheider die Symbolentscheidungen durch Amplitudenentscheidung
und durch Phasenentscheidung aus dem Ausgangssignal des ARG-Operators getroffen
werden.
Die Erfindung ist also grundlegend dadurch charakterisiert, dass in
der elektrischen Auswertungseinheit neben einem Symbolentscheider und einer Datenrekonstruktionslogik
noch eine weitere Komponente angeordnet ist. Hierbei handelt es sich entweder um
einen Normalisierer oder um einen ARG-Operator. Mit dem Normalisierer können
Symbole, die auf unterschiedlichen Kreisen liegen, auf einen gemeinsamen Konstellationskreis
normalisiert werden. Anschließend muss zur Detektion der Phaseninformation
im Symbolentscheider nurmehr eine einfache Symbolentscheidung wie bei DPSK-Formaten
getroffen werden. Für diese Art der Verarbeitung ist eine Kopplung des Amplitudenpfads
sowohl mit dem Normalisierer als auch mit dem Symbolentscheider erforderlich. Ist
nur eine Verbindung des Amplitudendetektionspfads mit dem Normalisierer vorgesehen,
kann im Symbolentscheider auch ohne direkte Kenntnis der Amplitudeninformation eine
In-Phase/Quadratur-Entscheidung oder eine Amplituden/Phasen-Entscheidung getroffen
werden. Bei einer Verbindung des Amplitudenpfads nur mit dem Symbolentscheider wird
anstelle des Normalisierers ein ARG-Operator eingesetzt, der die
Winkellage der In-Phase- und Quadratur-Signale bestimmt. In beiden Fällen kann
aber der Amplitudenpfad zur Verfahrensvereinfachung und -verbesserung auch mit der
jeweils anderen Komponente verbunden sein.
Die genannten Maßnahmen in der elektrischen Auswertungseinheit
machen den Empfang von beliebig höherwertig modulierten Datensignalen mit der
M-wertigen sternförmigen Quadratur-Amplitudenmodulation mit differenzieller
Phasenkodierung grundsätzlich für unterschiedliche optische Empfänger
möglich.
Zum einen ist vorteilhaft eine Ausbildung des optischen Empfängers
als Direktempfänger möglich, wobei dann ein Amplitudendetektionspfad sowie
ein auf Direktempfang basierender Phasendetektionspfad bereitgestellt werden. Die
PM-IM-Wandlung im Phasendetektionspfad, bei der die differenzielle Phasenmodulation
PM in eine Intensitätsmodulation IM umgewandelt wird, die dann von den Differenzsignaldetektoren
detektiert werden kann, kann entweder mit Verzögerungs-Interferometern (DLI)
oder auch mit Hilfe eines 2 × 4 90° Hybrids und einem Symbolverzögerer
um die Länge einer Symboldauer vor einem der Hybrideingänge realisiert
werden. Zwei nachfolgende Differenzsignaldetektoren liefern dann die In-Phase- und
Quadratur-Signale, die dann mit der beschriebenen Prozessierung in dem erfindungsgemäßen
optischen Empfänger weiterverarbeitet werden. Des Weiteren kann vorteilhaft
auch zusätzlich ein optischer Phasenschieber vor einem der Hybrideingänge
vorgesehen sein, mit dem das empfangene Konstellationsdiagramm dann beliebig gedreht
werden kann.
Zum anderen lässt sich ein optischer Empfänger nach der
Erfindung ebenso als Phasen-Diversitäts-Überlagerungsempfänger ausbilden,
indem ein 2 × 4-90°-Hybrid im Phasendetektionspfad mit einem Lokaloszillator
an einem der beiden Hybrideingänge angeordnet wird. Weiterhin wird eine nachfolgende
Anordnung von je einem Differenzsignaldetektor und einem Tiefpassfilter an jeweils
zwei Ausgängen des 2 × 4-90°-Hybrids vorgesehen. Dem folgt eine Anordnung
eines elektronischen Netzwerks, in dem das empfangene In-Phase-Signal durch eine
Selbstmultiplikation des In-Phase-Signals und Quadratur-Signals mit deren um die
Symboldauer verzögerten Kopien sowie einer anschließenden Addition und
das empfangene Quadratur-Signal durch eine Überkreuzmultiplikation des In-Phase-Signals
und Quadratur-Signals mit deren um die Symboldauer verzögerten Kopien sowie
einer anschließenden Subtraktion vom Phasenrauschen befreit werden.
Für beide Empfängerausführungen sind dann weitere,
aus dem Stand der Technik an sich bekannte Modifikationen möglich.
Zunächst soll aber die Erfindung für die Ermöglichung
des optischen Direktempfangs sternförmiger QAM-Datensignale mit beliebig vielen
Phasenzuständen beschrieben werden.
Werden für den Phasendetektionspfad die detektierten In-Phase-
und Quadratur-Photoströme am Ausgang der beiden Differenzempfänger (zuvor
kann die bekannte DLI-Struktur oder auch die 2 × 4-90°-Hybrid-Struktur
verwendet werden) berechnet, so ergibt sich, vereinfacht dargestellt, folgendes
Ergebnis:
In Gleichung (1) und (2) stellt PS(t) die optische Signalleistung
zum Zeitpunkt t dar, PS(t – TS) ist die Leistung des
um eine Symboldauer verzögerten optischen Signals und &Dgr;&phgr;(t) ist
die Differenzphase zweier aufeinander folgender Symbole. Die detektierten In-Phase-
und Quadratur-Photoströme I(t), Q(t) sind somit proportional zu der aktuellen
sowie um eine Symboldauer verzögerten Amplitude sowie der aktuellen Differenzphase.
