Martin, Eric T., Corvallis, Oreg., US; Ghozeil, Adam L., Corvallis, Oreg., US; Piehl, Arthur, Corvallis, Oreg., US; Przybyla, James R., Philomath, Oreg., US
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet mikroelektromechanischer
Vorrichtungen. Insbesondere bezieht sich die vorliegende Erfindung auf eine Ladungssteuerschaltung
für eine mikroelektromechanische Vorrichtung.
Hintergrund der Erfindung
Mikroelektromechanische Systeme (MEMS) sind Systeme, die unter Verwendung
einer Dünnfilmtechnologie entwickelt werden, und die sowohl elektrische als
auch mikromechanische Komponenten beinhalten. MEMS-Vorrichtungen werden in einer
Vielzahl von Anwendungen eingesetzt, wie z. B. optischen Anzeigesystemen, Drucksensoren,
Flusssensoren und Ladungssteuerbetätigungselementen. MEMS-Vorrichtungen verwenden
eine elektrostatische Kraft oder Energie zur Bewegung oder Überwachung der
Bewegung mikromechanischer Elektroden, die eine Ladung speichern können. Die
Größe eines Zwischenraums zwischen den Elektroden wird durch ein Ausgleichen
einer elektrostatischen Kraft und einer mechanischen Rückstellkraft gesteuert.
Digitale MEMS-Vorrichtungen verwenden zwei Spaltabstände, während analoge
MEMS-Vorrichtungen mehrere Spaltabstände verwenden.
MEMS-Vorrichtungen wurden unter Verwendung einer Vielzahl von Ansätzen
entwickelt. Bei einem Ansatz ist eine verformbare Ablenkmembran über einer
Elektrode positioniert und wird elektrostatisch zu der Elektrode angezogen. Andere
Ansätze verwenden Klappen oder Träger aus Silizium oder Aluminium, die
eine obere leitende Schicht bilden. Bei optischen Anwendungen ist die leitende Schicht
reflektierend und wird unter Verwendung einer elektrostatischen Kraft zur Streuung
von Licht, das auf die leitende Schicht einfällt, verformt.
Diese Ansätze leiden unter einer elektrostatischen Instabilität,
die zu einem stark reduzierten Bewegungsbereich führt. Die Instabilität
tritt auf, wenn eine Spannung, die die Elektroden steuert, erhöht wird, um
den Spaltabstand zu steuern. Da die Elektroden einen variablen Kondensator bilden,
ist das Ergebnis eine Ladungsinstabilität, wenn die Kapazität aufgrund
einer Reduzierung des Spaltabstands erhöht wird. Mit zunehmender Kapazität
wird mehr und mehr elektrische Ladung auf den Kondensator gezogen, was zu einer
Ladungsinstabilität führt. Da die Menge einer Ladung, die auf dem Kondensator
gespeichert ist, nicht gesteuert wird, ist eine Steuerung der Elektrodenbewegung
für nur etwa ein Drittel des Gesamtspaltabstands möglich, da außerhalb
dieses Bereichs die Elektrode zu mechanischen Anschlägen „herunterschnappt".
So liegt eine nichtlineare Beziehung zwischen der Elektrodenspannung und einer Elektrodenplatzierung
über einen großen Bereich von Spaltabständen vor. Diese Unfähigkeit
einer Steuerung des Spaltabstands für mehr als etwa ein Drittel des Gesamtspaltabstands
beschränkt die Verwendbarkeit der MEMS-Vorrichtungen. Bei optischen Anzeigesystemen
z. B. sollten Lichtmodulator-MEMS-Vorrichtungen auf Interferenz- oder Defraktionsbasis
vorzugsweise einen großen Bereich einer Spaltabstandsteuerung aufweisen, um
einen größeren optischen Bereich sichtbaren Lichts, das durch die optische
MEMS-Vorrichtung gestreut wird, zu steuern.
Zusammenfassung der Erfindung
Ein Aspekt der vorliegenden Erfindung stellt eine Ladungssteuerschaltung
zum Steuern einer mikroelektromechanischen Vorrichtung mit variabler Kapazität
bereit. Bei einem Ausführungsbeispiel ist eine Ladungsspeichervorrichtung zum
Speichern einer Ladungsmenge konfiguriert. Eine Schalterschaltung ist konfiguriert,
um die variable Kapazität der mikroelektromechanischen Vorrichtung durch ein
gemeinschaftliches Verwenden der Ladungsmenge durch die Ladungsspeichervorrichtung
und die mikroelektromechanische Vorrichtung zu steuern, um die Ladungsspeichervorrichtung
und die mikroelektromechanische Vorrichtung auf eine gleiche Spannung abzugleichen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
1 ist ein Diagramm, das ein exemplarisches Ausführungsbeispiel
eines mikroelektromechanischen Systems gemäß der vorliegenden Erfindung
darstellt.
2 ist ein Diagramm, das ein exemplarisches Ausführungsbeispiel
einer mikroelektromechanischen Vorrichtung darstellt.
3 ist ein schematisches Diagramm, das ein exemplarisches
Ausführungsbeispiel einer Ladungssteuerschaltung darstellt.
4 ist ein Diagramm, das ein exemplarisches Ausführungsbeispiel
eines mikroelektromechanischen Systems gemäß der vorliegenden Erfindung
darstellt.
5 ist ein schematisches Diagramm, das ein exemplarisches
Ausführungsbeispiel eines ersten Schalters darstellt.
6 ist ein schematisches Diagramm, das ein exemplarisches
Ausführungsbeispiel eines zweiten und eines dritten Schalters darstellt.
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
In der folgenden detaillierten Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
wird Bezug auf die beigefügten Zeichnungen genommen, die einen Teil derselben
bilden, und in denen zur Darstellung spezifische Ausführungsbeispiele gezeigt
sind, in denen die Erfindung praktiziert werden könnte. Es wird darauf verwiesen,
dass andere Ausführungsbeispiele eingesetzt und strukturelle oder logische
Änderungen durchgeführt werden könnten, ohne von dem Schutzbereich
der vorliegenden Erfindung abzuweichen. Die folgende detaillierte Beschreibung soll
deshalb in keinem einschränkenden Sinn aufgefasst werden und der Schutzbereich
der vorliegenden Erfindung ist durch die beigefügten Ansprüche definiert.
