DOBLER, Lydia J., Oldsmar, FL 34677, US; EVTODIENKO, Iouri, Elkhart, IN 46514, US; EVTODIENKO, Vladimir, Toronto, Ontario M2L2G1, CA; LEWIS, Ronald A., St. Louis, MO 63146, US; VAN LENTE, Michael A., Elkhart, IN 46514, US
Vertreter
Becker, Kurig, Straus, 80336 München
DE-Aktenzeichen
60219472
Vertragsstaaten
AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Trockenchemie-Testeinrichtung
für eine Glucose-Erfassung in einer flüssigen Probe. Insbesondere, ist
die Erfindung auf eine Testeinrichtung für eine Schwellenwert-Erfassung und
-Quantifizierung von Glucose in Urin und auf Verfahren zur Herstellung und Verwendung
dergleichen gerichtet.
Die Erfassung von Glucosespiegeln ist bei der Behandlung von Diabetes
wichtig. Testeinrichtungen zum Testen auf Glucose des Blutes und Urins von menschlichen
Diabetikern, umfassen zahlreiche Trockenchemie-Testeinrichtungen, oder Test-Streifen
werden in zahlreichen Veröffentlichungen und Patenten beschrieben. Glucosetests
stehen seit mehr als drei Jahrzehnten in einem Format von Trocken-Teststreifen zur
Verfügung. Analysen von Blut und Urin unter Verwendung von Teststreifen spielen
bei der Diagnose und Behandlung von menschlichem Diabetes eine wichtige Rolle.
Die Geschichte von Trockenchemie-Einweg-Testeinrichtungen für
eine Glucose-Erfassung ist in der US-P-3,964,871
und der 5,563,042 zusammengefasst. Eine
schnelle und einfache Glucosebestimmung in Körperflüssigkeiten unter Verwendung
von Trockenchemie-Testeinrichtungen unter Feldbedingungen ist für die frühe
Erfassung, Diagnose und Kontrolle von sowohl Diabetes beim Menschen als auch beim
Tier bedeutsam. Die Schlüsselerfordernisse für kolorimetrische Tests der
Trockenchemie bestehen darin, Glucose in einem weiten Konzentrationsbereich zu erfassen
und einfach unterscheidbare Farbunterschiede bei verschieden definierten Glucosespiegeln
zu erreichen.
Zur Erfassung mit Teststreifen von relativ geringen Glucosespiegeln
wurden mehrere Reagenzien vorgeschlagen. Die US-P-3,886,045
beschreibt einen nicht-toxischen Indikator, der 4-Aminoantipyren und Phenolverbindungen
umfasst, die in der Anwesenheit von Glucose gefärbte Quinone bilden können.
In US-P-4,427,770 wird eine ähnliche
Formulierung unter Verwendung von 4-Aminoantipyren in einem Format mit zwei Kissen
beschrieben, um einen weiten Bereich von Glucosespiegeln zu erfassen. Das
US-P-5,824,491 berichtet, dass 4-Aminoantipyren
eine schrittweise Konzentrations-/Reflexionsantwort von 0–400 mg/dL bei einer
linearen Konzentrations-/Reflexionsantwort in dem Glucosebereich von 150–400
mg/dL erzeugt.
Eine sensitive und stabile Glucosetesteinrichtung wurde in dem
US-P-5,183,742 beschrieben. Die Testeinrichtung
umfasst einen Träger, der auf einer Oberfläche gedruckte oder beschichtete
Erfassungsreagenzienregionen aufweist. Mit einem lediglich peroxidativ aktiven Indikator
erwies es sich jedoch als schwierig gut unterscheidbare Farbänderungen über
einen breiten Bereich von 20–500 mg/dL zu erhalten.
Das US-P-3,964,871 lehrt ein
System Glucoseoxidase und Peroxidase zu verwenden, wobei jeweils in einer getrennten
Zone eine Vielzahl von Anzeige-Reagenzien angeordnet sind. Bei diesem digitalen
Ansatz zeigt die Anzahl von eine Farbänderung zeigenden Zonen, die in einer
Probe vorhandenen Glucosekonzentration an.
Es wurden andere Anzeigetypen zur Erfassung und Quantifizierung relativ
hoher Glucosespiegel und relativ breiter Bereiche von Glucosespiegeln verwendet.
In den US-P4,303,753 und 4,340,669
wird ein Indikator in Kombination mit einem Polymer (Iodid + Poly(-vinylpyrrolidon)
für einem breiten Bereich (500–1000 und 1000–10.000 mg/dL) einer
Glucose-Erfassung beschrieben. Iodidsalze wurden in Verbindung mit einem blauen
Farbstoff verwendet, der bei der Anwesenheit von Peroxid abnimmt. Siehe beispielsweise
US-P-3,814,668. Die zwei Komponenten wirken
zusammen, um ein Kontinuum von Indikatorfarbstoffen bereitzustellen.
Ein Schwellenwert-Farbkontrollsystem wurde in der US-P-5,036,000
beschrieben. Das System wurde zur Erfassung von NAD(P)H entwickelt. Analyte reagieren,
um NAD(P)H zu bilden, das wiederum durch ein Chromogen oxidiert wird. Nicht-chromogene
konkurrierende Verbindungen, wie beispielsweise Fe(III)-Verbindungen werden zugegeben,
um eine sichtbare beziehungsweise optische Farbänderung zu verhindern, bis
eine bestimmte Menge von NAD(P)H überschritten ist. Wird die bestimmte Menge
NAD(P)H überschritten, dann wird eine einzelne, einfach zu unterscheidende
Farbänderung erzeugt.
