Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Einrichtung zur Bestimmung
zumindest einer der eigenschaftsbeschreibenden Größen Streckgrenze, Dehngrenze,
Zugfestigkeit, Bruchdehnung, Härte und Übergangstemperatur eines Stahls.
Es ist bekannt, bestimmte Eigenschaften, wie z. B. die Streckgrenze
Re oder die Zugfestigkeit Rm eines Stahls, durch analytische
Zusammenhänge zu bestimmen. Derartige Zusammenhänge sind zum Beispiel:
bzw.
Dabei ist
Mn
der Mangananteil im Stahl
Si
der Siliziumanteil im Stahl
d&agr;
die Ferritkorngröße bei nicht- oder teilkristallisiertem Austenit
Derartige Zusammenhänge führen jedoch häufig nicht
zu der gewünschten Präzision bei der Bestimmung der gewünschten Größen.
So zeigen z. B. 1 und 2
die Differenz zwischen berechneten und gemessenen Werten für die Streckgrenze
bzw. die Zugfestigkeit für die Stähle St38b-2, RSt37-2, StE355, St14,
ZStE315P und St37-3Cu. Dabei bezeichnet Achse 30 den berechneten Wert der
Streckgrenze in MPa, Achse 31 den gemessenen Wert der Streckgrenze in MPa,
Achse 32 den berechneten Wert für die Zugfestigkeit in MPa und Achse
33 den gemessenen Wert für die Zugfestigkeit in MPa. 1
und 2 zeigen dabei deutlich, daß für die
Präzision der berechneten Werte allenfalls eine Garantie von ± 30 MPa
bzw. ± 20 MPa gegeben werden kann, was bei hohen Qualitätsanforderungen
nicht ausreichend ist.
Aus der JP 08 240 587 A
ist ein Verfahren zur Bestimmung mindestens einer der eigenschaftsbeschreibenden
Größen Streckgrenze, Dehngrenze, Zugfestigkeit, Bruchdehnung, Härte
und Übergangstemperatur eines Stahls bekannt. Bei dem bekannten Verfahren werden
die genannten Eigenschaften mittels zumindest eines neuronalen Netzes ermittelt,
das die jeweilige eigenschaftsbeschreibende Größe in Abhängigkeit
von der Zusammensetzung des Stahls oder ausgewählter Kenngrößen über
die Zusammensetzung des Stahls und/oder in Abhängigkeit von auf den Stahl einwirkenden
Umgebungseinflüssen ermittelt. Das neuronale Netz wird mit entsprechenden Daten
von Stählen, für welche die eigenschaftsbeschreibenden Größen
bekannt sind, trainiert.
In der DE 196 01 858 C1
ist ein Verfahren zu Bestimmung der Formänderungsfestigkeit eines Stahls mittels
eines neuronalen Netzes beschrieben. Die Formänderungsfestigkeit, beispielsweise
in Form der Fließspannung, wird hierbei in Abhängigkeit von der Zusammensetzung
des Stahls oder ausgewählter Kenngrößen über die Zusammensetzung
des Stahls sowie in Abhängigkeit von auf den Stahl einwirkenden Umgebungseinflüssen
ermittelt. Hierbei wird unter anderem auch der Eisenanteil im Stahl berücksichtigt.
Das neuronale Netz wird mit Daten trainiert. Solche Daten sind beispielsweise die
Formänderungsfestigkeit oder eine äquivalente Größe, die Zusammensetzung
des Stahls oder die auf den Stahl einwirkenden Umgebungseinflüsse für
Stähle, deren Formänderungsfestigkeit bekannt ist.
In der EP 0 541 825 A1
ist ein Verfahren zur Bestimmung von Materialeigenschaften von Stahl durch analytische
Zusammenhänge beschrieben.
Entsprechend ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren bzw. eine
Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens anzugeben, das eine Abschätzung
zumindest eine der eigenschaftsbeschreibenden Größen von Stählen
mit größerer Präzision als mit den bekannten Verfahren ermöglicht.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren gemäß
Anspruch 1 bzw. Einrichtung gemäß Anspruch 13 gelöst. Ein derartiges
neuronales Netz hat sich überraschend gut bewährt, um die stark nicht
linearen Einflüsse von Größen wie Temperatur, Formänderungsgeschwindigkeit,
Umformgrad oder Zusammensetzung des Stahls auf eigenschaftsbeschreibenden Größen
zu ermitteln. Dies gilt insbesondere für die Legierungsanteile des Stahls.