Bisher gezeigte optische Direktempfänger für sternförmige
QAM mit bis zu vier Phasenzuständen kommen auf folgendem Wege zur Rückgewinnung
der Amplituden- und Differenzphasen-Information: Die Amplitude wird über einen
separaten Pfad detektiert. Durch entsprechende Einstellung der Phasendifferenzen
in den DLI bzw. entsprechende Einstellung der relativen Phase zwischen den beiden
Eingängen des 2 × 4 90°-Hybrids wird das Konstellationsdiagramm um
45° gedreht. Die resultierenden Differenzphasen werden durch Schwellenentscheidungen
bei Null bei Auswertung der In-Phase- und Quadratur-Photoströme detektiert.
Beim Vorhandensein von nur vier Differenzphasen (45°, 135°, 225°,
315°) ist diese Methode ausreichend. Schwellenentscheidungen
bei Null liefern dann eine eindeutige Wiedergewinnung der Dateninformation (45°:
SI = 1, SQ = 1, 135°: SI = 0, SQ
= 1, 225°: SI = 0, SQ = 0, 315°: SI =
1, SQ = 0, wobei SI die Entscheidung im In-Phase-Signalpfad
und SQ die Entscheidung im Quadratur-Signalpfad repräsentiert).
Dies wird deutlich, wenn man die Differenzphasen in die Gleichungen (1) und (2)
einsetzt und dann die Entscheidung am In-Phase- und Quadratur-Signal durchführt.
Bei nur vier Differenzphasen ist somit nur die Polarität der In-Phase- und
Quadratur-Signale wichtig und beliebige Werte der aktuellen und verzögerten
Amplitude, deren Produkt in jedem Fall positiv ist, erlauben eine Detektion der
Differenzphase für Entscheiderschwellen bei Null.
Beim Vorhandensein von mehr als vier Differenzphasen kann die Auswertung
der In-Phase- und Quadratur-Signale nicht mehr durch eine einzige Schwelle bei Null
pro Signal durchgeführt werden, sondern zur Wiedergewinnung der Information
sind nun mehrere Schwellen pro Signal notwendig. Diese liegen auch nicht mehr bei
Null. Weil aber die In-Phase- und Quadratur-Signale durch einen Mix aus Informationen
(die aktuelle und die vorherige Amplitude sowie die Differenzphase) bestimmt werden,
siehe Gleichung (1) und (2), ist eine Rückgewinnung der Information mit festen
Schwellen ohne zusätzliche Maßnahmen nicht mehr möglich. Deshalb
wird beim optischen Empfänger nach der Erfindung eine Normalisierung der Photoströme
in einem Normalisierer vorgenommen.
In einer ersten Alternative der Erfindung besteht die Normalisierung
in einer Division der detektierten Photoströme mit der aktuellen sowie um eine
Symboldauer verzögerten Amplitude, sodass dann alle Symbole auf einem einzigen
Konstellationskreis liegen. Dazu wird die aus dem Amplitudendetektionspfad zur Verfügung
stehende Amplitudeninformation verwendet. Nach der Normalisierung kann die Differenzphasen-Information
problemlos durch eine standardmäßige IQ-Entscheidung wie bei den puren
DPSK-Formaten zurückgewonnen werden. Die Amplitudeninformation steht über
eine Entscheidung des Datensignals aus dem Amplitudendetektionspfad ohnehin zur
Verfügung.
In einer zweiten Alternative der Erfindung besteht die Normalisierung
lediglich in einer Division der detektierten Photoströme durch die verzögerte
Amplitude. Hiermit wird der ungewünschte Faktor der verzögerten Amplitude
in Gleichung (1) und (2) beseitigt und das ursprüngliche Konstellationsdiagramm
der QAM steht für eine standardmäßige QAM-Entscheidung zur Verfügung.
Wiederum wird für die Normalisierung das Datensignal aus dem Amplitudendetektionspfad
verwendet, was in diesem Fall aber nicht direkt zur Amplitudenentscheidung verwendet
werden muss.
In der dritten Alternative, die keinen Normalisierer verwendet, wird
die Amplitudeninformation über den Amplitudendetektionspfad entschieden. Die
Information der Differenzphase kann – unabhängig vom Amplitudenpfad
– über die Durchführung einer ARG-Operation, bei der der Winkel
aus Real- und Imaginärteil einer komplexen Zahl ermittelt wird (vergleiche
beispielsweise Veröffentlichung VI) aus den In-Phase- und Quadratur-Signalen
ermittelt werden. Dies ist mit Hilfe von digitaler Signalverarbeitung realisierbar.
