Gebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Gasturbinenmaschine, insbesondere eine
kanalintegrierte Diffusoranordnung zum Außenlenken einer Strömung von
verdichteter Luft von einem Zentrifugalverdichterlaufrad zu einer axial nach hinten
aufgeweiteten Strömung.
Hintergrund der Erfindung
Der Verdichterabschnitt einer Gasturbinenmaschine weist einen Diffusor
strömungsaufwärts der Verdichterturbine und ein Zentrifugallaufrad strömungsaufwärts
der Brennkammereinrichtung auf. Die Funktion eines Diffusors ist es, die Geschwindigkeit
der verdichteten Luft zu verringern und gleichzeitig den statischen Druck zu erhöhen
und so die Luft für den Eintritt in die Brennkammereinrichtung bei einer niedrigen
Geschwindigkeit vorzubereiten. Luft mit hohem Druck und niedriger Geschwindigkeit,
die im Brennkammerabschnitt bereitgestellt wird, ist essentiell für eine korrekte
Brennstoffvermischung und eine effiziente Verbrennung.
Die vorliegende Erfindung ist insbesondere anwendbar auf Gasturbinenmaschinen,
welche ein Zentrifugallaufrad bei der Hochdruckstufe des Verdichters aufweisen.
Laufräder werden generell in kleineren Gasturbinenmaschinen verwendet. Ein
Verdichterabschnitt kann Verdichterstufen mit Axialströmung oder gemischter
Strömung mit dem Zentrifugallaufrad als den Hochdruckabschnitt aufweisen oder
alternativ können ein Niederdrucklaufrad und ein Hochdrucklaufrad in Serie
verbunden sein.
Das Zentrifugalverdichterlaufrad saugt Luft axial bei einem kleinen
Durchmesser an. Das Rotieren des Laufrads erhöht die Geschwindigkeit der Luftströmung,
wenn die Eintrittsluft über Laufradaustrittskanäle mit der Zentrifugalkraft
in eine Strömung radial nach außen gelenkt wird. Um die Radialströmung
der das Laufrad verlassenden Luft zu einer axialen Ringströmung zur Bereitstellung
an die Brennkammereinrichtung umzulenken, ist die Diffusoranordnung auch vorgesehen,
um die Luft von einer Radialströmung zu einer Axialströmung umzulenken
und die Geschwindigkeit zu verringern und den statischen Druck zu erhöhen.
Eine konventionelle Diffusoranordnung weist generell einen maschinell
bearbeiteten Ring auf, der die Peripherie des Laufrads umgibt, um die radiale Luftströmung
zu fangen und sie durch generell tangentiale Öffnungen in eine Anordnung von
Diffusorrohren umzulenken. Die Diffusorrohre sind generell mit dem Ring verlötet
oder mechanisch verbunden und haben nach hinten einen zunehmenden Querschnitt.
Die Herstellung der Diffusorrohre ist extrem komplex, da sie einen
aufgeweiteten inneren Durchgangsweg haben, der sich von einer generell radialen
Tangentialrichtung zu einer Richtung axial nach hinten krümmt. Jedes Rohr muss
auf enge Toleranzen individuell hergestellt werden und dann an den maschinell bearbeiteten
Diffusorring angebaut werden. Komplizierter Werkzeugeinsatz und arbeitsintensive
Herstellungsverfahren führen zu relativ hohen Kosten für die Herstellung
der Diffusoren.
Beim Betrieb verursachen Diffusoren häufig Probleme, die sich
aus Schwingungen der einzelnen Diffusorrohre ergeben. Um Schwingungsprobleme zu
beheben, können die Diffusorrohre miteinander verbunden sein oder sie können
während Wartungsverfahren ausbalanciert werden.
