Die Erfindung bezieht sich auf einen Einsatz zur Montage in ein Ventilgehäuse
oder ein Rohrglied zur dynamischen Strömungssteuerung eines Strömungsmediums,
wobei der Einsatz umfasst:
- – einen ersten becherförmigen Teil, der mit einer Ausströmungsfläche
versehen ist, die zumindest einen in einer Seitenwand des ersten becherförmigen
Teils vorgesehenen, axialen Ausströmungsschlitz umfasst;
- – einen zweiten becherförmigen Teil, der im ersten becherförmigen
Teil axial verlagerbar angeordnet und mit einer Einströmungsfläche versehen
ist;
- – eine Druckfeder, die zum Ausüben einer Kraft angeordnet ist, welche
die beiden becherförmigen Teile voneinander weg zu treiben sucht; wobei der
zweite becherförmige Teil bezüglich des ersten becherförmigen Teils
derart konfiguriert ist, dass der zumindest eine in der Seitenwand des ersten becherförmigen
Teils vorgesehene, axiale Ausströmungsschlitz in Antwort auf eine Verlagerung
des zweiten becherförmigen Teils bezüglich des ersten becherförmigen
Teils geschlossen wird.
Ein solcher Einsatz ist z.B. aus der WO
95/12082 bekannt, die ein Ventil mit einem auf diese Weise konfigurierten
Einsatz zeigt. Bei diesem Einsatz des Stands der Technik ist die Einströmungsfläche
konstant, wohingegen die Ausströmungsfläche in Antwort auf den Druckunterschied
über den Einsatz variiert; wobei die Schlitze, die die Ausströmungsfläche
im ersten becherförmigen Teil festlegen, mittels des zweiten becherförmigen
Teils nach und nach bedeckt werden, wenn sich der Druckunterschied erhöht.
Dadurch wird die Ausströmungsfläche verringert, wodurch im Fall von variierenden
Druckunterschieden eine im Wesentlichen konstante Menge von Strömungsflüssigkeit
pro Zeiteinheit erhalten wird.
In der Praxis hat sich jedoch erwiesen, dass eine vollkommen konstante
Menge pro Zeiteinheit nicht erhalten werden kann, und dies hauptsächlich aufgrund
von Veränderungen der Federkraft, die für den Druckabfall über die
Einströmungsfläche des Einsatzes kennzeichnend sind.
Es ist deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Einsatz
zur Montage in ein Ventilgehäuse oder ein Rohrglied zur dynamischen Strömungssteuerung
eines Strömungsmediums vorzusehen, wobei es mit diesem Einsatz, im Vergleich
zu Einsätzen des Stands der Technik, in sogar noch höherem Maße möglich
ist, einen konstanten Durchsatz pro Zeiteinheit zu erhalten.
Dies wird mittels des oben beschriebenen Einsatzes erreicht, der derart
konfiguriert ist, dass die Einströmungsfläche des zweiten becherförmigen
Teils zumindest einen in einer Seitenwand des zweiten becherförmigen Teils
vorgesehenen, axialen Einströmungsschlitz umfasst, wobei der Einströmungsschlitz
in Antwort auf die Verlagerung des zweiten becherförmigen Teils bezüglich
des ersten becherförmigen Teils geschlossen wird.
Hierdurch wird erreicht, dass sowohl die Einströmungsfläche
als auch die Ausströmungsflache in Antwort auf den Druckunterschied über
den Einsatz variiert, wodurch es möglich ist, trotz der Änderungen der
Federkraft von der verwendeten Druckfeder eine vollkommen konstante Flüssigkeitsströmung
pro Zeiteinheit zu erhalten.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform muss die Fläche
des zumindest einen Einströmungsschlitzes derart ausgewählt sein, dass
sie der folgenden Bedingung genügt:
&Dgr;Vi/Vi = –S·&Dgr;s/s
wobei Vi die gesamte Einströmungsfläche darstellt, &Dgr;Vi
eine Änderung der gesamten Einströmungsfläche darstellt, s die vollständige
Komprimierung der Druckfeder bezeichnet und &Dgr;s eine Änderung der vollständigen
Komprimierung der Druckfeder bezeichnet. Die Einhaltung dieser Bedingung führt
zu einem vollständigen Ausgleich der Erhöhung der Federkraft, wenn die
Druckfeder während der Verformung (Komprimierung) des Einsatzes zusammengedrückt
wird.
