Bei der rheumatoiden Polyarthritis (RP) handelt es sich um die am
häufigsten auftretende Art von chronischem entzündlichen Rheumatismus.
Es handelt sich um eine systemische Autoimmunkrankheit, die durch eine Entzündung
der Gelenke gekennzeichnet ist und an der in Frankreich mehr als 500 000 Patienten
und in den Vereinigten Staaten mehr als 2 Millionen Patienten leiden. Das Serum
der betreffenden Patienten enthält Antikörper, von denen manche spezifisch
sind und einen Marker für die Krankheit darstellen können, mit dem diese
selbst im Frühstadium diagnostiziert werden kann.
Autoantikörper, die spezifisch bei RP-Patienten vorliegen und
die mit einem Ratten-Ösophagusepithel-Antigen reagieren, wurden erstmals von
B. J. J. Young et al., in Br. Med. J. 2:97–99 (1979) beschrieben. Damals
wurden diese Autoantikörper "anti-Keratin-Antikörper" (AKA) genannt, es
wurde jedoch anschließend gezeigt, daß es sich bei diesen Antikörpern
tatsächlich um anti-Filaggrin-Autoantikörper (AFA) handelte. Ihre Antigene
sind die sauer-neutralen Formen der Filaggrine (Simon et al., J. Clin. Invest.,
92, 1387, (1993)).
Filaggrin entsteht aus Profilaggrin, bei dem es sich um ein phosphoryliertes
Polyprotein der Keratohyalinkörner der Epidermis handelt. Profilaggrin weist
ein höheres Molekulargewicht auf (ungefähr 400 000 beim Menschen) und
ist in Gegenwart von hohen Salz- oder Harn-Konzentrationen löslich. Es weist
einen starken Gehalt an basischen Aminosäuren (Arginin und Histidin) sowie
an Glycin, Serin und Glutaminsäure auf. Es ist arm an unpolaren Aminosäuren
und enthält weder Methionin noch Cystein noch Tryptophan. Es ist an den Serinresten
stark phosphoryliert, was ihm einen isoelektrischen Punkt um den Neutralitätspunkt
herum verleiht.
Profilaggrin wird während eines komplexen Reifungsvorgangs, an
dem eine Dephosphorylierung beteiligt ist, und anschließend durch Spaltung
mit Proteasen an den Abschnitten zwischen den Domänen in Filaggrineinheiten
gespalten. Aus dieser Spaltung gehen zuerst Fragmente mit einer mittleren Größe
und anschließend die funktionellen Filaggrinmoleküle hervor.
Die durch die Dephosphorylierung und Spaltung des Profilaggrins entstandenen
Filaggrine sind basische Proteine, deren Aminosäuregehalt dem der Profilaggrine
ähnlich ist. Sie nehmen am Aufbau der Keratinfilamente teil und machen eine
progressive Reifung durch, während der die basischen Argininreste durch Einwirkung
der Peptidylarginindesaminase in neutrale Citrullinreste umgewandelt werden (Harding
C.R. und Scott I. R., J. Mol. Biol. 170, S. 651–673 (1983)). Dies führt
zu einer Verringerung ihrer Affinität für die Keratine, von denen sie
sich ablösen; sie werden nun durch Einwirkung von verschiedenen Proteasen vollständig
abgebaut.
Die Eigenschaften der Filaggrine und Profilaggrine wurden besonders
gut an der Ratte, an der Maus und am Menschen untersucht. Die Größe der
Profilaggrine schwankt je nach Art von 300 bis 400 kD und die Größe der
Filaggrine von 27 bis 64 kD.
Das Gen, das für Profilaggrin codiert, besteht aus wiederholten
Untereinheiten, von denen jede für ein Filaggrinmolekül codiert und die
durch Abschnitte, die für die Peptidsegmente zwischen den Domänen codieren,
getrennt sind. Alle wiederholten Einheiten, die für jedes der menschlichen
Filaggrine codieren, weisen dieselbe Länge auf (972 Basenpaare beim Menschen);
beim Menschen werden jedoch zwischen den einzelnen Untereinheiten starke Sequenzvariationen
beobachtet (10–15%). Obwohl die meisten dieser Variationen konservativ sind,
führen manche dieser Variationen zu Aminosäuremodifikationen und in gewissen
Fällen zu Modifikationen der elektrischen Ladung des Proteins. So bilden die
menschlichen Filaggrine unabhängig von dem posttranskriptionellen Modifikationen
eine heterogene Population von Molekülen mit ähnlicher Größe,
jedoch unterschiedlichen Sequenzen und Ladungen (pHi 8,3 ± 1,1) (Gan et al.,
Biochem. 29, S. 9432–9440 (1990)).
