Die Erfindung betrifft einen Verstellbeschlag für Sitze mit neigungseinstellbarer
Lehne, insbesondere für Kraftfahrzeugsitze, bei denen ein dem Sitzteil zugeordneter,
fester Beschlagteil und ein der Lehne zugeordneter, verstellbarer Beschlagteil über
ein Stellglied miteinander verbunden sind, wobei eine die Lage beider Beschlagteile
zueinander bestimmende, als Getriebe ausgebildete Ver- und Feststelleinrichtung
vorgesehen ist, und das Stellglied einen Exzenterabschnitt beinhaltet, auf dem der
eine Beschlagteil gelagert ist, während der andere Beschlagteil den Exzenterabschnitt
lagert, der aus zwei einen Mitnehmer bereichsweise überdeckenden, gegeneinander
geneigten Keilsegmenten, aus einem zwischen deren Schmalseiten fassenden Mitnehmersegment
und aus einem die Breitseiten der Keilsegmente auseinanderdrückenden Kraftspeicher
gebildet ist, wobei das Stellglied bedarfsweise eine zentrale Aufnahme zur drehfesten
Verbindung mit einer Übertragungsstange aufweist.
Stand der Technik
Aus der DE 44 36 101 A1
ist ein Verstellbeschlag der vorgenannten Art bekannt, bei dem die Keilsegmente
mit ihren Innenflächen auf einem dem festen Beschlagteil zugehörigen Kragenzug
abgestützt sind. Die Außenflächen der Keilsegmente werden von einer
im der Rückenlehne zugehörigen Beschlagteil festsitzenden Lagerbuchse
umfaßt. Zum Antrieb des Exzenterabschnittes faßt ein vom Mitnehmer abragender
Mitnehmerarm zwischen die Schmalseiten der beiden Keilsegmente, während der
Mitnehmer selbst im Kragenzug des festen Beschlagteiles gelagert ist. Dabei sind
die Keilsegmente an ihren dem Mitnehmerarm gegenüberliegenden Breitseiten durch
ein Federelement im Sinne der Aufrechterhaltung der Exzentrizität auseinandergedrückt.
Um eine Ausgleichsbewegung der Exzentrizität im Falle unvermeidlicher Fertigungstoleranzen
in den Lagerstellen und der Verzahnung der Bauteile beim Verstellen des der Rückenlehne
zugehörigen Beschlagteiles zu ermöglichen, ist zwischen den Schmalseiten
der Keilsegmente und dem Mitnehmerarm ein funktionsbedingter Spielraum vorhanden.
Dadurch ergibt sich beim Verstellen des Beschlages, insbesondere bei Richtungsumkehr
ein gewisser Leerweg, der sich für den Sitzbenutzer als Totgang bemerkbar macht.
Aufgabenstellung
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Verstellbeschlag der eingangs
genannten Art dahingehend zu verbessern, daß der Totgang ausgeschaltet wird.
Diese Aufgabe ist mit den im Kennzeichen des Patentanspruches 1 genannten
Merkmalen gelöst. Infolge der Abstützung der Keilsegmente auf dem vom
Mitnehmersegment freien Umfangsbereich des Mitnehmerringes wirkt bei einer durch
die Mitnehmerbuchse auf den Mitnehmerring übertragenen Drehbewegung eine Reibkraft
zwischen dem Mitnehmerring und den Keilsegmenten als antreibendes Moment. An der
Außenseite der Keilsegmente wirkt das wesentlich geringere Reibmoment zwischen
den Keilsegmenten und der Lagerbohrung des im vorliegenden Fall der Rückenlehne
zugehörigen Beschlagteiles. Bis zu einer bestimmten, äußeren Last
ist das Reibmoment zwischen den Keilsegmenten und dem Mitnehmerring ausreichend,
um den Exzenterabschnitt zu verdrehen und damit den der Lehne zugehörigen Beschlagteil
zu verstellen. Infolgedessen läßt sich der zur Rückenlehne gehörige
Beschlagteil ohne erkennbaren Leerweg auch bei Richtungsumkehr verstellen. Während
dieser Stellbewegung führen die Keilsegmente aufgrund fertigungsbedingter Zwangskräfte
eine Ausgleichsbewegung aus, die sich den geometrischen Verhältnissen anpaßt,
um die Spiele in Lagerstellen und im Zahneingriff zu eliminieren. Wenn nun die vorbestimmte,
äußere Last überschritten wird, und das Reibmoment zwischen den Keilsegmenten
und dem Mitnehmerring nicht mehr ausreicht, so verringert sich die Drehgeschwindigkeit
des voreilenden Keilsegmentes, bis beide Keilsegmente bei einem bestimmten Kraftniveau
unter Überwindung des auf Ihre Breitseiten wirkenden Kraftspeichers mit diesen
Breitseiten aneinanderstoßen und sozusagen auf Block liegen, wobei auch das
Mitnehmersegment des Mitnehmerringes auf einer Seite an einer Schmalseite eines
Keilsegmentes in Anlage gelangen kann, so daß der der Rückenlehne zugehörige
Beschlagteil weiter verstellt wird. Bei Betätigung des Mitnehmers wird demzufolge,
unabhängig von der Drehrichtung, sofort der der Rückenlehne zugehörige
Gelenkbeschlag verstellt. Dabei versteht es sich, daß die Mitnehmerbuchse nicht
unbedingt ein durchgehendes Mitnehmersegment aufweisen muß, sondern vielmehr
stattdessen auch zwei beabstandete Mitnehmernocken aufweisen kann.
