GEBIET DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein Magnetresonanz-Bildgebungs-Vorrichtungen
(MR-Bildgebungsvorrichtungen) und insbesondere eine Vorrichtung und ein Verfahren
zum Schaffen eines gerichteten Luftstroms auf eine Fläche einer Gradientenspule
in einer Magnetanordnung einer MR-Bildgebungsvorrichtung.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
MR-Bildgebungs-Scanner, die in verschiedenen Gebieten verwendet werden,
wie beispielsweise der medizinischen Diagnose, nutzen typischerweise einen Computer,
um Bilder auf der Basis des Betreibens eines Magneten, einer Gradientenspulenanordnung
und einer Hochfrequenzspule oder Hochfrequenzspulen zu erzeugen. Der Magnet erzeugt
ein gleichförmiges Hauptmagnetfeld, das Kerne, wie beispielsweise Wasserstoffkerne,
dazu veranlasst auf eine Hochfrequenzanregung zu reagieren. Die Gradientenspulenanordnung
überlagert ein Hauptmagnetfeld mit einer Reihe von gepulsten, räumlichen
Gradientenmagnetfeldern, um jedem Punkt in dem bildgebend darzustellenden Volumen
eine räumliche Identifizierung zu geben, die zu einem einzigartigen Satz von
Magnetfeldern während der bildgebenden Impulssequenz gehört. Die Hochfrequenzspule
erzeugt einen Anregungsimpuls, der temporär eine oszillierende transversale
Magnetisierung erzeugt, die durch eine Hochfrequenzspule detektiert wird und einen
Computer verwendet, um das Bild zu erzeugen. Ein Bild kann unter Verwendung einer
von vielen bekannten Rekonstruktionstechniken erzeugt werden. Typischerweise weist
eine zylindrische MR-Bildgebungsvorrichtung eine Hochfrequenzspule und eine Gradientenspulenanordnung
innerhalb des Magnetes auf.
Während eines Patienten-Scans gibt die Gradientenspule(n) der
Gradientenspulenanordnung, die das Gradientenmagnetfeld erzeugt, eine hohe Wärmemenge
ab. Die Wärme, die durch die Gradientenspulen erzeugt wird, kann aus der Gradientenanordnung
durch flüssigkeitsgefüllte Kühlröhren oder Kühlschlagen
abgeführt werden, die in einer vorgegebenen Entfernung von den Wärmeleitern
angeordnet sind. Ein flüssiges Kühlmittel, wie beispielsweise Wasser,
Ethylen oder eine Propolglykolgemisch absorbiert die Wärme aus den Gradientenspulen,
da dieses durch die Kühlröhren gepumpt wird, und transportiert die Wärme
an einen entfernten Wärmetauscher. Die Wärme wird dann durch den Wärmetauscher
in die Atmosphäre geleitet.
Bei den modernen Hochleistungs-MR-Bildgebungsvorrichtungen ist es
jedoch zunehmend schwieriger, die Wärme zu entfernen, die durch die Gradientenspulen
erzeugt wird. Dies erhöht demzufolge das Risiko der Patienten in der MR-Bildgebungsvorrichtung
überhitzt zu werden. Deshalb besteht ein Bedarf dafür, zusätzliche
eine ng für die Gradientenspulen in dem MR-Bildgebungsscanner zu schaffen.
Insbesondere gibt es einen Bedarf daran, eine Vorrichtung und ein Verfahren zu schaffen,
um eine gerichtete Luftkühlung für die Gradientenspule zu schaffen. Es
wäre vorteilhaft, eine Vorrichtung und ein Verfahren zu schaffen, dass einen
gerichteten Luftstrom auf eine Fläche einer Gradientenspule bereitstellt, um
die Gradientenspule zu kühlen. Der gerichtete Luftstrom kann für sich
oder zusätzlich zu einem flüssigen Kühlsystem oder einem anderem
Kühlsystem bereitgestellt werden.
