Allgemeiner Stand der Technik
Die vorliegende Erfindung betrifft Halbleiterbauelemente und insbesondere
Halbleiterbauelemente, die in einen Dünnfilm aus Halbleitermaterial ausgebildet
sind, das auf einer isolierenden Schicht sitzt, wie etwa SOI-(Silicon-on-Insulator
– Silizium-auf-Isolator)- oder SOS-(Silicon-on-Sapphire – Silizium-auf-Saphir)-Halbleiterbauelemente.
Koplanare integrierte Dünnfilmschaltungen, die SOI-(Silicon-on-Insulator)-
oder SOS-(Silicon-on-Sapphire)- CMOS-Technologie verwenden, enthalten in der Regel
eine Halbleiterschicht (Silizium), die auf einer von einem Substrat unterstützten
dielektrischen (Siliziumdioxid)-Schicht angeordnet ist, wobei der Seitenwandumkreis
der Bauelemente von einer Schicht aus Luft oder (Oxid)Dielektrikum begrenzt ist.
Die Luft- oder dielektrische Oxidschicht hilft bei der Bereitstellung einer seitlichen
Isolation zwischen benachbarten Bauelementen.
Diese Halbleiterstruktur enthält in der Regel ein Körper-Kanal-Gebiet,
das zwischen jeweiligen Source- und Draingebieten und damit direkt zusammenhängend
angeordnet ist. Eine Gateschicht aus dotiertem Polysilizium, die von dem Halbleitermaterial
durch eine dünne dielektrische Schicht (z.B. Gateoxid) isoliert ist, liegt
über dem Kanal-Körper-Gebiet und erstreckt sich in das umgebende Trägersubstrat.
Die Luft- oder dielektrische Oxidschicht, die den Seitenwandumkreis des Bauelements
begrenzt, erstreckt sich in der Regel unter der Polysiliziumgateschicht und bildet
die Seitenwand des Kanal-Körper-Gebiets. Zur Reduzierung des spezifischen Widerstands
der Polysiliziumgateschicht und der Source- und Draingebiete wird oftmals über
dem Polysiliziumgate und über den Source- und Draingebieten eine Silizidschicht
bereitgestellt.
Ein Nachteil von vielen SOI-Transistoren ist der Mangel an Volumensilizium
oder Körperkontakt zu dem MOS-Transistor. Wenn das Kanal-Körper-Gebiet
„potentialfrei" gelassen wird, können verschiedene Hystereseeffekte
einen ordnungsgemäßen Schaltungsbetrieb verhindern. Zu diesen Effekten
zählen der sogenannte „Knick"-Effekt und die parasitäre seitliche
bipolare Wirkung. Der „Knick"-Effekt rührt von Stoßionisation her.
Wenn beispielsweise ein N-Kanal-SOI/SOS-MOSFET bei einer relativ großen Drain-Source-Spannung
arbeitet, dann können Kanalelektronen mit ausreichend Energie eine Stoßionisation
in der Nähe des Drainendes des Kanals verursachen. Die erzeugten Löcher
sammeln sich in dem Kanal-Körper-Gebiet des Bauelements an und erhöhen
dadurch das Körperpotential. Das erhöhte Körperpotential reduziert
die Schwellwertspannung des MOSFET, was den MOSFET-Strom erhöht und den sogenannten
„Knick" in den Kurven MOSFET-Strom über Spannung (I-U) verursacht.
Wenn die Stoßionisation zu einer großen Anzahl von Löchern
führt, kann die Körpervorspannung ausreichend angehoben werden, so daß
der Source-Körper-p-n-Übergang in Vorwärtsrichtung vorgespannt ist.
Die resultierende Emission von Minoritätsträgern in das Kanal-Körper-Gebiet
kann verursachen, daß ein parasitärer NPN-Bipolartransistor zwischen Source,
Körper und Drain durchschaltet, was zu einem Verlust an Gatesteuerung über
den MOSFET-Strom führt.
Sowohl der „Knick"-Effekt als auch der parasitäre bipolare
Effekt können vermieden werden, wenn keine Anhäufung von Ladung in dem
Kanal-Körper-Gebiet gestattet wird. Oftmals wird ein Körperkontakt verwendet,
um die in dem Körper-Kanal-Gebiet angesammelte Ladung zu extrahieren. Weil
die Lochladung in dem Kanal-Körper-Gebiet sich zu Gebieten mit niedrigerem
Potential bewegt, können der Körperkontakt und die Sourceanschlüsse
zusammengeschaltet werden, um die „potentialfreier-Körper"-Effekte zu
eliminieren.
Eine weitere Beschränkung vieler SOI-Bauelemente besteht darin,
daß die Seitenwände des Kanal-Körper-Gebiets, die oftmals von einer
dielektrischen Oxidschicht begrenzt sind, bei Vorliegen von ionisierender Strahlung
für eine Inversion anfällig sein können. Somit besteht eine Gefahr,
daß entlang der Seitenwände des Körper-Kanal-Gebiets und insbesondere
zwischen Source und Drain ein Leckweg oder „parasitärer" Kanal induziert
werden kann. Dies kann zu einem signifikanten Leckstrom selbst dann führen,
wenn das Bauelement abgeschaltet ist. Wenn der Herstellungsprozeß die Kanaldotierung
und/oder den Aufbau elektrostatischer Ladung entlang der Seitenwände des Bauelements
nicht präzise steuern kann, dann kann es zudem zu einem signifikanten Leckstrom
kommen.
1 zeigt einen typischen N-Kanal-SOI-MOSFET nach dem
Stand der Technik mit Körpersteuerung. Der MOSFET ist im allgemeinen bei
8 gezeigt und wird üblicherweise wegen der T-Gestalt des Gates
14 ein T-Gate-MOSFET genannt. Der T-Gate-MOSFET 8 weist ein aktives
Gebiet 10 auf, das auf einer isolierenden Schicht ausgebildet ist und von
einem Isolationsgebiet 12 umgeben ist. Das aktive Gebiet 10 wird
von dem T-Gate 14 in drei Gebiete unterteilt, einschließlich dem Sourcegebiet
20, dem Draingebiet 22 und dem Körperverbindungsgebiet
24. Das T-Gate 14 enthält in der Regel einen ersten Schenkel
16 und einen zweiten Schenkel 18. Die Source-/Draingebiete
20 und 22 vom N-Typ befinden sich auf beiden Seiten des ersten
Schenkels 16 und entlang der unteren Seite des zweiten Schenkels
18. Ein Körperverbindungsgebiet 24
vom P-Typ befindet sich über dem zweiten Schenkel
18. Unter dem ersten und zweiten Schenkel 16 und 18 befindet
sich ein Körper-Kanal-Gebiet vom p-Typ.