1 ist ein Diagramm, das ein exemplarisches Ausführungsbeispiel
eines mikroelektromechanischen Systems 10 gemäß der vorliegenden
Erfindung darstellt. Das mikroelektromechanische System 10 umfasst eine
variable Leistungsversorgung 12, eine Ladungssteuerschaltung
16, eine mikroelektromechanische Vorrichtung 26 und eine Steuerung
28. Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel umfasst die Ladungssteuerschaltung
16 eine Schalterschaltung 18 und eine Ladungsspeichervorrichtung
22. Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel wird die mikroelektromechanische
Vorrichtung 26 durch eine Ladung gesteuert und besitzt eine variable Kapazität,
die durch ein gemeinschaftliches Verwenden einer Ladungsmenge durch die Ladungsspeichervorrichtung
22 und die mikroelektromechanische Vorrichtung 26 ausgewählt
wird. Die Ladungsspeichervorrichtung 22 ist konfiguriert, um die Ladungsmenge
zu speichern. Zur Auswahl einer Kapazität der mikroelektromechanischen Vorrichtung
26 wird die Ladungsmenge, die in der Ladungsspeichervorrichtung
22 gespeichert ist, gemeinschaftlich durch die Ladungsspeichervorrichtung
22 und die mikroelektromechanische Vorrichtung 26 verwendet, so
dass die Ladungsspeichervorrichtung 22 und die mikroelektromechanische
Vorrichtung 26 auf eine gleiche Spannung abgeglichen werden. Mit diesem
Ansatz wählt die Ladung, die in der mikroelektromechanischen Vorrichtung
26 gespeichert ist, die Kapazität der mikroelektromechanischen Vorrichtung
26 aus und kann genau gesteuert werden. Dies ist so, da die Ladungsspeichervorrichtung
22 und die mikroelektromechanische Vorrichtung 26 auf eine gleiche
Spannung abgeglichen sind und die Beziehung zwischen der Ladungsmenge und der Kapazität
der mikroelektromechanischen Vorrichtung 26 bekannt ist. Die Beziehung
zwischen der Ladung, die in der mikroelektromechanischen Vorrichtung 26
gespeichert ist, und der Kapazität der mikroelektromechanischen Vorrichtung
26 ist über einen breiten Bereich von Spaltabständen oder Breiten
linear.
Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel ist die variable Leistungsversorgung
12 eine variable Spannungsquelle, die mit der Schalterschaltung
18 gekoppelt ist, und die konfiguriert ist, um die Ladungsmenge an die
Ladungsspeichervorrichtung 22 zu liefern. Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel
wählt oder steuert die Steuerung 28 die Menge an Ladung, die durch
die variable Leistungsversorgung 12 an die Ladungsspeichervorrichtung
22 bereitgestellt wird, um die Kapazität der mikroelektromechanischen
Vorrichtung 26 auszuwählen. Bei anderen Ausführungsbeispielen
können andere Ansätze verwendet werden, um die Menge einer Ladung, die
durch die variable Leistungsversorgung 12 an die Ladungsspeichervorrichtung
22 geliefert wird, auszuwählen. Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel
ist die variable Leistungsversorgung 12 eine variable Spannungsquelle und
liefert die Ladungsmenge durch ein Laden der Ladungsspeichervorrichtung
22 von einem Massepotential auf eine Spannung, die der Ladungsmenge entspricht,
an die Ladungsspeichervorrichtung 22. Die Spannung wird durch die Steuerung
28, die die variable Leistungsversorgung 12 steuert, ausgewählt.
Bei verschiedenen anderen Ausführungsbeispielen können andere Ansätze
zur Steuerung der variablen Leistungsversorgung 12 verwendet werden. Bei
verschiedenen anderen Ausführungsbeispielen ist die variable Leistungsversorgung
12 eine Stromquelle, die konfiguriert ist, um die Ladungsmenge an die Ladungsspeichervorrichtung
22 zu liefern. Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel ist die
Ladungsspeichervorrichtung 22 ein Kondensator. Bei anderen Ausführungsbeispielen
kann die Ladungsspeichervorrichtung 22 in einer beliebigen Einrichtung
oder einem beliebigen Ansatz ausgeführt sein, die/der zur Speicherung der Ladungsmenge
verwendet werden kann.
Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel ist die mikroelektromechanische
Vorrichtung 26 ein variabler Kondensator, in dem die Kapazität gemäß
der Ladung, die in der mikroelektromechanischen Vorrichtung 26 gespeichert
ist, ausgewählt ist. Bei einem Ausführungsbeispiel ist die mikroelektromechanische
Vorrichtung 26 ein elektrostatisch gesteuertes Parallelplattenbetätigungsglied,
das eine erste Platte 30 und eine zweite Platte 32 umfasst (siehe
auch 2). Das Parallelplattenbetätigungsglied besitzt
eine variable Kapazität, die durch ein Speichern einer vorbestimmten Menge
einer Ladung auf der ersten Platte 30 und der zweiten Platte
32 ausgewählt wird. Bei einem Ausführungsbeispiel ist die mikroelektromechanische
Vorrichtung 26 ein passiver Pixelmechanismus, der einen elektrostatisch
anpassbaren oberen Reflektor 30 und unteren Reflektor 32 umfasst,
die konfiguriert sind, um einen optischen Resonanzhohlraum 34 zu definieren.
Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel ist die mikroelektromechanische
Vorrichtung 26 ein variabler Kondensator, der gemäß der Menge
einer Ladung, die durch die mikroelektromechanische Vorrichtung 26 gespeichert
wird, geladen, gesteuert oder ausgewählt wird. Bei einem exemplarischen Verfahren
ist die Ladungsmenge in der Ladungsspeichervorrichtung 22 gespeichert.
Als Nächstes wird die Ladungsmenge, die in der Ladungsspeichervorrichtung
22 gespeichert ist, gemeinschaftlich durch die Ladungsspeichervorrichtung
22 und die mikroelektromechanische Vorrichtung 26 verwendet, um
die Ladungsspeichervorrichtung 22 und die mikroelektromechanische Vorrichtung
26 auf einen gleichen Spannungswert abzugleichen. Bei dem exemplarischen
Verfahren steuert die Steuerung 28 die variable Leistungsversorgung
12 und wählt eine Ausgangsspannung aus, die durch die variable Leistungsversorgung
12 auf einer Leitung 14 bereitgestellt wird. Die Steuerung
28 aktiviert die Schalterschaltung 18, die einen leitfähigen
Pfad zwischen der variablen Leistungsversorgung 12 und der Ladungsspeichervorrichtung
22 bereitstellt, so dass die Ladungsspeichervorrichtung 22 auf
die ausgewählte Spannung aufgeladen werden kann. Als Nächstes stellt die
Schalterschaltung 18 einen leitfähigen Pfad zwischen der Ladungsspeichervorrichtung
22 und der mikroelektromechanischen Vorrichtung 26 bereit, um
die Ladungsspeichervorrichtung 22 und die mikroelektromechanische Vorrichtung
26 auf eine gleiche Spannung abzugleichen. Sobald die Ladungsspeichervorrichtung
22 und die mikroelektromechanische Vorrichtung 26 auf die gleiche
Spannung abgeglichen wurden, erliegt eine Ladungsleitung zwischen der Ladungsspeichervorrichtung
22 und der mikroelektromechanischen Vorrichtung 26. Eine genaue
Beziehung kann zwischen der Spannung, die durch die variable Leistungsversorgung
12 ausgewählt wird, oder alternativ der Ladungsmenge, die durch die
Ladungsspeichervorrichtung 22 gespeichert wird, und der Kapazität
der mikroelektromechanischen Vorrichtung 26 eingerichtet werden.
Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel kann eine Anzahl geeigneter
Spannungswerte, die durch die variable Leistungsversorgung 12 bereitgestellt
werden, ausgewählt werden, wobei jeder der Anzahl von Spannungswerten einer
Kapazität der mikroelektromechanischen Vorrichtung 26 entspricht.
Die Kapazität der mikroelektromechanischen Vorrichtung 26 wird durch
ein Aufladen der Ladungsspeichervorrichtung 22 auf den ausgewählten
Spannungswert und ein gemeinschaftliches Verwenden der Ladungsmenge, die in der
Ladungsspeichervorrichtung 22 gespeichert ist, die dem ausgewählten
Spannungswert entspricht, mit der mikroelektromechanischen Vorrichtung
26, so dass die Ladungsspeichervorrichtung 22 und die mikroelektromechanische
Vorrichtung 26 auf den gleichen Spannungswert abgeglichen werden, ausgewählt.
2 ist ein Diagramm, das ein exemplarisches Ausführungsbeispiel
einer mikroelektromechanischen Vorrichtung 26 darstellt. Bei dem exemplarischen
Ausführungsbeispiel zeigt die mikroelektromechanische Vorrichtung
26 zumindest teilweise ein Pixel eines anzeigbaren Bilds an. Die Vorrichtung
26 umfasst einen oberen Reflektor 30 und einen unteren Reflektor
32, sowie eine Biegevorrichtung 38 und einen Federmechanismus
40. Ein optischer Resonanzhohlraum 34 ist durch die Reflektoren
30 und 32 definiert, der eine variable Dicke oder Breite
36 aufweist. Der obere Reflektor 30 ist bei einem Ausführungsbeispiel
semitransparent oder semireflektierend. Der untere Reflektor 32 ist bei
einem Ausführungsbeispiel stark reflektierend oder vollständig reflektierend.
Bei anderen Ausführungsbeispielen ist der obere Reflektor 30 stark
reflektierend oder vollständig reflektierend und der untere Reflektor
32 ist semitransparent oder semireflektierend. Bei verschiedenen Ausführungsbeispielen
kann der Federmechanismus 40 ein beliebiges geeignetes flexibles Material,
wie z. B. ein Polymer, das eine lineare oder nichtlineare Federfunktionalität
besitzt, sein.
Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel ist der optische Hohlraum
34 durch optische Interferenz variabel selektiv für eine sichtbare
Wellenlänge bei einer Intensität. Abhängig von der erwünschten
Konfiguration der mikroelektromechanischen Vorrichtung 26 kann der optische
Hohlraum 34 die Wellenlänge bei der Intensität entweder reflektieren
oder durchlassen. Dies bedeutet, dass der Hohlraum 34 reflektierender oder
durchlässiger Natur sein kann. Kein Licht wird durch den optischen Hohlraum
34 erzeugt, so dass die Vorrichtung 26 sich auf Umgebungslicht
oder Licht, das durch die mikroelektromechanische Vorrichtung 26 bereitgestellt
wird, das durch den Hohlraum 34 reflektiert oder durchgelassen wird, stützt.
Die sichtbare Wellenlänge, die durch den optischen Hohlraum 34 ausgewählt
wird, und deren Intensität, die durch den optischen Hohlraum 34
ausgewählt wird, sind abhängig von der Dicke 36 des Hohlraums
34. Dies bedeutet, dass der optische Hohlraum 34 durch Steuerung
seiner Dicke 36 auf eine erwünschte Wellenlänge bei einer erwünschten
Intensität abgestimmt werden kann.
Die Biegevorrichtung 38 und der Federmechanismus
40 erlauben es, dass die Dicke 36 des Hohlraums 34 variieren
kann, indem sich der obere Reflektor 30 bewegen darf. Allgemeiner bilden
die Biegevorrichtung 38 und der Federmechanismus 40 einen Mechanismus,
der es ermöglicht, dass eine Variation der optischen Eigenschaften des optischen
Hohlraums 34 variabel eine sichtbare Wellenlänge bei einer Intensität
auswählt. Die optischen Eigenschaften umfassen einen optischen Index des Hohlraums
34 und/oder die optische Dicke des Hohlraums 34. Eine elektrische
Ladung, die auf den Reflektoren 30 und 32 gespeichert ist, bewirkt
eine Veränderung der Dicke 36 des Hohlraums 34, da die Biegevorrichtung
38 und der Federmechanismus 40 eine Bewegung des Reflektors
30 erlauben. So besitzt die Biegevorrichtung 38 eine Steifigkeit
und der Federmechanismus 40 besitzt eine Federrückstellkraft, derart,
dass die Ladung, die auf den Reflektoren 30 und 32 gespeichert
ist, bewirkt, dass die Biegevorrichtung 38 und der Federmechanismus
40 nachgeben und eine Bewegung des Reflektors 30 erlauben, wodurch
die erwünschte Dicke 36 erzielt wird. Keine Leistung wird bei der
Beibehaltung einer bestimmten Dicke 36 abgeleitet.
Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel wird der untere Reflektor
32 auf einer festen Spannung beibehalten. Bei einem Ausführungsbeispiel
ist die feste Spannung ein Massepotential. Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel
weist der Reflektor 30, wenn eine Ladung auf den Reflektoren
30 und 32 gespeichert ist, eine Spannung auf, die der gespeicherten
Ladung und der festen Spannung des unteren Reflektors entspricht. Die Ladung entspricht
der erwünschten sichtbaren Wellenlänge und der erwünschten Intensität,
kalibriert auf die Steifigkeit der Biegevorrichtung 38. Während die
Biegevorrichtung 38, die in dem exemplarischen Ausführungsbeispiel
dargestellt ist, unter dem unteren Reflektor 32 positioniert ist, kann
sie bei einem anderen Ausführungsbeispiel über dem unteren Reflektor
32 positioniert sein. Bei weiteren Ausführungsbeispielen kann die
Biegevorrichtung 38 auch über oder unter dem oberen Reflektor
30 positioniert sein, derart, dass der untere Reflektor 32 bewegbar
ist, anstelle des oberen Reflektors 30, um die Dicke 36 des optischen
Hohlraums 34 einzustellen. Ferner kann es bei weiteren Ausführungsbeispielen
mehr als einen optischen Hohlraum geben, derart, dass der optische Hohlraum
34 mehr als einen derartigen Hohlraum beinhaltet.
