Technisches Gebiet
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Kraftstoffeinspritzvorrichtungen
und insbesondere auf eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Bestimmen einer Bewegung
eines Rückschlagelements über eine Druckabfühlung.
Ausgangspunkt
Emissionen sind weiterhin ein Hauptantrieb für die Motorentwicklung,
und die exakte Steuerung der Kraftstoffeinspritzung bzw. eines Kraftstoffinjektors
wird immer wichtiger. Durch die Steuerung wie und wann Kraftstoff eingespritzt wird,
wird die Verbrennung verbessert und Emissionen werden reduziert. Kraftstoffeinspritzvorrichtungen
bzw. -injektoren haben sich über die letzten Jahre wesentlich verbessert und
insbesondere mit der Entwicklung des direkt gesteuerten Rückschlagelements,
aber eine weitergehende Steuerung ist immer noch notwendig. Obwohl das Rückschlagelement
nun direkt gesteuert wird, wäre es beispielsweise vorteilhaft, eine Rückkopplung
hinsichtlich der exakten Bewegung des Rückschlagelements zu besitzen.
In dem US-Patent 6,253,736
B1, von Crofts et al., ist ein Rückschlagelement-Rückkopplungssystem
dargestellt. Insbesondere erfordert das '736 Patent die Verwendung eines Piezobetätigers,
der in direktem Kontakt mit einem Steuerventil steht, das einen Druck auf die Oberseite
des Nadelventils steuert. Das Steuerventil muss in enger Nähe zu dem Nadelventil
positioniert sein, so dass in der maximal geöffneten Position des Steuerventils
das Nadelventil berührt, was dann eine Axialkraft erzeugt, die zu dem Piezobetätiger
zurück übertragen wird. Die Axialkraft drückt einige der Piezoelemente
zusammen, was eine Spannung erzeugt, und eine Spitze in der Spannungskurve verursacht.
Durch Überwachung der Spannungskurve kann das Steuersystem dann bestimmen,
wann sich das Nadelventil in der maximal geöffneten Position befindet. Wie
zu erkennen ist, besitzt dieses System viele Einschränkungen, die Folgendes
aufweisen das Erfordernis eines Piezobetätigers, der einen wesentlichen Raum
innerhalb der Einspritzvorrichtung bzw. des Injektors erfordern kann, die Anordnung
des Steuerventils in der Nähe des Nadelventils und die Tatsache, dass es nur
ein Feedback bzw. eine Rückmeldung gibt, wenn das Steuerventil tatsächlich
das Nadelventil in der maximal geöffneten Position berührt.
Ferner wird auf die WO 01/73282
verwiesen, welche ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bestimmen des Raildrucks
in einem Einspritzventil mit einem piezoelektrischen Betätiger zeigt. Insbesondere
ist eine Kraftstoffeinspritzvorrichtung mit einem Hauptkörper gezeigt, der
eine Bohrung, eine Zumessöffnung und einen Kraftstoffdurchlass in Strömungsmittelverbindung
mit der Zumessöffnung besitzt. Ein Nadelventil ist innerhalb der Bohrung des
Hauptkörpers angeordnet, wobei das Nadelventil bewegbar ist zwischen einer
ersten Position, in der eine Strömungsmittelverbindung zwischen der Zumessöffnung
und dem Kraftstoffdurchlass blockiert ist, und einer zweiten Position, in der eine
Strömungsmittelverbindung zwischen der Zumessöffnung und dem Kraftstoffdurchlass
geöffnet ist. Ferner ist ein piezoelektrischer Betätiger zum Betätigen
des Nadelventils über einen hydraulischen Koppler gezeigt. Der Druck, der innerhalb
des hydraulischen Kopplers wirkt, steht in Verbindung mit dem Raildruck des Einspritzventils
und wird während Zeiten in denen keine Einspritzung stattfindet bestimmt, mittels
einer Spannung, die in dem piezoelektrischen Betätiger induziert wird, um die
Bestimmung des Raildrucks zu ermöglichen.
Die vorliegende Erfindung ist darauf gerichtet, eines oder mehrere
der oben genannten Probleme zu überwinden.
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist eine Kraftstoffeinspritzvorrichtung
bzw. ein -injektor nach Anspruch 1 vorgesehen. Weitere Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen beansprucht.