Das aktive Gebiet 10 und das Isolationsgebiet 12
werden unter Verwendung bekannter Techniken bereitgestellt. Eine dünne Gateoxidschicht
wird über dem aktiven Gebiet 10 bereitgestellt, gefolgt von einer
Gateschicht aus dotiertem Polysilizium. Die Gateschicht aus dotiertem Polysilizium
und die Gateoxidschicht werden selektiv geätzt, um das T-förmige Gate
14 auszubilden. Die Source- und Draingebiete 20 und
22 werden dann (für ein N-Kanal-Bauelement) mit einem Dotierstoff
vom N-Typ selektiv dotiert. Mit einer Maske, wie etwa Maske 30, wird der
Bereich definiert, der dem Dotierstoff vom N-Typ ausgesetzt werden soll. Analog
wird das Körperverbindungsgebiet 24 selektiv mit einem Dotierstoff
vom P-Typ dotiert. Schließlich werden das Sourcegebiet 20, das Draingebiet
22, das Körperverbindungsgebiet 24 und das Gate
14 jeweils mit einer Silizidschicht bedeckt, um den Widerstand davon zu
reduzieren.
Die T-Gate-Konfiguration weist eine Reihe von Vorteilen auf. Erstens
liefert die T-Gate-Konfiguration einen Körperverbindungsanschluß an das
Körper-Kanal-Gebiet unter dem Gate 14. Somit wandern Löcher,
die in dem Körper-Kanal-Gebiet unter dem ersten Schenkel 16 des Gates
14 erzeugt werden, durch das Gebiet vom P-Typ unter dem zweiten Schenkel
18 und kommen an dem Körperverbindungsgebiet 24 vom P-Typ
an, wo sie von dem Körperverbindungskontakt 26 gesammelt werden. Somit
kann die T-Gate-Konfiguration die oben erörterten Potentialfreiheitseffekte
reduzieren oder eliminieren.
Ein weiterer Vorteil der T-Gate-Konfiguration besteht darin, daß
der zweite Schenkel 18 die Kanal-Dielektrikums-Grenzfläche entlang
der oberen Seitenwand 32 des Körper-Kanal-Gebiets unter dem ersten
Schenkel 16 eliminiert. Dementsprechend wird die Chance, daß ein parasitärer
Kanal entlang der oberen Seitenwand 32 aufgrund von ionisierender Strahlung
entsteht, reduziert oder eliminiert. Der zweite Schenkel 18fungiert auch
dahingehend, zu verhindern, daß die Silizidschicht das Körperverbindungsgebiet
24 und das Sourcegebiet 20 und das Draingebiet 22 verbindet.
Eine Beschränkung der T-Gate-Konfiguration besteht darin, daß
die Kanal-Dielektrikums-Grenzfläche entlang der unteren Seitenwand
34 des Kanals verbleibt. Somit besteht immer noch eine Gefahr, daß
ein Leckpfad oder „parasitärer" Kanal, wenn ionisierender Strahlung
ausgesetzt, entlang der unteren Seitenwand 34 induziert werden kann. Wie
oben angedeutet, kann dies zu einem signifikanten Leckstrom führen, wenn das
Bauelement abgeschaltet ist.
Eine weitere Beschränkung der T-Gate-Konfiguration besteht darin,
daß ein separates Körperverbindungsgebiet 24 und separater Körperverbindungskontakt
26 bereitgestellt werden müssen. Die meisten Herstellungsprozesse
weisen Mindestabstandsanforderungen auf, einschließlich Poly-Kontakt- und Kontakt-Feld-Abstände.
Diese minimalen Abstandsanforderungen führen oftmals zu einem substantiellen
Abstand zwischen dem zweiten Schenkel 18 und dem oberen Rand des aktiven
Gebiets 10, wodurch die Packungsdichte, die für das Bauelement erzielt
werden kann, reduziert wird. Schließlich muß in der Regel zu dem Körperverbindungskontakt
26 eine oder mehrere Metalleitbahnen bereitgestellt werden. Diese Metalleitbahnen
können die Packungsdichte, die erzielt werden kann, indem die Überfüllungung
auf der Metallschicht ansteigt, weiter reduzieren.
Eine weitere Beschränkung der T-Gate-Konfiguration besteht darin,
daß die seitliche Teilung für zwei benachbarte Transistoren in der Regel
relativ groß sein muß. Um dies zu veranschaulichen, ist bei
48 ein zweiter T-Gate-Transistor gezeigt. Weil sich der zweite Schenkel
18 sowohl über den linken als auch den rechten Rand des aktiven Gebiets
10 hinaus erstrecken muß, muß jeder Transistor in einem separaten
aktiven Gebiet bereitgestellt werden. Dies alleine reduziert die Packungsdichte,
die für das Bauelement erzielt werden kann. Außerdem weisen jedoch die
meisten Herstellungsprozesse Mindestabstandsanforderungen auf, einschließlich
Poly-Umhüllung-von-Feld 40 und Poly-zu-Poly-Abstand 42. Diese
Mindestabstandsanforderungen können auch die seitliche Mindestteilung von zwei
benachbarten T-Gate-Transistoren signifikant erhöhen.
Schließlich wird erkannt, daß der zweite Schenkel
18 des T-Gates 14 den Gatebereich jedes Transistors vergrößert.
Der zusätzliche Gatebereich erhöht die Kapazität des Gates
14, das die Geschwindigkeit des Bauelements reduziert. Der zusätzliche
Gatebereich vergrößert auch den dünnen Gateoxidbereich, was die Gesamtausbeute
des Bauelements reduzieren kann.
2 zeigt einen weiteren N-Kanal-SOI-MOSFET nach dem
Stand der Technik mit Körpersteuerung. Der MOSFET ist im allgemeinen bei
50 gezeigt und wird oftmals wegen der H-Gestalt des Gates 51 als
ein H-Gate-MOSFET bezeichnet. Der H-Gate-MOSFET 50 ist dem T-Gate-MOSFET
von 1 ähnlich, enthält aber zudem einen dritten
Schenkel 52 entlang des Bodens der Source- und Draingebiete 54
und 56. Ein Vorteil der H-Gate-Konfiguration besteht darin, daß der
dritte Schenkel 52 die Kanal-Dielektrikums-Grenzfläche entlang der
unteren Seitenwand 70 des Körper-Kanal-Gebiets unter dem
ersten Schenkel 60 eliminieren hilft. Als solches wird die Chance reduziert,
daß aufgrund ionisierender Strahlung ein parasitärer Kanal entlang der
unteren Seitenwand 70 entsteht. Der dritte Schenkel 52 fungiert
auch dahingehend, zu verhindern, daß die Silizidschicht das Körperverbindungsgebiet
66 mit dem Sourcegebiet 54 und dem Draingebiet 56 verbindet.