Der beim Menschen zwischen den Filaggrineinheiten innerhalb ein- und
desselben Profilaggringens beobachtete Polymorphismus wird bei der Ratte und bei
der Maus nicht beobachtet. Außerdem weisen die Filaggrine eine große Sequenzvariabilität
zwischen und innerhalb der Spezies auf. Diese Variabilität beeinflußt
jedoch nicht ihre funktionellen Eigenschaften oder ihre Aminosäurezusammensetzung
insgesamt, sowie ihre biochemischen Eigenschaften. Ebenso sind die Vorkommen von
Profilaggrin und der Filaggrine in den Geweben bei den verschiedenen untersuchten
Säugetieren identisch.
Die Autoantikörper (AFA) stehen mit klinischen und biologischen
Parametern in Zusammenhang, die die aktivsten und schwersten Formen der Krankheit
definieren und die vor dem Erscheinen von klinischen Symptomen auftreten. Ihr Nachweis
bildet daher einen wesentlichen Schritt in der RP-Diagnose.
Gemäß der an die Anmelderin ausgegebenen Schrift
WO-A-98/08946 wurde nun ein Verfahren zum
Nachweisen von AFA in einer biologischen Probe entwickelt, das auf der Entdeckung
beruht, daß die Citrullinisierung des Filaggrins für den Nachweis der
AFA, die in Seren von RP-Patienten vorliegen, erforderlich ist, wobei diese Citrullinisierung
Epitope erzeugt, die von den AFA erkannt werden. Dieses Verfahren umfaßt die
folgenden Schritte:
man bringt die untersuchte biologische Probe mit einem rekombinanten citrullinisierten
Filaggrin oder einem Fragment davon unter Bedingungen, die sich für die Bildung
von Immunkomplexen mit den AFA eignen, in Kontakt, und
man weist die Bindung der schließlich mit dem AFA gebildeten Immunkomplexe
nach.
Die Ergebnisse zeigen, daß das Verfahren sehr empfindlich ist,
wobei ein Großteil der Sera von RP-Patienten das rekombinante citrullinisierte
Filaggrin erkennt.
Man hat jedoch während Schritten der RP-Diagnose bei Patienten,
deren Sera in diesem Verfahren positiv waren, bemerkt, daß es sich nicht bei
allen um RP-Fälle handelte. Dieses Verfahren führt nämlich zum Nachweis
von Falsch-Positiven, wie dies in den folgenden Beispielen erläutert werden
wird, und kann daher aufgrund unzureichender Spezifität nicht verläßlich
verwendet werden.
Die Erfinder der vorliegenden Erfindung haben nun einen neuen ELISA-Test
für die Diagnose von RP bei Patienten entwickelt, der hoch spezifisch ist und
trotzdem die hohe Empfindlichkeit des genannten Verfahrens aufweist.
Gemäß diesem Verfahren weist man Autoantikörper (AFA),
die für die rheumatoide Polyarthritis (RP) spezifisch sind, in einer biologischen
Probe nach, die diese Antikörper (AFA) sowie andere, nicht für die RP
spezifische Antikörper enthalten kann, wobei man folgendermaßen vorgeht:
man verfügt erstens über ein Filaggrin (NCF) oder über ein Filaggrin
(NCF)-Derivat oder über ein Filaggrinpeptid (NCFP), wobei dieses Peptid nach
Citrullinisierung über einen Epitop des Filaggrins verfügt, sowie zweitens
über dieses citrullinisierte Filaggrin (CF) oder ein Derivat dieses citrullinisierten
Filaggrins (CF) oder dieses citrullinisierten Peptids (CFP), wobei die Citrullinisierung
darin besteht, daß ein oder mehrere Argininrest(e) in Citrullin umgewandelt
wurde(n),
man bringt diese biologische Probe erstens mit dem Filaggrin (NCF) oder dem Filaggrin
(NCF)-Derivat oder dem Peptid (NCFP) und zweitens dem citrullinisierten Filaggrin
(CF) oder dem Derivat des citrullinisierten Filaggrins (CF) oder dem citrullinisierten
Peptid (CFP) unter Bedingungen, die sich für die Bildung von Immunkomplexen
mit den Autoantikörpern (AFA) eignen, in Kontakt,
man weist die Bildung von Immunkomplexen, die zwischen den Autoantikörpern
(AFA) oder anderen Antikörpern, die in der Probe vorliegen, und erstens dem
Filaggrin (NCF) oder dem Filaggrin (NCF)-Derivat oder dem Peptid (NCFP) und zweitens
dem citrullinisierten Filaggrin (CF) oder dem Derivat dieses citrullinisierten Filaggrins
(CF) oder dem citrullinisierten Peptid (CFP) gebildet werden, nach und bestimmt
diese quantitativ, wobei die quantitative Bestimmung durch einen Wert XCN
bzw. XC ausgedrückt wird,
man subtrahiert den Wert XCN von XC.
