Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf einen gegenläufig
drehbaren Bläserabschnitt und einen gegenläufig drehbaren Boosterverdichter
für ein Gasturbinentriebwerk und im Speziellen auf eine Bläserwellenanordnung
eines gegenläufigen Bläserabschnitts, die eine integrale Verdichterlaufschaufel
des Boosterverdichters enthält.
Gasturbinentriebwerke werden stets verbessert, um einen größeren
Schub bei geringerem Lärm und höherer Betriebseffizienz zu erzielen. Eine
Lösung ist als das Bypass-Turbofantriebwerk bekannt geworden, bei dem der Luftstrom
in zwei separate und konzentrische Strömungen aufgeteilt wird. Eine äußere
Strömung (hierin als Neben- oder Bypassstrom bezeichnet) wird nur von einem
Bläserabschnitt des Triebwerks komprimiert und wird verwendet, um einen Großteil
des Schubs zu liefern, während eine innere Strömung (hierin als Boosterstrom
bezeichnet) durch den Bläser (Fan), das Kerntriebwerk und die Turbine strömt,
um die Leistung für den Antrieb des Bläsers bereitzustellen. Um eine Erhöhung
des Bläserdruckverhältnisses zu erzielen und den Bläserwirkungsgrad
bei niedrigeren relativen Geräuschen aufrechtzuerhalten, enthält der Bläserabschnitt
zwei Stufen oder Reihen von Bläserlaufschaufeln, die in entgegengesetzte Richtung
rotieren, um so einen gegenläufigen Bläser zu bilden. Zur Erzielung eines
niedrigeren Geräusches und höherer Effizienz ist es wünschenswert,
die zwei Bläserlaufschaufelreihen axial voneinander zu trennen, um eine Wirbelströmung
zwischen ihnen dämpfen zu können.
Um die zusätzliche Länge zu reduzieren, die durch das Anordnen
der Bläserlaufschaufelreihen im Abstand zueinander erforderlich ist, werden
die innere und die äußere Strömung an einer Stelle aufgeteilt, die
axial zwischen solchen Bläserstufen und dem Boosterverdichter liegt, der innerhalb
des inneren Umfangs der zweiten Bläserstufe positioniert ist. Ursprüngliche
Konfigurationen des in Bypass-Turbofantriebwerken verwendeten Boosterverdichters
enthielten verschiedene Stufen von Rotorlaufschaufeln, die mit der ersten Bläserstufe
übereinstimmend rotierten, sowie eine Statorleitschaufelstufe, die zwischen
jedem Rotorlaufschaufelpaar positioniert war (siehe z.B. US-Patentschrift
Nr. 6,220,012 von Hauser et al.). Danach wurde, wie aus der US-Patentschrift
Nr. 4,860,537 von Taylor, der US-Patentschrift
Nr. 5,307,622 von Ciokajlo et al. und der US-Patentschrift
Nr. 4,790,133 von Stuart ersehen werden kann, der Boosterverdichter so
konstruiert, dass er in ihm gegenläufig drehbare Laufschaufelreihen oder -gruppen
aufweist, die in Übereinstimmung mit entsprechenden Stufen des gegenläufigen
Bläsers rotieren.
Es ist festgestellt worden, dass das Antreiben der separaten Laufschaufelreihen
des Boosterverdichters bestimmte mechanische Komplexitäten mit sich bringt.
Zusätzlich wird eine Halterung für die zweite Stufe benötigt, die
die Abdichtung der äußeren und der inneren Strömung nicht unzulässig
unterbricht, insbesondere da die innere Strömung durch den Boosterverdichter
durch die zweite Bläserstufe hindurchströmen muss. Somit wäre es
angesichts des Vorstehenden wünschenswert, dass ein gegenläufiger Bläserabschnitt
und ein gegenläufiger Boosterverdichter entwickelt werden, die die Rotation
der zweiten Bläserstufe und der zugehörigen Reihe von Boosterverdichterlaufschaufeln
erleichtern. Darüber hinaus wäre es wünschenswert, dass die zweite
Bläserstufe so montiert und konfiguriert ist, dass die innere Strömung
durch den Boosterverdichter nicht durch die Bläserlaufschaufeln der zweiten
Bläserstufe hindurchtreten muss.
