Diese Erfindung betrifft Faservliese für Filter, die zum Abtrennen
und Entfernen von Stäuben in der Luft, usw., angepasst sind, und insbesondere
Faservliese für Filter, die ein hervorragendes Rückhaltevolumen für
eingefangene Materialien, wie z.B. Stäube und Kohlenstoffteilchen, aufweisen
und eine hohe Reinigungseffizienz für eine lange Zeit aufrechterhalten können,
ein Verfahren zur Herstellung solcher Faservliese und Filter, bei denen solche Faservliese
eingesetzt werden.
Bisher wurde als Verfahren zur Bereitstellung sauberer Luft gebräuchlich
ein Verfahren verwendet, bei dem Luft, die Stäube, usw., enthält, zur
Entfernung der Stäube, usw., durch Filter geleitet wurde. Die Leistung, die
für Filter erforderlich ist, hängt von der Verwendung der Filter ab. Im
Hinblick darauf werden als Materialien für Filter verschiedene Materialien,
wie z.B. Papier und Fasern, verwendet. Wenn Filter für Luft-aufnehmende Motoren
für Kraftfahrzeuge verwendet werden, ist ein Vermögen zum Aufrechterhalten
einer hohen Reinigungseffizienz sowie zum Erreichen einer hohen Reinigungseffizienz
erforderlich.
In letzter Zeit wurden Faservliese des Dichtegradiententyps als Filter
mit einem besseren Vermögen zum Aufrechterhalten der Reinigungseffizienz durch
Entfernen und Halten von Stäuben vorgeschlagen. Ein Faservlies des Dichtegradiententyps
ist ein Faservlies, in dem faserartige Schichten, die jeweils eine unterschiedliche
Faserdichte aufweisen, derart eine über der anderen schichtartig angeordnet
sind, dass die Dichte in der Schichtungsrichtung der faserartigen Schichten schrittweise
variiert wird. Jede faserartige Schicht ist aus Fasern mit unterschiedlichen Faserdurchmessern
zusammengesetzt. Insbesondere ist ein Faservlies des Dichtegradiententyps so aufgebaut,
dass die Dichte jeder faserartigen Schicht in der Schichtungsrichtung der faserartigen
Schichten von einer Oberfläche des Faservlieses zu der gegenüberliegenden
Oberfläche davon dadurch schrittweise zunimmt, dass das Mischungsverhältnis
der Fasern, welche die faserartige Schicht bilden, bezüglich jeder faserartigen
Schicht verändert wird. In einem solchen Faservlies sind Fasern durch Verbinden
bzw. Anhaften mit verschiedenen Bindemitteln oder durch Zugeben von haftenden Fasern
und durch Verschmelzen eines Teils der haftenden Fasern, so dass die verschmolzenen
haftenden Fasern an den anderen Fasern haften, aneinander gebunden.
Selbst das vorstehend beschriebene Faservlies des Dichtegradiententyps
kann keine ausreichende Reinigungseffizienz des Entfernens von Mikroteilchen, wie
z.B. Kohlenstoffteilchen, bereitstellen. Demgemäß wurde eine Technik zur
Verbesserung der Reinigungseffizienz durch Erhöhen der Dichte der faserartigen
Schichten vorgeschlagen. Einige Beispiele für Techniken des Erhöhens der
Faserdichte sind derart, dass die Größe der Pore (Abmessung des Zwischenraums),
die durch angrenzende Fasern definiert wird, unter Verwendung von Fasern mit einem
sehr kleinen Durchmesser vermindert wird, und dass die Porengröße durch
Imprägnieren von Harz in die Fasern vermindert wird. Wenn ein solches Faservlies
als Filter verwendet wird, ist es sehr wahrscheinlich, dass bei dem Filter ein Verstopfen
der Zwischenräume (Poren) in den faserartigen Schichten resultiert, auch wenn
eine Reinigungseffizienz des Entfernens von Mikroteilchen, wie z.B. von Kohlenstoffteilchen,
sichergestellt wird. Als Ergebnis wird die Lebensdauer eines solchen Filters verkürzt.
Ferner kann die Erhöhung der Dichte der faserartigen Schicht das Rückhaltevolumen
des Filters für eingefangene Stäube und Kohlenstoffteilchen vermindern,
was zu einer Verminderung der Lebensdauer des Filters führt.
In einem Versuch zur Lösung der vorstehend genannten Probleme
wurden in letzter Zeit verschiedene Faservliese für Filter vorgeschlagen. Beispielsweise
beschreibt die japanische ungeprüfte Patentoffenlegungsschrift
Nr. HEI 9-192427 die folgende Technik. Insbesondere werden mindestens zwei
faserartige Schichten, die jeweils aus wärmehaftenden hydrophoben Fasern und
nicht-wärmehaftenden hydrophoben Fasern zusammengesetzt sind, eine über
der anderen schichtartig angeordnet, so dass die faserartige Schicht auf einer Luftauslassseite
eine durchschnittliche Feinheit aufweist, die kleiner ist als diejenige der faserartigen
Schicht auf einer Lufteinlassseite. Das so hergestellte Faservlies wird mit Wasser
gewaschen, um den Gehalt an Ölmittel, das an den Fasern haftet, zu vermindern.
Dadurch wird ein Faservlies mit einer verbesserten Reinigungsleistung des Einfangens
von Sandstäuben erzeugt, während ein Verstopfen in den faserartigen Schichten
durch die angesammelten Stäube unterdrückt wird.
Die japanische ungeprüfte Patentoffenlegungsschrift
Nr. SHO 50-31476 beschreibt ein Faservlies, das durch Herstellen einer
Bahn, die mindestens 30 % Verbundfasern enthält, die derart aufgebaut werden,
dass Fasern, die aus einem Polymer hergestellt sind, das zwei Arten von Fasern mit
einer Schmelzpunktdifferenz von 20°C oder mehr bilden kann, in einer Reihe
angeordnet werden, Unterziehen der Bahn einem Vernadelungsverfahren unter Bedingungen,
bei denen die aktive Nadelzahl im Bereich von 40 bis 150 liegt, und Unterziehen
der so verarbeiteten Bahn einer Wärmebehandlung bei einer Temperatur nicht
unter einem Schmelzpunkt der Komponente der Verbundfaser mit niedrigem Schmelzpunkt
und unter dem Schmelzpunkt der Komponente der Verbundfaser mit
hohem Schmelzpunkt hergestellt wird.
Die Filter für Motoren von Kraftfahrzeugen erfordern ein hohes
Rückhaltevolumen von Stäuben, usw., sowie eine Reinigungseffizienz bezüglich
der Stäube, usw., unter Berücksichtigung des Erfordernisses, dass die
Filter für eine lange Zeit verwendet werden. Ferner hat im Hinblick auf das
in letzter Zeit vorliegende Erfordernis für eine Kostensenkung der Bedarf für
eine Herstellung von Faservliesen, die eine hohe Reinigungseffizienz und ein hohes
Rückhaltevolumen für Stäube, usw., mit einer geringeren Anzahl faserartiger
Schichten und einer hervorragenden Formbarkeit und integrierten Formbarkeit bereitstellen
können, zugenommen.
Im Hinblick auf das Vorstehende ist es eine Aufgabe dieser Erfindung,
Faservliese für Filter, die eine hohe Einfangrate bezüglich Stäuben
und Kohlenstoffteilchen für eine lange Zeit aufrechterhalten können, mit
einem großen Rückhaltevolumen bezüglich Stäuben und Kohlenstoffteilchen,
während ein Verstopfen unterdrückt wird, ein Verfahren zur Herstellung
solcher Faservliese und Filter für Motoren, in denen solche Faservliese eingesetzt
werden, bereitzustellen.
Gemäß eines Aspekts dieser Erfindung ist das Faservlies
aus zwei oder mehr verschiedenen Arten faserartiger Schichten, die eine über
der anderen angeordnet sind, aufgebaut. Das Faservlies weist eine durchschnittliche
Porengröße von einschließlich 30 &mgr;m bis einschließlich
60 &mgr;m und eine Gesamtporenfläche bei bzw. von 0,011 cm2/cm2
oder mehr, bezüglich der gesamten Oberfläche des Faservlieses, auf. Die
durchschnittliche Porengröße wird gemäß der Blas- bzw. Blasenpunktmethode,
die in ASTM F-316-80 definiert ist, unter Verwendung eines Coulter-Porometers II
berechnet. Jede faserartige Schicht ist aus haftenden Fasern und aneinanderzubindenden
Fasern zusammengesetzt und die haftenden Fasern und die aneinanderzubindenden Fasern
sind durch eine Wärmebehandlung aneinander gebunden.