Die vorstehend erwähnten Reagenzien und Testeinrichtungen wurden
allgemein zum Testen menschlichen Urins entwickelt. An Diabetes leiden jedoch ebenfalls
Tiere. Beispielsweise kommt Katzendiabetes ziemlich häufig vor, beeinträchtigt
ungefähr 0,2% bis 1% der Katzenpopulation. Bei diesem Leiden müssen die
Glucosespiegel im Blut kontrolliert werden. Wie bei Menschen, die an Diabetes leiden,
werden hyperglykämische Katzen mit Insulininjektionen behandelt. Während
Insulin die Hyperglykämie behandelt, erfordert ein richtig behandelter Diabetes
periodisches Überwachen von Glucosespiegeln. Da erhöhte Glucosespiegel
im Blut gewöhnlich zu erhöhten Glucosespiegeln im Urin
führen, stellt periodisches Überwachen von Glucosespiegeln im Urin ein
notwendiges Überprüfen auf eine geeignete Tierbehandlung bereit.
Obwohl, sowohl Patent- als auch Nicht-Patent-Literatur voll mit Referenzen
zu Glucose-Testsystemen und Einrichtungen sind, wurden wenige Trockenchemie-Glucosetests
spezifisch zum Testen von Körperflüssigkeiten von Tieren entwickelt.
EP-0 060 133 beschreibt ein Verfahren und
eine Einrichtung zur nicht enzymatischen Glucose-Erfassung in Körperflüssigkeiten
von Tieren. In letzter Zeit wurde ein Teststreifen-Produkt (PetstixTM,
Bayer Agricultural Division (Etbbicoke, Ontario, Canada)) zum Testen von Tierurin
(einschließlich Glucosetest) in den Markt eingeführt. Bei Petstix 7 werden
die gleichen Farbblocker wie in N-MultistixTM SG (Bayer Diagnostics Division
(Elkart, Indiana) verwendet, der mit US-P-3,814,668
gekennzeichnet ist.
Beim Testen von Tierurin mit Teststreifen treten einige Beschränkungen
und spezifische Erfordernisse auf. Beispielsweise gibt es hervorstechende Unterschiede
in der Zusammensetzung zwischen Katzenurin und Menschenurin. Ein derartiger Unterschied
besteht darin, dass Katzenurin ein signifikant höheres spezifisches Gewicht
aufweist als menschlicher Urin. Aufgrund dieses Unterschieds können falsche
Messwerte beziehungsweise Auslesungen erhalten werden, falls für den Menschen
entwickelte Teststreifen zur Glucose-Erfassung bei Katzen verwendet werden. Eine
andere Beschränkung bezieht die Probleme beim Sammeln einer Urinprobe von dem
Tier ein. Bei Verwendung mit tierischen Körperflüssigkeiten ist es ebenfalls
vorteilhaft, dass eine Testeinrichtung aufgewiesen wird, worin die Ergebnisse nicht
von der aufgetragenen Probenmenge und der Einwirkzeit bei Umgebungsbedingungen vor
Aktivierung abhängig sind und worin die Ergebnisse für eine längere
Zeitdauer nach Aktivierung stabil sind.
Die vorliegende Erfindung ist auf ein Verfahren, eine Reagenzienzusammensetzung
und eine Trockenchemie-Testeinrichtung zur Schwellenwert-Glucose-Erfassung, insbesondere
bei Katzen gerichtet. Die Einrichtung besteht in der Form eines mit Substrat imprägnierten
Indikators, der vorzugsweise in Stücke geschnitten wird, die dazu geeignet
sind auf Katzenstreu verteilt zu werden. Die Indikator/Substrat-Verbindung ist so
gewählt, dass nach Benässen durch den Tierurin das Indikatorergebnis für
eine ausreichende Zeitdauer unterscheidbar bleibt, so dass es durch den Haustierbesitzer
oder Pfleger beobachtet werden kann. Folglich sollte die bevorzugte Indikatorzusammensetzung
nicht nur den Umgebungsbedingungen einer Streubox beziehungsweise -kiste und verlängerter
Aussetzung beziehungsweise Einwirkung von diesen Bedingungen bis zur Aktivierung
durch Tierurin widerstehen können, sondern sollte ebenfalls gute eine Stabilität
sogar nach Aktivierung durch Urin aufweisen. Das Indikatorreagenz sollte vorzugsweise,
ebenfalls so ausgewählt werden, dass angezeigt werden kann, ob die Reagenzeinrichtung
mit dem Tierurin in Kontakt gebracht wurde, ungeachtet ob abnormale Glucosespiegel
vorhanden sind.
Die Reagenzzusammensetzung, die in der vorliegenden Erfindung verwendet
wird, basiert auf einem Standard-Enzym-Glucosesystem, einschließlich Glucoseoxidase
und Peroxidase und einer Kombination von peroxidativ aktiven Indikatoren (Chromogenen).
Die Kombination von Chromogenen der vorliegenden Erfindung stellt eine gute Farbunterscheidung
bereit, die einer Vielzahl von Glucosekonzentrationen im Urin entspricht. Weiterhin
basiert die Glucose-Erfassung im Katzenurin vorzugsweise auf einem bewährten
Empfindlichkeits-Schwellenwert oder Konzentrationsschwellenwert. Bei Glucosekonzentrationen,
die geringer sind als der Schwellenwert, tritt keine unterscheidbare Farbänderung
auf der Testeinrichtung auf. Um den erwünschten Empfindlichkeitsschwellenwert
zusätzlich zu der Kombination von Chromogenen zu erreichen, umfasst die Reagenzzusammensetzung
einen Fänger von Peroxid/oxidierten Chromogenen. Die Reagenzzusammensetzung
macht eine Farbänderung nur durch, wenn sie Urin ausgesetzt wird, der eine
Glucosekonzentration bei oder über dem Schwellenwert aufweist, und falls derartiges
auftritt, dann zeigen einfach sichtbar unterscheidbare Farbänderungen höhere
Glucosekonzentrationen an.
