Gebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Katalysatorzusammensetzung
und ein Verfahren, diese durch die Oxidation oxidierbarer Komponenten wie beispielsweise
Kohlenwasserstoffe und Kohlenmonoxid, die Reduktion der Stickstoffoxide der Abgase
sowie die Reduktion flüchtiger organischer Materialien und organischer Partikel
und anderer Schadstoffe für das Behandeln von Gasströmen wie beispielsweise
von Dieselmotor-Abgasströmen zu nutzen, ehe diese in die Atmosphäre entlassen
werden.
Hintergrund und Stand der Technik
Dieselmotor-Abgas ist ein heterogenes Material, das gasförmige
Schadstoffe wie beispielsweise Kohlenmonoxid („CO"), unverbrannte Kohlenwasserstoffe
(„HC") und Stickstoffoxide („NOx") sowie Rußpartikel enthält,
diese bilden einen trockenen, festen, kohlenstoffhaltigen Anteil sowie einen löslichen
organischen Anteil. Der lösliche organische Anteil (soluble organic fraction
– „SOF") wird auch flüchtiger organischer Anteil (volatile organic
fraction – „VOF") genannt, diese Terminologie wird im Folgenden genutzt.
Der VOF kann in Dieselabgasen je nach der Temperatur des Abgases sowohl dampfförmig
als auch als ein Aerosol (feine Tröpfchen kondensierter Flüssigkeit) vorliegen.
Darüber hinaus kann der VOF von dem festen kohlenstoffhaltigen Anteil adsorbiert
werden.
Ein Verfahren zur Verringerung der Verschmutzung betrifft das Filtern
von Partikelmaterial aus Dieselmotor-Abgasen mit einem katalysierbaren Filter. Ein
auf dem Gebiet der Technik offenbarter Filter ist ein Wandflussfilter. Ein derartiger
Wandflussfilter kann Katalysatoren an oder in dem Filter umfassen, um Partikelmaterial
herauszufiltern und herausgefiltertes Partikelmaterial zu verbrennen. Eine gängige
Konstruktion besitzt eine Wabenstruktur mit vielen Kanälen, bei der die Enden
alternierender Kanäle auf der vorgeschalteten und nachgeschalteten Seite der
Wabenstruktur verschlossen sind. Hierdurch ergibt sich an beiden Enden ein schachbrettartiges
Muster. An dem vorgeschalteten oder Einlass-Ende verschlossene Kanäle sind
an dem nachgeschalteten oder Auslass-Ende offen. Hierdurch kann das Gas in die offenen
vorgeschalteten Kanäle hineingelangen, durch die porösen Wände hindurchströmen
und durch die Kanäle mit offenen nachgeschalteten Enden wieder herausströmen.
Das zu behandelnde Gas gelangt durch das offene vorgeschaltete Ende eines Kanals
in die Katalysatorstruktur und wird durch das verschlossene nachgeschaltete Ende
desselben Kanals daran gehindert, diesen wieder zu verlassen. Durch den Gasdruck
wird das Gas durch die porösen Wände der Struktur in Kanäle hineingedrückt,
die an dem vorgeschalteten Ende geschlossen und an dem nachgeschalteten Ende geöffnet
sind. Derartige Strukturen werden hauptsächlich offenbart, um Partikel aus
dem Abgasstrom herauszufiltern. Häufig umfassen die Strukturen Katalysatoren
auf oder in dem Substrat, die die Oxidation der Partikel verbessern. Typische Patente,
die derartige katalytische Strukturen offenbaren, umfassen die US-Patente mit den
Nummern 3.904.551; 4.329.162;
4.340.403; 4.364.760;
4.403.008; 4.519.820;
4.559.193; und 4.563.414.
Oxidationskatalysatoren, die ein Metall der Platingruppe enthalten,
das auf einem refraktären Metalloxid-Träger dispergiert ist, sind zur
Verwendung bei dem Behandeln des Abgases von Dieselmotoren bekannt, um sowohl die
gasförmigen Schadstoffe HC und CO als auch Partikel, das heißt, Rußpartikel,
durch das Katalysieren der Oxidation dieser Schadstoffe zu Kohlendioxid und Wasser
umzuwandeln.
Das US-Patent Nummer 4.510.265
beschreibt einen selbstreinigenden Dieselabgas-Partikelfilter, der eine Katalysatormischung
aus einem Metall der Platingruppe und Silbervanadat enthält, und es wird offenbart,
dass durch das Vorhandensein des Katalysators die Temperatur gesenkt wird, bei der
die Entzündung und das Verbrennen des Partikelmaterials ausgelöst wird.
Es wird offenbart, dass Filter dünne Waben (Monolithen) mit porösen Wänden
oder geschäumte Strukturen enthalten, durch die die Abgase mit einem minimalen
Druckabfall hindurchgelangen. Es wird offenbart, dass nützliche Filter aus
Keramik, Kristallmaterialien im Allgemeinen, Glaskeramik, Glas, Metallen, Zementen,
Harzen oder organischen Polymeren, Papieren, Textilmaterialien und Kombinationen
daraus hergestellt sind.
Das US-Patent Nummer 5.100.632
beschreibt darüber hinaus einen katalysierten Dieselabgas-Partikelfilter und
ein Verfahren zum Entfernen von Ablagerungen aus dem Abgas eines Dieselmotors. Das
Verfahren umfasst das Hindurchleiten der Abgase durch einen katalysierten Filter
mit porösen Wänden, wobei die Wände eine Mischung aus einem Metall
der Platingruppe und einem Erdalkalimetall als Katalysator darauf besitzen. Die
Katalysatormischung wird dahingehend beschrieben, dass sie die Temperatur absenkt,
bei der das Entzünden des gesammelten Partikelmaterials ausgelöst wird.
Das US-Patent Nummer 4.902.487
ist auf einen Prozess gerichtet, bei dem Dieselabgas vor dem Ausstoßen in die
Atmosphäre durch einen Filter geleitet wird, um darin enthaltene Partikel zu
entfernen. Auf dem Filter abgelagerte Partikel werden verbrannt. Gemäß
der Offenbarung werden die Partikel mit einem Gas verbrannt, das NO2
enthält. Es wird offenbart, dass das NO2 katalytisch in dem Abgas
erzeugt wird, bevor es anschließend zu dem Filter geleitet
wird, in dem Dieselpartikel eingeschlossen werden. Das Oxidationsmittel NO2
dient dazu, die gesammelten Partikel bei niedrigen Temperaturen effizient zu verbrennen
und somit den Gegendruck zu verringern, der normalerweise durch die Ablagerung von
Partikeln auf dem Filter erzeugt wird. Es wird offenbart, dass ausreichend NO2
in dem dem Filter zugeführten Gas enthalten sein muss, um den abgelagerten
Kohlenstoffruß und ähnliche Partikel effizient zu verbrennen. Es wird
offenbart, dass Katalysatoren nützlich sind, von denen bekannt ist, dass sie
NO2 aus NO bilden. Es wird offenbart, dass derartige Katalysatoren Metalle
der Platingruppe wie beispielsweise Pt, Pd, Ru, Rh oder Kombinationen davon sowie
Oxide der Metalle der Platingruppe enthalten. Der nachgeschaltete Filter kann jeder
herkömmliche Filter sein. In einer spezifischen Ausführungsform wird ein
keramischer Wabenmonolith mit einer Sonderbeschichtung für Katalysatoren (Washcoat)
aus Aluminiumoxid beschichtet, die Träger für einen Pt-Katalysator ist.
Ein Partikelfilter ist dem Monolith nachgeschaltet. Es wird offenbart, dass kohlenstoffhaltige
Partikel bei einer Temperatur verbrennen, die sich im Allgemeinen in der Größenordnung
von 375°C bis 500°C bewegt. Das Patent EPO
835 684 A2 offenbart ein System, bei dem der vorgeschaltete Katalysator
von einem nachgeschalteten katalysierten Durchflussmonolithen gefolgt wird. Obwohl
das US-Patent Nummer 4.902.487 Vorteile
des Erzeugens von NO2 offenbart, lehrt das US-Patent Nummer
5.157.007, das NO2 zu unterdrücken,
da die Toxizität des NO2 die von NO übersteigt.
Das US-Patent Nummer 4.714.694
offenbart aluminiumoxidstabilisierte Cerdioxid-Katalysatorzusammensetzungen. Es
wird ein Verfahren des Herstellens eines Materials offenbart, das das Durchtränken
von Bulk-Cerdioxid oder einem Bulk-Cerdioxid-Vorläufer mit einer Aluminiumverbindung
und das Kalzinieren des getränkten Cerdioxids zum Bereitstellen eines aluminiumstabilisierten
Cerdioxids umfasst.
Die Zusammensetzung umfasst des Weiteren eine oder mehrere darauf
verteilte katalytische Komponenten der Platingruppe. Darüber hinaus wird in
dem US-Patent Nummer 4.727.052 von C. Z.
Wan et al. sowie in dem US-Patent Nummer 4.708.946
von Ohata et al. die Nutzung von Bulk-Cerdioxid als einem Katalysatorträger
für Metallkatalysatoren der Platingruppe ungleich Rhodium offenbart.
Das US-Patent Nummer 5.597.771
offenbart die Nutzung von Cerdioxid in Katalysatorzusammensetzungen sowohl in Bulk-Form
als ein Partikelmaterials auch in innigem Kontakt mit den verschiedenen Komponenten
der Katalysatorzusammensetzung. Der innige Kontakt kann durch Kombinieren einer
Cerdioxid enthaltenden Komponente mit wenigstens einigen der anderen Komponenten
als ein lösliches Cersalz erzielt werden. Durch Hitzeeinwirkung wie beispielsweise
Kalzinieren wird das Cersalz zu Cerdioxid.
Die US-Patente Nummer 4.624.940
und 5.057.483 beziehen sich auf Partikel,
die Cerdioxid-Zirkonoxid enthalten. Es wurde gefunden, dass Cerdioxid bis zu 30
Gewichtsprozent des Gesamtgewichtes des Cerdioxid-Zirkonoxid-Verbundes homogen über
die gesamte Zirkonoxidmatrix verteilt werden kann, um eine feste Lösung zu
bilden. Ein mitgebildeter (beispielsweise mitgefällter) Cerdioxid-Zirkonoxid-Partikelverbund
kann die Nützlichkeit des Cerdioxids in Partikeln verbessern, die die Cerdioxid-Zirkonoxid-Mischung
enthalten. Das Cerdioxid stabilisiert das Zirkonoxid und wirkt darüber hinaus
als Sauerstoffspeicherkomponente. Das Patent '483 offenbart, dass Neodym und/oder
Yttrium dem Cerdioxid-Zirkonoxid-Verbund hinzugefügt werden kann oder können,
um die Eigenschaften des daraus resultierenden Oxids wie gewünscht zu beeinflussen.
Das US-Patent Nummer 5.491.120
offenbart Oxidationskatalysatoren, die Cerdioxid und ein zweites Metalloxid im Bulk
enthalten, das Bulk-Metalloxid kann aus einer oder mehreren der Komponenten Titanoxid,
Zirkonoxid, Cerdioxid-Zirkonoxid, Siliziumoxid, Aluminiumoxid-Siliziumoxid und Alpha-Aluminiumoxid
bestehen.
Das US-Patent Nummer 5.627.124
offenbart Oxidationskatalysatoren, die Cerdioxid und Aluminiumoxid enthalten. Es
wird offenbart, dass beide einen Oberflächenbereich von wenigstens etwa 10
m2/g besitzen. Es wird offenbart, dass das Gewichtsverhältnis von
Cerdioxid zu Aluminiumoxid 1,5:1 bis 1:1,5 beträgt. Es wird darüber hinaus
offenbart, dass optional Platin enthalten sein kann. Es wird darüber hinaus
offenbart, dass das Aluminiumoxid vorzugsweise aktiviertes Aluminiumoxid ist. Das
US-Patent Nummer 5.491.120 offenbart Oxidationskatalysatoren,
die Cerdioxid und ein zweites Metalloxid im Bulk enthalten, das Bulk-Metalloxid
kann aus einer oder mehreren der Komponenten Titanoxid, Zirkonoxid, Cerdioxid-Zirkonoxid,
Siliziumoxid, Aluminiumoxid-Siliziumoxid und Alpha-Aluminiumoxid bestehen.
Der Stand der Technik zeigt darüber hinaus ein Bewusstsein für
den Einsatz von Zeolithen einschließlich saurer Zeolithe und metalldotierter
Zeolithe zum Behandeln von Dieselabgas. Das europäische Patent 0
499 931 B1 richtet sich auf die Nutzung eines Katalysators zum Verringern
der Menge und/oder der Größe der Partikel und Abgase von Dieselmotoren.
Dieser Katalysator wird durch die Nutzung von Zeolithen wie beispielsweise Faujasit,
Pentasil oder Mordenit mit sauren Eigenschaften gekennzeichnet, um langkettige und
aromatische Kohlenwasserstoffe aufzuspalten (zu cracken). Dieses Patent
beansprucht Priorität von dem deutschen Patent DE
41 05 534 C2, das den Einsatz von sauren Zeolithen zum Cracken langkettiger
Kohlenwasserstoffe offenbart. Darüber hinaus sind auch DE
42 26 111 A1 und DE 42 26 112 A1
Patente, die den Einsatz von sauren Zeolithen offenbaren. In dem Patent
DE 42 26 111 A1 werden Edelmetall
und saure Zeolithe als eine Zusammensetzung offenbart, die eine Verringerung der
Masse und/oder der Größe der Partikel katalysieren. Das Patent
DE 42 26 112 A1 offenbart Zusammensetzungen,
die aus ähnlichen Gründen Übergangs-Metalloxid und einen sauren Zeolith
nutzen. Das US-Patent Nummer 5.330.945 offenbart
eine Katalysatorbehandlung von Dieselabgas-Partikeln. Eine derartige Zusammensetzung
umfasst einen Zeolith, der an kationischen Orten austauschbare Kationen in Kombination
mit Siliziumoxid und sehr feinen Partikeln von katalytischem Metall besitzt. Auch
hier besteht das Ziel darin, ein Durchdringen der Kohlenwasserstoffe zu ermöglichen,
so dass sie gecrackt und oxidiert werden können.
Das Patent WO 94/22564 offenbart
eine Katalysatorzusammensetzung zum Behandeln von Dieselabgas, die Cerdioxid und
optional Aluminiumoxid sowie einen Beta-Zeolith umfasst. Ein Metall der Platingruppe
wird genutzt, um die Oxidation von CO und HC zu fördern und währenddessen
die Umwandlung von SO2 in SO3 zu begrenzen.
