Hintergrund der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft den Bereich optischer Bauelemente
und Vorrichtungen und spezieller, optischer Bauelemente mit gradierter Dicke.
Herkömmliche optische Bauelemente und Vorrichtungen haben weit
verbreitet Verwendung in der modernen Technik zur Erzeugung, zum Empfangen und/oder
zum Steuern von Licht gefunden, beispielsweise in Kommunikationssystemen, Laserdruckern,
Kompaktdiscabspielgeräten usw.. Für viele derartige Anwendungen wird eine
Lichtquelle wie beispielsweise ein Halbleiterlaser oder ein LED mit einer Halbleiterempfangsvorrichtung
gekoppelt (beispielsweise Photodiode) über eine faseroptische Verbindung einen
freien Raum oder von einer reflektierenden Oberfläche weg.
In einigen Fällen werden Mikrospiegel verwendet, um Licht je
nach Wunsch zu richten, wie beispielsweise beim Wellenlängen-Multiplex-Verfahren,
optischen Filtern, wie auch bei anderen Anwendungen. Mikrospiegel werden auch üblicherweise
beispielsweise dazu verwendet, um optische Kavitäten zu erzeugen, wie beispielsweise
Fabry-Perot-Kavitäten für Vertical Cavity Surface Emitting Lasers (VCSEL),
Resonant Cavity Photodetectors (RCPD) und andere Vorrichtungen. Eine Einschränkung
vieler herkömmlicher Mikrospiegel besteht darin, daß der über den
Mikrospiegel vorgesehene Reflexionsgrad über dem optischen Weg oder der Kavität
gleichförmig ist. Bei Anwendung im Rahmen von VCSEL- und RCPD-Vorrichtungen
kann beispielsweise ein derartiger gleichförmiger, seitlicher Reflexionsgrad
einen Mehrmodenbetrieb bevorzugen. Für viele Anwendungen jedoch ist ein einzelner
Betriebsmodus niedrigster Ordnung wünschenswert. Ein einzelner Modus niedrigster
Ordnung kann dabei helfen, das Licht in Einzelmodusphasen einzukoppeln und kann
auch wünschenswert sein bei freiraum- und/oder wellenlängenempfindlichen
Systemen.
Mikrolinsen haben ebenfalls in vielen heutigen Systemen breite Verwendung
gefunden. Mikrolinsen werden oftmals verwendet zum Fokusieren, Richten und/oder
Steuern von Licht in einem breiten Bereich optischer Anwendungen. Beispielsweise
können Mikrolinsen dabei verwendet werden, Lichtleiter bzw. Glasfasern auszurichten,
wie beispielsweise Einzelmoduslichtleiter mit anderen elektrooptischen Bauelementen
wie beispielsweise LED's, VCSELs, RCPDs, etc.. Mikrolinsen können auch mit
beträchtichem Vorteil in Druckern, Compactdiscabspielgeräten und anderen
Anwendungen genutzt werden.
Die WO 99/52647 A beschreibt
eine Mikrolinse, die ausgebildet wird durch schattenmaskierende Dampfabscheidung.
Zusammenfassung der Erfindung
Die vorliegende Erfindung sieht ein optisches System vor, umfassend:
eine optische Vorrichtung und ein optisches Bauelement, das an der optischen Vorrichtung
angrenzend positioniert ist, wobei das optische Bauelement mehrere Schichten hat,
wobei jede Schicht einen Zentralbereich, einen Randbereich und einen Brechungsindex,
wobei der Zentralbereich jeder Schicht dicker ist als der Randbereich und ausgewählte
Schichten unterschiedliche Brechungsindize haben, dadurch gekennzeichnet, daß
sich die optische Vorrichtung innerhalb eines Substrats befindet und daß das
optische Bauelement derart positioniert ist, daß die optische Vorrichtung zwischen
dem optischen Bauelement und dem Substrat zwischenliegend angeordnet ist, daß
eine Zwischenschicht auf dem Substrat angeordnet ist, wobei das optische Bauelement
innerhalb einer Öffnung positioniert ist, die durch die Zwischenschicht definiert
ist und daß die Zwischenschicht ein Polymer umfaßt.
Für Anwendungen bei Mikrolinsen kann der Brechungsindex ausgewählter
Schichten im wesentlichen der gleiche sein. Für Anwendungen bei Mikrospiegeln,
kann der Brechungsindex ausgewählter Schichten bei angrenzenden Schichten unterschiedlich
sein.
