Die vorliegende Erfindung betrifft ein organisches Halbleiterschaltelement
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und eine Anzeigevorrichtung mit organischen
Elektrolumineszenzelementen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 11.
Ein solches organisches Elektrolumineszenzelement ist durch die
EP-A-460 242 vorgesehen.
Die US-A-5,705,826
gibt ein weiteres organisches Dünnfilm-Schaltelement an, wobei Materialien
geeignet für eine Gate-Elektrode und eine Zwischenelektrode mit niedriger Austrittsspannung
beschrieben sind.
Dodabalapur et al. bestimmen in „Organic Smart Pixels", Applied
Physics Letters, American Institute of Physics, New York, U.S.A., Volume 73, Nr.
2, 13. Juli 1998, Seiten 142-144, eine Anzeigevorrichtung mit organischen Elektrolumineszenzelementen
mit einer Anzeigeanordnung, die aus mehreren Licht emittierenden Abschnitten gebildet
ist.
Eine Anzeige mit Elektrolumineszenzelementen bestehend aus mehreren
organischen Elektrolumineszenzelementen, die in einer Matrix angeordnet sind, hat
Aufmerksamkeit erregt als eine Anzeige, die einen niedrigen Energieverbrauch, eine
hohe Anzeigequalität und eine reduzierte Dicke vorsieht. Wie in 1
veranschaulicht, enthält jedes organische Elektrolumineszenzelement
200 ein transparentes Substrat 1 wie beispielsweise ein Glassubstrat
oder dergleichen mit einer darauf ausgebildeten transparenten Elektrode
201, die zum Beispiel aus Indiumzinnoxid (ITO) gebildet ist. Wenigstens
eine Schicht aus organischem Material 202, die eine Elektronentransportschicht,
eine Lichtemissionsschicht, eine Löchertransportschicht, usw. aufweist, und
eine Metallelektrodenschicht 203 sind auf der transparenten Elektrode
201 geschichtet. Die als eine Anode dienende transparente Elektrode
201 wird mit positiver Spannung versorgt, während an die als eine
Kathode dienende Metallelektrode 203 eine negative Spannung angelegt wird,
d.h. ein Gleichstrom wird über die Transportelektrode und die Metallelektrode
angelegt, um die Lichtemissionsschicht in der Schicht aus organischem Material
202 Licht emittieren zu lassen.
In dem organischen Elektrolumineszenzelement werden Primärstrahler
durch Rekombination der von der Metallkathode injizierten Elektronen und der von
der transparenten Anode in die Lichtemissionsschicht injizierten Löcher erzeugt,
und die Primärstrahler emittieren Licht im Laufe der Strahlung und Deaktivierung.
So kann das organische Elektrolumineszenzelement 200 elektrisch als ein
Ersatzschaltbild dargestellt werden, wie in 2 veranschaulicht.
Wie man aus der Figur sehen kann, kann das Element durch einen Schaltungsaufbau
ersetzt werden, der aus einer kapazitiven Komponente C und einer Lichtemissionsdiodenkomponente
E mit einer unsymmetrischen Leitfähigkeit, die parallel zur kapazitiven Komponente
geschaltet ist, ersetzt werden. Daher kann das organische Elektrolumineszenzelement
als ein kapazitives Lichtemissionselement angesehen werden. Wenn an das organische
Elektrolumineszenzelement eine Lichtemissions-Antriebsgleichspannung über die
Elektroden angelegt wird, wird in dem kapazitiven Element C eine Ladung angehäuft.
Folglich beginnt, wenn die angelegte Spannung eine dem Element inhärente Sperrspannung
oder Lichtemissionsschwellenspannung übersteigt, ein Strom von einer Elektrode
(auf der Anodenseite der Diodenkomponente E) zur organischen Funktionsschicht, die
die Lichtemissionsschicht trägt, zu fließen, sodass Licht davon mit einer
Intensität proportional zu diesem Strom emittiert wird. Die Spannung V-Strom
I-Leuchtdichte L-Kennlinie eines solchen Elements ist ähnlich der Kennlinie
einer Diode. Insbesondere ist der Strom I bei einer Lichtemissionsschwelle Vth oder
darunter extrem klein und steigt abrupt an, wenn die Spannung auf die Lichtemissionsschwelle
Vth oder höher ansteigt. Der Strom I ist im Wesentlichen proportional zur Leuchtdichte
L. Das genannte organische Elektrolumineszenzelement zeigt beim Anlegen einer die
Lichtemissionsschwelle Vth übersteigenden Antriebsspannung eine Lichtemissionsleuchtdichte
proportional zu einem Strom entsprechend der angelegten Antriebsspannung. Andererseits
bleibt die Lichtemissionsleuchtdichte gleich Null, wenn die an das Element angelegte
Antriebsspannung auf der Lichtemissionsschwelle Vth oder darunter ist, was keinen
Antriebsstrom in die Lichtemissionsschicht fließen lässt.
Eine Anzeigevorrichtung mit organischen Elektrolumineszenzelementen
ist eine Lichtemissionsvorrichtung, die eine Bildanzeigeanordnung besitzt, die aus
mehreren Lichtemissionspixeln, d.h. organischen Elektrolumineszenzelementen gebildet
ist, die an jeweiligen Schnittpunkten von Reihen und Spalten angeordnet sind, d.h.
in einer Matrix angeordnet sind. Ein beispielhaftes Verfahren des Betreibens einer
Anzeigevorrichtung mit organischen Elektrolumineszenzelementen wird als ein einfacher
Matrixantriebsmodus bezeichnet. Eine Anzeigevorrichtung gemäß dem einfachen
Matrixantriebsmodus besitzt mehrere Anodenleitungen oder Kathodenleitungen, die
in einer Matrix angeordnet sind, und ein organisches Elektrolumineszenzelement ist
mit jedem der Schnittpunkte der in der Matrix angeordneten Anodenleitungen und Kathodenleitungen
verbunden. Eine der Anodenleitungen oder Kathodenleitungen wird nacheinander ausgewählt
und in regelmäßigen Zeitabständen abgetastet, und die anderen Leitungen
werden durch eine Antriebsquelle synchron zur Abtastung betrieben, wodurch die organischen
Elektrolumineszenzelemente an beliebigen Schnittpunkten zur Lichtemission
veranlasst werden. Da in diesem Modus jedes organische Elektrolumineszenzelement
für eine Zugriffszeit leuchtet, sind ein größerer Strom und eine
höhere Spannung für eine große Anzeigefläche erforderlich.
Zum Vorsehen einer größeren Schirmgröße für
eine Anzeigevorrichtung werden organische Elektrolumineszenz-Anzeigevorrichtungen,
die in einem aktiven Matrixantriebsmodus betrieben werden, zusätzlich zu jenen
des einfachen Matrixantriebsmodus in Erwägung gezogen. Die Anzeigevorrichtung
dieses Modus ist eine, die die Anodenleitungen und Kathodenleitungen durch Abtastsignalleitungen
16 bzw. Datensignalleitungen 13 ersetzt und Dünnfilmtransistoren
(TFT) für an den jeweiligen Schnittpunkten angeordnete Schaltelemente verwendet.
An die jeweiligen Pixel werden Ströme durch Schalten der zugehörigen Dünnfilmtransistoren
angelegt, was die organischen Elektrolumineszenzelemente Licht emittieren lässt.
Für einen TFT kann ein Element aus p-Si, a-Si verwendet werden. Alternativ
kann ein MOS-FET (Metalloxidhalbleiter-Feldeffekttransistor) benutzt werden, um
einen TFT zu bilden.