Bei einem Ausführungsbeispiel sind der untere Reflektor
32 und der obere Reflektor 30 Platten eines variablen Kondensators
oder eines Parallelplattenbetätigungsglieds, wobei der optische Hohlraum
34 ein Dielektrikum zwischen denselben darstellt. Eine Ladung, die auf
dem oberen Reflektor 30 und dem unteren Reflektor 32 gespeichert
ist, bewegt den oberen Reflektor 30 aufgrund der Biegevorrichtung
38 und des Federmechanismus 40. Es ist diese elektrostatische
Ladung, die eine Beibehaltung der bestimmten Dicke 36 ohne weiter Ladungsanlegung
über den oberen Reflektor 30 und den unteren Reflektor 32
ermöglicht.
Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel entsprechen die Wellenlänge
und die Intensität, die durch den optischen Hohlraum 34 ausgewählt
werden, einem Pixel eines anzeigbaren Bilds. So zeigt bei einem Ausführungsbeispiel
die mikroelektromechanische Vorrichtung 26 zumindest teilweise das Pixel
des Bilds an. Die mikroelektromechanische Vorrichtung 26 kann in entweder
einem analogen oder einem Digitalmodus arbeiten. Bei einem Ausführungsbeispiel,
wie z. B. einer analogen Vorrichtung, wählt die Vorrichtung 26 eine
sichtbare Wellenlänge von Licht und eine Intensität, die der Farbe und
der Intensität der Farbe des Pixels entsprechen, aus. Bei einem alternativen
Ausführungsbeispiel wird die Vorrichtung 26 verwendet, um das Pixel
in einer analogen Weise in Schwarz-und-Weiß oder in Grauskalierung anstelle
von Farbe anzuzeigen.
Bei einem Ausführungsbeispiel, wie z. B. einer digitalen Vorrichtung,
ist die mikroelektromechanische Vorrichtung 26 verantwortlich für
entweder die Rot-, Grün- oder Blau-Farbkomponente des Pixels. Die Vorrichtung
26 behält eine statische sichtbare Wellenlänge, entweder Rot,
Grün oder Blau, bei und variiert die Intensität dieser Wellenlänge
entsprechend der Rot-, Grün- oder Blau-Farbkomponente des Pixels. Deshalb werden
drei mikroelektromechanische Vorrichtung 26 benötigt, um das Pixel
digital anzuzeigen, wobei eine Vorrichtung 26 eine Rot-Wellenlänge
auswählt, eine andere Vorrichtung 26 eine Grün-Wellenlänge
auswählt und eine dritte Vorrichtung 26 eine Blau-Wellenlänge
auswählt. Allgemeiner gibt es eine mikroelektromechanische Vorrichtung
26 für jede Farbkomponente des Pixels oder Abschnitt des Bilds. Bei
einem alternativen Ausführungsbeispiel kann die mikroelektromechanische Vorrichtung
26 verwendet werden, um das Pixel in einer digitalen Weise in Schwarz-und-Weiß
oder in Grauskalierung anstelle von Farbe anzuzeigen.
Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel verwendet der optische
Hohlraum 34 der mikroelektromechanischen Vorrichtung 26 optische
Interferenz zum durchlassenden oder reflektierenden Auswählen einer Wellenlänge
bei einer Intensität. Der optische Hohlraum 34 bei einem Ausführungsbeispiel
ist ein Dünnfilm mit einer Lichtweglänge gleich der Dicke
36. Licht wird von den Grenzen der Reflektoren 30 und
32 auf beiden Seiten des Hohlraums 34 reflektiert und interferiert
mit sich selbst. Die Phasendifferenz zwischen dem eingehenden Strahl und seinem
reflektierten Bild beträgt k(2d), wobei d die Dicke 36 ist, da sich
der reflektierte Strahl über die Entfernung 2d innerhalb des Hohlraums
34 bewegt. Da
k = 2&pgr;&lgr;
gilt, beträgt, wenn
d = &lgr;2
ist, die Phasendifferenz zwischen der eingehenden und der reflektierten Welle k2d
= 2&pgr;, was eine konstruktive Interferenz ergibt. Alle Vielfache von &pgr;/2,
die die Moden des optischen Hohlraums 34 sind, werden durchgelassen. Als
ein Ergebnis der optischen Interferenz lässt dann der optische Hohlraum
34 den Großteil von Licht bei ganzzahligen Vielfachen von &lgr;/2
und die geringste Menge von Licht bei ungeraden ganzzahligen Vielfachen von &lgr;/4
durch.
Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel erlauben die Biegevorrichtung
38 und der Federmechanismus 40 eine Veränderung der Dicke
36 des optischen Hohlraums 34, wenn eine geeignete Menge an Ladung
auf den Reflektoren 30 und 32 gespeichert wurde, derart, dass
eine erwünschte Wellenlänge bei einer erwünschten Intensität
ausgewählt wird. Diese Ladung und die entsprechende Spannung werden gemäß
der folgenden Gleichung bestimmt, die die Anziehungskraft zwischen den Reflektoren
30 und 32 ist, die als Platten eines Parallelplattenkondensators
wirken, und Randfelder nicht berücksichtigt:
wobei &egr;0 die Durchlässigkeit des freien Raums ist, V die Spannung
über die Reflektoren 30 und 32 ist, A die Fläche jedes
der Reflektoren 30 und 32 ist und d die Dicke 36 ist.
So ergibt ein Potential von einem Volt über ein Pixel mit 26 Mikrometern im
Quadrat, mit einer Dicke 36 von 0,25 Mikrometern eine elektrostatische
Kraft von 7 × 10–7 Newton (N).
Deshalb liefert eine Menge einer Ladung, die einer kleinen Spannung
zwischen den Reflektoren 30 und 32 entspricht, eine ausreichende
Kraft, um den oberen Reflektor 30 zu bewegen und denselben gegen Schwerkraft
und Erschütterungen zu halten. Die elektrostatische Ladung, die in den Reflektoren
30 und 32 gespeichert ist, ist ausreichend, um den oberen Reflektor
30 ohne zusätzliche Leistung an seinem Ort zu halten. Bei verschiedenen
Ausführungsbeispielen könnte ein Ladungslecken ein gelegentliches Auffrischen
der Ladung erfordern.
Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel wird die in Gleichung
(1) definierte Kraft mit der linearen Federkraft, die durch den Federmechanismus
40 bereitgestellt wird, ausgeglichen:
F = k(d0 – d)(2)
wobei k die lineare Federkonstante ist und d0 der Anfangswert der Dicke
36 ist. Da die Kapazität durch Ladung gesteuert wird, kann die Kraft
zwischen den Reflektoren 30 und 32 der Gleichung (1) stattdessen
als eine Funktion der Ladung geschrieben werden:
wobei Q die Ladung auf dem Kondensator ist. Die Kraft F ist eine Funktion der Ladung
und ist keine Funktion der Entfernung d, so dass eine Stabilität des Reflektors
30 über den gesamten Bereich von 0 bis d0 vorliegt. Durch
ein Steuern der Menge einer Ladung auf den Reflektoren 30 und
32 kann die Position des Reflektors 30 über den gesamten
Bereich einer Bewegung eingestellt werden.
