HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Gebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Reinigung
der Atmosphäre; und insbesondere ein Kraftfahrzeug, umfassend wenigstens eine
mit der Atmosphäre in Kontakt stehende Oberläche, auf welcher eine Schadstoff
behandelnde Zusammensetzung angeordnet ist, sowie ein darauf bezogenes Verfahren
und Zusammensetzung.
Diskussion des Standes der Technik
Eine Durchsicht der Literatur, welche die Schadstoffkontrolle betrifft,
zeigt, dass es die allgemeine Annäherung ist, die Abgasströme, die in
die Umgebung eintreten, reaktiv zu reinigen. Wenn zu viel eines Schadstoffes oder
eines anderen ermittelt wird oder abgegeben wird, hat sich die Tendenz auf die Quelle
des Schadstoffes, den Grund des Schadstoffes oder den Abgasstrom, welcher den Schadstoff
enthält, gerichtet. Meistens werden die gasförmigen Ströme behandelt,
um die Schadstoffe zu reduzieren, bevor die Ströme in die Atmosphäre eintreten.
Es wurde offenbart, Atmosphärenluft zu behandeln, welche in einen
beschränkten Raum gerichtet ist, um unerwünschte Bestandteile in der Luft
zu entfernen. Es gibt jedoch kaum Bemühungen, Schadstoffe zu behandeln, welche
sich bereits in der Umgebung befinden; die Umgebung wurde seinem Selbstreinigungssystem
überlassen. Referenzen sind bekannt, welche das proaktive Reinigen der Umgebung
offenbaren. US-Patent Nr. 3,738,088 offenbart
einen Luftfilteraufbau zur Reinigung der Schadstoffe aus der Umgebungsluft durch
Einsatz eines Fahrzeuges als eine mobile Reinigungseinrichtung. Eine Vielzahl von
Elementen sind offenbart, um in Kombination mit einem Fahrzeug verwendet zu werden,
um die Umgebungsluft zu reinigen, während das Fahrzeug durch die Umgebung gefahren
wird. Insbesondere ist ein Kanalsystem offenbart, um die Geschwindigkeit des Luftstromes
zu regeln und die Luft in verschiedene Filtereinrichtungen zu richten. Die Filtereinrichtungen
können Filter und elektronische Abscheider umfassen. Es ist offenbart, dass
katalysierte Nachfilter geeignet sind, um nicht-teilchenförmige oder aerosolförmige
Schadstoffe zu behandeln, wie Kohlenstoffmonoxid, unverbrannte Kohlenwasserstoffe,
Stickstoffoxid und/oder Schwefeloxide, und dergleichen. Das deutsche Patent
DE 43 18 738 C1 offenbart auch ein
Verfahren für die physikalische und chemische Reinigung von Außenluft.
Motorfahrzeuge werden als Träger von herkömmlichen Filtern und/oder Katalysatoren
verwendet, welche jedoch nicht betriebsbedingte Bestandteile des Fahrzeuges ersetzen,
sondern verwendet werden, um die Atmosphärenluft direkt zu reinigen.
WO 96/22149 offenbart ein Verfahren zur
Behandlung der Atmosphäre, umfassend das Leiten der Umgebungsluft über
ein stationäres Substrat mit wenigstens einer mit der Luft in Kontakt stehenden
Oberfläche, auf welcher ein Schadstoff behandelndes Material aufgebracht ist.
Eine andere Annäherung ist in dem US-Patent
Nr. 5,147,429 offenbart. In dieser Druckschrift ist eine mobile, in der
Luft schwebende luftreinigende Station offenbart. Insbesondere betrifft dieses Patent
ein Luftschiff, zum Sammeln von Luft. Das Luftschiff weist eine Vielzahl von unterschiedlichen
Arten von Luftreinigungseinrichtungen auf, die darin enthalten sind. Die Luftreinigungseinrichtungen,
welche offenbart sind, umfassen Nassabscheider, Filtrationsmaschinen und zyklonische
Sprühabscheider.
Die Schwierigkeit bei den obengenannten Einrichtungen, die offenbart
sind, um proaktiv die Atmosphärenluft zu reinigen, ist, dass sie neue und zusätzliche
Geräte erfordern. Auch das modifizierte Fahrzeug, welches in dem
US-Patent Nr. 3,738,088 offenbart ist, erfordert
Kanäle und Filter, welche katalytische Filter umfassen können.
DE 40 07 965 C2 von Klaus Hager
offenbart einen Katalysator, umfassend Kupferoxide, um Ozon umzuwandeln und eine
Mischung aus Kupferoxiden und Manganoxiden, um Kohlenstoffmonoxid umzuwandeln. Der
Katalysator kann als eine Beschichtung auf einen selbsterwärmenden Kühler,
Ölkühler oder Klimaanlagen aufgebracht werden. Die Katalysatorbeschichtung
umfasst wärmebeständige Bindemittel, welche auch gasdurchlässig sind.
Es ist angegeben, dass die Kupferoxide und Manganoxide weit verbreitet in den Filtern
von Gasmasken verwendet werden und den Nachteil aufweisen, dass sie durch Wasserdampf
vergiftet werden. Die Erwärmung der Oberflächen des Fahrzeuges während
des Betriebes verdampft jedoch das Wasser. Auf diese Weise ist eine kontinuierliche
Verwendung des Katalysators möglich, da kein Trocknungsmittel notwendig
ist.
Manganoxide sind dafür bekannt, die Oxidation von Ozon zu katalysieren,
um Sauerstoff zu bilden. Viele kommerziell erhältliche Arten von Manganverbindungen
und Zusammensetzungen, umfassend &agr;-Manganoxid, sind offenbart, um die Reaktion
von Ozon zu katalysieren, um Sauerstoff zu bilden. Insbesondere ist es bekannt,
die Cryptomelan-Form von &agr;-Manganoxid zu verwenden, um die Reaktion von Ozon
zu katalysieren, um Sauerstoff zu bilden.
&agr;-Manganoxide sind in Referenzen offenbart, wie O'Yung, Hydrothermal
Synthesis of Manganese Oxides with Tunnel Structures, Modem Analytical Techniques
for Analysis of Petroleum, präsentiert in dem Symposium an Advances in Zeolites
and Pillared Clay Structures, vor der Division of Petroleum Chemistry, Inc. American
Chemical Society New York City Meeting, 25.-30. August 1991, beginnend auf Seite
348. Solche Materialien sind auch in dem US-Patent
Nr. 5,340,562 von O'Young et al. offenbart. Zusätzlich sind Formen
von &agr;-MnO2 in McKenzie, the Synthesis of Birnessite, Cryptomelane,
and Some Other Oxides and Hydroxides of Manganese, Mineralogical Magazine, Dezember
1971, Band 38, Seiten 493-502 offenbart. Zum Zweck der vorliegenden Erfindung wird
&agr;-MnO2 so definiert, dass Hollandit (BaMn816·xH2O),
Cryptomelan (KMn8O16·xH2O), Manjiroit (NaMn8O16·xH2O)
und Coronadit (PbMn8O16·xH2O) umfasst sind.
O'Young offenbart, dass diese Materialien eine dreidimensionale Rahmen-Tunnel-Struktur
aufweisen (US-Patent Nr. 5,340,562 und O'Young
Hydrothermal Synthesis of Manganese Oxides with Tunnel Structures, welche hier beide
durch Bezugnahme aufgenommen sind). Für die Zwecke der vorliegenden Erfindung
wird &agr;-MnO2 so betrachtet, dass es eine 2 × 2-Tunnelstruktur
aufweist und Hollandit, Cryptomelan, Manjiroit und Coronadit umfasst.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung, ein Verfahren
und eine Zusammensetzung, um die Atmosphäre zu behandeln. Zum Zwecke der vorliegenden
Erfindung wird die Atmosphäre als die Masse der die Erde umgebenden Luft definiert.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein darauf
bezogenes Verfahren zur Behandlung der Atmosphäre, umfassend ein Fahrzeug und
Mittel wie einen Motor, um das Fahrzeug von einer Stelle zu einer anderen durch
die Atmosphäre zu befördern. Das Fahrzeug umfasst wenigstens eine mit
der Atmosphäre in Kontakt stehende Fahrzeugoberfläche und eine Schadstoff
behandelnde Zusammensetzung, welche auf der Oberfläche angeordnet ist. Die
die mit der Atmosphäre in Kontakt stehende Oberfläche ist eine Oberfläche
eines Bestandteiles des Fahrzeuges, welche sich in direktem Kontakt mit der Atmosphäre
befindet. Bevorzugte und geeignete, mit der Atmosphäre in Kontakt stehende
Oberflächen umfassen Körperoberflächen, Windablenkoberflächen,
Kühleroberflächen, Spiegelrückseiten und die Oberflächen der
Bestandteile "unter der Haube". Bevorzugte, mit der Atmosphäre in Kontakt stehende
Oberflächen sind innerhalb des Körpers des Kraftfahrzeugs angeordnet,
typischerweise in der Nähe des Motors, d.h. in dem Motorraum. Die Oberflächen
sind vorzugsweise die Oberflächen von Kühleinrichtungen, welche einen
Flussweg für Flüssigkeiten oder Gase durch ein mit Kühlmittel ummanteltes
Gehäuse umfassen, wie Rohre oder ein Gehäuse und eine Außenoberfläche,
auf welcher Rippen angeordnet sind, um die Wärmeübertragung zu erhöhen.
Bevorzugte, mit der Atmosphäre in Kontakt stehende Oberflächen umfassen
eine mit Rippen versehene Außenfläche und werden gewählt aus den
Außenflächen des Kühlers, Klimaanlagenkondensators, den Oberflächen
des Kühlerventilators, dem Motorölkühler, dem Kühler des Fluids
der Servolenkung und dem Ladeluftkühler, auch bezeichnet als einen Interkühler
oder Nachkühler. Die bevorzugtesten, mit der Atmosphäre in Kontakt stehenden
Oberflächen sind die Außenflächen des Klimaanlagenkondensators und
des Kühlers aufgrund ihrer großen Oberfläche und relativ hohen Umgebungsbetriebstemperaturen
von ungefähr 40°C bis 135°C und typischerweise von bis zu 110°C.
Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass die mit der Atmosphäre
in Kontakt stehende Oberfläche, welche geeignet ist, um eine die Schadstoff
behandelnde Zusammensetzung zu tragen, die Oberfläche von existierenden Fahrzeugbestandteilen
sein kann. Es ist kein zusätzlicher Filter oder eine Vorrichtung notwendig,
um eine die Schadstoff behandelnde Zusammensetzung zu tragen. Demzufolge kann die
Vorrichtung und das Verfahren der vorliegenden Erfindung auf existierenden Bestandteilen
neuer Fahrzeuge angeordnet sein oder auf alte Fahrzeuge aufgebracht werden. Das
Nachrüsten kann das Aufbringen einer geeigneten, die Schadstoff behandelnde
Zusammensetzung auf eine existierende Fahrzeugoberfläche umfassen, welche in
Kontakt mit Atmosphärenluft kommt, während das Fahrzeug durch die Atmosphäre
bewegt wird.
Die vorliegende Erfindung betrifft Zusammensetzungen, Verfahren und
Gegenstände, um Schadstoffe in der Luft zu behandeln. Solche Schadstoffe können
typischerweise zwischen 0 bis 400 Teile, noch typischer 1 bis 300
und noch typischer 1 bis 200 Teile je Milliarden (ppb) Ozon umfassen; 0 bis 30 Teile
und typischer 1 bis 20 Teile je Millionen (ppm) Kohlenstoffmonoxid; und 2 bis 3000
ppb ungesättigte Kohlenwasserstoffverbindungen, wie C2 bis ungefähr
C20 Olefine, und teilweise mit Sauerstoff angereicherte Kohlenwasserstoffe,
wie Alkohole, Aldehyde, Ester, Ether, Ketone und dergleichen. Typische Kohlenwasserstoffe,
welche behandelt werden können, umfassen, sind jedoch nicht begrenzt auf Polypropylen,
Butylen, Formaldehyd und andere von der Luft getragene Kohlenwasserstoffgase und
Dämpfe. Andere Schadstoffe, welche vorhanden sind, können Stickstoffoxide
und Schwefeloxide umfassen. Der National Ambient Air Quality Standard für Ozon
ist 120 ppb, und für Kohlenstoffoxid 9 ppm.
Schadstoff behandelnde Zusammensetzungen, umfassend Katalysatorzusammensetzungen,
die für die Katalysierung der Umwandlung von Schadstoffen, die in der Atmosphäre
vorhanden sind, in nicht-beanstandbare Materialien, geeignet sind. Alternativ können
Adsorptionszusammensetzungen als die Schadstoff behandelnde Zusammensetzung verwendet
werden, um Schadstoffe zu adsorbieren, welche nach der Adsorption zerstört
werden können, oder zur weiteren Behandlung zu einem späteren Zeitpunkt
gelagert werden können.
Katalysatorzusammensetzungen können verwendet werden, welche
die Umwandlung der Schadstoffe in unschädliche Verbindungen oder weniger schädliche
Verbindungen unterstützen. Geeignete und bevorzugte Katalysatorzusammensetzungen
umfassen Zusammensetzungen, welche die Reaktion von Ozon katalysieren, um Sauerstoff
zu bilden, die Reaktion von Kohlenstoffmonoxid katalysieren, um Kohlenstoffdioxid
zu bilden, und/oder die Reaktion von Kohlenwasserstoffen katalysieren, um Wasser
und Kohlenstoffdioxid zu bilden. Spezifische und bevorzugte Katalysatoren, um die
Reaktion von Kohlenwasserstoffen zu katalysieren, sind geeignet, um die Reaktion
von ungesättigten Kohlenwasserstoffen mit niedrigem Molekulargewicht mit zwischen
2 bis 20 Kohlenstoffen und wenigstens einer Doppelbindung, wie C2 bis
ungefähr C8 Monoolefine, zu katalysieren. Solche Kohlenwasserstoffe
mit niedrigem Molekulargewicht wurden identifiziert, als ausreichend reaktiv, um
Smog zu bewirken. Bestimmte Olefine, welche reagiert werden können, schließen
Propylen und Butylen ein. Ein geeigneter und bevorzugter Katalysator kann die Reaktionen
sowohl von Ozon und Kohlenstoffmonoxid katalysieren; und vorzugsweise von Ozon,
Kohlenstoffmonoxid und Kohlenwasserstoffen.
Ozon – Geeignete und bevorzugte Katalysatorzusammensetzungen,
um Ozon zu behandeln, umfassen eine Zusammensetzung, umfassend Manganverbindungen
einschließlich Oxide, wie Mn2O3 und MnO2,
mit einer bevorzugten Zusammensetzung, umfassend &agr;-MnO2 und wobei
Cryptomelan besonders bevorzugt ist. Andere geeignete und bevorzugte Zusammensetzungen
schließen eine Mischung aus MnO2 und CuO ein. Spezifische und bevorzugte
Zusammensetzungen umfassen Hopcalit, welches CuO und MnO2 enthält
und besonders bevorzugt Carulit®, welches Mn2O, CuO und
Al2O3 enthält und von Carus Chemical Co. vertrieben wird.
Eine alternative Zusammensetzung umfasst einen feuerfesten Metalloxidträger,
auf welchem eine katalytisch wirksame Menge eines Palladiumbestandteils dispergiert
ist und welche vorzugsweise auch einen Manganbestandteil umfasst. Ebenfalls geeignet
ist ein Katalysator, umfassend einen Edelmetallbestandteil, vorzugsweise einen Platinbestandteil
auf einem Träger aus co-präzipitiertem Zirkoniumdioxid und Manganoxid.
Die Verwendung dieses co-präzipitierten Trägers hat sich als besonders
wirksam herausgestellt, um zu ermöglichen, dass ein Platinbestandteil zur Behandlung
von Ozon verwendet wird. Noch eine andere Zusammensetzung, welche zu der Umwandlung
von Ozon zu Sauerstoff führen kann, umfasst Kohlenstoff und Palladium oder
Platin, getragen auf Kohlenstoff, Mangandioxid, Carulit® und/oder
Hopcalit. Mangan, getragen auf einem feuerfesten Oxid, wie Aluminiumoxid, hat sich
auch als geeignet herausgestellt.
Kohlenstoffmonoxid – Geeignete und bevorzugte Katalysatorzusammensetzungen
zur Behandlung von Kohlenstoffmonoxid umfassen eine Zusammensetzung, umfassend einen
feuerfesten Metalloxidträger, auf welchem eine katalytisch wirksame Menge eines
Platin- und/oder Palladiumbestandteils dispergiert ist, vorzugsweise eines Platinbestandteils.
Eine bevorzugteste Katalysatorzusammensetzung zur Behandlung von Kohlenstoffmonoxid
umfasst einen reduzierten Bestandteil der Platingruppe, getragen auf einem feuerfesten
Metalloxid, vorzugsweise Titandioxid. Geeignete katalytische Materialien umfassen
Edelmetallbestandteile, einschließlich Bestandteile der Platingruppe, welche
ihre Metalle oder ihre Verbindungen umfassen. Solche Metalle können ausgewählt
werden aus Platin-, Palladium-, Rhodium- und Ruthenium-, Gold- und/oder Silberbestandteilen.
Platin führt auch zu der katalytischen Reaktion von Ozon. Ebenfalls geeignet
ist ein Katalysator, umfassend einen Edelmetallbestandteil, vorzugsweise einen Platinbestandteil
auf einem Träger aus co-präzipitiertem Zirkoniumdioxid und Mangandioxid.
Vorzugsweise ist diese Katalysator-Ausführungsform reduziert. Andere geeignete
Zusammensetzungen, welche Kohlenstoffmonoxid in Kohlenstoffdioxid umwandeln können,
umfassen einen Platinbestandteil, getragen auf Kohlenstoff oder einem Träger,
umfassend Mangandioxid. Bevorzugte Katalysatoren, um solche Schadstoffe zu behandeln,
sind reduziert. Andere Zusammensetzungen, welche geeignet sind, um Kohlenstoffmonoxid
zu behandeln, umfassen einen Metallbestandteil der Platingruppe,
vorzugsweise einen Platinbestandteil, einen feuerfesten Oxidträger, vorzugsweise
Aluminiumoxid und Titandioxid und wenigstens einen Metallbestandteil, gewählt
aus einem Wolframbestandteil und einem Rheniumbestandteil, vorzugsweise in der Form
des Metalloxids.
