Die vorliegende Erfindung betrifft ein Abbildungsobjektiv.
In einem Abbildungsobjektiv sollte die optische Länge, die als
der Abstand von der Eintrittsfläche auf der Objektseite des Abbildungsobjektivs
zu der bildgebenden Oberfläche (die bildgebende Oberfläche einer CCD oder
ähnlichem) definiert ist, vorzugsweise kurz sein. Mit anderen Worten wäre
bei der Konstruktion des Objektivs ein Verfahren zum Reduzieren des Verhältnisses
von der optischen Länge zu der kombinierten Brennweite des Abbildungsobjektivs
vorteilhaft. Ein Abbildungsobjektiv, das eine kurze optische Länge und ein
kleines Verhältnis von optischer Länge zur Brennweite aufweist, wird manchmal
nachfolgend als ein kompaktes Objektiv bezeichnet.
Betrachtet man z. B. ein tragbares Telefon, so sollte die optische
Länge kürzer sein als die Dicke des tragbaren Telefongehäuses. Währenddessen
ist der Brennpunktabstand von der Objektivrückseite, der als der Abstand von
der Austrittsfläche auf der Bildseite des Abbildungsobjektivs zu der bildgebenden
Oberfläche definiert ist, vorzugsweise so lang wie möglich. Mit anderen
Worten wird während der Konstruktion des Objektivs ein Verfahren zum Erhöhen
des Verhältnisses des Brennpunktabstands von der Objektivrückseite zu
der Brennweite so weit wie möglich erwünscht. Dies erfolgt aufgrund der
Notwendigkeit Komponenten, wie Z. B. ein Filter oder ein Deckglas, zwischen dem
Abbildungsobjektiv und der bildgebenden Oberfläche einzufügen.
So wie die oben beschriebenen Punkte sollte ein Abbildungsobjektiv
vorzugsweise so korrigiert sein, dass verschiedene Aberrationen um einen ausreichenden
Betrag reduziert sind, sodass eine Verzeichnung des Bildes nicht visuell wahrnehmbar
ist und so wie es für die Integrationsdichte der bildgebenden Elemente (auch
„Pixel" genannt) erforderlich ist. Nachfolgend wird der Ausdruck „verschiedene
Aberrationen wurden so korrigiert, dass sie ausreichend klein sind, sodass Bildverzeichnungen
nicht visuell wahrnehmbar sind und Anforderungen an die Integrationsdichte des bildgebenden
Elementes werden eingehalten" zur Vereinfachung durch den Ausdruck „verschiedene
Aberrationen sind zufriedenstellend korrigiert" oder einen ähnlichen repräsentiert.
Ein Bild, in dem verschiedene Aberrationen zufriedenstellend korrigiert sind, kann
ein „zufriedenstellendes Bild" genannt werden.
Wie es nachfolgend beschrieben wird, wurde ein Abbildungsobjektiv
mit einer Dreilinsenstruktur, das für eine Verwendung in bildgebenden Vorrichtungen,
wie z. B. in tragbaren Computern, Videotelefonen oder ähnlichen geeignet ist,
wobei eine bildgebende Festkörpervorrichtung, wie z. B. eine CCD oder CMOS
verwendet wird, offenbart. Diese Objektive stellen alle einen breiten Betrachtungswinkel
sicher und sind kompakt und leichtgewichtig.
Von diesen Objektiven wurde ein Abbildungsobjektiv, das in der Lage
ist, Bilder mit ausreichend korrigierter Aberration zu erhalten, während ein
breiter Betrachtungswinkel sichergestellt wird, als ein erstes dreischichtiges Objektiv
offenbart (z. B. ungeprüfte japanische Patentanmeldungsveröffentlichung
Nr. 2001-075006).
Jedoch ist die Brechkraft dieser drei Linsen, die von ersten, zweiten
und dritten Linsen, die aufeinanderfolgend von der Objektseite her angeordnet sind,
positiv für die erste Linse, negativ für die zweite Linse und positiv
für die dritte Linse und dadurch kann der Abstand (optische Länge) von
der objektseitigen Oberfläche der ersten Linse zu der bildgebenden Oberfläche
nicht verkürzt werden. Darüber hinaus ist eine Blende auf der objektseitigen
Oberfläche der ersten Linse angeordnet und dadurch kann der effektive Durchmesser
der dritten Linse nicht reduziert werden. Folglich kann kein kompaktes Objektiv
produziert werden.
Bildgebende Objektive, in denen eine Aberration zufriedenstellend
korrigiert ist und eine kurze Brennweite realisiert ist, während ein breiter
Betrachtungswinkel sichergestellt ist, wurden entsprechend als zweite bis vierte
dreischichtige Objektive offenbart (z. B. ungeprüfte japanische Patentanmeldungsveröffentlichung
mit der Nr. 2003-149548, ungeprüfte
japanische Patentanmeldungsveröffentlichung Nr. 2002-221659
und ungeprüfte japanische Patentanmeldungsveröffentlichung Nr.
2002-244030).
Jedoch ist ähnlich dem oben beschriebenen Abbildungsobjektiv
die Brechkraft der drei Linsen dieses Abbildungsobjektiv, welches durch erste, zweite
und dritte Linsen, die aufeinanderfolgend von der Objektseite her angeordnet sind,
positiv für die erste Linse, negativ für die zweite Linse und positiv
für die dritte Linse. Daher ist obwohl diese Abbildungsobjektive mit einer
kurzen kombinierten Abbildungsobjektivbrennweite ausgestattet sind, der Brennpunktabstand
von der Objektivrückseite lang und daher ist die optische Länge zu lang.
Zusätzlich verwenden diese Objektive Glasmaterialien und sind daher teuer.
Ein Abbildungsobjektiv, welches asphärische Linsen verwendet
und das durch passendes Einstellen der Leistungsverteilung und Oberflächenform
in der Größe reduziert ist, wurde als ein fünftes dreischichtiges
Objektiv offenbart (z. B. ungeprüfte japanische Patentanmeldungsveröffentlichung
Nr. 2003-149545).
Jedoch ist die Brechkraft der drei Linsen dieses Abbildungsobjektivs,
das durch erste, zweite und dritte Linsen gebildet wird, die von der Objektseite
her aufeinanderfolgend angeordnet sind, negativ für die erste Linse, positiv
für die zweite Linse und negativ für die dritte Linse. Folglich hat das
Abbildungsobjektiv eine lange optische Länge. Zusätzlich verwenden diese
Objektive Glasmaterialien und sind daher teuer.
Ein Objektiv, in dem ein Paar von Meniskuslinsen, deren konkave Oberflächen
zueinander hinzeigen, von Kunststofflinsen gebildet wird, wobei jede mindestens
eine asphärische Oberfläche aufweist, und in denen das gesamte Objektivsystem
eine dreischichtige Struktur aufweist, wurden als sechstes dreischichtiges Objektiv
offenbar (z. B. ungeprüfte japanische Patentanmeldungsveröffentlichung
Nr. H10-301022). Dieses Objektiv erreicht
eine Kompaktheit und geringe Kosten und ist in der Lage eine Brennpunktbewegung
aufgrund von Temperaturänderungen leicht zu unterdrücken.
Jedoch ist die Brechkraft der drei Linsen in diesem Abbildungsobjektiv,
die als erste, zweite und dritte Linsen aufeinanderfolgend von der Objektseite her
angeordnet sind, schwach für die erste Linse, schwach für die zweite Linse
und positiv für die dritte Linse, wodurch die Brechkraft der ersten Linse und
der zweiten Linse nicht vollständig von der dritten Linse alleine kompensiert
werden kann. Folglich verursachen die Brennpunktabstände von der Objektivrückseite
eine Vergrößerung der optischen Länge. Darüber hinaus verwendet
die dritte Linse ein Glasmaterial und daher ist die Kostenreduzierung unvollständig.