Die Erfindung
In dem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung weist eine
Kraftstoffeinspritzvorrichtung Folgendes auf: einen unteren Körper, eine Spitze
mit einer Außenfläche und einer Innenfläche, welche eine Bohrung
bildet, eine Zumessöffnung, die innerhalb der Spitze angeordnet ist, und die
zu den Innen- und Außenflächen geöffnet ist, und ein Kraftstoffdurchlass,
der in der Spitze angeordnet ist und in Strömungsmittelverbindung mit der Zumessöffnung
steht. Die Kraftstoffeinspritzvorrichtung weist auch ein Nadelventil auf, das innerhalb
der Bohrung angeordnet ist, und das bewegbar ist zwischen einer ersten Position,
in der eine Strömungsmittelverbindung zwischen der Zumessöffnung und dem
Kraftstoffdurchlass blockiert ist, und einer zweiten Position, in der eine Strömungsmittelverbindung
zwischen der Zumessöffnung und den Kraftstoffdurchlässen geöffnet
ist. Die Kraftstoffeinspritzvorrichtung umfasst auch eine Brennstoffkammer, die
in der Spitze angeordnet ist, und einen Drucksteuerraum, der in dem unteren Körper
angeordnet ist, und der in der Lage ist, ein unter Druck stehendes Strömungsmittel
bzw. ein Druckströmungsmittel aufzunehmen. Das Nadelventil besitzt eine erste
Oberfläche, die zu dem Drucksteuerraum geöffnet ist, und das Nadelventil
ist zu der ersten Position strömungsmittelmäßig vorgespannt durch
Druckströmungsmittel, das auf die erste Oberfläche wirkt.
Das Nadelventil besitzt auch eine zweite Oberfläche und ist strömungsmittelmäßig
zu einer zweiten Position vorgespannt durch Druckströmungsmittel, das auf eine
zweite Oberfläche wirkt. Zusätzlich umfasst die Kraftstoffeinspritzvorrichtung
einen Sensor, der in dem unteren Körper angeordnet ist, und der in der Lage
ist, einen Druck innerhalb des Drucksteuerraums zu messen.
Bei einer weiteren Ausführungsform weist ein Verfahren zur Zeitsteuerung
eines Nadelventils in einer Kraftstoffeinspritzvorrichtung die Schritte des Abfühlens
eines Drucks in einem Drucksteuerraum, das Liefern eines Rückkopplungssignals,
ansprechend auf den Abfühlschritt und das Einstellen des Nadelventiltimings
bzw. der Zeitsteuerung, ansprechend auf das Rückkopplungssignal, auf.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
1 ist eine schematische Querschnittsansicht einer Kraftstoffeinspritzvorrichtung
gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
2 ist eine Kurvendarstellung, die eine Strom-, Einspritzraten-
und Drucksignalbeziehung gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung zeigt.
Detaillierte Beschreibung
1 zeigt einen schematischen Querschnitt einer Kraftstoffeinspritzvorrichtung
20. Insbesondere ist die Kraftstoffeinspritzvorrichtung 20 eine
hydraulisch betätigte, elektronisch gesteuerte Kraftstoffeinspritzvorrichtung.
Ein erster Abschnitt der Kraftstoffeinspritzvorrichtung 20 umfasst ein
Steuerventil 22, das durch einen Elektromagneten 24 betätigt
wird. Wenn der Elektromagnet 24 erregt ist, wird ein Anker 26,
der an dem Steuerventil 22 befestigt ist, gezogen, was bewirkt, dass das
Steuerventil 22 entweder einen Betätigungsströmungsmitteleinlass
28 oder einen Betätigungsströmungsmittelauslass 30 öffnet.
Innerhalb des oberen Körpers 40 der Einspritzvorrichtung
20 werden ein Kolben 34, eine Kolbenrückführfeder
36 und ein Plunger 38 verwendet, um Kraftstoff, der in der Druckkammer
44 vorhanden ist, unter Druck zu setzen. Insbesondere tritt Kraftstoff
über den Kraftstoffeinlass 42 in die Kraftstoffeinspritzvorrichtung
20 ein. Während unter niedrigem Druck stehender Kraftstoff in die
Kraftstoffeinspritzvorrichtung eintritt, geht er an dem Rückschlagventil
90 vorbei, und füllt die Kraftstoffdruckkammer 44. Um den
Kraftstoff unter Druck zu setzen, muss das Steuerventil 22 in einer ersten
Position positioniert sein, so dass Hochdruckbetätigungsströmungsmittel
von dem Betätigungsströmungsmitteleinlass 28 mit dem Betätigungsströmungsmitteldurchlass
32 in Verbindung treten kann, und dadurch den Kolben 34 betätigen
kann. Wenn Hochdruckströmungsmittel in dem Betätigungsströmungsmitteldurchlass
32 vorhanden ist, dann wirkt es auf die Oberseite des Kolbens
34, wodurch bewirkt wird, dass der Kolben die Kolbenrückholfeder
36 zusammendrückt, und den Plunger 38 nach unten drückt,
um dadurch den Kraftstoff innerhalb der Kraftstoffdruckkammer 44 für
die Einspritzung unter Druck zu setzen. Sobald eine Einspritzung erfolgt ist, wird
das Steuerventil 22 zu einer zweiten Position bewegt, in der der Betätigungsströmungsmitteleinlass
28 blockiert und der Betätigungsströmungsmitteldurchlass
32 zur Verbindung mit dem Betätigungsströmungsmittelauslass
30 geöffnet wird. Wenn dies auftritt, wird der Druck in dem Betätigungsströmungsmitteldurchlass
32 abgelassen und die Kolbenrückführfeder 36 bewirkt,
dass der Plunger 38 und der Kolben 34 zu ihren Ursprungspositionen
zurückkehren.
