HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Diese Erfindung betrifft im Allgemeinen Empfänger für optische
Signale. Diese Erfindung betrifft insbesondere ein Verfahren zum Minimieren des
Schwunds eines Polarisierungssignals in einem optischen Empfänger, der in einem
faseroptischen interferometrischen Sensorsystem enthalten ist. Noch spezieller betrifft
diese Erfindung einen Maskenauswahlalgorithmus für einen Dreizellen-Polarisationsdiversitätsdetektor,
der die Wahrscheinlichkeit erhöht, das Maskenelement mit dem größten
Signal für einen gegebenen Eingang auszuwählen.
Nicht übereinstimmende faseroptische Interferometer werden gewöhnlich
als Sensorelemente in faseroptischen Sensoranordnungen zum Messen von Änderungen
in einem Parameter wie Flüssigkeitsdruck, Beschleunigung, Magnetfeldintensität
usw. verwendet. Derartige Sensorelemente messen die zeitvariante Phasenverzögerung
zwischen optischen Signalen, die sich über getrennte optische Wege mit ungleicher
Weglänge fortgepflanzt haben.
Mischen zwischen einem Referenzsignal und einem Datensignal ist oft
erforderlich, um Informationen von einem optischen Träger zu extrahieren. Beim
interferometrischen Messen erfolgt das Mischen gewöhnlich zwischen einem Referenzsignal
und einem Signal, dessen Phase durch den Parameter, der gemessen wird, modifiziert
oder moduliert wurde.
Gewöhnlich wird Modulation verwendet, um Informationen von einer
Informationsquelle wie einem Sensorsystem, wo Informationen erfasst werden, zu einem
Informationsziel wie einem Empfänger, wo erfasste Signale empfangen und verarbeitet
werden, zu übertragen. Nach konventionellen Modulationstechniken moduliert
ein interessierendes Signal, das von einem Sensor erfasst wurde, eine oder mehr
Charakteristiken des Trägersignals wie Amplitude, Frequenz oder Phase, um ein
moduliertes Trägersignal zu bilden. Das modulierte Trägersignal wird dann
einfacher über die entsprechenden Kommunikationskanäle zum Ziel oder Empfängersystem
übertragen, wo das modulierte Trägersignal dann demoduliert wird, um das
interessierende Signal zurückzuerlangen und die Information zu bestimmen.
Die faseroptischen Sensoren erfassen oder detektieren Signale, die
die Ausgangsphase des Sensorsystems oder Interferometers modulieren. Der modulierte
Träger kann dann zu einem Empfängersystem übertragen und fotodetektiert
werden. In einem System, das eine Anordnung von Sensoren aufweist, werden die Signale
oft unter Verwendung von beispielsweise Zeitmultiplexing (TDM) und/oder Wellenlängenmultiplexing
(WDM) sowie Frequenzmultiplexing (FDM) gemultiplext.
Faseroptische Sensorsysteme erfassen in dem Demodulationsprozess eine
Signalkomponente, die proportional zum Sinus der Sensorphasenverschiebung ist, und
eine weitere Signalkomponente, die proportional zum Kosinus der Sensorphasenverschiebung
ist. Der Sinus der Sensorphasenverschiebung wird als der quadratische Term, Q, bezeichnet,
und der Kosinus der Sensorphasenverschiebung wird als der phasengleiche Term, I,
bezeichnet. Der Winkel der Phasenverschiebung wird durch Berechnung des Verhältnisses
I/Q ermittelt, das der Arkustangens der Sensorphasenverschiebung ist. Die Amplitude
des Sinus- und Kosinusterms müssen durch ein Normalisierungsverfahren gleich
gesetzt werden, um die genaue Implementierung einer Arkustangensroutine zur Bestimmung
der Sensorphasenverschiebung zu gewährleisten.
Eine Art von Modulationstechnik, die in interferometrischen und anderen
Sensorsystemen implementiert ist, beinhaltet die Verwendung von phasengenerierten
Trägern. Das zeitvariante Phasensignal (interessierende Signal) von jedem Sensor
moduliert die phasengenerierten Träger, um modulierte Träger zu bilden.