Das erfindungsgemäße Faservlies stellt eine hervorragende
anfängliche Reinigungseffizienz des Einfangens von Stäuben, insbesondere
von Kohlenstoffteilchen, die für Faservliese für Filter erforderlich ist,
die in verschiedenen Luftreinigungs- und Fluidverarbeitungsvorrichtungen verwendet
werden, insbesondere für Filter für Luft-aufnehmende Motoren von Kraftfahrzeugen,
sowie ein großes Rückhaltevolumen bezüglich eingefangener Materialien,
wie z.B. Stäuben und Kohlenstoffteilchen, bereit. Daher ist es weniger wahrscheinlich,
dass das erfindungsgemäße Faservlies ein Verstopfen verursacht und es
kann eine große Menge von Stäuben und Kohlenstoffteilchen einfangen und
die Reinigungseffizienz für eine lange Zeit aufrechterhalten. Ferner stellt
das erfindungsgemäße Faservlies die hervorragende Reinigungseffizienz
mit nur drei Schichten bereit und weist eine hervorragende Formbarkeit auf, was
bezüglich der Senkung der Herstellungskosten vorteilhaft ist. Das erfindungsgemäße
Faservlies ist als Filter für einen Luft-aufnehmenden Motor eines Kraftfahrzeugs
geeignet, bei dem eine hohe Reinigungsleistung bei einer kompakten Größe
erforderlich ist.
Als Ergebnis umfangreicher Forschungen und Untersuchungen haben die
Erfinder dieser Anmeldung gefunden, dass Faservliese mit einer durchschnittlichen
Porengröße von 30 bis 60 &mgr;m und einer Gesamtporenfläche von
0,011 cm2/cm2 oder mehr, die durch Anordnen von mindestens
zwei faserartigen Schichten eine über der anderen erzeugt werden, eine hervorragende
Reinigungseffizienz der Entfernung von Stäuben und Kohlenstoffteilchen, die
in einem Gas enthalten sind, sowie ein großes Rückhaltevolumen des Haltens
der eingefangenen Stäube und Kohlenstoffteilchen bereitstellen.
Die durchschnittliche Porengröße des Faservlieses ist der
Wert, der gemäß der Blasenpunktmethode, die in ASTMF-316-80 definiert
ist, unter Verwendung eines Coulter-Porometers II (ein Produkt von Coulter, Inc.)
berechnet wird. Die Messung durch das Coulter-Porometer II wird durch Eintauchen
eines Stücks Faservlies in eine Flüssigkeit, während die Oberfläche
des Faservlieses, die eine hohe Faserdichte aufweist, an einer unteren Seite der
Messvorrichtung angeordnet wird, und die gegenüberliegende Oberfläche
davon, die eine niedrige Faserdichte aufweist, an einer oberen Seite davon angeordnet
wird, Blasen von Gas auf die obere Oberfläche des Faservlieses, während
der Gasdruck erhöht wird, und Messen der Porengröße als Beziehung
zwischen dem Druck des zugeführten Gases und der Oberflächenspannung der
Flüssigkeit, die auf die untere Oberfläche (andere Seite) des Faservlieses
ausgeübt wird, durchgeführt. Bezüglich der Bedienung und des Messverfahrens
des Coulter-Porometers II folgte das an den Experimenten beteiligte Personal dem
Bedienungshandbuch der Messvorrichtung.
Es sollte beachtet werden, dass die „Gesamtporenfläche"
der Wert ist, der unter Verwendung des Coulter-Porometers II berechnet wird, und
die Gesamtfläche der Poren pro Einheitsfläche ist (Einheit: cm2/cm2),
die durch Integrieren der Flächen der Poren mit dem gleichen Durchmesser bezogen
auf jede Porengröße (Durchmesser) und durch Aufsummieren der Integrationsergebnisse
erhalten wird.
Wenn die durchschnittliche Porengröße 60 &mgr;m übersteigt,
treten Mikroteilchen, wie z.B. Kohlenstoffteilchen, leicht durch die Poren hindurch,
so dass keine ausreichende anfängliche Reinigungseffizienz des Einfangens der
Mikroteilchen bereitgestellt werden kann. Wenn im Gegensatz dazu die durchschnittliche
Porengröße kleiner als 30 &mgr;m ist, ist es wahrscheinlich, dass das
Faservlies, das eine solche durchschnittliche Porengröße aufweist, in
einer kurzen Zeit ein Verstopfen verursacht, obwohl die anfängliche Reinigungseffizienz
des Einfangens von Mikroteilchen erhöht werden kann. Als Ergebnis kann das
Faservlies mit einer solchen kleinen durchschnittlichen Porengröße keine
hohe Reinigungseffizienz für eine lange Zeit aufrechterhalten.
Wenn die Gesamtporenfläche kleiner als 0,011 cm2/cm2
ist, kann ein Faservlies mit einer solchen kleinen Gesamtporenfläche kein ausreichendes
Rückhaltevolumen bezüglich eingefangener Stäube und Mikroteilchen,
wie z.B. Kohlenstoffteilchen, bereitstellen. Vorzugsweise beträgt die Gesamtporenfläche
0,012 cm2/cm2 oder mehr, mehr bevorzugt 0,013 cm2/cm2
oder mehr und insbesondere 0,018 cm2/cm2 oder mehr. Je größer
die Gesamtporenfläche ist, desto größer ist das Stäube/Kohlenstoffteilchen-Rückhaltevolumen
des Faservlieses, wodurch das Vermögen zum Aufrechterhalten einer hohen Reinigungseffizienz
für eine lange Zeit verbessert wird. Demgemäß gibt es keinen Wert
für die Obergrenze der Gesamtporenfläche, so lange die durchschnittliche
Porengröße in dem vorstehend angegebenen Bereich liegt.
Der Filter, bei dem das erfindungsgemäße Faservlies eingesetzt
wird, weist eine anfängliche Reinigungseffizienz, die durch JIS D 1612 definiert
ist, von 95 % oder mehr, vorzugsweise von 96 % oder mehr, und eine Stäube/Kohlenstoffteilchen-Einfangrate
am Ende, die durch JIS D 1612 definiert ist, von 99,4 % oder mehr, vorzugsweise
von 96 % oder mehr auf. Der Filter weist auch ein Rückhaltevolumen von Stäuben,
das durch JIS Z 8901 definiert ist, von 230 g/0,1 m3 oder mehr, und ein
Rückhaltevolumen für Kohlenstoffteilchen, das durch JIS Z 8901 definiert
ist, von 3,6 g/0,1 m3 oder mehr auf. Mit diesen Eigenschaften kann der
Filter eine hohe Reinigungsleistung für eine lange Zeit aufrechterhalten.
Das erfindungsgemäße Faservlies mit der vorstehend genannten
durchschnittlichen Porengröße und der vorstehend genannten Gesamtporenfläche
kann vorzugsweise durch Anordnen einer Mehrzahl faserartiger Blätter (Bahnen),
die jeweils aus haftenden Fasern und aneinanderzubindenden Fasern aufgebaut sind,
die nachstehend beschrieben werden, wobei diese zwei Arten von Fasern einheitlich
verteilt sind, eine über der anderen, Verbinden der faserartigen Blätter
zu einem integrierten Faservliesteil durch ein physikalisches Verbinden, wie z.B.
ein Vernadelungsverfahren, Unterziehen des Faservliesteils einer Wärmebehandlung
durch thermisches Anhaftenlassen der Fasern aneinander, Aufbringen einer Flüssigkeit
auf die Oberfläche des Faservlieses, das eine hohe Faserdichte aufweist, und
Behandeln des Faservlieses mit einer Heizwalze hergestellt werden.
Nachstehend wird ein Beispiel für ein Verfahren zur Herstellung
der erfindungsgemäßen Faservliese für Filter detailliert beschrieben.
Solange die erfindungsgemäßen Faservliese mit den vorstehend genannten
Eigenschaften erzeugt werden können, ist das Verfahren zur Herstellung der
erfindungsgemäßen Faservliese nicht auf das nachstehend beschriebene Herstellungsverfahren
beschränkt.
Vorzugsweise sind die Faserbestandteile, die jede faserartige Schicht
des erfindungsgemäßen Faservlieses bilden, derart, dass ein Teil einer
Art von Faser verschmolzen wird, so dass sie an der anderen Faser haftet, wodurch
sie bei der Anwendung einer Wärmebehandlung, die später beschrieben wird,
miteinander verbunden werden. Das Verbinden der Fasern unter Nutzung der verschmolzenen
Fasern ermöglicht die Bereitstellung eines Faservlieses, das eine ausreichende
Steifigkeit gegen ein Biegen bei der Herstellung von Falten, das später beschrieben
wird (nachstehend wird diese Art von Vermögen des erfindungsgemäßen
Faservlieses als „Formbarkeit" bezeichnet), und bei der Ausbildung des Faservlieses
zu einem integrierten Faservliesgegenstand mit einem Trägerrahmen dadurch,
dass ein Teil des Faservlieses als Trägerrahmen ausgebildet wird (nachstehend
wird diese Art von Vermögen des erfindungsgemäßen Faservlieses als
„integrierte Formbarkeit" bezeichnet), aufweist.