Innerhalb des unteren Körpers 72 der Kraftstoffeinspritzvorrichtung
20 steuert ein direkt betätigtes Nadelventil 82 die Einspritzung
von Hochdruckkraftstoff von der Spitze 74 in die Brennkammer (nicht gezeigt).
Insbesondere tritt Hochdruckkraftstoff von der Kraftstoffdruckkammer 44
in die Hochdruckkraftstoffleitung 46 ein. Kraftstoff von der Hochdruckkraftstoffleitung
46 füllt den Kraftstoffraum bzw. Hohlraum 48 und steht in
Verbindung mit dem direkt betätigten Rückschlagventil 60 über
einen Hochdruckkraftstoffdurchlass 64. Das Nadelventil 82 ist
aus einem Rückschlagelement 50, einem Rückschlagelementabstandshalter
52 und einem Rückschlagelementkolben 54 aufgebaut, und ist
nach unten bzw. in eine geschlossene Position durch eine Rückschlagelementfeder
62 vorgespannt. In der geschlossenen Position kann Kraftstoff von dem Kraftstoffraum
48 nicht mit der Zumessöffnung 76 in Verbindung kommen, die
in der Spitze 74 angeordnet ist. Das Nadelventil 82 wird geöffnet
durch Hochdruckkraftstoff in dem Kraftstoffraum 48, der auf eine Öffnungsfläche
84 des Rückschlagelements 50 wirkt. Wenn die Kraft des Hochdruckkraftstoffs
auf die Öffnungsfläche 84 größer ist als die Kraft,
die durch die Rückschlagelementfeder 62 ausgeübt wird und die
Kraft, die durch den Kraftstoff in dem Raum 70 ausgeübt wird darauf
ansprechend, dass der Kolben 38 den Kraftstoff unter Druck setzt, bewegt
sich das Nadelventil nach oben oder in eine geöffnete Position, wodurch eine
Kraftstoffverbindung zwischen dem Kraftstoffraum 48 und der Zumessöffnung
76 erlaubt wird.
Um eine bessere Steuerung über das Nadelventil 82 zu
erhalten, kann Hochdruckkraftstoff auf die Oberseite des Rückschlagelementkolbens
54 aufgebracht werden, um besser die Zeitsteuerung bzw. das Timing des
Nadelventils 82 zu steuern. Insbesondere steuert ein direkt betätigtes
Rückschlagventil 60 (DOC-Ventil, DOC = direkt operated check = direkt
betätigtes Rückschlagelement) die Strömung von Hochdruckkraftstoff
von dem Hochdruckkraftstoffdurchlass 64 zu dem Drucksteuerraum
70 über den DOC-Strömungsmitteldurchlass 68. Das DOC-Ventil
60 ist an einem DOC-Anker 58 befestigt. Ein DOC-Elektromagnet
56 kann erregt werden, um das DOC-Ventil 60 zwischen seiner geöffneten
und seiner geschlossenen Position zu bewegen. In seiner ersten Position erlaubt
das DOC-Ventil 60 eine Strömungsmittelverbindung zwischen dem Hochdruckkraftstoffdurchlass
64 und dem Drucksteuerraum 70. Wenn Hochdruckkraftstoff in dem
Drucksteuerraum 70 vorhanden ist, dann wirkt der Hochdruckkraftstoff auf
eine Schließfläche 86 des Rückschlagkolbens 54,
um dadurch der Kraft des Hochdruckkraftstoffs, der auf die Öffnungsfläche
84 wirkt, entgegenzuwirken. In diesem Zustand ist das Nadelventil
82 druckausgeglichen und wird in einer geschlossenen Position durch die
Rückschlagelementfeder 62 gehalten. Wenn eingespritzt werden soll,
dann wird der DOC-Elektromagnet 56 erregt, um dadurch den DOC-Anker
58 anzuziehen, und das DOC-Ventil 60 zu einer zweiten Position
zu bewegen, in der der Hochdruckströmungsmitteldurchlass 64 blockiert
ist, und eine Strömungsmittelverbindung zwischen dem Drucksteuerraum