Kohlenwasserstoffe – Geeignete und bevorzugte Katalysatorzusammensetzungen
zur Behandlung ungesättigter Kohlenwasserstoffe einschließlich C2-
bis ungefähr C20-Olefine und typischerweise C2- bis C8-Monoolefine,
wie Propylen und teilweise mit Sauerstoff angereicherte Kohlenwasserstoffe, wie
hier angegeben, sind die gleiche Art, wie zur Verwendung bei der Katalysierung der
Reaktion von Kohlenstoffmonoxid angegeben, wobei die bevorzugten Zusammensetzungen
für ungesättigte Kohlenwasserstoffe einen reduzierten Platin- und/oder
Palladiumbestandteil umfasst und einen feuerfesten Metalloxidträger für
den Platinbestandteil. Ein bevorzugter feuerfester Metalloxidträger ist Titandioxid.
Andere geeignete Zusammensetzungen, welche Kohlenwasserstoffe zu Kohlenstoffdioxid
und Wasser umwandeln, umfassen einen Platinbestandteil, getragen auf Kohlenstoff
oder einen Träger, umfassend Mangandioxid. Bevorzugte Katalysatoren zur Behandlung
solcher Schadstoffe sind reduziert. Eine andere Zusammensetzung, welche geeignet
ist, um Kohlenwasserstoffe umzuwandeln, umfassen einen Metallbestandteil der Platingruppe,
vorzugsweise einen Platinbestandteil, einen feuerfesten Oxidträger, vorzugsweise
Aluminiumoxid und Titanoxid und wenigstens einen Metallbestandteil, gewählt
aus einem Wolframbestandteil und einem Rheniumbestandteil, vorzugsweise in der Metalloxidform.
Eine Kombination aus einem Platinbestandteil und einem Palladiumbestandteil führt
zu einer verbesserten CO-Umwandlung mit einer Zunahme der Kosten und ist besonders
bevorzugt, wenn größere Umwandlungen gewünscht sind und die Kostenerhöhung
akzeptierbar ist.
Ozon und Kohlenstoffmonoxid – Ein geeigneter und bevorzugter
Katalysator, welcher sowohl Ozon und Kohlenstoffmonoxid behandeln kann, umfasst
einen Träger, wie einen feuerfesten Metalloxidträger, auf welchem ein
Edelmetallbestandteil dispergiert ist. Der feuerfeste Oxidträger kann einen
Trägerbestandteil umfassen, gewählt aus der Gruppe bestehend aus Cerdioxid,
Aluminiumoxid, Siliciumdioxid, Titandioxid, Zirkoniumdioxid und deren Mischungen.
Auch geeignet als ein Träger für Edelmetallkatalysatorbestandteile ist
ein Co-Präzipitat aus Zirkoniumdioxid und Manganoxiden. Besonders bevorzugt
wird dieser Träger mit einem Platinbestandteil verwendet und der Katalysator
liegt in reduzierter Form vor. Es hat sich herausgestellt, dass dieser einzelne
Katalysator wirksam ist um sowohl Ozon als auch Kohlenstoffmonoxid wirksam zu behandeln.
Andere geeignete und bevorzugte Edelmetallbestandteile umfassen Edelmetallbestandteile,
gewählt aus Palladium und auch Platinbestandteilen, wobei Palladium bevorzugt
ist. Eine Kombination aus einem Cerdioxidträger mit einem Palladiumbestandteil
führt zu einem wirksamen Katalysator zur Behandlung von sowohl Ozon als auch
Kohlenstoffmonoxid. Andere geeignete und bevorzugte Katalysatoren zur Behandlung
von sowohl Ozon als auch Kohlenstoffmonoxid umfassen einen Bestandteil der Platingruppe,
vorzugsweise einen Platinbestandteil und/oder einen Palladiumbestandteil und noch
bevorzugter einen Platinbestandteil, oder Titandioxid oder auf einer Kombination
aus Zirkoniumdioxid und Siliciumdioxid. Eine Kombination eines Platinbestandteils
und eines Palladiumbestandteils führt zu einer verbesserten CO-Umwandlung bei
einer Erhöhung der Kosten und ist besonders bevorzugt, wenn eine große
Umwandlung gewünscht wird und die Kostenzunahme akzeptiert werden kann. Andere
geeignete Zusammensetzungen, welche Ozon zu Sauerstoff umwandeln können und
Kohlenstoffmonoxid zu Kohlenstoffdioxid, umfassen einen Platinbestandteil, getragen
auf Kohlenstoff oder einem Träger, umfassend Mangandioxid. Bevorzugterweise
liegen die Katalysatoren reduziert vor.
Ozon, Kohlenstoffmonoxid und Kohlenwasserstoffe – Ein geeigneter
und bevorzugter Katalysator, welcher Ozon, Kohlenstoffmonoxid und Kohlenwasserstoffe
behandeln kann, typischerweise Olefine mit niedrigem Molekulargewicht (C2
bis ungefähr C20) und typischerweise C2- bis C8-Monoolefine
und teilweise mit Sauerstoff angereicherte Kohlenwasserstoffe, wie angegeben, umfassen
ein Substrat, vorzugsweise einen feuerfesten Metalloxidträger, auf welchem
ein Edelmetallbestandteil dispergiert ist. Der feuerfeste Metalloxidträger
kann einen Trägerbestandteil umfassen, gewählt aus der Gruppe bestehend
aus Cerdioxid, Aluminiumoxid, Titandioxid, Zirkoniumdioxid und deren Mischungen,
wobei Titandioxid besonders bevorzugt ist. Geeignete und bevorzugte Edelmetallbestandteile
umfassen Edelmetallbestandteile, gewählt aus der Gruppe der Platinbestandteile,
einschließlich Palladium und/oder Platinbestandteile, wobei Platin besonders
bevorzugt ist. Es hat sich herausgestellt, dass eine Kombination aus einem Titandioxidträger
mit einem Platinbestandteil zu einem besonders wirksamen Katalysator führt
zur Behandlung von Ozon, Kohlenstoffmonoxid und gasförmigen Olefinverbindungen
mit niedrigem Molekulargewicht. Eine Kombination aus einem Platinbestandteil und
einem Palladiumbestandteil führt zu einer verbesserten CO- und Kohlenwasserstoffumwandlung
mit einer Zunahme der Kosten und ist besonders bevorzugt, wenn eine größere
Umwandlung gewünscht wird und die Kostenzunahme akzeptiert werden kann. Es
ist bevorzugt, die Bestandteile der Platingruppe mit einem geeigneten Reduktionsmittel
zu reduzieren. Andere geeignete Zusammensetzungen, welche Ozon zu Sauerstoff, Kohlenstoffmonoxid
zu Kohlenstoffdioxid und Kohlenwasserstoffe zu Kohlenstoffdioxid umwandeln können,
umfassen einen Platinbestandteil, getragen auf Kohlenstoff, einen Träger, umfassend
Mangandioxid, oder einen Träger, umfassend ein Co-Präzipitat
auf Manganoxiden und Zirkoniumdioxid. Bevorzugte Katalysatoren sind reduziert.
Die obigen Zusammensetzungen können durch das Beschichten wenigstens
einer mit der Atmosphäre in Kontakt stehenden Fahrzeugoberfläche aufgebracht
werden. Besonders bevorzugte Zusammensetzungen katalysieren die Zerstörung
von Ozon, Kohlenstoffmonoxid und/oder ungesättigten Olefinverbindungen mit
niedrigem Molekulargewicht bei Umgebungstemperaturen oder Umgebungsbetriebsbedingungen.
Umgebungsbedingungen sind die Bedingungen der Atmosphäre. Mit den Umgebungsbetriebsbedingungen
meint man die Bedingung, wie die Temperatur, der mit der Atmosphäre in Kontakt
stehenden Oberfläche während des normalen Betriebs des Fahrzeugs, ohne
dass zusätzliche Energie verwendet wird, die eingesetzt wird, um die den Schadstoff
behandelnde Zusammensetzung zu erwärmen. Bestimmte mit der Atmosphäre
in Kontakt stehende Oberflächen, wie ein Kühlergrill oder Windabweiser,
können die gleiche oder eine ähnliche Temperatur wie die Atmosphäre
aufweisen. Es hat sich herausgestellt, dass bevorzugte Katalysatoren, welche die
Reaktion von Ozon katalysieren können, die Reaktion von Ozon bei Umgebungsbedingungen
in dem Bereich von so wenig wie 5°C bis 30°C katalysieren können.
Die mit der Atmosphäre in Kontakt stehenden Oberflächen
können höhere Temperaturen als die atmosphärischen Umgebungstemperaturen
aufweisen, aufgrund der Natur des Betriebs der Oberfläche, welche unter dem
Bestandteil liegt. Zum Beispiel sind bevorzugt, mit der Atmosphäre in Kontakt
stehende Oberflächen aufgrund ihrer hohen Oberfläche die Oberflächen
des Klimaanlagenkondensators und Kühlers. Wenn Kraftfahrzeuge Ladeluftkühler
verwenden, sind diese aufgrund ihrer hohen Oberfläche und Betriebstemperaturen
von Umgebungstemperatur bis 121°C (250°F) bevorzugt. Normalerweise erhöhen
sich während der Umgebungsbetriebsbedingungen die Oberflächen der Bestandteile
auf höhere Temperaturgrade als die Umgebung aufgrund der Natur des Betriebes.
Nachdem sich der Fahrzeugmotor erwärmt hat, weisen diese Bestandteile typischerweise
Temperaturen auf, welche im Bereich von ungefähr 130°C und typischerweise
zwischen 40°C bis 110°C liegen. Der Temperaturbereich dieser mit der Atmosphäre
in Kontakt stehenden Oberflächen unterstützt die Umwandlungsraten von
Ozon-, Kohlenstoffmonoxid- und Kohlenwasserstoff-Katalysatoren, welche aus solchen
Oberflächen getragen werden. Ladeluftkühler werden bei Temperaturen von
bis zu ungefähr 130°C und typischerweise von 60°C bis 130°C
betrieben.
Verschiedene der Katalysatorzusammensetzungen können kombiniert
werden, und eine kombinierte Beschichtung kann auf die mit der Atmosphäre in
Kontakt stehende Oberfläche aufgebracht werden. Alternativ können unterschiedliche
Oberflächen oder unterschiedliche Teile der gleichen Oberfläche mit unterschiedlichen
Katalysatorzusammensetzungen beschichtet werden.
Das Verfahren und die Vorrichtung der vorliegenden Erfindung sind
so aufgebaut, dass die Schadstoffe bei atmosphärischen Umgebungstemperaturen
behandelt werden können oder bei Umgebungsbetriebstemperaturen der mit der
Atmosphäre in Kontakt stehenden Oberfläche des Fahrzeugs. Die vorliegende
Erfindung ist besonders geeignet, um Ozon zu behandeln, indem die mit der Atmosphäre
in Kontakt stehenden Oberflächen des Motorfahrzeuges mit geeigneten Katalysatoren
beschichtet werden, um solche Schadstoffe auch bei Umgebungstemperaturen geeignet
zu zerstören und bei Fahrzeugoberflächentemperaturen typischerweise von
wenigstens 0°C, vorzugsweise zwischen 10°C bis 105°C und noch bevorzugter
zwischen 40°C bis 100°C. Kohlenstoffmonoxid wird bevorzugt bei Temperaturen
der mit der Atmosphäre in Kontakt stehenden Oberfläche von 40°C bis
105°C behandelt. Kohlenwasserstoffe mit niedrigem Molekulargewicht, typischerweise
ungesättigte Kohlenwasserstoffe mit wenigstens einer ungesättigten Bindung,
wie C2- bis ungefähr C20-Olefine und typischerweise C2-
bis C8-Monoolefine, werden vorzugsweise bei Temperaturen der mit der
Atmosphäre in Kontakt stehenden Oberfläche von zwischen 40°C bis
105°C behandelt. Der Prozentanteil der Umwandlung von Ozon, Kohlenstoffmonoxid
und/oder Kohlenwasserstoffen hängt von der Temperatur und der Raumgeschwindigkeit
der Atmosphärenluft relativ zu der mit der Atmosphäre in Kontakt stehenden
Oberfläche ab und der Temperatur, der mit der Atmosphäre in Kontakt stehenden
Oberfläche.
Gemäß der vorliegenden Erfindung können die besonders
bevorzugten Ausführungsformen wenigstens zu einer Verringerung der Ozon-, Kohlenstoffmonoxid-
und/oder Kohlenwasserstoffmaße führen, die in der Atmosphäre vorhanden
sind, ohne den Zusatz eines mechanischen Merkmals oder einer Energiequelle zu existierenden
Fahrzeugen, insbesondere Motorfahrzeugen. Zusätzlich kann die katalytische
Reaktion bei normalen Umgebungsbetriebsbedingungen stattfinden, die von den Oberflächen
dieser Motorfahrzeugelemente erfahren wird, so dass keine Änderungen des Aufbaus
oder des Betriebsverfahrens des Motorfahrzeugs notwendig wird.
Während die Vorrichtung und das Verfahren der vorliegenden Erfindung
im Allgemeinen auf die Behandlung der Atmosphäre gerichtet
sind, sollte verstanden werden, dass Veränderungen der Vorrichtung auch geeignet
sind, um Luftvolumen in geschlossenen Räumen zu behandeln. Zum Beispiel kann
ein Motorfahrzeug mit einer mit der Atmosphäre in Kontakt stehenden Oberfläche,
welche eine Schadstoff behandelnde Zusammensetzung trägt, verwendet werden,
um die Luft in Fabriken, Minen und Tunneln zu behandeln. Solche Vorrichtungen können
Fahrzeuge umfassen, die in diesen Umgebungen verwendet werden.
Während die bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung auf die Zerstörung der Schadstoffe bei Umgebungsbetriebstemperaturen
der mit der Atmosphäre in Kontakt stehenden Oberfläche gerichtet sind,
ist es auch wünschenswert, Schadstoffe zu behandeln, welche eine katalysierte
Reaktionstemperatur aufweisen, die höher ist als die Umgebungstemperatur oder
die Umgebungsbetriebstemperatur der mit der Atmosphäre in Kontakt stehenden
Oberfläche. Solche Schadstoffe umfassen Kohlenwasserstoffe und Stickstoffoxide
und jedes Kohlenstoffmonoxid, welches vorbeigeleitet wird oder nicht von der mit
der Atmosphäre in Kontakt stehenden Oberfläche behandelt wird. Diese Schadstoffe
können bei höheren Temperaturen behandelt werden, typischerweise in dem
Bereich von wenigstens 100°C bis 450°C. Dies kann z.B. durchgeführt
werden durch Verwendung einer hilfsweise erwärmten katalysierten Oberfläche.
Mit einer hilfsweise erwärmten Oberfläche meint man, dass zusätzliche
Mittel vorhanden sind, um die Oberfläche zu erwärmen. Eine bevorzugte
hilfsweise erwärmte Oberfläche ist die Oberfläche eines elektrisch
erwärmten katalysierten Monoliths, wie eines elektrisch erwärmten katalysierten
metallischen Wabenkörpers der Art, welche Fachleuten auf dem Gebiet bekannt
ist. Elektrizität kann durch Batterien oder durch einen Generator bereitgestellt
werden, wie solche, die in Motorfahrzeugen vorhanden sind. Die Katalysatorzusammensetzung
kann jeder gut bekannte Oxidations- und/oder Reduktionskatalysator sein, vorzugsweise
ein Drei-Wege-(TWC)-Katalysator, umfassend Edelmetalle, wie Platin, Palladium, Rhodium
und dergleichen, getragen auf feuerfesten Oxidträgern. Eine hilfsweise erwärmte
katalysierte Oberfläche kann in Kombination mit und vorzugsweise stromabwärts
der mit der Atmosphäre in Kontakt stehenden Oberfläche des Fahrzeugs vorhanden
sein, um die Schadstoffe weiter zu behandeln.
Wie zuvor angegeben, können Adsorptionszusammensetzungen verwendet
werden, um Schadstoffe, wie Kohlenwasserstoffe und/oder teilchenförmige Materie
für die spätere Oxidation und nachfolgende Entfernung zu adsorbieren.
Geeignete und bevorzugte Adsorptionszusammensetzungen umfassten Zeolithe und andere
molekulare Siebe, Kohlenstoff und Erdalkalimetalle der Gruppe IIA, wie Calciumoxid.
Kohlenwasserstoffe und teilchenförmige Materie kann zwischen 0°C bis 110°C
adsorbiert werden und nachfolgend durch Desorption behandelt werden, gefolgt von
der katalytischen Reaktion oder Verbrennung.
Es ist bevorzugt, Flächen des Fahrzeugs zu beschichten, welche
eine relativ hohe Oberfläche aufweisen, die einer großen Durchflussmenge
der atmosphärischen Luft ausgesetzt sind, während das Motorfahrzeug durch
die Umgebung bewegt wird. Für die auf dem Land verwendeten Motorfahrzeuge sind
die besonders bevorzugte, mit der Atmosphäre in Kontakt stehende Oberflächen
der Kühler, Ventilblätter, Klimaanlagenkondensator oder Wärmetauscher,
Ladeluftkühler, Motorölkühler, Getriebeölkühler und Windabweiser
der Art, welche auf den Dächern von Lastwagenkabinen verwendet werden.
Besonders bevorzugt ist die mit der Atmosphäre in Kontakt stehende
Oberfläche eine Oberfläche eines Kühlers. Der Kühler weist eine
große Oberfläche zur gesteigerten Kühlung der Fluidkühlmittel
des Verbrennungsmotors auf. Durch Aufbringen eines Katalysators, welcher auf der
Kühleroberfläche getragen wird, kann ein Vorteil von der großen wabenkörperartigen
Oberfläche erzeilt werden, im Allgemeinen mit wenig oder kaum Wirkung auf die
Kühlfunktion des Kühlers. Die große wabenkörperartige Oberfläche
ermöglicht eine Maximierung des Kontakt des Katalysators mit der Luft, welche
durch den wabenkörperartigen Aufbau des Kühlers geleitet wird. Zusätzlich
sind die Kühler in vielen Kraftfahrzeugen hinter dem Klimaanlagenkondensator
angeordnet und werden so durch den Klimaanlagenkondensator geschützt. Die vorliegende
Erfindung umfasst Verfahren zum Aufbringen von Schadstoff behandelnden Zusammensetzungen
auf die mit der Atmosphäre in Kontakt stehenden Oberflächen von Motorfahrzeugen.
