Technisches Gebiet
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Trennung von Verbindungen, insbesondere von Makromolekülen, bei denen die
Flüssigkeitsvolumenbewegung gesteuert werden kann.
Hintergrund hinsichtlich der Technik
Die Elektrophorese auf der Grundlage von Membranen ist eine neue Technologie,
die ursprünglich für die Trennung von Makromolekülen wie beispielsweise
Proteinen, Nukleotiden und komplexen Zuckern entwickelt wurde. Das Verfahren liefert
eine hinsichtlich des Maßstabes vergrößerbare Trennung mit hoher
Reinheit, die schneller, billiger und mit einer höheren Ausbeute verbunden
ist als derzeitige Verfahren zur Trennung von Makromolekülen, und bietet das
Potenzial, Makromoleküllösungen gleichzeitig zu reinigen und zu entgiften.
In einer Form ist die Technologie in einer Patrone gebündelt,
die eine Anzahl von in einem System untergebrachten Membranen umfasst, was die Trennung
von Verbindungen nach Ladung und/oder Molekulargewicht erlaubt. Das System kann
auch gleichzeitig aufkonzentrieren und entsalzen/dialysieren. Die multimodale Natur
des Systems erlaubt, dass diese Technologie auf einer Anzahl von anderen Gebieten
verwendet werden kann, insbesondere bei der Herstellung von biologischen Bestandteilen
zur medizinischen Verwendung. Die Struktur der Membranen kann so konfiguriert werden,
dass am Punkt der Trennung auch biologische Verunreinigungen entfernt werden können
– eine Aufgabe, die derzeitig nicht in der biotechnologischen Industrie verfügbar
ist und die die Produktionskosten durch Zeitverzögerungen und aufgrund der
Komplexität der Aufgabe erhöht.
Beispielsweise offenbart US 3,870,617
eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Forced-Flow-Elektrophorese und ihre Verwendung,
wobei die Vorrichtung herkömmliche mikroporöse, Dialyse- und innenselektive
Membranen umfasst, die zur Fraktionierung von Blut unter dem Einfluss eines elektrischen
Feldes und eines hydrostatischen Druckunterschiedes geeignet sind. US
4,608,147 offenbart währenddessen eine Vorrichtung zur Elektroelution
biologischer Moleküle aus Schnitten von Elektrophoresegelen zum Betrieb in
einer Elektrophoresekammer, wobei die Vorrichtung eine Semi-Reinigung der biologischen
Moleküle mittels einer Falle zwischen zwei Membranen umfasst, die für
alle Ionen und Moleküle von geringem Molekulargewicht durchlässig sind.
US 4,441,978 offenbart eine zweistufige
Vorrichtung, bei der eine flüssige Proteinmischung zunächst durch Elektrodialyse
und unter Verwendung herkömmlicher innenselektiver Membranen entmineralisiert
und anschließend einer isoelektrischen Fokussierung ausgesetzt wird, um die
Trennung von Proteinen auf der Grundlage von Unterschieden hinsichtlich ihrer isoelektrischen
Punkte zu bewirken.
Die Übertragung von Flüssigkeit von einem Bereich in einen
anderen durch eine poröse Membran unter Elektrophoresebedingungen wird als
Elektroendoosmose (EEO) bezeichnet. Elektroendoosmose tritt bei membranbasierten
Elektrophoresetechnologien natürlicherweise auf, und ihre Steuerung kann zu
einer Erhöhung der Produktgewinnung, einer Verringerung der Laufzeiten und
zu einem Konzentrieren der Proben führen. Diese Verbesserungen können
durch das Aufrechterhalten der Konzentration des Zielmoleküls in einem spezifischen
Strom erreicht werden, indem das Ausmaß des Flüssigkeitsvolumenübergangs
gesteuert wird. Ein Verfahren zum Steuern von Elektroendoosmose bediente sich der
Elektroosmose, wobei eine externe Energieversorgung die Geschwindigkeit eines Systems,
das Osmose oder Endoosmose durchläuft, verändert. Die Auswirkung einer
großen Volumenerhöhung ist bei der Verwendung des Systems in einem größeren
Maßstab potentiell schwerwiegender. Eine Steuerung der Elektroendoosmose würde
erheblich zur Kostensenkung und zur effizienteren Instandhaltung von Anlagen beitragen.
Die Fähigkeit, Proben zu konzentrieren, ohne z. B. die Aktivität, Funktionalität,
Quantität, nachteilig zu beeinflussen, wäre nützlich.
Die Erfinder der vorliegenden Erfindung haben nun eine Modifikation
der Elektrophoresetechnologie auf der Grundlage von Membranen entwickelt, um das
Steuern von Flüssigkeitsvolumenübertragung/-Endoosmose zu unterstützen.
Offenbarung der Erfindung
In einem ersten Aspekt stellt die vorliegende Erfindung eine Elektrophoresevorrichtung
gemäß Anspruch 1 bereit, umfassend:
- (a) eine erste Elektrode in einer ersten Elektrodenzone;
- (b) eine zweite Elektrode in einer zweiten Elektrodenzone, wobei die erste Elektrode
relativ zur zweiten Elektrode so angeordnet ist, dass sie angepasst
ist, um dazwischen ein elektrisches Feld in einem elektrischen Feldbereich nach
Anlegen eines elektrischen Potenzials zwischen der ersten und der zweiten Elektrode
zu erzeugen;
- (c) eine erste Membran, die in dem elektrischen Feldbereich angeordnet ist;
- (d) eine zweite Membran, die zwischen der ersten Elektrodenzone und der ersten
Membran so angeordnet ist, um dazwischen ein erstes Zwischenvolumen zu definieren;
wobei das erste Zwischenvolumen von der ersten und zweiten Elektrodenzone durch
die erste und zweite Membran getrennt ist;
- (e) Mittel, die angepasst sind, um Flüssigkeit zu der ersten Elektrodenzone
und der zweiten Elektrodenzone zu übertragen; und
- (f) Mittel, die angepasst sind, um einen Probenbestandteil an das erste Zwischenvolumen
zu übertragen; dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Membran eine Barriere
in der Form einer induzierbaren elektro-endo-osmotischen Membran vorliegt, die in
der Lage ist, eine wesentliche Flüssigkeitsvolumenbewegung unter dem Einfluss
eines elektrischen Feldes zu steuern, wobei die wenigstens eine induzierbare elektro-endo-osmotische
Membran entweder:
1) aus Zellulosetriacetat mit einem Molekülmassenausschluss von 5 bis 20 kDa
oder
2) aus Polyvinylalkohol hergestellt ist;
Bei der Verwendung wird eine Probe in das erste Zwischenvolumen (auch
als Strom 1 bezeichnet) eingebracht, Puffer oder Lösungsmittel wird in den
Elektrodezonen bereitgestellt, ein elektrisches Potenzial wird an den elektrischen
Feldbereich angelegt, was eine Bewegung von Wasser aus der Probe zu einer benachbarten
Elektrodenzone bedingt. Die Probe wird dadurch durch das Heraustreiben von Flüssigkeit
aus der Probe konzentriert. Die barrierebildende Membran verhindert im Wesentlichen
eine Flüssigkeitsvolumenbewegung in die Probe, und der Elektrophoresevorgang
bedingt, dass sich Wasser und Salze aus der Probe herausbewegen.
Es ist auch machbar, eine Probe in eine (oder beide) der Elektrodenzonen
einzubringen und während des Anlegens des Spannungspotenzials die Bewegung
von einer oder mehr als einer Verbindung aus der Probe in das benachbarte Zwischenvolumen
zu bedingen.
Die Vorrichtung kann weiterhin umfassen: Mittel, die angepasst sind,
um wenigstens über den elektrischen Feldbereich ein ausgewähltes elektrisches
Potenzial anzulegen. Bei dieser Form wird eine Energieversorgung bereitgestellt
oder in die Vorrichtung integriert. Typischerweise ist die Vorrichtung über
irgendein geeignetes elektrisches Verbindungsmittel mit einer externen Energieversorgung
verbunden.
In einer ersten Ausführungsform stellt die vorliegende Erfindung
eine Elektrophoresevorrichtung bereit, umfassend:
- (a) eine erste Elektrode in einer ersten Elektrodenzone;
- (b) eine zweite Elektrode in einer zweiten Elektrodenzone, wobei die erste Elektrode
relativ zur zweiten Elektrode so angeordnet ist, dass sie angepasst ist, um dazwischen
ein elektrisches Feld in einem elektrischen Feldbereich nach Anlegen eines elektrischen
Potenzials zwischen der ersten und der zweiten Elektrode zu erzeugen;
- (c) eine erste Membran, die in dem elektrischen Feldbereich angeordnet ist;
- (d) eine zweite Membran, die zwischen der ersten Elektrodenzone und der ersten
Membran so angeordnet ist, um dazwischen ein erstes Zwischenvolumen zu definieren;
- (e) eine dritte Membran, die zwischen einer zweiten Elektrodenzone und der ersten
Membran so angeordnet ist, um ein zweites Zwischenvolumen dazwischen zu definieren;
wobei das erste Zwischenvolumen von der ersten Elektrodenzone durch die zweite Membran
getrennt ist und das zweite Zwischenvolumen von der zweiten Elektrodenzone durch
die dritte Membran getrennt ist; und wobei wenigstens eine Membran eine Barriere
ist, die in der Lage ist, eine wesentliche Flüssigkeitsvolumenbewegung unter
dem Einfluss eines elektrischen Feldes zu steuern;
- (f) Mittel, die angepasst sind, um Flüssigkeit zu der ersten Elektrodenzone,
zur zweiten Elektrodenzone und zum zweiten Zwischenvolumen zu übertragen;
- (g) Mittel, die angepasst sind, um einen Probenbestandteil zum ersten Zwischenvolumen
zu übertragen, wobei nach Anlegen des elektrischen Potenzials eine oder mehr
als eine Komponente veranlasst wird, sich aus dem Probenbestandteil durch wenigstens
eine Membran zu einer benachbarten Elektrodenzone oder einem Zwischenvolumen zu
bewegen und wenigstens eine Membran eine wesentliche Flüssigkeitsvolumenbewegung
in oder aus der Probe steuert.
In einer bevorzugten Form umfasst die Vorrichtung weiterhin:
- (h) Mittel, die angepasst sind zum Abführen von in der Vorrichtung erzeugter
Wärme.
Bevorzugterweise werden Probe und Flüssigkeit durch Wärmeaustauscher
geführt, um die durch die Vorrichtung während der Elektrophorese erzeugte
Wärme abzuführen.
Die Vorrichtung kann weiterhin umfassen:
Mittel, die so angepasst sind, dass sie wenigstens über den elektrischen Feldbereich
ein ausgewähltes elektrisches Potenzial anlegen. Bei dieser Form wird eine
Energieversorgung bereitgestellt oder in die Vorrichtung integriert. Typischerweise
wird die Vorrichtung über irgendein geeignetes elektrisches Verbindungsmittel
mit einer externen Energieversorgung verbunden.