In einer bevorzugten Ausführungsform wird die Testeinrichtung
unter Verwendung eines Cellulosepapiersubstrat hergestellt, das mit einer Lösung
der Reagenzzusammensetzung imprägniert wurde. Das Papier wird dann getrocknet
und in kleine, jedoch optisch erfassbare Stücke geschnitten, um eine Einrichtung
bereitzustellen, die auf Katzenstreu verteilt werden kann. Die nicht-aktivierte
Einrichtung bleibt für mehrere Tage, sogar bei hoher Feuchtigkeit glucoseempfindlich.
Nach Kontakt mit Katzenurin entwickelt sich eine Farbe beziehungsweise Färbung,
die eine Glucosekonzentration anzeigt und für eine ausreichende Zeitdauer fortbesteht,
so dass der Pfleger des Haustiers die Farbentwicklung beobachten kann. Eine Farbstabilität
wird dadurch erreicht, dass Stabilisatoren und ausgewählte Chromogene in der
Reagenzzusammensetzung inkorporiert sind.
Folglich umfasst eine erfindungsgemäße Ausführungsform
einer Trockenchemie-Einrichtung zum Erfassen und Quantifizieren von Glucose im Urin
ein chromogenes Indikatorgemisch, das Glucoseoxidase, Peroxidase, eine erste chromogene
Indikatorreagenzzusammensetzung umfasst, die eine Farbentwicklung durchmachen
kann, um die Anwesenheit einer geringeren Konzentration an Glucose anzuzeigen und
eine zweite chromogene Indikatorreagenzzusammensetzung, die ein Farbentwicklung
durchmachen kann, um die Anwesenheit einer höheren Glucosekonzentration anzuzeigen,
wobei der erste chromogene Indikator eine Farbentwicklung des zweiten chromogenen
Indikator verhindert, mit der Maßgabe, das eine höhere beziehungsweise
größere Glucosekonzentration im Urin vorhanden ist, einen Fänger,
der ein Farbentwicklung der ersten Indikatorreagenzzusammensetzung verhindert, mit
der Maßgabe, dass eine Schwellenwertkonzentration von Glucose vorhanden ist
und eine Matrix, die mit dem chromogenen Indikatorgemisch imprägniert ist.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung besteht in einem Verfahren
zum Bestimmen einer Glucosekonzentration von Urin in einem Tier, umfassend die Schritte,
Auswählen einer Testeinrichtung nach Anspruch 1, Anordnen der Testeinrichtung,
um einen zufälligen Kontakt mit dem Tierurin zu erleichtern, Ablesen einer
entwickelten Indikatorfarbe nachdem die Einrichtung mit Urin benässt wurde,
und Vergleichen der entwickelten Farbe mit einem Standard-Farbschaubild, und Bestimmen
der Urin-Glucosekonzentration des Tieres.
Eine andere Ausführungsform dieser Erfindung besteht in einem
Test-Kit zum Bestimmen der Glucosekonzentration, die in einer Probe eines Tierurins
vorhanden ist, welcher Test-Kit umfasst, die Testeinrichtung nach Anspruch 1, und
ein Farbschaubild, das die Urin-Glucosekonzentrationen anzeigt, die einer Vielzahl
unterscheidbarer Farben entsprechen.
Zusätzliche Merkmale der vorliegenden Erfindung werden dem Fachmann
aus der folgenden ausführlichen Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
offensichtlich werden, die den besten Modus zum Ausführen der Erfindung, wie
er gegenwärtig wahrgenommen beziehungsweise erfasst wird, beispielhaft darstellen.
Die vorliegende Erfindung ist auf ein Verfahren, eine Reagenzzusammensetzung,
und eine Trockenchemie-Testeinrichtung zum Erfassen von Glucose gerichtet. Während
die Erfindung allgemein zur Glucoseerfassung von Urin geeignet ist, ist sie, insbesondere,
zur Urin-Glucoseerfassung bei Katzen geeignet. Vorzugsweise wird die Einrichtung
zur Erfassung von Glucosekonzentrationen oberhalb eines spezifischen Schwellenwertespiegels
verwendet. In einer bevorzugten Ausführungsform liegt die Testeinrichtung als
Konfettiartiges Material ausgebildet vor, das als Streukistenzusatz verwendet wird.
Die Probleme, die mit dem Probensammeln von Katzenurin verbunden sind und das relativ
hohe spezifische Gewicht von Katzenurin stellen in Bezug auf ähnliche Teststreifen,
die zum Testen menschlichen Diabetes verwendet werden, einzigartige Ausführungserfordernisse
an die vorliegende Testeinrichtung dar.
Die Testeinrichtung umfasst eine Indikatorgemisch-Zusammensetzung
und eine Trägermatrix für die Indikatorzusammensetzung. In einer bevorzugten
Ausführungsform umfasst die Trägermatrix ein Stück Filterpapier,
das mit der Indikatorzusammensetzung imprägniert wurde, worin das Filterpapier
eine ausreichende Porosität und Kapillaraffinität aufweist, so dass eine
Urinprobe von dem Tier in die Matrix wandern und mit dem Indikator Wechselwirken
kann. Die Matrix kann ein gewebtes oder ein nicht-gewebtes Material sein und kann,
ist jedoch nicht beschränkt auf cellulose-artige natürliche Fasermaterialien
des Typs, die normalerweise verwendet werden, um Filetpapier herzustellen. Alternativ
können organische Polymermaterialien verwendet werden. Andere, entweder gewebte
oder nicht-gewebte, natürlich vorkommende oder synthetische Fasermatrixmaterialien,
können ebenfalls verwendet werden.
Vorzugsweise entwickelt die Reagenzien-Indikator-Zusammensetzung der
Testeinrichtung eine Schwellenwert-Farbantwort, wobei eine nicht unterscheidbare
Farbänderung erzeugt wird, mit der Maßgabe, dass die Menge an Glucose
in der Urinprobe eine bestimmte Konzentration übersteigt. Dadurch kann der
Besitzer eines Tiers oder Pfleger die Anwesenheit einer Farbänderung beobachten,
die ein mögliches Problem einer Hyperglykämie anzeigt. Lediglich wenn
die Schwellenwertkonzentration überstiegen wird, müsste der alarmierte
Pfleger die Schwere des hyperglykämischen Zustands weiter untersuchen.