Das Patent WO 94/01926 mit
dem Titel „Improved Zeolite-Containing Oxidation Catalyst and Method of Use"
offenbart Katalysatorzusammensetzungen zum Behandeln eines Dieselmotor-Abgasstroms,
der einen flüchtigen organischen Anteil enthält. Eine Katalysatorzusammensetzung
umfasst einen refraktären Träger, auf dem eine Beschichtung eines katalytischen
Materials angeordnet ist, die eine katalytisch effektive Menge Cerdioxid mit einem
BET-Oberflächenbereich von wenigstens etwa 10 m2/g sowie eine katalytisch
effektive Menge eines Zeoliths umfasst. Es ist darüber hinaus bekannt, Cerdioxid
und Aluminiumoxid als einen Träger für ein Metall der Platingruppe als
einen dualen Abgaskatalysator zu nutzen. Der Zeolith kann mit einem Metall der Platingruppe
dotiert werden. In dieser Zusammensetzung wird der Zeolith genutzt, um sowohl die
Oxidation des VOF zu katalysieren und die größeren VOF-Moleküle zu
cracken als auch in Perioden eines Betriebes mit relativ niedrigen Temperaturen
im Inneren der Zeolithporen Kohlenwasserstoffe zu fangen, die sich im gasförmigen
Aggregatzustand befinden. Wurde der Zeolith mit einem oder mehreren katalytischen
Metallen oder mit Wasserstoff dotiert, werden die gefangenen gasförmigen Kohlenwasserstoffe
in innigen Kontakt mit den katalytisch aktiven Kationen gebracht, wodurch die Oxidation
der Kohlenwasserstoffe erleichtert wird.
Referenzen von Interesse umfassen darüber hinaus Feeley et al.,
ABATEMENT OF NOX FROM DIESEL ENGINES; STATOS AND TECHNICAL CHALLENGES, SAE #950747;
M. Iwamoto et al., JSAE (Japan) Review, 16, Seiten 21 bis 25 (1995); und Burch et
al., „SELECTIVE CATALYTIC REDUCTION OF NO ON VARIOUS METAL/ZSM-5 CATALYSTS:
REACTION OF H2/NO MIXTURES" Catal. Lett., 27, Seiten 177 bis 186 (1993).
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und einen Artikel
in Bezug darauf zum Behandeln eines Dieselmotor-Abgasstroms, der Stickstoffoxide,
Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffgase und Partikelmaterial enthält. Das Verfahren
umfasst ein In-Kontakt-Bringen des Stroms mit einer vorgeschalteten Katalysatorzusammensetzung,
die eine saure Zeolithkomponente umfasst, um die Größe und die Menge des
Partikelmaterials zu reduzieren. Eine nützliche katalytische Komponente umfasst
eine Kombination aus einer Cerkomponente und der Zeolithkomponente. Anschließend
kann der Strom von der vorgeschalteten Katalysatorzusammensetzung zu einem Partikelfilter
geleitet werden, der der vorgeschalteten Katalysatorzusammensetzung nachgeschaltet
angeordnet ist.
Die vorgeschaltete Katalysatorkomponente kann darüber hinaus
eine Edelmetall-Katalysatorkomponente umfassen, um wenigstens einen Teil der Stickstoffoxide
in der Gegenwart der Edelmetallkomponente zu Stickstoff zu reduzieren und einen
Teil der der Kohlenwasserstoffe und des Kohlenmonoxids zu oxidieren.
Der Artikel der vorliegenden Erfindung umfasst einen Dieselmotor mit
einer Abgasöffnung. Es gibt eine Abgasleitung, bei der die Abgasöffnung
das vorgeschaltete Ende der Abgasleitung definiert. Die Abgasleitung erstreckt sich
bis zu der Öffnung des Abgasrohres. Die vorgeschaltete Katalysatorzusammensetzung
befindet sich in der Abgasleitung und der Partikelfilter befindet sich in der Abgasleitung,
der vorgeschalteten Katalysatorzusammensetzung nachgeschaltet. Die vorgeschaltete
Katalysatorzusammensetzung kann sich auf einem geeigneten Träger befinden,
der in einem vorgeschalteten Behälter oder einer Büchse („can")
angeordnet ist. Der nachgeschaltete Filter kann in einem der vorgeschalteten Katalysatorzusammensetzung
nachgeschalteten, gesonderten Behälter oder einer Büchse (can) angeordnet
sein. In einer alternativen Ausführungsform kann die vorgeschaltete Katalysatorzusammensetzung
auf einem geeigneten Träger in derselben Büchse angeordnet sein wie der
nachgeschaltete Filter.
Die vorliegende Erfindung kann die Größe und die Menge von
Partikelmaterial verringern, wenn die Zusammensetzung nur geringe
Mengen oder im Wesentlichen keine katalytische Edelmetall-Komponente enthält.
Dies wird durch das Nutzen der vorgeschalteten Katalysatorzusammensetzung erreicht,
wobei wenigstens eine vorgeschaltete katalytische Komponente aus der Gruppe gewählt
wird, die im Wesentlichen aus einer Cerkomponente und einer Zeolithkomponente besteht.
Der vorgeschaltete Katalysator kann als eine Sonderbeschichtung für Katalysatoren
(Washcoat) auf einem Durchflussträger angeordnet sein, der dem Filter vorgeschaltet
ist. Der vorgeschaltete Katalysator sammelt wenig Partikelmaterial an und verringert
die Größe und die Menge von Partikelmaterial, das in den nachgeschalteten
Filter gelangt.
Es wird bevorzugt, dass der nachgeschaltete Filter ein katalytischer
Filter, vorzugsweise ein katalysierter Wandflussfilter ist. Der Filterkatalysator
des nachgeschalteten Filters kann so aufgebaut sein, dass er Partikelmaterial durch
Prozesse wie beispielsweise eine katalytische Oxidation katalytisch eliminiert.
Es wurde herausgefunden, dass das Nutzen des vorgeschalteten Katalysators der vorliegenden
Erfindung die Temperatur des Gleichgewichtspunktes (im Folgenden definiert) des
katalysierten Filters signifikant verringert. Der Filterkatalysator umfasst wenigstens
ein katalytisch aktives Material, wie auf dem Gebiet der Technik bekannt, wobei
bevorzugte Filterkatalysatoren wenigstens ein katalytisch aktives, aus Cerkomponenten,
Zeolithkomponenten und Platingruppen-Metallkomponenten ausgewähltes Material
umfassen. Vorzugsweise umfasst der Filterkatalysator eine Zusammensetzung auf Basis
eines Edelmetall-Oxidations-Filterkatalysators. Nützliche Edelmetallkomponenten
für den Filterkatalysator enthalten wenigstens ein Metall der Platingruppe,
die Komponente wird aus Platin, Palladium, Rhodium, Iridium und Mischungen davon
ausgewählt, wobei Platin, Palladium und Rhodium am meisten bevorzugt werden.
Zeolithe, die als die vorgeschaltete katalytische Komponente sowie
in dem katalysierten Filter nützlich sind, können durch die folgende allgemeine
Formel angegeben werden:
M1n(mM2O2·nSiO2)·qH2O(I)
wobei
M1 ein Äquivalent eines austauschbaren Kations ist, das in der Zahl
der M2-Komponente entspricht;
M2 ist ein dreiwertiges Element, das zusammen mit dem Si die oxidische
Skelettstruktur des Zeoliths bildet;
n/m ist das Verhältnis von SiO2 zu M2O2 und
q ist die Menge des absorbierten Wassers.
M2 kann wenigstens ein Metall umfassen, das aus der Gruppe
gewählt wird, die aus Al, B, Ga, In, Fe, Cr, V, As und Sb besteht und M1
kann aus der Gruppe gewählt werden, die aus Wasserstoff und wenigstens einem
Metall besteht, das aus der Gruppe gewählt wird, die aus Li, Na, K, Rb, Cs,
Mg, Ca, Sr, Ba, Cr, Mn, Fe, Co, Ni, Cu, Nb, Ma, Ta, W, Re, Pt, Pd und Rh besteht.
In spezifischen Ausführungsformen kann M1 aus der
Gruppe gewählt werden, die aus Wasserstoff und wenigstens einem Metall besteht,
das aus der Gruppe gewählt wird, die aus Rh und Pt besteht. M2 kann
wenigstens ein Metall umfassen, das aus der Gruppe gewählt wird, die aus Al,
B, Ga, In, Fe, Cr besteht und M1 wird aus der Gruppe gewählt, die
aus Wasserstoff und wenigstens einem Metall besteht, das aus der Gruppe gewählt
wird, die aus Rh und Pt besteht. M2 ist vorzugsweise Al.
Bevorzugte Zeolithe enthalten Beta, Faujasite, Pentasile und Mordenite,
wobei nützliche Zeolithe Beta-Zeolith, ZSM-5 und Zeolith Y sind Faujasite.
In anderen spezifischen Ausführungsformen können bis zu
100 % des M1 ein Wasserstoff-Ion umfassen. In einer bevorzugten Ausführungsform
sind die Zeolithe Säuren. Derartige Zeolithe gehören zu den oben genannten
Strukturtypen, wobei wenigstens ein Teil der Metall-Kationen durch Wasserstoff-Ionen
ersetzt wurde. Es wird bevorzugt, dass 50 bis 100 % aller M1-Metalle
durch Wasserstoff-Ionen ersetzt werden können, und es wird besonders bevorzugt,
dass 80 bis 100 % durch Wasserstoff-Ionen ersetzt werden können.
Ein Vorteil einer spezifischen Ausführungsform besteht darin,
dass im Wesentlichen kein Edelmetall in der vorgeschalteten Katalysatorzusammensetzung
enthalten ist. In dieser Ausführungsform umfasst M2 ein dreiwertiges
Metall und M1 umfasst im Wesentlichen Nichtedelmetall.
Eine nützliche und bevorzugte vorgeschaltete Katalysatorzusammensetzung
umfasst eine Cerkomponente. Eine nützliche Ausführungsform der Cerkomponente
umfasst Cerdioxid, das in einer geeigneten Form, vorzugsweise in Bulk-Form (im Folgenden
definiert) vorliegen kann.
Der vorgeschaltete Katalysator kann verschiedene andere Komponenten
umfassen, die wenigstens eine Verbindung umfassen, die aus Aluminiumoxid, Titanoxid,
Zirkonoxid, alkalischen Erdmetalloxiden, seltenen Erdoxiden und Übergangsmetalloxiden
ausgewählt werden. Die vorgeschaltete Katalysatorzusammensetzung kann eine
Trägerkomponente wie beispielsweise ein refraktäres Oxid umfassen, das
aus Komponenten ausgewählt werden kann, die Titanoxid, Zirkonoxid und Siliziumdioxid
enthalten. Optional ist wenigstens eine Edelmetall-Komponente auf der Trägerkomponente
angeordnet. Nützliche Edelmetallkomponenten für den vorgeschalteten
Katalysator enthalten wenigstens ein Metall der Platingruppe, die Komponente wird
aus Platin, Palladium, Rhodium, Iridium und Mischungen davon ausgewählt, wobei
Platin, Palladium und Rhodium am meisten bevorzugt werden.
Die Zusammensetzung des vorgeschalteten Katalysators kann darüber
hinaus neben dem Zeolith wenigstens eine Basismetallkomponente umfassen. Das Basismetall
kann ein Oxid umfassen, das aus der Gruppe gewählt wird, die aus Aluminiumoxid,
Titanoxid und Zirkonoxid besteht, wobei Aluminiumoxid bevorzugt wird.
Die genannten Katalysatorzusammensetzungen werden von einem Katalysatorträger
getragen, dieser wird auch Substrat genannt. Bevorzugte Träger, die zum Tragen
der vorgeschalteten Katalysatorzusammensetzung nützlich sind, können unter
Durchströmungs-, Schaum- und Sieb-Substraten ausgewählt werden. Der am
meisten bevorzugte vorgeschaltete Träger ist ein Durchströmungs-Träger,
der vorzugsweise metallisch oder eine refraktäre Keramik ist und eine Vielzahl
von parallelen Abgasstromkanälen besitzt, die sich durch diesen hindurch erstrecken
und die durch Kanalwände definiert sind, die mit der Zusammensetzung des vorgeschalteten
Katalysators beschichtet sind. Nützliche Filter umfassen: Wandflussfilter;
Schaumfilter; Verbundfaserfilter; Keramikfaser-Filzfilter, Maschen- oder Gewebefilter;
sowie Siebfilter, wobei ein Wandflussfilter bevorzugt wird.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
1 ist eine schematische Ansicht des Artikels der vorliegenden
Erfindung.
2 ist eine Schnittdarstellung eines Teils einer Wandfluss-Wabenstrukturwand.
3 ist eine schematische Ansicht in Perspektive einer
katalytischen Wandfluss-Wabenstruktur.
4 ist eine Teilschnittdarstellung des Elementes, die
die abwechselnd verschlossenen Kanäle darstellt.
5 stellt Graphen von Temperaturen des Gleichgewichtspunktes
in °C dar, die gegen die Motordrehzahl aus Beispiel 1 aufgetragen wurden.
Die 6 und 7
stellen Graphen der NO-Umwandlung in NO2 dar, die gegen die Abgastemperaturen
(in °C) aus den Beispielen 2 bis 4 aufgetragen wurden.
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Artikel, der einen vorgeschalteten
Katalysator und einen nachgeschalteten Filter, vorzugsweise katalysiert, sowie ein
Verfahren in Bezug dazu umfasst, das zum Behandeln von Dieselmotor-Abgas effizient
ist, insbesondere hinsichtlich des Verringerns der Gesamtpartikel und der gesamten
Kohlenwasserstoffgase (HC), des Kohlenmonoxids (CO) sowie der Stickstoffoxide (NOx),
die in dem Abgas enthalten sind.
Es ist bekannt, dass die kohlenstoffhaltige Partikel („Ruß")-Komponente
des Dieselmotor-Abgases, wie oben beschrieben, aus relativ trockenen kohlenstoffhaltigen
Partikeln sowie aus einem flüchtigen organischen Anteil (volatile organic fraction
– „VOF") besteht, der Kohlenwasserstoffe mit einem hohen Molekulargewicht
umfasst, die typischerweise länger sind als C9 und sich üblicherweise
zwischen C12 und C56 bewegen und das Ergebnis von unverbranntem
oder nur teilweise verbranntem Dieselkraftstoff und Schmieröl sind. Der VOF
ist in dem Dieselabgas entweder dampfförmig oder als flüssige Phase oder
beides vorhanden, dies ist von der Abgastemperatur abhängig. Darüber hinaus
kann der VOF von dem festen kohlenstoffhaltigen Anteil adsorbiert werden.
