Stand der Technik
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung betreffen eine Intraprädiktion
für ein Bild.
Ein digitales Video erfordert eine große Datenmenge, um jeden
Rahmen einer digitalen Videosequenz (z.B. eine Reihe von Rahmen) auf eine nicht-komprimierte
Weise darzustellen. Es ist aufgrund von Bandbreitenbeschränkungen für
die meisten Anwendungen nicht machbar, ein unkomprimiertes digitales Video über
Computernetze zu übertragen. Zusätzlich erfordert ein unkomprimiertes
digitales Video eine große Menge an Speicherplatz. Das digitale Video wird
normalerweise auf eine bestimmte Weise codiert, um die Speicheranforderungen zu
verringern und um die Bandbreitenanforderungen zu verringern.
Eine Technik zum Codieren eines digitalen Videos ist ein Interrahmen-Codieren.
Das Interahmen-Codieren benutzt die Tatsache, dass unterschiedliche Rahmen eines
Videos in typische Weise Bereiche von Pixeln enthalten, normalerweise als x-mal-x-Blöcke
ausgewählt, die im Wesentlichen gleich bleiben. Während des Codierungsprozesses
bezieht ein Bewegungsvektor die Bewegung eines Blocks von Pixeln in einem Rahmen
auf einen Block von ähnlichen Pixeln in einem anderen Rahmen. Dementsprechend
ist es nicht erforderlich, dass das System den Block von Pixeln zweimal codiert,
es codiert vielmehr den Block von Pixeln einmal und stellt einen Bewegungsvektor
bereit, um den anderen Block von Pixeln vorherzusagen.
Eine weitere Technik zum Codieren eines digitalen Videos ist ein Intrarahmen-Codieren.
Das Intrarahmen-Codieren codiert einen Rahmen oder einen Abschnitt davon ohne Bezugnahme
auf Pixeln in anderen Rahmen. In typischer Weise codiert ein Intrarahmen-Codieren
den Rahmen, oder Abschnitte davon, auf einer Block-zu-Block-Grundlage. Beispielsweise
verwendet das Intrarahmen-Codieren bei MEPG-2 diskrete Cosinus-Transformationen
eines Blocks von Pixeln und ein nachfolgendes Codieren der transformierten Koeffizienten.
Andere Intrarahmen-Codierungstechniken existieren, wie etwa beispielsweise ein Wavelet-Codieren.
Im Allgemeinen setzen diese Techniken relativ große Datentabellen zum Referenzieren
von Prädiktionsmodi ein. Speicher für diese Datentabellen können
für viele Niedrigpreis-Geräte unannehmbar teuer sein. Außerdem ist
es auch unannehmbar teuer, ausreichend Speicher innerhalb von Verarbeitungsvorrichtungen
bereitzustellen, um die Datentabelle zu speichern. Ferner weist das resultierende
System eine erhöhte Komplexität mit den großen Datentabellen auf.
Die Veröffentlichung "H.26L Test Model Long Term Number 6 (TML-6)
draft0" ITU-TELECOMMUNICATIONS STANDARDIZATION SECTOR STUDY GROUP 16 VIDEO CODING
EXPERTS GROUP (VCEG), 2001, S. 11-14, betrifft ein Verfahren zum Codieren von Bildern
unter Verwendung von sechs Arten von Intraprädiktionsmodi. Ein DC-Prädiktionsmodus
ist mit 0 bezeichnet, und die anderen Modi sind bezeichnet, wie auf S. 11 der D1
offenbart. Für einen Zielblock ist eine Reihenfolge von Modi gegeben, wie in
Tabelle 2 offenbart, in Abhängigkeit von dem Prädiktionsmodus benachbarter
Blöcke A und B. Die Reihenfolge wird als eine Reihenfolge der "wahrscheinlichsten,
nächst wahrscheinlichen, etc. von C" Prädiktionsmodi auf der Grundlage
der bekannten Prädiktionsmodi A und B angesehen.
Aspekte der Erfindung sind in den zugehörigen Ansprüchen
offenbart.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Die folgenden Zeichnungen veranschaulichen nur typische Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung und sind deswegen nicht als einschränkend für
ihren Umfang anzusehen, und die Erfindung wird in größerem Detail unter
Heranziehung der zugehörigen Zeichnungen beschrieben und erläutert werden.
In den Zeichnungen zeigen:
1 bestimmte Formen einer Blocknachbarschaft;
2 ein Block von Pixeln und benachbarten Pixeln für
eine Prädiktion;
3 allgemeine Prädiktionsmodusrichtungen;
4 die allgemeinen Richtungen von Prädiktionsmodi
in einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
5 die allgemeinen Richtungen von Prädiktionsmodi
in einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
6 die allgemeinen Richtungen von Prädiktionsmodi
in einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
7 die allgemeinen Richtungen von Prädiktionsmodi
in einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
8 die allgemeinen Richtungen von Prädiktionsmodi
in einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
9 ein Blockdiagramm, das eine Modusabschätzung
in Ausführungsformen mit einem geordneten Satz von Prädiktionsmodi veranschaulicht;
10 ein Blockdiagramm, welches eine Modusabschätzung
in Ausführungsformen mit einem geordneten Satz von Prädiktionsmodi veranschaulicht;
11 ein Blockdiagramm, das eine Modusschätzung
mit geordneten Sätzen veranschaulicht, welchen numerische Werte zugeordnet
sind;
12 ein Blockdiagramm, das Modusschätz-Betriebsschritte
veranschaulicht, wenn bestimmte Blockdaten nicht verfügbar sind;
13 ein Blockdiagramm, das eine Modusreihenfolge-Modifikation
in bestimmten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung zeigt;
14 ein Blockdiagramm, das die Verfahren einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung veranschaulicht, bei welchem ein Schätzmodus verwendet
wird, um einen Modusreihenfolge-Gebrauch zu modifizieren; und
15 ein Blockdiagramm, das das Verfahren einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung veranschaulicht, bei welchem ein Schätzmodus verwendet
wird, um eine Modusreihenfolge unter Verwendung spezifischer Designatoren zu modifizieren.
Detaillierte Beschreibung
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung umfassen Verfahren
und Systeme, die eine Intraprädiktion von Bildern betreffen. Da sämtliche
Ausführungsformen eine Intraprädiktion betreffen, können die Ausdrücke
"Intraprädiktion" und "Prädiktion" austauschbar verwendet werden, um Intraprädiktionsprozesse
zu bezeichnen.