Ebenfalls wird für die Farbdifferenzierung bevorzugt, dass sie
ausreichend stark ist, so dass eine verlässliche Farberfassung und Interpretation
unmittelbar auf der Katzenstreuoberfläche gemacht werden kann. Weiterhin sollte
die Testeinrichtung für mindestens mehrere Tage, sogar bei hoher Feuchtigkeit,
nachdem sie auf die Katzenstreuoberfläche aufgebracht wurde, Glucose empfindlich
bleiben. Außerdem sollte das Farbsignal der durch Urin aktivierten Einrichtung
für mindestens mehrere Stunden nach Einwirken von Katzenurin stabil sein. Andere
bevorzugte Merkmale der erfindungsgemäßen Testeinrichtungen umfassen,
dass die Farbe des aktivierten Indikatorreagenzes nicht unter den Bedingungen einer
normalen Verwendung auf die Katzenstreu auslaugen beziehungsweise ausgewaschen werden
sollte, wobei die beobachtete Testfarbe nicht von der Menge des aufgebrachten Urins
abhängig sein sollte.
In einer Ausführungsform kann die mit der Indikatorzusammensetzung
imprägnierte Matrix in kleine Konfetti-artige Stücke geschnitten werden,
um auf Streu gestreut oder darin vermischt werden. Die kleinen Stücke können
unterschiedliche geometrische Formen und gewöhnlich 0,01 bis 1,0 Zoll (0,025
bis 2,5 cm) in deren längsten Dimension, noch typischer 0,1 bis 0,5 Zoll (0,25
bis 1,3 cm) in deren längsten Dimension und am typischsten Quadrate oder Diamanten
von 0,2 Zoll (0,5 cm) an einer Seite aufweisen. Es sollte jedoch klar sein, dass
die vorliegende Erfindung nicht auf die Verwendung mit Katzen beschränkt ist,
wobei andere Formen und Größen für eine Verwendung durch Menschen
oder zur Verwendung durch andere Tiere geeignet sein können. Beispielsweise
können viel größere beziehungsweise umfangreichere Test-Blätter
beziehungsweise -Folien (1,0 bis 2,0 Zoll (2,5 bis 5,0 cm) in der längsten
Dimension) für die Verwendung mit Papier-trainierten (paper-trained) Hunden
geeignet sein. Die größeren Blätter können ebenfalls unter Streumaterial
in einer Katzenstreukiste oder unter ähnliches Material bei der Verwendung
mit anderen Tieren angeordnet werden. Die Testeinrichtung kann versiegelt sein,
beispielsweise in einer Folienpackung, um die Haltbarkeit des Produkts zur Distribution,
zum Verkauf und zur Verwendung zu verlängern.
Die Reagenzien der vorliegenden Erfindung basieren auf Formulierungen,
die Glucoseoxidase, Peroxidase und chromogene Redox-Indikatoren als Schlüssel-Komponenten
aufweisen. Glucose wird in einer spezifischen von der Glucoseoxidase katalysierten
Reaktion durch atmosphärischen Sauerstoff zu Gluconsäure oxidiert, die
als Nebenprodukt Wasserstoffperoxid proportional zu der Glucosemenge bildet:
In verschiedenen Reaktionen, die durch Peroxidase katalysiert werden
reagiert Wasserstoffperoxid mit der farblosen Form der Indikator-Reagenz-Zusammensetzung,
um Wasser und eine oxidierte, gefärbte Form des Indikators zu erzeugen. Die
oxidierte Form des Indikators selbst kann eine gefärbte Entität sein oder
reagiert besonders mit einer anderen Verbindung, um ein gefärbtes Produkt bereitzustellen,
das irgendeinen Konzentrationsbereich von Glucose in der getesteten Probe anzeigt.
In dem Indikatorgemisch der vorliegenden Erfindung werden zwei unterschiedliche
Indikatorreagenzien verwendet, eines, um niedrige/mittlere Glucosespiegel (Ind1)
über Reaktion 1 und einen anderen, um ein unterschiedlich gefärbtes Signal
bei hohen Glucosespiegeln (Ind2) über Reaktion 2 zu erfassen.
In Reaktion 1 wird eine Indikator-Reagenzzusammensetzung (Ind1) verwendet,
die eine relativ schnelle Empfindlichkeit beziehungsweise Anfälligkeit gegenüber
einer Oxidation durch Peroxidase aufweist. Folglich weist Reaktion 1 verglichen
mit Reaktion 2 eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit auf. In der Anwesenheit von niedrigen/mittleren
Glucosespiegeln, (vorzugsweise 150–300 mg/dL) wird eine Komponente von Ind1
oxidiert, wobei entsprechende Farben (beispielsweise Rose oder Rot, falls Ind1 AAP/HBS
ist) entwickelt werden. Die Einrichtung erfasst niedrige/mittlere Glucosespiegel
hauptsächlich auf der Basis von Reaktion 1:
Reaktion 1
Geeignete Zusammensetzungen für Ind1 umfassen 4-Aminoantipyren
(AAP) oder ein Salz davon, und phenolische Verbindungen, wie beispielsweise 2-Hydroxy-3,5-dichlorbenzensulfonat
(HBS), 3-Methylcatechol, 4-Hydroxybenzensulfonsäure und 2,6-Dimethylphenol.