In dem Körper-Kanal-Gebiet unter dem ersten Schenkel
60 erzeugte Löcher können durch das Gebiet vom P-Typ unter dem
zweiten Schenkel 58 wandern und an dem Körperverbindungsgebiet
62 vom P-Typ ankommen, wo sie von dem Körperverbindungskontakt
64 gesammelt werden. Die Löcher können auch durch das Gebiet
vom P-Typ unter dem dritten Schenkel 52 wandern und an dem Körperverbindungsgebiet
66 vom P-Typ ankommen, wo sie von den Körperverbindungskontakten
68 gesammelt werden. Weil zwei parallele Pfade von dem Körper-Kanal-Gebiet
zu Körperverbindungskontakten vorliegen, wird der Widerstand von den Körperverbindungskontakten
zu dem Körper-Kanal-Gebiet relativ zu der oben erörterten T-Gate-Konfiguration
effektiv halbiert. Dadurch kann das Körper-Kanal-Gebiet etwa doppelt so lang
sein wie die T-Gate-Konfiguration von 1 und dennoch
das gleiche Schutzniveau bieten.
Eine Beschränkung der H-Gate-Konfiguration besteht darin, daß
Körperkontakte entweder über dem zweiten Schenkel 58 oder unter
dem dritten Schenkel 52 oder unter beiden bereitgestellt werden müssen.
Da die meisten Herstellungsprozesse Mindestabstandsanforderungen aufweisen einschließlich
Poly-zu-Kontakt- und Kontakt-zu-Feld-Abstände, wird möglicherweise ein
substantieller Raum erforderlich zwischen dem zweiten Schenkel 58 und dem
oberen Rand des aktiven Gebiets oder zwischen dem dritten Schenkel 52 und
dem unteren Rand des aktiven Gebiets oder zwischen beiden. Zudem müssen eine
oder mehrere Metalleitbahnen in der Regel zu dem oberen Körperkontakt
64 und/oder den unteren Körperkontakten 68 bereitgestellt
werden. Beide können die Packungsdichte reduzieren, die erzielt werden kann.
Eine weitere Beschränkung der H-Gate-Konfiguration besteht darin,
daß der zusätzliche Gatebereich des dritten Schenkels 52 die
Kapazität des Gates 51 heraufsetzt, was wie oben beschrieben die Geschwindigkeit
des Bauelements reduzieren kann. Außerdem vergrößert der zusätzliche
Gatebereich des dritten Schenkels 52 den dünnen Gateoxidbereich, was
die Gesamtausbeute des Bauelements reduzieren kann. US-5,317,181
beschreibt allgemein ein erstes Implantationsgebiet, das sich bis zu dem Source
erstreckt, und eine leitende Schicht, die das erste Implantationsgebiet mit dem
Sourcegebiet elektrisch verbindet. DE 196 23 846
beschreibt allgemein übliche Implantationsgebiete (Körperverbindungen).
Kurze Darstellung der Erfindung
Die vorliegende Erfindung überwindet viele der Nachteile des
Stands der Technik durch Bereitstellen eines Halbleiterbauelements, das mindestens
eine der Kanal-Dielektrikums-Grenzflächen entlang der Seitenwände eines
SOI-SOS-Transistorkanals eliminiert und dabei nicht die Verwendung eines eigenen
Körperverbindungskontakts erfordert. Weil kein eigener Körperkontakt erforderlich
ist, kann die Packungsdichte des Bauelements relativ zu den oben erörterten
T-Gate- und H-Gate-Konfigurationen verbessert werden. Die vorliegende Erfindung
kann auch den Gesamtgatebereich reduzieren, was sowohl die Geschwindigkeit als auch
die Gesamtausbeute des Bauelements erhöhen kann.
Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Halbleiterbauelement
wie in Anspruch 1 definiert bereitgestellt.
Bei einer veranschaulichenden Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung wird ein L-Gate-Bauelement bereitgestellt. Das L-Gate-Bauelement enthält
ein aktives Gebiet, das auf einer isolierenden Schicht ausgebildet ist und von einem
Isolationsgebiet umgeben ist. Das aktive Gebiet weist einen oberen Rand, einen unteren
Rand, einen ersten seitlichen Rand und einen zweiten seitlichen Rand auf. Ein erster
Schenkel des L-förmigen Gates ist nach innen von dem ersten seitlichen Rand
beabstandet und nach innen von dem zweiten seitlichen Rand beabstandet und erstreckt
sich in das aktive Gebiet über den oberen Rand. Ein zweiter Schenkel des L-förmigen
Gates ist innerhalb des oberen Rands beabstandet und erstreckt sich in das aktive
Gebiet über dem ersten seitlichen Rand, bevor es den ersten Schenkel schneidet.
Der zweite Schenkel hilft, die Kanal-Dielektrikums-Grenzfläche entlang einer
der Seitenwände des Körper-Kanal-Gebiets unter dem ersten Schenkel zu
eliminieren.
Ein Draingebiet wird durch den ersten seitlichen Rand des aktiven
Gebiets, den ersten Schenkel, den oberen Rand des aktiven Gebiets und den zweiten
Schenkel definiert. Ein Sourcegebiet wird durch den zweiten seitlichen Rand des
aktiven Gebiets und das L-förmige Gate definiert. Das Sourcegebiet und das
Draingebiet weisen einen ersten Leitfähigkeitstyp auf, während das aktive
Gebiet unter dem ersten Schenkel und dem zweiten Schenkel einen zweiten Leitfähigkeitstyp
aufweist.
Um das Kanal-Körper-Gebiet unter dem L-förmigen Gate mit
dem Sourcegebiet zu verbinden, erstreckt sich ein Implantationsgebiet mit dem zweiten
Leitfähigkeitstyp von einem Abschnitt des L-förmigen
Gates in mindestens einen Abschnitt des Sourcegebiets. Eine Silizidschicht, bevorzugt
unter Verwendung eines herkömmlichen Silizidprozesses ausgebildet, wird dann
über mindestens einem Abschnitt des Implantationsgebiets und des Sourcegebiets
bereitgestellt, um das Implantationsgebiet elektrisch mit dem Sourcegebiet zu verbinden.
Dementsprechend kann der Sourcekontakt verwendet werden, um sowohl das Source- als
auch das Kanal-Körper-Gebiet des Transistors vorzuspannen. Dies kann die Packungsdichte
des Bauelements erheblich heraufsetzen.