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung verwenden ein Intrarahmen-Codieren
oder ein Intra-Codieren, um räumliche Redundanzen innerhalb eines Videobildes
auszunutzen. Weil benachbarte Blöcke im Allgemeinen ähnliche Eigenschaften
aufweisen, wird die Effizienz des Codierungsprozesses durch Bezugnahme auf die räumliche
Korrelation zwischen benachbarten Blöcken verbessert. Diese Korrelation kann
durch eine Prädiktion eines Zielblocks auf der Grundlage von Prädiktionsmodi
ausgenutzt werden, die in benachbarten Blöcken verwendet werden.
Ein digitales Bild kann in Blöcke für eine effizientere
Verarbeitung oder aus anderen Gründen geteilt werden. Wie in 1veranschaulicht,
kann ein Zielblock "C" 12 neben einem Block "A" 14 gelegen sein, der unmittelbar
oberhalb des Zielblocks "C" 12 angeordnet ist. Ein weiterer Block "B" 16 ist unmittelbar
links des Zielblocks "C" 12 angeordnet. Andere Blöcke, die Grenzen mit dem
Zielblock "C" 12 teilen, können auch als zu dem Block "C" benachbarte Blöcke
angesehen werden.
Blöcke können verschiedene Pixelanzahlen in unterschiedlichen
Konfigurationen umfassen. Beispielsweise kann ein Block ein 4 × 4-Feld von
Pixeln umfassen. Ein Block kann auch ein 16 × 16-Feld von Pixeln oder ein 8
× 8-Feld umfassen. Andere Pixelkonfigurationen, die sowohl quadratische als
auch rechteckige Felder einschließen, können auch einen Block bilden.
Jedes Pixel in einem Zielblock kann unter Bezugnahme auf Daten, die
Pixel in benachbarten Blöcken betreffen, vorhergesagt werden. Die benachbarten
Pixeldaten oder benachbarten Blockdaten umfassen die Prädiktionsmodi, die verwendet
werden, um diese benachbarten Blöcke oder benachbarten Pixel vorherzusagen.
Spezifische benachbarte Pixel und Pixel innerhalb eines Zielblocks können unter
Verwendung eines alphanumerischen Index bezeichnet werden, wie in 2
veranschaulicht. 2 veranschaulicht einen 4 × 4-Zielblock,
wie etwa einen Block "C" 12, der 16 Pixel umfasst, die bezeichnet sind durch Kleinbuchstaben
22. Pixel in einem benachbarten Block unmittelbar oberhalb des Zielblocks
sind durch Großbuchstaben 24 bezeichnet. Pixel in einem benachbarten
Block unmittelbar links des Zielblocks sind durch Großbuchstaben
26 bezeichnet.
Prädiktionsmodi können Instruktionen oder Algorithmen zum
Vorhersagen spezifischer Pixel in einem Zielblock umfassen. Diese Modi können
sich auf einen oder mehrere benachbarte Blockpixel beziehen, wie in den folgenden
Modusbeschreibungen beschrieben.
Prädiktionsmodi
Modus 0: vertikale Prädiktion
- a, e, i, m können vorhergesagt werden durch A
- b, f, j, n können vorhergesagt werden durch B
- c, g, k, o können vorhergesagt werden durch C
- d, j, 1, p können vorhergesagt werden durch D
Modus 1: horizontale Prädiktion
- a, b, c, d können vorhergesagt werden durch I
- e, f, g, h können vorhergesagt werden durch J
- i, j, k, l können vorhergesagt werden durch K
- m, n, o, p können vorhergesagt werden durch L
Modus 2: DC-Prädiktion
Wenn sämtliche Proben A, B, C, D, I, J, K, L verfügbar sind,
können sämtliche Proben durch (A + B + C + D + I + J + K + L + 4)»3
vorhergesagt werden. Wenn A, B, C und D nicht verfügbar sind und I, J, K und
L verfügbar sind, können sämtliche Proben durch (I + J + K + L +
2)»2 vorhergesagt werden. Wenn I, J, K und L nicht verfügbar sind und
A, B, C und D verfügbar sind, können sämtliche Proben durch (A +
B + C + D + 2)»2 vorhergesagt werden. Wenn sämtliche acht Proben nicht
verfügbar sind, kann die Prädiktion für sämtliche Luma-Proben
in dem Block 128 sein. Ein Block kann in diesem Modus immer vorhergesagt werden.