Es ist selbstverständlich, dass es ein Verfahren zum Anhaftenlassen
der Fasern aneinander unter Verwendung eines bekannten Bindemittels, wie z.B. eines
Bindemittels des Emulsionstyps, gibt. Die Verwendung des Bindemittels des Emulsionstyps
weist jedoch die folgenden Nachteile auf. Das Zugeben einer übermäßigen
Menge des Bindemittels macht es schwierig, die Porengröße in einem geeigneten
Bereich einzustellen. Ferner ist es wahrscheinlich, dass die Verwendung eines Bindemittels
ein Verstopfen verursacht, wodurch die Lebensdauer des Filters verkürzt wird.
Darüber hinaus ist es wahrscheinlich, dass bei der Erzeugung von Faservliesgegenständen
Risse erzeugt werden, wodurch fehlerhafte Faservliesgegenstände erzeugt werden.
Insbesondere kann in dem Fall der Verwendung eines Bindemittels ein integriertes
Formen nicht durchgeführt werden, wie es später beschrieben wird. Im Hinblick
auf das Vorstehende wird in der Ausführungsform dieser Erfindung
ein Bindemittel nicht verwendet.
Im Hinblick auf die vorstehend genannten Umstände wird die faserartige
Schicht des erfindungsgemäßen Faservlieses aus einer haftenden Faser und
einer aneinanderzubindenden Faser hergestellt.
Die haftende Faser ist eine Faser, welche die Eigenschaft aufweist,
dass sie im Temperaturbereich von 100 bis 220°C zu schmelzen beginnt. Eine
solche haftende Faser kann eine Einzelfaser oder eine Verbund- bzw. Mischfaser sein.
Die Einzelfaser umfasst eine Polypropylenfaser, eine Polyethylenfaser und eine Copolymerfaser
aus Ethylen-Vinylacetat. Die Verbundfaser umfasst einen nebeneinander liegenden
Typ oder einen Hülle-und-Kern-Typ. Da ein übermäßiges Schmelzen
von Fasern die Bindungsfestigkeit zwischen Fasern vermindert, ist es bevorzugt,
anstelle der Einzelfaser eine Verbundfaser zu verwenden. Wenn die haftende Faser
aus einer Verbundfaser gebildet wird, wird empfohlen, eine Verbundfaser des Hülle-und-Kern-Typs
zu verwenden, die aus einer Komponente mit hohem Schmelzpunkt (entsprechend einem
Kern der Faser), die einen Schmelzpunkt aufweist, der um 30°C oder mehr höher
ist als der Schmelzpunkt einer Komponente mit niedrigem Schmelzpunkt, und der Komponente
mit niedrigem Schmelzpunkt (entsprechend einer Hülle der Faser), die einen
Schmelzpunkt im Bereich von 100 bis 220°C aufweist, zusammengesetzt ist. Eine
Kombination aus einem modifizierten Polyester und einem Polyester ist als eine solche
Verbundfaser des Hülle-und-Kern-Typs bevorzugt. Es ist selbstverständlich,
dass eine solche Verbundfaser des Hülle-und-Kern-Typs eine Verbundfaser aus
Polypropylen (Kern) und Polyethylen (Hülle), eine Verbundfaser aus Nylon-66
(Kern) und Nylon-6 (Hülle) und eine Verbundfaser aus Polyester (Kern) und Polyethylen
(Hülle) umfasst.
Das Mischungsverhältnis der Komponente mit hohem Schmelzpunkt
zu der Komponente mit niedrigem Schmelzpunkt in der Verbundfaser ist nicht speziell
beschränkt. Als eine solche Verbundfaser werden auf dem Markt erhältliche
Fasern verwendet.
Die aneinanderzubindende Faser, die eine Faser eines Typs ist, der
sich von der haftenden Faser unterscheidet, ist eine Faser, die bei der Schmelzstarttemperatur
der vorstehend genannten haftenden Faser nicht zu schmelzen beginnt. Vorzugsweise
beträgt die Schmelzpunktdifferenz zwischen der haftenden Faser und der aneinanderzubindenden
Faser mindestens 30°C oder mehr. Vorzugsweise ist die aneinanderzubindende
Faser eine Einzelfaser. Die Einzelfaser umfasst Polyamidfasern, wie z.B. Nylon,
und Polyesterfasern.
Das Masseverhältnis der haftenden Faser zur aneinanderzubindenden
Faser, die jede faserartige Schicht bilden, liegt vorzugsweise im Bereich von 50:50
bis 30:70. Je höher der Anteil der haftenden Faser ist, desto stärker
können die Poren verstopft werden oder die Gesamtporenfläche vermindert
werden, und zwar aufgrund eines übermäßigen Schmelzens der haftenden
Faser. Es sollte beachtet werden, dass die Länge jeder Faser nicht speziell
beschränkt ist. Es können bekannte Fasern mit jedweder Faserlänge
verwendet werden.
Gemäß der Ausführungsform dieser Erfindung kann eine
faserartige Schicht gemäß einem bekannten Verfahren hergestellt werden,
solange das Mischungsverhältnis der haftenden Faser zu der aneinanderzubindenden
Faser in dem vorstehend genannten Bereich liegt. Das erfindungsgemäße
Faservlies wird durch Anordnen mindestens zwei faserartiger Schichten, wobei jede
davon durch Mischen der vorstehend genannten Fasern in dem angegebenen Verhältnis
erhalten wird, einer über der anderen hergestellt. Solange die vorstehend genannte
durchschnittliche Porengröße und die vorstehend genannte Gesamtporenfläche
erhältlich sind, sind die Dicke des Faservlieses, die Dicke jeder faserartigen
Schicht und die Anzahl der faserartigen Schichten, die das Faservlies bilden, nicht
beschränkt. Daher können die Dicke und die Anzahl der faserartigen Schichten
gemäß ihres Anwendungszwecks optimal festgelegt werden. Eine Erhöhung
der Dicke und der Anzahl der faserartigen Schichten über einen zulässigen
Bereich hinaus kann jedoch die Herstellungskosten des Faservlieses erhöhen.
Demgemäß ist es bevorzugt, die Dichte der faserartigen Schicht und den
Durchmesser von Fasern in einer solchen Weise einzustellen, dass die durchschnittliche
Porengröße und die Gesamtporenfläche, die in der vorstehend beschriebenen
Weise definiert sind, mit einer geringeren Anzahl faserartiger Schichten erhalten
werden können.
Gemäß der Ausführungsform dieser Erfindung ist es bevorzugt,
das Faservlies derart zu bilden, dass die Dichte der faserartigen Schicht schrittweise
oder kontinuierlich in der Schichtungsrichtung der faserartigen Schichten von einer
Einlassseite des zugeführten Gases des Faservlieses, durch die ein zugeführtes
Gas hineingezogen wird, zu einer Auslassseite des zugeführten Gases, durch
die das zugeführte Gas ausgetragen wird, zunimmt. Nachstehend wird die faserartige
Schicht, die eine hohe Faserdichte aufweist, als „Schicht mit hoher Dichte"
bezeichnet, und die faserartige Schicht, die eine niedrige Faserdichte aufweist,
als „Schicht mit niedriger Dichte" bezeichnet. In dem Faservlies, das einen
solchen Dichtegradienten aufweist, können Teilchen mit einem
relativ großen Durchmesser, wie z.B. Stäube, in der faserartigen Schicht
der Einlassseite des zugeführten Gases eingefangen werden (nämlich in
der Schicht mit niedriger Dichte). Dadurch kann ein Verstopfen in der faserartigen
Schicht der Auslassseite des zugeführten Gases (nämlich der Schicht mit
hoher Dichte) unterdrückt werden. Ferner können bei dieser Anordnung Stäube
in einer Weise zurückgehalten werden, dass Stäube mit unterschiedlichen
Teilchengrößen (Durchmesser) in der Dickenrichtung (Schichtungsrichtung)
des Faservlieses gemäß der Größe der Teilchen verteilt werden.
Bei dieser Anordnung kann das Rückhaltevolumen von Stäuben pro Einheitsfläche
erhöht werden.