Vorzugsweise ist der Einsatz derart konfiguriert, dass die Verformung
des Einsatzes innerhalb des Intervalls von 0 bis 35% der Komprimierung der Druckfeder
von ihrem freien Ende aus stattfindet. Innerhalb dieses Intervalls verhält
sich die antwortende Federkraft der Druckfeder zu deren Komprimierung linear proportional,
und ist es deshalb möglich, eine einfache Konfiguration der Einströmungsschlitze
zu erhalten. Unter diesen Bedingungen kann der zumindest eine Einströmungsschlitz
mit einer konstanten Weite konfiguriert werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der zumindest
eine axiale Einströmungsschlitz mittels eines Dichtungsrings verschlossen,
der im offenen Ende des ersten becherförmigen Teils vorgesehen ist, wobei der
Dichtungsring bezüglich des zweiten becherförmigen Teils eine dynamische
Dichtung bildet.
Die Einströmungsfläche des zweiten becherförmigen Teils
kann in verschiedenen Ausführungsformen eine Anzahl von vorzugsweise kreisförmigen
Einströmungsöffnungen umfassen, die in seiner Seitenwand vorgesehen sind,
eine Einströmungsöffnung, die in seinem Endboden oder in der Form von
Einströmungsöffnungen vorgesehen ist, deren Größen
kontinuierlich eingestellt werden können. Diese verschiedenen Ausführungsformen
von Einströmungsöffnungen bringen verschiedene Vorteile hervor, wie aus
dem Nachfolgenden ersichtlich wird.
Die Erfindung wird nun ausführlicher und mit Bezug auf die Zeichnung
beschrieben, in welcher
1 eine Längsschnittansicht einer ersten Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Einsatzes ist;
2 eine Längsschnittansicht einer zweiten Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Einsatzes ist;
3A eine Längsschnittansicht einer dritten Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Einsatzes ist;
3B eine Querschnittsansicht entlang der Linie A-A der
in 3A gezeigten Ausführungsform ist;
4A den in 1 gezeigten
Einsatz zeigt, der in einem Ventilgehäuse angeordnet ist;
4B das Gleiche wie 4A
mit einem betätigten Einsatz zeigt;
5 eine charakteristische Strömungskurve mit einem
variierenden Druckunterschied über den Einsatz zeigt; und
6 eine Längsschnittansicht des in 1
gezeigten Einsatzes und der ihm zugeordneten Druckfeder ist.
Im Folgenden wird auf 1 Bezug genommen,
die eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Einsatzes
zeigt. Der Einsatz umfasst einen ersten becherförmigen Teil 1 mit
einer Seitenwand 3 und einem Endboden 4 und einen zweiten becherförmigen
Teil 10 mit einer Seitenwand 18 und einem Endboden 19.
Der zweite becherförmige Teil 10 kann im Inneren des ersten becherförmigen
Teils 1 axial verlagert werden, wie später beschrieben werden wird.
Zwischen den beiden becherförmigen Teilen 1, 10 ist eine
teilweise zusammengedrückte Druckfeder 30 vorgesehen, von welcher
ein Ende 31 auf dem Endboden 4 des ersten becherförmigen
Teils 1 anliegt, wohingegen das andere Ende auf dem Endboden
42 einer Federführung 40 anliegt. Die Federführung
40 umfasst einen ersten Ring 41, der in gewissem Maße in
den ersten becherförmigen Teil 1 passt, und einen zweiten Ring, der
den Endboden 42 der Federführung 40 festlegt. Zwischen den
beiden Ringen 41, 42 ist die Federführung 40 mit
großen Öffnungen durchlöchert, die den Durchtritt des Mediums ohne
wesentlichen Druckabfall zulassen.