In einer zweiten Ausführungsform stellt die vorliegende Erfindung
ein Elektrophoresesystem bereit, umfassend:
- (a) eine erste Elektrode in einer ersten Elektrodenzone;
- (b) eine zweite Elektrode in einer zweiten Elektrodenzone, wobei die erste Elektrode
relativ zur zweiten Elektrode so angeordnet ist, dass sie angepasst ist, um dazwischen
ein elektrisches Feld in einem ersten elektrischen Feldbereich nach Anlegen eines
ersten elektrischen Potenzials zwischen der ersten und der zweiten Elektrode zu
erzeugen;
- (c) eine erste Membran, die in dem elektrischen Feldbereich angeordnet ist;
- (d) eine zweite Membran, die zwischen der ersten Elektrodenzone und der ersten
Membran so angeordnet ist, um dazwischen ein erstes Zwischenvolumen zu definieren;
- (e) eine dritte Membran, die zwischen einer zweiten Elektrodenzone und der ersten
Membran so angeordnet ist, um dazwischen ein zweites Zwischenvolumen zu definieren;
- (f) Mittel, die angepasst sind, um Flüssigkeit zu der ersten Elektrodenzone,
zur zweiten Elektrodenzone und zum zweiten Zwischenvolumen zu übertragen;
- (g) Mittel, die angepasst sind, um einen Probenbestandteil zu dem ersten oder
zweiten Zwischenvolumen zu übertragen; wobei nach Anlegen des ersten elektrischen
Potenzials eine oder mehr als eine Komponente veranlasst wird, sich aus dem Probenbestandteil
durch wenigstens eine Membran zur benachbarten anderen des ersten oder zweiten Zwischenvolumens
zu bewegen;
- (h) eine dritte Elektrode in einer dritten Elektrodenzone;
- (i) eine vierte Elektrode in einer vierten Elektrodenzone, wobei die dritte
Elektrode relativ zur vierten Elektrode so angeordnet ist, dass sie angepasst ist,
um dazwischen ein elektrisches Feld in einem zweiten elektrischen Feldbereich nach
Anlegen eines zweiten elektrischen Potenzials zwischen der dritten und vierten Elektrode
zu erzeugen;
- (j) eine vierte Membran, die im zweiten elektrischen Feldbereich angeordnet
ist;
- (k) eine fünfte Membran, die zwischen der dritten Elektrodenzone und der
vierten Membran so angeordnet ist, dass sie ein drittes Zwischenvolumen dazwischen
definiert; wobei das vierte Zwischenvolumen von der dritten und vierten Elektrodenzone
durch die vierte und fünfte Membran getrennt ist, und wobei wenigstens eine
der vierten oder fünften Membran eine Barriere ist, die in der Lage ist, eine
wesentliche Flüssigkeitsvolumenbewegung unter dem Einfluss eines elektrischen
Feldes zu steuern;
- (l) Mittel, die angepasst sind, um Flüssigkeit zur dritten Elektrodenzone
und zur vierten Elektrodenzone zu übertragen; und
- (m) Mittel, die angepasst sind, um einen Probenbestandteil aus dem ersten oder
zweiten Zwischenvolumen zu dem dritten Zwischenvolumen zu übertragen; wobei
nach Anlegen des zweiten elektrischen Potenzials bedingt wird, dass sich Flüssigkeit
aus dem Probenbestandteil im dritten Zwischenvolumen durch wenigstens die vierte
oder fünfte Membran zu einer benachbarten Elektrodenzone bewegt; wobei die
Barrieremembran eine wesentliche Flüssigkeitsvolumenbewegung in die Probe verhindert.
- In einer bevorzugten Form umfasst die Vorrichtung weiterhin:
- (n) Mittel, die zum Abführen der in der Vorrichtung erzeugten Wärme
angepasst sind.
Bevorzugterweise werden Probe und Flüssigkeit durch Wärmeaustauscher
geführt, um während der Elektrophorese durch die Vorrichtung erzeugte
Wärme abzuführen.
Die Vorrichtung kann weiterhin umfassen:
Mittel, die angepasst sind, um ein erstes ausgewähltes elektrisches Potenzial
über den ersten elektrischen Feldbereich anzulegen; und
Mittel, die angepasst sind, um ein zweites ausgewähltes elektrisches Potenzial
über den zweiten elektrischen Feldbereich anzulegen. Bei dieser Form wird eine
oder mehr als eine Energieversorgung bereitgestellt oder in die Vorrichtung integriert.
Typischerweise ist die Vorrichtung über irgendein geeignetes elektrisches Verbindungsmittel
mit einer externen Energieversorgung so verbunden, dass zwei getrennte elektrische
Potenziale angelegt werden können.
In einer weiteren bevorzugten Form sind einige der Membranen Elektrophorese-Trennmembranen,
und andere Membranen sind Begrenzungsmembranen, die definierte Porengrößen
aufweisen. Bevorzugterweise sind die Begrenzungsmembranen zwischen den Elektrodenzonen
und einem benachbarten Zwischenvolumen angeordnet. Wenigstens eine der Begrenzungsmembranen
ist die induzierbare elektro-endo-osmotische Membran, die die wesentliche Flüssigkeitsvolumenbewegung
unter dem Einfluss eines elektrischen Feldes steuert.
Die Elektrophorese-Trennmembranen sind bevorzugterweise aus Polyacrylamid
hergestellt und weisen einen Molekülmassenausschluss von wenigstens 3 kDa auf.
Der Molekülmassenausschluss der Membran wird von der gerade bearbeiteten Probe,
den anderen Molekülen in der Probenmischung und der Art der ausgeführten
Trennung abhängen.
Wenigstens eine Begrenzungsmembran ist bevorzugterweise ebenfalls
aus Polyacrylamid hergestellt. Der Molekülmassenausschluss der Begrenzungsmembran
wird von der gerade bearbeiteten Probe, den anderen Molekülen in der Probenmischung
und der Art der ausgeführten Trennung abhängen.
Die induzierbare elektro-endo-osmotische Membran ist bevorzugterweise
eine Zellulosetriacetat (CTA)-Membran. Es wird anerkannt werden, dass die induzierbare
elektro-endo-osmotische Membran aus jedem anderen geeigneten Membranmaterial wie
mit Glutaraldehyd quervernetztem Poly(vinylalkohol) (PVAI+glut) hergestellt sein
kann.
Die Erfinder der vorliegenden Erfindung haben festgestellt, dass eine
CTA-Membran, die einen nominalen Molekülmassenausschluss von 5, 10 oder 20
kDa aufweist, für die Verwendung in der Vorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung besonders geeignet ist.
Der Kathodenzone und der Anodenzone werden durch ein jegliches geeignetes
Pumpenmittel geeignete Elektrolyt- oder Pufferlösungen zugeführt. Eine
zu verarbeitende Probe wird dem ersten Zwischenvolumen oder zweiten Zwischenvolumen
(wenn vorhanden) durch ein jegliches geeignetes Pumpenmittel direkt zugeführt.
Bevorzugterweise sind die Zonen und das Zwischenvolumen/die Zwischenvolumina
so konfiguriert, dass man der entsprechenden Flüssigkeit/dem entsprechenden
Puffer und Probenlösungen zu fließen erlaubt, wodurch Ströme gebildet
werden. Auf diese Weise können große Volumina rasch und effizient verarbeitet
werden. Die Lösungen werden typischerweise durch die Zonen und das Zwischenvolumen/die
Zwischenvolumina aus entsprechenden Reservoiren durch geeignete Pumpenmittel bewegt
oder rezirkuliert. In einer bevorzugten Ausführungsform werden peristaltische
Pumpen als Pumpenmittel zum Bewegen der Probe, der Puffer oder der Flüssigkeiten
verwendet.
Elektrodenpuffer oder Elektrolyte und Probenpuffer können ein
jeder geeignete Puffer oder Elektrolyt sein. Beispiele umfassen, sind aber nicht
beschränkt auf TrisBorat, Hepes/Imidazol, GABA/Essigsäure und Hepes/Histidin-Puffer.
Die vorliegende Erfindung ist zur Trennung oder Behandlung einer jeden
Verbindung geeignet, die in der Lage ist, eine Ladung oder ein definiertes Molekülgewicht
aufzuweisen. Beispiele umfassen, sind aber nicht beschränkt auf biologische
Verbindungen wie Peptide, Proteine, Nukleinsäuren und dergleichen.
In einer Ausführungsform werden der Elektrodenpuffer, andere
Puffer und Probenlösungen durch ein jedes geeignete Mittel gekühlt, um
sicherzustellen, dass keine Inaktivierung von Mikromolekülen, Verbindungen,
Makromolekülen oder anderen Probenbestandteilen während des Elektrophoresevorgangs
stattfindet, und um eine erwünschte Temperatur der Vorrichtung aufrechtzuerhalten,
während sie verwendet wird.
Zum Sammeln und/oder Konzentrieren von Probenbestandteilen wird bevorzugterweise
in wenigstens einem der Volumina oder Ströme, die irgendwelche getrennte Bestandteile
oder Moleküle enthalten, gesammelt und durch ein geeignetes Lösungsmittel
ersetzt, um sicherzustellen, dass die Elektrophorese auf effiziente Weise weiterlaufen
kann.
Bei der Benutzung wird eine Probe in das erste Zwischenvolumen (auch
Strom 1 genannt) eingebracht, Puffer oder Lösungsmittel werden für die
Elektrodenzonen und das zweite Zwischenvolumen (Strom 2) bereitgestellt, an den
elektrischen Feldbereich wird ein elektrisches Potenzial angelegt, was bedingt,
dass sich wenigstens ein Bestandteil in der Probe zum Puffer/Lösungsmittel
in der benachbarten Elektrodenzone oder zum benachbarten zweiten
Zwischenvolumen bewegt. Die barrierebildende Membran verhindert im Wesentlichen
die Bewegung von Flüssigkeit in die Probe.
Es wird anerkannt werden, dass die Abfolge der Zwischenvolumina umgedreht
werden kann, wobei eine Probe in das zweite Zwischenvolumen (Strom 2) eingebracht
wird, Puffer oder Lösungsmittel in den Elektrodenzonen und im ersten Zwischenvolumen
bereitgestellt wird, ein elektrisches Potenzial an den elektrischen Feldbereich
angelegt wird, was bedingt, dass sich wenigstens ein Bestandteil der Probe zu der
benachbarten Elektrodenzone oder zum benachbarten ersten Zwischenvolumen (Strom
1) bewegt.
Es ist auch machbar, eine Probe in eine (oder beide) der Elektrodenzonen
einzubringen, und die Bewegung von einer oder mehr als einer Verbindung in eines
oder mehr als eines der Zwischenvolumina während des Anlegens der Spannungspotenzials
zu bedingen.
Die erste Membran ist bevorzugterweise eine Elektrophorese-Trennmembran,
die Polyacrylamid (PA) umfasst und einen definierten Molekülmassenausschluss
aufweist. Bevorzugterweise weist die Elektrophorese-Trennmembran einen Molekülmassenausschluss
von etwa 1 kDa bis etwa 2000 kDa auf. Die Auswahl des Molekülmassenausschlusses
der Trennmembran wird von der gerade bearbeiteten Probe und den anderen Molekülen
in der Mischung abhängen. Es wird jedoch anerkannt werden, dass andere Membranenchemien
oder -bestandteile für die vorliegende Erfindung verwendet werden können.
Wenigstens eine der zweiten und dritten Membran ist eine Begrenzungsmembran,
die bevorzugterweise aus Polyacrylamid hergestellt ist und üblicherweise einen
Molekülmassenausschluss aufweist, der geringer als der der Trennmembran ist,
bevorzugterweise von etwa 1 kDa bis etwa 1000 kDa. Die Auswahl des Molekülmassenausschlusses
der Begrenzungsmembran wird von der gerade bearbeiteten Probe und der Größe
der zu entfernenden Makromoleküle abhängen. Die Begrenzungsmembran kann
den gleichen Molekülmassenausschluss oder einen anderen Ausschluss als den
der die Barriere bildenden Membranen aufweisen.
In einer bevorzugten Form sind die Membranen, die das erste und zweite
Zwischenvolumen bilden, in der Form einer Patrone oder Kassette bereitgestellt,
die zwischen den Elektrodenzonen der Vorrichtungen angeordnet ist. Die Konfiguration
der Patrone ist bevorzugterweise ein Gehäuse, wobei die erste Membran zwischen
der zweiten und dritten Membran angeordnet ist und somit die benötigten Zwischenvolumina
bildet.
Bevorzugterweise ist die Patrone oder Kassette aus der Elektrophoresevorrichtung
herausnehmbar und so angepasst, dass sie die Patrone enthält oder aufnimmt.
Die Patrone kann auch eine oder mehr als eine der Elektroden umfassen.
Der Abstand zwischen den Elektroden hat eine Wirkung auf die Trennung
oder Bewegung der Probenbestandteile durch die Membranen. Je kürzer der Abstand
zwischen den Elektroden, desto schneller ist die elektrophoretische Bewegung der
Bestandteile. Von einem Abstand von etwa 6 mm wurde festgestellt, dass er für
eine Vorrichtung im Labormaßstab geeignet ist. Für Versionen im größeren
Maßstab wird der Abstand von der Anzahl und Art der Trennmembranen, der Größe
und des Volumens der Kammern für Proben, den Puffern und getrennten Produkten
abhängen. Bevorzugte Abstände lägen in der Größenordnung
von etwa 6 mm bis etwa 10 cm. Der Abstand wird mit der an die Vorrichtung angelegten
Spannung in Beziehung stehen.