Gemäß einer ersten beispielhaften Ausführungsform der
Erfindung ist eine Bläserwellenanordnung für eine zweite Stufe eines gegenläufigen
Bläserabschnitts in einem Gasturbinentriebwerk, das einen gegenläufigen
Boosterverdichter aufweist, zu der gehören: eine Bläserwellenerweiterung,
die an einem ersten Ende mit einer Antriebswelle verbunden ist und an einem zweiten
Ende mit einer Scheibe, die Bläserlaufschaufeln der zweiten Bläserabschnittsstufe
aufnimmt, verbunden ist, ein erstes Plattformelement, das mit der Bläserwellenverlängerung
an einer ersten Stelle integral ausgebildet ist, um so einen Abschnitt eines inneren
Strömungspfads für den gegenläufigen Boosterverdichter zu bilden,
ein zweites Plattformelement, das mit der Bläserwellenverlängerung an
einer zweiten Stelle integral ausgebildet ist, um so einen Abschnitt eines äußeren
Strömungspfads für den gegenläufigen Boosterverdichter zu bilden,
und mehrere Verdichterlaufschaufeln, die zwischen dem ersten und dem zweiten Plattformelement
positioniert sind, wobei die Antriebswelle bewirkt, dass die Verdichterlaufschaufeln
und die Bläserlaufschaufeln der zweiten Stufe in die gleiche Richtung rotieren.
Gemäß einer zweiten beispielhaften Ausführungsform
der Erfindung ist eine gegenläufige Boosterverdichteranordnung für ein
Gasturbinentriebwerk beschrieben, das einen gegenläufigen Bläserabschnitt
mit einer ersten Bläserlaufschaufelreihe, die mit einer ersten Antriebswelle
verbunden ist, und einer zweiten Bläserlaufschaufelreihe aufweist, die von
der ersten Bläserlaufschaufelreihe axial im Abstand angeordnet und mit einer
zweiten Antriebswelle verbunden angeordnet und mit einer zweiten Antriebswelle verbunden
ist. Die gegenläufige Boosterverdichteranordnung enthält eine erste Verdichterlaufschaufelreihe,
die mit der ersten Antriebswelle verbunden ist, eine Bläserwellenverlängerung,
die zum Antreiben der zweiten Bläserlaufschaufelreihe mit der
zweiten Antriebswelle verbunden ist, und mehrere mit der Bläserwellenverlängerung
integrale Verdichterlaufschaufeln, die eine zweite Verdichterlaufschaufelreihe bilden,
die mit der ersten Verdichterlaufschaufelreihe verschachtelt ist, wobei die zweite
Antriebswelle und die Bläserwellenverlängerung bewirken, dass die zweite
Verdichterlaufschaufelreihe und die zweite Bläserlaufschaufelreihe in der gleichen
Richtung rotieren. Die Bläserwellenverlängerung enthält ferner ein
mit ihr an einer ersten Stelle integrales erstes Plattformelement, das einen Abschnitt
eines inneren Strömungspfads für den gegenläufigen Boosterverdichter
bildet, und ein mit ihr an einer zweiten Stelle integrales zweites Plattformelement,
das einen Abschnitt eines äußeren Strömungspfads für den gegenläufigen
Boosterverdichter bildet, wobei jede Verdichterlaufschaufel zwischen dem ersten
und dem zweiten Plattformelement positioniert ist.