Die Federführung 40 grenzt an der Unterseite des Rings
41 an den zweiten becherförmigen Teil 10 an und ist mittels
der über die Druckfeder 30 übertragenen Federkraft an diesem
befestigt. Zwischen dem ersten becherförmigen Teil 1 und dem zweiten
becherförmigen Teil 10 ist ein Dichtungsring 50 vorgesehen,
der bezüglich des zweiten becherförmigen Teils 10 eine dynamische
Dichtung bildet, wenn der Letztgenannte bezüglich des ersten becherförmigen
Teils 1 axial verlagert wird. Um alle diese Teile zum Bilden eines zusammengebauten
Einsatzes zu befestigen, ist eine Bördelung 60 vorgesehen, die einen
auf dem ersten becherförmigen Teil 1 nach außen vorspringenden
Flansch umgibt und sich unter dem Dichtungsring 50 und einem nach außen
vorspringenden Flansch erstreckt, der über demselben auf dem zweiten becherförmigen
Teil 10 angeordnet ist.
In an sich bekannter Weise ist der erste becherförmige Teil
1 in der Seitenwand 3 mit einer Anzahl von sich axial erstreckenden
Ausströmungsschlitzen 2 versehen, die in der gezeigten Ausführungsform
entlang des gesamten Umfangs gleichmäßig verteilt sind. In ebenfalls an
sich bekannter Weise ist der zweite becherförmige Teil 10 mit Einströmungsöffnungen
11 versehen, die in dieser Ausführungsform als kreisförmige Öffnungen
konfiguriert sind, die sich in der Seitenwand 18 befinden. Der zweite becherförmige
Teil 10 ist ferner mit einer Anzahl von sich axial erstreckenden Einströmungsschlitzen
12 von konstanter Weite versehen, deren Wirkung mit Bezug auf die
4A und 4B nachstehend
beschrieben werden.
2 zeigt eine Längsschnittansicht einer zweiten
Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Einsatzes. Dieser Einsatz
entspricht im Wesentlichen dem in 1 gezeigten Einsatz,
und für die gleichen Teile werden die gleichen Bezugszeichen verwendet.
Der Unterschied zwischen den in den 1
und 2 gezeigten Einsätzen besteht in der Lage
der Einströmungsöffnungen 11. Bei dem in 1
gezeigten Einsatz befindet sich eine Anzahl von Einströmungsöffnungen
11 in der Seitenwand 18 des zweiten becherförmigen Abschnitts
10, wohingegen der in 2 gezeigte Einsatz mit
nur einer Einströmungsöffnung 11 versehen ist, die sich im Endboden
19 des zweiten becherförmigen Teils 10 befindet. Bezüglich
der Strömung spielt es jedoch keine Rolle, ob sich die Einströmungsöffnungen
11 in der Seitenwand 18 oder im Endboden 19 befinden,
wobei es jedoch möglich ist, durch das Auswählen einer Stelle anstelle
einer anderen verschiedene Vorteile zu erhalten.
Durch das Anordnen einer Anzahl von Einströmungsöffnungen
11 in der Seitenwand 18 (1) ist es
möglich, die Größe der gesamten Einströmungsfläche einzustellen,
indem entweder während der Herstellung der Einströmungsöffnung
11 die Größe derselben variiert wird oder mittels Düseneinsätzen
(nicht gezeigt), die in den kreisförmigen Einströmungsöffnungen
11 montiert werden können. Auf diese Weise kann der maximale Durchsatz
durch den Einsatz äußerst einfach eingestellt werden. Unter Verwendung
von z.B. sechs Einströmungsöffnungen 11 und nur drei verschiedenen
Größen von Löchern (optional mittels Düseneinsätzen) ist
es daher möglich, die gesamte Strömungsfläche in 13 verschiedenen
Größen voreinzustellen.