Die beanspruchten drei neuen Varianten, mit denen bei einem Direktempfänger
der optische Direktempfang auf die Detektion von sternförmigen QAM-Signalen
mit beliebig vielen Phasenzuständen ausgeweitet werden kann, sind aber auch
auf einen Überlagerungsempfänger, insbesondere für den Phasen-Diversitäts-Homodyn-Empfang,
anwendbar. Dieser Empfängertyp ist bisher im Stand der Technik nur für
M-wertige DPSK ohne zusätzlichen Amplitudendetektionspfad und für beliebig
höherwertige DPSK auch nur im Zusammenhang mit Selbsthomodyn-Empfang bekannt.
Im Folgenden wird nun gezeigt, dass durch Vorsehen derselben Komponenten wie bei
einem Direktempfänger auch ein Überlagerungsempfänger für höherwertige
QAM ertüchtigt werden kann.
Aus dem Stand der Technik sind ein Phasen-Diversitäts-Homodyn-Empfang
nur für binäre Modulationsverfahren und ein Selbst-Homodyn-Empfang auch
für höherwertige DPSK Verfahren bekannt. Bei dem mit der Erfindung beanspruchten
Phasen-Diversitäts-Überlagerungsempfänger für sternförmige
QAM mit differenzieller Phasencodierung wird erstmals – wie beim Direktempfänger
für sternförmige QAM – ebenfalls ein Amplitudendetektionspfad zur
Detektion der Intensität des empfangenen Datensignals über einen Koppler
zur Verfügung gestellt. Über den parallelen Phasendetektionspfad wird
das empfangene Datensignal in einen 2 × 4-90° Hybrid eingespeist, wo es
mit dem Signal eines Lokallasers (10) überlagert wird. Die Ausgänge des
Hybrids werden von zwei Differenzempfängern detektiert. Die resultierenden
In-Phase- und Quadratur-Signale können – vereinfacht dargestellt –
mit folgenden Gleichungen beschrieben werden:
In Gleichung (3) und (4) stellt PS(t) wiederum die optische
Signalleistung zum Zeitpunkt t dar, PLO(t) ist die Leistung des lokalen
Lasers zum Zeitpunkt t, &Dgr;&ohgr; ist die Frequenzabweichung von Signal- und
Lokallaser, &phgr;(t) repräsentiert die Modulationsphase und &Dgr;&phgr;N(t)
beschreibt einen zusätzlichen, zeitlich veränderlichen Phasenoffset, bedingt
durch eine Nullphasenabweichung von Signal und LO sowie durch das Phasenrauschen.
Zur Beseitigung dieses ungewünschten Phasenoffsets wird ein elektronisches
Netzwerk verwendet, wie es auch schon in Veröffentlichung V vorgestellt wurde.
Bei Berechnung der gesamten Struktur ergeben sich unter der Annahme von exakter
Frequenzsynchronisation an den Ausgängen des elektronischen Netzwerks –
vereinfacht dargestellt – die folgenden vom Phasenrauschen befreiten Photoströme:
Wie in den Gleichungen (1) und (2) ist auch hier &Dgr;&phgr;(t)
die aktuelle Modulations-Differenzphase zweier aufeinander folgender Symbole. Das
überraschende, weil keinesfalls zwangsläufige oder selbstverständliche
und zugleich sehr erfreuliche Ergebnis ist, dass die Gleichungen (5) und (6) –
bis auf den konstanten und nicht störenden Term der Lokallaserleistung –
den Gleichungen (1) und (2) beim Direktempfang entsprechen. Die nun vom Phasenrauschen
befreiten detektierten In-Phase- und Quadratur-Photoströme sind, nach Durchlaufen
des elektronischen Netzwerks, wie beim Direktempfang also proportional zu der aktuellen
sowie um eine Symboldauer verzögerten Amplitude sowie der aktuellen Differenzphase.
Somit können hier die gleichen baulichen Konzepte zur Wiedergewinnung von Amplituden-
und Differenzphasen-Information angewendet werden wie zuvor schon beim Direktempfänger
vorgeschlagen wurde.
In der ersten Alternative wird die Amplitude über den Amplitudendetektionspfad
detektiert und die Zusatzinformation gleichzeitig zur Normalisierung auf einen Konstellationskreis
genutzt, worauf dann anschließend auch die Differenzphasen-Information über
IQ-Entscheidung wie bei DPSK bestimmt werden kann. In der zweiten Alternative wird
die Information aus dem Amplitudendetektionspfad zur Normalisierung über die
Durchführung einer Division durch die verzögerte Amplitude benutzt und
dann anschließend eine IQ-Entscheidung oder Amplituden-/Phasenentscheidung
über die empfangene QAM-Konstellation durchgeführt. Die dritte Alternative
nutzt den Amplitudendetektionspfad zur direkten Amplitudendetektion und bestimmt
die Differenzphase über die Durchführung einer ARG-Operation.
Im Falle der direkten Amplitudenentscheidung über den Amplitudendetektionspfad
kann es außerdem vorteilhaft sein, die Amplitude ebenfalls über ein Überlagerungsempfangs-Verfahren
zu detektieren. Dies wird in einer weiteren Ausführungsform beansprucht.