Gemäß einer dritten beispielhaften Ausführungsform
der Erfindung ist ein Gasturbinentriebwerk beschrieben, wie es enthält: einen
Hochdruckabschnitt, einschließlich einer Hochdruckturbine, eine hinter dem
Hochdruckabschnitt angeordnete Niederdruckturbine, die zum Drehantrieb der ersten
und der zweiten Antriebswelle dienende gegenläufige Niederdruckinnen- und -außenrotoren
aufweist, einen gegenläufigen Bläserabschnitt, der vollständig vor
dem Hochdruckabschnitt angeordnet ist und der eine erste Bläserlaufschaufelreihe,
die mit der ersten Antriebswelle verbunden ist, und eine zweite Bläserlaufschaufelreihe
aufweist, die zu der ersten Bläserlaufschaufelreihe axial im Abstand angeordnet
und mit der zweiten Antriebswelle verbunden ist, und einen gegenläufigen Boosterverdichter,
der eine mit der ersten Antriebswelle verbundene erste Verdichterlaufschaufelreihe
und eine zweite Verdichterlaufschaufelreihe enthält, die mit der ersten Verdichterlaufschaufelreihe
verschachtelt ist und mit der zweiten Antriebswelle verbunden ist, wobei jeder Niederdruckturbinenrotor
jeweils sowohl eine Bläserlaufschaufelreihe als auch eine Verdichterlaufschaufelreihe
antreibt. Jede Verdichterlaufschaufel der zweiten Verdichterlaufschaufelreihe ist
mit einer Bläserwellenerweiterung integral ausgebildet, wobei sie die zweite
Antriebswelle mit der zweiten Verdichterlaufschaufelreihe verbindet.
Eine Ausführungsform der Erfindung ist nun anhand von Beispielen
und Bezug nehmend auf beigefügte Zeichnungen beschrieben, in denen zeigen:
1 eine Schnittsansicht durch ein Gasturbinentriebwerk,
das einen gegenläufigen Bläserabschnitt und einen gegenläufigen Boosterverdichter
gemäß der vorliegenden Erfindung enthält;
2 eine vergrößerte, teilweise aufgeschnittene
Ansicht des Gasturbinentriebwerks, das in 1 veranschaulicht
ist;
3 eine ausschnittsweise perspektivische Ansicht der
zweiten Bläserstufe des Gasturbinentriebwerks, das in 1
und 2 veranschaulicht ist.
Indem nun im Einzelnen auf die Zeichnungen Bezug genommen wird, in
denen identische Bezugszeichen die gleichen Elemente in allen Figuren bezeichnen,
zeigt 1 ein beispielhaftes Turbofan-Gasturbinentriebwerk
10, das einen Bläserabschnitt 12 aufweist, der eine Einlassströmung
einer Umgebungsluft aufnimmt, die durch einen Pfeil 14 gekennzeichnet ist.
Der Bläserabschnitt 12 enthält vorzugsweise eine erste Stufe
16, die eine erste Reihe von Bläserlaufschaufeln 18 aufweist,
und eine zweite Stufe 20, die eine zweite Reihe von Bläserlaufschaufeln
22 aufweist. In einer typischen Bypass-Turbofananordnung rotiert die erste
Bläserlaufschaufelreihe 18 in einer entgegengesetzten Richtung oder
gegenläufig zu der Drehung der zweiten Bläserlaufschaufelreihe
22. Es ist verständlich, dass die erste Bläserstufe
16 und die zweite Bläserstufe 20 vorzugsweise in einem gewünschten
axialen Abstand zueinander bezüglich einer durch das Gasturbinentriebwerk
10 verlaufenden Mittelachse 24 angeordnet sind, um jegliche zwischen
ihnen auftretende Verwirbelungen in der Luftströmung zu minimieren.
Ein Hochdruckabschnitt 26, der hier auch als mittiges Kerntriebwerk
bezeichnet ist, ist stromab von dem Bläserabschnitt 12 positioniert,
dessen linke Seite, wie man aus 1 entnehmen kann, eine
stromaufwärtige Seite oder Richtung repräsentiert und dessen rechte Seite
eine stromabwärtige Seite oder Richtung repräsentiert. Man ist verständlich,
dass der Hochdruckabschnitt 26 einen Hochdruckverdichter 28, der
drehend angetrieben wird, um Luft, die in den Hochdruckrotor 26 eintritt,
unter einen relativ hohen Druck zu setzen, eine Brennkammer 30, die einen
Treibstoff mit der durch den Hochdruckverdichter 28 verdichteten Luft
14 vermischt und zur Erzeugung von Verbrennungsgasen zündet, die stromab
strömen, und eine Hochdruckturbine 32 enthält, die die Verbrennungsgase
aufnimmt und dadurch rotierend angetrieben wird. Die Hochdruckturbine
32 treibt wiederum den Hochdruckverdichter 28 über eine Hochdruckantriebswelle
34 drehend an, die die Hochdruckturbine 32 und den Hochdruckverdichter
28 miteinander verbindet. Vorzugsweise ist der Hochdruckrotor
26 modular, so dass er als eine einzelne Einheit unabhängig von anderen
Teilen des Gasturbinentriebwerks 10 ersetzt werden kann.