Zum Beispiel werden mit einem MOS-FET als Schaltelement zwei invers
leitende Bereiche auf einem Halbleitersubstrat, zum Beispiel einem Si-Substrat
2 gebildet. Ein Siliziumoxid (SiO2)-Dünnfilm und eine Gate-Metallelektrode
sind nacheinander auf der Oberfläche des Substrats zwischen den invers leitenden
Bereichen abgeschieden. Die Leitfähigkeit an der Oberfläche des Substrats
wird durch ein vom Metall-Gate angelegtes elektrisches Feld gesteuert. Deshalb ist
ein Si-Wafer für ein Anzeigesubstrat erforderlich und ein Halbleitersubstrat
ist für ein Polysilizium-Substrat, usw. erforderlich. Außerdem werden,
da ein anorganisches Material auf solchen Substraten abgeschieden werden muss, typischerweise
Hochtemperaturprozesse für seine Herstellung verwendet.
Es besteht ein großer Bedarf an Anzeigevorrichtungen mit einer
größeren Fläche. Falls jedoch Schaltelemente aus anorganischem Material,
die bei der Herstellung Hochtemperaturprozesse erfordern, für eine große
Anzeigevorrichtung mit organischen Elektrolumineszenzelementen des aktiven Matrixantriebsmodus
verwendet werden, wird die resultierende Anzeigevorrichtung unvermeidbar teuer.
AUFGABE UND ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Es ist deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein organisches
Dünnfilm-Schaltelement vorzusehen, das bei relativ niedrigen Temperaturen hergestellt
werden kann, und auch eine Anzeigevorrichtung mit organischen Elektrolumineszenzelementen
vorzusehen, die das auf einem gewöhnlichen Substrat gebildete organische Dünnfilm-Schaltelement
hat.
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil der Ansprüche
1 und 11 angegebenen Merkmale gelöst.
In einem Aspekt des organischen Dünnfilm-Schaltelements der vorliegenden
Erfindung ist das organische Material ein Material mit einer Elektronentransporteigenschaft.
Alternativ kann das organische Material ein Material mit einer Löchertransporteigenschaft
sein. Außerdem kann das organische Material eine Löcher- und Elektronentransporteigenschaft
haben.
In einem noch weiteren Aspekt des organischen Dünnfilm-Schaltelements
der vorliegenden Erfindung weist die Zwischenelektrode ein Paar einander abgewandter
Elektroden, die voneinander beabstandet sind auf, wobei die abgewandten Elektroden
an einer Schnittfläche zwischen dem organischen Dünnfilm und dem Isolierfilm
zwischen den Gate-Elektroden angeordnet sind.
Eine Anzeigevorrichtung mit organischen Elektrolumineszenzelementen
gemäß der vorliegenden Erfindung weist die in Anspruch 11 beschriebenen
Merkmale auf.
In einem Aspekt der Anzeigevorrichtung mit organischen Elektrolumineszenzelementen
gemäß der vorliegenden Erfindung ist der organische Dünnfilm aus
einem organischen Material des organischen Dünnfilm-Schaltelements aus einem
Teil der organischen Materialschicht gebildet.
In einem weiteren Aspekt der Anzeigevorrichtung mit organischen Elektrolumineszenzelementen
gemäß der vorliegenden Erfindung sind die Licht emittierenden Abschnitte
in einer Matrix angeordnet.
In einem weiteren Aspekt der Anzeigevorrichtung mit organischen Elektrolumineszenzelementen
gemäß der vorliegenden Erfindung weist die Anzeigevorrichtung ferner eine
Kapazität auf, die auf dem Substrat ausgebildet ist und mit wenigstens einer
der ersten und der zweiten Anzeigeelektrode und dem organischen Dünnfilm-Schaltelement
verbunden ist.
In einem noch weiteren Aspekt der Anzeigevorrichtung mit organischen
Elektrolumineszenzelementen gemäß der vorliegenden Erfindung sind das
Substrat und die erste Anzeigeelektrode transparent.
In einem noch weiteren Aspekt der Anzeigevorrichtung mit organischen
Elektrolumineszenzelementen gemäß der vorliegenden Erfindung weist die Zwischenelektrode
des organischen Dünnfilm-Schaltelements ein Paar einander abgewandter Elektroden
auf, die voneinander beabstandet sind, wobei die einander abgewandten Elektroden
auf einer Schnittfläche zwischen dem organischen Dünnfilm und dem Isolierfilm
zwischen den Gate-Elektroden angeordnet sind.
In einem noch weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung sind die
Zwischenelektrode und die Gate-Elektrode zum Injizieren von Trägern des organischen
Dünnfilm-Schaltelements aus einem Material mit einer hohen Austrittsspannung
gemacht, falls die Träger Löcher sind. In diesem Aspekt der vorliegenden
Erfindung weist die Zwischenelektrode des organischen Dünnfilm-Schaltelements
ein Laminat auf, das eine erste Schicht aus einem Material mit einer Austrittsspannung
im Wesentlichen gleich jener des organischen Dünnfilms und eine zweite Schicht
aus einem Material mit einer Austrittsspannung niedriger als jene der ersten Schicht
enthält.
In einem noch weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung sind die
Zwischenelektrode und die Gate-Elektrode zum Injizieren von Trägern des organischen
Dünnfilm-Schaltelements aus einem Material mit einer niedrigen Austrittsspannung
gemacht, falls die Träger Elektronen sind. In diesem Aspekt der vorliegenden
Erfindung weist die Zwischenelektrode des organischen Dünnfilm-Schaltelements
ein Laminat auf, das eine erste Schicht aus einem Material mit einer Austrittsspannung
im Wesentlichen gleich jener des organischen Dünnfilms und eine zweite Schicht
aus einem Material mit einer Austrittsspannung höher als jene der ersten Schicht
enthält.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schaltelement, das einen aus
einem organischen Material gebildeten organischen Dünnfilm benutzt, ein organisches
Elektrolumineszenzelement (nachfolgend auch als ein organisches „EL"-Element
bezeichnet) mit einer Licht emittierenden Schicht gebildet aus einem organischen
EL-Material basierend auf einem die Elektrolumineszenz einer organischen Materialverbindung,
die Licht durch Injizieren von Elektronen oder Löchern emittiert, nutzenden
Dünnfilm, und eine organische EL-Anzeigevorrichtung mit mehreren der Schaltelemente,
die in einer Matrix angeordnet sind.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
1 ist eine vergrößerte Teilquerschnittsansicht
einer Anzeigevorrichtung mit organischen EL-Elementen;
2 ist ein Schaltungsdiagramm eines Ersatzschaltbildes
für ein organisches EL-Element;
3 ist eine schematische Querschnittsansicht eines organischen
Dünnfilm-Schaltelements gemäß einem Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung;
4 ist eine schematische Querschnittsansicht eines organischen
Dünnfilm-Schaltelements gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
5 ist eine Draufsicht eines Teils einer Anzeigetafel
in einer Anzeigevorrichtung mit organischen EL-Elementen eines aktiven Matrixantriebsmodus
gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
6 ist ein Schaltungsdiagramm eines organischen Dünnfilm-Schaltelements
und eines organischen EL-Elements, die auf einer Anzeigetafel der Anzeigevorrichtung
mit organischen EL-Elementen gemäß dem Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung gebildet sind;
7 bis 12 sind vergrößerte
Teildraufsichten, die schematisch ein Substrat in mehreren Fertigungsschritten der
Anzeigetafel für die Anzeigevorrichtung mit organischen EL-Elementen gemäß
dem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung zeigen;
13 ist eine Querschnittsansicht entlang einer Linie
AA in 5;
14 ist eine Querschnittsansicht entlang einer Linie
BB in 5;
15 ist ein Blockschaltbild einer Anzeigevorrichtung
mit organischen EL-Elementen gemäß einem Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung;
16 ist eine Draufsicht eines Teils einer Anzeigetafel
in einer Anzeigevorrichtung mit organischen EL-Elementen eines aktiven Matrixantriebsmodus
gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
17 ist ein Schaltungsdiagramm eines organischen Dünnfilm-Schaltelements
und eines organischen EL-Elements, die auf einer Anzeigetafel der Anzeigevorrichtung
mit organischen EL-Elementen gemäß dem weiteren Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung gebildet sind;
18 bis 25 sind vergrößerte
Teildraufsichten, die schematisch ein Substrat in mehreren Fertigungsschritten der
in 16 dargestellten Anzeigetafel für die Anzeigevorrichtung
mit organischen EL-Elementen zeigen; und
26 ist eine Querschnittsansicht entlang einer Linie
CC in 25.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
Die Erfinder beobachteten während detaillierter Untersuchungen
eines Leitungsmechanismus des organischen EL-Elements, dass durch Anlegen einer
Impulsspannung mit 20 kHz von gegenüberliegenden Kathoden und Anoden an einen
organischen Dünnfilm, d.h. eine organische Materialschicht, eine Ladung bis
zu einer konstanten Tiefe in den organischen Dünnfilm entsprechend der Spannung
injiziert werden kann, und sie erreichten die vorliegende Erfindung. Da eine in
der Dickenrichtung eines organischen Dünnfilms angelegte Spannung die Existenz
einer Ladung im organischen Dünnfilm erlaubt, können weitere Zwischenelektroden,
wie beispielsweise Source, Drain, usw., in dem organischen Dünnfilm angeordnet
werden, um einen Strom in die Elektroden zu leiten. Mit anderen Worten kann ein
Leitungsmechanismus eines für das organische EL-Element zur Verfügung
stehenden Materials genutzt werden, um eine Spannung in der Dickenrichtung des organischen
Dünnfilms anzulegen, um einen Strom in der Dickenrichtung oder der Ebenenrichtung
des Dünnfilms zu schalten.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele gemäß der vorliegenden
Erfindung Bezug nehmend auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben.