Von einem aeordynamischen Standpunkt her führt das Verbinden
der individuellen Diffusorrohre mit dem maschinell bearbeiteten Ring zu Oberflächenübergängen,
die nachteilig die Effizienz der Maschine beeinträchtigen. Im Inneren des Rohres,
wo dieses an die Öffnung in dem Ring anschließt, gibt es häufig eine
Stufe und einen Übergang, der durch Herstellungstoleranzen bei dem Zusammenbau
und dem Lötverfahren verursacht ist. Da die Luft in diesem Abschnitt mit extrem
hoher Geschwindigkeit strömt, kann die Störung der Luftströmung und
die Widerstandszunahme bei dem Strömen der Luft über unpräzise passende
Übergänge zu sehr hohen Effizienzverlusten führen. Generell ist die
konventionelle Konstruktion von Diffusoren nicht optimal, da deren komplexe Struktur
einen Kompromiss zwischen den gewünschten aerodynamischen Eigenschaften und
den praktischen Grenzen der Herstellungsverfahren erfordert. Beispielsweise sind
die Öffnungen in dem Diffusorring in ihrer Form auf zylinderförmige Bohrungen
oder konische Bohrungen beschränkt infolge der Einschränkungen bei wirtschaftlichen
Bohrverfahren. Die Form der Diffusorrohre selbst ist auch durch die praktischen
Überlegungen der Herstellung derer komplexer Geometrien beschränkt. Generell
werden die Diffusorrohre mit einer konischen Gestalt hergestellt und vor dem Löten
in ihre endgültige schraubenförmige Gestalt gebogen. Ob diese konische
Gestalt optimal für die aerodynamische Effizienz ist oder nicht, wird gegenüber
den Überlegungen der wirtschaftlichen Herstellung nachrangig.
Um dem mit Diffusoranordnungen des Stands der Technik einhergehenden
Werkzeugaufwand und die entsprechenden Herstellungskosten zu verringern und um die
Diffusorstruktur für verbesserte aerodynamische Effizienz und verbessertes
Schwingungsverhalten zu optimieren, ohne Augenmerk darauf zu legen, wie der Diffusor
tatsächlich hergestellt wird, ist eine verbesserte Diffusorkonstruktion von
Brand et al. in deren US Patentanmeldung mit der
Anmeldenummer 09/233,023 beschrieben, die der vorliegenden
Anmelderin gehört und am 20. Januar 1999 eingereicht wurde. Die verbesserte
Diffusorkonstruktion von Brand et al. ist einfach aus zwei konzentrisch ineinander
eingesetzte Schalen aufgebaut, die ineinander durch Löten verbunden sind, wobei
die Schalen jeweils gegenüberliegende zusammenpassende Nuten haben, die, wenn
die Schalen ineinander eingesetzt sind, eine Anordnung von Diffusorkanälen
definieren, die von einem inneren peripheren Verdichterlaufradgehäuse zu einem
ringförmigen axial gerichteten Außenrand gehen.
Die von Brand et al. beschriebene Diffusorkonstruktion verringert
signifikant den mit Diffusoranordnungen des Stands der Technik einhergehenden Werkzeugaufwand
und die entsprechenden Herstellungskosten, weil die einzelnen Rohre durch die Anordnung
von Diffusorkanälen ersetzt sind, die zwischen zwei konzentrisch ineinander
eingesetzten Schalen definiert sind. Dennoch erfordert das Zusammenpassen der gegenüberliegenden
Nuten an dem entsprechenden eingesetzten Schalen weiterhin einen relativ präzisen
Werkzeugaufwand und relativ präzise Herstellung, und es ist deshalb wünschenswert,
die Konstruktion der Diffusoranordnung weiter zu verbessern, um die Ziele besser
zu erreichen, auf die die von Brand et al. beschriebene Diffusoranordnung ausgerichtet
ist.
FR 2 581 135, gegenüber der der unabhängige
Anspruch gekennzeichnet ist, beschreibt eine Diffusoranordnung, welche Leitelemente
aufweist, die zwischen zwei entgegengesetzten Oberflächen angeordnet sind,
um Strömungswege zum Umlenken der radialen Gasströmung in eine ringförmige
Gasströmung zu definieren.
WO 97/19629 beschreibt einen Staubsauger
mit einem Zentrifugalgebläse und einem radial außerhalb von dem Zentrifugalgebläse
angeordneten Diffusor.