Es ist ersichtlich, dass ein Boosterverdichter 36, der vorzugsweise
stromauf von dem Hochdruckabschnitt 26 angeordnet ist, eine erste Reihe
38 von Boosterverdichterlaufschaufeln und eine zweite Reihe 40
von Boosterverdichterlaufschaufeln enthält, die mit der ersten
Boosterverdichterlaufschaufelreihe 38 verschachtelt ist. Der Boosterverdichter
36 ist gegenläufig drehbar, was bedeutet, dass die erste Boosterverdichterlaufschaufelreihe
38 in eine entgegengesetzte Richtung zu der der zweiten Boosterverdichterlaufschaufelreihe
40 rotiert. Das Gasturbinentriebwerk 10 ist vorzugsweise so konstruiert,
dass die Boosterverdichterlaufschaufeln 40 und die Bläserschaufeln
22 der zweiten Bläserstufe 20 in eine gegenläufige Richtung
von der des Hochdruckverdichters 28 rotieren, um die Empfindlichkeit des
Gasturbinentriebwerks 10 auf Lufteingangsströmungsstörungen des
Bläserabschnitts 12 zu reduzieren sowie um die gegenseitige Empfindlichkeit
auf „Rotating Stall"-Zellen (Zellen mit rotierender Abrissströmung)
in den anderen Rotoren zu reduzieren. Zwischen der zweiten Bläserstufe
20 und dem Hochdruckverdichter 28 kann eine Auslassleiteinrichtung
vorhanden sein, um die Entwirbelung der zu dem Hochdruckverdichter 28 führenden
Luftströmung zu unterstützen.
Eine gegenläufige Niederdruckturbine 44, die stromab
von der Hochdruckturbine 32 positioniert ist, lässt die durch die
Hochdruckturbine 32 strömenden Verbrennungsgase expandieren und dient
dazu, die erste Bläserstufe 16 sowie die erste Boosterverdichterlaufschaufelreihe
38 mit Hilfe einer ersten oder inneren Niederdruckantriebswelle
46 drehend anzutreiben und die zweite Bläserstufe 20 sowie
die zweite Boosterverdichterlaufschaufelreihe 40 mit Hilfe einer zweiten
oder äußeren Niederdruckantriebswelle 48 drehend anzutreiben.
Genauer gesagt, enthält die Niederdruckturbine 44 einen
ringförmigen äußeren Trommelrotor 50, der an der ersten
inneren Niederdruckantriebswelle 46 über eine hintere konische Niederdruck-Innenwellenverlängerung
52 drehfest montiert ist. Der äußere Trommelrotor 50
enthält ferner mehrere erste Niederdruck-Turbinenlaufschaufelreihen
54, die sich von ihm aus radial nach innen erstrecken und axial zueinander
im Abstand angeordnet sind. Es ist ersichtlich, dass der äußere Trommelrotor
50 von einer Endstufe 56 der Niederdruck-Turbinenlaufschaufelreihen
54 aus einseitig eingespannt wegragt und mit der hinteren konischen Niederdruck-Innenwellenverlängerung
52 verschraubt ist. Es ist ferner sichtbar, dass die innere Niederdruckantriebswelle
46 den äußeren Trommelrotor 50 mit der ersten Bläserstufe
16 und der ersten Bläserlaufschaufelreihe 18 mit Hilfe einer
vorderen konischen Innenwellenverlängerung 58 antriebsmäßig
verbindet. Die erste Boosterverdichterlaufschaufelreihe 38 ist dann durch
die Niederdruck-Innenantriebswelle 46 indirekt angetrieben, und zwar infolge
einer Welle 60, die die erste Bläserstufe 16 mit ihr verbindet,
wodurch die Bläserlaufschaufelreihe 18 der ersten Stufe und die erste
Boosterverdichterlaufschaufelreihe 38 zu einer Rotation in die gleiche
Richtung veranlasst werden.