Wie in 3 dargestellt, ist eine Gate-Elektrode
2 auf einem Substrat 1 aus Glas oder dergleichen zum Anlegen eines
elektrischen Feldes gebildet, und ein Isolierfilm 3 aus einer organischen
Verbindung wie beispielsweise Polyimid ist auf der Gate-Elektrode 2 ausgebildet.
Ein organisches Dünnfilm-Schaltelement 10 gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel ist auf dem Isolierfilm ausgebildet. Der Isolierfilm
3 kann aus Polyimid, Polyethylenterephthalat oder dergleichen gemacht sein.
Das organische Dünnfilm-Schaltelement 10 besteht aus einem organischen
Dünnfilm 4 aus einer organischen Verbindung und ausgebildet auf dem
Isolierfilm 3, in dem die Gate-Elektrode 2 eingebettet ist; Zwischenelektroden,
d.h. einem Paar einander abgewandter Metallelektroden 5 und 6,
die in dem organischen Dünnfilm 4 mit einem Abstand dazwischen ausgebildet
sind; und einer Gate-Elektrode 7, die zum Kontaktieren des organischen
Dünnfilms 4 auf den Metallelektroden 5 und 6 und
dem Abstand dazwischen ausgebildet ist. Die Gate-Elektrode 7 wirkt mit
den einander abgewandten Gate-Elektroden 2 zusammen, um ein elektrisches
Feld an die Metallelektroden 5 und 6 und den dazwischen gesetzten
organischen Dünnfilm 4 anzulegen. Die Gate-Elektrode 7 ist
angeordnet, um ein elektrisches Feld anzulegen, das elektrische Flusslinien zeichnet,
die eine die Metallelektroden 5 und 6 verbindende gerade Linie
kreuzen. Der organische Dünnfilm 4 ist eine organische Verbindung
mit wenigstens einer Eigenschaft einer Elektronentransporteigenschaft und einer
Löchertransporteigenschaft. Der organische Dünnfilm 4 kann für
das Material mit der Löchertransporteigenschaft beispielsweise aus Polythiophen,
Kupferphthalocyanin oder dergleichen gemacht sein. Kupferphthalocyanin kann für
ein Material mit einer Löcher- und Elektronentransporteigenschaft für
den organischen Dünnfilm 4 verwendet werden. Der organische Dünnfilm
4 kann für das Material mit der Elektronentransporteigenschaft beispielsweise
aus Tris-8-Hydroxyquinolin-Aluminium oder dergleichen gemacht sein.
In der vorliegenden Erfindung sind unter Berücksichtigung der
Tatsache, dass, wenn eine positive oder negative Spannung an die direkt auf dem
organischen Dünnfilm 4 platzierte Gate-Elektrode 7 angelegt
wird, eine Ladung direkt in den organischen Dünnfilm 4 injiziert werden
kann, die Gate-Elektroden so angeordnet, dass sie den organischen Dünnfilm
4 mit einer Löchertransporteigenschaft oder einer Elektronentransporteigenschaft,
der als ein Kanal des Elements funktioniert, in Sandwichweise aufnehmen, um Löcher
oder Elektronen in den durch den organischen Dünnfilm 4 unterhalb
der Gate-Elektrode 7 gebildeten Kanal zu injizieren. In dem organischen
Dünnfilm-Schaltelement 10 werden, wenn eine positive Spannung an den
organischen Dünnfilm 4 mit der Löchertransporteigenschaft angelegt
wird, um ein elektrisches Feld zu erzeugen, Löcher in den organischen Dünnfilm
4 injiziert, was den organischen Dünnfilm 4 mit der Löchertransporteigenschaft
als einen Kanal zwischen den Metallelektrode 5 und 6 funktionieren
lässt. Wenn dagegen eine negative Spannung an den organischen Dünnfilm
4 mit der Elektronentransporteigenschaft angelegt wird, um ein elektrisches
Feld zu erzeugen, werden Elektronen in den organischen Dünnfilm 4
injiziert, was den organischen Dünnfilm 4 mit der Elektronentransporteigenschaft
als einen Kanal zwischen den Metallelektroden 5 und 6 funktionieren
lässt. Bei diesem gehaltenen Zustand wird eine Potentialdifferenz über
die Metallelektroden 5 und 6, d.h. eine Source-Elektrode und eine
Drain-Elektrode angelegt, um einen Strom fließen zu lassen, wobei die in den
organischen Dünnfilm 4 injizierten Löcher oder Elektronen als
Träger benutzt werden, und ein Strom von der Source-Elektrode 5 zur
Drain-Elektrode 6 kann durch Ein/Ausschalten der Gate-Spannung geschaltet
werden.
Wie in 3 dargestellt, lässt in dem
organischen Dünnfilm-Schaltelement, wenn eine EIN-Spannung an die direkt mit
dem organischen Dünnfilmkanal verbundene Gate-Elektrode 7 angelegt
wird, um eine Ladung in den organischen Dünnfilmkanal zu injizieren, die injizierte
Ladung einen Strom zwischen den einander abgewandten Metallelektroden
5 und 6 fließen. Wenn die Spannung an die Gate-Elektrode
7 ausgeschaltet wird, wird keine Ladung injiziert, sodass
kein Strom fließt. Da eine Feinsteuerung für den Strom durch die Gate-Spannung
für das organische EL-Element nicht erforderlich ist, wenn es im aktiven Matrixantriebsmodus
betrieben wird, kann die Steuerung für das organische EL-Element allein durch
ein Paar organischer Dünnfilmschalter, die einen Strom ein/ausschalten können,
realisiert werden.