Zum Verringern der ausgestoßenen Gesamtpartikel muss der flüchtige
organische Anteil oder wenigstens ein Teil davon zu unschädlichem CO2
und H2O oxidiert werden, indem er unter geeigneten Reaktionsbedingungen
mit einem Oxidationskatalysator in Berührung gebracht wird. Die gasförmigen
Schadstoffe einschließlich HC, CO und NOx können katalytisch behandelt
werden. Die Kohlenwasserstoffgase (typischerweise C2 bis C6enthaltende
Kohlenwasserstoffe) können zu CO2 und H2O oxidiert werden
und die Stickstoffoxide können reduziert werden, um Stickstoff (N2)
zu bilden.
Wird der Artikel der vorliegenden Erfindung als Katalysator zur Behandlung
von Dieselabgas genutzt, ist er zum Reduzieren der Gesamtpartikel effektiv und darüber
hinaus insbesondere mit der Zugabe einer Metallkomponente der Platingruppe und/oder
anderer katalytischer Metalle, wie nachstehend beschrieben, effektiv zum Bereitstellen
des zusätzlichen Vorteils des Oxidierens eines Teils der in der gasförmigen
Komponente des Dieselmotor-Abgases enthaltenen HC und des CO und des Reduzierens
eines Teils des NOx. Dies wird dadurch erreicht, dass die Produktion von NO2
in dem vorgeschalteten Katalysator minimiert wird. In bevorzugten Ausführungsformen
wird als ein Ergebnis des vorgeschalteten Katalysators in dem System wenig oder
kein NO2 erzeugt, während gleichzeitig eine geringere Temperatur
des Gleichgewichtspunktes erzielt werden kann.
Definitionen
Wie hierin und in den Ansprüchen genutzt, haben folgende Benennungen
die genannten Bedeutungen.
Die Benennung „aktiviertes Aluminiumoxid" hat ihre übliche
Bedeutung von Aluminiumoxid mit einem großen BET-Oberflächenbereich, das
hauptsächlich eine oder mehrere &ggr;-, &thgr;- und &dgr;-Aluminiumoxide
(Gamma, Theta und Delta) umfasst.
Die „Temperatur des Gleichgewichtspunktes (BPT)" bezeichnet
die Abgas-Einlasstemperatur in einen katalysierten Filter, bei der die in einen
katalysierten Partikelfilter strömende Partikelmaterialmenge gleich der Partikelmaterialmenge
ist, die in dem katalysierten Filter in nicht-partikuläre Komponenten umgewandelt
wird. Das heißt, die Geschwindigkeit der Verbrennung der Partikel in dem Filter
ist gleich der Geschwindigkeit des Ansammelns der Partikel in dem Filter. Anders
ausgedrückt, ist die BPT diejenige Temperatur, bei der der katalysierte Filter
kein Partikelmaterial ansammelt oder „selbsterzeugend" ist. Die BPT kann
mit dem Druckabfall (&Dgr;P) über den Filter über die Zeit in Beziehung
stehen.
„BET-Oberflächenbereich” hat seine übliche
Bedeutung, die sich auf das Verfahren nach Brunauer, Emmett und Teller zum Bestimmen
des Oberflächenbereiches durch N2-Adsorption bezieht. Sofern nicht
spezifisch anders angegeben, beziehen sich alle Bezüge, die hierin auf den
Oberflächenbereich von einem Cerdioxid, Aluminiumoxid oder einer anderen Komponente
vorgenommen werden, auf den BET-Oberflächenbereich.
„Bulk" wie hierin oder in den Ansprüchen in Bezug auf
Cerdioxid oder Aluminiumoxid genutzt, die jeweils in „Bulk"-Form vorliegen,
bedeutet, dass das Cerdioxid oder Aluminiumoxid als diskrete Partikel vorhanden
ist (die sehr klein sein können und üblicherweise sind und einen Durchmesser
von beispielsweise 10 bis 20 Mikrometer oder noch darunter haben können), statt
in gelöster Form in einer anderen Komponente verteilt zu sein. So bewirkt beispielsweise
die thermische Stabilisierung der Cerdioxid-Partikel (Bulk-Cerdioxid) mit Aluminiumoxid,
wie in dem US-Patent Nummer 4.714.694 beschrieben,
dass das Aluminiumoxid in den Cerdioxid-Partikeln verteilt wird und nicht in „Bulk"-Form,
das heißt, als diskrete Aluminiumoxidpartikel, vorhanden ist.
Die „katalytisch effektive Menge" bedeutet, dass die vorhandene
Materialmenge ausreicht, um die Reaktionsgeschwindigkeit der Oxidation oder der
Reduktion der Schadstoffe in dem zu behandelnden Abgas zu beeinflussen.
„Dotiert" wird in Bezug auf einen Zeolith genutzt, der mit
einem Metall oder Wasserstoff dotiert wird, und die im selben Kontext genutzten
Benennungen „Dotierung" oder „Dotieren" bedeuten, dass der Metall-
oder Wasserstoffanteil im Inneren der Poren des Zeoliths inkorporiert ist, im Gegensatz
zu einer Verteilung auf der Oberfläche des Zeoliths, jedoch nicht zu einem
signifikanten Anteil im Inneren der Poren des Zeoliths. Das Dotieren eines Zeoliths
erfolgt vorzugsweise durch bekannte Ionenaustauschverfahren, wobei ein Zeolith wiederholt
mit einer Lösung gespült wird, die Metall-Kationen (oder eine Säure
zum Bereitstellen von Wasserstoff-Ionen) enthält, oder die Zeolith-Poren werden
mit einer derartigen Lösung geflutet. Die genannten Benennungen enthalten außerdem
jedwedes geeignete Verfahren zum Inkorporieren eines katalytischen Anteils wie beispielsweise
eines oder mehrerer Metalle als Ionen oder neutrale, Metall enthaltende Arten oder
Wasserstoff-Ionen, im Inneren der Poren des Zeoliths, insbesondere durch Austausch
oder Ersetzen von Kationen des Zeoliths.
„Raumgeschwindigkeit des Gases, bezogen auf eine Stunde”
(Gas Hourly Space Velocity – GHSV) bezeichnet die volumetrische Gasströmung
unter Normbedingungen (1 atm, Rm T = 300 Grad Kelvin) geteilt durch das Volumen
des Reaktionsbehälters, in diesem Fall das Gesamtvolumen des Katalysators einschließlich
des Trägers, bezogen auf eine Stunde. So wird zum Beispiel für einen Träger
mit Wabenstruktur das Gesamtvolumen der Wabenstruktur genutzt.
Mit „Einlasstemperatur" wird die Temperatur des Abgases, des
Prüfgases oder eines anderen Stroms unmittelbar vor dem Erstkontakt des Abgases,
Prüfgases oder eines anderen Stroms mit einer Prozesseinheit wie beispielsweise
einer katalytischen Komponente oder einem Filter bezeichnet.
„Washcoat" bezieht sich auf eine dünne, anhaftende Beschichtung
aus einem Material, beispielsweise dem katalytischen Material der vorliegenden Erfindung,
das an den Wänden angeordnet ist, die die parallelen Gasströmungskanäle
eines Trägers bilden, die typischerweise aus einem refraktären Material
wie beispielsweise Cordierit oder einem anderen Oxid oder einer Oxidmischung oder
einem Edelstahl gefertigt sind.
Werden die Zusammensetzungen als eine Beschichtung auf ein monolithisches
Trägersubstrat aufgebracht, bezieht sich die Benennung „Washcoatzuschlag"
auf das Verhältnis der Inhaltsstoffe, das auf die herkömmliche Art in
Gramm Material pro Kubikzentimeter beziehungsweise pro Kubikzoll des Katalysators
und des Substrates ausgedrückt wird, lediglich Edelmetallkomponenten werden
auf die herkömmliche Art in Gramm Material pro Kubikmeter beziehungsweise
pro Kubikfuß des Katalysators und des Substrates angegeben. Durch diese Messung
wird den unterschiedlichen Größen der Gasströmungskanäle in
verschiedenen monolithischen Trägersubstraten Rechnung getragen. Platingruppen-Metallkomponenten
basieren auf dem Gewicht des Metalls der Platingruppe.
Artikel
Eine bevorzugte Ausführungsform des Artikels der vorliegenden
Erfindung versteht sich in Bezug auf die 1 bis
4.
Der Artikel der vorliegenden Erfindungen umfasst einen Dieselmotor
10 mit einer Abgasöffnung 12. Es gibt eine Abgasleitung
14, bei der die Abgasöffnung 12 das vorgeschaltete Ende der
Abgasleitung 14 definiert. Die Abgasleitung erstreckt sich bis zu der Öffnung
des Abgasrohres. Die vorgeschaltete Katalysatorzusammensetzung 16 ist vorzugsweise
auf einem geeigneten Träger angeordnet. Der Träger kann in einem vorgeschalteten
Behälter (oder Büchse) 16' in der Abgasleitung 14 befestigt
sein. Der Partikelfilter 18 befindet sich in der Abgasleitung
14 der vorgeschalteten Katalysatorzusammensetzung 16 nachgeschaltet.
Der nachgeschaltete Partikelfilter 18 kann in einem der vorgeschalteten
Katalysatorzusammensetzung 16 nachgeschalteten, gesonderten Behälter
oder einer Büchse (can) 18 angeordnet sein. In einer alternativen
Ausführungsform kann die vorgeschaltete Katalysatorzusammensetzung
16 auf einem geeigneten Träger in derselben Büchse angeordnet
sein wie der nachgeschaltete Filter 18. Ein Abgasrohr 20 steht
in Kommunikation mit dem Auslass des Partikelfilters 18.
Der vorgeschaltete katalytische Träger 16' ist eine
Durchfluss-Wabenstruktur, die aus einem Keramik- oder einem metallischen Material
hergestellt sein kann. Die Durchfluss-Wabenstruktur 30 in Bezug auf
2 besitzt eine Vielzahl von Kanälen
32. Die Wabenstruktur besitzt ein Einlass-Ende 34 und ein Auslass-Ende
36. Vorzugsweise ist jeder Kanal 32 an der Einlass-Seite
34 offen und an der Auslass-Seite 36 offen. Durch Pfeile
38 angezeigte Gase, die durch die Wabenstruktur hindurchgelangen, gelangen
durch ein Einlass-Ende 34 in diese hinein und durch ein Auslass-Ende
36 aus dieser heraus. Die Gase gelangen durch die Kanäle
12. Die Kanäle besitzen Kanalwände 40. Die Kanalwände
40 sind mit einer Schicht der Katalysatorzusammensetzung 42 beschichtet,
die wie im Folgenden beschrieben aufgebracht wird. Die Katalysatorzusammensetzung
befindet sich vorzugsweise auf beiden Seiten der Kanalwände 40, so
dass jeder Wabenstruktur-Kanal mit dem Katalysator beschichtet ist.
Ein bevorzugter nachgeschalteter Partikelfilter 18 ist ein
Wandflussfilter 30, wie in den 3 und
4 dargestellt. Abwechselnde Kanäle sind an dem
Einlass mit Einlassstopfen 58 und an dem Auslass mit Auslassstopfen
60 verschlossen, um entgegengesetzte Schachbrettmuster an dem Einlass
54 beziehungsweise dem Auslass 56 zu bilden. Ein Gasstrom
62 gelangt durch den unverschlossenen Kanal-Einlass 64, wird durch
den Auslassstopfen 56 gestoppt und diffundiert durch die Kanalwände
53 auf die Auslass-Seite 46. Das Gas kann aufgrund der Einlassstopfen
58 nicht wieder auf die Einlass-Seite der Wände 33 zurück
gelangen. Die einlass-seitigen Wände 53 können mit einer porösen
Katalysatorzusammensetzung beschichtet sein.
Vorgeschaltete Katalysatorzusammensetzung
Die vorgeschaltete Katalysatorzusammensetzung umfasst eine saure Zeolithkomponente,
um die Quantität und Menge des Partikelmaterials zu verringern. Eine nützliche
katalytische Komponente umfasst eine Kombination aus einer Cerkomponente und der
Zeolithkomponente.
Wenn die vorgeschaltete Katalysatorzusammensetzung der vorliegenden
Erfindung mit einem Substrat wie beispielsweise einem Durchströmungs-Wabenmonolith
genutzt wird, besitzt sie vorzugsweise einen Washcoatzuschlag von 0,0305 bis 0,305
g/cm3 (oder 0,5 to 5,0 Gramm pro Kubikzoll), und es ist mehr vorzuziehen,
dass dieser Washcoatzuschlag 0,0305 bis 0,183 g/cm3 (0,5 bis 3,0 Gramm
pro Kubikzoll) beträgt.
Cerkomponenten
Die vorgeschaltete Katalysatorzusammensetzung der vorliegenden Erfindung
kann eine Cerkomponente, vorzugsweise Ceroxid (Cerdioxid) enthalten. Die Cerkomponente
kann in einer Menge von wenigstens 5 Gewichtsprozent und vorzugsweise wenigstens
10 Gewichtsprozent vorhanden sein, und es ist mehr vorzuziehen, dass sie wenigstens
15 Gewichtsprozent der Zusammensetzung des vorgeschalteten Katalysators beträgt,
nützliche Bereiche umfassen zwischen 5 und 80, vorzugsweise 25 bis 75 Gewichtsprozent
der Cerkomponente, und es ist mehr vorzuziehen, dass die die Cerkomponente 40 bis
60 Gewichtsprozent auf Basis der Zusammensetzung des vorgeschalteten Katalysators
beträgt.