Sowohl die interessierenden Signale als auch die phasengenerierten Träger können
mathematisch als eine Bessel-Reihe von harmonisch verwandten Termen dargestellt
werden. Während der Modulation moduliert die Bessel-Reihe der interessierenden
Signale die Bessel-Reihe der phasengenerierten Träger. Die Zahl der Terme in
der Bessel-Reihe der resultierenden modulierten Träger wird von der Amplitude
des gemessenen oder erfassten interessierenden Signals abhängig sein. Die harmonisch
verwandten Terme in der Bessel-Reihe der modulierten Träger repräsentieren
sowohl das gemessene oder erfasste interessierende Signal als auch das Trägersignal.
Typische faseroptische Sensorsysteme, die phasengenerierte Träger
verwenden, um ein erfasstes oder gemessenes Signal (interessierendes Signal) zu
einem Empfängersystem zu übertragen, haben ein Paar von Quadraturträgern
mit Frequenzen von entweder &ohgr;c und 2&ohgr;c oder 2&ohgr;c
und 3&ohgr;c verwendet, wobei &ohgr;c die phasengenerierte
Trägerfrequenz ist. In gemultiplexten Sensorsystemen muss die Sensorabtastfrequenz
fs ausgewählt werden, um zu gewährleisten, dass Frequenzen
größer als fs/2 nicht in das interessierende Band unter fs/2
rückgespiegelt werden.
In einigen Systemen ist der optische Signaleingang zum Interferometer
ein phasengenerierter Träger, der durch Generierung von zeitabhängigen
Variationen in der Frequenz des optischen Signalausgangs durch einen Laser erzeugt
wurde. Ein phasengenerierter Träger kann durch verschiedene
Techniken erzeugt werden. Eine Technik beinhaltet Führung des Ausgangs der
Laserquelle durch einen externen Phasenmodulator und Anlegen einer Sequenz von getrennten
und eindeutigen linearen Sägezahnspannungen an den linearen Phasenmodulator,
um stufige Änderungen in der optischen Frequenz zu erzeugen.
Eine andere Technik zur Erzeugung eines phasengenerierten Trägers
verwendet sinusförmige Phasenmodulation des Quellensignals. Anstatt Signale
abzutasten, die mit getrennten optischen Frequenzen assoziiert sind, ist die Abtastung
von Signalen mit Integration über Abschnitten einer Periode des phasengenerierten
Trägers assoziiert.
Eine weitere Technik zur Erzeugung eines phasengenerierten Trägers
beinhaltet die Verwendung eines Direktdigitalsynthesizers (DDS), der einen numerisch
gesteuerten Oszillator (NCO) enthält. Insbesondere erzeugen Träger, die
gegenüber der NCO-Phase um 180° phasenverschoben sind, Sensorreaktionen
mit entgegengesetztem Vorzeichen nach der Demodulation, anders als diejenigen, die
von Trägern erzeugt werden, die mit der NCO-Phase in dem DDS phasengleich sind.
Bei kohärenter Kombination werden Sensorreaktionen mit entgegengesetzten Vorzeichen
destruktiv kombiniert, was in einer Dämpfung des kombinierten Ausgangs und
einer Reduktion des gesamten dynamischen Bereichs des Systems resultiert.
Ein beträchtliches Problem in Systemen, die den Empfang von optischen
Signalen von einer Lichtleitfaser anwenden, ist Signalschwund, der durch Änderungen
in der Polarisation der optischen Signale, die durch die Lichtleitfaser übertragen
werden, verursacht wird. Insbesondere können Phaseninformationen von zwei oder
mehr optischen Signalen, die sich durch eine faseroptische Übertragungsleitung
fortpflanzen, am Empfänger verloren gehen, wenn die Polarisationen von zwei
interessierenden Signalen gekreuzt sind, was in keinem Detektorschwebungston resultiert.
Es ist daher erforderlich, einen Mechanismus zur Bearbeitung des Signals vorzusehen,
der einen ausreichend großen Detektorschwebungston für Signalverarbeitung
in allen Fällen von Polarisationsausrichtungen ergibt.