Insbesondere umfasst die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Aufbringen von
Katalysatorzusammensetzungen auf Rippenelemente, wie Kühler, Klimaanlagenkondensatoren
und Ladeluftkühler.
Die Berechnung schlägt vor, dass in durch die Motorfahrzeuge
überlasteten Bereichen eine ausreichende Anzahl an Motorfahrzeugen vorhanden
sind, um einen deutlichen Einfluss auf die gemäß der vorliegenden Erfindung
behandelten Schadstoffe zu nehmen. Zum Beispiel sind in Southern California's South
Coast Air Quality Management District ungefähr acht Millionen Fahrzeuge vorhanden.
Es wurde berechnet, dass wenn jedes Fahrzeug 32,2 km (20 Meilen) je Tag bewegt wird,
die ganze Luft dieses Bereichs bis zu einer Höhe von 30,5 m (100 Fuß)
in einer Woche geführt werden kann durch die Kühler.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
1 zeigt einen schematischen Querschnitt eines Lastwagens,
wobei ein Kühlergrill, Klimaanlagenkondensator, elektrisch erwärmter Katalysator,
Ladeluftkühler, Kühler, Ventilator und Motor mit einem Windabweiser auf
dem Dach der Lastwagenkabine dargestellt ist.
2 zeigt einen schematischen Querschnitt eines Motorfahrzeugs,
wobei der Kühlergrill, Klimaanlagenkondensator, Kühler und Ventilator
dargestellt ist.
3 zeigt eine Vorderansicht des Kühlers.
4 zeigt eine Vorderansicht des Klimaanlagenkondensatore.
5 zeigt eine Vorderansicht eines Windabweisers der
Art, welche in 1 dargestellt ist.
6 zeigt eine Vorderansicht des Lastwagens aus
1.
7 zeigt einen schematischen Teilquerschnitt eines beschichteten
rippenartigen Kühlelements.
8 zeigt eine IR-Spektrum für Cryptomelan.
9 zeigt ein Röntgenbeugungsmuster für Cryptomelan,
gezeigt als Counts unter Verwendung einer Quadratwurzelskala gegenüber dem
Braggschen Winkel 2&thgr;.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und Verfahren
zur Reinigung der Atmosphäre unter Verwendung von Fahrzeugen, mit Mitteln,
um das Fahrzeug durch die Atmosphäre zu bewegen. Während sich das Fahrzeug
durch die Atmosphäre bewegt, ist wenigstens eine mit der Atmosphäre in
Kontakt stehende Oberfläche, welche eine Schadstoff behandelnde Zusammensetzung
umfasst (z.B. einen Katalysator oder einen Adsorber) darauf angeordnet, um die Atmosphärenluft
zu kontaktieren. Da die Atmosphärenluft, welche auf die Schadstoff behandelnde
Zusammensetzung trifft, verschiedene Schadstoffe einschließlich teilchenförmiger
Materie und/oder gasförmige Schadstoffe in der Luft trägt, können
diese katalytisch reagieren oder adsorbiert werden durch die oder von der Schadstoff
behandelnden Zusammensetzung, die an der mit der Atmosphäre in Kontakt stehenden
Oberfläche angeordnet sind.
Fachleuten auf diesem Gebiet wird klar sein, dass das Fahrzeug jedes
geeignete Fahrzeug sein kann, welches eine Translationseinrichtung aufweist, um
dieses Fahrzeug zu bewegen, wie Räder, Segel, Bänder oder Spuren.
Solche Mittel können durch jede geeignete Kraftquelle angetrieben
werden, einschließlich Motoren, welche fossile Brennstoffe verwenden, wie Benzin
oder Diesel, Ethanol, Methanol oder Gasmotoren, welche von Kraftstoffen betrieben
werden, wie Methangas, Windkraft wie durch Wind angetriebene Segel oder Propeller,
Solarenergie oder elektrische Energie, wie bei batteriebetriebenen Kraftfahrzeugen.
Die Fahrzeuge umfassen Autos, Lastwagen, Busse, Züge, Boote, Schiffe, Flugzeuge,
Luftschiffe oder Ballons.
Die mit der Atmosphäre in Kontakt stehende Oberfläche kann
jede geeignete Oberfläche sein, die auf die Luft stößt oder diese
kontaktiert, während sich das Fahrzeug durch die Atmosphäre bewegt. Vorzugsweise
ist die Kontakteinrichtung in einem Motorfahrzeug, vorzugsweise Auto, Lastwagen
und Bus, eine Oberfläche, die an der Vorderseite des Fahrzeugs angeordnet ist
und Luft kontaktieren kann, während sich das Fahrzeug in eine Vorwärtsrichtung
bewegt. Geeignete Kontaktoberflächen sollten eine relativ große Oberfläche
aufweisen. Bevorzugte Kontaktoberflächen sind wenigstens teilweise in dem Fahrzeug
eingeschlossen. Bevorzugte, mit der Atmosphäre in Kontakt stehende Oberflächen
sind unter der Haube angeordnet und sind innerhalb des Körpers des Motorfahrzeuges
angeordnet, typischerweise in der Nähe des Motors, d.h. dem Motorraum. Die
Oberflächen sind vorzugsweise die Außenfläche der Kühleinrichtungen,
welche einen Flussweg für Flüssigkeiten oder Gase durch ein mit Kühlmittel
ummanteltes Gehäuse umfasst, wie Rohre oder ein Gehäuse und eine Außenfläche,
auf welcher Rippen angeordnet sind, um die Wärmeübertragung zu steigern.
Geeignete Kontaktoberflächen umfassen die Außenflächen von Mitteln,
um Fluid zu kühlen, einschließlich Flüssigkeiten und/oder Gase, die
in Fahrzeugen verwendet werden, wie der Klimaanlagenkondensator, der Kühler,
Ladeluftkühler, Motorölkühler, Getriebeölkühler, Kühler
des Fluids der Servolenkung, Luftführung für Motorlüfter und der
Kühlerventilator, welche alle innerhalb des Gehäuses des Fahrzeuges angeordnet
und getragen sind. Eine geeignete Kontaktfläche außerhalb des Fahrzeugs
kann der Kühlergrill sein, der normalerweise an der Vorderseite des Gehäuses
angeordnet und getragen wird, oder Windabweiser, die im Allgemeinen auf dem Dach
von Kabinen von großen Lastwagen getragen werden. Es ist bevorzugt, dass die
Kontaktoberfläche eine nach vorne gerichtete Oberfläche ist, eine zur
Seite gerichtete Oberfläche oder eine Oberfläche, welche der Oberseite
oder dem Boden des Fahrzeuges gegenüberliegt. Die Vorderflächen liegen
der Vorderseite des Fahrzeuges gegenüber, Oberflächen, wie die Rippen
des Kühlers und Kondensatorelemente, liegen der Seite, der Oberseite und dem
Boden des Fahrzeugs gegenüber. Auch Oberflächen, die so angeordnet sind,
dass sie von der Vorderseite zur Rückseite des Fahrzeuges gerichtet sind, welche
mit der Luft in Kontakt stehen, können mit der Atmosphäre in Kontakt stehende
Oberflächen sein, wie die Rückseiten von Ventilatorelementen. Die Oberflächen
von Flugzeugmotoren, wie Flügel, Propeller und Düsenmotorteilen, die Turbinenrotoren
und/oder Statoren können beschichtet sein.
Bevorzugte, mit der Atmosphäre in Kontakt stehende Oberflächen
in Motorfahrzeugen sind auf Motorkühlelementen angeordnet, wie Kühlem
von Motorfahrzeugen, Klimaanlagenkondenstoren, Ladeluftkühlern, auch als Interkühler
oder Nachkühler bezeichnet, Motorölkühler und Getriebeölkühler.
Solche Elemente weisen typischerweise hohe Oberflächenstrukturen auf, die mit
diesen zusammen hängen um eine verbesserte Wärmeübertragung aufzuweisen.
Die großen Oberflächen sind geeignet, um den Kontakt der Atmosphärenluft
mit der die Schadstoff behandelnde Zusammensetzung zu maximieren. Alle diese Elemente
sind auf dem Gebiet der Fahrzeuge gut bekannt. Es wird hier Bezug genommen auf das
Kraftfahrzeughandbuch, 2. Ausgabe, Seite 301-303, 320 und 349-351, herausgegeben
von der Robert Bosch GmbH 1986. Diese Referenz beschreibt einen Motor eines Diesellastwagens
mit einem Kühler, einem Zwischenkühler und einem Ventilator. Solche Elemente
können mit einer Schadstoff behandelnden Oberfläche der vorliegenden Erfindung
beschichtet werden. Der Kühler und der Zwischenkühler werden typischerweise
bei Temperaturen von mehr als der Umgebungsluft betrieben. Es wird auch Bezug genommen
auf Taylor, The Internal Combustion Engine in Theory and Practice, Band 1: Thermo
Dynamics, Fluid Flow, Performance, zweite Ausgabe, überarbeitet, The MIT Press,
1985, Seite 304-306 für den Kühler und den Rippenaufbau und Seite 392
für Nachkühler.
Bezug wird auch genommen auf eine Sammlung von Papers in 1993 Vehicle
Thermal Management-Systems Conference Proceedings, SAE P:263, herausgegeben von
der Society of Automotive Engineers, Inc., 1993. SAE Paper Nr. 931088 beginnend
auf Seite 157 mit dem Titel Calculation and Design of Cooling Systems von Eichlseder
und Raab von Steyr Damler Puchag und Charge Air Cooler for Passenger Cars von Collette
of Valeo Thermique Moteur; SAE Paper Nr. 931092 mit dem Titel State of the Art and
Fulture Developments of Aluminum Radiators for Cars and Trucks von Kern und Eitel
von Behr GmbH und Co., beginnend auf Seite 187; SAE Paper 931112 mit dem Titel Air
Mix vs. Coolant Flow to Control Discharge Air Temperature and Vehicle Heating Air
Conditioning Systems von Rolling und Cummings von Behr of America, Inc. und Schweizer
von Behr GmbH & Co. Die obigen Paper umfassen Beschreibungen von Kühlern, Klimaanlagen
und Ladeluftkühlerstrukturen zur Verwendung in Motorfahrzeugen. Zusätzlich
wird Bezug genommen auf das SAE Paper 921115 mit dem Titel Engine Cooling Module
Development using Air Flow Management Techniques von El-Bourini und Chen von Calsonic
Technical Center, beginnend auf Seite 379. Von Interesse sind auch die Anhänge
1 und 2, welche typische Kühler- und Kondensatorstrukturen zeigen, die für
Anwendungen in Motorfahrzeugen geeignet sind. Bezug wird auch auf das SAE Paper
921125 genommen, mit dem Titel Durability Concerns of Aluminum Air to Air Charged
Coolers von Smith, Valeo Engine Cooling Inc., in welchem Ladeluftkühler offenbart
sind.
Die vorliegende Erfindung wird von Fachleuten auf dem Gebiet unter
Bezugnahme auf die begleitenden 1-7
verstanden werden.
1 zeigt einen Lastwagen 10, welcher schematisch
eine Vielzahl von Fahrzeugbestandteilen enthält, umfassend mit der Atmosphäre
in Kontakt stehende Oberflächen. Diese Oberflächen umfassen die Oberfläche
des Kühlergrills 12, des Klimaanlagenkondensators 14, eines
Ladeluftkühlers 25, des Kühlers 16 und des Kühlerlüfters
18. Des Weiteren ist auf diesem Lastwagen ein Windabweiser 20
dargestellt, mit einer vorderen abweisenden Oberfläche 22. Es wird
klar, dass die verschiedenen Bestandteile unterschiedliche relative Anordnungen
auf unterschiedlichen Fahrzeugen aufweisen können.
Bezugnehmend auf die 1 bis
4 umfassen die bevorzugten Kontaktoberflächen
die Oberfläche der Vorderseite 13 und der Seite 15 des Klimaanlagenkondensators
14, die Vorderseite 17 und die Seite 19 des Kühlers
16, entsprechend den Oberflächen des Ladeluftkühlers
25 und die Vorderseite 21 und Rückseite 23 des Kühlerlüfters
18. Diese Oberflächen sind innerhalb des Gehäuses 24
des Lastwagens angeordnet. Sie befinden sich normalerweise unter der Haube
24 des Lastwagens zwischen der Vorderseite 26 des Lastwagens
und dem Motor 28. Der Klimaanlagenkondensator, Ladeluftkühler, Kühler
und der Kühlerlüfter können direkt oder indirekt von dem Gehäuse
24 oder von einem Rahmen (nicht dargestellt) innerhalb des Gehäuses
getragen werden.
2 zeigt allgemein eine schematische Ansicht eines Kraftfahrzeugaufbaus.
Entsprechende Elemente in den 1 und 2
weisen entsprechende Bezugszeichen auf. Das Fahrzeug umfasst ein Gehäuse
30. Es ist eine Vorderseite 32 des Motorfahrzeugs vorhanden, mit
einem Kühlergrill 12, unterstützt auf der Vorderseite des Gehäuses
30. Ein Klimaanlagenkondensator 14, ein Kühler
16 und ein Kühlerlüfter 18 können innerhalb des
Gehäuses 30 angeordnet sein.
Bezugnehmend auf die Ausführungsformen in den 1,
2 und 6 können die
Kontaktflächen auf der Vorderseite und den Seiten wenigstens eines des Kühlergrills
12, des Klimaanlagenkondensators 14, des Ladeluftkühlers
25 und des Kühlers 16; der Vorder- und Rückseite des
Kühlerlüfters 18; und die Vorderseite des Windabweisers
20 eine Schadstoff behandelnde Zusammensetzung aufweisen, die darauf angeordnet
ist. Der Kühlergrill 12 kann einen geeigneten kühlergrillartigen
Aufbau aufweisen, welcher Öffnungen 36 bereitstellt, durch welche
Luft geleitet wird, während der Lastwagen 12 betrieben wird und durch
die Atmosphäre bewegt wird. Die Öffnungen werden durch das Kühlergrillgitter
38 definiert. Das Kühlergitter 38 weist eine vordere Kühlergrilloberfläche
40 und eine seitliche Kühlergrilloberfläche 42 auf.
Die vorderen und seitlichen Kühlergrilloberflächen 40 und
42 können als die mit der Atmosphäre in Kontakt stehenden Oberflächen
verwendet werden, auf welchen die Schadstoff behandelnden Zusammensetzungen angeordnet
sind.
Bezugnehmend auf die 1 und
4 umfasst der Klimaanlagenkondensator 14 eine
Vielzahl von Klimaanlagenkondensatorippen 44. Zusätzlich ist eine
Klimaanlagenfluidleitung 46 vorhanden, welche das Klimaanlagenfluid durch
den Kondensator 14 führt. Die vorderen und seitlichen Oberflächen
der Klimaanlagenrippen 14, wie auch die Vorderfläche der Klimaanlagenleitung
46 können die mit der Atmosphäre in Kontakt stehenden Oberflächen
sein, auf welchen eine Schadstoff behandelnde Zusammensetzung angeordnet ist. Wie
angegeben, können sowohl die Vorderseite 21 als auch die Rückseite
23 des Kühlerventilators eine Kontaktfläche sein, um eine Schadstoff
behandelnde Zusammensetzung zu unterstützen.
Die besonders bevorzugte, mit der Atmosphäre in Kontakt stehende
Oberfläche ist auf dem Kühler 16, wie in 3
dargestellt. Ein typischer Kühler 16 weist eine vordere Kühleroberfläche
17 auf, wie auch eine Vielzahl von gewellten Kühlerplatten oder Rippen
50, die in einer entsprechenden Kühlerplatte oder Rippenkanälen
52 angeordnet sind, welche sich durch den Kühler 15 ziehen.
Es ist bevorzugt, die Vorderfläche 17 wie auch die Seitenflächen
der Kühlerplatten 50 und der Kanaloberflächen 52 zu
beschichten. Der Kühler ist besonders bevorzugt, da er innerhalb des Gehäuses
24 oder 30 angeordnet ist und von der Vorderseite wenigstens durch
den Kühlergrill 12 geschützt wird und vorzugsweise durch einen
Klimaanlagenkondensator 14. Zusätzlich zu der Luft, welche in die
Haubenkammer 34 eintritt, während sich das Motorfahrzeug durch die
Atmosphäre bewegt, zieht der Kühlerventilator 18 Luft in und
durch die Kanäle 52. Daher ist der Kühler 16 angeordnet
und wird durch den Kühlergrill 12 geschützt, den Klimaanlagenkondensator
19 und liegt vorne vor dem Kühlerventilator 18. Zusätzlich,
wie oben angegeben, weist der Kühler eine große Oberfläche auf, zu
Zwecken der Wärmeübertragung. Gemäß der vorliegenden Erfindung
kann die Schadstoff behandelnde Zusammensetzung wirksam auf solch einer großen
Oberfläche angeordnet sein, und von dieser Vorteil nehmen, ohne einen deutlich
negativen Einfluss auf die Wärmeübertragungsfunktion des Kühlers.
Die obige Beschreibung ist insbesondere gerichtet auf und beschreibt
die Verwendung der die Atmosphäre behandelnden Oberflächen auf Vorrichtungen,
wie den Kühler 16 und den Klimaanlagenkondensator 14. Wie
angegeben, kann die mit der Atmosphäre in Kontakt stehende Oberfläche
auf anderen geeigneten Mitteln vorhanden sein, um die Motorfluids zu kühlen,
einschließlich gut bekannter Gegenstände, wie den oben genannten Ladeluftkühler
25, wie auch Motorölkühler, Getriebeölkühler und Kühler
für die Servolenkung. Eine Gemeinsamkeit aller dieser Kühleinrichtungen
ist ein Gehäuse oder eine Leitung, durch welche das Fluid geführt wird.
