Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Maschinen zum Prüfen
von Behältern, wie etwa Flaschen, auf Defekte.
Glasflaschen werden in einem Prozeß geformt, der zu Defekten
führen kann, die eine Flasche inakzeptabel machen können. Zum Beispiel
kann die Seitenwand einer Flasche einen Einschluß bzw. „Stein" („stone")
umfassen, der die Flasche unansehnlich macht, oder die Flasche kann eine „Vogelschwinge"
(„bird swing") haben, die abbrechen und Teil des Inhalts der Flasche werden
könnte.
Eine der einfachsten Arten, eine Flasche zu prüfen, besteht darin,
daß ein Benutzer die Flasche von einem Förderer entfernt und über
einer Lichtquelle, d.h. einem Hintergrundlicht, das im Sichtbereich des Benutzers
liegt (zum Beispiel einer Deckenbeleuchtung), durch die Flasche hindurchsieht. Es
wird angenommen, daß gewisse Defekte auf diese Art und Weise identifiziert
werden können. Dieser Prozeß wird jedoch erheblich verbessert durch eine
Prüfausrüstung, die gewöhnlich eine Lichtquelle definiert, die Teil
einer Prüfstation innerhalb eines Teiles der Prüfausrüstung ist.
Die Prüfung kann eine sehr einfache Form annehmen, bei der ein Benutzer die
Flaschen beobachtet, wenn sie vor einer großen trüben Lichtscheibe vorbeiwandern
– diese Lichtquelle könnte jedoch für den Benutzer unbequem sein.
Eine Kamera kann durch eine Flasche hindurchsehen, die von dieser
Lichtquelle von hinten beleuchtet wird, und ein Prüfalgorithmus versucht, einen
Defekt zu identifizieren. Das Hintergrundlicht kann verschiedenste Formen annehmen,
definiert jedoch entweder ein diffuses Hintergrundlicht oder ein gemustertes Hintergrundlicht.
Eine Form eines gemusterten Hintergrundlichtes ist ein schwarzweißer Streifen,
wie er etwa durch eine Lichtintensität definiert würde, die linear in
einer Sinusfunktion variiert.
Prüfmaschinen der letzteren Art sind in den Artikeln „Inspection
accuracy, flexibility and configurability" (GLASS, MONTHLY JOURNAL OF THE EUROPEAN
GLASS INDUSTRY, DMG WORLD MEDIA, 20 June 2003 (203-060-20), Seite 150 (REDHILL,
SURREY, UK) und „Veritas TM meets the challenge; sets a new standard for
glass container inspection" (INTERNATIONAL GLASS REVIEW, Volume 2, 2002, London,
UK) offenbart.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum Prüfen
eines transparenten Behälters in der Form, wie sie in diesen Artikeln offenbart
und im Oberbegriff von Anspruch 1 definiert ist.
Die in den Artikeln offenbarten Maschinen der Emhart Glass VeritasTM-Serien
umfassen automatisierte Online-Maschinen-Sichtsysteme. Das Maschinensystem umfaßt
LED-Lichtelemente, um Hintergrundbeleuchtungen zur Prüfung der Behälter
der Maschine zu erzeugen, wenn die Behälter durch die Maschinen wandern. Die
Maschinensysteme umfassen weiterhin Mensch-Maschinen-Bildschirmschnittstellen, d.h.
Touchscreens, deren Funktionen sich insgesamt auf die Maschinensysteme und ihren
Betrieb beziehen. Insbesondere werden die Touchscreens dazu verwendet, die Maschinensysteme
für eine Vielzahl von Betriebsarten zu konfigurieren.
Andere Maschinen zum Prüfen transparenter Behälter, die
Prüfbeleuchtungen in Maschinen-Sichtprüfsystemen und/oder Mensch-Maschinen-Bildschirmschnittstellen
zum Konfigurieren der Maschinensysteme umfassen, sind in der EP-A-0472881,
den US-A-5,172,005 und
5,072,127 und der US-B-6,452,156
offenbart.
Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, dem Benutzer eine gemusterte
oder diffuse Hintergrundbeleuchtungsquelle an einer Prüfmaschine bereitzustellen,
die eine Flasche oder einen anderen transparenten Behälter von hinten her beleuchtet,
damit der Benutzer auf eine verbesserte Art und Weise eine einfache Prüfung
einer in der Hand gehaltenen Flasche durchführen kann.
Nach der vorliegenden Erfindung ist eine Maschine zum Prüfen
eines transparenten Behälters vorgesehen, wie sie im kennzeichnenden Teil von
Anspruch 1 definiert ist.
Die vorliegende Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben, die eine derzeit bevorzugte Ausführungsform auf der
Grundlage der Prinzipien der Erfindung zeigen.
1 ist eine schematische Schrägansicht einer Prüfmaschine
zum Prüfen von Flaschen, die eine Steuerung aufweist sowie einen Bildschirm,
der als Mensch-Maschine-Schnittstelle arbeitet;
2 ist ein logisches Diagramm und zeigt, wie der Bildschirm
als Lichtquelle betrieben werden kann; und
3 ist eine Vorderansicht des Bildschirms und zeigt,
wie ein Benutzer eine gewünschte Lichtquelle definieren würde, die er
zu Prüfzwecken verwenden würde.