Polarisationsdiversitätsdetektoren werden verwendet, um ein optisches
Signal von zufälliger zeitvarianter Polarisation zu erfassen und einen elektrischen
Ausgang zu erzeugen, der mit einer ausgewählten Polarisationskomponente in
dem optischen Signal korrespondiert. US-Patent Nr.
5852507, ausgestellt am 22. Dezember 1998 an David B. Hall und übertragen
an Litton Systems, Inc., Rechtsnachfolger der vorliegenden Erfindung, offenbart
einen Dreizellen-Polarisationsdiversitätsdetektor, der mehrere Ausgangssignale
von einem auftreffenden Strahl erzeugt, der zwei orthogonale Polarisationskomponenten
aufweist.
US-Patent Nr. 5448058, ausgestellt am 5.
September 1995 an Arab-Sadeghabadi und von Bierein und übertragen an Litton
Systems, Inc., Rechtsnachfolger der vorliegenden Erfindung, offenbart einen Polarisationsdiversitätsdetektor,
der eine Anordnung von drei Polarisatoren enthält, deren Polarisationsachsen
um ausgewählte Winkel voneinander entfernt angeordnet sind, so dass ein optisches
Signal, das auf die Polarisatorenanordnung auftrifft, eine Komponente entlang mindestens
einer der Polarisationsachsen hat. Eine Fotodetektoranordnung ist derart angeordnet,
dass jeder Fotodetektor Licht von einem ausgewählten einen der Polarisatoren
empfängt. Mindestens einer der Fotodetektoren empfängt Polarisationskomponenten,
die ein elektrisches Signal bilden, das Interferenzen zwischen den parallelen Polarisationskomponenten
anzeigt.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Diese Erfindung betrifft einen Maskenauswahlalgorithmus für einen
Dreizellen-Polarisationsdiversitätsdetektor, der die Wahrscheinlichkeit erhöht,
das Maskenelement mit der größten Wechselstromsignalamplitude für
einen gegebenen Eingang auszuwählen. Die Fähigkeit zur Auswahl der Dreizellen-Maske
mit dem größten Signal, das für einen gegebenen Eingang vorhanden
ist, maximiert die Signal-Rausch-Leistung für das System für diesen bestimmten
Eingang.
Nach einem ersten Aspekt wird ein Verfahren zum Auswählen einer
Zelle aus einer Fotodetektoranordnung bereitgestellt, wie in Anspruch 1 oder Anspruch
7 angeführt. Die Fotodetektoranordnung, die zum Detektieren von optischen Signalen
dient, die von einer Vielzahl von Sensoren ausgegeben werden, die angeordnet sind,
um Interferenzen zwischen zwei optischen Signalen unbekannter Polarisation anzuzeigen,
die auf die Fotodetektoranordnung auftreffen, umfasst die Schritte des Auswählen
einer Zelle zum Prüfen und Sammeln einer ausgewählten Zahl von Muster
des Signalausgangs für jede ausgewählte Zelle, wobei jedes Muster eine
gleichphasige Komponente der Größenordnung I und eine quadratische Komponente
der Größenordnung Q hat. Das Verfahren umfasst weiter den Schritt des
Berechnen eines Amplitudensummenwerts E = I·I + Q·Q für eine vorbestimmte
Zahl von Muster in der ausgewählten Zahl von Muster des Signalausgangs für
jede ausgewählte Zelle. Das Verfahren enthält Wiederholen der vorstehenden
Schritte für jede zum Prüfen ausgewählte Zelle und Auswählen
der Zelle, die den größten Amplitudensummenwert hat.
Das Verfahren kann weiter den Schritt umfassen, den
größten Amplitudensummenwert zu prüfen, um zu bestimmen, ob er für
Demodulation geeignet ist.
Das Verfahren kann weiter die Schritte umfassen, den größten
Amplitudensummenwert mit einer Referenzamplitude Aref zu vergleichen
und die Verstärkung in dem Kanal beizubehalten, der die Zelle mit dem größten
Amplitudensummensignal enthält, wenn das größte Amplitudensummensignal
nicht kleiner ist als die Referenzamplitude.