Der zweite Schenkel kann von dem unteren Rand des aktiven Gebiets
aus nach innen beabstandet sein, wodurch ein Raum zwischen dem zweiten Schenkel
und dem unteren Rand des aktiven Gebiets zurückbleibt.
Alternativ kann der zweite Schenkel mindestens einen Abschnitt des
unteren Rands überlappen, was möglicherweise keinen Raum zwischen dem
zweiten Schenkel und dem unteren Rand des aktiven Gebiets zurückläßt.
Je nach den jeweiligen verwendeten Abstandsregeln kann eine dieser Ausführungsformen
gegenüber der anderen eine erhöhte Packungsdichte liefern.
Um die Kanalbreite des Bauelements steuern zu helfen, kann sich der
zweite Schenkel an dem ersten Schenkel vorbei in Richtung des zweiten seitlichen
Rands des aktiven Gebiets erstrecken. Der Abschnitt des zweiten Schenkels, der sich
an dem ersten Schenkel vorbei erstreckt, kann einen Knoten bilden. Der Knoten vergrößert
die Kanalbreite entlang der Seitenwand, die an den zweiten Schenkel angrenzt. Durch
Vergrößern der Breite des Kanals entlang der Seitenwand, die an den zweiten
Schenkel angrenzt, wird die unter dem zweiten Schenkel fließende Strommenge
reduziert. Dies kann die „effektive" Kanalbreite des Bauelements kontrollieren
helfen durch Beseitigen des zweiten Schenkels als signifikanter Leitungsmechanismus.
Im Gegensatz zu der T-Gate- und H-Gate-Konfiguration des Stands der
Technik können zwei oder mehr L-förmige Gates in dem gleichen aktiven
Gebiet bereitgestellt werden, solange sie sich ein gemeinsames Sourcegebiet teilen.
Dies kann die Packungsdichte des Bauelements heraufsetzen helfen. Bei einem Beispiel
kann ein zweites L-förmiges Gate mit einem ersten Schenkel und einem zweiten
Schenkel in dem gleichen aktiven Gebiet wie das oben erörterte erste L-förmige
Gate bereitgestellt werden. Der erste Schenkel des zweiten L-förmigen Gates
ist von dem zweiten seitlichen Rand nach innen und von dem ersten L-förmigen
Gate nach innen beabstandet. Wie bei dem ersten L-förmigen Gate erstreckt sich
der erste Schenkel des zweiten L-förmigen Gates in das aktive Gebiet unter
dem oberen Rand des aktiven Gebiets, wenngleich es sich gegebenenfalls in das aktive
Gebiet über den unteren Rand erstrecken kann.
Der zweite Schenkel des zweiten L-förmigen Gates ist von dem
oberen Rand nach innen beabstandet und erstreckt sich in das aktive Gebiet über
dem zweiten seitlichen Rand, bevor er den ersten Schenkel des zweiten L-förmigen
Gates schneidet. Der zweite Schenkel erstreckt sich nicht bis zu dem ersten L-förmigen
Gate. Ein zweites Draingebiet wird dann durch den zweiten seitlichen Rand des aktiven
Gebiets, den ersten Schenkel des zweiten L-förmigen Gates, den oberen Rand
des aktiven Gebiets und den zweiten Schenkel des zweiten L-förmigen Gates definiert.
Ein gemeinsames Sourcegebiet wird von dem Raum zwischen dem ersten und zweiten L-förmigen
Gate definiert.
Ein zweites Implantationsgebiet, das ein vergrößertes erstes
Implantationsgebiet sein kann, erstreckt sich bevorzugt von einem Abschnitt des
zweiten L-förmigen Gates in mindestens einen Abschnitt des gemeinsamen Sourcegebiets.
Eine Silizidschicht oder dergleichen kann sich über mindestens einen Abschnitt
des zweiten Implantationsgebiets und über das gemeinsame Sourcegebiet erstrecken,
um das zweite Implantationsgebiet elektrisch mit dem gemeinsamen Sourcegebiet zu
verbinden.
Als ein Beispiel wird ein U-Gate-Bauelement beschrieben. Wie die L-Gate-Einrichtung
wird die U-Gate-Einrichtung auf einem aktiven Gebiet ausgebildet, das von einem
Isolationsgebiet umgeben ist. Das aktive Gebiet weist einen oberen Rand, einen unteren
Rand, einen ersten seitlichen Rand und einen zweiten seitlichen Rand auf. Das U-Gate
weist einen ersten Schenkel, einen zweiten Schenkel und einen dritten Schenkel auf.
Der erste Schenkel ist bevorzugt von dem ersten seitlichen Rand nach innen und von
dem zweiten seitlichen Rand des aktiven Gebiets nach innen beabstandet. Der zweite
Schenkel erstreckt sich bevorzugt in das aktive Gebiet über den ersten seitlichen
Rand und schneidet den ersten Schenkel, erstreckt sich aber nicht zu dem zweiten
seitlichen Rand. Der dritte Schenkel ist bevorzugt von dem zweiten Schenkel beabstandet
und erstreckt sich in das aktive Gebiet über den ersten seitlichen Rand, bevor
er den ersten Schenkel schneidet. Der dritte Schenkel erstreckt sich bevorzugt nicht
zu dem zweiten seitlichen Rand. Weil sich der zweite und dritte Schenkel nicht bis
zum zweiten seitlichen Rand erstrecken, existiert ein Raum zwischen dem ersten,
zweiten und dritten Schenkel des U-förmigen Gates und dem zweiten seitlichen
Rand.
Ein Draingebiet wird von dem ersten seitlichen Rand des aktiven Gebiets,
dem ersten Schenkel, dem zweiten Schenkel und dem dritten Schenkel definiert. Ein
Sourcegebiet ist zwischen dem zweiten seitlichen Rand und dem U-förmigen
Gate definiert. Das Sourcegebiet und das Draingebiet weisen bevorzugt einen ersten
Leitfähigkeitstyp auf, und das aktive Gebiet unter dem ersten Schenkel, dem
zweiten Schenkel und dem dritten Schenkel weist einen zweiten Leitfähigkeitstyp
auf.
Um das Kanal-Körper-Gebiet unter dem U-förmigen Gate mit
dem Sourcegebiet verbinden zu helfen, erstreckt sich ein Implantationsgebiet mit
dem zweiten Leitfähigkeitstyp bevorzugt von einem Abschnitt des U-förmigen
Gates in mindestens einen Abschnitt des Sourcegebiets. Eine Silizidschicht oder
dergleichen wird dann über mindestens einem Abschnitt des Implantationsgebiets
und des Sourcegebiets bereitgestellt, um das Implantationsgebiet elektrisch mit
dem Sourcegebiet zu verbinden.