Unter Übergangstemperatur ist dabei die Temperatur zu verstehen, bei der ein
Gefüge in ein anderes Gefüge übergeht. So kann z. B. unter Übergangstemperatur
die Übergangstemperatur von Austenit in Ferrit verstanden
werden.
In vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung bestimmt das neuronale
Netz zumindest eine der eigenschaftsbeschreibenden Größen des Stahls in
Abhängigkeit der Temperatur, des Umformgrades bzw. der relativen Umformung
des Stahls, der Umformgeschwindigkeit sowie der Legierungsanteile des Stahls.
Für eine einfache Konfiguration des neuronalen Netzes hat es
sich als besonders vorteilig erwiesen, dem neuronalen Netz zur Bestimmung zumindest
eine der Größen Streckgrenze, Dehngrenze, Zugfestigkeit, Bruchdehnung,
Härte und Übergangstemperatur den Kohlenstoffanteil im Stahl bzw. der
Kohlenstoffäquivalenten oder die Nutz- und/oder Schadstoffanteile als Eingangsgröße
zuzuführen.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Verfahrens bestimmt das neuronale Netz zumindest eine der eigenschaftsbeschreibenden
Größen des zu untersuchenden Stahls in Abhängigkeit der einzelnen
Legierungsanteile im Stahl. Dabei hat es sich als besonders vorteilhaft herausgestellt,
zumindest eine der eigenschaftsbeschreibenden Größen in Abhängigkeit
vom Kohlenstoffanteil, vom Siliziumanteil, vom Mangananteil, vom Phosphoranteil,
vom Schwefelanteil, vom Kobaltanteil, vom Aluminiumanteil, vom Chromanteil, vom
Molyb-dänanteil, vom Nickelanteil, vom Vanadiumanteil, vom Kupferanteil, vom
Zinnanteil, vom Calziumanteil, vom Titananteil, vom Boranteil, vom Neobanteil, vom
Arsenanteil, vom Wolframanteil und vom Stickstoffanteil zu bestimmen.
Besonders vorteilhaft ist der Einsatz des erfindungsgemäßen
neuronalen Netzes als Expertensystem, das z. B. auf einem Arbeitsplatzrechner, wie
z. B. einem handelsüblichen PC, implementiert ist. Es ist weiterhin vorteilhaft,
das neuronale Netz im Rahmen der Prozeßautomatisierung einzusetzen. Stehen
z. B. der Prozeßautomatisierung einer Walzstraße die zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens notwendigen Eingangsinformationen zur
Verfügung, so kann diese selbsttätig das erfindungsgemäße Verfahren
durchführen, so dass in der Prozeßautomatisierung zumindest eine der eigenschaftsbeschreibenden
Größen des zu bearbeitenden Stahls zur Verfügung steht.
Für ein neuronales Netz, dem u. a. verschiedene Legierungsanteile
als Eingangsgrößen zugeführt werden, so dass dieses auf 15 oder mehr
Eingangsgrößen kommt, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, es als Multilayer
Peceptron mit einer verdeckten Ebene, die 80 bis 120, vorteilhafterweise 100 Knoten
aufweist, auszuführen.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird das neuronale Netz mit der Backpropagation Methode trainiert.
Weitere Vorteile und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen, anhand der Zeichnungen und in Verbindung
mit den Unteransprüchen. Im einzelnen zeigen:
1 den Zusammenhang zwischen gemessenen und berechneten
Werten für die Streckgrenze verschiedener Stähle,
2 den Zusammenhang zwischen gemessenen und berechneten
Werten für die Zugfestigkeit verschiedener Stähle,
3 ein einfaches erfindungsgemäßes neuronales
Netz,
4 ein einfaches erfindungsgemäßes neuronales
Netz in erweiterter Konfiguration,
5 ein komplexes erfindungsgemäßes neuronales
Netz,
6 ein komplexes erfindungsgemäßes neuronales
Netz in erweiterter Konfiguration und
7 und 8 Kombinationen
eines analytischen Zusammenhangs und eines neuronalen Netzes.