Das Verfahren kann weiter die Schritte umfassen, das größte
Amplitudensummensignal mit einem ausgewählten minimalen Amplitudenwert Amin
zu vergleichen, wenn das größte Amplitudensummensignal kleiner ist als
die Referenzamplitude, und eine Verstärkungskorrektur zu berechnen, wenn das
größte Amplitudensummensignal kleiner ist als die ausgewählte minimale
Amplitude.
Das Verfahren kann weiter den Schritt umfassen, die Verstärkung
in dem Kanal, der die Zelle mit dem größten Amplitudensummensignal enthält,
auf Null zu setzen, wenn das größte Amplitudensummensignal kleiner ist
als die ausgewählte minimale Amplitude.
Ein Verständnis der Aufgaben der vorliegenden Erfindung und ein
vollständigeres Verständnis ihrer Struktur und ihres Operationsverfahrens
können durch Lesen der folgenden Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform
und durch Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erlangt werden.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
1 zeigt eine faseroptische Sensoranordnung;
2 zeigt einen Polarisationsdiversitätsdetektor, der in der
Sensoranordnung von 1 enthalten sein kann; und
3A und 3B zeigen Ablaufdiagramme
eines Maskenauswahlalgorithmus nach der vorliegenden Erfindung zum Auswählen
des besten Polarisationsmaske für jeden Kanal in der faseroptischen Sensoranordnung
von 1.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Diese Erfindung betrifft einen Signalverarbeitungsalgorithmus zum
Verarbeiten von Signalen, die von einem Sensor ausgegeben werden. 1
zeigt eine faseroptische Mehrkanalarchitektur 10, mit der der Algorithmus
nach der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann. Als Beispiel zeigt
1 sechs Kanäle 11A–11F.
2 zeigt ein Beispiel eines Polarisationsdiversitätsdetektors
100, der verwendet werden kann, um optische Signale zu erfassen, die von
jedem Kanal des faseroptischen Sensorsystems 10 ausgegeben werden. Der
Algorithmus nach der vorliegenden Erfindung kann mit anderen Sensorarchitekturen
(nicht dargestellt) und mit anderen Polarisationsdiversitätsdetektoren (nicht
dargestellt) verwendet werden. Das besondere faseroptische Sensorsystem
10 und der besondere Polarisationsdiversitätsdetektor 100
werden hierin nur offenbart, um Beispiele derartiger Vorrichtungen bereitzustellen,
die mit der Erfindung verwendet werden können.
Das faseroptische Sensorsystem 10 wird vollständig in
US-Patent Nr. 6728165 offenbart, ausgestellt
am 27. April 2004 und übertragen an Litton Systems, Rechtsnachfolger der gegenwärtigen
Erfindung. Das faseroptische Sensorsystem 10 wird außerdem vollständig
in US-Patent Nr. 6724319 offenbart, ausgestellt
am 20. April 2004 und übertragen an Litton Systems, Inc. Das faseroptische
Sensorsystem 10 enthält eine Vielzahl von optischen Signalquellen
12–17, die angeordnet sind, um eine Vielzahl von korrespondierenden
optischen Speiseleitungen 20–25 vorzusehen. Die optischen
Speiseleitungen sind an einer optischen Anschlussschaltung 28 zusammengeschaltet.
Die optische Anschlussschaltung 28 ist mit einem Zuführungskabel
30 verbunden, das mit einem Akustikanordnungskabel 32 verbunden
ist. Das Akustikanordnungskabel 32 enthält eine Vielzahl von Sensoren,
die sich in dieser beispielhaften Ausführungsform auf sechsundneunzig belaufen
und mit S1–S96 gekennzeichnet sind. Die optische Anschlussschaltung
28 bietet außerdem eine Verknüpfung zwischen dem Zuführungskabel
30 und einer Vielzahl (z. B. 16) Rücklauffasern 34–49,
die angeordnet sind, um optische Signale zu korrespondierenden Dreizellen-Fotodetektoren
50–65 bereitzustellen. Die Ausgänge der Dreizellen-Fotodetektoren
50–65 sind elektrisch mit einem Systemprozessor
68 verbunden.