Für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird das Filaggrin (NCF) oder das Filaggrin (NCF)-Derivat oder das Peptid (NCFP)
auf einem festen Träger immobilisiert und das Filaggrin (CF) oder ein Filaggrin
(CF)-Derivat oder das Peptid (CFP) wird auf einem anderen festen Träger immobilisiert.
Es kann sich unter anderem um zwei Näpfchen einer Mikrotiterplatte oder um
zwei kegelförmige Vertiefungen des Vidas-Geräts (eingetragenes Warenzeichen),
das von der Anmelderin vertrieben wird, handeln, jedoch auch um Streifchen oder
einen sonstigen geeigneten Träger.
Bevor die Erfindung nun detaillierter beschrieben wird und ihre bevorzugten
Varianten vorgestellt werden, werden einige in der Beschreibung und in den Ansprüchen
verwendeten Begriffe definiert.
Bei der Citrullinisierung handelt es sich um die Überführung
eines Argininrests in einen Citrullinrest, und zwar durch Umwandlung der -C(NH)NH2-Gruppe
des Arginins in -CONH2. Die Reaktion wird vorteilhaft in vitro durch
das Enzym Peptidylarginindesaminase (PAD) durchgeführt. Bei diesem Enzym kann
es sich um eine Kaninchenmuskel-PAD handeln; es bleibt jedoch dem Fachmann überlassen,
eine andere geeignete PAD auszuwählen. Es ist natürlich jede andere Art
der Citrullinisierung wie chemische Reaktionen oder Mikroorganismen denkbar.
Erfindungsgemäß versteht man unter einem citrullinisierten
Filaggrin, daß ein Teil von ungefähr mindestens 20% der Argininreste in
Citrullinreste umgewandelt worden ist, wobei diese Umwandlung zufallsmäßig erfolgt.
Vorzugsweise beträgt dieser Prozentsatz mindestens 30%, vorteilhaft mindestens
50%. Es wurde beobachtet, daß die Immunreaktivität eines citrullinisierten
Filaggrins, dessen Citrullinisierungsgrad ungefähr 80% beträgt, der Immunreaktivität
eines Filaggrins, dessen Citrullinisierungsgrad ungefähr 50% beträgt,
ähnlich ist. Unter diesen Bedingungen ist es daher nicht zweckdienlich, zu
versuchen, höhere Citrullinisierungsgrade zu erzielen.
Wird die Citrullinisierung nicht zufallsmäßig durchgeführt,
sondern regelspezifisch, und insbesondere, wenn man die Umwandlungsreaktion auf
einen Argininrest beschränken kann, der nach der Citrullinisierung zu einem
Filaggrin-Epitop gehört, so kann der Citrullinisierungsgrad unter den oben
genannten Werten liegen, ohne daß dadurch die Immunreaktivität des so
citrullinisierten Filaggrins beeinträchtigt wird.
Unter einem Filaggrin (NCF)-Derivat oder einem entsprechenden citrullinisierten
Derivat versteht man ein chimäres Filaggrin, das aus einer Kombination von
(einem) Fragment(en) von Sequenzen des menschlichen Filaggrins und des Ratten-Filaggrins
und/oder einer Kombination von (einem) Fragment(en) von Sequenzen des menschlichen
Filaggrins und/oder des Ratten-Filaggrins und (einem) Konsensus-Peptid(en) besteht.
Für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
stammt das Filaggrin vorzugsweise aus der Reihe menschliches Filaggrin und Filaggrin
tierischen Ursprungs. Es besteht vorzugsweise aus einem rekombinanten Ratten-Filaggrin
mit der Sequenz SEQ ID Nr. 1.
Statt dem Filaggrin kann man ein Filaggrin-Peptid (NCFP), dessen Sequenz
mindestens einen Argininrest aufweist, und das entsprechende citrullinisierte Peptid
(CFP), bei dem dieser Argininrest von mindestens dem PFNC in einen Citrullinrest
umgewandelt worden ist, wählen. Gemäß einer Variante des erfindungsgemäßen
Verfahrens umfaßt das Peptid einen Filaggrin-Epitop nach Citrullinisierung.