KURZE BESCHREIBUNG DER ERINDUNG
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung enthält
eine Vorrichtung zur Schaffung eines gerichteten Luftstroms auf eine Fläche
der Gradientenspule in einer zylindrischen Magnetanordnung einen zylindrischen Magneten
und einen ersten ringförmigen Spalt zwischen der Gradientenspule und dem Magneten,
wobei die Gradientenspule innerhalb des Magneten angeordnet ist, und ein erstes
Verteilerrohr mit einer ringförmigen Gestalt aufweist und an dem ersten ringförmigen
Spalt zwischen der Gradientenspule und dem Magneten angeordnet ist, wobei das erste
Verteilerrohr mindestens einen Einlass auf einer ersten Seite des ersten Verteilerrohres
und mehrere Auslassöffnungen auf der zweiten Seite des ersten Verteilerrohres
aufweist. Die Vorrichtung enthält ebenfalls eine Luftquelle, die mit mindestens
einem Einlass des ersten Verteilerrohres verbunden ist und konfiguriert ist, um
einen Luftstrom für das erste Verteilerrohr bereitzustellen.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform enthält eine
Vorrichtung zur Schaffung eines gerichteten Luftstroms auf die Fläche der zylindrischen
Gradientenspule in der zylindrischen Magnetanordnung eine zylindrische Hochfrequenz-Spule,
die innerhalb der Magnetanordnung angeordnet ist, und einen ringförmigen Spalt
zwischen der Gradientenspule und der HF-Spule, ein Verteilerrohr enthält, das
eine ringförmige Gestalt aufweist und in dem ringförmigen Spalt zwischen
der Gradientenspule und der HF-Spule angeordnet ist, und wobei das Verteilerrohr
mindestens einen Einlass auf einer ersten Seite des Verteilerrohres und mehrere
Auslassöffnungen auf einer zweien Seite des Verteilerrohres aufweist. Die Vorrichtung
enthält ebenfalls eine Luftquelle, die mit mindestens einem Einlass des Verteilerrohres
verbunden ist und so konfiguriert ist, dass ein Luftstrom für das Verteilerrohr
geschaffen wird.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform enthält ein
Verfahren zum Schaffen eines gerichteten Luftstroms auf eine Fläche
einer zylindrischen Gradientenspule, die in einer zylindrischen Magnetanordnung
einen zylindrischen Magneten und eine zylindrische HF-Spule enthält, die Schaffung
eines Verteilerrohres in einem ringförmigen Spalt benachbart zu der Gradientenspule,
wobei das Verteilerrohr mindestens einen Einlass aufweist und mehrere Auslassöffnungen
und einen Luftstrom für das Verteilerrohr über mindestens einen Einlass
liefert.
BESCGREIBUNG DER ZEICHNUNG
Die Erfindung wird an Hand der nachfolgenden Beschreibung besser verstanden,
die in Verbindung mit der nachfolgenden Zeichnung betrachtet wird, worin gleiche
Bezugszeichen gleiche Gegenstände bezeichnen, und in der:
1 ein schematisches Blockdiagramm einer Magnetresonanz-Bildgebungsvorrichtung
gemäß einer beispielhaften Ausführungsform ist;
2 ein schematisches Diagramm einer Magnetresonanz-Bildgebungsvorrichtung
gemäß einer beispielhaften Ausführungsform ist;
3 ein schematisches Diagramm einer Querschnittsansicht
der Magnetanordnung von 2 gemäß einer Ausführungsform
ist, die entlang der Linie 3-3 in 2 genommen ist;
4 ein schematisches Diagramm einer Querschnittsansicht
der Magnetanordnung ist, die eine Vorrichtung enthält zum Schaffen eines gerichteten
Luftstromes auf eine Fläche der Gradientenspule gemäß einer Ausführungsform;
5 ein schematisches Diagramm einer Querschnittsansicht
der Magnetanordnung, die ein Verteilerrohr enthält, gemäß einer Ausführungsform
ist;
6 ein schematisches Diagramm einer perspektivischen
Ansicht ist, die ein Verteilerrohr gemäß einer Ausführungsform enthält;
7 ein schematisches Diagramm einer Querschnittsansicht
eines Verteilerrohres ist, das in einen ringförmigen Spalt in der Magnetanordnung
gemäß der Ausführungsform angeordnet ist.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
1 ist ein schematisches Blockdiagramm einer Magnetresonanz-Bildgebungsvorrichtung
gemäß einer beispielhaften Ausführungsform. Die Bedienung der MR-Bildgebungsvorrichtung
10 wird von einer Bediener-Konsole 12 gesteuert, die eine Tastatur
oder eine andere Eingabeeinrichtung 13, ein Kontroll-Panel 14
und ein Display 16 enthält. Die Konsole 12 kommuniziert durch
eine Verbindung 18 mit einem separaten Computersystem 20, das
es einem Bediener ermöglicht die Erzeugung und die Darstellung von Bildern
auf dem Bildschirm 16zu kontrollieren. Das Computersystem 20 enthält
eine Anzahl von Modulen, die miteinander durch die Backplane 20a kommunizierten.