Der zweite Schenkel kann von dem oberen Rand des aktiven Gebiets nach
innen beabstandet sein, und der dritte Schenkel kann von dem unteren Rand nach innen
beabstandet sein. Dies läßt einen Raum zwischen dem zweiten Schenkel und
dem oberen Rand und zwischen dem dritten Schenkel und dem unteren Rand des aktiven
Gebiets. Bei einem weiteren veranschaulichenden Beispiel kann der zweite Schenkel
mindestens einen Abschnitt des oberen Rands überlappen, und/oder der dritte
Schenkel kann mindestens einen Abschnitt des unteren Rands überlappen. Dies
läßt möglicherweise keinen Raum zwischen dem zweiten Schenkel und
dem oberen Rand und/oder zwischen dem dritten Schenkel und dem unteren Rand des
aktiven Gebiets. Je nach den verwendeten jeweiligen Layoutregeln kann eines dieser
Beispiele gegenüber dem anderen eine erhöhte Packungsdichte liefern.
Es wird auch in Betracht gezogen, daß sich der zweite Schenkel
und der dritte Schenkel an dem ersten Schenkel vorbei in Richtung des zweiten seitlichen
Rands des aktiven Gebiets erstrecken können. Der Abschnitt des zweiten Schenkels,
der sich an dem ersten Schenkel vorbei erstreckt, bildet einen ersten Knoten, und
der Abschnitt des dritten Schenkels, der sich an dem ersten Schenkel vorbei erstreckt,
bildet einen zweiten Knoten. Der erste Knoten kann die Kanalbreite entlang der Seitenwand,
die an den zweiten Schenkel angrenzt, erhöhen helfen, und der zweite Knoten
kann die Kanalbreite entlang der Seitenwand, die an den dritten Schenkel angrenzt,
erhöhen helfen. Sowohl der erste Knoten als auch der zweite Knoten können
somit die „effektive" Kanalbreite des Bauelements wie oben beschrieben kontrollieren
helfen.
Wie bei dem obigen L-förmigen Gate kann das U-förmige Gate
das Plazieren mehrerer Transistoren im gleichen aktiven Gebiet gestatten, solange
sie sich ein gemeinsames Sourcegebiet teilen. Dies kann helfen, die Packungsdichte,
die erzielt werden kann, zu erhöhen. Bei einem Beispiel können ein zweites
U-förmiges Gate mit einem ersten Schenkel, einem zweiten Schenkel und einem
dritten Schenkel in dem gleichen aktiven Gebiet wie das oben erörterte erste
U-förmige Gate vorgesehen sein. Der erste Schenkel des zweiten U-förmigen
Gates ist bevorzugt von dem zweiten seitlichen Rand nach innen und von dem ersten
U-förmigen Gate nach innen beabstandet.
Der zweite Schenkel des zweiten U-förmigen Gates ist bevorzugt
von dem oberen Rand nach innen beabstandet und erstreckt sich in das aktive Gebiet
über den zweiten seitlichen Rand. Der zweite Schenkel des zweiten U-förmigen
Gates schneidet bevorzugt den ersten Schenkel des zweiten U-förmigen Gates,
erstreckt sich aber nicht bis zu dem ersten U-förmigen Gate. Analog ist der
dritte Schenkel des zweiten U-förmigen Gates bevorzugt von dem unteren Rand
nach innen beabstandet und erstreckt sich in das aktive Gebiet über dem zweiten
seitlichen Rand. Der dritte Schenkel des zweiten U-förmigen Gates schneidet
bevorzugt den ersten Schenkel des zweiten U-förmigen Gates, erstreckt sich
aber nicht bis zu dem ersten U-förmigen Gate.
Ein zweites Draingebiet wird dann von dem zweiten seitlichen Rand
des aktiven Gebiets, dem ersten Schenkel, dem zweiten Schenkel und dem dritten Schenkel
des zweiten U-förmigen Gates definiert. Ein gemeinsames Sourcegebiet wird von
dem Raum zwischen dem zweiten U-förmigen Gate und dem ersten U-förmigen
Gate definiert. Ein zweites Implantationsgebiet, das Teil eines vergrößerten
ersten Implantationsgebiets sein kann, kann sich von einem Abschnitt des zweiten
U-förmigen Gates und in das gemeinsame Sourcegebiet erstrecken. Eine Silizidschicht
oder dergleichen kann sich dann über mindestens einen Abschnitt des zweiten
Implantationsgebiets und über das Sourcegebiet erstrecken, um das zweite Implantationsgebiet
elektrisch mit dem Sourcegebiet zu verbinden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Weitere Aufgaben der vorliegenden Erfindung und viele der damit einhergehenden
Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich ohne weiteres, wenn selbige unter
Bezugnahme auf die folgende ausführliche Beschreibung unter Betrachtung in
Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen, in denen gleiche Bezugszahlen gleiche
Teile in allen Figuren davon bezeichnen, besser verstanden wird. Es zeigen:
1 eine vergrößerte Draufsicht auf einen T-Gate-MOSFET
nach dem Stand der Technik mit Körpersteuerung;
2 eine vergrößerte Draufsicht auf einen H-Gate-MOSFET
nach dem Stand der Technik mit Körpersteuerung;
3 eine vergrößerte Draufsicht auf einen veranschaulichenden
L-Gate-MOSFET gemäß der vorliegenden Erfindung;
4 eine vergrößerte Draufsicht auf einen anderen
veranschaulichenden L-Gate-MOSFET gemäß der vorliegenden Erfindung;
5 eine vergrößerte Draufsicht auf zwei veranschaulichende
L-Gate-MOSFETs in einem gemeinsamen aktiven Gebiet;
6 eine vergrößerte Draufsicht auf einen veranschaulichenden
U-Gate-MOSFET;
7 eine vergrößerte Draufsicht auf einen anderen
veranschaulichenden U-Gate-MOSFET;
8 eine vergrößerte Querschnittsansicht des
veranschaulichenden U-Gate-MOSFET von 7 entlang Linie
8-8;
9 eine vergrößerte Draufsicht auf einen weiteren
veranschaulichenden U-Gate-MOSFET und
10 eine vergrößerte Draufsicht auf zwei veranschaulichende
U-Gate-MOSFETs in einem gemeinsamen aktiven Gebiet.