Das Gehäuse umfasst eine Wand mit einer Innenfläche, um mit dem Fluid
in Kontakt zu stehen und eine Außenfläche, die sich normalerweise in Kontakt
mit der Atmosphäre innerhalb des Rahmens des Fahrzeugs befindet und typischerweise
in dem Motorraum angeordnet ist. Um die Wärme aus dem Fluid in diese verschiedenen
Vorrichtungen wirksam zu übertragen, sind Rippen oder Platten vorhanden, die
sich von der Außenfläche der Kühlung, des Gehäuses oder der
Leitung aus erstrecken.
Eine geeignete und bevorzugte Ausführungsform in jeder dieser
Kühleinrichtungen ist in 7 dargestellt.
7 zeigt einen schematischen Querschnitt eines beschichteten
Rippenkühlelements 60. Das Element umfasst ein Gehäuse oder eine
Leitung, definiert durch ein Gehäuse oder eine Leitungswand 62. Angeordnet
innerhalb der Leitung ist ein Durchgang oder eine Kammer 64, durch welche
das Fluid, wie Öle, Kühlflüssigkeiten oder luftkonditionierte
Fluids, durchgeleitet werden. Solche Fluids sind durch das Bezugszeichen
66 angegeben. Die Gehäusewand umfasst eine Innenfläche
68 und eine Außenfläche 70. Angeordnet und befestigt
an der Außenfläche sind Platten oder Rippen 72. Gemäß
der vorliegenden Erfindung ist eine Schadstoff behandelnde Zusammensetzung
74 vorhanden, welche an der Außenfläche 70 und den Rippen
oder Platten 72 angeordnet sein kann. Während des Betriebs kontaktieren
Luftströme die Schadstoff behandelnde Zusammensetzung und bewirken, dass verschiedene
Schadstoffe behandelt werden.
Schadstoff behandelnde Zusammensetzungen können auch an den Außenflächen
des Fahrzeugs angeordnet sein. Wie angegeben, können solche Zusammensetzungen
auf den Kühlergrill 12 und im Fall des in 1
und 6 dargestellten Lastwagens, auf den Windabweiser
20 und da auf der frontalen Windabweiseroberfläche 22 angeordnet
sein. Zusätzlich können Schadstoff behandelnde Zusammensetzungen auf der
Vorderseite des Spiegels 54 wie auch auf jeder einer Vielzahl von nach
vorne gerichteten Oberflächen angeordnet sein.
Die Verwendung eines Ladeluftkühlers 25 stellt eine
besonders wirksame, mit der Atmosphäre in Kontakt stehende Oberfläche
zur Verfügung, auf welcher die Schadstoff behandelnde Zusammensetzung gebracht
sein kann. Die Betriebstemperaturen können so viel wie 121°C (250°F)
erreichen. Bei diesen Temperaturen können die Katalysatorzusammensetzungen
der vorliegenden Erfindung wirksamer Ozon, Kohlenwasserstoffe und Kohlenstoffmonoxidschadstoffe
behandeln. Besonders geeignet sind Zusammensetzungen, welche Edelmetalle enthalten,
wie Platin-, Palladium-, Gold- und Silberbestandteile. Alternativ kann der Katalysator
Manganverbindungen umfassen, wie Mangandioxid und Kupferverbindungen, einschließlich
Carulit oder Hopcalit.
Während des normalen Betriebs bewegt sich das Fahrzeug in einer
Vorwärtsrichtung fort, wobei die Vorderseite 26 des Fahrzeugs
10 mit der Atmosphärenluft in Kontakt steht. Typischerweise bewegt
sich das Fahrzeug durch die Luft mit Geschwindigkeiten von ungefähr 447 m/s
(1000 Meilen je Stunde) für Flugzeuge. Landfahrzeuge und Wasserfahrzeuge bewegen
sich normalerweise mit Geschwindigkeiten von bis zu 134 m (300 Meilen je Stunde),
typischerweise von bis zu 89,4 m/s (200 Meilen je Stunde) bei Motorfahrzeugen, die
sich mit Geschwindigkeiten von bis zu 44,7 m/s (100 Meilen je Stunde) bewegen und
typischerweise von 2,2 bis 33,5 m/s (5 bis 75 Meilen je Stunde). Wasserfahrzeuge,
wie Boote, bewegen sich normalerweise durch das Wasser mit Geschwindigkeiten von
bis zu 13,4 m/s (30 Meilen je Stunde) und typischerweise zwischen 0,9 bis 8,9 m/s
(2 bis 20 Meilen je Stunde). Gemäß des Verfahrens der vorliegenden Erfindung
ist die relative Geschwindigkeit (oder Stirnflächengeschwindigkeit) zwischen
der mit der Atmosphäre in Kontakt stehenden Oberfläche und der Atmosphäre,
während sich das Fahrzeug, typischerweise ein Kraftfahrzeug oder ein Landfahrzeug,
welches sich durch die Atmosphäre bewegt, mit zwischen 0 bis 44,7 m/s (0 bis
100 Meilen je Stunde) und typischerweise zwischen 0,9 bis 33,5 m/s (2 bis 75 Meilen
je Stunde) in einem Fahrzeug typischerweise von 2,2 bis 26,8 m/s (5 bis 60 Meilen
je Stunde). Die Stirnflächengeschwindigkeit ist die Geschwindigkeit der Luft
relativ zu der Schadstoff behandelnden Oberfläche.
In Motorfahrzeugen, wie Lastwagen 10, welche einen Kühlerlüfter
18 aufweisen, zieht der Lüfter Atmosphärenluft durch den Kühlergrill
12, den Klimaanlagenkondenstor 14, den Ladeluftkühler
25 und/oder den Kühler 16 zusätzlich zu der Luft, welche
über diese Elemente geleitet wird, während das Motorfahrzeug sich durch
die Atmosphäre bewegt. Wenn das Motorfahrzeug unbenutzt ist, liegt die relative
Stirnflächengeschwindigkeit der Luft, welche in den Kühler gezogen wird,
typischerweise in dem Bereich von ungefähr 2,2 bis 6,7 m/s (5 bis 15 Meilen
je Stunde). Der Kühlerventilator mäßigt die Durchflussmenge der Luft
durch den Kühler, während sich das Motorfahrzeug durch die Atmosphäre
bewegt. Wenn er ein typisches Auto durch die Atmosphäre mit Geschwindigkeiten
in der Nähe von 31,3 m/s (70 Meilen je Stunde) bewegt, beträgt die Einlassstirnflächengeschwindigkeit
der Luft ungefähr 11,2 m/s (25 Meilen je Stunde). Abhängig von dem Design
eines Motorfahrzeugs unter Verwendung eines Kühlerventilators, weisen die Autos
so geringe Stirnflächengeschwindigkeiten auf, wie wenn der Ventilator während
der Nichtbenutzung verwendet wird, von bis zu ungefähr 100% der Stirnflächengeschwindigkeit
entsprechend der Geschwindigkeit des Motorfahrzeugs. Typischerweise entspricht die
Stirnflächengeschwindigkeit der Luft relativ zu der die Atmosphäre kontaktierende
Oberfläche der Stirnflächengeschwindigkeit bei Nichtbenutzung plus zwischen
0,1- bis 1,0- und noch typischer 0,2- bis 0,8-mal der Geschwindigkeit des Fahrzeugs.
Gemäß der vorliegenden Erfindung können große
Volumen an Luft bei relativ niedrigen Temperaturen behandelt werden. Dies tritt
auf, während sich das Fahrzeug durch die Atmosphäre bewegt. Bestandteile
des Fahrzeuges mit großer Oberfläche einschließlich Kühler,
Klimaanlagenkondensatoren und Ladeluftkühler weisen typischerweise eine große
frontale Oberfläche auf, auf welche der Luftstrom auftritt. Diese Einrichtungen
sind jedoch relativ eng, typischerweise in dem Bereich von 1,9 cm (3/4 eines inch)
Tiefe bis zu ungefähr 5,1 cm (2 inch) Tiefe und normalerweise in dem Bereich
von 1,9 bis 3,8 cm (3/4 bis 1 1/2 inch) Tiefe. Die lineare Geschwindigkeit
der Atmosphärenluft, welche die frontale Oberfläche solcher Einrichtungen
kontaktiert, liegt typischerweise in dem Bereich von bis zu 8,9 m/s (20 Meilen je
Stunde) und noch typischer bis zu 2,2 bis 6,7 m/s (5 bis 15 Meilen je Stunde). Eine
Angabe der Menge an Luft, welche behandelt wird, während sie über den
katalysierten Fahrzeugbestandteil geleitet wird, wird im Allgemeinen als Raumgeschwindigkeit
bezeichnet oder noch präziser als die auf das Volumen je Stunde bezogene Raumgeschwindigkeit
(VHSV). Dies wird als ein Volumen gemessen (entsprechend dem Volumen des katalysierten
Elementes) an Luft je Stunde, welche über das Volumen des katalytischen Gegenstandes
geleitet wird. Es basiert auf Kubikfuß je Stunde an Luft geteilt durch Kubikfuß
des Katalysatorsubstrats. Das Volumen des Katalysatorsubstrats ist die Frontalfläche
mal der Tiefe oder axialen Länge in Richtung des Luftflusses. Alternativ ist
die auf das Volumen je Stunde bezogene Raumgeschwindigkeit die Anzahl der Katalysatorvolumen,
bezogen auf das Volumen des katalytischen Gegenstandes, welcher je Stunde behandelt
wird. Aufgrund der relativ kurzen axialen Tiefe des katalysierten Elementes der
vorliegenden Erfindung sind die Raumgeschwindigkeiten relativ hoch. Die auf das
Volumen je Stunde bezogenen Raumgeschwindigkeiten der Luft, welche gemäß
der vorliegenden Erfindung behandelt werden kann, kann eine Million oder mehr reziproke
Stunden sein. Eine Stirnflächengeschwindigkeit der Luft gegen eines dieser
Elemente bei 2,2 m/s (5 Meilen je Stunde) kann zu einer Raumgeschwindigkeit von
so viel wie 300000 reziproken Stunden führen. Gemäß der vorliegenden
Erfindung sind die Katalysatoren so aufgebaut, dass Schadstoffe in der Atmosphäre
bei Raumgeschwindigkeiten in dem Bereich von so hoch wie ungefähr 250000 bis
750000 und typischerweise 300000 bis 600000 reziproke Stunden behandelt wird. Dies
wird auch bei relativ niedrigen Umgebungstemperaturen und Umgebungsbetriebstemperaturen
der Fahrzeugelemente erzielt, welche die Schadstoff behandelnden Zusammensetzungen
gemäß der vorliegenden Erfindung enthalten.
Die Umgebungsbetriebstemperatur der mit der Atmosphäre in Kontakt
stehenden Oberflächen kann variieren abhängig davon, ob sie in der Nähe
einer Wärmequelle innerhalb des Fahrzeuges angeordnet sind oder an den Oberflächen
der Elemente, welche dazu dienen, Teile des Fahrzeugs zu kühlen. Die Kontaktoberflächen,
wie der Kühlergrill 12, der Windabweiser 20, befinden sich
auf Umgebungsbedingungen. Während es typischen Betriebs werden die Mittel zum
Kühlen innerhalb der Umgebungsatmosphärentemperatur betrieben, wobei die
Kontaktoberflächen, wie die Oberflächen des Klimaanlagenkondensators
14 und des Kühlers 16 und des Ladeluftkühlers, 25 bis
zu 130°C und typischerweise bis zu 105°C betragen können und typischerweise
in dem Bereich von 10°C bis 105°C, typischer zwischen 40°C und 100°C
und zwischen 10°C bis 75°C liegen. Der Ladeluftkühler 25
wird typischerweise bei Temperaturen von zwischen 75° bis 130°C betrieben.
Die Menge der Kontaktoberfläche kann mit den Klimaanlagenkondensatoren, Kühlem
und den Ladeluftkühlern variieren, typischerweise zwischen 1,86 bis 186 m2
(20 bis 20000 Quadratfuß) und die Ventilatorblätter 18 weisen
typischerweise zwischen 0,019 bis zu ungefähr 3,72 m2 (0,2 bis zu
ungefähr 40 Quadratfuß) auf, wenn sowohl die Rück- wie auch Vorderseiten
berücksichtigt werden.
Die Schadstoff behandelnde Zusammensetzung ist vorzugsweise eine katalytische
Zusammensetzung oder adsorbierende Zusammensetzung. Geeignete und bevorzugte Katalysatorzusammensetzungen
sind Zusammensetzungen, welche katalytisch die Reaktion der beabsichtigten Schadstoffe
bei Raumgeschwindigkeiten der Luft bewirken, während sie die Oberfläche
kontaktieren und bei der Temperatur der Oberfläche zum Zeitpunkt des Kontakts.
Typischerweise liegen diese katalysierten Reaktionen in dem Temperaturbereich bei
der mit der Atmosphäre in Kontakt stehenden Oberfläche von zwischen 0°C
bis 130°C, und typischer 20°C bis 105°C und noch typischer zwischen
ungefähr 40°C bis 100°C. Es gibt keine Grenze bezüglich der
Wirksamkeit der Reaktion, solange eine Reaktion stattfindet. Vorzugsweise gibt es
wenigstens 1% Umwandlungswirksamkeit mit einer so hohen Umwandlungswirksamkeit wie
möglich. Geeignete Umwandlungswirksamkeiten betragen vorzugsweise ungefähr
5% und noch bevorzugter ungefähr wenigstens 10%. Bevorzugte Umwandlungen hängen
von dem bestimmten Schadstoff und der Schadstoff behandelnden Zusammensetzung ab.
Wenn Ozon mit einer katalytischen Zusammensetzung an der mit der Atmosphäre
in Kontakt stehenden Oberfläche behandelt wird, ist es bevorzugt, dass die
Umwandlungswirksamkeit größer ist als ungefähr 30 bis 40%, vorzugsweise
größer als 50%, und noch bevorzugter größer als 70%. Bevorzugte
Umwandlung für Kohlenstoffmonoxid beträgt mehr als 30% und vorzugsweise
mehr als 50%. Die bevorzugte Umwandlungswirksamkeit für Kohlenwasserstoffe
und teilweise mit Sauerstoff angereicherte Kohlenwasserstoffe beträgt wenigstens
10%, vorzugsweise wenigstens 15% und noch bevorzugter wenigstens 25%. Diese Umwandlungsraten
sind besonders bevorzugt, wenn die mit der Atmosphäre in Kontakt stehende Oberfläche
sich auf Umgebungsbetriebsbedingungen von bis zu ungefähr 110°C befindet.
Diese Temperaturen sind die Oberflächentemperaturen, welche typischerweise
während des normalen Betriebs der mit der Atmosphäre in Kontakt stehenden
Oberfläche des Fahrzeuges erzielt werden, einschließlich der Oberfläche
des Kühlers und des Klimaanlagenkondensators. Wenn eine zusätzliche Erwärmung
der mit der Atmosphäre in Kontakt stehenden Oberfläche vorhanden ist,
wie bei einem elektrisch erwärmten katalytischen Monolith, Kühlergrill,
Sieb, Drahrgefelcht oder dergleichen, ist es bevorzugt, dass die Umwandlungswirksamkeit
mehr als 90% beträgt und vorzugsweise mehr als 95%. Die Umwandlungswirksamkeit
basiert auf den Molprozent bestimmten Schadstoffe in Luft, welche in der Anwesenheit
der Katalysatorzusammensetzung reagieren.
Ozon behandelnde Katalysatorzusammensetzungen umfassen Manganverbindungen,
einschließlich Mangandioxid, einschließlich nicht-stöchiometrisches
Mangandioxid (z.B. MnO(1,5-2,0)) und/oder Mn2O3.
Bevorzugte Mangandioxide, welche normalerweise als MnO2 bezeichnet werden,
weisen eine chemische Formel auf, wobei das Molverhältnis von Mangan zu Oxid
ungefähr zwischen 1,5 bis 2,0 beträgt, wie Mn8O16.
Bis zu 100 Gew.-% Mangandioxid MnO2 können in Katalysatorzusammensetzungen
verwendet werden, um Ozon zu behandeln. Alternative Zusammensetzungen, welche erhältlich
sind, umfassen Mangandioxid und Verbindungen, wie Kupferoxid allein oder Kupferoxid
und Aluminiumoxid.
Geeignete und bevorzugte Mangandioxide sind &agr;-Mangandioxide,
welche nominell ein Molarverhältnis von Mangan zu Sauerstoff von zwischen 1:
2 aufweisen. Geeignete &agr;-Mangandioxide sind in dem US-Patent
Nr. 5,340,562 von O'Young et al. offenbart; und auch in O'Young, Hydrothermal
synthesis of Manganese Oxides with Tunnel Structures vorgelegt bei dem Symposium
an Advances in Zeolites and Pillared Clay Structues, gehalten vor der Division of
Petroleum Chemistry, Inc. American Chemical Society New York City Meeting, 25-30.
August 1991, beginnend auf Seite 342, und in McKenzie, the Synthesis of Birnessite,
Cryptomelane, and Some Other Oxides and Hydroxides of Manganese, Mineralogical Magazine,
Dezember 1971, Band 38, Seiten 493-502. Zum Zweck der vorliegenden Erfindung weist
das bevorzugte &agr;-Mangandioxid eine 2 × 2-Tunnelstruktur auf, welche Hollandit
(BaMn8O16·xH2O), Cryptomelan (KM8O16·xH2O),
Manjiroit (NaMn8O16·xH2O) und Coronadit (PbMn8O16·xH2O)
sein kann.