Es ist bevorzugt, eine Faser mit einem kleinen durchschnittlichen
Denier bzw. Denier-Wert als eine Komponente für die Schicht mit hoher Dichte
zu verwenden, um die Faserdichte der Schicht mit hoher Dichte zu erhöhen, während
die Schichtdicke so gering wie möglich gehalten wird. Ferner ist es bevorzugt,
eine Faser mit einem großen durchschnittlichen Denier-Wert als eine Komponente
für die Schicht mit niedriger Dichte zu verwenden, um das Erfordernis des Einfangens
von relativ großen Teilchen zu erfüllen. Im Hinblick darauf ist es bevorzugt,
den durchschnittlichen Denier-Wert der faserartigen Schichten schrittweise oder
kontinuierlich in der Dickenrichtung oder Schichtungsrichtung des Faservlieses von
der Einlassseite des zugeführten Gases (Seite der Schicht mit niedriger Dichte)
zu der Auslassseite des zugeführten Gases (Seite der Schicht mit hoher Dichte)
zu vermindern.
Das Verfahren zum Verbinden der schichtartig angeordneten faserartigen
Schichten zur Erzeugung des erfindungsgemäßen Faservlieses ist nicht speziell
beschränkt. Es wird jedoch ein integrierte Bildung durch physikalisches Verbinden
eingesetzt, um die Formbarkeit des Faservlieses sicherzustellen. Ein physikalisches
Verbinden bedeutet, dass die faserartigen Schichten durch Verflechten der Fasern
in den angrenzenden Schichten miteinander verbunden werden. Bevorzugte Beispiele
für Verfahren des Verflechtens der Fasern gemäß eines solchen physikalischen
Verbindens sind ein Vernadelungsverfahren und ein Wasserstrahlverarbeitungsverfahren.
Bezüglich des physikalischen Verbindens, wie z.B. eines Vernadelungsverfahrens
und eines Wasserstrahlverarbeitungsverfahrens, ist es aus den folgenden Gründen
bevorzugt, ein Vernadelungsverfahren (Wasserstrahlverarbeitungsverfahren) auf der
Seite der Schicht mit hoher Dichte des Faservlieses durchzuführen. Verglichen
mit dem Fall, bei dem ein Vernadelungsverfahren auf der Seite der Schicht mit niedriger
Dichte durchgeführt wird, kann das Vernadelungsverfahren auf der Seite der
Schicht mit hoher Dichte ein Zusammenfallen oder eine Verformung der Poren, das
bzw. die mit dem Verflechten einhergeht, sowie eine unerwünschte Erweiterung
der Porengröße unterdrücken. Durch diese Anordnung können die
durchschnittliche Porengröße und die Gesamtporenfläche, die vorstehend
definiert worden sind, sichergestellt werden, wodurch eine Verminderung der anfänglichen
Reinigungseffizienz bezüglich Mikroteilchen, wie z. B. Kohlenstoffteilchen,
unterdrückt wird. Die Erfordernisse für die Durchführung eines Vernadelungsverfahrens
sind nicht speziell beschränkt. Eine übermäßige Vergrößerung
der Vernadelungstiefe kann jedoch in unerwünschter Weise die Porengröße
(Durchmesser) erweitern. Im Gegensatz dazu kann bei einer übermäßigen
Verminderung der Vernadelungstiefe kein ausreichendes Verflechten erhalten werden.
Im Hinblick darauf ist es im Allgemeinen bevorzugt, die Vernadelungstiefe im Bereich
von 8 bis 15 mm einzustellen. Als Nadel für das Vernadelungsverfahren kann
jedwede Art von Nadel verwendet werden, die in dem bekannten Vernadeln verwendet
wird. Da jedoch der Nadeldurchmesser größer ist als der Durchmesser der
Poren in der Schicht mit hoher Dichte, kann der Porendurchmesser in der Schicht
mit hoher Dichte durch das Vernadelungsverfahren zunehmen. Im Hinblick darauf ist
es bevorzugt, die Anzahl von Nadeln (die Anzahl für die Penetration) pro Einheitsfläche
in dem Bereich von 40 bis 100 Teilen/cm2 einzustellen, um eine unerwünschte
Erweiterung des Porendurchmessers zu unterdrücken und einen ausreichenden Verflechtungsvorgang
durchzuführen.
Das Faservlies wird nach dem physikalischen Verbinden einer Wärmebehandlung
unterzogen, bei welcher die haftende Faser und die aneinanderzubindende Faser aneinander
gebunden werden. Das Wärmebehandlungsverfahren ist nicht speziell beschränkt.
Solange die Temperatur für die Wärmebehandlung mit der Schmelzstarttemperatur
der haftenden Faser identisch oder höher als diese ist und niedriger ist als
die Schmelzstarttemperatur der aneinanderzubindenden Faser, können diese Fasern
aneinander gebunden werden.
Es ist wahrscheinlich, dass sich die Oberfläche der Schicht mit
hoher Dichte nach der Wärmebehandlung in einem fusseligen Zustand befindet.
Im Hinblick darauf wird nach der Wärmebehandlung eine Kalandrierverarbeitung
durchgeführt, bei der die Schicht mit hoher Dichte des Faservlieses eine Heizwalze
kontaktiert, die bei einer Temperatur erhitzt wird, die mit der Schmelzstarttemperatur
der Komponente der Faser mit niedrigem Schmelzpunkt identisch oder höher als
diese ist, um die Oberflächenkonfiguration glatt zu machen, bestimmte Abmessungen
für das Faservlies sicherzustellen und die Faserdichte zu erhöhen. Das
Kontaktieren der Heizwalze mit der Oberfläche der Schicht mit hoher Dichte
in der Kalandrierverarbeitung ermöglicht die Bereitstellung eines gewünschten
Oberflächenzustands durch Binden der fusseligen Fasern in der Schicht mit hoher
Dichte und erhöht die Faserdichte der Oberfläche der Schicht mit hoher
Dichte.
Es ist wahrscheinlich, dass der Kontakt der Heizwalze mit der Oberfläche
der Schicht mit hoher Dichte in der Kalandrierverarbeitung den haftenden Teil der
haftenden Faser und der aneinanderzubindenden Faser verschmilzt, so dass diese gebunden
werden (selbstverständlich wird auch ein anderer haftender Teil, wie z.B. der
haftende Teil einer haftenden Faser und einer haftenden Faser, verschmolzen). Dann
kann der verschmolzene Teil eine erneute Bindung der Fasern verursachen. Da die
Oberfläche der Schicht mit hoher Dichte durch die Walze in einen gepressten
Zustand gebracht wird, kann eine übermäßige Bindung verursacht werden,
oder die fusseligen Fasern, die an die Walzenoberfläche gebunden worden sind,
können an die Fasern der Oberfläche der Schicht mit hoher Dichte gebunden
werden. Als Ergebnis dieser Vorgänge kann der Kontakt der Heizwalze mit der
Oberfläche der Schicht mit hoher Dichte in der Kalandrierverarbeitung zu einer
Verminderung des Porendurchmessers, einer Verminderung der Anzahl von Poren oder
einem Verstopfen der Poren auf der Oberfläche der Schicht mit hoher Dichte
führen, oder er kann den Porendurchmesser durch ein erneutes Binden der Fasern
in unerwünschter Weise erweitern. Da das Faservlies, das einer solchen Behandlung
unterzogen worden ist, eine verminderte Gesamtporenfläche aufweist, kann die
Verwendung eines derartigen Faservlieses als Filter, so wie es vorliegt, kein ausreichend
großes Rückhaltevolumen für Stäube, insbesondere Kohlenstoffteilchen,
bereitstellen, wie es nachstehend beschrieben wird.
Zur Lösung des vorstehend genannten Problems ist es bevorzugt,
vor der Kalandrierverarbeitung eine Flüssigkeit auf die Oberfläche der
Schicht mit hoher Dichte aufzubringen. Das Aufbringen einer Flüssigkeit auf
die Oberfläche der Schicht mit hoher Dichte ermöglicht es verdampften
Mikroteilchen der Flüssigkeit, die durch Erhitzen der Flüssigkeit erzeugt
worden sind, an den Fasern zu haften, welche die Oberfläche der Schicht mit
hoher Dichte bilden. Das Anhaften der verdampften Mikroteilchen der Flüssigkeit
blockiert die Verminderung des Porendurchmessers, die Verminderung der Porenanzahl
und das Verstopfen der Poren, das aus einem Verschmelzen des haftenden Teils der
haftenden Faser und der aneinanderzubindenden Faser resultiert, ein erneutes Binden
und ein Binden bzw. Anhaften der fusseligen Fasern an anderen Fasern, wie z.B. den
aneinanderzubindenden Fasern, begleitet von einem Verschmelzen. Das Faservlies,
das nach der Wärmebehandlung dem Flüssigkeitsaufbringen und der Kalandrierverarbeitung,
die vorstehend beschrieben worden sind, in dieser Reihenfolge unterzogen worden
ist, weist einen geeigneten Oberflächenzustand auf, während eine erwünschte
hohe Faserdichte auf der Oberfläche der Schicht mit hoher Dichte beibehalten
wird, wobei die Porengröße in dem definierten Bereich liegt. Ferner ist
ein solches Faservlies im Wesentlichen frei von einer Abnahme der Gesamtporenfläche,
bezogen auf die gesamte Oberfläche des Faservlieses. Demgemäß stellt
ein solches Faservlies ein großes Rückhaltevolumen für eingefangene
Stäube und Kohlenstoffteilchen bereit. Das Aufbringen von Flüssigkeit
fixiert und/oder bildet eine Vielzahl von Mikroluftdurchgängen (Luftkanälen)
in dem Faservlies, wodurch eine hohe Reinigungseffizienz für Stäube und
Kohlenstoffteilchen für eine lange Zeit aufrechterhalten wird.