So kann ein Peptid (NCFP) insbesondere aus der Reihe der folgenden Peptide stammen:
– das Peptid S47S, dessen Sequenz in SEQ ID Nr. 2 dargestellt ist und
das den Aminosäuren 71 bis 119 der Sequenz einer Einheit von Human-Filaggrin
entspricht und das sechs Argininreste enthält,
– das Peptid E12H, dessen Sequenz in SEQ ID Nr. 3 dargestellt ist, wie
sie durch Vergleich mit Nukleotidsequenzen des Gens für das menschliche Profilaggrin
gemäß Gan S.Q. et al. (Biochemistry, 29: 9432–9440, (1990)) bestimmt
wurde und das 1 Argininrest enthält,
– das Peptid E12D, dessen Sequenz in SEQ ID Nr. 4 dargestellt ist, wie
sie durch Vergleich mit Nukleotidsequenzen des Gens für das menschliche Profilaggrin
gemäß Gan S.Q. et al. (Biochemistry, 29: 9432–9440, (1990)) bestimmt
wurde und das 3 Argininreste enthält,
– das Peptid G22Q, dessen Sequenz in SEQ ID Nr. 5 dargestellt ist und
das einer Konsensus-Sequenz einer Einheit des Ratten-Filaggrins, das 4 Argininreste
enthält, entspricht,
– das Peptid G26E, dessen Sequenz in SEQ ID Nr. 6 dargestellt ist und
das einer Konsensus-Sequenz einer Einheit des Ratten-Filaggrins, das 10 Argininreste
enthält, entspricht.
Wie oben erwähnt, weist, wenn man für die Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens über ein Filaggrin (NCF) verfügt,
das verwendete citrullinisierte Filaggrin (CF) die Peptidsequenz des Filaggrins
(NCF) auf, in der mindestens 20%, vorzugsweise mindestens 30% und noch besser mindestens
50% der Argininreste des NCF citrullinisiert sind.
Die Autoantikörper (AFA) sind zirkulierende Autoantikörper,
und eine biologische Probe, die es gemäß dem erfindungsgemäßen
Verfahren zu analysieren gilt, kann aus der Reihe Blut, Plasma und Serum stammen.
Nachweis und Quantifizierung der gebildeten Immunkomplexe erfolgen
nach beliebigen fachbekannten Techniken, insbesondere durch Verwendung eines Enzyms
für den Nachweis und seines colorimetrischen oder fluoreszierenden Substrats
für die Quantifizierung (zum Beispiel: alkalische Phosphatase/4-Methylumbelliferylphosphat,
Peroxidase/ortho-Phenylendiamin).
Wie dies in den Beispielen erläutert werden wird, kann man also
die gebildeten Immunkomplexe mit einem Konjugat in Kontakt bringen, das aus einem
markierten Antikörper gegen Human-Immunglobuline besteht, und zwar unter Bedingungen,
die sich für die Bildung von markierten Immunkomplexen eignen, wonach man die
markierten Immunkomplexe nachweist und quantitativ bestimmt.
Bei dem Konjugat handelt es sich vorteilhaft um einen vollständigen
oder in Fragmente geteilten Antikörper gegen Human-Immunglobulin (zum Beispiel
Fab'-, Fab'2-Fragmente), der mit Peroxidase oder mit alkalischer Phosphatase
markiert ist, wonach man die Bildung von markierten Immunkomplexen colorimetrisch
oder fluorimetrisch nachweist und quantitativ bestimmt, wobei die quantitative Bestimmung
durch einen Wert XNC bzw. XC für die
optische Dichte oder die Fluoreszenz ausgedrückt wird.
Ein positiver Test, mit dem das Vorliegen von für RP spezifischen
Autoantikörpern (AFA) in der analysierten Probe nachgewiesen wird, ist dadurch
gekennzeichnet, daß der XC-Wert größer als der XNC-Wert
ist.
Die Erfindung wird im folgenden erläutert und ihre Eigenschaften
und Vorteile werden dargestellt.
Beispiel 1: Herstellung eines rekombinanten RattenFilaggrinsA) Klonierung des Ratten-Profilaggrin-Gens
Die Arbeiten von Haydock und Dale, 1986 (J. Biol. Chem., 261, 12520–12525)
und Rothnagel et al., 1987 (J. Biol. Chem., 262, 15643–15648) haben gezeigt,
daß das Ratten-Profilaggrin-Gen aus 20 ± 2 wiederholten Einheiten mit
ungefähr 1 200 Basenpaaren (Bp) besteht und über kein Intron in seiner
Codierregion verfügt, wobei jede Profilaggrineinheit aus eine Filaggrindomäne
und einer Bindesequenz besteht.
Außerdem wurde die Codiersequenz für zwei unvollständige
Profilaggrin-Einheiten von Haydock und Dale, 1990 (DNA Cell Biol., 9, 251–261)
veröffentlicht.
Ausgehend von diesen Daten wurden nun Oligonukleotide für die
PCR-Amplifikation der Codiersequenz für eine vollständige Ratten-Profilaggrin-Einheit
entwickelt.
Die genomische DNA-Matrix der Ratte wurde aus Vollblut einer Wistar-Ratte
hergestellt. Mit drei unterschiedlichen Oligonukleotidpaaren gelangte man zu drei
verschiedenen PCR-Produkten. Diese PCR-Produkte wurden in einen pCAPs-Vektor (PCR-Klonierkit,
Boehringer) kloniert und sequenziert. Sie weisen eine starke Homologie zueinander
(mehr als 99%) sowie eine Homologie von 95 bzw. 98% mit den beiden von Haydock und
Dale, 1990, veröffentlichten unvollständigen Profilaggrin-Einheiten auf.