Die Cerkomponente kann durch auf dem Gebiet der Technik bekannte Verfahren
eingeschlossen werden. Derartige Verfahren können das Durchtränken der
Komponenten der vorgeschalteten Zusammensetzung mit wasserlöslichen Cerkomponenten
durch Durchtränken einer Trägerkomponente mit der Cerkomponente umfassen,
vorzugsweise können sie das Ausbilden einer Schicht der Zusammensetzung auf
einem geeigneten Substrat sowie Trocknen und Kalzinieren der daraus resultierenden
Mischung an der Luft umfassen, um eine Katalysatorschicht zu ergeben,
die Cerdioxid in Kontakt mit den Komponenten der Zusammensetzung enthält. Typischerweise
bedeutet Durchtränken, dass im Wesentlichen ausreichend Flüssigkeit vorhanden
ist, um die Poren des zu durchtränkenden Materials zu füllen. Beispiele
für wasserlösliche oder dispergierbare, wasserlösliche Cerkomponenten,
die genutzt werden können, umfassen wasserlösliche Salze und/oder kolloidale
Dispersionen von Ceracetat, Cernitrat und dergleichen, sind jedoch nicht auf diese
begrenzt. Das US-Patent Nummer 4.189.404
offenbart das Durchtränken einer aluminiumoxidbasierten Trägerzusammensetzung
mit Cernitrat.
Alternativ kann die Cerkomponente auch in Form von Bulk-Cerdioxid
vorliegen. Mit Bulk-Form ist gemeint, dass das Cerdioxid und/oder Praseodymoxid
als diskrete Partikel vorliegen, deren Durchmesser 1 bis 15 Mikrometer oder weniger
betragen kann, im Gegensatz zu dem Verteiltsein in einer Lösung wie in der
ersten Schicht. Eine Beschreibung und die Nutzung derartiger Bulk-Komponenten wird
in dem US-Patent Nummer 4.714.694 vorgestellt,
das hierdurch als Referenz eingeschlossen wird. Wie in dem in US-Patent Nummer
4.727.052 bemerkt, das ebenfalls als Referenz
eingeschlossen wird, bedeutet die Benennung „Bulk-Form", dass Partikeln von
Cerdioxid Partikel von aktiviertem Aluminiumoxid beigemischt werden, so dass das
Cerdioxid in fester oder Bulk-Form vorhanden ist, im Gegensatz beispielsweise zu
dem Durchtränken von Aluminiumoxid-Partikeln mit einer Lösung einer Cerdioxid-Verbindung,
die beim Kalzinieren in Cerdioxid umgewandelt wird, die in den Aluminiumoxid-Partikeln
angeordnet sind.
Nützliche Cerkomponenten enthalten Verbindungen von Cerdioxid
und Zirkonoxid und verschiedene Seltenerd-Komponenten. Es erfolgt eine Referenz
auf die US-Patente Nummer 4.624.940 und
5.057.483, die sich auf Cerdioxid-Zirkonoxid
enthaltende Partikel beziehen. Cerdioxid kann bis zu 50 Gewichtsprozent des Gesamtgewichtes
des Cerdioxid-Zirkonoxid-Verbundes homogen über die gesamte Zirkonoxidmatrix
verteilt werden, um eine feste Lösung zu bilden. Ein mitgebildeter (beispielsweise
mitgefällter) Cerdioxid-Zirkonoxid-Partikelverbund kann die Nützlichkeit
des Cerdioxids in Partikeln verbessern, die die Cerdioxid-Zirkonoxid-Mischung enthalten.
Das Patent '483 offenbart, dass Neodym und/oder Yttrium dem Cerdioxid-Zirkonoxidverbund
hinzugefügt werden kann oder können, um die Eigenschaften des daraus resultierenden
Oxids wie gewünscht zu beeinflussen. Nützliche Cerkomponenten können
beispielsweise Cerdioxid, Zirkonoxid, Neodymoxid und Praseodym wie beispielsweise
die Zusammensetzungen enthalten, die in dem US-Patent Nummer 5.898.014
offenbart wurden.
Wird ein Katalysator genutzt, der basierend auf dem Gewicht des vorgeschalteten
Katalysators geringe Mengen Cerdioxid bis zu etwa 40 Gewichtsprozent, und spezifisch
in einer Menge von 1 bis etwa 25 Gewichtsprozent, und spezifischer 2 bis 20 Gewichtsprozent
und noch spezifischer 2 bis 15 Gewichtsprozent des Cerdioxids in einer vorgeschalteten
Zusammensetzung enthält, resultiert daraus eine minimale bis im Wesentlichen
keine NO2-Bildung in dem Abgas bei Temperaturen bis zu etwa 400°C.
Das Nutzen von Cerdioxid zwischen etwa 2 und 10 Gewichtsprozent bewirkt eine Bildung
von im Wesentlichen keinem NO2 bei Abgas-Einlasstemperaturen bis zu 400°C.
Unerwarteterweise wurde gefunden, dass das Nutzen von mehr als 40 Gewichtsprozent
der Cerkomponente auf Basis der Zusammensetzung des vorgeschalteten Katalysators
bewirkte, dass sich geringe Mengen NO2 bildeten. Auf die Beispiele 4
und 5 wird Bezug genommen, bei denen Cerdioxid in einer Menge von etwa 45 Gewichtsprozent
genutzt wurde, woraus sich eine geringe Menge einer NO2-Bildung ergab,
wie in den Beispielen dargestellt. Wie in dem Hintergrund dargestellt, kann es wünschenswert
sein, die Bildung von NO2 zu verhindern. Unter bestimmten Umständen,
die ebenfalls in dem Hintergrund offenbart werden, kann es jedoch wünschenswert
sein, in dem vorgeschalteten Katalysator NO2 zu erzeugen. Gemäß
der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung wurden derartige Vorteile auch dann
erzielt, wenn wenig oder kein NO2 gebildet wurde.
Zeolithkomponente
Die vorgeschaltete Katalysatorzusammensetzung der vorliegenden Erfindung
enthält eine saure Zeolithkomponente. Die Zeolithkomponente kann in einer Menge
von wenigstens 5 Gewichtsprozent und vorzugsweise wenigstens 10 Gewichtsprozent
vorhanden sein, und es ist mehr vorzuziehen dass sie wenigstens 15 Gewichtsprozent
der Zusammensetzung des vorgeschalteten Katalysators ausmacht. Nützliche Bereiche
umfassen zwischen 5 und 80, vorzugsweise 20 bis 60 Gewichtsprozent der Cerkomponente,
und 40 bis 60 Gewichtsprozent der Cerkomponente sind mehr vorzuziehen.
Zeolithe, die besonders zur Verwendung in Übereinstimmung mit
der Erfindung geeignet sind, werden in dem Patent DE
41 05 534 C2 beschrieben, das hierin als Referenz eingeschlossen ist, und
enthalten die folgenden Strukturtypen: Faujasite, Pentasile, Mordenite, ZSM-12,
Zeolith Beta, Zeolith L, Zeolith Omega, ZSW-22, ZSM-23, ZSM-48, EU-1 und dergleichen.
Der Zeolith vom Pentasiltyp besitzt vorzugsweise ein Verhältnis von SiO2
zu Al2O3 von 25 zu 2000.
Zeolithe können durch die folgende allgemeine Formel (I) angegeben
werden:
M1n(mM2O2·nSiO2)·qH2O(I)
wobei
M1 ein Äquivalent eines austauschbaren Kations ist, das in der Zahl
der M2-Komponente entspricht;
M2 ist ein dreiwertiges Element, das zusammen mit dem Si die oxidische
Skelettstruktur des Zeoliths bildet;
n/m ist das Verhältnis von SiO2 zu M2O2 und
q ist die Menge des absorbierten Wassers.
Im Hinblick auf ihre grundlegende Struktur sind Zeolithe kristalline
Aluminosilikate, die aus einem Netz von SiO2- und M2O4-Tetraedern
bestehen. Die einzelnen Tetraeder sind an den Ecken des Tetraeders durch Sauerstoffbrücken
miteinander verbunden und bilden ein dreidimensionales Netzwerk, das gleichmäßig
von Kanälen und Leerbereichen durchzogen ist. Die einzelnen Zeolith-Strukturen
unterscheiden sich hinsichtlich der Anordnung und Größe der Kanäle
und Leerbereiche und in ihrer Zusammensetzung voneinander. Austauschbare Kationen
werden eingebaut, um die negative Ladung des Gitters zu kompensieren, die sich aus
der M2-Komponente ergibt. Die absorbierte Wasserphase qH2O
ist reversibel entfernbar, ohne dass dadurch das Skelett seine Struktur verliert.
M2 ist häufig Aluminium, es kann jedoch ganz oder teilweise durch
andere dreiwertige Elemente ersetzt werden.
Eine ausführliche Beschreibung von Zeolithen kann beispielsweise
in dem Buch von D. W. Breck mit dem Titel „Zeolith Molecular Sieves, Structure,
Chemistry and Use", J. Wiley & Sons, New York, 1974, gefunden werden. Eine weitergehende
Beschreibung, insbesondere von Zeolithen mit hohen Siliziumoxid-Anteil, die für
katalytische Anwendungen geeignet sind, kann in dem Buch von P. A. Jacobs und J.
A. Martens mit dem Titel „Synthesis of High-Silica Aluminosilicate Zeolite",
Studies in Surface Science and Catalysis, Band 33, Herausgeber B. Delmon and J.
T. Yates, Elsevier, Amsterdam-Oxford-New York-Tokyo, 1987, gefunden werden.
In den in Übereinstimmung mit der Erfindung genutzten Zeolithen
kann das M2 ein oder mehrere Elemente sein, das oder die aus der Gruppe
gewählt wird oder werden, die aus Al, B, Ga, In, Fe, Cr, V, As und Sb besteht,
und es ist vorzugsweise ein oder mehrere Elemente, das oder die aus der Gruppe gewählt
wird oder werden, die aus Al, B, Ga und Fe besteht, wobei Al am meisten bevorzugt
wird.
Die in den genannten Zeolithen vorhandenen austauschbaren Kationen
M1 können beispielsweise K, Na, Li, Mg, Ca, Sr, Ba, Rb, Cs und darüber
hinaus Übergangsmetall-Kationen wie beispielsweise Cr, Mn, Fe, Co, Ni, Cu,
Nb, Ma, Ru, Rh, Pd, Ag, Ta, W, Re und Pt sein. Kationen der Seltenerdgruppe sowie
Protonen sind ebenfalls geeignet.
In spezifischen Ausführungsformen ist der Zeolith durch die allgemeine
Formel (I) angegeben, wobei M2 ein dreiwertiges Metall umfasst und M1
im Wesentlichen Nichtedelmetall umfasst. Vorzugsweise ist der erste Zeolith durch
die allgemeine Formel (I) angegeben, wobei M2 wenigstens ein Metall umfasst,
das aus der Gruppe gewählt wird, die aus Al, B, Ga, In, Fe besteht und M1
wird aus der Gruppe gewählt, die aus Wasserstoff und/oder wenigstens einem
Metall besteht, das aus der Gruppe gewählt wird, die aus K, Mg, Ca, Sr, Ba,
Mn, Fe, Co, Ni, Cr, V und Cu besteht. Das am meisten bevorzugte M2 ist
Al und das am meisten bevorzugte M1 wird aus H, Mg, Ca, Sr, Ba, Fe und
Mn ausgewählt, wobei H und Fe am meisten bevorzugt werden. Es wird mehr bevorzugt,
dass die Zeolithe aus der Gruppe gewählt werden, die aus Faujasiten, Pentasilen,
Mordeniten, Y und Beta besteht, wobei Pentasile und Beta am meisten bevorzugt werden.
Der am meisten bevorzugte Zeolith umfasst Beta-Zeolith. Der Beta-Zeolith kann durch
H und/oder Fe ausgetauscht werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Zeolithe sauer.
Derartige Zeolithe gehören zu den oben genannten Strukturtypen, wobei wenigstens
ein Teil der Metall-Kationen durch Wasserstoff-Ionen ersetzt wurde. Es wird bevorzugt,
dass 50 bis 100 % aller M1-Metalle durch Wasserstoff-Ionen ersetzt werden
können, und es wird besonders bevorzugt, dass 80 bis 100 % durch Wasserstoff-Ionen
ersetzt werden können.
Das molare Verhältnis von Siliziumoxid zu Aluminiumoxid kann
beispielsweise dadurch erhöht werden, dass das Beta-Zeolith mit einer Säure
zur Reaktion gebracht wird. Scherzer, The Preparation and Characterization of Aluminum-Deficit
Zeolites, Catalytic Materials, American Chemical Society 1984 (0097 6156/84/0248
0157), Seiten 157-200, zielt auf Verfahren zur Vorbereitung aluminiumdefizienter
Zeolithe ab. Drei Verfahren umfassen thermische oder hydrothermische Dealuminierung
chemische Dealuminierung sowie eine Kombination aus thermischer und chemischer Dealuminierung.
Während thermische oder hydrothermische Behandlung genutzt werden können,
resultiert daraus eine teilweise Dealuminierung des Rahmens, wobei das Aluminium
in den Zeolith-Käfigen oder -Kanälen verbleibt. Die bevorzugte chemische
Behandlung kann mit einer Vielzahl von Reagenzien durchgeführt werden, dabei
wird das Aluminium aus dem Zeolith in einer löslichen oder flüchtigen
Form entfernt. Die bevorzugte chemische Dealuminierung kann erzielt werden, indem
der Zeolith mit einem geeigneten Reagenz in Lösung (wässrig oder nichtwässrig)
zur Reaktion gebracht wird; oder indem der Zeolith mit einem Reagenz bei hoher Temperatur
in der Dampfphase zur Reaktion gebracht wird. Vorzugsweise wird die Dealuminierung
in Lösung durchgeführt, wobei der Zeolith mit Lösungen von Säuren,
Salzen oder damit in Zusammenhang stehenden Reagenzien zur Reaktion
gebracht wird, am meisten werden Säuren bevorzugt. Nützliche Säuren
enthalten mineralische Säuren wie beispielsweise Schwefelsäure, Chlorwasserstoffsäure
und Salpetersäure, wobei Schwefelsäure am meisten bevorzugt wird. Breck,
oben, offenbart, dass Aluminium aus dem Rahmen bestimmter Zeolithe durch die Behandlung
mit Säuren entfernt werden kann und gibt Beispiele zum Erhöhen des Verhältnisses
von Silizium zu Aluminiumoxid durch Behandlung mit Chlorwasserstoffsäure an
(Breck, oben, Seiten 505-507).
Der Zeolith und die Säure werden vorzugsweise bei Raumtemperatur
und Normaldruck in einem Reaktionsbehälter zur Reaktion gebracht. Das resultierende
Reaktionsprodukt wird abgetrennt und mit deionisiertem Wasser und einem Filter gewaschen.
Anschließend wird das Reaktionsprodukt getrocknet. Das molare Verhältnis
von Siliziumoxid zu Aluminiumoxid kann durch bekannte Verfahren, vorzugsweise durch
das Röntgenfluoreszenzverfahren, bestimmt werden. Ein bevorzugtes Analyseverfahren
zum Festlegen des Verhältnisses SiO2/Al2O3
besteht darin, eine Probe für eine Stunde bei 1.000°C zu kalzinieren.