Ausführliche Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
3 ist eine vergrößerte Draufsicht auf einen
veranschaulichenden L-Gate-MOSFET gemäß der vorliegenden Erfindung, allgemein
von dem Typ von Anspruch 1. Das L-Gate-Bauelement ist allgemein bei 100
gezeigt. Das L-Gate-Bauelement 100 enthält ein aktives Gebiet
102, das auf einer isolierenden Schicht ausgebildet und von einem Isolationsgebiet
104 umgeben ist. Das aktive Gebiet 102 weist einen oberen Rand
106, einen unteren Rand 108, einen ersten seitlichen Rand
110 und einen zweiten seitlichen Rand 112 auf. Ein erster Schenkel
116 des L-förmigen Gates 117 ist von dem ersten seitlichen
Rand 110 nach innen und von dem zweiten seitlichen Rand 112 nach
innen beabstandet und erstreckt sich in das aktive Gebiet 102 über
dem oberen Rand 106. Ein zweiter Schenkel 118 des L-förmigen
Gates 117 ist von dem oberen Rand 106 nach innen beabstandet und
erstreckt sich in das aktive Gebiet 102 über dem ersten seitlichen
Rand 110, bevor es den ersten Schenkel 116 schneidet. Der zweite
Schenkel 118 hilft die Kanal-Dielektrikums-Grenzfläche entlang der
Seitenwand 152 des Körper-Kanal-Gebiets zu eliminieren. Die andere
Kanal-Dielektrikums-Grenzfläche 120 bleibt. Es wird in Betracht gezogen,
daß sich der erste Schenkel 116 über den unteren Rand
108 erstrecken kann oder, wie in 5 gezeigt,
an dem zweiten Schenkel 118 aufhören kann.
Ein Draingebiet 122 wird von dem ersten seitlichen Rand
110 des aktiven Gebiets 102, dem ersten Schenkel 116,
dem oberen Rand 106 des aktiven Gebiets 102 und dem zweiten Schenkel
118 definiert. Ein Sourcegebiet 124 wird von dem zweiten seitlichen
Rand 112 des aktiven Gebiets 102 und dem L-förmigen Gate
117 definiert. Das Sourcegebiet 124 und das Draingebiet
122 sind von einem ersten Leitfähigkeitstyp (z.B. N), während
das aktive Gebiet 102 unter dem ersten Schenkel 116 und dem zweiten
Schenkel 118 von einem zweiten Leitfähigkeitstyp ist (z.B. P).
Um das Kanal-Körper-Gebiet unter dem L-förmigen Gate
117 mit dem Sourcegebiet 124 verbinden zu helfen, erstreckt sich
ein Implantationsgebiet 130 mit dem zweiten Leitfähigkeitstyp (z.B.
P) von einem Abschnitt des ersten L-förmigen Gates 117 in das Sourcegebiet
124. Das Implantationsgebiet 130 kann durch eine Maske
132 definiert werden.
Eine bevorzugt unter Verwendung eines herkömmlichen Silizidprozesses
ausgebildete Silizidschicht wird über mindestens einem Abschnitt des Implantationsgebiets
130 und dem Sourcegebiet 124 vorgesehen, um das Implantationsgebiet
130 elektrisch mit dem Sourcegebiet 124 zu verbinden. Dementsprechend
kann ein Sourcekontakt 136 verwendet werden, um sowohl das Sourcegebiet
124 als auch das Kanal-Körper-Gebiet des Transistors vorzuspannen.
Wie oben angedeutet kann dies die Packungsdichte des Bauelements erhöhen.
Der zweite Schenkel 118 des Gates 117 kann von dem
unteren Rand 108 des aktiven Gebiets 102 nach innen beabstandet
sein, wie gezeigt. Dies läßt einen Raum 140 zwischen dem zweiten
Schenkel 118 und dem unteren Rand 108 des aktiven Gebiets
102. Alternativ und wie in 4 gezeigt, kann
der zweite Schenkel 118 zumindest einen Abschnitt des unteren Rands
108 überlappen, was keinen Raum zwischen dem zweiten Schenkel
118 und dem unteren Rand des aktiven Gebiets 108 läßt.
Je nach den jeweiligen verwendeten Abstandsregeln kann eine dieser Ausführungsformen
relativ zu der anderen eine erhöhte Packungsdichte liefern.
Es wird in Betracht gezogen, daß sich der zweite Schenkel
118 an dem ersten Schenkel 116 vorbei zu dem zweiten seitlichen
Rand 112 des aktiven Gebiets 102 erstrecken kann. Der Abschnitt
des zweiten Schenkels 118, der sich an dem ersten Schenkel 116
vorbei erstreckt, kann einen Knoten 150 bilden. Der Knoten 150
vergrößert die Kanalbreite entlang der Seitenwand 152, die an
den zweiten Schenkel 118 angrenzt, was die „effektive" Kanalbreite
des Bauelements wie oben beschrieben kontrollieren helfen kann.
Weil sich der zweite Schenkel 118 nicht zum zweiten seitlichen
Rand 112 des aktiven Gebiets 102 erstreckt, kann der Gesamtgatebereich
relativ zu den in 1 und 2
gezeigten T-Gate- und H-Gate-Konfigurationen reduziert sein. Dies kann die Geschwindigkeit
und die Gesamtausbeute des Bauelements erhöhen. Da der zweite Schenkel
118 den zweiten seitlichen Rand 112 nicht überlappt, kann
außerdem der Abstand zwischen benachbarten L-Gate-Bauelementen relativ zum
Stand der Technik reduziert sein.
Im Gegensatz zu den in 1 und
2 gezeigten T-Gate- und H-Gate-Konfigurationen können
zwei oder mehr L-förmige Gates im gleichen aktiven Gebiet bereitgestellt werden,
solange sie sich ein gemeinsames Sourcegebiet teilen. 5
zeigt eine vergrößerte Draufsicht auf zwei L-Gate-MOSFETs in einem gemeinsamen
aktiven Gebiet 200. Das erste L-förmige Gate 117 ist ähnlich
dem oben bezüglich 3 beschriebenen.
Wie das erste L-förmige Gate 117 weist das zweite L-förmige
Gate 202 einen ersten Schenkel 204 und einen zweiten Schenkel
206 auf. Der erste Schenkel 204 des zweiten L-förmigen Gates
202 ist von dem zweiten seitlichen Rand 112 nach innen und von
dem ersten L-förmigen Gate 117 nach innen beabstandet. Der erste Schenkel
204 des zweiten L-förmigen Gates 202 erstreckt sich bevorzugt
in das aktive Gebiet 200 über dem oberen Rand 106 des aktiven
Gebiets 200. Der erste Schenkel 204 kann sich über den unteren
Rand 108 erstrecken, wie bei 220 gezeigt, oder bei dem zweiten
Schenkel 206 aufhören. Der zweite Schenkel 206 des zweiten
L-förmigen Gates 202 ist von dem oberen Rand 106 nach innen
beabstandet und erstreckt sich in das aktive Gebiet 200 über dem zweiten
seitlichen Rand 112, bevor er den ersten Schenkel 204 schneidet.