Die Mangandioxide der vorliegenden Erfindung weisen vorzugsweise eine
Oberfläche, gemessen durch BET N2-Adsorption, von mehr als 150 m2/g
auf, bevorzugter von mehr als 300 m2/g und noch bevorzugter von mehr
als 220 m2/g. Der obere Bereich kann so hoch wie 300 m2/g,
325 m2/g und sogar 350 m2/g sein. Bevorzugte Materialien liegen
in dem Bereich von 200-350 m2/g, vorzugsweise 200-275 m2/g
und besonders bevorzugt 220-250 m2/g. Die Zusammensetzung umfasst vorzugsweise
ein Bindemittel, wie unten beschrieben, wobei bevorzugte Bindemittel Polymerbindemittel
sind. Die Zusammensetzung kann des Weiteren Edelmetallbestandteile umfassen, wobei
bevorzugte Edelmetallbestandteile die Oxide von Edelmetall sind, vorzugsweise die
Oxide von Metallen der Platingruppe und besonders bevorzugt die Oxide von Palladium
oder Platin, auch als Palladium Black oder Platin Black bezeichnet. Die Menge an
Palladium oder Platin Black kann in dem Bereich von 0 bis 25% liegen, wobei geeignete
Mengen in dem Bereich von ungefähr 1 bis 25 und 5 bis 15 Gew.-% liegen, bezogen
auf das Gewicht des Manganbestandteils und des Edelmetallbestandteils.
Man hat herausgefunden, dass die Verwendung von Zusammensetzungen,
umfassend die Cryptomelan-Form von &agr;-Manganoxid, welche auch ein Polymerbindemittel
enthalten kann, zu mehr als 50%, vorzugsweise mehr als 60% und besonders bevorzugt
zwischen 75 und 85% Umwandlung von Ozon in einem Konzentrationsbereich von zwischen
0 bis 400 Teile pro Milliarde (ppb) führt und in einem Luftstrom, der sich
über einen Kühler mit einer Raumgeschwindigkeit von zwischen 300000 bis
650000 umgekehrte Stunden bewegt, resultieren kann. Wenn ein Teil des Cryptomelan
durch bis zu 25% und vorzugsweise zwischen 15 bis 25 Gew.-% Palladium Black (PdO)
ersetzt wird, liegen die Ozonumwandlungsraten bei den obigen Bedingungen in dem
Bereich von 95 bis 100% unter Verwendung eines Pulverreaktors.
Das bevorzugte Cryptomelanmangandioxid weist zwischen 1,0 bis 3,0
Gew.-% Kalium auf, typischerweise als K2O und eine Kristallitgröße
im Bereich von 2 bis 10 und vorzugsweise von weniger als 5 nm. Es kann bei einem
Temperaturbereich von zwischen 250°C bis 550°C calciniert werden und vorzugsweise
unter 500°C, um bei mehr als 300°C für wenigstens 1,5 Stunden und
vorzugsweise wenigstens 2 Stunden bis zu ungefähr 6 Stunden.
Das bevorzugte Cryptomelan kann hergestellt werden wie in den oben
genannten Artikeln und Patenten von O'Young und McKenzie beschrieben. Das Cryptomelan
kann hergestellt werden, indem ein Mangansalz enthaltend Salze, gewählt aus
der Gruppe, bestehend aus MnCl2, Mn(NO3)2, MnSO4
und Mn(CH3COO)2 mit einer Permanganatverbindung reagiert.
Cryptomelan wird hergestellt unter Verwendung von Kaliumpermanganat; Hollandit wird
hergestellt unter Verwendung von Bariumpermanganat; Coronadit wird hergestellt unter
Verwendung von Bleipermanganat und Manjiroit wird hergestellt unter Verwendung von
Natriumpermanganat. Es wird festgehalten, dass das &agr;-Mangan, welches in der
vorliegenden Erfindung geeignet ist, eines oder mehrere aus Hollandit-, Cryptomelan-,
Manjiroit- oder Coronaditverbindungen enthalten kann. Auch bei der Herstellung von
Cryptomelan können geringe Menge anderer Metallionen vorhanden sein, wie Natrium.
Geeignete Verfahren, um das &agr;-Mangandioxid zu bilden, sind in den obigen Referenzen
beschrieben, welche hier durch Bezugnahme aufgenommen werden.
Das bevorzugte &agr;-Mangan zur Verwendung gemäß der vorliegenden
Erfindung ist Cryptomelan. Das bevorzugte Cryptomelan ist "rein" oder weist im Wesentlichen
keine anorganischen Anionen auf, insbesondere an der Oberfläche. Diese Anionen
können Chloride, Sulfate und Nitrate enthalten, welche während des Verfahrens
zur Herstellung des Cryptomelans eingeführt werden. Ein anderes Verfahren zur
Herstellung von reinem Cryptomelan ist es, ein Mangancarboxylat, vorzugsweise Manganacetat,
mit Kaliumpermanganat zu reagieren. Man hat herausgefunden, dass die Verwendung
solch eines Materials, welches calciniert wurde, "rein" ist. Die Verwendung von
Material, welches anorganische Anionen enthält, kann zu einer Umwandlung von
Ozon zu Sauerstoff von bis zu ungefähr 60% führen. Die Verwendung von
Cryptomelan mit einer "reinen" Oberfläche führt zu Umwandlungen von bis
zu ungefähr 80%.
Man nimmt an, dass die Carboxylate während des Calcinierverfahrens
abgebrannt werden. Anorganische Anionen bleiben jedoch an der Oberfläche auch
während des Calcinierens zurück. Die anorganischen Anionen wie Sulfate,
können mit einer wässrigen Lösung oder einer leicht sauren wässrigen
Lösung abgewaschen werden. Vorzugsweise ist das &agr;-Mangandioxid ein "reines"
&agr;-Mangandioxid. Das Cryptomelan kann bei zwischen ungefähr 60°C
bis 100°C für ungefähr eine halbe Stunde abgewaschen werden, um eine
beträchtliche Menge an Sulfationen zu entfernen. Das Waschen verringert auch
das Maß des vorhandenen Kaliums. Die Nitratanionen können auf ähnliche
Weise entfernt werden. Das "reine" &agr;-Mangandioxid wird dadurch gekennzeichnet,
dass es ein IR-Spektrum aufweist, wie in 9 dargestellt
und ein Röntgenbeugungsmuster (IRD)-Muster, wie in 20 dargestellt.
Solch ein Cryptomelan weist vorzugsweise eine Oberfläche von mehr als 200 m2/g
auf und noch bevorzugter von mehr als 250 m2/g. Ein Überblick des
IR-Spektrums für das besonders bevorzugte Cryptomelan, welches in
19 dargestellt ist, ist durch die Abwesenheit von Peaks charakterisiert,
die Carbonate, Sulfat- und Nitratgruppen kennzeichnen. Erwartete Peaks für
Carbonatgruppen erscheinen in dem Bereich von 1320 bis 1520 Wellenzahl; und für
Sulfatgruppen in dem Bereich von 960 bis 1250 Wellenzahl. 20 zeigt
ein Pulverröntgenbeugungsmuster für ein Cryptomelan mit hoher Oberfläche.
Das Röntgenbeugungsmuster für Cryptomelan, welches für die vorliegende
Erfindung geeignet ist, wird durch breite Peaks charakterisiert, die von der kleinen
Kristallitgröße (-5-10 nm) resultieren. Ungefähre Peakposition (±0,15°2&thgr;)
und ungefähre relative Intensitäten (±5) für Cryptomelan unter
Verwendung von CuK&agr;-Strahlung, wie in 20 dargestellt,
sind: 2&thgr;/relative Intensitäten – 12,1/9; 18/9; 28,3/10; 37,5/100;
41,8/32; 49,7/16; 53,8/5; 60,1/13; 55,7/38 und 68,0/23.
Ein bevorzugtes Verfahren zur Herstellung von Cryptomelan, welches
in der vorliegenden Erfindung geeignet ist, umfasst das Vermischen einer wässrigen
sauren Mangansalzlösung mit einer Kaliumpermanganatlösung. Die saure Mangansalzlösung
weist vorzugsweise einen pH-Wert von zwischen 0,5 bis 3,0 auf und kann sauer gemacht
werden unter Verwendung einer herkömmlichen Säure, vorzugsweise Essigsäure
mit einer Konzentration von zwischen 0,5 bis 5,0 normal und noch bevorzugter 1,0
bis 2,0 normal. Die Mischung bildet eine Aufschlämmung, welche bei einem Temperaturbereich
von zwischen 50°C bis 110°C gerührt wird. Die Aufschlämmung
wird filtriert und das Filtrat wird bei einem Temperaturbereich von zwischen 75°C
bis 200°C getrocknet. Die resultierenden Cryptomelankristalle weisen eine Oberfläche
auf, die typischerweise in dem Bereich von 200 m2/g bis 350 m2/g
liegt.
Eine andere geeignete Zusammensetzung, umfassend Mangandioxid, ist
eine Zusammensetzung, umfassend Mangandioxid und kleinere Mengen an Siliciumdioxid,
typischerweise bis zu 2%, noch typischer bis zu 1%, wobei die bevorzugten Mengen
zwischen 0,4 bis 0,8% betragen, bezogen auf das Gewicht des Mangandioxid und Siliciumdioxid.
Die Anwesenheit von Siliciumdioxid in der bevorzugten Menge ist wirksam für
die kristalline Morphologie des Mangandioxids, insbesondere der Cryptomelan-Form
des Mangandioxids. Man nimmt an, dass die Anwesenheit von kleinen Mengen an Siliciumdioxid,
insbesondere in dem bevorzugten Bereich, der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung
bestimmte Vorteile verleihen kann. Die Anwesenheit von Siliciumdioxid kann die Zusammensetzung
hydrophober machen, insbesondere wenn sie als eine Beschichtung auf einem Substrat
verwendet wird, wie eine Beschichtung auf einem Kühler. Zweitens nimmt man
an, dass die Anwesenheit von Siliciumdioxid in Beschichtungszusammensetzungen, umfassend
Mangandioxid, den pH-Wert erhöht, um die Kompatibilität des Mangandioxids
mit den Latexbindemitteln zu unterstützen. Eine bevorzugte und geeignete Zusammensetzung
zur Verwendung als ein Beschichtungsmaterial umfasst Cryptomelan und Siliciumdioxid.
Solch ein Material umfasst Cryptomelan mit einer Oberfläche von 200 bis 340
und vorzugsweise 220 bis 250 m2/g, ein Gewichtsanteil von Kalium von
zwischen 1 bis 3%, weniger als 0,1% Schwefel und einen gemessenen Verlust an Zündung
von 13 bis 18 Gew.-% aufgrund der Feuchtigkeit. Der pH-Wert der Zusammensetzung
liegt bei ungefähr 3. Die Oberfläche wird durch eine BET-Stickstoffadsorption
gemessen und einen Desorptionstest. Wenn die Menge an Schwefel reduziert wird, erhöht
sich der pH-Wert typischerweise etwas. Zusätzlich erhöht sich typischerweise
der pH-Wert mit der Menge an Kalium, die vorhanden ist, wobei bevorzugte Mengen
an Kalium zwischen 1,2 und 2,8 Gew.-% betragen.
Andere geeignete Zusammensetzungen umfassen Mangandioxid und wahlweise
Kupferoxid und Aluminiumoxid und wenigstens einen Edelmetallbestandteil, wie ein
Metall der Platingruppe, getragen auf dem Mangandioxid und wobei Kupferoxid und
Aluminiumoxid vorhanden sind. Geeignete Zusammensetzungen enthalten bis zu 100,
zwischen 40 bis 80 und vorzugsweise 50 bis 70 Gew.-% Mangandioxid und 10 bis 60
und typischerweise 30 bis 50% Kupferoxid. Geeignete Zusammensetzungen umfassen Hopcalit,
mit ungefähr 60% Manganoxid und ungefähr 40% Kupferoxid; und Carulit®
2,00 (vertrieben von Carus Chemical Co.), welches 60 bis 75 Gew.-% Mangandioxid
aufweisen soll, 11 bis 14% Kupferoxid und 15 bis 16% Aluminiumoxid. Die Oberfläche
von Carulit® soll bei ungefähr 180 m2/g liegen.
Das Calcinieren bei 450°C reduziert die Oberfläche des Carulits®
um ungefähr 50 Prozent (50%), ohne die Wirksamkeit deutlich zu beeinflussen.
Es ist bevorzugt, Manganverbindungen bei zwischen 300°C bis 500°C zu calcinieren
und noch bevorzugter bei 350°C bis 450°C. Calcinieren bei 550°C verursachte
einen großen Verlust der Oberfläche und der Aktivität der Ozonbehandlung.
Calcinieren des Carulit® nach Kugelmahlen mit Essigsäure und
Beschichten auf einem Substrat kann die Adhäsion der Beschichtung an das Substrat
verbessern.
Andere Zusammensetzungen zur Behandlung von Ozon können einen
Mangandioxidbestandteil und Edelmetallbestandteil enthalten, wie Bestandteile der
Platinmetallgruppe. Während beide Bestandteile katalytisch aktiv sind, kann
das Mangandioxid den Edelmetallbestandteil tragen. Der Metallbestandteil der Platingruppe
ist vorzugsweise ein Platin- und/oder Palladiumbestandteil. Die Menge der Platinmetallverbindung
liegt vorzugsweise im Bereich von zwischen 0,1 bis ungefähr 10 Gew.-% (bezogen
auf das Gewicht des Platinmetalls) der Zusammensetzung. Vorzugsweise, wenn Platin
vorhanden ist, beträgt dessen Menge zwischen 0,1 und 5 Gew.-%, wobei geeignete
und bevorzugte Mengen auf dem Schadstoff behandelnden Katalysatorvolumen, bezogen
auf das Volumen des tragenden Gegenstandes, in dem Bereich von 17,7 bis ungefähr
2471 g/m3 (ungefähr 0,5 bis ungefähr 70 g/ft3) betragen.
Die Menge des Palladiumbestandteils liegt vorzugsweise bei zwischen ungefähr
2 bis ungefähr 10 Gew.-% der Zusammensetzung, mit geeigneten und bevorzugten
Mengen des Schadstoff behandelnden Katalysatorvolumens in dem Bereich von ungefähr
353 bis ungefähr 8236 g (ungefähr 10 bis ungefähr 250 g/ft3).
Verschiedene geeignete und/oder bevorzugte Schadstoff behandelnde
Katalysatorzusammensetzungen, insbesondere solche, die einen katalytisch aktiven
Bestandteil enthalten, wie einen katalytischen Edelmetallbestandteil, können
ein geeignetes Trägermaterial enthalten, wie einen feuerfesten Oxidträger.
Das bevorzugte feuerfeste Oxid kann gewählt werden aus der Gruppe, bestehend
aus Siliciumdioxid, Aluminiumoxid, Titandioxid, Cerdioxid, Zirkoniumdioxid und Chromdioxid
und deren Mischungen. Besonders bevorzugt ist der Träger wenigstens eine aktivierte
Verbindung mit hoher Oberfläche, gewählt aus der Gruppe, bestehend aus
Aluminiumoxid, Siliciumdioxid, Titandioxid, Siliciumdioxid-Aluminiumoxid, Siliciumdioxid-Zirkoniumdioxid,
Aluminiumsilikaten, Aluminiumoxid-Zirkoniumoxid, Aluminiumoxid-Chromdioxid und Aluminiumoxid-Cerdioxid.
Das feuerfeste Oxid kann in geeigneter Form vorliegen, umfassend die teilchenförmige
Bulk-Form, die typischerweise Teilchengrößen in dem Bereich von ungefähr
0,1 bis ungefähr 100 und vorzugsweise 1 bis 10 &mgr;m aufweist, oder in Sol-Form
mit einer Teilchengröße in dem Bereich von ungefähr 1 bis ungefähr
50 und vorzugsweise ungefähr 1 bis ungefähr 10 nm. Ein bevorzugter Titandioxid-Sol-Träger
umfasst Titandioxid mit einer Teilchengröße in dem Bereich von ungefähr
1 bis ungefähr 10 und typischerweise zwischen ungefähr 2 bis 5 nm.
Ebenfalls geeignet als ein bevorzugter Träger ist ein Co-Präzipitat
aus einem Magnesiumoxid und Zirkoniumdioxid. Diese Zusammensetzung kann hergestellt
werden, wie in dem US-Patent Nr. 5,283,041
offenbart. In Kürze umfasst das co-präzipitierte Trägermaterial vorzugsweise
in einem Verhältnis, bezogen auf das Gewicht, von Mangan und Zirkoniummetallen
von 5: 95 zu 95 : 5; vorzugsweise 10 : 90 zu 75 : 25; noch bevorzugter 10 : 90 zu
50 : 50 und besonders bevorzugt von 15 : 85 zu 50 : 50. Eine geeignete und bevorzugte
Ausführungsform umfasst ein Mn : Zr-Gewichtsverhältnis von 20 : 80.
US-Patent Nr. 5,283,041 beschreibt ein bevorzugte
Verfahren zur Herstellung eines Co-Präzipitats aus einem Manganoxidbestandteil
und einem Zirkoniumdioxidbestandteil. Wie in dem US-Patent
Nr. 5,283,041 offenbart, kann ein Zirkoniumdioxid- und Manganoxidmaterial
hergestellt werden durch das Vermischen wässriger Lösungen geeigneter
Zirkoniumoxid-Vorläufer, wie Zirkoniumoxynitrat, Zirkoniumacetat, Zirkoiumoxychlorid
oder Zirkoniumoxysulfat und einem geeigneten Manganoxid-Vorläufer, wie Mangannitrat,
Manganacetat, Mangandichlorid oder Mangandibromid, wobei eine ausreichende Menge
einer Base zugegeben wird, wie Ammoniumhydroxid, um einen pH-Wert von 8 bis 9 zu
erhalten, Filtern des resultierenden Präzipitats, Waschen mit Wasser und Trocknen
bei 450 bis 500°C.
Ein geeigneter Träger für einen Katalysator, um Ozon zu
behandeln, wird gewählt aus einem feuerfesten Oxidträger, vorzugsweise
Aluminiumoxid und Siliciumdioxid-Aluminiumoxid, wobei ein bevorzugterer Träger
ein Siliciumdioxid-Aluminiumoxid-Träger ist, umfassend von ungefähr 1%
bis 10 Gew.-% Siliciumdioxid und von 90% bis 99 Gew.-% Aluminiumoxid.