Es ist ein Ziel der Erfindung, eine Diffusoranordnung bereitzustellen,
welche die Werkzeug- und Herstellungskosten, die mit Diffusoranordnungen des Stands
der Technik einhergehen, signifikant reduziert.
Es ist ein weiteres Ziel der Erfindung, eine Diffusoranordnung bereitzustellen,
welche den Konstrukteuren von Gasturbinentriebwerken eine größere Flexibilität
schafft und es ihnen ermöglicht, die Diffusorstruktur für verbesserte
aerodynamische Effizienz und verbessertes Schwingungsverhalten zu optimieren, ohne
Belang auf die Art, auf die der Diffusor tatsächlich hergestellt werden wird.
Es ist ein weiteres Ziel der Erfindung, eine Diffusoranordnung bereitzustellen,
die eine kürzere Entwicklungszeit für neue Triebwerke und eine erheblich
kürzere Vorlaufzeit bei der normalen Produktion ist das Minimieren der für
die Produktion erforderlichen Arbeitsschritte hat.
Es ist ein weiteres Ziel der Erfindung, die inneren Querstufen zwischen
Diffusorrohren und einem separaten internen maschinell bearbeiteten Ring des Stands
der Technik zu eliminieren.
Es ist ein weiteres Ziel der Erfindung, das Gewicht von Maschinen
durch das Verringern der Anzahl von Teilen in einer Diffusoranordnung zu verringern
und gekrümmte oder variable Diffusorkanäle zu verwenden, um den Gasgenerator-Gehäusedurchmesser
zu verringern.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Gasturbinenmaschine
aufweisend ein Zentrifugalverdichterlaufrad und eine Diffusoranordnung gemäß
Anspruch 1 bereitgestellt.
Eine Diffusoranordnung zum Lenken einer Strömung von verdichteter
Luft mit einer Radialkomponente von einem Zentrifugalverdichterlaufrad zu einer
diffundierten oder aufgeweiteten Ringströmung mit einer Axialkomponente wird
bereitgestellt. Die Diffusoranordnung weist eine erste bahnenförmige Schale
mit einem ersten ringförmigen Diffusorbereich, einen ersten strömungsabwärtigen
ringförmigen Rand, der koaxial zu dem ersten ringförmigen Diffusorbereich
ist, und eine Oberfläche mit einer Mehrzahl von sich dazwischen erstreckenden
Nuten, die durch von Nahträndern getrennt sind, und eine zweite schalenförmige
Gehäuseschale mit einer zu dem ersten ringförmigen Diffusorbereich konzentrischen
zweiten ringförmigen Diffusorbereich, einer zu dem zweiten Diffusorbereich
koaxialen zweiten ringförmigen strömungsabwärtigen Rand und einer
glatten Rotationsoberfläche, die sich dazwischen erstreckt, auf. Die erste
und die zweite schalenförmige Gehäuseschale sind konzentrisch ineinander
eingesetzt. Die zweite Schale schließt die Nuten an der Rotationsoberfläche
und definiert so einen Diffusor an dem ersten und dem zweiten Diffusorbereich und
eine Mehrzahl von einzelnen Diffusorrohren, die sich von dem Diffusor zu dem ersten
und dem zweiten strömungsabwärtigen Rand erstrecken, wenn die Nahtränder
der ersten Schale an der Rotationsoberfläche der zweiten Schale befestigt sind.
Die erste Schale könnte eine innere Schale sein, wobei die Oberfläche
mit den Nuten eine Außenoberfläche davon ist, und die zweite Schale ist
entsprechend eine äußere Schale, wobei die Rotationsoberfläche eine
Innenoberfläche davon ist, oder umgekehrt.