Die Erfindung sieht auch ein Verfahren vor zur Herstellung eines optischen
Bauelementes mit gradierter Dicke, wobei das Verfahren die Schritte umfaßt:
Vorsehen einer ersten Schicht mit einer Öffnung, die über einem Substrat
beabstandet ist; Vorsehen einer Zwischenschicht zwischen der ersten Schicht und
dem Substrat, wobei die Zwischenschicht eine Öffnung hat, die seitlich unterhalb
der Öffnung in der ersten Schicht in wenigstens einem Bereich verläuft;
und Vorsehen eines oder mehrerer Materialien auf dem Substrat durch die Öffnung
in der ersten Schicht, um ein optisches Bauelement mit gradierter Dicke auszubilden,
das seitlich unterhalb der Öffnung der ersten Schicht in wenigstens einem Bereich
verläuft, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenschicht ein Polymer
umfaßt.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
1 ist eine Seitenansicht im Querschnitt eines darstellenden
optischen Bauelements mit gradierter Dicke in Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung;
2A–2H sind schematische
Ansichten, die ein darstellendes Verfahren zur Herstellung eines optischen Bauelements
mit gradierter Dicke in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung zeigen;
3 ist eine Seitenansicht im Querschnitt eines darstellenden
optischen Bauelements mit gradierter Dicke, das in Verbindung mit einer elektrooptischen
Vorrichtung verwendet wird; und
4 ist eine Seitenansicht im Querschnitt eines darstellenden
optischen Bauelements mit gradierter Dicke in einem fortgeschrittenen Herstellungszustand
in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung.
Detaillierte Beschreibung der Erfindung
Die folgende Beschreibung sollte unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
gelesen werden, wobei gleiche Bezugszeichen gleiche Elemente in den mehreren Zeichnungen
bezeichnen. Die detaillierte Beschreibung und die Zeichnungen dienen lediglich der
Darstellung der vorliegenden Erfindung und sind nicht dazu vorgesehen, einschränkend
zu sein.
1 ist eine Seitenansicht im Querschnitt eines darstellenden
optischen Bauelements 110 mit gradierter Dicke in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung. Das optische Bauelement 110 weist einen
Stapel aus optischen Schichten auf, der allgemein mit 112 gezeigt ist.
Der Stapel 112 aus optischen Schichten weist individuelle Schichten
114a–g auf. Die Schichten 114a–g haben jeweils einen
Randbereich, der allgemein mit 116 gezeigt ist und einen Zentralbereich,
der allgemein mit 118 gezeigt ist. Vorzugsweise sind wenigstens einige
der individuellen Schichten 114a–g dicker im Zentralbereich
118 als im Randbereich 116 und haben eine allgemein gekrümmte
obere Oberfläche, wie dies gezeigt ist. Der Stapel 112 aus optischen
Schichten kann je nach Wunsch im allgemeinen kreisförmig sein, jedoch ist dies
nicht erforderlich.
Vorzugsweise ist jede individuelle Schicht 114 aus einem
optischen Material wie beispielsweise einem dielektrischen oder Halbleitermaterial
hergestellt und hat einen Brechungsindex und es ist zumindest teilweise in dem gewünschten
Wellenlängenbereich durchlässig. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
haben die Schichten 114a–114g abwechselnd (unterschiedliche)
Brechungsindize. Beispielsweise können die Schichten 114a,
114c, 114e und 114g einen ersten Brechungsindex und die
Schichten 114b, 114d und 114f einen zweiten Brechungsindex
haben. Eine derartige Ausgestaltung kann insbesondere zur Ausbildung eines Mikrospiegels
geeignet sein, wie dies oben beschrieben wird. Es ist jedoch beabsichtigt, daß
eine Mikrolinse leicht ausgebildet werden kann durch Vorsehen von Schichten
14a–14g mit den gleichen oder ähnlichen Brechungsindize.
Beim Ausbilden einer Mikrolinse werden vorzugsweise eine oder lediglich ein Paar
wenige Schichten 114 vorgesehen, um jegliche Reflexionen an der Schnittstelle
der Schichten 114 zu reduzieren.