Obwohl die Beschreibung der vorherigen Absätze unter Bezugnahme
auf einen idealen Parallelplattenkondensator und eine ideale lineare Federrückstellkraft
erfolgt, werden durchschnittliche Fachleute auf dem Gebiet erkennen, dass die beschriebenen
Prinzipien auf andere mikroelektromechanische Vorrichtungen 26 angewendet
werden können, wie z. B. Anzeigevorrichtungen auf Interferenzbasis oder Beugungsbasis,
Parallelplattenbetätigungsglieder, nichtlineare Federn und andere Typen von
Kondensatoren. Mit Anzeigevorrichtungen können, wenn der verwendbare Bereich
erhöht wird, mehr Farben, Sättigungspegel und Intensitäten erzielt
werden.
Bei einem Ausführungsbeispiel ist die mikroelektromechanische
Vorrichtung 26 ein Parallelplattenbetätigungsglied 26. Das
Parallelplattenbetätigungsglied 26 umfasst eine Biegevorrichtung
38 in einem Federmechanismus 40. Der Federmechanismus
40 ist angepasst, um eine erste Platte 30 zu unterstützen
und eine Rückstellkraft bereitzustellen, um die erste Platte
30 von der zweiten Platte 32 zu trennen. Die Biegevorrichtung
38 ist an dem Federmechanismus 40 angebracht und ist angepasst,
um die zweite Platte 32 zu unterstützen. Der Federmechanismus
40 und die Biegevorrichtung 38 behalten die erste Platte
30 in einer Ablenkentfernung 36 oder Dicke 36 in einer
etwa parallelen Ausrichtung in Bezug auf die zweite Platte 32.
Bei einem Ausführungsbeispiel ist die mikroelektromechanische
Vorrichtung 26 ein passiver Pixelmechanismus 26. Der Pixelmechanismus
26 umfasst einen elektrostatisch einstellbaren oberen Reflektor
30 und unteren Reflektor 32, die konfiguriert sind, um einen optischen
Resonanzhohlraum 34 zu definieren. Eine Ladungssteuerschaltung
16 ist konfiguriert, um eine sichtbare Wellenlänge des passiven Pixelmechanismus
26 auszuwählen, indem eine gespeicherte Ladungsmenge gemeinschaftlich
mit dem oberen Reflektor 30 und dem unteren Reflektor 32 verwendet
wird, um eine Ablenkentfernung 36 oder Dicke 36 zu steuern.
3 ist ein schematisches Diagramm, das ein exemplarisches
Ausführungsbeispiel einer Ladungssteuerschaltung 16darstellt. Die
Ladungssteuerschaltung 16 umfasst einen ersten Schalter 42, der
mit einer Ladungsspeichervorrichtung 22 gekoppelt ist, und der konfiguriert
ist, um die Ladungsmenge von einer Leitung 14 auf die Ladungsspeichervorrichtung
22 zu leiten. Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel ist die Leitung
14 mit einem Ausgang einer variablen Leistungsversorgung 12 gekoppelt.
Bei anderen Ausführungsbeispielen kann die Ladungsmenge von anderen geeigneten
Quellen, wie z. B. einer Stromquelle, bereitgestellt werden. Bei dem exemplarischen
Ausführungsbeispiel wird der Schalter 42 durch eine Steuerung
28 aktiviert und liefert einen leitfähigen Pfad zwischen der Leitung
14 und einer Leitung 20, um die Ladungsmenge zu der Ladungsspeichervorrichtung
22 zu leiten.
Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel umfasst die Schalterschaltung
16 einen zweiten Schalter 44, der zwischen die Leitung
20 und eine Leitung 24 geschaltet ist. Der Schalter
44 wird durch die Steuerung 28 aktiviert, um einen leitfähigen
Pfad bereitzustellen, um Ladung von der Ladungsspeichervorrichtung 22 zu
einer mikroelektromechanischen Vorrichtung 26 zu leiten, die mit der Leitung
24 gekoppelt ist. Mit dem leitfähigen Pfad gleichen die Ladungsspeichervorrichtung
22 und die mikroelektromechanische Vorrichtung 26 auf eine gleiche
Spannung ab. Ein dritter Schalter 46 ist zwischen die Leitung
24 und ein Massepotential geschaltet und ist konfiguriert, um die mikroelektromechanische
Vorrichtung 26 zu entladen, bevor der zweite Schalter 44 aktiviert
wird, um den leitfähigen Pfad zwischen der Ladungsspeichervorrichtung
22 und der mikroelektromechanischen Vorrichtung 26 bereitzustellen.
Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel wird der dritte Schalter
46 durch die Steuerung 28 aktiviert. Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel
wird der erste Schalter 42 aktiviert, um die Ladungsmenge zu der Ladungsspeichervorrichtung
22 zu leiten, und der dritte Schalter 46 wird aktiviert, um die
mikroelektromechanische Vorrichtung 26 zu entladen, bevor der zweite Schalter
44 den leitfähigen Pfad bereitstellt, um die Ladungsspeichervorrichtung
22 und die mikroelektromechanische Vorrichtung 26 auf die gleiche
Spannung abzugleichen. Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel steuert die
Steuerung 28 den ersten Schalter 42, den zweiten Schalter
44 und den dritten Schalter 46. Bei weiteren Ausführungsbeispielen
können andere geeignete Ansätze verwendet werden, um den ersten Schalter
42, den zweiten Schalter 44 und den dritten Schalter
46 zu steuern. Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel sind der
erste Schalter 42, der zweite Schalter 44 und der dritte Schalter
46 Komplementär-Metalloxid-Halbleiter-(CMOS-)Transistoren. Bei weiteren
Ausführungsbeispielen können der erste Schalter 42, der zweite
Schalter 44 und der dritte Schalter 46 andere geeignete Vorrichtungstypen
sein, die ausgewählt oder aktiviert werden können, um leitfähige
Pfade bereitzustellen. Bei weiteren Ausführungsbeispielen z. B. können
die Schalter andere Vorrichtungstypen sein, wie z. B. Galliumarsenid-Metallhalbleiter-Feldeffekttransistoren
(GaAs-MESFETs) oder Bipolartransistoren.