Die optischen Signalquellen 12–17 enthalten
einen jeweiligen Laser 70–75 und einen Phasenmodulator
76–81. Jeder der Laser 70–75 erzeugt
ein optisches Signal mit einer verschiedenen optischen Wellenlänge. Die von
den Lasern 70–75 erzeugten sechs optischen Signale werden
zu jeweiligen Phasenmodulatoren 76–81 geführt. Vorzugsweise
sind die Phasenmodulatoren 76–81 jeweils durch eine verschiedene
Modulationsfrequenz gekennzeichnet. Folglich erzeugen die optischen Signalquellen
12–17 sechs optische Signale, die jeweils verschiedene
optische Wellenlängen aufweisen und jeweils mit einer separaten Modulationsfrequenz
moduliert sind.
Die Sensoren S1–S96 können als Michelson-Interferometer
(nicht dargestellt) oder Mach-Zehnder-Interferometer (nicht dargestellt) gebildet
sein, die Interferenzmuster als Reaktion auf Änderungen in dem Parameter, der
von der Sensoranordnung 10 überwacht wird, erzeugen. Der Parameter
kann beispielsweise akustischer Druck oder seismische Vibrationen sein. Nach dem
Stand der Technik gibt es eine Vielfalt von Beispielen derartiger faseroptischer
interferometrischer Sensoren, die zur Überwachung von physikalischen Parametern
verwendet werden.
Jeder der Dreizellen-Fotodetektoren 56-65 kann gebildet werden,
wie in 2 dargestellt, die ein hocheffizientes Polarisationsdiversitätsdetektorsystem
100 zeigt. Das Polarisationsdiversitätsdetektorsystem 100
wird vollständig in US-Patent Nr. 5852507
offenbart. Das Polarisationsdiversitätsdetektorsystem 100 empfängt
ein optisches Signal von einer Einmodenlichtleitfaser 102, die ein optisches
Signal von einer geeigneten Quelle (nicht dargestellt), die ein Laser sein kann,
überträgt. Die Lichtleitfaser 102 wird in einem Stützrohr
oder einer Hülse 104 in einer Weise, die im Fachgebiet gut bekannt
ist, starr gehalten. Das optische Signal tritt als ein Strahl aus dem proximalen
Ende der Lichtleitfaser 102 aus und tritt in eine Fokussierlinse
106 ein, nachdem es eine optische Lücke 108 durchquert hat.
Die Linse 106 ist vorzugsweise eine Gradientendexlinse der Ausführung,
die kommerziell von NSG America, Inc., Somerset, N.J. unter der Handelsmarke „SELFOC"
erhältlich ist, oder ein Äquivalent. Die Linse 106 fokussiert
den optischen Strahl in einer Weise, die nachstehend beschrieben wird. Die Lücke
108 kann aus jedem Material, das für die verwendete optische Wellenlänge
transparent ist, bestehen, einschließlich Luft. Vorzugsweise ist die Lücke
108 anpassbar, um zu gewährleisten, dass der optische Strahl mit dem
richtigen Divergenzbetrag in die Linse 106 eintritt, um die gewünschte
Brennweite der Linse zu erzielen.
Die Linse 106 ist mechanisch und optisch an einen ersten
Polarisationsstrahlenteiler 110 gekoppelt. Der erste Strahlenteiler
110 umfasst ein erstes oder Eingangsprisma 112 (an das die Linse
106 gekoppelt ist) und ein zweites oder Ausgangsprisma 114, das
an das Eingangsprisma 112 entlang einer beschichteten optischen Grenzfläche
116 gekoppelt ist. Die Prismen 112, 114 sind kommerziell
erhältliche Teile aus optischem Qualitätsglas, vorzugsweise von der Ausführung,
die unter der Kennzeichnung „BK7" von Schott Glaswerke, Mainz, Deutschland,
vertrieben wird, oder ein Äquivalent.