Diese Werte bestätigen die Art der erhaltenen DNA und legen nahe,
daß die verfügbaren Sequenzen für existierende Ratten-Filaggrindomänen
typisch sind, wobei eine gewisse Variabilität innerhalb und zwischen den einzelnen
Tieren erwartet wird.
Eine der erhaltenen Sequenzen wurde in einen pMR-Expressionsvektor
(Cheynet et al., 1993, Prot. Exp. Purif., 4, 367–372) kloniert, und zwar
in Fusion mit einer Codiersequenz für sechs Histidine am 5'-Ende. Mit diesem
Konstrukt, das die Bezeichnung pOL041 trägt, wurden E. coli-Bakterien transformiert.
Das Konstrukt codiert für ein Protein mit 399 Aminosäuren und einem theoretischen
Molekulargewicht von 42 210, das die Sequenz SEQ ID Nr. 1 aufweist.
B) Expression und Aufreinigung von rekombinantem Ratten-FilaggrinKultur:
Für die Kultivierung des transformierten E. coli-Stamms (BL21
oder DH5&agr;) wird eine Vereinzelung der bei –80°C aufbewahrten Stammkultur
auf Agarmedium mit 0,1 mg/ml Ampicillin durchgeführt.
Ausgehend von einer isolierten Kolonie wird eine Vorkultur im Flüssigmedium
(Hefeextrakt, 2% Glucose und 0,1 mg/ml Ampicillin) in Erlenmeyer-Kolben bei +37°C
und unter kreisförmigem Schütteln (280 U/min) hergestellt.
Mit dieser Vorkultur werden anschließend Kultur-5-Liter-Erlenmeyer-Kolben
inokuliert, die jeweils 1 l desselben Mediums enthalten, das gegebenenfalls mit
PMSF auf einen Endgehalt von 0,5 mM vervollständigt wurde. Diese Erlenmeyer-Kolben
werden bei +37°C unter Bewegen bei 280 U/min so lange kultiviert, bis man zu
einer OD600nm von 0,8 gelangt. Ab diesem OD-Wert wird noch drei Stunden
lang weiter kultiviert.
Diese Kultur wird nun gestoppt und 25 Minuten lang bei 6 000 g zentrifugiert.
Die Bakterien-Pellets werden nun gewonnen und bei –25°C aufbewahrt.
Aufreinigung:
Das Bakterien-Pellet wird durch Einwirkung von Lysozym in Gegenwart
von Protease-Hemmern in einem Puffer aus 0,1 M NaH2PO4/0,6
M NaCl/0,2% Tween/1 mM Natriumazid/6 mM Imidazol, pH 7,3, sowie Ultraschallbehandlung
lysiert. Dieses Lysat wird nun 30 Minuten lang bei 23 700 g geklärt und der
Überstand wird aufbewahrt.
Das rekombinante Filaggrin wird chromatographisch durch Metallchelation
(Nickel) bei +4°C aufgereinigt.
Kurz nachdem das Gel erneut im Lysepuffer äquilibrieren gelassen
wurde, wird der Lyse-Überstand auf die Säule aufgetragen, wonach sich
ein Waschen mit dem Puffer 0,1 M NaH2PO4/0,6 M NaCl/1 mM Natriumazid/6
mM Imidazol, pH 7,3 (und ein UV-Nachweis des Signals bei 280 nm) anschließt,
bis das UV-Nachweissignal bei 280 nm wieder auf die "Base Line" zurückkehrt.
Das rekombinante Filaggrin (rFlg), das auf das Gel adsorbiert wurde,
wird mit dem Puffer 0,1 M NaH2PO4/0,6 M NaCl/1 mM Natriumazid/0,5
M Imidazol, pH 7,15, eluiert.
Die so erhaltene Fraktion wird auf einer 10-kDa-Membran konzentriert.
Der letzte Aufreinigungsschritt erfolgt durch Gelfiltrationschromatographie
auf einem Superdex-200-Träger in einem Puffer aus 20 mM Tris/0,3 M NaCl, pH
11. Das Konzentrat wird auf die Säule aufgetragen und die Fraktionen werden
durch Verfolgen des UV-Signals bei 280 nm und 214 nm aufgefangen. Mit diesem Schritt
kann man das immunologisch aktive rekombinante Filaggrin von Interesse im zweiten
Elutions-Peak isolieren und gewinnen (MG ≈ 42 000).
Beispiel 2: Citrullinisierung des rekombinanten Filaggrins
Nach dem Gesamtprotein-Assay nach dem Verfahren von Bradford (Recktanten
von Biorad) wird die Citrullinisierung durchgeführt, und zwar durch vierstündige
Einwirkung der Peptidylarginindeiminase bei +37°C unter Rühren mit dem
Magnetrührer, mit 4 Enzymeinheiten/mg Gesamtproteine sowie in Gegenwart von
0,1 M EDTA/1 M DTT/0,5 M CaCl2. Der Gesamtproteingehalt wird nun erneut
im Assay bestimmt, und zwar an der deiminierten Fraktion.