Die Wirkung des elektrischen Feldes beruht auf der Gleichung:
e = V/d
(e = elektrisches Feld, V = Spannung, d = Abstand).
Daher gilt, dass die Trennung umso schneller abläuft, je kleiner
der Abstand zwischen den Elektroden ist. Bevorzugterweise sollte der Abstand zwischen
den Elektroden verringert werden, um die elektrische Feldstärke zu erhöhen
und dadurch die Übertragungsgeschwindigkeiten durch die Membran weiter zu verbessern.
Die Fließgeschwindigkeit der Probe/des Puffers/der Flüssigkeit
übt einen Einfluss auf die Trennung der Bestandteile aus. In Abhängigkeit
von der Konfiguration der Vorrichtung und der Natur und des Volumens der zu trennenden
Probe werden Geschwindigkeiten in Millilitern pro Minute bis zu Litern pro Minute
verwendet. Zurzeit beträgt die bevorzugte Fließgeschwindigkeit bei einer
Vorrichtung im Labormaßstab etwa 20 ± 5 mL/min. Jedoch werden bei den
verschiedenen Trennsystemen Fließgeschwindigkeiten von etwa 0 mL/min bis etwa
50 000 mL/min verwendet. Die maximale Fließgeschwindigkeit liegt in Abhängigkeit
von dem Pumpenmittel und der Größe der Vorrichtung noch höher. Die
Auswahl der Fließgeschwindigkeit hängt von dem zu übertragenden Produkt,
der Übertragungseffizienz, der Vor- und Nachanordnung hinsichtlich anderer
Anwendungen ab.
Die Auswahl oder das Anlegen der Spannung und/oder des angelegten
Stromes schwankt in Abhängigkeit von der Trennung. Typischerweise werden bis
zu mehrere tausend Volt verwendet, aber die Auswahl und Änderung der Spannung
wird von der Konfiguration der Vorrichtung, den Puffern und der zu trennenden Probe
abhängen. Bei einer Vorrichtung im Labormaßstab beträgt die bevorzugte
Spannung etwa 250 V. Jedoch werden in Abhängigkeit von der Übertragung,
der Effizienz, der Maßstabserhöhung und dem besonderen Verfahren etwa
0 V bis etwa 5 000 V verwendet. Höhere Spannungen werden in Abhängigkeit
von der Vorrichtung und der zu behandelnden Probe ebenfalls in Betracht gezogen.
Optional kann das elektrische Potenzial periodisch gestoppt und/oder
umgekehrt werden, um die Bewegung eines Bestandteils, der in eine Membran eingetreten
ist, zurück in das Volumen oder den Strom, aus dem er kam, zu bedingen, während
im Wesentlichen nicht bedingt wird, dass irgendwelche Bestandteile, die vollständig
durch die Membran hindurchgewandert sind, durch die Membran zurückwandern.
Die Umkehr des elektrischen Potenzials ist eine Option, aber eine
Ruheperiode ist eine andere Alternative. Ruhe (eine Periode ohne ein angelegtes
elektrisches Potenzial) ist ein optionaler Schritt, der eine optionale Umkehr des
elektrischen Potenzials ersetzen kann oder vor oder nach einer optionalen Umkehr
des elektrischen Potentials enthalten sein kann. Diese Ruhetechnik kann oft bei
spezifischen Trennanwendungen als eine Alternative oder Ergänzung zum Umkehren
des Potenzials eingesetzt werden.
Aus Gründen der Bequemlichkeit wird das erste Zwischenvolumen
oder der erste Strom als Strom 1 bezeichnet, und das zweite Zwischenvolumen oder
der zweite Strom wird als Strom 2 bezeichnet. Typischerweise wird die Probe in Strom
1 eingebracht und es wird bedingt, dass sich die Bestandteile durch die Trennmembran
in Strom 2 bewegen.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die Elektroden
aus einem Titannetz hergestellt, das mit Platin beschichtet ist. Es wird jedoch
anerkannt werden, dass andere Materialien und Konfigurationen verwendet werden können.
Bei der Verwendung wird ein Puffer oder ein anderes geeignetes Lösungsmittel
durch die Elektrodenzonen zirkuliert, und eine flüssige Probe wird in wenigstens
eines des ersten und zweiten Zwischenvolumina eingebracht. Wenn ein elektrisches
Potenzial oder Feld über die Elektroden an der Vorrichtung angelegt wird, wird
bedingt werden, dass sich einige Bestandteile in der Probe durch die Membran in
das benachbarte Zwischenvolumen oder in eine Elektrodenzone bewegen. Die induzierbare
elektro-endo-osmotische Membran verhindert oder steuert eine wesentliche Flüssigkeitsvolumenbewegung
zwischen dem Zwischenvolumen und der Elektrodenzone und verhindert dadurch eine
unerwünschte Verdünnung der Probe oder der abgetrennten Verbindung während
des Trennvorgangs.
Die Membranen können in der Form einer Mehrschicht- oder Sandwich-Anordnung
hergestellt sein. Die Dicke der Membranen kann eine Wirkung auf die Trennung oder
Bewegung der Verbindungen haben. Es wurde festgestellt, dass die Bewegung umso schneller
und effizienter abläuft, je dünner die Membran ist.
In einem zweiten Aspekt gemäß Anspruch 11 stellt die vorliegende
Erfindung ein Verfahren zum Konzentrieren einer Probe dar. In einer Ausführungsform
umfasst das Verfahren:
- (a) Bereitstellen einer Elektrophoresevorrichtung gemäß des ersten
Aspektes der vorliegenden Erfindung;
- (b) Hinzugeben von Puffer oder Elektrolyt zu der ersten und zweiten Elektrodenzone;
- (c) Hinzugeben der Probe zum ersten Zwischenvolumen;
- (d) Anlegen eines elektrischen Potenzials zwischen den Elektroden, was bedingt,
dass sich Flüssigkeit in der Probe durch eine Membran in eine benachbarte Elektrodenzone
bewegt; und optional
- (f) Erhalten der konzentrierten Probe; wobei die Barrieremembrane eine Flüssigkeitsvolumenbewegung
aus der Probe heraus erlaubt.
In einer weiteren Ausführungsform stellt die vorliegende Erfindung
ein Verfahren bereit, um wenigstens einen Bestandteil aus einer Probe herauszubewegen,
während die Flüssigkeitsvolumenbewegung gesteuert wird, wobei das Verfahren
umfasst:
- (a) Bereitstellen einer Elektrophoresevorrichtung gemäß der ersten
Ausführungsform des ersten Aspektes der vorliegenden Erfindung;
- (b) Hinzugeben von Puffer oder Elektrolyt zu der ersten und zweiten Elektrodenzone;
- (c) Hinzugeben der Probe zu dem ersten Zwischenvolumen;
- (d) Hinzugeben von Puffer oder Flüssigkeit zum zweiten Zwischenvolumen;
- (e) Anlegen eines elektrischen Potenzials zwischen den Elektroden, was bedingt,
dass sich wenigstens eine Verbindung aus der Probe heraus durch eine Membran in
eine benachbarte Elektrodenzone oder Zwischenvolumen bewegt; und optional
- (f) Sammeln der Verbindung, die sich aus der Probe bewegt hat; wobei die Barrieremembran
eine wesentliche Flüssigkeitsvolumenbewegung in oder heraus aus einem oder
mehr als einem Zwischenvolumen steuert.
In noch einer weiteren Ausführungsform stellt die vorliegende
Erfindung ein Verfahren bereit, um wenigstens einen Bestandteil aus einer Probe
herauszubewegen, während die Flüssigkeitsvolumenbewegung gesteuert wird,
wobei das Verfahren umfasst:
- (a) Bereitstellen einer Elektrophoresevorrichtung gemäß der zweiten
Ausführungsform des ersten Aspektes der vorliegenden Erfindung;
- (b) Hinzugeben von Puffer oder Elektrolyt zu der ersten, zweiten, dritten und
vierten Elektrodenzone;
- (c) Hinzugeben der Probe zum ersten Zwischenvolumen;
- (d) Hinzugeben von Puffer oder Flüssigkeit zum zweiten Zwischenvolumen;
- (e) Anlegen eines ersten elektrischen Potenzials zwischen der ersten und zweiten
Elektrode, was bedingt, dass sich wenigstens eine Verbindung aus der Probe durch
eine Membran ins zweite Zwischenvolumen bewegt;
- (f) Überführen einer Probe, die die Verbindung enthält, aus dem
zweiten Zwischenvolumen zu dem dritten Zwischenvolumen;
- (g) Anlegen eines zweiten elektrischen Potenzials zwischen der dritten und vierten
Elektrode, was bedingt, dass sich Flüssigkeit in dem dritten Zwischenvolumen
durch eine Membran in eine benachbarte Elektrodenzone bewegt, wodurch die Verbindung
in der Probe aufkonzentriert wird; und optional
- (h) Sammeln der konzentrierten Probe; wobei die Barrieremembran eine wesentliche
Flüssigkeitsvolumenbewegung in oder heraus aus dem dritten Zwischenvolumen
steuert.
Die Barrieremembran kann eine wesentliche Flüssigkeitsvolumenbewegung
in eines oder mehr als eines der Zwischenvolumina verhindern oder kann die Bewegung
der Flüssigkeit aus einem Zwischenvolumen heraus bedingen.
In einer bevorzugten Form sind zwei Vorrichtungen in einer Weise verbunden,
dass sie die Flüssigkeitsvolumenbewegung in eines oder mehr als eines der Zwischenvolumina
weiter steuern oder verhindern können. Die erste Vorrichtung ist gemäß
der ersten Ausführungsform des ersten Aspektes der vorliegenden Erfindung mit
oder ohne die Barrieremembran konfiguriert und funktioniert so, dass sie eine oder
mehr als eine Verbindung der Wahl trennt. Die zweite Vorrichtung kann gemäß
des ersten Aspektes der vorliegenden Erfindung konfiguriert sein und erlaubt die
Konzentrierung der getrennten Verbindung. Bevorzugterweise wird das an jede Vorrichtung
angelegte elektrische Potenzial getrennt gesteuert. In einer bevorzugten Form steht
das zweite Zwischenvolumen der ersten Vorrichtung mit dem ersten Zwischenvolumen
der zweiten Vorrichtung in Flüssigverbindung. Bei der Verwendung und nachdem
bedingt wurde, dass sich die zu trennende Verbindung zum zweiten Zwischenvolumen
der ersten Vorrichtung bewegt, wird sie dann zum ersten Zwischenvolumen der zweiten
Vorrichtung übertragen, was bedingt, dass sich unerwünschte Flüssigkeit
aus der getrennten Verbindung herausbewegt. Dieses duale Vorrichtungssystem fungiert
als weiterer Probenkonzentrator ohne einen wesentlichen Verlust an Flüssigkeit
oder Probe.
In einer weiteren bevorzugten Form sind die beiden Vorrichtungen in
einer Weise verbunden, dass sie die Flüssigkeitsvolumenbewegung in eines oder
mehr als eines der Zwischenvolumina weiter steuern oder verhindern. Die erste Vorrichtung
ist gemäß der ersten Ausführungsform des ersten Aspektes der vorliegenden
Erfindung mit oder ohne Barrieremembrane konfiguriert und funktioniert so, dass
eine oder mehr als eine Verbindung der Wahl abgetrennt wird. Die zweite Vorrichtung
ist gemäß des ersten Aspektes der vorliegenden Erfindung konfiguriert
und erlaubt die Konzentrierung der Probe während der Elektrophorese. Bevorzugterweise
wird das elektrische Potenzial, das an einer jeden Vorrichtung angelegt ist, getrennt
gesteuert. In dieser bevorzugten Form besteht zwischen dem ersten Zwischenvolumen
der ersten Vorrichtung, das die Probe enthält, und dem ersten Zwischenvolumen
der zweiten Vorrichtung eine Flüssigkeitsverbindung. Bei der Verwendung wird
die Probe zwischen den beiden Vorrichtungen zirkuliert, um das Aufstauen von Flüssigkeit,
das während der Elektrophorese in der ersten Vorrichtung bedingt wird, zu beseitigen
oder zu verringern. Die zu trennende Verbindung wird veranlasst, sich zum Sammeln
zum zweiten Zwischenvolumen der ersten Vorrichtung zu bewegen.