Obschon es durchaus denkbar ist, daß die Mitnehmerbuchse und
der Mitnehmerring als einstückiges Bauteil ausgebildet sein können, so
mag es aus montagetechnischen Gründen vorteilhaft sein, den Mitnehmerring und
die Mitnehmerbuchse aus zwei separaten Bauteilen zu bilden, die zur Drehmomentübertragung
formschlüssig miteinander verbunden sind. Zu diesem Zweck kann der Mitnehmerring
im Bereich seines Mitnehmersegmentes eine in radialer Richtung innen angeordnete
Aussparung aufweisen, in welche wenigstens eine Mitnehmernase der Mitnehmerbuchse
drehmomentübertragend eingreift.
Bei der Anordnung der Keilsegmente auf einem von diesen bereichsweise
umfaßten Mitnehmerring tritt – wie prinzipiell bei jeder Lagerstelle
– das nachfolgend genannte Problem auf. Wird nämlich
eine Buchse auf einem Zylinder gelagert, so wie die bei der vorgekannten Lösung
bei der Lagerung des Mitnehmers am Kragenzug des Beschlagteiles, so haben beide
Teile normalerweise nur einen einzigen, als Tragpunkt wirksamen Kontaktpunkt, in
welchem sie sich aufgrund des unvermeidlichen Spieles berühren. Dieser Kontaktpunkt
wird sich stets in der aufgrund der Belastung der Lagerstelle resultierenden Kraft
einstellen. Wechselt die Richtung dieser resultierenden Kraft, wie bei beispielsweise
auftretender Schwellasteinwirkung am Sitz, so paßt sich dieser Kontaktpunkt
stets der jeweils wirkenden Kraftrichtung an. Damit rollt also der Mitnehmer im
Kragenzug des Beschlagteiles, was vom Sitzbenutzer als Lehnenspiel wahrgenommen
wird. Ein negativer Qualitätseindruck und eine Störung des Fahrers durch
Spielbewegungen während des Fahrbetriebes sind die Folge.
Um den vorgenannten Gegebenheiten zu begegnen, sind die erwähnten
Traglinien definiert zu plazieren, die in Bezug auf die Zahneingriffsstelle in bestimmter
Winkellage dazu und auch zueinander im Bereich der Keilsegmente zwischen deren Innenflächen
und dem Umfang des Mitnehmerringes verlaufen, weist der vom Mitnehmersegment freie
Umfangsbereich des Mitnehmerringes eine gegenüber der gekrümmten Innenfläche
der Keilsegmente abweichende Krümmung auf. So läßt sich beispielsweise
der Unterschied der Krümmungen einerseits des vom Mitnehmersegment freien Umfangsbereiches
des Mitnehmerringes und andererseits der Innenfläche jeden Keilsegmentes so
wählen, daß die daraus resultierenden Tragpunkte zwischen Keilsegment
und Mitnehmerring einen solchen Tragpunktwinkel gegenüber der Zahneingriffsstelle
einnehmen, daß die Wirkungslinie der resultierenden Stützkraft innerhalb
der Tragpunktwinkel verbleibt.