2A–2H sind schematische
Ansichten und zeigen ein darstellendes Verfahren zur Ausbildung eines optischen
Bauelementes mit gradierter Dicke, wie beispielsweise das optische Bauelement
110 der 1. Zuerst bezugnehmend auf
2A, ist ein Substrat 226 gezeigt mit einer
darin ausgebildeten optischen Vorrichtung 228 wie beispielsweise einer
VCSEL, RCPD, LED oder einer anderen optischen Vorrichtung. Die optische Vorrichtung
280 ist optional und das Erfordernis, die optische Vorrichtung
228 vorzusehen, wird von der jeweiligen Anwendung abhängen.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel und nun bezugnehmend
auf 2B, ist eine Abstandsschicht 230, die
ein Polymer umfaßt, als Abstandshalter vorgesehen. Die Abstandsschicht
230 kann aus jeglichem geeigneten Material, ein Polymer umfassend, hergestellt
sein, das gegenüber einem isotropen Ätzprozeß empfänglich ist.
Es ist beabsichtigt, daß die Abstandsschicht 230 aus mehreren unterschiedlichen
Schichten hergestellt werden kann, falls erwünscht. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
ist die Abstandsschicht 230 ein Polymer wie beispielsweise Polyimid, das
durch Schleuderbeschichten auf dem Substrat 226 abgeschieden wird. Ist
einmal die Schicht 230 angeordnet, kann eine Maskierungsschicht
232 vorgesehen werden. Wie vollständiger unten beschrieben wird, kann
die Maskierungsschicht 232 als Maske verwendet werden, wenn die eine oder
die mehreren Schichten 114a–g des optischen Bauelements
110 mit gradierter Dicke abgeschieden werden. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
ist die Maskierungsschicht 232 Siliciumdioxid, das durch plasmaverstärkte
chemische Dampfabscheidung (PECVD) abgeschieden wird. Es ist jedoch vorgesehen,
daß die Maskierungsschicht 232 aus jeglichem Material hergestellt
sein kann, das gegenüber dem Ätzprozeß widerstandsfähig ist,
der zum Ätzen der Abstandsschicht 230 verwendet wird, was weiter unten
beschrieben wird. Es ist auch beabsichtigt, daß die Maskierungsschicht
232 durch jegliches Dünnschichtauftragverfahren vorgesehen werden
kann, wie beispielsweise Elektronenstrahl-, thermische- und/oder Sputterbeschichtung.
Als Nächstes wird vorzugsweise eine Photolackschicht
234 über der Maskierungsschicht 232, vorzugsweise unter Anwendung
einer Schleuderbeschichtung, vorgesehen. Die Photolackschicht 234 wird
dann strukturiert unter Verwendung herkömmlicher Strukturiertechniken, wie
beispielsweise der Photolithographie, um eine Öffnung 236 darin auszubilden,
wie dies in 2C gezeigt ist. Ist einmal die Öffnung
236 in der Photolackschicht 234 ausgebildet, so
wird die Maskierungsschicht 232 vorzugsweise durch Ausnutzen eines selektiven
Ätzens geätzt, um darin eine Öffnung 238 zu erzeugen, wie
dies in 2D gezeigt ist. Die Öffnung
238 hat vorzugsweise eine im wesentlichen vertikale seitliche Kante
250, wie dies gezeigt ist.
Ist einmal die Öffnung 238 in der Maskierungsschicht
232 ausgebildet, so wird die zwischenliegende Abstandsschicht
230 durch die Öffnung 238, vorzugsweise durch Anwendung eines
selektiven reaktiven Ionenätzens (RIE), geätzt, um eine Öffnung
240 zu erzeugen, die einen seitlichen Rand 242 hat, wie dies in
2E gezeigt ist. Die Öffnung 240 wird
vorzugsweise geätzt unter Ausnutzung eines isotropen, selektiven Ätzens,
so daß der seitliche Rand 242 der Öffnung 240 seitlich
unterhalb des seitlichen Rands 250 in der Maskierungsschicht
232 wenigstens in einer Richtung, jedoch vorzugsweise in alle Richtungen,
verläuft.
Es kann dann ein optisches Bauelement 110 (siehe
1) mit gradierter Dicke durch die Öffnung
238 in der Maskierungsschicht 232 abgeschieden werden. In dem
dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Schichten 114a–114g
aufeinanderfolgend durch die Öffnung 238 abgeschieden. Beispielsweise
kann ein erstes Material mit einem ersten Brechungsindex durch die Öffnung
238 abgeschieden werden, um eine erste Schicht 114g eines Stapels
112 aus optischen Schichten zu erzeugen, wie dies in 2F
gezeigt ist. Das Abscheiden erfolgt vorzugsweise über ein Vakuumdampfverfahren
zur Erzeugung optischer Qualität oder andere geeignete Verfahren, je nach Wunsch.