Das citrullinisierte Filaggrin wird mittels Ni-NTA-Chromatographie
gereinigt und anschließend mittels Gelfiltrationschromatographie.
Der nachgewiesene Citrullinisierungsgrad beträgt 53%.
Beispiele 3 und 4 unten erläutern die RP-Diagnose bei einem Nachweisverfahren
des Standes der Technik und einem erfindungsgemäßen Nachweisverfahren,
um diese vergleichen zu können.
Das Nachweisverfahren des Standes der Technik besteht aus einem ELISA-Test,
wie er in der Schrift WO-98/08946, die an
die Anmelderin ausgegeben wurde, beschrieben ist, wobei citrullinisiertes Filaggrin
verwendet wird, und wobei der Test auf dem Nachweis der zwischen den AFA-Antikörpern,
die gegebenen falls in der Probe vorhanden sind, und dem citrullinisierten Filaggrin
gebildeten Immunkomplexe beruht.
Das erfindungsgemäße Nachweisverfahren ist ein ELISA-Test,
bei dem citrullinisiertes Filaggrin und nichtcitrullinisiertes Filaggrin eingesetzt
werden und der auf dem parallelen Nachweis von Immunkomplexen, die einerseits mit
dem citrullinisierten Filaggrin und andererseits mit dem nichtcitrullinisierten
Filaggrin gebildet werden sowie auf dem Unterschied der Werte zwischen beiden beruht.
Beispiel 3:A) Proben
Die Tests wurden an den folgenden Proben durchgeführt:
63 Kontrollsera mit den folgenden Pathologien:
Algodystrophie, Gicht, maligne Hämatopathie, Morbus Paget, Neuralgie, mechanische
Pathologie, Periarteritis nodosa, Polymyositis, Lupusrheumatismus, Psoriasisrheumatismus,
Sklerodermie, Spondylarthritis ankylopoetica, Spondylarthropathie, Goujerot-Syndrom,
Sharp-Syndrom, Vaskulitis.
65 Sera von Patienten mit klinisch diagnostizierter rheumatoider Polyarthritis.
B) Material
Platte: Nunc Maxisorp 468667
Ofen bei 35–39°C
Axia-Mikroplattenwaschgerät U4402
Biotek (Handelsbezeichnung) Plattenlesegerät
C) Vorschrift
Auftragen in die Näpfchen: pro Näpfchen 100 &mgr;l 2,5 &mgr;g/ml
Filaggrin, zwei Stunden bei 37°C in PBS-Puffer, pH 7,2
dreimal Waschen mit 300 &mgr;l PBS/0,05% Tween-Puffer, pH 7,2, pro Näpfchen
eine Stunde Passivieren bei 37°C mit 250 &mgr;l PBS/1% BSA Puffer, pH 7,2,
pro Näpfchen
dreimal Waschen mit 300 &mgr;l PBS/0,05% Tween-Puffer, pH 7,2, pro Näpfchen
einstündiges Inkubieren bei 37°C mit 100 &mgr;l 1/100verdünntem
Serum in dem folgenden Puffer: 10 mM Tris, 350 mM NaCl, 1% Triton × 100, 1%
BSA, 10% Kaninchenserum, pH 7,6, pro Näpfchen
dreimal Waschen mit 300 &mgr;l PBS/0,05% Tween-Puffer, pH 7,2, pro Näpfchen
Inkubation eines anti-human-IgG-Konjugats, das mit dem folgenden Puffer
verdünnt wurde: 10 mM Tris, 350 mM NaCl, 1% Triton × 100, 1% BSA, 10%
Kaninchenserum, pH 7,6; 100 &mgr;l pro Näpfchen
dreimal Waschen mit 300 &mgr;l PBS/0,05% Tween-Puffer, pH 7,2, pro Näpfchen
Enzymentwicklung:
– 100 &mgr;l ortho-Phenylendiamin (OPD) pro Näpfchen
– 10 min Inkubation bei 18–25°C
– Blockieren mit 100 &mgr;l H2SO4
– Abblesen bei 492 nm
Der Assay der Proben wird parallel auf einer mit nichtcitrullinisiertem
Filaggrin beschichteten Platte und einer anderen, mit citrullinisiertem Filaggrin
beschichteten Platte durchgeführt.
Der Assay der Proben wird in einfacher Wiederholung durchgeführt.
Die Ergebnisse werden als optische Dichte ausgedrückt.
Die Signale, deren, optische Dichte als 3 angegeben wird, sind gleich
oder größer 3.