Durch das Anordnen der Einströmungsöffnung 11 am
Endboden 19 des zweiten becherförmigen Teils 10 (2)
wird eine kürzere axiale Ausdehnung des zweiten becherförmigen Teils
10 erhalten, was beim Einfügen in ein Ventil oder Rohrglied eine Rolle
spielen kann. Darüber hinaus ist es einfacher, diese Ausführungsform herzustellen
als die Ausführungsform, bei welcher sich die Einströmungsöffnungen
11 in der Seitenwand 18 des zweiten becherförmigen Teils
10 befinden.
3A zeigt eine Ausführungsform eines Einsatzes,
der kontinuierlich auf eine gewünschte Einströmungsfläche und somit
auf einen gewünschten Maximaldurchsatz pro Zeiteinheit durch den Einsatz eingestellt
werden kann. Auch bei dieser Ausführungsform werden für entsprechende
Teile die gleichen Bezugszeichen wie in den 1 und
2 verwendet.
In der in 3A gezeigten Ausführungsform
ist der zweite becherförmige Teil 10 nicht mit einem integralen Endboden
19 versehen, wie es bei den in den 1 und
2 gezeigten Ausführungsformen der Fall ist. Stattdessen
ist der zweite becherförmige Teil 10 mit einer Einfassung
13 versehen, die derart konfiguriert ist, dass sie in der Lage ist, mittels
einer entsprechenden Verlagerung derselben eine oder mehrere Einströmungsöffnungen
11 zu verschließen. Vorzugsweise ist die Einfassung 13 derart
konfiguriert, dass das Mittel in der Lage ist, ohne wesentlichen Druckabfall durch
diese hindurchzuströmen, wobei ihr Einfluss auf die Strömung minimal ist.
Außerdem sind Mittel vorgesehen, um die Drehung der Einfassung 13
zu verhindern, wobei die Mittel bei der gezeigten Ausführungsform in
3B, die eine Schnittansicht entlang der Linie A-A in
3A ist, ausführlicher gezeigt sind. Diese Mittel
umfassen eine sich axial erstreckende Nut 17 im zweiten becherförmigen
Teil 10 und einen Vorsprung 13A, der mit der Nut 17 in
Eingriff steht und auf dem einen Bein auf der Einfassung 13 vorgesehen
ist.
Die Einfassung 13 ist über ein Führungsgewinde
14 derart mit einer Welle 15 verbunden, dass eine Drehung der
Welle 15 eine lineare, axiale Verlagerung der Einfassung 13 erzeugt,
um die Einströmungsflächen 11 mehr oder weniger zu verschließen.
Die Größe der Einströmungsfläche wird somit mittels eines geeigneten
Schlüssels durch die Drehung der Welle 15 voreingestellt, und kann
das Einstellen anschließend mittels einer Verriegelungsmutter 16 abgeschlossen
werden, die nach dem Festziehen eine unerwünschte Selbstbetätigung der
Welle 15 verhindert.
Die 4A und 4B
zeigen eine Draufsicht der Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Einsatzes, der in 1 gezeigt und in einem Ventilgehäuse
80 angeordnet ist. Wie gezeigt, liegt der auf dem ersten becherförmigen
Teil 1 nach außen vorspringende Flansch an einem nach innen vorspringenden
Flansch 83 an, der im Ventilgehäuse vorgesehen ist, wobei zwischen
dem Einsatz und dem Ventilgehäuse 80 jedoch ein O-Ring 81
angeordnet ist, um zwischen diesen Teilen eine statische Dichtung vorzusehen. Dadurch
wird sichergestellt, dass das Medium durch den Einsatz hindurchtritt und von diesem
gesteuert wird. In einer Nut im Ventilgehäuse 80 ist ein Federring
montiert, um den Einsatz darin zu befestigen.