Sowohl für den Direktempfänger als auch für den Phasen-Diversitäts-Homodyn-Empfänger
ist es weiterhin vorteilhaft, den 2 × 4-90°-Hybrid als Multimode Interferenz
(MMI) Koppler zusammen mit den beiden Differenzempfängern auf einem Chip zu
integrieren. Für den optischen Direktempfänger kann ebenfalls der eingangsseitige
3dB-Koppler sowie die Symbolverzögerung vor einem der Hybrid-Eingänge
und ferner ein Phasenschieber vor einem der Hybrid-Eingänge mit integriert
werden. Mit diesem zusätzlichen Phasenschieber ist es möglich, das empfangene
Konstellationsdiagramm beliebig zu drehen und somit unterschiedliche Entscheidungsmechanismen
zu realisieren.
Soll beim Phasen-Diversitäts-Empfänger die Verwendung eines
2 × 4 90° Hybrids vermieden werden, ist in einer weiteren Ausführungsform
prinzipiell auch eine dreiarmige Konfiguration unter Verwendung eines 3 × 3
Kopplers möglich. Die In-Phase- und Quadratur-Signale können dann über
adäquate elektrische Prozessierung gebildet werden, wie auch aus Veröffentlichung
V bekannt.
Der mögliche Einsatz des Phasen-Diversitäts-Homodyn-Empfängers
nach der Erfindung als WDM-Empfänger stellt einen besonderen
Vorteil der Erfindung dar. Durch Abstimmen des Lokallasers auf die Frequenz des
gewünschten Kanals und Tiefpassfilterung der detektierten In-Phase- und Quadratur-Photoströme
kann ein gewünschter Kanal selektiert werden. Da die Kanaltrennung durch elektrische
Filterung erfolgt, kann dabei eine hohe Trennschärfe erzielt werden. Auf optische
Filter zur Kanalselektion, wie sie beim Direktempfang verwendet werden müssen,
kann gänzlich verzichtet werden. Ebenfalls vorteilhaft ist, dass optional ein
Modul zur elektronischen Dispersionskompensation vorgesehen werden kann, mit dem
eine theoretisch ideale, in der Praxis aber durch die Auslegung der Filter in der
Performance begrenzte Kompensation der chromatischen Dispersion erreicht werden
kann. Die Erhaltung der zeitlichen Phaseninformation ist hierbei ein besonderer
Vorteil im Vergleich zum Direktempfang.
Das elektronische Netzwerk zur Kompensation des Phasenrauschens beim
Phasen-Diversitäts-Empfänger nach der Erfindung kann prinzipiell mit analogen
Komponenten oder auch mit digitaler Signalverarbeitung realisiert werden. Dabei
ist beim Homodynempfang ebenfalls auf übereinstimmende Frequenzen von Signal-
und Lokallaser zu achten. Abweichungen führen zu einem Performance-Verlust.
Eventuell muss die Frequenzgleichheit daher durch zusätzlichen Aufwand garantiert
werden. Hierfür kann beispielsweise eine automatische Frequenzregelschleife
(AFC Loop) oder auch eine digitale Schätzung der Frequenzabweichung verwendet
werden.
Ein weiterer Vorteil der mit der Erfindung vorgeschlagenen Empfänger
liegt darin, dass die gesamte Empfängerstruktur bis hin zu den Entscheidern
bei gleicher Symbolrate einen vom Modulationsformat unabhängigen Aufbau hat.
Dies macht den Einsatz der Empfänger in adaptiven Systemen denkbar, wobei unterschiedliche
Modulationsformate durch alleinige Anpassung der abschließenden Entscheiderelektronik
sowie Datenrekonstruktions-Logik realisiert werden können. Denkbar ist sowohl
der modulare Austausch modulationsspezifischer elektronischer Module als auch die
parallele Auslegung für unterschiedliche Modulationsformate durch Arrays von
Elektronik-Modulen.
Zukünftige Untersuchungen werden zeigen, welche Modulationsformate
in welchen Netzsegmenten besonders sinnvoll einsetzbar sind. Die Flexibilität
des mit der Erfindung vorgeschlagenen Empfängers bezüglich der Modulationsformate
ermöglicht den Einsatz in optischen Weitverkehrs-, Metro und Zugangsnetzen.
Ausführungsbeispiele
Zum weiteren Verständnis des optischen Empfängers nach der
Erfindung für den Empfang eines optischen Datensignals, das durch Anwendung
der M-wertigen sternförmigen Quadratur-Amplitudenmodulation mit differenzieller
Phasenkodierung aus einzelnen Symbole der Länge der Symboldauer besteht und
eine Amplitudeninformation und eine differenzielle Phaseninformation enthält,
werden im Folgenden beispielhaft einzelne Ausführungsformen anhand der schematischen
Figuren erläutert. Dabei zeigt die
1 aus dem Stand der Technik: ein Konstellationsdiagramm
einer sternförmigen 16-QAM mit acht Phasenzuständen,
2 eine Ausführungsform als optischer Direktempfänger
(Konfiguration mit zwei DLI) mit einer Normalisierung auf einen Konstellationskreis
und einer IQ-Entscheidung der Phaseninformation,
3 eine Ausführungsform als optischer Direktempfänger
(Konfiguration mit 2 × 4 90° Hybrid und zusätzlichem Phasenschieber
vor einem der Hybrid-Eingänge) mit einer Normalisierung auf einen Konstellationskreis
und einer IQ-Entscheidung der Phaseninformation,
4 eine Ausführungsform als optischer Direktempfänger
mit einer einfachen Normalisierung sowie einer Entscheidung der rekonstruierten
QAM-Konstellation bei Verwendung der Struktur mit 2 × 4 90°-Hybrid,
5 eine Ausführungsform als optischer Direktempfänger
und einer Bestimmung der Phaseninformation nach Durchführung einer ARG-Operation
bei Verwendung der Struktur mit 2 × 4 90° Hybrid,
6 eine Ausführungsform als Phasen-Diversitäts-Homodyn-Empfänger
mit einer Normalisierung auf einen Konstellationskreis und einer IQ-Entscheidung
der Phaseninformation,
7 eine Ausführungsform als Phasen-Diversitäts-Homodyn-Empfänger
mit einer einfachen Normalisierung und einer Entscheidung der rekonstruierten QAM-Konstellation
und
8 eine Ausführungsform als Phasen-Diversitäts-Homodyn-Empfänger
mit einer Bestimmung der Phaseninformation nach Durchführung einer ARG-Operation.