Um verschiedene Selbsthemmungsbedingungen der Keilsegmente bei gegebenen
Reibpaarungen (Innenfläche des Keilsegmentes gegenüber Umfangsbereich
des Mitnehmerringes) festlegen zu können, läßt sich der Zentralpunkt
des Mitnehmerringes und damit auch sein Umfangsbereich gegenüber dem Zentrum,
d.h. der Laufachse der Mitnehmerbuchse, um ein geringes Maß im positiven bzw.
negativen Sinne in Richtung der Exzentrizität verschieben. Dadurch ist es möglich,
bei gleichbleibendem Keilwinkel des Keilsegmentes den Tragpunktwinkel zu variieren,
so daß die Möglichkeit gegeben ist, den Kraftschluß im System zu
optimieren. Die Steuerwege der Keilsegmente sind nun nicht mehr vom Tragpunktwinkel
des Keilsegmentes selbst abhängig, so daß der Leerweg beim Betätigen
des Systems beeinflußt werden kann. Bei Einleitung einer Drehbewegung in den
Mitnehmer kann sich der Keilspalt zwischen der Innenfläche des Keilsegmentes
und dem Umfangsbereich des Mitnehmerringes verändern, wobei entweder das vor-
oder nacheilende Keilsegment durch die exzentrische Bewegung der Außenkontur
des Mitnehmerringes direkt angetrieben wird. Dadurch läßt sich der Leerweg
verkürzen, so daß die Totzeit der Verstellung erheblich reduziert werden
kann.
Zur definierten Festlegung des Tragpunktwinkels kann bei gleichbleibender
Krümmung des freien Umfangsbereiches am Mitnehmerring die Innenfläche
jeden Keilsegmentes in zwei Bereiche unterschiedlicher Krümmungen aufgeteilt
werden, die ausgehend von der Schmalseite des Keilsegmentes einerseits und ausgehend
von der Breitseite des Keilsegmentes andererseits einen jeweils harmonisch enger
werdenden Keilspalt ergeben, und die Krümmungen jeden Keilsegments in einem
Scheitelpunkt so zusammentreffen, daß er mit dem gewünschten Tragpunkt
übereinstimmt und dort die Anlage zwischen Keilsegment und Umfangsbereich des
Mitnehmerringes bildet. Zur definierten Festlegung des Tragpunktwinkels ist es auch
möglich, bei gleichbleibender Krümmung der Innenflächen der Keilsegmente
mit zu ihrer Außenfläche abweichendem Krümmungsradius, dessen Mittelpunkt
vom Mittelpunkt des Mitnehmers abweichen kann, den jedem Keilsegment zugehörigen
freien Umfangsbereich des Mitnehmerringes in zwei Bereiche unterschiedlicher Krümmungen
aufzuteilen, die wiederum in einem Scheitelpunkt zusammentreffen, der mit dem Tragpunkt
übereinstimmt und dort die Anlage zwischen Keilsegment und Umfangsbereich des
Mitnehmerringes bildet. In diesem Fall liegen die Traglinien auf dem Umfangsbereich
des Mitnehmers. Bei unterschiedlicher Stellung der Keilsegmente ändert sich
daher die Lage der Traglinien nicht, und der Tragpunktwinkel bleibt erhalten.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung ist in einem Ausführungsbeispiel auf der Zeichnung
dargestellt und wird nachfolgend näher erläutert. Es zeigen:
1 die Bauteile des erfindungsgemäßen Verstellbeschlages
in einer perspektivischen Explosionsdarstellung,
2 den in montiertem Zustand in aufgebrochener Ansicht
dargestellten Verstellbeschlag,
3 den aus 2 ersichtlichen
Verstellbeschlag in einem Längsschnitt nach der Linie 111-111 von
2,
4 den Exzenterabschnitt des aus den 2
und 3 ersichtlichen Verstellbeschlages, bei dem der
mitnehmerfreie Außenumfangsbereich des Mitnehmerringes um ein die wirksame
Exzentrizität verringerndes Maß in Richtung der Exzentrizität verschoben
ist,
5 einen gegenüber 4
modifizierten Exzenterabschnitt, bei dem der mitnehmerfreie Außenumfangsbereich
des Mitnehmerringes um ein die wirksame Exzentrizität vergrößerndes
Maß in Richtung der Exzentrizität verschoben ist,
6 ein abgewickelt dargestelltes Prinzipbild des Exzenterabschnitts,
bei dem keine Verschiebung des mitnehmersegmentfreien Außenumfangsbereiches
des Mitnehmerringes vorgenommen wurde,
7 ein abgewickeltes Prinzipbild des Exzenterabschnitts,
bei dem eine die Exzentrizität vergrößernde Verschiebung des mitnehmersegmentfreien
Außenumfangsbereiches des Mitnehmerringes analog 5
vorgenommen wurde.