D) Ergebnisse
Die Ergebnisse sind in den Tabellen 1 und 2 unten zusammengefaßt.
Mit den an citrullinisiertem Filaggrin gemäß WO-A-98/08946
erhaltenen Ergebnissen (Tabelle 1) erzielt man die folgenden Leistungen:
100% SpezifitätSchwelle bei 1,33734% Empfindlichkeit (22/65)98% SpezifitätSchwelle bei 0,93738% Empfindlichkeit (22/65)95% SpezifitätSchwelle bei 0,33561,5% Empfindlichkeit (40/65)
Mit den an citrullinisiertem Filaggrin/nichtcitrullinisiertem Filaggrin
erfindungsgemäß erhaltenen Ergebnissen (Tabelle 2) erzielt man die folgenden
Leistungen:
100% Spezifität Schwelle bei 0,73138% Empfindlichkeit (25/65)98% Spezifität Schwelle bei 0,00969% Empfindlichkeit (45/65)95% Spezifität Schwelle bei –0,00477% Empfindlichkeit (50/65)
In beiden Fällen sind bei 95% Spezifität 3 Sera falschpositiv.
Bei allen Proben, bei denen der Nachweis an der citrullinisierten
Filaggrinphase erfolgt, erfolgt der Nachweis mit dem Differentialsystem bei 100%
und 98% Spezifität. Bei dem Differentialsystem erfolgt der Nachweis bei nur
einem Serum mehr. Bei 95% Spezifität erfolgt mit dem Differentialsystem der
Nachweis bei sieben Proben mehr.
Das Differentialsystem ist an dieser Population mit 69% Empfindlichkeit
bei 98% Spezifität leistungsfähiger als die citrullinisierte Filaggrinphase.
Bei dieser Population wurde mit den üblicherweise verwendeten
Tests die folgende Leistung erzielt:
GIFOR (Immunfluoreszenz an Ratten-Ösophagusschnitt)
98% SpezifitätSchwelle bei 2 49% Empfindlichkeit (32/65)
Gblot
98% Spezifität Schwelle bei 2,2558% Empfindlichkeit (38/65)
Die mit ELISA an Ratten-Filaggrin erzielte Leistung übertrifft
die derzeit verwendeten Techniken, nämlich GIFOR und Gblot.
Tabelle 1OD492nm-Ergebnisse vom ELISA-Test an citrullinisiertem Filaggrin (CF)
Mit diesem Beispiel läßt sich ein erfindungsgemäßer
Diagnostik-Test, nämlich der ArFa-ELISA-Test, und mehrere Diagnostik-Tests
des Standes der Technik, die im Handel erhältlich sind oder bei denen bekannte
Verfahren eingesetzt werden, nämlich der Immunfluoreszenz-AKA-Test, der AhFA-IB-Test,
der AhFA-ELISA-Test und der CCP-ELISA-Test, verglichen werden.
A) Proben
Die Tests wurden an 711 Sera durchgeführt, von denen 240 von
Patienten mit rheumatoider Polyarthritis (RP) stammten und 471 von Nicht-RP-Patienten
stammten. Unter den Nicht-RP-Patienten litten 157 an einer entzündlichen Krankheit
aus der Reihe progressiver Lupus erythematosus (21), generalisierter Sklerodermie
(9), Psioriosis rheumatismus (43), Spondylarthritis ankylopoetica (40) und anderen
Entzündungskrankheiten (44), während 314 an einer Nicht-Entzündungskrankheit
aus der Reihe Arthrose (104), kompressiver Neuropathie (25), Morbus Paget (68),
sympathischer Reflexdystrophie (29), schweren Knochenerkrankungen (49)
und anderen Nicht-Entzündungskrankheiten (39) litten.
Bei dem Filaggrin handelt es sich um ein rekombinates Ratten-Filaggrin;
das nichtcitrullinisierte Filaggrin wird gemäß Beispiel 1 erhalten und
das citrullinisierte Filaggrin wird durch Citrullinisierung (Citrullinisierungsgrad
der Argininreste: 40%) von nichtcitrullinisiertem Filaggrin gemäß Beispiel
2 erhalten.
B) Vorschrift
Der Nachweis von Antikörpern im AKA-Immunfluoreszenztest und
im AhFA-IB-Test wurde nach den bei C. Vincent et al., Ann. Rheum. Dis. (1989) 48,
712–722, und C. Vincent et al., J. Rheumatol. (1998) 25, 838–846 beschriebenen
Verfahren durchgeführt.
Der AhFA-Elisa-Test wird nach dem von L. Nogueira et al., Ann. Rheum.
Dis (2001) 60, 882–887 beschriebenen Verfahren eingesetzt.
Der CCP-Elisa-Test wird mit dem Material ImmunoscanTM RA
(Euro-diagnostica, Arnheim, Niederlande) durchgeführt, welches nach den Empfehlungen
des Herstellers eingesetzt wird.