Die 1 zeigt ein Konstellationsdiagramm
einer sternförmigen 16QAM mit acht Phasenzuständen. Mit einem derartig
höherwertigen Modulationsverfahren (M = Anzahl des Symbole = 8) kodierte Datensignale
können erstmals mit dem optischen Empfänger nach der Erfindung ohne weiteres
empfangen und einwandfrei dekodiert werden.
Die 2 zeigt den optischen Empfänger
OE nach der Erfindung in der Ausbildung eines optischen Direktempfängers DD.
Das empfangene Datensignal Star-M QAM wird über einen ersten optischen Koppler
KP1 auf einen Amplitudendetektionspfad ADP und einen Phasendetektionspfad PDP aufgeteilt.
Im Amplitudendetektionspfad ADP befindet sich eine Photodiode PD, die das ankommende
optische Datensignal detektiert und dessen Amplitude bzw. Intensität in einen
entsprechenden elektrischen Strom umwandelt. Im Phasendetektionspfad PDP ist einer
zweiter optischer Koppler KP2 (im gewählten Ausführungsbeispiel mit einer
gleichmäßigen 3 dB-Signalaufteilung) angeordnet, der das empfangene Datensignal
auf einen In-Phase-Signalpfad IPS und einen Quadratur-Signalpfad QS aufteilt. In
beiden Pfaden sind hintereinander jeweils ein Verzögerungs-Interferometer DLI1,
DLI2 als PM-IM-Wandler PIW und ein Differenzsignaldetektor DE1, DE2 angeordnet.
Bei den Verzögerungs-Interferometern DLI1, DLI2 werden nur ein Eingang, aber
beide Ausgänge benutzt. In einem Pfad des DLI1, DLI2 wird die Verzögerung
um die Symboldauer TS, im jeweils anderen Pfad die Phasenverschiebung
des In-Phase-Signals &phgr;I bzw. des Quadratur-Signals &phgr;Q
eingestellt. In den Differenzsignaldetektoren DE1, DE2 werden die optischen In-Phase-
und Quadratursignale jeweils über zwei Photodioden detektiert und über
einen Differenzverstärker in entsprechende elektrische Ströme umgesetzt.
In der elektrischen Auswertungseinheit AWE sind hinter den beiden
Differenzsignaldetektoren DE1, DE2 in Reihe ein Normalisierer NORM, ein Symbolentscheider
SE, eine Daten-Rekonstruktionslogik DRL und – im gewählten Ausführungsbeispiel,
da nur optional – ein Multiplexer MUX angeordnet, der den parallelen rekonstruierten
Datenstrom wieder in einen seriellen Datenstrom Daten-Bits rückwandelt. Der
parallele Amplitudendetektionspfad ADP bzw. dessen elektrisches Ausgangssignal wird
sowohl dem Normalisierer NORM als aus dem Symbolentscheider SE zugeführt, sodass
die Amplitudeninformation an beiden Komponenten direkt zur Verfügung steht.
Im Normalisierer NORM wird die oben bereits erläuterte Normalisierung
der unterschiedlichen Phasen- und Amplitudenzustände auf einen gemeinsamen
Konstellationskreis durchgeführt (die mathematische Operation ist in dem Einschub
in der 1 dargestellt, dabei bezeichnet TS
die Symboldauer, I(t) das In-Phase-Signal, Q(t) das Quadratur-Signal und PS(t)
die Lichtintensität des optischen Datensignals Star-M QAM). Der Symbolentscheider
SE führt zur Rekonstruktion der Phaseninformation eine einfache IQ-Entscheidung
(wie bei DPSK) durch, und ermittelt die Amplitudeninformation direkt aus dem Signal
des Amplitudendetektionspfads ADP.
Die Entsprechung dieses Aufbaus mit einem Homodyn-Empfänger ist
in der 6 aufgezeigt. Die nachfolgenden Figuren weisen
einen grundsätzlich zur 2 analogen Aufbau auf.
Dort jeweils nicht erwähnte oder angezeigte Bezugszeichen sind entsprechend
der 2 zu entnehmen oder in deren Zusammenhang erläutert.