Der zweite Schenkel 206 erstreckt sich bevorzugt nicht zu dem ersten L-förmigen
Gate 117.
Ein zweites Draingebiet 210 wird von dem zweiten seitlichen
Rand 112 des aktiven Gebiets 200, dem ersten Schenkel
204 des zweiten L-förmigen Gates 202, dem oberen Rand
106 des aktiven Gebiets 200 und dem zweiten Schenkel
206 des zweiten L-förmigen Gates 202 definiert. Das gemeinsame
Sourcegebiet 214 wird von dem Raum zwischen dem ersten L-förmigen
Gate 117 und dem zweiten L-förmigen Gate 202 definiert.
Ein zweites Implantationsgebiet, das bei dem gezeigten Beispiel Teil
eines vergrößerten ersten Implantationsgebiets 130 ist, erstreckt
sich von einem Abschnitt des zweiten L-förmigen Gates 202 in das gemeinsame
Sourcegebiet 214. Eine Silizidschicht (siehe 8)
oder dergleichen erstreckt sich dann über mindestens einen Abschnitt des zweiten
Implantationsgebiets 130 und über das gemeinsame Sourcegebiet
214, um das zweite Implantationsgebiet 130 elektrisch mit dem
gemeinsamen Sourcegebiet 214 zu verbinden.
Es wird in Betracht gezogen, daß das zweite L-förmige Gate
202 relativ zu dem ersten L-förmigen Gate 117 invertiert
werden kann. Das heißt, der zweite Schenkel 206 des zweiten L-förmigen
Gates 202 kann gegebenenfalls zwischen dem zweiten Draingebiet
210 und dem oberen Rand 106 des aktiven Gebiets 200 positioniert
werden.
6 ist eine vergrößerte Draufsicht auf ein
veranschaulichendes U-Gate-MOSFET. Das veranschaulichende U-Gate-MOSFET ist allgemein
bei 300 gezeigt. Das U-Gate-Bauelement 300 enthält ein auf
einer isolierenden Schicht ausgebildetes aktives Gebiet 302 und ist von
einem Isolationsgebiet 304 umgeben. Das aktive Gebiet weist einen oberen
Rand 306, einen unteren Rand 308, einen ersten seitlichen Rand
310 und einen zweiten seitlichen Rand 312 auf. Ein erster Schenkel
314 des U-förmigen Gates 316 ist bevorzugt von dem ersten
seitlichen Rand 310 nach innen und von dem zweiten seitlichen Rand
312 des aktiven Gebiets 302 nach innen beabstandet. Gegebenenfalls
kann sich der erste Schenkel 314 über den oberen Rand 306
und/oder über den unteren Rand 308 erstrecken, wie am besten in
7 gezeigt.
Ein zweiter Schenkel 318 erstreckt sich bevorzugt in das
aktive Gebiet 302 über dem ersten seitlichen Rand 310 und
schneidet den ersten Schenkel 314, erstreckt sich aber nicht zu dem zweiten
seitlichen Rand 312. Ein von dem zweiten Schenkel 318 beabstandeter
dritter Schenkel 320 erstreckt sich in das aktive Gebiet 302 über
dem ersten seitlichen Rand 310 und schneidet den ersten Schenkel
314, erstreckt sich aber nicht zu dem zweiten seitlichen Rand
312. Weil der zweite Schenkel 318 und der dritte Schenkel
320 sich nicht zu dem zweiten seitlichen Rand 312 erstrecken,
gibt es einen Raum 322 zwischen dem U-förmigen Gate 316 und
dem zweiten seitlichen Rand 312.
Ein Draingebiet 326 wird von dem ersten seitlichen Rand
310 des aktiven Gebiets 302, dem ersten Schenkel 314,
dem zweiten Schenkel 318 und dem dritten Schenkel 320 definiert.
Ein Sourcegebiet 330 wird von dem zweiten seitlichen Rand 312
des aktiven Gebiets 302 und dem U-förmigen Gate 316 definiert.
Das Sourcegebiet 330 und das Draingebiet 326 sind bevorzugt von
einem ersten Leitfähigkeitstyp (z.B. N), und das aktive Gebiet 302
unter dem ersten Schenkel 314, dem zweiten Schenkel 318 und dem
dritten Schenkel 320 sind von einem zweiten Leitfähigkeitstyp (z.B.
P).
Um das Kanal-Körper-Gebiet unter dem U-förmigen Gate
316 mit dem Sourcegebiet 330 verbinden zu helfen, erstreckt sich
ein Implantationsgebiet 332 mit dem zweiten Leitfähigkeitstyp (P)
von einem Abschnitt des U-förmigen Gates 316 in das Sourcegebiet
330. Eine Maske, wie etwa Maske 334, wird bevorzugt zum Definieren
des Implantationsgebiets 332 verwendet. Eine Silizidschicht oder dergleichen
wird dann über mindestens einen Abschnitt des Implantationsgebiets
332 und dem Sourcegebiet 330 bereitgestellt, um das Implantationsgebiet
332 elektrisch mit dem Sourcegebiet 330 zu verbinden.
Der zweite Schenkel 318 kann von dem oberen Rand
206 des aktiven Gebiets 302 nach innen beabstandet sein, und der
dritte Schenkel 320 kann von dem unteren Rand 308 nach innen beabstandet
sein. Dies läßt einen Raum 340 zwischen dem zweiten Schenkel
318 und dem oberen Rand 306 und einen Raum 342 zwischen
dem dritten Schenkel 320 und dem unteren Rand 308 des aktiven
Gebiets 302. Alternativ, und wie in 9 gezeigt,
kann der zweite Schenkel 318 mindestens einen Abschnitt des oberen Rands
306 überlappen und/oder der dritte Schenkel 320 kann mindestens
einen Abschnitt des unteren Rands 308 des aktiven Gebiets 302
überlappen. Diese letztere Konfiguration läßt keinerlei Raum zwischen
dem zweiten Schenkel 318 und dem oberen Rand 306 oder zwischen
dem dritten Schenkel 320 und dem unteren Rand 308 des aktiven
Gebiets 302. Je nach den verwendeten jeweiligen Layoutregeln kann man mit
einem dieser Beispiele gegenüber dem anderen eine vergrößerte Packungsdichte
erhalten.