Die Niederdruckturbine 44 enthält auch einen ringförmigen
inneren Trommelrotor 62, der an der zweiten äußeren Niederdruckantriebswelle
48 über eine hintere konische Niederdruckaußenerweiterung
64 drehfest montiert ist. Der innere Trommelrotor 62 enthält
ferner mehrere zweite Niederdruck-Turbinenlaufschaufelreihen 66, die sich
von ihm aus radial nach außen erstrecken und axial zueinander im Abstand angeordnet
sind. Es ist zu verstehen, dass die ersten Niederdruck-Turbinenlaufschaufelreihen
54 bezüglich der zweiten Niederdruck-Turbinenlaufschaufelreihen
66 verschachtelt bzw. versetzt parallel geschaltet sind. Man ist ersichtlich,
dass der innere Trommelrotor 62 von einer Endstufe 68 der aus
Niederdruck-Turbinenlaufschaufelreihen 66 aus auskragt und mit der hinteren
konischen Niederdruck-Außenwellenverlängerung 64 verschraubt
ist. Es ist dann zu sehen, dass die eine Niederdruckaußenantriebswelle
48 den inneren Trommelrotor 62 mit der zweiten Bläserstufe
18 und der zweiten Bläserlaufschaufelreihe 20 mittels Hilfe
einer vorderen konischen Außenwellenverlängerung 70 antriebsmäßig
verbindet. Wie hier nachstehend in größeren Einzelheiten erläutert
ist, ist die zweite Boosterverdichterlaufschaufelreihe 40 auch durch die
Niederdruck-Außenantriebswelle 48 angetrieben, wodurch die Bläserlaufschaufelreihe
20 der zweiten Stufe und die zweite Boosterverdichterlaufschaufelreihe
48 veranlasst werden, in der gleichen Richtung umzulaufen, die zu der Drehrichtung
der ersten Bläserstufe 16 und der ersten Boosterverdichterlaufschaufelreihe
38 gegensinnig ist.
Ein durch einen Pfeil 72 gekennzeichneter Strömungspfad
für den Bläser 12 ist durch ein Bläsergehäuse
74 und eine Nabe 76 für die erste Bläserstufe definiert
(siehe 2). Es ist ersichtlich, dass der Strömungspfad
72 dann vorzugsweise stromaufwärts der zweiten Bläserstufe
20 aufgespalten wird, wo ein äußerer Teil, der durch einen Pfeil
78 gekennzeichnet ist, den Rest des Triebwerks 10 (mit Ausnahme
eines Durchtritts durch die zweite Bläserstufe 20) umgeht und ein
innerer Teil, der durch den Pfeil 80 repräsentiert ist, in den Boosterverdichter
36 und einen Einlasskanal 82 zu einem Hochdruckverdichter
28 geleitet wird. Es ist verständlich, dass eine Teilernase
84 vorgesehen ist, um den Strömungspfad 72 aufzuspalten,
was hier nachstehend genauer erläutert ist. Im Zusammenhang mit der Teiler-
oder Spaltnase 84 sind stromab von dort positioniert ein inneres Bypass-
oder Umgehungsplattformelement 86 und eine Wand 88 vorgesehen,
um einen Bypass- oder Umgehungskanal 90 mit einem Bläsergehäuse
74 erhalten, durch den der äußere Strömungsteil
78 strömt.