70 und dem DOC-Ablauf 60 über den DOC-Strömungsmitteldurchlass
68 geöffnet ist. Wenn der Drucksteuerraum 70 zum DOC-Ablauf
66 geöffnet ist, um dadurch den gesamten Hochdruck, der auf die Schließfläche
86 wirkt abzulassen, dann wird das Nadelventil 82 geöffnet
infolge des Hochdruckkraftstoffs, der auf die Öffnungsfläche
84 wirkt, und die Vorspannkraft der Rückschlagelementfeder
62 überwindet. Wenn sich das Nadelventil 82 zu der geöffneten
Position bewegt, tritt eine Einspritzung durch die Zumessöffnung
76 auf. Wenn die Einspritzung unterbrochen bzw. angehalten werden soll,
dann wird der DOC-Elektromagnet 56 entregt um dadurch den DOC-Auslass
66 zu blockieren, und um wieder eine Strömungsmittelverbindung zwischen
dem Hochdruckkraftstoffdurchlass 64 und dem Drucksteuerraum 70
zu erlauben.
Ein Drucksensor 78 ist innerhalb des unteren Körpers
des Injektors 20 angeordnet, und ist in der Lage, einen Druck innerhalb
des Drucksteuerraums 70 zu messen. Der Drucksensor 78 kann an
den unterschiedlichsten Orten platziert sein, aber idealerweise wäre der Sensor
78 in dem Drucksteuerraum 70 oder zwischen dem Drucksteuerraum
70 und dem DOC-Ventil 60 angeordnet, z.B. innerhalb des DOC-Strömungsmitteldurchlasses
68. Der Drucksensor 78 ist mit einem elektronischen Steuermodul
(ECM = electronic control module) 80 über einen Draht 88
verbunden.
Das ECM 80 steuert auch das Timing der Betätigung des
DOC-Elektromagneten 56 und des Elektromagneten 24. Beide Elektromagneten
sind mit dem ECM 80 über Drähte (nicht gezeigt) verbunden. Wenn
der Kolben 34 oder das DOC-Ventil 60 betätigt werden soll,
sendet das ECM 80 ein geeignetes Signal zum Betätigen entweder des
Elektromagneten 24 oder des DOC-Elektromagneten 56.
Industrielle Anwendbarkeit
Die Steuerung der Kraftstoffeinspritzung ist wesentlich beim Reduzieren
von Emissionen in heutigen Motoren. Motorhersteller entwickeln stetig neue Einspritzstrategien,
welche multiple Einspritzungen und ein genaues Timing dieser Einspritzungen erfordern.
Ferner trägt das Einspritzprofil, wie beispielsweise eine Rampe (ramp), ein
Quadrat bzw. ein Rechteck (square) oder ein Schuhprofil (boot) bzw. Rampen-Quadrat-Profil
auch erheblich zur Emissionssteuerung bei. Ein Weg zum Erhalten einer besseren Steuerung
der Einspritzvorgänge und der Einspritzratenformen ist die direkte Steuerung
des Nadelventils 82. Insbesondere erlaubt das Steuern wann sich das Nadelventil
82 öffnet, und zwar unabhängig vom Unterdrucksetzen des Kraftstoffs
eine größere Flexibilität sowohl hinsichtlich des Einspritztimings
als auch der Form der Einspritzrate. Selbst wenn eine direkte Steuerung des Nadelventils
82 erreicht wird, ist es jedoch möglich, noch weiter die Einspritzvorrichtungsleistung
zu verbessern, indem man weiß, wann das Nadelventil 82 tatsächlich
geöffnet ist. Durch die Verwendung des Drucksensors 78 innerhalb der
Kraftstoffeinspritzvorrichtung 20 zum Messen des Drucks innerhalb des Drucksteuerraums
70 kann die Kraftstoffeinspritzvorrichtung 20 eingestellt bzw.
getrimmt werden, um noch weiter die Leistung zu verbessern. Das Trimmen stellt das
Timing der Ventilbewegung ein, um sich noch genauer an das gewünschte Timing
anzunähern.