Bei einem Ausführungsbeispiel ist die mikroelektromechanische
Vorrichtung 26 ein elektrostatisch gesteuertes Parallelplattenbetätigungsglied
26, das eine erste Platte 30 und eine zweite Platte
32 umfasst. Der erste Schalter 42 ist konfiguriert, um einen Kondensator
22 auf eine erste Spannung zu laden. Der zweite Schalter 44 ist
konfiguriert, um eine Ablenkentfernung zwischen der ersten Platte 30 und
der zweiten Platte 32 durch ein Parallelschalten des Kondensators
22 und des Parallelplattenbetätigungsglieds 26 zu steuern,
so dass der Kondensator 22 das Parallelplattenbetätigungsglied
26 auf eine zweite Spannung lädt. Bei diesem Ausführungsbeispiel
ist die zweite Spannung kleiner als die erste Spannung. Der Kondensator
22 lädt das Parallelplattenbetätigungsglied 26 auf die
zweite Spannung, während der Kondensator 22 von der ersten Spannung
auf die zweite Spannung entladen wird. Bei einem Ausführungsbeispiel ist ein
dritter Schalter 46 über das Parallelplattenbetätigungsglied
26 gekoppelt und ist konfiguriert, um das Parallelplattenbetätigungsglied
26 zu entladen, bevor der zweite Schalter 44 den Kondensator
22 und das Parallelplattenbetätigungsglied 26 parallel schaltet.
Bei einem Ausführungsbeispiel ist die mikroelektromechanische
Vorrichtung 26 ein passiver Pixelmechanismus
26. Die Ladungssteuerschaltung 16 umfasst einen Kondensator
22, der konfiguriert ist, um eine Ladungsmenge zu speichern, einen ersten
Schalter 42 und einen zweiten Schalter 44. Der erste Schalter
42 ist an der Leitung 20 mit dem Kondensator 22 gekoppelt
und ist konfiguriert, um die Ladungsmenge zu dem Kondensator 22 zu leiten.
Der zweite Schalter 44 ist an der Leitung 20 mit dem Kondensator
22 gekoppelt und mit dem passiven Pixelmechanismus 26. Der zweite
Schalter 44 liefert einen leitfähigen Pfad, um den Kondensator
22 und den passiven Pixelmechanismus 26 auf eine gleiche Spannung
abzugleichen. Bei einem Ausführungsbeispiel ist ein dritter Schalter
46 an der Leitung 24 zwischen den passiven Pixelmechanismus
26 und ein Massepotential geschaltet und ist konfiguriert, um den passiven
Pixelmechanismus 26 zu entladen, bevor der zweite Schalter 44
den leitfähigen Pfad bereitstellt. Bei einem Ausführungsbeispiel ist die
variable Leistungsversorgung 12 eine variable Spannungsquelle
12 und ist mit dem ersten Schalter 42 an der Leitung
14 gekoppelt und ist konfiguriert, um die Ladungsmenge an den Kondensator
22 zu liefern. Der passive Pixelmechanismus 26 umfasst einen elektrostatisch
einstellbaren oberen Reflektor 30 und unteren Reflektor 32, die
konfiguriert sind, um einen optischen Resonanzhohlraum 34 zu definieren.
Die Ladungssteuerschaltung 16 ist konfiguriert, um eine sichtbare Wellenlänge
für den passiven Pixelmechanismus 26 auszuwählen, indem die Ladungsmenge,
die in dem Kondensator 22 gespeichert ist, gemeinschaftlich mit dem oberen
Reflektor 30 und dem unteren Reflektor 32 verwendet wird, um eine
Ablenkentfernung zu steuern.
4 ist ein Diagramm, das ein exemplarisches Ausführungsbeispiel
eines mikroelektromechanischen Systems 50gemäß der vorliegenden
Erfindung darstellt. Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel umfasst das
mikroelektromechanische System 50 eine Mehrzahl mikroelektromechanischer
Vorrichtungen 26, die bei 26a, 26b bzw. 26c
dargestellt sind, für eine mikroelektromechanische Vorrichtung 1, 2 und N.
Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel kann N eine beliebige geeignete
Zahl sein. Jede der mikroelektromechanischen Vorrichtungen 26 umfasst eine
erste Platte 30 und eine zweite Platte 32. Das mikroelektromechanische
System 50 umfasst eine Ladungsspeichervorrichtung 22, die konfiguriert
ist, um eine Ladungsmenge zu speichern. Obwohl nur eine Ladungsspeichervorrichtung
22 dargestellt ist, um die Erläuterung der Erfindung zu vereinfachen,
kann in anderen Ausführungsbeispielen eine beliebige geeignete Anzahl von Ladungsspeichervorrichtungen
22 verwendet werden. Ein erster Schalter ist bei 51 beinhaltet
und ist konfiguriert, um die Ladungsmenge von einer variablen Leistungsversorgung
12 zu der Ladungsspeichervorrichtung 22 zu leiten, um die Ladungsspeichervorrichtung
22 auf eine erste Spannung zu laden. Der erste Schalter 51 ist
mit der variablen Leistungsversorgung 12 über eine Leitung
14 verbunden und ist über eine Leitung 52 mit der Ladungsspeichervorrichtung
22 verbunden.
Das mikroelektromechanische System 50 umfasst eine Vielzahl
von Schaltern 56, die bei 56a, 56b bzw. 56c
dargestellt sind, für Schalter 1, 2 und N. Jeder der Schalter 56 ist
konfiguriert, um eine Kapazität einer entsprechenden der mikroelektromechanischen
Vorrichtungen 26 auszuwählen, indem die Ladungsmenge durch die Ladungsspeichervorrichtung
22 und die entsprechende mikroelektromechanische Vorrichtung
26 gemeinschaftlich verwendet wird, um die Ladungsspeichervorrichtung
22 und die entsprechende mikroelektromechanische Vorrichtung
26 auf eine gleiche Spannung abzugleichen. So ist der Schalter 1 bei
56a mit der Ladungsspeichervorrichtung 22 über eine Leitung
54a gekoppelt und mit der mikroelektromechanischen Vorrichtung 1 bei
26a über eine Leitung 58a. Ähnlich ist der Schalter
2 bei 56b mit der Ladungsspeichervorrichtung 22 über eine
Leitung 54b gekoppelt und mit der mikroelektromechanischen Vorrichtung
2 bei 26b über eine Leitung 58b und der Schalter N bei
56c ist mit der Ladungsspeichervorrichtung 22 über eine Leitung
54c gekoppelt und mit der mikroelektromechanischen Vorrichtung N bei
26c über eine Leitung 58c. Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel
kann N eine beliebige geeignete Zahl sein, so dass es eine beliebige geeignete Anzahl
von Schaltern 56 geben kann. Jeder Schalter 56 entspricht einer
mikroelektromechanischen Vorrichtung 26. Jeder der Schalter 56
ist konfiguriert, um eine Kapazität der entsprechenden mikroelektromechanischen
Vorrichtung 26 auszuwählen, indem die Ladungsmenge durch die Ladungsspeichervorrichtung
22 und die entsprechende der mikroelektromechanischen Vorrichtungen
26 gemeinschaftlich verwendet wird, um die Ladungsspeichervorrichtung
22 und die entsprechende der mikroelektromechanischen Vorrichtungen
26 auf eine gleiche Spannung abzugleichen. Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel
ist jeder Schalter 56 konfiguriert, um die entsprechende der mikroelektromechanischen
Vorrichtungen 26 zu entladen, bevor die Ladungsmenge durch die Ladungsspeichervorrichtung
22 und die entsprechende der mikroelektromechanischen Vorrichtungen
26 gemeinschaftlich verwendet wird.
Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel wird die Ladungsspeichervorrichtung
22 von einem Massepotential auf die erste Spannung geladen, wobei die erste
Spannung der Ladungsmenge entspricht. Nachdem die Ladung gemeinschaftlich durch
die Ladungsspeichervorrichtung 22 und die entsprechende der mikroelektromechanischen
Vorrichtungen 26 verwendet wurde, wird die mikroelektromechanische Vorrichtung
26 auf eine zweite Spannung geladen. Die zweite Spannung ist kleiner als
die erste Spannung und entspricht einem Spannungswert, bei dem sich die mikroelektromechanische
Vorrichtung 26 und die Ladungsspeichervorrichtung
22 abgeglichen haben, so dass kein Strom mehr zwischen der Ladungsspeichervorrichtung
22 und der mikroelektromechanischen Vorrichtung 26 geleitet wird.
5 ist ein schematisches Diagramm, das ein exemplarisches
Ausführungsbeispiel eines ersten Schalters 51 darstellt. Der Schalter
51 ist zwischen eine Leitung 14 und eine Leitung 52 geschaltet.
Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel wird der erste Schalter
51 durch eine Steuerung 60 gesteuert und wird durch die Steuerung
60 aktiviert, um einen leitfähigen Pfad zwischen einer Leistungsversorgung
12 an der Leitung 14 und einer Ladungsspeichervorrichtung
22 an der Leitung 52 bereitzustellen, um die Ladungsmenge an die
Ladungsspeichervorrichtung 22 zu liefern. Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel
ist der erste Schalter 51 ein CMOS-Transistor. Bei weiteren Ausführungsbeispielen
kann der erste Schalter 50 andere geeignete Vorrichtungstypen sein.
6 ist ein schematisches Diagramm, das ein exemplarisches
Ausführungsbeispiel eines zweiten Schalters 62 und eines dritten Schalters
64 darstellt. Der zweite Schalter 62 und der dritte Schalter
64 sind bei 56 dargestellt. Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel
kann der zweite Schalter 62 aktiviert werden, um einen leitfähigen
Pfad zwischen einer Ladungsspeichervorrichtung 22 an einer Leitung
54 und einer mikroelektromechanischen Vorrichtung 26 an einer
Leitung 58 bereitzustellen, um eine Ladungsmenge gemeinschaftlich durch
die Ladungsspeichervorrichtung 22 und die mikroelektromechanische Vorrichtung
26 zu verwenden. Dies gleicht die Ladungsspeichervorrichtung
22 und die mikroelektromechanische Vorrichtung 26 auf die zweite
Spannung ab. Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel ist die zweite Spannung
kleiner als die erste Spannung. Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel
wird, sobald der zweite Schalter 62 aktiviert oder in einen leitfähigen
Modus angeschaltet wurde, die Ladungsspeichervorrichtung 22 von der ersten
Spannung auf die zweite Spannung entladen und die mikroelektromechanische Vorrichtung
26 wird auf die zweite Spannung geladen. Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel
ist ein dritter Schalter 64 über die mikroelektromechanische Vorrichtung
26 bei einer Leitung 58 und ein Massepotential geschaltet und
ist konfiguriert, um die mikroelektromechanische Vorrichtung 26 zu entladen,
bevor der zweite Schalter 62 die Ladungsspeichervorrichtung 22
und die mikroelektromechanische Vorrichtung 26 parallel schaltet.
Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel sind der zweite Schalter
62 und der dritte Schalter 64 CMOS-Transistoren. Bei anderen Ausführungsbeispielen
können der zweite Schalter 62 und der dritte Schalter 64
andere geeignete Vorrichtungstypen sein. Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel
steuert und aktiviert die Steuerung 60 den zweiten Schalter 62
und den dritten Schalter 64. Bei anderen Ausführungsbeispielen können
der zweite Schalter 62 und der dritte Schalter 64 durch andere
geeignete Mittel gesteuert oder aktiviert werden.
Obwohl spezifische Ausführungsbeispiele hierin zu Zwecken einer
Beschreibung des bevorzugten Ausführungsbeispiels dargestellt und beschrieben
wurden, ist für Fachleute auf dem Gebiet zu erkennen, dass eine breite Vielzahl
anderer und/oder äquivalente Implementierungen anstelle der gezeigten und beschriebenen
spezifischen Ausführungsbeispiele eingesetzt werden könnte, ohne von dem
Schutzbereich der vorliegenden Erfindung abzuweichen. Fachleute auf dem Gebiet der
Chemie, Mechanik, Elektromechanik, Elektrik und Computertechnik werden ohne Weiteres
erkennen, dass die vorliegende Erfindung in einer sehr breiten Vielzahl von Ausführungsbeispielen
implementiert sein könnte. Diese Anmeldung soll alle Anpassungen oder Abänderungen
der hierin erläuterten bevorzugten Ausführungsbeispiele abdecken. Deshalb
ist explizit beabsichtigt, dass diese Erfindung nur durch die Ansprüche und
deren Äquivalente eingeschränkt sein soll.
Zusammenfassung der Offenbarung
Die vorliegende Erfindung stellt ein mikroelektromechanisches System
(10) bereit, das eine elektrostatisch gesteuerte Mikroelektromechanik-System-(MEMS-)Vorrichtung
(26) mit einer ersten Platte und einer zweiten Platte, die um eine Ablenkentfernung
basierend auf einer variablen Kapazität getrennt sind, eine Ladungsspeichervorrichtung
(22), die konfiguriert ist, um eine Ladungsmenge zu speichern, und eine
Schalterschaltung (18) aufweist. Die Schalterschaltung ist konfiguriert,
um die variable Kapazität der MEMS-Vorrichtung zu steuern, indem die Ladungsmenge
gemeinschaftlich durch die Ladungsspeichervorrichtung und die MEMS-Vorrichtung verwendet
wird, um die Ladungsspeichervorrichtung und die MEMS-Vorrichtung auf eine gleiche
Spannung abzugleichen.