Der erfindungsgemäße ArFA-ELISA-Test wurde gemäß
Vorschrift C), die in Beispiel 3 beschrieben wurde, eingesetzt, nur daß in
dem vorliegenden Beispiel der Assay der Proben in viermaliger Wiederholung durchgeführt
wurde. Die mittlere Variation zwischen den Tests betrug bei ein- und derselben Probe
weniger als 6%.
Die für jeden Test erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle 3 unten
dargestellt.
Tabelle 3
Aus dieser Tabelle geht hervor, daß es sich bei dem erfindungsgemäßen
Test um den zuverlässigsten Test der für den Nachweis von RP geprüften
Tests handelt. SEQUENZPROTOKOLL
Anspruch[de]
Verfahren zum Nachweisen von für rheumatoide Polyarthritis (RP)
spezifischen Autoantikörpern (AFA) in einer biologischen Probe, die diese Autoantikörper
(AFA) sowie andere, nicht für die RP spezifische Antikörper enthalten
kann, bei dem man folgendermaßen vorgeht:
man verfügt erstens über ein Filaggrin (NCF) oder über ein Filaggrin
(NCF)-Derivat oder über ein Filaggrinpeptid (NCFP), wobei dieses Peptid nach
Citrullinisierung über einen Epitop des Filaggrins verfügt, sowie zweitens
über dieses citrullinisierte Filaggrin (CF) oder ein Derivat dieses citrullinisierten
Filaggrins (CF) oder dieses citrullinisierten Peptids (CFP), wobei die Citrullinisierung
darin besteht, daß ein oder mehrere Argininrest(e) in Citrullin umgewandelt
wurde(n),
man bringt diese biologische Probe erstens mit dem Filaggrin (NCF) oder dem Filaggrin
(NCF)-Derivat oder dem Peptid (NCFP) und zweitens dem citrullinisierten Filaggrin
(CF) oder dem Derivat des citrullinisierten Filaggrins (CF) oder dem citrullinisierten
Peptid (CFP) unter Bedingungen, die sich für die Bildung von Immunkomplexen
mit den Autoantikörpern (AFA) eignen, in Kontakt,
man weist die Bildung von Immunkomplexen, die zwischen den Autoantikörpern
(AFA) oder anderen Antikörpern, die in der Probe vorliegen, und erstens dem
Filaggrin (NCF) oder dem Filaggrin (NCF)-Derivat oder dem Peptid (NCFP) und zweitens
dem citrullinisierten Filaggrin (CF) oder dem Derivat dieses citrullinisierten Filaggrins
(CF) oder dem citrullinisierten Peptid (CFP) gebildet werden, nach und bestimmt
diese quantitativ, wobei die quantitative Bestimmung durch einen Wert XCN
bzw. XC ausgedrückt wird,
man subtrahiert den Wert XCN von XC.Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Filaggrin
aus der Reihe Human-Filaggrin und Ratten-Filaggrin stammt.Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß es sich
bei dem Filaggrin um ein rekombinantes Ratten-Filaggrin mit der
Sequenz SEQ ID NR: 1 handelt.Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Peptid
eine Peptidsequenz aus der Reihe SEQ ID NR: 2 bis SEQ ID NR: 6 enthält.Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das citrullinisierte
Filaggrin (CF) oder das citrullinisierte Peptid (CFP) durch Einwirkung der Peptidylarginindeiminase
erhalten wird.Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet,
daß man über ein Filaggrin (NCF) verfügt und das mindestens 20% der
Argininreste des NCF citrullinisiert werden, um zu dem citrullinisierten Filaggrin
(CF) zu gelangen.Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß mindestes
30%, vorzugsweise mindestens 50%, der Argininreste des NCF citrullinisiert werden.Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die biologische
Probe aus der Reihe Blut, Plasma und Serum stammt.Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die
gebildeten Immunkomplexe mit einem Konjugat, das aus einem markierten Antikörper
gegen Human-Immunglobuline besteht, unter Bedingungen, die zur Bildung von markierten
Immunkomplexen geeignet sind, in Kontakt bringt und man die markierten Immunkomplexe
anschließend nachweist und quantitativ bestimmt.Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß es sich
bei dem Konjugat um einen mit alkalischer Phosphatase oder mit Peroxidase markierten
Antikörper gegen Human-Immunglobulin handelt und daß man anschließend
die Bildung von markierten Immunkomplexen kolorimetrisch oder fluorimetrisch nachweist
und quantitativ bestimmt, wobei die quantitative Bestimmung durch die Werte XCN
und XC für die optische Dichte oder die Fluoreszenz ausgedrückt
wird.Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß, wenn der
Wert XC größer als der Wert XCN ist, für RP
spezifische Autoantikörper (AFA) in dieser Probe nachgewiesen und quantitativ
bestimmt worden sind.