Ein Linsensystem mit geringen Kosten mit einer kurzen optischen Länge,
welches einen Linsenaufbau vom Typ Teleobjektiv aufweist, in dem das gesamte Linsensystem
in vordere und hintere Gruppen aufgeteilt ist, wobei die vordere Gruppe eine positive
Brechkraft aufweist und die hintere Gruppe eine negative Brechkraft aufweist, wurde
als ein siebtes dreischichtiges Objektiv offenbar (z. B. ungeprüfte japanische
Patentanmeldungsveröffentlichung Nr. H10-301021).
Jedoch ist die Brechkraft der drei Linsen in diesem Objektivsystem,
welche als erste, zweite und dritte Linsen aufeinanderfolgend von der Objektseite
her angeordnet sind, negativ für die erste Linse, positiv für die zweite
Linse und negativ für die dritte Linse und der Abstand zwischen der zweiten
und dritten Linse ist groß. Folglich ist die optische Länge lang und die
Apertur der dritten Linse wird größer. Dies ist unerwünscht für
einen Einbau in Bildeingabevorrichtungen tragbarer Telefone oder Personalcomputer,
digitaler Kameras, CCD-Kameras, die für Überwachungs-, Kontrollzwecke,
usw. verwendet werden.
Ein Abbildungsobjektiv, das in der Reihenfolge von der Objektseite
her zwei positive Linsen und eine negative Linse aufweist, deren konkave Oberfläche
zu der Bildseite hin zeigt, wobei beide Oberflächen asphärisch sind, und
deren negative Brechkraft schrittweise von der Mitte des Objektivs hin zu der Peripherie
schwächer wird, sodass eine positive Brechkraft in der Peripherie vorliegt,
wurden als ein achtes dreischichtiges Objektiv offenbart (z. B. ungeprüfte
japanische Patentanmeldungsveröffentlichung Nr. 2003-322792).
In diesem Linsensystem ist jedoch der Brennpunktabstand von der Objektivrückseite
im Vergleich zu der Brennweite kurz und daher ist es schwierig, Komponenten, wie
Z. B. ein Filter, zwischen dem Abbildungsobjektiv und der bildgebenden Oberfläche
einzufügen. Insbesondere wird, wenn man das in den Ausführungsformen beschriebene
Objektiv betrachtet, dieses Objektiv in ein Abbildungsobjektiv mit einer kombinierten
Brennweite von 1,0 mm umgewandelt und der Brennpunktabstand von der Objektivrückseite
(der gemäß den Bezugszeichen, die in der ungeprüften japanischen
Patentanmeldungsveröffentlichung Nr. 2001-075006
verwendet werden D7 + D8 + D9 entspricht) beträgt 0,3890 mm in der ersten Ausführungsform
und 0,4423 mm in der zweiten Ausführungsform. Da Komponenten, wie Z. B. ein
Filter zwischen dem Abbildungsobjektiv und der bildgebenden Oberfläche in Bildeingabevorrichtungen
tragbarer Telefone und ähnlichem eingefügt werden müssen, ist es
schwierig dieses Objektiv in solchen Anwendungen zu verwenden.
Die Erfindung ist durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs
1 definiert.
Ausführungsformen der Erfindung betreffen ein Abbildungsobjektiv,
das zum Einbau in eine Bildeingabevorrichtung eines tragbaren Telefons oder Personalcomputers,
einer Digitalkamera, einer CCD-Kamera, die für Überwachungszwecke verwendet
wird, einer Überwachungsvorrichtung oder ähnlichen geeignet ist, welche
eine CCD oder CMOS als eine bildgebende Vorrichtung verwendet.
Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung stellt ein Abbildungsobjektiv
bereit, welches zum Einbau in eine Kamera, die eine CCD oder CMOS als eine bildgebende
Vorrichtung verwendet, geeignet ist, das eine kurze optische Länge (kleines
Verhältnis von optischer Länge zu Brennweite) und einen Brennpunktabstand
von der Objektivrückseite aufweist, der so lang wie möglich ist (ein Verhältnis
des Brennpunktabstands von der Objektivrückseite zur Brennweite, das so groß
wie möglich ist) und das daher in der Lage ist zufriedenstellende Bilder zu
liefern.
Eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung stellt
Richtlinien zum Auswählen von Linsenmaterialien bereit, die eine Abbe-Zahl
innerhalb eines passenden Bereichs um ein zufriedenstellendes Bild zu erhalten.
Eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung stellt
ein Abbildungsobjektiv bereit, in dem alle der drei Linsen, die das Abbildungsobjektiv
der Ausführungsform bilden, aus Kunststoffmaterialien hergestellt sind, um
dadurch Kosten und Gewicht zu reduzieren. Hier bezeichnen „Kunststoffmaterialien"
hochpolymere Substanzen, die für sichtbares Licht transparent sind und die
gegossen werden können, indem sie eine Kunststoffdeformation durch die Anwendung
von Wärme, Druck oder beidem erfahren und wodurch sie in Linsen geformt werden.
Ein Abbildungsobjektiv gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird durch Anordnen einer ersten Linse L1, einer Aperturblende
S1, einer zweiten Linse L2 und einer dritten Linse L3 aufeinanderfolgend von der
Objektseite zu der Bildseite hin gebildet. Die erste Linse L1 ist eine Harzlinse,
die eine positive Brechkraft und eine Meniskusform aufweist, wobei die konvexe Oberfläche
zu der Objektseite hin zeigt. Die zweite Linse L2 ist eine Harzlinse mit einer positiven
Brechkraft und einer Meniskusform, wobei die konvexe Oberfläche zu der Bildseite
hin zeigt. Die dritte Linse L3 ist eine Harzlinse, die eine negative Brechkraft
aufweist.
Darüber hinaus sind beide Oberflächen der ersten Linse L1
beide Oberflächen der zweiten Linse L2 und mindestens eine Oberfläche
der dritten Linse L3 durch asphärische Oberflächen gebildet.
Gemäß grundlegenden Beispielen der Erfindung erfüllt
dieses Abbildungsobjektiv die folgenden Bedingungen (1) bis (5).
0,40 < r1/r2 < 0,65(1)
0,08 < D2/f < 0,1(2)
0,2 < D3/f < 0,3(3)
1,0 < d/f < 1,5(4)
0,4 < bf/f < 0,6(5),
wobei
f
die Brennweite des gesamten Linsensystems ist,
r1
der Krümmungsradius (axialer Krümmungsradius) der objektseitigen Oberfläche
der ersten Linse L1 in der Nähe der optischen Achse ist,
r2
der Krümmungsradius (axialer Krümmungsradius) der bildseitigen Oberfläche
der ersten Linse L1 in der Nähe der optischen Achse ist,
D2
der Abstand zwischen der ersten Linse L1 und der zweiten Linse L2 ist,
D3
die Dicke in der Mitte der zweiten Linse L2 ist,
d
der Abstand (in Luft) von der objektseitigen Oberfläche der ersten Linse
L1 zu der bildgebenden Oberfläche ist und
bf
der Brennpunktabstand von der Objektivrückseite (in Luft) ist.
Der Brennpunktabstand von der Objektivrückseite bf,
der als der Abstand von der Ausgangsfläche auf der Bildseite des Abbildungsobjektivs
zu der bildgebenden Oberfläche definiert ist, ist hier als der Abstand von
der bildseitigen Oberfläche r7 der dritten Linse L3 zu der bildgebenden
Oberfläche r10 definiert.
Darüber hinaus sind die erste Linse L1, die zweite Linse L2 und
die dritte Linse L3 vorzugsweise durch Linsen gebildet, die aus
einem Material mit einer Abbe-Zahl innerhalb eines Bereichs von 30 bis 60 gebildet
sind. Es ist auch bevorzugt, dass die erste Linse L1, die zweite Linse L2 und die
dritte Linse L3 durch Linsen gebildet werden, die hergestellt werden, wobei ein
Cycloolefinkunststoff als ein Material verwendet wird.