Anspruch[de]
Ein mikroelektromechanisches System (10), das folgende Merkmale
aufweist:
eine elektrostatisch gesteuerte Mikroelektromechanik-System-(MEMS-)Vorrichtung (26)
mit einer ersten Platte und einer zweiten Platte, die um eine
Ablenkentfernung basierend auf einer variablen Kapazität getrennt sind;
eine Ladungsspeichervorrichtung (22), die konfiguriert ist, um eine Ladungsmenge
zu speichern; und
eine Schalterschaltung (18), die konfiguriert ist, um die variable Kapazität
der MEMS-Vorrichtung zu steuern, indem die Ladungsmenge gemeinschaftlich durch die
Ladungsspeichervorrichtung und die MEMS-Vorrichtung verwendet wird, um die Ladungsspeichervorrichtung
und die MEMS-Vorrichtung auf eine gleiche Spannung abzugleichen.Das mikroelektromechanische System gemäß Anspruch 1, bei dem
die Schalterschaltung folgende Merkmale aufweist:
einen ersten Schalter (42), der mit der Ladungsspeichervorrichtung gekoppelt
und konfiguriert ist, um die Ladungsmenge zu der Ladungsspeichervorrichtung zu leiten;
einen zweiten Schalter (44), der zwischen die Ladungsspeichervorrichtung
und die mikroelektromechanische Vorrichtung geschaltet und konfiguriert ist, um
einen leitfähigen Pfad bereitzustellen, um die Ladungsspeichervorrichtung und
die mikroelektromechanische Vorrichtung auf die gleiche Spannung abzugleichen; und
einen dritten Schalter (46), der über die mikroelektromechanische
Vorrichtung gekoppelt und konfiguriert ist, um die mikroelektromechanische Vorrichtung
zu entladen, bevor der zweite Schalter den leitfähigen Pfad bereitstellt.Das mikroelektromechanische System gemäß Anspruch 1, das folgendes
Merkmal aufweist:
eine Stromquelle, die konfiguriert ist, um die Ladungsmenge an die Ladungsspeichervorrichtung
zu liefern.Das mikroelektromechanische System gemäß Anspruch 2, das folgendes
Merkmal aufweist:
eine Spannungsquelle (12), die mit dem ersten Schalter gekoppelt und konfiguriert
ist, um die Ladungsmenge an die Ladungsspeichervorrichtung zu liefern.Das mikroelektromechanische System gemäß Anspruch 4, bei dem
die Ladungsspeichervorrichtung von einem Massepotential auf eine Spannung geladen
wird, die der Ladungsmenge entspricht.Das mikroelektromechanische System gemäß Anspruch 1, das folgende
Merkmale aufweist:
eine Mehrzahl mikroelektromechanischer Vorrichtungen (26);
zumindest eine Ladungsspeichervorrichtung (22), die konfiguriert ist, um
eine Ladungsmenge zu speichern; und
die Schalterschaltung, wobei die Schalterschaltung folgende Merkmale aufweist:
einen ersten Schalter (51), der konfiguriert ist, um die Ladungsspeichervorrichtung
auf eine erste Spannung zu laden; und
eine Mehrzahl zweiter Schalter (56), wobei jeder der zweiten Schalter konfiguriert
ist, um eine Kapazität einer entsprechenden der mikroelektromechanischen Vorrichtungen
zu steuern, indem die Ladungsmenge gemeinschaftlich durch die Ladungsspeichervorrichtung
und die entsprechende der mikroelektromechanischen Vorrichtungen verwendet wird,
um die Ladungsspeichervorrichtung und die entsprechende der mikroelektromechanische
Vorrichtungen auf eine zweite Spannung abzugleichen, wobei die zweite Spannung kleiner
ist als die erste Spannung.Das mikroelektromechanische System gemäß Anspruch 6, bei dem
die Schalterschaltung ferner folgendes Merkmal aufweist:
eine Mehrzahl dritter Schalter, wobei jeder der dritten Schalter über die entsprechende
der mikroelektromechanischen Vorrichtungen gekoppelt und konfiguriert ist, um die
entsprechende der mikroelektromechanischen Vorrichtungen zu entladen, bevor der
entsprechende der zweiten Schalter die Ladungsspeichervorrichtung und die entsprechende
der mikroelektromechanischen Vorrichtungen parallel schaltet.Das mikroelektromechanische System gemäß Anspruch 6, das ferner
folgendes Merkmal aufweist:
eine Leistungsversorgung, die mit dem ersten Schalter gekoppelt und konfiguriert
ist, um die Ladungsmenge an die Ladungsspeichervorrichtung zu liefern.Das mikroelektromechanische System gemäß Anspruch 8, bei dem
die zumindest eine Ladungsspeichervorrichtung von einem Massepotential auf eine
erste Spannung geladen wird, die der Ladungsmenge entspricht.Das mikroelektromechanische System gemäß Anspruch 6, das ferner
folgendes Merkmal aufweist:
eine Steuerung (60), die konfiguriert ist, um es zu ermöglichen, dass
zumindest einer der zweiten Schalter die Kapazität der entsprechenden der mikroelektromechanischen
Vorrichtungen auswählt.Das mikroelektromechanische System gemäß Anspruch 1, bei dem
die MEMS-Vorrichtung folgende Merkmale umfasst:
einen Federmechanismus (40), der angepasst ist, um die erste Platte zu
tragen und eine Rückstellkraft bereitzustellen, um die erste Platte von der
zweiten Platte zu trennen; und
eine Biegevorrichtung (38), die an dem Federmechanismus angebracht ist,
die angepasst ist, um die zweite Platte zu tragen, wobei der Federmechanismus und
die Biegevorrichtung die erste Platte in der Ablenkentfernung in einer im Wesentlichen
parallelen Ausrichtung in Bezug auf die zweite Platte beibehalten.Das mikroelektromechanische System gemäß Anspruch 11, bei
dem die MEMS-Vorrichtung folgendes Merkmal aufweist:
einen passiven Pixelmechanismus, wobei die erste Platte ein oberer Reflektor (30)
ist und die zweite Platte ein unterer Reflektor (32) ist, und wobei der
obere Reflektor und der untere Reflektor einen optischen Resonanzhohlraum (34)
definieren, der variabel eine sichtbare Wellenlänge auswählt.Ein Verfahren zum Steuern einer mikroelektromechanischen Vorrichtung
(26) mit einer variablen Kapazität, wobei die mikroelektromechanische
Vorrichtung mit einer Spannungsquelle gekoppelt ist, das folgende Schritte aufweist:
Speichern einer Ladungsmenge in einer Ladungsspeichervorrichtung (22);
und
Bereitstellen eines leitfähigen Pfads (24) zwischen der Ladungsspeichervorrichtung
und der mikroelektromechanischen Vorrichtung, um die Ladungsspeichervorrichtung
und die mikroelektromechanische Vorrichtung auf eine gleiche Spannung abzugleichen.Das Verfahren gemäß Anspruch 13, bei dem das Speichern der
Ladungsmenge in der Ladungsspeichervorrichtung ein Entladen der mikroelektromechanischen
Vorrichtung umfasst.Das Verfahren gemäß Anspruch 13, bei dem das Speichern der
Ladungsmenge in der Ladungsspeichervorrichtung folgende Schritte umfasst:
Auswählen eines einer Anzahl von Spannungswerten, wobei jeder Spannungswert
einer Kapazität der mikroelektromechanischen Vorrichtung entspricht; und
Aufladen der Ladungsspeichervorrichtung auf den ausgewählten der Spannungswerte.