Diese enthält einen Bildprozessormodul 22, einen CPU-Modul
24 und ein Speichermodul 26. Das Speichermodul 26 kann
beispielsweise ein im Stand der Technik bekannter Frame-Puffer zur Speicherung der
Bilddatenarrays sein. Das Computersystem 20 ist mit einem Plattenspeicher
28 und einem Bandgerät 30 zum Speichern von Bilddaten und
Programmen verbunden und kommuniziert mit einem separaten Kontrollsystem
32 mittels einer seriellen Hochgeschwindigkeitsverbindung 34.
Die Eingabeeinrichtung 13 kann eine Maus, einen Joystick, ein Keyboard,
einen Trackball, einen aktiven Bildschirm, eine Lichtwand, eine Stimmeingabe oder
jede andere ähnliche oder gleichwertige Eingabeeinrichtung sein und kann verwendet
werden, um interaktiv Geometrievorschriften einzugeben.
Die Systemkontrolle 32 enthält einen Satz von Modulen,
der zusammen mit einer Backplane 32a verbunden ist. Diese enthält
ein CPU-Modul 36 und einen Pulsgenerator 38, der mit der Bedienerkonsole
12 durch eine serielle Verbindung 40 verbunden ist. Durch die
serielle Verbindung 40 empfängt die Systemkontrolle 32 Befehle
von dem Bediener, um die Scan-Sequenz anzuzeigen, die durchgeführt wird. Das
Pulsgenerator-Modul 38 bedient die Systemkomponenten, um die gewünschte
Scan-Sequenz durchzuführen und Daten zu erzeugen, die das Timing, die Stärke
und die Gestalt der erzeugten HF-Pulse und das Timing und die Länge des Datenakquisitionsfensters
anzuzeigen. Das Pulsgenerator-Modul 38 ist mit einem Satz von Gradientenverstärkern
42 verbunden, um das Timing und die Gestalt der Gradientenimpulse anzuzeigen,
die während des Scans erzeugt werden. Das Pulsgenerator-Modul 38 kann
ebenfalls Patientendaten von einem physiologischen Akquisitionskontroller
44 empfangen, der Signale von einer Anzahl von verschiedenen Sensoren empfängt,
die mit dem Patienten verbunden sind, wie beispielsweise EKG-Signale von an dem
Patienten befestigten Elektroden. Das Pulsgeneratormodul 38 ist mit einer
Scan-Raum-Schnittstellenschaltung 46 verbunden, die Signale von verschiedenen
Sensoren empfängt, die den Zustand des Patienten des Magnetsystems betreffen.
Durch die Scan-Raum-Schnittstellenschaltung 46 empfängt ebenfalls
ein Patientenpositionierungssystem 48 Befehle, um den Patienten in eine
gewünschte Position zum Scannen zu bewegen.
Die Gradientenkurvenformen, die von dem Pulsgenerator-Modul
38 erzeugt werden, werden in ein Gradientenverstärkersystem
42 mit Gx, Gy, Gz-Verstärkern eingegeben. Jeder Gradientenverstärker
regt eine zugehörige physikalische Gradientenspulenanordnung an, die allgemein
mit der Bezugsziffer 50 bezeichnet ist, um die Magnetfeldgradienten für
die räumliche Kodierung des akquirierten Signals zu verwenden. Die Gradientenspulenanordnung
50 bildet einen Teil einer Magnetanordnung 52, die einen polarisierenden
Magneten 54 und eine Ganzkörper-HF-Spule 56 enthält.
Ein Patient oder das bildgebend darzustellende Objekt 70 kann innerhalb
eines zylindrischen bildgebend darzustellenden Volumens 72 der Magnetanordnung
positioniert werden. 2 zeigt ein schematisches Diagramm
einer Seitenansicht im Querschnitt einer Magnetanordnung gemäß einer beispielhaften
Ausführungsform. Das zylindrische bildgebende Volumen 72 ist von einer
die Apertur oder Bohrung für den Patienten bildenden Röhre 74
umgeben. Ein Patient oder ein bildgebend darzustellendes Objekt (nicht dargestellt)
kann in die Magnetanordnung 52 auf einem Tisch oder Schlitten (nicht gezeigt)
entlang einer zentralen Achse 76 eingeschoben werden. Die zentrale Achse
76 ist entlang der Röhrenachse der Magnetanordnung 52 parallel
zu der Richtung des B0-Magnetfeldes ausgerichtet, das durch den Magnet
54 erzeugt wird. Die HF-Spule 56 wird verwendet, um die Hochfrequenzmagnetfeldimpulse
auf den Patienten oder das Objekt zu applizieren und um die Informationen der MR-Bildgebung
zurück von dem Objekt zu empfangen, so wie dies im Stand der Technik der MR-Bildgebung
bekannt ist. Die Gradientenspulenanordnung 50 erzeugt zeitabhängige
Gradientenmagnetfeldimpulse in bekannter Art und Weise.