1 ist eine schematische Ansicht und zeigt eine Prüfmaschine
10, die eine Reihe von Flaschen 12 überprüft, die auf
einem Förderer 14 durch die Maschine befördert werden. Mit der
Maschine kann irgendeine einer Vielzahl von Prüfungen ausgeführt werden.
Zum Beispiel kann die Flasche auf die Forminformationen hin, die
der Produzent auf der Flasche hinterläßt, überprüft werden,
so daß Defekte auf die Form bezogen werden können, in der die Flasche
hergestellt wurde. Das Öffnen der Flasche kann geprüft werden, um sicherzustellen,
daß der I.D. (innere Durchmesser – „inner diameter") und der
O.D. (äußerer Durchmesser – „outer diameter") akzeptabel
sind. Die Seiten der Flasche können überprüft werden, um sicherzustellen,
daß sie vertikal sind und keine Defekte wie dünne oder dicke Flecken haben.
Die Prüfmaschine hat eine Benutzerkonsole 16, die eine
Mensch-Maschinen-Schnittstelle in Form einer Touchscreen 17 umfaßt.
Mit diesem Bildschirm kann der Benutzer verschiedene Funktionen ausführen,
die sich auf den Betrieb der Maschine beziehen. Der Bildschirm wird von einem Computer
18 gesteuert und der Bildschirm könnte ein LCD („liquid crystal
diode")-Bildschirm sein.
Der Benutzer kann auch eine aus einer Mehrzahl von Hintergrundbeleuchtungen
und/oder Hintergrundbeleuchtungsmustern auswählen, die durch den Bildschirm
erzeugt, definiert und angezeigt und vom Benutzer verwendet werden, wenn er einen
Behälter überprüft.
Hintergrundbeleuchtungen können diffus (weiß) oder gemustert
sein. Ein gewöhnliches Muster ist ein schwarzweißes Streifenmuster, bei
dem die Lichtintensität in eine gewünschte Richtung wandert d.h. die Lichtintensität
über dem Musterbereich variiert in einer Sinusfunktion zwischen schwarz und
weiß und wiederholt sich zum Beispiel alle 6,35 mm (0,25 Inch). Unter Bezugnahme
auf 2 besteht die zuerst zu erledigende Aufgabe (Schritt
20) im „Definieren der gewünschten Hintergrundbeleuchtungen
für den LCD-Bildschirm". Es könnte irgendeine Anzahl von „N" unterschiedlichen
Hintergrundbeleuchtungen/Mustern, die ausgewählt werden können, geben.
Wird die Abfrage „Hat Benutzer Hintergrundlicht N angefordert" (Schritt
22) positiv beantwortet, springt die Steuerung zu „Hintergrundbeleuchtung
„N" am Bildschirm anzeigen" (Schritt 24).
3 zeigt den Bildschirm 17, wie er von einem
Benutzer benutzt werden würde, um eine gewünschte Hintergrundbeleuchtung
auf dem Bildschirm anzuzeigen. Es wird der Steuerungs-Reiter 25 ausgewählt,
der ein Menü mit der Option „Hintergrundbeleuchtung" 26 anzeigt.
Wird dieses Menü ausgewählt, wird ein Untermenü angezeigt mit den
Einträgen: Seitenwand (trüb 28) (ein variiertes oder Streifenmuster,
zum Beispiel ein Helligkeitsmuster, das wiederholt entlang einer Achse sinusförmig
zwischen schwarz und weiß variiert); Transparent 30 (ein gleichförmiges
diffuses oder weißes Licht); und zwei weitere Untermenüeinträge
32, 34 für zusätzliche Hintergrundlichtarten. Der Benutzer
berührt den gewünschten Hintergrundbeleuchtungs-Reiter und die Steuerung
beleuchtet den Bildschirm dementsprechend. Der Benutzer hat nun eine geeignete Hintergrundlichtquelle
gewählt, die verwendet werden kann, um eine Flasche, die er vom Förderer
entfernt hat und überprüfen möchte, von hinten zu beleuchten, indem
er sie vor die Scheibe hält.
BESCHRIFTUNG DER FIGUREN
Fig. 2
- NO – NEIN
- DEFINE THE DESIRED BACK LIGHT(S) FOR THE LED SCREEN – DEFINIERE DIE GEWÜNSCHTEN
HINTERGRUNDBELEUCHTUNGEN FÜR DEN LED-BILDSCHIRM
- HAS OPERATOR REQUESTED BACK LIGHT „N" – HAT BENUTZER HINTERGRUND
BELEUCHTUNG „N" AUSGEWÄHLT
- YES – JA
- PRESENT BACK LIGHT „N" ON SCREEN – ANZEIGEN DER HINTERGRUND BELEUCHTUNG
„N" AUF DEM BILDSCHIRM
Fig. 3
- PRODUCTION – PRODUKTION
- INSPECTION SETUP – PRÜF-EINSTELLUNGEN
- JOB SETUP – JOB-EINSTELLUNGEN
- MACHINE SETUP – MASCHINEN-EINSTELLUNGEN
- CONTROL PANEL – STEUERUNGS-EINSTELLUNGEN
- DIAGNOSE – DIAGNOSE
- USER SETUP – BENUTZER-EINSTELLUNGEN
- UTILITIES – ZUBEHÖR
- BACK LIGHT – HINTERGRUNDBELEUCHTUNG
- SIDEWALL (OPAQUE) – SEITENWAND (TRÜB)