Falls das Ventilgehäuse 80 in einem Rohrsystem angeordnet
ist, nimmt der Einsatz zunächst die in 4A gezeigte
Lage ein, wobei der Druckunterschied über das Ventil so klein ist, dass der
Einsatz nicht betätigt wird, um den Durchsatz zu steuern. Diese Situation ist
in 5 ausführlicher gezeigt, die eine charakteristische
Strömungskurve im Fall von einem variierenden Druckunterschied über den
Einsatz zeigt. So lange der Druckunterschied unter dem in 5
anhand der strichpunktierten Linie angegebenen Steuerungsschwellenwert bleibt, ist
die Federkraft der Druckfeder 30 groß genug, um die Verlagerung des
zweiten becherförmigen Abschnitts 10 in den ersten becherförmigen
Teil 1 zu verhindern.
Falls sich der Druckunterschied über den Einsatz auf einen Wert
erhöht, der über dem angegebenen Schwellenwert liegt, ist die Federkraft
der Druckfeder 30 nicht mehr in der Lage, dem Zugangsdruck standzuhalten,
und wird der zweite becherförmige Abschnitt 10 nach und nach in den
ersten becherförmigen Teil 1 verlagert, wie in 4B
gezeigt. Wie aus der 4B ersichtlich, sind die Einströmungsöffnungen
11 nicht geschlossen, wohingegen sich die Einströmungsschlitze
2 als Folge des erhöhten Druckunterschieds nach und nach schließen.
Diese allgemein bekannte Funktion bringt einen ungefähr konstanten Durchsatz
pro Zeiteinheit durch den Einsatz hervor. Die Druckfeder 30 steuert jedoch
eine Federkraft bei, die sich mit dem erhöhten Druckunterschied und folglich
mit der stärkeren Verlagerung des zweiten becherförmigen Teils
10 in den ersten becherförmigen Teil 1 erhöht, und um
diese Variation der Federkraft mit zu berücksichtigen, ist der zweite becherförmige
Teil 10 gemäß der Erfindung mit sich axial erstreckenden Einströmungsschlitzen
12
von konstanter Weite versehen, die in Antwort auf die Verlagerung
des zweiten becherförmigen Teils 10 in den ersten becherförmigen
Teil 1 geschlossen werden. Das Schließen der Einströmungsschlitze
12 wird mittels des Dichtungsrings 50 bewerkstelligt, der, wie
oben erwähnt, bezüglich des zweiten becherförmigen Teils
10 eine dynamische Dichtung bildet, wenn sich der letztgenannte bezüglich
des ersten becherförmigen Teils 1 axial verlagert.
Im Folgenden wird die Theorie hinter der vorliegenden Erfindung erörtert,
wobei auf 6 Bezug genommen wird, die eine Längsschnittansicht
des in 1 gezeigten, in einem Ventilgehäuse montierten
Einsatzes und der ihm zugeordneten Druckfeder 30 in einem nicht vorgespannten
Zustand ist.
Der erste becherförmige Teil 1 und der zweite becherförmige
Teil 10 können als Zylinder bzw. Kolben betrachtet werden, und ein
solcher Kolben nimmt bezüglich des Zylinders eine Lage ein, in welcher der
Druckunterschied (P1–P2) und sein Einfluss auf die
Kolbenfläche A mittels der Federkraft F ausgeglichen wird, die das Ergebnis
einer antwortenden Komprimierung der Druckfeder 30 ist. Der Druckunterschied
(P1–P2) ist durch den Druck P1 außerhalb
des Einsatzes und den Druck P2 im Innern des Einsatzes festgelegt und
hängt von der Größe der gesamten Einströmungsfläche ab.
Im Fall einer zylindrischen Druckfeder verhält sich die Federkraft F der Druckfeder
30 zu der vollständigen Komprimierung der Druckfeder 30 proportional
und wird die Federkonstante im Folgenden mit Cs bezeichnet.
Der gesamte Druckabfall über den Einsatz kann mit (P1–P3)
bezeichnet werden und ist in den Druckunterschied (P1–P2)
und den verbleibenden Druckabfall (P2–P3) aufgeteilt.
Der verbleibende Druckabfall (P2–P3) beeinflusst lediglich
die relative Verformung (Komprimierung) des Einsatzes und gehört daher nicht
zu den folgenden Ableitungen.