Da die Maskierungsschicht 232 und die Öffnung 238 von der
Oberfläche des Substrats 226 beabstandet sind, neigt mehr Material
dazu, im Zentralbereich 118 abgeschieden zu werden als im Randbereich
116, was dazu führt, daß der Zentralbereich 118 dicker
ist als der Randbereich 116. Ebenso neigt die oberste Oberfläche jeder
abgeschiedenen Schicht dazu, gekrümmt zu sein, wie dies gezeigt ist.
Ist einmal eine erste Schicht 114g angeordnet, so wird eine
zweite Schicht 114f durch die Öffnung 238 abgeschieden. Diese
zweite Schicht 114f kann aus demselben brechenden Material wie die erste
Schicht 114g hergestellt sein oder aus einem unterschiedlich brechenden
Material, das einen unterschiedlichen Brechungsindex hat. Wie die erste Schicht
114g, ist die zweite Schicht 114f vorzugsweise ein Glas, Polymer,
Halbleiter und/oder Dielektrikum mit optischer Qualität wie beispielsweise
GaAs, AlGaAs, SiO2, Si3N4, TiO2 oder
ein anderes geeignetes Material. Zusätzliche Schichten 114e bis
114a können je nach Wunsch ebenfalls abgeschieden werden, um einen
Stapel aus optischen Schichten auszubilden, wie dies in 2G
gezeigt ist.
Die Form bzw. Gestalt des optischen Bauelements 110 kann
über mehrere Parameter gesteuert werden. Einige dieser Parameter beinhalten
die Form bzw. Gestalt und Größe der Öffnung 240 in der Abstandsschicht
230, die Dicke der Abstandsschicht 230, die Form, Größe
und Position der Öffnung 240 in der Abstandsschicht 230 relativ
zur Öffnung 238 in der Maskierungsschicht 232 und die Dicke
des seitlichen Rands 250 der Öffnung 238. Andere Parameter
weisen das Abscheideverfahren für das brechende Material, das verwendete Material
und die Menge an abgeschiedenem Material auf. Diese Parameter können eingestellt
werden, um die Form und Eigenschaften des optischen Bauelements 110 in
Abhängigkeit von der speziellen Anwendung zu ändern. Bei einigen Ausführungsbeispielen
können die Schichten 230, 232 und 234 entfernt werden,
wie dies in 2H gezeigt ist, um das optische Bauelement
110 freizulegen.
Beim Ausbilden von Mikrospiegeln, können die Schichten
114a–114g relativ dünn sein und die Brechungsindize
können sich zwischen angrenzenden Schichten ändern. Beim Ausbilden einer
Mikrolinse, können eine oder mehrere dickere Schichten vorgesehen werden, wobei
jede Schicht den gleichen oder ähnlichen Brechungsindex hat.
Falls das Substrat 226, wie gezeigt, ein oder mehrere optische
Bauelemente aufweist, wie beispielsweise das optische Bauelement 228, kann
wenigstens ein Abschnitt der Schicht 114g in Kontakt mit dem optischen
Bauelement 228 sein. Alternativ kann eine Abstands- oder Pufferschicht
(nicht gezeigt) zwischen dem optischen Bauelement 228 und der Schicht
114g vorgesehen sein. Zudem ist vorgesehen, daß die Schicht
114g auf dem optischen Bauelement 228 zentriert ist, wie dies
in 2F gezeigt ist, oder seitlich zu dem optischen Bauelement
228 versetzt sein, in Abhängigkeit von der Anwendung.