In der 3 ist ebenfalls eine Ausführungsform
des optischen Empfängers OE, nach der Erfindung als Direktempfänger DD
dargestellt. Im Unterschied zu der Ausführungsform gemäß
2 ist der PM-IM-Wandler PIW jedoch als 2 × 4-90°-Hybrid
HY mit einem zusätzlichen Symbolverzögerer SV um die Symboldauer T vor
einem der Eingänge des 2 × 4-90°-Hybrid HY ausgeführt.
Der 2 × 4-90°-Hybrid HY kann als Multimode Interferenz Koppler
MMI realisiert werden. Im gezeigten Ausführungsbeispiel kann eine zusätzliche
Phasenverschiebung zur beliebigen Drehung des Konstellationskreises vorgesehen sein.
Hierzu ist ein Phasenschieber PS vor einem der beiden Eingänge des 2 ×
4-90°-Hybrid HY angeordnet. Dabei ist der Phasenschieber PS jedoch nur als
Option anzusehen.
Die 4 zeigt ebenfalls einen Direktempfänger
DD gemäß 3, hier jedoch mit einer einfachen
Normalisierung. Dazu ist der Amplitudendetektionspfad ADP nur noch mit dem Normalisierer
NORM verbunden. Es wird eine einfache Division nur mit der um die Symboldauer T
verzögerten Amplitude durchgeführt. Amplituden- und Phaseninformation
werden mittels IQ-Entscheidung im Symbolentscheider SE anhand der rekonstruierten
QAM-Konstellation gewonnen. Die Entsprechung dieses Aufbaus mit einem Phasen-Diversitäts-Homodyn-Empfänger
ist in der 7 aufgezeigt.
In der 5 ist ein Direktempfänger
DD gemäß 3 oder 4
dargestellt, bei dem der Amplitudendetektionspfad nur auf den Symbolentscheider
SE geführt ist. Die Phasendetektion erfolgt über einen ARG-Operator ARG,
in dem der Winkel zwischen dem In-Phase-Signal I(t) als Realteil und dem Quadratur-Signal
Q(t) als Imaginärteil einer komplexen Zahl ermittelt wird. Die Entsprechung
dieses Aufbaus mit einem Homodyn-Empfänger ist in der 8
aufgezeigt.
Die 6, 7
und 8 zeigen zu den 2,
4 und 5 entsprechende
Ausführungsformen für einen Homodyn-Überlagerungsempfänger HD.
Dabei wird der Phasendetektionspfad PDP von einem 2 × 4-90°-Hybrid HY
begonnen, auf dessen zweiten Eingang ein Signal eines Lokaloszillators LO gegeben
wird. Jeweils zwei Ausgänge des 2 × 4-90°-Hybrids HY führen
zum In-Phase-Signalpfad IPS und zum Quadratur-Signalpfad QS. In beiden Pfaden sind
jeweils ein Differenzsignaldetektor DE1, DE2 und nachfolgend ein Tiefpassfilter
TP1, TP2 angeordnet. An die Ausgänge der beiden Tiefpassfilter TP1, TP2 schließt
sich ein elektronisches Netzwerk NW zur Weiterverarbeitung der vom Phasenrauschen
gestörten In-Phase- und Quadratur-Signale I*(t), Q*(t) an, in dem das In-Phase-Signal
I(t) durch eine Selbstmultiplikation des In-Phase-Signals I*(t) und Quadratur-Signals
Q*(t) mit deren um die Symboldauer TS verzögerten Kopien sowie einer
anschließenden Addition und das Quadratur-Signal Q(t) durch eine Überkreuzmultiplikation
des In-Phase-Signals I*(t) und Quadratur-Signals Q*(t) mit deren um die Symboldauer
TS verzögerten Kopien sowie einer anschließenden Subtraktion
gewonnen werden. Die beiden Ausgänge des elektronischen Netzwerks NW treffen
dann je nach Ausführungsform wieder auf den Normalisierer NORM (6
und 7) oder den ARG-Operator ARG (8).
Es kann also auch bei dem Homodyn-Oberlagerungsempfänger HD die grundsätzliche
Konzeption nach der Erfindung zur Demodulation von M-wertiger, insbesondere höherwertiger
sternförmiger Quadratur-Amplitudenmodulation mit differenzieller Phasenkodierung
verwendet werden.