1 und 2 zeigen die Differenz
zwischen berechneten und gemessenen Werten für Streckgrenze Re bzw. Zugfestigkeit
Rm für die Stähle St38b-2, RSt37-2, StE355, St14, ZStE315P
und St37-3Cu, wobei die Werte für die Streckgrenze Re bzw. die Zugfestigkeit
Rm gemäß
bzw.
berechnet sind, wobei Mn der Mangananteil im Stahl, Si der Siliziumanteil im Stahl
und d&agr; die Ferritkorngröße bei nicht- oder teilkristallisiertem
Austenit ist. Dabei bezeichnet Achse 30 den berechneten Wert der Streckgrenze
in MPa, Achse 31 den gemessenen Wert der Streckgrenze in MPa, Achse
32 den berechneten Wert für die Zugfestigkeit in MPa und Achse
83 den gemessenen Wert für die Zugfestigkeit in MPa. 1
und 2 zeigen, dass für die Präzision der
gemäß dem bekannten Verfahren berechneten Werte allenfalls eine Garantie
von ± 30 MPa bzw. ± 20 MPa gegeben werden kann. Dies ist bei hohen Qualitätsanforderungen
nicht ausreichend.
3 zeigt ein einfaches erfindungsgemäßes neuronales
Netz zur Bestimmung zumindest einer der Größen Streckgrenze, Dehngrenze,
Zugfestigkeit, Bruchdehnung, Härte und Übergangstemperatur eines Stahls
(nachfolgend „eigenschaftsbeschreibende Größen" genannt). Das Netz
ermittelt zumindest eine der eigenschaftsbeschreibenden Größen des Stahls
in Abhängigkeit vom Umformgrad 1 des Stahls von der Temperatur
2 des Stahls oder der Umgebung und vom Kohlenstoffanteil 3 im
Stahl bzw. vom Anteil von Kohlenstoffäquivalenten. Das neuronale Netz weist
eine Ebene mit verdeckten Neuronen 5 auf. Ist vorgesehen, mehrere der eigenschaftsbeschreibenden
Größen zu bestimmen, so wird gemäß vorteilhafter Ausgestaltung
der Erfindung für jede dieser Größen ein neuronales Netz vorgesehen.
Sollen mehrere der eigenschaftsbeschreibenden Größen des Stahls ermittelt
werden, so werden also entsprechend viele neuronale Netze verwendet, wobei jedes
neuronale Netz eine der eigenschaftsbeschreibenden Größen ermittelt.
Eine alternative Ausgestaltung zu diesem vorteilhaften Vorgehen zeigt
4, wobei Bezugszeichen 1 bis 5 die
gleiche Bedeutung haben wie in 3. Das neuronale Netz
gemäß 4 weist beispielhaft drei Ausgangsknoten
20, 21, 22 auf. In beispielhafter Ausgestaltung liefern
die Ausgangsknoten 20, 21 bzw. 22 Werte für die
eigenschaftsbeschreibenden Größen Streckgrenze, Zugfestigkeit bzw. Bruchdehnung.
Sollen mehr als drei der eigenschaftsbeschreibenden Größen ermittelt werden,
so ist die Anzahl der Ausgangsknoten entsprechend zu erhöhen. Sollen z. B.
zusätzlich die Härte und die Übergangstemperatur bestimmt werden,
so ist ein neuronales Netz mit fünf Ausgangsknoten vorzusehen. In alternativer
Ausgestaltung dazu ist z. B. ein Netz mit drei Ausgangsknoten zur Ermittlung der
Größen Streckgrenze, Zugfestigkeit und Bruchdehnung und ein zweites neuronales
Netz mit zwei Ausgangsknoten zur Ermittlung der Härte und der Übergangstemperatur
vorzusehen.
5 zeigt ein komplexes erfindungsgemäßes neuronales
Netz zur Bestimmung der eigenschaftsbeschreibenden Größen eines Stahls.