Modus 3: diagonale Ab/Links-Prädiktion
- a kann vorhergesagt werden durch
(A + 2B + C + I + 2J + K + 4)»3
- b, e können vorhergesagt werden durch
(B + 2C + D + J + 2K + L + 4)»3
- c, f, i können vorhergesagt werden durch
(C + 2D + E + K + 2L + M + 4)»3
- d, g, j, m können vorhergesagt werden durch
(D + 2E + F + L + 2M + N + 4)»3 h, k, n können vorhergesagt werden durch
(E + 2F + G + M + 2N + O + 4)»3
- l, o können vorhergesagt werden durch
(F + 2G + H + N + 2O + P + 4)»3
- p kann vorhergesagt werden durch
(G + H + O + P + 2)»2
Modus 4: diagonale Ab/Rechts-Prädiktion
m kann vorhergesagt werden durch
(J + 2K + L + 2)»2
i, n können vorhergesagt werden durch
(I + 2J + K + 2)»2
e, j, o können vorhergesagt werden durch
(Q + 2I + J + 2)»2
a, f, k, p können vorhergesagt werden durch
(A + 2Q + I + 2)»2
b, g, l können vorhergesagt werden durch
(Q + 2A + B + 2)»3
c, h können vorhergesagt werden durch
(A + 2B + C + 2)»2
d kann vorhergesagt werden durch
(B + 2C + D + 2)»2
Modus 5: Vertikal-Links-Prädiktion
a, j können vorhergesagt werden durch
(Q + A + 1)»1
b, k können vorhergesagt werden durch
(A + B + 1)»1
c, l können vorhergesagt werden durch
(B + C + 1)»1
d kann vorhergesagt werden durch
(C + D + 1)»1
e, n können vorhergesagt werden durch
(I + 2Q + A + 2)»2
f, o können vorhergesagt werden durch
(Q + 2A + B + 2)»2
g, p können vorhergesagt werden durch
(A + 2B + C + 2)»2
h kann vorhergesagt werden durch
(B + 2C + D + 2)»2
i kann vorhergesagt werden durch
(Q + 2I + J + 2)»2
m kann vorhergesagt werden durch
(I + 2J + K + 2)»2
Modus 6: Horizontal-Ab-Prädiktion
a, g können vorhergesagt werden durch
(Q + I + 1)»1
b, h können vorhergesagt werden durch
(I + 2Q + A + 2)»2
c kann vorhergesagt werden durch
(Q + 2A + B + 2)»2
d kann vorhergesagt werden durch
(A + 2B + C + 2)»2
e, k können vorhergesagt werden durch
(I + J + 1)»1
f, l können vorhergesagt werden durch
(Q + 2I + J + 2)»2
i, o können vorhergesagt werden durch
(J + K + 1)»2
j, p können vorhergesagt werden durch
(I + 2J + K + 2)»2
m kann vorhergesagt werden durch
(K + L + 1)»1
n kann vorhergesagt werden durch
(J + 2K + L + 2)»2
Modus 7: Vertikal-Rechts-Prädiktion
a kann vorhergesagt werden durch
(2A + 2B + J + 2K + L + 4)»3
b, i können vorhergesagt werden durch
(B + C + 1)»1
c, j können vorhergesagt werden durch
(C + D + 1)»1
d, k können vorhergesagt werden durch
(D + E + 1)»1
l kann vorhergesagt werden durch
(E + F + 1)»1
e kann vorhergesagt werden durch
(A + 2B + C + K + 2L + M + 4)»3
f, m können vorhergesagt werden durch
(B + 2C + D + 2)»2
g, n können vorhergesagt werden durch
(C + 2D + E + 2)»2
h, o können vorhergesagt werden durch
(D + 2E + F + 2)»2
p kann vorhergesagt werden durch
(E + 2F + G + 2)»2
Modus 8: Horizontal-Auf-Prädiktion
a kann vorhergesagt werden durch
(B + 2C + D + 2I + 2J + 4)»3
b kann vorhergesagt werden durch
(C + 2D + E + I + 2J + K + 4)»3
c, e können vorhergesagt werden durch
(J + 2K + L + 2)»2
d, f können vorhergesagt werden durch
(J + 2K + L + 2)»2
g, i können vorhergesagt werden durch
(K + L + 1)»1
h, j können vorhergesagt werden durch
(K + 2L + M + 2)»2
l, n können vorhergesagt werden durch
(L + 2M + N + 2)»2
k, m können vorhergesagt werden durch
(L + M + 1)»1
o kann vorhergesagt werden durch
(M + N + 1)»1
p kann vorhergesagt werden durch
(M + 2N + O + 2)»2
Der Ordnungsprozess, der auf der Wahrscheinlichkeit eines Erzeugens
eines geringeren Prädiktionsfehlers für jeden der Modi basiert ist, erhöht
die Codierungseffizienz, verringert die Speicheranforderungen und kann zumindest
teilweise mathematisch definiert werden.
Jeder Prädiktionsmodus kann durch eine allgemeine Richtung einer
Prädiktion beschrieben werden, wie in Worten in jedem der Modustitel oben stehend
beschrieben (d.h. horizontal-auf, vertikal- und diagonal-ab-links). Ein Prädiktionsmodus
kann auch graphisch durch eine Winkelrichtung beschrieben werden. Diese Winkelrichtung
kann durch ein Diagramm mit Pfeilen ausgedrückt werden, die nach außen
von einem zentralen Punkt ausstrahlen, wie in 3 gezeigt.
In diesem Typ eines Diagramms können jeder Pfeil und der Zentralpunkt einen
Prädiktionsmodus darstellen. Der Winkel, der einem Prädiktionsmodus entspricht,
weist eine allgemeine Beziehung bezüglich der Richtung von dem gewichteten
Durchschnittsort benachbarter Pixel, die verwendet werden, um das Zielpixel vorherzusagen,
zu dem tatsächlichen Zielpixelort auf. Jedoch sind die Modi in den obigen Definitionen
und in dem JVT-Standard präziser definiert. In 3
stellt der Zentralpunkt 32 keine Richtung dar, so dass dieser Punkt einem
DC-Prädiktionsmodus zugeordnet werden kann. Ein horizontaler Pfeil
34 kann einen horizontalen Prädiktionsmodus darstellen. Ein vertikaler
Pfeil 36 kann einen vertikalen Prädiktionsmodus darstellen. Ein Pfeil,
der von dem Zentralpunkt diagonal nach unten rechts unter einem Winkel von ungefähr
45 Grad von der Horizontalen 38 verläuft, kann als ein Diagonal-Ab/Rechts-(DDR-)Prädiktionsmodus
dargestellt werden. Ein Pfeil, der von dem Zentralpunkt diagonal nach links abwärts
unter einem Winkel von ungefähr 45 Grad von einer Horizontalen 40
verläuft, kann als ein Diagonal-Ab/Links-(DDL-)Prädiktionsmodus bezeichnet
werden. Sowohl die DDR- als auch die DDL-Prädiktionsmodi können als diagonale
Prädiktionsmodi bezeichnet werden.
Ein Pfeil, der von dem Zentralpunkt diagonal aufwärts nach rechts
unter einem Winkel von ungefähr 22,5 Grad von einer Horizontalen
42 verläuft, kann als ein Horizontal-Auf-(HU-)Prädiktionsmodus
bezeichnet werden. Ein Pfeil, der von dem Zentralpunkt diagonal nach rechts abwärts
unter einem Winkel von ungefähr 22,5 Grad von einer Horizontalen
44 verläuft, kann als ein Horizontal-Ab-(HD-)Prädiktionsmodus
bezeichnet werden. Ein Pfeil, der von dem Zentralpunkt diagonal nach rechts abwärts
unter einem Winkel von ungefähr 67,5 Grad von einer Horizontalen
46 verläuft, kann als ein Vertikal-Rechts-(VR-) Prädiktionsmodus
bezeichnet werden. Ein Pfeil, der von dem Zentralpunkt diagonal nach links abwärts
unter einem Winkel von ungefähr 67,5 Grad von einer Horizontalen
48 verläuft, kann als ein Vertikal-Links-(VL-)Prädiktionsmodus
bezeichnet werden. Die HU-, HD-, VR- und VL-Prädiktionsmodi können kollektiv
als Zwischenwinkel-Prädiktionsmodi bezeichnet werden.