Dieses organische Dünnfilm-Schaltelement ist nicht mit einem
elektrisch isolierenden anorganischen Dünnfilm wie beispielsweise Siliziumoxid
an der Ober- und der Unterseite des organischen Dünnfilms 4 versehen,
sondern die Gate-Elektrode 7 ist direkt auf den organischen Dünnfilm
4 gesetzt. Durch die vorliegende Erfindung kann, da eine Gate-Spannung
direkt an das Schaltelement ohne irgendeinen isolierenden anorganischen Film dazwischen
gelegt werden kann, die Gate-Spannung deutlich reduziert werden. Da das Element
nicht kapazitiv ist, ist auch die Schaltreaktion schneller. Ferner kann wegen des
Beseitigens eines isolierenden anorganischen Materials, das allgemein einen Hochtemperaturprozess
erfordert, das Schaltelement der vorliegenden Erfindung bei relativ niedrigen Temperaturen
hergestellt werden und ist zur Verwendung beim Steuern eines organischen Funktionselements
wie beispielsweise Steuern eines Stroms in einem organischen EL-Element oder dergleichen
optimal.
Ferner kann, wie in 4 dargestellt, eine
der in 3 erscheinenden einander gegenüberliegenden
Metallelektroden 5 in dem organischen Dünnfilm-Schaltelement weggelassen
werden. Mit anderen Worten ist gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung nur wenigstens eine Zwischenelektrode erforderlich. Dieses
organische Dünnfilm-Schaltelement 11 ist in einer solchen Weise konstruiert,
dass eine Ladung von einer Gate-Elektrode 7 zum Anlegen eines elektrischen
Feldes an den organischen Dünnfilm 4 und weiter in die Drain-Elektrode
6 angelegt wird.
5 zeigt einen Teil einer Anzeigetafel in einer Anzeigevorrichtung
mit organischen EL-Elementen gemäß dem aktiven Matrixantriebsmodus in
einem dritten Ausführungsbeispiel. Diese Anzeigetafel 109 besitzt
eine Bildanzeigeanordnung, die aus mehreren Licht emittierenden Pixeln
111 besteht, die in einer Matrix angeordnet sind und jeweils aus drei Licht
emittierenden Abschnitten für rot R, grün G und blau B (organische EL-Elemente)
bestehen. Jeder Licht emittierende Abschnitt in einem Pixel enthält eine aus
zwei organischen Dünnfilm-Schaltelementen 10 und 11 und einer
Kapazität 300 gebildete organische Dünnfilm-Schaltschaltung sowie
ein organisches EL-Element 200. Solche Licht emittierenden Abschnitte sind
für jeden Pixel in eine Einheit kombiniert, und eine Anzahl Einheiten gleich
der Gesamtzahl Pixel ist kombiniert, um ein Substrat für eine Anzeigevorrichtung
mit organischen EL-Elementen mit einer aus mehreren in einer Matrix angeordneten,
Licht emittierenden Pixeln gebildeten Bildanzeigeanordnung zu bilden.
Auf einem Glassubstrat der Anzeigevorrichtung mit organischen EL-Elementen
sind eine Anodenleitung 12 und eine Datensignalleitung 13 angeordnet,
die parallel zu den organischen EL-Elementen 200 und den in Sandwichweise
dazwischen aufgenommenen Kapazitäten 300 verlaufen. Ferner sind eine
Kathodenleitung 15 und eine Abtastsignalleitung 16 an Positionen
elektrisch beabstandet von und orthogonal zu diesen Leitungen angeordnet. Die Abtastsignalleitungen
16 werden als Reaktion auf RGB-Signale an die Datensignalleitungen
13 nacheinander abgetastet, um die organischen EL-Elemente 200
in den Pixeln an den Schnittpunkten selektiv zur Lichtemission zu zwingen.
6 zeigt den Schaltungsaufbau eines Licht emittierenden
Abschnitts entsprechend einer Pixeleinheit der Anzeigetafel gemäß dem
dritten Ausführungsbeispiel. Ein Gate G1 des organischen Dünnfilm-Schaltelements
11 ist mit der Abtastsignalleitung 16 verbunden, die ein Abtastsignal
von einer Abtastschaltung für Abtastleitungen zuführt, während eine
Source S des organischen Dünnfilm-Schaltelements 11 mit der Datensignalleitung
13 verbunden ist, der ein Signal von einer Schreibschaltung entsprechend
Daten in einem Vollbildspeicher zugeführt wird, zusammen mit einem Gate G2.
Das organische Dünnfilm-Schaltelement 11 hat ein mit
der Gate-Elektrode 2 des organischen Dünnfilm-Schaltelements
10 und der Kapazität 300 verbundene und auch durch die Kapazität
300 mit der Kathodenleitung 15 verbundene Drain-Elektrode D.
Das organische Dünnfilm-Schaltelement 10 besitzt eine
mit der Anodenleitung 12 verbundene Source-Elektrode S, während das
organische Dünnfilm-Schaltelement 11 die mit einer ITO-Anode, d.h.
einer ersten Anzeigeelektrode des organischen EL-Elements 200, verbundene
und durch eine Metallkathode des organischen EL-Elements 200 mit der Kathodenleitung
15 verbundene Drain-Elektrode D besitzt. Eine Gate-Elektrode G1 des organischen
Dünnfilm-Schaltelements 10 ist ebenfalls mit der Kathodenleitung
15 verbunden. Die Anodenleitung 12 und die Kathodenleitung
15 sind mit einer Stromversorgungsschaltung verbunden und werden separat
voneinander angesteuert.
Für die Anzeigetafel 109 mit mehreren in Reihen und
Zeilen angeordneten obigen Schaltungen wird ein Lichtemissionssteuervorgang für
eine Pixeleinheit in der folgenden Weise durchgeführt. Wenn eine EIN-Potentialdifferenz
über die Gate-Elektroden des organischen Dünnfilm-Schaltelements
11 angelegt wird, leitet das organische Dünnfilm-Schaltelement
11 einen Strom entsprechend der Spannung der der Source-Elektrode S zugeführten
Daten von der Source-Elektrode S zur Drain-Elektrode D.
Wenn eine AUS-Potentialdifferenz über die Gate-Elektroden des
organischen Dünnfilm-Schaltelements 11 angelegt wird, wird das organische
Dünnfilm-Schaltelement 11 in einen so genannten Ausschaltzustand gesetzt,
in dem die Drain-Elektrode D des organischen Dünnfilm-Schaltelements
11 geöffnet ist. Daher wird während einer Periode, in der eine
EIN-Potentialdifferenz über die Gate-Elektroden des organischen Dünnfilm-Schaltelements
11 vorhanden ist, die Kapazität 300 basierend auf der Spannung
an der Source-Elektrode S mit einem Strom geladen, und die Spannung wird der Gate-Elektrode
G2 des organischen Dünnfilm-Schaltelements 10 zugeführt. Das
organische Dünnfilm-Schaltelement 10 wird basierend auf der Gate-Spannung
geschlossen, sodass ein Strom durch die Anodenleitung 12 fließt und
von der Source-Elektrode S zur Drain-Elektrode D gelangt und weiter in die ITO-Anode
des organischen EL-Elements 200 fließt, was das organische EL-Element
200 Licht emittieren lässt.
Wenn eine AUS-Potentialdifferenz über den Gate-Elektroden des
organischen Dünnfilm-Schaltelements 11 vorhanden ist, wird das organische
Dünnfilm-Schaltelement 11 geöffnet, sodass das organische Dünnfilm-Schaltelement
10 die Spannung an der Gate-Elektrode G2 mit der an der Kapazität
300 gesammelten Ladung hält, einen Strom bis zum nächsten Abtasten
beibehält und auch das vom organischen EL-Element 200 emittierte Licht
beibehält.
Als nächstes wird ein Herstellungsprozess der Anzeigetafel
109 für die Anzeigevorrichtung mit organischen EL-Elementen unter
Bezug auf 7 bis 12 beschrieben.