Geeignete feuerfeste Oxidträger für einen Katalysator, umfassend
ein Platinmetall zur Behandlung von Kohlenstoffmonoxid werden gewählt aus Aluminiumoxid,
Titandioxid, Siliciumdioxid-Zirkoniumoxid und Mangan-Zirkoniumoxid. Bevorzugte Träger
für eine Katalysatorzusammensetzung zur Behandlung von Kohlenstoffmonoxid ist
ein Zironiumdioxid-Siliciumdioxidträger, wie in US-Patent
Nr. 5,145,825 offenbart, ein Mangan-Zirkoniumdioxid-Träger, wie in
dem US-Patent Nr. 5,283,041 offenbart und
ein Aluminiumoxid mit hoher Oberfläche. Besonders bevorzugt für die Behandlung
von Kohlenstoffmonoxid ist Titandioxid. Reduzierte Katalysatoren mit Titanoxidträgern
führen zu einer größeren Kohlenstoffmonoxidumwandlung als entsprechende
nicht-reduzierte Katalysatoren.
Der Träger für einen Katalysator zur Behandlung von Kohlenwasserstoffen,
wie Kohlenwasserstoffen mit niedrigem Molekulargewicht, insbesondere olefine Kohlenwasserstoffe
mit niedrigem Molekulargewicht mit zwischen ungefähr 2 bis ungefähr 20
Kohlenstoffen und typischerweise zwei bis ungefähr acht Kohlenstoffatomen,
wie auch teilweise mit Sauerstoff angereicherte Kohlenwasserstoffe mit vorzugsweise
gewählt aus feuerfesten Metalloxiden, einschließlich Aluminiumoxid und
Titandioxid. Wie bei den Katalysatoren zur Behandlung von Kohlenstoffmonoxid, führen
reduzierte Katalysatoren zu größeren Kohlenwasserstoff-Umwandlungen. Besonders
bevorzugt ist ein Titandioxidträger, welcher als geeignet betrachtet wurde,
da er zur einer Katalysatorzusammensetzung mit einer gesteigerten Ozonumwandlung
führt, wie auch einer beträchtlichen Umwandlung von Kohlenstoffmonoxid
und Olefinen mit niedrigem Molekulargewicht. Ebenfalls geeignet sind makroporöse
feuerfeste Oxide mit hoher Oberfläche, vorzugsweise Aluminiumoxid und Titandioxid
mit einer Oberfläche von mehr als 150 m2/g und vorzugsweise in dem
Bereich von ungefähr 150 bis 350, vorzugsweise von 200 bis 300, und noch bevorzugter
von 225 bis 275 m2/g; eine Porosität von mehr als 0,5 cc/g, typischerweise
im Bereich von 0,5 bis 4,0 und vorzugsweise von ungefähr 1 bis 2 cc/g gemessen,
bezogen auf ein Quecksilberporosimeter; und Teilchengrößenbereiche von
0,1 bis 10 &mgr;m. Ein geeignetes Material ist Versal GL Aluminiumoxid mit einer
Oberfläche von ungefähr 260 m2/g, einer Porosität von
1,4 bis 1,5 cc/g und bereitgestellt von LaRoche Industries.
Ein bevorzugter feuerfester Träger für Platinmetalle, vorzugsweise
Platin und/oder Palladium, zur Verwendung bei der Behandlung von Kohlenstoffmonoxid
und/oder Kohlenwasserstoffen, ist Titandioxid. Das Titandioxid kann in grober Pulverform
verwendet werden oder in der Form von Titandioxidsol. Ebenfalls geeignet ist Titandioxid
in Nanoteilchengröße (Nanometer). Die Katalysatorzusammensetzung kann
hergestellt werden, indem ein Platinmetall in einem flüssigen Medium, vorzugsweise
in der Form einer Lösung, wie Platinnitrat, mit dem Titandioxidsol zugegeben
wird, wobei das Sol besonders bevorzugt ist. Die erhaltene Aufschlämmung kann
auf ein geeignetes Substrat aufgebracht werden, wie eine die Atmosphäre behandelnde
Oberfläche, wie einen Kühler, metallisches Monolithsubstrat oder keramisches
Substrat. Das bevorzugte Platinmetall ist eine Platinverbindung. Der Platin-Titandioxid-Sol-Katalysator,
erhalten durch das obige Verfahren, weist eine hohe Wirksamkeit für Kohlenstoffmonoxid
und/oder Kohlenwasserstoffoxidation bei Umgebungsbetriebstemperatur auf. Andere
metallische Bestandteile als die Platinbestandteile, welche mit dem Titandioxidsol
kombiniert werden können, umfassen Gold, Platin, Rhodium, Silberbestandteile
und Mischungen dieser. Ein reduzierter Bestandteil der Platingruppe, vorzugsweise
ein Platinbestandteil auf einem Titankatalysator, welcher als bevorzugt zur Behandlung
von Kohlenstoffmonoxid angegeben wurde, hat sich auch als geeignet und bevorzugt
zur Behandlung von Kohlenwasserstoffen erwiesen, insbesondere zur Behandlung von
olefinischen Kohlenwasserstoffen.
Ein bevorzugter Titandioxid-Sol-Träger umfasst Titandioxid mit
einer Teilchengröße in dem Bereich von ungefähr 1 bis ungefähr
10 und typischerweise zwischen ungefähr 2 bis 5 nm.
Ein bevorzugtes grobes Titandioxid weist eine Oberfläche von
ungefähr 25 bis 120 m2/g auf und vorzugsweise von 50 bis 100 m2/g;
und eine Teilchengröße von ungefähr 0,1 bis 10 &mgr;m. Ein spezifischer
und bevorzugter grober Titandioxidträger weist eine Oberfläche von 45
bis 50 m2/g auf, eine Teilchengröße von ungefähr 1 &mgr;m
auf und wird von DeGussa als P-25 vertrieben. Geeignetes Titan mit Nanoteilchengröße
umfasst eine Teilchengröße in dem Bereich von ungefähr 5 bis 100
und typischerweise von mehr als 10 bis ungefähr 50 nm.
Ein bevorzugter Siliciumdioxid-Zirkoniumdioxid-Träger umfasst
zwischen 1 bis 10% Siliciumdioxid und 90 bis 99% Zirkoniumdioxid. Bevorzugte Trägerteilchen
weisen eine hohe Oberfläche auf, z.B. von 100 bis 500 Quadratmeter je Gramm
(m2/g) Oberfläche, vorzugsweise von 150 bis 450 m2/g,
noch bevorzugter von 200 bis 400 m2/g, um die Dispersion des katalytischen
metallischen Bestandteils oder der Bestandteile darauf zu steigern. Der bevorzugte
feuerfeste Metalloxidträger weist auch eine hohe Porosität auf mit Poren
von bis zu ungefähr 145 nm Radius, z.B. von ungefähr 0,75 bis 1,5 Kubikzentimeter
je Gramm (cm3/g), vorzugsweise ungefähr 0,9 bis 1,2 cm3/g,
und einen Porengrößenbereich, wobei wenigstens 50% der Porosität
durch Poren von 5 bis 100 nm im Radius bereitgestellt werden.
Ein geeigneter Ozonbehandlungskatalysator umfasst wenigstens einen
Edelmetallbestandteil, vorzugsweise einen Palladiumbestandteil, dispergiert auf
einem geeigneten Träger, wie einem feuerfesten Oxidträger. Die Zusammensetzung
umfasst zwischen 0,1 bis 20,0 Gew.-% und vorzugsweise 0,5 bis 15 Gew.-% des Edelmetalls
auf dem Träger, wie einem feuerfesten Oxidträger, bezogen auf das Gewicht
des Edelmetalls (Metall und nicht Oxid) und des Trägers. Palladium wird vorzugsweise
in Mengen von zwischen 2 bis 15, noch bevorzugter 5 und 15 und noch bevorzugter
8 bis 12 Gew.-% verwendet. Platin wird vorzugsweise mit 0,1 bis 10, noch bevorzugter
0,1 bis 5,0, und noch bevorzugter 2 bis 5 Gew.-% verwendet. Palladium ist das bevorzugteste,
um die Reaktion von Ozon zur Bildung von Sauerstoff zu katalysieren. Die Trägermaterialien
können aus der oben genannten Gruppe gewählt werden. In bevorzugten Ausführungsformen
können sie zusätzlich einen groben Manganbestandteil aufweisen, wie oben
genannt, oder einen Manganbestandteil, dispergiert auf dem gleichen oder einem anderen
feuerfesten Oxidträger, wie dem Edelmetall, vorzugsweise Platinbestandteil.
Es können bis zu 80, vorzugsweise bis zu 50, noch bevorzugter zwischen 1 bis
40 und noch bevorzugter 5 bis 35 Gew.-% eines Manganbestandteils, bezogen auf das
Gewicht des Palladium und Manganmetalls in der Schadstoff behandelnden Zusammensetzung
vorhanden sein. Das heißt, es sind vorzugsweise ungefähr 2 bis 30 und
vorzugsweise 2 bis 10 Gew.-% eines Manganbestandteils vorhanden. Die Katalysatorbeladung
beträgt zwischen 20 bis 250 g und vorzugsweise ungefähr 50 bis 250 g Palladium
je 0,028 m3 (Kubikfuß (g/ft3)) des Katalysatorvolumens.
Das Katalysatorvolumen ist das gesamte Volumen der fertiggestellten Katalysatorzusammensetzung
und umfasst daher das gesamte Volumen des Klimaanlagenkondensators oder Kühlers
einschließlich der Leerräume, die durch Gasdurchflussdurchgänge bereitgestellt
werden. Im Allgemeinen führt eine höhere Beladung an Palladium zu einer
größeren Ozonumwandlung, d.h. zu einem größeren Prozentanteil
von Ozon-Zersetzung in dem behandelten Luftstrom.
Umwandlungen von Ozon zu Sauerstoff, die mit einem Palladium/Mangan-Katalysator
auf Aluminiumoxidträgerzusammensetzungen, bei einer Temperatur von ungefähr
40°C bis 50°C erzielt werden, liegen bei ungefähr 50 mol%, wenn der
Ozon-Konzentrationsbereich von 0,1 bis 0,4 ppm und die Stirnflächengeschwindigkeit
4,5 m/s (16 Meilen je Stunde) betrug. Kleinere Umwandlungen wurden erzielt unter
Verwendung von Platin auf einem Aluminiumoxidkatalysator.
Von besonderem Interesse ist die Verwendung eines Trägers, umfassend
das oben beschriebene co-präzipitierte Erzeugnis aus einem Manganoxid und Zirkoniumdioxid,
welches verwendet wird, um ein Edelmetall zu unterstützen, vorzugsweise gewählt
aus Platin und Palladium, und besonders bevorzugt aus Platin. Platin ist von besonderem
Interesse, da man herausgefunden hat, dass Platin besonders wirksam ist, wenn es
auf diesem co-präzipitierten Träger verwendet wird. Die Menge an Platin
kann in dem Bereich von 0,1 bis 6 liegen, vorzugsweise 0,5 bis 4, noch bevorzugter
1 bis 4 und besonders bevorzugt 2 bis 4 Gew.-%, bezogen auf metallisches Platin
und den copräzipitierten Träger. Die Verwendung von Platin zur Behandlung
von Ozon hat sich als besonders wirksam auf diesen Träger erwiesen. Zusätzlich,
wie unten diskutiert, ist der Katalysator geeignet, um Kohlenstoffmonoxid zu behandeln.
Vorzugsweise ist das Edelmetall Platin und der Katalysator wird reduziert.
Andere geeignete Katalysatoren, um Ozon katalytisch in Sauerstoff
umzuwandeln, sind in dem US-Patent Nr. 4,343,776
und 4,405,507 offenbart. Eine geeignete
und besonders bevorzugte Zusammensetzung ist nun in dem US-Patent
Nr. 5,422,331 offenbart mit dem Titel "Light Weight, Low Pressure Drop
Ozone Decomposition Catalyst for Aircraft Applications". Noch andere Zusammensetzung,
die zu der Umwandlung von Ozon zu Sauerstoff führen können, umfassen Kohlenstoff,
und Platin oder Palladium, getragen auf Kohlenstoff, Mangandioxid, Carulit®
und/oder Hopcalit. Mangan, getragen auf einem feuerfesten Oxid, wie oben ausgeführt,
hat sich auch als geeignet erwiesen.
Kohlenstoffmonoxid behandelnde Katalysatoren umfassen vorzugsweise
wenigstens einen Edelmetallbestandteil, vorzugsweise gewählt aus Platin- und/oder
Palladiumbestandteilen, wobei Platinbestandteile besonders bevorzugt sind. Eine
Kombination eines Platinbestandteils und eines Palladiumbestandteils führt
zu einer verbesserten CO-Umwandlung bei einer Zunahme der Kosten und ist besonders
bevorzugt, wenn eine höhere Umwandlung gewünscht wird und die Kostenzunahme
akzeptiert werden kann. Die Zusammensetzung umfasst zwischen 0,01 bis 20 Gew.-%
und vorzugsweise 0,5 bis 15 Gew.-% des Edelmetallbestandteils auf einem geeigneten
Träger, wie einem feuerfesten Oxidträger, wobei die Menge des Edelmetalls
auf dem Gewicht des Edelmetalls (Metall- und Nicht-Metallbestandteil) und dem Träger
basiert. Platin ist besonders bevorzugt und wird vorzugsweise in Mengen von 0,01
bis 10 Gew.-% und noch bevorzugter 0,1 bis 5 Gew.-% und besonders bevorzugt 1,0
bis 5,0 Gew.-% verwendet. Palladium ist in Mengen von 2 bis 15, vorzugsweise 5 bis
15 und noch bevorzugter 8 bis 12 Gew.-% geeignet. Der bevorzugte Träger ist
Titandioxid, wobei Titandioxid-Sol besonders bevorzugt ist, wie
oben ausgeführt. Wenn auf eine monolithische Struktur, wie einen Kühler
oder auf eine andere mit der Atmosphäre in Kontakt stehende Oberfläche
beladen, beträgt die Katalysatorbeladung vorzugsweise ungefähr 1 bis 150
und noch bevorzugter 10 bis 100 g Platin je 0,028 m3 (Kubikfuß (g/ft3))
des Katalysatorvolumens und/oder 20 bis 250 und vorzugsweise 50 bis 250 g Palladium
je 0,028 m3 (g/ft3) des Katalysatorvolumens. Wenn Platin und
Palladium in Kombination verwendet werden, sind zwischen ungefähr 883 bis 3530
g/m3 (25 bis 100 g/ft3) Platin und 1765 bis 8236 g/m3
(50 bis 250 g/ft3) Palladium vorhanden. Eine bevorzugte Zusammensetzung
umfasst ungefähr 1765 bis 3177 g/m3 (50 bis 90 g/ft3)
Platin und 3530 bis 7943 g/m3 (100 bis 225 g/ft3) Palladium.
Bevorzugt sind die Katalysatoren reduziert. Umwandlungen von 5 bis 80 mol% Kohlenstoffmonoxid
zu Kohlenstoffdioxid wurden erzielt unter Verwendung von beschichteten Kernproben
aus dem Kraftfahrzeugkühler mit zwischen 1 bis 6 Gew.-% (bezogen auf das Metall)
Platin auf Titandioxidzusammensetzungen bei Temperaturen von 25°C bis 90°C,
wenn die Kohlenstoffmonoxidkonzentration 15 bis 25 Teile je Million und die Raumgeschwindigkeit
300000 bis 500000 reziproke Stunden betrug. Des Weiteren wurden Umwandlungen von
5 bis 65 mol% Kohlenstoffmonoxid zu Kohlenstoffdioxid erzielt, unter Verwendung
von 1,5 bis 4,0 Gew.-% Platin auf Aluminiumoxidträger-Zusammensetzungen bei
einer Temperatur von ungefähr bis zu 95°C, wobei die Kohlenstoffmonoxid-Konzentration
ungefähr 15 Teile je Million betrug und die Raumgeschwindigkeit ungefähr
300000 reziproke Stunden betrug. Niedrigere Umwandlungen wurden mit Palladium auf
einem Cerdioxidträger erzielt.
Eine alternative und bevorzugte Katalysatorzusammensetzung zur Behandlung
von Kohlenstoffmonoxid umfasst als einen Edelmetallbestandteil, getragen auf dem
oben beschriebenen Copräzipitat aus einem Manganoxid und Zirkondioxid. Das
Co-Präzipitat wird wie oben beschrieben gebildet. Bevorzugte Verhältnisse
von Mangan zu Zirkondioxid betragen 5 : 95 zu 95 : 5; 10 : 90 zu 75 : 25; 10 : 90
zu 50 : 50; und 15 : 85 zu 25 : 75, wobei ein bevorzugtes Copräzipitat ein
Manganoxid-zu-Zirkoniumdioxid-Verhältnis von 20 : 80 aufweist. Der Prozentanteil
an Platin, getragen auf dem Co-Präzipitat, basierend auf dem Platinmetall,
liegt in dem Bereich von 0,1 bis 6, vorzugsweise 0,5 bis 4, noch bevorzugter 1 bis
4 und besonders bevorzugt 2 bis 4 Gew.-%. Vorzugsweise ist der Katalysator reduziert.