Wie am besten den 2 und 3
entnommen werden kann, enthält die zweite Bläserstufe 18 vorzugsweise
eine konventionelle Scheibe 98 mit darin vorgesehenen Schwalbenschwänzen
zur Aufnahme von Bläserlaufschaufeln 22. Die Scheibe
98 ist mit einer Bläaserwellenverlängerung verbunden, die allgemein
mit dem Bezugszeichen 100 bezeichnet ist und die wiederum mit der vorderen
konischen Außenwellenverlängerung 70 verbunden ist. Auf diese
Weise sind die Scheibe 98 und die Bläserlaufschaufeln 22
folglich durch die Niederdruck-Außenantriebswelle 48 angetrieben.
Genauer gesagt, ist ersichtlich, dass die Bläserwellenverlängerung
100 vorzugsweise einen ersten oder inneren ringförmigen Abschnitt
102 enthält, der ein erstes Ende 104 aufweist, das mit der
vorderen konischen Außenwellenverlängerung 70 verbunden ist.
Die Bläserwellenverlängerung 100 enthält ferner vorzugsweise
einen zweiten oder äußeren ringförmigen Abschnitt 106, der
ein zweites Ende 108 aufweist, das mit einem sich von einem hinteren Ende
der Scheibe 98 aus erstreckenden Flansch 110 mittels einer Schraube
112 und einer Senkmutter 114 verbunden ist. Es ist sichtbar, dass
ein erstes Plattformelement 116 vorzugsweise integral mit dem inneren ringförmigen
Abschnitt 102 an einem zweiten Ende 118 der Bläserwellenverlängerung
100 ausgebildet ist, wo das erste Plattformelement 116 als ein
Abschnitt eines inneren Strömungspfades des Boosterverdichters 36
dient. In ähnlicher Weise ist ein zweites Plattformelement 120 vorzugsweise
integral mit dem äußeren ringförmigen Abschnitt 106 der
Bläserwellenverlängerung 100 an einem zweiten Ende
120 ausgebildet, wo das zweite Plattformelement 120 als ein Abschnitt
eines äußeren Strömungspfades des Boosterverdichters 36
dient. Zwischen dem ersten und dem zweiten Plattformelement 116 bzw.
120 sind dann vorzugsweise mehrere Bläserlaufschaufeln 124
positioniert, so dass sie zusammen die zweite Boosterverdichterlaufschaufelreihe
40 bilden.
Die Spalt- oder Teilernase 84 ist vorzugsweise mit einem
sich stromauf von der Scheibe 98 erstreckenden Flansch 126 mittels
einer Schraube 128 und einer Senkmutter 130 verbunden. Es versteht
sich, dass eine zusätzliche Reihe 132 oder ein Ring von Boosterverdichterlaufschaufeln
134 vorzugsweise stromauf von der ersten Boosterverdichterlaufschaufelreihe
38 vorgesehen ist. Insbesondere erstrecken sich die Verdichterlaufschaufeln
134 vorzugsweise radial von einem Abschnitt 136 der Teilernase
84 aus, der stromauf von der Scheibe 98 angeordnet ist, in den
Boosterströmungspfad 80 hinein. Da die Verdichterlaufschaufeln
134 indirekt mit der Scheibe 98 und folglich mit der zweiten Antriebswelle
48 verbunden sind, rotieren die Verdichterlaufschaufeln 134 in
der gleichen Richtung wie die Verdichterlaufschaufeln 124 und die Laufschaufeln
22 der zweiten Stufe.
Um eine gewünschte Oberfläche für die Boosterströmung
80 zu schaffen, ist ersichtlich, dass ein äußerer Strömungspfad
für den Boosterverdichter 36 durch den Teilernasenabschnitt
136, ein Strömungspfadeinsatzglied 138 (das vorzugsweise
ebenfalls mit Hilfe einer Schraube 128 und einer Senkmutter 130
mit dem Flansch 126 verbunden ist) und das zweite Plattformelement
120 gebildet wird. Ähnlich ist ein innerer Strömungspfad für
einen Boosterverdichter 36 durch eine Wand 140, die mit der Nabe
76 verbunden ist, ein Plattformelement 142, das den Verdichterlaufschaufeln
134 zugeordnet ist, ein Plattformelement 144, das der ersten Verdichterlaufschaufelreihe
38 zugeordnet ist, und das erste Plattformelement 116 gebildet.