Es ist vorgesehen, daß das optische Bauelement 110 Teil
der optischen Vorrichtung 228 sein oder dessen Betrieb unterstützen
kann. Beispielsweise kann die optische Vorrichtung 228 ein Vertical Cavity
Surface Emitting Laser (VCSEL) sein und das optische Bauelement 110 kann
insgesamt oder als Teil des oberen Spiegels des VCSEL betrieben werden. Bekanntermaßen
haben VCSEL-Vorrichtungen typischerweise eine Laserkavität, die durch zwei
reflektierende Spiegel definiert ist, wie beispielsweise verteilte Bragg-Reflektoren
einschließend Halbleiter- oder dielektrische Spiegelstapel. Das optische Bauelement
110 mit gradierter Dicke nach der vorliegenden Erfindung kann dabei helfen,
einen obersten Spiegel mit einem Reflexionsgrad zu erzeugen, der sich seitlich über
der optischen Kavität des VCSEL ändert. Um die Anzahl an Moden des VCSEL
zu reduzieren, verringert sich der Reflexionsgrad des obersten Spiegels vorzugsweise
in Richtung der seitlichen Ränder der optischen Kavität. Bei richtiger Konfigurierung,
kann daher die vorliegende Erfindung dazu verwendet werden, beim Vorsehen eines
Steuermodus bzw. einer Modensteuerung der VCSEL-Vorrichtungen zu helfen. Eine derartige
Modensteuerung kann je nach Wunsch in ähnlicher Weise für die RCPDs angewandt
werden.
Alternativ und wie in 3 gezeigt, kann
das optische Bauelement 300 als Mikrolinse betrieben werden. Vorzugsweise
weist das optische Bauelement 300 eine einzelne oder eine relativ kleine
Anzahl dickerer Schichten auf, von denen jede eine gradierte Dicke hat. Wenn das
optische Bauelement 328 eine lichtemittierende oder lichtempfangende Vorrichtung
ist, wie beispielsweise eine lichtemittierende Diode (LED), ein VCSEL, eine Photodiode,
RCPD oder eine andere lichtemittierende- oder empfangende Vorrichtung, kann das
optische Bauelement 300 beispielsweise den Winkel der Sichtbarkeit des
Lichts erhöhen, das Licht fokussieren, das Licht in eine spezielle Richtung
richten, etc. Die optische Vorrichtung 328 ist optional und muß nicht
in dem Substrat vorgesehen sein, wie dies gezeigt ist.
Das optische Bauelement kann einen plankonkaven Bereich haben, wie
dies in 4 gezeigt ist. Die Schritte zum Erzeugen eines
optischen Bauelements 410 mit einer gekrümmten oberen Oberfläche
mit einem konkaven Bereich 452 sind im wesentlichen dieselben wie diejenigen,
die verwendet werden zur Erzeugung eines optischen Bauelements 110, wie
dies oben beschrieben wurde. Die in die Schicht 234 photogeätzte Öffnung
236 ist derart geformt, daß ein Abschnitt der Schicht 234
an drei Seiten umgeben ist von einer Öffnung 236. Wenn daher der isotrope
Ätzprozeß verwendet wird, um die Öffnung 240 in die Schicht
230 zu ätzen, steht ein Teil der Schichten 234 und
232 über die Öffnung 240 vor, der mit den anderen Teilen
der Schichten 234 und 232 über einen Hals verbunden ist.
Es können auch mehrere Öffnung 236 vorhanden sein, die derart
nahe zueinander angeordnet sind, daß eine Öffnung 240 während
des isotropen Ätzprozesses ausgebildet wird. Wird Material durch die Öffnung
236 abgeschieden, so wird weniger Material dazu neigen, sich in Bereichen
abzuscheiden, die unter den Schichten 234 und 232 liegen als in
Bereichen, die unter der Öffnung 236 liegen. Dadurch wird ein konkaver
Bereich 452 ausgebildet, der von konvexen Bereichen 454 des Elements
410 umgeben ist. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel werden
die Schichten 230, 232 und 234 entfernt, um das optische
Bauelement freizulegen.
Falls das Substrat 226 eine optische Vorrichtung
228 aufweist, kann das optische Bauelement 410 beim Betrieb der
optischen Vorrichtung unterstützend wirken. Der konkave Bereich 452
kann dazu verwendet werden, um Licht von einem LED oder VCSEL zu bündeln oder
auszurichten. Der konkave Bereich 452 kann auch als Teil eines instabilen
Resonanzraums Verwendung finden, der vorzugsweise eine hochenergetische Einzelmodusemission
bevorzugt.
Während die Erfindung verschiedensten Modifikationen und alternativen
Formen unterworfen ist, wurden deren spezielle Beispiele in den Zeichnungen gezeigt
und hier detailliert beschrieben. Es sollte jedoch selbstverständlich sein,
daß die Erfindung nicht auf die speziell hier offenbarten Formen oder Verfahren
eingeschränkt ist, sondern im Gegenteil, die Erfindung alle Modifikationen,
Äquivalente und Alternativen abdecken soll, die in den Bereich der beigefügten
Ansprüche fallen.