Dieses duale Vorrichtungssystem fungiert ohne einen wesentlichen Verlust an Flüssigkeit
oder Probe als weiterer Probenkonzentrator.
Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung der Vorrichtung
gemäß des ersten Aspektes der vorliegenden Erfindung für die Trennung
oder Elektrophoresebearbeitung von einer oder mehr als einer Verbindung aus einer
Probe.
Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung der Vorrichtung
gemäß der zweiten Ausführungsform des ersten Aspektes der vorliegenden
Erfindung für die Trennungs oder der Elektrophoresevbearbeitung von einer oder
mehr als einer Verbindung aus einer Probe.
GradiflowTM ist eine Marke von Gradipore Limited, Australien.
Damit die vorliegende Erfindung besser verstanden werden kann, werden
bevorzugte Formen unter Bezugnahme auf die folgenden Zeichnungen und Beispiele beschrieben
werden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
1 zeigt ein schematisches Diagramm einer ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. 1A zeigt eine Anordnung
von Elektroden, Elektrodenzonen und einem Zwischenvolumen. 1B
zeigt die Anordnung von zwei Membranen relativ zu den Elektroden.
2 zeigt ein schematisches Diagramm einer zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. 2A zeigt eine Anordnung
von Elektroden, Elektrodenzonen und den ersten und zweiten Zwischenvolumen.
2B zeigt die Anordnung von drei Membranen relativ zu
den Elektroden.
3 zeigt ein schematisches Diagramm einer dritten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. 3A zeigt eine Anordnung
von Elektroden, Elektrodenzonen und dem ersten, zweiten und dritten Zwischenvolumen.
3B zeigt die Anordnung von fünf Membranen relativ
zu zwei Sätzen Elektroden.
4 zeigt eine PAGE von CTA-Kalibrierungsexperimenten.
5 zeigt Endoosmose-Geschwindigkeiten mit CTA-Membranen.
6 zeigt einen Vergleich der CTA-Orientierung und der
endo-osmotischen Geschwindigkeit.
7 zeigt die Geschwindigkeit der Volumenentfernung infolge
von Elektroendoosmose unter Verwendung von CTA-Membranen.
8 zeigt die Wiedergewinnung von Rinderserumalbumin
(BSA) unter Spannungswechsel.
9 zeigt die Geschwindigkeit der Volumenentfernung aufgrund
von Elektroendoosmose mit PVAI-Membranen.
10 zeigt die Geschwindigkeit der Volumenentfernung
aufgrund von Elektroendoosmose.
11 zeigt die Leitungsverbindung von zwei Vorrichtungen,
die eine Konzentrierungsmaschine für Strom 1 zur Steuerung von Endoosmose beinhalten.
12 zeigt den Vergleich der endo-osmotischen Geschwindigkeit
und der prozentualen Wiedergewinnung von Fibrinogen.
13 zeigt eine PAGE-Analyse der gleichzeitigen Trennung
und Konzentrierung von Rinder-Prionenprotein (PrP) aus Rinderhirn-Homogenat unter
Verwendung einer Elektrophorese-Technologie auf der Grundlage von Membranen und
einer PVAI-Membran. Teil A: SDS-PAGE der Proben aus dem Elektrophoreselauf; Teil
B: Western Blot der Proben aus dem Elektrophoreselauf unter Verwendung von anti-PrP
R029 (Prionics, Schweiz). S10Strom 1 bei 0 min; S1180Strom
1 bei 180 min; S20Strom 2 bei 0 min; S2180Strom 2 bei 180
min.
14 zeigt eine erste Konfiguration der vorliegenden
Erfindung, die die gleichzeitige Konzentrierung und teilweise
Reinigung von Proben erlaubt.
15 zeigt eine PAGE-Analyse der Konzentrierung des Einspeisungsstroms
mit teilweise Reinigung.
16 zeigt eine PAGE-Analyse eines Stroms, der entfernte
Verunreinigungen enthält.
17 zeigt eine zweite Konfiguration der vorliegenden
Erfindung, die die gleichzeitige Konzentrierung und Reinigung von Zielprotein bei
Abreicherung von Verunreinigungen des Einspeisungsstroms und EEG-Steuerung des Einspeisungsstromvolumens
erlaubt.
18 zeigt eine PAGE-Analyse eines Einspeisungsstroms,
der im Verlauf des Experimentes konzentriert wurde, aber auch hinsichtlich verunreinigender
Proteine abgereichert wurde. Die Abreicherung von Verunreinigungen erhöht die
Übertragung des Zielproteins zum Produktstrom durch eine Vereinfachung der
Inhalte des Einspeisungsstroms.
19 zeigt eine PAGE-Analyse von Zielprotein, das in
Strom 2 gereinigt und konzentriert wurde. Die Übertragungsgeschwindigkeit an
den Produktstrom wurde durch das Konzentrieren des Einspeisungsstroms aufrechterhalten.
Als die Konzentration des Zielmoleküls im Einspeisungsstrom abgereichert war,
verlangsamte sich die Übertragungsgeschwindigkeit, es sei denn, das Einspeisungsstromvolumen
wurde verringert. Diese Volumenverringerung könnte zu einer Störung durch
die erhöhte Konzentration an Verunreinigungen führen, es sei denn, die
Menge der Verunreinigungen im Einspeisestrom ist auch abgereichert.
20 zeigt ein schematisches Diagramm einer dritten Konfiguration
der vorliegenden Erfindung, wobei das Zielmolekül an den zweiten Strom übertragen
und der Einspeisungsstrom konzentriert wird.
21 zeigt ein schematisches Diagramm einer vierten Konfiguration
der vorliegenden Erfindung, die die Übertragung des Produktes an Strom 1 während
des Konzentrierens erlaubt und optional das Reinigen von Strom 2 mit dem Pufferstrom
oder einem optionalen dritten Strom.
22 zeigt ein schematisches Diagramm einer fünften
Konfiguration der vorliegenden Erfindung, die EEG-Membranen auf beiden Seiten des
Einspeisungsstroms verwendet, um die Konzentrierungswirkung zu erhöhen, wobei
das MMCO der EEO-Membranen so ausgewählt ist, dass die Übertragung der
Verunreinigungen weg von dem Zielprotein erlaubt wird, das im zentralen Einspeisungsstroms
gehalten und konzentriert wird.
23 zeigt ein schematisches Diagramm einer sechsten
Konfiguration der vorliegenden Erfindung, die zwei membranbasierten Elektrophoresevorrichtungen
für das getrennte Konzentrieren und Reinigen verwendet.
24 zeigt ein schematisches Diagramm einer siebten Konfiguration
der vorliegenden Erfindung, wobei das Zielmolekül im Einspeisungsstrom verbleibt
und konzentriert wird.
Modus/Modi zum Ausführen der Erfindung
Die vorliegende Erfindung ist auf eine Elektrophoresetechnologie auf
der Grundlage von Membranen gerichtet, um die Steuerung von Flüssigkeitsvolumenübertragung/Endoosmose
zu unterstützen. In einer Ausführung, wie sie in 1A
gezeigt ist, umfasst die Elektrophoresevorrichtung 100 eine erste Elektrodenzone
111 und eine zweite Elektrodenzone 112, wobei die erste Elektrodenzone
111 und die zweite Elektrodenzone 112 jeweils eine Elektrode
113 bzw. 114 enthalten und die zweite Elektrodenzone
112 relativ zur ersten Elektrodenzone 111 so angeordnet ist, dass
sie angepasst ist, um dazwischen nach Anlegung eines ausgewählten elektrischen
Potenzials zwischen den Elektroden 113 bzw. 114 ein elektrisches
Feld in einem elektrischen Feldbereich 115 zu erzeugen. Die Vorrichtung
100umfasst weiterhin ein erstes Zwischenvolumen 116, das durch
eine erste Membran 117, die in dem elektrischen Feldbereich 115
angeordnet ist, und eine zweite Membran 118, die zwischen der ersten Elektrodenzone
111 und der ersten Membran 117 angeordnet ist, definiert ist.
Das erste Zwischenvolumen 116 ist von der ersten Elektrodenzone
111 und der zweiten Elektrodenzone 112 durch die erste Membran
117 und die zweite Membran 118 getrennt. Wenigstens eine der Membranen
ist eine Barrieremembran, die in der Lage ist, eine wesentliche Flüssigkeitsvolumenbewegung
unter dem Einfluss eines elektrischen Feldes zu steuern. In 1B
ist die Barrieremembrane als die erste Membran 117 dargestellt. Es wird
anerkannt werden, dass die zweite Membran 118 die Barrieremembrane bilden
kann. In 1 ist die erste Elektrode 113 ausschließlich
aus Bequemlichkeit als eine Kathode dargestellt, und die zweite Elektrode
114 ist ausschließlich aus Bequemlichkeit als Anode dargestellt. Die
Polarität der Elektroden kann umgekehrt werden, wobei die erste Elektrode
113 eine Anode und die zweite Elektrode 114 eine Kathode ist.
Die Vorrichtung 100 umfasst die Mittel 119,
120, 121 zur Übertragung von Flüssigkeiten zu der ersten
Elektrodenzone 111, der zweiten Elektrodenzone 112 und dem ersten
Zwischenvolumen 116, und wenigstens eine der Flüssigkeiten enthält
eine Probenkomponente. Die Vorrichtung 100 kann weiterhin Mittel umfassen
zum Anlegen eines ausgewählten elektrischen Potenzials wenigstens über
den elektrischen Feldbereich. Das Anlegen des ausgewählten elektrischen Potenzials
bedingt, dass wenigstens ein Teil einer Flüssigkeit innerhalb der Probenbestandteile
durch wenigstens eine Membran in eine benachbarte Elektrodenzone wandert, und dass
wenigstens ein Teil der Probenbestandteile durch wenigstens eine Membran in das
erste Zwischenvolumen wandert. Die Barrieremembranen kontrolliert eine wesentliche
Flüssigkeitsvolumenbewegung in das erste Zwischenvolumen hinein und aus diesem
heraus, so dass ein teilweise konzentriertes Produkt gesammelt wird und/oder im
ersten Zwischenvolumen verbleibt.
Bei der Verwendung wird eine Probe in das erste Zwischenvolumen
116 (auch als Strom 1 bezeichnet) eingebracht, Puffer oder Lösungsmittel
sind in den Elektrodenzonen 111 bzw. 112 bereitgestellt, ein elektrisches
Potenzial wird an den elektrischen Feldbereich angelegt, was die Bewegung von Wasser
aus der Probe heraus in eine benachbarte Elektrodenzone bedingt. Die Probe wird
dadurch konzentriert, dass Flüssigkeit aus der Probe ausgetrieben wird. Die
Barrieremembran verhindert im Wesentlichen eine Flüssigkeitsvolumenbewegung
in die Probe, und der Elektrophoresevorgang bedingt, dass sich Wasser und Salze
aus der Probe herausbewegen.
Es ist auch machbar, die Probe in eine der (oder beide) Elektrodenzonen
einzubringen und während des Anlegens des Spannungspotenzials die Bewegung
von einer oder mehr als einer Verbindung aus der Probe in das benachbarte Zwischenvolumen
zu bedingen.