Zuerst werden, wie in 7 dargestellt,
eine Anodenleitung 12, eine Datensignalleitung 13, eine Elektrode
301 einer Kapazität und eine transparente Elektrode (Anode)
210, die als eine erste Anzeigeelektrode dient, alle aus ITO, auf einem
Glassubstrat 1 gebildet. Ein Bereich 7a zum anschließenden
Ausbilden der Source-Elektrode S und der Gate-Elektrode G2 eines organischen Dünnfilm-Schaltelements
11 darin existiert in einem Abschnitt der Datensignalleitung
13 gegenüber der Elektrode 301, und ein Bereich
2a zum anschließenden Ausbilden der Gate-Elektrode G2 eines organischen
Dünnfilm-Schaltelements 10 darin existiert in einem Abschnitt der
Kapazitätselektrode 301 gegenüber der Anodenleitung
12. Während die gezeigten Leitungen aus ITO gemacht sind, kann ein
Metall mit geringem spezifischen Widerstand wie beispielsweise Al weiter auf die
Leitungen geschichtet werden.
Als nächstes wird, wie in 8 dargestellt,
ein Isolierfilm 3 aus einem lichtempfindlichen Polyimid oder dergleichen
über das Substrat 1, das zuvor mit den jeweiligen Leitern aus ITO
gebildet worden ist, geschichtet. Der Isolierfilm 3 hat eine Öffnung
zum Freilegen der transparenten Elektrode 201 oder der ersten Anzeigeelektrode,
um eine organische Materialschicht mit einer organischen Elektrolumineszenzmaterialschicht,
die Licht emittieren kann, aufzuschichten. Hierbei ist der Isolierfilm mit einem
Kontaktloch 11a für die mit der Kapazität verbundene Drain-Elektrode
des organischen Dünnfilm-Schaltelements 11 sowie einem Kontaktloch
12a für die mit der Anodeleitung 12 verbundene Source-Elektrode
des organischen Dünnfilm-Schaltelements 10 ausgebildet.
Als nächstes werden, wie in 9 veranschaulicht,
die Drain-Elektrode 6 des organischen Dünnfilm-Schaltelements
11 und ein Al-Streifen eines Leiters 6a zum Verbinden mit der
Kapazität durch das Kontaktloch 11a; ein Al-Streifen 5a mit
einem anschließend in die Source-Elektrode 5 ausgebildeten Ende an
den Bereich 2a zum anschließenden Ausbilden der Gate-Elektrode G2
des organischen Dünnfilm-Schaltelements 10 darin; und ein Al-Streifen
6a mit einem anschließend in die Source-Elektrode 6 gebildeten
Ende am gleichen Bereich 2a auf den Isolierfilm 3 durch Vakuumdampfabscheidung
oder dergleichen abgeschieden. Die Al-Streifen 5a und 6a werden
so abgeschieden, dass ihre Enden gegenüber jenen anschließend in die Elektroden
des organischen Dünnfilm-Schaltelements 10 gebildeten mit der Anodenleitung
12 und der transparenten Elektrode 201 oder der ersten Anzeigeelektrode
verbunden sind.
Als nächstes wird, wie in 10 dargestellt,
eine Löchertransportschicht über die gesamte Oberfläche des Substrats
abgeschieden.
Als nächstes werden, wie in 11 dargestellt,
organische, R, G, B-Licht emittierende EL-Medien 4 in einer vorbestimmten
Dicke auf der Löchertransportschicht 4a entsprechend der transparenten
Elektrode 201 oder der ersten Anzeigeelektrode unter Verwendung einer vorbestimmten
EL-Medienabscheidungsmaske abgeschieden. Die Maske wird anschließend so bewegt,
dass eine Maskenöffnung von einer Anzeigeelektrode 201 zur benachbarten
ersten Anzeigeelektrode positioniert ist, um die organischen EL-Medien
4 abzuscheiden. Es sollte beachtet werden, dass zum Zwecke des Ebnens der
Oberfläche des Substrats und Einstellens der Kapazität des Kondensators
ein weiteres dielektrisches Material in zugehörigen Abschnitten außer
den zwei organischen Dünnfilm-Schaltelementen und den organischen EL-Medien
abgeschieden werden kann.
Als nächstes wird, wie in 12 dargestellt, die
Abscheidungsmaske entfernt und ein Metall mit einer niedrigen Austrittsspannung
wie beispielsweise AI-Li oder dergleichen wird auf den abgeschiedenen drei organischen
EL-Medien als eine zweite Anzeigeelektrode 203 oder die Kathode mittels
beispielsweise Dampfabscheidung, Sputtern oder dergleichen abgeschieden. Dieser
Metallfilm kann in einer größtmöglichen Dicke gewachsen werden, sofern
er den Prozess nicht beeinträchtigt. In diesem Schritt des Bildens der zweiten
Anzeigeelektrode werden die Kathodenleitung 15 zum Verbinden benachbarter
zweiter Anzeigeelektroden 203 und die Abtastsignalleitung 16 gleichzeitig
so abgeschieden, dass sie sich mit der darunter liegenden Anodenleitung
12 und Datensignalleitung 13 schneiden. Weiter werden auch eine
abgewandte Elektrode 302 der mit der Kathodenleitung 15 verbundenen
Kapazität und die Gate-Elektrode G1 des organischen Dünnfilm-Schaltelements
11 gleichzeitig abgeschieden.
Die hergestellten organischen Dünnfilm-Schaltelemente
11, 10 in der Anzeigevorrichtung mit organischen EL-Elementen
sind jeweils in den Querschnittsansichten von 13,
14 dargestellt. Man kann sehen, dass die organischen
Dünnfilm-Schaltelemente 11, 10 und das organische EL-Element
200 im Wesentlichen in der gleichen Ebene gebildet sind.
Wie oben beschrieben, können gemäß der vorliegenden
Erfindung die organischen Dünnfilm-Schaltelemente und die Anordnung aus organischen
EL-Elementen gleichzeitig hergestellt werden, was es möglich macht, eine Vollfarbenanzeige
hoher Auflösung zu realisieren.
Als nächstes zeigt 15 als Blockschaltbild
eine Anzeigevorrichtung mit organischen EL-Elementen gemäß einem vierten
Ausführungsbeispiel, das eine Anzeigetafel verwendet, die aus organischen Dünnfilm-Schaltelementen
und einer Anordnung mit organischen EL-Elementen gebildet ist. Die dargestellte
organische EL-Anzeigevorrichtung weist eine A/D-Umsetzschaltung 101, eine
Verarbeitungsschaltung 102, einen Vollbildspeicher 103, eine Steuerung
104, eine Abtastschaltung 105, eine Schreibschaltung
106, eine Stromversorgungsschaltung 107, einen Stromwertespeicher
108 und eine Anzeigetafel 109 auf.
Die A/D-Umsetzschaltung 101 empfängt einen analogen
Videosignaleingang und setzt ihn in digitale Videosignaldaten um. Das umgesetzte
digitale Videosignal wird von der A/D-Umsetzschaltung 101 der Verarbeitungsschaltung
102 zugeführt, die das digitale Videosignal basierend auf Daten von
dem Stromwertespeicher 108 unter der Steuerung der Steuerung
104 verarbeitet. Das verarbeitete digitale Videosignal wird dann dem Vollbildspeicher
103 zugeführt und unter der Steuerung der Steuerung 104 zur
Speicherung darin geschrieben. Diese Verarbeitung wird später beschrieben.
Die Steuerung 104 steuert die jeweiligen Schaltungen bis zur Stromversorgungsschaltung
107 außer dem Vollbildspeicher 103 synchron zu Horizontal-
und Vertikalsynchronisierungssignalen des eingegebenen Videosignals.