Die Magnetanordnung 52 ist bezüglich ihrer Gestalt zylindrisch
und ringförmig. 3 ist ein schematisches Diagramm
einer Querschnittsansicht entlang der Linie 3-3 von 2
der Hauptkomponenten der Magnetanordnung von 2 gemäß
einer Ausführungsform. Wie bereits erwähnt, sind die Hauptkomponenten
der Magnetanordnung 52 ein supraleitender Magnet 54, eine Gradientenspulenanordnung
50 und eine HF-Spule 56. Verschiedene andere Elemente, wie beispielsweise
eine Unterstützung oder Halterung, Aufhängungselemente, Endkappen, Befestigungsarme,
usw. sind aus 3 aus Gründen der Übersichtlichkeit
weggelassen. Die HF-Spule 56 ist auf einer äußeren Fläche
der die Apertur für den Patienten bildenden Röhre 74 und innerhalb
der Gradientenspulenanordnung 50 angeordnet. Die Gradientenspulenanordnung
50 ist in koaxialer Beziehung um die HF-Spule 56 beabstandet angeordnet
und die Gradientenspulenanordnung 50 umgibt die HF-Spule 56 umfänglich.
Die Gradientenspule 50 ist innerhalb des Magnetes 54 angeordnet
und ist umfänglich von dem Magneten 54 umgeben. Die Anordnung der
verschiedenen Zylinder in der Magnetanordnung 52 enthält zwei ringförmige
Zwischenräume oder Spalte. Der erste ringförmige Zwischenraum oder Spalt
78 ist zwischen dem Magneten 54 und der Gradientenspulenanordnung
50 angeordnet. Der zweite ringförmige Zwischenraum oder Spalt
80 ist zwischen der Gradientenspulenanordnung und der HF-Spule
56 angeordnet.
Zurückkehrend zu 1, ist ein Sender/Empfänger-Modul
58 in der Vorrichtungskontrolle 32 gezeigt, das Impulse erzeugt,
die durch den HF-Verstärker 60 verstärkt werde, und mit der HF-Spule
56 durch eine Sender/Empfängerschalter 62 verbunden sind.
Die resultierenden Signale, die durch die angeregten Kerne in dem Patienten emittiert
werden, können durch die selbe HF-Spule 56 erfasst werden und durch
die Sender/Empfänger-Schalter 62 mit einem Vorverstärker verbunden
werden. Die verstärkten MR-Signale werden in dem Empfängerbereich des
Sender/Empfängers 58 demoduliert, gefiltert und digitalisiert. Der
Sender/Empfänger-Schalter 62 wird durch ein Signal von dem Pulsgenerator-Modul
38 gesteuert, um den HF-Verstärker elektrisch mit der HF-Spule
56 während des Sendemodus zu verbinden und um den Vorverstärker
64 mit der Spule während des Empfangsmodus zu verbinden. Der Sender/Empfänger-Schalter
62 kann ebenfalls eine Separate HF-Spule aktivieren (beispielsweise eine
Oberflächenspule), die entweder im Sende- oder im Empfangsmodus verwendet wird.
Die MR-Signale, die durch die HF-Spule empfangen werden, werden durch
das Sender/Empfänger-Modul 58 digitalisiert und in ein Speicher-Modul
66 in der Systemkontrolle 32 übertragen. Ein Scan ist vollständig,
wenn für jedes Bild ein Array von Rohdaten im k-Raum in das Speicher-Modul
66 akquiriert wurde. Diese Rohdaten im k-Raum werden in separate Datenarrays
im k-Raum für jedes zu rekonstruierende Bild umgeordnet und jedes dieser wird
in einen Arrayprozessor 68 eingegeben, der arbeitet, um die Daten in ein
Array von Bilddaten einer Fouriertransformation zu unterziehen. Diese Bilddaten
werden durch die serielle Verbindung 34 in das Computersystem
20 geleitet, in dem diese im Speicher gespeichert werden, wie beispielsweise
auf dem Plattenspeicher 28. Als Antwort auf die empfangenen Anweisungen,
die von der Bedienerkonsole 12 empfangen werden, können diese Bilddaten
in einem Langzeitspeicher gespeichert werden, wie beispielsweise einem Bandlaufwerk
30, oder weiter in dem Bildprozessor 22 bearbeitet werden und
zu der Bedienerkonsole 12 weitergeleitet und auf dem Display
16 dargestellt werden.