In einer anderen Ausführungsform umfasst die Elektrophoresevorrichtung
200, wie in 2A gezeigt ist, eine erste Elektrodenzone
211 und eine zweite Elektrodenzone 212, wobei die erste Elektrodenzone
211 und die zweite Elektrodenzone 212 jeweils eine Elektrode
213 bzw. 214 umfassen. Die zweite Elektrodenzone 212
ist relativ zur ersten Elektrodenzone 211 so angeordnet, dass sie angepasst
ist, um nach Anlegen eines ausgewählten elektrischen Potenzials zwischen den
Elektroden 213 bzw. 214 ein elektrisches Feld in einem elektrischen
Feldbereich 215 zu erzeugen. Die Vorrichtung 200 weist ein erstes
Zwischenvolumen 216 und ein zweites Zwischenvolumen 226 auf. Das
erste Zwischenvolumen 216 ist durch eine erste Membran 217, die
in einem elektrischen Feldbereich 215 angeordnet ist, und durch eine zweite
Membran 218, die zwischen der ersten Elektrodenzone 211 und der
ersten Membran 217 angeordnet ist, definiert. Das zweite Zwischenvolumen
226 ist durch eine erste Membran 217 und eine dritte Membran
222 definiert, die zwischen der zweiten Elektrodenzone 212 und
der ersten Membran 217 angeordnet ist. Das erste Zwischenvolumen
216 ist von der ersten Elektrodenzone 211 durch die zweite Membran
218 getrennt, und das zweite Zwischenvolumen 226 ist von der zweiten
Elektrodenzone 212 durch die dritte Membran 222 getrennt. Wenigstens
eine der ersten, zweiten und dritten Membran 217, 218,
222 ist eine Barrieremembrane, die in der Lage ist, eine wesentliche Flüssigkeitsvolumenbewegung
unter dem Einfluss eines elektrischen Feldes zu steuern. In 2B
ist die Barrieremembran als die zweite Membran 218 gezeigt. Es wird anerkannt
werden, dass die erste Membran 217 oder die dritte Membran 222
die Barrieremembrane ausbilden können. In 2 ist die erste
Elektrode 213 ausschließlich aus Bequemlichkeit als eine Kathode,
und die zweite Elektrode 214 ausschließlich aus Bequemlichkeit als
eine Anode gezeigt. Die Polarität der Elektroden kann umgekehrt sein, wobei
die erste Elektrode 213 eine Anode und die zweite Elektrode 214
eine Kathode ist.
Die Vorrichtung umfasst die Mittel 219, 220,
221 zur Übertragung von Flüssigkeiten zu den Elektrodenzonen
211 bzw. 212 und die Zwischenvolumina 216 bzw.
226, und wenigstens eine der Flüssigkeiten umfasst eine Probenkomponente.
Die Vorrichtung 200 kann auch Mittel zum Anlegen eines ausgewählten
elektrischen Potentials wenigstens über den elektrischen Feldbereich umfassen.
Das Anlegen des elektrischen Potenzials bedingt, dass wenigstens einer von wenigstens
einem Teil einer Flüssigkeit innerhalb des Probenbestandteils durch wenigstens
eine Membran in eine benachbarte Elektrodenzone wandert, und dass wenigstens ein
Teil des Probenbestandteils durch wenigstens eine Membran in wenigstens eines der
Zwischenvolumina wandert. Die Barrieremembranen kontrolliert eine wesentliche Flüssigkeitsvolumenbewegung
in die Zwischenvolumina und aus diesen heraus, so dass ein teilweise konzentriertes
Produkt gesammelt wird und/oder in wenigstens einem der Zwischenvolumina verbleibt.
Bei der Verwendung wird eine Probe in das erste Zwischenvolumen (auch
als Strom 1 bezeichnet) eingebracht, Puffer oder Lösungsmittel werden in den
Elektrodenzonen und dem zweiten Zwischenvolumen (Strom 2) bereitgestellt,
ein elektrisches Potenzial wird an den elektrischen Feldbereich angelegt, was bedingt,
dass sich wenigstens eine Komponente in der Probe zum Puffer/Lösungsmittel
in der benachbarten Elektrodenzone oder zum benachbarten zweiten Zwischenvolumen
bewegt. Die Barrieremembrane verhindert im Wesentlichen die Bewegung von Flüssigkeit
in die Probe.
Es wird anerkannt werden, dass die Abfolge der Zwischenvolumina umgekehrt
werden kann, wobei eine Probe ins zweite Zwischenvolumen (Strom 2) eingebracht wird,
Puffer oder Lösungsmittel in den Elektrodenzonen und im ersten Zwischenvolumen
bereitgestellt wird, ein elektrisches Potenzial über den elektrischen Feldbereich
angelegt wird, was bedingt, dass sich wenigstens ein Bestandteil in der Probe zur
benachbarten Elektrodenzone oder zum benachbarten Zwischenvolumen (Strom 1) bewegt.
Es ist auch machbar, dass eine Probe in eine der (oder beide) Elektrodenzonen
eingebracht wird, und während des Anlegens des Spannungspotenzials die Bewegung
von einer oder mehr als einer Verbindung in eines oder mehr als eines der Zwischenvolumina
bedingt wird.
In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Elektrophoresevorrichtung
300, wie sie in 3 gezeigt ist, eine erste Elektrodenzone
311 und eine zweite Elektrodenzone 312, wobei die erste Elektrodenzone
311 und die zweite Elektrodenzone 312 jeweils eine Elektrode
313 bzw. 314 enthalten und die zweite Elektrodenzone
312 relativ zur ersten Elektrodenzone 311 so angeordnet ist, dass
sie angepasst ist, um dazwischen nach Anlegung eines ausgewählten elektrischen
Potenzials zwischen den Elektroden 313 bzw. 314 ein elektrisches
Feld über einen elektrischen Feldbereich zu erzeugen. Die Vorrichtung
300 weist ein erstes und ein zweites Zwischenvolumen 316 bzw.
326 auf. Das erste Zwischenvolumen 316 ist durch eine erste Membran
317, die in dem elektrischen Feldbereich angeordnet ist, und durch eine
zweite Membran 318, die zwischen der ersten Elektrodenzone 311
und der ersten Membran 317 angeordnet ist, definiert. Das zweite Zwischenvolumen
326 ist durch die erste Membran 317 und eine dritte Membran
319, die zwischen der zweiten Elektrodenzone 312 und der ersten
Membran 317 angeordnet ist, definiert. Das erste Zwischenvolumen
316 ist durch die zweite Membran 318 von der ersten Elektrodenzone
311 getrennt. Das zweite Zwischenvolumen 326 ist von der zweiten
Elektrodenzone 312 durch die dritte Membran 319 getrennt.
Die Vorrichtung umfasst Mittel zur Übertragung von Flüssigkeiten
zu den Elektrodenzonen und Zwischenvolumina, und wenigstens eine der Flüssigkeiten
enthält einen Probenbestandteil. Die Vorrichtung umfasst weiterhin Mittel zum
Anlegen eines ausgewählten elektrischen Potenzials wenigstens über den
elektrischen Feldbereich. Das Anlegen des elektrischen Potenzials bedingt, dass
wenigstens einer von wenigstens einem Teil einer Flüssigkeit innerhalb der
Probenkomponente durch wenigstens eine Membran in eine benachbarte Elektrodenzone
wandert, und dass wenigstens ein Teil der Probenbestandteil durch wenigstens eine
Membran in wenigstens eines der Zwischenvolumina wandert. Die Barrieremembranen
steuert eine wesentliche Flüssigkeitsvolumenbewegung in die Zwischenvolumina
und aus diesen heraus, so dass ein teilweise konzentriertes Produkt gesammelt wird
und/oder in wenigstens einem der Zwischenvolumina verbleibt.
Die Vorrichtung 300 umfasst weiterhin eine dritte Elektrodenzone
331 und eine vierte Elektrodenzone 332, wobei die dritte Elektrodenzone
331 und die vierte Elektrodenzone 332 jeweils eine Elektrode
323 bzw. 324 enthalten. Die vierte Elektrodenzone 332
ist relativ zur dritten Elektrodenzone so angeordnet, dass sie angepasst ist, um
dazwischen nach Anlegen eines ausgewählten elektrischen Potenzials ein elektrisches
Feld in einem elektrischen Feldbereich zwischen den Elektroden zu erzeugen. Die
Vorrichtung 300 umfasst weiterhin ein drittes Zwischenvolumen
336, das durch eine vierte Membran 327, die in dem elektrischen
Feldbereich angeordnet ist, und eine fünfte Membran 328, die zwischen
der dritten Elektrodenzone 331 und der vierten Membran 327 angeordnet
ist, definiert ist. Das dritte Zwischenvolumen 336 ist von der dritten
Elektrodenzone 331 und der vierten Elektrodenzone 332 durch die
vierte Membran 327 und die fünfte Membran 328 getrennt. Wenigstens
eine der Membranen ist eine Barrieremembrane, die in der Lage ist, eine wesentliche
Flüssigkeitsvolumenbewegung unter dem Einfluss eines elektrischen Feldes zu
steuern.
In 3 wird ausschließlich aus Bequemlichkeit
die erste Elektrode 313 als eine Kathode, die zweite Elektrode
314 als eine Anode, die dritte Elektrode 323 als eine Kathode
und die vierte Elektrode 324 als eine Anode dargestellt. Die Polarität
der Elektroden kann umgekehrt sein, wobei die erste Elektrode 313 und die
dritte Elektrode 323 Anoden und die zweite Elektrode 314 und vierte
Elektrode 324 Kathoden sind. In ähnlicher Weise sind die erste Elektrode
313 und die vierte Elektrode 324 Anoden und die zweite Elektrode
314 und dritte Elektrode 323 Kathoden.
3A zeigt die Verbindung von zwei Vorrichtungen, um
eine Vorrichtung gemäß dem dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung auszubilden.
Die erste Vorrichtung führt eine Art Reinigung oder Trennung einer Probe
aus, während die zweite Vorrichtung die teilweise gereinigte Probe konzentriert.
Es ist auch machbar, dass man die erste Vorrichtung gemäß des zweiten
Aspektes der vorliegenden Erfindung so konfigurieren läßt, dass wenigstens
eine der ersten, zweiten oder dritten Membranen ebenfalls eine Barrieremembran ist,
die in der Lage ist, unter dem Einfluss eines elektrischen Feldes eine wesentliche
Flüssigkeitsvolumenbewegung zu steuern. In dieser Form kann der Fluss von Flüssigkeit
in oder heraus aus der Probe ebenfalls gesteuert werden.
Die Vorrichtung umfasst Mittel zur Übertragung von Flüssigkeiten
an die dritte Elektrodenzone, die vierte Elektrodenzone und das dritte Zwischenvolumen,
und wenigstens eine der Flüssigkeiten enthält ein teilweise konzentriertes
Produkt aus wenigstens einem des ersten und zweiten Zwischenvolumens. Die Vorrichtung
umfasst weiterhin Mittel zum Anlegen eines ausgewählten elektrischen Potenzials
über wenigstens den elektrischen Feldbereich. Die Anlegung des ausgewählten
elektrischen Potenzials bedingt, dass wenigstens einer von wenigstens einem Teil
einer Flüssigkeit innerhalb des Probenbestandteils durch wenigstens eine Membran
in eine benachbarte Elektrodenzone wandert, und dass wenigstens ein Teil des ersten
teilweise konzentrierten Produktes durch wenigstens eine Membran in das dritte Zwischenvolumen
wandert. Die Barrieremembranen steuert eine wesentliche Flüssigkeitsvolumenbewegung
in das dritte Zwischenvolumen und aus diesem heraus, so dass ein zweites, teilweise
konzentriertes Produkt gesammelt wird und/oder im dritten Zwischenvolumen verbleibt.
EXPERIMENTE UND ERGEBNISSE
Die Übertragung von Flüssigkeit aus einem Bereich in einen
anderen durch eine poröse Membran wird als Endoosmose bezeichnet. Endoosmose
ist bei der membranbasierten Elektrophoresetechnologie ein wichtiger Punkt, und
ihre Steuerung kann die Produktwiedergewinnung erhöhen, die Zahl der Durchgänge
verringern und Proben konzentrieren. Ein Verfahren zum Lenken von Endoosmose bedient
sich der Elektro-osmose, wobei eine externe Energieversorgung die Geschwindigkeit
eines Systems, das Osmose oder Endoosmose durchläuft, verändert.
Um eine biokompatible Membran zu identifizieren, wurden Zellulosetriacetat
(CTA)-Membranen für eine Reihe von Dialyse-Experimenten verwendet, wobei CTA
als eine hoch endo-osmotische Membran identifiziert wurde. Aufgrund der hohen endo-osmotischen
Geschwindigkeit von CTA wurde seine Rolle beim Steuern von Endoosmose untersucht.
Es wurden auch zusätzliche Arbeiten ausgeführt, um die endo-osmotische
Geschwindigkeit von PVAI-Membranen zu untersuchen.