Andere phenolische und Anilin-Verbindungen, die eine farbige Verbindung mit AAP
bilden können, sind im Stand der Technik bekannt und liegen im Umfang dieser
Erfindung. Siehe beispielsweise US-P-3,886,045
und 4,427,770. Andere chromogene aromatische
Verbindungen können an die Stelle von AAP werden. Beispielsweise kann 3-Methylbenzothiazolinon-hydrazon-Hydrochlorid
(MBTH) verwendet werden. Die Kombination von 1,3-Phenylendiamin und MBTH erzeugt,
falls sie mit Wasserstoffperoxid aktiviert wird, eine intensive matt rote Farbe.
In einer erfindungsgemäßen Ausführungsform umfasst
Ind2 ein Iodidsalz. Während Kaliumiodid bevorzugt wird, können andere
Iodidsalze, einschließlich, jedoch nicht beschränkt auf Natriumiodid und
Ammoniumiodid verwendet werden. Dass bei Reaktion 2 freigesetzte Iod, bildet, wie
im Stand der Technik bekannt, mit Stärke und andere Substanzen einen gefärbten
Komplex. Siehe beispielsweise US-P-3,886,045.
Substanzen, die mit Iod einen gefärbten Komplex bilden können, umfassen
Stärke, Stärkekomponenten wie beispielsweise Amylose oder Amylopektin,
Polyethylenglycol, Polyvinylpyrrolidon und Polyvinylalkohol. Man muss jedoch, abhängig
von der Verwendung, bei der Wahl einer geeigneten Substanz vorsichtig sein, da andererseits manche
geeigneten Substanzen toxisch sein können. Stärke wird bevorzugt, da Stärke
relativ kostengünstig, nicht-toxisch ist und eine gute Farbe bereitstellt.
Folglich verläuft Reaktion 2 unter Verwendung von Iodid/Stärke wie folgt:
Reaktion 2
In der Abwesenheit irgendeines anderen Indikators erzeugt Iodid/Stärke
eine charakteristische blaue Färbung in dem Bereich von 50–300 mg/dL,
wobei die blaue Färbung mit steigender Glucosekonzentration zunimmt.
Es wurde beobachtet, dass Reaktion 2 viel langsamer abläuft als
Reaktion 1. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die gesamte stöchiometrische
Menge von Ind1 in der Reagenzienzusammensetzung gleich zu oder geringfügig
größere als ein niedriger/mittlerer Glucosespiegel. In der Anwesenheit
von niedrigen/mittleren Glucosespiegeln wird von Ind1 das verfügbare Peroxid
schnell verbraucht, wobei Reaktion 2 nicht abläuft. Wird AAP/Phenol verwendet,
dann wird bei niedrigeren Konzentrationen lediglich aufgrund von AAP/Phenol eine
Farbänderung beobachtet. Eine ähnliche Fängerwirkung wird mit MBTH/1,3-Phenylendiamin
gesehen. Bei hohen Glucosespiegeln (vorzugsweise über 300 mg/dL) wird das gesamte
Ind1 verbraucht und Ind2 wechselwirkt mit H2O2/Peroxidase.
Als ein Ergebnis wird eine für Ind2 (beispielsweise dunkel braunschwarz oder
dunkel blau, falls Ind2 als Stärke/Iodid vorliegt) spezifische Färbung
entwickelt. Folglich wird Ind2 hauptsächlich verwendet, um hohe Glucosespiegel
zu erfassen.
In einer bevorzugten Ausführungsform wird zusätzlich zu
der vorstehend beschriebenen Doppel-Indikatorzusammensetzung ein Fänger verwendet,
um einen Schwellenwert-Detektionsspiegel für die Einrichtung bereitzustellen,
worin bei Glucosespiegeln unterhalb der Schwellenwertkonzentration keine Farbänderung
beobachtet wird. In dieser bevorzugten Ausführungsform wird ein Fänger
verwendet, um eine Farbänderung bei sehr geringen Glucosespiegeln, wie in Reaktion
3 gezeigt, zu verhindern:
Reaktion 3
In der Anwesenheit von sehr geringen Glucosespiegeln (vorzugsweise
weniger als 50 mg/dL) kann von Ind1 die gefärbte (oxidierte) Form erzeugt werden.
Ein Fänger kann jedoch so gewählt werden, dass unter Bedingungen einer
geringen Glucosekonzentration der Fänger mit oxidiertem Ind1 reagiert und es
zu der farblosen reduzierten Form zurückführt. Folglich erfolgt unter
diesen Bedingungen keine Farbentwicklung, wobei lediglich eine Färbung des
Hintergrunds gesehen werden kann. Alternativ, kann ein Fänger verwendet werden,
der den Ind1-Indikator durch Konkurrenz verdrängt, wodurch Reaktion 1 bei niedrigen
Glucosespiegeln daran gehindert wird abzulaufen. In beiden Fällen entspricht
die bestimmte Menge des Fängers in der Formulierung einem sehr niedrigen Glucosespiegel.
In der Anwesenheit von Glucosespiegeln, die größer sind als die Kapazität
des Fängers (vorzugsweise 50 mg/dL oder mehr) übersteigt die Konzentration
des oxidierten Ind1 die Konzentration des Fängers, Ind1 verbleibt in dessen
oxidierten Form und Glucose wird erfasst. Abhängig von der Anwendung umfassen
geeignete Fänger Zinnchlorid, Thiosulfate und Mercaptane. Einen bevorzugten
Fänger stellt Cystein dar, da es nicht toxisch ist.
Urin von diabetischen Katzen, die eine Insulintherapie durchmachen
beziehungsweise erdulden, sollte etwas restliche Uringlucose aufweisen. Folglich
wird bevorzugt, dass die Testeinrichtung einen Spiegel von 50 mg/dL anzeigt, um
eine Überdosis zu erfassen oder zu verhindern. Dieser Schwellenwertspiegel
kann für verschiedene Anwendungen beim Tier oder Menschen variiert werden.