Während des Betriebs erzeugt die Gradientenspulenanordnung
50 eine große Wärmemenge. Die Magnetanordnung 52 kann
eine Flüssigkeitskühlungsstruktur (nicht gezeigt) enthalten, wie diese
im Stand der Technik bekannt ist. Zusätzlich zu einer Flüssigkeitskühlungsstruktur
oder als Alternative zu einer Flüssigkeitskühlungsstruktur, kann eine
Vorrichtung verwendet werden, um einen gerichteten Luftstrom auf
die Gradientenspule 50 zu leiten, um eine Kühlung der Gradientenspule
50 zu schaffen. 4 ist ein schematisches Diagramm
einer Querschnittsansicht einer Magnetanordnung, die eine Vorrichtung zum Schaffen
eines gerichteten Luftstroms auf eine Fläche einer Gradientenspule gemäß
einer Ausführungsform zeigt. Wie vorstehend in Bezug auf 3
diskutiert wurde, enthält die Magnetanordnung 52 zwei ringförmige
Spalte oder Zwischenräume. Ein erster ringförmiger Spalt 78 ist
zwischen dem Magneten 54 und der Gradientenspulenanordnung 50
angeordnet. Ein zweiter ringförmiger Spalt 80 ist zwischen der Gradientenspulenanordnung
50 und der HF-Spule 56 angeordnet. Ein erstes ringförmiges
Verteilerrohr 102 kann in dem ersten ringförmigen Spalt
78 angeordnet sein oder ein zweites ringförmiges Verteilerrohr
104 kann in dem ersten ringförmigen Spalt 80 angeordnet sein.
In einer Ausführungsform kann die Magnetanordnung 52 beides enthalten
sowohl das erste Verteilerrohr 102 als auch das zweite Verteilerrohr
104, wie dies in 4 gezeigt ist. In alternativen
Ausführungsformen kann nur ein Verteilerrohr, beispielsweise entweder in dem
ersten ringförmigen Spalt 78 oder in dem zweiten ringförmigen
Spalt 80 in der Magnetanordnung 52 verwendet werden.
Das erste Verteilerrohr 102 ist konfiguriert, um einen gerichteten
Luftstrom auf die äußere Fläche der Gradientenspule 50 zu
leiten. Das Verteilerrohr 102 hat eine ringförmige Gestalt mit einer
Breite kleiner als die Länge des Zylinders der Gradientenspule 50.
Bevorzugt ist das Verteilerrohr 102 aus einem elastomeren Material, wie
beispielsweise natürlicher oder synthetischer Gummi, hergestellt. Das Verteilerrohr
102 ist um den äußeren Durchmesser der Gradientenspule
50 an einem Ende des Zylinders der Gradientenspule 50 angeordnet.
In einer Ausführungsform wird das Verteilerrohr 102 um den äußeren
Durchmesser der Gradientenspule 50 während der Herstellung der Gradientenspule
50 gespannt. In 4 ist das Verteilerrohr
102 als mit Luft ausgedehnt gezeigt. In einer Ausführungsform kann
eine Ausnehmung 112 in der Gradientenspulenanordnung 50 geschaffen
sein, wie dies in 5 gezeigt ist. Demzufolge kann das
Verteilerrohr 102 in der Ausnehmung 112 angeordnet sein. In
5 ist das Verteilerrohr 102 nicht ausgedehnt
(beispielsweise ist keine Luft vorhanden) und liegt flach gegen die äußere
Fläche der Gradientenspule 50.
Zurückkehrend zu 4, enthält
das Verteilerrohr 102 mindestens einen Einlass 114 auf der ersten
Seite des Verteilerrohrs 102. Der Einlass 114 ist mit einer Luftquelle
108 verbunden, beispielsweise durch einen langen Schlauch 106.
Die Luftquelle 108 kann eine bekannte Quelle von Luft sein, wie beispielsweise
ein Bläser. Das Verteilerrohr 102 enthält ebenfalls mehrere Auslassöffnungen
115 auf einer zweiten Seite des Verteilerrohrs 102. Bevorzugt
sind die Auslassöffnungen 115 auf der gegenüberliegenden Seite
des Einlasses 114des Verteilerrohrs 102 angeordnet.