Die folgenden Parameter wurden untersucht:
- i) ob CTA-Endoosmose spannungsabhängig ist;
- ii) ob PVAI-Endoosmose spannungsabhängig ist;
- iii) ob CTA-Endoosmose pH-abhängig ist; und
- iv) ob CTA in die membranbasierte Elektrophoresetechnologie einbezogen werden
kann, um die Ausbeute, Reinigungsgeschwindigkeiten zu verbessern und/oder als Konzentrator
zu wirken.
Materialien
Elektrophoresevorrichtung auf der Grundlage von Membranen, hergestellt
von Gradipore Limited, Australien.
- 5 kDa-, 500 kDa-, 700 kDa- und 1500 kDa-Molekülmassenausschluss-Polyacrylamid
(PA)-Membranen (Gradipore).
- 5 kDa-, 10 kDa- und 20 kDa-Zellulosetriacetat (CTA)-Membranen (Sartorius).
- 5% Polyvinylalkohol (PVAI)-Membran (Gradipore Limited).
- Rinderserumalbumin (BSA) 67 kDa pI ~ S, Ovalbumin 45 kDa pI 4,2, Trypsin-Inhibitor
14 kDa pI 4,7 und Fibrinogen 330 kDa pI 5,5.
Kalibrierung des Molekülmassenausschlusses von CTA-Membranen
Der Molekülmassenausschluss der 10 kDa- und 20 kDa-CTA-Membranen
wurde zur Verwendung bei der membranbasierten Elektrophoresetechnologie bestimmt.
Die 10 kDa- und 20 kDa-CTA-Membranen wurden in getrennten Reinigungsläufen
verwendet, in denen eine 3 mg/mL-Proteinmischung (jeweils 1 mg/mL BSA, Ovalbumin
und Trypsininhibitor in TB pH 8,0) in den Strom 1 eingebracht und bei 250 V 45 min
lang in den Strom 2 getrennt wurde. Eine nichtreduzierende PAGE von Strom 1 nach
0 min und von Strom 2 nach 45 min wurde ausgeführt, um den Molekülmassenausschluss
von der 10 kDa- und 20 kDa-CTA-Membran zu bestimmen (4).
Die Ergebnisse der CTA-Kalibrierungsexperimente (4)
legten nahe, dass der tatsächliche Ausschluss der CTA-Membranen bei den 10
kDa-Membranen 14 kDa und bei den 20 kDa-CTA-Membranen 45 kDa betrug. Der 14 kDa-Molekülmassenausschluss
der 10 kDa-CTA-Membran wurde aus der PAGE bestimmt, da nur der Trypsin-Inhibitor
(14 kDa) nach dem Durchwandern durch die 10 kDa-CTA-Membrane während des 45-minütigen
Elektrophoreselaufes beobachtet wurde. Der 45-kDa-Molekülmassenausschluss der
20 kDa-CTA-Membran wurde aus der PAGE bestimmt, da der Trypsin-Inhibitor (14 kDa),
Ovalbumin (45 kDa) und eine kleine Menge BSA (67 kDa) während des 45-minütigen
Elektrophoreselaufes durch die 20 kDa-CTA-Membran hindurch wanderten.
Orientierung der CTA-Membranen
Die CTA-Membranen waren asymmetrisch. Daher wurde für die Verwendung
von CTA-Membranen für weitere Experimente die Orientierung (glänzende
Seite oben oder unten) und die endo-osmotische Geschwindigkeit von 5 kDa-, 10 kDa-
und 20 kDa-CTA-Membranen analysiert. Diese Parameter wurden in Zweistrom- und Einzelstrom-Vorrichtungskonfigurationen
bestimmt, um zu identifizieren, welche Konfiguration die höchste endo-osmotische
Geschwindigkeit aufwies. Dazu gehörte das Aufnehmen der Volumenänderung
alle 5 Min. und das Vergleichen der ESA-Menge (1 mg/mL) zu Beginn und am Ende.
Die experimentellen Daten legten nahe, dass die 5 kDa-CTA-Membran
im Vergleich zu den anderen CIA-Membranen sowohl in der Standard- als auch der Einzelstrom-Konfiguration
die niedrigste endo-osmotische Geschwindigkeit (5)
aufwies. Die endo-osmotischen Geschwindigkeiten für sowohl die 10 kDa- als
auch für die 20 kDa-Membran waren vergleichsweise hoch, wobei die Einzelstrom-Konfiguration
eine höhere endo-osmotische Geschwindigkeit zeigte als die Standard-Konfiguration
(5). Die 10 kDa-CTA-Membran wies bei beiden Konfigurationen
im Vergleich zu den 5 kDa- und der 20 kDa-CTA-Membranen die höchste endo-osmotische
Geschwindigkeit auf.
Da die CTA-Membranen asymmetrisch waren (eine glänzende Seite
und eine matte Seite) wurde auch ein Vergleich der Orientierung ausgeführt.
Die Ergebnisse zeigten, dass die endoosmotische Geschwindigkeit von 5 kDa-CTA-Membranen
mit der glänzenden Seite nach oben höher war als mit der glänzenden
Seite nach unten (6). Jedoch schnitten die 10 kDa-
und die 20 kDa-CTA-Membranen mit der glänzenden Seite nach unten etwas besser
ab als mit der glänzenden Seite nach oben. Insgesamt wies die 10 kDa-CTA-Membran
eine höhere endoosmotische Geschwindigkeit auf.
Es wurde die Schlussfolgerung gezogen, dass die Einzelstrom-Konfiguration
der membranbasierten Elektrophoresetechnologie unter Verwendung einer 10 kDa-CTA-Membran
bei beiden Symmetriezuständen die höchste endo-osmotische Geschwindigkeit
zeigte. Dies lieferte die Grundlage für die verbleibenden experimentellen Vorgehensweisen
unter Verwendung von CTA-Membranen. Aus Konsistenzgründen wurden alle verbliebenen
CTA-Experimente in der Einzelstrom-Konfiguration unter Verwendung einer 10 kDa-Membran
mit der glänzenden Seite nach oben ausgeführt.
Endoosmose und Spannung bei Verwendung von CTA-Membranen.
Um zu bestimmen, ob die Endoosmose spannungsabhängig war, wurde
eine Reihe von Experimenten vorbereitet, bei denen die Volumenänderung aufgrund
von Endoosmose stattfand. Um zu untersuchen, ob die CTA-Endoosmose spannungsabhängig
war, wurde eine Elektrophoresevorrichtung in der Einzelstrom-Konfiguration aufgebaut
mit gekühltem TB pH 9,0 im Puffertank und einer Patrone, die aus einer Polyacrylamid
(PA)-Begrenzungsmembran und oben einer CTA-Trenn- und, oder volumensteuernden Barrieremembran
bestand. 50 mL 1 mg/mL BSA wurden 30 min lang durch die Patrone im Strom 2 der Vorrichtung
laufen gelassen. Die Volumenänderung wurde alle 5 min gemessen, und die Konzentration
im Anfangs- und Endstrom 2 wurde durch Spektrophotometrie (A280) bestimmt.
Der obige experimentelle Aufbau wurde mit 50 V-Inkrementen von 0 V bis 300 V (1A,
300 W) wiederholt.
Die experimentellen Daten zeigten, dass die Geschwindigkeit des Volumenverlustes
bei steigender Spannung linear anstieg (7). Die Ergebnisse
legten nahe, dass die endoosmotische Geschwindigkeit in Verbindung mit CTA als Volumenkontrollbarriere
durch das Verändern der Spannung bei Vorgehensweisen, bei denen die Flüssigkeitsvolumenübertragung
ein wichtiger Punkt ist, gesteuert werden kann. Jedoch verringerte sich die Menge
des wiedergewonnenen BSA bei steigender Spannung (8).
Die verringerte Wiedergewinnung von BSA wurde darauf zurückgeführt, dass
die erhöhte Spannung das BSA in die Begrenzungs-PA-Membran
zwang.
Endoosmose und Spannung bei Verwendung von PVAI-Membranen
Um zu bestimmen, ob die Endoosmose unter Verwendung von PVAI-Membranen
spannungsabhängig war, wurden Experimente unter Verwendung des Verfahrens ausgeführt,
das für CTA-Membranen verwendet wurde und das im obigen Abschnitt beschrieben
ist.
Die experimentellen Daten zeigten, dass die Geschwindigkeit der Volumenverringerung
bei steigender Spannung ebenfalls stieg (9). Jedoch
war die Korrelation nicht so linear, wie diejenige, die bei Verwendung von CTA-Membranen
erreicht wurde. Ein Vergleich von CTA- und PVAI-Elektroendoosmose-Geschwindigkeiten
bei Verwendung von 200 V in einer Vorrichtung mit Einzelstrom-Konfiguration mit
BSA ergab im Vergleich zu CTA einen 4-fachen Anstieg der Elektroendoosmose-Geschwindigkeit,
wenn PVAI verwendet wurde. Es gab keine Veränderung der Elektroendoosmose-Geschwindigkeit,
wenn PA-Membranen verwendet wurden.
Endoosmose und pH bei Verwendung von CTA-Membranen
Um zu bestimmen, ob die Endoosmose pH-abhängig war, wurde eine
Reihe von Experimenten verglichen, bei denen die Volumenverringerung aufgrund von
Elektroendoosmose stattfand. Um zu untersuchen, ob die CTA-Endoosmose pH-abhängig
war, wurde eine Elektrophoresevorrichtung in der Einzelstrom-Konfiguration mit gekühltem
TB pH 9,0 im Puffertank und einer Patrone aufgebaut, die aus einer PA-Membranbegrenzung
am Boden und oben einer CTA-Trenn- und, oder einer Barrieremembran zur Volumensteuerung
bestand. Man ließ 50 ml 1 mg/mL BSA durch die Patrone im Strom 2 der Vorrichtung
30 Min. lang und bei 250 V (1A, 300W) laufen. Die Volumenänderung wurde alle
5 Min. gemessen, und die Konzentration des Anfangs- und Endstroms 2 wurden durch
Spektrophotometrie (A280) bestimmt. Der obige experimentelle Aufbau wurde
von pH 4,0 bis pH 9,0 mit pH-Inkrementen von 0,5 wiederholt.
Die experimentellen Daten legten nahe, dass die Geschwindigkeit der
Volumenverringerung bei steigendem pH stieg (10). Jedoch
wies jeder Puffer seine eigenen Schwankungen auf, was nahelegt, dass die pH-abhängigen
Endoosmose-Geschwindigkeiten möglicherweise für individuelle Anwendungen
und Puffersysteme bestimmt werden müssen.
Endoosmose-Steuerung und Isolierung von Fibrinogen
Um zu überprüfen, ob die endo-osmotische Geschwindigkeit
mit einer geladenen Membran gesteuert werden konnte, wurde eine Vorgehensweise mit
einer hohen endo-osmotischen Geschwindigkeit untersucht. Die Isolierung von Fibrinogen
aus Kryopräzipitat war die Vorgehensweise mit einer hohen endo-osmotischen
Geschwindigkeit. Das Isolieren von Fibrinogen aus dem Kryopräzipitat führte
typischerweise zu einer Erhöhung des Volumens von Strom 1 um einen Faktor von
5 bis 8, wobei während des Reinigungsvorgangs Flüssigkeit aus dem Strom
2 gezogen. Um die Wirkung der Veränderung der Ansammlung von Flüssigkeit
in Strom 1 zu überprüfen, wurde Fibrinogen unter Verwendung von vier verschiedenen
Verfahren aus einem Kryopräzipitatvorrat (eine 1:3-Verdünnung der Kryopräzipitatvorratslösung
wurde vorbereitet und als Ausgangsmaterial für alle drei Verfahren verwendet)
isoliert.
Verfahren 1: Standardisolierung von Fibrinogen unter Verwendung einer
Elektrophoresevorrichtung mit einer 700-1500-700 kDa PA-Membran-Patrone bei 250
V (1A, 300W). Der Puffertank enthielt gekühlten TB pH 9,0, 30 mL 1:3-verdünnte
Kryopräzipitatvorratslösung wurde in Strom 1 und 10 ml TB pH 9,0 in Strom
2 eingebracht. Die Änderung des Volumens von Strom 1 wurde alle 15 min zusammen
mit einer spektrophotometrischen (OD280) Anzeigenwert von Strom 2 festgehalten.