Der oben dargestellte Bedingungsausdruck (1) ist eine Bedingung zum
Bestimmen des Verhältnisses r1/r2 des axialen Krümmungsradius
r1 der ersten Oberfläche der ersten Linse L1 und des axialen Krümmungsradius
r2 der zweiten Oberfläche der ersten Linse L1. Wenn das Verhältnis
r1/r2 größer ist als die untere Grenze, die durch
den Bedingungsausdruck (1) bereitgestellt wird, dann ist der Brennpunktabstand von
der Objektivrückseite des Abbildungsobjektivs ausreichend zum Einfügen
einer Komponente, wie z. B. einem Deckglas oder einem Filter, zwischen dem Abbildungsobjektiv
und der bildgebenden Oberfläche und dadurch kann der Brennpunktabstand von
der Objektivrückseite innerhalb eines Bereichs eingestellt werden, der die
Kompaktheit der Vorrichtung, in die das Abbildungsobjektiv eingebaut werden soll,
nicht verschlechtert. Darüber hinaus kann eine Verzeichnung ausreichend reduziert
werden und daher ist die Herstellung der ersten Oberfläche der ersten Linse
L1 erleichtert.
Wenn das Verhältnis r1/r2 kleiner ist als
die obere durch Bedingungsausdruck (1) vorgesehene Grenze, dann ist der absolute
Verzeichnungswert ausreichend klein. Darüber hinaus kann in diesem Fall die
Verzeichnung ausreichend reduziert werden ohne die Anzahl von asphärischen
Elementen zu erhöhen.
Der oben dargestellte Bedingungsausdruck (2) dient zum Definieren
des erlaubten Bereichs des Abstands D2 zwischen der ersten Linse L1 und
der zweiten Linse L2 durch D2/f, das mit der kombinierte Brennweite f
des Abbildungsobjektivs normiert ist. Wenn D2/f größer ist
als die untere Grenze, die durch den Bedingungsausdruck (2) gegeben ist, dann wird
der Abstand zwischen der bildseitigen Oberfläche r2 der ersten Linse
L1 und der objektseitigen Oberfläche r4 der zweiten Linse L2 als
ein ausreichender Abstand zum Einfügen der Aperturblende S1 sichergestellt.
Mit anderen Worten müssen die äußeren Formen der ersten Linse L1
und der zweiten Linse L2 nicht in einem Maß reduziert werden, sodass die Herstellung
schwierig wird und ein ausreichender Abstand zum Einfügen der Aperturblende
S1 kann sichergestellt werden.
Wenn D2/f kleiner ist als die obere von dem Bedingungsausdruck
(2) vorgegebene Grenze, dann gibt es keine Notwendigkeit die äußere Form
der ersten Linse L1 und der zweiten Linse L2 zu vergrößern und daher kann
das Abbildungsobjektiv kompakt gemacht werden. Darüber hinaus wird die Verzeichnung
auf der Abbildungsoberfläche nicht vergrößert und daher wird ein
zufriedenstellendes Bild erhalten.
Der oben dargestellte Bedingungsausdruck (3) dient zum Definieren
des erlaubbaren Bereichs der Dicke D3 in der Mitte der zweiten Linse
L2 durch D3/f, das mit der kombinierten Brennweite f des Abbildungsobjektivs
normiert ist. Wenn D3/f größer ist als die untere durch den
Bedingungsausdruck (3) bereitgestellte Grenze, dann wird die Dicke D3
in der Mitte der zweiten Linse L2 nicht zu dünn und daher ist es nicht notwendig
die Dicke des peripheren Teils der zweiten Linse L2 in einem Maß zu reduzieren,
sodass die Herstellung schwierig wird. Darüber hinaus kann die Größe
der Öffnung, die während des Spritzgießens der Harzlinse zum Spritzen
geschmolzenen Harzes in eine Form ausreichend sichergestellt werden und daher kann
das geschmolzene Harz einfach gleichmäßig in die Form eingespritzt werden.
Wenn D3/f kleiner ist als die obere Grenze, die durch den
Bedingungsausdruck (3) gegeben ist, dann gibt es keine Notwendigkeit die Größe
des Linsensystems der zweiten Linse L2 zu reduzieren und daher kann das Abbildungsobjektiv
kompakt gemacht werden. Darüber hinaus wird die Verzeichnung auf der bildgebenden
Oberfläche nicht erhöht und daher wird ein zufriedenstellendes Bild erhalten.
Ein Abbildungsobjektiv gemäß Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung,
in denen D3/f den Bedingungsausdruck (3) erfüllt, ermöglicht
es, geschmolzenes Harz gleichmäßig in eine Form einzuspritzen und daher
kann sie einfach hergestellt und kompakt gemacht werden.
Der oben dargestellte Bedingungsausdruck (4) dient zum Definieren
eines erlaubbaren Bereichs des Abstands (in Luft) d von der objektseitigen Oberfläche
der ersten Linse L1 zu der bildgebenden Oberfläche, durch d/f, das mit der
kombinierten Brennweite f des Abbildungsobjektivs normiert ist. Die Schreibweise
„Abstand (in Luft) d", die als Bezeichnung für den Abstand d von der
objektseitigen Oberfläche der ersten Linse L1 zu der bildgebenden Oberfläche
verwendet wird, bezeichnet den Abstand von der objektseitigen Oberfläche der
ersten Linse L1 zu der bildgebenden Oberfläche, gemessen unter der Bedingung,
dass kein transparentes Objekt (ein Deckglas oder ähnliches) außer Luft
zwischen der objektseitigen Oberfläche der ersten Linse L1 und der bildgebenden
Oberfläche eingefügt ist.
Wenn d/f größer ist als die untere durch den Bedingungsausdruck
(4) gegebene Grenze, dann ist es nicht notwendig, die Dicke der
ersten Linse L1, der zweiten Linse L2 und der dritten Linse L3 zu reduzieren und
daher wird es nicht schwierig Harz während der Herstellung der Harzlinse über
die gesamte Form zu verteilen. Wenn d/f kleiner ist als die obere Grenze, die durch
den Bedingungsausdruck (4) gegeben ist, dann tritt das Problem, dass die Menge an
Licht in der Peripherie der Linse geringer ist als die in dem mittleren Bereich
der Linse, nicht auf. Daher kann die Menge an Licht in der Peripherie der Linsen
erhöht werden ohne die Größe der äußeren Formen der ersten
Linse L1, der zweiten Linse L2 und der dritten Linse L3 zu erhöhen, die die
grundlegenden Linsen des Abbildungsobjektivs sind. Folglich kann das Abbildungsobjektiv
kompakt gemacht werden.
Der oben dargestellte Bedingungsausdruck (5) dient zum Definieren
der Länge des Brennpunktabstandes von der Objektivrückseite bf
in Bezug zu der kombinierten Brennweite f des Abbildungsobjektivs. Wenn die Länge
des Brennpunktabstands von der Objektivrückseite bf innerhalb des
durch den Bedingungsausdruck (5) vorgegebenen Bereich liegt, dann kann eine Komponente,
wie z. B. ein Filter, das in Bildeingabevorrichtungen tragbarer Telefone und Ähnlichem
oft benötigt wird, zwischen dem Abbildungsobjektiv und der bildgebenden Oberfläche
eingefügt werden.
Durch Bereitstellen einer Linsenanordnung, welche die fünf Bedingungen
in den oben dargestellten Bedingungsausdrücken (1)–(5) erfüllt,
können die oben beschriebenen Probleme gelöst werden und ein kompaktes
Abbildungsobjektiv, das klein ist und das dennoch in der Lage ist, ein zufriedenstellendes
Bild zu erhalten, kann bereitgestellt werden.