Die Prismen 112 und 114 sind vorzugsweise rechtwinklige
Prismen. Die optische Grenzfläche zwischen den Prismen 112 und
114 bildet einen Winkel von 45° in Bezug auf den auftreffenden optischen
Strahl I, der von der Linse 106 in den ersten Strahlenteiler
110 eintritt. Die Grenzfläche 116 ist optisch beschichtet,
um den auftreffenden Strahl I in zwei Strahlen, die voneinander um 90° getrennt
sind, mit verschiedenen Verhältnissen von p-Polarisation und s-Polarisation
des optischen Signals zu teilen. Für diese Ausführungsform ist die Beschichtung
an der Grenzfläche 116 vorgesehen, um eine fast ideale 100-%ige Transmission
der p-polarisierten Komponente des Signals und folglich eine fast ideale 0-%ige
Reflexion der p-polarisierten Komponente zu erreichen. Für die s-polarisierte
Komponente ist es wünschenswert, ungefähr eine ideale Transmission von
33% und folglich ungefähr eine ideale Reflexion von 67% zu erreichen. Damit
enthält der Anteil T des durch die Grenzfläche 116 durchgelassenen
optischen Signals ungefähr 100% seiner p-polarisierten Komponente und ungefähr
33% seiner s-polarisierten Komponente. Der Anteil R des an der Grenzfläche
116 reflektierten optischen Signals wird fast nichts seiner p-polarisierten
Komponente und ungefähr 67% seiner s-polarisierten Komponente enthalten.
Die spezifische Beschichtung, die erforderlich ist, um die vorher
erwähnten Polarisationseigenschaften der durchgelassenen und reflektierten
Anteile des auftreffenden Strahls zu erreichen, ist von der Wellenlänge des
auftreffenden Strahls abhängig. Wenn beispielsweise eine nominelle Wellenlänge
von 1320 nm eingesetzt wird, sollte die Beschichtung eine Schichtung von einer viertel
Welle betragen, die drei Lagen von Stickstoffsilicid, jede etwa 221 nm dick, abwechselnd
mit zwei Lagen von Siliciumdioxid, jede etwa 330 nm dick, umfassen. Diese Materialien
und Abmessungen werden nicht die oben angeführten idealen Transmissions- und
Reflexionsverhältnisse erreichen, aber sie werden ausreichend nahe Näherungen
erreichen, um brauchbare Ergebnisse zu erzielen. Die Bereitstellung von spezifischen
Beschichtungs-Zusammensetzungen und -Dicken, die für andere Wellenlängen
von potenziellem Interesse geeignet sind, wird als gut im fachmännischen Können
von Durchschnittsfachleuten in den relevanten Fachgebieten liegend angesehen.
Der reflektierte Anteil R des auftreffenden Strahls I wird durch das
Eingangsprisma 112 in einem rechten Winkel zu dem durchgelassenen Anteil
in einen ersten Fotodetektor A geleitet. Der durchgelassene Anteil T geht durch
das Ausgangsprisma 114 in eine uniaxiale Calcitkristallplatte
120, die mechanisch und optisch an das Ausgangsprisma 114 gekoppelt
ist, um den durchgelassenen Strahlenanteil T dadurch zu empfangen. Die Calcitkristallplatte
120 funktioniert als ein zweiter Polarisationsstrahlenteiler und stellt
eine 45°-Drehung der Polarisations-Eigenzustände des durchgelassenen Strahlenanteils
T um seine Fortpflanzungsachse zwischen den beiden Strahlenteilern 110
und 120 bereit.
Die Calcitkristallplatte 120 verbreitet eine lineare Polarisation
des durchgelassenen Strahlenanteils T als einen ordentlichen Strahl und die orthogonale
Polarisation als einen außerordentlichen Strahl in einem Winkel von etwa 6°
zu dem ordentlichen Strahl. Der ordentliche Strahl verlässt die Calcitkristallplatte
120 als ein erster durchgelassener Strahlenanteil T1, der in
einen zweiten Fotodetektor B eintritt, während der außerordentliche Strahl
die Calcitkristallplatte 120 als ein zweiter durchgelassener Strahlenanteil
T2 verlässt, der in einen dritten Fotodetektor C eintritt.