6 ist ein schematisches Diagramm einer perspektivischen
Ansicht eines Verteilerrohrs gemäß einer Ausführungsform. Das Verteilerrohr
116 enthält mindestens einen Einlass (nicht gezeigt), der mit einer
Luftquelle (nicht gezeigt) verbunden sein kann. Eine beispielhafte Anzahl von Auslassöffnungen
118 ist in 6 gezeigt. In alternativen Ausführungsformen
können unterschiedliche Anzahl und Größe von Auslassöffnungen
118 in dem Verteilerrohr 116 angeordnet sein. Bevorzugt ist die
Größe und die Anzahl der Auslassöffnungen 118 so optimiert,
dass das Verteilerrohr 116 sich gut ausdehnen kann und einen ausreichenden
Luftdurchsatz bereitstellt, beispielsweise Öffnungen mit einem Durchmesser
von R Inch pro Inch.
Zurückkehrend zu 4, sind die Auslassöffnungen
115 des Verteilerrohrs 102 konfiguriert, um einen Luftstrom
110 entlang des ringförmigen Spalts 78 zwischen der Gradientenspule
50 und dem supraleitenden Magneten 54 zu leiten. 7
ist ein schematisches Diagramm einer Seitenansicht eines Verteilerrohrs im Querschnitt,
das in einen ringförmigen Spalt einer Magnetanordnung gemäß einer
Ausführungsform angeordnet ist. Wenn die Luftquelle 108 eingeschaltet
wird, wird das Verteilerrohr 102 sich in ihrer Größe ausdehnen,
entsprechend dem Anwachsen des internen Luftdrucks in dem Verteilerrohr
102. Die Luft von der Luftquelle 108 wird mittels eines Schlauches
106 (oder einer anderen geeigneten Verbindung) dem Verteilerrohr
102 und dem Einlass 114 zur Verfügung gestellt. Wenn das
Verteilerrohr 102 sich auf eine bestimmte Größe ausdehnt, wird
das Verteilerrohr 102 den ringförmigen Spalt 78 zwischen
der Gradientenspule 50 und dem Magneten 54 blockieren oder ausfüllen.
Sobald das Verteilerrohr 102 sich ausgedehnt hat, um den ringförmige
Spalt 78 auszufüllen, wird die Luft in dem Verteilerrohr
102 gezwungen durch die Auslassöffnungen 115 in den ringförmigen
Spalt 78 und entlang der Länge der Gradientenspule 50 und
des Zylinders des Magneten 54 zu strömen. Die Richtung des Luftstromes
ist mit dem Pfeil 110 gezeigt. Der Luftstrom 110 bewegt sich entlang
der Länge des Zylinders der Gradientenspule 50 und wird an dem entgegen
gesetzten Ende des ringförmigen Spalts 78 in die Atmosphäre ausgestoßen.
Die Luft absorbiert Wärme von der Gradientenspule 50, wenn diese durch
den ringförmigen Spalt 78 und entlang der äußeren Fläche
der Gradientenspule strömt. Demzufolge dient der Luftstrom 110 dazu
die Gradientenspule 50 zu kühlen. Wenn ausgedehnt, kann das Verteilerrohr
102 ebenfalls dazu dienen, das akustische Geräusch, das von der Magnetanordnung
erzeugt wird, zu dämpfen, indem ein Ende des ringförmigen Spalts
78 blockiert wird. Wie vorstehend erwähnt, wenn die Luftquelle ausgeschaltet
ist, ist das Verteilerrohr 102 nicht ausgedehnt und liegt an der Gradientenspule
50 an, wie dies beispielsweise in 5
gezeigt ist.
Bezugnehmend auf 4, kann ein zweites
ringförmiges Verteilerrohr 104 in einem zweiten ringförmigen
Spalt 80 zwischen der Gradientenspule 50 und der HF-Spule
56 angeordnet sein. Das zweite Verteilerrohr 104 ist so aufgebaut,
dass es einen gerichteten Luftstrom auf die Innenseite der Fläche der Gradientenspule
50 richtet. Das Verteilerrohr 104 ist von ringförmiger Gestalt
mit einer Breite, die kleiner als die Länge des Zylinders der HF-Spule
56 ist. Bevorzugt ist das Verteilerrohr 104 aus einem elastomeren
Material hergestellt. Das Verteilerrohr 104 ist um den äußeren
Durchmesser der HF-Spule 56 an einem Ende des Zylinders der HF-Spule
56 angeordnet. In einer Ausführungsform wird das Verteilerrohr
104 während der Herstellung um den äußeren Durchmesser der
HF-Spule 56 gespannt. In 4 ist das Verteilerrohr
104 als mit Luft ausgedehnt gezeigt. In einer Ausführungsform kann
eine Ausnehmung (nicht gezeigt) an der HF-Spule 56 geschaffen sein. Demzufolge
kann das Verteilerrohr 104 in der Ausnehmung angeordnet sein. Wenn nicht
ausgedehnt, liegt das Verteilerrohr 104 flach an der Fläche der HF-Spule
an.