Darüber hinaus wird durch Bereitstellen der ersten Linse L1,
der zweiten Linse L2 und der dritten Linse L3 mit Linsen, die aus einem Material
gebildet sind, das eine Abbe-Zahl innerhalb eines Bereichs von 30–60 aufweist,
einfacher ein zufriedenstellendes Bild erhalten werden, als wenn die Linsen hergestellt
werden, wobei ein Material mit einer Abbe-Zahl außerhalb dieses Bereichs verwendet
wird. Darüber hinaus können, wenn die erste Linse L1, die zweite Linse
L2 und die dritte Linse L3 hergestellt sind, wobei ein Cycloolefinkunststoff als
ein Material verwendet wird, wobei die Abbe-Zahl dieses Materials 56,2 beträgt,
die Linsen aus einem Material gebildet werden, das eine Abbe-Zahl innerhalb eines
Bereichs zwischen 30 und 60 aufweist.
In einem Abbildungsobjektiv gemäß Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung können Linsen, die aus einem Material mit einer
Abbe-Zahl in einem Bereich von 30 bis 60 hergestellt sind, verwendet werden und
daher ist das Material nicht auf ein bestimmtes Kunststoffmaterial beschränkt.
Irgendein Kunststoffmaterial mit einer Abbe-Zahl innerhalb eines Bereichs von 30
bis 60 kann verwendet werden, was extrem angenehm zum Realisieren von Ausführungsformen
der Erfindung ist.
Darüber hinaus ist es wohl bekannt, dass Cycloolefinkunststoffmaterialien
geeignet sind zum Herstellen von Linsen gemäß Spritzgießverfahren,
die bereits als Herstellungstechniken etabliert sind. Darüber hinaus haben
Cycloolefinkunststoffmaterialien eine Geschichte in der Verwendung in anderen Linsensystemen
als dem Abbildungsobjektiv gemäß Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung und daher kann, wenn ein Cycloolefinkunststoffmaterial verwendet wird,
ein Abbildungsobjektiv mit einem hohen Grad an Zuverlässigkeit hergestellt
werden.
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden nun in Form
eines Beispiels gemäß den beiliegenden Zeichnungen beschrieben, in denen
ähnliche Teile mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet sind und in denen:
1 ist eine Schnittansicht eines Abbildungsobjektivs
gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.
2 ist eine Schnittansicht eines Abbildungsobjektivs
einer ersten Ausführungsform.
3 ist eine Ansicht der Verzeichnung in dem Abbildungsobjektiv
der ersten Ausführungsform.
4 ist eine Ansicht des Astigmatismus in dem Abbildungsobjektiv
der ersten Ausführungsform.
5 ist eine Ansicht chromatischer/sphärischer Aberration
in dem Abbildungsobjektiv der ersten Ausführungsform.
6 ist eine Schnittansicht eines Abbildungsobjektivs
gemäß einer zweiten Ausführungsform.
7 ist eine Ansicht der Verzeichnung in dem Abbildungsobjektiv
gemäß der zweiten Ausführungsform.
8 ist eine Ansicht des Astigmatismus in dem Abbildungsobjektiv
gemäß der zweiten Ausführungsform.
9 ist eine Ansicht der chromatischen/sphärischen
Aberration in dem Abbildungsobjektiv der zweiten Ausführungsform.
10 ist eine Querschnittsansicht eines Abbildungsobjektivs
gemäß einer dritten Ausführungsform.
11 ist eine Ansicht der Verzeichnung in dem Abbildungsobjektiv
gemäß der dritten Ausführungsform.
12 ist eine Ansicht des Astigmatismus in dem Abbildungsobjektiv
gemäß der dritten Ausführungsform.
13 ist eine Ansicht der chromatischen/sphärischen
Aberration in dem Abbildungsobjektiv gemäß der dritten Ausführungsform.
14 ist eine Querschnittsansicht eines Abbildungsobjektivs
einer vierten Ausführungsform.
15 ist eine Ansicht der Verzeichnung in dem Abbildungsobjektiv
gemäß der vierten Ausführungsform.
16 ist eine Ansicht des Astigmatismus in dem Abbildungsobjektiv
gemäß der vierten Ausführungsform und
17 ist eine Ansicht der chromatischen/sphärischen
Aberration in dem Abbildungsobjektiv gemäß der vierten Ausführungsform.
Nachfolgend werden Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung
gemäß den Zeichnungen erklärt. Es ist offensichtlich, dass in den
Zeichnungen die Form, die Größe und die räumlichen Beziehungen jedes
Grundelements nur schematisch dargestellt sind, um ein Verständnis der Erfindung
zu erleichtern und die numerischen Bedingungen und die anderen nachfolgend beschriebenen
Bedingungen sind nur bevorzugte Beispiele davon. Entsprechend ist die vorliegende
Erfindung in keiner Weise auf oder durch die Ausführungsformen der Erfindung
beschränkt.
1 ist ein grundlegendes Diagramm eines Abbildungsobjektivs
gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung (welches die
erste Ausführungsform darstellt). Die in 1 definierten
Bezugszeichen, welche Oberflächenzahlen, Abstände zwischen Oberflächen
usw. bezeichnen, sind die gleichen wie in 2,
6, 10 und 14.
Von der Objektseite her sind die ersten, zweiten und dritten Linsen
mit den Bezugszeichen L1, L2 bzw. L3 bezeichnet. Eine bildgebende Vorrichtung, die
die bildgebende Oberfläche bildet, ist durch das Bezugszeichen 10
bezeichnet, ein Deckglas, welches die bildgebende Oberfläche und das Linsensystem
trennt, ist mit dem Bezugszeichen 12 bezeichnet und eine Aperturblende
ist durch das Symbol S1 bezeichnet. Die Oberfläche der Aperturblende S1 ist
durch das Bezugszeichen 14 bezeichnet. Die Symbole r1 und r2
werden, verwendet ohne Verwirrung zu verursachen, sowohl als Variablen, die axiale
Krümmungsradiuswerte darstellen, als auch als Symbole, welche die Linsenoberflächen
identifizieren (z. B. wird r1 verwendet, um die objektseitige Oberfläche
der ersten Linse usw. darzustellen), verwendet.
Parameter, die in der Zeichnung gezeigt sind, wie z. B. ri
(wobei i = 1, 2, 3, ..., 10) und di (wobei i = 1, 2, 3, ..., 9), werden
als bestimmte numerische Werte in den folgenden Tabellen 1 bis 4 angegeben. Der
Index i entspricht den Oberflächenzahlen jeder Linse, der Linsendicke, dem
Linsenabstand oder ähnlichem aufeinanderfolgend von der Objektseite zu der
Bildseite.
Insbesondere:
ist ri der axiale Krümmungsradius der i-ten Oberfläche,
ist di der Abstand von der i-ten Oberfläche zu der i+ersten Oberfläche,
ist Ni der Brechungsindex des Linsenmediums, das von der i-ten Oberfläche
und der i+ersten Oberfläche gebildet wird und
ist vi die Abbe-Zahl des Linsenmediums, das durch die i-te Oberfläche
und die i+erste Oberfläche gebildet wird.
Die optische Länge d ist ein Wert, der durch aufaddieren der
Abstände von d1 bis d6 erhalten wird und darüber
hinaus durch hinzuaddieren des Brennpunktabstands von der Objektivrückseite
bf. Der Brennpunktabstand von der Objektivrückseite bf
ist der Abstand von der bildseitigen Oberfläche der dritten Linse L3 zu der
bildgebenden Oberfläche auf der optischen Achse. Es wird angenommen, dass der
Brennpunktabstand von der Objektivrückseite bf mit gemessen wird,
wobei das Deckglas 12, das zwischen der dritten Linse L3 und der bildgebenden
Oberfläche eingefügt ist, entfernt ist. Insbesondere ist, da das Deckglas
einen Brechungsindex von mehr als 1 aufweist, der geometrische Abstand von der bildseitigen
Oberfläche der dritten Linse L3 zu der bildgebenden Oberfläche länger
wenn das Deckglas eingefügt ist, als wenn das Deckglas entfernt ist. Das Ausmaß,
um den der Abstand sich erhöht, wird bestimmt durch den Brechungsindex und
die Dicke des eingefügten Deckglases. Daher wird, um den Brennpunktabstand
von der Objektivrückseite bf als einen Wert zu definieren, der für
das Abbildungsobjektiv eindeutig ist und der nicht von dem Vorhandensein oder dem
Fehlen eines Deckglases abhängt, ein Wert gemessen, wobei das Deckglas entfernt
ist. Der Abstand D2 zwischen der ersten Linse L1 und der zweiten Linse
L2 ist definiert als D2 = d2 + d3.