Vorzugsweise sind die Nahtränder an Flächenbereichen angeordnet,
die sich lateral zwischen benachbarten Nuten erstrecken, und die Flächenbereiche
erstrecken sich kontinuierlich über die Länge der Nuten. Diese Konstruktion
verstärkt die Struktur, um einer Schwingung durch die Membranwirkung der Flächenbereiche
zu widerstehen, die vorzugsweise an der Rotationsoberfläche der zweiten Schale
angelötet sind. Die Schalen können einfach aus Metall hergestellt werden,
wobei die erste Schale beispielsweise aus Gussstücken und die zweite Schale
vorzugsweise aus Metallblech in einem Pressverfahren hergestellt wird, und so viel
Kosten und Zeit eliminiert werden können, die mit der Herstellung von Diffusoren
des Stands der Technik verbunden waren, die aus mehrfach gebogenen Rohren, die an
eine separat hergestellte Nabe angelötet wurden, aufgebaut waren.
Einige signifikante Vorteile ergeben sich aus dieser neuen Diffusorkonstruktion.
Die Produktionskosten sind verringert, da die Werkzeugkosten und die Herstellungskomplexität
dramatisch verringert sind, wenn lediglich zwei Schalenteile erforderlich sind.
Im Gegensatz dazu erfordern konventionelle Diffusoranordnungen die separate Herstellung
von mehreren einzelnen Diffusorrohren, die maschinelle Bearbeitung einer Diffusornabe
und das präzise Zusammenpassen und -löten der Rohre an die Nabe. Eine
bessere Leistung ergibt sich aus dem Eliminieren der inneren Querstufen, die bei
den Diffusoren des Stands der Technik an den Verbindungsstellen zwischen der Nabe
und jedem der Rohre vorhanden sind. Man erkennt, dass die Produktionskosten gegenüber
Diffusoranordnung weiter verringert sind, die durch die ineinander eingesetzten
Schalen gebildet sind, die jeweils gegenüberliegende passende Nuten haben,
wie sie bei der Diffusoranordnung von Brand beschrieben sind. Eine der mit Nuten
versehenen Schalen ist durch eine Abdeckschale mit einer glatten Rotationsoberfläche
ersetzt, die einfacher und weniger aufwändig herzustellen ist, beispielsweise
unter Verwendung eines Metallblechpressverfahrens. Außerdem ist das Zusammenpassen
der gegenüberliegenden Nuten an jeder Schale durch das Festigen der Nahtränder
zwischen den Nuten an der Gehäuseschale mit der Rotationsoberfläche der
Abdeckschale ersetzt, so dass die Herstellungskomplexität weiter verringert
ist.
Der Konstrukteur ist nun frei von vielen der Einschränkungen,
die durch konventionelle Diffusorherstellungsverfahren auferlegt waren. In einem
großen Maße sind konventionelle Diffusorkonfigurationen durch die Herstellungseinschränkungen
bestimmt. Viele Abwägungen zwischen Verdichterleistung und Verdichterherstellungskosten
beeinträchtigen die Effizienz von Diffusoren des Stands der Technik.
Die Erfindung löst jedoch den Konstrukteur von vielen durch die
Hertellungsverfahren des Stands der Technik vorgeschriebenen Überlegungen.
Unter Verwendung der eingesetzten Schalen der Erfindung werden die Gestalt und der
Querschnitt der Diffusorkanäle vollständig unabhängig in dem verwendeten
Herstellungsverfahren und erlauben es, die Diffusorkanalform für aerodynamische
und strukturelle Effizienz zu optimieren.
Durch die Übernahme gekrümmter oder variabler Diffusionsdiffusorkanäle
kann die Erfindung zu einem niedrigeren Gesamtmaschinengewicht führen, indem
der Gasgenerator-Gehäusedurchmesser verringert wird. Bei konventionellen Maschinen
stimmt der Durchmesser des Verdichterlaufrads zusammen mit der außen angeordneten
Diffusoranordnung in einem großen Maße den Gasgeneratorgehäusedurchmesser.
Jegliche Verringerung bei dem Außendurchmesser der Diffusoranordnung verringert
den Gasgenerator-Gehäusedurchmesser und führt zu kleineren Maschinen mit
niedrigerem Gewicht und verringertem Außenwiderstand. Die Erfindung verschafft
dem Konstrukteur die Freiheit, den Diffusoraußendurchmesser zu verringern,
indem er die Diffusorkanäle nach innen krümmt oder indem er für die
Diffusorkanäle variable Querschnittsprofile verwendet. Es ist auch möglich,
entweder die Gehäuseschale oder die Abdeckschale welche auch immer eine äußere
Schale ist, in die Gehäusewand des Gasgenerators zu integrieren, um zusätzlich
das Maschinengesamtgewicht zu verringern.