Die bei dem Aufbringen der Flüssigkeit verwendete Flüssigkeit
ist nicht speziell beschränkt. Ein Ölmittel, wie z.B. Wasser und ein Elektrostatikinhibitor,
ist bevorzugt. In dem Fall der Verwendung eines Ölmittels ist es bevorzugt,
das Ölmittel in Form einer Lösung zu verwenden. Die Konzentration der
Öllösung liegt vorzugsweise im Bereich von 0,05 bis 10 Masse-% und mehr
bevorzugt im Bereich von 0,1 bis 5 Masse-%.
Die Flüssigkeit kann in jedweder gewünschten Weise aufgebracht
werden, wie z.B. durch Beschichten oder Sprühen bzw. Spritzen, solange die
Flüssigkeit die Oberfläche der Schicht mit hoher Dichte des Faservlieses
kontaktieren kann. Sprühen bzw. Spritzen ist bevorzugt, um die Flüssigkeit
einheitlich auf die Oberfläche der Schicht mit hoher Dichte aufzubringen.
Die Menge der Flüssigkeit zum Aufbringen kann gemäß
der Temperatur der Heizwalze bei der Kalandrierverarbeitung optimal eingestellt
werden. Die Menge für das Aufbringen der Flüssigkeit, wenn die Temperatur
der Heizwalze in dem nachstehend genannten Bereich eingestellt wird, liegt vorzugsweise
bei 1 bis 20 g/m2 und mehr bevorzugt bei 2 bis 10 g/m2. Das
Aufbringen der Flüssigkeit über der Obergrenze des zulässigen Bereichs
kann keinen ausreichenden Effekt, der auf das Aufbringen der Flüssigkeit zurückzuführen
ist, bereitstellen. Bei einem Aufbringen der Flüssigkeit unter der Untergrenze
des zulässigen Bereichs muss die Temperatur der Heizwalze hoch eingestellt
werden, um den vorstehend genannten Effekt sicherzustellen. Das Erhöhen der
Temperatur der Heizwalze, die mit der Oberfläche der Schicht mit hoher Dichte
kontaktiert wird, kann jedoch ein Verschmelzen und ein erneutes Anhaften bzw. Binden
der Fasern, welche die Schicht mit hoher Dichte des Faservlieses bilden, verursachen,
und zwar selbst dann, wenn die Flüssigkeit auf die Schicht mit hoher Dichte
aufgebracht wird, wie es vorstehend erwähnt worden ist. Dies ist nicht bevorzugt,
da die Wärmeübertragung von der Heizwalze die Poren der Schicht mit hoher
Dichte verstopfen kann.
Die Temperatur der Heizwalze ist nicht speziell beschränkt. Vorzugsweise
ist die Temperatur der Heizwalze, die mit der Oberfläche der Schicht mit hoher
Dichte in Kontakt ist, mit der Schmelzstarttemperatur der haftenden Faser identisch
oder höher als diese und niedriger als die Schmelzstarttemperatur der gebundenen
Faser, und liegt z.B. im Bereich von 190 bis 230°C. Es gibt keine Anforderungen
bezüglich der Porengröße und des Oberflächenzustands der Oberfläche
der Schicht mit niedriger Dichte. Demgemäß kann die Temperatur der Walze,
die mit der Oberfläche der Schicht mit niedriger Dichte in Kontakt ist, die
Umgebungstemperatur sein. Mit anderen Worten: Es gibt keinen Bedarf zum Erhitzen
der Walze, die mit der Oberfläche der Schicht mit niedriger Dichte in Kontakt
ist.
Der Abstand zwischen den Walzen (Zwischenraum zwischen den Walzen)
ist nicht speziell beschränkt. Der Zwischenraum kann gemäß den Anforderungen
in optimaler Weise verändert werden.
Die Ausführung der vorstehend beschriebenen Schritte ermöglicht
die Herstellung des erfindungsgemäßen Faservlieses für einen Filter,
der eine durchschnittliche Porengröße im Bereich von 30 bis 60 &mgr;m
und eine Gesamtporenfläche von 0,011 cm2/cm2 oder mehr
aufweist.
Das so erzeugte Faservlies kann dadurch als Filter verwendet werden,
dass das Faservlies gemäß der Konfiguration der Teile, auf die der Filter
angewandt werden soll, zu einer geeigneten Form zugeschnitten wird. Es ist bevorzugt,
verschiedene Verfahren, wie z.B. ein Faltverfahren, auf das Faservlies anzuwenden.
Insbesondere in dem Fall der Verwendung des Faservlieses als Filter zur Verwendung
in einem Motor eines Fahrzeugs, wie z.B. eines Kraftfahrzeugs, ist es bevorzugt,
im Hinblick auf die Aufrechterhaltung der Reinigungsleistung des Filters und das
Sicherstellen der Reinigungseffizienz ein Faltverfahren durchzuführen. Das
Falten kann gemäß einem bekannten Verfahren durchgeführt werden.
Ferner kann ein Trägerrahmen (Flanschabschnitt) des Filters dadurch
integriert ausgebildet werden, dass ein Teil des Filters, nachdem der Filter einem
Faltverfahren unterzogen worden ist, einem Formpressen unterzogen wird. Da beim
Binden der Fasern des erfindungsgemäßen Faservlieses kein Bindemittel
verwendet wird, ist es nicht wahrscheinlich, dass bei der Bildung des Trägerrahmens
als integriertes Teil Risse in dem Filter erzeugt werden.
Das Verfahren zur integrierten Bildung ist nicht speziell beschränkt.
Ein Beispiel für ein Verfahren ist derart, dass das Faservlies nach dem Faltverfahren
auf einem Formwerkzeug einer Pressmaschine angeordnet wird. Dann wird das Formwerkzeug,
auf dem das Faservlies angeordnet ist, in einen Presskontakt mit einem Formwerkzeuggegenstück
gebracht, das bei einer Temperatur erhitzt worden ist, die niedriger ist als die
Temperatur des Verschmelzens der haftenden Fasern des Faservlieses. Dann werden
die vier äußeren Seiten des Faservlieses zur Bildung eines Flanschabschnitts
gepresst. Auf diese Weise wird der Trägerrahmen des Faservlieses nach dem Faltverfahren
integriert mit dem Faservlies geformt.
Mit anderen Worten: Das erfindungsgemäße Faservlies stellt
ein einfaches Formen durch Verschmelzen der gebundenen Teile der Fasern mit Wärme
und durch ein erneutes Anhaften der Fasern in einem Kühlverfahren, das nach
dem Formverfahren folgt, bereit, wodurch ein verstärkter Trägerrahmen
bereitgestellt wird. Das in der japanischen ungeprüften
Patentoffenlegungsschrift Nr. HEI 8-309136 beschriebene Formverfahren kann
als Beispiel für ein Formverfahren in dieser Erfindung angewandt werden. Da
ein Trägerrahmen durch die Verwendung eines Teils eines Filters, der aus dem
Faservlies ausgebildet ist, integriert geformt werden kann, gibt es keinen Bedarf
für die Verwendung zusätzlicher Teile, wie z.B. eines aus Kautschuk hergestellten
Rahmens. Demgemäß kann der erfindungsgemäße Filter mit reduzierten
Kosten hergestellt werden.
Nachstehend werden Beispiele des erfindungsgemäßen Faservlieses
unter Bezugnahme auf die Tabelle 1 beschrieben. „l-m-p-Polyester" in der
Tabelle 1 bedeutet Polyester mit niedrigem Schmelzpunkt.
Beispiel 1
Im Beispiel 1 wurde die Kombination faserartiger Schichten, die als
schichtartig angeordnetes Teil Nr. 1 in der Tabelle 1 dargestellt ist, verwendet.
Die Zusammensetzung des schichtartig angeordneten Teils Nr. 1 ist wie folgt.