Strom 2 wurde alle 30 Minuten geerntet, der Puffer ersetzt und die Spannung 2 Minuten
lang umgekehrt (um den Schmutz auf der Membran zu entfernen).
Verfahren 2: Ähnlich wie Verfahren 1 mit der Ausnahme, dass die
obere Begrenzungsmembran (700 kDa PA-Membran) durch eine 10 kDa-CTA-Volumensteuerungs-Barrieremembran
ersetzt war.
Verfahren 3: Zwei membranbasierte Elektrophoresevorrichtungen wurden,
mit getrennten Energieversorgungen und, wie in 11 gezeigt,
miteinander verbunden, verwendet. Die Vorrichtung 1 wurde vorbereitet und laufen
gelassen wie bei Verfahren 1 beschrieben ist (beachte: die 700 kDa-Begrenzungsmembranen
waren durch 500 kDa Begrenzungsmembranen ersetzt), jedoch wurde die Vorrichtung
2 mit einer 5 kDa PA-Membran (unten) und einer 10 kDa-CTA-Membran (oben) als ein
Einzelstrom konfiguriert. Die Vorrichtung 2 wurde mit dem Strom 1 von Vorrichtung
1 verbunden und fungierte durch das Steuern der endo-osmotischen Geschwindigkeit
mit der getrennten Energieversorgung als ein Strom 1-Konzentrator. Mit Hilfe der
Daten, die aus den Spannungsabhängigkeitsexperimenten oben erhalten wurden,
wurde eine Spannung gewählt, die zu der endo-osmotischen Geschwindigkeit von
Verfahren 1 passte. Die Spannung der Vorrichtung 2 betrug 250 V (1A, 300W).
Verfahren 4: Ähnlich wie Verfahren 1, mit der Ausnahme, dass
die Begrenzungsmembran oben durch eine PVAI-Membran ersetzt ist.
Es wurde festgestellt, dass die Verwendung von CTA während der
Fibrinogenisolierung das Ausmaß der Endoosmose (12)
um einen Faktor 2 (Verfahren 2) bis 6 (Verfahren 3) verringert. Unter Verwendung
einer getrennten Energieversorgung und einer Vorrichtung mit einer Konzentratorpatrone
wurde die Endoosmosegeschwindigkeit von Strom 1 bei einer geringen endo-osmotischen
Geschwindigkeit aufrechterhalten, ohne die Spannung zu verändern (die Spannung
wurde bei konstanten 250 V eingestellt). Anders als bei Verfahren 3 erforderte das
Volumen von Strom 2 bei den Verfahren 1 und 2 eine kontinuierliche Überwachung
und ein kontinuierliches Auffüllen.
Mit dem Verfahren 1 wurden aus einem Vorrat an Kryopräzipitatlösung
34,8% Fibrinogen isoliert, wohingegen mit dem Verfahren 2 42,6% Fibrinogen und mit
dem Verfahren 3 53,5% Fibrinogen (12) isoliert wurden.
Insgesamt schienen die Verfahren 2 und 3 aufgrund der hohen prozentualen Wiedergewinnung
und der Verringerung der Endoosmose-Geschwindigkeit kommerziell einsetzbar zu sein.
Die Verwendung von PVAI während einer Fibrinogenisolierung führte
zu einer 4-fachen Steigerung der Proteinübertragungsgeschwindigkeit in der
Vorrichtung (Tabelle 1). Die Verwendung von PVAI als Begrenzungsmembran oben, um
die Elektroendoosmose zu verringern, führte zu einer Steigerung der Proteinübertragung
von 44,7% auf 77,3%. Diese Ergebnisse zeigen auch, dass die Verwendung von PVAI
die Wiedergewinnungszeit verringern oder verbessern kann. Wenn PA-Membranen verwendet
wurden, wurden 32,5 mg Fibrinogen nach 120 Minuten wiedergewonnen, wohingegen unter
Verwendung von PVAI 36,1 mg Fibrinogen in 30 Minuten wiedergewonnen wurden. Die
Verwendung von PVAI erlaubte daher, dass in einem Viertel der Zeit mehr Fibrinogen
entfernt werden konnte.
Tabelle 1: Vergleich der Proteinübertragung während der Fibrinogenisolierung.
Die Tabelle vergleicht die Verwendung von PAM und PVAI während der Fibrinogenisolierung.
Kontrolle
PVAI als obere Membran
Ingesamt wiedergewonnenes Protein
24,3%
31,3%
Nach 30 Minuten insgesamt wiedergewonnenes Protein
44,7%
77,3%
Wiedergewinnung Vergleich
32,5 mg/120 min (0,27 mg/min)
36,1 mg/30 min. (1,20 mg/min)
Elektroendoosmose (mL/min)
1,71
0,00
Gleichzeitige Trennung und Konzentrierung von Rinder-Prionenprotein (PrP)
aus Rinderhirn-Homogenat unter Verwendung einer PVAI-Membran
Eine andere Anwendung der membranbasierten Elektrophorese stellt die
gleichzeitige Trennung und Konzentrierung des Rinder-Prionenproteins (PrP) aus Rinderhirn-Homogenat
dar unter Verwendung einer PVAI-Membran als Begrenzungsmembran oben, die den Strom
1 von der ersten Elektrodenzone trennt. Typischerweise verursachte die Elektroendoosmose
während der Trennungsexperimente mit PrP eine Erhöhung des Volumens des
Ausgangsmaterials. Mit der Einführung von PVAI als Begrenzungsmembran oben
wurde die Elektroendoosmose-Geschwindigkeit jedoch verringert.
In 13 ist ein Vergleich einer typischen
PrP-Trennung und einer Trennung und Konzentrierung von PrP unter Verwendung von
PVAI dargestellt. Teil A von 13, eine SDS-PAGE von
den Proben aus den beiden Elektrophoreseexperimenten, zeigt die Übertragung
von Protein von dem Strom 1 in den Strom 2. Während Teil B von 13
der entsprechende Western-Blot von mit anti-PrP R029 (Prionics, Schweiz) hybridisierten
Proben ist.
Normalerweise wird die Trennung von PrP 3 Stunden lang bei 250 V unter
Verwendung einer Patrone mit einer Trennmembran von 200 kDa und
zwei Begrenzungsmembranen von 5 kDa unter Verwendung von Tris-Borat-Puffer pH 9,0
(Teil A, Spuren 1–4) ausgeführt, den Bedingungen, unter denen PrP im
Strom 1 verbleibt (Teil B, Spuren 1–4). Wenn die gleichen Bedingungen verwendet
wurden, aber die Begrenzungsmembran oben durch eine PVAI-Membran ersetzt war, wurde
eine gleichzeitige Trennung und Konzentrierung von PrP aus Rinderhirn-Homogenat
erreicht.
Die Verwendung von PVAI führte zu einer 5-fachen Verringerung
des Volumens von Strom 1 am Ende des Experimentes und somit zu einer klaren Erhöhung
der Konzentration von PrP, die durch eine Erhöhung der Intensität der
PrP-Bande auf dem Western-Blot (Teil B) nachgewiesen wurde.
SCHLUSSFOLGERUNG
Die höchste endo-osmotische Geschwindigkeit wurde bei beiden
Symmetriezuständen unter Verwendung einer Elektrophoresevorrichtung mit Einzelstromkonfiguration
und einer 10 kDa-CTA-Membran erreicht. Die Identifizierung der Konfiguration mit
der höchsten endoosmotischen Geschwindigkeit erlaubte Experimente, um diese
Geschwindigkeit zu steuern. Die Analyse, ob die Endoosmose spannungsabhängig
war, zeigte, dass die Geschwindigkeit des Volumenverlustes bei steigender Spannung
linear anstieg. Daher kann das Erhöhen der Spannung eines Systems die Wirkung
der Endoosmose durch Elektroosmose verringern. Die Beziehung zwischen dem pH und
der Endoosmose legt nahe, dass jedes Puffersystem seine eigenen Variablen aufweist,
und dass der pH möglicherweise auf der Grundlage einer individuellen Anwendung
untersucht werden muss, um eine optimale Trennung und/oder Konzentrierung zu erhalten.
Um zu überprüfen, ob die endo-osmotische Geschwindigkeit
mit einer geladenen Membran (CIA) gesteuert werden konnte, wurde eine Prozedur mit
einer hohen endo-osmotischen Geschwindigkeit untersucht. Die Isolierung von Fibrinogen
aus Kryopräzipitat war die Prozedur mit einer hohen endo-osmotischen Geschwindigkeit.
Drei Experimente wurden verwendet, um die Steuerung von Endoosmose zu untersuchen.
Das erste Experiment war eine Kontrolle, die die Endoosmose-Geschwindigkeit eines
Standard-Fibrinogen-Isolierungslaufs identifizierte. Zum zweiten Experiment gehörte
das Verringern der endo-osmotischen Geschwindigkeit durch das Ersetzen der PA-Membranbegrenzung
oben durch CTA. Beim letzten Experiment wurde eine zweite Vorrichtung in einer Einzelstrom-Konfiguration
(CTA-Membran oben und PA-Membranen am Boden) verwendet, die das Strom 1-Volumen
der ersten Vorrichtung steuerte. Jede Vorrichtung besaß ihre eigene Energieversorgung.
Daher konnte die Geschwindigkeit der Elektroosmose in der Vorrichtung 2 durch das
Verändern der Spannung (passend zur endoosmotischen Geschwindigkeit) gesteuert
werden. Die Ergebnisse dieser Experimente zeigten, dass die endo-osmotische Geschwindigkeit
von Strom 1 auf diese Weise gelenkt werden konnte, was die gesamte Wiedergewinnung
an Fibrinogen erhöhte und die Reinigung beschleunigte.
Die Steuerung der endo-osmotischen Geschwindigkeit findet auch bei
Untersuchungen hinsichtlich PrP Anwendung. Die Verwendung von PVAI zeigt ein Verfahren
zur gleichzeitigen Konzentrierung und Trennung von PrP. Dieses Verfahren findet
neben dem Prionen-Nachweis und der Prionen-Diagnostik Anwendungen in der Produktreinigung.
Elektroendoosmose-Vorrichtungskonfigurationen für monoklonale Antikörper/rekombinante
Reinigungen/Konzentrierung
Die vorliegende Erfindung ist bei der gleichzeitigen Reinigung und
Konzentrierung von Proteinen, die rekombinant oder durch Gewebekulturmittel erzeugt
werden und in einer verdünnten Form in großen Flüssigkeitsvolumina
hergestellt werden, besonders anwendbar. Die Verwendung des Verfahrens und der Vorrichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung erlaubt zahlreiche Konfigurationen, bei
denen eine gleichzeitige Reinigung und Konzentrierung/Volumenkontrolle stattfinden
kann.
Reinigungsvorgänge können eine von zwei allgemeine Formen
annehmen:
- – Übertragung des Zielproteins weg von Verunreinigungen, die im
Einspeisungsstrom (Probe) verbleiben,
- – Übertragung von Verunreinigungen weg vom Zielprotein, das in dem
Einspeisungsstrom (Probe) verbleibt.
Bei der ersten Form wird die Geschwindigkeit der Übertragung
des Zielproteins bei abnehmender Konzentration des Zielproteins ebenfalls fallen,
was zu einer langsameren Reinigung führt. Der Beitrag der Endoosmose kann auch
das Einspeisungsstromvolumen erhöhen, was die Reinigung weiter verlangsamt.
Die Fahigkeit, das Volumen des Einspeisungsstroms zu konzentrieren oder zu steuern,
erlaubt, dass die Übertragung des Zielproteins bei der höchstmöglichen
Geschwindigkeit aufrechterhalten wird.
Bei der zweiten Form wird sich die Reinigung bei abnehmender Konzentration
der Verunreinigungen im Einspeisungsstrom ebenfalls verlangsamen, was die Reinigungszeit
verlängert. Die Fähigkeit, den Einspeisungsstrom, wo sich das Produkt
ansammelt, zu konzentrieren, wird die Geschwindigkeit der Reinigung durch das Aufrechterhalten
der Übertragungsgeschwindigkeit von Verunreinigungen aus dem Zielprotein erhöhen
und gleichzeitig ein aufkonzentriertes Zielprotein liefern.