Dabei wird eine der eigenschaftsbeschreibenden Größen 15 in Abhängigkeit
vom Umformgrad 7 des Stahls, der Umformgeschwindigkeit 8, der
Temperatur 9 des Stahls oder der Umgebung, vom Kohlenstoffanteil
10, vom Siliziumanteil 11, vom Mangananteil, vom Phosphoranteil,
vom Schwefelanteil, vom Kobaltanteil, vom Aluminiumanteil, vom Chromanteil, vom
Molybdänanteil, vom Nickelanteil, vom Vanadiumanteil, vom Kupferanteil, vom
Zinnanteil, vom Calziumanteil, vom Titananteil, vom Boranteil, vom Neobanteil, vom
Arsenanteil, vom Wolframanteil und vom Stickstoffanteil 12 ermittelt. Das
neuronale Netz weist vorteilhafterweise eine Ebene mit 100 verdeckten Neuronen
14 auf. Sollen mehrere der eigenschaftsbeschreibenden Größen
des Stahls ermittelt werden, so werden entsprechend viele neuronale Netze verwendet,
wobei jedes neuronale Netz eine der eigenschaftsbeschreibenden Größen
ermittelt.
6 zeigt ein komplexes erfindungsgemäßes neuronales
Netz in alternativer Ausgestaltung. Dabei haben die Bezugszeichen 7 bis
14 die gleiche Bedeutung wie in 5. Im Gegensatz
zu dem neuronalen Netz in 5, ermittelt das neuronale
Netz in 6 mehrere der eigenschaftsbeschreibenden Größen
des Stahls. Die entsprechenden Werte liegen an den Ausgangsknoten 23,
24, 25, 26 an.
Für eine präzise Bestimmung der eigenschaftsbeschreibenden
Größen hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, neben bestimmten
Legierungsanteilen, insbesondere Kohlenstoff, Stickstoff, Silizium und Mangan, walzspezifische
Parameter als Eingangsgrößen in das neuronale Netz zu verwenden. Als besonders
wichtige und vorteilhafte walzspezifische Parameter haben sich der Temperaturverlauf
und die Umformgrade an den Walzgerüsten erwiesen. Zur weiteren Erhöhung
der Präzision bei der Bestimmung der eigenschaftsbeschreibenden Größen
werden zusätzlich Bandgeschwindigkeiten, Walzstraßengeometrie, Walzkräfte
und oder Walzmomente als Eingangsgrößen verwendet. Es hat sich weiterhin
als vorteilhaft erwiesen, den Temperaturverlauf des Stahls über seine gesamte
Herstellung, d. h. auch vor dem Walzprozeß, wie z. B. beim Stranggießen,
als Eingangsgröße des neuronalen Netzes zu verwenden.
Neben der direkten Bestimmung der eigenschaftsbeschreibenden Größen
mittels der neuronalen Netze, wie sie z. B. 3
bis 6 beispielhaft zeigen, ist es ebenfalls vorteilhaft,
an Stelle der eigenschaftsbeschreibenden Größen Korrekturfaktoren für
diese Größen zu ermitteln. Dabei werden analytische Zusammenhänge,
wie sie z. B. Gleichungen 3 und 4 zeigen, mittels eines neuronalen
Netzes korrigiert. Ein entsprechendes Vorgehen zeigt dabei 7.
Dabei werden aus bestimmten Eingangsgrößen 40 mittels eines analytischen
Zusammenhangs 41 vorläufige Werte 42 für die eigenschaftsbeschreibenden
Größen gebildet. Diese Werte 42 werden zusammen mit weiteren
Eingangsgrößen 43 sowie optional den Eingangsgrößen
40 bzw. einer Teilmenge der Eingangsgrößen 40 am neuronalen
Netz 44 zugeführt, daß aus diesen Größen
40, 43 Werte 45 für die eigenschaftsbeschreibenden
Größen errechnet.
Eine alternative Vorgehensweise der Berechnung der eigenschaftsbeschreibenden
Größen gemäß 7 zeigt
8. Dabei werden mittels eines analytischen Zusammenhangs
52 aus bestimmten Eingangsgrößen 50 vorläufige
Werte 54 für die eigenschaftsbeschreibenden Größen ermittelt.
In einem Parallelzweig werden mittels eines neuronalen Netzes 53 aus weiteren
Eingangsgrößen 51 sowie optional aus den Eingangsgrößen
50 oder einer Teilmenge der Eingangsgrößen 50 Korrekturfaktoren
55 für die eigenschaftsbeschreibenden Größen ermittelt.
Die vorläufigen Werte 54 für die eigenschaftsbeschreibenden Größen
und die entsprechenden Korrekturwerte 55 werden einem Verknüpfungsblock
56 zu Werten 57 für die eigenschaftsbeschreibenden Größen
verknüpft. Der Funktionsblock 56 verknüpft die Werte
54 und 55 additiv oder vorteilhafterweise multiplikativ. Die Eingangsgrößen
40, 43, 50 und 51 in 7
und 8 entsprechen den Eingangsgrößen
1, 2, 3, 7, 8, 9,
10, 11, 12 in 3 bis
6 bzw. einer Auswahl dieser Größen.