Das Verteilerrohr 104 enthält mindestens einen Einlass
114 auf einer ersten Seite des Verteilerrohrs 104. Der Einlass
114 ist mit einer Luftquelle 108 verbunden, beispielsweise durch
die Länge eines Schlauches 106. Das Verteilerrohr enthält ebenfalls
mehrere Auslassöffnungen 115 auf einer zweiten Seite des Verteilerrohrs
104. Bevorzugt sind die Auslassöffnungen 115 an der dem Einlass
114 gegenüberliegenden Seite des Verteilerrohrs 104 angeordnet.
Die Auslassöffnungen 115 des Verteilerrohrs 104 sind so aufgebaut,
dass diese einen Luftstrom 110 entlang dem ringförmigen Spalt
80 zwischen der Gradientenspule 50 und der HF-Spule
56 leiten. Wenn die Luftquelle 108 eingeschaltet wird, wird das
Verteilerrohr 104 seine Größe entsprechend dem internen Druck
in dem Verteilerrohr 104 ausdehnen. Wenn das Verteilerrohr 104
auf eine bestimmte Größe ausgedehnt ist, wird das Verteilerrohr
104 den ringförmige Spalt 80 zwischen der Gradientenspule
50 und der HF-Spule 56 blockieren oder ausfüllen. Sobald
das Verteilerrohr 104 sich ausgedehnt hat, um den ringförmige Spalt
80 auszufüllen, wird die Luft in dem Verteilerrohr 104 gezwungen
durch die Auslassöffnungen 115 in den ringförmigen Spalt
80 und entlang der Länge der Gradientenspule 50 und der HF-Spule
56 zu strömen. Die Richtung des Luftstromes ist mit dem Pfeil
110 gezeigt. Der Luftdurchsatz 110 bewegt sich entlang der Länge
des Zylinders der Gradientenspule 50 und wird auf dem gegenüber liegenden
Ende des ringförmigen Spalts in die Atmosphäre gestoßen. Die Luft
absorbiert Wärme von der Gradientenspule 50, wenn diese durch den
ringförmigen Spalt 80 und entlang der inneren Fläche der Gradientenspule
50 strömt.
Demzufolge bewirkt der Luftdurchsatz 110, dass die Gradientenspule
50 gekühlt wird. Wenn das Verteilerrohr 104 ausgedehnt ist,
kann es ebenfalls dazu dienen akustische Geräusche, die von der Magnetanordnung
hervorgerufen werden zu verringern, indem das eine Ende des ringförmigen Spalts
80 blockiert wird.
Diese schriftliche Beschreibung verwendet Beispiele, um die Erfindung
zu offenbaren, einschließlich des besten Betriebsmodus, und ermöglicht
es jedem Fachmann die Erfindung auszuführen und zu verwenden. Der geschützte
Umfang der Erfindung ist durch die Ansprüche definiert und kann andere Beispiele
und Ausführungsformen enthalten, die dem Fachmann offensichtlich sind. Derartige
andere Beispiele sind beabsichtigt innerhalb des Schutzumfangs der Ansprüche,
wenn diese strukturelle Elemente aufweisen, die sich von der wörtlichen in
den Ansprüchen verwendeten Sprache unterscheiden oder wenn diese äquivalente
strukturelle Elemente enthalten mit unwesentlichen Unterscheidungsmerkmalen von
dem wörtlichen Sprachgebrauch in den Patentansprüchen. Die Reihenfolge
und der Ablauf jedes Prozesses oder Verfahrensschrittes können gemäß
alternativer Ausführungsformen verändert werden oder neu geordnet werden.