Viele andere Prädiktionsmodi können erzeugt und unter Verwendung
dieses Winkelbeschreibungsschemas beschrieben werden.
Prädiktionsmodusreihenfolge
Die betreffenden Erfinder haben herausgefunden, dass Prädiktionsmodi
auf eine Weise geordnet werden können, die im Allgemeinen konsistent mit ihrer
Wahrscheinlichkeit ist, einen verringerten Prädiktionsfehler zu erzeugen. Wenn
die Prädiktionsmodi gemäß ihrer allgemeinen Wahrscheinlichkeit eines
Erzeugens eines geringeren Prädiktionsfehlers geordnet sind, können die
resultierenden Daten selbst eine größere Tendenz aufweisen, konsistenter
geordnet zu sein. Überdies kann eine Kommunikation von Modi einen Nutzen aus
Codierungstechniken ziehen, die Speicher- und Bandbreitenanforderungen verringern.
Beispielsweise bestimmten die betreffenden Erfinder, dass der horizontale Prädiktionsmodus
und der vertikale Prädiktionsmodus im Allgemeinen wahrscheinlicher sind als
diagonale Prädiktionsmodi, die im Allgemeinen wahrscheinlicher sind als Zwischenwinkel-Prädiktionsmodi.
Zusätzlich ist ein DC-Prädiktionsmodus (z.B. wenn ein benachbarter Block
in einem Zwischenmodus codiert ist) im Allgemeinen weniger wahrscheinlich als horizontale
und vertikale Prädiktionsmodi und im Allgemeinen wahrscheinlicher als diagonale
Prädiktionsmodi.
Für Blöcke, die keine Diskontinuitäten, wie etwa Bildkanten
oder Verzerrungs-/Schwadengrenzen umschließen, kann die Reihenfolge, die in
bestimmten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung eingerichtet ist, in
allgemeiner Hinsicht wie folgt ausgedrückt werden: Es ist wahrscheinlicher,
dass vertikale und horizontale Prädiktionsmodi einen verringerten Prädiktionsfehler
erzeugen als ein DC-Prädiktionsmodus, und es ist wahrscheinlicher, dass ein
DC-Prädiktionsmodus einen verringerten Prädiktionsfehler erzeugt als diagonale
Prädiktionsmodi, und es ist wahrscheinlicher, dass diagonale Prädiktionsmodi
einen verringerten Prädiktionsfehler erzeugen als Zwischenwinkel-Prädiktionsmodi.
Für Blöcke in der Nähe von Kanten oder Grenzen oder
wo benachbarte Block- oder Pixelprädiktionsmodusdaten nicht verfügbar
sind, kann die Reihenfolge, die in bestimmten Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung eingerichtet ist, in allgemeiner Hinsicht wie folgt ausgedrückt werden:
Es ist wahrscheinlicher, dass ein DC-Prädiktionsmodus einen verringerten Prädiktionsfehler
erzeugt als vertikale und horizontale Prädiktionsmodi, und es ist wahrscheinlicher,
dass vertikale und horizontale Prädiktionsmodi einen verringerten Prädiktionsfehler
erzeugen als diagonale Prädiktionsmodi, und es ist wahrscheinlicher, dass diagonale
Prädiktionsmodi einen verringerten Prädiktionsfehler erzeugen als Zwischenwinkel-Prädiktionsmodi.
In einem ersten Satz von Ausführungsformen, wie sie in
4 veranschaulicht sind, können Modi in einer Reihenfolge
wie folgt definiert werden:
- Modus 0: vertikale Prädiktion
- Modus 1: horizontale Prädiktion
- Modus 2: DC-Prädiktion
- Modus 3: diagonal Ab/Links-Prädiktion
- Modus 4: diagonale Ab/Rechts-Prädiktion
- Modus 5: horizontale Ab-Prädiktion
- Modus 6: vertikale Rechts-Prädiktion
- Modus 7: vertikale Links-Prädiktion
- Modus 8: horizontale Auf-Prädiktion
In einem zweiten Satz von Ausführungsformen, wie in
5 veranschaulicht, können Modi in einer Reihenfolge
wie folgt definiert werden:
- Modus 0: horizontale Prädiktion
- Modus 1: vertikale Prädiktion
- Modus 2: DC-Prädiktion
- Modus 3: diagonale Ab/Links-Prädiktion
- Modus 4: diagonale Ab/Rechts-Prädiktion
- Modus 5: horizontale Ab-Prädiktion
- Modus 6: vertikale Rechts-Prädiktion
- Modus 7: vertikale Links-Prädiktion
- Modus 8: horizontale Auf-Prädiktion
In einem dritten Satz von Ausführungsformen, wie in
6 veranschaulicht, können Modi in einer Reihenfolge
wie folgt definiert werden:
- Modus 0: vertikale Prädiktion
- Modus 1: horizontale Prädiktion
- Modus 2: DC-Prädiktion
- Modus 3: diagonale Ab/Links-Prädiktion
- Modus 4: diagonale Ab/Rechts-Prädiktion
- Modus 5: vertikale Rechts-Prädiktion
- Modus 6: horizontale Ab-Prädiktion
- Modus 7: vertikale Links-Prädiktion
- Modus 8: horizontale Auf-Prädiktion
In einem vierten Satz von Ausführungsformen, wie in
7 veranschaulicht, können Modi in einer Reihenfolge
wie folgt definiert werden:
- Modus 0: horizontale Prädiktion
- Modus 1: vertikale Prädiktion
- Modus 2: DC-Prädiktion
- Modus 3: diagonale Ab/Links-Prädiktion
- Modus 4: diagonale Ab/Rechts-Prädiktion
- Modus 5: vertikale Rechts-Prädiktion
- Modus 6: horizontale Ab-Prädiktion
- Modus 7: vertikale Links-Prädiktion
- Modus 8: horizontale Auf-Prädiktion
In einem fünften Satz von Ausführungsformen, wie in
8 veranschaulicht, können Modi in einer Reihenfolge
wie folgt definiert werden:
- Modus 0: DC-Prädiktion
- Modus 1: vertikale Prädiktion
- Modus 2: horizontale Prädiktion
- Modus 3: diagonale Ab/Links-Prädiktion
- Modus 4: diagonale Ab/Rechts-Prädiktion
- Modus 5: vertikale Rechts-Prädiktion
- Modus 6: horizontale Ab-Prädiktion
- Modus 7: vertikale Links-Prädiktion
- Modus 8: horizontale Auf-Prädiktion
Es sei darauf hingewiesen, dass die Modus-Reihenfolge über diese
beispielhaften Reihenfolgen hinaus in verschiedenen anderen Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung variieren kann.