Asphärische Oberflächendaten sind zusammen mit den Oberflächenzahlen
in den entsprechenden Spalten der Tabellen 1 bis 4 dargestellt. Die Oberfläche
r3 der Aperturblende S1, die beiden Oberflächen r8, r9
des Deckglases und die bildgebende Oberfläche r10 sind flach und
daher ist der Krümmungsradius davon als ∞ dargestellt. Die in der vorliegenden
Ausführungsform verwendeten asphärischen Oberflächen werden gemäß
der folgenden Gleichung erhalten.
Z = ch2/[1 + [1 – (1 + k)c2h2] + 1/2]
+ A0h4 + B0h6 + C0h8
+ D0h10
wobei
Z
die Tiefe von der Tangentenebene zu dem Scheitelpunkt der Oberfläche ist,
c
die Krümmung der Oberfläche in der Nähe der optischen Achse ist,
h
die Höhe von der optischen Achse ist,
k
die konische Konstante ist,
A0
der asphärische Koeffizient vierter Ordnung ist,
B0
der asphärische Koeffizient sechster Ordnung ist,
C0
der asphärische Koeffizient achter Ordnung ist und
D0
der asphärische Koeffizient zehnter Ordnung ist.
Numerische Werte, welche die asphärischen Koeffizienten bezeichnen
sind als die Indizes in Tabellen 1 bis 4 in dieser Beschreibung dargestellt. Zum
Beispiel bedeutet „e-1" „10–1". Darüber hinaus
ist der als die Brennweite f dargestellte Wert die kombinierte Brennweite des Linsensystems,
das aus den ersten bis dritten Linsen gebildet ist.
Die ersten bis vierten Ausführungsformen werden nun gemäß
2 bis 17 beschrieben.
2, 6, 10
und 14 sind schematische Diagramme, die Linsenanordnungen
zeigen. 3, 7,
11 und 15 zeigen Verzeichnungskurven,
4, 8, 12
und 16 zeigen Astigmatismuskurven und 5,
9, 13 und 17
zeigen chromatische/sphärische Aberrationskurven.
Die Verzeichnungsaberrationskurven zeigen den Betrag der Aberration
(der Betrag, um den die Tangentenbedingung längs der horizontalen Achse nicht
erfüllt ist, angegeben als ein Prozentsatz) in Bezug auf den Abstand von der
optischen Achse (angegeben als ein Prozentsatz, wobei 100 der maximale Abstand von
der optischen Achse in der Bildebene längs der vertikalen Achse ist). Die astigmatischen
Aberrationskurven, bezeichnen ähnlich den Verzeichungsaberrationskurven den
Betrag der Aberration längs der horizontalen Achse (in Millimetereinheiten)
in Bezug auf den Abstand von der optischen Achse. In dem Fall astigmatische Aberration
sind auf der horizontalen Achse Aberrationsbeträge in der Meridionalebene und
in der Sagittalbildebene (in Millimetereinheiten) gezeigt. Chromatische/sphärische
Aberrationskurven zeigen Aberrationsbeträge längs der horizontalen Achse
(in Millimetereinheiten) in Bezug auf den Einfallsabstand h (F-Zahl).
Chromatische/sphärische Aberrationskurven zeigen Aberrationsbeträge
für die C-Linie (Licht mit einer Wellenlänge von 656,3 nm), die d-Linie
(Licht mit einer Wellenlänge von 587,6 nm), die e-Linie (Licht mit einer Wellenlänge
von 546,1 nm), die F-Linie (Licht mit einer Wellenlänge von 486,1 nm), und
die g-Linie (mit einer Wellenlänge von 435,8 nm). Der Brechungsindex ist in
dem Brechungsindex für die d-Linie (Licht mit einer Wellenlänge
von 587,6 nm) angegeben.
Der Krümmungsradius (in Millimetereinheiten), der Linsenoberflächenabstand
(in Millimetereinheiten), der Brechungsindex des Materials, die Abbe-Zahl des Linsenmaterials,
die Brennweite, die numerische Apertur und der asphärische Koeffizient der
Linsen, welche die ersten bis vierten Ausführungsformen bilden, sind nachfolgend
aufgelistet.
Die Merkmale jeder der Ausführungsformen sind nachfolgend beschrieben.
In allen der ersten bis vierten Ausführungsformen wird ZEONEX 480R („ZEONEX"
ist eine eingetragene Marke und 480R ist eine Produktzahl von Nippon Zeon Co., Limited.
Diese wird nachfolgend einfach als „ZEONEX" bezeichnet) welches ein Cycloolefinkunststoff
ist, als das Material für die erste Linse L1, die zweite Linse L2 und die dritte
Linse L3 verwendet. Beide Oberflächen der ersten Linse L1 und beide Oberflächen
der zweiten Linse L2 bzw. der dritten Linse L3 sind asphärische Oberflächen.
Daher beträgt in jeder der Ausführungsformen und Vergleichsbeispiele die
Anzahl der asphärischen Oberflächen 6 und somit ist die Bedingung, dass
mindestens eine Oberfläche der dritten Linse L3 eine asphärische Oberfläche
sein muss, erfüllt.
Die Abbe-Zahl des ZEONEX 480R, welches das Material der ersten Linse
L1, der zweiten Linse L2 und der dritten Linse L3 ist, beträgt 56,2 (der Brechungsindex
bei der d-Linie beträgt 1,525). Durch Simulation wurde klar, dass wenn die
Abbe-Zahl des Materials der Linsen innerhalb eines Bereichs von 30 bis 60 liegt,
im Wesentlichen keine Abweichungen in den Linsenleistungsfähigkeitsqualitäten,
wie z. B. Aberration, auftritt. Mit anderen Worten wurde beobachtet, dass solange
die Abbe-Zahl ein Wert innerhalb dieses Bereichs ist, eine zufriedenstellende Korrektur
verschiedener Aberrationen in einem Abbildungsobjektiv im Vergleich zu einer Aberrationskorrektur
in einem herkömmlichen Abbildungsobjektiv realisiert werden kann.
Ein Filter 12 ist zwischen dem Linsensystem und der bildgebenden
Oberfläche in jeder der ersten bis vierten Ausführungsformen eingefügt.
Glas (mit einem Brechungsindex bei der d-Linie von 1,52) wird als das Material für
dieses Filter verwendet. Die verschiedenen nachfolgend zu beschreibenden Aberrationen
werden unter der Voraussetzung berechnet, dass das Filter vorhanden ist. Die Brennweite
des gesamten Abbildungslinsensystems, das in den folgenden ersten bis vierten Ausführungsformen
offenbart ist, oder mit anderen Worten die kombinierte Brennweite f, ist auf 1,0
mm eingestellt.
Erste Ausführungsform
(A) Der objektseitige Krümmungsradius r1 der ersten Linse L1
beträgt r1 = 0,391 mm.
(B) Der bildseitige Krümmungsradius r2 der ersten Linse L1 beträgt
klein r2 = 0,806 mm.
(C) Der Brennpunktabstand von der Objektivrückseite bf beträgt
bf = 0,519 mm.
(D) Der Abstand in Luft von der objektseitigen Oberfläche der ersten Linse
L1 zu der bildgebenden Oberfläche oder mit anderen Worten die optische Länge
d beträgt d = 1,4283 mm.
(E) Der Abstand D2 zwischen der ersten Linse L1 und der zweiten Linse
L2 beträgt D2 = d2 + d3 = 0,0899 mm.
(F) Die Dicke D3 in der Mitte der zweiten Linse L2 beträgt D3
= d4 = 0,2745 mm.