Die im Vollbildspeicher 103 gespeicherten digitalen Videosignaldaten
werden durch die Steuerung 104 gelesen und zur Schreibschaltung
106 geschickt. Ebenso werden die Abtastschaltung 105 und die Schreibschaltung
106, die mit Zeilen und Spalten der Anzeigetafel, d.h. Abtastsignalleitungen
16 und Datensignalleitungen 13, verbunden sind, nacheinander durch
die Steuerung 104 gesteuert, um Lichtemissionsdauern der organischen EL-Elemente
der Anzeigetafel 109 entsprechend einem im Vollbildspeicher 103
gespeicherten Bild zum Beispiel durch ein Teilfeldverfahren oder dergleichen zu
steuern, um eine gewünschte Bildanzeige vorzusehen. Die Stromversorgungsschaltung
107 versorgt alle organischen EL-Elemente der Anzeigetafel 109
durch die Anodenleitungen 12 und die Kathodenleitungen 15 unter
der Steuerung der Steuerung 104 mit Strom. Der Stromwertespeicher
108 speichert wiederum Werte entsprechend den Antriebsströmen für
die organischen EL-Elemente, die die jeweiligen organischen EL-Elemente der Anzeigetafel
109 bilden, unter der Steuerung der Steuerung 104.
Es wird nun die vorgenannte Verarbeitung beschrieben. Wie oben erwähnt,
wird ein Wert entsprechend einem Antriebsstrom für jedes organische EL-Element
im Stromwertespeicher 108 gespeichert, wenn es durch die Steuerung
104 so befohlen wird. Zum Beispiel steuert die Steuerung 104 vor
dem Ausschalten der Anzeigevorrichtung alle organischen EL-Elemente der Anzeigetafel
109, Licht entsprechend den gleichen Leuchtdichtedaten zu emittieren.
Dies bedeutet, dass alle organischen EL-Elemente der Anzeigetafel
109 mit der gleichen konstanten Spannung angetrieben werden. Die jeweiligen
organischen EL-Elemente zeigen unterschiedliche Lichtemissionsströme, obwohl
sie mit der gleichen Spannung angetrieben werden, falls sie unterschiedliche Lichtemissionskennlinien
für den Antriebsstrom haben. Allgemein erfahren organische EL-Elemente, die
häufig angetrieben werden, um Licht mit einer hohen Leuchtdichte zu emittieren,
verschlechterte Lichtemissionsleuchtdichtekennlinien schneller als andere organische
EL-Elemente. Im Fall des Antreibens mit konstanter Spannung sind ihre Lichtemissionsströme
im Vergleich zu anderen organischen EL-Elementen reduziert.
Deshalb werden basierend auf einem Lichtemissionsstrom des organischen
EL-Elements, das die am meisten verschlechterte Lichtemissionsleuchtdichtekennlinie
zeigt, die Antriebsströme für die anderen organischen
EL-Elemente korrigiert, um die Lichtemissionsdauern der jeweiligen organischen EL-Elemente
basierend auf den korrigierten Lichtemissions-Helligkeitsgradationsdaten zu steuern,
was es möglich macht, eine Bildanzeige vorzusehen, bei der alle organischen
EL-Elemente der Anzeigetafel 109 in einem Lichtemissionszustand exakt proportional
zu einem eingegebenen Videosignal bleiben.
Der Stromwertespeicher 108 hat darin Stromwerte zur Korrektur
entsprechend der Steuerung der Steuerung 104 durch das oben beschriebene
Verfahren gespeichert. Dann liest die Verarbeitungsschaltung 102 einen
vorbestimmten gespeicherten Stromwert gemäß der Steuerung der Steuerung
104 und findet das Verhältnis des gelesenen Stromwerts zum Referenzwert
als einen Korrekturwert für Leuchtdichtedaten durch eine Berechnung zum Beispiel
zum Teilen des gelesenen Stromwerts durch den Referenzwert für den kleinsten
Lichtemissionsstromwert für jedes der obigen organischen EL-Elemente.
Die berechneten Korrekturwerte präsentieren Wert von Eins oder
größer, da der Minimalwert des Lichtemissionsstroms als ein Referenzwert
benutzt wird. Der digitale Videosignaldateneingang zur Verarbeitungsschaltung
102 wird durch den so berechneten Korrekturwert für jeden Pixel geteilt,
um korrigierte digitale Videosignaldaten abzuleiten, die dann dem Vollbildspeicher
103 zugeführt werden.
Ein Stromdetektor zum Senden von Werten an den Stromwertespeicher
108 ist in Reihe mit dem organischen EL-Element 200 geschaltet,
um einen durch das organische EL-Element 200 fließenden Strom zu erfassen.
Der durch den A/D-Umsetzer in digitale Daten umgesetzte Wert wird im Stromwertspeicher
108 gespeichert. Alternativ kann der Stromdetektor zwischen der Source-Elektrode
des organischen Dünnfilm-Schaltelements 10 und Masse positioniert
werden.
Als nächstes sind eine Pixeleinheit der Anzeigetafel
109 zur Verwendung in der organischen EL-Anzeigevorrichtung gemäß
dem vierten Ausführungsbeispiel und ein entsprechender Schaltungsaufbau für
einen Licht emittierenden Abschnitt in der Pixeleinheit in 16
bzw. 17 dargestellt. Da die Anzeigetafel gemäß
dem vierten Ausführungsbeispiel grundsätzlich ähnlich dem dritten
Ausführungsbeispiel ist, sind Erläuterungen der durch die gleichen Bezugsziffern
in der Zeichnung bezeichneten Elemente und der zuvor beschriebene Lichtemissionssteuerbetrieb
dafür weggelassen. In der Anzeigetafel gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel
sind die Kathodenleitungen 15a, 15b parallel zur Anodenleitung
12 und zur Datensignalleitung 13 angeordnet. Die Kathodenleitungen
15a, 15b sind extern mit der Pixelanordnung verbunden. Da sich
die Kathodenleitung 15a mit der Abtastsignalleitung 16 schneidet,
ist der Schnittpunkt der Abtastsignalleitung 16 unterhalb der Kathodenleitung
15a eingebettet. Die Kathodenleitung 15b ist zwischen dem organischen
EL-Element 200 und der Anodenleitung 12 angeordnet.
Wie in 17 dargestellt, ist eine Kapazität
300b so hinzugefügt, dass die mit der Gate-Elektrode G2 des organischen
Dünnfilm-Schaltelements 10 verbundene Drain-Elektrode D des organischen
Dünnfilm-Schaltelements 11 durch die Kapazitäten 300,
300b mit den Kathodenleitungen 15a, 15b verbunden ist.
Durch Übereinandersetzen der Kapazitäten 300, 300b können
die kapazitiven Elemente kompakt gemacht werden, um den Bereich der Anzeigeelektrode
im organischen EL-Element 200 zu vergrößern.
Mit dem oben beschriebenen Aufbau können die organischen EL-Elemente
200 in den drei Licht emittierenden Abschnitten für rot R, grün
G und blau B Signale während der separaten Abtastperioden senden. Weiter vereinfacht
dies eine Korrektur des Unterschiedes in den Kennlinien der drei organischen EL-Elemente
R, G und B. Dies deshalb, weil eine Vorwärtsspannung und eine Vorspannungsspannung
durch die Anodenleitung 12 und die Kathodenleitung 15a,
15b separat zugeführt werden können.
Ferner wird, falls die sich bewegenden Ladungen Löcher sind,
ein gut leitendes Material mit einer hohen Austrittsspannung für die Gate-Elektroden
und die Zwischenelektrode der organischen Dünnfilm-Schaltelemente
10 und 11 zum Injizieren der Träger eingesetzt, um Bewegungen
der Löcher zwischen den Elektroden und dem organischen Dünnfilm zu erleichtern.