In bestimmten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung kann
die horizontale Prädiktion (Modus 0) und die vertikale Prädiktion (Modus
1) umgekehrt werden, falls erwünscht. Es sei ferner darauf hingewiesen, dass
der diagonale Ab/Links-Prädiktionsmodus und der horizontale Ab-Prädiktionsmodus
umgekehrt werden können, falls erwünscht. Zusätzlich sei darauf hingewiesen,
dass die diagonale Ab/Rechts-Prädiktion (Modus 5), die vertikale Rechts-Prädiktion
(Modus 6), die vertikale Links-Prädiktion (Modus 7) und die horizontale Auf-Prädiktion
(Modus 8) neu geordnet werden können, falls erwünscht. Ferner ist es wünschenswert,
dass die DC-Prädiktion zwischen dem Modus 0/Modus 1-Satz und dem Modus 3/Modus
4-Satz ist, kann aber zwischen dem Modus 3/Modus 4-Satz und dem Modus 5/Modus 6/Modus
7/Modus 8-Satz angeordnet werden, falls erwünscht, oder an jedwedem anderen
Ort. Außerdem können die Winkelmodi 3-8 neu nummeriert werden, falls erwünscht,
ohne allzu großen Einfluss auf die Codierungseffizienz.
In bestimmten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung können
die Prädiktionsmodi für sämtliche der jeweiligen Blöcke (z.B.
jene Blöcke, die das vorgegebene Prädiktionsschema verwenden) unter Verwendung
einer derartigen Prädiktionsbasis neu geordnet werden. Zusätzlich können
weniger als alle der jeweiligen Blöcke (z.B. jene Blöcke, die das vorgegebene
Prädiktionsschema verwenden) eine derartige Prädiktionsbasis verwenden,
beispielsweise mehr als 50%, 75% oder 90%, falls erwünscht. Ferner kann die
Reihenfolge der Prädiktionsmodi die gleiche sein oder kann für unterschiedliche
Blöcke variiert werden. Weiterhin umfasst das Neuordnen jedes der Modi einer
derartigen Prädiktionsbasis (z.B. auf eine vorbestimmte konsistente Weise)
vorzugsweise zumindest 5 Modi, 6 Modi oder 7 Modi, wobei die übrigen auf jedwede
andere Weise geordnet werden. Zusätzlich ist die Reihenfolge der Prädiktionsmodi
vorzugsweise 0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8. Ein anderes vordefiniertes Ordnen der Prädiktionsmodi
kann gleichermaßen eingesetzt werden.
Bestimmte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung können
einen oder mehrere Datentabellen zum Organisieren von Modusdaten umfassen. Wenn
die Modi im Allgemeinen auf eine geordnete Weise angeordnet sind, kann dies zusammen
mit jeder Zelle in einer Datentabelle verwendet werden, um einen geordneteren Satz
bereitzustellen. Beispielsweise kann jeder Eintrag in der Datentabelle den geordneten
Satz der Zahlen 0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 und 9 einschließen. Alternativ kann
der geordnete Satz der Zahlen in der Datentabelle 5, 6, 7, 8 oder 9 Sätze geordneter
Nummern für jeden Dateneintrag in der Datentabelle einschließen. Beispielsweise
können die Datentabelleneinträge die folgenden Sätze von Dateneinträgen
einschließen: {1, 2, 3, 5, 7}; {0, 1, 2, 3, 5, 6}; {0, 1, 3, 5, 6, 7, 8}, wobei
jede der Zahlen in dem Satz einen zunehmenden numerischen Wert aufweisen. Alternativ
können die Datentabelleneinträge beispielsweise die folgenden Sätze
von Dateneinträgen einschließen: {1, 2, 3, 5, 7}; {0, 1, 2, 3, 4, 5, 6};
{0, 1, 3, 5, 6, 7, 8}, wobei jeder Satz in zumindest 25% oder 35% oder 50% oder
75% oder 90% oder mehr der Zellen enthalten ist. Auf diese Weise wird die Tabelle
signifikant größere Vorhersagbarkeit als bekannte Datentabellenverfahren
aufweisen, wodurch Speicheranforderungen verringert werden.
Die vorbestimmte Weise eines Ordnens der Sätze von Dateneinträgen
sollte unabhängig von den Prädiktionsmodi angrenzender Pixelsätze
(z.B. Makroblöcke) sein. Es sei darauf hingewiesen, dass die Datentabelle
als Ganzes oder teilweise in der Natur "statisch" sein kann oder effektiv dynamisch
erzeugt werden kann, falls erforderlich auf der Grundlage von Mustern in dem Datenpunkt.
Dementsprechend kann eine mathematische Gleichung oder ein Algorithmus verwendet
werden, um die Einträge zu bestimmen, wobei in diesem Fall die "Tabelle" durch
eine derartige Technik erzeugt werden könnte. Dementsprechend ist eine "Datentabelle",
wie sie hierin verwendet wird, nicht nur auf eine statische Tabelle beschränkt,
sondern schließt vielmehr einen derartigen Satz von Werten, wenngleich bestimmt,
ein, die für eine derartige Prädiktion verwendet werden.
In unzweckmäßiger Weise führt die Substitution der
vorherigen Modusnummern durch die neuen Modusnummern (z.B. eine Substitution von
Nummern in die Zellen der bekannten Datentabelle), während dies vielleicht
eine Verbesserung ist, immer noch zu einem im Wesentlichen ungeordneten Datensatz.
Schätzen eines Pixelprädiktionsmodus auf der Grundlage von benachbarten
Blockdaten
Im Gegensatz zu dem gezeigten, im Allgemeinen ungeordneten Datensatz,
auch im Falle von Substitutionen, erkannten die Erfinder weiter, dass der wahrscheinlichste
Prädiktionsmodus zuerst geordnet, der zweitwahrscheinlichste Prädiktionsmodus
als Zweites geordnet werden sollte, falls erwünscht, gefolgt von den übrigen
Modi auf eine vorbestimmte Weise. Die vorbestimmte Weise sollte unabhängig
von den Prädiktionsmodi angrenzender Makroblöcke sein. Die bevorzugte
Reihenfolge der übrigen Modi sollte in einer abnehmenden Auftrittswahrscheinlichkeit
der übrigen Modi sein (der wahrscheinlichste Prädiktionsmodus und, falls
gewünscht, der zweitwahrscheinlichste Prädiktionsmodus).