(G) Die Brennweite f1 der ersten Linse L1 beträgt f1
= 1,16 mm.
(H) Die Brennweite f2 der zweiten Linse L2 beträgt f2
= 1,16 mm.
(I) Die Brennweite f3 der dritten Linse L3 beträgt f3
= –3,7 mm.
Daher
(1) r1/r2 = 0,391/0,806 = 0,4851
(2) D2/f = 0,0899/1,00 = 0,0899
(3) D3/f = 0,2745/1,00 = 0,2745
(4) d/f = 1,4283/1,00 = 1,4283 und
(5) bf/f = 0,519/1,00 = 0,519.
Daher erfüllt das Linsensystem gemäß der ersten Ausführungsform
alle der folgenden Bedingungsausdrücke (1) bis (5).
0,40 < r1/r2 < 0,65(1)
0,08 < D2/f < 0,1(2)
0,2 < D3/f < 0,3(3)
1,0 < d/f < 1,5(4)
0,4 < bf/f < 0,6(5)
Hiernach wird der Ausdruck „Bedingungsausdrücke" verwendet,
um diese 5 Ausdrücke (1) bis (5) zu bezeichnen.
Wie in Tabelle 1 gezeigt ist die Aperturblende S1 an einem Ort 0,0196
mm (d2 = 0,0196 mm) hinter der zweiten Oberfläche (der bildseitigen
Oberfläche) der ersten Linse L1 angeordnet. Die numerische Apertur (F-Zahl)
beträgt 3,4.
Eine Schnittansicht des Abbildungsobjektivs gemäß der ersten
Ausführungsform ist in 2 gezeigt. Der Brennpunktabstand
von der Objektivrückseite in Bezug auf eine Brennweite von 1,00 mm beträgt
0,519 mm und daher ist eine ausreichende Länge gewährleistet.
Die in 3 gezeigte Verzeichnungskurve
20, die in 4 gezeigte Astigmatismuskurve (die
Aberrationskurve 22, welche zu der Meridionalebene gehört, und die
Aberrationskurve 24, die zu der Sagittalebene gehört) und die in
5 gezeigte chromatische/sphärische Aberrationskurve
(die Aberrationskurve 26 in Bezug auf die C-Linie, die Aberrationskurve
28 in Bezug auf die d-Linie, die Aberrationskurve 30 in Bezug
auf die e-Linie, die Aberrationskurve 32 in Bezug auf die F-Linie und die
Aberrationskurve 34 in Bezug auf die g-Linie) sind entsprechend durch Graphen
dargestellt.
Die Ordinate der Aberrationskurven in 3
und 4 stellen die Bildhöhe als einen Prozentsatz
des Abstandes von der optischen Achse dar. In 3 und
4 entsprechen 100%, 80%, 70% und 60% 0,600 mm, 0,480
mm, 0,420 mm bzw. 0,360 mm. Die Ordinate der Aberrationskurve in 5
bezeichnet die Einfallshöhe h (F-Zahl), die ihrem Maximum von F3,4 entspricht.
Die Abszisse in 5 zeigt die Stärke der Aberration.
In Bezug auf die Verzeichnung erreicht der absolute des Wert des Betrags
an Aberration ein Maximum von 1,80% in einer Bildhöhenposition von 70% (einer
Bildhöhe von 0,420 mm) und daher innerhalb eines Bereichs der Bildhöhe
von 0,600 mm und darunter, wobei der absolute Wert des Betrags an Aberration innerhalb
von 1,80% gehalten wird.
In Bezug auf den Astigmatismus erreicht der absolute Wert des Betrages
an Aberration in der Meridionalebene ein Maximum von 0,0184 mm in einer Bildhöhenposition
von 100% (einer Bildhöhe von 0,600 mm) und daher innerhalb eines Bereichs der
Bildhöhe von 0,600 mm und darunter, wobei der absolute Betrag der Aberration
innerhalb von 0,0184 mm gehalten wird.
In Bezug auf die chromatische/sphärische Aberration erreicht
der absolute Wert der Aberrationskurve 34, der zu der g-Linie gehört,
ein Maximum von 0,024 mm bei einer Einfallhöhe von h von 50% und daher wird
der absolute Wert des Aberrationsbetrags innerhalb von 0,024 mm gehalten.
Zweite Ausführungsform
(A) Der objektseitige Krümmungsradius r1 der ersten Linse L1
beträgt r1 = 0,351 mm.
(B) Der bildseitige Krümmungsradius r2 der ersten Linse L1 beträgt
r2 = 0,608 mm.
(C) Der Brennpunktabstand von der Objektivrückseite bf beträgt
bf = 0,470 mm.
(D) Der Abstand in Luft von der objektseitigen Oberfläche der ersten Linse
L1 zu der bildgebenden Oberfläche oder mit anderen Worten die optische Länge
d beträgt d = 1,3714 mm.
(E) Der Abstand D2 zwischen der ersten Linse L1 und der zweiten Linse
L2 beträgt D2 = d2 + d3 = 0,0906 mm.
(F) Die Dicke D3 in der Mitte der zweiten Linse L2 beträgt D3
= d4 = 0,2768 mm.
(G) Die Brennweite f1 der ersten Linse L1 beträgt f1
= 1,13 mm.
(H) Die Brennweite f2 der zweiten Linse L2 beträgt f2
= 1,19 mm.
(I) Die Brennweite f3 der dritten Linse L3 beträgt f3
= –3,77 mm.
Daher
(1) r1/r2 = 0,351/0,608 = 0,5773
(2) D2/f = 0,0906/1,00 = 0,0906
(3) D3/f = 0,2768/1,00 = 0,2768
(4) d/f = 1,3714/1,00 = 1,3714 und
(5) bf/f = 0,470/1,00 = 0,47.
Daher erfüllt das Linsensystem gemäß der zweiten Ausführungsform
die Bedingungsausdrücke.
Wie in Tabelle 2 gezeigt ist die Aperturblende S1 an den Ort 0,0263
mm (d2 = 0,0263 mm) hinter der zweiten Oberfläche (der bildseitigen
Oberfläche) der ersten Linse L1 vorgesehen. Die numerische Apertur (F-Zahl)
beträgt 3,4.
Eine Querschnittsansicht des Abbildungsobjektivs gemäß der
zweiten Ausführungsform ist in 6 gezeigt. Der
Brennpunktabstand von der Objektivrückseite im Verhältnis zu einer Brennweite
von 1,0 mm beträgt 0,470 mm und daher ist eine ausreichende Länge sichergestellt.
Die in 7 geneigte Verzeichnungskurve
36, die in 8 gezeigte Astigmatismuskurve (die
Aberrationskurve 38 in Bezug auf die Meridionalebene und die Aberrationskurve
40 in Bezug auf die Sagittalebene) und die in 9
gezeigte chromatische/sphärische Aberrationskurve (die Aberrationskurve
42 in Bezug auf die C-Linie, die Aberrationskurve 44 in Bezug
auf die d-Linie, die Aberrationskurve 46 in Bezug auf die e-Linie, die
Aberrationskurve 48 in Bezug auf die F-Linie und die Aberrationskurve
50 in Bezug auf die g-Linie) sind entsprechend durch Graphen dargestellt.
Die Ordinate der Aberrationskurven in 7
und 8 stellen die Bildhöhe als einen Prozentsatz
des Abstandes von der optischen Achse dar. In 7 und
8 sprechen 100%, 80%, 70% und 60% 0,550 mm, 0,440 mm,
0,385 mm bzw. 0,330 mm. Die Ordinate der Aberrationskurve in 9
bezeichnet die Einfallshöhe h (F-Zahl), die in ihrem Maximum F3,4 entspricht.
Die Abszisse in 9 zeigt den Betrag der Aberration.