Andererseits kann, falls die sich bewegenden Ladungen Elektronen sind, ein gut leitendes
Material mit einer niedrigen Austrittsspannung eingesetzt werden, um die Bewegungen
der Elektronen zwischen den Elektroden und dem organischen Dünnfilm zu erleichtern.
Außerdem kann zum Zweck des Rückfließens der Ladung in der Richtung
entgegengesetzt zur Elektrode zum Injizieren der Träger die Zwischenelektrode
in einem zweischichtigen Aufbau gebildet sein, der aus einer ersten Schicht aus
einem Material mit einer Austrittsspannung im Wesentlichen gleich jener des organischen
Films (5 oder 6 in 3 und
4) und einer zweiten darauf gebildeten Schicht aus
einem Material mit einer Austrittsspannung niedriger als jene der ersten Schicht
(5b, dargestellt durch gestrichelte Linien in 3
und 4) besteht, falls die sich bewegenden Ladungen
Löcher sind. Andererseits kann für den Fall, in dem die sich bewegenden
Ladungen Elektronen sind, die Zwischenelektrode in einem zweischichtigen Aufbau
gebildet sein, der aus einer ersten Schicht aus einem Material mit einer Austrittsspannung
im Wesentlichen gleich jener des organischen Dünnfilms und
einer zweiten darauf ausgebildeten Schicht aus einem Material mit einer Austrittsspannung
höher als jene der ersten Schicht aufgebaut ist. Der Energieabstand zwischen
dem organischen Dünnfilm und der Elektrode bei diesem Aufbau verhindert einen
Ladungsaustritt von der Kapazität, selbst wenn ein Rückstrompotential
zwischen der Gate-Elektrode und der Drain-Elektrode des organischen Dünnfilm-Schaltelements
auftritt.
Als nächstes wird ein Herstellungsprozess der Anzeigetafel
109 für die Anzeigevorrichtung mit organischen EL-Elementen gemäß
dem vierten Ausführungsbeispiel Bezug nehmend auf 18
bis 25 beschrieben.
Zuerst werden, wie in 18 veranschaulicht,
eine Anodenleitung 12, eine Kathodenleitung 15a, eine mit der
Kathodenleitung 15a verbundene Elektrode 302b einer Kapazität
300b, eine Abtastsignalleitung 16, eine mit der Abtastsignalleitung
16 verbundene Gate-Elektrode 7 eines organischen Dünnfilm-Schaltelements
11, eine Datensignalleitung 13 und eine transparente Elektrode
(Anode) 201 oder erste Elektrode, alle aus ITO, auf einem Glassubstrat
1 gebildet. Bereiche 55a, 66a zum anschließenden
Bilden einer Source-Elektrode und einer Gate-Elektrode eines organischen Dünnfilm-Schaltelements
10 darin existieren auf der Elektrode 302b. Ein Metall mit einem
niedrigen spezifischen Widerstand wie beispielsweise Al kann weiter auf die jeweiligen
Leitungen geschichtet werden, falls erforderlich.
Als nächstes wird, wie in 19 dargestellt,
ein Isolierfilm 3 aus einem lichtempfindlichen Polyimid und dergleichen
auf dem Substrat 1 abgeschieden, das zuvor mit den jeweiligen Leitern aus
ITO gebildet worden ist. Der Isolierfilm 3 hat eine Öffnung zum Freilegen
der transparenten Elektrode 201 oder der ersten Anzeigeelektrode, um eine
organische Materialschicht aufzuschichten, die eine Schicht aus organischem Elektrolumineszenzmaterial
enthält, das Licht emittieren kann. Hierbei ist der Isolierfilm 3
mit einem Kontaktloch 13b für die Gate-Elektrode und die Source-Elektrode
des organischen Dünnfilm-Schaltelements 11 zum Verbinden derselben
mit der Datensignalleitung 13, einem Kontaktloch 12a für
die Source-Elektrode des organischen Dünnfilm-Schaltelements 10 zum
Verbinden derselben mit der Anodenleitung 12 und Verbindungskontaktlöchern
16a, 16b zum Kreuzen der Abtastsignalleitung 16 über
die Anodenleitung 12, die Kathodenleitung 15a und die Datensignalleitung
13 durch den Isolierfilm 3 ausgebildet.
Als nächstes wird, wie in 20 veranschaulicht,
ein Laminatstreifen 66 aus Al oder dergleichen mit einer Drain-Elektrode
6 des organischen Dünnfilm-Schalttransistors 11 und einem
Leiter 6a zum Verbinden der Drain-Elektrode 6 mit der Kapazität
300b auf der Elektrode 302b und der Gate-Elektrode 7
durch Photoätzen oder dergleichen abgeschieden. Gleichzeitig werden ein Streifen
5a aus Al oder dergleichen mit einem anschließend in die Source-Elektrode
5 ausgebildeten Ende und ein Streifen 6a aus Al oder dergleichen
analog mit einem anschließend in die Source-Elektrode 6 ausgebildeten
Ende auf dem Isolierfilm 3 in den Bereichen 55a, 66a
für das organische Dünnfilm-Schaltelement 10 durch Vakuumdampfabscheidung
oder dergleichen ausgebildet. Der Streifen 5a aus Al oder dergleichen hat
das andere Ende abgewandt zu jenem, das anschließend in die Elektrode des organischen
Dünnfilm-Schaltelements 10 gebildet wird, durch das Kontaktloch
12a mit der Anodenleitung 12 verbunden, während der Streifen
6a das andere Ende, das jenem abgewandt ist, das anschließend in die
Elektrode des organischen Dünnfilm-Schaltelements 10 gebildet wird,
mit der transparenten Elektrode 201 oder der ersten Anzeigeelektrode verbunden
hat. Während des Schritts des Abscheidens dieser Elektroden werden das Verbindungskontaktloch
13b und die Kontaktlöcher 16a, 16b mit Al oder dergleichen
durch Dampfabscheidung gefüllt, um gleichzeitig Verbindungen 133b,
166a, 166b zu bilden.
Als nächstes wird, wie in 21 veranschaulicht,
ein organisches Material mit der Elektronentransporteigenschaft und/oder der Löchertransporteigenschaft,
d.h. ein so genannter organischer Halbleiter, auf den Elektroden 5 und
6 der organischen Schaltelemente 10 und 11 als ein dünner
Film abgeschieden. Gleichzeitig wird ein organischer Halbleiter 41a des
gleichen Materials an einem gewünschten Ort als ein zweiter Isolierfilm abgeschieden.
Ein Teil des organischen Halbleiters 41 führt auch eine Funktion einer
dielektrischen Schicht für die Kapazität 300b durch.
Als nächstes wird, wie in 22 dargestellt,
eine Elektrode 301 aus Al oder dergleichen, die als eine gemeinsame Anode
für die Kapazität 300, 300b dient, abgeschieden. Ein
Teil der Elektrode 301 angrenzend an das organische Dünnfilm-Schaltelement
10 wird in die Elektrode 7 für die Gate-Elektrode G2 davon
gebildet. Das andere Ende der Elektrode 301 wird mit dem Leiter
6a verbunden. Gleichzeitig wird in einem Teil zum Bilden des organischen
Dünnfilm-Schaltelements 11 eine Source-Elektrode 2 aus Al
oder dergleichen auf dem Film des Halbleiters 41 so abgeschieden, dass
sie mit der Verbindung 133b der Datensignalleitung 13 verbunden
ist.