Auf der Grundlage der Intraprädiktionsmodi von Block A und Block
B, wie sie in 1 gezeigt sind, kann die Intraprädiktionsmodusreihenfolge
für den Block C wie folgt definiert werden:
- (1) Wenn beide Blöcke A und B "außerhalb" sind (z.B. nicht verfügbar),
wird nur die DC-Prädiktion (Modus 2) zugelassen, wobei die Intraprädiktionsmodusreihenfolge
für den Block C deswegen {2} ist.
- (2) Wenn der Block A "außerhalb" (z.B. nicht verfügbar) ist, und der
Block B nicht "außerhalb" ist, werden nur die DC-Prädiktion (Modus 2)
oder die horizontale Prädiktion (Modus 0) für den Block C zugelassen,
deswegen gilt:
(i) Wenn der Block B2 ist, ist die Intraprädiktionsmodusreihenfolge für
den Block C {2, 0};
(ii) anderenfalls ist die Intraprädiktionsmodusreihenfolge für den Block
C {0, 2}.
- (3) Wenn der Block A nicht "außerhalb" ist, aber der Block B "außerhalb"
ist, werden nur die DC-Prädiktion (Modus 2) und die vertikale Prädiktion
(Modus 1) für den Block C zugelassen, deswegen gilt:
(i) Wenn der Block A2 ist, ist die Intraprädiktionsmodusreihenfolge für
den Block C {2, 1};
(ii) anderenfalls ist die Intraprädiktionsmodusreihenfolge für den Block
C {1, 2}.
- (4) Wenn weder der Block A noch der Block B "außerhalb" ist, gilt:
(i) Wenn der Prädiktionsmodus des Blocks A geringer als der Prädiktionsmodus
des Blocks B ist, dann ist die Intraprädiktionsmodusreihenfolge für den
Block C {Intraprädiktionsblockmodus A, Intraprädiktionsblockmodus B, andere
Modi in aufsteigender Reihenfolge};
(ii) wenn der Prädiktionsmodus des Blocks A größer als der Prädiktionsmodus
des Blocks B ist, dann ist die Intraprädiktionsmodusreihenfolge für den
Block C {Intraprädiktionsblockmodus B, Intraprädiktionsblockmodus A, andere
Modi in aufsteigender Reihenfolge};
(iii) wenn der Prädiktionsmodus des Blocks A gleich dem Prädiktionsmodus
des Blocks B ist, dann ist die Intraprädiktionsmodusreihenfolge für den
Block C {Intraprädiktionsblockmodus A, andere Modi in aufsteigender Reihenfolge).
Wenn der Prädiktionsmodus des Blocks A beispielsweise 3 ist und
der Prädiktionsmodus des Blocks B1 ist, dann ist die Intraprädiktionsmodusreihenfolge
für den Block C {1, 3, 0, 2, 4, 5, 6, 7, 8}. Wenn die Modi in einer im Allgemeinen
abnehmenden (oder zunehmenden) Auftrittswahrscheinlichkeit angeordnet sind, dann
wird die automatische Anordnung der übrigen Auftrittsmodi im Allgemeinen in
der richtigen Sequenz angeordnet werden. Das Ordnen der Sequenz von der höheren
zu der niedrigeren Probabilität erhöht die Wahrscheinlichkeit der richtigen
Prädiktion zum Anfang hin. Mit einer Entropiecodierung verringert dies den
resultierenden codierten Bitstrom. Andere Anordnungen können gleichermaßen
verwendet werden.
Konzeptionell ist das zuvor erwähnte Auswahlschema auf dem Prinzip
basiert, dass dann, wenn die Prädiktion des Blocks A X ist, und die Prädiktion
des Blocks B Y ist, es dann wahrscheinlich ist, dass die Prädiktion des Blocks
C X oder Y ist. Die Prädiktion für X und/oder Y ist am Beginn der Liste
angeordnet und die übrigen Modi sind danach sequenziell aufgelistet.
Anders gesagt ist dann, wenn die Prädiktionsmodi von A und B
bekannt sind (einschließlich des Falls, dass A oder B oder beide außerhalb
des Schnitts sind), der wahrscheinlichste Modus von C gegeben, nämlich das
Minimum der Modi, die für die Blöcke A und B verwendet werden. Wenn einer
der Blöcke A oder B "außerhalb" ist, dann ist der wahrscheinlichste Modus
gleich dem Prädiktionsmodus 2. Das Ordnen der Prädiktionsmodi, die den
Blöcken C zugeordnet sind, ist deswegen der wahrscheinlichste Modus, gefolgt
von den übrigen Modi in der aufsteigenden Reihenfolge.
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung können unter
Bezugnahme auf 9 beschrieben werden. In diesen Ausführungsformen
wird ein Zielblock für eine Prädiktion ausgewählt 50.
Ein Prädiktionsmodus, der für eine Prädiktion eines
ersten benachbarten Blocks verwendet wird, der unmittelbar angrenzend an den Zielblock
ist, wird dann bestimmt 52. Ein Prädiktionsmodus, der für die
Prädiktion eines zweiten benachbarten Blocks verwendet wird, der auch angrenzend
an den Zielblock ist, wird auch bestimmt 54. Diese angrenzenden Blockprädiktionsmodi
werden dann überprüft 56, um zu bestimmen, welcher am wahrscheinlichsten
einen geringeren Prädiktionsfehler erzeugen wird.
In anderen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung, wie
sie in 10 veranschaulicht sind, wird ein Satz von Prädiktionsmodi
58 gemäß der Wahrscheinlichkeit der Modi, dass sie einen geringeren
Prädiktionsfehler erzeugen, geordnet. Ein Zielblock wird ausgewählt
60. Der Prädiktionsmodus, der für einen ersten angrenzenden Block
verwendet wird, wird bestimmt 62, und der Prädiktionsmodus, der für
einen zweiten angrenzenden Block verwendet wird, wird auch bestimmt 64.