Anspruch[de]
Verfahren zur Bestimmung zumindest einer der eigenschaftsbeschreibenden
Größen Streckgrenze, Dehngrenze, Zugfestigkeit, Bruchdehnung, Härte
und Übergangstemperatur eines Stahls mittels zumindest eines neuronalen Netzes,
das zumindest eine der eigenschaftsbeschreibenden Größen in Abhängigkeit
von der Zusammensetzung des Stahls oder ausgewählter Kenngrößen über
die Zusammensetzung des Stahls und/oder in Abhängigkeit von auf den Stahl einwirkenden
Umgebungseinflüssen ermittelt, wobei das neuronale Netz mit zumindest einer
der eigenschaftsbeschreibenden Größen und mit Daten wie der Zusammensetzung
des Stahls oder ausgewählter Kenngrößen über die Zusammensetzung
des Stahls für Stähle, für die wenigstens eine der eigenschaftsbeschreibenden
Größen bekannt ist, trainiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass
aus bestimmten Eingangsgrößen (40) mittels eines analytischen
Zusammenhangs (41) vorläufige Werte (42) für die mindestens
eine eigenschaftsbeschreibende Größe gebildet werden, dass der analytische
Zusammenhang (41) mittels eines neuronalen Netzes korrigiert wird und dass
die zumindest eine eigenschaftsbeschreibende Größe in Abhängigkeit
vom Eisenanteil im Stahl ermittelt wird.Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das neuronale
Netz mit Daten wie auf den Stahl einwirkende Umgebungseinflüsse für Stähle,
für die wenigstens eine der eigenschaftsbeschreibenden Größen bekannt
ist, trainiert wird.Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest
eine der eigenschaftsbeschreibenden Größen in Abhängigkeit der Umgebungstemperatur
oder der Temperatur des Stahls ermittelt wird.Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest
eine der eigenschaftsbeschreibenden Größen in Abhängigkeit der Umformbedingungen,
z. B. in Abhängigkeit vom Umformgrad oder der relativen Umformung, ermittelt
wird.Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine
der eigenschaftsbeschreibenden Größen in Abhängigkeit von der Umformgeschwindigkeit
ermittelt wird.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine der eigenschaftsbeschreibenden Größen in Abhängigkeit
vom Kohlenstoffanteil im Stahl oder von Kohlenstoffäquivalenten im Stahl ermittelt
wird.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine der eigenschaftsbeschreibenden Größen in Abhängigkeit
der Nutz- und/oder der Schadstoffanteile im Stahl ermittelt wird.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine der eigenschaftsbeschreibenden Größen in Abhängigkeit
vom Siliziumanteil, vom Mangananteil, vom Phosphoranteil, vom Schwefelanteil,
vom Kobaltanteil, vom Aluminiumanteil, vom Chromanteil, vom Molydänanteil,
vom Nickelanteil, vom Vanadiumanteil, vom Kupferanteil, vom Zinnanteil, vom Calziumanteil,
vom Titananteil, vom Boranteil, vom Neob-anteil, vom Arsenanteil, vom Wolframanteil
und vom Stickstoffanteil oder einer Kombination dieser Anteile ermittelt wird.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine der eigenschaftsbeschreibenden Größen in Abhängigkeit
von der Gefügestruktur des Stahls ermittelt wird.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine der eigenschaftsbeschreibenden Größen in Abhängigkeit
von walzspezifischen Parametern beim Walzen des Stahls, insbesondere in Abhängigkeit
zumindest einer der Größen Temperaturverlauf, Umformgrade an den Walzgerüsten,
Bandgeschwindigkeiten, Walzstraßengeometrie, Walzkräfte und Walzmomente,
ermittelt wird.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine der eigenschaftsbeschreibenden Größen in Abhängigkeit
von Temperaturverlauf des Stahls bei der Herstellung des Stahls ermittelt wird.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine der eigenschaftsbeschreibenden Größen in Abhängigkeit
von der Gefügestruktur des Stahls ermittelt wird.Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden
der Ansprüche.