Als nächstes werden, wie in 23 dargestellt,
eine oder mehrere Schichten eines dünnen Films 4 aus einem organischen
Material, erforderlich für das organische EL-Element, wie beispielsweise ein
Löchertransportschicht, über der gesamten Oberfläche des Substrats
abgeschieden. Hierbei werden R, G, B-Licht emittierende, organische EL-Medien
4
jeweils auf dem organischen Dünnfilm 4 entsprechend
der eingebetteten transparenten Elektrode 201 oder der ersten Anzeigeelektrode
in einer vorbestimmten Dicke unter Verwendung einer vorbestimmten Abscheidungsmaske
für EL-Medien abgeschieden. Es sollte beachtet werden, dass zum Zweck des Ebnens
der Oberfläche des Substrats und Einstellen des Kapazitätswerts der Kapazität
ein weiteres dielektrisches Material an entsprechenden Abschnitten außer den
zwei organischen Dünnfilm-Schaltelementen und den organischen EL-Medien abgeschieden
werden kann.
Als nächstes wird, wie in 24 gezeigt,
die Abscheidungsmaske entfernt und ein Metall mit einer niedrigen Austrittsspannung
wie beispielsweise Al-Li oder dergleichen wird auf den abgeschiedenen drei organischen
EL-Medien als eine zweite Anzeigeelektrode 203 oder Kathode mittels beispielsweise
Dampfabscheidung, Sputtern oder dergleichen abgeschieden. Dieser Metallfilm kann
in einer größtmöglichen Dicke gewachsen werden, sofern er den Prozess
nicht beeinträchtigt. In diesem Schritt des Ausbildens der zweiten Anzeigeelektrode
wird, wie in 25 dargestellt, gleichzeitig die Kathodenleitung
15a zum Verbinden benachbarter zweiter Anzeigeelektroden 203 so
abgeschieden, dass sie sich mit der darunter liegenden Anodenleitung 12
und Datensignalleitung 13 schneidet. Ferner werden auch eine mit der Kathodenleitung
15 verbundene abgewandte Elektrode 302 der Kapazität und
die Gate-Elektrode G1 des organischen Dünnfilm-Schaltelements 11 gleichzeitig
abgeschieden.
Die gefertigten organischen Dünnfilm-Schaltelemente
11, 10 in der Anzeigevorrichtung mit organischen EL-Elementen
sind in Querschnittsansicht in 26 dargestellt. Man
kann erkennen, dass die organischen Dünnfilm-Schaltelemente 11,
10 und das organische EL-Element 200 im Wesentlichen in der gleichen
Ebene ausgebildet sind.
Das organische Dünnfilm-Schaltelement gemäß diesem
Ausführungsbeispiel und ein organisches Dünnfilm-Schaltement für
ein Vergleichsbeispiel wurden speziell hergestellt. Zuerst wurde ein organischer
Dünnfilm-FET als ein Vergleichsbeispiel hergestellt. Eine Gate-Elektrode aus
Au wurde auf einem Glassubstrat gebildet und mit einem Isolierfilm Si3N4
eingebettet. Der Isolierfilm kann auch aus einem anorganischen Material wie beispielsweise
Al2O3 sein. Eine Source-Elektrode aus Au und eine Drain-Elektrode
wurden auf dem Isolierfilm dampfabgeschieden, und Polyhexylthiophen (P3HT) wurde
in einer Dicke im Bereich von 10 bis 20 mm (100 bis 200 Å) als ein organischer
Dünnfilm durch Schleuderbeschichtung abgeschieden. Wenn eine Kanallänge
und eine Kanalbreite zu 5 &mgr;m bzw. 1.000 &mgr;m ausgewählt wurden, war
das organische Dünnfilm-Schaltelement in der Lage, einen Strom von 280 &mgr;A
mit einer Gate-Spannung von –50 V und einer Drain-Source-Spannung von 140
V zu schalten. In diesem Fall hatte das Polyhexylthiophen die Leitfähigkeit
gleich oder geringer als 10–8 S/cm und die Beweglichkeit im Bereich
von 0,05 bis 0,1 cm2/Vs sowie ein Ein/Aus-Verhältnis des Stroms
gleich oder höher als 106.
In der Vollfarbenanzeige mit organischen EL-Elementen mit Unterpixeln
mit dem Maß von 0,1 mm × 0,3 mm kann eine notwendige Leuchtdichte gewährleistet
werden, falls ein Strom von 10 &mgr;A oder mehr fließen kann. Man kann sagen,
dass der organische FET des Vergleichsbeispiels unter einem Gesichtspunkt des Leistungsvermögens
ausreichend gut ist, weil er das Ein/Aus-Verhältnis von über 106
besitzt und einen Strom von 20 &mgr;A oder mehr steuern kann, wenn die Kanallänge
5 &mgr;m beträgt und die Kanalbreite 100 &mgr;m beträgt. Sein Nachteil
ist jedoch eine hohe Antriebsspannung.
Als Nächstes wird ein spezielles organisches Dünnfilm-Schaltelement
gemäß der vorliegenden Erfindung so aufgebaut, dass die Träger ohne
irgendeinen isolierenden anorganischen Film unter der Gate-Elektrode direkt in den
Kanal injiziert werden, sodass die Gate-Spannung niedrig eingestellt werden konnte.
Da die Kanallänge in der Dickenrichtung des organischen Dünnfilms verläuft,
wird auch die Kanallänge auf 0,1 &mgr;m oder weniger reduziert. Daher war,
wenn die Kanalbreite 28 &mgr;m betrug und die Trägermobilität des organischen
Dünnfilms, in den die Träger injiziert wurden, 0,1 cm2/Vs betrug,
eine Source-Drain-Spannung, die zum Leiten eines Stroms von 10 &mgr;A mit einer
Gate-Spannung von 7 V erforderlich ist, extrem niedrig, nämlich 0,36 V. Außerdem
betrug das Öffnungsverhältnis des Licht emittierenden EL-Abschnitts etwa
54%, der Kapazitätswert einer Kapazität zum Halten eines Datensignals
betrug 0,58 pF und die Leitungsbreite konnte durch den Photoprozess 5 &mgr;m überspannen
und durch den Dampfabscheidungsprozess 10 &mgr;m überspannen.
Wie oben beschrieben, kann die vorliegende Erfindung ein organisches
Dünnfilm-Schaltelement vorsehen, das mit einer geringeren Anzahl von Schritten
als das Herstellungsverfahren der herkömmlichen Anzeigevorrichtung mit organischen
EL-Elementen und durch einen Niedertemperaturprozess hergestellt werden kann. Durch
Kombinieren organischer EL-Elemente mit diesem organischen Dünnfilm-Schaltelement
und auch durch Ausbilden von Kapazitäten für Speicher eines organischen
Dünnfilms kann eine Anzeigetafel allein durch einen organischen Dünnfilm-Abscheidungsvorgang
hergestellt werden. Da das Schaltelement mit organischen Dünnfilmen ohne Verwenden
eines Siliziumsubstrats hergestellt werden kann, kann eine große Vollfarbenanzeigetafel
für eine Anzeigevorrichtung mit organischen EL-Elementen gemäß dem
aktiven Matrixantriebsmodus durch einfache Herstellungsprozesse
für die organische EL-Anzeigetafel hergestellt werden.
Die Fähigkeit der Schaltelemente, die organischen EL-Elemente
einzeln zu steuern, ermöglicht ein Hochgeschwindigkeitsschalten und ein Niederspannungsantreiben
mit einigen Volt Gleichspannung, wodurch eine hocheffiziente Vollfarbenanzeige hoher
Leuchtdichte und langer Lebensdauer bereitgestellt wird. Da die Vollfarbenanzeige
digital angetrieben wird, kann sie digitale Quellen, die in der Zukunft wohl weiter
verbreitet werden, einfach unterstützen. Da das organische EL-Element eine
photoelektrische Wandlerfunktion besitzt, kann es auf eine intelligente Vollfarbenanzeige
in Kombination mit dem digitalen Antriebsmodus erweitert werden.