Die Fotodetektoren A, B und C erzeugen analoge elektrische Signale,
die die Intensität (d. h. Wechselstromamplitude) der optischen Signale R, T1
bzw. T2 angeben. Die von der Sensoranordnung ausgegebenen optischen Signale
unterliegen Signalschwund aufgrund von Änderungen der Polarisation. Die analogen
Signale werden digitalisiert, so dass sie in den Systemprozessor 68 eingegeben
werden können. Der Systemprozessor 68 wählt aus, welcher der
Fotodetektoren A, B oder C das Signal erzeugt, das verarbeitet werden wird, um den
Sensorausgang zu bestimmen. Das Ziel des Algorithmus ist, das stärkste Signal
auszuwählen, das Interferenzen zwischen optischen Signalen für jeden Kanal
in der Sensoranordnung 10 repräsentiert. Der Algorithmus nach der
vorliegenden Erfindung verarbeitet jeden Kanal bis zu einem bestimmten Punkt und
entscheidet dann, welcher für Signalverarbeitung verwendet werden soll.
Bezug nehmend auf 3, umschließt der Algorithmus
nach der vorliegenden Erfindung einen Maskenauswahlalgorithmus mit drei Masken innerhalb
eines Entscheidungsalgorithmus. Eine innere Schleife 130 kontrolliert sequentiell
all drei Maskeneingänge A, B, C für jeden der sechs Sensorkanäle
11A-11F und wählt die Maske aus, die die größte Vektorgröße
hat. Eine äußere Schleife 132 akkumuliert die Ergebnisse jedes
einzelnen Durchlaufs und wählt die Maske basierend auf einer Mehrheitsentscheidung
für die Zahl der Durchläufe durch den Algorithmus aus.
Nach einem Startschritt 134 prüft der Algorithmus auf
fünf Versuche 136. Wenn fünf Versuche nicht abgeschlossen wurden,
prüft der Algorithmus dann, um zu ermitteln, ob die Sensoren in jedem der vier
Banken 138 von Anordnungen 10 abgetastet wurden. Der Algorithmus
fährt mit einem Schritt 140 fort, der ermittelt, ob alle sechs Kanäle
in jeder Anordnung abgetastet wurden. Nachdem ein Schritt 142 ausgeführt
wurde, der den Kalibrierungskanal auf den aktuellen Signalkanal setzt, fahrt der
Algorithmus einen Schritt 146 aus, der die aktuelle Dreizellenmaske auswählt.
Für jede Maske A, B, C hat der Algorithmus den Verzögerungsschritt
146, in dem er wartet, bis eine Zahl von Muster gesammelt wurde. Beispielsweise
kann jede Maske 1000 Mal abgetastet werden, um Werte der gleichphasigen Komponente
I und der quadratischen Komponente Q zu erhalten.
Der Anordnungsprozessor 68 akkumuliert 1000 Muster für
jede Maske und führt dann einen Schritt 150 aus, in dem eine Amplitudensumme
E berechnet wird. Die Amplitudensumme E ist die Summe der Quadrate der Wechselstromamplituden
(I·I + Q·Q) des Signalausgangs von jeder Maske für eine ausgewählte
Zahl von Mustern. Beispielsweise kann E die Summe von zehn aufeinanderfolgenden
Muster von I·I + Q·Q für jede Maske sein, wobei I das gleichphasige
Signal und Q das quadratische Signal ist, wie oben beschrieben. Nachdem für
jede Maske die ausgewählte Zahl von Muster genommen und der Betrag E berechnet
wurde, wird der größte Wert von E in einen Prüfprozess
152 eingegeben.
Ein Diagramm des Prüfprozesses 152 ist in
3B dargestellt. Der Prüfprozess 152 beinhaltet
die Bestimmung, ob das Signal für die ausgewählte Maske (das die größte
Wechselstromsignalamplitude hat) eine Amplitude hat, die für Demodulation geeignet
ist. Wenn die Maskenamplitude ein Minimalkriterium nicht erfüllt, erhöht
der Systemprozessor 68 die Amplitude in dem betreffenden Demodulatorkanal
durch Anwenden einer Verstärkungserhöhung, die zu der Differenz zwischen
der gemessenen Wechselstromsignalamplitude der Maske und einer festen Referenzamplitude
proportional ist. Wenn die Maskenamplitude unter einer absoluten Minimalreferenz
fällt, setzt der Systemprozessor 68 die Verstärkung in dem betreffenden
Demodulatorkanal auf Null, wodurch dieser bestimmte Kanal effektiv ausgeschaltet
wird. Der Grund dafür ist, einen „Screamer", das ist ein akustischer
Kanal mit sehr geringer Amplitude, zu vermeiden. Kanäle mit vernachlässigbarem
Ausgang erzeugen extrem große Arkustangens-Ergebnisse, die, wenn sie kohärent
mit den Ausgängen von anderen Kanälen kombiniert werden, die gesamte Signal-Rausch-Leistung
des Systems beträchtlich verschlechtern.