Nunmehr unter Bezugnahme auf 7 wird in
Betracht gezogen, daß sich der zweite Schenkel 318 und der dritte
Schenkel 320 an dem ersten Schenkel 314 vorbei zum zweiten seitlichen
Rand 312 des aktiven Gebiets 302 erstrecken kann. Der Abschnitt
des zweiten Schenkels 318, der sich an dem ersten Schenkel vorbei erstreckt,
bildet einen ersten Knoten 350, und der Abschnitt des dritten Schenkels
320, der sich an dem ersten Schenkel 34 vorbei erstreckt, bildet
einen zweiten Knoten. Der erste Knoten 350 kann die Kanalbreite entlang
der Seitenwand 354, die an den zweiten Schenkel 318 angrenzt,
vergrößern helfen, und der zweite Knoten 352 kann die Kanalbreite
entlang der Seitenwand 356, die an den dritten Schenkel 320 angrenzt,
vergrößern. Wie oben beschrieben können sowohl der erste Knoten
350 als auch der zweiten Knoten 352 die „effektive" Kanalbreite
des Bauelements kontrollieren helfen.
Weil der zweite Schenkel 318 und der dritte Schenkel
320 sich nicht zu dem zweiten seitlichen Rand 213 des aktiven
Gebiets 302 erstrecken, kann der Gesamtgatebereich relativ zu der in
2 gezeigten H-Gate-Konfiguration reduziert werden.
Dies kann die Geschwindigkeit und Gesamtausbeute des Bauelements erhöhen. Da
der zweite Schenkel 318 und der dritte Schenkel 320 den zweiten
seitlichen Rand 312 nicht überlappen, kann außerdem der Abstand
zwischen den beiden benachbarten U-Gate-Bauelementen relativ zu der in
2 gezeigten H-Gate-Konfiguration reduziert werden.
8 ist eine vergrößerte Querschnittsansicht
des U-Gate-MOSFET von 7 entlang der Linie 8-8. Eine
untere isolierende Schicht 383 trägt das aktive Gebiet 302.
Das aktive Gebiet 302 enthält das Sourcegebiet 330, das Implantationsgebiet
332 und das Körper-Kanal-Gebiet 382. Da das Implantationsgebiet
332 vom gleichen Leitfähigkeitstyp wie das Körper-Kanal-Gebiet
382 ist, ist das Implantationsgebiet 332 elektrisch mit dem Körper-Kanal-Gebiet
382 verbunden. Eine Silizidschicht 384 ist über dem Implantationsgebiet
332 und dem Sourcegebiet 330 vorgesehen und verbindet das Implantationsgebiet
332 elektrisch mit dem Sourcegebiet 330. Da das Implantationsgebiet
332 elektrisch mit dem Körper-Kanal-Gebiet 382 verbunden
ist, wird eine elektrische Verbindung zwischen dem Sourcegebiet 330 und
dem Körper-Kanal-Gebiet 382 hergestellt.
Über dem Körper-Kanal-Gebiet 382 befindet sich
eine Gateoxidschicht 380, die den zweiten Schenkel 320 trägt.
Der zweite Schenkel 320 ist bevorzugt ein dotiertes Polysiliziummaterial.
Ein Abstandshalter 390 wird bevorzugt zwischen der Silizidschicht
384 und dem zweiten Schenkel 320 bereitgestellt. Eine weitere
Silizidschicht 386 ist bevorzugt über dem zweiten Schenkel
320 vorgesehen, um seinen Widerstand abzusenken.
10 ist eine vergrößerte Draufsicht auf zwei
veranschaulichende U-Gate-MOSFETs in einem gemeinsamen aktiven Gebiet. Wie bei dem
obigen L-förmigen Gate kann das U-förmige Gate die Plazierung von mehreren
Transistoren in dem gleichen aktiven Gebiet gestatten, solange sie sich ein gemeinsames
Sourcegebiet teilen. Dies kann helfen, die Packungsdichte, die erzielt werden kann,
zu erhöhen.
Das erste U-förmige Gate 316 kann den oben bezüglich
der 6–9 beschriebenen
ähnlich sein. Wie das erste U-förmige Gate 316 kann das zweite
U-förmige Gate 400 einen ersten Schenkel 402, einen zweiten
Schenkel 404 und einen dritten Schenkel 406 aufweisen. Der erste
Schenkel 402 ist bevorzugt von dem zweiten seitlichen Rand 312
nach innen und von dem ersten U-förmigen Gate 316 nach innen beabstandet.
Der zweite Schenkel 404 ist bevorzugt von dem oberen Rand 306
nach innen beabstandet und erstreckt sich in das aktive Gebiet über dem zweiten
seitlichen Rand 312. Der zweite Schenkel 404 schneidet den ersten
Schenkel 402 des zweiten U-förmigen Gates 400, erstreckt
sich aber bevorzugt nicht zu dem ersten U-förmigen Gate 316. Gleichermaßen
ist der dritte Schenkel 406 bevorzugt von dem unteren Rand 308
nach innen beabstandet und erstreckt sich in das aktive Gebiet über dem zweiten
seitlichen Rand 312. Der dritte Schenkel 406 schneidet den ersten
Schenkel 402 des zweiten U-förmigen Gates 400, erstreckt
sich aber nicht zu dem ersten U-förmigen Gate 316. Alternativ können
der zweite Schenkel 404 und der dritte Schenkel 406 mindestens
einen Abschnitt des oberen und unteren Randes 306 beziehungsweise
308 überlappen.
Ein zweites Draingebiet 420 wird von dem zweiten seitlichen
Rand 312 des aktiven Gebiets, dem ersten Schenkel 402, dem zweiten
Schenkel 404 und dem dritten Schenkel 406 des zweiten U-förmigen
Gates 400 definiert. Ein gemeinsames Sourcegebiet 422 erstreckt
sich zwischen dem zweiten U-förmigen Gate 400 und dem ersten U-förmigen
Gate 316. Ein zweites Implantationsgebiet 332, das in der gezeigten
Ausführungsform Teil eines vergrößerten ersten Implantationsgebiets
ist, kann sich von einem Abschnitt des zweiten U-förmigen Gates 400
aus in das gemeinsame Sourcegebiet 422 erstrecken. Eine Silizidschicht
oder dergleichen kann sich dann über mindestens einen Abschnitt des zweiten
Implantationsgebiets 332 und über dem gemeinsamen Sourcegebiet
422 erstrecken, um das zweite Implantationsgebiet 332 elektrisch
mit dem gemeinsamen Sourcegebiet 422 zu verbinden.
Nachdem die bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung
beschrieben worden sind, versteht der Fachmann ohne weiteres, daß die hierin
gefundenen Lehren innerhalb des Schutzbereichs der hier beigefügten Ansprüche
auf noch weitere Ausführungsformen angewendet werden können.