Zusammensetzung der Schicht mit hoher Dichte:
Faserartige Schicht, die 170 g/m2 „Metsuke" (durchschnittliche
Feinheit: 1,625 Denier) enthält, hergestellt aus
50 Masse-% Polyesterfaser (Feinheit: 1,25 Denier, Faserlänge: 44 mm, Schmelzpunkt:
260°C), und 50 Masse-% einer Verbundfaser, die aus Polyester und Polyester
mit niedrigem Schmelzpunkt hergestellt ist (Feinheit: 2 Denier, Faserlänge:
51 mm, Schmelzpunkt des Polyesters mit niedrigem Schmelzpunkt: 160°C).
Anmerkung: „Metsuke" ist das Gewicht der Faser pro Einheitsfläche.
Zusammensetzung der Mittelschicht:
Faserartige Schicht, die 90 g/m2 Metsuke (durchschnittliche
Feinheit: 3,0 Denier) enthält, hergestellt aus
50 Masse-% Polyesterfaser (Feinheit: 2 Denier, Faserlänge: 51 mm, Schmelzpunkt:
260°C), und
50 Masse-% einer Verbundfaser, die aus Polyester und Polyester mit niedrigem Schmelzpunkt
hergestellt ist (Feinheit: 4 Denier, Faserlänge: 51 mm, Schmelzpunkt des Polyesters
mit niedrigem Schmelzpunkt: 160°C).
Zusammensetzung der Schicht mit niedriger Dichte:
Faserartige Schicht, die 60 g/m2 Metsuke (durchschnittliche
Feinheit: 5,0 Denier) enthält, hergestellt aus
50 Masse-% Polyesterfaser (Feinheit: 6 Denier, Faserlänge: 51 mm, Schmelzpunkt:
260°C), und
50 Masse-% einer Verbundfaser, die aus Polyester und Polyester mit niedrigem Schmelzpunkt
hergestellt ist (Feinheit: 4 Denier, Faserlänge: 51 mm, Schmelzpunkt des Polyesters
mit niedrigem Schmelzpunkt: 160°C).
Die vorstehend beschriebenen faserartigen Schichten wurden in der
Reihenfolge der Schicht mit hoher Dichte, der Mittelschicht und der Schicht mit
niedriger Dichte eine über der anderen angeordnet und ein Vernadelungsverfahren
(Vernadelungstiefe: 11 mm, Anzahl der Nadeln: 63 Teile/cm2) wurde auf
die gestapelte Schicht von der Seite der Schicht mit hoher Dichte her angewandt.
Nach einer Wärmebehandlung (210°C, 47 Sekunden) durch eine Wärmeverarbeitungsmaschine
des Stiftspannrahmentyps wurde Wasser auf die Oberfläche der Schicht mit hoher
Dichte gesprüht (Wassermenge: 10 g/m2). Anschließend wurde
eine Kalandrierverarbeitung dadurch durchgeführt, dass die Schicht mit hoher
Dichte mit einer Heizwalze mit einer Oberflächentemperatur von 215°C in
Kontakt gebracht wurde und die Schicht mit niedriger Dichte mit einer Walze mit
Umgebungstemperatur mit einem Zwischenraum zwischen den Walzen von 2,5 mm in Kontakt
gebracht wurde. Nach der Kalandrierverarbeitung wurden die gestapelten Schichten
luftgekühlt. Auf diese Weise wurde ein Stück eines Faservlieses für
einen Filter hergestellt.
Beispiel 2
Ein Stück eines Faservlieses für einen Filter wurde in der
gleichen Weise wie im Beispiel 1 erzeugt, jedoch wurden auf die Oberfläche
der Schicht mit hoher Dichte anstelle von Wasser 10 g/m2 eines Elektrostatikinhibitors
des anionischen Typs (2 Masse-%) gesprüht.
Beispiel 3
Im Beispiel 3 wurde die Kombination von faserartigen Schichten verwendet,
die in der Tabelle 1 als schichtartig angeordnetes Teil Nr. 2 dargestellt ist. Die
Zusammensetzung des schichtartigen Teils Nr. 2 ist wie folgt.
Zusammensetzung der Schicht mit hoher Dichte:
Faserartige Schicht, die 170 g/m2 Metsuke (durchschnittliche
Feinheit: 1,78 Denier) enthält, hergestellt aus
30 Masse-% Polyesterfaser (Feinheit: 1,25 Denier, Faserlänge: 44 mm, Schmelzpunkt:
260°C), und
70 Masse-% einer Verbundfaser, die aus Polyester und Polyester mit niedrigem Schmelzpunkt
hergestellt ist (Feinheit: 2 Denier, Faserlänge: 51 mm, Schmelzpunkt des Polyesters
mit niedrigem Schmelzpunkt: 160°C).
Zusammensetzung der Mittelschicht:
Faserartige Schicht, die 90 g/m2 Metsuke (durchschnittliche
Feinheit: 2,6 Denier) enthält, hergestellt aus
70 Masse-% Polyesterfaser (Feinheit: 2 Denier, Faserlänge: 51 mm, Schmelzpunkt:
260°C), und
30 Masse-% einer Verbundfaser, die aus Polyester und Polyester mit niedrigem Schmelzpunkt
hergestellt ist (Feinheit: 4 Denier, Faserlänge: 51 mm, Schmelzpunkt des Polyesters
mit niedrigem Schmelzpunkt: 160°C).
Zusammensetzung der Schicht mit niedriger Dichte:
Faserartige Schicht, die 60 g/m2 Metsuke (durchschnittliche
Feinheit: 3,0 Denier) enthält, hergestellt aus
70 Masse-% Polyesterfaser (Feinheit: 6 Denier, Faserlänge: 51 mm, Schmelzpunkt:
260°C), und
30 Masse-% einer Verbundfaser, die aus Polyester und Polyester mit niedrigem Schmelzpunkt
hergestellt ist (Feinheit: 4 Denier, Faserlänge: 51 mm, Schmelzpunkt des Polyesters
mit niedrigem Schmelzpunkt: 160°C).
Ein Stück eines Faservlieses für einen Filter wurde in der
gleichen Weise wie im Beispiel 1 erzeugt, jedoch wurden die vorstehend beschriebenen
faserartigen Schichten verwendet.
Beispiel 4
Ein Stück eines Faservlieses für einen Filter wurde in der
gleichen Weise wie im Beispiel 1 erzeugt, jedoch wurde Wasser nicht auf die Schicht
mit hoher Dichte gesprüht.
Beispiel 5
Ein Stück eines Faservlieses für einen Filter mit der Zusammensetzung,
die in der Tabelle 1 durch das schichtartig angeordnete Teil Nr. 3 gezeigt ist,
wurde in der gleichen Weise wie im Beispiel 4 erzeugt, jedoch wurden 90 g/m2 Metsuke
zur Bildung der Schicht mit hoher Dichte und 170 g/m2 Metsuke zur Bildung
der Mittelschicht verwendet.
Beispiel 6
Ein Stück eines Faservlieses für einen Filter mit der Zusammensetzung,
die in der Tabelle 1 durch das schichtartig angeordnete Teil Nr. 4 gezeigt ist,
wurde in der gleichen Weise wie im Beispiel 4 erzeugt, jedoch wurde als Schicht
mit hoher Dichte eine faserartige Schicht, die 170 g/m2 Metsuke (durchschnittliche
Feinheit: 1,738 Denier) enthielt und die folgende Zusammensetzung aufwies, verwendet.
25 Masse-% einer Verbundfaser, die aus Polyester und Polyester mit niedrigem
Schmelzpunkt hergestellt ist (Feinheit: 2 Denier, Faserlänge: 44 mm, Schmelzpunkt
des Polyesters mit niedrigem Schmelzpunkt: 160°C), und
50 Masse-% einer Verbundfaser, die aus Polyester und Polyester mit niedrigem
Schmelzpunkt hergestellt ist (Feinheit: 1,7 Denier, Faserlänge: 51 mm, Schmelzpunkt
des Polyesters mit niedrigem Schmelzpunkt: 160°C).
Es sollte beachtet werden, dass die vorstehend beschriebene Zusammensetzung
der Schicht mit hoher Dichte zur Verminderung der Anzahl von Kontaktpunkten zwischen
Fasern hergestellt wurde.
Die Eigenschaften der Faservliese, die in den Beispielen 1 bis 6 erhalten
worden sind, wurden bezüglich der folgenden Merkmale untersucht. Das zugeführte
Gas wurde durch die Schicht mit niedriger Dichte jedes Faservlieses gezogen und
aus der Schicht mit hoher Dichte des Faservlieses ausgetragen. Die Ergebnisse der
Untersuchungen sind in der Tabelle 2 gezeigt.