Der Katalysator kann in Pulverform reduziert werden oder nachdem er auf ein tragendes
Substrat aufgebracht wurde. Andere geeignete Zusammensetzungen, welche Kohlenstoffmonoxid
in Kohlenstoffdioxid umwandeln können, umfassen einen Platinbestandteil, getragen
auf einem Kohlenstoff oder einem Träger, umfassend Mangandioxid. Katalysatoren
zur Behandlung von Kohlenwasserstoffen, typischerweise ungesättigten Kohlenwasserstoffen,
noch typischer ungesättigten Monoolefinen mit zwischen 2 bis ungefähr
20 Kohlenstoffatomen und insbesondere zwischen 2 bis 8 Kohlenstoffatomen und teilweise
mit Sauerstoff angereicherten Kohlenwasserstoffen der Art, welche oben ausgeführt
ist, umfassen wenigstens einen Edelmetallbestandteil, vorzugsweise gewählt
aus Platin und Palladium, wobei Platin besonders bevorzugt ist. Eine Kombination
aus einem Platinbestandteil und einem Palladiumbestandteil führt zu verbesserten
Kohlenwasserstoffumwandlungen mit einer Zunahme der Kosten und ist besonders bevorzugt,
wenn eine höhere Umwandlung gewünscht wird und die Kostenzunahme akzeptiert
werden kann. Geeignete Katalysatorzusammensetzungen umfassen solche, die zur Verwendung
zur Behandlung von Kohlenstoffmonoxid beschrieben wurden. Die Zusammensetzung zur
Behandlung von Kohlenwasserstoffen umfasst zwischen 0,01 bis 20 Gew.-% und vorzugsweise
0,5 bis 15 Gew.-% des Edelmetallbestandteils auf einem geeigneten Träger, wie
einem feuerfesten Oxidträger, wobei die Mengen des Edelmetalls auf dem Gewicht
des Edelmetalls basieren (nicht des Metallbestandteils) und dem Träger. Platin
ist besonders bevorzugt und wird vorzugsweise in Mengen von zwischen 0,01 bis 10
Gew.-% verwendet und noch bevorzugter 0,1 bis 5 Gew.-% und besonders bevorzugt 1,0
bis 5 Gew.-%. Wenn auf eine monolithische Struktur geladen, wie dem Kühler
eines Motorfahrzeugs oder auf eine andere mit der Atmosphäre in Kontakt stehende
Oberfläche, beträgt die Katalysatorbeladung vorzugsweise ungefähr
1 bis 150, noch bevorzugter 10 bis 100 g Platin je 0,628 m3 (Kubikfuß
(g/ft3)) des Katalysatorvolumens. Wenn Platin und Palladium in Kombination
verwendet werden, ist zwischen ungefähr 883 bis 3530 g/cm3 (25 bis
100 g/ft3) Platin und 1765 bis 8236 g/cm3 (50 bis 250 g/ft3)
Palladium vorhanden. Eine bevorzugte Zusammensetzung umfasst ungefähr 1765
bis 3177 g/m3 (50 bis 90 g/ft3) Platin und 3530 bis 7943 g/m3
(100 bis 225 g/ft3) Palladium. Das bevorzugte feuerfeste Oxid ist ein
metallisches feuerfestes Oxid, welches vorzugsweise gewählt wird aus Cerdioxid,
Siliciumdioxid, Zirkoniumdioxid, Aluminiumdioxid, Titandioxid und Mischungen dieser,
wobei Aluminiumoxid und Titandioxid besonders bevorzugt sind. Das bevorzugte Titandioxid
wird gekennzeichnet durch, wie oben ausgeführt wurde, wobei Titanoxid-Sol besonders
bevorzugt ist. Der bevorzugte Katalysator ist reduziert. Die Überprüfung
auf einem beschichteten Kraftfahrzeugkühler führte zu Umwandlungen von
Monoolefin mit niedrigem Molekulargewicht, wie Propylen, zu Wasser und Kohlenstoffdioxid
mit 1,5 bis 4 Gew.-% Platin auf einem Aluminiumoxid- oder Titandioxidträger
mit zwischen 15 und 25%, wenn die Propylenkonzentration ungefähr 10 Teile je
Million Propylen betrug und die Raumgeschwindigkeit ungefähr 320000 reziproke
Stunden. Diese Katalysatoren waren nicht reduziert. Die Reduktion des Katalysators
verbessert die Umwandlung.
Katalysatoren, die für die Oxidation sowohl von Kohlenstoffmonoxid
als auch Kohlenwasserstoffen geeignet ist, umfassen im Allgemeinen
solche, die oben als geeignet genannt wurden, um entweder Kohlenstoffmonoxid oder
Kohlenwasserstoffe zu behandeln. Die besonders bevorzugten Katalysatoren, welche
gezeigt haben, dass sie eine gute Wirksamkeit zur Behandlung sowohl von Kohlenstoffmonoxid
und Kohlenwasserstoffen zeigen, wie ungesättigte Olefine, umfassen einen Platinbestandteil,
getragen auf einem bevorzugten Titandioxidträger. Die Zusammensetzung umfasst
vorzugsweise ein Bindemittel und kann auf einer geeigneten Trägerstruktur in
Mengen von zwischen 0,315 g/cm bis 0,394 g/cm (0,8 bis 1,0 g/inch) aufgebracht werden.
Eine bevorzugte Platinkonzentration liegt in dem Bereich von 2 bis 6% und vorzugsweise
3 bis 5 Gew.-% Platinmetall auf dem Titandioxidträger. Geeignete und betroffene
Substratzelldichten entsprechen ungefähr 46 bis 62 Zellen je cm2
(300 bis 400 Zellen je Quadratinch). Der Katalysator wird bevorzugt reduziert, als
ein Pulver oder auf dem beschichteten Gegenstand unter Verwendung eines geeigneten
Reduktionsmittels. Vorzugsweise wird der Katalysator in dem Gasstrom reduziert,
umfassend ungefähr 7% Wasserstoff mit Rest Stickstoff bei zwischen 200 bis
500°C oder zwischen 1 bis 12 Stunden. Die besonders bevorzugte Reduktion oder
Formiertemperatur beträgt 400°C für 2-6 Stunden. Es hat sich gezeigt,
dass dieser Katalysator eine hohe Aktivität in Luft und in angefeuchteter Luft
bei erhöhten Temperaturen von bis zu 100°C nach verlängerter Aussetzung
beibehält.
Geeignete Katalysatoren, welche sowohl Ozon und Kohlenstoffmonoxid
behandeln können, umfassen wenigstens ein Edelmetallbestandteil, besonders
bevorzugt ein Edelmetall, gewählt aus Platin, Palladium und Mischungen dieser
auf einem geeigneten Träger, wie einem feuerfesten Oxidträger. Eine Kombination
aus einem Platinbestandteil und einem Palladiumbestandteil führt zu einer verbesserten
CO-Umwandlung mit einer Zunahme der Kosten und ist besonders bevorzugt, wenn eine
höhere Umwandlung gewünscht wird und die Kostenzunahme akzeptiert werden
kann. Geeignete feuerfeste Oxidträger umfassen Cerdioxid, Zirkoniumdioxid,
Aluminiumoxid, Titandioxid, Siliciumdioxid und Mischungen dieser, einschließlich
einer Mischung aus Zirkoniumdioxid und Siliciumdioxid, wie oben genannt. Ebenfalls
geeignet und bevorzugt als ein Träger sind die oben beschriebenen Co-Präzipitate
von Manganoxid und Zirkoniumdioxid. Die Zusammensetzung umfasst zwischen 0,1 bis
20,0, vorzugsweise 0,5 bis 15, und noch bevorzugter zwischen 1 bis 10 Gew.-% des
Edelmetallbestandteils auf dem Träger, basierend auf dem Gewicht des Edelmetalls
und des Trägers. Palladium wird vorzugsweise in Mengen von 2 bis 15 und noch
bevorzugter von 3 bis 8 Gew.-% verwendet. Platin wird vorzugsweise in Mengen von
zwischen 0,1 bis 6% verwendet und noch bevorzugter 2 bis 5 Gew.-%. Eine bevorzugte
Zusammensetzung ist eine Zusammensetzung, bei welcher der feuerfeste Bestandteil
Cerdioxid umfasst und der Edelmetallbestandteil Palladium umfasst. Diese Zusammensetzung
hat zu relativ hohen Ozon- und Kohlenstoffmonoxid-Umwandlungen geführt. Insbesondere
hat das Überprüfen dieser Zusammensetzung auf einem beschichteten Kühler
zu einer 21%igen Umwandlung von Kohlenstoffmonoxid in einem Luftstrom, umfassend
16 ppm Kohlenstoffmonoxid, welches eine Oberfläche bei 95°C mit einer
Stirnflächengeschwindigkeit des Gasstromes von 5 Meilen je Stunde kontaktiert
hat, geführt. Der gleiche Katalysator führte zu einer 55%igen Ozonumwandlung,
wenn der Strom 0,25 ppm Ozon enthielt und die Behandlungsoberfläche 25°C
aufwies, wobei eine Stirnflächengeschwindigkeit des Luftstromes 10 Meilen je
Stunde aufwies. Ebenfalls bevorzugt ist eine Zusammensetzung, umfassend ein Edelmetall,
vorzugsweise ein Platinmetall, noch bevorzugter gewählt aus Platin- und Palladiumbestandteilen
und besonders bevorzugt ein Platinbestandteil und das oben genannte Co-Präzipitat
aus Manganoxid und Zirkoniumdioxid. Dieser oben genannte edelmetallhaltige Katalysator
in der Form eines Katalysatorpulvers oder Beschichtung auf einem geeigneten Substrat,
liegt in reduzierter Form vor. Bevorzugte Reduktionsbedingungen umfassen die oben
genannten, wobei die bevorzugteste Bedingung zwischen 250 bis 350°C für
zwischen 2 bis 4 Stunden in einem reduzierenden Gas, umfassend 7% Wasserstoff und
93% Stickstoff, ist. Der Katalysator ist besonders geeignet zur Behandlung von sowohl
Kohlenstoffmonoxid als auch Ozon. Andere geeignete Zusammensetzungen zur Umwandlung
von Ozon zu Sauerstoff und Kohlenstoffmonoxid zu Kohlenstoffdioxid umfassen einen
Platinbestandteil, getragen auf Kohlenstoff, Mangandioxid oder einen feuerfesten
Oxidträger, und wahlweise einen zusätzlichen Manganbestandteil.
Ein geeigneter und bevorzugter Katalysator, welcher Ozon, Kohlenstoffmonoxid
und Kohlenwasserstoffe behandeln kann, wie auch teilweise mit Sauerstoff angereicherte
Kohlenwasserstoffe, umfasst einen Edelmetallbestandteil, vorzugsweise einen Platinbestandteil,
auf einem geeigneten Träger, wie einem feuerfesten Oxidträger. Eine Kombination
eines Platinbestandteils und eines Palladiumbestandteils führt zu verbesserter
CO-Umwandlung bei einer Zunahme der Kosten und ist bevorzugt, wenn eine höhere
Umwandlung gewünscht wird und die Kostenzunahme akzeptiert werden kann. Geeignete
feuerfeste Oxidträger umfassen Cerdioxid, Zirkoniumdioxid, Aluminiumoxid, Titandioxid,
Siliciumdioxid und Mischungen dieser einschließlich einer Mischung aus Zirkoniumdioxid
und Siliciumdioxid, wie oben genannt. Ebenfalls geeignet ist ein Träger einschließlich
des oben genannten Co-Präzipitats aus Manganoxid und Zirkoniumdioxid. Die Zusammensetzung
umfasst zwischen 0,1 bis 20, vorzugsweise 0,5 bis 15 und noch bevorzugter 1 bis
10 Gew.-% des Edelmetallbestandteils auf dem feuerfesten Träger bezogen auf
das Gewicht des Edelmetalls und des Trägers. Wenn der Kohlenwasserstoffbestandteil
in Kohlenstoffdioxid und Wasser umgewandelt werden soll, ist Platin der bevorzugteste
Katalysator und wird vorzugsweise in Mengen von zwischen 0,1 bis 5% und noch bevorzugter
2 bis 5 Gew.-% verwendet.
In spezifischen Ausführungsformen kann eine Kombination von Katalysatoren
eingesetzt werden, einschließlich dem oben genannten Katalysator, wie auch
einem Katalysator, welcher besonders bevorzugt ist für die Behandlung von Ozon,
wie einem Katalysator, umfassend einen Manganbestandteil. Der Manganbestandteil
kann gegebenenfalls mit einem Platinbestandteil kombiniert werden. Das Mangan und
Platin kann auf dem gleichen oder auf unterschiedlichen Trägem angeordnet sein.
Es können bis zu 80, vorzugsweise bis zu 50, noch bevorzugter zwischen 1 bis
40 und noch bevorzugter zwischen 10 bis 35 Gew.-% des Manganbestandteils vorhanden
sein, bezogen auf das Gewicht des Edelmetalls und Mangans in der Schadstoff behandelnden
Zusammensetzung. Die Katalysatorbeladung ist die gleiche, wie oben genannt, in Bezug
auf den Ozonkatalysator. Eine bevorzugte Zusammensetzung ist eine Zusammensetzung,
bei welcher der feuerfeste Bestandteil einen Aluminiumoxid- oder Titandioxidträger
umfasst und der Edelmetallbestandteil ein Platinbestandteil umfasst. Die Überprüfung
solch einer Zusammensetzung, aufgebracht auf einem Radiator, führte zu einer
68- bis 72%igen Umwandlung von Kohlenstoffmonoxid, 8 bis 15%igen Umwandlung von
Ozon und 17 bis 18%igen Umwandlung von Propylen, wenn eine Oberfläche mit 95°C
kontaktiert wird, mit einer Stirnflächengeschwindigkeit des Gasstroms von ungefähr
10 Meilen je Stunde (Raumgeschwindigkeit von 320000 reziproken Stunden) mit einem
Lufttaupunkt von 1,7°C (35°F). Wenn sich die Temperatur der Kontaktoberfäche
verringert und die Raumgeschwindigkeit oder Stirnflächengeschwindigkeit des
Atmosphären-Luftflusses über die mit dem Schadstoff in Kontakt stehende
Oberfläche zunimmt, verringert sich der Prozentanteil der Umwandlung.
Die Katalysatoraktivität, insbesondere zur Behandlung von Kohlenstoffmonoxid
und Kohlenwasserstoffen, kann weiter gesteigert werden, indem der Katalysator in
einem Formiergas, wie Wasserstoff, Kohlenstoffmonoxid, Methan oder Kohlenwasserstoff
plus Stickstoffgas reduziert wird. Alternativ kann das Reduktionsmittel in der Form
einer Flüssigkeit vorliegen, wie Hydrazin, Forminsäure und Formatsalzen,
wie Natriumformatlösung. Der Katalysator kann als ein Pulver reduziert werden
oder nach dem Aufbringen auf ein Substrat. Die Reduktion kann in Gas bei zwischen
150° bis 500°C, vorzugsweise 200° bis 400°C für 1 bis 12
Stunden durchgeführt werden, vorzugsweise für 2 bis 8 Stunden. In einem
bevorzugten Verfahren kann der beschichtete Gegenstand oder das Pulver in einem
Gas, umfassend 7% Wasserstoff in Stickstoff bei 275°C bis 350°C für
2 bis 4 Stunden reduziert werden.
Eine alternative Zusammensetzung zur Verwendung bei dem Verfahren
und der Vorrichtung der vorliegenden Erfindung umfasst ein katalytisch aktives Material,
gewählt aus der Gruppe, bestehend aus Edelmetallbestandteilen, einschließlich
Platinmetallbestandteilen, Goldbestandteilen und Silberbestandteilen, und einem
Metallbestandteil, gewählt aus der Gruppe, bestehend aus Wolframbestandteilen
und Rheniumbestandteilen. Die relativen Mengen des katalytisch aktiven Materials
zu dem Wolframbestandteil und/oder Rheniumbestandteil, bezogen auf das Gewicht des
Metalls, betragen zwischen 1 bis 25 zu 15 zu 1.
Die Zusammensetzung, enthaltend einen Wolframbestandteil und/oder
einen Rheniumbestandteil, umfasst vorzugsweise Wolfram und/oder Rhenium in der Form
eines Oxids. Das Oxid kann erhalten werden durch das Bilden der Zusammensetzung
unter Verwendung von Wolfram- oder Rheniumsalzen und die Zusammensetzung kann nachfolgend
calciniert werden, um Wolfram- und/oder Rheniumoxid zu bilden. Die Zusammensetzung
kann weitere Bestandteile umfassen, wie Träger einschließlich feuerfester
Oxidträger, Manganbestandteile, Kohlenstoff und Co-Präzipitate aus einem
Manganoxid und Zirkoniumdioxid. Geeignete feuerfeste Metalloxide schließen
Aluminiumoxid, Siliciumdioxid, Titandioxid, Cerdioxid, Zirkoniumdioxid, Chromdioxid
und Mischungen dieser ein. Die Zusammensetzung kann zusätzlich ein Bindemittelmaterial
umfassen, wie ein Metall-Sol einschließlich Aluminiumoxid- und Titandioxid-Sole
oder polymere Bindemittel, welche in der Form eines Polymerlatex-Bindemittels bereitgestellt
werden kann.
In bevorzugten Zusammensetzungen sind zwischen 0,5 bis 15, vorzugsweise
1 bis 10, besonders bevorzugt zwischen 3 bis 5 Gew.-% des katalytisch aktiven Materials
vorhanden. Die bevorzugten katalytisch aktiven Materialien sind Platinmetalle, wobei
Platin und Palladium besonders bevorzugt sind und Platin das bevorzugteste ist.
Die Menge des Wolfram- und/oder Rheniumbestandteils, bezogen auf die Metalle, liegt
zwischen 1 bis 25 Gew.-%, vorzugsweise bei 2 bis 15 Gew.-% und besonders bevorzugt
3 bis 10 Gew.-%. Die Menge des Bindemittels kann zwischen 0 bis 20 Gew.-% variieren,
vorzugsweise 0,5 bis 20 Gew.-%, noch bevorzugter 2 bis 10 Gew.-% und besonders bevorzugt
2 bis 5 Gew.-%. Abhängig von dem Trägermaterial ist ein Bindemittel für
diese Zusammensetzung nicht notwendig. Bevorzugte Zusammensetzungen umfassen zwischen
60 bis 98,5 Gew.-% eines feuerfesten Oxidträgers, zwischen 0,5 bis 15 Gew.-%
des katalytisch aktiven Materials, zwischen 1 bis 25 Gew.-% Wolfram und/oder Rheniumbestandteil
und zwischen 0 bis 10 Gew.-% Bindemittel.
Zusammensetzungen, enthaltend den Wolframbestandteil und den Rheniumbestandteil,
können unter den oben genannten Bedingungen calciniert werden. Zusätzlich
kann die Zusammensetzung reduziert werden. Wie jedoch in den nachfolgenden Beispielen
gezeigt, muss die Zusammensetzung nicht reduziert werden und die Anwesenheit des
Wolfram- und/oder Rheniumbestandteils kann zu Umwandlungen von Kohlenstoffmonoxid
und Kohlenwasserstoffen führen, die den Zusammensetzungen enthaltend die Platinmetalle,
die reduziert wurden, vergleichbar sind.