Diese beiden Prädiktionsmodi werden dann überprüft 66, um
zu bestimmen, welcher zuerst in dem geordneten Satz von Modi auftritt, der dadurch
dem Modus mit der höheren Wahrscheinlichkeit entspricht, dass ein geringerer
Prädiktionsfehler erzeugt wird.
In weiteren Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung, wie
sie in 11 veranschaulicht sind, wird ein Satz von Prädiktionsmodi
durch die Wahrscheinlichkeit, dass ein geringer Prädiktionsfehler erzeugt wird,
geordnet 68. Diese Modi in dem geordneten Satz werden dann numerischen
Werten zugeordnet 70, derart, dass Modi mit einer höheren Wahrscheinlichkeit,
dass ein geringerer Prädiktionsfehler erzeugt wird, niedrigeren numerischen
Werten zugeordnet werden. Der Modus, der verwendet wird, um einen ersten angrenzenden
Block vorherzusagen, wird dann bestimmt 72, und der Modus, der verwendet
wird, um einen zweiten angrenzenden Block vorherzusagen, wird auch bestimmt
74. Diese angrenzenden Blöcke werden dann überprüft, um
zu bestimmen, welcher Modus einem niedrigeren numerischen Wert zugeordnet ist. Dieser
Modus wird als der Schätzmodus für eine Prädiktion des Zielblocks
bezeichnet.
In noch weiteren Ausführungsformen, wie sie in 12
veranschaulicht sind, wird ein Satz von Prädiktionsmodi durch die Wahrscheinlichkeit,
dass ein geringerer Prädiktionsfehler erzeugt wird, geordnet 78. Diese
Modi in dem geordneten Satz werden dann numerischen Werten zugeordnet
80, derart, dass Modi mit einer höheren Wahrscheinlichkeit, dass ein
geringerer Prädiktionsfehler erzeugt wird, niedrigeren numerischen Werten zugeordnet
werden. Ein Versuch 82 wird ausgeführt, um den Modus zu bestimmen,
der verwendet wird, um einen ersten angrenzenden Block vorherzusagen, und ein Versuch
84 wird ausgeführt, um den Modus zu bestimmen, der verwendet wird,
um einen zweiten angrenzenden Block vorherzusagen. Wenn der Prädiktionsmodus,
der verwendet wird, um den ersten angrenzenden Block vorherzusagen, nicht verfügbar
ist 86, kann ein Vorbesetzungs-Prädiktionsmodus, wie etwa ein DC-Prädiktionsmodus,
als ein geschätzter Prädiktionsmodus für den Zielblock bezeichnet
werden 90. Ferner kann, wenn der Prädiktionsmodus, der verwendet wird,
um den zweiten angrenzenden Block vorherzusagen, nicht verfügbar ist
88, ein Vorbesetzungs-Prädiktionsmodus, wie etwa ein DC-Prädiktionsmodus,
als ein geschätzter Prädiktionsmodus für den Zielblock bezeichnet
werden 90. Wenn die angrenzenden Blockprädiktionsmodi verfügbar
sind, können diese angrenzenden Blockmodi überprüft werden, um zu
bestimmen, welcher Modus einem niedrigeren numerischen Wert zugeordnet ist. Dieser
Modus wird dann als der Schätzmodus für eine Prädiktion des Zielblocks
bezeichnet 92.
Modifikation der Prädiktionsmodusreihenfolge auf der Grundlage angrenzender
Blockdaten
In bestimmten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung können
die oben stehend beschriebenen Prädiktionsmodusreihenfolgen, die unabhängig
von den angrenzenden Blockdaten bestimmt worden sind, mit den angrenzenden Blockdaten
modifiziert werden. Prädiktionsmodusschätzungen, die unter Bezugnahme
auf die angrenzenden Blockdaten bestimmt sind, können in Prädiktionsmodusreihenfolgen
eingeführt werden, um die Reihenfolgen zu modifizieren, um die zusätzliche
Information, die aus den angrenzenden Blockdaten erhalten wird, widerzuspiegeln.
In bestimmten dieser Ausführungsformen kann eine Prädiktionsmodusschätzung
auf der Grundlage angrenzender Blockdaten direkt in einen Prädiktionsmodusreihenfolgesatz
eingefügt werden. In typischer Weise wird die Prädiktionsmodusschätzung
vorne an der Prädiktionsmodusreihenfolge an einer Position des Modus,
der am wahrscheinlichsten einen verringerten Prädiktionsfehler erzeugt, eingefügt
oder vorangestellt werden. Jedoch kann die Schätzung an bestimmten Ausführungsformen
an unterschiedlichen Positionen in der Modusreihenfolge eingefügt werden.
In bestimmten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ist,
wie in 13 gezeigt, eine Prädiktionsmodusreihenfolge
ausgewählt 102, wobei die Prädiktionsmodusreihenfolgeelemente
gemäß ihrer Wahrscheinlichkeit, dass sie einen geringeren Prädiktionsfehler
erzeugen, angeordnet sind. Mit anderen Worten, das erste Element in der Reihenfolge
stellt den Prädiktionsmodus dar, der am wahrscheinlichsten einen geringeren
Prädiktionsfehler ergibt, das nächste Element in der Reihenfolge stellt
den Prädiktionsmodus dar, der am nächstwahrscheinlichsten einen geringeren
Prädiktionsfehler ergibt, und so weiter bis hin zu dem letzten Element in der
Reihenfolge, welches den Prädiktionsmodus in der Reihenfolge darstellt, der
mit der geringsten Wahrscheinlichkeit einen geringeren Prädiktionsfehler ergibt.
Eine Prädiktionsmodusschätzung wird auch bestimmt
104, wie oben stehend beschrieben. Diese Schätzung wird unter Verwendung
angrenzender Blockdaten bestimmt. Im Allgemeinen ist die Schätzung der Prädiktionsmodus,
der in einem oder mehreren angrenzenden Blöcken verwendet wird, welcher am
wahrscheinlichsten einen geringeren Prädiktionsfehler ergibt. Jedoch kann die
Schätzung auf andere Arten bestimmt werden. Wenn genügende angrenzende
Blockprädiktionsmodusdaten nicht verfügbar sind, wie etwa an einer Bildkante
oder einer Schnittgrenze, kann ein Prädiktionsmodus für den Zielblock
auf der Grundlage des Fehlens von einem oder mehreren angrenzenden Blöcken
oder ihrer Prädiktionsmodusdaten geschätzt werden. In vielen Fällen
wird ein DC-Prädiktionsmodus geschätzt werden, wenn angrenzende Blockdaten
beschränkt oder nicht verfügbar sind.