Es sei zunächst erwähnt, daß in den Figuren der Zeichnungen
der Verstellbeschlag nur in einer solchen Form dargestellt ist, wie er für
das Verständnis der Erfindung von Bedeutung ist. So ist insbesondere nicht
dargestellt, wie der Verstellbeschlag auf beiden Längsseiten eines Sitzes zwischen
der Rückenlehne und dem Sitzteil angeordnet sein kann, und es ist ferner nicht
dargestellt, wie das Drehmoment in den Mitnehmer, beispielsweise auf einer Sitzlängsseite,
eingeleitet und auf den anderen Verstellbeschlag auf der gegenüberliegenden
Sitzlängsseite übertragen wird. Ferner ist der Sitz selbst nicht dargestellt,
da dieser in üblichen und bekannten Ausführungsformen gestaltet sein kann.
Der den Sitzteil mit der Rückenlehne verbindende Verstellbeschlag
10 weist einen mit dem Sitzteil verbundenen, festen Beschlagteil
11 und einen mit der Rückenlehne verbundenen, gegenüber dem Beschlagteil
11 verstellbaren Beschlagteil 12 auf, wobei die Beschlagteile
durch ein einen Exzenterabschnitt 14 umfassendes Stellglied 13
miteinander verbunden sind. Auch das Stellglied 13 ist Bestandteil einer
als Getriebe ausgebildeten Ver- und Feststelleinrichtung, wozu auch ein beispielsweise
durch Ausprägen aus dem Beschlagteil 12 gebildetes Stirnzahnrad
15 mit einer Außenverzahnung 16 gehört, die mit der
Innenverzahnung 18 eines beispielsweise ebenfalls durch Ausprägen
gebildeten Zahnkranzes 17 des Beschlagteiles 11 kämmt. Der
Durchmesser des Kopfkreises der Außenverzahnung 16 ist um wenigstens
eine Zahnhöhe kleiner als der Durchmesser des Fußkreises der Innenverzahnung
18. Demgemäß weisen die Verzahnungen 16 und
18 Zähnezahlen auf, die sich um wenigstens einen Zahn unterscheiden.
Dies bedeutet, daß die Zähnezahl der Innenverzahnung 18 größer
ist als die Zähnezahl der Außenverzahnung 16. Die dargestellte
Anordnung ist derart gewählt, daß sich die Außenverzahnung
16 an der Innenverzahnung 18 abwälzen kann.
Der Beschlagteil 11 weist konzentrisch zu seiner Innenverzahnung
18 einen Kragenzug 19 auf, in welchem ein als Mitnehmerbuchse
21 ausgebildeter Mitnehmer 20 gelagert ist. Diese zum Exzenterabschnitt
14 gehörende Mitnehmerbuchse 21 weist eine Nabe
22 auf, die mit Spiel in den Kragenzug 19 des Beschlagteiles
11 eingreift. Diese Nabe 22 weist eine zu einem Keilwellenprofil
passende Bohrung 23 auf. An diese Nabe 22 schließt eine durchmessergrößere
Abstufung 24 an, die ihrerseits von einer durchmessergrößeren
Scheibe 25 überragt wird. Die Abstufung 24 der Mitnehmerbuchse
21 nimmt bereichsweise einen Mitnehmerring 26 auf, auf welchem
in an sich bekannter Weise zwei Keilsegmente 27 abgestützt sind, die
mit ihren gekrümmten Außenflächen eine in den Beschlagteil
12 drehfest eingesetzte Buchse 28 lagern. Der Mitnehmerring
26 weist ein zwischen die Schmalseiten der Keilsegmente 27 mit
Spiel fassendes Mitnehmersegment 29 auf (4
und 5), das in radialer Richtung den vom Mitnehmersegment
29 freien Umfangsbereich 30 des Mitnehmerringes 26 –
zwei Anschläge 31 bildend – überragt. Im Bereich des Mitnehmersegmentes
29 weist der Mitnehmerring eine sich in radialer Richtung erweiternde Aussparung
32 auf, die beim vorliegenden Beispiel segmentartig verläuft und an
ihren beiden Enden Mitnehmernasen 33 der Mitnehmerbuchse 21 zur
drehfesten Verbindung des Mitnehmerringes 26 mit der Mitnehmerbuchse
21 aufnimmt.