In Bezug auf die Verzeichnung erreicht der absolute Wert des Betrags
an Aberration sein Maximum von 5,94% in einer Bildhöhenposition von 80% (einer
Bildhöhe von 0,440 mm) und daher innerhalb eines Bereichs der Bildhöhe
von 0,550 mm und darunter, wobei der absolute Wert der Aberration innerhalb von
5,94% gehalten wird.
In Bezug auf den Astigmatismus erreicht der absolute Wert des Aberrationsbetrags
in der Meridionalebene ein Maximum von 0,0095 mm in einer Bildhöhenposition
von 60% (einer Bildhöhe von 0,330 mm) und daher innerhalb eines Bereichs der
Bildhöhe von 0,550 mm und darunter, wobei der absolute Wert des Aberrationsbetrags
innerhalb von 0,0095 mm gehalten ist.
Wie für die chromatische/sphärische Aberration erreicht
der absolute Wert der Aberrationskurve 50, welche zur g-Linie gehört,
ein Maximum von 0,0246 mm bei einer Einfallshöhe h von 100% und daher liegt
der absolute Wert des Aberrationsbetrags innerhalb von 0,0246 mm.
Dritte Ausführungsform
(A) Der objektseitige Krümmungsradius r1 der ersten Linse L1
beträgt r1 = 0,353 mm.
(B) Der bildseitige Krümmungsradius r2 der ersten Linse L1 beträgt
r2 = 0,611 mm.
(C) Der Brennpunktabstand von der Objektivrückseite bf beträgt
bf = 0,454 mm.
(D) Der Abstand in Luft von der objektseitigen Oberfläche der ersten Linse
L1 zu der bildgebenden Oberfläche oder mit anderen Worten die optische Länge
d, beträgt d = 1,3746 mm.
(E) Der Abstand D2 zwischen der ersten Linse L1 und der zweiten Linse
L2 beträgt D2 = d2 + d3 = 0,0909 mm.
(F) Die Dicke D3 in der Mitte der zweiten Linse L2 beträgt D3
= d4 = 0,278 mm.
(G) Die Brennweite ff der ersten Linse L1 beträgt f1
= 1,14 mm.
(H) Die Brennweite f2 der zweiten Linse L2 beträgt f2
= 1,19 mm.
(I) Die Brennweite f3 der dritten Linse L3 beträgt f3 =
–3,79 mm.
Daher
(1) r1/r2 = 0,353/0,611 = 0,5778
(2) D2/f = 0,0909/1,00 = 0,0909
(3) D3/f = 0,278/1,00 = 0,278
(4) d/f = 1,3746/1,00 = 1,3746 und
(5) bf/f = 0,454/1,00 = 0,454.
Daher erfüllt das Linsensystem der dritten Ausführungsform
die Bedingungsausdrücke.
Wie in Tabelle 3 gezeigt ist die Aperturblende S1 in einer Position
0,0263 mm (d2 = 0,0263 mm) hinter der zweiten Oberfläche (der bildseitigen
Oberfläche) der ersten Linse L1 vorgesehen. Die numerische Apertur (F-Zahl)
beträgt 3,4.
Eine Querschnittsansicht des Abbildungsobjektivs der dritten Ausführungsform
ist in 10 gezeigt. Der Brennpunktabstand von der Objektivrückseite
in Bezug auf eine Brennweite von 1,00 mm beträgt 0,454 mm und daher wird eine
ausreichende Länge sichergestellt.
Die in 11 gezeigt Verzeichnungskurve
52, die in 12 gezeigte Astigmatismuskurve
(die Aberrationskurve 54 in Bezug auf die Meridionalebene und die Aberrationskurve
56 in Bezug auf die Sagittalebene) und die in 13
gezeigte chromatische/sphärische Aberrationskurve (die Aberrationskurve
58 in Bezug auf die C-Linie, die Aberrationskurve 60 in Bezug
auf die d-Linie, die Aberrationskurve 62 in Bezug auf die e-Linie, die
Aberrationskurve 64 in Bezug auf die F-Linie und die Aberrationskurve
66 in Bezug auf die g-Linie) sind entsprechend durch Graphen dargestellt.
Die Ordinate der Aberrationskurven in 11
und 12 stellen die Bildhöhe als einen Prozentsatz des
Abstandes von der optischen Achse dar. In 11 und
12 entsprechen 100%, 80%, 70% und 60% 0,550 mm, 0,440
mm, 0,385 mm bzw. 0,330 mm. Die Ordinate in der Aberrationskurve aus 13
bezeichnet die Einfallshöhe h (F-Zahl), die in ihrem Maximum F3,4 entspricht.
Die Abszisse in 13 zeigt die Stärke der Aberration.
In Bezug auf eine Verzeichnung erreicht der absolute Wert des Betrages
an Aberration ein Maximum von 5,4728% bei einer Bildhöhenposition von 80% (eine
Bildhöhe von 0,440 mm) und daher innerhalb eines Bereichs der Bildhöhe
von 0,550 mm und darunter, wobei der absolute Wert des Betrags an Aberration innerhalb
von 5,4728% liegt.
In Bezug auf den Astigmatismus erreicht der absolute Wert des Betrags
an Aberration in der Meridionalebene ein Maximum von 0,0118 mm bei einer Bildhöhenposition
von 80% (einer Bildhöhe von 0,440 mm) und daher innerhalb eines Bereichs der
Bildhöhe von 0,550 mm und darunter, wobei der absolute Wert des Betrags an
Aberration innerhalb von 0,118 mm liegt.
Wie für die chromatische/sphärische Aberration erreicht
der absolute Wert der Aberrationskurve 66, die zu der g-Linie gehört,
ein Maximum von 0,025 mm bei einer Einfallshöhe h von 100% und daher liegt
der absolute Wert des Betrags an Aberration innerhalb von 0,0251 mm.
Vierte Ausführungsform
(A) Der objektseitige Krümmungsradius r1 der ersten Linse L1
beträgt r1 = 0,348 mm.
(B) Der bildseitige Krümmungsradius r2 der ersten Linse L1 beträgt
r2 = 0,578 mm.
(C) Der Brennpunktabstand von der Objektivrückseite bf beträgt
bf = 0,444 mm.
(D) Der Abstand in Luft von der objektseitigen Oberfläche der ersten Linse
L1 zu der bildgebenden Oberfläche oder mit anderen Worten die optische Länge
d beträgt d = 1,3545 mm.
(E) Der Abstand D2 zwischen der ersten Linse L1 und der zweiten Linse
L2 beträgt D2 = d2 + d3 = 0,0949 mm.
(F) Die Dicke D3 in der Mitte der zweiten Linse L2 beträgt D3
= d4 = 0,2784 mm.
(G) Die Brennweite f1 der ersten Linse L1 beträgt f1
= 1,14 mm.
(H) Die Brennweite f2 der zweiten Linse L2 beträgt f2
= 1,14 mm.
(I) Die Brennweite f3 der dritten Linse L3 beträgt f3
= –3,34 mm.
Daher
(1) r1/r2 = 0,348/0,578 = 0,6021
(2) D2/f = 0,0949/1,00 = 0,0949
(3) D3/f = 0,2784/1,00 = 0,2784
(4) d/f = 1,3545/1,00 = 1,3545 und
(5) bf/f = 0,444/1,00 = 0,444.
Daher erfüllt das Linsensystem gemäß der vierten Ausführungsform
die Bedingunsausdrücke.
Wie in Tabelle 4 gezeigt, ist die Aperturblende S1 an einem Ort 0,0346
mm (d2 = 0,0346 mm) hinter der zweiten Oberfläche (der bildseitigen
Oberfläche) der ersten Linse L1 angeordnet. Die numerische Apertur (F-Zahl)
beträgt 3,4.
Eine Querschnittsansicht des Abbildungsobjektivs gemäß der
vierten Ausführungsform ist in 14 gezeigt. Der
Brennpunktabstand von der Objektivrückseite in Bezug auf eine Brennweite von
1,0 mm beträgt 0,444 mm und daher ist eine ausreichende Länge gewährleistet.