Die vorstehend beschriebene Kombination von Indikatoren und Fängern
stellt eine Schwellenwert-Glucoseerfassung bereit, als auch verschiedene
Indikatorfarben bei dem Konzentrationsbereich von niedrig-hoher Uringlucose, der
bei Katzen mit Diabetes verbunden ist. Es sollte erwähnt werden, dass die Schwellenwert-Farbänderung
für individuelle Anwendungen, wie benötigt, insbesondere in dem 50–1000
mg/dL Glucosebereich, verschoben werden kann. Geeignete Mengen von Ind1 und Fänger
können so gewählt werden, dass eine Schwellenwertfarbe und eine Ind1/Ind2-Farbänderung
bei wünschenswerten Glucosespiegeln erzeugt werden.
Vorzugsweise weist die Testeinrichtung eine gute Stabilität auf
und kann Umgebungsbedingungen einer Streukiste und einer verlängerten Einwirkung
dieser Bedingungen bis zu dessen Aktivierung durch Benetzen mit Tierurin widerstehen.
Ebenfalls wird bevorzugt, dass die so erhaltene auf Aktivierung durch den Tierurin
erzeugte Färbung für eine signifikante Zeitdauer unverändert erhalten
bleibt. Diesbezüglich spielt der in der Reagenzienformulierung umfasste Fänger
(beispielsweise Cystein) eine Doppelrolle. Der Fänger fördert nicht nur
die Farbunterscheidung zwischen sehr geringen und geringen Glucosespiegeln, sondern
stellt ebenfalls eine antioxidante Funktion bereit, um die Indikatoren vor spontaner
Oxidation während der Reagenzienherstellung, Lagerung und Anwendung zu schützen.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Reagenzienzusammensetzung
so formuliert, dass sie ein Polysaccharid, wie beispielsweise Dextran, DEAE-Dextran
oder Alginat beinhaltet, um die Enzymstabilität zu verbessern und eine geeignete
Testleistung der Testeinrichtung während einer verlängerten Einwirkung
gegenüber Umgebungsbedingungen auf Katzenspreu aufrechtzuerhalten. Weiterhin
kann ein Film-Bildendes Polymer, wie beispielsweise Poly(-vinylalkohol) in der Reagenzienzusammensetzung
verwendet werden, um den Indikator am Auslaugen beziehungsweise Auswaschen aus dem
Reagenz zu hindern, wenn es mit Katzenurin aktiviert wird.
Die folgenden Beispiele werden dargelegt, um die Prinzipien und Praktiken
der vorliegenden Erfindung einem Fachmann zu erläutern. Sie sind nicht vorgesehen
die Erfindung zu beschränken, sondern sie lediglich zu erläutern.
Beispiel 1
Tabelle 1: Reagenz-Formulierung Nr. 1Subgemisch 1 für erstes Eintauchen/Beschichtung
Cellulosepapier wurde mit Subgemisch 1 imprägniert und getrocknet.
Das so erhaltene Papier wurde mit Subgemisch 2 imprägniert und erneut getrocknet.
Das mit dem vollständigen Satz der Komponenten imprägnierte Testpapier
wurde in kleine Konfetti-artige Stücke geschnitten, um schließlich eine
Testeinrichtung zu erhalten.
Die Testeinrichtungsstücke wurden auf der Oberfläche von
Katzenstreu verteilt und Proben von 60 Mikrolitern Katzenurin mit unterschiedlichen
Glucosekonzentrationen wurden auf die Stücke aufgebracht. Die Farbentwicklung
wurde optisch analysiert und instrumentell durch Reflexionsspektralphotometrie.
Tabelle 2. Optische und instrumentelle Farbbewertungen
Glucosespiegel mg/dLTeststück FarbenFarbunterschied gegenüber nicht-aktiviertem TeststückNicht-aktiviert (nicht durch Katzenurin benetzt)Gelb---- Aktiviert durch 50 mg/dL oder wenigerHell Braun9,37 (50 mg/dL)150Rose19,78300Rot42,13600Dunkel Braunschwarz56,30
Urin mit einem spezifischen Gewicht von 1,030 wurde verwendet und
eine Stunde nach Aktivierung beobachtet. Die Farbunterschiede werden in CIELAB-Einheiten
angegeben und basieren auf einer Reflexionserfassung des Instruments. Die Farbunterschied-Einheiten
stellen die relative Unterscheidung durch einen normalen Betrachter der Farbe bei
der angezeigten Konzentration verglichen zu der gelben (nicht aktivierten) Farbe
dar.
Beispiel 2
Tabelle 3. Reagenz-Formulierung Nr. 2
KomponentenMenge, g/L oder AktivierungseinheitenGlucoseoxidase104,3 KiloeinheitenPeroxidase56,9 KiloeinheitenKaliumiodid9,92Stärke6,404-Aminoantipyren2,423-Methylcatechol1,48L-Cystein1,7Zitronensäure38,4Imidazol1,0Alginsäure5,0Triton X-1002,5
Filterpapier wurde in diese Lösung eingetaucht und getrocknet.
Das Papier wurde anschließend in Stücke geschnitten. Für die Reagenz-Formulierung
Nr. 2 war das Farbschaubild wie folgt:
Die so erhaltene Testeinrichtung wurde mit Katzenurin getestet, der
Glucosekonzentrationsspiegel von 50, 150, 300 und 600 mg/dL beinhaltete. Vor dem
Aufbringen auf die Testeinrichtung wurde das spezifische Gewicht von jeder der Katzenurinproben
mit Wasser eine von beiden 1,020 und 1,050 eingestellt. Bei dem niedrigeren spezifischen
Gewicht der Urinproben entwickelten sich die Farben innerhalb von einigen Minuten,
wobei die Farbe dem Glucosespiegel in der Probe entspricht. Die Geschwindigkeit
der Farbentwicklung bei dem höheren spezifischen Gewicht der Urinproben war
langsamer als die der Proben mit dem geringeren spezifischen Gewicht. Nach zehn
Minuten jedoch schienen die Farben der Reihe mit höherem spezifischen Gewicht
ähnlich der Reihe mit geringerem spezifischen Gewicht zu sein. Folglich war
die Geschwindigkeit der Farbentwicklung bei höherem spezifischem Gewicht verlangsamt,
wobei jedoch die erhaltene Färbung ausreichend unterschiedlich war, um die
unterschiedlichen Glucosespiegel zu identifizieren.