Die einander zugekehrten Breitseiten der Keilsegmente 27
weisen jeweils eine Ausnehmung 34 auf, in welche die Endfinger
36 einer Ringfeder 35 eingreifen, und die Keilsegmente
27 auseinanderdrücken. Oberhalb der Ausnehmung 34 ist an
der Breitseite jeden Keilsegmentes 27 ein die Ausnehmung 34 überragender
Vorsprung 37 angeordnet, wovon der eine Vorsprung den anderen Vorsprung
beaufschlagen kann, wenn die Reibung bei bestimmten Belastungsverhältnissen
während der Stellbewegung eine solche auf Blocklage der Keilsegmente
27 veranlaßt. Dabei versteht es sich, daß statt der aus den
4 und 5 am besten zu ersehenden
Vorsprünge 37 oberhalb der Ausnehmungen 34 diese Vorsprünge
auch unterhalb der Ausnehmungen 34 angeordnet sein können.
Wie am besten aus den 4 und
5 zu entnehmen ist, weisen die gekrümmten Außenflächen
der Keilsegmente 27 etwa die gleiche Krümmung auf, wie der Innenumfang
38 der in den Beschlagteil 12 eingepreßten Buchse
28. Hingegen weist die gekrümmte Innenfläche 39 eines
jeden Keilsegmentes 27 eine gegenüber dem vom Mitnehmersegment
29 freien Umfangsbereich 30 des Mitnehmerringes 26 abweichende
Krümmung auf. Dadurch stellt sich eine Linienberührung der Keilsegmente
27 am Umfangsbereich 30 des Mitnehmerringes 26 ein, die
in den 4 und 5 als Tragpunkt
40 markiert ist. Dieser Tragpunkt 40 stellt sich in einem zur
Senkrechten – d.h. zur Eingriffstelle der Verzahnungen –
bestimmten Winkel ein, der als Tragpunktwinkel 41 bezeichnet ist und den
Winkel zwischen der Senkrechten und der Linie zwischen dem Tragpunkt 40
und der Mitte M des Innenumfanges 38 der im Beschlagteil 12 eingepreßten
Buchse 28 einschließt.
Als Exzentrizität 'e' ist der Abstand zwischen der Mitte 'M'
der in den Beschlagteil 12 eingepreßten Buchse 28 und der
Mitte 'O' des Kragenzuges 19 am Beschlagteil 11 bezeichnet. Nun
läßt sich einerseits eine Linie 'L1' ziehen zwischen dem Tragpunkt
40 und der Mitte 'M' der Buchse 28 des Beschlagteiles
12 und andererseits läßt sich eine Linie 'LX' ziehen zwischen
dem Tragpunkt 40 und dem Mittelpunkt 'MP' des Mitnehmerringes
26. Der eingeschlossene Winkel zwischen den Linien 'L1' und 'LX' wird als
Keilwinkel 'KW' bezeichnet und ist für die Selbsthemmungsbedingungen des Exzenterabschnittes
14 verantwortlich.
Bei vorgegebenem Tragpunktwinkel 40 läßt sich durch
bestimmte Veränderungen der wirksamen Exzentrizität der Keilwinkel 'KW'
variieren.
Wie aus 4 ersichtlich ist, kann der Mittelpunkt
'MP' des Mitnehmerringes 26 um das Maß 'X1' in Exzenterrichtung nach
innen verschoben angeordnet werden, so daß sich die wirksame Exzentrizität
gegenüber dem Exzentermaß 'e' verringert. In diesem Fall verringert sich
auch der Keilwinkel 'KW', wie aus 4 zu entnehmen ist.