Die in 15 gezeigte Verzeichnungskurve
68, die in 16 gezeigte Astigmatismuskurve
(die Aberrationskurve 70 in Bezug auf die Meridionalebene und die Aberrationskurve
72 in Bezug af die Sagittalebene) und die in 17
gezeigte chromatische/sphärische Aberrationskurve (die Aberrationskurve
74 für die C-Linie, die Aberrationskurve 76 für die
d-Linie, die Aberrationskurve 78 für die e-Linie, die Aberrationskurve
80 für die F-Linie und die Aberrationskurve 82 für die
g-Linie) sind entsprechend durch Graphen dargestellt.
Die Ordinate der Aberrationskurven in 15
und 16 stellen die Bildhöhe als einen Prozentsatz
des Abstandes von der optischen Achse dar. In 15 und
16 entsprechen 100%, 80%, 70% und 60% 0,620 mm, 0,496
mm, 0,434 mm bzw. 0,372 mm. Die Ordinate der Abberationskurve in 17
bezeichnet die Einfallshöhe h (F-Zahl), die in ihrem Maximum F3,4 entspricht.
Die Abszisse in 17 zeigt die Stärke der Aberration.
In Bezug auf die Verzeichnung erreicht der absolute Wert des Betrags
an Aberration ein Maximum von 7,1562% in einer Bildhöhenposition von 80% (einer
Bildhöhe von 0,496 mm) und daher innerhalb eines Bereichs der Bildhöhe
von 0,620 mm und darunter, wobei der absolute Wert des Betrags an Aberration innerhalb
von 7,1562% liegt.
In Bezug auf den Astigmatismus erreicht der absolute Wert des Betrags
an Aberration in der Meridionalebene ein Maximum von 0,0328 mm in einer Bildhöhenposition
von 100% (einer Bildhöhe von 0,620 mm) und daher innerhalb eines Bereichs der
Bildhöhe von 0,620 mm und darunter, wobei der absolute Wert des Betrags an
Aberration innerhalb von 0,0328 mm liegt.
In Bezug auf die chromatische/sphärische Aberration erreicht
der absolute Wert der Aberrationskurve 82 für die g-Linie ein Maximum
von 0,0217 mm bei einer Einfallshöhe h von 50% und daher ist der absolute Wert
des Betrags an Aberration innerhalb von 0,0217 mm gehalten.
Es wurde daher festgestellt, dass in allen der Abbildungsojektive
der ersten bis vierten Ausführungsformen eine ausreichende Leistungsfähigkeit
für einen Einbau in eine kleine Kamera, welche eine CCD oder CMOS als eine
bildgebende Vorrichtung verwendet, sichergestellt ist.
Wie es aus der vorangegangenen Beschreibung des Abbildungsobjektivs
gemäß Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung offensichtlich
ist, werden durch Konstruieren jeder der Linsen, welche das Abbildungsobjektiv bilden,
sodass die Bedingungsausdrücke (1) bis (5) erfüllt werden, verschiedene
Aberrationen zufriedenstellend korrigiert und ein Abbildungsobjektiv, das einen
ausreichenden Brennpunktabstand von der Objektivrückseite und eine kurze optische
Länge aufweist, wird erhalten.
Es ist zu beachten, dass in den oben beschriebenen Ausführungsformen
das Kunststoffmaterial ZEONEX 480R für die erste Linse, die zweite Linse und
die dritte Linse verwendet wird, aber es ist selbstredend möglich, dass andere
Kunststoffmaterialien als das in den Ausführungsformen zitierte und auch Nichtkunststoffmaterialien,
wie z. B. Glas oder Ähnliches verwendet werden können, solange die verschiedenen
in den Ausführungsformen beschriebenen Bedingungen usw. erfüllt sind.
Wie oben gemäß dem Abbildungsobjektiv aus Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung beschrieben, sind verschiedene Aberrationen zufrieden
stellend korrigiert und trotz einer kurzen optischen Länge kann ein zufriedenstellendes
Bild und ein ausreichender Brennpunktabstand von der Objektivrückseite sichergestellt
werden.
Ebenfalls gemäß dem Abbildungsobjektiv aus Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung kann ein Cycloolefinkunststoff oder ein Polycarbonat
als das Linsenmaterial verwendet werden. Daher gibt es keine Notwendigkeit teures
gegossenes Glas mit asphärischer Oberfläche zu verwenden, wodurch eine
Produktion bei geringen Kosten und eine Gewichtsreduzierung ermöglicht wird.
Wie oben beschrieben kann das Abbildungsobjektiv gemäß Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung als ein Kameraobjektiv zum Einbau in tragbare Telefone,
Personalcomputer oder digitale Kameras verwendet werden und es kann auch zufriedenstellend
als ein Kameraobjektiv für einen Einbau in PDAs (Personal Digital Assistants),
als ein Kameraobjektiv für einen Einbau in Spielzeug mit einer Bilderkennungsfunktion,
als ein Kameraobjektiv für einen Einbau in Überwachungs-, Kontroll- und
Straftatverhinderungsvorrichtungen usw. verwendet werden.
Anspruch[de]
Abbildungsobjektiv mit einer Dreilinsenstruktur, das eine erste Linse
(L1), eine Aperturblende (S1), eine zweite Linse (L2) und eine dritte Linse (L3)
aufweist, und das so aufgebaut ist, daß die erste Linse (L1), die Aperturblende
(S1), die zweite Linse (L2) und die dritte Linse (L3) von der Objektseite zu der
Bildseiten hin aufeinanderfolgend angeordnet sind, und wobei:
die erste Linse (L1) eine Kunstharzlinse ist, die eine positive Brechkraft und eine
Meniskusform aufweist, bei der die konvexe Oberfläche zu der Objektseite hin
zeigt,
die zweite Linse (L2) eine Kunstharzlinse ist, positive Brenkraft und die die zweite
Linse (L2) eine eine Kunstkarzlinse ist, die eine positive Brechkraft und eine Meniskusform
aufweist, bei der die konvexe Oberfläche zu der Bildseite hin zeigt, und
die dritte Linse (L3) eine Kunstharzlinse ist, die eine negative Brechkraft aufweist,
wobei beide Oberflächen der ersten Linse (L1) asphärisch sind, beide Oberflächen
der zweiten Linse (L2) asphärisch sind und mindestens eine
Oberfläche der dritten Linse (L3) asphärisch ist und
das Abbildungsobjektiv die folgenden Bedingungen erfüllt:
0,40 < r1/r2 < 0,65(1)
0,08 < D2/f < 0,1 und(2)
0,2 < D3/f < 0,3(3)
vorausgesetzt, daß
1,0 < d/f < 1,5 und(4)
0,4 < bf/f < 0,6(5)
auftritt,
wobei
f die Brennweite des gesamten Linsensystems ist,
r1 der Krümmungsradius der objektseitigen Oberfläche der ersten
Linse (L1) in der Nähe der optischen Achse ist,
r2 der Krümmungsradius der bildseitigen Oberfläche der ersten
Linse (L1) in der Nähe der optischen Achse ist,
D2 der Abstand zwischen der ersten Linse (L1) und der zweiten Linse (L2)
ist,
D3 die Dicke in der Mitte der zweiten Linse (L2) ist,
d der Abstand in Luft von der objektseitigen Oberfläche der ersten Linse (L1)
zu der bildgebenden Fläche ist und
bf der Abstand in Luft von der bildseitigen Oberfläche der dritten
Linse zu der bildgebenden Fläche ist.Abbildungsobjektiv nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die erste Linse (L1), die zweite Linse (L2) und die dritte Linse (L3), die das Abbildungsobjektiv
bilden, aus einem Material gebildet ist, das eine Abbe-Zahl in einem Bereich zwischen
30 und 60 aufweist.Abbildungsobjektiv nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die erste Linse (L1), die zweite Linse (L2) und die dritte Linse (L3), welche das
Abbildungsobjektiv bilden, gebildet sind, wobei ein Cycloolefinkunststoff als ein
Material verwendet wird.