Bei einem gegebenen Kräftegleichgewicht des Kolbens trifft Folgendes
zu:
(P1–P2)·A = F(1)
und da sich die Druckkraft F, wie oben angegeben, zu der vollständigen Komprimierung
s der Druckfeder 30 proportional verhält, wie ausgedrückt durch:
F = Cs·s(2)
ergibt die Kombination von Gleichung (1) und (2):
(P1–P2)·A = Cs·s(3)
wovon die folgende Differenzialgleichung abgeleitet werden kann:
d(P1–P2) = (Cs/A)·d(s)(4)
Der Durchsatz oder die Strömung Q durch die gesamte Einströmungsfläche
ist durch das Produkt der Einströmungsfläche Vi, eines konstanten
Durchsatz- oder Strömungskoeffizienten fc und der Quadratwurzel
des Druckunterschieds über den Einsatz festgelegt, d.h.:
Q = Vi·fc·√(P1–P2)(5)
Die Differenzialgleichung davon kann abgeleitet werden als:
d(Q) = d(Vi)·fc·√(P1–P2)
+ Vi·fc·S(d(P1–P2)/√(P1–P2))(6)
Da das Ergebnis der Steuerungsfunktion des Einsatzes derart sein muss,
dass der Durchsatz konstant gehalten wird, muss zutreffen, dass d(Q) = 0 ist, was
bedeutet, dass:
S·Vi·fc·(d(P1–P2)/√(P1–P2))
= –fc·√(P1–P2)·d(Vi)(7)
↓
S·Vi·fc·d(P1–P2)
= –(P1–P2)·d(V)(8)
Aus den Gleichungen (8), (1), (2) und (4) kann abgeleitet werden:
S· Vi·(Cs/A)·d(s) = –(Cs/A)·s·d(Vi)(9)
↓
S·Vi·d(s) = –s·d(Vi)(10)
Bei relativ kleinen Änderungen der Verformung des Einsatzes bezüglich
der vollständigen Komprimierung der Druckfeder 30 von ihrem freien
Ende aus drückt die Gleichung (10) aus, dass sich die relative Änderung
der Einströmungsfläche zu der Verformung des Einsatzes proportional verhält.
Dies kann auch folgendermaßen ausgedrückt werden:
&Dgr;Vi/Vi = –S·&Dgr;s/s(11)
Somit wird ersichtlich, dass zumindest im Fall einer relativen Verformung
von weniger als 35% der Komprimierung des Druckfeder 30 von ihrer freien
Länge aus eine lineare Änderung der Einströmungsfläche im Übereinstimmung
mit der Gleichung (11) einen konstanten Durchsatz durch den Einsatz zur Folge hat.
Es ist genau dieser Umstand, der in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, bei
welchem der zweite becherförmige Teil 10 mit axialen Einströmungsschlitzen
12 von konstanter Weite versehen ist, die in Antwort auf die Verlagerung
des zweiten becherförmigen Teils 10 in den ersten becherförmigen
Teil 1 geschlossen werden.
Die Erfindung ist mit Bezug auf bevorzugte Ausführungsformen
beschrieben worden. Es steht anderen als den oben beschriebenen und in den Figuren
gezeigten Konfigurationen jedoch nichts im Wege. Beispielsweise können mehr
oder weniger Einströmungsöffnungen 11 und/oder Einströmungsschlitze
12 vorgesehen sein, und je nach Bedarf kann selbstverständlich des
Weiteren auch die Anzahl von Ausströmungsöffnungen 2 variiert
werden. Die Größe und die Lage der Einströmungsöffnungen
11, der Einströmungsschlitze 12 und der Ausströmungsschlitze
2 können je nach Bedarf selbstverständlich ebenfalls variiert
werden. Schließlich kann mittels Kombinieren einer Anzahl von Einströmungsschlitzen
verschiedener Weiten unter der Voraussetzung ein einzelner Einströmungsschlitz
12 von konstanter Weite erhalten werden, dass die Summe dieser Breiten
in jeglichem Querschnitt konstant ist.