Der Prüfprozess 152 hat einen ersten Vergleichsschritt
154, der den ausgewählten Wert von E mit einem ausgewählten Referenzwert
Aref vergleicht. Wenn E nicht kleiner als Aref ist, wird ein
Schritt 156 ausgeführt, der den aktuellen Kanal beibehält, und
der Systemprozessor 68 kehrt zu der äußeren Schleife
132 zurück. Wenn E kleiner als Aref ist, vergleicht ein
zweiter Vergleichsschritt 158 E mit einem minimalen akzeptablen Wert Amin.
Wenn E kleiner als der minimale akzeptable Wert Arm ist, wird ein Schritt
160 ausgeführt, der den Verstärkungswert des aktuellen Kanals
auf Null setzt. Wenn E nicht kleiner als der minimale akzeptable Wert ist, berechnet
ein Korrekturschritt 162 einen Betrag G = (Aref – E)/Aref.
Ein Schritt 164, der die aktuelle Kanalverstärkung um G% erhöht,
wird ausgeführt, und dann kehrt der Systemprozessor 68 zur äußeren
Schleife 132 zurück.
Für die ausgewählte Dreizelle prüft der Algorithmus
jede Maske einmal pro Kanal für sechs Kanäle und prüft dann jede
von vier Banken von sechs Kanälen für jede von fünf Versuchen. Der
Algorithmus vergleicht dann die Ergebnisse der fünf Versuche von jedem der
vierundzwanzig Kanäle. Wenn ein Prüfschritt 166 drei oder mehr
Male angibt, dass die Maske A den größten Wert von E hat, wählt ein
Masken-Einstellschritt 168 für diesen Kanal den Fotodetektor A als
denjenigen aus, der das stärkste Signal bereitstellt. Wenn ein Prüfschritt
170 drei oder mehr Male angibt, dass die Maske B den größten
Wert von E hat, wählt ein Masken-Einstellschritt 172 für diesen
Kanal den Fotodetektor B als denjenigen aus, der das stärkste Signal bereitstellt.
Wenn ein Prüfschritt 174 drei oder mehr Male angibt, dass die Maske
C den größten Wert von E hat, wählt ein Masken-Einstellschritt
176 für diesen Kanal den Fotodetektor A als denjenigen aus, der das
stärkste Signal bereitstellt.
Die äußere Schleife 132 hat einen variablen Index,
so dass die Arbeitszyklusnutzung des Prozessors (Effizienz des Algorithmus) durch
Genauigkeit des Algorithmus ausgeglichen werden kann. Typische Prüfergebnisse
haben gezeigt, dass drei Durchgänge ausreichend waren, um eine adäquate
Genauigkeit für die meisten Anwendungen des Sensorsystems 10 zu gewährleisten.
Die hierin offenbarten Strukturen und Verfahren veranschaulichen die
Grundsätze der vorliegenden Erfindung. Die Erfindung kann in anderen spezifischen
Formen ausgeführt werden, ohne ihre grundlegenden Charakteristika zu verlassen.
Die beschriebenen Ausführungsformen sind in jeglicher Hinsicht als beispielhaft
und veranschaulichend und nicht als einschränkend anzusehen. Daher definieren
die beigefügten Patentansprüche und nicht die vorstehende Beschreibung
den Rahmen der Erfindung. Alle Abwandlungen an den hierin beschriebenen Ausführungsformen,
die in die Bedeutung und den Äquivalenzbereich der Patentansprüche fallen,
sind im Rahmen der Erfindung enthalten.