Beispiel 3Stabilität des Reagenzes nach Aktivierung durch Katzenurin:
Unter Verwendung der Reagenz-Formulierung Nr. 1 gemäß Beispiel
1, wurden Testmesswerte zu verschiedenen Zeitpunkten nach der Aktivierung mit dem
Katzenurin (spezifisches Gewicht 1,030) ausgeführt. Die erhaltene Färbung
wurde optisch ausgelesen und die Glucosekonzentration durch Farbvergleich mit einem
bestimmten Farbschaubild bestimmt. Wie in Tabelle 4 gezeigt, sind die Testmesswerte
über mindestens 8 Stunden nach Aktivierung mit Katzenurin stabil. Tabelle 4
Stunden nach Reagenz-Aktivierung mit KatzenurinAktueller Glucose-Urinspiegel, mg/dL0 150300600Erfasster Glucose-Urinspiegel, mg/dL101553206004015731060080150310600
Wirkung des Spezifischen Gewichts des Katzenurins
Unter Verwendung der Reagenz-Formulierung Nr.1 gemäß Beispiel
1 wurden Testmesswerte vier Stunden nach Aktivierung mit Katzenurin mit unterschiedlichen
spezifischen Gewichten ausgeführt. Die erhaltene Färbung wurde optisch
ausgelesen und die Glucosemenge wurde durch Farbvergleich mit einem bestimmten Farbschaubild
ausgewertet.
Tabelle 5
Unter Verwendung der Reagenz-Formulierung Nr. 1 gemäß Beispiel
1 wurden Testmesswerte eine Stunde nach Aktivierung mit unterschiedlichen Mengen
von Katzenurin (spezifisches Gewicht von 1,030) ausgeführt. Die erhaltene Färbung
wurde optisch ausgelesen und die Glucosekonzentration wurde durch Farbvergleich
mit einem bestimmten Farbschaubild bestimmt. Wie in Tabelle 6 gezeigt, beeinflusst
die in dem Bereich von 60–150 Mikrolitern aufgebrachte Menge von Urin die
Testmesswerte nicht signifikant. Ebenfalls ist anzumerken, dass größere
Volumen von Urin scheinbar kein signifikantes Auslaugen von Indikatoren aus dem
Teststück bewirken.
Tabelle 6
Mikroliter aufgebracht auf das Teststück von 1 cm2Aktueller Glucose-Urinspiegel, mg/dL150 300 600Erfasste Glucose-Urinspiegel, mg/dL301122505256015030060090150300600120150320600150150320600
Anspruch[de]
Trockenchemie-Einrichtung zur Glucose-Erfassung und -Quantifizierung
im Urin, welches ein chromogenes Indikator-Gemisch umfasst, enthaltend,
Glucoseoxidase,
Peroxidase, einen ersten Indikator, der Farbentwicklung zeigen kann, um die
Anwesenheit einer niedrigen bis mittleren Konzentration an Glucose anzuzeigen,
einen zweiten Indikator, der Farbentwicklung zeigen kann, um die Anwesenheit einer
grösseren Konzentration an Glucose anzuzeigen, wobei der erste Indikator die
Farbentwicklung des zweiten Indikators verhindert, mit der Maßgabe, dass eine
größere Konzentration an Glucose im Urin vorhanden ist,
einen nicht-chromogenen Fänger, der die Farbentwicklung des ersten Indikators
stört, wenn der Glucosespiegel unter einer Schwellenwert-Konzentration von
Glucose liegt, und
einen Träger, der mit dem chromogenen Indikator-Gemisch imprägniert ist.Einrichtung nach Anspruch 1, worin der nicht-chromogene Fänger
Cystein umfaßt.Einrichtung nach Anspruch 1, worin der nicht chromogene Fänger
ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Thiosulfaten und Mercaptanen.Einrichtung nach Anspruch 1, worin die Grenzwert-Glucose-Konzentration
etwa 50 mg/dl beträgt.Einrichtung nach Anspruch 4, worin die niedrige bis mittlere Konzentration
an Glucose im Bereich von 150–300 mg/dl liegt.Einrichtung nach Anspruch 5, worin die höhere Konzentration an
Glucose 300 mg/dl beträgt und der zweite Indikator eine Farbentwicklung durchlaufen
kann, um Glucose-Konzentrationen im Bereich von 300–600 mg/dl anzuzeigen.Einrichtung nach Anspruch 1, worin der erste Indikator 4-Aminoantipyren
und eine Phenolverbindung umfaßt.Einrichtung nach Anspruch 7, worin die Phenolverbindung ausgewählt
ist aus der Gruppe bestehend aus 2-Hydroxy-3,5-dichlorbenzolsulfonat, 3-Methlycatechol,
4-Hydroxybenzolsulfonsäure und 2,6-Dimethylphenol.Einrichtung nach Anspruch 1, worin der zweite Indikator ein Iodidsalz
umfaßt.Einrichtung nach Anspruch 9, worin das Iodidsalz Kaliumiodid ist und
der zweite Indikator weiter Stärke umfaßt.Einrichtung nach Anspruch 1, worin das chromogene Indikator-Gemisch
weiter einen Stabilisator umfaßt, der einen Verlust der Fähigkeit zur
Farbentwicklung für mindestens 24 Stunden bei hoher Feuchtigkeit verhindert.Einrichtung nach Anspruch 11, worin der Stabilisator ein Polysaccharid
ist.Einrichtung nach Anspruch 1, worin die Farbentwicklung für mindestens
acht Stunden nach Aktivierung stabil bleibt.Einrichtung nach Anspruch 1, worin die Matrix ein Cellulosepapier ist.Einrichtung nach Anspruch 14, worin das Cellulosepapier in kleine Konfetti-artige
Stücke ausgebildet ist.Einrichtung nach Anspruch 1, worin das chromogene Indikator-Gemisch