ADP
Amplitudendetektionspfad
ARG
ARG-Operator
AWE
elektrische Auswertungseinheit
DD
optischer Direktempfänger
DE
Differenzsignaldetektor (Balanced Detektor)
DLI
Verzögerungs-Interferometer
DRL
Daten-Rekonstruktionslogik
HD
Homodyn-Überlagerungsempfänger
HY
2 × 4-90°-Hybrid
I(t)
In-Phase-Signal
I*(t)
empfangenes In-Phase-Signal beim HD, gestört durch Phasenrauschen
IPS
In-Phase-Signalpfad
KP
optischer Koppler
LO
Lokaloszillator
MMI
Multi-Mode-Interferenzkoppler
MUX
Multiplexer
NORM
Normalisierer
NW
elektronisches Netzwerk
OE
optischer Empfänger
PD
Photodiode
PDP
Phasendetektionspfad
PS
Phasenschieber
PIW
PM-IM-Wandler
Q(t)
Quadratur-Signal
Q*(t)
empfangenes Quadratur-Signal beim HD, gestört durch Phasenrauschen
QS
Quadratur-Signalpfad
SV
Symbolverzögerer
TP
Tiefpassfilter
TS
Symboldauer
SE
Symbolentscheider
Star-M QAM
empfangenes Datensignal mit sternförmiger QAM-Modulation
Anspruch[de]
Optischer Empfänger (OE) für den Empfang eines optischen Datensignals
(STAR-M QAM), das durch Anwendung der M-wertigen sternförmigen
Quadratur-Amplitudenmodulation mit differenzieller Phasenkodierung aus einzelnen
Symbolen mit der Länge der Symboldauer (TS) besteht und eine Amplitudeninformation
und eine differenzielle Phaseninformation enthält, mit einer optischen Aufteilung
des empfangenen Datensignals (STAR-M QAM) auf zwei Signalpfade, von denen der eine
als Amplitudendetektionspfad (ADP) und der andere als Phasendetektionspfad (PDP)
ausgebildet ist, wobei der Phasendetektionspfad (PDP) in einen In-Phase-Signalpfad
(IPS) zur Erzeugung von In-Phase-Signalen (I(t)) und einen Quadratur-Signalpfad
(QS) zur Erzeugung von Quadratur-Signalen (Q(t)) aufgeteilt ist und In-Phase-Signalpfad
(IPS) und Quadratur-Signalpfad (QS) sowie Amplitudendetektionspfad (ADP) mit einer
elektrischen Auswertungseinheit (AWE) zur Demodulation des empfangenen Datensignals
(STAR-M QAM) verbunden sind,
gekennzeichnet durch
1. eine Anordnung eines Normalisierers (NORM) und nachfolgend eines Symbolentscheiders
(SE) und einer Datenrekonstruktionslogik (DRL) in der elektrischen Auswertungseinheit
(AWE), und entweder
1.1 eine Verbindung des Amplitudendetektionspfads (ADP) sowohl mit dem Normalisierer
(NORM) als auch mit dem Symbolentscheider (SE), wobei im Normalisierer (NORM) die
In-Phase- und Quadratur-Signale (I(t), Q(t)) durch die aktuelle und die um die Symboldauer
(TS) verzögerte Amplitudeninformation des empfangenen Datensignals
(STAR M-QAM) dividiert werden und im Symbolentscheider (SE) die Symbolentscheidungen
durch Amplitudenentscheidung und durch In-Phase/Quadratur-Phasenentscheidung getroffen
werden,
oder
1.2. eine Verbindung des Amplitudendetektionspfads (ADP) zumindest mit dem Normalisierer
(NORM), wobei im Normalisierer (NORM) die In-Phase und Quadratur-Signale (I(t),
Q(t)) nur durch die um die Symboldauer (T) verzögerte Amplitudeninformation
dividiert werden und im Symbolentscheider (SE) die Symbolentscheidungen über
eine In-Phase/Quadratur-Entscheidung oder eine Amplituden/Phasen-Entscheidung anhand
der rekonstruierten QAM-Konstellation getroffen werden,
oder
2. eine Anordnung eines ARG-Operators (ARG) und nachfolgend eines Symbolentscheiders
(SE) und einer Datenrekonstruktionslogik (DRL) in der elektrischen Auswertungseinheit
(AWE) und eine Verbindung des Amplitudendetektionspfads (ADP) zumindest mit dem
Symbolentscheider (SE), wobei im ARG-Operator (ARG) eine Winkelbestimmung der In-Phase-
und Quadratur-Signale (I(t), Q(t)) durchgeführt wird und im Symbolentscheider
(SE) die Symbolentscheidungen durch Amplitudenentscheidung und durch Phasenentscheidung
aus dem Ausgangssignal des ARG-Operators (ARG) getroffen werden.Optischer Empfänger (OE) nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
eine Ausbildung als Direktempfänger (DD) mit einer Anordnung eines optischen
Kopplers (KP2) im Phasendetektionspfad (PDP) zur Bildung des In-Phase-Signalpfads
(IPS) und des Quadratur-Signalpfads (QS) und einem PM-IM-Wandler (PIW) mit zwei
aktiven Eingängen und vier Ausgängen und einem nachfolgenden Differenzsignaldetektor
(DE) sowohl im In-Phase-Signalpfad (IPS) als auch im Quadratur-Signalpfad (QS).Optischer Empfänger (OE) nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch
eine Ausbildung des PM-IM-Wandler (PIW) mit zwei Verzögerungsinterferometern
(DLI) oder mit einem 2 × 4-90°-Hybrid (HY) und einem Symbolverzögerer
(SV) vor einem der beiden Eingänge des 2 × 4-90°-Hybrids (HY).Optischer Empfänger (OE) nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch
einen zusätzlichen Phasenschieber (PS) vor einem Eingang des 2 × 4-90°-Hybrids
(HY).Optischer Empfänger (OE) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
gekennzeichnet durch eine eingangsseitige, zusätzliche Anordnung eines optischen