Viele andere Änderungen und Abwandlungen können in der vorliegenden
Erfindung durchgeführt werden, ohne den Schutzumfang dieser zu verlassen. Der
Schutzumfang dieser und anderer Änderungen wird offensichtlich in den nachfolgenden
Patentansprüchen.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schaffen eines gerichteten
Luftstromes auf eine Fläche einer zylindrischen Gradientenspule 50
in einer zylindrischen Magnetanordnung 52, die einen zylindrischen Magneten
54 und einen ersten ringförmigen Spalt 78 zwischen der Gradientenspule
50 und dem Magneten 54 umfasst, wobei die Gradientenspule
50 innerhalb des Magneten 54 angeordnet ist, und wobei die Vorrichtung
ein erstes Verteilerrohr 102 aufweist, das eine ringförmige Gestalt
aufweist, und in dem ersten ringförmigen Spalt 78 zwischen der Gradientenspule
50 und dem Magneten 54 angeordnet ist. Das erste Verteilerrohr
102 weist mindestens einen Einlass 114 auf einer ersten Seite
des Verteilerrohrs 102 und mehrere Auslassöffnungen 115 auf
einer zweiten Seite des ersten Verteilerrohrs 102 auf. Die Vorrichtung
beinhaltet ebenfalls eine Luftquelle 108, die mit dem mindestens einen
Einlass des ersten Verteilerrohrs 102 verbunden ist und aufgebaut ist,
um einen Luftdurchsatz für das erste Verteilerrohr 102 bereitzustellen.
In einer Ausführungsform kann ein zweites Verteilerrohr 102 in einem
zweiten ringförmigen Spalt 80 zwischen der Gradientenspule
50 und der HF-Spule 56 angeordnet sein.
Fig. 1
- 10
- MR-Bildgebungsvorrichtung
- 12
- Bedienerkonsole
- 13
- Eingabeeinrichtung
- 15
- Kontrollpanel
- 16
- Display
- 18
- Verbindung
- 20
- Computersystem
- 20a
- Backplane
- 22
- Bildprozessor-Modul
- 24
- CPU-Modul
- 26
- Speicher-Modul
- 28
- Plattenspeicher
- 30
- Bandlaufwerk
- 32
- Kontrollsystem
- 32a
- Backplane
- 34
- serielle Hochgeschwindigkeitsverbindung
- 36
- CPU-Modul
- 38
- Pulsgenerator-Modul
- 40
- serielle Verbindung
- 42
- Gradientenverstärker
- 44
- physiologischer Akquisitionskontroller
- 46
- Schnittstellenschaltung des Scan-Raums
- 48
- Patientenpositionierungssystem
- 50
- Gradientenspulenanordnung
- 52
- Magnetanordnung
- 54
- polarisierender Magnet
- 56
- HF-Spule
- 58
- Sender/Empfänger-Modul
- 60
- HF-Verstärker
- 62
- Sender/Empfänger-Schalterung
- 64
- Vorverstärker
- 66
- Speicher-Modul
- 68
- Array-Prozessor
- 70
- Patienten oder Bildgebungsobjekt
- 72
- zylindrisches Bildgebungsvolumen
Fig. 2
- 50
- Gradientenspulenanordnung
- 52
- Magnetanordnung
- 54
- Magnet
- 56
- HF-Spule
- 72
- zylindrisches Bildgebungsvolumen
- 74
- Röhre der den Patienten aufnehmenden Apertur
- 76
- zentrale Achse
Fig. 3
- 50
- Gradientenspulenanordnung
- 52
- Magnetanordnung
- 54
- Magnet
- 56
- HF-Spule
- 74
- Röhre der den Patienten aufnehmenden Apertur
- 78
- erster ringförmiger Spalt oder Gap
- 80
- zweiter ringförmiger Spalt oder Gap
Fig. 4
- 50
- Gradientenspulenanordnung
- 52
- Magnetanordnung
- 54
- Magnet
- 56
- HF-Spule
- 74
- Röhre der den Patienten aufnehmenden Apertur
- 78
- erster ringförmiger Spalt
- 80
- zweiter ringförmiger Spalt
- 102
- erstes Verteilerrohr
- 104
- zweites Verteilerrohr
- 106
- Schlauch
- 108
- Luftquelle
- 110
- Luftdurchsatz
- 114
- Einlass
- 115
- Auslassöffnungen
Fig. 5
- 50
- Gradientenspulenanordnung
- 54
- Magnet
- 56
- HF-Spule
- 78
- erster ringförmiger Spalt oder Gap
- 80
- zweiter ringförmiger Spalt oder Gap
- 102
- erstes Verteilerrohr
- 112
- Ausnehmung
Fig. 6
- 116
- Verteilerrohr
- 118
- Auslassöffnungen
Fig. 7
- 50
- Gradientenspulenanordnung
- 54
- Magnet
- 78
- erster ringförmiger Spalt oder Gap
- 102
- erstes Verteilerrohr
- 106
- Schlauch
- 108
- Luftquelle
- 110
- Luftstrom
- 114
- Einlass
- 115
- Auslassöffnungen