weiter Polyvinylalkohol und Dextran umfaßt, und worin eine aus der Farbentwicklung
erhaltene Farbe unabhängig ist von dem spezifischen Gewicht des Urins.Einrichtung nach Anspruch 1, worin der erste Indikator eine chromogene
Indikatorreagens-Kombination ist, wobei der zweite Indikator eine chromogene Indikatorreagens-Kombination
ist und wobei der Träger eine Matrix ist.Einrichtung nach Anspruch 17, worin die Matrix 15 in Konfetti-artige
Stücke gebildet ist, welche zur Anwendung in einer Einstreu-Kiste geeignet
sind.Verfahren zur Bestimmung der Glucose-Konzentration im Urin eines Tiers,
welches die Schritte umfaßt,
Wählen einer Test-Einrichtung, welche eine Matrix umfaßt, die mit einem
chromogenen Indikator-Gemisch imprägniert ist, welches Glucoseoxidase, Peroxidase,
eine erste chromogene Indikator-Reagens-Kombination, die Farbentwicklung zeigen
kann, um die Anwesenheit einer geringeren Konzentration an Glucose anzuzeigen, eine
zweite Indikator-Reagens-Kombination, die Farbentwicklung zeigen kann, um die Anwesenheit
einer grösseren Konzentration an Glucose anzuzeigen, wobei die erste chromogene
Indikator-Reagens-Kombination die Farbentwicklung des zweiten Indikators verhindert,
mit der Maßgabe, dass eine größere Konzentration an Glucose vorhanden
ist, und einen Fänger, der die Farbentwicklung der ersten Indikator-Reagens-Kombination
verhindert, mit der Maßgabe, dass eine Schwellenwert-Konzentration an Glucose
vorhanden ist,
Anordnen der Test-Einrichtung, um einen zufälligen Kontakt mit dem Tierurin
zu fördern,
Ablesen einer entwickelten Indikatorfarbe nach Benetzung der Einrichtung mit Urin,
und
Vergleichen der entwickelten Farbe mit einem Standard-Farbschaubild, und Bestimmen
der Urin-Glucose-Konzentration des Tiers.Verfahren nach Anspruch 19, wobei das Tier eine Katze ist, wobei die
Test-Einrichtung in Konfetti-artigen Stücken bereitgestellt wird, und wobei
der Anordnungsschritt umfaßt, Verteilen der Konfetti-artigen Stücke auf
der Oberfläche des Katzenstreus.Verfahren nach Anspruch 20, wobei die Test-Einrichtung vor Aktivierung
für mehrere Stunden auf dem Katzenstreu verbleibt.Verfahren nach Anspruch 20, wobei der Vergleich-Schritt mehrere Tage
nach Aktivierung erfolgt.Verfahren nach Anspruch 19, wobei die Test-Einrichtung in einer großen
Lage bereitgestellt wird und der Anordnungs-Schritt umfaßt, Anordnen der Lage
auf dem Boden.Verfahren nach Anspruch 19, wobei die Test-Einrichtung in einer großen
Lage bereit gestellt wird und der Anordnungsschritt umfaßt, Anordnen der Lage
unter dem Eintreu-Material.Reagens-Zusammensetzung zur Verwendung bei der Erfassung und Quantifizierung
von Glucose im Urin, umfassend:
Glucoseoxidase,
Peroxidase,
eine erste chromogene Indikator-Reagens-Kombination, die Farbentwicklung zeigen
kann, um die Anwesenheit einer geringeren Konzentration an Glucose anzuzeigen,
eine zweite chromogene Indikator-Reagens-Kombination, die Farbentwicklung zeigen
kann, um die Anwesenheit einer grösseren Konzentration an Glucose anzuzeigen,
wobei der erste chromogene Indikator die Farbentwicklung des zweiten chromogenen
Indikators verhindert, mit der Maßgabe, dass eine größere Konzentration
an Glucose vorhanden ist,
einen Fänger, der die Farbentwicklung des ersten Indikator-Reagens-Kombination
stört, mit der Maßgabe, dass eine Schwellenwert-Konzentration von Glucose
liegt.Test-Kit zur Bestimmung der Konzentration an Glucose, die in einer Probe
eines Tierurins vorhanden ist, umfassend,
ein Substrat, das mit einem chromogenen Indikator-Gemisch imprägniert ist,
umfassend,
Glucoseoxidase,
Peroxidase,
einen ersten Indikator, der Farbentwicklung zeigen kann, um die Anwesenheit einer
geringeren Konzentration an Glucose anzuzeigen,
einen zweiten Indikator, der Farbentwicklung zeigen kann, um die Anwesenheit einer
grösseren Konzentration an Glucose anzuzeigen, wobei der erste Indikator die
Farbentwicklung des zweiten Indikators verhindert, mit der Maßgabe, dass eine
größere Konzentration an Glucose in der Urin-Probe vorhanden ist,
einen Fänger, der die Farbentwicklung des ersten Indikators verhindert, mit
der Maßgabe, dass in der Urin-Probe eine größere Konzentration an
Glucose vorhanden ist, und
ein Farbschaubild, das Urin-Glucose-Konzentrationen entsprechend der mehreren unterscheidbaren
Farben anzeigt.Test-Kit nach Anspruch 26, worin das Farb-Schaubild Farben liefert,
entsprechend Urin-Glucose-Konzentrationen von 0, 50, 150, 300 und 600 mg/dl.Test-Kit nach Anspruch 27, worin das Substrat in Konfetti-artige Stücke
geformt ist.Test-Kit nach Anspruch 26, worin das Substrat in einer versiegelten
Folienpackung bereitgestellt wird.