Die Dicke der Diffusorkanalwände kann für verbesserte Leistung
und minimales Gewicht optimiert sein. Falls erforderlich, können Verstärkungen
in ausgewählten Zonen erhöhter Dicke positioniert sein oder können
externe Verstärkungsrippen aufweisen, um Schwingungen zu kontrollieren, lokale
Belastungen aufzunehmen oder Verschleiß zu widerstehen.
Konstruktionsänderungen können mit einer beträchtlich
kürzeren Vorlaufzeit inkorporiert werden und eine Entwicklung neuer Triebwerke
kann viel schneller vonstatten gehen. Kein Werkzeugaufwand ist erforderlich, um
Prototyptestanlagen zu stellen. Beispielsweise können gesicherte Modelldaten
mit Laserphotolithographie Metallpulvergusstechniken verwendet werden, um schnell
Metallprototypen herzustellen.
Weitere Details der Erfindung und deren Vorteile werden aus der detaillierten
Beschreibung und den nachfolgenden eingeschlossenen Zeichnungen ersichtlich.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Zum leichteren Verständnis der Erfindung wird eine bevorzugte
Ausführungsform der Erfindung beispielhaft mit Bezugnahme auf die begleitenden
Zeichnungen beschrieben, für die gilt:
1 ist eine radiale Teilschnittansicht einer Diffusoranordnung
gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, die den Diffusorkanal
zum Lenken einer Auswärtsströmung von verdichteter Luft von einem Zentrifugalverdichterlaufrad
zu einer axialen nach hinten gerichteten aufgeweiteten Ringströmung;
2 ist eine Teilschnittansicht, die entlang der Linie
2-2 in 1 genommen ist und die schalenförmige Abdeckungs-
und Gehäuseschale zeigt, die ineinander eingesetzt sind, um eine Anordnung
von Diffusorkanälen zu bilden; und
3 ist eine Teilschnittansicht, die entlang der Linie
3-3 in 1 genommen ist und die Spiralrichtungen der
von dem Zentralverdichterlaufrad zu axial gerichteten Austrittsdüsen an den
Außenrand der Diffusoranordnung gehenden gekrümmten Diffusorkanäle
zeigt.
Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform
Es wird auf die Zeichnungen von 1 bis
3 Bezug genommen. Eine Diffusoranordnung gemäß
einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, generell mit dem Bezugszeichen
10 versehen, weist eine interne und externe schalenförmige Schale,
die konzentrisch ineinander eingesetzt sind und mit dem Bezugszeichen
12 bzw. 14 bezeichnet sind, auf. Die innere Schale 12
ist eine Gehäuseschale mit einem ringförmigen inneren Diffusorbereich
16 und einem äußeren umfangsmäßigen Rand
18, der koaxial zu dem inneren umfangsmäßigen Verdichterlaufradgehäuse
16 ist. Die externe Schale ist eine Abdeckschale mit einem ringförmigen
inneren Diffusorbereich 20 und einem äußeren Umfangsrand
22 koaxial zu dem inneren umfangsmäßigen Verdichterlaufradgehäuse
20. Wenn die Schalen 12 und 14, wie in 1
gezeigt, ineinander gesetzt sind, beinhalten die Gehäuse 14 und
16 die von dem Umfang des Laufrads 24 ausgehende nach außen
gerichtete Luftströmung, wenn dieses mit einer hohen Drehzahl in der durch
den in 3 gezeigten Pfeil R angezeigten Richtung rotiert.