Zu untersuchende Merkmale
– Durchschnittliche Porengröße (Einheit: &mgr;m): Berechnet
mit einem Coulter-Porometer II (ein Produkt von Coulter, Inc.) in einem Zustand,
bei dem die Einlassseite des zugeführten Gases jedes Faservlieses, nämlich
die Oberfläche der Schicht mit niedriger Dichte, oben angeordnet war, und gemäß
einer Blasenpunktmethode, die in ASTMF-361-80 definiert ist.
– Gesamtporenfläche (Einheit: cm2/cm2): Berechnet
mit einem Coulter-Porometer II (ein Produkt von Coulter, Inc.) in einem Zustand,
bei dem die Einlassseite des zugeführten Gases jedes Faservlieses, nämlich
die Oberfläche der Schicht mit niedriger Dichte, oben angeordnet war, und gemäß
einer Blasenpunktmethode, die in ASTMF-361-80 definiert ist, wobei die Gesamtporenfläche
durch Integrieren der Flächen der Poren mit dem gleichen Durchmesser, bezogen
auf jede Porengröße (Durchmesser), und Aufsummieren der Integrationsergebnise,
berechnet wurde.
– Metsuke (Einheit: g/m2): Gemessen gemäß JIS 11906
4.2.
– Dicke (Einheit: mm): Gemessen gemäß JIS 11906 4.2 in einem
Zustand, bei dem eine Last von 2 kPa auf jedes Stück des Faservlieses ausgeübt
wurde.
– Reinigungseffizienz (anfängliche Einfangrate und Endeinfangrate):
Berechnet gemäß JIS D1612 bei einer Test-Windgeschwindigkeit von 60 m/s
und in einem Zustand, bei dem ein Pulver, das als Nr. 8 in JIS Z8901 definiert ist,
auf jedes Stück des Faservlieses aufgebracht worden ist.
– &Dgr;P (Einheit: Pa): Gemessen gemäß JIS D 1612
– Staubrückhaltevolumen (g/0,1 m3): Gemessen gemäß
JIS D 1612
– Kohlenstoffrückhaltevolumen (g/0,1 m3): Gemessen gemäß
JIS D 1612
– Formbarkeit: Formbarkeit beim Formen eines Rahmens durch Heißpressen
des äußeren Umfangsabschnitts des gefalteten Faservlieses
Das Folgende ist eine Analyse der Untersuchungsergebnisse
Im Beispiel 1 wurde vor der Kalandrierverarbeitung Wasser auf die
Oberfläche der Schicht mit hoher Dichte des Faservlieses aufgebracht. Das Aufbringen
von Wasserdampf konnte das Verstopfen der Poren und das Verformen der Poren, wie
z.B. unter Bildung verminderter Abmessungen der Poren, unterdrücken. Als Ergebnis
konnte eine ausreichend große Gesamtporenfläche des Faservlieses sichergestellt
werden und eine geeignete Porengröße konnte erhalten werden. Im Gegensatz
dazu waren im Beispiel 4, bei dem Wasser nicht vor der Kalandrierverarbeitung aufgebracht
worden ist, einige der Poren nach der Kalandrierverarbeitung verstopft, und die
Poren, die nicht verstopft waren, waren größer geworden, mit dem Ergebnis,
dass die Gesamtporenfläche vermindert wurde. Bei einem Vergleich von Beispiel
1 mit dem Beispiel 4 war das Beispiel 1 bezüglich des Druckverlusts, der anfänglichen
Einfangrate von Stäuben und Kohlenstoffteilchen sowie des Staubrückhaltevolumens
und des Kohlenstoffrückhaltevolumens dem Beispiel 4 überlegen.
Im Beispiel 2 wurde vor der Kalandrierverarbeitung eine Lösung,
die ein Ölmittel enthielt, anstelle von Wasser auf die Oberfläche der
Schicht mit hoher Dichte aufgebracht. Die durchschnittliche Porengröße
des Faservlieses im Beispiel 2 ist im Allgemeinen mit derjenigen
im Beispiel 4 identisch. Das Faservlies im Beispiel 2 zeigte jedoch verglichen mit
dem Beispiel 4 ein geringeres Verstopfen und eine geringere Verformung von Poren,
wie z.B. verminderte Abmessungen der Poren, nach der Kalandrierverarbeitung, da
im Beispiel 2 die Öllösung angewandt wurde. Das Faservlies im Beispiel
2 konnte auch eine große Porengesamtfläche erreichen, mit dem Ergebnis,
dass das Faservlies im Beispiel 2 einen geringeren Druckverlust, eine hohe anfängliche
Einfangrate und ein großes Staub- und Kohlenstoffteilchenrückhaltevolumen
bereitstellen konnte.
Im Beispiel 3 wurde der Gehalt der Komponente mit niedrigem Schmelzpunkt
der haftenden Fasern, welche die Schicht mit hoher Dichte bilden, erhöht. Als
Ergebnis war die durchschnittliche Porengröße relativ klein und die Porengröße
war aufgrund des Heißpressens in der Kalandrierverarbeitung relativ klein.
Da jedoch die Kalandrierverarbeitung im Beispiel 3 nach dem Aufbringen von Wasser
durchgeführt wurde, wurde ein Verstopfen der Poren unterdrückt und das
gleiche Niveau der Gesamtporenfläche wie im Beispiel 2 konnte sichergestellt
werden. Bei einem Vergleich von Beispiel 3 und Beispiel 4 stellte das Beispiel 3
ein größeres Staub- und Kohlenstoffteilchenrückhaltevolumen wie das
Beispiel 4 bereit.
Im Beispiel 5 wurde der Gehalt an Fasern, welche die Schicht mit hoher
Dichte bilden, vermindert. Als Ergebnis erreichte die Gesamtporenfläche nicht
den definierten Bereich und das Staub- und Kohlenstoffteilchenrückhaltevolumen
war klein, obwohl die durchschnittliche Porengröße relativ groß war.
Im Beispiel 6 wurde ein Versuch gemacht, die durchschnittliche Porengröße
in dem definierten Bereich zu halten und eine große Gesamtporenfläche
sicherzustellen, und zwar durch Einstellen der Haftung bzw. Bindung zwischen den
Fasern, welche die Schicht mit hoher Dichte bilden. Das Beispiel 6 konnte jedoch
keine ausreichend große Gesamtporenfläche erreichen, da eine Wasser/Öl-Lösung
nicht vor der Kalandrierverarbeitung aufgebracht wurde. Das Faservlies im Beispiel
6 konnte kein ausreichend großes Staubrückhaltevolumen und Kohlenstoffrückhaltevolumen
bereitstellen.
Wie es aus den Beispielen ersichtlich ist, stellen die Faservliese,
die durch Anordnen mindestens zwei faserartiger Schichten eine über der anderen
hergestellt worden sind und die Anforderungen der durchschnittlichen Porengröße
von 30 bis 60 &mgr;m und der Gesamtporenfläche von 0,011 cm2/cm2
oder mehr erfüllen, zufrieden stellende Reinigungsleistungen bereit, die für
Filter erforderlich sind.
Als Ergebnis der Untersuchung der Formbarkeit der Faservliese wurde
erhalten, dass die Faservliese in den Beispielen 1 bis 4 die Formbarkeitsanforderung
erfüllten. Die Faservliese in den Beispielen 5 und 6 waren jedoch schlecht,
da uneben gefaltete Abschnitte an einem Endabschnitt oder einem Eckenendabschnitt
des Faservlieses vorlagen.
Zusammenfassend ist erfindungsgemäß gemäß eines
Aspekts dieser Erfindung ein Faservlies für einen Filter aus zwei oder mehr
verschiedenen Arten faserartiger Schichten, die eine über der anderen angeordnet
sind, aufgebaut, und weist eine durchschnittliche Porengröße von einschließlich
30 bis einschließlich 60 &mgr;m und eine Gesamtporenfläche von 0,011
cm2/cm2 oder mehr, bezüglich der gesamten Oberfläche
des Faservlieses, auf. Die durchschnittliche Porengröße wird gemäß
der Blasenpunktmethode, wie sie in ASTM F-316-80 definiert ist, unter Verwendung
eines Coulter-Porometers II berechnet.
Jede faserartige Schicht ist aus haftenden Fasern und aneinanderzubindenden
Fasern aufgebaut.
Gemäß eines weiteren Aspekts dieser Erfindung sind die faserartigen
Schichten eine über der anderen derart angeordnet, dass die Faserdichte der
Schicht schrittweise oder kontinuierlich zunimmt und der durchschnittliche Denier-Wert
von Fasern, welche die faserartige Schicht bilden, schrittweise oder kontinuierlich
abnimmt.