Die Schadstoff behandelnden Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung
umfassen vorzugsweise ein Bindemittel, welches dazu dient, die Zusammensetzung an
die mit der Atmosphäre in Kontakt stehende Oberfläche zu binden und eine
Adhäsion hierfür bereitzustellen. Es hat sich herausgestellt, dass ein
bevorzugtes Bindemittel ein polymeres Bindemittel ist, verwendet in Mengen von 0,5
bis 20, noch bevorzugter 2 bis 10 und besonders bevorzugt 2 bis 5 Gew.-% des Bindemittels,
bezogen auf das Gewicht der Zusammensetzung. Vorzugsweise ist das Bindemittel ein
polymeres Bindemittel, welches ein thermohärtendes oder thermoplastisches polymeres
Bindemittel sein kann. Das polymere Bindemittel kann geeignete Stabilisatoren und
Alterungsverzögerer aufweisen, die auf dem Polymergebiet bekannt sind. Das
Polymer kann ein plastisches oder elastomeres Polymer sein. Besonders bevorzugt
sind thermohärtende, elastomere Polymere, eingeführt als ein Latex in
den Katalysator in eine Aufschlämmung der Katalysatorzusammensetzung, vorzugsweise
eine wässrige Aufschlämmung. Beim Aufbringen der Zusammensetzung und Erwärmen
kann sich das Bindemittelmaterial vernetzen, um einen geeigneten Träger bereitzustellen,
welcher die Integrität der Beschichtung steigert, dessen Haftung an die mit
der Atmosphäre in Kontakt stehende Oberfläche, und bietet eine strukturelle
Stabilität bei den Vibrationen, die in Motorfahrzeugen auftreten. Die Verwendung
von bevorzugtem polymerem Bindemittel ermöglicht, dass die Schadstoff behandelnde
Zusammensetzung an der mit der Atmosphäre in Kontakt stehenden Oberfläche
haftet, ohne dass eine Unterschicht notwendig wäre. Das Bindemittel kann wasserbeständige
Zusatzstoffe enthalten, um die Wasserbeständigkeit zu verbessern und die Adhäsion
zu verbessern. Solche Zusatzstoffe können Fluor-Kohlenstoff-Emulsionen und
Petroleum-Wachs-Emulsionen umfassen.
Geeignete Polymerzusammensetzungen umfassen Polyethylen, Polypropylen,
Polyolefin-Copolymere, Polyisopren, Polybutadien, Polybutadien-Copolymere, chlorinierten
Gummi, Nitrilgummi, Polychloropren, Ethylen-Propylen-Dien-Elastomere, Polystrol,
Polyacrylat, Polymethacrylat, Polyacrylonitril, Poly(vinylester), Poly(vinylhalogenide),
Polyamide, Cellulosepolymere, Polyimide, Acryle, Vinylacryle und Styrolacryle, Polyvinylalkohol,
thermoplastische Polyester, thermohärtende Polyester, Poly(phenylenoxid), Poly(phenylensulfid),
fluorinierte Polymere, wie Poly(tetrafluorethylen)polyvinylidenfluorid, Poly(vinylfluorid)
und Chloro/Fluoro-Copolymere, wie Ethylenchlorotrifluorethylen-Copolymer, Polyamid,
Phenolharze und Epoxidharze, Polyurethan und Siliconpolymere. Ein besonderes bevorzugtes
polymeres Material ist ein Acrylpolymerlatex, wie in den begleitenden Beispielen
beschrieben.
Besonders bevorzugte Polymere und Copolymere sind Vinylacrylpolymere
und Ethylenvinylacetat-Copolymere. Ein bevorzugtes Vinylacrylpolymer ist ein vernetztes
Polymer, vertrieben von National Starch and Chemical Company als Xlink 2833. Es
ist beschrieben als ein Vinylacrypolymer mit einem Tg von -15°C, 15% Feststoffen,
einem pH-Wert von 4,5 und einer Viskosität von 300 cps. Insbesondere ist angegeben,
dass es ein Vinylacetat CAS Nr. 108-05-4 in einem Konzentrationsbereich von weniger
als 0,5% aufweist. Es ist angegeben als ein Vinylacetat-Copolymer. Andere bevorzugte
Vinylacetat-Copolymere, welche von National Starch and Chemical Company vertrieben
werden, umfassen Duro-O-Set E-623 und Dur-C-Set E-646. Dur-O-Set E-623 ist als Ethylenvinylacetat-Copolymer
angegeben mit einem Tg von 0°C, 52% Feststoffen, einem pH-Wert von 5,5 und
einer Viskosität von 200 cps.
Dur-O-Set E-646 ist als ein Ethylenvinylacetat-Copolymer mit einem
Tg von -12°C, 52% Feststoffen, einem pH-Wert von 5,5 und einer Viskosität
von 300 cps angegeben. Ein geeignetes und bevorzugtes Bindemittel ist ein vernetztes
acryles Copolymer, vertrieben von National Starch and Chemical Company als X-4280.
Es ist als eine fast milchweiße wässrige Emulsion beschrieben, mit einem
pH-Wert von 2,6; einem Siedepunkt von 100°C (212°F), einem Gefrierpunkt
von 0°C (32°F); einer spezifischen Schwerkraft von 1,060; einer Viskosität
von 100 cps.
Ein alternatives und geeignetes Bindemittelmaterial ist die Verwendung
einer Zirkoniumverbindung. Zirkonylacetat ist die bevorzugte verwendete Zirkoniumverbindung.
Man nimmt an, dass Zirkoniumdioxid als ein Hochtemperaturstabilisator wirkt, die
katalytische Aktivität unterstützt und die Katalysatoradhäsion verbessert.
Beim Calcinieren werden Zirkoniumverbindungen, wie Zirkonylacetat, zur ZrO2
umgewandelt, von welchem man annimmt, dass es sich um ein Bindemittelmaterial
handelt. Verschiedene geeignete Zirkoniumverbindungen umfassen Acetate, Hydroxide,
Nitrate etc. zur Erzeugung von ZrO2 in den Katalysatoren. In dem Fall
der Verwendung von Zirkonylacetat als ein Bindemittel für die vorliegenden
Katalysatoren wird ZrO2 nicht gebildet, sofern die Kühlerbeschichtung
nicht calciniert wird. Da eine gute Adhäsion bei einer "Calcinier"-Temperatur
von nur 120°C erzielt wurde, nimmt man an, dass Zirkonylacetat sich nicht zu
Zirkoniumoxid zersetzt hat, sondern statt dessen ein vernetztes Netzwerk mit dem
Schadstoff behandelnden Material gebildet hat, wie den Carulit®-Teilchen
und den Acetaten, welche in der Kugelmühle mit Essigsäure gebildet wurden.
Demzufolge ist die Verwendung von zirkoniumhaltigen Verbindungen in den vorliegenden
Katalysatoren nicht nur auf Zirkoniumdioxid beschränkt. Zusätzlich kann
die Zirkoniumverbindung mit anderen Bindemitteln verwendet werden, wie dem oben
genannten polymeren Bindemittel.
Eine alternative, Schadstoff behandelnde Katalysatorzusammensetzung
kann aktivierte Kohlenstoffzusammensetzung umfassen. Die Kohlenstoffzusammensetzung
umfasst aktivierten Kohlenstoff, ein Bindemittel, wie ein polymeres Bindemittel
und gegebenenfalls herkömmliche Zusatzstoffe, wie Entschäumer und dergleichen.
Eine geeignete aktivierte Kohlenstoffzusammensetzung umfasst zwischen 75 bis 85
Gew.-% aktivierten Kohlenstoff, wie "Kokosnussschalen"-Kohlenstoff oder Kohlenstoff
aus Holz und ein Bindemittel wie ein Acryl-Bindemittel mit einem Entschäumer.
Geeignete Aufschlämmungen umfassen zwischen 10 bis 50 Gew.-% Feststoffe. Der
aktivierte Kohlenstoff kann die Reduktion von Ozon zu Sauerstoff katalysieren, wie
auch andere Schadstoffe adsorbieren.
Die Schadstoff behandelnden Katalysatorzusammensetzungen der vorliegenden
Erfindung könne durch jedes geeignete Verfahren hergestellt werden. Ein bevorzugtes
Verfahren ist in dem US-Patent Nr. 4,134,860
offenbart. Gemäß diesem Verfahren wird der feuerfeste Oxidträger,
wie aktiviertes Aluminiumoxid, Titandioxid oder aktiviertes Siliciumdioxid-Aluminiumoxid
düsengemahlen, mit einem katalytischen Metallsalz getränkt, vorzugsweise
einer Edelmetallsalzlösung und bei einer geeigneten Temperatur calciniert,
typischerweise zwischen ungefähr 300°C bis ungefähr 600°C, vorzugsweise
zwischen ungefähr 350°C bis ungefähr 550°C, und noch bevorzugter
zwischen ungefähr 400°C bis ungefähr 500°C von zwischen ungefähr
0,5 bis ungefähr 12 Stunden. Palladiumsalze sind vorzugsweise ein Palladiumnitrat
oder ein Palladiumamin, wie Palladiumtetraaminacetat, oder Palladiumtetraaminhydroxid.
Platinsalze umfassen vorzugsweise Platinhydroxid, aufgelöst in einem Amin.
In spezifischen und bevorzugten Ausführungsformen wird der calcinierte Katalysator,
wie oben beschrieben, reduziert.
In einer Ozon-Behandlungszusammensetzung kann ein Mangansalz, wie
ein Mangannitrat, anschließend mit dem getrockneten und calcinierten Aluminiumoxidgetragenen
Palladium in Anwesenheit von entionisiertem Wasser vermischt werden. Die Menge des
Wassers, welches zugegeben wird, sollte eine Menge sein bis zu dem Punkt der anfänglichen
Feuchtigkeit. Bezug genommen wird auf das Verfahren, welches in dem oben genannten
US-Patent Nr. 4,134,860 beschrieben wird.
Der Punkt der anfänglichen Feuchtigkeit ist der Punkt, bei welchem die Menge
der zugegebenen Flüssigkeit die niedrigste Konzentration aufweist, bei welcher
die pulverförmige Mischung ausreichend trocken ist, um so im Wesentlichen die
gesamte Flüssigkeit zu absorbieren. Auf diese Weise kann ein lösliches
Magnesiumsalz, wie Mn(NO3) in Wasser zu dem calcinierten getragenen katalytischen
Endelmetall zugegeben werden. Die Mischung wird anschließend getrocknet und
bei einer geeigneten Temperatur, vorzugsweise 400 bis 500°C für ungefähr
0,5 bis ungefähr 12 Stunden calciniert.
Alternativ kann das getragene katalytische Pulver (d.h. Palladium,
getragen auf dem Aluminiumoxid) mit einer Flüssigkeit kombiniert werden, vorzugsweise
Wasser, um eine Aufschlämmung zu bilden, zu welcher eine Lösung aus einem
Mangansalz, wie Mn(NO3)2, zugegeben wird. Vorzugsweise wird
der Manganbestandteil und das Palladium auf einem feuerfesten Träger getragen,
wie einem aktivierten Aluminiumoxid, noch bevorzugter einem aktivierten Siliciumdioxid-Aluminiumoxid,
gemischt mit einer geeigneten Menge an Wasser, um zu einer Aufschlämmung zu
führen, mit zwischen 15 bis 40% und vorzugsweise 20 bis 35 Gew.-% Feststoffen.
Die kombinierte Mischung kann auf einen Träger aufgebracht werden, wie einem
Kühler, und der Kühler wird in Luft bei geeigneten Bedingungen getrocknet,
bei 50°C bis 150°C für 1 bis 12 Stunden. Das Substrat, welches die
Beschichtung trägt, kann anschließend in einem Ofen bei geeigneten Bedingungen
erwärmt werden, typischerweise von 300°C bis 550°C, vorzugsweise
350°C bis 500°C, noch bevorzugter 350°C bis 450°C und besonders
bevorzugt zwischen 400°C und 500°C in einer sauerstoffhaltigen Atmosphäre,
vorzugsweise Luft, für ungefähr 0,5 bis ungefähr 12 Stunden, um die
Bestandteile zu calcinieren und um die Beschichtung auf dem Substrat der mit der
Atmosphäre in Kontakt stehenden Oberfläche zu sichern. Wenn die Zusammensetzung
des Weiteren ein Edelmetallbestandteil umfasst, wird sie vorzugsweise nach dem Calcinieren
reduziert.
Ein Verfahren der vorliegenden Erfindung umfasst das Bilden einer
Mischung, umfassend ein katalytisch aktives Material, gewählt
aus wenigstens einem Metallbestandteil der Platingruppe, einem Goldbestandteil,
einem Silberbestandteil, einem Manganbestandteil und Mischungen dieser und Wasser.
Das katalytisch aktive Material kann auf einem geeigneten Träger angeordnet
sein, vorzugsweise einem feuerfesten Oxidträger. Die Mischung kann gemahlen
werden und anschließend gegebenenfalls calciniert und reduziert werden, wenn
ein katalytisches Edelmetallmaterial verwendet wird. Der Calcinierschritt kann vor
dem Mahlen durchgeführt werden und unter Zugabe des polymeren Bindemittels.
Es ist auch bevorzugt, das katalytisch aktive Material zu Reduzieren, bevor es gemahlen,
calciniert und zu dem polymeren Bindemittel zugegeben wird. Die Aufschlämmung
umfasst eine Polycarbonsäureverbindung oder polymerhaltige Polycarbonsäuregruppen
oder Derivate dieser in einer Menge, um zu einem pH-Wert von ungefähr 3 bis
7, typischerweise 3 bis 6, zu führen. Vorzugsweise umfasst die Säure zwischen
0,5 bis 15 Gew.-% Eisessigsäure, basierend auf dem Gewicht des katalytisch
aktiven Materials und der Essigsäure. Die Menge des Wassers kann zugegeben
werden, wie geeignet, um eine Aufschlämmung der gewünschten Feststoffkonzentration
und/oder Viskosität zu erzielen. Die Prozentanteile der Feststoffe liegen typischerweise
bei 20 bis 50 und vorzugsweise 30 bis 40 Gew.-%. Der bevorzugte Träger ist
entionisiertes Wasser (D.I.). Die Essigsäure kann bei dem Formen der Mischung
aus dem katalytisch aktiven Material zugegeben werden, die mit Wasser calciniert
sein kann. Alternativ kann die Essigsäure mit dem polymeren Bindemittel zugegeben
werden. Eine bevorzugte Zusammensetzung zur Behandlung von Ozon unter Verwendung
von Mangandioxid als Katalysator kann hergestellt werden unter Verwendung von 1500
g Mangandioxid, welches mit 2250 g entionisiertes Wasser und 75 g Essigsäure
vermischt wird. Die Mischung wird in einer Kugelmühle mit 1 Gallone kombiniert
und für ungefähr 4 Stunden kugelgemahlen, bis ungefähr 90% der Teilchen
weniger als 8 &mgr;m aufweisen. Die Kugelmühle wird gespült und 150
g polymeres Bindemittel zugegeben. Die Mischung wird anschließend auf einer
Rollmühle für 30 Minuten vermischt. Die resultierende Mischung ist für
das Beschichten auf einem geeigneten Substrat geeignet, wie einem Kraftfahrzeugkühler
gemäß der nachfolgend beschriebenen Verfahren.
Man hat herausgefunden, dass es für die Kompatibilität der
Bestandteile eine Aufschlämmung, umfassend ein katalytisches Material und ein
polymeres Bindemittel, wie eine Latexemulsion, wünschenswert ist, die Stabilität
der Aufschlämmung und Gleichförmigkeit beizubehalten. Zum Zwecke der vorliegenden
Erfindung bedeutet Kompatibilität, dass das Bindemittel und das katalytische
Material als eine Mischung aus getrennten Teilchen in der Aufschlämmung zurückbleiben.
Man nimmt an, dass wenn das polymere Bindemittel eine Latexemulsion ist, und das
katalytische Material elektrische Ladung besitzt, welche bewirkt, dass diese sich
gegenseitig abstoßen, diese kompatibel sind und auf Aufschlämmung stabil
ist und eine gleichförmige Verteilung des katalytischen Materials und des Polymerlatex
in dem flüssigen Träger aufweist, z.B. einem wässrigen Fluid, wie
Wasser. Wenn sich das katalytische Material und die Latexemulsionsteilchen nicht
gegenseitig abstoßen, wird eine nicht umkehrbare Agglomeration des Latex auf
dem katalytischen Material auftreten. Diese Materialien sind daher inkompatibel
und das Latex kommt aus der Emulsion heraus.
Die Kompatibilität eines Katalysators mit hoher Oberfläche
mit dem organischen Latex-Bindemittel ist eine Schlüsseleigenschaft bei der
Herstellung einer stabilen, gleichförmigen Aufschlämmung. Wenn der Katalysator
und die Latex-Emulsionsteilchen sich nicht gegenseitig voneinander abstoßen,
tritt eine nicht umkehrbare Agglomeration auf. Das Resultat ist eine nicht stabile,
nicht gleichförmige Aufschlämmung, welche zu einer schlecht haftenden
Beschichtung führt. Obwohl die gegenseitige Abstoßung des Katalysators
und der Bindemittelteilchen durch verschiedene physikalische Faktoren gesteuert
wird, spielt die Oberflächenladung eine Schlüsselrolle. Da die Latexemulsionsteilchen
normalerweise negativ geladen sind, müssen die Katalysatorteilchen ähnlich
geladen sein. Zeta-Potenzialmessungen haben jedoch gezeigt, dass die Katalysatorteilchen,
wie MnO2, nur leicht negativ oder sogar positiv geladen sind, und dass
als ein Resultat eine nicht umkehrbare Koagulation des Katalysators und des Latex
auftritt (d.h. Katalysator und Latex sind nicht kompatibel). Man hat herausgefunden,
dass obwohl das oben beschriebene Verfahren der Zugabe von Essigsäure bestimmte
Vorteile für die Aufschlämmungen der vorliegenden Erfindung bereitstellt,
wie eine Steuerung der Viskosität, es nicht die Kompatibilität steigert
und sogar schädlich für die gealterte Aufschlämmungsstabilität
ist.
Wenn das katalytische Material positiv oder leicht negativ geladen
ist, kann eine verbesserte Kompatibilität erzielt werden, indem die Aufschlämmung
basischer gemacht wird. Der pH-Wert der Aufschlämmung kann gesteuert werden,
abhängig von der Säure des katalytischen Materials, mit bevorzugten pH-Wert-Leveln
von wenigstens 6, vorzugsweis