Das Laufradgehäuse 16 der Gehäuseschale
12 weist vorzugsweise einen Schürzenbereich 26 auf, der unter
die Laufschaufeln des Laufrads 24 ragt, um die nach außen gerichtete
Luftströmung besser aufzunehmen. Die nach außen gerichtete Luftströmung,
die in den Diffusorbereichen 16 und 20 aufgenommen ist, wird zwischen
der Gehäuseschale 20 und der Abdeckschale 14 umgelenkt und
tritt durch Düsen 28, die entlang der äußeren Ränder
18 und 22 der entsprechenden Gehäuseschale 12 und
der Abdeckschale 14 gebildet sind, aus.
Um die Luftströmung von einer nach außen gerichteten Strömung
von dem Laufradgehäuse 16 und 20 mit einem hohen Druck zu
einer axial nach hinten gerichteten Strömung hinter den äußeren Rändern
18 und 22 umzulenken und aufzuweiten bzw. zu diffundieren, ist
eine Anordnung von Nuten, die in der äußeren Oberfläche der Gehäuseschale
12 gebildet sind, von einer glatten Rotationsoberfläche geschlossen,
die eine ringförmig kontinuierliche Innenoberfläche 32 der Abdeckschale
14 ist, was individuelle Diffusorkanäle definiert, wenn die Gehäuseschale
12 und die Abdeckschale 14 mit (nicht sichtbaren) Befestigungsmitteln
aneinander befestigt sind.
In der gezeigten Ausführungsform sind die Nuten 30 von
angrenzenden Nahträndern 34 getrennt, die an Flächenbereichen
36 angeordnet sind, die sich lateral zwischen benachbarten Nuten
30 erstrecken. Die Flächenbereiche 36 verlaufen in der gezeigten
Ausführungsform kontinuierlich über die Länge der Nuten
30. Die kontinuierlichen Flächernbereiche 36 verbinden benachbarte
Diffusorkanäle zusammen mit einer kontinuierlichen Membran, die an der Oberfläche
32 des Abdeckgehäuses 14 mit Befestigungsmitteln wie beispielsweise
Löten, Nieten, Verschrauben, Punktschweißen, Diffusionsschweißen
oder Fusionsschweißen befestigt werden kann. Um für eine gelötete
Version einen guten Kontakt während des Lötens sicherzustellen, kann die
Abdeckschale 14 in viele Segmente unterteilt sein, was einfach getan werden
kann, wenn die Abdeckschale 14 ein Metallblechteil ist, welches in einem
Pressverfahren hergestellt wird. Diese Schlitze können auch dazu dienen, mit
dem Lötmaterial während des Lötverfahrens gefüllt zu werden.
Aus Gründen der Einfachheit kann die Abdeckschale 14 ein rotationssymmetrisches
Teil sein, welches einfach herzustellen ist.
Die Gehäuseschale 12 ist vorzugsweise durch Gießen
oder in einen Plasmasprühverfahren hergestellt. Um einen präzisen Hals
(throat) und eine gute Messerkante herzustellen, ist die Gehäuseschale
12 an diesem Bereich maschinell bearbeitet, bevor die Abdeckschale angebracht
wird, wenn das erforderlich ist.
Die Dicke der Schalen 12 und 14 kann im Wesentlichen
vollständig gleichförmig sein, oder falls das zur Schwingungskontrolle,
zur strukturellen Festigkeit oder zur Verschleißbeständigkeit gewünscht
ist, können die Schalen 12 und 14 einfach mit vorausgewählten
Zonen erhöhter relativer Dicke ausgelegt sein.
Die Nuten 30 der Gehäuseschale 12 haben eine
Querschnittsfläche zunehmender Größe von dem Verdichterlaufradgehäuse
16 zu dem Außenrand 18. In der gezeigten Ausführungsform
sind die Nuten 30 U-förmig, wie in der 2
am deutlichsten gezeigt. Jedoch können die Nuten
30 auch V-förmig sein oder eine Kombination von U- und V-Form haben.
So hat in der gezeigten Ausführungsform die Nut 30 sowohl
eine Tiefe als auch eine Breite, die eine zunehmende Größe von dem Verdichterlaufradgehäuse
16 zu dem Außenrand 18 hat, wie in den 1
bzw. 3 gezeigt.