Anschließend wird die Probe mit zehn Gewichtsteilen eines Flussmittels versetzt,
vorzugsweise Lithiummetaborat und Lithiumtetraborat in einem Gewichtsverhältnis
von 80/20. Die Mischung wird etwa 5 Minuten bei 1.200°C geschmolzen. Die resultierende
Mischung in der Form eines Knopfes wird durch Röntgenfluoreszenz analysiert.
Dies erfolgt mittels Referenzvergleich.
Die Zeolith-Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung kann Diesel-Oxidationskatalysatoren
der auf dem Gebiet der Technik bekannten Arten in einer Mischung damit umfassen,
wie beispielsweise in der allgemein zugewiesenen US-Seriennummer
08/255.289, eingereicht am 07.06.1994 für Yavuz et al.; der
US-Seriennummer 08/405.279, eingereicht
am 16.03.1995 für Voss et al. sowie der US-Seriennummer
08/457.557, eingereicht am 01.06.1995 für Farrauto, offenbart wird.
Wird die Zeolith-Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung in Kombination mit einer
oxidierenden Zusammensetzung genutzt, kann die Zeolith-Zusammensetzung wenigstens
10 bis 90, vorzugsweise 20 bis 70 Prozent der kombinierten Zusammensetzung umfassen,
und es ist mehr vorzuziehen, dass sie 30 bis 60 Prozent umfasst.
Der Einsatz eines Katalysators, der Zeolith mit etwa 40 Gewichtsprozent
und etwa 5 Gewichtsprozent Cerdioxid enthält, ergab im Wesentlichen keine NO2-Bildung
in dem Abgas bei Temperaturen bis zu etwa 350°C und nur eine geringe NO2-Bildung
bis zu etwa 400°C.
Bindemittel
Die Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung enthält optional
und vorzugsweise ein Bindemittel. Bevorzugte Bindemittel sind Aluminiumoxid, Siliziumoxid,
Siliziumoxid-Aluminiumoxid und Zirkonoxid. Aluminiumoxid mit großem Oberflächenbereich
ist das bevorzugte Bindemittel. Typischerweise bewegt sich die Menge des Bindemittels,
basierend auf dem Gewicht der vorgeschalteten Katalysatorzusammensetzung, zwischen
5 und 50, und vorzugsweise zwischen 10 und 40 Gewichtsprozent, und es wird am meisten
bevorzugt, dass das Bindemittel basierend auf dem Gewicht der vorgeschalteten Katalysatorzusammensetzung
15 bis 35 Gewichtsprozent beträgt.
Bevorzugte Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung umfassen auf
Basis der Zusammensetzung des vorgeschalteten Katalysators zwischen 0 und 75, vorzugsweise
25 bis 75 Gewichtsprozent Cerdioxid, und es ist mehr vorzuziehen, dass sie 25 bis
60 Gewichtsprozent Cerdioxid umfassen; sie umfassen zwischen 0 und 60, vorzugsweise
20 bis 60 Gewichtsprozent Zeolith, und es ist mehr vorzuziehen, dass sie 25 bis
60 Gewichtsprozent Zeolith umfassen; und sie umfassen 5 bis 50 und vorzugsweise
zwischen 10 und 40 Gewichtsprozent Bindemittel, und es wird am meisten bevorzugt,
dass sie 15 bis 35 Gewichtsprozent Bindemittel umfassen. Eine bevorzugte Zusammensetzung
umfasst 30 bis 35 Gewichtsprozent Cerdioxid; 30 bis 35 Gewichtsprozent Zeolith;
sowie 30 bis 35 Gewichtsprozent Bindemittel.
Der Katalysator dieser Erfindung kann optional wenigstens eine Edelmetall-Komponente
in einer Menge umfassen, die ausreicht, um Zusammensetzungen bereitzustellen, die
eine signifikant erhöhte katalytische Aktivität zum Oxidieren von Partikelmaterial,
VOF, Kohlenwasserstoffgasen und Kohlenmonoxid und zum Reduzieren von Stickstoffoxiden
besitzen. Wie hierin genutzt, umfasst die Benennung „Edelmetallkomponenten"
Gold, Silber und „Metallkomponente der Platingruppe" umfasst Platin-, Rhodium-,
Platin-, Ruthenium- und Iridium-Komponenten und bezeichnet jedwede Metallkomponente
der Platingruppe, Komplexe und dergleichen, die beim Kalzinieren oder beim Nutzen
des Katalysators zerfallen oder anderweitig in eine katalytisch aktive Form, üblicherweise
das Metall oder das Metalloxid, umgewandelt werden. Die Metallkomponente der Platingruppe
kann auf Partikeln sein, die von den Cerdioxid- und Zeolith-Partikeln getrennt sind,
vorzugsweise eine Platin- oder Palladium-Metallkomponente, wobei verteiltes Platin
auf dem katalytischen Material in einer Menge von etwa 3,53 g/m3 bis
etwa 2,12 kg/m3 getragen wird (etwa 0,1 bis etwa 60 g/ft3),
beispielsweise 3,53 g/m3 bis 0,53 kg/m3, vorzugsweise 3,53
g/m3 bis 0,177 kg/m3 (0,1 bis 15, vorzugsweise 0,1
bis 5 g/ft3) oder verteiltes Palladium, das auf dem katalytischen Material
in einer Menge von etwa 3,53 g/m3 bis etwa 7,06 kg/m3, beispielsweise
0,706 bis 4,24 kg/m3, vorzugsweise 1,77 bis 4,24 kg/m3 (0,1
bis etwa 200, beispielsweise 20 bis 120, vorzugsweise 50 bis 120 g/ft3)
getragen wird.
Die bevorzugte Edelmetall-Komponente der spezifischen Katalysatorzusammensetzung
ist vorzugsweise eine Platin- oder Platin/Rhodium-Komponente, die typischerweise
als eine Schicht zum Beschichten eines monolithischen Wabenstruktur-Substrates genutzt
wird. Der Gesamtzuschlag der Edelmetall-Komponente auf Basis von Gramm Edelmetall
pro Volumen Monolith bewegt sich von 0,177 bis 14,1 kg/m3, vorzugsweise
0,53 bis 8,83 kg/m3, vorzugsweise von 0,353 bis 5,3 kg/m3,
und es ist mehr vorzuziehen, dass sich der Zuschlag zwischen 0,883 und 3,53 kg/m3
bewegt (5 bis 400 g/ft3, vorzugsweise 15 bis 250 g/ft3, vorzugsweise
10 bis 150 g/ft3, und es ist mehr vorzuziehen, dass er sich zwischen
25 und 100 g/ft3 bewegt). Der Zuschlag auf dem refraktären Oxid-Träger
bewegt sich vorzugsweise zwischen 0,177 und 7,06 kg/m3, es ist mehr vorzuziehen,
dass er sich zwischen 0,177 und 3,53 kg/m3 bewegt, und es ist am meisten
vorzuziehen, dass er sich zwischen 0,706 und 2,65 kg/m3 bewegt (5 bis
200 g/ft3, es ist mehr vorzuziehen, dass er sich zwischen 5 und 100 g/ft3
bewegt, und es ist am meisten vorzuziehen, dass er sich zwischen 20 und 75 g/ft3
bewegt). Der Zuschlag auf dem Zeolith bewegt sich vorzugsweise zwischen 0,106 und
3,53 kg/m3, es ist mehr vorzuziehen, dass er sich zwischen 0,177 und
2,65 kg/m3 bewegt, und es ist am meisten vorzuziehen, dass er sich zwischen
0,53 und 1,77 kg/m3 bewegt (3 bis 100 g/ft3, es ist mehr vorzuziehen,
dass er sich zwischen 5 und 75 g/ft3 bewegt, und es ist am meisten vorzuziehen,
dass er sich zwischen 15 und 50 g/ft3 bewegt).
Die Trägermaterialien sind vorzugsweise refraktäre Oxidmaterialien,
die vorzugsweise aus der Gruppe gewählt werden, die Siliziumoxid-, Aluminiumoxid-
und Titanoxidverbindungen umfasst. Besonders bevorzugte Träger sind aktivierte
Verbindungen mit einem hohen Oberflächenbereich, die aus der Gruppe gewählt
werden, die aus Aluminiumoxid, Siliziumoxid, Titanoxid, Zirkonoxid, Siliziumoxid-Aluminiumoxid,
Aluminiumoxid-Zirkonoxid, Aluminiumoxid-Chromoxid, Aluminiumoxid-Cerdioxid, Zirkon-Siliziumoxid
und Titan-Aluminiumoxid besteht.
Der Träger umfasst vorzugsweise einen refraktären Oxid-Träger
mit großem Oberflächenbereich. Typischerweise haben die Partikel des Trägers
wenigstens 90 % der Partikel mit einem durchschnittlichen Durchmesser von weniger
als 15 Mikrometer und es ist noch typischer, dass der Träger 90 % der Partikel
mit einem durchschnittlichen Durchmesser von weniger als 10 Mikrometer besitzt.
Für den Zweck der vorliegenden Erfindung wird die Partikelgröße mit
einem Brinkman-Partikelgrößenanalysegerät gemessen.
Die Verteilung der Partikelgröße wird durch einen Prozentsatz
von Partikeln mit einem durchschnittlichen Partikeldurchmesser von weniger als einer
bestimmten Anzahl Mikrometer angezeigt. Nominell wird angenommen, dass die Partikel
der Kombination aus Edelmetall und anderen Komponenten, die von einem Träger
getragen werden, dieselbe Partikelgröße wie der Träger besitzen.
Nützliche Träger mit großem Oberflächenbereich
enthalten ein oder mehrere refraktäre Oxide. Diese Oxide enthalten beispielsweise
Siliziumoxid und Aluminiumoxid, Titanoxid und Zirkonoxid enthalten gemischte Oxidformen
wie beispielsweise Siliziumoxid-Aluminiumoxid, Aluminosilikate, die amorph oder
kristallin sein können, Aluminiumoxid-Zirkonoxid, Aluminiumoxid-Chromoxid,
Aluminiumoxid-Cerdioxid, Cerdioxid-Zirkonoxid und dergleichen sowie Titan-Aluminiumoxid
und Zirkon-Silikat. Der Träger besteht vorzugsweise aus Aluminiumoxid, das
vorzugsweise die Elemente des Gamma- oder Übergangs-Aluminiumoxids umfasst,
beispielsweise Gamma- und Eta-Aluminiumoxid, und, sofern vorhanden, eine kleinere
Menge eines anderen refraktären Oxids, beispielsweise etwa bis zu 20 Gewichtsprozent.
Wünschenswerterweise besitzt das aktive Aluminiumoxid einen spezifischen Oberflächenbereich
von 60 bis 350 m2/g, und typischerweise 90 bis 250 m2/g.
Wird eine Edelmetall-Komponente genutzt, kann die zum Ausbilden des
getragenen Edelmetalls, beispielsweise einer katalytischen Metall-Komponente der
Platingruppe, genutzte Edelmetall-Komponente eine geeignete Verbindung und/oder
ein Komplex von jedem Metall der Platingruppe sein, um Dispersion auf dem Träger
zu erzielen. Wasserlösliche Verbindungen oder in Wasser dispergierbare Verbindungen
oder Komplexe aus einer oder mehreren Platingruppen-Metallkomponenten können
genutzt werden, solange die zum Durchtränken oder Ablagern der katalytischen
Metallverbindungen auf den Träger-Partikeln nicht unerwünscht mit dem
katalytischen Metall oder seinen Verbindungen oder Komplexen oder den anderen Komponenten
der Aufschlämmung reagiert und es möglich ist, die Flüssigkeit durch
Verflüchtigen oder Abbauen unter Hitzeeinwirkung und/oder Anlegen eines Vakuums
aus dem Katalysator zu entfernen. In einigen Fällen findet das Entfernen der
Flüssigkeit erst dann statt, wenn der Katalysator in Gebrauch genommen und
hohen Temperaturen unterworfen wird, die während des Betriebes auftreten. Im
Allgemeinen werden wässrige Lösungen löslicher Verbindungen oder
von Komplexen der Platingruppen-Metalle sowohl hinsichtlich der Kosten als auch
der Umweltaspekte bevorzugt. So sind geeignete Verbindungen beispielsweise
Chlorplatinsäure, aminsolubilisiertes Platinhydroxid wie beispielsweise Hexahydroxymonoethanolamin-Komplexe
von Platin, ((MEA) × Pt (OH)6), Rhodiumchlorid, Rhodiumnitrat, Hexamin-Rhodiumchlorid,
Palladiumnitrat oder Palladiumchlorid und dergleichen. Während des Kalzinierungsschrittes
oder wenigstens während der ersten Phase der Nutzung des Katalysators werden
derartige Verbindungen in eine katalytisch aktive Form des Metalls der Platingruppe
oder eine Verbindung davon, typischerweise ein Oxid, umgewandelt.
Alternativ kann Edelmetall in der Form eines edelmetalldotierten Zeoliths
vorhanden sein. Wenigstens ein gewünschter Prozentsatz des Zeoliths kann mit
einem Edelmetall dotiert werden, oder es kann einen zweiten Zeolith geben, der vorzugsweise
mit einem Edelmetall dotiert ist. Der zweite Zeolith kann vorzugsweise mit wenigstens
einem Edelmetall dotiert sein, das aus der Gruppe gewählt wird, die aus Pt
und Rh besteht.
In spezifischen und bevorzugten Ausführungsformen wird der zweite
Zeolith durch die allgemeine Formel (I) angegeben, wobei M2 ein dreiwertiges
Metall umfasst. Vorzugsweise ist der zweite Zeolith durch die allgemeine Formel
(I) angegeben, wobei M2 wenigstens ein Metall umfasst, das aus der Gruppe
gewählt wird, die aus Al, B, Ga, In, Fe besteht und M1 wird aus
der Gruppe gewählt, die aus Wasserstoff und/oder wenigstens einem Metall besteht,
das aus der Gruppe gewählt wird, die aus Mg, Cr, Sr, Ba, Mn, Fe, Co, Ni, Cu,
Rh und Pt besteht und wobei mindestens eines der Metalle Pt, Pd und Rh enthalten
ist. Es ist mehr vorzuziehen, dass der zweite Zeolith aus der Gruppe gewählt
wird, die aus Faujasiten, Pentasilen, Mordeniten mit Beta und ZSM-5 besteht, wenn
der genannte zweite Zeolith mit wenigstens einem Edelmetall dotiert ist.