In bestimmten Ausführungsformen kann, sobald der Schätzprädiktionsmodus
geschätzt ist, der Schätzprädiktionsmodus in einer Modusreihenfolge
als der Modus, der am wahrscheinlichsten einen geringeren Prädiktionsfehler
ergibt, gesetzt werden 106. In manchen Ausführungsformen wird dies
der erste Modus in der Reihenfolge oder der Modus, dem der niedrigste numerische
Wert zugeordnet ist, sein.
In anderen Ausführungsformen kann der Schätzprädiktionsmodus
einen Vorrang gegenüber der vorausgewählten Modusreihenfolge einnehmen.
In manchen dieser Ausführungsformen ist, wie in 14
veranschaulicht, eine vorausgewählte Modusreihenfolge bei dem Codierer und
dem Decodierer bezeichnet 110. Diese Reihenfolge umfasst einen Satz von
Prädiktionsmodi, die in einer Reihenfolge einer Wahrscheinlichkeit angeordnet
sind, dass sich ein geringerer Prädiktionsfehler ergibt, oder in einer bestimmten
anderen Reihenfolge. Ein Schätzprädiktionsmodus wird auch auf der Grundlage
von angrenzenden Blockdaten bestimmt 112. Dieser Schätzprädiktionsmodus
wird in dem Codierer und dem Decodierer gemäß dem gleichen Algorithmus
oder Verfahren bestimmt. Der Codierer bestimmt auch den tatsächlich besten
Prädiktionsmodus 114 zum Vorhersagen eines Pixels auf der Grundlage
von Bewegungsvektoren oder anderen bekannten Techniken. Der Codierer kann dann den
tatsächlichen besten Prädiktionsmodus mit dem Schätzprädiktionsmodus
vergleichen 116, um zu bestimmen, ob diese gleich sind. Wenn der Schätzprädiktionsmodus
der gleiche Modus wie der tatsächlich beste Prädiktionsmodus ist, kann
der Codierer dem Decodierer signalisieren, dass der Schätzprädiktionsmodus
zu verwenden ist 118. In manchen Ausführungsformen kann dieses Schätzprädiktionsmodussignal
mit einem 1-Bit-Marker verwirklicht werden, um zu kennzeichnen, ob der Schätzmodus
zu verwenden ist oder nicht.
Wenn der Schätzprädiktionsmodus nicht der tatsächlich
beste Prädiktionsmodus ist, kann der Codierer dem Decodierer signalisieren,
dass ein anderer Modus verwendet werden kann 120. Dies kann unter Bezugnahme
auf die vor-eingerichtete Modusreihenfolge durchgeführt werden. Der Codierer
kann bestimmen, welcher Modus in der Modusreihenfolge am äquivalentesten zu
dem tatsächlich besten Prädiktionsmodus ist, und dem Decodierer signalisieren,
diesen Modus zu verwenden.
Wenn ein geordneter Satz von Prädiktionsmodi verwendet wird,
kann die Satzreihenfolge neu angeordnet werden, sobald weitere Daten erhalten werden.
Beispielsweise kann ein geordneter Satz von Prädiktionsmodi neu geordnet werden,
wenn ein geschätzter Prädiktionsmodus bestimmt wird, oder wenn ein bester
tatsächlicher Prädiktionsmodus bestimmt wird. In diesen Fällen kann
der modifizierende Modus in den geordneten Satz eingefügt werden, vor dem geordneten
Satz platziert werden oder in bestimmten Fällen von dem geordneten Satz entfernt
werden.
In manchen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung kann
jedem Modus in der modusfreien Folge ein numerischer Wert gemäß der Reihenfolge
zugeordnet werden. In diesen Ausführungsformen kann der numerische Wert, der
dem Modus zugeordnet ist, der zu verwenden ist, zu dem Decoder gesendet werden, um
dem Decoder zu signalisieren, diesen Prädiktionsmodus zu verwenden. In bestimmten
dieser Ausführungsformen kann, wie in 15 veranschaulicht,
eine Modusreihenfolge, die 9 Prädiktionsmodi umfasst, ausgewählt werden
130. Ein Schätzprädiktionsmodus auf der Grundlage von angrenzenden
Blockdaten, und der einer der neuen Modi in der Reihenfolge ist, kann auch bestimmt
werden 132. Ein bester Prädiktionsmodus kann auch durch Bewegungsvektorverfahren
oder andere Verfahren bestimmt werden 134. Der beste Prädiktionsmodus
kann dann mit dem Schätzprädiktionsmodus verglichen werden 136.
Wenn der Schätzprädiktionsmodus im Wesentlichen der gleiche wie der beste
Prädiktionsmodus ist, kann dem Decoder mit einem 1-Bit-Kennzeichner signalisiert
werden, den Schätzprädiktionsmodus zu verwenden, der bereits in dem Decoder
identifiziert worden ist. Wenn der Schätzprädiktionsmodus nicht äquivalent
zu dem besten Prädiktionsmodus ist, wird der Schätzprädiktionsmodus
im Wesentlichen aus der Modusreihenfolge eliminiert 140. Diese Eliminierung
kann durch ein Neuordnen des Satzes, durch ein Überspringen des geschätzten
Modus in der Reihenfolge oder durch andere Mittel durchgeführt werden. Die
verbleibende Reihenfolge wird effektiv 8 Modi umfassen, die durch einen 3-Bit-Kennzeichner
dargestellt werden können. Der 3-Bit-Kennzeichner kann zu dem Decoder gesendet
werden 142, um zu bezeichnen, welcher Modus für eine Prädiktion
zu verwenden ist.
Die Ausdrücke und Bezeichnungen, die in der voranstehenden Spezifikation
enthalten sind, werden hierin als Ausdrücke der Beschreibung und nicht der
Einschränkung verwendet, und es besteht bei der Verwendung derartiger Ausdrücke
und Bezeichnungen nicht die Absicht, dass Äquivalente der Merkmale, die gezeigt
und beschrieben sind, oder Teile davon ausgeschlossen sind, womit erkannt wird,
dass der Umfang der Erfindung nur durch die folgenden Ansprüche definiert und
beschränkt ist.