Man wird verstehen, dass die Gestalt und die Orientierung der in der
gezeigten Ausführungsform gezeigten Diffusorkanäle lediglich beispielhaft
sind. Ein signifikanter Vorteil der Erfindung ist es, als Konstrukteuren zu erlauben,
jegliche Querschnittsform oder Wegorientierung für die Diffusorkanäle
zu wählen, welche die Effizienz der Diffusoranordnung optimieren. Die U- oder
V-förmigen Kanalnuten 30 können ebenso einfach in jeder anderen
gewünschten Form hergestellt werden. Besonders vorteilhaft können die
Übergänge zwischen dem Verdichterdiffusor 16, 20 und
den Nuten 30 vollständig glatt ohne nachteilige Querstufen, die man
beim Stand der Technik findet, hergestellt werden. Die Form der Nuten
30 unmittelbar dem Verdichterlaufradgehäuse 16 benachbart
kann irgendeine optimale Gestalt sein, die von den Konstrukteuren festgelegt wird.
Im Gegensatz zu der Diffusoranordnung, die aus zwei ineinander eingesetzten Schalen
mit dem Zusammenpassen gegenüberliegender Nuten an jeder Schale gebildet ist,
ist bei der in dieser Ausführungsform gezeigten Diffusoranordnung
10 das Zusammenpassen gegenüberliegender Nuten an jeder Schale eliminiert
und die Gehäuseschale 12 in die Abdeckschale 14 in jeder
Winkelposition relativ zueinander eingesetzt werden und dabei können die Nahtränder
34 korrekt in der Oberfläche 32 der Abdeckschale
14 befestigt werden.
In dieser gezeigten Ausführungsform ist die Abdeckschale
14 eine Außenschale und die Gehäuseschale 12 ist eine
innere. Dennoch ist es eine Option für Konstrukteure, auszuwählen, dass
entweder eine Abdeckschale oder Gehäuseschale eine Außenschale sein könnte.
Im Falle dass die Außenschale die Gehäuseschale ist, ist die Oberfläche
mit den Nuten eine Inneoberfläche davon un die Abdeckschale, welche die äußere
ist, hat die Rotationsoberfläche als die Außenoberfläche davon.
In der Folge davon verringert die neue Doppelschalendiffusoranordnung,
die durch die Erfindung bereitgestellt wird, signifikant die erforderliche Teileanzahl
und den erforderlichen Werkzeugaufwand. Eine bessere Schwingungskontrolle und -vorhersage
ergibt sich aus der strukturellen Integrität der Doppelschalenstruktur. Ein
niedrigeres Maschinengewicht ist möglich, durch die Verwendung gekrümmter
oder variabler Diffusions-Diffusorkanäle, den Gasgenerator-Gehäusedurchmesser
zu verringern. Außerdem kann die Außenschale, ob sie die Abdeckschale
oder die Gehäuseschale ist, in eine Gehäusewand des Gasgenerators integriert
werden, um zusätzlich das Gesamtgewicht der Maschine zu verringern, falls das
gewünscht ist. Konstrukteure sind frei, schnell neue Maschinentypen mit nichtkreisförmigen
Diffusorkanälen zu entwickeln, wenn das auch gewünscht ist. Da weniger
Arbeitsschritte bei der Herstellung erforderlich sind, ist eine beträchtlich
kürzere Vorlaufzeit für die Herstellung von Diffusoranordnungen erforderlich.
Eine bessere aerodynamische Leistung ergibt sich aus dem Eliminieren der inneren
Querstufen, die beim Stand der Technik zwischen separaten Bauteilen der Diffusoranordnung
vorhanden sind.
Obwohl die vorangehende Beschreibung und die begleitenden Zeichnungen
eine spezielle bevorzugte Ausführungsform, wie sie vorliegend von den Erfindern
angedacht wird, betreffen, versteht man, dass die Erfindung in ihren breiten Aspekten
mechanische und funktionelle Äquivalente der beschriebenen und gezeigten Elemente
einschließt, die in deren Umfang sind, wie durch die angefügten Ansprüche
definiert ist.