Die Zusammensetzung umfasst optional und vorzugsweise eine Komponente,
die eine Stabilisierung verleiht. Der Stabilisator kann aus der Gruppe gewählt
werden, die aus Erdalkalimetall-Verbindungen besteht. Bevorzugte Verbindungen enthalten
Verbindungen, die von Metallen abgeleitet sind, die aus der Gruppe gewählt
werden, die aus Magnesium, Barium, Calcium und Strontium besteht. Aus dem US-Patent
Nummer 4.727.052 ist bekannt, dass Trägermaterialien
wie beispielsweise aktiviertes Aluminiumoxid thermisch stabilisiert werden können,
um unerwünschte Aluminiumoxid-Phasenumwandlungen bei hohen Temperaturen von
Gamma in Alpha durch die Nutzung von Stabilisatoren oder einer Kombination von Stabilisatoren
zu verzögern. Es werden vielfältige Stabilisatoren offenbart, die Zusammensetzung
der vorliegenden Erfindung nutzt jedoch vorzugsweise Erdalkalimetall-Komponenten.
Die Erdalkalimetall-Komponenten sind vorzugsweise alkalische Erdmetalloxide. Bei
besonders bevorzugten Zusammensetzungen ist es wünschenswert, Strontiumoxid
und/oder Bariumoxid als die Verbindung in der Zusammensetzung zu nutzen. Das Erdalkalimetall
kann in einer löslichen Form aufgebracht werden, die beim Kalzinieren zu dem
Oxid wird. Es wird bevorzugt, dass das lösliche Barium als Bariumnitrit oder
Bariumhydroxid bereitgestellt wird und dass das lösliche Strontium als Strontiumnitrat
oder Strontiumacetat bereitgestellt wird, wobei alle davon beim Kalzinieren zu Oxiden
umgewandelt werden. Die Stabilisator-Menge kann basierend auf dem Gewicht des Trägermaterials
und des Stabilisators zwischen 0,05 und 30 Gewichtsprozent liegen.
Die Zusammensetzung kann eine Zirkonverbindung enthalten, die von
Zirkon abgeleitet ist, vorzugsweise Zirkonoxid. Die Zirkonverbindung kann als eine
wasserlösliche Verbindung wie beispielsweise Zirkonacetat oder als eine relativ
schwerlösliche Verbindung wie beispielsweise Zirkonhydroxid bereitgestellt
werden. Es sollte eine Menge vorhanden sein, die ausreicht, die Stabilisierung und
Ausbildung der jeweiligen Zusammensetzungen zu verstärken.
Die Zusammensetzung enthält vorzugsweise wenigstens einen Reaktionsbeschleuniger,
der aus der Gruppe gewählt wird, die aus Praseodym-Metallkomponenten und Neodym-Metallkomponenten
besteht, wobei die bevorzugten Komponenten Praseodymoxid (Praseodym) und Neodymoxid
(Neodym) sind. Während offenbart wird, dass diese Verbindungen als Stabilisatoren
fungieren, können sie darüber hinaus auch als Reaktionsbeschleuniger fungieren.
Als Reaktionsbeschleuniger wird ein Material betrachtet, das die Umwandlung einer
gewünschten Chemikalie in eine andere verstärkt. Der Reaktionsbeschleuniger
verstärkt die katalytische Umwandlung von Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffen
in Wasser und Kohlendioxid und die Umwandlung von Stickstoffoxiden in Stickstoff
und Sauerstoff. Die Praseodym-Verbindung kann darüber hinaus auch eine Sauerstoffspeicherfunktion
besitzen.
Die Praseodym- und/oder Neodym-Komponenten liegen in Form ihrer Oxide
vor. Vorzugsweise werden diese Verbindungen anfangs in einer löslichen Form
wie beispielsweise einem Acetat, Halid, Nitrat, Sulfat und dergleichen bereitgestellt,
um die festen Komponenten für die Umwandlung in das Oxid zu durchtränken.
Es wird bevorzugt, dass der Reaktionsbeschleuniger in innigem Kontakt mit den anderen
Komponenten in der Zusammensetzung steht, einschließlich und insbesondere hinsichtlich
des Metalls der Platingruppe.
Die Katalysatorzusammensetzung kann als eine oder mehrere Schichten
auf einem monolithischen Substrat im Allgemeinen aufgebracht worden sein, das Substrat
kann einen Zuschlag von zwischen etwa 30,5 mg/cm3 bis
etwa 0,305 g/cm3 und vorzugsweise etwa 30,5 mg/cm3 bis etwa
0,183 g/cm3 (etwa 0,50 bis etwa 5,0 g/in3, vorzugsweise 0,5
bis 3,0 g/in3) einer Katalysatorzusammensetzung pro Schicht auf Basis
von Gramm der Zusammensetzung pro Volumen des Monoliths umfassen.
Die Katalysatorzusammensetzung der vorliegenden Erfindung kann durch
jedes geeignete Verfahren hergestellt werden. Ein bevorzugtes Verfahren umfasst
das Mischen einer Mischung aus Wasser, einer Zeolith- und/oder einer Cerkomponente,
einem Bindemittel und einem refraktären Oxid mit großem Oberflächenbereich,
um eine erste Aufschlämmung zu bilden.
Optional ist eine Lösung wenigstens einer wasserlöslichen
und fein zerteilten Edelmetall-Komponente, die ausreichend trocken ist, um im Wesentlichen
alles von der Lösung aufzunehmen, um eine zweite Aufschlämmung zu bilden.
Die Edelmetall-Komponente, die vorzugsweise in der zweiten Aufschlämmung fein
pulverisiert ist, kann der ersten Aufschlämmung, die die Zeolith- und/oder
Cerkomponente enthält, zugesetzt werden, um eine Washcoat-Aufschlämmung
herzustellen. In besonders bevorzugten Ausführungsformen wird die Washcoat-Aufschlämmung
pulverisiert, wodurch im Wesentlichen alle Feststoffe Partikelgrößen mit
einem durchschnittlichen Durchmesser von weniger als etwa 15 Mikrometern besitzen.
Die getragene Edelmetall-Komponente in der sich daraus ergebenden Aufschlämmung
kann durch einen Fixierungsschritt in eine wasserunlösliche Form überführt
werden. Die Edelmetall-Komponente kann thermisch, chemisch oder durch Kalzinieren
in die unlösliche Form umgewandelt werden. Das Edelmetall kann an der Luft
bei vorzugsweise etwa 50°C bis 550°C für zwischen 0,5 bis 2,0 Stunden
thermisch auf dem Träger fixiert werden.
Die für die vorliegenden Zusammensetzungen nützliche zweite
Aufschlämmung kann darüber hinaus durch das Verfahren vorbereitet werden,
das in US-Patent Nummer 4.134.860 (als Referenz
eingeschlossen) offenbart wurde.
Vorgeschalteter Katalysatorträger
Beim Herstellen von Katalysatoren mit dieser Erfindung kann die in
der vorliegenden Erfindung nützliche Zusammensetzung des vorgeschalteten Katalysators
auf einem Träger im Makrogrößenbereich, vorzugsweise mit einem geringen
Gesamtoberflächenbereich, abgelagert werden. Der in dieser Erfindung genutzte
Träger sollte in Bezug auf die darauf verteilte Katalysatorzusammensetzung
verhältnismäßig inert sein. Unterschiedliche Zusammensetzungen, die
in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung hergestellt wurden, können
in gesonderten Schichten aufgebracht werden. Somit kann der Träger so lange
in die vollständige Aufschlämmung getaucht oder mit dieser besprüht
werden, bis sich die geeignete Menge der Aufschlämmung auf dem Träger
befindet. Die zum Beschichten des Trägers mit der katalytisch wirkenden Metallkomponente
und Trägerverbindung mit großem Oberflächenbereich enthält häufig
etwa 20 bis 60 Gewichtsprozent fein verteilter Feststoffe, vorzugsweise etwa 35
bis 45 Gewichtsprozent. Alternativ kann die Katalysatorzusammensetzung in Form einer
selbsttragenden Struktur wie beispielsweise einem Pellet genutzt werden. Die Zusammensetzung
kann durch bekannte Einrichtungen vorbereitet und in Pellets geformt werden.
Die zerkleinerte, katalytisch wirkende Metallkomponente und Trägerzusammensetzung
mit großem Oberflächenbereich kann auf Träger wie beispielsweise
ein Metall, eine keramische Wabenstruktur oder ein Schaumsubstrat in einer gewünschten
Menge aufgebracht werden. So kann die Verbindung beispielsweise etwa 2 bis 30 Gewichtsprozent
des beschichteten Trägers und vorzugsweise etwa 5 bis 20 Gewichtsprozent umfassen.
Die auf dem Träger abgelagerte Zusammensetzung ist im Allgemeinen als eine
beschichtete Schicht über den größten Teil der Oberflächen,
wenn nicht sogar über die gesamten Oberflächen des damit in Kontakt gebrachten
Trägers ausgebildet. Die kombinierte Struktur kann getrocknet und kalziniert
werden, vorzugsweise bei einer Temperatur von wenigstens etwa 250°C, jedoch
darf die Temperatur nicht so hoch sein, dass dabei der große Oberflächenbereich
des refraktären Oxid-Trägers übermäßig zerstört wird,
es sei denn, dies wird in einer bestimmten Situation gewünscht.
Jeder geeignete Träger kann genutzt werden, beispielsweise ein
monolithischer Träger von einer Art, die eine Vielzahl von feinen, parallelen
Gasströmungskanälen besitzt, die sich von einer Einlass- oder einer Auslassseite
des Trägers durch diesen hindurch erstrecken, so dass die Kanäle für
einen Fluidstrom durch diese hindurch offen sind. Die Kanäle, die im Wesentlichen
gerade von ihrem Fluid-Einlass zu ihrem Fluid-Auslass verlaufen, werden durch Wände
definiert, die mit dem katalytischen Material als einem „Washcoat" beschichtet
wurden, so dass die durch die Kanäle strömenden Gase mit dem katalytischen
Material in Kontakt kommen. Die Strömungskanäle des monolithischen Trägers
sind dünnwandige Kanäle, die jede geeignete Querschnittsform und Größe
wie beispielsweise trapezförmig, rechteckig, quadratisch, sinusförmig,
sechseckig, oval, kreisförmig besitzen können. Derartige Strukturen können
zwischen etwa 9,3 bis etwa 93 oder mehr Gaseinlassöffnungen („Zellen")
pro Quadratzentimeter Querschnittsfläche besitzen (etwa 60 bis etwa 600 oder
mehr Gaseinlassöffnungen pro Quadratzoll Querschnittsfläche). Abhängig
von der Zusammensetzung des Abgases kann die Anzahl der Zellen
variiert werden. Enthält beispielsweise das Abgas größere Mengen
Partikelmaterial, kann ein Durchströmungs-Träger mit einer geringeren
Anzahl von Zellen pro Länge gewählt werden, der beispielsweise 9,3 bis
62 oder 9,3 bis 38,75 Zellen pro Quadratzentimeter (60 bis 400 oder 60 bis 250 Zellen
pro Quadratzoll) enthält. Der keramische Träger kann aus jedem geeigneten
refraktären Material wie beispielsweise Cordierit, Cordierit-Alpha-Aluminiumoxid,
Siliziumnitrid, Zirkonmullit, Spodumen, Aluminiumoxid-Siliziumoxid-Magnesiumoxid,
Zirkonsilikat, Magnesiumsilikaten, Zirkon, Petalit, Alpha-Aluminiumoxid und Aluminosilikaten
hergestellt werden. Die metallische Wabenstruktur kann aus einem refraktären
Metall wie beispielsweise einem Edelstahl oder anderen geeigneten, eisenbasierten
und korrosionsfesten Legierungen hergestellt werden.
Die Träger, die für die anhand dieser Erfindung hergestellten
Katalysatoren nützlich sind, können metallischer Art sein und aus einem
oder mehreren Metallen oder Metalllegierungen zusammengesetzt sein. Die metallischen
Träger können verschiedene Formen besitzen wie beispielsweise Pellets
oder eine monolithische Form. Die metallische Wabenstruktur kann aus einer Vielzahl
von metallischen Elementen wie beispielsweise abwechselnden Schichten von flacher
und gewellter Metallfolie hergestellt werden. Bevorzugte metallische Träger
umfassen die wärmeresistenten Basismetalllegierungen, insbesondere diejenigen,
in denen Eisen eine hauptsächliche oder wesentliche Komponente ist. Derartige
Legierungen können eines oder mehrere der folgenden Metalle Nickel, Chrom und
Aluminium enthalten, und die Gesamtheit dieser Metalle kann vorteilhafterweise wenigstens
etwa 15 Gewichtsprozent der Legierung ausmachen, beispielsweise etwa 10 bis 25 Gewichtsprozent
Chrom, etwa 1 bis 8 Gewichtsprozent Aluminium und 0 bis etwa 20 Gewichtsprozent
Nickel. Die bevorzugten Legierungen können kleine Mengen oder Spuren von einem
oder mehreren anderen Metallen wie beispielsweise Molybdän, Kupfer, Silizium,
Niob, Titan und dergleichen enthalten. Die Oberflächen der Metallträger
können bei verhältnismäßig hohen Temperaturen wie beispielsweise
wenigstens etwa 800°C oxidiert werden, um die Korrosionsfestigkeit der Legierung
durch Ausbilden einer Oxidschicht auf der Oberfläche des Trägers auszubilden,
die dicker ist und einen größeren Oberflächenbereich besitzt als
sich diese aus einer Oxidation bei Raumtemperatur ergeben. Das Bereitstellen der
oxidierten oder ausgedehnten Oberfläche auf der Trägerlegierung durch
Oxidation bei hohen Temperaturen kann die Haftung des refraktären Oxid-Trägers
und katalytisch wirkender Metallkomponenten an dem Träger verbessern.
Nachgeschaltete Filter
Der nachgeschaltete Filter kann jedes geeignete Filterelement von
einer Art sein, die dafür bekannt ist, dass sie Partikelmaterial in Motorabgasströmen
filtert. Nützliche Filter umfassen: Wandflussfilter; Schaum; Verbundfaserfilter;
Keramikfaser-Filzfilter, Maschen- oder Gewebefilter; sowie Siebfilter, wobei ein
Wandflussfilter bevorzugt wird.