Diese beiden Techniken sind hinsichtlich eines jeden Proteins (oder
einer anderen Verbindung) anwendbar, das in geringen Konzentrationen im Einspeisungsstrom
vorhanden ist, insbesondere bei rekombinanten und monoklonalen Antikörper (Mab)-Proteinen,
die routinemäßig bei Konzentrationen zwischen 5 und 100 &mgr;g/mL im
Gewebekulturmedium erzeugt werden.
Mehrere Konfigurationen der membranbasierten Elektrophoresevorrichtung
können verwendet werden, um die gleichzeitige Reinigung und Konzentrierung
eines Produktes zu bedingen, das bei geringen Konzentrationen in einem großen
Volumen vorhanden ist.
ANWENDUNGEN
Konfiguration 1
Gleichzeitige Konzentrierung und teilweise Reinigung (Fig. 14).
In einer einzelnen Vorrichtung, die einen Probenstrom (Strom 1) und
einen Trennungsstrom (Strom 2) aufweist, wird oben eine Begrenzungsmembran mit Elektroendoosmose-Eigenschaften
verwendet, um Wasser aus dem großen Volumen des verdünnten Einspeisungsstroms
zu ziehen. Die Bedingungen sind so gewählt, dass einige oder idealerweise alle
Verunreinigungen auf den zweiten Strom übertragen werden, während das
Zielprotein (und möglicherweise einige verbleibende Verunreinigungen) durch
Elektroendoosmose in dem Einspeisungsstrom konzentriert werden.
Bei einem anderen Beispiel dieses Verfahrens wurden 130 ml Einspeisungsstrom
in 180 Minuten auf 10 ml (13-fache Konzentration) konzentriert, während erhebliche
Mengen der Albumin- und Transferrin-Verunreinigungen aus dem zweiten Strom entfernt
wurden. Die Ergebnisse der PAGE-Analyse sind in 15
und 16 gezeigt. Dieses Beispiel lieferte die teilweise
Reinigung des Zielmoleküls und eine erhebliche Konzentrierung des Produktes.
Das bereitgestellte Beispiel wurde unter Verwendung von Gewebekulturüberstand,
der 10% FCS enthielt, ausgeführt. Diese Konfiguration ist für serumfreie
Medien, bei denen das Zielprotein einen erheblichen Teil des Gesamtproteins ausmacht,
noch geeigneter. Dieses Verfahren konnte mit Veränderungen der Trennmembran
und der Pufferbedingungen sowie des Ausschlusses der Elektroendoosmosemembran verbessert
werden.
Die Antikörper-Konzentrierung wurde über eine Zeitspanne
von 3 Stunden über 10-fach erhöht. Die relative Konzentration von Verunreinigungen
wurde während dieser Zeit durch das Übertragen der Verunreinigungen in
einen zweiten Strom verringert (16).
Die Daten in 15 und 16
zeigen, dass Verunreinigungen selektiv aus dem Einspeisungsstrom und ohne Verlust
des Zielproteins entfernt wurden, was eine teilweise Reinigung des Zielproteins
anzeigt.
Konfiguration 2
Gleichzeitige Konzentrierung und Reinigung des Zielproteins unter Abreicherung
von Verunreinigungen im Einspeisungsstrom und Elektroendoosmosesteuerung des Einspeisungsstromvolumens
(Fig. 17).
Unter Verwendung von zwei Vorrichtungen wurde eine Vorrichtung konfiguriert,
um Zielprotein in einen getrennten Produktstrom weg von den Verunreinigungen, die
in dem Einspeisungsstrom verblieben, zu übertragen. In einer getrennten Vorrichtung
wurde eine Patrone unter Verwendung einer Elektroendoosmose-Begrenzungsmembran oben
verwendet, um den Einspeisungsstrom zu konzentrieren und damit die Übertragungsgeschwindigkeit
des Zielproteins in der ersten Trenneinheit aufrechtzuerhalten. In dem unten angegebenen
Beispiel wurde die zweite Vorrichtung auch so konfiguriert, um die Übertragung
von Verunreinigungen aus dem Einspeisungsstrom in den Pufferstrom des zweiten Instrumentes
zu erlauben und dadurch die Verunreinigungen im Einspeisungsstrom zu verringern.
In einem Beispiel dieses Verfahrens wurde ein 130 ml Einspeisungsstrom
über eine Zeitspanne von 180 Minuten auf 100 ml konzentriert,
während Albumin- und Transferrin-Verunreinigungen zu dem Pufferstrom der zweiten
Vorrichtung entfernt wurden. Dies lieferte eine hervorragende Reinigung des Zielproteins,
eine erhebliche Konzentrierung des Produktes durch das Übertragen des Produktes
auf ein kleines Stromvolumen, erlaubte aber auch das Reinigen und Konzentrieren
des Einspeisungsstroms, um die Übertragung des Zielproteins zu erhöhen.
Das angegebene Beispiel wurde mit dem Überstand aus einer Gewebekultur, der
10% fötales Kalberserum (FCS) enthielt, ausgeführt. Dieses Verfahren könnte
durch die Verwendung einer Elektroendoosmosemembran, die zu einer größeren
Flüssigkeitsübertragung fähig ist, oder durch die Verwendung einer
Elektroendoosmosemembran, die in der Lage ist, Flüssigkeit zu der positiven
Elektrode zu ziehen, verbessert werden.
18 zeigt eine PAGE-Analyse von Ergebnissen des obigen
Experimentes. Der Einspeisungsstrom wurde im Verlauf des Experimentes konzentriert,
aber es wurden auch die Mengen darin enthaltener verunreinigender Proteine verringert.
Die Verringerung von Verunreinigungen erhöht durch das Vereinfachen der Inhalte
des Einspeisestroms die Übertragung des Zielproteins in den Produktstrom.
19 zeigt eine PAGE der endgültigen Reinigungsergebnisse
des obigen Experimentes. Das Zielprotein wurde gereinigt und in den Produktstrom
konzentriert. Die Übertragungsgeschwindigkeit in den Produktstrom wurde durch
das Konzentrieren des Einspeisungsstroms aufrechterhalten. Wenn die Konzentration
des Zielmoleküls im Einspeisungsstrom verringert wurde, verlangsamte sich die
Übertragungsgeschwindigkeit, es sei denn, das Einspeisestromvolumen wurde verringert.
Diese Volumenverringerung würde eine Störung durch die erhöhte Konzentration
von Verunreinigungen bedingen, es sei denn, der Einspeisungsstrom würde auch
bezüglich der Verunreinigungen abgereichert.
Alternative Konfigurationen, bei denen die Elektroendoosmose verwendet
werden kann, um Zielproteine aus verdünnten Ausgangsmaterialien zu reinigen
und zu konzentrieren.
Konfiguration 3
Das Zielmolekül wird in den zweiten Strom übertragen, und
der Einspeisungsstrom wird konzentriert.
Eine Einzelvorrichtung, die wie in 20
gezeigt konfiguriert ist, weist einen Probenstrom, (Strom 1), der eine zu behandelnde
Probe enthält, und einen Trennstrom (Strom 2) auf, in den eine ausgewählte
Verbindung durch Elektrophorese übertragen wird. Eine obere Begrenzungsmembran
mit Elektroendoosmose-Eigenschaften wird verwendet, um Wasser aus dem Probenstrom
zu ziehen. Die Bedingungen sind so gewählt, dass einige oder idealerweise alle
der ausgewählten Verbindungen in den zweiten Strom übertragen werden,
während die Probe durch Elektroendoosmose im Einspeisungsstrom konzentriert
wird, um die Flussrate des Produktstromes aufrechtzuerhalten.
Konfiguration 4
Übertragung des Produktes in Strom 1, während Strom 2 konzentriert
und optional gereinigt wird, wobei Verunreinigungen in den Pufferstrom oder in einen
optionalen dritten Strom übertragen werden.
Eine wie in 21 gezeigt konfigurierte
Einzelvorrichtung, die einen Probenstrom (Strom 1), der eine zu behandelnde Probe
enthält, und einen Trennstrom (Strom 2), in den eine ausgewählte Verbindung
durch Elektrophorese übertragen wird, aufweist. Eine obere Begrenzungsmembran
mit Elektroendoosmose-Eigenschaften wird verwendet, um Wasser aus dem Probenstrom
durch die dritte Membran zu treiben. Die Bedingungen sind so gewählt, dass
etwas oder idealerweise alles von einer ausgewählten Verbindung in den zweiten
Strom übertragen wird, während die Probe durch Elektroendoosmose im Einspeisungsstrom
konzentriert wird, um die Flussrate der Verbindung im Probenstrom aufrechtzuerhalten.
Konfiguration 5
Verwendung einer Elektroendoosmosemembran auf beiden Seiten des Einspeisungsstroms,
um die Konzentrierungswirkung zu verstärken, wobei der Molekülmassenausschluss
der Elektroendoosmose-membranen so gewählt ist, dass er die Übertragung
von Verunreinigungen weg von dem Zielprotein gestattet, das im zentralen Einspeisungsstroms
verbleibt und konzentriert wird.
Eine wie in 22 gezeigt konfigurierte
Einzelvorrichtung, die einen Probenstrom (Strom 1) aufweist, der eine Probe, die
zu konzentrieren und aufzureinigen ist, und einen oberen und unteren Strom (Strom
2 und 3) umfasst, in die Wasser und unerwünschte Verunreinigungen
durch Elektrophorese übertragen werden. Zwei Begrenzungsmembranen mit Elektroendoosmose-Eigenschaften
bilden den Probenstrom und werden verwendet, um Wasser aus dem Probenstrom durch
den oberen und den unteren Strom zu treiben. Die Bedingungen sind so gewählt,
dass einige oder idealerweise alle Verunreinigungen auf den zweiten oder dritten
Strom übertragen werden, während die Probe durch Elektroendoosmose im
Einspeisungsstrom konzentriert wird.
Konfiguration 6
Verwendung von zwei Elektrophoresevorrichtungen für getrennte Konzentrierungs-
und Reinigungsfunktionen.
Dieses Beispiel verwendet zwei Vorrichtungen, wie in 23
gezeigt ist. Eine Vorrichtung ist so konfiguriert, dass ein Zielprotein in einen
getrennten Produktstrom und weg von den Verunreinigungen, die in dem Probenstrom
verblieben sind, übertragen werden. In einer getrennten Vorrichtung entfernen
eine Patrone, die oben eine elektro-endo-osmotische Begrenzungsmembran verwendet,
und zwei andere Membranen, die zwei Ströme zum Konzentrieren des Probenstroms
bilden, Verunreinigungen und halten die Übertragungsgeschwindigkeit des Zielproteins
in der ersten Trenneinheit aufrecht.
Konfiguration 7
Eine wie in 24 gezeigt konfigurierte
Einzelvorrichtung, die einen Probenstrom (Strom 1) aufweist, der eine zu konzentrierende
und zu reinigende Probe enthält. Eine Begrenzungsmembran mit Elektroendoosmose-Eigenschaften
wird verwendet, um Wasser aus dem Probenstrom durch eine Elektrodenzone auszutreiben,
um eine konzentrierte Probe zu erzeugen.
In Abhängigkeit von dem Zielprotein und den Verunreinigungsprofilen
des Einspeisungsstroms sind unter Verwendung von verschiedenen Membranchemien und
Pufferkombinationen, die Volumenflüssigkeit in die erforderlichen Richtungen
treiben, und von dem Molekülmassenausschluss von Membranen, der auf die optimale
Übertragung von Verunreinigungen oder Zielproteinen abgestimmt ist, viele andere
Konfigurationen möglich.
Es wird durch Fachleute auf dem Gebiet anerkannt werden, dass zahlreiche
Variationen und/oder Modifikationen an der Erfindung, wie sie in den spezifischen
Ausführungsformen gezeigt ist, vorgenommen werden können, ohne dass vom
Geist oder Umfang der Erfindung, wie er breit beschrieben ist, abgewichen wird.
Die vorliegenden Ausführungsformen sind somit in jeder Hinsicht als veranschaulichend
und nicht als beschränkend zu verstehen.