Insbesondere kann der Drucksensor 78 den Druck innerhalb
des Drucksteuerraums 70 messen, und ein Rückkopplungssignal über
den Draht 88 an das ECM 80 senden. Das ECM 80 kann dann
bestimmen, ob das Nadelventil 82 sich in einer geöffneten oder geschlossenen
Position befindet oder nicht, und zwar basierend auf dem Druck innerhalb des Steuerraums
70. Der Drucksensor 78 kann entweder ein digitales oder analoges
Signal an das ECM 80 schicken. Ferner wäre jede Art von Drucksensor
einsetzbar, aber der Drucksensor 78 ist vorzugsweise ein Drucksensor des
Piezotyps.
Das ECM 80 untersucht das Rückkopplungssignal von dem
Drucksensor 78, um zu bestimmen, ob das Nadelventil 82 geöffnet
oder geschlossen ist. Das ECM 80 untersucht auch die Zeit, die mit dem
Rückkopplungssignal des Drucksensors 78 assoziiert ist, um zu bestimmen,
ob sich das Nadelventil 82 wie erwartet öffnet oder schließt.
2 veranschaulicht ein Beispiel der Beziehung zwischen dem Timing
des ECM 80 für den Elektromagneten 24, den DOC-Elektromagneten
56, die Einspritzrate und die Druckabfühlung durch
den Drucksensor 78. In diesem Beispiel ist das Drucksignal ein digitales
Signal und bestimmt nur einen druckbeaufschlagten oder druckfreien Zustand, was
die Verarbeitungsleistung reduzieren kann, welche durch das ECM 80 benötigt
wird. Insbesondere veranschaulicht 2a den Ölstrom,
der das Betätigungssignal des ECM 80 repräsentiert, welches an
den Elektromagneten 24 geschickt wird, um den Kraftstoff unter Druck zu
setzen. 2b ist der DOC-Strom, der das Betätigungssignal
repräsentiert, das durch das ECM 80 an den DOC-Elektromagneten
56 geschickt wird, um das Öffnen und Schließen des Nadelventils
80 zu steuern. 2c veranschaulicht die Einspritzrate
der Einspritzvorrichtung 20. 2d ist das Logiksignal,
das durch den Drucksensor 78 an das ECM 80 geschickt wird, und
das den Druck-/kein Druck-Zustand innerhalb des Steuerraums 70 repräsentiert.
Bezüglich 2 ist der Anfang des Stroms 1 durch 100
dargestellt, und der Anfang der Einspritzung 1 ist durch 102 dargestellt.
Das Ende des Stroms ist durch 104 dargestellt, und das Ende der Einspritzung
1 ist durch 106 dargestellt. Der Start des Stroms 2 wird durch
108 angezeigt, und der Start der Einspritzung 2 ist durch 110
angezeigt. Schlussendlich ist das Ende des Stroms 2 durch 112 dargestellt,
und das Ende der Einspritzung 2 ist durch 114 dargestellt. Zusätzlich
ist die Verweilzeit der Einspritzvorrichtung, d.h. die Zeit zwischen Einspritzungen
durch 116 dargestellt.
Wenn das Timing des Nadelventils 82, das durch das Drucksignal
von dem Drucksensor 78 dargestellt wird, nicht wie erwartet ist, kann das
ECM 80 das Timing des Betätigungssteuersignals, das an den Betätiger
in der Kraftstoffeinspritzvorrichtung 20 gesendet wird verändern,
um die Einspritzvorrichtungsleistung zu verbessern. Wenn z.B. sich das DOC-Ventil
60 langsamer öffnet als erwartet, was bedeutet dass der Drucksensor
78 keinen Druckabfall innerhalb des Steuerraums 70 detektiert,
wenn dies vom ECM 80 erwartet wird, kann das ECM 80 das Timing
des Betätigungssignals, das an den DOC-Elektromagneten 56 geschickt
wird, vorschrieben, um den Druck innerhalb des Steuerraums 70 früher
zu verringern, was eine raschere Einspritzung zur Folge hat.
Obwohl sich die Beschreibung auf eine hydraulisch betätigte elektronisch
gesteuerte Kraftstoffeinspritzvorrichtung bezieht, könnte die vorliegende Erfindung
in jedem anderen System implementiert werden, in dem Druck verwendet wird, um ein
Ventil zu steuern, und zwar einschließlich Common-Rail-Einspritzvorrichtungen
und mechanischen Pumpe-Düse-Einspritzvorrichtungen. Ferner bezieht sich die
obige Beschreibung auf ein Nadelventil, es ist aber allgemein als ein Rückschlagventil
bekannt. Der Fachmann wird erkennen, dass Aspekte, Ziele und Vorteile dieser Erfindung
durch ein Studium der Zeichnungen, der Offenbarung und der Ansprüche erhalten
werden können.