Wandflussträger ähneln im Allgemeinen in ihrer Struktur
Durchströmungsträgern mit dem Unterschied, dass jeder Kanal an einem Ende
des Trägerkörpers verschlossen ist, wobei abwechselnde Kanäle an
entgegengesetzten Endseiten verschlossen sind. Wandfluss-Trägersubstrate und
die darauf abgelagerten Washcoat-Beschichtungen sind notwendigerweise porös,
da das Abgas zum Verlassen der Trägerstruktur durch die Wände des Trägers
hindurchgelangen muss.
Wie hierin und in den Ansprüchen genutzt, bezeichnet und umfasst
der Bezug auf einen „Keramik-" oder „Schaumkeramik-"Wandflussartikel
herkömmliche Artikel vom Filtertyp von der Art, die aus Cordierit, Mullit,
Aluminiumoxid und/oder anderen refraktären Metalloxiden hergestellt sind, die
auf die herkömmliche Art für diesen Zweck genutzt werden. Das Element
kann aus jedem porösen Material gebildet sein, das fähig ist, den Umgebungsbedingungen,
insbesondere hohen Temperaturen, zu widerstehen, die beim Behandeln der betreffenden
Fluidströme auftreten. In der Praxis der vorliegenden Erfindung kann der Filter
katalysiert und in einem Gehäuse platziert werden, das den zu behandelnden
Fluidstrom durch den Einlass auf die Einlass-Seite des Elementes leitet. Das Fluid
gelangt durch die poröse Wand, die einen Katalysator umfasst, auf die Auslass-Seite
und aus dem Auslass heraus. Bevorzugte katalytische Artikel, die für die Zwecke
dieser Erfindung nützlich sind, enthalten eine dünne, poröswandige
Wabenstruktur (Monolith) oder Schaumstrukturen, durch die der Fluidstrom hindurchgelangt,
ohne einen zu starken Anstieg des Gegendruckes oder einen Druckabfall über
den Artikel hinweg zu erzeugen. Normalerweise erzeugt das Vorhandensein eines sauberen
Wandflussartikels einen Gegendruck von 2,54 cm (1 Zoll) Wassersäule auf 170
kPa (10 psig). Wandfluss-Artikel können geschlitzte Kanäle umfassen, die
durch parallele Wände getrennt sind, sinusförmige Kanäle, die aus
sich abwechselnden flachen und sinusförmigen Blechen zusammengesetzt sind,
oder parallele Kanäle, die rechteckige, quadratische, kreisförmige, ovale,
dreieckige, sechseckige oder andere polygonale Querschnitte besitzen. Vorzugsweise
umfassen Wandfluss-Artikel dieser Art eine Vielzahl von quadratischen Kanälen
mit zwischen 1,24 und 93 Kanälen pro Quadratzentimeter Querschnitt (8 und 600
Kanäle pro Quadratzoll Querschnitt), einer Wanddicke von zwischen 0,05 und
2,54 mm (0,002 und 0,1 Zoll) sowie einem Wasserabsorptions-Porenvolumen
von zwischen 10 % und 70 % nach dem Gewicht. Bevorzugte Konfigurationen besitzen
zwischen 7,75 und 31 Kanäle pro Quadratzentimeter (50 und 200 Kanäle pro
Quadratzoll), eine Wanddicke von zwischen 0,0178 und 0,76 mm (0,007 und 0,03 Zoll)
und ein Wasserabsorptions-Porenvolumen von zwischen 15 % und 50 %. Besonders nützlich
für die Zwecke dieser Erfindung ist die Varietät der Dieselmotor-Abgas-Partikelfilter
nach dem Stand der Technik, die in Übereinstimmung mit der Praxis der vorliegenden
Erfindung, wie in dem Hintergrund der Erfindung offenbart, katalysiert werden können.
Die US-Patente Nummer 4.329.162 und
5.100.632 sowie andere, in dem Hintergrund
der Erfindung oben zitierte Patente.
Der in dieser Erfindung genutzte poröse Wandflussartikel wird
vorzugsweise dadurch katalysiert, dass die Wand des genannten Elementes darauf oder
darin enthalten ein oder mehrere katalytische Materialien enthält. Katalytische
Materialien können allein auf der Einlass-Seite der Elementwand, allein auf
der Auslass-Seite, sowohl der Einlass- als auch der Auslass-Seite vorhanden sein,
oder die Wand selbst kann ganz oder in Teilen aus dem katalytischen Material bestehen.
Diese Erfindung umfasst die Nutzung von einer oder mehreren Schichten katalytischer
Materialien und Kombinationen von einer oder mehreren Schichten katalytischer Materialien
an den Einlass- und/oder Auslass-Wänden des Elementes.
Partikelfilter können mit Filterkatalysatoren katalysiert werden,
die auf dem Gebiet der Technik offenbart werden. Der Filter kann einen refraktären
Wandfluss-Träger oder ein Substrat umfassen, das eine Vielzahl von porösen
Kanälen besitzt, die sich durch diesen hindurch erstrecken und die durch Kanalwände
definiert sind, auf denen sich ein katalytischer Washcoat befindet. Nützliche
katalytisch aktive Materialien in Filterkatalysator-Zusammensetzungen werden in
den in dem Hintergrund der Erfindung oben genannten Referenzen aufgelistet und sind
hierin als Referenz eingeschlossen. Bevorzugte Filterkatalysatoren umfassen wenigstens
ein katalytisch aktives Material, das aus Cerkomponenten, Zeolith-Komponenten sowie
Platingruppen-Metallkomponenten ausgewählt wurde. Auf dem katalytischen Material
befindliches Platin kann in einer Menge von etwa 3,53 g/m3 bis etwa 3,53
kg/m3 vorhanden sein, beispielsweise 3,53 g/m3 bis 2,65 kg/m3,
vorzugsweise 3,53 g/m3 bis 1,77 kg/m3 (etwa 0,1 bis etwa 100,
beispielsweise 0,1 bis 75, vorzugsweise 0,1 bis 50 g/ft3) oder auf dem
katalytischen Material befindliches verteiltes Palladium kann in einer Menge von
etwa 3,53 g/m3 bis etwa 7,06 kg/m3 vorhanden sein, beispielsweise
0,706 bis 4,24, vorzugsweise 1,77 bis 4,24 kg/m3 (etwa 0,1 bis etwa 200,
beispielsweise, 20 bis 120, vorzugsweise 50 bis 120 g/ft3).
Im Allgemeinen wird eine Aufschlämmung von Partikeln der vorliegenden
Zusammensetzung auf das Trägersubstrat aufgebracht, getrocknet und kalziniert,
um das katalytische Material an dem Wandfluss-Träger haften zu lassen. Wird
das katalytische Material oder eine beliebige Komponente auf einen geeigneten Träger
mit Wabenstruktur aufgebracht, beispielsweise wie oben beschrieben, wird die Menge
der Komponente auf die herkömmliche Art hierin und in den Ansprüchen als
ein Gewicht der Komponente pro Volumeneinheit des Katalysators ausgedrückt,
da mit diesem Maß dem Vorhandensein verschiedener Größen von Leerbereichen
in der Katalysatorzusammensetzung Rechnung getragen wird, die durch verschiedene
Träger-Wanddicken, Abmessungen der Gasströmungskanäle und dergleichen
hervorgerufen werden. Einheiten von Gramm pro Kubikzentimeter („g/cm3")
oder Gramm pro Kubikzoll („g/in3") werden hierin genutzt, um die
Menge relativ reichlich vorhandener Komponenten wie beispielsweise des Zeolith-Materials
auszudrücken, und Einheiten von Gramm pro Kubikmeter („g/m3")
oder Gramm pro Kubikfuß („g/ft3") werden hierin genutzt,
um die Menge in relativ geringem Maße genutzter vorhandener Inhaltsstoffe wie
beispielsweise des Platin-Metalls auszudrücken. Für typische Dieselabgas-Anwendungen
kann das katalytische Material der vorliegenden Erfindung im Allgemeinen von etwa
15,3 bis etwa 244 mg/cm3 des beschichteten Trägersubstrates umfassen,
vorzugsweise von etwa 15,3 bis etwa 183 mg/cm3 (etwa 0,25 bis etwa 4,0
g/in3, vorzugsweise von etwa 0,25 bis etwa 3,0 g/in3).
Alternativ können ein geeignetes Substrat oder refraktäre
Oxid-Schichten mit wasserlöslichen Komponenten wie beispielsweise wasserlöslichen
Cer-, Zirkon- und/oder Edelmetall-Salzen getränkt werden.
BEISPIELE
BEISPIEL 1
Prüfungen auf dem Motorprüfstand wurden durchgeführt,
um die Rußverbrennungs- oder Regenerations-Leistungsfähigkeit verschiedener
Rußfilterkonfigurationen zu überprüfen, wenn diese mit einem Cummins
L-10 Dieselmotor des Baujahres 97 betrieben werden. Dieser Motor weist hohe Gesamtpartikelemissionen
(> 0,7 g pro PS pro Stunde) während der Prüfung „US HD Transient
Test" auf und ist repräsentativ für bestimmte Motoren vor Einführung
der Euro-1-Norm, die nachträglich mit Rußfiltern ausgerüstet wurden.
Prüfungen der Temperatur des Gleichgewichtspunktes (Balance Point Temperature
– BPT) wurden durchgeführt, um das Verhalten hinsichtlich der Rußverbrennung/Filterregeneration
zu bestimmen, wobei geringere BPTs eine bessere Leistungsfähigkeit darstellen.
Die BPT-Leistungsfähigkeit wurde bei drei Drehzahlen in dem
Motordrehzahlbereich ermittelt (1300, 1700 und 2100 U/min).
Die BPTs für mehrere Rußfilterkonfigurationen werden in
5 unten dargestellt, dies kann genutzt werden, um die
Auswirkungen eines vorgeschalteten Filters auf eine verbesserte Leistungsfähigkeit
für diesen Motor mit hohen Emissionen zu demonstrieren. Vorgeschaltete Katalysatoren
wurden auf keramische Durchströmungs-Wabenstrukturen mit einer Länge von
15,24 cm (6 Zoll), einem Durchmesser von 24,13 cm (9,5 Zoll) und mit 46,5 Zellen
pro Quadratzentimeter (300 Zellen pro Quadratzoll) aufgebracht. Die Rußfilter
waren keramische Wandfluss-Wabenstrukturen mit einer Länge von 35,56 cm (14
Zoll), einem Durchmesser von 28,575 cm (11,25 Zoll) und mit 15,5 Zellen pro Quadratzentimeter
(100 Zellen pro Quadratzoll).
5 stellt den allgemeinen Trend einer höheren BPT
bei höherer Motordrehzahl für eine bestimmte Rußfilterkonfiguration
dar. Dies ist größeren Abgasmassenemissionen bei höherer Drehzahl
und somit schnelleren Rußansammlungsraten geschuldet, die höhere Temperaturen
erfordern, um eine angemessene Rußverbrennungsrate durch den Rußfilterkatalysator
zu erreichen, so dass der Gleichgewichtspunkt (keine Änderung von (&Dgr;P),
Druckabfall über den Filter über die Zeit gemessen) erzielt werden konnte.
Die BPTs für ein Vergleichssystem, Vergleichssystem 1, das aus
einem vorgeschaltete Durchströmungs-Katalysator mit hohem Pt-Zuschlag (7,06
kg/m3; 200 g/ft3) besteht, der einem unkatalysierten Rußfiltersubstrat
vorgeschaltet ist, werden als Kontrolle dargestellt. Der für das Vergleichssystem
1 genutzte Kraftstoff enthielt weniger als 10 ppm Schwefel. In derartigen Systemen
wird die Rußverbrennung und dadurch die Regeneration des Filters mit dem System
von dem US-Patent Nummer 4.902.487 der Oxidation
von aus dem Motor gelangendem NO zu NO2 zugeschrieben, wodurch für
die Rußverbrennung ein aktiveres Oxidationsmittel für eine geringere Temperatur
als O2 bereitgestellt wird.
Eine Bewertung katalysierter Rußfilter ohne vorgeschaltete Katalysatoren,
der Vergleichssysteme 2 und 3, zeigt, dass die BPTs für diesen Motor gesenkt
werden können, indem der Pt-Zuschlag (0,177 bis 1,77 kg/m3; 5 g/ft3
bis 50 g/ft3) auf dem Rußfiltersubstrat erhöht wird. Das Vergleichssystem
2 enthielt 17,7 kg/m3 (500 g/ft3) Cerdioxid; und das Vergleichssystem
3 enthielt 17,7 kg/m3 (500 g/ft3) Cerdioxid und 8,83 kg/m3
(250 g/ft3) Zirkonoxid. Eine Probe des Vergleichssystems (im Graphen
nicht dargestellt) ohne Zirkonoxid lieferte schlechtere Leistungen als das Vergleichssystem
3, es lieferte jedoch bessere Leistungen als Vergleichssystem.
Beispiel 1, ein Durchströmungskatalysator mit geringem Pt-Zuschlag
(0,177 kg/m3; 5 g/ft3 Pt, 51,3 mg/cm3; 0,84 g/in2
Gamma-Aluminiumoxid, 50,6 mg/cm3; 0,83 g/in3 Bulk-Cer und
50,6 mg/cm3; 0,83 g/in3 Eisen-dotierter Beta-Zeolith) wurde
in dem Abgassystem dem Rußfilter des Vergleichssystems 3 (1,77 kg/m3;
50 g/ft3 Pt) vorgeschaltet. Hieraus resultierte eine signifikante und
weitere Absenkung der BPTs sowohl bei 1300 als auch bei 1700 U/min. Der Grund für
diese Leistung wird hauptsächlich der Umwandlung des vom Motor abgegebenen
Gesamtpartikelmaterials, hauptsächlich VOF, durch den Durchströmungs-Katalysator
zugeschrieben, wodurch wiederum die Ansammlungsgeschwindigkeit der Partikelmasse
in dem nachgeschalteten katalysierten Rußfilter sinkt und somit geringere BPTs
auftreten. Der für das Beispiel 1 und die Vergleichssysteme 2 und 3 genutzte
Kraftstoff enthielt mehr als 350 ppm Schwefel.
Die Ergebnisse zeigten, dass bei dem Betrieb mit diesem Motor mit
hohen Partikelemissionen ein dem katalysierten Rußfilter vorgeschalteter Katalysator
bessere Ergebnisse erzielte als der katalysierte Rußfilter allein. Es wird
angenommen, dass dieser Mechanismus die Umwandlung von VOF und somit eine Absenkung
der Partikel-Ansammlungsgeschwindigkeit in dem katalysierten Rußfilter einschließt.