Die faserartigen Schichten werden durch physikalisches Verbinden eine
über der anderen angeordnet. Das physikalische Verbinden wird vorzugsweise
durch Verflechten der Fasern, welche die faserartigen Schichten bilden, erhalten.
Das physikalische Verbinden ist vorzugsweise ein Vernadelungsverfahren oder ein
Wasserstrahlverarbeitungsverfahren.
Obwohl das Verfahren zur Herstellung des erfindungsgemäßen
Faservlieses nicht speziell beschränkt ist, ist das folgende Verfahren bevorzugt.
Insbesondere umfasst das Verfahren das Anordnen von zwei oder mehr unterschiedlichen
Arten von faserartigen Schichten eine über der anderen, wobei die faserartige
Schicht aus Fasern aufgebaut ist, die in einem bestimmten Verhältnis gemischt
sind, Unterziehen der faserartigen Schichten einem physikalischen Verbinden durch
Verflechten der Fasern, Unterziehen der faserartigen Schichten
einer Wärmebehandlung, während ein Teil der Fasern zum Verbinden verschmilzt,
um ein Mehrschichtteil einer bestimmten Form aufzubauen, Aufbringen einer Flüssigkeit
auf eine Oberfläche des Mehrschichtteils, die eine größere Faserdichte
aufweist als die gegenüber liegende Oberfläche des Mehrschichtteils, und
Durchführen einer Kalandrierverarbeitung mit dem mehrschichtigen Teil durch
Verarbeiten des Teils durch einen Spalt zwischen einem Paar von Walzen, insbesondere
durch Gestatten der einen Oberfläche des Mehrschichtteils in Kontakt mit der
Walze (erste Walze), die auf eine bestimmte Temperatur erwärmt wird, zu kommen,
während gleichzeitig der gegenüberliegenden Oberfläche davon gestattet
wird, in Kontakt mit einer Gegenwalze (zweiten Walze) bei Umgebungstemperatur zu
gelangen. D.h., das Mehrschichtteil wird durch die Walzen in dem Zustand verarbeitet,
bei dem die Temperatur der ersten Walze höher ist als die Temperatur der zweiten
Walze.
Es sollte beachtet werden, das alle erfindungsgemäßen Faservliese,
die vorstehend beschrieben worden sind, als Filter für Luft-aufnehmende Motoren
von Kraftfahrzeugen geeignet sind.
Da diese Erfindung in mehreren Formen ausgeführt werden kann,
ohne vom Wesen der essentiellen Eigenschaften der Erfindung abzuweichen, ist die
vorliegende Ausführungsform daher veranschaulichend und nicht beschränkend,
da der Schutzbereich der Erfindung durch die beigefügten Ansprüche und
nicht durch die vorangehende Beschreibung festgelegt ist.
Anspruch[de]
Faservlies für einen Filter mit ausgezeichnetem Reinigungsvermögen
und Rückhaltevolumen für eingefangenes Material, das durch zwei oder mehrere
unterschiedliche Arten von faserartigen Schichten, wobei eine über der anderen
angeordnet ist, aufgebaut ist, wobei das Faservlies eine durchschnittliche Porengröße
von einschließlich 30 &mgr;m bis einschließlich 60 &mgr;m und eine
Gesamtporenfläche bei 0,011 cm2/cm2 oder mehr, bezüglich
der gesamten Oberfläche des Faservlieses, aufweist, wobei die durchschnittliche
Porengröße nach der Blaspunktmethode, wie in ASTM F-316-80 unter Verwendung
eines Coulter-Porometers II, berechnet ist, wobei jede faserartige Schicht aus haftenden
Fasern und aneinanderzubindenden Fasern aufgebaut ist und die haftenden Fasern und
die aneinanderzubindenden Fasern durch eine Wärmebehandlung aneinander gebunden
sind.Faservlies für einen Filter nach Anspruch 1, wobei die faserartigen
Schichten eine über der anderen in einer derartigen Art und Weise angeordnet
sind, daß eine Faserdichte der Schicht schrittweise oder kontinuierlich in
einer Dickenrichtung des Faservlieses von einer Oberfläche des Faservlieses,
durch die ein zugeführtes Gas hineingezogen wird, und zu der gegenüberliegenden
Oberfläche davon, durch die ein zugeführtes Gas herausgezogen wird, zunimmt.Faservlies für einen Filter nach Anspruch 1 oder 2, wobei die faserartigen
Schichten eine über der anderen in einer derartigen Art und Weise angeordnet
sind, daß ein durchschnittliches Denier der Fasern, welche die faserartige
Schicht aufbauen, schrittweise oder kontinuierlich in einer Dickenrichtung des Faservlieses
von einer Oberfläche des Faservlieses, durch die ein zugeführtes Gas hineingezogen
wird, und zu der gegenüberliegenden Oberfläche davon, durch die das zugeführte
Gas herausgezogen wird, abnimmt.Faservlies für einen Filter nach einem der Ansprüche 1 bis
3, wobei die faserartigen Schichten eine über der anderen durch ein physikalisches
Verbinden angeordnet sind.Faservlies für einen Filter nach einem der Ansprüche 1 bis
4, wobei das physikalische Verbinden durch Verflechten der Fasern, welche die faserartigen
Schichten aufbauen, erhalten ist.Faservlies für einen Filter nach Anspruch 5, wobei das physikalische
Verbinden durch ein Vernadelungsverfahren oder ein Wasserstrahlverarbeitungsverfahren
erhalten ist.Filter für einen Motor eines Automobils, hergestellt aus einem
Faservlies nach einem der Ansprüche 1 bis 6.Verfahren zur Herstellung eines Faservlieses nach Anspruch 1, umfassend
die Schritte:
Anordnen von zwei oder mehreren unterschiedlichen Arten von faserartigen Schichten
eine über der anderen, wobei die faserartige Schicht aus Fasern aufgebaut ist,
die in einem bestimmten Verhältnis gemischt sind, Unterziehen der faserartigen
Schichten einem physikalischen Verbinden durch Verflechten der Fasern,
Unterziehen der faserartigen Schichten einer Wärmebehandlung, während
ein Teil der Fasern zum Verbinden verschmelzen, um ein Mehrschichtteil einer bestimmten
Form aufzubauen, wobei das Aufbringen einer Flüssigkeit auf eine Oberfläche
des Mehrschichtteils, wobei die Oberfläche eine größere Faserdichte
als die gegenüberliegende Oberfläche des Mehrschichtteils aufweist, bevorzugt
ist, und
Durchführen eines Kalandrierverarbeitungsschritts zu dem Mehrschichtteil durch
Gestatten der einen Oberfläche des Mehrschichtteils, in Kontakt mit einer ersten
Walze, die auf eine bestimmte Temperatur erwärmt wird, zu kommen, während
der gegenüberliegenden Oberfläche davon gestattet wird, in Kontakt mit
einer zweiten Gegenwalze bei Umgebungstemperatur zu gelangen, wobei die Temperatur
der ersten Walze höher als die Temperatur der zweiten Walze ist.Verfahren zur Herstellung eines Faservlieses nach Anspruch 8, wobei
jede faserartige Schicht aus haftenden Fasern und aneinanderzubindenden Fasern aufgebaut
ist.Verfahren zur Herstellung eines Faservlieses nach Anspruch 8 oder 9,
wobei die faserartigen Schichten eine über der anderen in einer derartigen
Art und Weise angeordnet sind, daß eine Faserdichte der Schicht schrittweise
oder kontinuierlich in einer Dickenrichtung des Faservlieses von einer Oberfläche
des Faservlieses zu der gegenüberliegenden Oberfläche davon zunimmt.Verfahren zur Herstellung eines Faservlieses nach einem der Ansprüche
8 bis 10, wobei die faserartigen Schichten eine über der anderen in einer derartigen
Art und Weise angeordnet sind, daß ein durchschnittliches Denier der Fasern,
die die faserartige Schicht aufbauen, schrittweise oder kontinuierlich in einer
Dickenrichtung des Faservlieses von einer Oberfläche des Faservlieses zu der
gegenüberliegenden Oberfläche davon abnimmt.Verfahren zur Herstellung eines Faservlieses nach einem der Ansprüche
8 bis 11, wobei das physikalische Verbinden durch ein Vernadelungsverfahren oder
ein Wasserstrahlverarbeitungsverfahren erhalten wird.Verfahren zur Herstellung eines Faservlieses nach einem der Ansprüche
8 bis 12, wobei die Temperatur der ersten Walze in einem Bereich von 190°C
bis 230°C liegt.Verfahren zur Herstellung eines Faservlieses nach einem der Ansprüche
8 bis 13, wobei die Flüssigkeit Wasser oder ein Ölmittel ist.