Verstärkers und nachfolgend eines optischen Bandpassfilters zur Verbesserung
der Empfängerempfindlichkeit.Optischer Empfänger (OE) nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
eine Ausbildung als Phasen-Diversitäts-Überlagerungsempfänger mit
einer Anordnung eines 2 × 4-90°-Hybrids (HY) im Phasendetektionspfad (PDP)
mit einem Lokaloszillator (LO) an einem der beiden Eingänge des 2 × 4-90°-Hybrids
(HY), einer nachfolgenden Anordnung von je einem Differenzsignaldetektor (DE1, DE2)
an jeweils zwei Ausgängen des 2 × 4-90°-Hybrids (HY) und einer nachfolgenden
Anordnung eines elektronischen Netzwerks (NW), in dem das vom Phasenrauschen befreite
In-Phase-Signal (I(t)) durch eine Selbstmultiplikation des In-Phase-Signals (I*(t))
und Quadratur-Signals (Q*(t)) mit deren um die Symboldauer (T) verzögerten
Kopien sowie einer anschließenden Addition und das vom Phasenrauschen befreite
Quadratur-Signal (Q(t)) durch eine Überkreuzmultiplikation des In-Phase-Signals
(I*(t)) und Quadratur-Signals (Q*(t)) mit deren um die Symboldauer (TS)
verzögerten Kopien sowie einer anschließenden Subtraktion gebildet werden.Optischer Empfänger (OE) nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch
eine Ausbildung als Phasen-Diversitäts-Homodynempfänger
(HD) durch eine Frequenzeinstellung des Lokaloszillators (LO) auf die Trägerfrequenz
des optischen Datensignals (STAR-M QAM).Optischer Empfänger (OE) nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch
eines Frequenzoffsetregelung zwischen der Frequenz des Lokaloszillators (LO) und
der Trägerfrequenz des Datensignals (STAR-M QAM) durch eine automatische Frequenzregelschleife
oder ein digitales Modul zur Schätzung und Korrektur des Frequenzoffsets.Optischer Empfänger (OE) nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
gekennzeichnet durch einen Tiefpassfilter (TP1, TP2) hinter jedem Differenzsignaldetektor
(DE1, DE2).Optischer Empfänger (OE) nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
gekennzeichnet durch eine analoge oder digitale Ausbildung des elektronischen Netzwerks
(NW).Optischer Empfänger (OE) nach einem der Ansprüche 6 bis 10,
gekennzeichnet durch eine zusätzliche Verwendung eines elektronischen, analogen
oder digitalen Entstörmoduls zur Kompensation von Störeffekten der optischen
Übertragung.Optischer Empfänger (OE) nach einem der Ansprüche 6 bis 11,
gekennzeichnet durch Auslegung des Phasendetektionspfads (PDP) nach dem Polarisations-Diversitäts-Verfahren
für Polarisationsunabhängigkeit.Optischer Empfänger (OE) nach einem der Ansprüche 6 bis 12,
gekennzeichnet durch eine Anordnung einer direkt detektierenden Photodiode (PD)
im Amplitudendetektionspfad (ADP) oder durch eine kohärente Amplitudendetektion
mittels eines beliebigen Überlagerungsempfangs-Verfahrens.Optischer Empfänger (OE) nach einem der Ansprüche 6 bis 13,
gekennzeichnet durch den Austausch des 2 × 4 90° Hybrids (HY) und der
beiden Differenzsignaldetektoren (DE) gegen einen 3 × 3 Koppler und drei Differenzsignaldetektoren
(DE), aus deren Ausgangssignalen dann durch entsprechende Prozessierung das In-Phase-Signal
(I*(t)) und das Quadratur-Signal (Q*(t)) gebildet werden.Optischer Empfänger (OE) nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
gekennzeichnet durch eine Ausbildung des 2 × 4-90°-Hybrids (HY) als Multi-Mode-Interferenz-Koppler
(MMI).Optischer Empfänger (OE) nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
gekennzeichnet durch eine analoge oder digitale Ausbildung des Normalisierers (NORM)
und/oder des ARG-Operators (ARG).Optischer Empfänger (OE) nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
gekennzeichnet durch einen integrierten Aufbau von zwei oder mehreren optischen
und/oder elektrischen Komponenten auf einem gemeinsamen Chip.Anwendung des optischen Empfänger (OE) in der Ausbildung eines
Überlagerungsempfängers (HD) nach einem der Ansprüche 6 bis 17, gekennzeichnet
durch einen Einsatz als abstimmbarer WDM-Empfänger zur Selektion von optischen
WDM-Kanälen, wobei der gewünschte Kanal homodyn ins Basisband umgesetzt
wird und durch Tiefpassfilter (TP1, TP2) im In-Phase- und Quadratur-Signalpfad (IPS,
QS) hinter den Differenzsignaldetektoren (DE1, DE2) von den anderen Kanälen
getrennt wird.Anwendung des optischen Empfängers (OE) nach einem der Ansprüche
1 bis 17 oder nach Anspruch 18, gekennzeichnet durch einen Einsatz als modulationsformat-flexibler
Empfänger in adaptiven optischen Systemen, wobei die Symbolentscheider (SE)
und die Daten-Rekonstruktions-Logik (DRL) modulationsspezifisch angepasst werden
und diese entweder mobil vorhanden und gegeneinander manuell austauschbar oder parallel
stationär in einem Array vorhanden und individuell elektrisch ansteuerbar sind.