BEISPIELE 2 BIS 4
Laborprüfstand-Reaktorprüfungen wurden an vorgeschalteten
Durchströmungs-Katalysatorproben durchgeführt, um ihre Aktivität
beim Umwandeln von NO in NO2 zu bestimmen.
Die Experimente wurden mit Kernen durchgeführt, bei denen Katalysator
auf Wabenstrukturträger (3,81 cm Durchmesser × 15,24 cm Länge, 46,5
Zellen pro Quadratzentimeter, 1,5 Zoll Durchmesser × 6 Zoll Länge, 300
Zellen pro Quadratzoll) aufgebracht worden war.
Das dem Reaktor zugeführte Gas enthielt 200 ppm NO, 500 ppm CO,
200 ppm HC in Form von C10H22 als C1, 10 % O2,
5 % H2O, 5 % CO2 und den an 100 % fehlenden N2.
Eine Reihe von Experimenten wurde mit dieser Gasmischung durchgeführt, und
eine zweite Reihe wurde durchgeführt, bei der der Gasmischung darüber
hinaus 20 ppm SO2 zugesetzt wurden, um dessen Auswirkungen auf die Umwandlung
von NO in NO2 zu bestimmen. Die Gasströmung in dem Reaktor war so
eingestellt, dass sich eine GHSV (gas hourly space velocity – Raumgeschwindigkeit
des Gases bezogen auf eine Stunde) von 25.000 pro Stunde ergab. Für die Testläufe
wurde die Temperatur von etwa 100°C stufenweise auf 500°C erhöht
und die Umwandlung von NO in NO2 wurde mit FTIR beobachtet.
Es wurden die folgenden vorgeschalteten Katalysatorproben geprüft:
- 1. Vergleichssystem 1;
- 2. Beispiel 1, 0,177 kg/m3 (5 g/ft3) Pt auf Gamma-Aluminiumoxid;
- 3. Beispiel 2, Pt-Zuschlag von 3,18 kg/m3 (90 g/ft3),
53 g/m3 (1,5 g/ft3) Gamma-Aluminiumoxid und 92 mg/cm3
(1,5 g/in3) H-Beta-Zeolith;
- 4. Beispiel 3, wie in Beispiel 1 mit einem Pt-Zuschlag von 17,7 g/m3
(0,5 g/ft3); und
- 5. Beispiel 4, 67,1 mg/cm3 (1,10 g/in3) Gamma-Aluminiumoxid,
zuzüglich 6,1 mg/cm3 (0,10 g/in3) NGL-5 Cerdioxid, zuzüglich
48,8 mg/cm3 (0,80 g/in3) Fe-Beta-Zeolith, Pt-frei.
In 6 werden die Reaktortestergebnisse
für die Durchlaufe gezeigt, in denen die SO2-freie Gasmischung genutzt
wurde.
Die Proben mit hohem Pt-Zuschlag, Vergleichssystem 1 und Beispiel
2, zeigen sehr hohe Umwandlungsgrade von etwa 50 bis 60 % mit einer Entzündung
zwischen 100°C und 150°C. Überraschenderweise zeigt Beispiel 2 mit
3,18 kg/m3 (90 g/ft3) eine höhere Umwandlungsaktivität
von NO zu NO2 als der Katalysator mit 7,06 kg/m3 (200 g/ft3)
Pt auf Aluminiumoxid. Dies liegt möglicherweise an der besseren Dispersion
des Pt. Die vorgeschalteten Katalysatoren mit geringeren Pt-Zuschlägen, Beispiele
1 bis 3 und 4, zeigten eine deutlich geringere Umwandlungsaktivität von NO
zu NO2. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Umwandlung von NO in NO2
von einem Pt-Zuschlag abhängig sind. Der Pt-freie Diesel-Oxidationskatalysator
wies die geringste NO2-Umwandlungsstufe auf.
Die Reaktordurchläufe mit dem Zusatz von 20 ppm SO2
in der Gasmischung ergaben die in 7 dargestellten Umwandlungsergebnisse.
Wie zu sehen ist, war die Umwandlung von NO zu NO2 durch die Proben mit
hohem Pt-Zuschlag ähnlich wie in den Durchläufen ohne SO2 in
der Gasmischung.
Das Beispiel 2 zeigte sogar eine etwas höhere Umwandlung mit
SO in der Gasmischung als ohne. Dies war etwas überraschend, da erwartet wurde,
dass das Vorhandensein von SO2 die Umwandlung von NO in NO2
hemmen würde. Das Vorhandensein von SO2 in der Gasmischung hatte
bei den anderen vorgeschalteten Katalysatorproben einen hemmenden Effekt auf die
Umwandlung von NO zu NO2. Auf Basis dieser Ergebnisse wurde erwartet,
dass ein PM-freier vorgeschalteter Katalysator ein guter Kandidat dafür ist,
die Leistungsfähigkeit eines katalysierten Rußfilters beim Abbrennen von
Ruß und bei der Filterregenerierung zu steigern (niedrige BPTs) und gleichzeitig
wenig oder kein vom Motor abgegebenes NO in NO2 umzuwandeln.
BEISPIEL 5
Prüfungen an vorgeschalteten Durchströmungs-Katalysatoren
wurden auf einem Motordrehmoment-Prüfstand mit normalgroßen Katalysatoren
durchgeführt. Der genutzte Motor war ein Caterpillar-Motor, Modell 3126 (7,2
Liter) des Baujahres 98 mit 300 PS bei 2200 U/min. Der CAT 3126 war für 7 g
pro PS pro Stunde NOx bei der Prüfung „US HD Transient Test" kalibriert.
Die ersten Prüfungsdurchläufe wurden mit einem modifizierten Euro III-(OICA)-Testzyklus
durchgeführt. Der OICA-Testzyklus besteht aus 13 Geschwindigkeits- und Lastzuständen.
Die während des OICA-Zyklus erhaltenen Motorabgastemperaturen bewegten sich
hauptsächlich zwischen etwa 300°C und etwa 450°C. Für diese
Prüfung wurden 3 zusätzliche 10 %-Last-Modi am Ende des OICA-Testzyklus
durchgeführt, um niedrigere Temperaturbedingungen (200 bis 300°C) zu ergeben.
Während dieses „modifizierten OICA"-Testzyklus wurde das
Abgas mit FTIR überwacht, wodurch die quantitative Messung sowohl der NO- als
auch der NO2-Menge ermöglicht wurde, die in der Summe das Gesamt-NOx
ergibt. Auf diese Weise konnte die Menge von NO2 im Verhältnis zu
dem Gesamt-NOx in dem Abgas (NO2/NOx) bestimmt und als ein Prozentsatz
ausgedrückt werden. Ein Testzyklus-Durchlauf wurde durchgeführt, bei dem
das vom Motor abgegebene Verhältnis von NO2 zu NOx gemessen wurde.
In darauf folgenden Durchläufen wurde das Verhältnis von NO2
zu NOx in dem Abgas am Auslass der vorgeschalteten Durchströmungs-Katalysatoren
gemessen, die dieselben Zusammensetzungen des vorgeschalteten Katalysators besaßen
wie das Vergleichssystem 1 (7,06 kg/m3; 200 g/ft3 Pt auf Gamma-Aluminiumoxid)
sowie das Beispiel 1 (0,177 kg/m3; 5 g/ft3 Pt auf Gamma-Aluminiumoxid)
und das Beispiel 3 (17,7 kg/m3; 0,5 g/ft3 Pt auf Gamma-Aluminiumoxid).
Das Beispiel 5 mit derselben Zusammensetzung wie Beispiel 4 (67,1 mg/cm3;
1,10 g/in3 Gamma-Aluminiumoxid, zuzüglich 6,1 mg/cm3;
0,10 g/in3 NGL-5 Cerdioxid, zuzüglich 48,8 mg/cm3; 0,80
g/in3 Fe-Beta-Zeolith, mit 0,0 g/cm3; 0,0 g/ft3
Pt) wurde ebenfalls geprüft. Die geprüften vorgeschalteten Katalysatoren
befanden sich auf keramischen Durchströmungsträgern mit einer Größe
für die Prüfung von 24,13 cm Durchmesser × 15,24 cm Länge, 46,5
Zellen pro Quadratzentimeter (9,5 Zoll Durchmesser × 6,0 Zoll Länge mit
300 Zellen pro Quadratzoll).
Es wurde herausgefunden, dass der vom Motor abgegebene Prozentsatz
von NO2 zu NOx über den modifizierten OICA-Zyklus hinweg mit nur
etwa 3 bis 8 % NO2 in dem Gesamt-NOx sehr niedrig war. Im Vergleich dazu
zeigte der Durchströmungs-Katalysator des Vergleichssystems 1 (7,06 kg/m3;
200 g/ft3 Pt) eine NO-Umwandlung auf höherem Niveau.
Während des größten Teils des Testzyklus mit der Probe
des Vergleichssystems 1 lag das Verhältnis von NO2 zu NOx zwischen
etwa 40 % und nahezu 80 %, wobei ein Peak mit 90 % auftrat und die geringsten NO-Werte
nie niedriger lagen als etwa 20 bis 25 %.
Das Beispiel 1 mit 0,177 kg/m3 (5,0 g/ft3) ergab
ein maximales Verhältnis von NO2 zu NOx von etwa 56 %, lieferte
jedoch mit der Ausnahme von drei Peaks über den größten Teil des
Zyklus ein Verhältnis von NO2 zu NOx von weniger als 20 %. Das Beispiel
3 mit 17,7 g/m3 (0,5 g/ft3) Pt zeigte geringere Verhältnisse
von NO2 zu NOx und lieferte mit der Ausnahme von mehreren Peaks nahe
oder über 20 % über den größten Teil des Zyklus ein Verhältnis
von 10 % oder darunter. Die Pt-freie Probe in Beispiel 5 ergab das kleinste Verhältnis
von NO2 zu NOx und lief über den größten Teil des Testzyklus
unterhalb des vom Motor abgegebenen Verhältnisses.
Die Motorprüfergebnisse zeigten, dass die vorgeschalteten Katalysatoren
im Wesentlichen geringere Verhältnisse von NO2 zu NOx ergaben als
das Vergleichssystem 1. Diejenigen Proben, die Pt selbst in geringen Zuschlägen
enthielten, ergaben Verhältnisse von NO2 zu NOx, die das vom Motor
abgegebene Verhältnis überschritten. Nur der Pt-freie vorgeschaltete Katalysator
erzielte Verhältnisse von NO2 zu NOx unter den vom Motor abgegebenen
Werten oder mit diesen vergleichbare Werte.
BEISPIEL 6
Das Beispiel 6 ist ein vorgeschalteter Katalysator, der aus Gamma-Aluminiumoxid
und Cerdioxid besteht und kein PM enthält. Das Beispiel 6 wurde mit dem CAT
3126-Motor geprüft. Die Zusammensetzung von Beispiel 6 enthielt 48 g/m3
(1,36 g/ft3) Bulk-Cerdioxid und 56 g/m3 (1,59 g/ft3)
Bulk-Gamma-Aluminiumoxid. Für diese Prüfung wurde ein vorgeschalteter
Durchströmungs-Keramikkatalysator in Kombination mit einer katalysierten Keramik-Wandfluss-Rußfilterprobe
geprüft, die 2,65 kg/m3 (75 g/ft3) Pt enthielt. Der Rußfilter-Katalysator
war auf ein Wandflusssubstrat mit 26,67 cm Durchmesser × 30,48 cm Länge
und mit 15,5 Zellen pro Quadratzentimeter (10,5 Zoll Durchmesser × 12,0 Zoll
Länge mit 100 Zellen pro Quadratzoll) aufgetragen. Die Prüfungsdurchläufe
erfolgten gemäß dem modifizierten OICA-Zyklus, der NO2/NOx-Prozentsatz
wurde mit FTIR für das vom Motor abgegebene Abgas an der Auslassposition des
vorgeschalteten Katalysators und an der Auslassposition des nachgeschalteten Rußfilters
ermittelt.
Konsistent mit den Ergebnissen früherer modifizierter OICA-Zyklusprüfungen
betrug das vom Motor abgegebene Verhältnis von NO2 zu NOx zwischen
3 % und 8 %. Der Pt-freie vorgeschaltete Katalysator der Probe aus Beispiel 6 ergab
ein Verhältnis von NO2 zu NOx, das mit dem Beispiel 3 mit 17,65
g/m3 (0,5 g/ft3) Pt vergleichbar war und mit dem Pt-freien
Beispiel 5 nicht vergleichbar war, das 67,1 mg/cm3 (1,10 g/in3)
Gamma-Aluminiumoxid und 6,1 mg/cm3 (0,1 g/in3) Bulk-Cerdioxid
enthielt. Das Verhältnis von NO2 zu NOx am Auslass für Beispiel
6 bewegte sich über den größten Teil des Testzyklus zwischen 5 und
20 %, mit Ausnahme eines größeren und dreier kleinerer Peaks zwischen
20 und 30 %. Dies zeigte, dass offensichtlich mehr als nur die Menge des Pt-Zuschlages
zu der Umwandlung von NO2 beitrug, um ein Verhältnis von NO2
zu NOx über dem vom Motor abgegebenen Verhältnis zu ergeben.
In dieser Stufe erscheint es, dass die Umwandlung von NO zu NO2
über den Pt-freien vorgeschalteten Katalysator aus Beispiel 6 der Oxidationswirkung
des Cerdioxids zugeschrieben werden muss. Dieses Ergebnis war nicht erwartet worden.
Darüber hinaus können die signifikant geringeren Verhältnisse
von NO2 zu NOx, die für das Pt-freie Beispiel 5 erzielt wurden,
höchstwahrscheinlich seinem sehr geringen Zuschlag an Cerdioxid (etwa 3,53
g/m3; 0,10 g/ft3) zugeschrieben werden, der weniger als 1/15
des Zuschlages von Beispiel 6 betrug. Es wird angenommen, dass die VOF-Umwandlung
aus Beispiel 5 hauptsächlich eine Funktion der Fe-Beta-Zeolith-Komponente und
nicht des Cerdioxids ist.
Die Erfindung wurde ausführlich in Bezug auf spezifische bevorzugte
Ausführungsformen davon beschrieben, es ist jedoch ersichtlich, dass Variationen
daran vorgenommen werden können, die nichtsdestotrotz innerhalb des Umfanges
der Erfindung, wie durch die beigefügten Ansprüche definiert, liegen.