Im umgekehrten Fall läßt sich jedoch der Keilwinkel 'KW' auch vergrößern,
wenn nämlich die wirksame Exzentrizität um das Maß 'X2' gegenüber
dem Exzentermaß 'e' nach außen verschoben wird. Im ersten Fall findet
eine negative Exzenterverschiebung statt, während im zweiten Fall die wirksame
Exzentrizität durch eine positive Exzenterverschiebung erzielt wird. Dabei
ergibt sich im ersten Fall eine Linie 'LX1', die zwischen dem Tragpunkt
40 und dem verschobenen Mittelpunkt 'MP' der wirksamen Exzentrizität
verläuft, während im zweiten Fall sich eine Linie 'LX2' ergibt, die infolge
einer Verschiebung der wirksamen Exzentrizität nach außen einen größeren
Keilwinkel 'KW' nach sich zieht. Die Lage des Tragpunktes 40 läßt
sich durch die Kontur des Umfangsbereiches 30 des Mitnehmerringes
26 bestimmen, worauf die Keilsegmente gelagert sind. Dabei können
die Innenflächen 39 der Keilsegmente 27 von einem durchlaufenden
Radius mit zum Stirnzahnrad 15 exzentrischen Mittelpunkt gebildet sein
bzw. eine solch andere Kontur aufweisen, die einen harmonisch enger werdenden Keilspalt
42 ergibt. Dadurch ergeben sich die Vorteile, daß der Tragpunktwinkel
41 für alle Toleranzlagen der Exzentrizitäten annähernd
gleichbleibt, und auch der für die Selbsthemmungsbedingungen des Exzenterabschnittes
14 wirksame Keilwinkel 'KW' gleich bleibt. Somit sind die Schwankungen
der Kraftrichtung der Keilkraft geringer, die deshalb unter Beachtung der Spielfreistellfunktion
näher an das sich aus der Verzahnung ergebende Kraftoptimum gelegt werden kann.
Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, daß der in Gebrauchslage
montierte Verstellbeschlag in axialer Richtung durch einen Ring 43 gesichert
ist, der mit Vorsprüngen in entsprechende Nuten in der Nabe 22 eingreift.
Als Schutz vor Verunreinigungen des Exzenterabschnittes dient ein Dichtring
44, der an der Scheibe 25 der Mitnehmerbuchse 21 festgelegt
ist.
Die 6 und 7
stellen Prinzipbilder dar, wobei es sich bei 6 um den
abgewickelten Exzenterabschnitt eines Verstellbeschlages der vorgenannten Art handelt,
bei dem keine Verschiebung der Exzentrizität vorgenommen wurde. In
7 ist hingegen der Exzenterabschnitt in abgewickelter
Form dargestellt, wobei der Exzentrizität 'e' eine positive Exzenterverschiebung
'X2' hinzugefügt worden ist, wie dies aus 5 ersichtlich
ist.
- 10
- Verstellbeschlag
- 11
- Beschlagteil, fest
- 12
- Beschlagteil, verstellbar
- 13
- Stellglied
- 14
- Exzenterabschnitt
- 15
- Stirnzahnrad, an 12
- 16
- Außenverzahnung, von 15
- 17
- Zahnkranz, an 11
- 18
- Innenverzahnung, von 17
- 19
- Kragenzug, an 11
- 20
- Mitnehmer
- 21
- Mitnehmerbuchse
- 22
- Nabe, von 21
- 23
- Bohrung, von 22
- 24
- Abstufung, von 21
- 25
- Scheibe, an 21
- 26
- Mitnehmerring
- 27
- Keilsegment
- 28
- Buchse
- 29
- Mitnehmersegment, von 26
- 30
- Umfangsbereich, an 26
- 31
- Anschlag, an 26
- 32
- Aussparung, in 29
- 33
- Mitnehmernase, von 21
- 34
- Ausnehmung, an 37
- 35
- Ringfeder
- 36
- Endfinger, von 35
- 37
- Vorsprung, an 27
- 38
- Innenumfang, von 28
- 39
- Innenfläche, von 27
- 40
- Tragpunkt
- 41
- Tragpunktwinkel
- 42
- Keilspalt
- 43
- Ring
- 44
- Dichtring
- e
- Exzentriztität
- M
- Mitte, von 28
- O
- Mitte, von 19
- MP
- Mittelpunkt, von 26
- L1
- Linie, 40 bis
- M
- LX Linie, 40 bis MP
- KW
- Keilwinkel
- X1
- negative Exzenterverschiebung
- X2
- positive Exzenterverschiebung